Elfenstern Die Zauberfeen Teil 1

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    • Kapitel 10 Die Eröffnungsfeier

      "Freud, wer ist das?"
      "Ein Passagier?"
      Filmzitat aus "Titanic"


      Wir schliefen einige Zeit lang. Gegen etwa zweiundzwanzig Uhr stand ich wieder auf. Leinar lag immer noch friedlich schlummernd im Bett. Also duschte ich in dem schicken Bad mit den grünen Wänden und dem grünen Boden. Es wirkte, als stände man auf einer Wiese. Das Bad hatte sogar eine Badewanne. Die heiße Dusche tat mir jedenfalls sehr gut. Danach nahm ich ein weißes Badehandtuch und kuschelte mich darin ein. Das Handtuch war schön lang und verdeckte fast meinen ganzen Körper. So traute ich mich zu Leinar ins Schlafzimmer. Da er immer noch schlief, zog ich meine Unterwäsche über und probierte das Kleid an. Es saß perfekt. Ich verliebte mich sofort darin. Obwohl ich mich fragte, wie ich bloß darin sitzen sollte. Der Sternenrock war verdammt weit. Gut, dass eine Art Unterrock das Kleid zierte. Sonst wäre es ziemlich freizügig.
      Leinar regte sich im Bett. Mit seinen verwuschelten schwarzen Haaren sah er ziemlich süß aus. Als er mich sah, pfiff er durch die Zähne und rief aus: "Ich wusste, dass es dir steht. Nur mit deinen Haaren musst du noch irgendwas anstellen."
      "Ich hatte gehofft, du übernimmst das für mich", bat ich ihn.
      "Gern." Er stand so schnell auf und stand plötzlich so nah vor mir, dass ich es erst wahrnahm, als er schon mein Haar berührte. Mit seinen Gedanken stylte er mein Haar und so hatte es bisher noch nie ausgesehen. Mein rotes Haar leuchtete und glänzte richtig. Er hatte es hochstecken lassen mit tausend winzigen geflochtenen Zöpfen. Ein paar vereinzelte Strähnen hingen in Wellen an den Seiten herunter. Es sah richtig kunstvoll aus. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein Friseur das so gut hinbekommen hätte.
      "Wow! Das sieht ja echt fanstastisch aus. Danke." Ich umarmte ihn stürmisch, was mit der Weite meines Rockes etwas umständlich war.
      "Gern geschehen." Er strahlte und wurde leicht rot. "Ich geh jetzt lieber duschen." Dann stürmte er fast fluchtartig aus dem Raum.
      Ich grinste in mich hinein. Selbst Leinar konnte also verlegen werden. Gut zu wissen. Ich schminkte mich im Stehen und versuchte mich dann vorsichtig auf das Sofa zu setzen.
      Seltsamerweise verformte sich das Kleid und passte sich dem Sofa an. Es war so richtig bequem. Ich lehnte mich zurück und schaltete den Fernseher an. Meine Haut schimmerte noch immer im Sternenmuster.
      Als Leinar das Zimmer betrat, musste ich ihn einfach anstarren. Er sah so toll aus und vor allem so wahnsinnig schick. Er trug eine schicke, etwas weiter geschnittene weiße Hose und ein lila Hemd. Das Hemd hatte exakt die Farbe meines Kleides. Außerdem sah ich ihn zum ersten Mal in Schuhen. Die waren ebenfalls sehr schick und schwarz. Seine dunklen Augen funkelten mich wissend an und ich bildete mir ein winzige Sterne darin zu sehen.
      "Du darfst deinen Mund ruhig wieder schließen.", bemerkte er schmunzelnd. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich ihn aufgemacht hatte.
      Statt ihn mit ewig vielen Komplimenten zu überhaufen, war das erste was mir einfiel: "Du trägst Schuhe."
      "Ja, welch eine Seltenheit, nicht wahr? Aber ich dachte mir, dass heute wohl viele Feen Schuhe tragen würden und ich mich lieber schon mal dran gewöhnen sollte.“
      "Stimmt, wenn du außerhalb des Schlosses bist bestimmt, aber das hier ist ein Ort der Magie. Hier dürfen wir weiterhin wir selbst sein."
      Ich hatte ja befürchtet, dass wir hier gar nicht mehr zaubern dürften, aber immerhin blieb uns noch die Schule.
      Als wir uns dann auf den Weg zur Eröffnungsfeier machten, war unser Turm plötzlich voller Leben. In jedem Stockwerk gab es zwei Suiten, wobei die neben uns wohl unbewohnt war. Es gab zurzeit kein weiteres Paar von Seelengefährten und das oberste Stockwerk war nur für Seelengefährten reserviert. In jedem Turm wohnten jeweils zwei Lehrer. In der Etage unter uns standen Schilder an den Suiten. Unsere Lehrer waren demnach Sena und Cameron. Cameron lebte schon zu Zeiten von Lilien und Corentin. Ich hatte ja schon erwähnt, dass er der Vater von Lilien ist. Also lebten in unserem Turm eine Verwandte von Leinar und ein Vorfahre von mir. Verrückte Sache.
      Um zum großen Ballsaal ins Hauptgebäude des Schlosses zu gelangen, mussten wir erst mal die ganzen Stufen wieder abwärts gehen. Ich hatte weiße feinere Schuhe mit hohen Absätzen an und zog sie oben aus und unten wieder an. Ich hatte keine Lust mit den Dingern die Treppen runter zu laufen. Leinar enthielt sich jeglichen Kommentar.
      Es dauerte bestimmt etwa zehn Minuten bis wir uns durch die vielen Gänge, die labyrinthisch wirkten, schlängelten. Dann mussten wir noch hinauf ins erste Stockwerk zum großen Ballsaal. Wir öffneten die große Tür und traten ein.
      Zuerst bemerkte ich die kunterbunte Mischung der Leute im Saal. Sie hatten sich in allen möglichen Farben gekleidet. Man konnte kaum unterscheiden wer Schüler und wer Lehrer war. Es lief leise Elfenmusik im Hintergrund und der Saal war laut vor lauter sich unterhaltenden Stimmen.
      Der Ballsaal war groß und golden mit einer riesigen Fensterfront auf der einen Seite. Die erinnerte mich irgendwie ein wenig an unsere im Wohnraum. Trotz des Nachthimmels schien irgendwie die Sonne durch die Fenster, sodass der goldene Raum noch goldener wirkte. Unter der Decke hingen schwebend funkelnde Sterne. Ich fragte mich schon länger, ob Sterne hier wohl eine besondere Bedeutung hatten. Überall fand ich sie wieder.
      "Ich möchte mich noch mal mit meiner Großmutter unterhalten", erklärte mir Leinar nun.
      Ich bezweifelte, dass sie jetzt Zeit für ihn haben würde, aber er konnte es ja zumindest versuchen. Also entgegnete ich: "Und ich möchte Sophann und Emma finden und sie fragen wie es ihnen ergangen ist."
      Also trennten wir uns für eine Weile voneinander.
      Auf der Suche nach Sophann und Emma sah ich viele Leute. Ich drängelte mich durch die Menge. Auf einmal sprach mich ein älterer Herr an, der etwa um die fünfzig sein könnte, aber bestimmt viel älter war. Er hatte die strahlensten blauen Augen, die ich je gesehen hatte und kurzes helles Haar, dass langsam in grau über ging. Seine Gesichtszüge waren fein und weich und er war groß, muskulös und schlank. Er trug ein weißes schlichtes Hemd zu einer schwarzen Jeans und keine Schuhe. Ich hatte extra noch mal nachgeguckt.
      "Sie müssen Mia sein", stellte er fest und begutachtete mich ausgiebig.
      "Woher wissen Sie das? Es sind doch so viele neue Schüler da", wunderte ich mich.
      "Ja schon, aber Sie erinnern mich ganz stark an Lilien. Ihre Haarfarbe ist zwar anders, aber vom Gesicht her sehen Sie fast aus wie sie."
      "Sie sind Fürst Cameron", bemerkte ich. Er konnte zwar durchaus auch Fürst Tiljan sein, aber das glaubte ich eigentlich nicht. Ich konnte einfach nicht glauben, dass so eine Legende wie er vor mir stand und mit mir redete.
      "Allerdings, der bin ich. Aber ich habe den Titel Fürst vor langer Zeit abgelegt und nenne mich jetzt nur noch Cam", antwortete er lächelnd.
      "Wow! Ich meine, ich hab einges über Sie gelesen und kann kaum glauben, dass Sie nun vor mir stehen", gestand ich ihm verlegen.
      "Das wird wohl demnächst öfter passieren, wenn ich Sie in Geschichte und magischer Magie unterrichte", erklärte er hell lachend. "Aber keine Sorge. Es passiert mir häufig, dass die Leute mich als Legende betrachten."
      "Ich interessiere mich sehr für Geschichte und wie ich hörte, sind wir um ein paar Ecken mit einander verwandt", erzählte ich ihm.
      "Ja, das hab ich auch gehört." Cam zeigte ein leichtes Grinsen. "Vielleicht kann ich Ihnen ja Privatunterricht in Geschichte geben."
      "Das würden Sie tun?", fragte ich überrascht. "Ich würde ja so gern mehr über ihre Tochter erfahren."
      "Klar, wieso nicht? Ich werde es mit in Ihren Stundenplan packen. Der wird dann allerdings noch voller als sowieso schon."
      "Das macht nichts. Ein paar Stunden mehr oder weniger machen mir nichts aus."
      "Dann freu ich mich auf unseren Unterricht. Übrigens sollten wir uns schon mal an das DU gewöhnen. In der Regel duzen sich hier alle ab der ersten Unterrichtsstunde. Spätestens. Jetzt lasse ich dich mal wieder in Ruhe. Sicher willst du deine Freunde sehen. Auf Widersehen und bis bald, Mia."
      Er reichte mir die Hand, ich nahm sie und drückte sie kurz. Ich hörte mich "Auf Wiedersehen" sagen.
      Er verschwand wieder in der Menge. Ich konnte immer noch nicht glauben, dass ich mit Fürst Cameron - Cam - gesprochen hatte. Das war ungefähr so, als hätte ein Mensch mit Martin Luther gesprochen oder anderen Persönlichkeiten, die vor langer Zeit gelebt hatten. Wie Jeanne Dark, Julius Caesar oder den Sonnenkönig zum Beispiel. Ich hatte mich ein wenig mit menschlicher Geschichte befasst. Auch mit Pompeii oder der Pest. Ich fand so was faszinierend. Genau wie unsere Geschichte.
      Übrigens war ich irgendwann im menschlichen Internet über die Axterix und Obelix Reihe gestolpert und liebe sie einfach nur.
      Als mich schließlich Jemand anrempelte, löste ich mich aus meiner Starre und machte mich weiter auf die Suche nach Sophann und Emma.
    • Wieder ein interessantes Kapitel.
      Ich habe einige Sachen nur angemerkt, die du nicht zwingend verändern musst, aber einiges klingt stilistisch gesehen nicht ganz so schön. Lies es dir einfach durch. Du wirst dann ja selber entscheiden, was du ändern willst oder nicht! allerdings was du durchaus im Internet hättest nachschauen können, sind die Namen die du im letzten Abschnitt ansprichst. So was wie Asterix und Obelix sollte man schreiben können. Gut Jeanne d´Arc ist gemein, weil es ein französischer Name ist und er sich englisch bzw. amerikanisch an hört, aber auch so etwas kann man bei Google finden.
      Ansonsten muss ich sagen, dass mir die Party ganz gut gefällt, aber die Idee mit dem Einzelunterricht in Geschichte ist mal .... speziell. Aber ich vermute mal das du dir dabei schon irgendetwas gedacht haben wirst.
      Ich bin auf jeden Fall neugierig wie es weiter geht und hoffe das du mir meine Anmerkungen nicht böse nimmst :)

      LG
      Kisa

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      Lilian schrieb:

      Kapitel 10 Die Eröffnungsfeier

      "Freud, wer ist das?"
      "Ein Passagier?"
      Filmzitat aus "Titanic"

      Wir schliefen einige Zeit lang. Gegen etwa(Eines von dem beiden würde vollkommen ausreichen. so ist es etwas doppelt gemoppelt) zweiundzwanzig Uhr stand ich wieder auf. Leinar lag immer noch friedlich schlummernd im Bett. Also duschte ich in dem schicken Bad mit den grünen Wänden und dem grünen Boden. Es wirkte, als stände man auf einer Wiese. Das Bad hatte sogar eine Badewanne. Die heiße Dusche tat mir jedenfalls sehr gut. Danach nahm ich ein weißes Badehandtuch und kuschelte mich darin ein. Das Handtuch war schön lang und verdeckte fast meinen ganzen Körper. So traute ich mich zu Leinar ins Schlafzimmer. Da er immer noch schlief, zog ich meine Unterwäsche über und probierte das Kleid an. Es saß perfekt. Ich verliebte mich sofort darin. Obwohl ich mich fragte, wie ich bloß darin sitzen sollte. Der Sternenrock war verdammt(ziemlich -- würde ich etwas schöner finden, da du ja auch ein schönes Kleid beschreibst ;) ) weit. Gut, dass eine Art Unterrock das Kleid zierte. Sonst wäre es ziemlich freizügig.(Mach den Punkt vor "sonst" weg und setzt stattdessen ein Komma)
      Leinar regte sich im Bett. Mit seinen verwuschelten schwarzen Haaren sah er ziemlich süß aus. Als er mich sah(erblickte --so kannst du die Wiederholung vermeiden und es klingt in dem Zusammenhang in meinen Ohren schöner ;) ), pfiff er durch die Zähne und rief aus: "Ich wusste, dass es dir steht. Nur mit deinen Haaren musst du noch irgendwas anstellen."
      "Ich hatte gehofft, du übernimmst das für mich", bat ich ihn_ (etwas verlegen--- das würde ich noch hinzufügen. Es ist ja eine Bitte und keine Forderung. Kann sein das es von dir nicht so gewollt ist, aber für mich klingt es wieder eine Forderung, wenn Mias Worte einfach nur so da stehen).
      "Gern." Er stand so schnell auf und stand plötzlich so nah vor mir, dass ich es erst wahrnahm, als er schon mein Haar berührte. Mit seinen Gedanken stylte er mein Haar und so(Bisschen viel "so". Ich würde die ersten beiden einfach weglassen) hatte es bisher noch nie ausgesehen. Mein rotes Haar leuchtete und glänzte richtig. Er hatte es hochstecken lassen mit tausend winzigen geflochtenen Zöpfen. Ein paar vereinzelte Strähnen hingen in Wellen an den Seiten herunter. Es sah richtig kunstvoll aus. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein Friseur das so gut hinbekommen hätte.
      "Wow! Das sieht ja echt fanstastisch aus. Danke." Ich umarmte ihn stürmisch, was mit der Weite meines Rockes etwas umständlich war.
      "Gern geschehen." Er strahlte und wurde leicht rot. "Ich geh jetzt lieber duschen." Dann stürmte(Wiederholung. Ich würde "flitzte" verwenden. Da geht die Bedeutung nicht verloren und du hast die Wiederholung vermieden) er fast fluchtartig aus dem Raum.
      Ich grinste in mich hinein. Selbst Leinar konnte also verlegen werden. Gut zu wissen. Ich schminkte mich im Stehen und versuchte mich dann vorsichtig auf das Sofa zu setzen.
      Seltsamerweise verformte sich das Kleid und passte sich dem Sofa an. Es war so richtig bequem. Ich lehnte mich zurück und schaltete den Fernseher an. Meine Haut schimmerte noch immer im Sternenmuster.
      Als Leinar das Zimmer betrat, musste ich ihn einfach anstarren. Er sah so toll aus und vor allem so(könntest du auch beide weglassen) wahnsinnig schick. Er trug eine schicke(feine/edle --- um die Wiederholung zu vermeiden), etwas weiter geschnittene weiße Hose und ein lila Hemd. Das Hemd hatte exakt die Farbe meines Kleides.(Wiederholung. Zur Vermeidung könntest du daraus ein Satz machen und hinter "Hose "einen Punkt setzten. Mein Vorschlag: "Das Hemd, welches ertrug passte farblich perfekt zu meinem Kleid. Sie waren beide lila.) Außerdem sah ich ihn zum ersten Mal in Schuhen. Die waren ebenfalls sehr schick und schwarz. Seine dunklen Augen funkelten mich wissend an und ich bildete mir ein winzige Sterne darin zu sehen.
      "Du darfst deinen Mund ruhig wieder schließen.",(WEG MIT DEM PUNKT) bemerkte er schmunzelnd. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich ihn aufgemacht hatte.
      Statt ihn mit ewig vielen Komplimenten zu überhaufen, war das erste was mir einfiel: "Du trägst Schuhe."
      "Ja, welch eine Seltenheit, nicht wahr? Aber ich dachte mir, dass heute wohl viele Feen Schuhe tragen würden und ich mich lieber schon mal dran gewöhnen sollte.“
      "Stimmt, wenn du außerhalb des Schlosses bist bestimmt, aber das hier ist ein Ort der Magie. Hier dürfen wir weiterhin wir selbst sein."
      Ich hatte ja befürchtet, dass wir hier gar nicht mehr zaubern dürften, aber immerhin blieb uns noch die Schule.
      Als wir uns dann auf den Weg zur Eröffnungsfeier machten, war unser Turm plötzlich voller Leben. In jedem Stockwerk gab es zwei Suiten, wobei die neben uns wohl unbewohnt war. Es gab zurzeit kein weiteres Paar von Seelengefährten und das oberste Stockwerk war nur für Seelengefährten reserviert. In jedem Turm wohnten jeweils zwei Lehrer. In der Etage unter uns standen Schilder an den Suiten. Unsere Lehrer waren demnach Sena und Cameron.(Ich würde hier einen Absatz machen, weil da ja etwas genauer auf Cameron eingehst) Cameron lebte schon zu Zeiten von Lilien und Corentin. Ich hatte ja schon erwähnt, dass er der Vater von Lilien ist. Also lebten in unserem Turm eine Verwandte von Leinar und ein Vorfahre von mir. Verrückte Sache.(Absatz)
      Um zum großen Ballsaal ins Hauptgebäude des Schlosses zu gelangen, mussten wir erst mal die ganzen Stufen wieder abwärts gehen. Ich hatte weiße feinere Schuhe mit hohen Absätzen an und zog sie oben aus und unten wieder an. Ich hatte keine Lust mit den Dingern die Treppen runter zu laufen. Leinar enthielt sich jeglichen Kommentar.
      Es dauerte bestimmt etwa zehn Minuten bis wir uns durch die vielen Gänge, die labyrinthisch(Ist das ein Wort? Ich glaube nicht! Versuch es mal mit "labyrinthartig") wirkten, schlängelten. Dann mussten wir noch hinauf ins erste Stockwerk zum großen Ballsaal. Wir öffneten die große(um die Wiederholung zu vermeiden könntest du "die hohe Tür" schreiben) Tür und traten ein.
      Zuerst bemerkte ich die kunterbunte Mischung der Leute im Saal. Sie hatten sich in allen möglichen Farben gekleidet. Man konnte kaum unterscheiden wer Schüler und wer Lehrer war. Es lief leise Elfenmusik im Hintergrund und der Saal war laut vor lauter sich unterhaltenden Stimmen. (Ungeschickte Formulierung. Könnte man besser machen und gleichzeitig die Wiederholung von "laut" vermeiden. Mein Vorschlag: "... und durch die vielen Stimmen und Gesprächen war es ziemlich laut in dem Saal)
      Der Ballsaal war groß(Das ist das dritte Mal, dass du erwähnst das der Ballsaal groß ist) und golden mit einer riesigen Fensterfront auf der einen Seite. Die erinnerte mich irgendwie ein wenig an unsere im Wohnraum(... an die in unserer Suite --- klingt besser). Trotz des Nachthimmels schien irgendwie die Sonne durch die Fenster, sodass der goldene Raum noch goldener (heller-- wegen der Wiederholung von Golden))wirkte. Unter der Decke hingen schwebend(schwebende) funkelnde Sterne. Ich fragte mich schon länger, ob Sterne hier wohl eine besondere Bedeutung hatten. Überall fand ich sie wieder.
      "Ich möchte mich noch mal mit meiner Großmutter unterhalten", erklärte mir Leinar nun.
      Ich bezweifelte, dass sie jetzt Zeit für ihn haben würde, aber er konnte es ja zumindest versuchen. Also entgegnete ich: "Und ich möchte Sophann und Emma finden und sie fragen_(Komma) wie es ihnen ergangen ist."
      Also trennten wir uns für eine Weile voneinander.
      Auf der Suche nach Sophann und Emma sah ich viele Leute. Ich drängelte mich durch die Menge. Auf einmal sprach mich ein älterer Herr an, der etwa um die fünfzig sein könnte, aber bestimmt viel älter war. Er hatte die strahlensten blauen Augen, die ich je gesehen hatte und kurzes helles Haar, dass (das)langsam in grau über ging. Seine Gesichtszüge waren fein und weich und er war groß, muskulös und schlank. Er trug ein weißes schlichtes Hemd zu einer schwarzen Jeans und keine Schuhe. Ich hatte extra noch mal nachgeguckt.
      "Sie müssen Mia sein", stellte er fest und begutachtete mich ausgiebig.
      "Woher wissen Sie das? Es sind doch so viele neue Schüler da(hier)", wunderte ich mich.
      "Ja schon, aber Sie erinnern mich ganz stark an Lilien. Ihre Haarfarbe ist zwar anders, aber vom Gesicht her sehen Sie fast aus wie sie."
      "Sie sind Fürst Cameron", bemerkte ich. Er konnte zwar durchaus auch Fürst Tiljan sein, aber das glaubte ich eigentlich(eher) nicht. Ich konnte einfach nicht glauben, dass so eine Legende wie er vor mir stand und mit mir redete.
      "Allerdings, der bin ich. Aber ich habe den Titel Fürst vor langer Zeit abgelegt und nenne mich jetzt nur noch Cam", antwortete er lächelnd.
      "Wow! Ich meine, ich hab einges über Sie gelesen und kann kaum glauben, dass Sie nun vor mir stehen", gestand ich ihm verlegen.
      "Das wird wohl demnächst öfter passieren, wenn ich Sie in Geschichte und magischer Magie unterrichte", erklärte er hell lachend. "Aber keine Sorge. Es passiert mir häufig, dass die Leute mich als Legende betrachten."
      "Ich interessiere mich sehr für Geschichte und wie ich hörte, sind wir um ein paar Ecken mit einander verwandt", erzählte ich ihm.
      "Ja, das hab ich auch gehört." Cam zeigte ein leichtes Grinsen. "Vielleicht kann ich Ihnen ja Privatunterricht in Geschichte geben."
      "Das würden Sie tun?", fragte ich überrascht. "Ich würde ja so gern mehr über ihre Tochter erfahren."
      "Klar, wieso nicht? Ich werde es mit in Ihren Stundenplan packen. Der wird dann allerdings noch voller als sowieso schon."
      "Das macht nichts. Ein paar Stunden mehr oder weniger machen mir nichts aus."
      "Dann freu ich mich auf unseren Unterricht. Übrigens sollten wir uns schon mal an das DU gewöhnen. In der Regel duzen sich hier alle ab der ersten Unterrichtsstunde. Spätestens. Jetzt lasse ich dich mal wieder in Ruhe. Sicher willst du deine Freunde sehen. Auf Widersehen und bis bald, Mia."
      Er reichte mir die Hand, ich nahm sie und drückte sie kurz. Ich hörte mich "Auf Wiedersehen" sagen.
      Er verschwand wieder in der Menge. Ich konnte immer noch nicht glauben, dass ich mit Fürst Cameron - Cam - gesprochen hatte. Das war ungefähr so, als hätte ein Mensch mit Martin Luther gesprochen oder anderen Persönlichkeiten, die vor langer Zeit gelebt hatten. Wie Jeanne Dark,(Haha- Gemeinheit, aber das ist ein französischer Name, der wird leider anders geschrieben: Jeanne d´Arc) Julius Caesar oder den Sonnenkönig zum Beispiel. Ich hatte mich ein wenig mit menschlicher Geschichte befasst. Auch mit Pompeii oder der Pest. Ich fand so was faszinierend. Genau wie unsere Geschichte.
      Übrigens war ich irgendwann im menschlichen Internet über die Axterix(Asterix) und Obelix Reihe gestolpert und liebe sie einfach nur.
      Als mich schließlich Jemand anrempelte, löste ich mich aus meiner Starre und machte mich weiter auf die Suche nach Sophann und Emma.
    • @Kisa:

      so hab deine Überarbeitung gerade durchgearbeitet. Das meiste hab ich wieder angenommen. Vielen Dank für deine für die Mühe, die du dir jedes Mal machst.

      ja, ich wollte auch was spezielles, was nicht jeder hat. Genau das sollte meine Geschichte ausmachen. Es sollte nicht so eine typische Teenie-Gesichte werden, wie ja am Anfang bemängelt wurde.

      Und ich glaube ich hab schon mal angedeutet, dass Cameron und Mianna miteinander verwandt sind.
      Spoiler anzeigen
      Er ist ihr Ururgroßvater.
      Übrigens sind da einige irgendwie miteinander verwandt. Und wenn es nur um ein paar Ecken ist. Da komme ich aber später noch drauf zu sprechen. Bzw. im Laufe der Geschichte.

      Das mit den Namen stimmt natürlich. Aber manchmal liest man da auch echt öfter drüber, wie ich schon mal sagte, und merkt immer noch nicht was falsch ist. Vieles hab ich sogar auch schon im Internet gegoogel,t wie was geschrieben wird, wenn ich mir nicht sicher war. Deswegen ist es ja auch immer noch mal besser, wenn noch mal Jemand draufguckt, der da vermehrt drauf achtet und das nicht schon „tausendmal“ gelesen hat.

      Mit dem verlegen hast du recht. Nein, es sollte eine Bitte sein mit dem Haar.

      Bei den so vielen „Sos“ hab ich jetzt geschrieben: Er stand ziemlich schnell auf und stand plötzlich sehr nah vor mir.

      Aber so klingt das mit den zwei „Stand“ wieder doof, oder ist das ok?

      Labyrinthisch gibt’s aber wirklich. Hier: duden.de/rechtschreibung/labyrinthisch

      Huch, hab das mit dem Ballsaal war groß beim dritten mal gelöscht und nur das golden stehen lassen.

      Schön, dass dir das Kleid gut gefallen hat und das Kapitel an sich ja offenbar auch.
    • Kapitel 11 Ankündigungen

      - Es gibt viele Wege Karriere zu machen,
      aber die sicherste ist immer noch,
      in der richtigen Familie geboren zu werden.-

      Donald Trump US-Amerikanischer Unternehmer


      Als ich die Mädels gerade entdeckt hatte, erschienen plötzlich viele Stühle im Saal. Dort wo die Leute standen. Wir sollten uns wohl hinsetzen. Ich suchte den Raum nach Leinar ab, aber er schien in der Menge verschwunden zu sein. Auf der Bühne versammelten sich alle Lehrer. Seufzend drehte ich meinen Stuhl zu der Bühne und setzte mich.
      Lady Meisold trat aus der Menge der Lehrer hervor und erhob ihre Stimme, ohne ein Mikrophon zu gebrauchen.
      "Liebe neuen und alten Schüler. Ein neues Schuljahr beginnt. Vorweg möchte ich ein paar Ankündigungen für unsere Neuen machen:
      Der erste Schultag beginnt erst übermorgen. Morgen habt ihr ein wenig Zeit, um euch schon mal etwas in unseren Alltag einzugewöhnen. Das erste halbe Jahr dürft ihr das Schulgelände aus Sicherheitsgründen nicht verlassen und danach ein weiteres halbes Jahr nur mit Aufsicht. Nach einem Jahr könnt ihr euch nahezu unbegrenzt bewegen. Ansonsten ist es euch nicht erlaubt sich in anderen Türmen aufzuhalten. Ihr könnt euch zu Schulprojekten im großen Gemeinschaftsraum im Hauptgebäude des Schlosses treffen oder auch zu privaten Treffen.
      Viele Schulen haben unzählige Regeln, die bei Verstoßen bestraft werden. Bei uns gibt es nur diese Regeln und dass ihr pünktlich zum Unterricht kommen müsst. Ansonsten dürft ihr euch ziemlich frei auf dem Schulgelände bewegen. Jeder Turm hat übrigens seinen eigenen Speisesaal, wo die Hauptmahlzeiten eingenommen werden. Die Essenszeiten stehen an dem Brett an der Wand vor den Sälen.
      Die Unterrichtseinheiten werden auf die verschiedenen Städte aufgeteilt. So werden die Bewohner von Raubit im vierten Stock im Hauptgebäude unterrichtet. Eure Lehrer sind Cameron, Sena und Morley. Die Tindemuer werden im fünften Stock von Dieke, Nele und Theodora unterrichtet. Die Feen aus Zaall und und von Landford sind im linken Seitenpflügel des vierten Stockes. Eure Lehrer sind Tiljan, Assja und Celina, sowie Corly, Renn und Lim. Und die Schüler von Bibasty haben ihren Unterricht im Freien ihre Lehrer sind Austin, Hailey und Nouriell."
      Das überraschte mich in mehrerlei Hinsicht. Soweit ich mich an die Geschichte erinnerte, waren Corly und ihre Geschwister im Laufe der Zeit verschwunden und jetzt unterrichteten sie hier? Außerdem war Renn doch demnach mein Großvater. Niemand hatte mir erzählt, dass die Kinder von Lilien und Corentin noch lebten oder gar hier waren. Andererseits war ich auch noch nicht lange hier. Ich wusste auch noch nicht lange, wer ich wirklich war. Lim sagte mir aber auch irgendwas. Ich erinnerte mich nur nicht mehr dran. Ich wusste nur noch, dass er der Bruder meines Großvaters war.
      Der zweite Punkt war Leinars Mutter. Sie musste da oben stehen. Ob Leinar das auch bewusst war? Natürlich blieben manche Namen von Lehrer unbenannt, so viele wie da standen. Aber eine davon musste sie sein. Was empfand Leinar wohl bei dem Gedanken an seine Mutter? Erneut sah ich mich nach Leinar um, entdeckte ihn aber immer noch nicht.
      "Ich denke das war es erst mal von meiner Seite. Alles andere wird sich mit der Zeit klären. Jetzt geb ich das Wort an Corly weiter."
      Lady Meisold trat zurück und eine wunderschöne Frau mit blonden, langen Korkenzieherlocken, einem absolut lieblichen Gesicht mit sehr sanften Zügen, hellen blauen Augen und einer spitzen Nase, nahm ihren Platz ein. Durch ihre Haare zogen sich vereinzelnt schwarze Strähnen. Sie war groß und schlank und trug ein himmelblaues Kleid mit goldenen Sternen drauf.
      "Ich freue mich, euch hier willkommen zu heißen", begrüßte sie uns mit der sanftesten Stimme die, ich je gehört hatte. "Im Laufe des Jahres wird es einige Highlights geben, die zur gegebenen Zeit angekündigt werden. Eins möchte ich aber schon vorweg bekannt geben. Erst heute Abend hab ich eine Nachricht von König Lunar und Königin Linnie erhalten. Sie wollen ihr Versteck nun aufgeben und bis auf weiteres in der Schule leben. In drei Wochen sollen sie hier sein. Anlässlich ihres Kommens werden wir ein Fest veranstalten mit einem Ritterturnier am Ende. Ähnlich wie es früher Brauch war. Da war die Rittergilde legendär, aber mit der Zeit ist sie in Vergessenheit geraten. Dabei ist ihr Gründer durchaus noch unter uns. Bei besonderen Anlässen waren diese Ritterturniere jedenfalls damals gängig. Ältere Schüler und Lehrer dürfen sich dafür gerne melden."
      Ich fragte mich, wer der Gründer dieser Gilde war.
      Ein Raunen ging durch die Menge. Nicht mal Lady Meisold schien davon gewusst zu haben. Mir klopfte das Herz bis zum Hals. Meine Eltern würden hier in die Schule kommen?
      Fürst Cameron und Fürst Tiljan traten jetzt neben Corly. Sie nickte Cam liebevoll lächelnd zu. Ich musste mir in Erinnerung rufen, dass er ja Corlys Großvater war.
      "Da ich der Gründer der Rittergilde bin, bin ich zusammen mit Tiljan einer der Organisatoren des Touniers. Wenn ihr also Fragen habt, wendet euch bitte an mich oder dem komischen Fürsten da an meiner Seite.“ Tiljan warf ihm einen bösen Blick zu, aber er musste sich das Lachen verkneifen. Cameron fuhr fort: „Die älteren Schüler kennen mich zwar, aber am besten ich stelle mich für die Neuen auch noch mal vor. Ich bin Fürst Cameron, aber mittlerweile werde ich nur noch Cam genannt."
      Da hatte ich meine Antwort ja schon. Ich hätte es mir ja denken können.
      Einige AHs und OHs waren in der Menge zu hören
      Corly ergriff noch einmal das Wort: "Wie ihr wisst gibt es verschiedene Freizeitveranstaltungen zu den Bereichen Sport, Kunst, Musik und weiteren Themen. Wenn ihr Interesse daran habt, guckt am schwarzen Brett nach. Es hängt vor der Cafeteria im Hauptgebäude. Gebt mir oder meinem Bruder Renn Bescheid.
      Damit zogen sich Cameron und Corly zurück und Lady Meisold übernahm erneut das Wort.
      "Ich denke alles Weitere klären wir, wenn es so weit ist. Jetzt lasst das Fest beginnen und habt Spaß."
      Die Leute klatschten, die Musik setzte wieder ein und als wir aufstanden, verschwanden die Stühle wieder.
    • Wieder ein Interessantes Kapitel. Ich muss zugeben, dass es langsam aber sicher mit den Namen und den Verwandtschaften verwirrend wird. Vielleicht könntest du das noch einmal etwas genauer erklären, damit man da auch wirklich durchsteigt, wer mit wem verwandt ist und wer wessen Bruder/Schwester/Mutter etc. ist. Ansonsten hat es mir gut gefallen und ich bin mal drauf gespannt, was passieren wird, wenn Mias leibliche Eltern im Schloss ankommen.

      Spoiler anzeigen

      Lilian schrieb:

      Lady Meisold trat aus der Menge der Lehrer hervor und erhob ihre Stimme, ohne ein Mikrophon(Mikrofon) zu gebrauchen.

      Lilian schrieb:

      Das überraschte mich in mehrerlei Hinsicht.
      Entweder: "Das überraschte mich in mehrerer Hinsicht"
      Oder: "Das überraschte mich in vielerlei Hinsicht"
      Du hast hier zwei Sachen zusammengepackt die nicht zusammen gehören. Leider muss du dich für eines von beidem entscheiden!

      Lilian schrieb:

      Andererseits war ich auch noch nicht lange hier. Ich wusste auch noch nicht lange, wer ich wirklich war.
      Wiederholung. Du könntest versuchen die beiden Sätze zu einem zu formulieren, um die Wiederholung zu vermeiden!

      Lilian schrieb:

      "Ich denke_(Komma) das war es erst mal von meiner Seite. Alles andere wird sich mit der Zeit klären. Jetzt geb(gebe) ich das Wort an Corly weiter."

      Lilian schrieb:

      "Ich freue mich, euch hier willkommen zu heißen", begrüßte sie uns mit der sanftesten Stimme_(Komma) die,(weg mit dem Komma) ich je gehört hatte.

      Lilian schrieb:

      Wenn ihr also Fragen habt, wendet euch bitte an mich oder dem komischen Fürsten da an meiner Seite.“
    • Kapitel 12 Ankündigungen

      Du bist das Beste was mir je passiert ist.
      Es tut so gut wie du mich liebst.
      Ich sag’s dir viel zu selten,
      es ist schön, dass es dich gibt.
      Dein Lachen macht süchtig,
      fast so als wäre es nicht von dieser Erde.

