Lionheart - Boten des Lichts

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    • Lionheart - Boten des Lichts

      Dunkelheit zieht über das einst friedvolle Land Aidanur auf. Königin Emelith giert nach mehr Macht und erschafft eine Armee aus dunklen Kreaturen, die über die anderen Königreiche herfallen. Prinzessin Kayla und Prinzessin Elina aus den entzweiten Königreichen Loria und Isana werden durch die Angriffe von ihren Familien getrennt. Sie schließen sich zusammen und suchen mit ihren Anima Ares und Aura einen Weg, das Licht zurück nach Aidanur zu bringen. Können die beiden es mit der Dunkelheit aufnehmen, oder verschlingt die Dunkelheit die beiden?
      Band 1 der Lionheart Saga

      Wir hoffen es wird euch gefallen. ^^




      Prolog

      Von einer kalten Schnauze geweckt schnellte ich hoch. Ein kurzer Blick aus dem Fenster, schürte die Wut in mir. Lodernde Flammen erhellten den Himmel in dieser Nacht über dem Königreich Loria.

      »Kayla, los! Das Schloss wird angegriffen.« Zu mir sprach Ares, ein riesiger Löwe, mit tiefer, dröhnender Stimme.

      Geschwind sprang ich aus meinem Himmelbett und schnürte ohne zu zögern meine Rüstung. Voller Energie und Aufregung griff ich nach meinem Langbogen mit Köcher und dem Schwert. Meine Neugier darüber, wer uns angriff, trieb mich zur Eile an. Seit vielen Jahren hatte es keiner gewagt, gegen Loria in den Kampf zu ziehen.

      Mit raschen Schritten eilte ich aus meinem Zimmer, wo mir schon auf dem Gang eine handvoll Soldaten über den Weg lief.

      »Prinzessin! Wir werden angegriffen! Sie versuchen es am südlichen Tor«, rief einer von ihnen.

      Ich spannte den Gürtel meines Köchers fest und sprang auf Ares‘ Rücken. »Ares! Los, so schnell dich deine Pfoten tragen!«

      Selbstbewusst und mit erhobenem Bogen drückte ich meine Beine gegen den Torso des Löwen. Rasch sprintete Ares los zum südlichen Tor. Ich vergaß alles um mich herum, aber was ich noch hörte war mein Herzschlag und Ares‘ Atem. Ich war die Ruhe selbst.

      Der Korridor endete an einer großen, schweren Tür und Ares stieß diese sogleich auf. Ein Flammenmeer, dessen Prasseln nur von den Schreien der Stadteinwohner übertönt wurde, erstreckte sich vor uns.

      Ich befahl meinem Löwen den Hof zu überqueren. Rechts und links von uns stapelten sich bereits die Leichen, Soldaten Lorias, die von den hohen Mauern geschossen worden waren. Der Tür gegenüber, auf der anderen Seite des Hofes, befand sich eine Treppe, die auf die Mauer führte, welche wir eilig erklommen.

      Nun standen Ares und ich auf der südlichen Mauer, in der sich bereits blutverschmierte Enterhaken verkeilt hatten, an denen teilweise Hautfetzen hingen. Ich vermutete, dass diese bereits als Waffe auf dem Weg hierher benutzt worden waren. Ich sprang vom Rücken des Löwen und zielte mit meinem Bogen auf die erste Kreatur, die über die Mauer ragte. Sie sah aus wie ein Mensch, hatte jedoch graue Haut wie das Eisen der Schwerter, schwarze Adern, die sich stark abzeichneten und rote Augen, die mich finster anstarrten, während mein Pfeil sein Herz durchbohrte.

      Ich hörte eine bekannte Stimme hinter mir. Es war Faros, mein Vater, der König von Loria, der soeben aus einem der Palasttürme auf die Mauer kam. Gefolgt von seiner Leibgarde, zog er sein Schwert und stieß es einem der merkwürdigen Wesen direkt in die Brust. Sein großer, schwarzer Wolf Jax wich nicht von seiner Seite. Es kamen immer mehr dieser Kreaturen über die Mauer. Ein kurzer Blick nach unten ließ mir den Atem stocken. Es waren mehrere Tausend, die versuchten die Mauer hochzuklettern. Mit gezielten Schlägen durchtrennten die Soldaten die Seile der Enterhaken.

      Plötzlich wurde das riesige Palasttor von außen aufgebrochen und zahlreiche Feinde stürmten in den Hof hinein. Ohne zu zögern rannte ich die Treppe hinunter, Ares und einige Soldaten folgten mir. Sogleich zog ich mein Schwert und half den bereits kämpfenden Soldaten die Wesen in Schach zu halten. Ich bemerkte, wie Ares plötzlich zur Seite sprang und einem der Ungeheuer, das aus dem Schloss kam, den Kopf abbiss. Andere Feinde, welche die Aktion des Löwen mitbekommen hatten, gingen nun mit langen Speeren auf ihn los, hielten jedoch genug Abstand, damit Ares‘ Pranken sie nicht erwischten. Ich rief ein paar Soldaten, mit denen ich meinen Löwen unterstützte.

      Die Feinde, die aus dem Schloss kamen, bereiteten mir Sorgen, denn dies bedeutete, dass sie an einer anderen Seite des Gebäudes die Wachen bezwungen hatten.

      »Wir sind eingekesselt!«, schrie einer unserer Soldaten.

      Mein Blick wanderte zum Tor in der Mauer, wo sich Dutzende der Wesen ansammelten. An ihren Füßen krochen riesige Schlangen umher.

      »Ares! Bring meine Tochter sofort hier weg!«, rief König Faros vom Wall hinab, während er sich einen unerbittlichen Schwertkampf lieferte.

      »Nein! Ares ... Nein! Ich bleibe hier!«

      Ich erhob mein Schwert und lief erneut in Richtung der Wesen. Eines von ihnen warf einen Speer, der meinen Bauch durchbohrte. Ich brach zusammen, doch bevor ich zu Boden fiel, war Ares da, um mich zu retten. Schwer atmend sammelte ich meine restliche Kraft und biss die Zähne zusammen, dann brach ich den Speer am Schaft durch. Die Spitze ließ ich in der Wunde, denn ich wusste, dass es ansonsten nur stärker bluten würde. Mühsam hievte ich mich auf, Ares hatte sich neben mich gelegt, sodass ich aufsteigen konnte. Geborgen auf Ares Rücken blickte ich zu meinem Vater, der die Mauer hinunter gestürmt war und nun vor mir kniete.

      »Vergiss niemals, wer du bist und wo du herkommst, Kayla! Und jetzt lauf‘, Ares! Lauf soweit euch deine Pfoten tragen!«

      Ich streckte noch einmal die Hand nach meinem Vater aus, dann wurde alles schwarz.
      "Bücher sind voll Leben, voll Abenteuerlust, hier bist du, weil du es willst und nicht, weil du es musst." (Disney)
    • Heyho,
      Obwohl es so spät in der Nacht ist schreib ich trotzdem noch hier drunter :D

      Erst einmal:
      Wäre vielleicht nicht schlecht wenn du (bzw ihr) euch einmal kurz im Empfangssaal vorstellt, ist hier so der Usus ;)


      Zur Story:
      Man sieht direkt, dass ihr euch das echt schon ziemlich durchdacht habt, was da passiert, mit den ganzen Karten und Bilder und sowas :D
      Prolog ist ganz gut, man weiß halt so ziemlich gar nicht was denn so gerade überhaupt los ist, aber so etwas macht ja auch neugierig auf mehr.
      Manchmal scheinen die Sätze ein bisschen "abgehackt" und konstruiert aneinandergereiht. Fänd da ein paar kleine Variationen ganz schön :)

      Ansonsten: super Intro, Kopfkino entstand ohne große Probleme. Mal sehen, was ihr euch da in dieser großen Welt alles ausgedacht habt.


      Cheers,

      Jack C. Moon
      "Es geht nicht nur darum ewig zu leben, Jackie. Der Trick ist, ewig mit sich selbst leben zu können."


      - Captain Teague
    • Okay spannender Einstieg muss ich sagen ^^
      Der Speer im Bauch wird der Armen wohl erst mal Schwierigkeiten bereiten.
      Ich hoffe sie findet schnell Hilfe.
      Sympathisch macht das Ganze, dass der Adel mitkämpft und sich nicht heulend in irgendwelchen Zimmern verkriecht und die Soldaten verfeuert ...
      An manchen Stellen wirkt es etwas vorhersehbar, aber man merkt, dass ihr euch echt Gedanken gemacht habt ^^

      Und was die Vorstellung angeht, wäre ich auch dankbar ;)

      LG Miri
      Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.
      1. Mose 12
    • Da habt ihr beiden euch schon viel Mühe gegeben. Man merkt schon beim ersten Post, dass igr euch viele Gedanken macht und ihr mit Leib und Seele dahinter steht.
      Es macht auf jeden Fall Spaß es zu lesen und irgendwie gefällt mir der Schreibstil sehr gut.
      Der Anfang ist bisher zwar noch nichts Neues und wirkt noch etwas klischeebelastet, aber ich lasse mich erstmal überraschen.

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • Hallihallo :) Auf den Empfangssaal wurdet ihr ja schon hingewiesen :D

      Also zur Story. Ich hab mir eure Karten durchgeguckt und den Text dazu zumindest überflogen :P Ihr scheint euch echt schon eine Menge Gedanken gemacht zu haben, Respekt! Sieht alles nicht übel aus (auch wenn ich als Tipp sagen würde: Übertreibts nicht mit den Namen. Wenn wir im Reich Janieara von der Hauptstadt Moridieaniria mit unserer Heldin Daniadiadinia zum grossen Hafen von Mododianiadia reisen müssen, hab ich sämtliche Namen der Orte und Menschen bereits nach drei vergessen. Namensgebung ist etwas vom Schwierigsten. In meiner Welt hab ich extra ein Reich, wo die Leute "normale" Namen wie John oder Mortimer haben. Und beim Rest achte ich darauf, möglichst einprägsame, unkomplizierte Namen zu finden, die nicht siebenmal gelesen werden müssen, bevor man sie aussprechen kann. Naja, meistens. Und wenn ein Name mal zu lange ist, sorg ich für ne Abkürzung- Ereste wird zu Res etc. Einprägsam und nicht unnötig kompliziert :) )

      Nun, konkret mal zum Text. Da sind mir ein paar Dinge aufgefallen:
      Spoiler anzeigen

      Nyare90 schrieb:

      Lodernde Flammen erhellten den Himmel in dieser Nacht. Von einer kalten Schnauze geweckt schnellte ich hoch.

      »Kayla, los. Das Schloss wird angegriffen.« Zu mir sprach ein riesiger Löwe mit tiefer Stimme.

      Ohne zu zögern schnürte ich meine Rüstung. Mit raschen Schritten eilte ich aus meinem Zimmer, wo mir schon eine Hand voll Handvoll Soldaten über den Weg liefen.

      »Prinzessin! Wir werden angegriffen! Sie versuchen es am südlichen Tor«, sprach einer von ihnen. Ich spannte den Gürtel meines Köchers fest und nahm meinen Bogen in die Hand.

      »Ares! Los, so schnell dich deine Pfoten tragen!«

      Selbstbewusst und mit erhobenem Bogen, drückte ich meine Beine gegen den Torso des Löwen. Rasch sprintete Ares los zum südlichen Tor. Ich vergaß alles um mich herum. Alles (Wortwiederholung) was ich noch hörte war mein Herzschlag und Ares‘ Atem. Ich war die Ruhe selbst.

      Der Korridor neigte sich dem Ende und Ares stieß das Tor auf.
      Also. Mehrere Probleme mit der Wortwahl hier. Es ist klar, was gemeint ist, aber "sich dem Ende neigen" ist nur bei Zeitspannen wirklich korrekt. Ein Jahrhundert neigt sich dem Ende. Ein Leben. Ein Tag. Kein Korridor. Das Bild, das diese Wortwahl aufbeschwört, ist ein Mädchen im Blumenkleid, das in Zeitlupe hüpfend Richtung Licht tänzelt und merkt, dass der Flur bald fertig sein wird. Einfach ... schräg ^^ Ein Korridor endet abrupt, besonders, wenn man mit Hochgeschwindigkeit unterwegs ist, und das sollten die Worte auch vermitteln.
      Ein Flammenmeer, dessen Knistern nur von den Schreien der Stadteinwohner übertönt wurde. Ares und ich standen auf der südlichen Mauer, in der sich bereits blutverschmierte Enterhaken eingehakt (Wortteilwiederholung :P Vorschlag: verkeilt oder eingehängt) hatten. Ich sprang von Ares runter und zielte mit meinem Bogen auf die erste Kreatur, die über die Mauer ragte. Es Sie sah aus wie ein Mensch, hatte jedoch gräuliche Haut, schwarze Adern, die sich stark abzeichneten und rote Augen, die mich anstarrten, während mein Pfeil sein Herz durchbohrte.

