Der Geheimbund der Jäger I - Die Tochter der Götter

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    • Kisa schrieb:

      zu den Heiligenhallen
      heiligen Hallen? oder ist das ´en merkwürdiger Eigenname?!


      Kisa schrieb:

      In null Komma nichts
      Im Nullkommanichts hatte ... muss das glaube ich heißen. In null Komma nichts - wird meine ich anders genutzt. Dudenbeispiel: mit dem ICE kommt man in null Komma nichts von Köln nach Frankfurt ?( Ist so´n Gefühl, aber vielleicht weiß es einer genauer ^^



      Kisa schrieb:

      Sie schlüpfte zwischen den leicht, offenstehenden Türen
      ich meine ohne Komma. Ist ja keine Aufzählung.



      Kisa schrieb:

      Worte wahrscheinlich zusammen gezuckt.
      zusammengezuckt

      Kisa schrieb:

      wenige Zentimeter vor ihr halt machte.
      Halt



      Kisa schrieb:

      ihm erkennen konnte_ außer einem Fehler.
      Ich glaub Komma ... :pardon:


      Kisa schrieb:

      „Sie ist es schon“, gab Ares schlicht zurück, während er hinter ihr stand, sich vorbeugte und einen leichten Kuss auf Stellas Hals drückte.Sie schreckte zurück und versuchte sich den Kuss vom Hals zu wischen, obwohl sie schon zugeben musste, dass es sich vertraut angefühlt hatte, aber sie würde nicht wieder auf seine Masche hereinfallen, wie sie es damals getan hatte.

      Kisa schrieb:

      Warum hat sie nie den Umgang des Schwertes von dir gelernt, Stella?“, fragte Ares und trat wieder auf die Mutter seines Kindes zu, während er ihr mit dem Finger sanft über den Kieferknochen strich.





      Kisa schrieb:

      während er die kleine Distanz überwand und seine weichen Lippen auf die ihren presste.



      Kisa schrieb:

      Stella begann sich sofort gegen den Kuss zu wehren, doch sie musste einsehen, dass sie nicht stark genug war, um sich wirklich gegen ihn zu verteidigen, also ließ sie den Kuss mehr oder weniger über sich ergehen. Sie wusste, dass sie als aller erstes Zuhause eine lange, heiße Dusche nehmen musste, um diese Erinnerung wieder zu vertreiben.
      Die aufgezählten Zitate lassen Ares wie ein Sexualstrafttäter dastehen. Im Ernst, das war ganz schön dick aufgetragen ^^ Die Situation an sich so ist echt :super: geschrieben: TOP!!! Auch der Streit und Ares´ Vorwürfe, dass Stella nur Angst hat, dass ihre Tochter sauer wird, weil sie nie etwas gesagt hat, sind super authentisch, aber das Befummeln und der Kuss stehen krass zur Art, die er danach UND davor so an den Tag legt. Ich hatte so das Gefühl, es passt nicht zu ihm. Denn, wenn man wirklich ehrlich ist, dann sagt man sich nicht "Holla, was ist der schroff und geht ran", sondern "Er ist ein Frauen belästigender Wi**er und fast schon kriminell!" Er hat Percy gesehen und kann sich denken, dass Stella ein neues Leben hat und die Mutter seines Kindes derart zu bedrängen, empfinde ich als Frau und Mutter nicht nur als pervers, sondern auch iwie krank ... :/ Ich verstehe die Tragik und die Dramatik, die dieser Situ vorangehen soll ^^, aber ich glaube, das ist nicht das Bild, welches du von Ares vermitteln wolltest, da er im späteren Verlauf wieder sehr sachlich und kühl ist ... ?(
      8o oder vielleicht doch? ;)


      Kisa schrieb:

      sondern musste auch noch mit dem schlechten Gewissen leben, Percy hintergangen zu haben und dafür hasste sie Ares.
      Na, das nun wirklich nicht ... dann wäre jedes Opfer von sexueller Belästigung auch eine Ehebrecherin ... denke, das weiß eine erwachsene Frau, dass sich dies nicht so verhält. Sie hat ja weder drum gebeten, noch es herausgefordert ...

      Hab ansonsten NIX gefunden. Ich fand es super, dass du den Perspektivenwechsel gemacht hast und aus der Erzählerperspektive :super:
      Weil so die Möglichkeit offenbleibt, dass es Nyra aus der Nacherzählersicht erzählt.
      Das Wortgefecht der beiden Elternteile hat Hand und Fuß. Jeder hat seinen Standpunk ^^
      War schön zu lesen
      :thumbsup:
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • @Jennagon Danke für deine Kritik (war es ja nur teilweise) ich kann deine Ansicht nachvollziehen und schaue mal, wie ich den Kuss ein wenig abschwächen kann, damit dieser Moment nicht so pervers rüber kommt, denn den Kuss brauche ich einfach für eine spätere Szene ist der das Grundelement! Da ich mich später an Kapitel 16 zu schaffen mache, um da die angesprochenen Sachen zu verändern, mache ich dann auch gleich diesen Part anders!
    • Als Vorschlag, damit es nicht so rüberkommt, dass sich Stella da mit Hand und Füßen wehrt, könntest du zumindest sie in eine Art Starre verfallen lassen (ich meine damit nicht, dass er sie iwie lähmt ;) ). Die alten Zeiten etwas mehr reflektieren, dass sie ihn ja irgendwann mal geliebt haben muss. Auch die positiven Seiten ihres Zusammenseins hervorheben. Wenn er sich ihr nähert, könnte er erwähnen, dass sie sich oft an diesem Platz getroffen hatten ... oder sowas. Dass er darauf appelliert, dass sie eine GEMEINSAME Tochter haben, auf der er auch ein erzieherisches Anrecht hat, gerade weil sie halb göttlich ist und zu mehr bestimmt ist, als ein Durchschnitts-Teenie. Ich meine, die sehen sich nach einer gefühlten Ewigkeit wieder. Während des Kusses, könnte Stelle ihn von sich stoßen und kehrt urplötzlich in die Realität zurück, aus ihren Erinnerungen, dann käme er auf jeden Fall weniger wie ein Serientäter rüber ^, anstatt dass Stella keine Chance gegen ihn hat und den Kuss hinnehmen muss.
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Auch wenn ich noch die letzten beiden Parts umändern und korrigieren muss, will ich euch den nächsten Teil nicht vorenthalten, also geht es jetzt schön weiter mit dem verwirrenden Leben von Nyra. Bühne frei...


      Kapitel 18
      Überraschung!



      Der Donnerstagmorgen ging in den Mittag über, doch von meiner Mutter war immer noch keine Spur zu finden. Percy wurde von Stunde zu Stunde reizbarer, während sich Alex in seinem Zimmer einschloss und es mir überließ, mich um seinen Vater zu kümmern. Alex hatte nach zwei Stunden der versuchten Besänftigung aufgegeben seinen Vater aufzumuntern und sich lieber in seinem Zimmer verkrochen, um für seine Zwischenprüfung zu lernen. Also war es an mir, mich um den todunglücklichen Koch zu kümmern.
      Ich hoffte inständig, dass meine Mutter bald wieder da sein und sie die Sache mit Percy aus der Welt schaffen würde. Immerhin musste Percy heute Abend arbeiten und keiner wollte in einem Restaurant so etwas Ungenießbares essen, wie Alex und ich es zum Frühstück serviert bekommen hatten.
      Percy hatte ich in den Kräutergarten verfrachtet, nachdem er das halbe Geschirr zerdeppert hatte, als er Mittagessen kochen wollte. Also hatte ich mich des Essens angenommen. Mir war durchaus bewusst, dass ich nicht so gut kochen konnte, wie der Chefkoch persönlich, aber ich versuchte es wenigstens.
      Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich dann dochein Menü zustande gebracht, das man auch kauen konnte. Ich rief nach oben, damit Alex zum Essen ins Speisezimmer kam, während ich nach draußen eilte und Percy aus dem Kräutergarten holte, damit auch er uns Gesellschaft leisten konnte.
      Wir speisten schweigend. Percy war sehr in sich gekehrt, während Alex pausenlos sein Gesicht verzog, als er eine Gabel nach er anderen von seinem Gyros hinunter würgte. Ich musste selbst zugeben, dass meine Kochkunst sehr bescheiden war und selbst mir das Gericht nicht schmeckte. Erneut bedauerte ich es, niemals einen Kochkurs besucht zu haben, wo meine Freundinnen in Deutschland nichts lieber gemacht hatten, als ihre Freunde zu bekochen und extra dafür einen Kochkurs gemacht hatten.
      Wir waren noch mitten bei unserem Essen, als ich hörte wie die Haustür aufging und wieder ins Schloss fiel. Wenige Minuten später erschien meine Mutter im Türrahmen zum Esszimmer und schaute unsere traurige Runde mit großen Augen an, als wir alle unsere Blicke auf sie gerichtet hatten.
      „Stella“, raunte Percy, als er meine Mutter erblickte. Er erhob sich von seinem Stuhl und machte einige wenige Schritte auf sie zu und hielt dann inne. Es schien, als wüsste er nicht, was er nun machen sollte.
      Ich blickte meine Mutter kühl an. Über den Vormittag hatte meine Wut, aber auch meine verletzten Gefühle, Zeit gehabt sich aufzustauen. „Ach, kommst du auch noch mal nach Hause?“, fragte ich sie mit herablassender Stimme.
      Sie kniff die Augen zusammen und fixierte mich, durch die zu schlitzen gewordenen Pupillen, wütend. „Wie redest du denn mit mir? Hast du innerhalb eines Tages, alle deine Manieren verloren?“, zischte sie mich aufgebracht an.
      „Nein, das einzige was ich verloren habe, ist der Respekt vor dir! Ich hasse es angelogen zu werden und das weißt du ganz genau!“, schrie ich ihr entgegen, während ich meine Serviertte auf den Teller pfefferte. Ich sprang auf und baute mich vor ihr auf.
      Meine Mutter holte tief Luft und versuchte nicht zu explodieren, was doch eher mäßigen Erfolg hatte. „Du kannst nicht so mit mir reden, nur weil du jetzt offensichtlich weißt, wer dein Vater ist! Es macht keinen Unterschied. Du wirst dadurch keine Vorteile haben, sondern eher Nachteile. Die Götter sind nicht sehr anhänglich und vergeben auch nicht gerne. Sie hassen leidenschaftlich und sinnen auf Rache. Der Geheimbund der Jäger ist die Antwort der Rache auf die bevorstehende Widerauferstehung der Titanenherrschaft! Sie setzten eure Leben aufs Spiel, um keine erneute Götterdämmerung auszulösen, dabei ist es ihnen vollkommen egal, wer dabei sterben wird und wer nicht!“
      „Das macht keinen Unterschied! Du hast mich hintergangen und belogen“, schrie ich ihr entgegen, während ich dabei mit den Händen wild in der Luft herum fuchtelte.
      „Ich wollte dich doch nur beschützen!“, erwiderte meine Mutter verzweifelt, während sie mich mit Tränen verschleierten Augen ansah und dabei Hilfe suchend die Hände rang. „Du musst mir vertrauen. Die Götter haben meistens nichts Gutes im Sinn. Sie haben kaum menschliche Gefühle, wie Fürsorge oder Mitgefühl. Es kümmert sie nicht, wenn einer von euch bei dem Versuch, die Götterdämmerung und das Überleben der Menschen zu sichern, draufgeht.“

      „Wie soll ich dir vertrauen, wenn du mich von vorne bis hinten belogen hast und das auch noch über Jahre hinweg? Da hilft auch keine Loyalität!“

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kisa () aus folgendem Grund: Korrektur

    • Ja Nyras Aufstand kann man gut verstehen, wenn man ihr vorenthielt, wer der Vater ist, auch wenn sie ihrer Mutter wohl kaum geglaubt hätte, wenn sie ihr irgendwann mal die Wahrheit gestanden hätte.
      Zumindest ist es eine gelungene Situation und man kann beide Seiten iwo nachvollziehen.
      Stella hat mit den Göttern Erfahrung und will nicht, dass ihre Tochter in ein Kreuzfeuer gerät.
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Zu dem, was Jennagon über Ares gesagt hat: Ja, so habe ich sein Verhalten auch aufgenommen, fand es aber gut, weil ich dachte, es wäre geplant. Wenn er aber später nicht so ist, sollte das hier vielleicht etwas abgeschwächt werden.

      Zu dem neuen Teil: Endlich haut Nyra mal auf den Putz :thumbsup: . Hier ist eine Aussprache nötig. Schöner Teil. Und wenn Percy und Alex jetzt auch noch anfangen, sich einzumischen, wird es bestimmt richtig lustig.

      Spoiler anzeigen


      Kisa schrieb:

      Alex hatte nach zwei Stunden der versuchten Besänftigung aufgegeben seinen Vater auf zu munter
      aufzumuntern

      Kisa schrieb:

      Percy hatte ich in den Kräutergarten verfrachtet, nachdem er das halbe Geschirr zerdeppert hatte, als er Mittagessen kochen wollte.
      Ich finde, Percy reagiert hier etwas sehr emotional. Er weiß doch noch gar nicht, was los ist.

      Kisa schrieb:

      Percy hatte ich in den Kräutergarten verfrachtet, nachdem er das halbe Geschirr zerdeppert hatte, als er Mittagessen kochen wollte. Also hatte ich mich des Essens angenommen. Mir war durchaus bewusst, dass ich nicht so gut kochen konnte, wie der Chefkoch persönlich, aber ich versuchte es wenigstens.
      Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich dann doch etwas zu Essen zustande gebracht, das man auch essen konnte. Ich rief nach oben, damit Alex zum Essen ins Esszimmer kam, während ich nach draußen eilte und Percy aus dem Kräutergarten holte, damit auch er uns beim Mittagessen Gesellschaft leisten konnte.
      Wir speisten schweigend. Percy war sehr in sich gekehrt, während Alex pausenlos sein Gesicht verzog, als er eine Gabel nach er anderen von seinem Essen hinunter würgte. Ich musste selbst zugeben, dass meine Kochkunst sehr bescheiden war und selbst mir das Essen nicht schmeckte.
      Ich glaube, man sieht hier deutlich, dass das Wort "essen" in seinen vielen Variationen hier sehr oft vorkommt. Als Ersatz könntest du hin und wieder von "Speisen/speisen" sprechen oder den Namen des Gerichts nennen, das wäre auch ein interessantes Detail.

      Kisa schrieb:

      Ich sprang auf und baute mich vor ihr auf.
      „Du kannst nicht so mit mir reden, nur weil du jetzt offensichtlich weißt, wer dein Vater ist! Es macht keinen Unterschied. Du wirst dadurch keine Vorteile haben, sondern eher Nachteile.
      Hier dachte ich zuerst, dass Nyra das sagt. Du solltest dringend einen Satz einbauen, der klar macht, dass diese Worte von Stella kommen.
      "Run like hell, because you always need to. Laugh at everything, because it's always funny ...
      Never be cruel and never be cowardly, and if you ever are, always make amends ..."

      -The Doctor
    • Der streit aus dem letzten teil ist ja noch nicht zu ende. der sieht sich etwas, weil da so viel erklärt werden muss. Deswegen dürft ihr euch über Wortgefechte im Rest des Kapitel 18 und dem anschließenden kompletten Kapitel 19 freuen! :D
      @Jennagon @Dinteyra Die letzten beiden Abschnitte (16&17) habe ich überarbeitet und hoffe, dass sie jetzt etwas besser passen :D




      Alex räusperte sich vernehmlich hinter mir und machte mich damit darauf aufmerksam, dass die beiden Männer auch noch da waren. „Ich muss Stella Recht geben, auch wenn ich weiß, dass du das nicht hören willst, Nyra, aber den Göttern ist das Überleben der Menschen egal. Sie interessieren sich ausschließlich für sich selbst.“
      Warum tat er das jetzt? Mir war es doch völlig egal, was die anderen Götter taten. Mir ging es vorrangig um meinem Vater! Und das meine Mutter mir verschwiegen hatte, was er war und wo er sich befand. Warum musste Alex mir ausgerechnet jetzt in den Rücken fallen?
      Percy stand neben Alex und blickte mich bedauernd an, während seine Augen wieder meiner Mutter zuwandte und sie ebenso empört anschaute, wie ich es eben noch getan hatte.
      „Mir ist doch vollkommen egal, was die anderen Götter tun. Mir geht es einzig und alleine darum, dass du mir meinen Vater vorenthalten hast, Mama!“
      Meine Mutter verzog keine Miene und blickte mich immer noch finster, aber auch entschlossen, an. Sie würde mit Sicherheit nicht von ihrer Meinung abrücken. Da konnte ich machen was ich wollte, aber ich würde nicht wirklich weiter kommen.
      Percy trat jetzt neben mich hin und legte mir eine Hand auf die Schulter, während er mir ernst ins Gesicht guckte. „Ich gebe nur ungern zu, dass ich absolut keine Ahnung davon habe, was hier gerade alles passiert, aber ich denke, dass deine Mutter, was die Götter betrifft, recht hat, Nyra“, wandte er sich mit ruhiger, aber zugleich auch ungläubiger Stimme an mich. Anscheinend konnte er noch nicht alles begreifen, was hier vor sich ging, was ich durchaus gut verstehen konnte.
      Ich holte tief Luft und wollte schon gegen seine Worte angehen, als er mich mit einer erhobenen Hand am protestieren hinderte. „Ich bin noch nicht fertig“, wies er mich zurecht, woraufhin er sich meiner Mutter zuwandte und sie mit kalten, blauen Augen ansah. „Allerdings finde ich es von dir, Stella, unverantwortlich dass du deine Tochter all die Jahre lang belogen hast. Sie hat immerhin ein Recht darauf zu erfahren wer ihr leiblicher Vater ist. Ich weiß, dass du es als eine deiner schlechtesten Entscheidungen betrachtest, dass du ihm gegenüber schwach geworden bist, aber diese Wut, die du auf dich selbst empfindest, darfst du nicht auf Nyra projizieren, denn sie kann rein gar nichts dafür, was du getan hast“, wies Percy nun auch meine Mutter zurecht, die mit offenem Mund dastand.
      Ich musste zu geben, dass ich Percy auch mit großen Augen anstarrte. So hatte er in all den Jahren, welche die beiden schon zusammen waren, niemals mit meiner Mutter geredet. Irgendwie sah ich Percy jetzt in einem ganzen anderen Licht, als zuvor.
      „Ich denke, du solltest ihr die ganze Geschichte erzählen, Stella“, wandte sich Percy nun mit milderen Worten an meine Mutter.
      „Nein“, weigerte sie sich weiterhin.
      „Ich liebe deine Sturheit, Stella“, ertönte plötzlich eine tiefe, dunkle Stimme, bevor wir einen Lichtblitz wahrnahmen und dann stand Ares erneut in unserem Esszimmer und machte uns das Leben schwer.
      „Nicht du schon wieder“, seufzte Alex und funkelte den Kriegsgott wütend an.
      Ich schaute meinen Vater mit großen Augen an. Als wäre ich das Reh im Scheinwerferlicht, dass kurz davor stand von einem Auto erfasst zu werden.
      Percy blickte meinem Vater nur mit gerunzelter Stirn an, während meine Mutter seufzte, die Augen verdrehte und den Kopf in den Nacken fallen ließ. Sie stemmte die Hände in die Hüften. „Was willst du hier?“
      „Ich will meine beiden Mädels im Duell sehen“, erwiderte er grinsend und warf mir einen amüsierten Blick aus meeresblauen Augen zu.
      Fürs erste ignorierte ich den Blick meines Vaters, weil ich mit meiner Mutter noch ein Hühnchen zu rupfen hatte und mich nicht gleichzeitig auf meine beiden Eltern konzentrieren konnte. Deswegen kam ich erste einmal auf den Punkt zurück, wo Mama und ich eben aufgehört hatten. „Warum denn nicht? Was ist so schlimm daran mir von damals zu erzählen? Schämst du dich etwa dafür, dass du mich bekommen hast?“, fragte ich geradeheraus und bereute sofort, dass ich meiner Mutter diese Fragen gestellt hatte, denn ich wusste, dass ich die ehrlichen Antworten darauf gar nicht wissen wollte, weil sie mich wahrscheinlich sehr verletzen würden. Augenscheinlich bereute meine Mutter es, jemals mit meinem Vater geschlafen zu haben, also bereute sie es mit ziemlicher Sicherheit auch mich bekommen zu haben.

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    • Kisa schrieb:

      Sie hat immerhin ein Recht darauf zu erfahren_ wer ihr leiblicher Vater ist.

      Kisa schrieb:

      Augenscheinlich bereute meine Mutter es, jemals mit meinem Vater geschlafen zu haben, also bereute sie es mit ziemlicher Sicherheit auch mich bekommen zu haben.
      Sowas will gar kein Kind über seine Eltern wissen :rofl:
      Man ist da, ENDE ... :P

      Ich finde den Teil gut, auch Ares´ Art immer etwas Zwiespalt zu säen ist dir gut gelungen.
      Worauf ich aber etwas appellieren muss, sind wir doch mal ehrlich, wer häte denn Stella vor Griechenland geglaubt, dass Nyra die Tochter eines Kriegsgottes ist :rofl:
      Ich hätte bei der Variante meine Mutter einliefern lassen :doofy:
      Die Situ ist nur anders, da Nyra vor dem Wissen, wer ihr Vater ist, bereits vieles wusste und die Wahrheit kannte ...
      Ich stehe definitiv auf Stellas Seite ... Machmal ist Reden Silber, aber Schweigen Gold.
      Sollen sich mal net so anstellen :D
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • #112
      Mich verwunern etwas Alex und Nyras Reaktionen auf die Plötzliche Verschlossenheit von Nyras Mutter, sie bleiben irgendwie zu ruhig, obwohl jetzt eigentlich der Punkt wäre, da hinterherzugehen und sie mit Fragen zu löchern - besonders, da Nyra schon bei kleineren Dingen heftiger reagiert hat und jetzt nimmt sie diese ungewöhnliche Laune ihrer Mutter so hin!? Auch wundert mich, dass sie den naheliegensten Schluss nicht ziehen. Klar, u willst die Information zurückhalten, aber dass en beien nicht in den Sinn kommt - wo Nyra auch noch eine Halbgöttin ist - dass Ares ihr Vater sein könnte (muss ja nicht so sein), lässt sie in er Szene etwas dumm wirken, sorry.

