Zuletzt gesehener Film

Es gibt 946 Antworten in diesem Thema, welches 242.995 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (20. November 2025 um 23:40) ist von Der Wanderer.

  • A House of Dynamite. Handelt von einem nuklearen Angriff auf die USA. Vom Pazifik aus wird eine Atomrakete abgefeuert, seegestützt, ohne dass klar wird, wer hinter dieser Aktion steckt. Dem Präsidenten bleibt nur wenig Zeit zu reagieren. Soll er, ohne den verantwortlichen Staat zu kennen, gegen die üblichen Verdächtigen losschlagen, Russland, China, Nordkorea? Und somit einen globalen Atomkrieg riskieren? Oder den Schlag einfach einstecken und später den Schuldigen ermitteln?

    Immerhin geht es um die Auslöschung Chicagos.

    Es gibt kein Happy End. Auch wird nicht gezeigt, wie sich der Präsident letztendlich entscheidet.

    Das spiegelt sehr gut die Unsicherheit wieder, in der wir uns ja wirklich befinden. Etwa 12000 Atomsprengköpfe sind weltweit einsatzbereit. Mehr als 30 U-Boote sind zu jeder Zeit unterwegs, die imstande sind, nuklear bestückte ballistische Raketen abzufeuern.

    Auch wenn der Film vielleicht nicht jede Einzelheit korrekt wiedergibt, ist er doch realistischer als unsere üblichen Beruhigungspillennachrichtensendungen.

  • 20thcenturyman Den habe ich ebenfalls gesehen. Wie fandest du ihn? Also für mich war das wirklich einer der langweiligsten und belanglosesten Filme, die ich in meinem Leben gesehen habe. Das Thema (nukleare Bedrohung, politische Zwickmühlen, Menschen am Rand einer Entscheidung, die die Welt verbrennen könnte) müsste ja eigentlich vor Spannung knistern, aber der Film scheitert für mich einfach gnadenlos daran, auch nur das kleinste bisschen Unterhaltung zu generieren.

    Ein sinnbefreites Gespräch reiht sich ans nächste. Dann die Perspektivwechsel, bei denen man dieselbe Zeitspanne immer wieder geschildert bekommt. Dieser Präsidenten-Plot, der zwischendrin plötzlich aussieht wie eine unfreiwillige Werbesendung für die WNBA: "Schaut her, es ist Angel Reese, und der Präsi wirft ein paar Körbe mit ihr! Das lenkt euch jetzt bitte vom fehlenden Drehbuch ab." Ein Stilmittel, das so deplatziert wirkt, als hätte man es aus einem ganz anderen Film importiert. Und das Ende ist offen – aber nicht dieses bewusst schmerzhafte Offenlassen, das dem Zuschauer ein Grummeln im Magen hinterlässt, sondern eher so, als hätte die Regie sich bewusst nichts getraut, aus welchen Gründen auch immer. Keine Haltung, keine These, nur ein Ausblenden, bevor es wirklich ernst wird. Also wirklich, ich war selten so enttäuscht von einem Film. Denn ich habe eigentlich bei dieser Ausgangslage was gutes erwartet, nicht wie bei einem "Schalt dein Hirn aus"-08/15-Actionfilm". Er hörte sich in der Beschreibung äusserst vielversprechend an, aber das Ergebnis ist mMn grottenschlecht.

    Frau Bigelow hätte sich lieber vorher einmal den Film "Thirteen Days" angeschaut. Der zeigt, wie man einen Politthriller richtig inszeniert, ohne belanglos zu sein, und ohne dass einem der Zuschauer auf dem Sofa in ein Wachkoma verfällt.

  • Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich Menschen die Welt wahrnehmen. Ich fand den Film spannend, mitreißend und auch beunruhigend. So etwas kann ja schließlich wirklich passieren. Vielleicht schon nächsten Donnerstag.

    Thirteen Days war ebenfalls sehr gut. Damals sind wir gerade noch um den Dritten Weltkrieg herumgekommen

  • Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Schön, dass sich wenigstens einer von uns gut unterhalten fühlte. Ich kann und will dir den Film auch nicht schlechtreden. Man kann das durchaus als beunruhigend wahrnehmen, da stimme ich dir sogar zu. Vielleicht ist der Film auch an meiner Erwartungshaltung gescheitert. Ich habe einfach mehr Substanz und weniger Andeutung und Klamauk erwartet (z. B. der General, der sieben Stück Zucker in seinen Kaffee wollte, und die erwähnte Basketballszene).

    Mir fehlte teilweise auch die Verzweiflung einzelner Protagonisten, wie sie in Thirteen Days gezeigt wurde. Oder zumindest war es in der Art, wie es dargestellt wurde, für mich nicht überzeugend. Zudem war der Schluss einfach sehr unbefriedigend. Insgesamt sind mir einfach zu viele Punkte negativ aufgefallen.

    Und leider leben wir in einer Welt, in der so etwas jederzeit möglich ist. Aber auch diesbezüglich halte ich andere nukleare Horrorszenarien (Pakistan - Indien, Nordkorea - Südkorea, Russland - Ukraine) für wesentlich wahrscheinlicher als das Szenario, das der Film skizziert – ganz unabhängig davon, welcher Verrückte gerade im Weissen Haus sitzt.

  • Wicked, der Film.

    Habe ich jetzt erst gesehen, nachdem die Preise für Streaming und Blue Rays erheblich gesunken sind.

    Alles in Allem wirklich sehenswert. Zu bemängeln wären nur ein paar überflüssige Szenen, die die Handlung künstlich in die Länge ziehen.

    Die Geschichte finde ich sehr klug ausgedacht, und das bei einem Musical. Der Zauberer von Oz ein Betrüger, der die Magierin, die sich von ihm nicht benutzen lässt, mit raffinierten Propagandamethoden zur Schurkin erklärt. Das könnte man als subtile Kritik an realen politischen Manövern deuten.

    Die Ausstattung großartig. Da hat Hollywood die Heizung wieder mal auf fünf gedreht.

    Nicht alle Songs herausragend, aber einige schon. Natürlich Defying Gravity.

  • Ganz sicher nichts für meine Sammlung, weil das Thema oft genug durchgekaut wurde. Aber trotzdem passabel für einen Abend auf dem Sofa.

    Knockout (2011)

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Kommt in den ersten zehn Minuten rüber wie der alte Karate Kid für Boxfreunde, hat keine nennenswerten Höhepunkte, ist aber dafür im Gegenzug auch ohne Längen. Ein unterhaltsamer Zeitvertreib, wenn sonst Langeweile herrschen würde.