Auf meinem Thron

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    • Auf meinem Thron

      Auf Knien flehend lagst du da
      „Gib mir Brot, gib mir Wasser.“
      Doch ich war feist und fett und träge
      Und du meine unbequeme Last,
      Die, wenn sie nur könnte, ein Loch
      In meine vernagelten Ohren sägte.

      Doch du warst schon schwach
      Aber ich war noch schwächer
      Dein Klagen schall über alle Dächer
      Und ich hörte dich und doch auch nicht
      Denn das Glück war mein Zuckerbäcker
      Und dein Leid mir gleich, viel zu bitter.

      Ich bin nicht der einfache Mann
      Ich wohne im Palast, meine Welt devot
      Es stünd außer frage, ob ich kann
      Aber gegen Blindheit gibt es kein Verbot
      Denn ich nahm Recht und verbog Gesetz
      Und habe mich auf den Thron gesetzt
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      Dieses Gedicht habe ich für eine Hausaufgabe in Religion verfasst. Das Thema war "Brot für die Welt" und während ich mich über die Sache informierte, kam mir immer wieder der Gedanke: "Mensch, das hilft doch nur punktuell. Das Problem sitzt doch tiefer, oder nicht?". Diese Zeilen sind aus der Sicht derer geschrieben, wegen denen es "Brot für die Welt" geben muss.
      [Schlaue, tiefgreifende Lebensweisheit]

      Nachdem ich jetzt schon einige Jahre hier bin, kann ich ja auch mal meine Geschichte in die Signatur setzen, oder? :D Mit Geschichten bin ich dann doch geschickter als mit Signaturen.
      Himmelsjäger [Neufassung]

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von kalkwiese ()

    • Wow, da hattest du aber ein schlechtes Gewissen (vorgetäuscht? :D ). Naja, man muss aus Stein sein und in der Fußgängerzone oder andernorts angebettelt werden und dies ohne schlechtes Gewissen ignorieren. Klar, man merkt, es ist ein frühes Werk, aber gerade für eine erzwungene Auftragsarbeit finde ich es sehr gefühlvoll und glaubwürdig.
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa