Himmelsjäger (Arbeitstitel) [Alte Fassung]

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    • Himmelsjäger (Arbeitstitel) [Alte Fassung]

      Moin, Leute. Immer, wenn mir hier im Urlaub langweilig war, habe ein paar Ideen für meine nächste Geschichte weitergeträumt und aufgeschrieben. Tatsächlich habe ich bereits eine ungefähre Ahnung, wie meine Geschichte verlaufen soll. Das Ganze ist noch etwas nebelig und nicht vollständig durchdacht, aber das hat mich nicht daran gehindert, einen kurzen Prolog zusammenzudübeln. Es soll nicht bedeuten, dass ich diese Geschichte jetzt so eilig fortsetzen werde bzw. hier jetzt regelmäßig die Storyparts poste. Dieser Prolog ist eher so etwas wie eine Richtungsangabe, ähnlich einer Definition meines Schreibstils für diese Geschichte. In welche Richtung will ich? Wie will ich die Geschichte schreiben? Solche Fragen sollte es klären, wenn ihr versteht, was ich meine.
      Ansonsten wünsche ich noch viel Spaß beim Lesen. :)
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      Prolog:

      Der Wald lag in merkwürdiger Unruhe, während die verhüllte Gestalt mit Seelenruhe den Waldweg entlangstaubte. Begleitet wurde sie nur vom kühlen Nachtwind, der sanft die Baumkronen streichelte und ihr leise ihren Weg zuflüsterte. Ihr Herz folgte dabei einzig dem Instinkt, denn sie war ohne Verstand geschaffen worden. So kannte sie keine Rast - immer nur ihr Ziel.
      Sie folgte dem Weg immer tiefer in das Meer aus Nadelbäumen, das sich unter dem Sternenzelt erstreckte. Dieser Himmel war nun schon so alt und löchrig… und doch durchzuckte sie bei seinem Anblick noch immer dieses Gefühl der Ehrfurcht. Und bestätigte ihr, dass sie auf dem richtigen Weg wandelte.
      Vereinzelt lugten flache Wurzelbögen aus dem Staub, doch die Gestalt schwebte unbeeindruckt über sie hinüber. Schon bald erreichte sie die Lichtung, die der Waldweg in zwei Hälften teilte. Eine einzelne Kutsche brannte in ihrer Mitte wie ein Strohfeuer, dessen Flammen vom Wind gebeugt wurden. Diese beleuchteten flackernd die drei Körper, die ein paar Meter abseits der Kutsche lagen. Es waren ein Vater und eine Mutter, die ihr Kind schützend im Arm hielt. Ihr vergossenes Blut vollendete diese grausame Idylle.
      Davon völlig unbeeindruckt, ging die Gestalt auf das zu, was einmal eine Familie gewesen war. Mechanisch hockte sie sich neben den noch warmen Körper des Vaters und legte sanft ihre Hand auf sein Herz. Ein zarter, diffus weiß leuchtender Schleier legte sich auf seinen Körper, um dann langsam zuerst von seinen Finger- und Fußspitzen und dann vollkommen von ihm zu verschwinden. Und sich in der Hand der Gestalt zusammeln. Zuletzt erstarb die Wärme in seinen Augen und als das Werk vollendet war, bedeckte die Gestalt ihn zum Schlafen mit seinen Augenlidern.
      Ohne die Leiche eines weiteren Blickes zu würdigen, erhob sie sich und wandte sich der Mutter zu. Diese hatte einmal Schmuck getragen, Schlichten zwar, doch gewiss keinen, mit dem ein einfacher Bürger gesehen werden würde. Aber nun waren da lediglich die roten Striemen, die sich in ihren Hals schnitten und die sein früheres Dasein verrieten. Ohne auf dieses scheinbar belanglose Detail zu achten, schloss die Gestalt auch die Augen der Mutter zum ewigen Schlaf.
      Zuletzt wandte sie sich dem Kind zu, einem Jungen, der wohl nicht mehr als sechs Jahre alt geworden war. Offensichtlich hatte man mit ihm kurzen Prozess gemacht, denn sein Hals glich einem roten, verklumpten Wasserfall. Aber als sie ihre Hand auf das Herz des Kindes legte, leuchtete sein Körper nur einen Augenblick lang auf und die Gestalt fuhr erschrocken zusammen. Es kam immer wieder vor, dass Seelen sich an das Leben klammerten, doch das konnte sie bisher nie beeindruckten. Denn obwohl Drohnen Gefühle empfinden konnten, hatte das Ziel für sie immer oberste Priorität. Doch an dieser Seele war etwas anders. Der letzte Wunsch, der sich in ihr festgebrannt hatte, schwebte nun, nachdem die Seele berührt wurde, vordem geistigen Auge der Gestalt. Und dieses Gefühl war so fremd und auch so stark, dass es sie verwirrte.
      „Was hindert dich, mein Kind?“, fragte plötzlich eine väterliche Stimme von hinter ihr.
      Sie nickte zur Antwort in Richtung des Jungen.
      Der magere Mann brummte etwas und kniete sich neben den Jungen. Auch er legte seine Hand auf die Stelle, unter der einmal ein Herz geschlagen hatte und sofort schossen ihm tausende,von den Kinderaugen verzerrte Erinnerungen durch den Kopf, allen voran der letzte Wunsch des Kindes.
      Ich will den Himmel finden.
      Was für ein merkwürdiger Wunsch. Was das wohl zu bedeuten hatte? Den Himmel hatte er doch bestimmt bereits gesehen, was also konnte ein Kind mit dem Himmel wollen? Der Junge hatte sein Interesse geweckt. Wie lange war es wohl schon her, dass er sein letztes Wunder gewirkt hatte?

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    • kalkwiese schrieb:

      Diese hatte einmal Schmuck getragen, Schlichten zwar, doch gewiss keinen, mit dem ein einfacher Bürger gesehen werden würde. Aber nun waren da lediglich die roten Striemen an ihrem Hals, die ihr früheres Dasein verrieten.

      klein - ich denke, das "ihr" bezieht sich auf den Schmuck, der ist aber männlich, also müsste es "sein" heißen - du hast namentlich keine Kette erwähnt ;) .

      Der Prolog ist dir gut gelungen, stimmungsvoll und dicht, und auch wenn ich nicht blicke, wer der Mann ist, der zum Schluß spricht, animiert er (der Prolog jetzt ;) ), die Geschichte lesen zu wollen. :thumbsup:
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
      Albert Camus (1913-1960), frz. Erzähler u. Dramatiker
    • kalkwiese schrieb:

      . Denn letzte Wunsch, der sich in ihr festgebrannt hatte, schwebte nun, nachdem sie berührt wurde, vor ihrem geistigen Auge der Gestalt.

      Der

      Interessanter Storyeinstieg. Ich hab schon eine kleine Vermuntung, die Gestalt und die Stimme betreffend:
      Spoiler anzeigen
      Klingt für mich wie ein Todesengel/bote etc. der die Toten ins Jenseits geleitet, mal sehn, ob ich da richtig liege 8)

      Ich kann melli nur zustimmen, der Prolog regt zum Weiterlesen an. Zudem mag ich deinen farbenfrohen Schreibstil, da kann ich mir noch was abgucken, ich schreibe immer so analytisch :D Bitte schreib mehr davon, ich möchte mehr lesen :)

      LG Alopex

      I think the saddest people always try their hardest to make people happy. Because they know what it´s like to feel absolutely worthless and they don´t want anybody else to feel like that.

      ~ Robin Williams







      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • Mein Mainstream? Bitte erklären, ich weiß nicht, wa du meinst. :O

      Ich bemerke, dass ich hier viel weniger aktiv bin, als ich eigentlich gedacht hatte. Das liegt wohl daran, dass das hier eher ein Nebenprojekt darstellt, während ich gerade an meiner Hauptgeschichte arbeite. Wenn diese fertig ist, werde ich sie abändern + neu arrangieren und hier auch Teil für Teil posten. Mal sehen, was das wird. :D
    • Es hat gedauert, Mühe und Nerven gekostet, aber nun habe ich endlich mal eine kleine Menge von text zusammen. :D Die Punkte, auf die ich mich bei dieser Geschichte konzentrieren will, sind Charakterzeichnung und Handlung. Irgendwann sagte man mir mal: "Junge, du willst ne Geschichte vertellen und nimmst an keinem Lyrkerwettbewerb teil!". Recht hat er. Den etwas poetischen Teil meines Stils werde ich aber ganz gewiss nicht streichen. :P Da es noch alles am Anfang steht, ist sicherlich noch nicht so viel ersichtlich.
      Also, viel Spaß beim Lesen und so. :3
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      Kapitel 1
      Die Himmelsjäger
      Brüder - Ein Prinz und eine Fee - Haussklaven

      Brüder
      Reißen. Den ganzen Tag tat es nichts anderes. Es riss in seine Hände, während er an ihm zerrte. Es riss in seine Schulter, setzte sein Fleisch in Brand. Das Seil. Dabei war er es doch, der den Pflug zog und den Acker aufreißen sollte. Und merkwürdigerweise war es gerade die Erkenntnis dieser bitteren Ironie, die ihn lächeln ließ. Sein Leben war ein Witz und er hatte gerade die Pointe verstanden. So ließ es sich wenigstens ertragen.
      „Schön, dass du auch mal aufklarst, Maks“, presste Paavo hinter seinen Zähnen hervor, der links neben ihm am Pflug zerrte. „So ein Gesicht hast du lange nicht mehr gezeigt.“
      Seine schwarzen, verschwitzten Haare hingen ihm in die Augen, doch er ließ sich davon nicht stören.
      Es zogen immer jeweils vier Sklaven an einem Pflug. Und sie zerrten mittlerweile seit einigen Stunden, ohne längere Pausen. Die Augen des Aufsehers bohrten sich dabei in ihre Rücken.
      „Zählen die Abende im Zwinger für dich etwa nicht, Bruder? Der Alte hat ein paar schöne Zoten gerissen“, gab Maks keuchend zurück.
      War sein Himmel wirklich so trüb gewesen?
      Das Lächeln blieb an Ort und Stelle.
      Masken können nicht lachen, sie werden nur aufgesetzt. Mir machst du nichts vor, dachte Paavo.
      Doch hier war er sich sicher, dass es echt war. Zum ersten Mal, seit man sie verkauft hatte.
      „Was gibt es da zu quatschen? Konzentriert euch gefälligst aufs Ziehen!“, brüllte einer der Aufseher, der an den Zaun gelehnt stand, der das gesamte Feld umzog.
      Leise Flüche zischend senkte Paavo das Haupt und warf sich weiter in sein brennendes Seil.
      „Keine Angst“, sprach einer der beiden älteren Sklaven, die die Brüder einrahmten, aus seinen Mundwinkeln. „Gerade brauchen sie alle Arbeitskraft, die sie bekommen können, um das Feld zu bestellen. Da setzen sie die Peitsche nicht ein.“
      Paavo nickte, doch die Anspannung fiel nicht von ihm ab. Noch immer beherrschte ihn Angst. Ganz im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder.
      Das schwere Metallgestell bewegte sich abermals ruckartig vorwärts, Stück für Stück. Und während sie mit diesen Klauen die Erde zerfetzten, beobachtete Maks einmal mehr die Landschaft. Zu seiner Rechten erstreckte sich jenseits des Zauns ein weites Meer von nadeligen Baumspitzen. In der Ferne war eine einsame Insel zu erahnen, nur an einer Kirchturmspitze.
      Ein Blitz durchzuckte seine linke Schulter, keuchend zog er sich das Seil auf die andere Seite. Diese Krämpfe waren lästig.
      Sein Blick fiel nun auf den Strand, die Felder. Jeder Acker auf dem Land des Gutsherren war eingezäunt, war ein Käfig. Stämme waren in die Erde gerammt worden und waren splitterig und spitz. Bevor man über sie hinweg gestiegen wäre, hätte man bereits einen Armbrustbolzen im Rücken.
      Immer, wenn Maks seinen Blick darüberschweifen ließ, sah er wie die Hunde schufteten. Er war selbst ein Hund,s chließlich nannten sie den Stall, in dem man die sie hielt, den Zwinger. Zu gern hätte er wie die anderen auf den Gutsherren geschimpft. Monster! Mörder! Dämon! Nein. Er spürte keine Wut auf ihn. Warum auch? Durch die Sklaverei war sein Leben geordnet und, solange er sich an die Regeln hielt, auch sicher. Natürlich, die, die zu alt waren, wurden irgendwann aussortiert und weggebracht. Niemand wusste wohin. Nur, dass sie nie zurückkehrten. Aber es interessierte ihn auch nicht. Er war jung und wer wollte schon alt werden? Er nicht. Alles an diesem Ort war ihm gleichgültig. Mit leerem Blick stapfte er weiter über den lehmigen Boden voran.



      Ein Prinz und eine Fee

      Sonnenschein fiel ihm in sein junges Gesicht. Er blinzelte, hielt die Strahlen mit seiner Hand ab. Das Herbstblätterdach schimmerte und glänzte verträumt und warm. Lächelnd am Boden liegend beobachtete er das tanzende Licht, die Hände in das weiche Gras gekuschelt.
      „Mutter“, flüsterte er.
      Ja, ich bin bei dir.
      Die Wärme kroch langsam in sein Inneres und so schloss er glühend die Augen.
      „Danke…“
      Er spürte, wie ein Blatt sanft auf seinem Gesicht landete. Dann ein zweites, drittes. Der Wind nahm Fahrt auf, die Luft kühlte sich ab. Widerwillig öffnete er seine Augen. Der Himmel war wolkenverhangen, dunkel. Das Laub bedeckte bereits seinen Körper, eine Decke. Die Kühle wich der Kälte, die Äste und Baumkronen waren kahl.
      Die Kälte naschte an seiner Haut, doch noch immer blickte er verträumt in den Himmel. Gebettet lag er da, die Augenlider schwer. Sie kämpften, nicht wieder zuzufallen und die ersten Flöckchen schwebten federgleich dem Boden entgegen. Als sie seine Stirn küssten, gab er nach. Die Dunkelheit umarmte ihn. Ein letzter warmer Hauch.
      Stille.

      „Konrad?“
      Eine Stimme. Klein, hoch, glasklar. Beflügelt.
      „Wach auf, Konrad“, sprach sie sanft. „Weißt du, welcher Tag heute ist?“
      Chisana…
      Schwerfällig riss er die Augenlider auseinander, einen Spalt nur. Die kleine Fee strahlte direkt in sein strähnenverhangenes Gesicht, während sie vor ihm schwebte. Verschlafen richtete er sich auf und sah sich um. Eine rote, schwere Decke. Ein Himmelbett, die Säulen verziert geschnitzt. Mein Zimmer, natürlich. Hier bin ich.
      „Komm, kleiner Prinz. Es wird Zeit aufzustehen“, piepste Chisana fröhlich.
      „Ist es wirklich heute?“, fragte er mit seiner jungen Stimme.
      Eifrig nickte sie.
      „Du hast es doch nicht vergessen? Heute ist unser Jahrestag.“
      Flink setzte sie sich auf seine Hand und diese vertraute Wärme kehrte in seinen Körper zurück. Und sein Lächeln auf sein Gesicht.
      „Natürlich nicht.“
      Wieder vollends wach kletterte er aus den Decken heraus, um sich anzukleiden.
      Vierzehn Jahre zählte Konrad gerade erst. Das Haar blond wie Weizen, die Augen saphirgrün. Ein wahrer Herzogssohn. Und genau das war er. Immer und überall. Ein Seufzen entfuhr ihm, als er den letzten Knopf seines Hemdes schloss. Chisana landete auf seiner Schulter. Sie war so lang, wie sein Kopf hoch.
      „Machen wir es wie üblich?“,fragte er, obwohl er die Antwort bereits kannte.
      „Wie üblich.“
      Er nickte.
      Verschwörerisch kniete er sich vor das Himmelbett und holte die abgewetzte Ledertasche darunter hervor, die er oft zu ihren alleinigen Ausflügen mitnahm. Sie gehörte ursprünglich zu der Ausrüstung in der Rüstkammer der Burg, bisher schien sie aber niemand zu vermissen. Vielleicht war es gerade ihre abgenutzte Erscheinung, wegen der er damals ausgerechnet diese Tasche aus Dutzenden anderen ausgesucht hatte.
      „Hast du einen Wunsch, Chisana?“
      Konrad spürte, wie sie sich an seinem Hals festhielt, während er sich die Tasche überwarf.
      „Äpfel!“
      „Du bist ja richtig gierig“, lachte er und warf vier Äpfel von der Obstschale, die auf dem Nachttisch stand, in den Lederbeutel.
      Einen fünften reichte er Chisana, die ein freudiges Quietschen von sich gab. Ihre winzigen Hände krallten sich in die Frucht und mit einem kleinen Stöhnen hob sie sie aus seiner Hand. Immer wieder erstaunte ihn die Kraft, die sich hinter diesem kleinen Körper verbarg.
      Chisana kaute und schmatzte an seinem Ohr und es dauerte nicht lange, bis sie den abgefressenen Apfelstiel zielsicher in die Obstschale zurückwarf. Mit einem Rülpsen wandte sie sich wieder an Konrad.
      „Du bist unglaublich“, meinte dieser kopfschüttelnd.
      Sie kicherte nur und schnipste mit den Fingern. Konrad sah an sich herunter. Er konnte seinen Körper nicht mehr sehen. Sie waren unsichtbar.
      „Lass uns gehen, mein Prinz.“

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von kalkwiese ()

    • Einen fünften reichte Chisana, dien reichte Chiasana, die ein freudiges Quietschen von sich gab.

      Schau dir den Satz nochmal an

      Ich kann es nur erneut betonen: Ich mag deinen Schreibstil :D Du hast eine ganz eigene Art, die Worte zu verwenden:
      Die Kälte naschte an seiner Haut,

      Finde ich eine geniale Formulierung, auf sowas kommt man nicht so schnell. Solche Dinge geben deinem Text etwas sehr eigenes. Auch den Kontrast zwischen den beiden Szenen kommt toll. Erst diese bittere Aussichtslosigkeit von Maks und dagegen die heitere Szene mit dem jungen Prinzen und der Fee ... die anscheinend sehr feenhafte Manieren hat :D Find ich echt klasse :thumbsup:
      Du solltest mehr schreiben, das ist echt gut :thumbup:

      I think the saddest people always try their hardest to make people happy. Because they know what it´s like to feel absolutely worthless and they don´t want anybody else to feel like that.

      ~ Robin Williams







      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • ja, es ist wirklich fantastisch.
      Es sticht heraus wie Eragons Schwert Brisingr aus einem Haufen hochpolierter Kriegswaffen.
      ich muss sagen, für mich persönlich waren die ersten Zeilen etwas gewöhnungsbedürftig, weil mir dieser "geheimnisvolle, nebelverhangene" Schreibstil eigentlich nichts ist.
      Aber besonders der letzte Teil mischt Zuckersüßes Märchen und eine Ahnung von wesentlich mehr, die deinen Geschichten die gewisse Würze verleiht.

      Brofist, Genosse Germann :thumbup:
      Was ich über das Buch zu sagen habe, steht in dem Buch.
      ~Albert Einstein
    • Es ist nicht viel, aber ich werde jetzt, schulbedingt, wohl nicht so oft etwas posten können. Da wollte ich dashier mal auswerfen, was ich in den Ferien noch so zusammengedübelt habe. :3
      Viel Spaß beim Lesen. Ist ja nicht viel.
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      Haussklaven

      Der süße Duft des Honiggebäcks kitzelte in Meddins Nase, während er sich langsamen Schrittes durch den Gang schob. Zwischen seinen Händen zitterte ein Holztablett, beladen mit einer Schüssel voll ofenwarmer Kekse und einer großen, goldverzierten Teekanne. Ihr Deckel zitterte unter seinen unbeholfenen Schritten, doch er konnte es sich nicht erlauben stehen zu bleiben. Sie warteten auf ihn. Er hatte Angst. Da waren diese alten Geister, die ihn immer wieder heimsuchten.
      Minna ging hinter ihm. Sie war ein hübsches Mädchen, wie Meddin fand. Lange, schwarzgelockte Haare, grüne Augen. Sie stand in ihrer frühen Blüte. Es war eine Schande, dass sich ihre Wege so selten kreuzten. Und er wusste, dass sie nicht zitterte. Niemand tat das. Nur ihm war an diesem Ort kalt.
      Du solltest dich freuen.
      Besser als Feldarbeit.
      Reiß dich zusammen, bis du denn gar nicht dankbar?
      Doch, ich bin dankbar.
      Die Geister.
      Seine Augen klammerten sich an den Teppich, der im Flur des Gutshauses ausgelegt war und ihn zum Wintergarten führte. Die Teekanne rutschte auf dem Tablett.
      Ich habe den Teller fallen lassen. Schon wieder! Und der Koch. Der Koch! Sein Blick… Sie werden mich wegbringen… Ich-
      „Ist alles in Ordnung mit dir?“
      Überfahren schreckte er hoch und riss das Tablett mit sich. In diesem Augenblick, in dem es seinem Griff entglitt und die ersten braunen Teetropfen überschwappten und seine Haut berührten, verband sich sein Schicksal mit dem Porzellan. Und zerschellte auf dem fürstlichen Boden des Gutshauses. Das Klirren verhallte nur langsam in seinen Ohren. Ersticktes Entsetzen von hinter ihm.
      „Grundgütiger! D-das wollte i-ich nicht!“, stammelte Minna hilflos und holte zu ihm auf.
      Schritte kamen aus dem Wintergarten zu ihnen herüber stolziert. Panisch blickte er von den braunen Teeflecken im Teppich auf. Es war die Haushälterin. Ihre kalten Augen blickten durch den Türrahmen, auf den nassen Trümmerhaufen aus Krümeln und Porzellansplittern. Dann fuhren sie zu den beiden Sklaven hinauf.
      Das Mädchen hatte ein Tablett, der Junge nicht. Ob man den Teppich noch retten konnte? Der Fall war eindeutig. Sie warf Meddin einen vernichtenden Blick zu. Er schnitt in seine Augen. Ein Messer. Dann wandte sie sich wieder ab und stolzierte zurück in den Wintergarten.
      Sein Kopf war dicht. Schweiß brach ihm aus, die Haut wurde blass. Schwindel, Übelkeit. Er schnappte nach Luft. Der Strick wurde enger.
      Sie werden mich töten!
      „Meddin? Meddin, komm. Komm schon. Es war meine Schuld, das können wir ihnen erklären! Ich habe dich erschreckt… Das tut mir Leid.“
      „Das sollte es auch!“, fuhr er sie an.
      Dicke Tränen standen in seinen Augen. Hitze stieg in ihm auf, doch das Zittern blieb. Mit einer ungelenken Bewegung verschluckte er sich an seinem Ärger. Röcheln.
      „Das ist deine Schuld… Wenn sie mich holen kommen… Dann kommen sie deinetwegen!“
      Die Worte trafen. Mit stockendem Atem wich sie zurück, das Tablett sicher haltend. Sie senkte ihr Haupt und schon bereute Meddin seine Worte. Ihr Gesicht…
      „Verdammte Scheiße… Wir sollten den Gutsherren nicht warten lassen.“
      Schweigend betraten sie den Wintergarten.

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    • kalkwiese schrieb:

      Lange, schwarzegelockte Haare, grüne Augen.

      kalkwiese schrieb:

      „Grundgütiger! D-das wollte i-ich nicht!“, stammele Minna hilflos und holte zu ihm auf.


      Neue Protas, neue Szene. Die Stimmung ist dir hervorragend gelungen, die Szene ist gut. Meddin kommt mit seinen Ängsten sehr authentisch rüber und scheint ein ehemaliger Feldsklave zu sein. Du entwirfst ein gruseliges Gesellschaftsbild. :thumbsup:
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
      Albert Camus (1913-1960), frz. Erzähler u. Dramatiker
    • Ich bin weiterhin begeistert von deiner Story :golly: Die Gefühle deines Charakters kommen weiterhin nachvollziehbar rüber, fast schon dramatisch, wodurch die Szene eine ungeahnte Intensität erhält :thumbsup: Dadurch wird diese einfache Missgeschick schon zu einem wirklich üblen Fehler. Bliebt für den Armen zu hoffen, dass nicht alles so heiß gekocht wird, wie es gegessen wird ^^

      I think the saddest people always try their hardest to make people happy. Because they know what it´s like to feel absolutely worthless and they don´t want anybody else to feel like that.

      ~ Robin Williams







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      Besucht meinen Fuchsbau
    • Ich habe mal wieder einen Sinnabschnitt getippt. Die Geschichte formt ich langsam und ich weiß, dass ich sehr unregelmäßig poste. Darum meinen Dank an alle, die sie mitverfolgen. Wirklich. Die Geschichte wird definitiv weitergeschrieben. Schreibt mich nicht ab, nur weil ich so inaktiv bin. :P Vielleicht werden die Abschnitte auch bald mal länger. Viel Spaß damit.
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      Kapitel 2:
      Der Alte
      Spaziergang - Welpen - Grau zu Bunt - Sommerregen - Strickmännchen


      Spaziergang

      Mit geübter Vorsicht schwebte er den Gang entlang, immer auf seine unsichtbaren Füße achtend, die ihn selbst nach Jahren noch immer aus dem Konzept brachten. Denn zu hören war er nach wie vor, weshalb er seine Schuhe in den Händen trug und Socken und Teppich die Geräusche verschlucken ließ.
      Er starrte gerade noch hypnotisiert durch seine Füße, da patschte Chisanas Hand gegen seine Wange.
      „Sieh mal, da“, flüsterte sie, mit einem Unterton voller Hochmut.
      Irritiert sah er auf und erkannte den Bediensteten, der ihnen auf dem Flur entgegen kam. Chisana kicherte.
      „Nein!“, zischte er ihr leise zu.
      Eine sachte Bewegung auf seiner Schulter und er wusste, dass Chisana nicht mehr auf ihr saß. Entsetzt schlich er weiter, die Augen gebannt auf dem Diener. Sie ließ nicht lang auf sich warten, er fuhr verwirrt herum. Und sah niemanden. Dann noch einmal.
      „Ja, was denn…“, murmelte dieser und Konrad hielt glucksend das Lachen mit seiner Hand unter Verschluss.
      Der Bedienstete fuchtelte wild mit seiner Hand, als wollte er eine Fliege verscheuchen. Doch war sein Ziel viel größer und viel einfacher zu treffen.
      Das reicht auch wieder. Komm zurück, bevor dir noch etwas passiert, dachte Konrad dann auf einmal, halb besorgt, halb belustigt. Dabei streckte das Lachen lauthals einen seiner glitschigen Arme durch seine Zähne. Kalt entsetzt biss er ihn sofort ab, fühlte sich ein Blinzeln lang hohl. Um Himmels Willen, hoffentlich hört er mich nicht…
      Völlig in Panik machte der Bedienstete einen Satz nach hinten, weg von der Stelle, an der Chisana ihn geärgert hatte. Und weg von der Richtung, aus der es so eben aus den Wänden durchgekichert gekommen war. Und fiel nach hinten über. Die Angst bleichte ihm ins Gesicht.
      Während dessen setzte sich Chisana zufrieden wieder auf Konrads Schulter. Er bedeutete ihr, still zu sein, was ihm wieder merkwürdig vorkam, da er sie nicht sehen konnte. Sie ihn hingegen schon.
      Schnell aufgerichtet, stolperte der Diener davon und Konrad warf dem Gefühl auf seiner Schulter einen genervten Blick zu.
      „Es ist wirklich kein Wunder, dass sie alle diese Geistergeschichten glauben.“
      Wieder eine Bewegung auf der Schulter, dann stupste etwas gegen seine Nase.
      „Ohne diese Geschichten hätten sie mich vielleicht längst gefunden“, quiekte das Stupsen in sein Gesicht.
      Sachte hob er seine Hände vor sein Gesicht, bis er ihre Füße auf seinen Handflächen spürte. Die Luft um Chisana wurde ruhig, als ihre Flügelchen zu flattern aufhörten.
      „Das kann schon sein. Trotzdem musst du es nicht immer wieder herausfordern.“
      Noch einmal kicherte sie glockenhell, dann setzte er sie auf seine Schulter zurück und setzte seinen Weg fort.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von kalkwiese ()

    • @kalkwiese:
      Die Geschichte wird definitiv weitergeschrieben. Schreibt mich nicht ab, nur weil ich so inaktiv bin.

      Dein Thread ist und bleibt abonniert 8) Ich werde immer merken, wenn was neues da ist und es kommentieren, denn ich freue mich jedes Mal riesig über einen Post in dieser Geschichte. Gib zu, das ist der einzige Grund, warum du so unregelmäßig postest :P *Spaß*

      Sie mal, da“, flüsterte sie, mit einem Unterton voller Hochmut.

      Sieh

      . Er beutete ihr, still zu sein, was ihm wieder merkwürdig vorkam, da er sie nicht sehen konnte.

      bedeutete

      Ein schöner Part. Am Anfang viel es mir schwer, reinzufinden, aber das schieb ich jetzt auf die lange Pause. Von daher: Ich will mehr :thumbsup:

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      ~ Robin Williams







      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • Hey, ho. Let's go.
      Ich melde mich zurück, nach... zu langer Zeit. In den letzten Tagen und Wochen dachte ich mal wieder ernsthafter über diese Geschichte nach. Was fehlt mir? Warum mache ich nicht weiter? Die Antwort war einfach: Zu verkopft, zu viel Angst davor zu Scheitern, blablabla. Shia LaBeouf sei Dank, bin ich wieder dran an der Story. Hoffentlich mit der Unbekümmertheit, die mit Stellenweise gefehlt hat.
      Somit: Viel Spaß beim Lesen. :D
      (Ich bin so aufgeregt das hier zu posten, dass ich es mal einfach vergessen habe, genauer drüber zu lesen. :whistling: )

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      Welpen

      „Uff“, ließ Paavo sich auf das Stroh fallen, das seinen sonst so steinigen Schlafplatz markierte.
      Maks saß bereits auf dem Strohhaufen neben ihm und starrte still in den Raum. Er war schon vor ihm von der Feuerstelle fort gegangen, die man entzündet hatte, um Ernteabfälle zu verbrennen. Die Sklaven nahmen die Wärme an diesem Abend gerne entgegen und auch die Sklaventreiber gaben zu dieser Jahreszeit gerne nach und legten ein paar Holzscheite dazu. Denn auch wenn der Sommer noch immer in die Tage hineinstrahlte, so war der Herbst schon längst angekommen und erfrischte die Abende. Und auch wenn er die Wärme vermisste, so sehnte er sich nicht nach ihr. Würde in seinem Kopf nicht schon lange Winter herrschen, hätte er sich an diesen Tagen vielleicht daran erfreut.
      „Ich schwitze…“, murmelte Paavo und senkte seinen Kopf herab, um an seiner Achselhöhle zu schnuppern. „Und rieche nach Feuer“.
      Und musste etwas grinsen.
      „Ist doch schön. Glaube ich“, sprach Maks mechanisch.
      „Ja… bis zur nächsten Wäsche stinke ich dann wohl wieder.“
      „Das tun wir doch immer.“
      „Schon, ja, ich bin es wohl mittlerweile gewohnt… aber…“
      Aber es gab kein aber.
      Sondern nur Stille.

      „Ja, ich weiß“, entgegnete Maks. „Und das ist schön, wie gesagt.

      …mir ist kalt...“
      Paavo nickte langsam, die Augen aufmerksam an Maks kraftloses Gesicht geheftet. Das braune Haar hing ihm schlaff ins Gesicht. Fettig und vollgesogen mit bereits kaltem Schweiß.
      „So wirst du dich noch erkälten, Bruder“, sprach Paavo leise. „Bitte, komm noch einmal mit mir zum Feuer zurück. Nur zum Trocknen.“
      Wieder beherrschte die Stille den Moment.
      ...
      Paavo ließ sie gewähren und erhob sich langsam. Sie würde noch eine Weile in diesem Raum bleiben. Und er wusste, dass er sie gerade nicht würde vertreiben können. Nicht solange Maks ihr Gesellschaft leisten wollte.
      „Ich werde gehen. Du kannst mir später folgen, wenn du möchtest“, sagte er, mit einem halben Blick auf seinen Bruder.
      Ohne eine Antwort abzuwarten, schritt er aus der kleinen Zelle heraus, die die Aufseher jede Nacht abschlossen, und verließ den Zwinger durch sein noch offenes Gitterportal. Es war zwei Männer hoch, damit auch Kutschenwagen mit neuen Sklaven in den Zwinger gefahren werden konnten. In das Gitter war ein Motiv eingearbeitet, auf dem ein aufrecht gehender Wolf eine Gruppe von kleineren, aufrechten Rehen mit Fesseln und einer Peitsche vor sich her trieb.
      Die Aufseher und Sklaventreiber des Gutsherren waren meist von grober, roher Natur und trugen in seiner Gerechtigkeit die Ordnung. Ihre Körper waren dabei die Säulen und ihr Geist ihre Farbe. Die Meisten von ihnen trugen Kettengrau.
      Das Tor wurde an beiden Seiten von Aufsehern bewacht, innen wie außen. Sie standen dort und schauten bestimmt und ernst auf ihre Rehe herab. Es schüttelte Paavo. Ihre mordenden Blicke durchwehten alle seine Fasern, eine Eiswindböe. Seine Schritte beschleunigten sich, um die Feuerstelle zu erreichen und dieses Gefühl vielleicht abzuschütteln. Er wusste genau, dass die beiden Torwächter ihn beobachteten. In seinem Kopf zogen sie ein klebriges Grinsen.
      „Und das soll wann passieren?“
      Die Worte fielen neben Paavo zu Boden, gerade als dieser sich auf einen Holzblock vor dem Feuer setzte. Er war zu flach, als dass er hätte gemütlich sein können. Seine Front kribbelte unter der trockenen Feuerbrise, die ihm mit dem Wind entgegenschlug. Währenddessen fror sein Rücken, doch Paavo genoss es.
      „Was weiß ich, in den nächsten Tagen wohl. Er war dann doch nicht so gesprächig.“
      „Wirst du dich melden?“
      Die Stimme spuckte aus.
      „Pah! Zu diesem Pack von öligen Stiefelleckern werde ich mich nicht dazugesellen. Dann sollen sie mich gleich von hier wegbringen.“
      Die andere Stimme verstummte besorgt.
      Es war der Alte, der da voll Leidenschaft schimpfte. Paavo hob seinen Blick zu ihm. Und er nickte direkt zurück.
      „Na? Wieder zurück, Welpe?“
      „Ich dachte, wir seien Rehe.“
      „Soso, leben Rehe etwa in einem Zwinger?“
      Paavo schmunzelte, wieder etwas amüsiert.
      „Nein. Noch nicht.“
      „Dann hoffe, dass es so bleiben mag, Welpe“, gluckste der Alte warm.
      Entgegen seinem Namen war der Alte gar nicht alt. Doch mit seinem mittleren Alter und der Art und Weise, wie er mit seinen Mitgefangen sprach, diese leise, mal grobe, mal kuschelnde Wärme, die von seiner Stimme ausging. Sie ließ alle Anwesenden Respekt atmen.
      „Und… worüber habt ihr gerade gesprochen?“, fragte Paavo zurückhaltend.
      „Hm…“
      Die faltenumkränzten Augen des Alten wandten sich wieder dem Feuer zu.
      „Einer der Aufseher hatte heute wohl einen besonders guten Tag.“
      Fragend legte Paavo den Kopf schief und fühlte sich plötzlich wie ein Welpe.
      „Es war der Gleiche, der sonst auch immer wieder einmal ein Wort mit mir wechselt. Anscheinend sucht man gerade…“

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von kalkwiese ()

    • Hey Kalki, schön, dass du mal wieder was postest :thumbsup:

      Ey, Angst davor zu scheitern :P Und das, nach all dem Lob, was ich dir immer schreibe. Also nochmal, ich liebe deinen Schreibstil. Mir ist hier im Forum noch kein anderer untergekommen, der mich so fasziniert. Ich meine Sätze wie

      kalkwiese schrieb:

      Sie ließ alle Anwesenden Respekt atmen.
      sind so cool, weil sie so derbst ungewöhnlich sind. Ich mag das voll gerne :thumbsup:

      Ich finde deine Texte sehr anspruchsvoll. Normalerweise lasse ich die Finger von anspruchsvoller Literatur, weil ich beim Lesen zu faul zum Denken bin, aber dein Schreibstil fasziniert mich echt. Irgenwann bekomme ich raus, was genau du machst undd wieso das so cool ist :fox:


      So, genug des Lobs, ich hab noch ein paar Formsachen für dich:
      Spoiler anzeigen

      kalkwiese schrieb:

      Denn auch wenn der Sommer noch immer in die Tage hineinstrahlte, so war der Herbst doch schon längst angekommen und erfrischte die Abende.
      unnötiges Füllwort

      kalkwiese schrieb:

      Und ohne eine Antwort abzuwarten schritt er aus der kleinen Zelle heraus, die die Aufseher jede Nacht abschlossen, und verließ den Zwinger durch sein noch offenes Gitterportal.
      wiederholung von "und" Sowieso hast ddu im ersten teil ein paar viele davon, gerade an satzanfängen. Geht aber klar. Nur zweimal in so einem satz ist es etwas unschön.

      kalkwiese schrieb:

      Die Worte fielen neben Paavo zu oben, gerade als dieser sich auf einen Holzblock vor dem Feuer setzte.
      Boden?

      kalkwiese schrieb:

      Währenddessen fror sein Rücken, doch Paavo genoss es dennoch.
      nimm hier besser "trotzdem"


      Schöne Szene, bildet sich deutlich in meinem Kopf. Spannend sind hier die Beziehungen der beiden Brüer zueinander.
      Und ich mag den "Alten" :thumbsup:

      I think the saddest people always try their hardest to make people happy. Because they know what it´s like to feel absolutely worthless and they don´t want anybody else to feel like that.

      ~ Robin Williams







      :fox:


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