      Silbermond - Das Beste


      Einige tanzten mitten in der Menge. Sophann und Emma hatte ich wieder aus den Augen verloren. Dafür entdeckte ich jetzt Leinar. Er stand bei Ariella und Antonia. Ich hatte keine große Lust auf Ariella, aber mit Antonia hatte ich mich im Zug gut verstanden. Außerdem wollte ich unbedingt mit Leinar reden. Also ging ich zu den Dreien. Ariella und Antonia trugen beide rote Samtkleider. Die Zwillinge sahen total identisch aus. Beide hatten graue Augen, beide blonde halblange Haare, beide eine schlanke Figur und beide hatten sehr lange Beine. Es war schwer sie auseinander zu halten. Leinar passte farblich irgendwie gar nicht zu den beiden, aber dafür umso besser zu mir.
      Er entdeckte mich als Erster, strahlte mich an und fragte mich: "Und, hast du Emma und Sophie schon gesprochen?"
      Nein noch nicht", antworte ich ihm. "Aber ich würde gerne mit dir reden."
      Leinar nickte, entschuldigte sich bei Ariella und Antonia, und zog mich quer durch die Menge. Wir standen schließlich in einer der hinteren Ecken des Saals.
      "Was gibt’s denn?", fragte er dann.
      "Ich hab mich eben mit Fürst Cameron unterhalten", erzählte ich ihm aufgeregt.
      "Und?", fragte er weiter.
      "Er ist wirklich cool und möchte mir Privatunterricht geben."
      "Das ist doch nett von ihm. Ist sonst noch was?" Wieso war Leinar plötzlich so schroff? Das passte so gar nicht zu ihm. Nervte ich ihn etwa?
      "Hast du mit deiner Oma reden können?", fragte ich Leinar.
      "Müssen wir da wirklich jetzt drüber sprechen?" Er wirkte immer genervter.
      "Nein und ich will dich auch nicht weiter stören." Eigentlich hatte ich ihn noch nach seiner Mutter fragen wollen, aber das sparte ich mir nun. Stattdessen wandte ich mich zum Gehen. Doch Leinar griff nach meiner Hand, um mich aufzuhalten.
      "Warte! So war das doch gar nicht gemeint!"
      "Wie denn dann?", fragte ich ihn und konnte nicht vermeiden, dass ich verletzt klang.
      "Ich möchte doch mit dir über all das reden. Nur eben heute nicht. Nicht auf dieser Feier. Lass uns morgen darüber reden, ok?" Leinar sah mich fast flehend an.
      "Oh, verstehe. Geh du nur zu deiner Ariella." Ich hasste mich dafür, dass ich so verbittert klang. Ich wollte Leinar vertrauen, aber ich konnte einfach nicht anders.
      Leinar hielt hartnäckig meine Hand fest. "So ist es doch gar nicht. So fühle ich gar nicht für sie."
      Mein Herz machte einen Satz, aber ich versuchte so lässig wie möglich zu klingen, als ich sagte: "Wie du meinst. Das geht mich ja auch nichts an."
      "Doch tut es", beharrte Leinar und dann tat er etwas, womit ich niemals gerechnet hätte. Er zog mich in seine Arme. Meinem Kleid gefiel das offenbar, denn es verformte sich so, dass es sich sanft an Leinars Körper schmiegte und uns nicht behinderte. Und dann küsste er mich. Und wie! Erst zärtlich und unglaublich vorsichtig und sanft und dann immer fordernder.
      Und das vor all diesen Leute. Gut. Hier in dieser Ecke waren wir ziemlich versteckt, aber trotzdem. Mir blieb buchstäblich die Luft weg. Als wir uns sanft voneinander lösten, ließ er mich nicht los, sah mir aber eindringlich in die Augen.
      "Es geht dich was an, denn ich hab mich in dich verliebt."
      Das sagte er so, als sei es das selbstverständlichste auf der Welt. Als könnte es gar nicht anders sein und diese schlichten Worte gaben mir das Gefühl, was Besonderes zu sein.
      "Oh Leinar", seufzte ich überglücklich. Eigentlich konnte ich gar nicht fassen, dass er mich so an sich ranließ. Ich erwiederte seinen Blick und erklärte dann: "Ich hab mich auch in dich verliebt."
      Und dann umarmten wir uns wieder. Jetzt waren wir wohl wirklich Seelenliebende oder zumindest angehende Seelenliebende.
      "Wow", lächelte er und ich grinste. Er fragte: "Damit hättest du wohl nicht gerechnet, was?"
      "Nein, wirklich nicht", grinste ich zurück. "Aber ich bin froh, dass es so gekommen ist."
      "Ich auch." Er klang, als könnte er noch nicht ganz begreifen, was da eben passiert war. Dennoch wirkte er richtig ausgelassen und fragte mich: "Möchtest du tanzen?"
      "Aber gerne", antwortete ich.
      So reichte er mir seine Hand und zog mich auf die Tanzfläche.
      Eigentlich wollte ich jetzt nur mit Leinar zusammen sein, aber ich wollte auch unbedingt noch mit Sophann und Emma reden und die Mädchen fragen, wie es ihnen ging. Ich hatte sie den ganzen Abend noch nicht gesehen.
      Leinar zeigte sich verständnisvoll und ließ mich gehen. Zum Abschied flüsterte er nur: "Wir sehen uns ja in unserer Suite."
      Ich nickte und schenkte ihm ein Lächeln. Dann trennten wir uns erneut voneinander.
      Schließlich fand ich Sophann und Emma mit Lily in einer der ruhigeren Ecke sitzen.
      "Hier steckt ihr also", stellte ich zur Begrüßung fest.
      Sie sahen mich an, als wäre ich eine Außerirdische, doch dann strahlte Sophann mich an: "Wow, du siehst ja toll aus."
      "Danke, ihr aber auch." Es stimmte. Selbst die unscheinbare Sophann wirkte heute Abend wunderschön mit ihren Locken und dem geblümten grünen Kleid und den Blumenohrringen. Sie wirkte zum ersten Mal wie eine richtige Fee.
      Emma hatte ihre Haare einfach ganz normal runter hängen lassen. Das reichte bei ihr schon aus um schön zu wirken. Ihr goldenes Engelkleid passte perfekt zu ihr und Lily sah richtig süß aus in dem schicken schwarzen Kleid, dass sie trug. Ihre schwarzen modisch geschnittenen Haare und die leichte Schminke in ihrem Gesicht rundeten ihr Aussehen ab.
      "Ich hab euch die ganze Zeit über gesucht", verkündete ich den Mädels nun.
      "Ja klar", Sophann lachte ausgiebig. "Dewegen hast du also so mit Leinar getanzt."
      "Das habt ihr gesehen?", fragte ich sie.
      "Na ja, es war kaum zu übersehen", gab Sophann zurück.
      "Ihr seid sogar farblich aufeinander abgestimmt."
      "Purer Zufall", behauptete ich und wusste, dass ich nicht sehr überzeugend klang.
      "Wie du meinst." Emma zuckte nachgibig mit den Achseln und fragte dann: "Wieso seid ihr eigentlich nicht zusammen mit uns untergebracht?"
      Da war sie! Die heikle Frage, vor der ich mich gefürchtet hatte. Doch mir war inzwischen eine relativ glaubwürdige Erklärung eingefallen. "Leinar und ich sind mit Cameron und Sena verwandt. Die beiden wollten, dass wir im selben Turm leben wie sie. Der Turm ist der damaligen Sternenkönigin Cassandra gewidmet."
      Sie sahen mich zwar etwas skeptisch an, ließen meine Aussage aber so stehen.
      "Unser Turm ist Corly gewidmet. Sie lebt dort zusammen mit Austin, dem Lehrer. Eigentlich war Corly lange Zeit zusammen mit ihren Brüdern untergetaucht, aber vor etwa drei Monaten kamen sie hierher und unterrichten jetzt hier. Ist das nicht toll?", erzählte Sophann aufgeregt.
      "Ja klar. Unglaublich, dass sie hier ist. Corly scheint echt nett zu sein", bestätigte ich.
      "Wir haben sie noch nicht wirklich kennen gelernt", erklärte Emma nun. "Sie hat uns nur im Gemeinschaftsraum Willkommen geheißen und uns erzählt, dass unser Turm Corella heißt."
      "Dann seid ihr also gut zurecht gekommen, seit wir getrennt wurden?", wollte ich wissen.
      "Ja", nickten sie einstimmig und Lily fügte noch hinzu: "Es ist echt toll hier und so magisch."
      Da konnte ich ihr nur zustimmen.
      Die Eröffnungsfeier ging bis zum frühen Morgengrauen. Dann gingen wir in unsere Türme und Suiten. Wir legten uns in unsere Betten und schliefen fast sofort ein. Leinar und ich konnten immer noch morgen miteinander reden. Jetzt war mir auch klar, wieso wir am zweiten Tag noch keinen Unterricht hatten.
    • So hab mal versucht was zusammen zu stellen wegen der Verwandtschaften, könnte aber sein, dass da welche bei sind, die noch gar nicht vor kamen. Oder dass welche auch nicht vorkamen. Wenn noch Fragen sind, frag ruhig. Ich hab auch versucht die Zauberwesen dahinter zu schreiben, aber das war teilweise recht kompliziert und die Proportionen stimmen sicherlich nicht ganz. Ausserdem ändert sich im Laufe der Geschichte da auch noch was, aber dazu verrate ich jetzt erstmal noch nicht mehr. Vielleicht hilft das ja ein bisschen.


      Spoiler anzeigen
      Ismalyn und Cassandra (Sterne)
      Mit Nike und Fionn

      Cameron und Nike (Cameron Elf, Nike Stern)
      Mit Lilien

      Corentin und Lilien (Corentin: Elf, Lilien: halb Stern, halb Elf)
      Mit Renn, Corly, Lim (halb Elf, sonst Stern und Elf)

      Renn und Isanna (Fee)
      mit Linnie (halb Fee, sonst Stern und Elfe)

      Alejandro und Theodora (Elfen)
      Mit Lunar (Elf)

      Lunar und Linnie

      Mit Mianna (halb Elfe, sonst Fee und Stern)

      Mathilda und Steffen (Elfen)
      Mit Carlina

      Carlina und Lim (Elfe, Stern und Elf)
      Mit Keena und Sena (Elfe, Stern und Elf)

      Jalina und Timian (Fee und Elf)
      Mit Mion

      Mion und Keena (Fee, Elfe und Stern)
      Mit Leinar

      Jonael und Luciana
      mit Mianna (Adoptiveltern)

      Ich glaub ich hab am Anfang geschrieben sie sind einfache Feen, oder? Bin mir gerade nicht mehr ganz sicher.


      Irgendwann hatte ich auch zu den meisten Figuren bestimmte Schauspieler im Kopf.....
    • Also technisch gesehen war in diesem Abschnitt gar nicht so viele Fehler drin, trotzdem habe ich viel markiert, weil da einige Szenen bei sind, die noch mehr potenzial haben, um weiter ausgeführt zu werden. Und es tut mir jetzt schon leid, falls dich meine Kritik herunterzieht, aber ich bin in dem Punkt Romantik, doch sehr kritisch deswegen hat dein Kuss auch so einiges abbekommen. Aber das wirst du ja selber lesen können. Das Kapitel ansonsten hat mir gefallen, also vom Inhalt her, dennoch hinkt es etwas... hoffe du fühlst dich jetzt nicht entmutigt, oder so. Wenn dir meine Kritik nicht passt, dann sag es mir einfach und man kann über die jeweiligen Punkte diskutieren. ich wäre sonst auch bereit, dir an der einen oder anderen Stelle meine Vorschläge mitzuteilen, wie ich eine der markierten Szenen ausformulieren würde. Sag dann einfach bescheid! :D


      Spoiler anzeigen

      Lilian schrieb:

      Kapitel 12 Ankündigungen

      Du bist das Beste was mir je passiert ist.
      Es tut so gut wie du mich liebst.
      Ich sag’s dir viel zu selten,
      es ist schön, dass es dich gibt.
      Dein Lachen macht süchtig,
      fast so als wäre es nicht von dieser Erde.

      Silbermond - Das Beste

      Einige tanzten mitten in der Menge. Sophann und Emma hatte ich wieder aus den Augen verloren. Dafür entdeckte ich jetzt Leinar. Er stand bei Ariella und Antonia. Ich hatte keine große Lust auf Ariella, aber mit Antonia hatte ich mich im Zug gut verstanden. Außerdem wollte ich unbedingt mit Leinar reden. Also ging ich zu den Dreien. Ariella und Antonia(Wiederholung. Könntest du auch "die Schwestern" schreiben) trugen beide rote Samtkleider. Die Zwillinge sahen total identisch aus. Beide hatten graue Augen, beide blonde halblange Haare, beide eine schlanke Figur und beide hatten sehr lange Beine.(Schön das du die beiden jetzt beschreibst, aber das hätte theoretisch gesehen schon zur ersten Begegnung gehört. Weil man sich da ja schon ein Bild von ihnen erschafft, wenn man sich die einzelnen Szenen im Kopf vorstellt. Aber schön das du das nachgeholt hast. Denn mir war nicht klar, dass die beiden Schwestern Zwillinge sind. Außerdem hast du in der Beschreibung sehr oft "beide" verwendet. Versuch daraus mehrere einzelne Sätze zu machen und die Wiederholung zu vermeiden) Es war schwer sie auseinander zu halten. Leinar passte farblich irgendwie gar nicht zu den beiden, aber dafür umso besser zu mir.
      Er entdeckte mich als Erster, strahlte mich an und fragte mich: "Und, hast du Emma und Sophie schon gesprochen?"
      _(Anführungszeichen fehlen)Nein noch nicht", antworte ich ihm. "Aber ich würde gerne mit dir reden."
      Leinar nickte, entschuldigte sich bei Ariella und Antonia,(Setz hier einen Punkt, dann kannst du die Wiederholung von "und" vermeiden, indem du den neuen Satz mit "... Er zog mich..." anfängst) und zog mich quer durch die Menge. Wir standen schließlich in einer der hinteren Ecken des Saals.
      "Was gibt’s denn?", fragte er dann(Ich würde schreiben: "Was gibt´s denn?", fragte er mich neugierig." Das "dann" finde ich da nämlich fehl am Platz außerdem kommt mein Vorschlag in meinen Augen stilistisch schöner rüber).
      "Ich hab mich eben mit Fürst Cameron unterhalten", erzählte ich ihm aufgeregt.
      "Und?", fragte er weiter.
      "Er ist wirklich cool und möchte mir Privatunterricht geben."
      "Das ist doch nett von ihm. Ist sonst noch was?"(Hier würde ich einen Absatz machen, weil du ja von seiner wörtlichen Rede, zu ihren Gedankengängen wechselst) Wieso war Leinar plötzlich so schroff? Das passte so gar nicht zu ihm. Nervte ich ihn etwa?
      "Hast du mit deiner Oma reden können?", fragte ich Leinar.
      "Müssen wir da wirklich jetzt drüber sprechen?" Er wirkte immer genervter.
      "Nein und ich will dich auch nicht weiter stören." Eigentlich hatte ich ihn noch nach seiner Mutter fragen wollen, aber das sparte ich mir nun. Stattdessen wandte ich mich zum Gehen. Doch Leinar griff nach meiner Hand, um mich aufzuhalten.
      "Warte! So war das doch gar nicht gemeint!"
      "Wie denn dann?", fragte ich ihn und konnte nicht vermeiden, dass ich verletzt klang.
      "Ich möchte doch mit dir über all das reden. Nur eben heute nicht. Nicht auf dieser Feier. Lass uns morgen darüber reden, ok(okay)?" Leinar sah mich fast flehend an.
      "Oh, verstehe. Geh du nur zu deiner Ariella." Ich hasste mich dafür, dass ich so verbittert klang. Ich wollte Leinar vertrauen, aber ich konnte einfach nicht anders.(Kein Wunder! die beiden kennen sich auch noch nicht lange genug, als dass sich Vertrauen hätte aufbauen können. Währenddessen Leinar Ariella schon wesentlich länger kennt. Das sind solche Sachen, wo die Geschichte etwas hinkt, weil du die Liebesgeschichte so schnell eingebaut hast und es auch gleich so 'intensiv' geworden ist.)
      Leinar hielt hartnäckig meine Hand fest. "So ist es doch gar nicht. So fühle ich gar nicht für sie."(Wiederholung. Ich würde den zweiten Satz anders formulieren, dann würdest du dir die Wiederholung auch sparen. Mein Vorschlag: "... Ich habe nicht solche Gefühle für sie.")
      Mein Herz machte einen Satz, aber ich versuchte so lässig wie möglich zu klingen, als ich sagte: "Wie du meinst. Das geht mich ja auch nichts an."
      "Doch tut es", beharrte Leinar und dann tat er etwas, womit ich niemals gerechnet hätte. Er zog mich in seine Arme. Meinem Kleid gefiel das offenbar, denn es verformte sich so, dass es sich sanft an Leinars Körper schmiegte und uns nicht behinderte. Und dann küsste er mich.(Selbe wie mit der Beziehung. Zu schnell und geschieht auch mehr daraus, dass er sich nicht streiten will, als das du merkst, dass er das wirkliche Verlangen verspürt sie zu küssen. Der Kuss erscheint als Mittel zum Zweck in meinen Augen. Ich bin hier im Forum wirklich schon eine der Romantikerinnen, aber das ist dann doch etwas... weiß auch nicht. Das geht mir persönlich alles etwas zu schnell) Und wie! Erst zärtlich und unglaublich vorsichtig und sanft und dann immer fordernder.(Relativ kurzer Satz viele "unds". Versuch das doch etwas anders zu formulieren. PS: Den Kuss hätte man auch noch weiter ausformulieren können. die Gefühle, die bei ihr bzw. ihm wachgerufen werden. Wie sich seine Lippen anfühlen etc. Das ist noch ausbaufähig.)
      Und das vor all diesen Leute. Gut. Hier in dieser Ecke waren wir ziemlich versteckt, aber trotzdem. Mir blieb buchstäblich die Luft weg. Als wir uns sanft voneinander lösten, ließ er mich nicht los, sah mir aber eindringlich in die Augen.
      "Es geht dich was an, denn ich hab mich in dich verliebt."(Wie gesagt zu schnell. Außerdem woher soll sie das auch wissen. er hat es ja vorher noch nicht erwähnt, wäre auch schräg wenn. Normalerweise werden diese Worte in einer Geschichte auch immer so weit wie es geht hinausgezögert.)
      Das sagte er so, als sei es das selbstverständlichste auf der Welt. Als könnte es gar nicht anders sein und diese schlichten Worte gaben mir das Gefühl, was Besonderes zu sein.(Echt? Männer sagen das auch oft um das Mädchen rumzukriegen. Das ist in diesem Fall wahrscheinlich nicht so, aber es ist schon weit von der 'Realität' entfernt. Auch wenn diese Geschichte für Jugendliche gedacht ist, wissen auch die, dass es so schnell bzw. einfach in der Liebe eben nicht geht, oder wenn doch, dass das wirklich nur sehr selten vorkommt. Wie viel Prozent der Teenager leiden unter Liebeskummer? Unerwiderter Liebe? 85% Also ist das eine doch sehr blauäugige Sichtweise und sehr durch die Rosa-Rote-Brille gedacht!!)
      "Oh Leinar", seufzte ich überglücklich. Eigentlich konnte ich gar nicht fassen, dass er mich so an sich ranließ. Ich erwiederte seinen Blick und erklärte dann: "Ich hab mich auch in dich verliebt."(siehe oben)
      Und dann umarmten wir uns wieder. Jetzt waren wir wohl wirklich Seelenliebende oder zumindest angehende Seelenliebende.
      "Wow", lächelte er und ich grinste. Er fragte: "Damit hättest du wohl nicht gerechnet, was?"
      "Nein, wirklich nicht", grinste ich zurück. "Aber ich bin froh, dass es so gekommen ist."
      "Ich auch." Er klang, als könnte er noch nicht ganz begreifen, was da eben passiert war. Dennoch wirkte er richtig ausgelassen und fragte mich: "Möchtest du tanzen?"
      "Aber gerne", antwortete ich.
      So reichte er mir seine Hand und zog mich auf die Tanzfläche.(Den Tanz hättest du ruhig beschreiben können. Trotz meiner Kritik oben, ist die Situation schon sehr gut und ansatzweise romantisch geschrieben. Da kommt so ein Tanz und 'Seelenliebenden' eigentlich gerade gelegen, um das romantische noch etwas auszubauen.)
      Eigentlich wollte ich jetzt nur mit Leinar zusammen sein, aber ich wollte auch unbedingt noch mit Sophann und Emma reden und die Mädchen fragen, wie es ihnen ging. Ich hatte sie den ganzen Abend noch nicht gesehen.
      Leinar zeigte sich verständnisvoll und ließ mich gehen. Zum Abschied flüsterte er nur: "Wir sehen uns ja in unserer Suite."
      Ich nickte und schenkte ihm ein Lächeln. Dann trennten wir uns erneut voneinander.(Erst ist Mia eifersüchtig, dass Leinar sich so viel mit Ariella unterhält, lässt ihn andererseits, aber auch bei ihr zurück. Das würde die wenigsten Mädchen tun, vor allem, wenn sie kein wirkliches Vertrauen zu ihrem 'Freund' haben, allerdings konnten sie das ja auch noch nicht wirklich aufbauen, wenn man es genau betrachtet)
      Schließlich fand ich Sophann und Emma mit Lily in einer der ruhigeren Ecke sitzen.
      "Hier steckt ihr also", stellte ich zur Begrüßung fest.
      Sie sahen mich an, als wäre ich eine Außerirdische, doch dann strahlte Sophann mich an: "Wow, du siehst ja toll aus."
      "Danke, ihr aber auch." Es stimmte. Selbst die unscheinbare Sophann wirkte heute Abend wunderschön mit ihren Locken und dem geblümten grünen Kleid und den Blumenohrringen. Sie wirkte zum ersten Mal wie eine richtige Fee.
      Emma hatte ihre Haare einfach ganz normal runter hängen lassen. Das reichte bei ihr schon aus um schön zu wirken. Ihr goldenes Engelkleid passte perfekt zu ihr und Lily sah richtig süß aus in dem schicken schwarzen Kleid, dass (das)sie trug. Ihre schwarzen modisch geschnittenen Haare und die leichte Schminke in ihrem Gesicht rundeten ihr Aussehen ab.
      "Ich hab euch die ganze Zeit über gesucht", verkündete ich den Mädels(Mädchen --- klingt etwas besser, wenn man den Satz liest) nun.
      "Ja_(Komma) klar", Sophann lachte ausgiebig. "Dewegen hast du also so mit Leinar getanzt."
      "Das habt ihr gesehen?", fragte ich sie_(überrascht).
      "Na ja, es war kaum zu übersehen", gab Sophann zurück.
      "Ihr seid sogar farblich aufeinander abgestimmt."
      "Purer Zufall", behauptete ich und wusste, dass ich nicht sehr überzeugend klang.
      "Wie du meinst." Emma zuckte nachgibig mit den Achseln (Schultern--- klingt schöner)und fragte dann: "Wieso seid ihr eigentlich nicht zusammen mit uns untergebracht?"
      Da war sie! Die heikle Frage, vor der ich mich gefürchtet hatte. Doch mir war inzwischen eine relativ glaubwürdige Erklärung eingefallen. "Leinar und ich sind mit Cameron und Sena verwandt. Die beiden wollten, dass wir im selben Turm leben wie sie. Der Turm ist der damaligen Sternenkönigin Cassandra gewidmet."
      Sie sahen mich zwar etwas skeptisch an, ließen meine Aussage aber so stehen.(Kann man so machen, aber ich als Freundin hätte da definitiv noch weiter nachgefragt.)
      "Unser Turm ist Corly gewidmet. Sie lebt dort zusammen mit Austin, dem Lehrer. Eigentlich war Corly lange Zeit zusammen mit ihren Brüdern untergetaucht, aber vor etwa drei Monaten kamen sie hierher und unterrichten jetzt hier. Ist das nicht toll?", erzählte Sophann aufgeregt.
      "Ja_(Komma) klar. Unglaublich, dass sie hier ist. Corly scheint echt nett zu sein", bestätigte ich.
      "Wir haben sie noch nicht wirklich kennen gelernt(zusammen geschrieben)", erklärte Emma nun. "Sie hat uns nur im Gemeinschaftsraum Willkommen geheißen und uns erzählt, dass unser Turm Corella heißt."
      "Dann seid ihr also gut zurecht gekommen, seit wir getrennt wurden?", wollte ich wissen.
      "Ja", nickten sie einstimmig und Lily fügte noch hinzu: "Es ist echt toll hier und so magisch."
      Da konnte ich ihr nur zustimmen.
      Die Eröffnungsfeier ging bis zum frühen Morgengrauen. Dann gingen wir in unsere Türme und Suiten. Wir legten uns in unsere Betten und schliefen fast sofort ein. Leinar und ich konnten immer noch morgen miteinander reden. Jetzt war mir auch klar, wieso wir am zweiten Tag noch keinen Unterricht hatten.(HALLO! Da legen die sich so einfach ins Bett? Die beiden kennen sich nicht wirklich, sind Seelenliebende und legen sich einfach so in ein Bett, ohne auch nur einen Kommentar oder eine Peinlichkeit, weil sie das Bett teilen müssen? Das sind immer noch Teenager!!! Die haben noch eine gewisse Hemmschwelle, wenn es darum geht sich einfach so mit jemanden in ein Bett zu legen, das ist zumindest unangenehm, oder peinlich. Außerdem hätte man das auch wieder weiter und genauer ausführen können. Du hast sonst auch immer viel wert auf einzelne Kapitel für einzelne Szenen gelegt, dass wäre so eine, die monomental wichtig für die Beziehung der beiden und auch für das charakterliche Verständnis der Figuren gewesen wäre. Solche kleinen Szenen sind für den Leser wichtig! Durch die werden einem die Charaktere sympathisch und man kann mit ihnen fühlen, weil man sich mit ihnen identifizieren kann!!)
    • @Kisa

      Ach so, ok, mir war nicht klar, dass man nicht erkennt, dass die beiden Zwillinge sind. Muss bei der zweiten Überabeitung noch mal drauf achten.

      Mit dem Satz bei „Was gibt’s denn?“ hast du Recht. Ich hab oft das Problem, dass mir nicht schönere Begriffe für was einfallen. Wenn du mich dann noch mal speziell wodrauf aufmerksam machst, merke ich es dann auch und versuch noch mal spezieller darüber nachzudenken.

      Na ja das mit der Liebesgeschichte hab ich extra so gemacht. Sie soll sich ja entwickeln und Mianna sollte auch selbst merken, dass sie noch wenig über Leinar weiß. Na klar kennt Ariella ihn länger, aber ihre Beziehung zueinander ist intensiver. Leinar konnte halt nie wirklich was mit Ariella anfangen, aber zu Ariellas Verhalten kommt dann in Teil drei auch noch mehr. Aber sie sollte schnell intensiv werden. Ich find ich hab mir da schon einigermaßen Zeit gelassen. Ich hätte auch schon so eine Szene im magischen Zug einbauen können. Aber so was ist halt auch immer Geschmackssache. Und ich weiß, dass viele nicht mehr so auf Romantik stehen.

      Dann ist das bei dir leider falsch rüber bekommen. Der Kuss sollte nicht Mittel zum Zweck sein. Leinar wollte ihr zeigen, dass sie sich wegen Ariella keine Sorgen machen musste und was er fühlt. Ich hatte drei Testleser und die fanden das alle gut so. Aber man kann es halt auch nicht allen recht machen. Für manche ist das halt was und für manche nicht. Ich wollte halt, dass sie überwiegend zusammen sind im Buch. Ich weiß, dass es eher Romane gibt wo die erst am Ende zusammen kommen, aber ich find dann hat man fast gar nichs mehr davon. Wie gesagt. Es ist einfach Geschmackssache.

      Über die Formulierung mit dem Kuss mache ich mir noch mal Gedanken bei der zweiten Überarbeitung.
      Wie gesagt, ich wollte nicht das was gängig ist in meiner Geschichte und natürlich kann sie das nicht wissen. Deswegen sagt er es ihr ja, damit sie es jetzt weiß.

      Na ja das mit dem Rumkriegen ist Ansichtssache. Nicht alle sind so und mein Leinar ist da eben eine Ausnahme. Er ist ein Romantiker. Ich bin halt einfach romantisch veranlagt. Und auch wenn es eher seltener ist, glaub ich schon, dass es durchaus romantische Männer gibt.

      Bei dem Tanz überlege ich mir noch mal was.

      Mia ist sich halt vorher noch unschlüssig was Leinar für sie empfindet. Und ein bisschen Eifersucht ist da denk ich normal. Anderseits will sie ihn nicht zu sehr einengen und ihm ihre Freiheiten lassen. Ausserdem sind sie zu dem Zeitpunkt wo er bei Ariella ist noch nicht wirklich zusammen. Und dann ist da noch die Sache, dass er kaum Freunde hat und eher zurückhaltend ist. Sie will ihm einfach nicht die einzige Person nehmen, die er ausser ihr noch hat. Da ist sie recht selbstlos. Ich bin da recht ähnlich. Ich find Eifersucht zerstört vieles. Wieso sollte sie die beiden voneinander trennen? Aber na ja. Ich glaub auch das ist Ansichtssache. Ich find es gut so. Stimmt. Die Beziehung muss erst aufgebaut werden und somit auch das Vertrauen. Ich denke der erste Schritt dazu war einfach, dass Leinar ihr gesagt hat was sie fühlt. So wusste sie wo sie dran war.

      Ich find in einer Geschichte darf man ruhig auch mal Mädels schreiben. Es ist kein Sachtext oder so. Da ist ein bisschen Umgangssprache erlaubt.

      Hm, ich denke ihre Freundinnen haben sich einfach gedacht, wenn sie reden will, wird sie schon zu ihnen kommen wegen Leinar und der Suite.

      Ok wegen dem Ausführen am Ende mach ich mir noch mal Gedanken. Aber sonst lass ich das so stehen. Denn es hat was mit der Seelenverbundenheit zu tun. Es sind Teenager, das schon, aber es sind auch Feen und meine Feen sind einfach etwas anders in ihren Sitten und sehen alles etwas lockerer als andere. Zumindest in einigen Szenen. Ausserdem ist Mianna 18. Das hab ich geschrieben. Und Leinar denk ich auch. Das hab ich nicht ganz ausgeführt. Klar sind sie dennoch jung, aber meine Feen sind sehr schnell unabhängig und so. Zumindest die meisten. Und ich wollte es einfach nicht so machen wie es immer ist. Aber wie gesagt. Ich mach mir darüber noch mal genauere Gedanken bei der zweiten Überbeitung.

      Danke für deine Meinung. Nein, ich lasse nicht den Kopf hängen. Es kann nicht nur gute Kritiken geben. Und meine bisherigen drei Testleser fanden es alle gut. Ausserdem weiß ich wohin der Trend geht und ich wollte dem entgegenwirken und einfach mal was ganz anderes schreiben was nicht so gängig ist und lockerer in den Regeln wie im Verhalten. Mich nervt es nämlich öfter eher, wenn die so verkrampft sind und sich nur selbst im Weg stehen oder es einfach zu viele Regeln gibt. Ich glaub ich bin da einfach anders. Ausserdem sind auch nicht immer alle Teeanger gleich. Es gibt solche und solche. Ich war nie ein ganz normaler Teenager aus gesundheitlichen Gründen und ich denke auch Feen sind keine normalen Teenager wie wir es bei uns Menschen kennen. Klar können sie es sein, aber sie müssen es nicht.

      Wobei es dir dann vermutlich teilweise auch mal zu schnulzig werden könnte. Meine Geschichte ist schon sehr romantisch veranlagt. Ich liebe so was und deswegen wollte ich es für meine Geschichte auch so.

      Hat dir das mit den Verwandtschaftsverhältnissen was ich gepostet hab denn geholfen? Das Problem ist, wenn ich die Stammbäume schicke, dass es einmal mehrere sind und zum anderen Spoiler drin sind oder Teilweise Personen, die so nicht genannt werden. Hab einfach mal etwas weiter gesponnen. Aber ich hab die jetzt nicht extra für einen Teil oder so und ich wusste auch gar nicht wie ich Bilder einfügen kann.
    • Hab die Stellen die du markiert hast noch mal etwas genauer geschrieben. Was hälst du davon?

      Also reichte er mir seine Hand und führte mich auf die Tanzfläche. Es kam gerade ein Liebeslied von einer Feenband. Leinar zog mich an sich und ich legte meinen Kopf an seine Schulter. Mein Herz klopfte wie wild und ich war ganz aufgeregt. Ich hatte noch nie so mit einem Jungen getanzt. Es wirkte irgendwie sehr intim. Viel zu schnell war das Lied vorbei. Leinar sah mir in die Augen und es war so viel Gefühl darin. Leicht nervös, aber fröhlich grinste er mich an und löste sich dann ganz von mir. Wir verließen lächelnd die Tanzfläche.

      und

      Es war schon komisch nicht mehr allein in einem Bett zu liegen. Anderseits hatten wir auch schon im magischen Zug eine Nacht nebeneinander geschlafen. Vielleicht war ich deswegen jetzt überhaupt nicht verlegen. Ich fand es schön. Leinar war mir noch recht fremd, doch er wirkte mir auch andererseits auch so vertraut. Als würden wir uns schon ewig kennen. Ich betrachtete ihn noch eine Weile. Er trug ein weites graues T-Shirt und eine schwarze Boxershorts. Dann schlief ich auch ein in meinem langen kuscheligen roten Schlafanzug. Wir konnten morgen immer noch miteinander reden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Lilian ()

    • die beiden Ausführungen sind okay.
      Ich kann es gut verstehen wenn sich deine Geschichte von anderen abheben soll. Trotzdem kann man die Liebesbeziehung durchaus noch weiter ausführen am Anfang. Es geht darum den Leser aber auch die Figuren selbst zu verstehen und rüber zu bringen was die jedeweils aneinander faszinierende finden. Da ist nicht immer einfach, aber man kann es hingekommen wenn man es schafft das sich die Leser in die Charaktere hininversetzten können
    • @ Kisa: Wie gesagt. Ich werde mal versuchen am Anfang noch was zu verändern, wobei das halt auch einfach immer Geschmackssache ist. Meine drei vorherigen Testleser fanden es gut so. Aber vielleicht überleg ich mir noch was in der Schule zu schreiben bevor sie erwählt werden. Wo sie ihn beobachtet oder er ihr Blicke zuwirft oder irgendwie so. Mal sehen, was sich so machen lässt. Wie gesagt, meine Ideen kamen mir oft sehr spontan und gerade am Anfang hatte ich vermutlich selbst noch keine Ahnung wie genau ich mir alles vorstelle. Ausserdem musste ich mich auch erst mal wieder ans Schreiben rantasten. Jedenfalls mal sehen was sich machen lässt. Dann hier also das nächste Kapitel.

      Kapitel 13 Blutsmagie

      - Was man tief in seinem Herzen besitzt,
      kann man durch den Tod nicht verlieren.

      Nachruf


      Als ich aufwachte, schlief Leinar noch. Das Frühstück hatten wir schon verpasst und bis zum Mittagessen waren es noch zwei Stunden. Also ließ ich ihn schlafen. In meinem blauen kurzen Schlafanzug ging ich ins Wohnzimmer und sah mir meinen Stundenplan an. Er lag auf dem Wohnzimmertisch. Wir hatten ihn wohl bekommen, während wir auf dem Fest waren. Wir hatten magische Stunden und nichtmagische. Ein nichtmagisches Fach hieß allen Ernstes "Film und Fernsehen“. Als Erklärung stand darunter, dass wir uns Filme und Serien aus allen möglichen Epochen ansehen würden. Von Sissi bis Thor zu Der Herr der Ringe, Hitler, Glee, Once upon a time und jede Menge andere Filmepochen. Vermutlich würde uns nichts erspart bleiben. Andererseits mochte ich Filme und Serien sehr.
      Montags und mittwochs hatte ich Unterricht bei Cameron, dienstags und donnerstags bei Sena und freitags bei Morley. Dienstags und donnerstags hatte ich zusätzlich noch meinen Extraunterricht. Samstags war frei, doch da mussten Leinar und ich zu Lady Meisold wegen der Seelenmagie und es fand jeden Samstag ein Gottesdienst statt. Der wohl in der Menschenwelt bei vielen Menschen üblich. Das hatte ich zumindest gehört.
      Wir sollten uns hier in der Schule schon mal an die Sitten der Menschenwelt gewöhnen.
      Ich verglich meinen Stundenplan mit Leinars und stellte fest, dass ich die meisten Stunden mit ihm zusammen hatte.
      Dann legte ich die Stundenpläne wieder zur Seite und testete mit einer Fernbedienung den zweiten Bildschirm im Wohnraum. Es war eine Art Computer, der auf sprachliche Befehle hörte. Also kein zweiter Fernseher.
      Eine halbe Stunde vor dem Mittagessen zog ich eine schwarze Jeans und ein rotes Top an. Egal was für Wetter wir hatten, im Schloss war es immer warm. Als ich fertig war, setzte ich mich zu Leinar aufs Bett und weckte ihn mit einem sanften Kuss auf seine Wange.
      "Hm, hm", murmelte er, wollte aber nicht richtig aufwachen. Also kitzelte ich ihn stattdessen aus. Leinar wurde so ganz schnell wach, packte mich und zog mich zu sich herunter.
      "Hey, weckst du mich jeden morgen so?", fragte er hoffnungsvoll.
      "Mal sehen." Lächelnd schüttelte ich mit dem Kopf.
      "Jetzt solltest du jedenfalls aufstehen. Sonst gibt es kein Mittagessen für dich."
      "Ich würde aber viel lieber mit dir hier liegen bleiben", schmollte er.
      Das klang verführerisch, aber ich blieb hart. "Oh nein. Ich hab durchaus Hunger und werde auf jeden Fall was essen gehen."
      "Na gut", gab Leinar seufzend nach. Er schenkte mir einen flüchtigen, zarten Kuss auf den Mund und verließ den Raum.
      Der Speisesaal im Turm Cassalda befand sich im ersten Erdgeschoss. Vierertische standen im Raum verteilt.
      In unserem Turm lebten etwa zwanzig Schüler und in den anderen etwa dreißig bis vierzig.
      Leinar und ich saßen gegenüber von Zac und Leonie aus Tindemu. Leinar trug ein weißes Hemd, eine blaue Cordhose und er ging mal wieder barfuß. Die Schuhe hatten ihm wohl nicht so gefallen.
      Jedenfalls war ich noch nie in Tindemu, aber Zac erzählte uns, dass die Feen dort viel im Freien waren und in den Tälern befanden sich überall kleine Seen oder Wasserfälle. Sie wohnten mehr in Baumhäusern, die durch Magie gegen das Wetter geschützt waren. Tindemu war etwas kleiner als Raubit, aber dennoch gab es dort eine Einkaufsstrasse. Nur durfte man sich diese Einkaufsstrasse nicht so vorstellen, wie die in den Großstädten, wo Geschäft um Geschäft sich aneinanderreihte. Mehr wie auf Flohmärkten mit Ständen im Freien.
      Tindemu lag am Meer und die Suiten der beiden im vierten Stock waren zum größten Teil aus Naturholz gemacht. Die Tindemuer ernährten sich nur von gesunden Sachen, während wir aus Raubit so gut wie alles aßen.
      Zac war das dritte Jahr hier im magischen Schloss und Leonie das Zweite. Sie waren Geschwister. Eigentlich war es eher selten, dass Geschwister zusammen in die magische Schule kamen, aber ich kannte jetzt schon ein paar, die hier waren. Vielleicht war es gerade neue Mode. In dem Jahr, wo Leonie hierher kam, waren sie wohl auch die Einzigen gewesen und deswegen etwas Besonderes. Nun waren sie in unserem Turm untergebracht.
      Wenn Geschwister zusammen Magie bewirkten, waren sie stärker und darin sollten die beiden besonders geschult werden. Zacs Feenname war Zaciras und Leonies Leania.
      Das Mittagessen dauerte gar nicht so lang, aber wir wussten danach schon ziemlich viel aus dem Leben der beiden. Wir mussten gar nicht viel sagen, aber das machte mir nichts. Sie waren mir beide sympathisch.
      Wenn Geschwister hier schon etwas Besonderes waren, wie besonders mussten dann Ariella und Antonia sein oder Sören und Justin als Zwillinge? Eigentlich müssten sie doch auch in unserem Turm leben, oder? Na ja, ich war eigentlich ganz froh, dass sie es offenbar nicht taten.
      Erst nach dieser Theorie ging mir auf wie stark Renn, Corly und Lim sein mussten, wenn sie zusammen Magie wirkten. Ich hatte vorher nicht gewusst, dass die Magie von Geschwistern so stark war. Zac nannte es Blutsmagie. Es war eine besondere Form von Seelenmagie, nur dass sie häufiger vorkam. Ich fand das unglaublich faszinierend, auch wenn ich selbst keine Geschwister hatte.
      Als wir den Speisesaal verließen, war Leinar unglaublich still. Fast so, wie am Anfang, als ich ihn kennen lernte. Wir machten uns auf dem Weg zur Bücherei im Hauptgebäude, um unsere Schulbücher abzuholen. Ich nahm seine Hand und verschränkte meine Finger mit seinen. Er drückte sie.
      "Was ist los?", fragte ich ihn sanft.
      "Ich glaube nicht an diese Blutsmagiegeschichte", erklärte er.
      "Wieso nicht?", fragte ich ihn verwundert. "Seelenmagie gibt es doch auch."
      "Darum geht es auch nicht." Leinar dachte kurz nach und entschied dann offenbar mir zu erzählen, was er auf dem Herzen hatte. "Ich habe nicht nur meine Mutter verloren, sondern auch meinen Bruder, meinen Zwillingsbruder."
      "Oh Leinar!" Ich blieb stehen und nahm ihn in den Arm. Er drückte mich an sich. Es war mir egal, dass wir mitten auf dem Gang zum Hauptgebäude standen. Als wir uns voneinander lösten, erzählte er weiter: "Würde es Blutmagie geben, hätte ich doch gewusst, dass etwas nicht mit ihm in Ordnung war und hätte ihn retten können."
      "Oh Leinar!", wiederholte ich. Wie viel hatte er noch durchmachen müssen, ohne dass ich davon wusste? Sanft streichelte ich seine Wange und nahm dann wieder seine Hand in meine. "Du darfst dir daran nicht die Schuld geben."
      "Aber ich hätte es wissen müssen", beharrte er.
      "Nein, Leinar. Manche Dinge passieren einfach ohne jeden Sinn." Dann fiel mir etwas ein. "Fühlst du dich deswegen so mit Ariella verbunden? Weil sie eine Zwillingsschwester hat?"
      "Vermutlich", gab Leinar zu. "Sie kannte auch Evaniel und ich hab das Gefühl, sie versteht mich."
      "Ich verstehe dich auch, nur anders", versicherte ich ihm.
      "Ich weiß." Und dann lächelte er schon wieder leicht.
      "Wenn du reden willst, bin ich immer für dich da", versprach ich ihm
      "Ich weiß", wiederholte er lächelnd und dann gingen wir weiter.
    • Der Teil war okay. Was mir jetzt auffällt, ist, dass deine wörtliche Rede immer ziemlich kurz und in simplen Sätzen gehalten ist. Du kannst die jeweiligen Gespräch der Personen durchaus noch weiter ausführen und ausschmücken. Mittlerweile haben deine kurzen Sätze nämlich den Charakter von Schulsätzen, die man möglichst einfach hält, damit die Lehrer auch wirklich verstehen was man sagen will, dass ist in einer Geschichte aber nicht unbedingt angebracht, außerdem klingt es oft viel und abgehackt, um wirklich schön und flüssig zu klingen. Die Sache mit dem Tod von Leinars Bruder ist noch ein schönes Detail, worum man den Armen eigentlich nru bemitleiden will, weil er so viele Verluste erlitten hat. Dennoch könntest du näher darauf eingehen, warum, wieso und weshalb der Bruder gestorben ist!