      #114
      Na endlich :D Hab schon an Nyra zu zweifeln begonnen ;) Dennoch muss ich da Jen in ihren Punkten beipflichten. Nyra nimmt das alles etwas gelassen auf O.o

      #119
      Ah, da gibt es enddlich die Bestätigung. Ich muss sagen, diese Streitszene zwischen Ares undd Stella ist dir gelungen :thumbsup: Ares wird dadurch richtig unsympathisch, mit seinen "Besitzansprüchen"

      Die weiteren Posts nehme ich mir später vor, hab nicht gesehen, dass ich so weit zurück bin und schaffe mehr vor er Uni heute nicht x)

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • wie schon im letzten Post angekündigt, geht der Streit zwischen den vielen Parteien der Familie auch in diesem Abschnitt weiter. Allerdings erfahrt ihr als Leser so nach und nach auch die Geschichte von Stella und Ares wie sie sich kennen gelernt haben und letztendlich wieder getrennt haben! :D Ich wünsche euch viel Spaß beim weiter lesen!



      Kapitel 19
      Die Geschichte des Lebens


      „Ja, Stella, was ist so schlimm daran?“, wollte Ares von meiner Mutter wissen, wobei allen Anwesenden klar war, dass er Mama und mich nur gegeneinander ausspielen wollte.
      „Halt die Klappe!“, fauchte ich meinen Vater an, der mir einen wütenden Blick zu warf, bei meinen barschen Worten.
      „Wie bitte?“
      Alex stellte sich neben mich, um mir nicht nur seelische Unterstützung zu bieten, sondern auch körperliche. „Du hast sie schon verstanden“, wandte er sich mit finsterer Miene an meinen Vater.
      Die beiden Männer lieferten sich ein Blickduell, während meine Mutter mich ansah mit kummervollen Augen, seitdem ich ihr die niederschmetternden Fragen an den Kopf geworfen hatte. „Weißt du das denn nicht?“, fragte meine Mutter mich, während sie einige Schritte auf mich zu machte und die Hände nach mir ausstrecke, doch bevor sie diese berühren konnte, zog ich meine Hände aus ihrer Reichweite. Ich wollte nicht getätschelt werden, oder beruhigt. Das einzige, was ich wirklich wollte waren Antworten.
      „Woher soll ich das denn wissen?“, erwiderte ich ihre Frage und warf dabei meine Hände in die Luft, um meine Verwirrung und Angst deutlich auszudrücken. „Ich wusste nicht einmal, wer war mein Vater war ... ist“, herrschte ich sie wütend an.
      „Du wusstest nichts über ihm, weil ich dich beschützen wollte. Ich wollte nicht, dass du in diese Angelegenheit hineingezogen wirst und dein Leben verlierst bei einem Kampf, der völlig sinnlos ist, wenn es die menschliche Seite betrifft. Den Göttern ist alles andere egal, abgesehen von ihrem eigenen Überleben.
      Während ich das Gehörte verdaute, wandte ich meinen Blick meinen Vater zu, der das Blickduell mit Alex unterbrach und die Frage in meinen suchenden Augen erwiderte. Ich wartete auf eine Antwort von ihm.
      „Nun?“, fragte meine Mutter den Gott des Krieges. Sie wollte sehen, ob er mir die Wahrheit sagte, oder mich ebenso belog, wie sie es all die Jahre lang getan hatte.
      „Mag stimmen, dass einigen Göttern das Überleben der Menschen egal ist, aber nicht allen“, rechtfertigte sich Ares und schaute mir fest in die Augen. „Den Göttern, die du bis jetzt kennen gelernt hast, Nyra, ist die Menschheit nicht vollkommen egal. Allerdings ist sie denjenigen völlig einerlei, die du niemals zu Gesicht bekommen wirst, sondern nur ihre göttliche Macht.“
      „Wie deine liebreizende Mutter beispielsweise“, stichelte Stella und verwies damit auf die Rachsucht von Hera, der Gemahlin des Zeus und der Mutter des Kriegsgottes hin.
      „Tja, nicht jeder kann eine so gute Mutter sein, wie du“, gab Ares patzig zurück und verhöhnte meine Mutter damit gleichzeitig, denn offensichtlich log Mama genauso wie meine Großmutter, wenn man den Legenden glauben schenken mag.

      Okay, Hera als Großmutter zu bezeichnen, klingt einfach absolut bescheuert!
      „Könnt ihr mit euren Sticheleien endlich aufhören und beim Thema bleiben?“, mischte sich Alex wieder ins Gespräch ein und rückte damit uns allen den Kopf wieder zurecht.
      Meine Mutter seufzte ergeben. „Gut, wenn du unbedingt die Geschichte hören willst. Bitte. Kannst du haben, aber sie wird dir mit Sicherheit nicht gefallen, Schatz“, wandte sich Stella an mich. „Aber eines will ich dir gleich sagen: egal, was du gleich hören wirst, ich liebe dich und wollte dich immer haben, daran darfst du keinen Zweifel haben.“
      Ich nickte langsam mit dem Kopf, um ihr zu verstehen zu geben, dass ich sie verstanden hatte und es nicht außer Acht lassen würde.




      Glossar:

      Hera:
      Sie ist die Göttin der ehe und der Geburt. Sie beherrschte gemeinsam mit ihrem Gatten, Zeus, den Himmel und den Olymp. Sie war die Tochter des Kronos und der Rhea (Titanen). Sie galt als die Beschützerin der verheirateten Frauen, denen sie bei der Geburt beistand. Zudem war sie entsetzlich eifersüchtig und versuchte immer wieder, sich auf grausame Weise an den vielen Geliebten und Kindern ihres Gemahls zu rächen.

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    • *Aufhol*

      #Kapitel 18
      Mich wundert gerade etwas, dass du den Moment der Erkenntnis für Nyra rausgenommen hast. Am Ende des letzten Teils hatte Nyra nur eine Ahnung, wer ihr Vater ist, dann kommt eine Szene, wo der Leser erfährt, dass es stimmt, aber Nyra selbst hat iesen Moment der Erkenntnis ( nach dem Motto Ares ist wirklich mein Vater), bis jetzt nicht gehabt. Sie geht in iesem Part urplötzlich davon aus - oder hab ich da was übersehen ?(
      Mach dir bewusst, dass es in einer Geschichte nicht immer so sehr um den Leser geht, es geht um eine Protagonistin, um Nyra. Ich finde, u nimmst ihr einen wichtigen Moment.

      #Kapitel 19
      Ja, Hera als Großmutter zu bezeichnen ist schon krass. Demnach ist er Gute Zeus ihr Opi :rofl:
      Jetzt geht´s nochmal in den gemeinsamen Konflikt, in dem Nyra hoffentlich endlich ihre Antworten bekommt. reist fine ich es nur von Stella zu sagen, dass sie sie aus der ganzen Sache immer raushalten wollte, dann aber wegen Percy einfach nach Griechenland fährt, obwohl sie och ahnen müsste, dass Stella da von er göttlichen Seite ihre Familie eingeholt wird - Ares worten nach.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • In diesem Teil, bekommt ihr die Geschichte von Ares und Stella mitgeliefert. Ich hoffe, dass sie euch gefällt und das sich keine Logikfehler eingeschlichen haben.



      Meine Mutter nickte noch einmal mit dem Kopf, holte tief Luft und begann dann zu erzählen. „Du weißt ja, dass ich ebenso wie du in Deutschland aufgewachsen bin. Ich wurde auch zweisprachig aufgezogen und so lag es für mich nahe, dass ich ein Auslandsjahr in meiner eigentlichen Heimat machen wollte, woraus relativ schnell ein mehrjähriger Aufenthalt wurde. In dem ich hier zur Uni ging und mich aufs Schreiben konzentrierte. Als ich mich in einen alten, noch halbwegs erhaltenen Tempel aufmachte, um etwas mehr über die griechische Mythologie zu erfahren, hatte ich dann deinen Vater kennen gelernt. Natürlich nicht als Gott, sondern als Mensch“, erklärte meine Mutter mir, wie die beiden sich das erste Mal begegnet waren, wobei sie Ares einen vernichtenden Blick zuwarf. Offensichtlich war sie immer noch ziemlich angefressen, weil sie nichts von seinem wahren Wesen gewusst hatte.
      Ares zuckte nur mit den Schultern. „Was hätte ich denn sagen sollen? Hi, ich bin Ares, der Gott des Krieges, schön dich kennen zu lernen. Ich hätte da mal eine Frage …“, spottete er. „Hättest du dich dann überhaupt mit mir unterhalten, oder mir zugehört, denn wie du weißt, war es wichtig das du mir vertraust?“, wandte sich Ares fragend an meine Mutter.
      Sie kniff ihre Augen zusammen und ignorierte ihn einfach, während sie ihren Kopf wieder mir zuwandte und mit ihrem Kennenlernen fortfuhr. „Na jedenfalls, war er da, stellte sich als Aeon vor und ratterte für mich einen Großteil der griechischen Mythologie herunter, den ich für mein erstes Buch verwenden wollte“, schilderte meine Mutter die Geschichte weiter. „Ich muss zu geben, dass ich ziemlich beeindruckt war von ihm. Das er so viel wusste und obendrein auch noch charmant war.“
      Auf Ares Gesicht erstrahlte ein breites Lächeln, während Percy zum Fenster trat und die Hände zu Fäusten geballt hatte. Ihm behagte es nicht, die Geschichte von meiner Mutter und meinem Vater zu hören, was ich durchaus verstehen konnte, wenn ich mich in seine Lage versetzte. Das er aufgebracht war, war verständlich, aber er hatte mich unterstützt, damit ich Gewissheit bekam und wahrscheinlich wollte auch er alles wissen, was zwischen meinen Eltern geschehen war.
      „Wir lernten uns besser kennen, gingen einige Mal mit einander aus und irgendwann gerieten wir in eine Falle. Mittlerweile weiß ich, dass diese von Hera eingefädelt worden war, damit ich dort auf der Straße starb und sich dein Vater wieder seinen Pflichten zuwandte. Diese hatte er während unseres Zusammenseins vernachlässigt, was der Mutter der Götter augenscheinlich nicht gefiel.“

      Deswegen hat sie auch eine so üble Meinung von Hera. Das erklärt einiges.
      „Jedenfalls saßen wir in einer schmutzigen Sackgasse fest und konnten nirgendwo mehr hin, als eine Harpyie auf uns zugeflogen kam und uns den Weg versperrte. Sie war wirklich riesig und verdammt hässlich“, bemerkte meine Mutter an, während sie sich schüttelte bei der Erinnerung. „Ich hatte entsetzliche Angst, während er“ – mit der ausgestreckten Hand wies meine Mutter anklagend auf Ares – „völlig ruhig blieb und mit beruhigenden Worten auf das Vieh einsprach. Ich dachte, er wäre vollkommen durchgedreht. Als das Wesen dann zum Angriff überging, weil es sich natürlich nicht von ihm beruhigen ließ, sackte ich auf die Knie und schrie meine Angst heraus.“
      „Womit du die komplette Nachbarschaft wach gemacht und dich damit fast zum Tode verurteilt hattest“, bemerkte Ares an und unterbrach damit die Geschichte.
      „Ich dachte sowieso, dass ich sterben müsste, da war es mir ziemlich egal gewesen“, zischte meine Mutter ihn an, holte tief Luft und schloss ihre Augen für einen Moment, um sich wieder zu beruhigen, dann fuhr sie fort: „Als die Harpyie auf mich zukam, blieb ihm nichts anderes übrig, als seine göttliche Gestalt anzunehmen, um das Biest zu töten, damit ich nicht starb und die Nachbarn nicht das mythische Wesen sahen, die mittlerweile aus ihren Betten gekrochen waren, um nach der Lärmquelle mitten in der Nacht zu suchen.“
      Ich wandte meinen Blick Ares zu und schaute ihn abwartend an. „Hättest du sie auch gerettet, wenn keine Nachbarn da gewesen wären?“, fragte ich meinen Vater.
      „Nun ja, ...“, begann Ares und wechselte seine Blicke zwischen meiner Mutter und mir hin und her.




      Glossar:

      Harpyie:
      Das sind weibliche Windgeister von Monströser Gestalt mit flügeln, Federn und den spitzen und langen Klauen eines Raubvogels.

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    • Kisa schrieb:

      Das einzige_ was ich wirklich wollte, waren Antworten.

      Kisa schrieb:

      „Mag stimmen, dass einigen Göttern, das Überleben der Menschen egal ist,
      mittleres Komma weg

      Kisa schrieb:

      „Den Göttern, die du bis jetzt kennen gelernt hast,
      kennengelernt - meine ich :hmm:

      #132

      Kisa schrieb:

      dass ich ein Auslandsjahr machen wollte in meiner eigentlichen Heimat,
      dass ich ein Auslandsjahr in meiner eigentlichen Heimat machen wollte ... klingt angenehmer zu lesen und weniger gestückelt.

      Kisa schrieb:

      habe ich dann deinen Vater kennen gelernt
      hatte ich dann deinen Vater kennengelernt.



      Kisa schrieb:

      und mit ihrem Kennenlernen fort fuhr
      fortfuhr - sie fährt ja nicht weg :D

      Kisa schrieb:

      Womit du die komplette Nachbarschaft wach gemacht hast
      hattest, abgeschlossene Vergangenheit, verbinde es einfach mit dem und mit dem Rest vom Satz und lass es an der Stelle weg.



      Kisa schrieb:

      „Ich dachte sowieso_ das ich sterben müsste, da war es mir ziemlich egal (gewesen)
      dass

      Das bringt etwas Licht ins Dunkel, was Stellas Geschichte angeht.
      Ich denke aber, dass das noch nicht alles war.
      Muss aber Alo beipflichten, sie hätte wissen müssen, was geschehen könnte, wenn sie nach Griechenland zurückkehrt. :hmm:
      Dumm gelaufen, wah. Da würde sich im Nachhinein anbieten, Stella etwas nervös und unruhig darzustellen, wenn sie im Flieger sitzen und Co. Wäre auch ein stimmungsaufbauendes Element Mmn, da man sich fragen würde, warum sie so unruhig wäre. ISt ne Überlegung wert, denke ich.

      Aber ansonsten ist alles super ... ^^
      Dann mal weiter ...
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, einen kleinen ausschnitt des Stammbaumes der griechischen Götter aufzuzeichnen. Dabei habe ich nur die relevanten Details für meine Geschichte verwendet und einige Liebschaften und schräge Beziehungen weggelassen. Da die Familiengeschichte der Griechischen Götter ohnehin schon kompliziert genug ist, habe ich mich wie gesagt auf das nötigste beschränkt und dann auch gleich Nyra in den Stammbaum eingesetzt, damit ihr als Leser wenigstens Halbwegs durch diese komplizierten Beziehungen durchsteigt. Ich muss zugeben, bei mir hat es auch ein wenig gedauert, bis der Stammbaum vollständig war, weil ich auch noch einmal die eine oder andere Verwandtschaftsbeziehung nicht so auf dem Schirm hatte, obwohl ich mich mit der griechischen Mythologie ganz gut auskenne. Naja, ich hoffe mal, dass unten stehende Bild wird euch weiter helfen und nicht zu noch größeren Verwirrungen führen.


    • Kisa schrieb:

      Ich wurde auch zweisprachig aufgezogen und so lag es für mich nahe, dass ich ein Auslandsjahr in meiner eigentlichen Heimat machen wollte, woraus relativ schnell ein mehrjähriger Aufenthalt wurde. In dem ich hier zur Uni ging und mich aufs Schreiben konzentrierte.
      Kein Punkt sonern Komma, das ist ein Satz.

      Kisa schrieb:

      Als ich mich in einen alten, noch halbwegs erhaltenen Tempel aufmachte, um etwas mehr über die griechische Mythologie zu erfahren, hatte ich dann deinen Vater kennen gelernt.
      zu

      Kisa schrieb:

      „Ich muss zu geben, dass ich ziemlich beeindruckt war von ihm.
      zugeben

      Kisa schrieb:

      Auf Ares Gesicht erstrahlte ein breites Lächeln, während Percy zum Fenster trat und die Hände zu Fäusten geballt hatte.
      Ares´

      Kisa schrieb:

      Das er aufgebracht war, war verständlich, aber er hatte mich unterstützt, damit ich Gewissheit bekam und wahrscheinlich wollte auch er alles wissen, was zwischen meinen Eltern geschehen war.
      Dass

      Kisa schrieb:

      „Wir lernten uns besser kennen, gingen einige Mal mit einander aus und irgendwann gerieten wir in eine Falle.
      miteinaner

      Kisa schrieb:

      „Hättest du sie auch gerettet, wenn keine Nachbarn da gewesen wären?“, fragte ich meinen Vater.
      Muss die Frage nicht lauten "Hättest du sie auch gerettet, wenn die Nachbarn dagewesen wären?" ?( Schließlich hat Ares gerade gesagt, dass ihr Geschrei und ddas Wecken der Nachbarn sie beinahe umgebracht hätte


      Tja, Hera die Gute :D Götter haben echt keine Gefühle. Welche Mutter missgönnt sonst ihrem Sohn eine Liebschaft? Frei nach dem Motto, der Sohn hilft nicht mehr im Haushalt, also bringen wir mal seine Freundin um, damit er wegen Liebeskummer immer noch abgelenkt ist - ach halt, Götter haben ja keine Gefühle un auch keinen Liebeskummer :sarcastic: Frage mich nur, für welche Götter das gilt. Artemis und auch Apollo erschienen mir jedenfalls nicht ganz so gefühlskalt.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • @Alopex Lagopus
      Das gilt für Zeus und Hera. Die beiden haben kaum Gefühle, oder lassen sie zumindest schwer erkennen. Das ist nicht nur in den alten Sagen so, sondern auch in meiner Geschichte. irgendjemand muss ja der Böse sein :P

      Weil ich morgen meine letzte schriftliche Abitur Prüfung habe, weiß ich noch nicht so genau, ob ich morgen zeit dazu haben werde hieretwas online zu stellen, deswegen bekommt ihr heute noch einen zweiten Teil den ihr lesen könnt. ich wünsche viel Spaß bei dem vorläufig letzten Teil, der sich um Familiäre Streitigkeiten handelt. Danach wird es erst einmal wieder etwas ruhiger!



