Seelenwanderer

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    • Seelenwanderer

      Moin Moin Leute

      Ich versuche mich mal wieder daran eine Geschichte zu schreiben. Wie meine erste Geschichte ,"Ritual der wahren Dunkelheit", spielt diese Geschichte auch in der von mir erschaffenen Fantasy Welt. Diese neue Geschichte nenne ich den Seelenwanderer und es geht um den selben Dämon wie bereits in der letzten Geschichte: Astrael Xardaban. Viel Spaß beim Lesen. Kleine Information am Rande: Diese Geschichte spielt etwa 3000 Jahre vor der Handlung von "Ritual der wahren Dunkelheit".


      Prolog

      Er ist da. Kälte breitet sich aus.Er ist das Zentrum, von ihm geht die Kälte aus.
      Langsam nähert sich die Schattengestalt meinen Mitstreitern, die allesamt bereits im Sterben liegen.
      Seelen, das will er.Nach Seelen giert er so sehr.Von seinen Schultern breiten sich zwei ledrige
      Flügelpaare aus.Er schlingt die beiden um den ersten im Sterben Liegenden.
      Erst ganz langsam und dann immer schneller wurde sein Körper vom Schatten zerfressen.
      Kaum war er fertig mit dem Ersten ging er zum Nächsten. Ich muss doch irgendetwas tun können.
      Was nur? Mir fällt nichts ein. Alle Priester sind bereits tot und unser Magier ist zu stark
      verletzt, als dass er etwas tun könnte."Morgenröte", das Schwert, das mein Vater mir gab, wurde
      bereits von den Schergen dieses Schattens vernichtet.Ich weiß, dass es keinen Ausweg gibt. Der
      Schatten spürt die Anwesenheit eines jeden lebenden Wesens. Es ist aussichtslos, ich kann es nicht
      schaffen zu entkommen, nicht in meinem Zustand. Ich werde sterben.
      "Denk gar nicht erst daran!", hörte ich diese seltsame Stimme in meinem Kopf.
      "Vater, bist du es?", sprach ich. "Morgenröte geht es gut. Du musst es finden. Schnell!"
      "Aber wie? Ich bin zu schwach und weiß nicht wo ich seine Überreste verloren hab."
      "Der Ring an deiner linken Hand, er wird dich führen. Vertrau ihm!"
      Ohne es bewusst zu tun stehe ich auf und sehe auf meine Hand. "Nachtmantel?" , flüstere ich.
      Der Ring scheint zu reagieren. Er leuchtet in einem silbrigen weiß. "Was willst du mir mitteilen?",
      frage ich Nachtmantel. Der Ring verschwindet in einem dunklen Schatten. "Nein!" , schreie ich.
      "Huch, warum reagiert der Schattenmann nicht auf mich? Er muss meinen Schrei doch gehört haben."
      Der Schatten des Ringes wächst und wächst und hüllt mich komplett ein, bis ich schließlich meine
      eigenen Worte nicht mehr vernehmen konnte.Das konnte doch nicht so gedacht sein. Plötzlich geht mir