      Ich hörte eine bekannte Stimme hinter mir. Es war mein Vater, Faros, der König von Loria. Gefolgt von seinen Soldaten zog er sein Schwert und stieß es einem der merkwürdigen Wesen direkt ins Herz. Ein großer schwarzer Wolf wich nicht von seiner Seite. Es kamen immer mehr dieser Wesen über die Mauer. Ein kurzer Blick nach unten lies mir den Atem stocken. Es waren mehrere Tausend, die versuchten die Mauer hochzuklettern.
      Ich verstehe nicht. Wo genau steht die Prinzessin jetzt? Sie kam doch eben aus dem Korridor und steht nun in einem Hof mit Mauer. Wo genau guckt sie jetzt runter? Über die Mauern? Also sind diese Mauern den Hügel runter ein ganzes Stück entfernt. Dennoch hat sie das Biest erschossen, und ihr Vater sogar eines erschlagen. Das Bild stimmt nicht.
      Mit gezielten Schlägen durchtrennten die Soldaten die Seile der Enterhaken.
      Also stehen Soldaten auf den Mauern? Und sie leben noch? Dann dürfte noch keins beim König angekommen sein, oder?
      Ich bemerkte, wie Ares plötzlich nach rechts sprang und einem der Wesen, das aus dem Schloss kam, den Kopf abbiss.
      Und jetzt kommt eins von hinten? Von oben am Hügel quasi?


      »Wir sind eingekesselt!«, schrie einer der Soldaten.

      Mein Blick wanderte zum anderen Ende der Mauer, wo sich Dutzende der Wesen ansammelten. An ihren Füßen schlängelten riesige Schlangen umher.

      »Ares! Bring meine Tochter sofort hier weg!«, rief König Faros.

      »Nein! Ares...Nein! Ich bleibe hier!«

      Ich zog mein Schwert und lief in Richtung der Wesen. Eines der Wesen warf einen Speer, der meinen Bauch durchbohrte. Ich brach zusammen, doch bevor ich zu Boden fiel, war Ares da, um mich zu retten. Geborgen auf Ares Rücken blickte ich zu meinem Vater.

      »Vergiss niemals, wer du bist und wo du herkommst, Kayla! Und jetzt lauf, Ares! Lauf soweit euch deine Pfoten tragen!«

      Ich streckte noch einmal die Hand nach meinem Vater aus, dann wurde alles schwarz.
      Zum letzten Teil auch. Also erst einmal: Speer in den Bauch? Sowas macht man nicht lange. Ehrlich. Die kleine ist tot. Finito (es sei denn, magisches Wesen oder sowas :P ) Dann der Satz "Geborgen auf Ares' Rücken". Wie, geborgen? In meinem Kopf hagelt es grade Pfeile. Wenn der Löwe keine gepanzerte Sänfte auf dem Rücken trägt, ist Kayla alles andere als geborgen. Abgesehen von der Ruhe ihres Vaters, der dem Löwen befiehlt, seine tödlich verwundete Tochter mal eben über die Reihen der tausenden von Feinden zu tragen, die die Verteidiger grade einkesseln.


      Also - Technisch/grammatikalisch in Ordnung, nur am "Vermitteln" hapert es imho noch bissi :) bedenkt beim Schreiben- der Leser hat nicht die Bilder eurer Vorstellung vor sich. Es geht beim Schreiben doch vor allem darum, das Bild oder die Emotion, die man hatte, dem Lesenden zu vermitteln. Oder aber alles ganz und gar vage zu lassen, um dem Leser die Möglichkeit zu geben, seine Eigene Fantasie einzubringen. Auch Mischformen sind natürlich möglich, und ihr habt hier so etwas ähnliches - Ihr beschreibt das Schloss sehr wenig, ich kann ihm selber eine Farbe geben, einen Baustil, ein Aussehen. Das ist super! Aber - die Dinge, die der Autor definiert, müssen in sich stimmen. Das ist bei euch nicht wirklich der Fall, tut mir leid, siehe meine Kommentare direkt im Text.
      Euer Schreiben löst Bilder in mir aus (das ist grossartig), aber dann geschieht etwas, das dafür sorgt, dass dieses Bild nicht stimmen kann - und ich stocke. Und falle aus dem Text, aus dem Lesefluss, und alles verliert enorm an der Atmosphäre, die ihr so wundervoll aufgebaut habt.

      Lest eure Texte, bevor ihr sie postet, nicht als Autor, sondern als Leser. Lasst sie ein paar Tage liegen und lest sie dann noch einmal, wenn ihr nicht mehr von euren Bildern beeinflusst seid. Dann merkt ihr, wo etwas anders sein muss, um das Ziel zu erreichen.

      Ansonsten ein schöner Anfang :) Es stört mich etwas, dass beide, König und Prinzessin, ne Art Haustier haben (Löwe und Wolf). Auch wenn beide magisch sind und reden können, klingt das ziemlich nach diesen billigen PC-Rollenspiele, wo jeder Spieler noch n Begleittier bekommt. Zwei Krieger mit Begleiter ist hart an der Grenze- und auch nur, wenn die beiden Tiere SEHR gut erklärt sind (da bin ich streng :P aber diese Klischeehaften Kriegerprinzessinen kann ich nicht riechen. Möglich, dass ihr das überhaupt nicht anstrebt - dann ignoriert meinen Kommentar. Aber ich möchte einfach kurz warnen, damit ihr nicht in eine 0815-Story abrutscht. Sowas ist immer schade. Und ihr habt Potenzial. Bewahrt euch das.)

      Nun - ich lass mich auch mal überraschen, wie es weitergeht :)

      LG Klim :crazypilot:

      "You know what the big problem is in telling fantasy and reality apart? They're both ridiculous."

      - Twelve

    • Kapitel I

      Warmer Atem und eine riesige Tatze auf ihrer Wunde weckten Kayla. Sie öffnete die Augen und sah eine wunderschöne riesige Löwin, die sie anstarrte.

      »Elina, beeil‘ dich. Sie ist wach.«, sagte die Löwin mit einer warmen bestimmten Stimme.

      Kayla versuchte sich aufzurichten, doch Schmerzen stoppten sie dabei. Sie hielt sich den Bauch, der verbunden war.

      Ein paar Meter weiter sah sie eine Gestalt. Es war eine Frau. Sie hatte eine unglaublich warme Ausstrahlung und war bildschön. Ihr bordeauxrotes Kleid ging bis zum Boden und ihre Stirn war mit einem silbernen Diadem geschmückt. Ihre langen braunen Haare umspielten ihren Körper sanft. Als sie sich umdrehte bemerkt sie, dass Ares hinter ihr lag. Seine Pfote war verbunden.

      »Mein Name ist Elina und das ist Aura. Sie ist mein Anima. Kannst du mir erzählen, was passiert ist und woran du dich erinnerst?«

      »Flammen...und den Tod.« Kayla blickte traurig zu Boden.

      Kayla versuchte wieder sich aufzurichten, doch Elina drückte sie wieder runter. Sie sah sich im Liegen um. Kayla bemerkte, dass sie sich in einer Höhle befanden, oder eher in einem großen Erdloch. Es war feucht und moderig, doch in ihrer momentanen Situation, machte es Kayla wenig aus. Wieder fiel ihr Blick auf Ares, mit seiner prachtvollen Mähne. Er lag in der Ecke und es schien so, als ob er schlief.

      »Wie geht es Ares, ist er schlimm verletzt?«

      »Es geht ihm gut, er ist nur ein wenig erschöpft und seiner Pfote wird es auch bald wieder besser gehen. Er hat sich große Sorgen um dich gemacht.«

      Kayla war froh, dass es Ares gut ging. Er war schon immer an ihrer Seite gewesen, solange sie sich erinnern konnte, schließlich war er ihr Anima. Seit ihrer Geburt ließ Ares Kayla nicht aus den Augen.

      Ein Anima war ein Begleiter, ein Teil der Seele des Menschen, den er in tierischer Gestalt überall hin begleitete. Nicht jeder Mensch hatte einen Anima an seiner Seite. Nur die Nachfahren der ersten Königsfamilie des Landes Aidanur wurden von Anima begleitet. König Haral und Königin Navia hatten vier Kinder. Zwei Prinzessinnen namens Naevia und Lianna und zwei Prinzen namens Keleth und Leoteth. Als der König und die Königin starben stritten die Vier sich um den Thron. Blutige Kämpfe entfachten zwischen den vier Königskindern. Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, beschlossen sie das Land in vier Königreiche aufzuteilen. Jeder von ihnen herrschte von dort an über eines der Königreiche.

      Kayla stammte aus Loria, dem östlichen Königreich. Dort gab es die schönsten Wälder und die Sterne funkelten jede Nacht hell auf. Manchmal, wenn ihr Vater schon schlief, schlich Kayla raus und ritt auf Ares zum See in Mitten des Königwaldes, der sich in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt Eanaris befand. Dort konnten sie all die mystischen Wesen beobachten, die nachts umhergingen. Es schien, als beständen sie aus purem Licht. Einige von ihnen hatten die Silhouette von Menschen, ein paar andere sahen aus wie kleine Feen. Die Leute in Loria nannten sie Waldgeister und der Wald, indem sie lebten, wurde als heilig angesehen. Kayla saß oft an einer Lichtung und schauten ihnen dabei zu, wie sie tanzten. Die Wesen gaben Kayla ein Gefühl der Wärme, die sie zuhause oft vermisste.

      Im Westen des Landes befand sich das große Königreich Isana. Isana war bekannt für seine wunderschönen Felder auf denen jede nur erdenkliche Art von Blumen wuchs. Auch wuchsen auf den Feldern viele verschiedene Getreidearten, dessen Samen aus entfernten Ländern jenseits des Meeres kamen. Das Königreich lag direkt am Meer, was den Handel mit anderen, weit entfernten Ländern erleichterte. Kayla hoffte, dass sie irgendwann einmal die Möglichkeit bekam dorthin zu reisen, denn sie hatte das Meer noch nie gesehen.

      Das Königreich im Süden hieß Galaria. Es war berühmt für seine unglaubliche Schmiedekunst und die schnellsten und schönsten Pferde im Land. Die besten Waffen kamen aus diesem Land, da dort ein reichliches Vorkommen an Erzen zu finden war.

      Doch leider hatten die anderen Länder nichts von diesem Fund, da durch die Teilung Aidanurs kein Kontakt zwischen den vier Königreichen bestand. Es gab auch keinen Handel zwischen ihnen, nur einige Tage im Jahr war es den Händlern eines Landes bestimmt die Grenze zu überqueren.

      In all den Königreichen herrschte vor Kurzem noch Frieden, denn die Menschen lebten glücklich zusammen. Nicht jedoch im Norden.

      Das nördliche Königreich Asfaloth wurde von Emelith regiert. Ihre unersättliche Gier nach Macht überschattete das einst so prachtvolle Königreich voller Gebirge und Auen. Emelith war einst eine gütige Herrscherin, doch eines Tages auf einer Reise durch das Land der Kreto, einem Barbarenvolk aus Barania, dem Land östlich von Aidanur, wurde Lyla ihr geliebter Anima getötet. In einem Hinterhalt raubten die Kreto die Kutsche der Königin aus und versuchten Emelith zu töten. Ihr treuer Fuchs Lyla ging dazwischen und verlor sein Leben.

      Wenn ein Anima stirbt verliert der Mensch nicht nur seinen stetigen Begleiter und Freund, sondern auch einen Teil seiner Seele. Dieser Verlust hatte ein ewig kaltbleibendes Loch in Emelith‘ Seele hinterlassen.

      Der Norden war völlig abgeschottet von den restlichen Königreichen. Von dort hörte man nur Geschichten und Gerüchte über die Königin und ihre Machenschaften. Einige behaupteten sogar die Königin würde dort ihre eigene Armee aufstellen, um das ganze Land zu erobern und es aus der Finsternis, in der sie lebte, zu beherrschen.

      »Du sagst also, du erinnerst dich an Feuer?«, sagte Elina völlig aus der Luft zu Kayla.

      »Ehm, ja, ich bekomme alles noch nicht so ganz zusammen. Die Bilder in meinem Kopf verschwimmen immer wieder. Das Einzige, was ich erkenne sind Flammen, die wie tausend Nadelstiche auf meiner Haut brennen und Ares Fell, das mich wohl behütet von ihnen wegträgt. Eine männliche Stimme ruft nach mir, doch sein Rufen verstummt in der Ferne.«

      Kayla musste ihre Tränen zurückhalten. Ohne Ares an ihrer Seite wäre sie verloren. Die meisten ihrer Erinnerungen verblassten. Der Gedanke nach Hause zurückzukehren und all das Elend dort zu sehen bereitete ihr Bauchschmerzen. Warum hatte sie es zugelassen fortgetragen zu werden. Sie war die Erbin des Throns des Südens und doch hatte sie Angst zurückzukehren. »Wie bin ich hierhergekommen?«

      »Aura war gerade auf der Jagd in einem nahegelegenen Wald, als sie deinen Anima witterte. Wir haben dich und deinen Löwen dann auf einer Lichtung gefunden. Ares war durch seine Verletzung und Erschöpfung zusammengebrochen. Aura und ich haben es geschafft euch mit aller Kraft hierher zu bringen.«

      Kayla dachte darüber nach, wie weit sie wohl mit Ares gekommen war.

      Zu sehen wie Elina nachdenklich und hektisch auf und ab lief, holte Kayla aus ihren Gedanken. Sie blickte Elinas Löwin an und bemerkte ihren strengen Blick.

      »Du siehst besorgt aus. Worüber machst du dir Gedanken?«, fragte Kayla Elina.

      »Ich mache mir Sorgen um meine Familie, ich wurde von ihr getrennt.« Elinas Blick sank zu Boden. Kayla sah ihr die Angst an.

      »Dein Name ist also Elina. Und da du einen Anima an deiner Seite hast, nehme ich mal an du kommst aus einem der Königshäuser.« Kayla richtete sich auf und blickte Elina mit ernstem Blick an.

      »So ist es. Ich bin Prinzessin Elina von Isana.« Diese Worte schien sie schon oft gesagt zu haben. Sie sprach sie mit solch einer Selbstsicherheit.

      »Okay, okay. Und wenn ich mich hier so umsehe, sehe ich aber, dass wir immer noch am Rande von Loria sind. Ich erkenne diese Erdhöhle, als Kind habe ich hier oft gespielt. Was machst du hier?« Kaylas Blick wurde ernst.

      »Ich bin auf der Flucht. Mein Königreich wurde angegriffen. Es geschah plötzlich, in der Nacht. Wesen mit bösen Augen und dunklen Adern auf ihrer fahlen Haut griffen uns an. Auf dem Boden...«

      Kayla unterbrach sie prompt: »...schlängelten sich Schlangen und Wesen der Dunkelheit...?!«

      Elina starrte sie erstaunt an. »Ja, genau.«

      Kayla riss die Augen auf. »Das Selbe passierte auch in Eanaris.« Nun senkte Kayla ihren Blick zu Boden. Also war das alles kein Traum, sondern Realität.

      »Ich möchte jetzt eigentlich keine voreiligen Schlüsse ziehen, aber was ist, wenn die Gerüchte wahr sind und der Norden nun versucht ganz Aidanur zu unterwerfen?«, sprach Elina.

      »Daran hatte ich auch schon gedacht.«, antwortete Kayla mit besorgter Stimme.

      Nun meldete sich Ares zu Worte, der die ganze Zeit über still daneben saß. »Kayla. Lass mich nach Hause gehen, um zu sehen, was sich dort abspielt. Warte hier mit Elina und Aura bis ich wieder da bin.«

      »Nein!«, Kayla ballte die Faust.

      »Aber Kayla, ich habe deinem Vater versprochen dich zu beschützen. Ich kann dich dieser Gefahr nicht aussetzen. Es ist zu gefährlich.« Ares sprach sehr ruhig. Er kannte Kayla besser als jeder andere und wusste wie er mit ihr umgehen musste.

      »Ich treffe meine eigenen Entscheidungen, Ares. Ich komme mit!« , sprach Kayla und die Wut war ihrem rot angelaufenen Gesicht problemlos anzusehen.

      »Wir begleiten euch!«, rief Elina aus dem Hintergrund. Aura nickte Kayla zu und es war beschlossen.
      "Bücher sind voll Leben, voll Abenteuerlust, hier bist du, weil du es willst und nicht, weil du es musst." (Disney)
    • Der Prolog klingt fast wie die ersten Szenen aus dem Computerspiel Dragon Age.

      Einige der Formulierungen sind sehr gelungen

      Nyare90 schrieb:

      Von einer kalten Schnauze geweckt schnellte ich hoch.

      Nyare90 schrieb:

      Los, so schnell dich deine Pfoten tragen!

      Nyare90 schrieb:

      Ein Flammenmeer, dessen Knistern nur von den Schreien der Stadteinwohner übertönt wurde.

      Nyare90 schrieb:

      schwarze Adern, die sich stark abzeichneten

      Aber ich hätte ein paar Anmerkungen:
      - Warum sind die Enterhaken blutig? Klingt zwar stylisch, aber es sagt doch, dass sie schon zuvor als behelfsmäßige Waffen benutzt wurden?
      - Die gräuliche Haut. Ich verstehe was ihr meint, aber das "gräulich" kommt von Grauen im Sinne von grauenvoll, ihr meint vermutlich aber die Frabe grau.
      - Über die Speerwunde musste ich auch schmunzeln. Aber das sehe ich nicht so eng. So eine echte Heldin, die muss das ab können ^^ , wo kommen wir denn da hin, wenn die wegen jedes Kratzers gleich tot umfallen.
      - Und zuletzt: die Tags! Ich kenne das Gefühl ,möglichst alles was Sinn macht da einbauen zu wollen, und schaden wird es wohl auch nicht, aber bestimmte Begriffe wie Erinnerung, Schwert, Mut, Bogen Vertrauen sind sehr allgemein und kommen wahrscheinlich in jedem längeren Fantasy-Stück vor. Auch Krieger, Beschützer oder Bote ist nicht wirklich vielsagend.
      Soweit ich es bisher übersehen kann, hätte ich die Tags so gesetzt:
      Boten des Lichts , Königreich Loria, Königreich Isana, böse Königin, Emelit, Aidanur, Prinzessin, Kayla, Elina, Ares, Aura, Löwe, Tiergefährte

      Das mag auch nicht immer vielsagend sein, aber wenn jemand nach diesen Dingen sucht, landet er bei eurer Geschichte.
      Eure Tags könnte ich beinahe kopieren und bis auf 4-5 Begriffe bei jeder meiner eigenen Geschichten anwenden.

      Bin sehr gespannt, wie sich eure Story weiterentwickelt.

      Zum ersten Kapitel:

      - Goldener Kompass meets Ringparabel (Nathan der Weise) ?

      - Ich würde die männlichen Seelengefährten Animus und die weiblichen Anima nennen.


      Nyare90 schrieb:

      »...schlängelten sich Schlangen und Wesen der Dunkelheit...?!«
      - Hammersatz! Besonders gelungen, da wörtliche Rede!

      - Ich sehe, dass Ihr Euch das schön überlegt habt, mit den getrennten Königreichen. Ihr wollt die Unterschiedlichkeit bewahren und deshalb Vermischungen gleich ausschließen. Ich fürchte nur, Ihr habt Euch da selbst vieler interessanter Möglichkeiten beraubt - aber erst einmal sehen wie es weitergeht. Noch kann man ja gar nichts vorhersehen.
      - Die Beschreibung der Königreiche wirkt hier nicht richtig; sie erscheint wie eine Erklärung, die man halt jetzt mal einschiebt, damit man es später nicht machen muss. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass das jetzt für mich (als Leser) schon wichtig ist.
      Vermutlich tappt jeder am Anfang seiner Schreiber-Laufbahn in die Falle, dass man gleich zu Beginn klare Verhältnisse über Ort und die wichtigsten Personen schaffen will. Ich will gar nicht wissen, wie oft ich heute noch meine Leser mit gut gemeinten aber schlecht platzierten weltumfassenden Beschreibungen nerve. (Ok, ich will's doch wissen, möchte ja aus den Fehlern lernen ...)
      Solche Infos sehen schon viel besser aus, wenn sie eine Person der Handlung einer anderen gibt. Nach dem Motto: Opa Stefanus Falkner erzählt Klein Alrik die kleine Geschichte der Welt am abendlichen Lagerfeuer um ihn vom Heulen der Wölfe abzulenken.

      - und wieder einmal schmunzeln musste ich:
      Über die Freundschaft, welche beide Prinzessinnen sich sofort entgegenbringen. Die Eine, die sicherlich genauso gerne wüsste, wie es daheim läuft, folgt der Anderen einfach mal so, wahrscheinlich, weil sie eh nix Besseres zu tun hat ...
      Und wie immer, wenn ich schmunzeln muss, nicht darüber ärgern. Solange der Leser noch schmunzelt, ist alles gut. Wenn man ihn am Schmunzeln festhalten lassen kann, umso besser. Dann ist er ganz offensichtlich gut unterhalten.

      Ich freue mich darauf weiterhin so gut unterhalten zu werden und erwarte "erwartungsvoll" die nächsten Teile.
      -------------------
      Tom Stark
      zum Lesen geeignet

      delectare et prodesse
    • @Nyare90
      Erst einmal vorweg, finde ich eure Karte klasse. Sie ist sehr schön gemacht und ihr habt euch definitiv viele Gedanken über eure Geschichte gemacht. :D
      Unten im Spoiler findest du/ihr alle meine Korrekturen. es sind nicht viele, aber bei dem ersten Zitat befindest du auch noch einen Tipp von mir. :)
      Der Abschnitt ist zwar nicht sonderlich lang, aber gut geschrieben und man kann schon erahnen das es in dieser Geschichte hoch her gehen wird. ich freue mich darauf weiter zu lesen.
      PS: Bis jetzt habe ich erst den Prolog, das erste Kapitel wird gleich noch folgen :D

      LG
      Kisa

      Spoiler anzeigen

      Nyare90 schrieb:

      Der Korridor neigte sich dem Ende und Ares stieß das Tor auf. Ein Flammenmeer, dessen Knistern nur von den Schreien der Stadteinwohner übertönt wurde. Ares und ich(wir beide---ersetzen) standen auf der südlichen Mauer, in der sich bereits blutverschmierte Enterhaken eingehakt hatten. Ich sprang von Ares(Wiederholung des Namens --- um das zu vermeiden könntest zu zwischendrin andere Bezeichnungen finden, wie an dieser Stelle "... Ich sprang vom Rücken des Löwen herunter) runter und zielte mit meinem Bogen auf die erste Kreatur, die über die Mauer ragte. Es sah aus wie ein Mensch, hatte jedoch gräuliche Haut, schwarze Adern, die sich stark abzeichneten und rote Augen, die mich anstarrten während mein Pfeil sein Herz durchbohrte.(Davon einmal abgesehen ist mir in deinem aller ersten Post aufgefallen, dass eure beiden Tierwesen beide mit "A" anfangen also die Namen von denen. Ebenso wie zwei Teile des Landes, wenn ich es noch richtig im Kopf habe. Versucht nach Möglichkeit die Hauptfiguren mit verschiedenen Namen zu benennen, sodass sie nicht denselben Anfangsbuchstaben habe, dann können sich die Leser die jeweiligen Namen besser merken und kommen nicht durcheinander. Das nur als kleiner Tipp am Rande :D )

      Nyare90 schrieb:

      Ich hörte eine bekannte Stimme hinter mir. Es war mein Vater, Faros, der König von Loria. Gefolgt von seinen Soldaten zog er sein Schwert und stieß es einem der merkwürdigen Wesen direkt ins Herz. Ein großer schwarzer Wolf wich nicht von seiner Seite. Es kamen immer mehr dieser Wesen(Kreatur --Wdh.) über die Mauer. Ein kurzer Blick nach unten lies(ließ) mir den Atem stocken. Es waren mehrere Tausend, die versuchten die Mauer hochzuklettern. Mit gezielten Schlägen durchtrennten die Soldaten die Seile der Enterhaken. Ich bemerkte, wie Ares plötzlich nach rechts sprang und einem der Wesen(Ungeheuer), das aus dem Schloss kam, den Kopf abbiss.

      Nyare90 schrieb:

      »Nein! Ares_..._(Leerzeichen, nach und vor den Auslassungspunkten)Nein! Ich bleibe hier!«

      Nyare90 schrieb:

      Ich zog mein Schwert und lief in Richtung der Wesen(Kreaturen). Eines der Wesen warf einen Speer, der meinen Bauch durchbohrte.

      Nyare90 schrieb:

      Ich brach zusammen, doch bevor ich zu Boden fiel war Ares da, um mich zu retten. Geborgen auf Ares Rücken blickte ich zu meinem Vater_(zurück).

      Nyare90 schrieb:

      »Vergiss niemals wer du bist und wo du herkommst_(Komma) Kayla! Und jetzt lauf Ares! Lauf soweit euch deine Pfoten tragen!«


      Wieder ein schöner Teil und auch wieder ein tolle Karte. Es gibt einen Threat extra für Karten von selbst erfundenen Ländern, vielleicht stellt ihr eure komplette Landkarte da einmal rein, dann haben wir die Schauplätze alle direkt vor Augen. :) Elina und Aura habt ihr auf sehr schöne Weise in das Geschehen eingeführt und ich bin schon einmal gespannt wie es weiter geht :D

      LG
      Kisa

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      Nyare90 schrieb:

      Warmer Atem und eine riesige Tatze auf ihrer Wunde weckten Kayla. Sie öffnete die Augen und sah eine wunderschöne riesige Löwin, die sie anstarrte.

      Nyare90 schrieb:

      »Elina, beeil‘ dich. Sie ist wach.(Komma statt Punkt)«, sagte die Löwin mit einer warmen bestimmten Stimme.

      Nyare90 schrieb:

      Ihre langen_(Komma) braunen Haare umspielten ihren Körper sanft.

      Nyare90 schrieb:

      Als sie sich umdrehte_(Komma) bemerkt sie, dass Ares hinter ihr lag. Seine Pfote war verbunden.

      Nyare90 schrieb:

      »Flammen_..._(Leerzeichen)und den Tod.«

      Nyare90 schrieb:

      Kayla versuchte wieder(erneut) sich aufzurichten, doch Elina drückte sie wieder runter.

      Nyare90 schrieb:

      Als der König und die Königin starben_(Komma) stritten die Vier sich um den Thron.

      Nyare90 schrieb:

      Kayla saß oft an einer Lichtung und schauten(schaute) ihnen dabei zu, wie sie tanzten.

      Nyare90 schrieb:

      Die Wesen gaben Kayla ein Gefühl der Wärme, die sie zuhause(groß) oft vermisste.

      Nyare90 schrieb:

      Im Westen des Landes befand sich das große Königreich Isana. Isana war bekannt für seine wunderschönen Felder auf denen jede nur erdenkliche Art von Blumen wuchs. Auch wuchsen auf den Feldern viele verschiedene Getreidearten, dessen Samen aus entfernten Ländern jenseits des Meeres kamen. Das Königreich lag direkt am Meer, was den Handel mit anderen, weit entfernten Ländern _(Komma) erleichterte. Kayla hoffte, dass sie irgendwann einmal die Möglichkeit bekam dorthin zu reisen, denn sie hatte das Meer noch nie gesehen.

      Nyare90 schrieb:

      Es war berühmt für seine unglaubliche Schmiedekunst und die schnellsten und schönsten Pferde im Land. Die besten Waffen kamen aus diesem Land(Gebiet), da dort ein reichliches Vorkommen an Erzen zu finden war.

      Nyare90 schrieb:

      In all den Königreichen herrschte_(bis) vor Kurzem noch Frieden, denn die Menschen lebten glücklich zusammen.

      Nyare90 schrieb:

      Wenn ein Anima stirbt_(Komma) verliert der Mensch nicht nur seinen stetigen Begleiter und Freund, sondern auch einen Teil seiner Seele
      Ich lebe in einer Welt voller Fantasy, und Ihr?
    • Soooooo und weiter geht's:

      Kapitel II

      Kayla stürmte aus der Höhle heraus. Elina versuchte sie aufzuhalten, da Kayla noch sehr schwach war. Ihre Wunde war sehr tief und noch immer nicht verheilt. Elina hatte alles versucht, damit Kayla sich schnell wieder erholte, doch Elina hatte das Gefühl, dass Kayla sehr stur war. Sie ignorierte ihren Ratschlag sich noch etwas auszuruhen. Aura und Ares versuchten Elina zu helfen, haben Kayla gut zu gesprochen, doch die Prinzessin wollte nicht auf sie hören. Anscheinend dachte sie nur noch an ihr zu Hause, an ihren Vater und ihr Volk.

      Elina war es nach ihrer Flucht auch so ergangen. Und noch immer sorgte sie sich. In der Nacht wurde Elina immer von Albträumen heimgesucht. Sie sah, wie diese hässlichen Gestalten auf den Palast zuliefen und überall in der Stadt Feuer legten. Ihre Mutter, Königin Narissa, hatte sie in die Bibliothek gebracht, um dort die wichtigsten und ältesten Schriften zu retten. Sie verstauten die Bücher in alten robusten Truhen, damit sie ein mögliches Feuer überstehen konnten. Vom Hof gelangten die Schlachtgeräusche zu ihnen und sie hofften auf baldige Erlösung der Angst.

      Irgendwann hörte Elina Kampfgeräusche auf dem Flur. Sie ging zur Tür und öffnete sie einen Spalt weit. Auf dem Flur sah sie ihren Bruder Ariacron gegen die Wesen kämpfen, die bereits in den Palast eingedrungen waren, Seite an Seite mit ihrem Vater, dem König. Die Wachen, die sich am anderen Ende des Flures befanden, versuchten zu König Ternius und zum Prinzen zu gelangen. Die Schar der Geschöpfe wuchs an und der König und Ariacron kämpften erbitterlich mit ihren Schwertern. Elinas Bruder war sehr gewandt mit dem Schwert und konnte sich gut gegen die Wesen behaupten. Mit der Erfahrung seines Vaters konnte er jedoch nicht mithalten.

      Als Ternius Elina durch den Spalt sah, rief er dem Prinzen zu. »Ariacron, hol deine Schwester und deine Mutter und bring sie in Sicherheit!«

      »Vater du schaffst das nicht alleine. Ich bleibe an deiner Seite!«

      »Ich weiß deinen Mut zu schätzen, doch ohne euch gibt es keine Zukunft. Unsere Gegner sind in der Übermacht. Nun geh‘!«

      Ariacron nickte dem König zu und kam dann auf die Tür der Bibliothek zu. Er öffnete sie und sah Elina in die Augen. Narissa kam von hinten. Ohne dass Ariacron ein Wort sagte, wusste sie was sie zu tun hatte. Sie nahm Elinas Hand und führte sie Richtung Geheimgang. Dies war der sicherste Weg den Palast zu verlassen. Die Königin betrat zuerst den Geheimgang und zog Elina hinter sich her. Elina dachte, dass ihr Bruder ihnen folgen würde, doch als sie sich umblickte, stand er noch am Eingang des Ganges.

      »Ariacron, nun komm schon!«

      »Verzeih‘ mir, Schwesterherz, doch ich kann nicht. Ich bleibe hier!«

      »NEIN! ARIACRON! GEH NICHT!«

      Der Prinz verschloss den Geheimgang und es wurde um Elina dunkel. Sie klammerte sich fest in den Griff ihrer Mutter. Sie kamen langsam voran. Am Ende des Ganges warteten schon ihre Anima. Elina rannte direkt zu Aura und schmiegte sich in ihr weiches Fell. Aura gab ihr immer Schutz und Trost. Der Anima von Elinas Mutter, eine Eule, flog zu seiner Herrin und setzte sich auf die Schulter von Königin Narissa.

      Es erklang ein lautes Lachen welches die ganze Stadt, das ganze Land, erschüttern ließ. »Emelith!«, flüsterte die Königin fassungslos. »Elina, steig auf Auras Rücken und reite fort von hier.«

      »Aber Mutter was ist mit dir?«

      »Ich habe keine andere Wahl. Ich bleibe hier und passe auf, dass dir niemand folgt. Danach suche ich deinen Vater. Ich weiß nun wer unser Feind ist.«

      Elina wollte gerade fragen wer es war, wurde jedoch in dem Moment von den Kreaturen entdeckt. Eilig nahm Königin Narissa ihre Halskette ab, der Anhänger war eine Glasperle, in der eine Muschel konserviert war, die Muschel, die auch das Banner von Isana zierte. Sie reichte Elina die Kette und strich ihrer Tochter noch einmal über die Wange. Elina fiel es schwer ihre Mutter zu verlassen, doch dann ritt sie auf Aura davon, genau so, wie es ihre Mutter verlangt hatte.

      Diese schrecklichen Momente erlebte Elina jede Nacht in ihren Träumen. Aura spürte, dass Elina wieder von Trauer und Schmerz erfüllt war. Sie trat zur Prinzessin und stupste sie mit ihrer kalten, weichen Nase an.

      Elinas Flucht lag nun bereits eine Woche zurück. Sie hatte es ihrem Bruder Ariacron zu verdanken, dass sie in der Wildnis überleben konnte. Als sie noch klein war, hatten die beiden oft einige Tage in den Wäldern von Loria verbracht. Ariacron hatte ihren Eltern gesagt, sie würden einige Tage bei einer Verwandten in der benachbarten Stadt verbringen. Stattdessen waren sie mit Aura und Ariacrons Anima Shimshek über die Grenze geritten und haben unter dem sternenklaren Nachthimmel Lorias übernachtet. Ariacron hatte Elina gelehrt Feuer zu machen oder die Wahl der richtigen Früchte zu treffen, um im Wald nicht zu verhungern.

      In der vergangenen Woche hatte Elina mehrmals täglich daran gedacht nach Isana zurückzukehren, um sich Gewissheit zu verschaffen was mit ihren Eltern und ihrem geliebten Bruder passiert war. Aura war diejenige, die Elina riet Abstand von ihrem Königreich zu halten. Aura war stets eine weise Begleiterin und Elina nahm sich ihren Rat sehr zu Herzen, doch eines Tages würde Elina zurückkehren. Tief in ihrem Herzen wusste sie, dass ihre Familie am Leben war. Und dieses Gefühl hatte sie noch nie enttäuscht.

      Elina wusste, dass sie Kayla nicht davon abhalten konnte nach Loria zu gehen. Angst hatte sie trotzdem. Sie würde sehen, was mit Kaylas Königreich passiert war und das Selbe würde auch Isana zugestoßen sein. Sie hoffte Hilfe von Kayla zu bekommen, wenn sie nach Isana reiten würden, um ihre Familie zu suchen.

      Der Anima Löwe stand für Mut. Dieser Mut war unschwer in Kayla zu erkennen, doch Elina hatte stets Schwierigkeiten, dies in sich Selber zu erkennen. Sie zweifelte oft daran, dass Aura die richtige Gestalt bei ihrer Geburt angenommen hatte. Allzeit behütet im Schloss hatte Elina kaum eine Chance Dinge wie Bogenschießen oder Schwertkampf zu erlernen. Sie wurde zu einer richtigen Prinzessin erzogen. Stets bewacht von Soldaten, schlich sie sich nachts raus, um ihren Lieblingsort in ganz Isana zu besuchen, das Meer, welches direkt unter ihrem Gemach lag. Sie liebte es nachts im Wasser zu liegen und das Meer rauschen zu hören. Aura lag zu der Zeit lieber am trockenen Strand, behielt jedoch immer ein Auge auf Elina. Sonst verbrachte sie die meiste Zeit mit Lesen oder half ihrer Mutter bei den organisatorischen Dingen, die eine Königin zu tun hatte. Sie war diejenige, die dazu bestimmt war einmal die Herrscherin von Isana zu werden. In ihrem Land war es Tradition, dass eine Tochter des Herrscherpaares den Thron erbt. Ihr Vater, König Ternius, war bislang die einzige Ausnahme dieser Tradition. Er bestieg den Thron, nachdem es seine einzige Schwester an einer Krankheit dahingerafft hatte. Sie war gestorben, noch bevor sie heiraten und einen Nachkommen gebären konnte. So war Ternius der einzige Erbe. Ariacron wurde zu einem guten Kämpfer und Anführer erzogen, denn er sollte einst das Heer von Isana befehligen. Sollte sie eines Tages die Krone besitzen, würde Elina nie auf den Rat ihres großen Bruders verzichten.

      »Also kommt ihr nun mit oder nicht?« Kayla riss Elina aus ihren Gedanken. Elina bewunderte ihren Mut, fand ihren Tatendrang jedoch gewagt.

      »Bist du sicher, dass es dir gut geht?«

      »Es wird gehen. Wenn wir eine passende Stelle gefunden haben, um zu sehen, was in Loria vorgeht, werden wir wieder umkehren. Ich mag vielleicht ein Sturkopf sein, doch lebensmüde bin ich nicht.«

      Elina blickte zu Aura. Sie verstand ihre Löwin auch ohne Worte. Anhand ihres Blicke merkte sie, dass Aura bereit war. Als sie wieder zu Kayla blickte war diese bereits auf dem Rücken ihres mächtigen Löwen.

      »Also ich bin bereit.«, sagte Kayla während sie sich den letzten Gürtel, an dem zwei kurze Schwerter hingen, umschnallte. Mit einem großen Sprung sprang Ares den Felsvorsprung vor der Höhle herunter.
      "Bücher sind voll Leben, voll Abenteuerlust, hier bist du, weil du es willst und nicht, weil du es musst." (Disney)
    • Klingt sehr spannend und ich frage mich, wie die Stadt nun aussieht und was aus den restlichen Familienmitgliedern geworden ist.
      Mir gefällt, wie sich Elina und Kayla kennen lernen und auch die ganze Atmosphäre finde ich sehr schön gestaltet. Wirklich gut :)

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • Es geht interessant weiter. Auch dieses Mal habe ich einige Sachen anzumerken, aber das findet ihr unten im Spoiler. Ansonsten finde ich es schön, dass der Leser etwas mehr über Elina und Aura erfährt, die Hintergründe etc. Ich bin mal gespannt wie es weiter geht. :)

      LG
      Kisa

      Spoiler anzeigen

      Nyare90 schrieb:

      Kayla stürmte aus der Höhle heraus. Elina versuchte sie aufzuhalten, da Kayla noch sehr schwach war. Ihre Wunde war sehr tief und noch immer nicht verheilt. Elina hatte alles versucht, damit Kayla sich schnell wieder erholte, doch Elina hatte das Gefühl, dass Kayla sehr stur war
      Ihr wiederholt sehr oft die Namen der beiden Mädchen. Versucht euch mal andere Beschreibungen zu überlegen, wenn ihr die jeweiligen Mädchen meint. Wie beispielsweise: die Rothaarige, die Brünette, die ältere/jüngere, die große/kleine, Sie, die Prinzessin von ... etc. Das macht eure Geschichte stilistisch gesehen abwechslungsreicher und es klingt einfach schöner, wenn man nicht immer nur die Wiederholungen von den Namen hat.

      Nyare90 schrieb:

      Aura und Ares versuchten Elina zu helfen, haben(hatten)zu gesprochen, doch die Prinzessin wollte nicht auf sie hören.

      Nyare90 schrieb:

      Elina war es nach ihrer Flucht auch so ergangen. Und noch immer sorgte sie sich. In der Nacht wurde Elina(sie) immer von Albträumen heimgesucht.

      Nyare90 schrieb:

      Stattdessen waren sie mit Aura und Ariacrons Anima_(Komma) Shimshek_(Komma) über die Grenze geritten und haben(hatten) unter dem sternenklaren Nachthimmel Lorias übernachtet

      Nyare90 schrieb:

      Aura war stets eine weise Begleiterin und Elina nahm sich ihren Rat sehr zu Herzen, doch eines Tages würde Elina(sie) zurückkehren.

      Nyare90 schrieb:

      »Also kommt ihr nun mit oder nicht?« Kayla riss Elina aus ihren Gedanken. Elina(Sie) bewunderte ihren Mut, fand ihren Tatendrang jedoch gewagt.

      Nyare90 schrieb:

      Elina blickte zu Aura. Sie verstand ihre Löwin auch ohne Worte. Anhand ihres Blicke(Blicks) merkte sie, dass Aura bereit war. Als sie wieder zu Kayla blickte(schaute) war diese bereits auf dem Rücken ihres mächtigen Löwen _(gestiegen/geklettert).

      Nyare90 schrieb:

      »Also ich bin bereit.(Der Punkt kommt weg)«,
      Ich lebe in einer Welt voller Fantasy, und Ihr?
    • Kapitel III

      Wie in Ekstase sah Kayla die Bäume links und rechts verschwimmen. Sie hörte Elina noch rufen »Kayla warte!«, doch nun hatte sie einen Endschluss getroffen und wollte nicht anhalten. Ihr war es egal, ob die anderen hinterher kamen, zwar sah Aura kräftig aus, doch ob sie mit den Kräften von Ares mithalten konnte war fraglich. Kayla kannte die Wälder besser als jeder andere in Loria. Sie wusste, dass das Eanaris nicht weit von hier war. Sie trieb den Löwen weiter voran und Ares gab alles. Er sprang über Baumstämme, lief durch Bäche und wurde nicht langsamer. Kurze Zeit später sah Kayla Elina erstaunlicher Weise neben sich. Aura war sichtlich erschöpft, da sie ein wenig kleiner als Ares war, doch sie konnte mithalten.

      »Willst du, dass wir langsamer werden?«, fragte Ares Aura. Aura legte noch einen Zahn zu, um ihre Kraft zu Beweisen.

      An einem Fluss machten sie kurz halt. Nun war der Weg wirklich nicht mehr weit, denn Kayla wusste, dass es sich bei diesem Wasserstrom um den Fluss Lye handelte, nicht weit entfernt von Eanaris. Aura und Ares konnten hier Wasser trinken und sich kurz ausruhen.

      »Wenn wir in dem Tempo von eben weiterlaufen, sind wir in Kürze nah genug am Schloss, um zu sehen, ob der Feind noch vor Ort sind.« Kayla war aufgewühlt. Sie wollte weiter, doch die Löwen brauchten eine kurze Rast. Sie hatte gehofft wenigstens ihren Vater irgendwo in den Wäldern zu finden, doch bis jetzt waren sie noch keiner Menschenseele begegnet. Ebenfalls waren keine Tiergeräusche zu vernehmen, der Königswald schien wie ausgestorben. Kayla führte dies auf die dunklen Kräfte zurück, die in Loria ihr Unwesen trieben.

      Plötzlich hörte sie einen gellenden Schrei aus dem Wald.

      »Hast du das gehört?«, fragte Elina sie.

      Kayla zog einen Pfeil aus ihrem Köcher und legte ihn an die Sehne. »Warte hier.«

      Aufmerksam lief Kayla in den Wald, Ares lief dicht hinter ihr. Sie dreht sich nochmals um und legte den Finger auf den Mund, um Elina zu symbolisieren, sie solle ruhig bleiben. Aura stellte sich beschützend vor Elina. Angst hatte Kayla nicht. Sie nahm an, dass es sich um einfache Räuber handelte, die des Öfteren ihr Unwesen an diesem Ort trieben, denn dieser Waldpfad war einer der Hauptwege zu den Dörfern jenseits des Waldes. Oft hatte die Prinzessin die Soldaten auf ihren Patrouillen begleitet und somit schon viele Räuber dingfest gemacht. Leise lief Kayla tiefer in den Wald. Dieser Teil des Waldes war licht bewachsen, viele Bäume waren tot und verdorrt. Nun erkannte sie die zierliche Stimme einer Frau in weiter Entfernung, sie lief offensichtlich in ihre Richtung. Ihr Stöhnen und das laute Knacken der Äste unter ihren Füßen waren kaum zu überhören. Um sicher zu gehen und die Dame nicht zu erschrecken, schickte Kayla Ares weg und kletterte auf einen nahe stehenden Baum. Erneut spannte sie einen Pfeil in ihren Bogen und wartete. In der Position schmerzte ihre noch frische Wunde sehr, doch sie blieb bewegungslos auf dem Ast hocken. Plötzlich sah sie die Frau, die um ihr Leben rannte. Sie drehte sich um und stolperte über einen Ast, kriechend schleppte sie sich zum nächsten Baum und versteckte sich dort. Kayla konnte nicht erkennen, von wem oder was sie verfolgt wurde. Sie beugte sich ein Stück nach vorne und verlor das Gleichgewicht, als eine Schar Vögel die Baumkrone verließ. Sie landete weich auf dem Laub des Waldes. Ihr Blick richtete sich sofort in Richtung der Frau, die erschrocken in Kaylas Richtung blickte. Die Unbekannte rannte auf sie zu. »Hilf mir! Bitte!«

      Die Frau fiel ihr in die Arme. Ihr Kleid war zerrissen und blutbefleckt. Als Kayla ein lautes Knurren hörte, musste sie die Frau zur Seite stoßen. Kayla suchte eilig in dem Blätterhaufen nach ihrem Bogen, noch bevor sie wusste was nun auf sie zukam. Als sie den Verfolger der Frau sah, konnte die Prinzessin ihren Augen kaum trauen, denn das Wesen, um das es sich handelte, war Jax, der Wolf ihres Vaters Faros. Sie atmete erleichter aus und lief ihm entgegen. »Jax! Also geht es meinem Vater gut. Wo ist er?«

      Doch Jax hörte nicht auf zu knurren. Seine Augen glühten tiefrot und er fletschte seine Zähne.

      Der Himmel schien sich über Kayla für einen kurzen Moment zu verdunkeln. Plötzlich sprang Ares über sie herüber und stellte sich schützend vor die Prinzessin. Er gab sein lautes und mächtiges Gebrüll von sich. Kayla erstarrte, sie wusste nicht, was los war und stand dort mit weit aufgerissenen Augen. Der große Wolf sprang Ares an und biss ihm in den Hals. Der Löwe holte mit seiner riesigen Tatze aus und schlug den Wolf gegen einen Baum. Kayla war klar, dass sie sich wieder fangen musste. Sie drehte sich zu der Frau, die immer noch voller Angst auf dem Boden lag.

      »Lauf aus dem Wald. Dort steht eine Frau mit einem Löwen am Fluss. Warte dort auf mich. Keiner von den beiden soll in den Wald kommen!«

      Kayla war hin- und hergerissen. Tötet sie Jax verliert ihr Vater, der hier noch irgendwo sein musste, einen Teil seiner Seele. Hoffte sie darauf, dass Ares ihn in die Flucht schlüge, liefe sie Gefahr, dass er verletzt würde. Sie nahm einen Pfeil und schoss ihn in Richtung von Jax‘ Hinterpfote. Ein lautes Jaulen ging von dem Wolf aus und er sank zusammen. Er versucht hochzukommen, fiel aber immer wieder zu Boden. Ares holte erneut mit seiner Tatze aus und schlug den Wolf bewusstlos. Der große, majestätische Löwe packte Jax mit seinem Maul am Nacken und schleifte ihn über den Waldboden, hinaus aus dem Dickicht Richtung Fluss. Noch immer wartete dort Elina auf sie, so wie es Kayla von ihr gewollt hatte. Die Wartende schaute die kleine Truppe mit großen Augen an, die sich beim Anblick des regungslosen Wolfes noch weiteten. Etwas entfernt stand die Frau, sie war noch immer sehr blass. Aura stand an ihrer Seite, doch die Löwin lief ihnen sogleich entgegen, als sie die Ankunft bemerkte.

      »Ist alles in Ordnung?«, fragte Elina.

      Kayla antwortete nicht, sondern ging weiter zum Flussufer und wusch sich den Dreck aus dem Gesicht.

      Elina zuckte zusammen, als Ares den Wolf vor ihren Füßen fallen ließ. »Ich verstehe nicht. Was ist passiert?«

      »Das ist eine lange Geschichte.«

      Die Frau aus dem Wald kam auf Kayla zu, sie schien sich wieder etwas beruhigt zu haben. »Danke. Ihr habt mich gerettet, Prinzessin Kayla. Ich nahm an ihr seid tot.«

      Kayla brodelte vor Wut, sie hasste es abgrundtief, wenn etwas nicht so klappte, wie sie es wollte, denn die Prinzessin hatte immer gerne die Kontrolle über alles. Sie verstand nicht, warum Jax keine Informationen über ihren Vater preisgab. Kayla ließ Ares Jax direkt an den Fluss ziehen. »Ares, Aura! Ihr passt auf, dass der Wolf nicht auf falsche Gedanken kommt, wenn er wieder zu Bewusstsein kommt.«

      Die Löwen stellten sich um den Wolf, als Kayla ihm einen weiteren Pfeil in sein anderes Bein schoss. Der Wolf schreckte hoch. Er war immer noch an den Boden gebunden, denn aufstehen konnte er nicht mit den Pfeilen in seinen Beinen.

      »Ich nehme mal an, du willst mir nicht sagen, was passiert ist.« Kayla hockte sich neben Jax.

      Der Wolf sah sie mit seinen großen roten Augen an. Sie nahm einen der Pfeile in ihre Hand und drehte ihn in der Wunde hin und her, sodass Jax vor Schmerz aufheulte.

      »Vielleicht hat dir das etwas die Augen geöffnet. Wo ist mein Vater?«

      »Oh, meine Liebe. Muss die kleine Prinzessin den Helden raushängen lassen?« Ein Grinsen war seinem Gesicht zu entnehmen, was Kayla nur noch wütender machte. Sie merkte, dass es nicht Jax war, der da sprach.

      Kayla zog einen der Pfeile aus der Wunde und blickte Ares an. Der wusste genau was Kayla wollte. Er puhlte mit einer seiner Krallen in der Wunde rum. Der Wolf erstarrte vor Schmerz.

      Nun mischte Elina sich ein. »Schluss jetzt!«

      Kayla war erschrocken, sie so laut zu hören. Die junge Frau wirkte sonst sehr ruhig und schüchtern auf sie. Elina zog ihre Schuhe aus und knotete ihr Kleid weit oben zusammen, sodass ihre Beine frei waren. »Zieht den Wolf ins Wasser. Überlasst den Rest mir.«

      Kaylas Verwunderung nahm kein Ende. Was hatte Elina vor?

      Mit sanften Schritten ging Elina kniehoch in den Fluss. Das Wasser um Elina herum fing an zu leuchten und zu schimmern. Kayla wusste nicht, ob dies nur eine Illusion der Sonne war, doch über eines war sie sich sicher, Elina sah in diesem Moment wunderschön aus. Das schillernde Wasser um sie herum wiegte sich leicht um ihre Beine und die Spiegelung der Sonne verlieh der Prinzessin aus Isana einen besonderen Glanz. Obwohl sie sich kaum bewegte, sah Elina wie eine tanzende Göttin aus, die über das Wasser gebot. Mit einer Leichtigkeit hielt sie den Wolf im Arm und träufelte ihm zärtlich Wasser auf die Wunden und auf den Kopf. Der Wolf wehrte sich nicht. Kayla richtete ihren Blick genau auf Jax. Seine Augen verloren die rote Farbe und sein Fell sah wieder viel gepflegter aus. Seine Wunden verschwanden und er sprang aus dem Fluss heraus. Aura schien wenig überrascht zu sein. Nur die Frau aus dem Wald, die das ganze Spektakel beobachtet hatte und Kayla standen erstaunt am Rande des Flusses.

      »Ok, jetzt bist du mir eine Erklärung schuldig, glaube ich.«

      Elina stieg engelsgleich aus dem Fluss. Sie tat so, als ob nichts passiert sei. »Zur rechten Zeit werd ich dir alles erklären.« Elina ging rüber zu Jax und streichelte ihm übers Fell.

      »Kayla! Du lebst!«, sprach der Wolf mit tiefer und gedämpfter Stimme.

      »Offensichtlich. Wo ist mein Vater?«

      »Er ist nicht mehr der Selbe. Wir wurden getrennt. Er ist noch im Schloss.«

      »Was ist mit dir passiert? Und wer ist für all das hier verantwortlich?«, fragte Kayla.

      »Asfaloth erhebt sich. Emelith und ihre dunkle Magie taten mir das an. Sie hat auch deinen Vater, Kayla. Nehmt euch vor ihr in Acht!«

      »Dann lass uns aufbrechen und deinen Vater befreien.«, sagte Elina.

      Kayla erkannte eine Seite von Elina die ihr gefiel.

      Ares stellte sich neben Kayla, die auf seinen Rücken stieg. Kayla blickte zu der Unbekannten aus dem Wald. »Geh mit Jax. Er wird dich beschützen. Geht in das nächste Dorf Amanis. Ich werde bald nachkommen. Mit meinem Vater.«

      Eilig machten Kayla und Elina sich wieder auf den Weg. Die Entfernung zum Schloss war nicht mehr weit. Noch ein Stück folgten sie dem Fluss, bis sie eine flache Stelle erreichten, wo sie das Gewässer mit Leichtigkeit überqueren konnten. Der warme Wind wehte Kayla und Elina durchs Haar und Ares und Aura gaben erneut alles. Schnell erreichten sie die Stadtmauern von Eanaris, doch was sie dort sahen, lies ihnen den Atem stocken.
      "Bücher sind voll Leben, voll Abenteuerlust, hier bist du, weil du es willst und nicht, weil du es musst." (Disney)
    • Wieder ein schöner Teil, der in die Geschichte neue Geheimnisse aber auch neue Informationen bringt, allerdings muss ich sagen, dass es vielleicht nicht ganz so schlau ist, die junge gerettete Frau mit Jax alleine zu lassen, wenn sie eben noch in panischer angst vor ihm weg gelaufen ist. Da würde jeder noch mehr Angst bekommen, oder meint ihr nicht? Würde ihr bei einem Wolf bleiben, der euch eben noch verfolgt hat und euch töten wollte? Also ich nicht. Vielleicht denkt ihr über dieses kleine Detail noch einmal nach. Ansonsten steht meine Kritik bzw. Verbesserungen unten im Spoiler. ich bin schon mal gespannt wie es weiter geht :D

      LG
      Kisa

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      Nyare90 schrieb:

      Sie hörte Elina noch rufen »Kayla warte!«, doch nun hatte sie einen Endschluss getroffen(gefasst --klingt etwas besser) und wollte nicht anhalten.

      Nyare90 schrieb:

      »Willst du, dass wir langsamer werden?«, fragte Ares Aura. Aura(Sie) legte noch einen Zahn zu, um ihre Kraft zu Beweisen.

      Nyare90 schrieb:

      »Wenn wir in dem Tempo von eben weiterlaufen, sind wir in Kürze nah genug am Schloss, um zu sehen, ob der Feind noch vor Ort sind.«
      Entweder: "... ob die Feinde noch vor Ort sind."
      Oder: ".... ob der Feind noch vor Ort ist."
      Es geht nur eine der beiden Varianten und du/ihr habt das zusammengemixt.

      Nyare90 schrieb:

      Aufmerksam lief Kayla in den Wald, Ares lief(ging) dicht hinter ihr.

      Nyare90 schrieb:

      Dieser Teil des Waldes war licht(leicht) bewachsen, viele Bäume waren tot und verdorrt.

      Nyare90 schrieb:

      Ihr Blick richtete sich sofort in(zu) Richtung der Frau, die erschrocken in Kaylas Richtung blickte.

      Nyare90 schrieb:

      »Ok(ausschreiben -- das sieht in einem Buch immer schöner aus, wenn da "Okay" statt "Ok" steht), jetzt bist du mir eine Erklärung schuldig, glaube ich.«

      Nyare90 schrieb:

      »Dann lass uns aufbrechen und deinen Vater befreien.(weg mit dem Punkt)«, sagte Elina.

      Nyare90 schrieb:

      Kayla erkannte eine Seite von Elina_(Komma) die ihr gefiel.

      Nyare90 schrieb:

      Schnell erreichten sie die Stadtmauern von Eanaris, doch was sie dort sahen, lies(ließ) ihnen den Atem stocken.
      Ich lebe in einer Welt voller Fantasy, und Ihr?
    • Hallo ihr beiden

      Ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll.
      Ihr versucht das ganze scheinbar mühelos mit Adjektiven und netten Verben zuschmücken. Das ist nicht immer das Gelbe vom Ei.

      Mein Rat: Der Leser denkt nicht wie ihr. Er sieht sich eine Karte an, denktsich: "Oh, schön. Da gibt sich ja jemand reichlich Mühe."
      Dann liest er sich hinein und weiss nach zehn Zeilen nicht mehr, welcheInformationen in den vorderen neun waren.
      Anders ausgedrückt: Versucht euch nicht zu sehr an den Handlungsstrang zubinden. Schreibt flüssiger. Lasst die Charaktere mit erzählen, vielleicht indem ihr Tätigkeiten, Emotionen, Charakter (diese Liste könnte man fast endlosfortführen) erwähnt.

      Im Grunde ist die Idee von den Anima super. Gefällt mir sogar wirklich sehr gut, wenn ich länger darübernachdenke. Jetzt wäre bald aber die Zeit gekommen, in der ihr vielleichtirgendwie dem Leser erklärt, wie das ganze abläuft?
      War es immer schon so? Irgendein Zauber? Können diese Schmusekätzchen sonstnoch etwas beeindruckendes, nebst der Fähigkeit zu sprechen?
      Jeder Eragon-Fan wird mich gleich verachten, aber: Eure ersten Kapitelähneln Paolinis Werk ein wenig. Kann an der deutschen Übersetzung liegen - dieOriginalausgabe habe ich nie gelesen - oder am Handlungsstrang. Oder weiss derKuckuck an was ^^

      Fazit: Die Idee ist gut. Mir persönlich fehlt es an der Spannung. Das Aboist zwar drauf, aber ich weiss nicht wie lange noch, wenn sich da nicht etwasmehr in die Richtung entwickelt. Das wäre schade, meiner Meinung nach, dennsowohl Schreibstil, Rechtschreibung/Grammatik und auch die Grundidee derGeschichte sind recht gut.
      Gruss
      Janorian
      - In jeder Sekunde verschmelzen im Zentrum der Sonne 600 Millionen Tonnen Wasserstoff zu 594 Millionen Tonnen Helium.
      - Die Milchstrasse ist 13.2, das Universum 13.6 Milliarden Jahre alt

      Und einige Vertreter der Spezies homo sapiens erdreisten sich, Gott zu spielen.
    • Kapitel IV

      Schwarze Wolken bedeckten den sonst so klaren Himmel über Loria. Ein starker Regen setzte ein und vertrieb die Rauchschwaden, die von den kürzlich verloschenen Feuern der Stadt herrührten. Ein leichter Nebel blieb zurück und umhüllte die Stadt. Risse und große Löcher bedeckten die haushohe Stadtmauer um Lorias Hauptstadt Eanaris. Auf diesem Weg hatten es die Feinde wahrscheinlich geschafft in die Stadt einzudringen.

      Die beiden Prinzessinnen gingen mit ihren Löwen die Mauer entlang. Der Anblick, der sich ihnen darbot war schockierend und ließ sie erstarren. Tränen benetzten Elinas Wangen, als sie die Stadtmauer betrachtete. Kayla ballte ihre Fäuste und schaute mit ernster Miene an die Mauer. An langen Stricken hingen Duzende Stadteinwohner die Mauer herunter. Nicht nur Männer, sondern auch Frauen und unschuldige Kinder. Das graue Gestein hatte sich von dem Blut der Menschen verfärbt. Den meisten Männern fehlte der Kopf, sowie andere Gliedmaßen, und waren dann kopfüber aufgeknüpft worden. Man konnte sagen, dass es diese Männer besser ergangen war, denn ihr Tod hatte sie schneller ereilt als bei den Frauen und Kindern, die nur langsam am Stick erstickt waren.

      Elina sah einen kleinen Jungen mit rotem Haar, dessen Kehle aufgeschnitten war und kopfüber an der Mauer baumelte. Ihr Blick wich nicht von dem toten Jungen. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie Kayla ihrem Blick folgte und auf die Mauer zuging. Elina verfolgte das Geschehen. Ares machte einen großen Satz und sprang hoch an die Mauer, um das Seil, an dem der Junge hing, zu kappen. Kayla fing den Leichnam mit ihren Armen auf und trug ihn mit trauriger Miene zu einem Busch nahe der Mauer. Die Augen des Jungen waren weit aufgerissen und Angst stand in seinem kalten leblosen Gesicht. Mit ihren Finger schloss Kayla die Augen des Jungen und blieb noch kurz schweigend neben ihm hocken.

      »Was tust du da?«, sagte Elina, die sich neben Kayla gestellt hatte. »Wir haben keine Zeit für so etwas. Wir müssen deinen Vater finden.«

      »Er war ein unschuldiges Kind.«, sprach Kayla mit zittriger Stimme.

      »An dieser Mauer hängen noch viele weitere unschuldige Kinder und du kannst nicht jedes von ihnen begraben.«

      »Ich weiß, doch diesen Jungen kannte ich, er war der Sohn einer Hofdame und somit oft im Palast. Ich weiß noch, wie er immer gegen den Willen seiner Mutter durch die Gänge gerannt ist.« Eine Träne verließ Kaylas Auge und auch Elina war traurig über das Schicksal des Jungen.

      Zusammen mit Ares und Aura suchte Elina große Steine, die von der zerstörten Mauer am Boden lagen, um den Jungen darunter zu begraben. Als der Junge vollkommen unter den Steinen verschwand setzten die vier ihre Reise fort und liefen weiter die Mauer entlang. Diese Unmenschlichkeiten zogen sich bis zum Haupttor hin, wo Wachen von Speeren durchbohrt am Tor hingen.

      »Wie kann Emelith zu einer solchen Grausamkeit fähig sein?«, fragte Elina mit leiser Stimme. Sie brachte kaum ein Wort heraus, ein dicker Kloß bildete sich beim Anblick der vielen Toten in ihrer Kehle.

      »Ich weiß es nicht. Die Dunkelheit in ihr muss stark sein. Doch glaub mir, dies wird ein Nachspiel haben. Wir werden jeden Einzelnen rächen und wenn es das Letzte ist, was ich tue.«

      Elina merkte, wie die Wut in Kayla entbrannte. Sie konnte ihre Gefährtin gut verstehen, schließlich konnte es in Isana genauso aussehen. Sie wollte nicht einmal darüber nachdenken, dass ihre Untertanen und ihre Freunde, vielleicht sogar ihre Familie, so von der Stadtmauer hingen. Sie wollte so schnell wie möglich zurückkehren, doch sie wollte nicht alleine gehen, dazu war ihre Angst zu groß. Nur aus diesem Grund hatte sie Kayla begleitet, damit die Prinzessin aus Loria sie als Gegenleistung nach Isana begleitete. Allein konnte Elina nichts tun, wenn Feinde sie angriffen. Mit Kayla und Ares hätte sie neben Aura weitere Leibwachen.

      Kayla trieb Ares weiter und Elina folgte ihr. Sie passierten das Stadttor. Überall in der Stadt bot sich ein Anblick von Tod und Zerstörung. Auf den Straßen lagen tote Soldaten, dessen Körper mit Pfeilen und Speeren durchbohrt waren. Der faulige Gestank war unerträglich, sodass Elina sich mit ihrem Ärmel Nase und Mund bedeckte, die Fäulnis suchte sich jedoch einen Weg durch den Stoff. Vom Stadttor zum Schloss ging es ringförmig leicht bergauf. Der Regen spülte das Blut der vielen Toten durch die Rillen, hinunter an die Mauer. Je näher sie dem Schloss kamen, desto mehr waren die Steine am Boden von der roten Flüssigkeit benetzt.

      »Was uns wohl dort oben erwartet. Jax sagte, mein Vater sei nicht mehr er selbst. Ich hoffe er wird wieder der Alte.« In Kaylas Stimme lag großer Kummer. Elina wollte sie trösten, doch wusste sie nicht wie. Die Hoffnung in ihr war vollkommen erloschen. Der Krieg hatte alles Gute aus ihr gesaugt. Und sie kannte Kayla kaum, wie konnte eine Fremde ihr nur helfen.

      Nach dem langen, schmerzhaften und schockierenden Weg, erreichten sie endlich das Schloss. Es herrschte Totenstille, nicht ein Laut drang zu ihnen. Kayla sprang von Ares und lief hinein. Elina folgte ihr zusammen mit den beiden Löwen.

      »Emelith, wo bist du? Wo hast du meinen Vater versteckt.«, rief Kayla. Ihre zitternde Stimme hallte in der Eingangshalle wieder und durch den ganzen Palast. Elina gefiel es gar nicht, dass Kayla so wagemutig durchs Schloss schrie. Sie hatte die Befürchtung, dass der Feind vielleicht noch da war und sich vor ihnen verbarg. Durch Kaylas Aktion waren sie nun mit Sicherheit auf sie aufmerksam geworden.

      Kayla ließ ihren Bogen fallen und fiel auf die Knie. Ihr Kopf sank verzweifelnd in Richtung Boden. Elina kniete sich neben ihre Gefährtin und legte ihre Hand sanft auf Kaylas Rücken. Sie sah wie eine Träne das Auge der Prinzessin verließ und ihre Wange herunterlief. Sie hob Kaylas Bogen auf und reichte ihr diesen.

      »Wir finden deinen Vater!« Elina konnte den selbstbewussten Worten, die aus ihrem Mund kamen selbst kaum glauben, doch sie wollte Kayla Kraft und Hoffnung schenken.

      Kayla blickte Elina ins Gesicht und lächelte zaghaft.

      »Danke.« Eine weitere Träne lief Kayla die Wange runter.

      »Ich kann dich vielleicht nicht im Kampf unterstützen, doch als deine Gefährtin werde ich an deiner Seite sein und dir Kraft schenken.« Dieses Mal meinte Elina alles so wie sie es sagte.

      »Nunja, das sollten wir vielleicht ändern, bevor wir weiterziehen.«

      Elina fragte sich, was Kayla vorhatte.

      Kayla stand auf und lief zu einer riesigen Treppe in der Mitte der Eingangshalle. Links von der Treppe befand sich eine Tür, die sie öffnete. Sie drehte sich zu Elina um und lächelte sie an. Elina folgte ihr, dicht gefolgt von Ares und Aura, durch die Tür, eine lange Treppe herunter. Unten angekommen stand Kayla vor einer riesigen Statue.

      »Sie sieht aus wie du.« Elina betrachtete die Statue aus weißem Marmor von oben bis unten.

      »Das ist meine Mutter.« Kaylas Stimme klang wehmütig.

      »Ist sie etwa auch noch im Schloss?«, fragte Elina.

      »Ja, aber nicht so, wie du denkst. Sie liegt in der Gruft. Sie starb als ich noch sehr klein war. Mehr weiß ich leider nicht.«

      »Das tut mir Leid.«

      »Ich versuche der Vergangenheit nicht nachzuweinen. Mein Vater ließ mich zwar mein ganzes Leben ausbilden, doch er liebte mich und schenkte mir Liebe, auf seine Art.«

      Kayla betätigte einen Schalter an der Hand der Statue. Ein Klicken war zu hören. Die Statue sank in den Sockel und hinter ihr kam eine Tür zum Vorschein. Kayla öffnete die knarrende Tür und sie traten ein.

      Wo Elina auch hinsah, überall standen Bögen, Schwerter, Pfeile, Dolche und jede Menge anderer Waffen. Sie verstand zwar nicht viel von Waffen, doch diese sahen hochwertig aus. »Das wird offensichtlich eure Waffenkammer sein.«

      »Ja, richtig. Ich habe hier etwas für dich, das dir gefallen könnte.« Kayla öffnete einen Schrank und holte einen kunstvoll verzierten Bogen aus fast weißem Holz heraus. »Eines der Meisterstücke unserer Waffenschmiede. Die Sehne dieses Bogens ist aus Muschelseide. Die Pfeile sind perfekt ausbalanciert, damit kannst du dein Ziel kaum verfehlen. Verlier ihn bloß nicht.«

      Kayla drückte Elina den Bogen in die Hand und schnürte ihr einen Köcher um die Hüfte. Dann wurde Elina in den hinteren Teil der Kammer geführt, wo Trainingsgeräte standen, somit auch eine Zielscheibe aus Stroh. Elina zog einen der Pfeile aus dem Köcher und legte ihn an die Sehne. Sie versuchte den Bogen zu spannen, doch dies erwies sich als nicht so einfach. Sie merkte wie schwach sie war, denn um den Bogen auf Spannung zu bringen, brauchte sie viel Kraft. Elina holte einmal tief Luft und schaffte es den Bogen zu spannen. Sie kniff ein Auge zu du konzentrierte sich auf die Zielscheibe. Mit einem gezielten Schuss traf der Pfeil genau die Mitte der Zielscheibe am anderen Ende des Raumes. Elina bemerkte, wie Kayla skeptisch die Augen weit aufriss.

      »Anfängerglück.«, murmelte Kayla.

      »Das glaube ich auch.«, schmunzelte Elina.

      »Du brauchst definitiv noch andere Kleidung. Eine leichte Rüstung erscheint mir vorteilhafter für unsere Reise. Außerdem sind wir von dem Regen ganz durchnässt.« Kayla sah zu einer anderen Tür herüber und lief auf sie zu, Elina begleitete sie.

      » Moment mal, du meinst aber keine schwere Eisenrüstung, wie sie die Soldaten tragen?«, drückte Elina ihr Bedenken aus.

      »Keine Sorge. Ich glaube mit einer Lederrüstung solltest du dich gut bewegen können. Ich spreche da aus Erfahrung.«

      Kayla öffnete die Tür eines Schrankes und kramte ein paar Kleidungsstücke heraus. Ein paar kniehohe Stiefel aus braunem Leder mit silbernen Verzierungen, eine hautenges Mieder aus beigem Leder und einen elfenbeinfarbenen Overall, der sich ebenfalls eng an ihre Haut anschmiegte. Über den Overall sollte Elina ein dunkelblaues Gewand anziehen, welches weite, offene Ärmel hatte, an den Schultern mit Lederbändern zusammengehalten wurde und der Rock war an den Seiten offen. So konnte man sich im Kampf noch gut bewegen. »Zieh das an.«

      Elina zögerte nicht lang. Sie war froh endlich aus ihren nassen Kleidern herauszukommen. Die Kleidung die Kayla ihr gegeben hatte passte wie maßgeschneidert. Auch Kayla hatte sich umgezogen. Sie trug nun eine hautenge Hose aus weichem Wildleder, in der Kayla sich gut bewegen konnte. Über eine grüne Baumwollbluse schnürte sie mit Elinas Hilfe eine braune Unterbrustcorsage, die mit einem goldenen Löwenkopf verziert war. Dunkelbraune Armschienen aus Leder und ein brauner Umhang ergänzten ihr Outfit.

      »Hier hast du noch einen Umhang.« Kayla reichte Elina einen silber-blauen Samtumhang mit kunstvollen Stickereien.

      »Wenn du in Gefahr bist, drehe ihn einfach um. Mit ihm kannst du dich perfekt im Wald tarnen.«

      »Danke.« Elina schnürte sich den Köcher selbstsicher um und nahm sich aus einer Kiste einen kleinen Gürtel für ihren Dolch, den sie sich aus der Waffenkammer mitgenommen hatte.

      Schweren Herzens nahm Elina ihr Diadem vom Kopf. Mit ihren zarten Fingern strich sie über die fein geschwungenen Bögen des Metalls. An dem perlenfarbenden Stein in der Mitte verharrte sie. Dieses Diadem wies sie als die Prinzessin von Isana aus, doch wohin sie nun gehen würde, konnte sie es nicht mitnehmen. In einem Kampf bestände die Möglichkeit es zu verlieren, das würde sie sich nie verzeihen können. Ihre Mutter hatte ihr immer eingeprägt, dass eine Prinzessin ihre Krone nie verlieren durfte, denn dieser Kopfschmuck war eins der wichtigsten Symbole ihres Königshauses. Vorsichtig legte sie das Diadem auf einem Tisch ab. Sollte der Krieg jemals vorbei sein, würde sie es sich wiederholen. Nun nahm sie die Kette ihrer Mutter in die Hand, doch sie brachte es nicht übers Herz den Anhänger zurück zulassen.

      »Wo gehen wir jetzt hin?«, fragte Elina Kayla.

      Diese blickte Ares fragend an.

      »Ich schlage vor wir beginnen unsere Suche im Thronsaal.«, sagte der Löwe.

      »Gute Idee. Lasst uns keine Zeit verlieren!« Kayla nahm denselben Weg zurück und sprintete die Treppe hoch. Elina beeilte sich hinterher zu kommen, mit ihrem neuen Bogen fest in der linken Hand und innerlich bereit einen Pfeil in ihn zu spannen. Wieder in der Eingangshalle angekommen wartete Kayla einige Momente bis Elina und die Löwen oben angekommen waren.

      »Wir sind nicht allein.«, sagte Aura. Sie ging leise ein paar Schritte weiter in die Eingangshalle und schaute sich um, um zu schauen ob Gefahr aus dem Hinterhalt drohte.

      »Ja ich höre es auch.«, erwiderte Ares.

      »Dann wollen wir unsere Freunde doch nicht warten lassen. Elina, halte dich bereit.«

      Kayla nahm ihre beiden kurzen Einhandschwerter in die Hände und lief die riesige Treppe in der Eingangshalle hoch. Elinas Herz pochte wild. Sie befand sich noch nie in solch einer Situation. Sie legte vorsichtig einen Pfeil an die Sehne ihres Bogens, so wie sie es bei Kayla gesehen hatte. Sie konzentrierte sich auf jedes Geräusch und versuchte alles in ihrem Umfeld wahrzunehmen. Aura lief dicht neben ihr. Oben an der Treppe schaute Kayla sich links und rechts um und lief dann weiter den Gang links herunter. Elina lief ihr eilig hinterher, doch noch so langsam, dass sie sich umschauen konnte. Der Gang war geschmückt mit Gemälden des Königs und Kayla. Oben an der Decke bemerkte sie, wie sich etwas bewegte und fragte sich, ob Kayla es nicht bemerkte. Leise sprang eine der düsteren Kreaturen, die auch Isana angegriffen haben hinter Kayla von der Decke. Elina versucht sie mit einem Pfeil zu erfassen, doch Kayla hatte die Kreatur bereits bemerkt und trennte ihr mit ihren Schwertern den Kopf ab. Elina fand, dass sich Kayla im Kampf sehr elegant und natürlich bewegte, so als ob es für sie das allertäglichste auf der Welt war und sie es schon ihr Leben lang machte.

      »Das sind die Wesen, die Isana, mein Zuhause, angegriffen haben.«, sagte Elina empört und wütend.

      »Ich sehe diese Wesen auch nicht zum ersten Mal. Das war bestimmt nicht der Letzte, dem wir begegnen.«

      Ein paar Meter weiter sah Elina eine Tür, die einen Spalt offen stand. Aus ihr strömte Licht.

      »Ares, Aura, ihr wartet hier! Ich werde euch rufen, wenn wir Hilfe brauchen. Elina, du kommst mit mir!« Kayla lief auf die Tür zu und schaute durch den Spalt. Elina tat es ihr nach. Der Thronsaal war vollkommen verwüstet. Goldene Kerzenständer und Feuerschalen waren umgeworfen worden und die Asche war auf dem Marmorboden verteilt. Stühle und Tische, die vorher an den Wänden gestanden haben mussten, waren zerstört. Einzelne Tischbeine lagen in der Mitte des Saales und Schwerter, Pfeile und Speere steckten noch in den Tischplatten. Der Bode war mit Blut befleckt und die Leichen der Gefallenen waren auf einem Haufen in der Ecke geworfen worden. Der großen Tür gegenüber, unter einem Fenster aus buntem Glas, stand ein Thron. Eine Frau saß auf dem riesigen goldenen Thron des Königs und ließ sich von einem edel gekleideten Mann, der auf dem Boden hockte, mit Trauben und Beeren füttern. Die Frau hatte stumpfes blondes Haar, welches zu einem strengen Knoten hochgesteckt wurde. Die Krone auf ihrem Haupt sah merkwürdig aus. Vom Weiten dachte Elina an schwarze, spitze Dornen. Ihr Gesicht war von Narben gezeichnet und sah an den Wangenknochen eingefallen aus. Die Frau trug ein langes schwarzes Kleid, welches sich eng an ihren Körper anlegte. Am Halsbereich und an den Ärmeln war die allerfeinste schwarze Spitze angebracht worden. Um ihre Schultern legte sich ein schwarzer Umhang aus Samt.

      Kayla lief rot an vor Wut und stürmte mit erhobenen Waffen in den Thronsaal und Elina lief unauffällig hinterher.

      »Gib sofort meinen Vater frei, du Scheusal.«

      Die Frau lachte boshaft, ihr Lachen ging Elina durch Mark und Bein. »Prinzessin Kayla. Mein Name ist Emelith. Schön, dass du mich in meinem neuen Zuhause besuchst. Ich glaube deinem Vater gefällt seine neue Stellung als mein Diener.« Die Königin starrte Kayla direkt an und Elina erschauerte, beim Anblick der kalten pechschwarzen Augen ihr gegenüber.

      »Ich weiß, wer du bist. Ich will, dass du ihn freilässt, sofort! Ansonsten…«

      »Ansonsten was, Prinzessin?«, sprach Emelith mit einem schauerlichen Grinsen auf den Lippen.

      Der Mann, der Emelith bediente, dreht sich zu Kayla. Es war der König, der sie mit leeren Augen anblickte. Elina hatte das Gefühl, dass der Mann vor ihr seine Tochter nicht erkannte.

      Elina wurde klar, dass ihre Mutter Recht gehabt hatte, Emelith, die Königin des Nordens hatte vor, ganz Aidanur zu unterwerfen. Kayla steckte ihre Schwerter rasch zurück in die Scheide und spannte ihren Bogen.

      »Lass ihn frei, oder ich schwöre, ich bringe dich um! Ares! Komm her!« Der Löwe sprang durch die Tür und brüllte einmal laut. Aura folgte ihm und stellte sich schützend vor Elina.

      Emelith stand auf und lachte erneut laut. »Na wenn das so ist.« Die Königin des Nordens breitete ihre Arme weit aus. Schwarzer Nebel trat aus ihrem Umhang und breitete sich im Saal aus. Wie ein Fluss schlängelte sich der dunkle Dunst immer näher an die Prinzessinnen und ihre Löwen. Elina wich ein paar Schritte zurück und eilte dann zu Aura. Sie krallte sich ins warme und weiche Fell der Löwin. Als der Nebel sie erreichte und umhüllte, sodass sie nichts mehr sehen konnten, beschlichen Elina ungute Gefühle. Angst. Hoffnungslosigkeit. Verzweiflung. Einsamkeit. Sie sank zitternd zu Boden, ließ Aura dennoch nicht los. Sie war wie erstarrt, bewegungsunfähig und auch Aura rührte sich nicht. Plötzlich entglitt Auras Fell Elinas Händen. Panisch tastete sie in der Dunkelheit des Nebels nach ihrem Anima, konnte die Löwin jedoch nicht finden. In diesem Moment lichtete sich der Nebel, sodass sie wieder alles sehen konnte. Sogleich bemerkte Elina, dass nur noch Kayla neben ihr stand. Aura und Ares waren verschwunden.

      »Was hast du mit meiner Aura getan? Wo ist meine Aura?« Elina war verzweifelt. Sie blickte zu Kayla. Diese riss die Augen weit auf und schaute sich ein paar Mal um.

      »Jetzt reicht es mir.« Kayla schoss einen Pfeil ab. Emelith hob die Hand und ließ den Pfeil umdrehen, in Elinas Richtung. Die Prinzessin aus Isana sah, wie der Pfeil näher kam, konnte sich jedoch nicht rühren. Er durchbohrte ihre linke Schulter und sie sackte zusammen. Blut quoll aus der Wunde und färbte ihr Gewand rot. Elina wurde schwindelig und Übelkeit überkam sie. Ein hohes Pfeifen in den Ohren quälten sie, genauso wie der stechende Schmerz der Wunde, und ihre Sicht verschwamm vor ihren Augen. Kayla war gleich da um sie zu stützen. Sie legte den Arm um sie und schliff sie fort. Elina hatte keine Kraft mehr um selber zu laufen. Zu großer Schwindel überkam sie.

      »Ich komme wieder Vater! Und dir werde ich höchstpersönlich das Herz rausreißen, Emelith!« Kaylas Stimme war zitterig.

      Einige der Kreaturen liefen ihnen hinterher. »Lasst sie gehen!«, befahl Emelith ihren Lakaien.

      Kayla schliff Elina die Treppe herunter. »Versuch dich festzuhalten.«

      Elina war kaum ansprechbar. Sie nahm nichts wahr außer Kaylas schweres Atmen. Kayla nahm Elina auf ihre Schulter und trug sie aus dem Schloss und wieder in den Wald. Der Regen hatte glücklicherweise aufgehört.

      »Bring mich zum Wasser.«, flüsterte Elina mit letzter Kraft.

      Elina spürte, wie Kaylas Beine langsam zittrig wurden, ihre Gefährtin verließen ebenfalls die Kräfte. Lange würde Kayla sie nicht mehr tragen können. Dann sah sie in weiter Ferne einen Bach und in diesem Moment verließen sie auch ihre letzten restlichen Kräfte.
      "Bücher sind voll Leben, voll Abenteuerlust, hier bist du, weil du es willst und nicht, weil du es musst." (Disney)
    • Zwei schöne Teile. Ich habe nur irgendwie das Gefühl, dass es jetzt doch ziemlich schnell voran geht. Es kann natürlich auch daran liegen, dass die Teile doch sehr lang sind. Eventuell könnte man sie noch einkürzen. Das würde einem auch das Lesen erleichtern.
      Ansonsten nicht schlecht. Die Beschreibungen der Stadt haben mir gut gefallen. ^^
      Etwas anderes noch. Die Anima kommen mir wie die Wesen vor, die es auch bei "Der goldene Kompass" gibt. Dort ist es ja auch so, dass die Menschen betrübt werden und nur noch vor sich hin vegetieren, wenn sie von ihrem Tier getrennt werden. Kann man das in etwa so verstehen?

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • Das was Kyelia sagt ist mir auch auf gefallen. Ich finde diesen Teil auch gut geschrieben und die wie du/ihr die Stadt beschrieben habt war klasse, allerdings solltet ihr bei Beschreibungen darauf achten, dass ihr Wörter nicht immer so oft wiederholt z.B.: Stadtmauern.... Hauptstadt... Stadt... etc. Da könnte man sich andere Formulierungen überlegen oder einfach eine andere Bezeichnung suchen. Das aber nur am Rande. Ich bin gespannt wie es weiter geht und finde, dass man eines von euren Kapitel auch gut auf zwei Teile aufteilen könnte, wenn ihr es online stellt. Das macht es leichter die Geschichte zu verfolgen und zu lesen bzw. wir haben mehr Lust zu korrigieren. Außerdem haben wir dann auch mehr Zeit uns der Geschichte und den einzelnen Kleinigkeiten zu widmen. :D

      LG
      Kisa

      Spoiler anzeigen

      Nyare90 schrieb:

      Elina verfolgte das(dem) Geschehen.

      Nyare90 schrieb:

      »Er war ein unschuldiges Kind.(Kein Punkt)«, sprach Kayla mit zittriger Stimme.

      Nyare90 schrieb:

      »Emelith, wo bist du? Wo hast du meinen Vater versteckt.(Kein Punkt)«, rief Kayla.

      Nyare90 schrieb:

      »Das glaube ich auch.(Kein Punkt)«, schmunzelte Elina.

      Nyare90 schrieb:

      »Ich schlage vor wir beginnen unsere Suche im Thronsaal.(Kein Punkt)«, sagte der Löwe.

      Nyare90 schrieb:

      »Wir sind nicht allein.(Kein Punkt)«,

      Nyare90 schrieb:

      »Ja_(Komma) ich höre es auch.(Kein Punkt)«, erwiderte Ares.

      Nyare90 schrieb:

      »Das sind die Wesen, die Isana, mein Zuhause, angegriffen haben.(Kein Punkt)«, sagte Elina empört und wütend.

      Nyare90 schrieb:

      »Bring mich zum Wasser.«, flüsterte Elina mit letzter Kraft.
      Ich lebe in einer Welt voller Fantasy, und Ihr?
    • Hi, ich habe bisher nur den Prolog gelesen. Der hat mir gut gefallen.

      Einzig hätte ich mir eine spannendere Beschreibung der folgenden Szene aus Absatz Acht gewünscht...




      Nyare90 schrieb:

      Ich bemerkte, wie Ares plötzlich nach rechts sprang und einem der Wesen, das aus dem Schloss kam, den Kopf abbiss.
      So geht sie fast spurlos an einem vorbei, obwohl der Biss eine starke Aktion von Ares ist.
    • So, wir haben den Prolog noch einmal überarbeitet und sind dabei auf eure Tipps und Meinungen eingegangen.
      Wir hoffen es ist jetzt besser. Wäre schön wenn ihr nochmal einen Blick darauf werfen würdet.
      LG und nochmal Danke
      "Bücher sind voll Leben, voll Abenteuerlust, hier bist du, weil du es willst und nicht, weil du es musst." (Disney)