      Stella begann traurig zu lachen. „Siehst du wie wichtig wir Menschen ihnen sind? Selbst deinem Vater war es egal, dass ich sterben würde, obwohl ich damals schon mit dir schwanger war“, bemerkte meine Mutter mit bitterer Stimme an mich gewandt, während sie ihren Blick auf meinen Vater gerichtet hatte.
      Ares räusperte sich. „Erstens: ich habe dich beschützt und dieses Mistvieh getötet“, begann er, während er dabei einen finsteren Blick auf meine Mutter abfeuerte. „Und zweitens: wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal das du schwanger warst!“
      „Einem aufmerksamen Mann wäre es aufgefallen, wenn seine Freundin jeden Morgen über Übelkeit klagt und sich regelmäßig erbricht!“
      „Da ist was dran“, murmelte Alex neben mir und fing sich dafür einen zornigen Blick von Ares ein, der jeden normalen Menschen zusammenzucken ließ, aber Alex nahm ihn ganz gelassen entgegen.
      „Woher sollte ich denn bitte wissen, wie eine Sterbliche reagiert, wenn sie schwanger ist?“, erwiderte Ares fragend an meine Mutter gewandt, wobei er sie wirklich so ansah, als hätte er keine Ahnung, was er damals falsch gemacht hatte.
      „Du bist doch angeblich ein Gott! Dann solltest du solche Kleinigkeiten wissen, verdammt noch mal!“, schrie meine Mutter aufgebracht, wobei ihr Gesicht rot anlief vor Wut.
      „Können wir wieder zurück zum eigentlichen Thema kommen? Wie ihr beide euch kennen gelernt habt?“, wandte sich Percy ebenso wütend, wie die anderen beiden Erwachsenen an uns. Es war offensichtlich, dass dieses Aufeinandertreffen an den Nerven von allen zerrte.
      Meine Mutter seufzte erneut. „Ja, können wir.“
      „Dann leg los“, forderte Percy meine Mutter auf.
      „Nachdem ich dann herausbekommen hatte, wer er war“, wandte meine Mutter sich an uns, während sie Ares einen finsteren Blick zuwarf, „stritten wir uns natürlich, weil er mir verschwiegen hatte, was er wirklich war. Außerdem eröffnete ich ihm, dass ich schwanger sei, woraufhin seine Eltern mitten in dieser Sackgasse auftauchten.“
      „Moment ...“, rief ich und mischte mich damit in die Erzählung meiner Mutter, „willst du damit sagen, dass du Zeus und Hera wirklich zu Gesicht bekommen hast?“
      Meine Mutter nickte. „Ja, leider. Zeus war ... man könnte es schmierig nennen, denn charmant war er aus meiner Sicht nicht, auch wenn es nach den Legenden immer so überliefert worden war“, verriet Stella noch ein kleines Detail. „Hera war rachsüchtig und gemein. Sie zwang Ares dazu mich und dich zu töten. Allerdings muss ich deinem Vater zu gute halten, dass er einen kleinen Trick anwendete, mit dem es nur so aussah, als wenn wir beide Tod wären, damit Hera Ruhe gab.“
      Ich schaute erst meine Mutter mit großen Augen an und dann wandte ich meinen Blick Ares zu und begann ihn in einem anderen Licht zu sehen. Allerdings war es nicht so, als dass diese Kleinigkeit etwas daran ändern würde, dass er uns verlassen hatte.
      „Letztendlich war es für uns beide das gesündere uns zu trennen. Ich brach daher mein Studium, hier in Griechenland, ab und beendete es in Deutschland, wo ich dann neun Monate später dich bekam, Nyra. Seitdem habe ich nicht noch einmal auf meine Zeit mit ihm zurückgeblickt“, erklärte meine Mutter den Schluss der Geschichte, wobei sie erst mich mit einem festen Blick bedachte und anschließend diesen durchdringenden Augenaufschlag auf Percy richtete, damit er ihren letzten Worte auch wirklich Aufmerksamkeit schenkte und die Bedeutung ihrer Worte auch verstanden hatte.
      „Das stimmt nicht so ganz“, bemerkte Ares mit den Armen vor der Brust gekreuzt. Er fixierte meine Mutter, wie sie Percy einen liebevollen Blick zuwarf und verzog dabei angewidert das Gesicht. „Du hast an mich gedacht, als du meinen Brief bekommen hast.“
      Meine Mutter schnaubte. „Tja, da blieb mir ja auch nichts anderes übrig.“
      „Meinst du das ehrlich?“, fragte Percy zögerlich, während er dabei auf meine Mutter zuschritt und offenbar die Wut in sich vergessen hatte, denn in seinen Augen schimmerte ein Glanz, denn ich schon immer bei ihm bewundert hatte. Der Glanz drückte seine reine Liebe zu ihr aus, die mich richtig neidisch machte, dass ich niemanden hatte, der mich so ansah.
      „Ja, natürlich“, bestätigte meine Mutter ihre Worte noch einmal und vergas dabei völlig, dass sich Ares auch noch mit im Raum befand. Er wurde einfach zur Nebensächlichkeit degradiert.
      Auch Alex bemerkte den Blick seines Vaters und schluckte. Offensichtlich hatte er schon eine vage Ahnung davon, was jetzt kommen würde. Mich haute es einfach um, als Percy vor meiner Mutter auf die Knie fiel, ihre Hand in die seine nahm und dann die magischen Worte aussprach, die mein Herz aufgehen ließ und meinem Vater die Augen zusammen kneifen und einen Wutschrei ausstießen ließ. Doch das irritierte meine Mutter und auch Percy nicht in dieser im Mindesten.
      „Stella Kanakaredes, würdest du mir die Ehre erweisen meine Frau zu werden? Ich weiß, dass bei uns nicht immer alles einfach sein wird, vor allem mit diesem Chaos. Aber ich bin dir komplett verfallen und weiß nicht mehr, wie ich ohne dich leben soll. Die wenigen Stunden, die ich heute von dir getrennt war und nicht wusste, wo du warst, waren die Hölle auf Erden für mich. Ich will, das nie wieder durch machen müssen. Also bitte ich dich meine Frau zu werden!“
      Meine Mutter bekam vor Rührung zuerst kein Wort heraus, während ihr die Tränen über die Wangen liefen. Sie legte sich die Hand auf die Brust, um ihrer Rührung Ausdruck zu verleihen, schluckte dann einmal und bekam letztendlich, krächzend eine Antwort für Percy heraus: „Ja!“


      PS: Ich weiß, der Heiratsantrag war jetzt nicht so sonderlich romantisch, wie einige unter euch es von mir kennen, aber ich fand den Kniefall schon klischeehaft genug, also habe ich auf den triefenden Kitsch und die Romantik etwas verzichtet, aber ich hoffe doch ,das der Antrag euch gefallen hat und der Geschichte so eine etwas andere Wendung gibt. Ich bin gespannt auf eure Meinungen. :D

      Glossar:

      Zeus:
      Er herrscht über den Olymp und die Lüfte. Er ist der erstgeborene Sohn des Kronos und der Rhea. In der römischen Mythologie ist er als Jupiter gekannt und wird als Wettergott verehrt, der für Donner, Blitz, Regen und Sturm verantwortlich ist. Er ist mit der Göttin Hera verheiratet und hat die Söhne Herkules und Perseus gezeugt, genauso wie er viele weitere Kinder zeugte zu denen auch einige der anderen griechischen Götter gehörten, die zu den hohen zwölf Göttern des Olymps zählten (Athene, Ares, Aphrodite, Hephaistos, Apollo, Artimis, Dionysos, Hermes und Persephone). Zudem hat er seinen eigenen Vater (Kronos) entmachtet und in den Tartarus (griechisches Gegenstück zur Hölle) geschickt und ewigen Qualen ausgesetzt.
    • Das kam unerwartet. :rofl: Aber super, vor allem wegen der Reaktion von Ares. :thumbsup:
      Obwohl man sich schon fragt, was in Percys Kopf vorgeht, denn der Antrag in dieser Situation hatte schon etwas Manipulatives an sich. Ich weiß nicht, was ich in der Situation gedacht hätte, wenn ich Stella wäre.
      Die ganze Familienaussprache fand ich übrigens wirklich gelungen und echt mal überfällig. Endlich haben sich alle ausgesprochen und endlich haben alle das gesagt, was sie meiner Meinung nach schon längst hätten sagen müssen. Auch die Dialoge fand ich gelungen. :thumbup:

      Zu dem zweisprachigen Aufwachsen von Nyra ist mir allerdings noch ein Gedanke gekommen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Nyras Mutter alleinerziehend, oder? Als Alleinerziehende ist es ziemlich schwer und auch nicht unbedingt empfehlenswert, jemanden zweisprachig aufwachsen zu lassen, weil normalerweise ein Elternteil die eine Sprache und eines die andere Sprache übernimmt. Oder gab es noch ein weiteres Familienmitglied, eine Oma zum Beispiel? Ich wollte es nur mal anmerken, weil ich nicht sicher bin, ob du dir dessen bewusst bist. Vielleicht habe ich aber auch etwas vergessen, was du schon geschrieben hattest.

      Dann viel Glück bei deiner Prüfung.
      "Run like hell, because you always need to. Laugh at everything, because it's always funny ...
      Never be cruel and never be cowardly, and if you ever are, always make amends ..."

      -The Doctor
    • Kisa schrieb:

      nicht einmal_ das du schwanger warst!“
      dass

      Romantisch muss es ja nicht immer sein ;)
      Soweit war alles gut. :super: Auch Ares Ausraster war iwie amüsant :D
      Trotzdem tun sich bei mir Fragen auf ...
      Hera wollte also den Tod von Stella und Nyra ... :hmm:
      Dann wäre ich echt nicht nach Griechenland zurückgekehrt ... 8|
      Zudem wurde Nyra gleich in alles eingeweiht und von Ares unlängst trainiert ... mit dieser rachsüchtigen Omi im Hintergrund, hätte ich an Ares Stelle versucht meine Tochter zu verstecken oder aus der Sache rauszuhalten, denn wenn Hera schon damals so eklig war, müsste sie den Tod ihrer Enkelin doch immer noch wollen, oder nicht?! :S
      Vielleicht hab ich auch gerade einen Handlungsstrang erwischt ^^
      Dann mal weiter
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • @Dinteyra @Jennagon
      Danke für eure lieben Kommentare. Ich will ganz ehrlich sein, diese Aussprach der kompletten Familie hat echt lange gedauert weil mir teilweise einfach die richtigen worte gefehlt haben, aber es ist schön wenn es euch gefällt. Tja, Hera... rachsüchtiges Miststück das sie ist, kommt da natürlich noch etwas, aber es ist nicht der Haupthandlungsstrang, da kommt noch etwas was mit dem nächsten Abschnitt eingeläutet wird. Heras großer Auftritt wird wahrscheinlich erst im zweiten Teil kommen, weil ich da schon eine entsprechende Idee für habe, aber ich könnte mir vorstellen das sie durch aus noch einmal auftaucht, aber das weiß ich noch nicht!

      LG
      Kisa
    • Guten morgen, ihr Schlafmützen :morgen:
      Ich habe für euch mal wieder einen neuen Teil, der zwar kurz sein wird, aber euch einen Hinweis auf den weiteren Verlauf der Geschichte liefern wird. Mal sehen was ihr dazu sagt und wie es euch gefällt ... oh und es ist erneut ein Perspektivwechsel. Ich hoffe, dass stört euren Lesefluss nicht, sonst sagt bescheid und ich kann das noch ändern. Also dann viel Spaß beim schmökern! :newspaper:



      Kapitel 20
      Im Schatten der Nacht


      Tief unter dem Berg Akropolis auf dem sich der Parthenon befindet, die Sehenswürdigkeit, welche für die Menschen den Sitz der griechischen Götter darstellt, befindet sich der Eingang in den Tartarus. Ein unendlich tiefes Loch, in dem die Götter, die Wesen und Kreaturen der Unterwelt verbannt hatten und die Titanen, die Urahnen der Götter, gefangen gehalten werden.
      Die Titanen und Ungeheuer werden durch ein verstärktes Gitter in ihrem Gefängnis gehalten. Dieses Gitter wurde eigens von Hephaistos, dem Gott der Schmiedekunst und Gemahl der Aphrodite erschaffen. Es ist unzerstörbar und selbst die anderen Götter haben ihre Schwierigkeiten das Metall zu beschädigen. Doch eine Schattengestalt hatte es geschafft, ein Mittel zu entwickeln, bei dem auch das härteste Metall nicht standhalten konnte.
      Bei den Experimenten hatte es einige Rückschläge gegeben, aber letztendlich war es der Schatten gelungen, mit viel Überzeugungskunst, den Wissenschaftler sein Mittelchen abzuschwatzen. Das Hephaistion, das Elixier, welches einzigartig ist und alleine dafür bestimmt ist, dass Metall des Hephaistos zu schmelzen, sollte dem Schatten dienlich sein.
      Er schlich sich an die dicken Gitterstäbe heran, wobei er so geschickt vorging, dass die Wachen ihn nicht einmal bemerkten, öffnete die kleine Phiole und träufelte einige wenige Tropfen des Hephaistions auf die Bindungsstellen des Metalls. Dann trat der Schatten zurück und lauschte dem Zischen, das ankündigte, wie das Metall von Hephaistos unter der Macht des Elixiers sich zersetzte. Die Bindungsstellen wurden porös und begannen zu bröckeln, womit sich ein immer größer werdendes Loch in das Gitter fraß.
      Der Schatten war hinter einem Felsvorsprung verschwunden und beobachtete heimlich, wie sich das Gitter öffnete und den Weg für die Titanen und die anderen Wesen der Unterwelt preisgab. Ihnen stand nichts mehr im Weg, um endlich ihre Freiheit zu erlangen.
      Innerlich freute sich der Schatten mehr als alles andere darüber, dass die Titanen wieder das Licht der Welt erblickten und Rache an den olympischen Göttern nehmen konnten. So würde auch der Schatten seine Rache bekommen, ohne selber in Aktion treten zu müssen. Denn dafür hatte er sich einen geeigneten Zeitpunkt ausgesucht, der allerdings noch nicht gekommen war. Dennoch hatte er keine Lust mehr, länger auf seine Rache warten zu müssen.
      Der Schatten wartete jetzt schon so lange darauf sich an der einen Gottheit zu rächen, die ihr komplettes Leben zerstört und seine Familie vollkommen ausgelöscht hatte. Die Schattengestalt wollte sehen, wie die Götter für ihre Grausamkeiten litten. Sie wollte Gefühle und Empfindungen sehen, welche die Götter doch auf irgendeine Art und Weise verspüren mussten. Immerhin hatten sie vom Aussehen her wenigstens etwas Menschliches an sich, doch ihr Verhalten und ihre Gnadenlosigkeit sprachen dagegen. Doch jeder hatte eine Schwäche und das war auch dem Schatten bewusst, denn aus genau diesem Grund hatte er die Titanen befreit. Diese hatten durch ihre Kinder, die griechischen Götter, eine Götterdämmerung erleben müssen und aus seiner Sicht, war es nun den olympischen Göttern vorherbestimmt, eben diese auch zu durchleben.

      Als der Schatten noch einen Blick auf das sich auflösende Gitter warf, stellte er mit freudiger Genugtuung fest, dass die Titanen sich schon von ihren Ketten lösten und freikämpften, um das Licht der irdischen Welt zu erblicken, in dem sie sich an denen rächten, die sie in die Finsternis des Tartarus geschickt hatten.




      Glossar:

      Hephaistion:
      Ein seltenes Elixier, welches eigenes dazu entwickelt wurde, das legendäre Metall des Hephaistos zu zerstören. Das Hephaistion ist eine ätzende Flüssigkeit, die von dem Wissenschaftler Dr. Fédon Simyos entwickelt wurde.

      Tartarus:
      Kann man auch mit Hölle übersetzten. Dorthin verschwinden finsteren Kreaturen, die von den Jägern oder den Göttern selbst getötet werden. Außerdem sind im Tartarus auch die Titanen, die Urahnen der griechischen Götter, eingesperrt.

      Titanen:
      Das Göttergeschlecht, welches aus der Vereinigung von Himmel (Uranos) und der Erde (Gaia) entsprungen ist. Die wichtigsten Titanen sind Kronos und Rhea; ihre Kinder waren die olympischen Götter, welche die Titanen ablösten. Ihr Sohn Zeus entriss Kronos die Weltherrschaft. Zu den nachkommen der Titanen gehörte unter anderem auch die Okeaniden, die über Meere, Seen und Flüsse herrschte, die Mondgöttin Selene und Eos, die Göttin der Morgenröte, sowie Atlas, der die Welt auf seinen Schultern trägt und oft selbst als Titan dargestellt wird.

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