      ein Licht auf. "Natürlich" Der Schatten des Ringes schützt mich vor anderen Schatten. Gutartige
      Schatten? So etwas gibt es? Merkwürdig."
      Auf einmal kommt Morgenröte angeflogen. Es fliegt um die Felsen am Rande des Tals. Es ist ganz!
      Es fliegt in meine Richtung und völlig geistesabwesend nehm ich es entgegen, renne ohne meine
      Schritte zu hören zum Schattenmann. Ich steche zu, der Schatten meines Ringes löst sich auf, der
      Schattenmann schreit und die dünnen Schattenfäden werden in meinen Körper gesaugt ohne, dass
      ich es bewusst wahrnehme. Ich bin erstmal nur froh dieses Wesen vernichtet zu haben. Ich falle zu
      Boden und bleibe liegen. Ich hebe die linke Hand, will mir den Ring ansehen. Er ist nicht mehr da.
      Panisch sehe ich mich um. "Wo ist er? Ich muss ihn finden!"
      Ich spüre einen Stich in der Nähe des Herzens. Er zwingt mich auf die Knie. Eine Scheibe aus
      Schatten bildet sich unter meinen Füßen. Sie wird größer, bis sie schließlich groß genug ist mich
      zu verschlingen. Ich falle in tiefe düstere Schatten. Es fühlt sich so leicht an. Ich spüre mich
      kaum. Sterbe ich gerade?
      "Ja.", sagte eine leise Stimme und der Geist meines Vaters erschien vor mir. Er sieht verändert aus.
      Seine Stimme klingt rauer als sonst und sein Gesicht ist schmutzig. Seine Ohren sind spitz, er hat
      nach vorne gekrümmte Hörner auf dem Kopf.Flügel breiten sich von seinem Rücken aus. Es sind zwei
      ledrige Flügelpaare. "Du bist meine Reinkarnation, Eldamia.", sagte er.
      Das kann nicht mein Vater sein. "Du bist der Schatten!", brüllte ich ihn an. "Nein. Ich bin du. Ich
      bin ein Teil von dir. Das bin ich schon immer gewesen. Jetzt werde ich über deinen Willen, deine
      Gedanken und deine Seele herrschen, doch bald sogar herrsche ich über die ganze Welt.
      "Nein!". Ich schrie so laut ich konnte, aber mein Kopf schmerzte bald so sehr, dass ich mein
      Bewusstsein verlor.
      Ich erwachte. Völlig unkontrolliert töte ich hunderte Männer des Königs. Ich kann es nicht
      verhindern. Der Schatten kontrolliert mich. Immer wieder höre ich seine Stimme in meinem Kopf.
      "Bald herrscht Astrael Xardaban über die ganze Welt."
      Schallendes Lachen bereitet mir ähnlich starke Kopfschmerzen wie vorhin, aber der Schatten zwingt
      mein Bewusstsein standhaft zu bleiben.
      "Ich werde Schuld sein am Ende des Königreiches, am Ende der Welt." Schluchzend zog ich mich in eine
      Ecke meiner Gedanken zurück. Ist das das Ende?
      Mein Hustensaft ist wie Frankreich. Zwei mal täglich einnehmen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Astrael Xardaban ()