      Spoiler anzeigen

      Lilian schrieb:

      Kapitel 13 Blutsmagie

      - Was man tief in seinem Herzen besitzt,
      kann man durch den Tod nicht verlieren.

      Nachruf

      Als ich aufwachte, schlief Leinar noch. Das Frühstück hatten wir schon verpasst und bis zum Mittagessen waren es noch zwei Stunden. Also ließ ich ihn schlafen. In meinem blauen kurzen Schlafanzug ging ich ins Wohnzimmer und sah mir meinen Stundenplan an. Er lag auf dem Wohnzimmertisch. Wir hatten ihn wohl bekommen, während wir auf dem Fest waren. Wir hatten magische Stunden und nichtmagische. Ein nichtmagisches Fach hieß allen Ernstes "Film und Fernsehen“. Als Erklärung stand darunter, dass wir uns Filme und Serien aus allen möglichen Epochen ansehen würden. Von Sissi bis Thor zu Der Herr der Ringe, Hitler, Glee, Once upon a time und jede Menge andere Filmepochen(Die Filme und Serien die du da gerade aufgezählt hast, passen nicht wirklich zu diesem Begriff. Zu Fimepochen gehören auch Klassiker, durch die man sich in der Schule quälen muss, wie "Metropolis" etc. also auch Schwarz-Weiß-Filme und nicht die schönen neuen Sachen von heute, die mehr oder weniger dieselbe Lovestory haben! Vielleicht könntest du dafür einfach ein anderes Wort verwenden, wenn du diese Filme beschreiben willst!). Vermutlich würde uns nichts erspart bleiben. Andererseits mochte ich Filme und Serien sehr.
      Montags und mittwochs hatte ich Unterricht bei Cameron, dienstags und donnerstags bei Sena und freitags bei Morley. Dienstags und donnerstags hatte ich zusätzlich noch meinen Extraunterricht. Samstags war frei, doch da mussten Leinar und ich zu Lady Meisold wegen der Seelenmagie und es fand jeden Samstag ein Gottesdienst statt.(Sind die nicht eigentlich am Sonntag??) Der wohl in der Menschenwelt bei vielen Menschen üblich_(war). Das hatte ich zumindest gehört.
      Wir sollten uns hier in der Schule schon mal an die Sitten der Menschenwelt gewöhnen.
      Ich verglich meinen Stundenplan mit Leinars und stellte fest, dass ich die meisten Stunden mit ihm zusammen hatte.
      Dann legte ich die Stundenpläne wieder zur Seite und testete mit einer Fernbedienung den zweiten Bildschirm im Wohnraum. Es war eine Art Computer, der auf sprachliche Befehle (Sprachbefehle reagierte)hörte. Also kein zweiter Fernseher.
      Eine halbe Stunde vor dem Mittagessen zog ich eine schwarze Jeans und ein rotes Top an. Egal was für Wetter wir hatten, im Schloss war es immer warm. Als ich fertig war, setzte ich mich zu Leinar aufs Bett und weckte ihn mit einem sanften Kuss auf seine Wange.
      "Hm, hm", murmelte er, wollte aber nicht richtig aufwachen. Also kitzelte ich ihn stattdessen aus(durch). Leinar wurde so ganz schnell wach, packte mich und zog mich zu sich herunter.
      "Hey, weckst du mich jeden morgen so?", fragte er hoffnungsvoll.
      "Mal sehen." Lächelnd schüttelte ich mit dem Kopf.
      "Jetzt solltest du jedenfalls aufstehen. Sonst gibt es kein Mittagessen für dich."
      "Ich würde aber viel lieber mit dir hier liegen bleiben", schmollte er.
      Das klang verführerisch, aber ich blieb hart. "Oh nein. Ich hab durchaus Hunger und werde auf jeden Fall was essen gehen."
      "Na gut", gab Leinar seufzend nach. Er schenkte(gab/drückte) mir einen flüchtigen, zarten Kuss auf den Mund und verließ den Raum.(Absatz --- bzw. Zeile frei lassen)
      Der Speisesaal im Turm Cassalda befand sich im ersten Erdgeschoss. Vierertische standen im Raum verteilt.
      In unserem Turm lebten etwa zwanzig Schüler und in den anderen etwa dreißig bis vierzig.
      Leinar und ich saßen gegenüber von Zac und Leonie (Beschreibung der Beiden fehlt!!)aus Tindemu. Leinar trug ein weißes Hemd, eine blaue Cordhose und er ging mal wieder barfuß. Die Schuhe hatten ihm wohl nicht so gefallen.
      Jedenfalls war ich noch nie in Tindemu, aber Zac erzählte uns, dass die Feen dort viel im Freien waren und in den Tälern befanden sich überall kleine Seen oder Wasserfälle. Sie wohnten mehr in Baumhäusern, die durch Magie gegen das Wetter geschützt waren. Tindemu war etwas kleiner als Raubit, aber dennoch gab es dort eine Einkaufsstrasse. Nur durfte man sich diese Einkaufsstrasse nicht so vorstellen, wie die in den Großstädten, wo Geschäft um Geschäft sich aneinanderreihte. Mehr wie auf Flohmärkten mit Ständen im Freien.
      Tindemu lag am Meer und die Suiten der beiden im vierten Stock waren zum größten Teil aus Naturholz gemacht. Die Tindemuer ernährten sich nur von gesunden Sachen, während wir aus Raubit so gut wie alles aßen.
      Zac war das dritte Jahr hier im magischen Schloss und Leonie das Zweite. Sie waren Geschwister. Eigentlich war es eher selten, dass Geschwister zusammen in die magische Schule kamen, aber ich kannte jetzt schon ein paar, die hier waren. Vielleicht war es gerade neue Mode. In dem Jahr, wo Leonie hierher kam, waren sie wohl auch die Einzigen gewesen und deswegen etwas Besonderes. Nun waren sie in unserem Turm untergebracht.
      Wenn Geschwister zusammen Magie bewirkten, waren sie stärker und darin sollten die beiden besonders geschult werden. Zacs Feenname war Zaciras und Leonies Leania.
      Das Mittagessen dauerte gar nicht so lang(nicht lange-- das andere ist alles überflüssig und klingt nicht so schön), aber wir wussten danach schon ziemlich viel aus dem Leben der beiden. Wir mussten gar nicht viel sagen, aber das machte mir nichts. Sie waren mir beide sympathisch.
      Wenn Geschwister hier schon etwas Besonderes waren, wie besonders mussten dann Ariella und Antonia sein oder Sören und Justin als Zwillinge? Eigentlich müssten sie doch auch in unserem Turm leben, oder? Na ja, ich war eigentlich ganz froh, dass sie es offenbar nicht taten.
      Erst nach dieser Theorie ging mir auf wie stark Renn, Corly und Lim sein mussten, wenn sie zusammen Magie wirkten. Ich hatte vorher nicht gewusst, dass die Magie von Geschwistern so stark war. Zac nannte es Blutsmagie. Es war eine besondere Form von Seelenmagie, nur dass sie häufiger vorkam. Ich fand das unglaublich faszinierend, auch wenn ich selbst keine Geschwister hatte.
      Als wir den Speisesaal verließen, war Leinar unglaublich(sehr -- um die Wiederholung zu vermeiden) still. Fast so, wie am Anfang, als ich ihn kennen lernte. Wir machten uns auf dem Weg zur Bücherei im Hauptgebäude, um unsere Schulbücher abzuholen. Ich nahm seine Hand und verschränkte meine Finger mit seinen. Er drückte sie.
      "Was ist los?", fragte ich ihn sanft.
      "Ich glaube nicht an diese Blutsmagiegeschichte", erklärte er.
      "Wieso nicht?", fragte ich ihn verwundert. "Seelenmagie gibt es doch auch."
      "Darum geht es auch nicht." Leinar dachte kurz nach und entschied dann offenbar mir zu erzählen, was er auf dem Herzen hatte. "Ich habe nicht nur meine Mutter verloren, sondern auch meinen Bruder, meinen Zwillingsbruder."
      "Oh Leinar!" Ich blieb stehen und nahm ihn in den Arm. Er drückte mich an sich. Es war mir egal, dass wir mitten auf dem Gang zum Hauptgebäude standen. Als wir uns voneinander lösten, erzählte er weiter: "Würde es Blutmagie geben, hätte ich doch gewusst, dass etwas nicht mit ihm in Ordnung war und hätte ihn retten können."
      "Oh Leinar!", wiederholte ich. Wie viel hatte er noch durchmachen müssen, ohne dass ich davon wusste? Sanft streichelte ich seine Wange und nahm dann wieder seine Hand in meine. "Du darfst dir daran nicht die Schuld geben." Warum sollte er sich die Schuld geben?? Dieser Satz ist, ohne das wir wissen warum der Bruder gestorben ist, unsinnig!!!)
      "Aber ich hätte es wissen müssen", beharrte er.
      "Nein, Leinar. Manche Dinge passieren einfach ohne jeden Sinn." Dann fiel mir etwas ein. "Fühlst du dich deswegen so mit Ariella verbunden? Weil sie eine Zwillingsschwester hat?"
      "Vermutlich", gab Leinar zu. "Sie kannte auch Evaniel und ich hab das Gefühl, sie versteht mich."
      "Ich verstehe dich auch, nur anders", versicherte ich ihm.
      "Ich weiß." Und dann lächelte er schon wieder leicht.
      "Wenn du reden willst, bin ich immer für dich da", versprach ich ihm_(Punkt)
      "Ich weiß", wiederholte er lächelnd und dann gingen wir weiter.
    • @Kisa:

      hab das mal grob durchgelsen, überarbeiten werd ich das gleich.

      Nein, nicht unbedingt. Bei uns in der Gemeinde gab es zum Beispiel auch immer eine Samstagsabendmesse. Ich glaub die gibt’s sogar noch. Und ausserdem ist es ein Fantasyroman und eine Schule. Da kann doch auch mal was anders sein als üblich.

