Bis zum letzten Schrei

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    • Alles um mich ist still. Nichts, keine Geräusch dringt zu mir. Fühl mich so träge. Nebel im Kopf. Kann mich nicht bewegen. Jeder Atemzug fällt schwer. Was ist passiert?
      Bilder tauchen auf, so schnell, dass ich sie nicht fassen kann. Gesichter von Männern, einige kenne ich, andere sind mir fremd. Ein Gebäude, der Eingang. Etwas sollte ich dort tun?! Wieder Gesichter die verschwimmen alles wird dunkel.
      Diese Dunkelheit ist gepaart mit Empfindungen von Angst, Panik und Schmerz. Ich versuche mich daran zu erinnern, aber es fällt so schwer.

      Eine Stimme reißt mich aus dem Nebel. „Casey!“ Mein Name! Der Drang darauf zu antworten ist stark. Ein Gesicht entsteht in meiner Erinnerung. Setzt sich zusammen, schält sich aus dem Nebel. Jamie! Gefühle überrollen mich.

      „Na komm schon. Casey, wir haben noch eine Verabredung! Ein Date, oder willst du dich davor drücken?“
      Ich sehe, wie sich seine Mundwinkel nach oben verziehen und er mich jungenhaft angrinst. Seinem Charme kann ich nicht widerstehen, das weiß er. Empfindungen überrollen mich, während ich noch einmal die Vergangenheit durchlebe. Doch sie hält nur kurz an und versinkt langsam wieder im Nebel.
      Ich versuche sie festzuhalten, mich daran zu klammern. Und je mehr ich mich gegen das Nichts wehre, umso mehr Risse entstehen in der Nebelwand. Die Lücken nehmen zu. Ich stemme mich mit aller Kraft dagegen und es reißt mich an die Oberfläche.

      Leises Piepen im regelmäßigen Rhythmus. Geräte, an die ich angeschlossen bin. Ein Sauggeräusch, erst ein dann aus. Angst, ich beginne zu zittern. Ein Bild fällt mir wieder ein. Das Hamsterrad! Dieses Gerät mit den Schläuchen, an das der andere Patient angeschlossen war! Bitte nicht! Haben sie mir dasselbe angetan?
      Kalt greift die Panik nach mir. Ich muss mich davon überzeugen, dass es nicht so ist.


      „Na los Casey, du schaffst das! Mach die Augen auf!“, motiviere ich mich selber. Ein stechender Schmerz schießt mir durch die rechte Seite, als ich mich anspanne. Also kann ich mich bewegen. Das ist schon mal positiv, wenn es mir auch für einen Moment den Atem raubt.
      Ich öffne die Lider und schließe sie im selben Moment wieder. Zu grelles Licht. Ein Gefühl, als würden hunderte von Nadeln hineinstechen. Wesentlich vorsichtiger öffne ich sie beim zweiten Mal. Erst verschwommen, dann immer klarer wird meine Umgebung.

      Weiße Decke, helle Wände, eine abgeschirmte Deckenleuchte. Seitlich erkenne ich den Galgen mit zwei Infusionsbeuteln. Ihre durchsichtigen Schläuche verschwinden aus meinem Blickfeld. Es ist seltsam eingeschränkt.

      Der Monitor zieht meinen Blick auf sich. Zuckende Linien auf dem Bildschirm. Wieder erklingt das Zischgeräusch. Ich schrecke zusammen, warte auf den einsetzenden Schmerz. Momente vergehen, wo ich nicht wage zu atmen. Nichts passiert.
      Erleichtert hole ich Luft und das Sauggeräusch erklingt. Etwas lässt mich innerlich erstarren. Ein Gedanke, der in meinem Unterbewusstsein immer mehr an Substanz gewinnt. Und mich mit seiner Klarheit in Panik versetzt.
      Eine Maschine atmet für mich!
      Mehr von mir gibt es an diesen Stellen im Form. Gefangen im High Fantasy. . Im Dark Fantasy Schatten der Nacht oder Gefallen Ein spannender Krimi wartet im No Fantasy :Bis zum letzten Schrei. Viel Spass :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sabrina ()

    • Oh, oh, der stechende Schmerz in der Seite lässt mich annehmen, dass Jamie wohl zu spät ist ...

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      Wenn er denn da ist. Da bin ich mir nicht ganz sicher, ob Casey sich die Stimme nur eingebildet hat. Denn als sie die Augen öffnet, erwähnst du nicht, dass sie ihn sieht. Nur das helle Licht. Vielleicht kannst du das noch irgendwie erklären?

      Sabrina schrieb:

      Nichts, keine Geräusch dringt zu mir.
      Hm. Der Hörsinn. Der ist eigentlich der Erste, der wieder funktioniert, wenn man aus der Bewusstlosigkeit auftaucht. Noch vor dem Sehen, Riechen, Fühlen. Das Atmen fällt ihr schwer, schreibst du. Da müsste sie das Beatmungsgerät eigentlich schon hören, denn das Geräusch ist da. weiß nicht, ob ich mich verständlich ausdrücke.

      Sabrina schrieb:

      Fühle mich so träge. Nebel im Kopf. Kann mich nicht bewegen. Jeder Atemzug fällt schwer. Was ist passiert?
      Das gefällt mir gut, diese bruchstückhaften Sätze. Daran kann man gut erkennen, dass Casey noch "ganz schön weit weg ist".

      Sabrina schrieb:

      Empfindungen überrollen mich, während ich noch einmal die Vergangenheit durchlebe. Doch sie hält nur kurz an und versinkt langsam wieder im Nebel des Vergessens.
      Ich versuche sie festzuhalten, mich daran zu klammern. Und je mehr ich mich dagegen wehre, umso mehr Risse entstehen in der Nebelwand. Die Lücken nehmen zu. Ich stemme mich mit aller Kraft dagegen und es reißt mich an die Oberfläche.
      Hier tue ich mich schwer. Casey versucht, die Vergangenheit festzuhalten. Und wehrt sich dagegen? Gleichzeitig? Und gegen was jetzt? Klingt fast, als wäre da was durcheinandergeraten oder korrigiert worden. irgendwie passt es nicht recht zusammen mMn. :hmm:

      Sabrina schrieb:

      Seitlich erkenne ich den Galgen mit zwei Infusionsbeuteln.
      Der "Galgen" ist mMn ziemlich umgangssprachlich unter Pflegepersonal. Vielleicht lieber "Bettgalgen"? Ja, ich weiß, das ist nicht viel anders. Aber so heißt das Ding ja nunmal. ^^

      So. Die Szene ist toll beschrieben. Man kann die Angst gut nachfühlen, die sie durchlebt. Nun bin ich gespannt. Ist Jamie wirklich da? Wenn ja - wie haben sie Casey gefunden? Wer hat geplaudert? Der Doktor oder Dicksen? Oder Dr. Miller? Wenn er- wie hjaben sie den gefundenEs klingt, als würden wir uns auf's Ende zubewegen und der Schluss steht unmittelbar bevor. Jedenfalls lebt Casey, von daher erstmal aufatmen.
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Okay legen wir mal los!
      Casey ist noch sehr tief in der Narkose drin. Deswegen hört sie auch keine Geräusche die zu ihr dringen. Kopf im Nebel! Verstehst du Tariq?
      Plötzlich tauchen Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit auf, ausgelöst von Jamies Gesicht an das sie sich erinnert. Ihr werden die starken Empfindungen für Jamie bewusst und Casey benutzt sie um sich aus dem Schlund der Betäubung zu ziehen. Sich gegen die Betäubung zu wehren. Ihr wird die Umgebung und die Geräusche bewusst. Sie wacht auf und merkt das irgend etwas nicht stimmt. Nicht nur der Schmerz sondern auch das sie nicht alleine atmet!

      Du hast dir gewünscht das wir mal kurz nach Casey schauen. Tada! Ihr gehts nicht gut! Und Jamie nun ja...

      :D Gut Ding muss Weile haben
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    • Hey Sabrina,

      meine Gedanken zu Post 261:
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      Sabrina schrieb:

      Ein Gedanke, der in meinem Unterbewusstsein immer mehr an Substanz gewinnt. Und mich mit seiner Klarheit in Panik versetzt.
      Eine Maschine atmet für mich!
      Uahhhhh....der wohl bedeutungsschwerste Satz in diesem Teil !!! Sehr stark und prägnant! Da kriecht einem geich das blanke Entsetzen den Rücken hinauf.Wirklich sehr gut :thumbsup:



      LG,
      Rainbow
    • Ian Dicksen, den man in das Vernehmungszimmer führte, sah ziemlich mitgenommen aus. Sein rechtes Auge zeigte die ersten bläulichen Verfärbungen und das Lid war am zuschwellen. Der linke Mundwinkel war eingerissen, die Lippe geschwollen. Er hinkte stark mit rechts.
      Die beiden FBI- Beamten die ihn hereinführten, kannte Jamie aus seiner Abteilung.
      Der Chief deutete mit einer Kopfbewegung zu dem frei gewordenen Stuhl. Die Arme von Dicksen waren mit Strips auf den Rücken fixiert. Es bereitete dem Mann sichtlich Mühe, sich hinzusetzen.

      Jamie wandte sich an einen der Kollegen.
      „Schon was Neues von Martinez oder Sinclair?“, fragte er Agent Diesel. Ein Mann Mitte Dreißig einsfünfundneunzig groß, breitschultrig gebaut, mit rötlichem Bürstenhaarschnitt. Dieser schüttelte wortlos den Kopf.
      Verdammt, was dauerte den so lange beim Rückverfolgen eines Anrufs? Es ist doch nicht so schwer?
      Der Chief nahm derweil wieder auf seinem Stuhl Platz.
      Mit hängendem Kopf saß Dicksen vor Jamie auf dem Stuhl und harrte der Dinge, die auf ihn zukamen.
      „Ich bin Chief Spezial Agent Samuel Jakobs, Leiter dieser Spezialeinheit des FBI. Wissen Sie, was Ihnen zur Last gelegt wird?
      Dicksen hob kurz den Kopf, ehe er ihn wieder senkte.
      „Mister Dicksen, ihnen wird vorgeworfen, Teil einer Bande zu sein, die Menschen entführt, sie foltert, medizinische Eingriffe an ihnen durchführt und tötet! Wollen Sie sich deswegen nicht rechtfertigen?“
      Beim Wort „töten“ war Dicksens Kopf hochgeruckt.
      „Ich habe niemanden getötet! Das schwöre ich!“
      Beschwichtigend hob Jakobs die Hände.
      „Das glaube ich ihnen sogar, wie das die Staatsanwältin oder der Richter sieht, lassen wir mal dahingestellt sein. Natürlich würde eine Aussage den Sachverhalt klären und uns bei der Aufklärung des Falls behilflich sein. Verstehen Sie das?“
      „Ja, das hab ich verstanden! Entweder packe ich aus und helfe der Polizei bei der Aufklärung des Falls. Ich bin dafür vielleicht schneller draußen aber im Endeffekt ein toter Mann. Wenn ich aber nichts sage, sperrt man mich vielleicht für Dinge ein, die ich gar nicht getan habe.“
      Schnelle Auffassungsgabe, traut man dem Burschen nicht zu.
      „Wollen Sie wirklich den Mist von anderen ausbaden, Ian? Die Schuld auf sich nehmen? Was ist mit Norten und den anderen, die da noch in der Sache drinstecken? Was ist mit ihrem Partner? Franklin Smith, nicht wahr? Warum war er beim Zugriff nicht hier? Hat er vielleicht davon gewusst, was man Ihnen vorwerfen wird? Schließlich braucht man ja immer einen Sündenbock! Wollen Sie für alles gerade stehen?“
      Jamie sah, wie sich die Muskelberge bei dieser Vorstellung anspannten. Sie zeichneten sich deutlich unter dem Stoff von Dicksens T-Shirt ab.
      „Nein! Was wollen Sie wissen?“

      Das Gesicht des Chiefs entspannte sich etwas.
      „ Alan Miller, sagt Ihnen der Name etwas?“ Dicksen zuckte heftig zusammen.
      Bingo! Es war unnötig dem Chief ein Zeichen zu geben, er hatte es selber an der Reaktion erkannt.
      „Sie kennen ihn!“ Jakobs sprach es laut aus, was er dachte.
      „Ja. Ich kenne ihn. Er ist ein Bekannter des Doc.“
      „Sie arbeiten zusammen?“
      Dieses Mal antwortete Dicksen mit einem Nicken.
      „Verdammt, lassen Sie sich doch nicht alles aus der Nase ziehen!“
      Jakobs schlug mit der Faust auf den Tisch.
      „Wer ist dieser Miller? Was arbeitet er? Wo können wir ihn finden? In welchem Zusammenhang arbeitet Norten mit ihm zusammen?“
      In dem Raum hatte sich eine Spannung breitgemacht, die kaum noch erträglich war.
      „Dicksen, machen Sie den Mund auf!“


      „Alan Miller, er arbeitet als Oberarzt am General Hope. Norten kennt ihn schon lange. Woher, weiß ich nicht. Es geht um Forschungen und Gelder, die sie dafür kassieren. Aber das ist wirklich alles. Wir haben ihm die Leute besorgt und in die Klinik geschafft.“
      Eine atemlose Stille herrschte im Vernehmungszimmer.
      So, als würde alles erstarren. Casey! Dieser verdammte Dreckskerl!
      Der Muskelprotz schien es nicht zu merken, dass die Stimmung im Raum kippte und redete weiter.
      „Sie haben alle noch gelebt, als wir sie abgeliefert haben, dass kann ich bezeugen!“
      Bei Jamie brannten die Sicherungen durch.

      Wie es Green schlussendlich schaffte, vor ihm bei Dicksen zu sein, war für ihn ein Rätsel.
      Mit Wucht wurde Jamie von ihm gegen die Wand gepresst, in der Bewegung verdrehte Green ihm den Arm auf den Rücken und zischte in sein Ohr: „Das bringt nichts, Junge. Beruhige dich erst mal. Dieses Schwein ist die Sache nicht wert.“
      Mit geschlossenen Augen atmete Jamie tief durch, ehe er nickte und dem Sheriff damit anzeigte, ihn los zu lassen.

      Jakobs nahm derweil die Befragung wieder auf.
      „Was war Ihre Aufgabe bei der ganzen Sache?“
      Er suchte den direkten Blickkontakt zum Befragten.
      „Ich habe einen Kurs als Notfallsanitäter absolviert. Meine Aufgabe war es, diejenigen, die der Doc aussuchte, zu überwältigen, sie zu betäuben und mit Frank in die Klinik zu schaffen.“
      Jakob schluckte sichtlich, ehe er die letzte Frage stellte.
      „War auch eine Frau unter denen, die Sie ins General Hope transportierten?“
      Der Muskelberg zeigte deutlich seine Überraschung.
      „Ja, gestern. Woher wissen Sie das?“ Dann schien ihm ein Licht aufzugehen.
      Er lehnte sich auf dem Stuhl zurück.
      „Frank hat gleich gesagt, dass mit dieser kleinen Wildkatze etwas nicht stimmt, aber der Doc hat sich für sie entschieden. Die nehmen wir, hat er gesagt. Und Norten hat nun mal das letzte Wort in dieser Sache!“
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Sabrina ()

    • Hey Sabrina,

      auf zum nächsten Teil :D
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      Sabrina schrieb:

      Sein rechtes Auge zeigte die ersten bläulichen Verfärbungen und das Lid war am zuschwellen.
      "war am zuschwellen" klingt für mich ziemlich umgangssprachlich. Vielleicht: und das Lid wurde zusehends dicker...oder schwoll zusehends an....schwoll mehr und mehr an...

      Sabrina schrieb:

      Der linke Mundwinkel war eingerissen, die Lippe geschwollen. Er hinkte stark mit rechts.
      hier ist schon wieder was geschwollen...diesmal die Lippe. Vielleicht kann man auch eines von beidem anders formulieren.Vielleicht war die Lippe aufgeplatzt? (Oder so)

      Sabrina schrieb:

      Verdammt, was dauerte den so lange beim Rückverfolgen eines Anrufs?
      denn

      Sabrina schrieb:

      „Sie haben alle noch gelebt, als wir sie abgeliefert haben, das kann ich bezeugen!“
      Na der Typ hat ja Nerven. Wenn es nicht so ein ernstes Thema wäre, könnte man an der Stelle fast schon loslachen...

      Na dann haben sie doch nun nedlich mal einen konkreten Anlaufpunkt. Das Krankenhaus! Auf auf... ^^



      LG,
      Rainbow
    • Der Alarmton, ein hohes Sirren, versetzt mich weiter in Panik. Was haben sie mit mir getan? Erneut ein reißender Schmerz im Rücken. Mein Herz rast. Ich bekomme keine Luft. In dieses Chaos mischen sich schnelle Schritte, laute Stimmen. Hände drücken mich aufs Bett zurück. Jemand stellt das Sirren aus, fasst mich an. Das Stimmengewirr um mich ist ohrenbetäubend.
      „Patientin zeigt deutliche Abwehrreaktion. Blutdruck im grenzwertigen Bereich. Doktor?“
      „Wir entfernen den Tubus! Geben Sie ihr vier Milligramm Diazepam. Lassen Sie die Infusionen zusätzlich laufen.“
      Ich bekomme keine Luft!
      Neulich Berührungen. Dieses Mal tut es weh, das, was sie da tut. Ich habe die Augen zugepresst. Das Gefühl zu ersticken nimmt weiter zu. Etwas zischt laut. Luft entweicht. Hände halten meinen Kopf in der Position. Etwas wird mir tief aus Rachen und Mund gezogen und meine Lunge ist wieder frei.
      „Schale!“
      Die Erleichterung ist größer, als der vorige Schrecken.
      Ich kann wieder atmen!



      Kurz darauf breitet sich ein warmes Gefühl in meinem linken Arm aus. Als ich blinzelnd die Augen öffne und hinschaue, sehe ich die Schwester mit einer Spritze über meinen Zugang dort. Meine Handgelenke stecken in gepolsterten Ledermanschetten, verbunden mit den hochgeklappten Seitenteilen des Bettes.
      „Gleich wird es besser", sagt die Schwester zu mir.
      Ich sehe ihren Augen an, dass sie es so meint, wie sie es sagt. Sie hat mir etwas gespritzt. Diazepam, wozu ist das gut? Mein rasender Puls beruhigt sich, leider wird auch alles andere in Watte gepackt. Mir fällt es schwer, die Augen offen zu halten. Blinzelnd versuch ich gegen die Mattigkeit, die mich erfasst, anzukämpfen.
      „Bitte … ich muss ...“ Meine Zunge ist schwer und rau. Ein metallener Geschmack klebt mir am Gaumen. Ich schlucke trocken, muss husten. Meine Umgebung verschwimmt immer mehr.
      „Alles gut. Wir kümmern uns um Sie. Entspannen Sie sich.“ Die leise Frauenstimme hat etwas Einlullendes.



      Eine männliche Stimme erklingt zur rechten Seite. Blinzelnd versuche ich das Gesicht des Mannes zu erkennen.
      „Wo ich schon mal hier bin, sehe ich mir auch gleich die Punktionsnarbe der Patientin an.“
      Grüne OP-Kleidung, ein grauer Haaransatz am Rand der Kappe. Markante Gesichtszüge, halb verdeckt durch einen runtergeschobenen Mundschutz, den er jetzt wieder zurechtrückt. Er ist älter als der andere Arzt, den ich beim letzten Mal gesehen habe. Wie eine ältere Ausgabe von jenem, geht es mir durch den Kopf, ehe mir endgültig die Augen zufallen.


      „Ich weiß nicht, ob das Dr. Miller recht wäre. Sie ist schließlich seine Patientin…“, höre ich noch die Schwester sagen. Ich spüre, wie ich aufgedeckt werde, man dreht mich auf die Seite. Hände machen sich an meinem Rücken zu schaffen. Dabei fühle ich keinen Schmerz. Mein ganzer Körper scheint wie in Watte gepackt.
      „Schwester Doreen, ich kann nur hoffen, dass mein Neffe meinen Ratschlag angenommen hat und mittlerweile in seinem Bett liegt. Entweder können Sie mir assistieren, oder….“
      Die letzten Worte des Arztes verlieren sich im Nichts.
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    • Hey Sabrina,

      ich freue mich immer, wenn es mal wieder ein Stückchen weitergeht :)
      Hier meine Anmerkungen:
      Spoiler anzeigen

      Sabrina schrieb:

      Neulich Berührungen.
      Meintest du vielleicht "erneut Berührungen"? Neulich bedeutet eigentlich so viel wie "vor kurzer Zeit" oder "vor einiger Zeit".


      Sabrina schrieb:

      Blinzelnd versuch ich gegen die Mattigkeit, die mich erfasst, anzukämpfen.
      versuche

      Nach wie vor finde ich es einfach faszinierend, wie du diese albtraumhafte Situation, in der sich Casey befindet aus ihrer Sicht beschreibst und den Leser darin eintauchen lässt. Ich bekomme jedes mal ein beklemmendes Gefühl von Hilflosigkeit und grenzenlose Wut auf diese Menschen, die ihr diese schrecklichen Dinge antun....Obwohl ihr ja in diesem Fall hier sogar einmal geholfen wurde...wer weiß, vielleicht entpuppt sich der Onkel von Dr. Miller ja doch noch als Retter in der Not? Man weiß es nicht....Aber nochmal: Wirklich sehr gut geschrieben :thumbsup:



      LG,
      Rainbow
    • Und wieder bei Casey!

      Spoiler anzeigen
      Das Springen zwischen den beiden derzeitigen Orten des Geschehens bringt eine Menge Spannung rein, @Sabrina. Und spannend geschrieben ist es ja swoeiso.
      Die arme Casey. Nicht zu wissen, was mit einem geschieht und mit niemandem reden zu können und keine Ahnung zu haben, wohin das führt - das muss einfach schrecklich sein. Hoffentlich ist Jamie mit den Kollegen bald da und holt sie raus.
      Ich bin noch nicht ganz sicher, aber eine Punktion ist ja noch keine Operation. Können wir also davon ausgehen, dass Casey noch alle Organe hat? Auf jeden Fall scheint sie in Schwester Doreen jemanden gefunden zu haben, der es gut mit ihr meint. Das beruhigt schon erstmal.
      Schreib fix weiter.
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

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    • Na ja Tariq eine Nierenpunktion ist auch nicht ohne. Dabei kann es zu Komplikationen kommen unter anderem zu Einblutungen, wenn man nicht ruhig liegt. :D Tja zwölf Stunden Stunden stilles liegen ist Pflicht. Ein schwiriges Unterfangen angesichts der Situation.
      Täusche dich mal nicht Tariq was Schwester Doreens Prioritäten angeht. Wenns hart auf hart kommt weiß sie wo ihr Platz ist.

      Rainbow danke das du immer noch fleißig mitfieberst. Und Zeit findest deine Meinung zu sagen. :thumbsup: Tariq danke fürs Korigieren und die Anmerkungen. Hilft mir viel schneller vorwärts zu kommen. Schließlich wollen wir doch Casey nicht warten lassen, oder? 8)
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    • Neu

      Kaum hatte man Dicksen abgeführt, entspannte sich Distrikt Sheriff Green. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er Maxwells Reaktionen im Blick behalten. Der junge Agent stand immer noch sichtlich unter Strom.

      Die Hände zu Fäusten geballt, fixierte er die Türe, die sich gerade geschlossen hatte. An seiner Hals trat eine Ader deutlich hervor. Ich glaub ich gebe ihm noch ein paar Minuten. Er muss seine Gefühle erst wieder ins Lot bekommen.


      Er kramte nach einem Stofftuch in seiner Hosentasche und tupfte sich die Schweißperlen von der Stirn. Der Jüngste war er nicht mehr und die Aktion mit Maxwell hatte ihn an seine körperlichen Grenzen gebracht.
      Der Chief stand halb über den Tisch gebeugt, die Augen geschlossen entlud sich seine Anspannung mit einem Fluch auf Schwedisch. Green wusste, dass der Chief seineWurzeln dort hatte und die Sprache fließend beherrschte.



      „Entschuldige aber das geht mir ganz schön unter die Haut. Wenn der Kleinen was passiert ist, würde ich mir das nie verzeihen. Und es sieht so aus…“ Ein lautes Klopfen an der Tür enthob den Chief den Satz zu beenden. Ohnehin konnte sich Sheriff Green denken, was sein Freund meinte.

      „Herein?“ Als es abermals nur klopfte und niemand Anstalten unternahm den Raum zu betreten, erwachte Maxwell aus seiner Starrte und riss mit einem derben Fluch auf den Lippen die Türe auf.



      Kaum eine viertel Stunde später saß Jamie bereits in einem schwarzen Van in Richtung "General Hope". Caseys Schicksal entgegen.
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    • Neu

      Hey Sabrina,

      hier kommen meine Anmerkungen :)

      Spoiler anzeigen


      Bin mit den Namen gerade etwas überfordert und es fällt mir schwer, die Peronen auf die Kette zu kriegen:

      Dirstrik Sheriff Green, Simon, Samuel, Maxwell, dann komen Martinez und Sinclair dazu und plötzlich kommt noch der Name Jacobs ins Spiel...ich weiß, das sind alle Vor-und Zunamen und hätte ich in der Verangenheit besser aufgepasst, würde ich sie hier sicher besser zuordnen können...dennoch für dich als Denkanstoß, dass das eventuell in so einer Situation für den leser ein bisschen viel sein könnte....

      Sabrina schrieb:

      An seiner Hals traten die Adern deutlich hervor
      seinem


      Sabrina schrieb:

      „Chief, der Anruf kam aus dem Stadtgebiet. Wir haben es auf einen Umkreis von einer Meile eingegrenzt.
      müsste es nicht heißen "ihn" (?)...weil: der Anruf :hmm:


      Sabrina schrieb:

      Auf Nachfragen stellte sich heraus das in dem Privaten ein Doktor Alan Miller arbeitet, der auch ein eigenes Büro dort hat
      heraus, dass


      Sabrina schrieb:

      Wenn man dieses umgehen will, dauert es länger sagen die Spezialisten von der STU.“ Führte Sinclair aus.
      ...von der STU", führte Sinclair aus.

      Wow, das SWAT-Team kommt hinzu :thumbsup: Schreibt man das nicht irgendwie groß, weil es Abkürzungen sind so wie NYPD für New York Police Departemend? Keine Ahnung-Rainbow äußert sich mal wieder trotz völliger Ahnungslosigkeit :D


      LG,
      Rainbow
    • Neu

      Sabrina schrieb:

      Jamie sah, wie sich die Muskelberge bei dieser Vorstellung anspannten. Sie zeichneten sich deutlich unter dem Stoff von Dicksens T-Shirt ab.
      „Nein! Was wollen Sie wissen?“
      Das Gesicht des Chiefs entspannte sich etwas.
      „ Alan Miller, sagt Ihnen der Name etwas?“
      Bingo! Es war unnötig dem Chief ein Zeichen zu geben.
      „Sie kennen ihn!“ Jakobs sprach das aus, was man bereits an der Reaktion sehen konnte.
      „Ja. Ein Bekannter von dem Doc.“
      „Sie arbeiten zusammen?“
      Dieses Mal antwortete Dicksen mit einem Nicken.
      „Verdammt, lassen Sie sich doch nicht alles aus der Nase ziehen!“
      Jakobs schlug mit der Faust auf den Tisch.
      „Wer ist dieser Miller? Was arbeitet er? Wo können wir ihn finden? In welchem Zusammenhang arbeitet Norten mit ihm zusammen?“
      An welcher Reaktion denn? Man bekommt nichts beschrieben. Was macht Dicksen denn? Zuckt er zusammen? Zieht er den Kopf ein? Macht er den Eindruck, als wollte er flüchten? "Bingo" zu was? :S
      Irgendwie bin ich an der Stelle ins Schleudern gekommen, weil ich nicht wusste, ob ich etwas verpasst habe. Aber Dicksens Reaktion wird nicht geschildert. In dem Teil fehlt mir irgendwie die Beschreibung des Vernommenen. :hmm:

      Sabrina schrieb:

      „Chief, der Anruf kam aus dem Stadtgebiet. Wir haben es auf einen Umkreis von einer Meile eingegrenzt. In diesem Bereich gibt es zwei Krankenhäuser. Ein Staatliches und ein Privates. Auf Nachfragen stellte sich heraus das in dem Privaten ein Doktor Alan Miller arbeitet, der auch ein eigenes Büro dort hat.“ Mit erhobener Hand unterbrach der Chief den Redefluss von Martinez. „Lassen sie mich raten? Der Name des Krankenhauses lautet General Hope?“ Man konnte sehen wie die beiden Männer verblüffte Blicke wechselten.
      ähm ... wenn sie wissen, wo Casey sein könnte, warum sitzen die dann noch so gemütlich herum? Sollten die nicht wenigstens ein paar Leute in einen Streifenwagen packen und dort hinschicken, um nachzusehen, ob es stimmt, was dieser Dicksen gesagt hat? Immerhin können sie damit rechnen, das Gefahr im Verzug ist, eine Beamtin in Gefahr,; vermutlich auch andere ...? Warum warten die jetzt gemütlich auf die Analyse des Handys, wenn klar ist, welches Krankenhaus die ansteuern müssen? Das Handy kann man ja parallel untersuchen, zwecks weiteren Beweisen, aber ... Irgendwie bekomme ich das jetzt nicht zusammen. 8|


      Ansonsten fand ich die Teile aber nicht schlecht. Die Vernehmung des Doctors hat mir sehr gefallen und auch, dass Jamie bei Dicksen ausgerastet ist, war verständlich. Ich hoffe, der Gute findet Casey in einem Stück. Ich will hier ein Happy End sehen! XD

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
    • Neu

      Hallo Kyelia :D

      Ich werde meinen Beitrag etwas bearbeiten damit Dicksens Reaktion ersichtlicher wird.
      Der Chief brauch das Okay von der Staatsanwältin um weiter zu machen. Warten auf die Analyse des Handys werden sie nicht, dass hast du falsch verstanden Kyelia.
      Es war lediglich die Rede davon das Jamie versuchen soll den Zugangs-Code zu knacken.
      Warum alle Ermittler nicht losrennen, um in aller Hast ein Krankenhaus zu stürmen um Casey zu befreien?
      Nun ja wenn das jeder in seiner Ermittlung machen würde, gäbe das ein Chaos am Einsatzort.
      Aber ich weiß die Zeit drängt und Casey wartet. :/
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    • Neu

      Sabrina schrieb:

      Es war lediglich die Rede davon das Jamie versuchen soll den Zugangs-Code zu knacken.
      Warum alle Ermittler nicht losrennen, um in aller Hast ein Krankenhaus zu stürmen um Casey zu befreien?
      Nun ja wenn das jeder in seiner Ermittlung machen würde, gäbe das ein Chaos am Einsatzort.
      Aber ich weiß die Zeit drängt und Casey wartet.
      Ich meinte ja auch nicht, dass da alle Ermittler losrennen sollen, sondern lediglich ein Streifenwagen könnte man schon mal in die Nähe schicken. Die müssen ja nicht gleich das Krankenhaus stürmen (dass sie dafür eine "Erlaubnis" der StA brauchen, möglich), sie könnten aber schon mal schauen, prüfen, ob dieser Miller dort gerade rumrennt, oder nicht (unauffällig vllt).

      Aber in der Szene passiert nichts, was mich irgendwie glauben lässt, dass die nun eine heiße Spur haben und eigentlich die Kacke am Dampfen ist. :hmm: Das wirkt so wie: Wir haben ja Zeit.

      Selbst

      Sabrina schrieb:

      Ich bringe derweil Staatsanwältin Miss Brown auf den neusten Stand der Ermittlungen.
      Das hört sich nicht an, als hole er sich die Erlaubnis weiterzumachen. Das ist lediglich ein: Ich informiere sie mal.

      Verstehst du, was ich meine?
      Mir fehlt da der Druck. Sie haben eine heiße Spur, wissen vermutlich, wo Casey steckt und reden gemütlich über ein Handy.
      Es würde glaube ich schon reichen, wenn du statt "auf den neusten Stand der Ermittlungen" schreiben würdest, dass er die Staatsanwältin informiert und sich das Ok holt, dort ins Krankenhaus einzufallen und Carsy rauszuholen. Damit der Leser weiß, da passiert irgendwas.
      Mein Gedanke beim Lesen war halt, dass die da irgendwie ihre Nuggets chillen und auf die Handy-Analyse warten, obwohl sie wissen, wohin sie gehen müssen. :rofl:

      Vielleicht geht es auch nur mir so, aber bei mir geht in dem Moment irgendwie die Spannung verloren. :hmm:

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
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      Ich weiß schon was du meinst Kyelia. Dieser Teil zieht sich wie Kaugummi deswegen wollt ich ihn auch eigentlich weg lassen aber dann hätte etwas an dieser Szene gefällt. Schlecht zu beschreiben. Vieleicht sollte ich es noch mal überarbeiten und es komapter schreiben an das Stelle. Danke auf jeden Fall für dein Feedback. ^^
      Mehr von mir gibt es an diesen Stellen im Form. Gefangen im High Fantasy. . Im Dark Fantasy Schatten der Nacht oder Gefallen Ein spannender Krimi wartet im No Fantasy :Bis zum letzten Schrei. Viel Spass :D
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      Den Ellenbogen auf den Oberschenkel aufgestützt, ließ Jamie den Rosenanhänger zwischen seinen Fingern hin und her gleiten. Auf dem erleuchteten Display des Handys betrachtete er das weiße rechteckige Eingabefeld. Die Sechzig Sekunden zum eingeben des Codes waren um und der Bildschirm wurde schwarz.
      Verdammt, Casey wie lautet dein Passwort!

      Bereits zwei der drei Versuche waren in den letzten Minuten gescheitert. Jetzt überlegte Jamie fieberhaft aber ihm viel nichts als Code ein. Der Untergrund ruckelte, Augenblicklich leuchtete wieder der Bildschirm auf und erhellte das Halbdunkel des Transporters, in dem er mit seinen Kollegen saß. Sie waren nach New Carrolltown unterwegs, einen Stadtteil von Washington D.C. Das "General Hope" lag im Nord Osten der Stadt. Eine Strecke von vierzehn Meilen.


      Ein raschelndes Geräusch ließ Jamie hochblicken. Agent Sinclair saß ihm gegenüber. Auf seiner schusssicheren Weste prangten die drei weißen Buchstaben. FBI: Federal Bureau of Investigation. Casey und er waren beide zum FBI gegangen um ihre Pflicht dem Land gegenüber zu erfüllen und jetzt? Jamie musste hart schlucken. Jetzt, stand ihr Leben auf dem Spiel!

      „Maxwell, keine Idee, für das Passwort?“ Sinclair deutete mit seiner Hand Richtung Handy. „Doch, aber nicht die Richtige.“, knurrte Jamie.
      Nach dem Verhör hatten Sinclair und Martinez, den Chief auf den neusten Stand der Ermittlungen gebracht. Leider ergaben sich dadurch keine neuen Erkenntnisse. Caseys Handy funktionierte, war aber Passwort geschützt.

      Sinclair war auch derjenige gewesen, der als erstes Vorschlug, das Jamie wohl am besten dafür geeignet war Caseys Zugangscode zu entschlüsseln. Der Chief hatte der Sache zugestimmt. Bisher waren alle Versuche gescheitert. Mit einem Ächzen setzte sich Jamie im Sitz gerade auf. Seine Schulter machte ihm immer mehr Schwierigkeiten, doch er ließ es sich nicht anmerken. Wenn Casey gefunden und in Sicherheit war, dann würde er auch die Verletzung versorgen lassen. Doch zum jetzigen Zeitpunkt hatten anderen Dinge Priorität.



      In New Carrolltown, unweit des Krankenhauses war der vereinbarte Treffpunkt mit der hiesigen Polizei und dem SWAT-Team. Die Polizeikräfte sollten die Suche nach Agent Morgen leiten! Jakob der ihnen das nach dem Anruf bei Miss Brown mitteilte zeigte deutlich das er mit ihrer Entscheidung nicht einverstanden war. „Ich habe der Staatsanwältin zusichern müssen, dass wir nur die hiesige Polizeikräfte unterstützen. Das SWAT-Team hält sich im Hintergrund, ist für die Absperrmaßnahmen rund um das Krankenhaus zuständig. Nicht mehr und nicht weniger, haben sie gehört, Maxwell? Keine Alleingänge! Die Hauptarbeit überlassen sie den Polizeibeamten.“ Jamie hatte deutlich registriert, dass es Jakobs gewaltig gegen den Strich ging, sich an die Kette legen zu lassen. Miss Brown, war in diesem Fall zu weit gegangen. Ihm ging diese Staatsanwältin gewaltig auf die Nerven! Vorschriften hin oder her, hier geht es um Caseys Leben!


      Es machte so und so Jamie halb Wahnsinnig, wenn er nur daran dachte, was mit ihr gerade geschah. Sie wurde jetzt siebzehn Stunden lang vermisst. Viel Zeit, in der ihr vieles passieren konnte. Die Angst um sie rief ein übelkeitserregendes Gefühl in ihm wach. Erst bei der Vernehmung von Dicksen, war ihm wirklich bewusst geworden, was sie ihm bedeutete. Einfach Alles!

      Casey war nicht nur seine beste Freundin sondern mehr, viel mehr. Sie war einfach immer für ihn da. An seiner Seite, hörte ihm zu. Sie zu verlieren, allein der Gedanke daran, war unerträglich.
      Wegen ihr hatte er sich auf die Arbeit gefreut, hatte im Großraumbüro nach ihr Ausschau gehalten. Jamie empfand das absolute Hochgefühl, wenn sie in seiner Nähe war. Sie weckte tief in ihm den Beschützerinstinkt, dennoch hatte er es bis dahin nie vollends kapiert. Mit geschlossenen Augen kämpfte Jamie mit seinen Gefühlen.
      „Nein!“, ich muss einen klaren Kopf behalten. Er hatte es laut ausgesprochen, dass merkte er an Sinclair der ihn ansprach. „Alles klar, Jamie?“
      „Ja sicher!“ Eine andere Stimme, eine weibliche mischte sich unter Jamies. Casey!

      In seiner Erinnerung entstand eine Szene die nicht ganz zwei Wochen her war.

      Er war gerade von einem Einsatz in die Zentralle gekommen. Ziemlich geschafft, ausgepauert aber zufrieden, mit dem Ergebnis des Falls. Kaum das er das Großraumbüro betreten hatte, suchte sein Blick ihren Tisch. Wie magisch angezogen. Gleichzeitig schaute Casey in seine Richtung.

      Ihr Gesicht leuchtete von innen, die Augen strahlten und er empfand ein einzigartiges Gefühl. Er zwang sich die Szene genauer aus der Distanz zu betrachten, den Blick von ihrem Gesicht zu lösen. Sie hielt ihr Handy in der Hand. Der Rosenanhänger reflektierte die Sonnenstrahlen. Das Display war erleuchtet, ein helles Eingabefeld, sie war gerade dabei den Code einzugeben. Fünf Buchstaben, zwei waren bereits mit einem Punkt unkenntlich gemacht. Die drei letzten waren für ihn noch erkennbar. MIE, las er auf dem Display. Das Wort viel ihm wie Schuppen von den Augen. Konnte es wirklich das sein? Er musste sich vergewissern!


      Jamies Finger zitterten stark, als er das Handy mit antippen der Bedienungsoberfläche aktivierte. Es leuchtete hell im Halbdunkel des Vans auf. „Na ist dir ein Geistesblitz gekommen?“ Sinclair wusste nicht wie Recht er damit hatte. Mit voller Konzentration gab Jamie die fünf Buchstaben seines Namens ein und bestätigte sie. Ein heller Piepton schaltete das Smartphone und die Daten frei. Ein Selfie grinste ihm vom Display entgegenentgegen. Es zeigte Casey und ihn aufgenommen nach Feierabend in einer der Bars. Jamie fühlte wie der Kloß anwuchs und ihn in der Kehle würgte. Er musste sich räuspern. „Ich finde dich! Und wenn ich jeden Stein einzeln umdrehen muss!“
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      Mit zielstrebigen Schritten näherte er sich der Glasvitrine an der Wand. Aufgereiht standen Reagenzgläser und Phiolen nebeneinander in durchsichtigen Kästen. Je beschriftet und nummeriert nach der Versuchsreihe und dem Probanden.
      Er war alleine im Labor, dennoch zuckte Stephan zusammen, als er seine Zugangskarte in den Schlitz steckte und sich das Luftvakuum mit einem Zischlaut löste. Die Türe der Vitrine sprang mit einem klicken auf.

      Unwillkürlich hielt er die Luft an. Das flaue Gefühl in seiner Magengegend war einem Druck gewichen. Es kam selten vor, dass er sich den Luxus erlaubte Gewissensbisse zu haben, doch das hier war falsch, ganz falsch.
      Im Namen der Wissenschaft gab es immer wieder Opfer. Menschen, die man für das Allgemeinwohl opferte. Wo gehobelt wird, da fallen Späne!
      Keiner, der grandiosen Ärzte währe je gerühmt geworden, wenn sie nicht auch manchmal im Namen der Forschung Grenzen überschritten hätten. Was war schon ein Menschenleben, im Vergleich zu den Vielen, die er dadurch retten konnte?

      Schon damals im Studium, hatte er angefangen zu forschen. Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Viele seiner Studienkollegen dienten dabei als Versuchsobjekt. Er war beim verabreichen der Dosen sehr vorsichtig, so dass keine gravierenden Nebenwirkungen auftraten. Niemand darauf aufmerksam wurde. Später, in seiner Zeit als Assistenzarzt, in der Notaufnahme oder auf den Stationen, nahm er die Studien intensiver auf. Entwickelte Medikamente weiter, forschte am lebenden Objekt. Ihn faszinierten der menschliche Körper und seine Vielfalt an Möglichkeiten.
      Doch das, was er jetzt vor hatte, wiedersprach allem woran er glaubte. Einen Menschen gezielt Schaden zuzufügen, ihm das Mittel so zu verabreichen, dass die Überlebenschancen gegen Null gingen, dass wiedersprach allem woran er glaubte. Aber ihm blieb in diesem Fall keine andere Wahl!
      Ansonsten riskierte er alles zu verlieren, was er sich in den Jahren hier aufgebaut hatte.

      Seine Hände zitterten, als er den gläsernen Kasten auf das Tischchen neben sich stellte und den Deckel aufklappte. Er entnahm zwei Phiolen im hinteren Bereich und steckte sie in die Kitteltasche. Aus der anderen Tasche holte er zwei leere Glasröhrchen und ersetzte die leeren Stellen. Mit einem Klacken schloss er den Deckel und platzierten den Kasten wieder an seinen Platz in der Vitrine. Es hatte etwas Endgültiges, als er die Glastüre zudrückte und das Luftvakuum sich im Innern wieder aufbaute.

      Seine Entscheidung war gefallen!
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      Hey Sabrina,

      hier zunächst meine Anmerkungen zu Post 277 :)

      Spoiler anzeigen

      Sabrina schrieb:

      Es machte so und so Jamie halb Wahnsinnig, wenn er nur daran dachte, was mit ihr gerade geschah
      Der Satz kommt mir leicht verdreht vor :hmm: Vielleicht: Es machte Jamie ohnehin halb wahnsinnig, wenn er nur daran dachte, was gerade mit ihr geschah... (?) Das "so und so" klingt irgendwie nicht ganz 100%ig , ist aber nur so mein Gefühl.


      Sabrina schrieb:

      Ziemlich geschafft, ausgepauert aber zufrieden,
      ausgepowert (würde ich sagen ^^ )


      Sabrina schrieb:

      Kaum das er das Großraumbüro betreten hatte,
      Kaum, dass

      Mh, zuerst dachte ich: Warum soll Jamie jetzt den Code rausfinden? Haben die dafür nicht irgendwie ihre Leute??? Gut, es ist natürlich ein schönes stilistisches Mittel, um noch einmal zu verdeultichen, wie nah sie sich stehen, aber ich frage mich ernsthaft, ob man so vorgehen würde :hmm: Natürlich könnte man sagen, man probiert es aus, und wenn es nicht klappt, müssen die Experten ran...aber das würde ich dann zumindest noch in einem Nebensatz erwähnen...nur, um eine gewisse Professionalität im Hintergrund aufrechtzuerhalten, wenn du verstehst, was ich meine ^^

      Ansonsten fand ich seinen "Geistesblitz" cool beschrieben...dass es sein Name ist, den sie als Passwort benutzt...uah...das fand ich cool, vor allem in Kombination mit der Schilderung seiner Gefühle, über die er sich ja gerade erst so richtig bewusst geworden ist. :thumbsup:

      Die Aktion von der Staatsanwältin ist mir irgendwie noch schleierhaft. Inwiefern sie nun mit ihrer Vorgehensweise " zu weit" geagngen ist, kapiere ich nicht. Das wird hier meiner Meinung nach nicht ausreichend erklärt ...vielleicht stehe ich aber auch einfach gerade mal wieder auf dem Schlauch :D




      LG,
      Rainbow