    • Kapitel 1:

      Wenige Tage später war ihr Geist nahezu völlig gebrochen.Sie hatte zwar keine Schmerzen mehr aber
      dieser jetzige Zustand war viel schlimmer als jeder Schmerz der Welt. Sie fühlte nichts mehr und
      das Einzige was sie noch sehen konnte war das Ende der Welt. Immer und immer wieder sah sie das
      Szenario vor sich wie sie den Schattenmann niederstach und wenig später, nach einem kurzen
      Bewusstseinsverlust, hunderte Männer ihres Königs abschlachtete. Sie flüsterte geistesabwesend vor
      sich hin: "Das ist das Ende."
      Sie war nicht das erste Opfer.Astrael Xardaban war ein Seelenwanderer.Sein vorheriges Opfer war ihr
      Vater.

      -An einem anderen Ort-

      Ervegil ging die steile Treppe zum alten, verlassenen Heiligtum nach oben.
      "Ich finde dich", dachte er. Es wirkte wie eine Reaktion auf seine Gedanken, als ein
      erschütterndes Brüllen den Boden beben ließ."Da bist du ja. Ich wusste ich finde dich hier", sagte
      Ervegil leise und mit einem Lächeln auf den Lippen.
      Er blickte in Richtung Eiswüste, wo er her kam und dachte: "Der Wald fehlt mir.Ich muss Skraethor finden und
      vernichten um seinen Fluch zu brechen."
      Im Heiligtum angekommen betrat Ervegil die Halle der Toten, wo er anscheinend bereits erwartet
      wurde. Eine Gestalt stand mit dem Rücken zu Ervegil am anderen Ende des Raumes. Er hatte einen
      goldenen Stab in der Hand, der nur etwa einen Meter lang war.In der anderen Hand hatte er einen
      Becher, aus dem er trank in dem Moment als Ervegil die Halle betrat.Ein mysteriöser Schatten
      umwirbelte die Gestalt.Dank dem Mantel den die Gestalt trug konnte man kaum erahnen ob es sich um
      einen Mann oder eine Frau handelte.
      Eine raue Stimme ertönte und schallte durch die Halle: "Verschwinde lieber."
      "Wer bist du?", reagierte Ervegil etwas empört auf die Drohung der Gestalt. Die Gestalt drehte sich
      um und man konnte das düstere Gesicht eines Dunkelelfen erkennen, der mit ziemlicher Sicherheit
      bereits einige Jahrhunderte auf dem Buckel hatte.Sein Gesicht war gräulich schimmernd und er hatte
      ein feuerrotes und ein aquamarinblaues Auge. Quer über die linke Wange hatte er eine Narbe,
      wahrscheinlich von einem Schnitt einer Schwertklinge. An der rechten Seite seines Halses war
      ebenfalls eine Narbe zusehen, deutlich dicker und länger als die andere.
      "Dein Ende wenn du nicht verschwindest", wandte der Dunkelelf seine Worte an den Nordelfen Ervegil.
      Mit schnellen Schritten ging der Dunkelelf auf Ervegil zu. Dieser blieb erschrocken stehen, senkte
      sein Schwert und ließ es fallen.
      "Was geht hier vor? Ich kann mich nicht mehr bewegen."
      "Wehre dich nicht, dann wird es um so weniger wehtun", hörte Ervegil die Stimme des Dunkelelfen in
      seinem Kopf.
      Plötzlich stand der Dunkelelf direkt vor ihm, umhüllt von einem Mantel aus Schatten. Sein Gesicht
      war nicht mehr zu erkennen und Ervegil spürte kaum, dass er ein Schwert - nämlich sein eigenes - im
      Magen hatte. Blut quoll heraus, er sank zu Boden. Das letzte was seine Ohren vernahmen war:
      "Ich bin Guldor. Du wirst niemals Skraethor besiegen, denn ich werde mir seine Macht aneignen.
      Die Macht dieses Dämonendrachen begehre ich schon zu lange, als dass ich mich aufhalten lassen
      würde."
      Wer war dieser Guldor? War er wirklich nur an der Oberfläche der Welt um Skraethor zu vernichten?
      Das konnte Ervegil nicht glauben. "Ich werde nicht sterben. Ich halte dich auf Guldor!"
      Mein Hustensaft ist wie Frankreich. Zwei mal täglich einnehmen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Astrael Xardaban ()

    • Eine düstere Geschichte, wahrlich!
      du schmeißt den Leser direkt in eine sehr destruktive Szene, dadurch fesseltst du sofort

      Hier kann ich wirklich keinen einzigen Sonnenstrahl finden :D

      Du wirfst Fragen auf, die neugierig machen, mal sehen wie es weiter geht.

      nun zum Formellen:

      Dein Schreibstil gefällt mir prinzipiell, dir gelingt es, die Gefühlswelt deiner Protas gut herüberzubringen, wenn ich auch manchmal, wegen der fehlenden Kommata, ein wenig ins Stolpern geraten bin.

      • nach einem Punkt sollte immer ein Leerzeichen folgen (habe es am Anfang markiert, aber da du methodisch dieses Leerzeichen verweigerst, überlasse ich es dir die anderen herauszusuchen :stick: )

      • Zahlen werden immer ausgeschrieben

      • du wechselst die Zeitform zwischen Gegenwart und Vergangenheit (grüne Markierung), entscheide dich für einen davon ^^

      • Ich finde es besser, wenn die direkte Rede eine eigenen Zeile pro Person erhält, so ist immer klar, wer spricht


      in der angehängten Datei:
      gelbe Markierung = da hat sich was verändert
      rosa Markierung = Wortwiederholung
      blaue Schrift = meine Gedanken dazu :angel:
      Dateien
      • Post 1.pdf

        (95,21 kB, 56 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Fantasy ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
      Albert Einstein
    • Fortsetzung Kapitel 1:
      Er erwachte. Stille umgab ihn. In der Ferne war ein Licht zu sehen. "Komm zu mir", flüsterte eine seltsam vertraut klingende Stimme. "Ich helfe dir." Langsam tastete er sich vorwärts, erst auf allen Vieren, dann begann er allmählich aufzustehen. Er versuchte dieses seltsame Licht zu erreichen, jedoch mehr stolpernd als laufend. Er kam immer näher. Inzwischen konnte er deutlich sehen, dass in dem Licht zwei Gestalten einander bekämpften. Die Bewegungen der einen Gestalt waren von elfischer Eleganz geprägt, jedoch wirkten sie düster, kalt und herzlos.
      Die andere Gestalt war weit größer, mit riesigen dunklen Schwingen, einem gewaltigem Gebiss und Klauen deren Länge die von Bäumen übertraf. Rote Augen sahen ihn an, ihn, der nun fast das Licht erreicht hatte. Es war als wollten sie ihm sagen, er hätte keine Chance das Licht zu erreichen. "Gib auf!", fauchte ihn eine Stimme an die er kannte. Er hörte sie kurz bevor er niedergestochen wurde.
      "Guldor!" , schrie er und hoffte es würde ihm helfen. "Was ist das für ein Zauber? Wo bin ich?", sagte er voller Verzweiflung.
      Ein Schatten glitt den Boden entlang, teilte sich in zwei Hälften und umschlung Ervegil, der inzwischen kauernd auf dem Boden saß.
      "Du gehörst jetzt mir, Elfenabschaum", sagte Guldor und vor Ervegil erschien wieder diese Gestalt, die mit elfischer Eleganz den Drachen bekämpft hat. Nun war er deutlich besser zu sehen. Er hielt eine leuchtend violette Kugel in den Händen. Plötzlich wuchsen der Gestalt Flügel und Klauen. Er erhob sich einige Meter in die Luft um dann schnell wie ein Blitz auf Ervegil zuzufliegen und sich in den Schatten der Umgebung aufzulösen. Die Schatten wurden in Ervegils Körper gesaugt und er spürte nichts mehr, außer Kälte, Dunkelheit und Hass, der sein Herz begann zu zerfressen, langsam aber stetig.
      Wenig später stand Ervegil ohne es wirklich zu bemerken vor einem Berg von Leichen, den er anzündete. In den Flammen sah er das königliche Banner brennen und der Hass wuchs weiter in ihm. Alle würde er töten und bald auch den König. Er konnte schließlich nicht wissen, dass ihm jemand in die Quere kommen würde, nämlich der, der auf den Namen Astrael Xardaban hört.
      Mein Hustensaft ist wie Frankreich. Zwei mal täglich einnehmen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Astrael Xardaban ()

    • Man kriegt richtig Gänsehaut :cursing: ! Gefällt mir, ich mag grusel :thumbup:

      Ich bin nicht sehr Talentiert im finden von grammatikalischen Fehlern, was aber Eposs zum glück schon richtig gut hingekriegt hat.
      Aber dafür bin ich auf einen kleinen Logikfehler gestossen:

      Astrael Xardaban schrieb:

      Mit schnellen Schritten ging der Dunkelelf auf Ervegil zu. Dieser blieb erschrocken stehen, senkte
      sein Schwert und ließ es fallen.
      "Was geht hier vor? Ich kann mich nicht mehr bewegen."
      Ich würde hier kursiv schreiben, dass Ervegil diese Sätze denkt. Wer den Körper nicht mehr rühren kann, ist oftmals auch nicht in der Lage, zu sprechen.

      Ich werde aufjedenfall mit Freuden an der Geschichte dran bleiben :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Krahler ()

    • Fortsetzung Kapitel 1:
      Schwerter prallten aneinander, Pfeile sausten durch die Luft. Schweigend sah sie zu, diese Gestalt, die auf dem Hügel stand. Sie trug eine Maske, die ihr Gesicht vollständig verbarg. Der Mantel flatterte im Wind und das Hemd darunter schimmerte in der Mittagssonne. "Ihr versteht gar nichts", flüsterte die Gestalt. "Der wahre Krieg findet ganz woanders statt." Der Himmel wurde dunkler, die Sonne verschwand hinter dunkelvioletten Wolken. "Wurde langsam Zeit", dachte er, während er nach oben blickte. Am Horizont war zu sehen, dass etwas auf das Schlachtfeld zuflog. Es hatte gewaltige Flügel, doch die Eleganz mit der es flog deutete auf einen Elfen hin. "Was macht Guldor hier?", murmelte er.
      "Das will ich dir sagen, Kelindahr", erwiderte eine Stimme hinter ihm. "Was du da siehst ist nichts weiter als eine Illusion, mein Bruder."
      "Überrascht mich nicht. Ich erinnere mich an Zeiten, da warst du kreativer, Bruder. Ich spreche von den Zeiten, in denen wir uns noch nicht bekämpft haben."
      "Sag mir nicht, es wäre Trauer die dich antreibt. Das ist lächerlich. Wir haben uns nie wirklich gut verstanden, auch nicht mit unseren anderen Brüdern."
      "Es ist sehr schade, dass du das so empfindest. Ich werde nun gehen, wenn du es gestattest.", sagte Kelindahr ein wenig spöttisch.
      "Du weißt ich kann und will dir nichts befehlen. Irgendjemand wird dich bestimmt aufhalten, vielleicht Astrael, vielleicht Marakahr, oder aber Vater wird es tun. Ich warte gespannt darauf."
      "Niemand von ihnen ist auf deiner Seite. Astrael ist stärker als du, Marakahr ist ein Narr und Vater hat uns doch alle längst vergessen", erwiderte Kelindahr und löste sich auf. Nur Nebel blieb zurück wo Kelindahr gestanden hatte.

      Die Schlacht war inzwischen vorüber. Die königlichen Soldaten hatten die Barbaren besiegt, jedoch mit großen Verlusten. Die knapp einhundert Überlebenden sammelten sich am östlichen Flussufer. "Jetzt oder nie", dachte Guldor und sprach einige Worte, leise, unverständlich und auf einer Sprache für die man sich schämen müsste. Sein Körper wurde von Blitzen umzuckt, der Himmel begann sich blutrot zu färben und die Soldaten kippten um, einer nach dem anderen. Jeder einzelne stand wieder auf, vergiftet von den Schatten und dem Hass. Er hatte Dämonen aus ihnen gemacht. Das sollte der Anfang seiner Armee sein.

      "Ich werde siegen, Astrael. Du kommst mir nicht in die Quere."
      Plötzlich fielen seine neuen Diener um und der Schatten, entwich ihnen. Ihr Seelen bündelten sich und manifestierten sich in Form eines Schwertes, geschmiedet aus Andraz, einem Metall, das härter war als jedes andere. Die Schatten formten die Gestalt eines Elfen. Neben ihm landete eine Frau, keine fünfundzwanzig Jahre alt. Sie hatte Flügel, ledrig wie die eines Dämonen und dennoch silbrig schimmernd wie die eines Seelenwanderers. Nur Guldor selbst, Kelindahr und Astrael und Marakahr hatten solche Flügel. Marakahr hielt das Schwert in der Hand, es trug den Namen Seelenfresser. Kelindahr verließ den Ort vor weniger als einer Stunde. "Wer ist das Astrael? Seit wann nutzt du jeden beliebigen Körper für deine Pläne?" , fragte Guldor.
      Astrael entgegnete: "Ich beherrsche ihre Familie schon seit achtundzwanzig Generationen. Den Grund hab ich vergessen. Sie wird mir nützlich sein, sie gehört nämlich zur königlichen Leibgarde. Du könntest mich und Marakahr unterstützen."
      "Das werde ich sicherlich nicht. Marakahr du bist ein elender Narr", sagte Guldor zornig und löste sich in Schatten auf, die im Boden verschwanden.
      Mein Hustensaft ist wie Frankreich. Zwei mal täglich einnehmen.
    • Kapitel 2:
      Dieser Ort war seltsam. Auf eine gewisse Weise kam er dem Mann bekannt vor. Dieser edel gekleidete Herr von etwa dreißig Jahren ging den Raum entlang. Er sah sich langsam und sehr genau um. Seine haselnussbraunen Augen sahen die steinernen Wände, welche brüchig aussahen. Seine kleine Nase vernahm den Geruch von frischem Blut. In seinem Mund hatte er noch immer den Geschmack des Weins aus dem fernen Valendria. Das Reich ging vor einigen dutzend Jahren unter. Wie das genau geschah, ist heute wahrscheinlich fast niemandem mehr bekannt, allerdings gibt es Gelehrte die von sich behaupten können, sie wüssten von den Kriegen mit den Barbaren und warum eben jene Stämme des Nordens der Untergang Valendrias waren. Dieser Mann war kein solcher Gelehrter und es interessierte ihn auch nicht, weshalb Valendria unterging, schließlich war er ganz bestimmt nicht hier um derartig Unwichtiges herauszufinden. Er war auf der Suche nach dem Buch, dass sein Vater damals verkauft hatte, an diesen komischen Händler. Er musste dieses Buch wiederfinden. Es konnte beweisen, dass er von königlichem Blut ist.

      Aber nicht nur deshalb ist es wichtigen für jenen glatzköpfigen Mann, der hier ziellos durch die Räume und Hallen der Festung streift. Es war seine Pflicht herauszufinden, was es mit der Bedrohung durch die silbernen Zauberer der Wüsten Pentrions auf sich hat. Dieses Buch beinhaltet mächtige Magie, solche die er sich gedenkt zu nutze zu machen. Wie sonst sollte man Zauberer einer solch hohen Schule besiegen können? Zwar gibt es die Schule offiziell nicht mehr, da sie wegen Betrug und schwarzer Magie dicht gemacht wurde, dennoch weigerten sich die Zauberer aufzuhören ihre Magie zu nutzen. Das war schließlich ihr gutes Recht. Jeder einzelne dieser Zauberer war in der Lage die Mächte der Dunkelheit anzurufen und durch ein unterwürfiges Gebet, dessen genauer Wortlaut dem Mann mit der Glatze, ganz in weiß gehüllt, eine Gänsehaut bereitete, um Hilfe bei einer wichtigen Queste zu bitten. Meistens wurden sie erhört, was schlecht war für das Königreich, jetzt wo es Valendria nicht mehr gibt. Nun steht niemand mehr zwischen jenem Reich derjenigen die weiß gekleidet den Pfad in die Hölle beschreiten, und denen die sich in silbrigem Schimmer versteckend nicht darüber im Klaren sind was sie alles anrichten wenn sie den Krieg erst beginnen.

      Krieg. Genau das war es, was Guldor ebenfalls begehrte. Pentrions silberne Zauberer wären mächtige Verbündete. Nach Pentrion,dort wollte er hinreisen, doch der Weg sollte nicht ungefährlich sein. Guldor wusste, dass er aufgehalten werden würde. Er wusste nur noch nicht von wem. Die Wüste würde er erst in drei Wochen erreichen. Der Palast des Zaubererkönigs des einstigen Valendria, war viel schneller und auch leichter zu erreichen. Guldor beabsichtigte anscheinend nicht, ihn um Hilfe zu ersuchen. Das Reich der Höllenschreiter, Imdrahan, bereitete sich bereits seit einigen Wochen auf den Krieg vor. Es war keine Hilfe von den Ritterorden Valendrias zu erwarten. Sie verbargen sich in den Dschungeln südlich von Imdrahan. Ihre Zeit war noch nicht gekommen. Imdrahans König Isdramor kannte seine Widersacher gut. Guldor war ihm bekannt, auch Marakahr und Astrael. Der einzige den er nicht kannte war der, der am gefährlichsten war. Dieser jemand hatte die meiste Zeit seine Pläne zu schmieden. Er war es letztendlich auch der, der den, den Guldor am meisten respektierte gegen ihn wandte. Den Zaubererkönig Farodaris. Während sich Unmengen an Söldnern und Zauberern Astrael und Marakahr anschlossen und Guldor nach Pentrion reiste, wurde die Macht von Kelindahr immer stärker, denn er war der Einzige, dem es gelang ihrer aller Vater zu befreien.
      Mein Hustensaft ist wie Frankreich. Zwei mal täglich einnehmen.
    • @Astrael Xardaban

      Hallo Astrael,
      ich bin beim Stöbern auf deine Geschichte gestoßen, weil mir der Titel sehr interessant erschien. Jetzt, wo ich sie gelesen habe, sollst du auch ein Feedback haben.
      Das Setting und die düstere Grundstimmung gefallen mir sehr gut. Auch deine Beschreibungen lassen die Bilder im Kopf ohne weiteres Gestalt annehmen. Etwas schwierig hast du es mir gemacht mit den Sprüngen, die du in deine Geschichte einbaust. Ich hatte mehrmals Probleme, eine Person (Gestalt) einzuordnen, da du kurz danach von "ihm" gesprochen hast. Das erforderte mitunter ein erneutes Lesen, um den Zusammenhang zu erkennen.
      Das Kapitel 1 ist also abgeschlossen. Nicht ganz klar ist mir, ob Astrael, Marakahr. Kelindahr und Guldor verwandt sind. Alles Brüder? Wer ist der angesprochene Vater? Und wer stand hinter Kelindahr? War es Guldor?

      Ich denke mal, dass du an der Geschichte nicht weitergeschrieben hast, deshalb lasse ich das zweite Kapitel jetzt mal außen vor.

      VG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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