      Na ja, das mit Leinars Bruder hatte ich am Anfang extra vage gehalten, weil ich da am Ende von Teil 3 noch mal ausführlicher eingehe. Und ich find man muss auch nicht immer gleich alles am Anfang klären. Und im Laufe der Geschichte geh ich auch sowieso immer mal wieder darauf ein. Das kommt so nach und nach ans Licht.

      Das mit den Sätzen kann sein. Wobei ich das gar nicht so schlimm find. Ich find es muss nicht immer alles haargenau beschrieben werden oder ausgeführt werden. Ich lese öfter Bücher wo fast überhaupt keine ausführlichen Beschreibungen sind und dennoch kann ich mir gut ein Bild davon machen.

      Ich denke, es geht nicht so sehr um den Grund des Todes, wieso Mianna meint, dass Leinar sich die Schuld gibt, sondern eher daran was er über dier Seelenmagie gesagt hat. Dass er was hätte spüren müssen und da find ich schon, dass sie gemerkt hat, dass er sich deswegen ein bisschen Schuld gibt. Weil er glaubte es hätte verhindert hätte können durch die Seelenmagie, wenn es so was wirklich gibt. Weil er dann etwas hätte spüren müssen.
    • Lilian schrieb:

      Das Gesicht meiner Mutter war sanft und zierlich_ während das meines Vaters nur beinahe hübsch war. Um wirklich schön zu sein_ war es zu rau, aber ich liebte sein Gesicht trotzdem. Beide trugen schlichte Kleider.
      Die Äußerung klingt, als sei ihr Vater er Quasimodo neben ihrer Mutter :| - Zudem, wie kann etwas beinahe hübsch sein? Entweder ist es das oder nicht. Das "beinahe" wirkt in diesem Satz sehr redunant.


      Lilian schrieb:

      Wenn der Zug irgendwo hielt kamen oft viele Schaulustige um, den Zug wenigstens einmal in ihrem Leben zu sehen. Manchmal auch von weit her aus den Dörfern.
      Wenn der Zug einmal im Jahr kommt ... dann ist das nicht gerade DAS Erlebnis. Man hat genug Zeit ihn sich anzusehen, wenn nicht in dem einen Jahr, dann im Nächsten eben ... Daher würde ich den Satz aus Sinngründen streichen oder umformulieren. Nur, weil die Loveparade einmal im Jahr war, taten die Leute ja nicht so, als sei es ein Komet, der nur alle 100 Jahre einmal auftaucht.

      Lilian schrieb:

      Er war schnell. So schnell, als würde man in Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn fahren.
      Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen variieren sehr stark. Das kann 80km/h sein oder 200km/h +. Daher hingt dort der Vergleich etwas.

      Lilian schrieb:

      Wir hatten ja nicht mal richtige Straßen, nur Feldwege.
      ??? Meinst du vielleicht Trampelpfade? Denn bei uns sind gaaaaaanz viele Feldwege geteert und unterscheiden sich nicht so sehr von normalen Straßen. Da würde ich eine genauere Beschreibung hinzufügen.

      Lilian schrieb:

      Wir fuhren sowieso fast nur Geländewagen

      Lilian schrieb:

      Auch die Autos benutzten wir selten, eigentlich nie.
      So wie die Welt beschrieben ist, kann man das kaum glauben, also, dass Fahrzeuge nur selten genutzt werden. Wie kommen die Feen ansonsten von A nach B? Wie gehen sie einkaufen, denn einen menschlischen Lebenstandart mit Frühstück haben sie ja?! Was arbeiten die Feen ansonsten dort, wenn sie nicht zu den Auserwählten gehören und wie kommen sie zur Arbeit? Das sind Fragen, die sich in meinem Kopf festbeißen, wenn ich den Text lese und ich erwarte sogar irgendwie Antworten darauf, um ein festeres Bild des Ganzen zu gewinnen. Weil, bisher ... muss ich gestehen, aus rein sachlicher Sicht, wirkt die Welt zusammengebastelt. Soll heißen, so lange es passt und als Erklärung gebraucht wird, werden sich Dinge wie Autos aus dem Ärmel gezogen, damit man das Hinkommen zum Bahnhof erklären kann, aber im Nachhinein merkt man, dass es sich von der Menschenwelt unterscheiden muss, also erwähnt man Dinge wie "Wir nutzen sie aber nicht oft!" oder "Wir besitzen nur einen Fahrzeugtyp!" Woher kommt der Sprit? Bewegen die Fahrzeuge sich durch Magie oder Feenstaub fort?


      Lilian schrieb:

      Aber Gott sei Dank ließ sie das Thema fallen.
      "Gott sei Dank" - Gnihihihih, da freut sich mein sadistisches Autorenherz immer :sarcastic: :D
      So lange deine Fee keine Christin ist, würde sie nie solch einen Wortlaut benutzen. Ich weiß natürlich noch nicht, ob sie in der Menschenwelt zur Kirche konvertiert, aber ... das sind gewissen Kleinigkeiten, auf die man achten muss. In meiner Geschichte kann ich auch keine Äußerungen wie "Geh´ zum Teufel!" - benutzen, denn einen Teufel besitzt die Welt nicht, von der ich schreibe. ;)

      Lilian schrieb:

      Seine dunklen Augen leuchteten im Mondlicht.
      Da hab ich etwas verdutzt geguckt. Dunkle Augen die leuchten. Das klingt irgendwie nach dem Satz. "Schatz, mach das helle Licht aus, die Glühbirne ist kaputt!" :rofl:
      Der Satz ist unvollständig. "dunkel" ist schon mal keine wirkliche Farbe und daher keine schöne Beschreibung. In der Lehre des Lichts wird z.B. "Schwarz" einfach so beschrieben, dass unser Auge das Spektrum nicht wahrnehmen kann und als Loch sieht, heißt "Schwarz" - Das leuchtet aber nicht oder kann nicht leuchte, weil dunkel eben ... X/ Wenn du geschrieben hättest "Seine Augen stachen aus der Dunkelheit heraus ..." oder "reflektierten silbern das wenige Mondlicht!"- Dann joar, iwie schon, aber sooo ist es etwas zu wenig Metapher. :|

      Lilian schrieb:

      Das klang traurig. Dann fiel mir etwas auf. "Du hast Jemanden verloren, der dir viel bedeutete. Ein Mädchen, dass du gern hattest, vielleicht?"
      Wie fiel ihr das denn bitte auf? Das genügt mir als Leser nicht. Man kann umschreiben, dass sie während der Unterhaltung merkte, dass seine gewollte Einsamkeit nicht von ungefähr kommt ... eins und eins zusammenzählen quasi, aber so klingt das wie irgendwie nach ... unplausibel, vor allem, wenn man die Person keinen Meter kennt, nicht mal bei Liebe auf den ersten Blick.

      Lilian schrieb:

      Kannst du dir vorstellen, dass sie Wolken schweben lassen kann?
      :hmm: Wolke schweben lassen kann ... - aso kommt für mich gleich nach "Kann machen, dass die Luft stinkt!" - Was bei manchen sogar eine magische Kampfwaffe wäre.
      Warum da die Kritik? WOLKEN. SCHWEBEN. IMMER!!! Und soweit nicht anders im Text erklärt, für mich nicht nachvollziehbar. Ich habe noch NIE, noch NIE meinen Nachbarn im Garten schimpfen hören "Scheiß da ... schon wieder so eine Wolke vom Himmel gefallen!" - Feuerwehr und Kriseneinheit schaffen sie dann aus dem Garten ... :rolleyes:
      Ich wusste bei diesem Satz ehrlich nicht, ob das eine sarkastische Art von Sophann war, sich über Lily lustig zu machen oder dem Ernst entsprach.

      Lilian schrieb:

      "Keine Sorge", beruhigte Antonia mich. "Von meiner Schwester will er bestimmt nichts. Er mag sie, aber sie ist ihm auch unheimlich. Zu besitzergreifend. Dich hingegen hat er sehr schnell in sein Herz geschlossen. Eure Verbindung geht tiefer. Ich kann es nicht besser erklären, aber er will dich besser kennen lernen. Du berührst ihn und er kann sich das nicht erklären. Das ist ihm bisher noch nie passiert."
      Staunend sah ich Antonia an. "Woher weißt du das alles?"
      "Ich kann nicht direkt Gedanken lesen, aber ich kann Gefühle spüren und seine Gefühle für dich sind sehr stark", erklärte Antonia.
      Da hatte ich wieder das Gefühl, dass es eine situationsbedingte Spielerei war, um auf das Thema Leinar zurückzukommen. Und er hat jetzt schon tiefe Gefühle ... 8) Dafür, dass er so von Abstand und Einsamkeit geredet hatte, geht das ja verdammt schnell. ;)

      Lilian schrieb:

      "Danke.", sagte er und lächelte schwach. Diesmal legte er sich zu mir in mein Bett. Vermutlich wollte er einfach nicht allein sein.
      Also das find ich bisschen arg unrealistisch. Mal ehrlich, da Mia ja "unerfahren" mit Jungs oder jungen Männern ist, kann ich ihre absolut lockere Reaktion NICHT nachvollziehen. Als ich das erste Mal neben einem Jungen gelegen habe, dachte ich, ich bekomme einen Schlaganfall. :cursing:
      Da war Scham, Nervosität, Aufregung, Herzklopfen - gerade weil ich total verschossen war ... :whistling:
      Da lieg ich doch nicht da wie eine tote Forelle und denk mir "Aja, der will eben nicht alleine sein!" HÄH 8|
      Vielleicht war ich extrem schüchtern oder bin mittlerweile zu alt für sowas ... aber ... das kauf ich der beteuerten "liebevollen, netten" Art von Mia nicht ab!!!!
      Ein wahrer Romatiker würde hier die Situation aufgreifen, um die Gefühlswelt besser zu beschreiben.
      Ich persönlich bin mehr die Sadistin. Und auch wenn es bei mir Romatik in einem anderen Stil gibt, wenn auch eher wenig, weiß ich oder erkenne ich, worauf es ankommt.
      Solche Momente können Einblick in das Innere der Prota geben, was sich in ihr regt und abspielt und finde es schade, dass diese Chance hier vertan wurde.


      Wie du siehst, hab ich weitergelesen, ich glaub Kapitel 8 käme nun ... ^^
      Ich kann mich bisher vielen meiner Vorredner nur anschließen. Potenzial ist da - auf jedenfall.
      Auf mich wirkt die Gschichte, also eigentlich nur das Konstrukt, aber noch sehr wacklig.
      Ich habe Probleme manchmal das Kopfkino anzuwerfen, wie bei der Sache mit den Autos.
      Eine Geschichte sollte zu Anfang schon gut überlegt sein, zumindest der sogenannte "ROTE FADEN!"
      Auch Figuren sollten soweit stehen, dass man sie vor seinem eigenen inneren Auge sehen kann. Klar, manchmal kommen Kleinigkeiten spontan dazu oder ein Verlauf ändert sich spontan, weil man eine bessere Idee hat, aber hier wird mir oftmals zu viel darauf geschoben, dass alles noch nicht so wirklich stand. Da du mittlerweile 3 Teile davon hast, hättest du bei der ersten Überarbeitungen viele Dinge schon hinzufügen können, die dir später klar waren.
      Ich sag immer, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Ein fehlerloser Vollprofi ist hier niemand, nicht mal die Autoren hier, die schon veröffentlicht haben (zum Teil mehrfach), aber selbst die hinterfragen ihre Geschichten bis zum letzten Wort und sind sich NIE sicher oder gar zufrieden.
      Ich finde deinen Schreibstil - wie du schreibst sehr schön und angenehm zu lesen. Kleinere Fehler stören nicht den Lesefluss.
      Dennoch würde ich mir zu Herzen nehmen, was andere Leser/Autoren dir raten.
      Das soll nicht heißen, dass du alles umschreiben musst, von dem du selbst überzeugt bist.
      Gut, in deiner Geschichte kommen die beiden schnell zusammen, das ist echt Geschmackssache und wirklich was anderes, wenn es mal keine Endlosleier ist - was ich sogar begrüße. :smoker:
      Aber es kommt auf die Art an WIE sie zusammenkommen und da fehlen mir teils tiefere Gefühlseinblicke, die sich mit der Beziehung zusammen aufbauen.
      "Liebe auf den ersten Blick" - Dagegen will ich nichts sagen, bei mir gibt es bis jetzt, nach 370 Seiten, noch nicht einen innigen Kuss, auch wenn von Liebe oftmals die Rede ist. Genauso wie von Dingen, wofür man Liebe nicht unbedingt braucht :spiteful:
      Außerdem fahre ich eh mehr die Humorschiene, gepaart mit Tragik und sehr düsteren Elementen ... daher nicht wirklich vergleichbar.
      Nichtsdestotrotz muss sich ein Leser irgendwie in die Personen hineinfühlen können und da ich anscheinend nicht die Erste bin, die das etwas bemängelt, würde ich da vielleicht mit ein paar zusätzlichen Sätzen Abhilfe schaffen.

      So das war es erstmal.
      Ich lese die Tage weiter und schaue mal, ob sich da ein paar Kritikpunkte sogar in Luft auflösen ...


      LG

      Jennagon

      :joker: