Immortalis Secreta-Unsterbliche Geheimnisse

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    • Immortalis Secreta-Unsterbliche Geheimnisse

      Und schon geht es los, mit meiner Geschichte!
      Das ist mein erstes Buch, welches ich sozusagen fertiggestellt habe.
      Eine Vorgeschichte ist in dem Sinne nicht nötig, wie ich finde, da die Geschichte es bereits selbst schon gut genug erklärt.
      Ich hoffe, es finden sich viele Leser und es gefällt euch! Für Tipps und Anregungen wäre ich sehr dankbar. :)
      Ist es zu lang? Dann mache ich auch gerne 2 oder 3 Posts draus.



      “Immortalis Secreta”
      “Unsterbliche Geheimnisse”

      “Kapitel1 Kammerjäger”

      Montag der 15. Ernting 1403
      Ein schauriger Morgen ist heut in Branesheim! Ein Laie würde ihn bestimmt als einen ganz gewöhnlichen Morgen wie jeden anderen ansehen. Aus der Ferne hörte man die alten Kirchenglocken, die den Morgen einläuten und draußen zwitscherten ganz unbeirrt die fröhlich anmutenden Vögel. Das Mühlrad, am Bache, klapperte seelenruhig vor sich hin und der erste Handelskarren rollte schon durch die, mit Frühaufstehern und Tagelöhnern, überfluteten Gassen. Eigentlich ein ganz normaler Morgen, würde man behaupten.
      Aber ich wiederum sehe das ganz anders! Immer das gleiche, Tag für Tag. Früh aufstehen, zur Arbeit gehen, die allseits gewohnten und gleichen Dinge tun, zwischendurch etwas essen und dann weiter arbeiten.
      Natürlich hatte ich nach der Arbeit auch Freizeit! Aber was sollte man denn da schon großartiges anstellen? Man musste ja immer bereit sein, für den Notfall. Also ich zumindest! Falls man mich mal wieder brauchte. Ich müsst wissen, ich bin zwar nur ein Obsthändler, aber ich bin leider in vielen Dingen gut. Sei es Feldarbeit, beim Schmied, in der Backstube oder beim Schneider. Und jetzt fragt man sich bestimmt, warum ich nur Obsthändler bin. Ganz einfach, ich wollte nicht den bestbezahltesten, saubersten oder beliebtesten Beruf haben, sondern einfach einen Beruf, bei dem man nicht viel falsch machen kann! Man stellt sich hin und verkauft Ost.
      Achja, nebenbei gesagt, es ist den Leuten immer sehr peinlich, wenn ich ihnen helfe! Drum erzählen sie auch niemanden, dass ich ihnen bei einem Problem behilflich war. Ich gönne es ihnen. Sie dürfen ruhig auf meine Kosten den Ruhm ernten. Man kennt sich ja bereits und muss sich ja nicht rechtfertigen. Ich heiße übrigens Hans und 25 Jahre jung! Geboren am 15. Heuert 1378, in Branesheim.
      Jetzt wurde es aber wirklich Zeit, an die Arbeit zu gehen! Ich sah schon die Leute mit den Füßen scharrend, ungeduldig wartend auf mein Obst. Auch so eine Kuriosität, die mir in letzter Zeit erst so richtig bewusst wurde. Mein Obstkarren steht nämlich immer täglich bereit und ist eigentlich schon fast ein Selbstbedienungsgeschäft. Sie könnten es eigentlich einfach weg nehmen und gehen. Aber sie wussten, dass es mir egal war, ob sie es machten oder nicht. Und darum machten sie es eben nicht, weil es zu einfach wäre. Bringt ihnen ja auch nichts, denn ich bin der einzige Obsthändler in der Gegend. Zumindest sah ich noch nie einen anderen außer mir, hier in Branesheim.
      Und wie ich so aus meinem Schlafzimmerfenster schaute, sah ich auch schon ein Paar meiner Stammkunden vor meiner Wohnungstür stehen. Zwei der ganz besonderen und eifrigen Sorte!
      Also mein bester und liebster Freund Peter, geboren am 28. Wonnemond im Jahre 1380 und ein guter Bekannter, seinerseits, namens Steffan. Steffan Schmitz um genau zu sein. Wobei die Erwähnung seines Nachnamens im Grunde völlig überflüssig ist! Ach Mensch, wie ich ihn hasse! Also nicht, dass ich ihn nicht leiden konnte, aber er hat oft einen starken Drang zur Besserwisserei!
      Wobei er noch nicht mal wusste, was ich eigentlich für Früchte verkaufe! Aber ich nehme es ihm nicht übel, er hatte halt nicht viel für das “einfache” Leben übrig. Warum er aber trotzdem mir uns abhing, ist ganz simpel.
      Jolene, die Schwester meines besten Freundes! Steffan versucht es schon seit einer gefühlten Ewigkeit, aber sie will einfach nichts von ihm. Und schon gar nichts mit ihm! Er denkt halt, weil er immer alles bekommt, würde er auch sie so einfach bekommen. Und außerdem ist sie erst vor kurzem ein Jahr älter geworden! Am 3. Ernting im Jahre 1382 erblickte sie das Licht der Welt. Ich weiß, 21 Jahre ist nicht unbedingt zu jung, aber trotzdem noch zu früh!
      Jetzt gingen wir erstmal gemeinsam auf unsere Arbeit. Natürlich nicht alle zu meinem Obststand! Nein! Wie es sich gehörte ging Peter zum Schmied und Steffan zum Schneider. Ich bediente derweil meine richtigen Kunden, die auch wirklich schon ganz ungeduldig auf mich warteten. Jung und Alt, schön und weniger hübsch! Dick, dünn, lahm und gebrechlich.
      Heute hatten die Leute aber auch wirklich mal wieder sehr absonderliche und abstruse Geschichten auf Lager! Der eine erzählte mir, seinen Namen behalte ich diskret ungenannt, man habe ihm eine Ziege ganz heimlich gestohlen! Naja, so wie er aussieht, würden vermutlich nicht nur die Ziegen erfreut sein, nicht mehr bei ihm zu leben. Aber sei es drum!
      Also er habe den Dieb natürlich nicht gesehen, sonst wäre es ja kein guter Dieb gewesen. Schlaue Ausrede! Und ein anderer erzählte mir, er vermisse auf seinem Felde das Unkraut, denn er zupft das Unkraut nämlich nie raus. Dementsprechend sieht auch sein echtes Kraut und Gemüse aus!
      Und dann kam die Frau, aller Frauen hier in Branesheim! Die Oberste der Geschichtenerzähler! Wie sehr ich mich schon auf ihre weisen und informativen Anekdoten gefreut habe!
      Ganz aufgeregt schrie sie uns alle lautstark an: “Das ist ja noch gar nichts! Bei mir haben sie, während ich schlief, aus meinem Schlafzimmer alle Kerzen entwendet!”
      Als ich sie dann fragte, ob sie die Diebe gesehen hat, meinte sie ganz aufgeregt: “Aber natürlich! Oder denken Sie etwa, ich denke mir das alles nur aus?”
      Zu dieser Antwort gab ich mal keinen Kommentar ab. Aber in Einem waren wir uns einig, trotz der gewissen Distanz zwischen uns, dass es echt schon sehr merkwürdig war, dass in ein und der selben Nacht, an drei unterschiedlichen Orten, offensichtlich etwas absonderliches vor sich ging.
      Aber was der Schatzmeister mir zu berichten hatte, setzte dem Ganzen noch die Krone auf! Ja auch er erfreute sich stets und gerne an meinem Obst. Er erzählte uns, dass er letzte Nacht aus der Schatzkammer ein Geräusch hörte. Man könnte denken, es waren bestimmt Mäuse oder ähnliches Getier. Aber das hätte eine sehr große Maus gewesen sein müssen, die nicht mal durch die Tür gepasst hätte. Er öffnete leise die Tür zur Schatzkammer und sah nix, auf dem ersten Blick zumindest. Doch dann sei dort angeblich ein heller Lichtschein gewesen! So wie eine Grubenlaterne! Und ein Umriss von einem Wesen, mit einem Beutel oder ähnlichem. Ein Wesen, so groß wie ein Kind. Aber viel zu füllig, um eines zu sein! Es sah ihn mit ihren großen glühenden Augen direkt an und rannte dann urplötzlich davon. Keine drei Sekunden dauerte es, da hatte es einen Weg von sage und schreibe zwanzig Metern zurückgelegt, sagte er! Das schafft kein normaler Mensch, darin waren wir uns alle einig. Vierzig Goldstücke solle es mitgenommen haben.
      Ich für meinen Teil habe diese Geschichte in meinem Gedächtnis auf genommen. Natürlich kann es auch sein, dass er mal wieder zu viel getrunken hat, so wie er es öfters mal tat! Und er nun eine Ausrede brauchte, um den Verlust der Goldstücke, die für dieses Bier draufgingen, zu erklären. Ich weiß schon lange, dass er manchmal heimlich etwas Gold aus der Schatzkammer in seine eigene Tasche steckte! Aber soll er machen, was er will! Was gehen mich seine Probleme an? Und was gehen mich überhaupt die Probleme aller Leute hier an?
      Nicht, dass ich was dagegen habe. Aber doch nicht jeden zweiten Tag! Als wenn ich hier was zu entscheiden hätte, oder Rat wüsste! Na gut, dazu müssten sie mich ja erstmal um Rat bitten! Öffentlich! Vor allen anwesenden!
      So verbrachte ich nun also den Vormittag an meinem Stand und führte interessante Gespräche mit meinen Kunden, während ich munter und frohgesonnen meine Ware an den Mann und die Frau brachte. Bis es später Nachmittag wurde! Denn dann wurde ich gebeten, mal beim Schmied vorbei zu schauen. Abwechslung, die begeistert!
      Beim Schmied angekommen, verlor ich keine Zeit und fragte ihn sofort: “Grüße, was ist der Anlass, warum Ihr mich habt kommen lassen?”
      Er erwiderte prompt: “Eigentlich wollte ich Euch nur fragen, ob Ihr vielleicht wisst, wo meine geschmiedeten Ringe sind! Ihr wisst schon! Für die Hochzeit meiner Nichte.”
      Da schaute ich sehr verdutzt drein. “Was? Euch kam auch etwas abhanden?”
      “Wie, mir auch?”, fragte er mich noch viel verdutzter und drohte mir dann mit seinem Schmiedhammer! “Sagt schon, was wisst Ihr mal wieder, was ich nicht weiß!?”
      Sofort klärte ich ihn auf, bevor er mir wieder mal eine über den Buckel zog: “Verschiedene Leute haben mir berichtet, dass ihnen auch etwas abhanden kam. Persönliche Sachen. Zwar in meinen Augen nur Minderware, aber immerhin!”
      Sofort legte er den Hammer weg und nickte einverständlich! “Na gut, dann will ich nochmal ein Auge zudrücken, Herr Hans! Aber das nächste mal erzählt Ihr nicht solche zweideutigen Sachen!”
      Kurzes Schweigen und dann sprach er weiter: “Aber das ist doch schon ein wenig merkwürdig, oder nicht? Ich hab die Schmiede immer abgeriegelt! Niemand kommt hier herein. Und das wisst ihr genauso gut, wie alle anderen. Ohne Anmeldung geht das erstrecht nicht! Und Peter..? Nein, der konnte es auch nicht gewesen sein..!”
      Er grübelte nach! “Ich frage ihn am besten sofort! Wobei ich nicht denke, dass er es war! Dazu ist er gar nicht fähig. Ihr könnt wieder gehen, Hans!”
      Er wollte sich gerade wieder ins Haus begeben, da erwiderte ich sofort: “Aber halt! Der Schatzmeister hat erzählt, er hätte beobachte, wie eine Kreatur Gold gestohlen hätte.”
      Er winkte ab! “Geschwätz! Herr Hans, glaubt nicht immer jeden Unsinn! Gerade der Schatz...”
      “Meister, ich weiß! Der ist immer ein wenig zum Scherzen aufgelagert! Ich wollte eigentlich nur sagen, dass es doch trotzdem nicht so falsch sein könnte! Betonung liegt auf könnte! Vielleicht, ich will jetzt keine Gerüchte ver...”
      “Dann lasst es doch!”, grummelte er und winkte mich energisch weg.
      Doch so leicht ließ ich mich nicht abwimmeln! Zuerst wollte ich meinen Standpunkt dazu äußern! “Ich will damit sagen, dass vielleicht diese Kreatur Eure Ringe gestohlen hat! Es muss ja nicht unbedingt eine Kreatur gewesen sein! Vermutlich nur ein Dieb, oder...”
      “Was!? Seid auf der Stelle ruhig!”, brüllte er mich an und reckte seinen Hammer nach oben! Dann kam er langsam auf mich zu. Ich versuchte ihn wieder zu beruhigen und entschuldigte mich auch sofort für meine voreilige Äußerung. Er bäumte sich auf und sprach, mit leicht frechem Grinsen und immer leiser werdender Stimme: “Da Ihr ja gerade hier seid und so redelustig, könnt Ihr mich ja bitte mal ein, zwei, Stündchen vertreten? Ich werde Euch auch die Zeit mit dem doppelten Preis bezahlen!”
      Das sagte er jedesmal und trotzdem hielt er sich nie daran! Da hatte ich wenigstens mal wieder ein bisschen mehr Zeit, mich mit Peter zu unterhalten. Die Zeit verging dann auch sehr schnell und der Schmied kam ziemlich pünktlich wieder, um uns beide für den heutigen Tag zu entlassen. Abend wurde es langsam und wir beide beschlossen, noch ein wenig durch die Gassen zu schlendern. Das machten wir immer gerne! Gemütlich ist es abends hier in Branesheim. Schön ruhig und erfrischend kühl.
      Doch plötzlich hörten wir einen lauten Aufschrei, aus einer Nebenstraße! Sofort rannten wir hin und fanden dort eine ältere Dame vor, weinend und wie versteinert dastehend! Sie schaute an die Wand und atmete ganz hektisch. Wir fragten sie, was passiert sei!
      Aber sie redete irgendwas von einem Tier, das sie anschaute. Ein Tier war natürlich nichts ungewöhnliches in einem Dorf. Aber als sie es uns dann näher beschrieb, war uns beiden ganz anders zu Gemüte! Es soll einen Meter groß gewesen sein, mit einer gebeugten Haltung. Große Hände, so wie die von einem Frosch! Nur viel größer! Es sah sie mit seinen großen leuchtenden Augen an. Es wirkte anfangs aufgeregt, fasst schon aufgebracht und aggressiv! Aber als es sie sah, war es wie ein scheues Reh und ehe die Frau sich versah, war es schon wieder verschwunden.
      “Einfach weg! Durch die Wand und weg war es!”, sagte sie ganz verwirrt und rubbelte sich übers Gesicht. Ich wusste gleich, was hier los war. Das gleiche Wesen sah doch auch der Schatzmeister! Irgendwas ging hier vor. Irgendwer spielt uns einen Streich!
      Doch jetzt brachten wir erstmal die völlig verstörte Frau zu ihrem Haus und versprachen ihr, dass wir ihr Bescheid geben würden, wenn wir mehr darüber wüssten. Sie bedankte sich ganz herzlich und sprach über uns ihren Segen aus. Möge der Herr uns beschützen, auf all unseren Wegen. Kaum war sie im Haus, schaute Peter nach der Kirchturmuhr. “Gleich Zehn Uhr abends! Jetzt wird́s aber Zeit.”
      Darauf ich ganz gelassen: “Das sehe ich auch so, Peter! Für heute habe ich genug erlebt! Lass uns für heute Schluss machen! Pass gut auf dich auf!”
      Schnell lief ich nach Hause, ich hatte schon ein wenig Angst vor diesem Ungetüm. Umso froher war ich, dass mein Weg nicht allzu lang war! Schnell ins Bad, sich frisch machen und ins Bett huschen! Unter die erfrischend kalte Decke und nochmal den Tag Revue passieren lassen. So schaurig der Morgen auch war, der restliche Tag war schon etwas Besonderes. Viele kuriose Geschichten, von noch viel kurioseren Leuten. Und das kurze Treffen mit Peter war auch mal wieder schön. Wir hatten uns viel zu erzählen.
      Man sollte halt den Tag nicht vor den Abend loben. Oder in diesem Falle, nicht abwerten. Mit diesem Gedanken machte ich es mir also im Bett gemütlich, schaute nochmal kurz zum Fenster hinaus und schlief erstmal, bis der neue Tag beginnen würde.
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

      -Albert Einstein-
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      Helios III (Arbeitstitel)
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      Purpur
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      Big City Life
      ---------------
      Mana

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Zarkaras Jade ()

    • Uhhh...Ohhh...Ihhh
      Viiieeeel zu lang ;(

      Vorschlag:
      - Auf den "Bearbeiten"-Button klicken.
      - Kapitel dritteln.
      - den ersten der drei Teile posten.
      - Schriftgrösse um eine Stufe erhöhen.
      - Auf Kommentare und Kritik warten.
      - Langsam und gemächlich die übrigen Teile veröffentlichen.

      Als Grund kann ich folgendes angeben:
      Im Gegensatz zu einem richtigen Buch mit Seiten oder einem Reader ist das hier halt ein Forum. Keine Leseszeichen, "schlechte Anhaltspunkte". Der Leser liest einfach einen oder zwei Posts, dann verschiebt er den Rest auf nächstes Mal.

      So wirst du dir bestimmt einige potenzielle Leser vergraueln, weil der Post sie nahe an einen Herzkollaps führt -.-
      - In jeder Sekunde verschmelzen im Zentrum der Sonne 600 Millionen Tonnen Wasserstoff zu 594 Millionen Tonnen Helium.
      - Die Milchstrasse ist 13.2, das Universum 13.6 Milliarden Jahre alt

      Und einige Vertreter der Spezies homo sapiens erdreisten sich, Gott zu spielen.
    • Danke vielmals für den Tipp. :)
      Ich neige oft dazu, viel und alles ausführlich zu posten.
      Schande auf mein Haupt. ;)
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

      -Albert Einstein-
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      Mana
    • Wie Janorian schon so schön geschrieben hat: Viel zu lang. Die Faustregel für einen Post liegt bei etwa 2-3 Seiten. ^^ Das lässt sich auch mal zwischendurch lesen und es fällt den Lesern leichter einen Kommentar zu schreiben und Tipps zu geben. ^^
      Edit: Wie ich sehe, hast du den Rat auch schon angenommen. ^^

      Okay, dann fange ich einfach mal an, meine Meinung aufzuschreiben.
      An sich finde ich die Geschichte nicht schlecht. Der Schreibstil ist, sagen wir, ungewöhnlich, aber ich finde, er passt und ist sogar recht interessant. Auch, dass du die Geschichte in Tagebucheinträgen schreibst, gefällt mir recht gut. Ich bin mal gespannt, auf was genau die Geschichte hinauslaufen wird. Das kleine Männchen, was die Leute bestiehlt, klingt auf jeden Fall schon mal nicht schlecht. ^^

      Einige Tipps habe ich noch aufgrund der Fehler, die ich dir in den Spoiler gepackt habe.

      1. Hinter Aussagesätze kommen keine Ausrufezeichen. Sonst wären es ja Ausrufe. Ein paar wenige habe ich dir einmal rausgesucht, aber nicht alle, da mir das einfach zu viele waren. Ein Ausrufezeichen wird meist nur eingesetzt, wenn es sich um einen BEfehl handelt oder dem Satz Nachdruck verliehen werden soll, was in den meisten Fällen bei dir nicht der Fall war.

      2. Wenn nach der Wörtlichen Rede ein Begleitsatz folgt, dann wird dieser mit einem Komma von der Wörtlichen Rede abgegrenzt und nicht mit einem Doppelpunkt. Kommt der Begleitsatz davor, dann stimmt das.
      Beispiel:
      Er sagte: "BlubbBlubb."
      ODER
      "BlubbBlubb", sagte er
      Ich hoffe, du weißt, was ich meine.

      Das war eigentlich auch schon alles. Um Weiteres zu sagen, muss ich erstmal mehr lesen, heißt, ich werde auf jeden Fall erstmal dran bleiben und deine Geschichte weiter verfolgen. ^^

      LG, Kyelia

      Spoiler anzeigen


      Zarkaras Jade schrieb:

      Ich müsst wissen, ich bin zwar nur ein Obsthändler, aber ich bin leider in vielen Dingen gut!
      Ihr

      Zarkaras Jade schrieb:

      Jetzt wurde es aber wirklich Zeit, an die Arbeit zu gehen! Ich sah schon die Leute mit den Füßen scharrend, ungeduldig wartend auf mein Obst.
      scharren

      Zarkaras Jade schrieb:

      Sie könnten es eigentlich einfach weg nehmen und gehen.
      zsm

      Zarkaras Jade schrieb:

      Am 3. Ernting im Jahre 1382 erblickte sie das Licht der Welt. Ich weiß, 21 Jahre ist nicht unbedingt zu jung, aber trotzdem noch zu früh!
      ausschreiben

      Zarkaras Jade schrieb:

      Als wenn ich hier was zu entscheiden hätte, oder Rat wüste!
      wüsste

      Zarkaras Jade schrieb:

      Vor allen anwesenden!
      groß

      Zarkaras Jade schrieb:

      Beim Schmied angekommen, verlor ich keine Zeit und fragte ihn sofort:_”Grüße, was ist der Anlass, warum ihr mich habt kommen lassen?”
      Er erwiderte prompt:_“Eigentlich wollte ich euch nur fragen, ob ihr vielleicht wisst, wo meine geschmiedeten Ringe sind! Ihr wisst schon! Für die Hochzeit meiner Nichte!”
      Da schaute ich sehr verdutzt drein. “Was? Euch kam auch etwas abhanden?”
      “Wie, mir auch?!”:(Kein Doppelpunkt, sondern ein Komma) fragte er mich noch viel verdutzter und drohte mir dann mit seinem Schmiedhammer! “Sagt schon, was wisst ihr mal wieder, was ich nicht weiß!?”
      groß

      Zarkaras Jade schrieb:

      ”Verschiedene Leute haben mir berichtet, dass ihnen auch etwas abhanden kam!
      groß

      Zarkaras Jade schrieb:

      Aber das nächste mal erzählt ihr nicht solche zweideutigen Sachen!”
      groß

      Zarkaras Jade schrieb:

      Und das wisst ihr genauso gut, wie alle anderen!
      groß

      Zarkaras Jade schrieb:

      Er grübelte nach!
      Kein Ausrufezeichen

      Zarkaras Jade schrieb:

      Er winkte ab!
      siehe oben

      Zarkaras Jade schrieb:

      “Dann lasst es doch!”: (kein Doppelpunkt, sondern Komma) grummelte er und winkte mich energisch weg!
      Kein Ausrufezeichen

      Zarkaras Jade schrieb:

      “Ich will damit sagen, dass vielleicht diese Kreatur eure Ringe gestohlen hat! Es muss ja nicht unbedingt eine Kreatur gewesen sein! Vermutlich nur ein Dieb, oder...”
      groß; Kein Ausrufezeichen

      Zarkaras Jade schrieb:

      “Was!? Seid auf der Stelle ruhig!”: (Kein Doppelpunkt sondern Komma) brüllte er mich an und reckte seinen Hammer nach oben!

      Zarkaras Jade schrieb:

      ”Da ihr ja gerade hier seid und so redelustig, könnt ihr mich ja bitte mal ein, zwei, Stündchen vertreten?! Ich werde euch auch die Zeit mit dem doppelten Preis bezahlen!”
      groß

      Zarkaras Jade schrieb:

      Doch plötzlich hörten wir einen lauten Aufschrei, aus einer Nebenstraße! Sofort rannten wir hin und fanden dort eine ältere Dame vor, weinend und wie versteinert dastehend! Sie schaute an die Wand und atmete ganz hektisch. Wir fragten sie, was passiert sei!
      Kein Ausrufezeichen

      Zarkaras Jade schrieb:

      Aber sie redete irgendwas von einem Tier, das sie anschaute. Ein Tier war natürlich nichts ungewöhnliches in einem Dorf.
      groß

      Zarkaras Jade schrieb:

      “Einfach weg! Durch die Wand und weg war es!”: (Kein Doppelpunkt, sondern Komma) sagte sie ganz verwirrt und rubbelte sich übers Gesicht.


      Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
      - Toni Morrison -

    • Erstmal, es ist eine sehr interessante Geschichte,
      es ist in einem recht interessanten Schreibstil geschrieben, der sehr gut passt, wie @Kyelia schon sagte,
      Manchmal war es etwas stockend, wie ich finde, aber trotzdem recht gut und die paar Fehler die ich fand, hatte Kyelia schon genannt.
      Ich freue mich hier auf mehr von der Geschichte als Tagebuch.

      LG Ryudachi
    • Hiho,

      was mir direkt aufgefallen ist, sind die vielen Ausrufungsszeichen, aber das wurde oben ja schon angemerkt.

      Ich finde den Erzählstil etwas gewöhnungsbedürftig ehrlich gesagt, wobei ungewohnt es besser trifft.
      Die Situation auf dem Markt kann man sich aber gut vorstellen. Da wimmelt es nur so von Klatsch und Gerüchten, sehr stimmig.

      Der Protagonist wirkt auf mich total gleichgültig. Wenn das gewollt ist, dann super, ansonsten hm :)
      Der Titel deiner Geschichte ist interessant und macht Lust auf mehr ehrlich gesagt :)

      *Wie immer von mir keine Rechtschreibkorrekturen, da ich ein Opfer der 2fachen Rechtschreibreform bin* :)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Deine Story ist schon fix und fertig? Dann hier mein bisher eingeschränkter Eindruck.

      - Ich nehme an die Länge hast du schon verändert, denn ich empfinde den Text nicht als zu lange.
      - die dünnen, dicken, lahmen, hübschen und hässlichen Kunden ... ? Sollte diese Information für mich irgend einen Sinn haben, außer zu erkennen, dass es ganz normale Kunden sind und nicht nur Gemanys Next Topmodels?
      - was ich von Deinem Protagonisten und den anderen Personen halten soll, weiß ich wirklich nicht:
      Einerseits schreibst Du sehr locker und zum Schmunzeln und man könnte meinen, er ist ein Tagedieb, der eigentlich ein Hansdampf in allen Gassen ist, aber Arbeit scheut.
      Anderseits wundere ich mich über die Reaktionen, wie zum Beispiel die des Schmiedes, der ihm schon Schläge mit dem Hammer androht? Er bietet den doppelten Arbeitslohn und hält sich nicht daran, aber Deinem Prota geht das am Arsch vorbei?
      Und dann scheinen deine Personen ja richtig wild auf das Obst zu sein, dass sie sogar Schlange stehen. Natürlich stiehlt niemand etwas ... ahja.
      Zuletzt das seltsame Ungetüm, was aber nicht weiter wild zu sein scheint, weil man ja, weil es jetzt 10 Uhr abends ist, jetzt mal lieber die Gehwege hochklappt und heimgeht.

      Zarkaras Jade schrieb:

      So schaurig der Morgen auch war, der restliche Tag war schon etwas Besonderes.
      Ich hab immer noch nicht raus, was so schaurig am Morgen war. War das Monster am Abend vor dem er sogar etwas Angst hatte nicht schauriger?



      Mein erster Eindruck: Um satirisch zu sein, fehlt noch etwas, aber um die Story ernst zu nehmen gibt ein paar schwer zu verdauende Handlungsteile zu viel. Aber das ist der erste Eindruck. Das kann sich durchaus wieder ändern.
      -------------------
      Tom Stark
      zum Lesen geeignet

      delectare et prodesse
    • Weiter geht's.

      Ich hoffe, der Text ist soweit korrekt.


      "Kapitel 1 Kammerjäger/Teil 2"

      Donnerstag der 18. Ernting 1403
      Heute Morgen wurde ich von der Hofdame des Bürgermeisters überrascht. Mensch war ich da erstmal baff! Nicht sie schon wieder! Was wollte sie mir denn heute schon wieder kundgeben? Widerwillig öffnete ich ihr die Tür und bat sie herein.
      Doch sie lehnte dankend ab und sagte: “Ich bin diesmal auf Anweisung des Bürgermeisters hier! Er bittet darum, dass Ihr Euch sofort auf dem Weg zum Schneider begebt!”
      Ich schaute skeptisch. “Ach ist das wirklich so? Oder wollt Ihr mich jetzt schon wieder irgendwohin locken, um mich dann den Leuten vorzuführen?”
      Große Augen machte sie und sprach, ganz empört: “Ich habe mich doch bereits dafür entschuldigt, was damals passiert ist! Wieso könnt Ihr mich einmal vertrauen?”
      “Weil Ihr mir nie einen Grund dazu gebt! Aber ist jetzt gut! Sagt schon, was soll ich dort?”
      Sie antwortete: “Ich weiß nicht genau! Der Bürgermeister hat mich nur zu Euch geschickt, um Euch diese Nachricht überringen zu lassen! Seid unbesorgt, es ist bereits Ersatz für Euch gefunden worden! Ihr könnt unverzüglich... Nein, Ihr sollt unverzüglich zum Schneider kommen!”
      Ich schaute raus auf die Gasse und sah schon die beiden Wachen, die auf mich warteten. Na gut, dann war es halt so. Leicht genervt holte ich meine Sachen und ging mit ihnen mit. Doch schon bald merkte ich, dass es sich doch um was ernsteres handeln musste! Geleitschutz, für mich? Man kanńs auch übertreiben! Die Leute schauten schon alle ganz verwundert und tuschelten heimlich hinter meinem Rücken.
      Angekommen bei der Schneiderstube, konnte es gar nicht schnell genug gehen! Sofort wurde ich in Empfang genommen und eingewiesen. Des Herren Kleidersammlung wurde über Nacht reduziert! Seine ganzen Roben und Mäntel, wie auch Schleier und Pelze, alle weg! Und das ausgerechnet heute, wo er doch eine Dame in Empfang nehmen musste!
      Es war schon alles bis ins Kleinste durchdacht und geplant. Sie wussten schon, wie der Anzug auszusehen habe, brauchten aber noch eine helfende Hand. Verstehe ich voll und ganz! Sie waren nur zu zweit, der Schneidermeister und sein Gehilfe Steffan.
      Da half ich doch gerne mit, wenn es um eine Dame geht! Vielleicht würde ich ja diesmal vom Herrn höchstpersönlich gelobt. Wir wussten alle, wie pingelig der Herr bei Damenbesuch war! Und wollten ihm alles recht machen, dass er sich auch wirklich geehrt genug fühlt, als unser Herr angesehen zu werden! Schließlich hat er ja eine ganz wichtige Aufgabe, ohne Witz jetzt!
      “Wir haben nur zwei Stunden Zeit! Meint Ihr, wir schaffen das?”, fragten der Schneidermeister und Steffan mich. Ich fühlte mich überrumpelt! Leicht verdutzt antwortete ich: “Was fragt ihr mich das denn? Ihr seid doch hier die wahren Künstler! Aber ich denke mal, dass wir das schaffen!”
      Jetzt hieß es arbeiten, im Akkord! Steffan schnippelte und faltete eifrig die feinen Stoffe zurecht. Und ich nähte unter Aufsicht des Meisters dann die einzelnen Teile zusammen. Ich dachte an die letzten Tage, an die Sachen die verschwunden waren. Aber zum Glück fehlte hier nichts! Das wäre ja ein Unding, wenn jetzt zum Beispiel das Garn fehlen würde! Aber ich hatte ja für den Notfall immer eine Rolle Garn dabei. Die hatte ich mir mal vor Wochen gegönnt. Die käme bestimmt mal bei was ganz Besonderem zum Einsatz! Keine Ahnung, ich hab ja gedacht, heute wäre ein guter Anlass dafür. Aber anscheinend war der Anlass doch noch nicht zu besonders.
      Endlich waren wir fertig mit dem Anzug! Pünktlich auf die Minute! Steffan kramte schnell die nicht gebrauchten Stofffetzen zusammen und wollte sie gerade hinter ins Lager bringen. Da trat er auf ein zu langes Stoffteil, welches er herumschleppte und stolperte zu Boden. Mit ihm der halbe Tisch und beinahe hätte er auch den Anzug mit hinuntergerissen. Doch mein beherztes Eingreifen verhinderte dann doch das Schlimmste.
      Der Meister war außer sich und pöbelte lautstark herum! “Steffan, du bist doch zu nichts fähig! Wie oft habe ich dir schon gesagt, du sollst alles stehen und liegen lassen, bis der Auftrag erledigt ist? Sei froh, dass es gerade nochmal gut ging!”
      Steffan hielt sich die Hände schützend vors Gesicht und sprach reuebewusst zu ihm: “Es tut mir aufrichtig leid, Meister! Ich verspreche Euch, es wird nie wieder vorkommen. Ich werde mir jetzt Eure Worte zu Herzen nehmen. Aber bitte schlagt mich nicht wieder.”
      Das war mir jetzt aber sehr peinlich. Das war mir äußerst unangenehm. Ich traute mich kaum, was zu sagen. Geschweige denn das eigentliche Thema anzusprechen.
      Doch er beruhigte sich dann wieder und machte nur eine drohende Handgeste. “Jetzt hast du nochmal Glück gehabt! Aber nur weil Herr Hans hier ist! Ich behalte dich im Auge!”
      Aber nun wirklich keine Zeit mehr verlieren! Sofort machten wir uns auf dem Weg, um dem Herrn den Anzug zu bringen. Er wartete bestimmt schon ganz ungeduldig auf uns! Wie er ihn wohl finden würde? Wird es ihm genehm sein, oder müssten wir etwa doch noch einige Verbesserungen vor Ort durchführen? Wir betraten die Feste, ich den Anzug vorsichtig auf den Armen. Steffan schaute leicht beleidigt auf den Boden und rümpfte schnippisch die Nase. Der Schneidermeister war natürlich nicht dabei! Er hatte schließlich noch seine reguläre Arbeit zu machen!
      Wir brauchten auch gar nichts sagen, als wir den Wachen gegenübertraten. Sie schienen schon ganz genau Bescheid zu wissen, was unser Anliegen war! Sofort und unverzüglich wurden wir hineingeführt, in die prachtvolle Feste. Diese betreten und den Vorraum erreicht, sah ich dort eine junge Frau. Sie saß auf einer Bank, mir den Rücken zugewandt.
      Das musste die Dame sein, von der mir berichtet wurde! Ich konnte nicht viel von ihr erkennen, da sie eine schwarze Robe trug. Sehr mysteriös, möchte ich behaupten! Um ihre Taille trug sie ein goldglänzendes Band. Und schwarze Stiefel zierten ihre kleinen Füße. Ich war irgendwie angetan von ihr! Sehr faszinierend war sie. Das könnte aber auch daran gelegen haben, weil ich niemals eine vergleichbar mysteriöse Frau zuvor gesehen hatte!
      Steffan ließ das völlig kalt! Er beachtete sie gar nicht und bewunderte lieber die tollen Wandskulpturen und das Deckengemälde. Das war auch wirklich sehr schön. Es stellte, glaube ich, den Landherren mit seiner Gemahlin dar. Schöne kräftige Farben und auch sonst ist die Feste, Innen wie Außen, sehr schön anzusehen. Normalerweise bewunderte ich auch immer die unzähligen Gemälde und Banner des Landherren, aber an diesem Tag nicht. Ich bewunderte lieber die junge Frau, auch wenn ich sie nur einige Augenblicke zu Gesicht bekam. Steffans Gemüt war aber trotz alle dem immer noch sehr schlecht! Dass er vor meinen Augen vom Meister zurechtgewiesen wurde, machte ihm sehr zu schaffen.
      Ich erbarmte mich. “Möchtest du vielleicht dem Herrn den Anzug überreichen? Er würde sich bestimmt sehr freuen, wenn der zukünftige Schneidermeister dieses kunstvolle Gewand präsentiere!”
      Da fühlte er sich sehr geschmeichelt. “Wirklich, Hans? Aber wenn das mein Meister erfährt..? Ach was, der hat das bestimmt schon wieder vergessen! Gib schon her, den Anzug!”
      Sofort riss er ihn mir aus den Händen und zeigte ihn stolz umher! Sich selbst rühmend schaute er hochnäsig in der Gegend rum und streckte mir imaginär die Zunge heraus. Meine Güte, wie sehr ich ihn doch jetzt schon wieder hasste! Am liebsten hätte ich ihn mit geballter Faust...
      Oh, da kam der Landherr! Schnell gerade hinstellen, sich nochmal den Mund trocken wischen und ja nicht zu dümmlich schauen. Mit großen Augen empfing er uns und prahlte ja so sehr von dem bevorstehenden Treffen mit dieser gewissen Dame. Sie sei ja so toll und so begabt! Ihr Aussehen würde alles je dagewesene übertreffen und reich sei sie!
      Ach so ist das also? Reich und schön! Begabt noch dazu! Ich kann mir schon denken, auf welchem Gebiet sie so gut sein sollte! Sofort sah ich die junge Frau mit anderen Augen! Mit abwertenden Augen! Was kümmerte mich diese Frau denn nun?
      Na ja, wenigstens bedanke er sich diesmal bei mir persönlich. “Das ist echt der schönste Anzug, den ich je gesehen habe! Aber jetzt muss ich mich beeilen, sie wartet schon auf mich! Ihr könnt wieder gehen, ich benötige eure Dienste erstmal nicht!”
      Das war ja mal ein Erlebnis! Aber jetzt wurden wir wieder nach draußen geführt. Wir wurden sozusagen gewaltfrei rausgeschmissen. Die Frau musste ja ganz was “Besonderes” gewesen sein, so wie er sich benommen hatte! Und dann kam auch sie noch dazu! Des Bürgermeisters Hofdame! Mit breitem Grinsen stakste sie auf mich zu und zupfte ungeduldig an mir herum. Mich nervte das schon ein wenig. Vor allem in Steffans Anwesenheit.
      Ganz hibbelig war sie und sprach zu mir: “Habt ihr es schon gehört?”
      “Eine Dame ist hier! Von weit her ist sie gekommen, nur wegen uns! Ist das nicht schön? So berühmt sind wir bereits, dass edle Damen den Weg zu uns finden! Und sie soll ja so schön sein! Und so edelmütig!”
      Ich schubste sie sanft weg. “Ach belästigt mich nicht mit solchen Phrasen! Sie ist genau wie alle anderen reichen Frauen. Nur hier, um uns arme Bürger zu schikanieren und zu beleidigen. Echt sehr armselig, dass der Landherr sich immer so aufführt, nur um sie zu umgarnen! Er hat doch bereits eine Frau! Euren Lebensstil soll mal einer verstehen!”
      Da schaute sie verdutzt. Steffan fühlte sich auch irgendwie vor den Kopf gestoßen und machte ein nachdenkliches Gesicht. Doch sofort erwiderte sie mir: “Ach Hans, seid nicht immer so negativ! Ich habe gehört, sie ist noch zu haben! Und sie steht auf Jungen in deinem Alter!”
      Und weg war sie. Geschwind wie der Wind lief sie davon und wir wurden zeitgleich wieder zurück ins Dorfinnere gebracht. Ihr Worte gaben mir jetzt schon zu denken! Sollte ich es ernst nehmen, was sie zu mir sagte? Oder war dies wieder nur ein Streich von ihr, um mich zu verspotten? Also um ehrlich zu sein, hätte ich schon gerne das Gesicht der Dame gesehen! Dann hätte ich mich auch vergewissern können, dass es nicht doch eine ferne Verwandte des Herrn war. Er habe ja noch einen Bruder und zwei Schwestern.
      Ich schaute schnell nach meinem Obststand, ob der überhaupt noch vorhanden ist! Aber das Fräulein Von und Zu hatte anscheinend wirklich einen Ersatz für mich gefunden. Da wollte ich ihn auch nicht weiter stören und den angebrochenen Tag lieber mit dem weiterführen, womit er auch begonnen hat. Also folgte ich Steffan wieder mit zurück zur Schneiderwerkstatt und fragte den Meister, ob er mich noch gebrauchen könne.
      Er schaute auf seine Stickereien und sprach, ganz keck: “Na wenn du nix zu tun hast, dann kannst du meinem Gehilfen ein wenig Gesellschaft leisten! Er kann immer eine helfende Hand gebrauchen! Nachdem er sich ja heute so einiges geleistet hat.”
      Das machte ich nur mit Murren und Schnaufen, weil ich schon wusste, was das wieder wird! Aber wenn ich die Konsequenzen nicht ertragen kann, dann sollte ich erstrecht nicht fragen! Ich konnte ja nicht ahnen, dass der Schneider sich schon wieder davor drückt, seinem Gesellen Arbeit zuzuweisen.
      Und kaum war der Schneidermeister kurz ins Hinterzimmer verschwunden, um die guten Stoffe wegzupacken, fing Steffan auch schon an, mich mit Bitten und Fragen zu berieseln! Steffan ist übrigens 28 Jahre alt. Geboren am 26. Scheiding 1374.
      Mit dem Satz: “Hans, wir sind doch schon so lange gute Freunde!”, begann er das Thema. Und schon allein in diesem Satz sind zwei entscheidende Fehler vorhanden! Erstens waren wir noch gar nicht so lange Freunde! Und zweitens waren wir nicht mal Freunde! Ich hörte mir aber trotzdem, wenn auch etwas unfreiwillig, sein Geschwafel an.
      Mit flüsternden Worten sprach er weiter: “Kannst du vielleicht ein gutes Wort bei Jolene einreichen?”
      Ich wollte ihm gerade darauf antworten, da brabbelte er schon munter weiter. “Und wie fandest du die Feste? Wunderschön, oder? Die Gärten und der Brunnen..! Aber noch schöner war sie von innen! Die Teppiche und Vasen!”
      Ich ergriff das Wort: “Sag mal, Steffan, ist dir eigentlich die seltsame Frau aufgefallen? Die war doch schon ein wenig merkwürdig! Mit ihrer langen schwarzen Robe...”
      “Frau? Welche meinst du? Da war eine Frau? Nein, da war nur die Hofdame! Du willst mich doch nicht für dumm verkaufen, oder?!”
      Ich stutzte und erklärte ihm, dass wir doch dort waren, wegen Damenbesuch. Das musste diese Dame gewesen sein! Nicht etwa, dass sie mich so sonderlich interessierte, aber trotzdem ist sie doch da gewesen! Er hatte sie auf jeden Fall gesehen! Aber es war halt Steffan. Wenn es nichts nobles oder nicht Jolene ist, dann war es auch nicht wichtig. Und außerdem, so viel wie er immer quasselte, würde es sowieso kein Mädel lange mit ihm aushalten! Irgendwann wird der Tag schon kommen, an dem er sich mal um uns Sorgen macht! An dem er seinen Mut beweisen kann, um uns zu helfen.
      Aber jetzt musste ich ihm erstmal helfen, sich selbst zu helfen. Endlich kam der Meister wieder und erlöste mich von meinem Leiden. “Reicht für heute, Herr Hans! Ihr könnt jetzt ruhig gehen, den Rest schaffen wir auch ohne Euch.”
      Ich bedankte mich bei beiden und suchte sofort das Weite! Schnurstraks zu meinen Stand zurück und nachsehen, wie der Warenbestand ist. In Gedanken war ich immer noch bei dieser merkwürdigen Frau. Wenn sie doch wirklich so wichtig sei, warum hatte er sie dann nicht uns vorgestellt? Oder sollte ich mir vielleicht gar nicht so viele Gedanken darum machen?
      Meine Vertretung war immer noch da und freute sich sehr, dass er mal meine Arbeit machen durfte. Sonst müsse er immer die minderschönen Aufgaben tätigen, wie Ställe ausmisten oder Sickergruben leerschaufeln. Naja, so genau wollte ich das nun auch nicht wissen! Na Hauptsache, er habe sich vorher gründlich gewaschen, bevor er meine Ware angefasst hat!
      Aber ich bin ja nicht so. Als Entschädigung für die Mühe, gab ich ihm die Hälfte der Tageseinnahmen ab. Und dankbar wie er darüber dann war, lud er mich auf ein Bier ein. Da sagte ich natürlich nicht Nein. Wobei die Einnahmen dann schon irgendwie hinfällig waren.
      Im Gasthaus angekommen, traute ich meinen Augen nicht! Kaum betraten wir die Wirtsstube, schon sah ich sie am Tresen. Die mysteriöse Frau! Doch was tat sie hier? Viele Leute waren hier, doch keiner von ihnen beachtete sie auch nur geringschätzig. Nicht mal er, der mich jetzt eingeladen hat. Heimlich beobachtete ich sie und wertete aus, was sie dort gerade tat. Doch mir blieb kaum eine freie Sekunde, da wurde ich schon an einen Tisch gezerrt und in ein Gespräch verwickelt. Immer die gleichen Saufköpfe, die einem hier begegnen! Halb abwesend setzte ich mich zu ihnen und schaute munter der Dame nach, wie sie sich mit dem Wirt unterhielt. Ich konnte immer noch nicht ihr Gesicht sehen, was mich langsam schon sehr fuchste!
      Doch was tat sie denn nun da? Sie gab ihm Geld? Und nicht gerade wenig! Einen großen grauen Beutel kramte sie aus ihrer Robentasche hervor und überreichte dem Wirt zehn Goldstücken. Das war mir schon ein wenig peinlich, dass ich sogar mitzählte, wieviel sie ausgab. Aber das konnte nur bedeuten, dass sie eine Unterkunft mietete. Hier bei uns? In Branesheim?
      Das bedeutete also, dass sie doch keine Verwandte des Landherren ist! Denn die müssen nicht in irgendeiner Kaschemme schlafen, sondern waren immer in der Feste untergebracht! Dann könnte ich sie ja vielleicht doch noch mal wieder sehen!
      Sie ging sofort auf ihr Zimmer und blieb auch dort den restlichen Abend. Die Runde hier war mir sehr bieder und ich fühlte mich äußerst unwohl! So nüchtern und klar im Kopf! Doch ich wurde ja eingeladen und war somit gezwungen, Freude zu empfinden. Mit ein, zwei Bierchen ist dann auch das noch so dümmliche Gespräch zu ertragen!
      Ich ergriff die Gelegenheit, als der Wirt gerade etwas Zeit hatte und fragte ihn, mit freundlicher und zögerlicher Stimme, wer diese Frau nun sei. Zu meinem Bedauern durfte er es mir nicht sagen! Er durfte niemandem etwas darüber erzählen, was ihr Anliegen hier in Branesheim sei! Und außerdem, so fügte er hinzu, würde mich das sowieso nicht interessieren. Ich solle mich lieber um wichtigere Dinge kümmern, wie die nächste Bierbestellung zum Beispiel! Dann war das also so. Ich würde es wohl nie erfahren, wer sie ist! Schon schade sowas.
      Es wurde später und die Wirtsstube leerte sich langsam. Da kam er wieder zu mir und setzte sich mit an meinem Tisch. Nur noch ich, ein Saufkopf mittleren Alters und er waren hier.
      “Ihr habt mich doch vorhin gefragt, wer diese Frau sei, die hier im Hause ist! Ich denke, jetzt weiß ich mehr!”, sprach der Wirt und schaute sich hektisch um. Ich war neugierig und animierte ihn, weiterzureden.
      “Ihren Namen darf ich nicht verraten, aber sie soll sich um ein bestimmtes Problem kümmern!”
      “Problem? Sagt schon, worum geht es!”, erwiderte ich! Doch sofort hielt er mir die Hand vor den Mund. Der Saufkumpel neben mir schaute beschwipst drein und sagte, lallend: “Ach die Jägermeisterin, von Kammern! Ja, die kenne ich sehr gut! Wenn ihr versteht, was ich meine.”
      Angewidert schaute ich ihn abfällig an und erwiderte prompt: “So wie ihr ausseht, würden sich nicht mal die verkrüppelten Damen...”
      Sofort wurden wir beide vom Wirt unterbrochen. “Sowas dulde ich hier nicht! Hütet eure Zunge! Gerade ihr, Herr Hans! Nein, sie ist nicht die Jägermeisterin von Kammern, sondern die Kammerjäger-Meisterin!”
      Ich schaute stutzig! “Kammerjäger..? Meisterin? Eine Frau? Ihr seid doch alle beide betrunken! Erzählt doch nicht solchen Unsinn!”
      Er winkte ab und sagte weiter: “Doch, das ist sie! Zumindest sagt man sich das! Doch um auf das eigentliche Anliegen zurückzukommen...” Er griff in seine Tasche und holte ein Goldstück heraus. Dann rieb er es mit dem Daumen und nickte leicht mit dem Kopf.
      Mir war das zu bunt! Mit sowas will ich nichts zutun haben! Solch frevelhafte Geschichten will ich mir nicht antun! Da ginge ich doch lieber nach Hause. Es war ja auch schon spät! Leicht beschwipst vom köstlichen Bier, wartete ich noch kurz draußen vorm Gasthaus und schaute gespannt hoch in den ersten Stock. Mit halb zugefallenen Augen erspähte ich dann einen kurzen Blick auf die Dame, welche vorsichtig aus dem Fenster linste. Ich war so erschrocken, dass ich beinahe zu Boden stürzte. Schlagartig suchte ich das Weite und begab mich auf dem Heimweg. Ich nahm eine Abkürzung, die etwa einen Kilometer länger war, als der direkte Weg.
      Das, was dann passierte, sollte für mich ein unvergessliches Erlebnis werden! Plötzlich sah ich nämlich diese Kreatur, in der Seitengasse vor mir. Ich erinnerte mich an die Beschreibung von der alten Dame. Es war eindeutig die selbe Kreatur. Ich folgte ihr unauffällig bis hin zur Feste. Leider war es zu schnell für mich, weshalb ich nicht erkennen konnte wohin es genau verschwunden ist. Ich konnte es nicht glauben, aber ich hatte es mit meinen eigenen Augen gesehen! Ich konnte es jetzt aber zu dieser späten Stunde niemandem erzählen! Vor allem nicht in meinem Zustand! Die hätten mir das niemals geglaubt!
      Also ging ich nach Hause und diesmal etwas schneller. Ich schlief mir erstmal den Rausch aus und war auch wirklich hundsmüde! Kaum war ich eingenickt, erschien mir die Kreatur noch einmal, klarer wie vorher! Und auch die Frau kam im Traum vor! Irgendeine Verbindung musste es zwischen der Frau und der Kreatur geben.
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

      -Albert Einstein-
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      Mana

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Zarkaras Jade ()

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      Zarkaras Jade schrieb:

      schon wieder! Was wollte sie mir denn heute schon wieder
      2x schon wieder

      Zarkaras Jade schrieb:

      schon wieder
      und hier direkt nochmal 2 sätze später schon wieder.

      Zarkaras Jade schrieb:

      Wieso könnt Ihr mich einmal vertrauen?
      mich = mir

      Zarkaras Jade schrieb:

      Sie wussten schon, wie der Anzug auszusehen habe,
      habe = hatte

      Zarkaras Jade schrieb:

      Erstens waren wir noch gar nicht so lange Freunde! Und zweitens waren wir nicht mal Freunde!
      Das verstehe ich nicht^^ Für mich ist das beides das gleiche

      Zarkaras Jade schrieb:

      Mit sowas will ich nichts zutun haben!
      leerzeichen: zu_tun


      Dein Text erschlägt mich auf den ersten Blick und ich habe irgendwie Schwierigkeiten der Story zu folgen, es wirkt irgendwie sprunghaft. (Kann aber auch an mir liegen.)

      Zarkaras Jade schrieb:

      Irgendeine Verbindung musste es zwischen der Frau und der Kreatur geben
      Scheint das zu sein, worauf du hinaus willst, aber irgendwie ist das story mäßig an mir vorbei gelaufen.
      Vielleicht solltest du das mehr in den Fokus setzen. Du hast viele Informationen und Handlungstränge da drin, die irgendwie ablenken. Also mich lenken sie ab :D

      Du neigst auch immernoch dazu sehr viele Ausrufungszeichen zu benutzen, da würde ich an deiner Stelle noch einmal drüber gucken.

      Irgendwie kriege ich auch keine Bindung zum Prota aufgebaut, er wirkt immernoch total gleichgültig und dauer genervt. Ist das gewollt?

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Spoiler anzeigen


      Zarkaras Jade schrieb:

      Große Augen machte sie und sprach, ganz empört: “Ich habe mich doch bereits dafür entschuldigt, was damals passiert ist! Wieso könnt Ihr mich einmal vertrauen?”
      mir nicht; Kein Ausrufezeichen

      Zarkaras Jade schrieb:

      Sie antwortete: “Ich weiß nicht genau! Der Bürgermeister hat mich nur zu Euch geschickt, um Euch diese Nachricht überringen zu lassen! Seid unbesorgt, es ist bereits Ersatz für Euch gefunden worden! Ihr könnt unverzüglich... Nein, Ihr sollt unverzüglich zum Schneider kommen!”
      überbringen; Kein Ausrufezeichen

      Zarkaras Jade schrieb:

      Doch schon bald merkte ich, dass es sich doch um was ernsteres handeln musste!
      groß; Kein Ausrufezeichen

      Zarkaras Jade schrieb:

      Aber wenn ich die Konsequenzen nicht ertragen kann, dann sollte ich erst_recht nicht fragen!
      Leerzeichen; Kein Ausrufezeichen


      Interessant finde ich den Teil schon, nur sind da noch einige Ungereimtheiten, mit denen ich nicht ganz klar komme.
      Was ich aber nicht verstehe, hat Herr Hans die Kreatur nicht schon einmal gesehen? Im ersten Teil? Nur meine ich mich zu erinnern, dass er das letzte Mal nicht wirklich erschrocken darüber war. Nun aber, wo er es das zweite Mal sieht, folgt er ihm, weil er es so faszinierend findet? Und wieso glaubt er, dass ihm keiner glaubt? Der Schmiedlehrling war doch beim letzten Mal auch dabei gewesen und hat es somit ebenfalls gesehen. :hmm:
      Ansonsten frage ich mich immer noch, was an einem Obsthändler so besonders ist, dass er vom ganzen Dorf immer wieder um Hilfe gebeten wird und sogar helfen soll, einen Anzug für den Landsherren zu nähen. Erscheint mir alles noch etwas suspekt.

      LG, Kyelia


      Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
      - Toni Morrison -

    • Ich wollte den Tag ungern teilen, sonst wäre es vermutlich noch verwirrender geworden.

      Das mit den Ausrufezeichen ist meine Schwäche. Mir selbst fällt das nicht so auf, anderen dafür sofort. Die Verbindung, die er meint, ist die Geschichte des Schatzmeisters, die Begegnung mit dem Wesen und der "Kammerjägerin". Es soll schon etwas verwirren, damit man nicht sofort drauf kommt, worum es geht. Halt so, wie Gerüchte und Mythen entstehen. Die Informationen sind (leider) auch auf die beiden Posts aufgeteilt worden.

      Zarkaras Jade schrieb:

      Sie wussten schon, wie der Anzug auszusehen habe
      Das ist Gegenwart in der Vergangenheit. Stimmt meines Erachtens schon so. Kann mich aber auch wirklich täuschen.

      Zarkaras Jade schrieb:

      Erstens waren wir noch gar nicht so lange Freunde! Und zweitens waren wir nicht mal Freunde!
      Er meint damit einen Widerspruch an sich. Steffan wollte die Bekanntschaft mit Peter und Hans andeuten. Das erste "Freunde" kann man im Geiste auch mit "Bekannte" ersetzen. Ich mache gerne solche Wortspiele.

      Und dass er immer noch so gleichgültig wirkt, ist gewollt. Das legt sich aber schon bald, wenn ein bestimmtes Ereignis eingetroffen ist. Er sucht eine Sache, welche ihn bald findet. Ich werde schon bald den letzten Teil des Kapitels veröffentlichen. Dann klärt sich, hoffe ich, so einiges auf.

      Danke vielmals für eure konstruktive und ehrliche Kritik.
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

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    • Ah ok, jetzt ich verstehe ich das etwas besser.

      Ja es ist auch schwierig, wenn die Informationen auseinander gerissen sind :) Danke für die Aufklärung.

      @Kyelia
      Ja ich habe mich auch gefragt, warum er als Obsthändler immer um Hilfe gebeten wird, selbst vom Bürgermeister und Eskorte^^
      Aber irgendwo im ersten Teil, stand was zu seinen Fähigkeiten, und das er das irgendwie alles kann.

      Ist aber trotzdem etwas verwirrend. Vielleicht klärt sich das ja noch ein bischen auf :) Mal abwarten

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Der dritte und letzte Teil des ersten Kapitels.
      Ich hoffe, es wirkt nicht noch verwirrender. :)
      "Kapitel 1 Kammerjäger/Teil 3"

      Montag der 22.Ernting 1403
      Ein neuer Tag bricht heran. Mal sehen, was sich heute so alles ereignet. Die Geräusche, die von draußen in mein Schlafgemach schallten, klangen zumindest sehr vielversprechend. Ein bisschen zu viele Geräusche könnte man schon fast meinen. Die letzten Tage waren im Verhältnis dazu sehr ruhig.
      Ich schaute aus dem Fenster und war sehr erschrocken, über das, was ich da sah. Ein wildes Getummel. So viele Leute und jeder hatte was zu tun, nur ich noch nicht. Zeit an die Arbeit zu gehen, denn ich wollte ja nicht, dass die Leute dachten, ich wäre faul. Ich konnte kaum durch die Straßen gehen, so viel war hier los. Und nicht mal das Obst ausgepackt, schon wollten sie was kaufen. Die rissen mir die Früchte regelrecht aus der Hand und ich dachte mir, dass ich heute bestimmt einen riesen Umsatz machen würde. Arbeit macht halt hungrig. Aber was war denn hier überhaupt los? Warum schleppten die hier unzählige Netze herum? Ich fragte die Leute, was denn hier vor sich geht.
      “Es soll wohl jemand da sein, der sich um den Fall kümmert”, erzählten sie mir. Um was denn kümmern? Ich verstand gar nichts mehr. “Na um den Fall mit dem verschwundenen Gold. Anscheinend wurde in den letzten paar Tagen jede Nacht etwas Gold gestohlen worden sein.”, erzählten sie weiter.
      Plötzlich hatte jeder was zu diesem Thema beizutragen: “Aber wozu dann die Netze und die anderen komischen Sachen da?” Hilfsgeräte, und zur Vorsicht, falls etwas anders läuft als geplant. Dient nur zu unserem Schutz, hieß es.
      Was sollte denn da schon großartiges passieren? Ist bestimmt einfach nur ein Gauner am Werk, dachte ich mir so. Den könnten die wohl auch ohne Netze fangen, oder nicht? Naja, mal sehen was da raus kommt. War ja auch für uns schlecht, wenn das Gold immer knapper wird. Dann müssten wir dafür aufkommen und das war so schon schwer genug!
      Um die Mittagszeit wurde ich zum Schmied gebeten, ihm bei einer besonderen Sache helfen. Ich packte alles zusammen und ging mit großen Schritten los.
      “Ich habe mich wohl verhört?”, sprach ich mit ernster Stimme, als ich sein Anliegen zu Ohren bekam.
      “Nein, Ihr habt richtig gehört! Der Landherr bittet darum, dass wir ein neues Schloss mit passendem Schlüssel für die Schatzkammer bauen!”, erwiderte der Schmied.
      “Und zusätzlich noch einen großen vergoldeten Teller, den man im Fußboden fest verankern kann! Das Schloss ist bereits fertig.”
      Er wusste auch nicht warum man sowas bräuchte, also ging ich gar nicht weiter drauf ein. Für mich alles unverständlich und leicht übertrieben.
      Aber kaum waren wir nach einer gefühlten Ewigkeit fertig, kamen auch schon die Wachen, um uns abzuholen. Wir sollten es ja noch alles einbauen und anbringen. Die neue Tür war auch schon fertig und wurde von zwei anderen Wachen, mit samt dem Zimmerer, ebenfalls dort hingebracht. Es war alles genau markiert, wo wir den Teller platzieren sollten! Zehn Uhr abends schlug die Glocke, als wir dann endlich mit allem fertig waren. Vor allem hinten raus war es anstrengend, völlig im Dunkeln! Aber gerade noch rechtzeitig. Denn die Stimmung bei den Anwesenden schlug schon langsam um.
      Ich wollte gerade gehen, da sagte der Schatzmeister, der alles ganz genau begutachtete, zu mir: “Herr Hans, Euch brauchen wir heut noch! Aber erst zur mitternächtlichen Stunde! Geht nach Hause und bereitet Euch schon mal auf eine lange Nacht vor!”
      Ich wollte eigentlich damit nichts zutun haben. Warum blieb er denn nicht die Nacht hier? Schließlich ist das doch auch seine Aufgabe, hier nachts aufzupassen, dass niemand auch nur in die Nähe der Schatzkammer komme. Ich sah es nicht ein, dies zu machen. Ich focht es an und erwiderte sofort: “Dies schiebt Ihr mir nicht in die Schuhe! Ich bin nicht bereit, mein Leben aufs Spiel zu setzen, nur weil Ihr selbst zu feige seid!”
      Da drohte er mir mit dem Herrn und einer nicht geringen Strafe! Sofort war ich still und beugte mich seinem Willen. Das war mir jetzt aber wirklich neu. Sonst ist er immer derjenige, der sich unterbuttern lässt. Aber nun war er so konsequent und forsch. Dann halt schnell nach Hause und noch etwas essen. Ich hatte den ganzen Tag noch keine richtige Mahlzeit zu mir genommen. Doch so viel Zeit war nun auch doch wieder nicht. Zehn Uhr fertig, halb Elf zuhause und in knapp einer Stunde schon wieder los! Da blieb nur Zeit für ein kleines Essen und ein wenig Vorbereitung auf die Nacht. Was nimmt man denn so mit, was braucht man denn? Krimskrams, was man halt so gebrauchen kann, wenn man in der geheiligten Schatzkammer tätig sein wird. Einen zusätzlichen Beutel, zum Beispiel. Falls ich etwas zu viel Gold zähle...
      Nein, jetzt mal ernsthaft! Einfach eine zweite Decke oder ähnliches, falls es kälter werden sollte. Nützlicher wäre eher ein Knüppel, falls sich doch jemand unerwartet hereinschleichen sollte. Und einen Apfel, als Glücksbringer zu magerer Stund.
      Oh halb Zwölf schon! Es war Zeit, loszugehen. Lieber ein bisschen eher da sein, als zu spät. Warten kann man da ja immer noch. Schaurig war es heute Nacht! Viel gruseliger und finsterer als sonst. Oder kam es mir nur so düster vor, weil ich Verpflichtungen hatte?
      Heidenfroh war ich, als ich dann endlich am Gewölbe angekommen war. Die Wachen warteten schon ganz ungeduldig auf mich! Ein Wunder, dass ich jetzt keinen Geleitschutz von zuhause aus bekam. Freundlich grüßte ich sie beiden zu dieser späten Stund, doch ihnen war nicht gerade nach Freude und Fröhlichkeit!
      Ganz still und leise brachten sie mich hinein und führten mich mit äußerster Vorsicht zur Schatzkammer. Ich spürte, wie ihre Knie zitterten vor Angst. Meine schlotterten nicht weniger heftig. Mit beiden Augen auf das Ziel gerichtet und strammen Schritt ging es durch die engen Räume und düsteren Gänge. Sogar das Treppensteigen wurde für sie zu einer Tortur, die einer Folter gleich war! Sie wussten irgendwas, was ich auch hätte wissen sollen. Oder doch lieber nicht, sonst könnte ich wohl diesen Auftrag nicht mal antreten.
      Es war aber auch wirklich ein anstrengender Weg, bis zur Schatzkammer. Und dies musste der Schatzmeister jede Nacht durchleben? Also jetzt sah ich seine Aufgabe mit völlig anderen Augen. Trotzdem fragte ich mich immer noch, warum ich dies nun machen sollte? Ich war doch nur Hans. Und nicht mal besonders mutig.
      Endlich oben angekommen, ließen sie mich einfach alleine stehen und gingen schnell wieder fort. Sie flüsterten mir noch hinterher, ich solle da einfach warten. Also jetzt war es aber wirklich zu viel! Wie konnten sie mich denn einfach hier alleine zurücklassen? Hatten sie denn keinerlei Skrupel? Ich wusste nicht, wie mir geschah. Ich konnte kaum was sehen und alles war so erdrückend. Die Wände schienen mich einzukesseln und die Decke drohte mir auf den Kopf zu fallen.
      Ich hörte Schritte. Ein leises Geräusch und jemanden reden. Wo kam das nur her? Wer war da nur? Ich hatte große Angst! Alles war so neu und ungewohnt für mich. Eine dunkle Gestalt kam die Treppe hinauf, direkt auf mich zu.
      “Wer ist da?”, fragte ich zögerlich und rubbelte mir schüchtern über den Körper. Sie kam näher, die Person. Mit großen schwingenden Schritten und so leise, dass ich sie kaum wahrnahm. Ich traute meinen Augen nicht, als ich sah, wer da kam! Es war die mysteriöse Frau, die ich im Anwesen und im Gasthaus gesehen habe. Sollte ich nun erleichtert sein? War sie mir nun gut gesonnen und was wollte sie eigentlich von mir? Ich begann zu spinnen! Sie war ledig, vermutlich jung und hübsch. Und steht auf Jünglinge! War dies ein geheimes Treffen, was der Landherr nicht wissen sollte? Wollte sie mich etwa verführen, oder doch nur vorführen?
      Sie stellte sich vor mich, den völlig eingeschüchterten jungen Burschen, und sagte: “Grüße, mein Name ist Magdalena! Ihr müsst Hans sein, richtig?”
      Ich war hin und weg! Welch engelsgleiche Stimme sie doch hatte. So klar und fein. Sie nahm ihre Kapuze ab und dann war ich ihr völlig unterwürfig. So wunderhübsches Haar hatte ich noch nie gesehen! Langes tiefschwarzes glattes Haar! Und Augen, die so funkelten wie zwei Saphire. Ein schlankes Auftreten und einen breiten Gürtel, der ihre wundervolle Hüfte betonte. Mit dem gleichen Umhang wie gestern. Und ihr Gesicht war so niedlich und sanftmütig. Diese zarten Lippen und die stupsige Nase. Ich war unzurechnungsfähig, beim Anblick dieser wundervollen Dame.
      Aber was macht so eine schöne Frau hier, an diesem unwirtlichen Ort? War sie nun wirklich diese sogenannte Kammerjägerin? Sollte sie etwa die Person sein, die sich um das Problem kümmern will?
      “Hallo, ja..., ja, ich bin Hans!”, sprach ich ganz aufgeregt. Und wie sie dann grinste, so ungescheut und niedlich. Ich schmolz dahin. Wie konnte man vor solch einer Dame Angst haben?
      “Schön euch kennenzulernen, Hans!”, erwiderte sie und reichte mir die Hand. Ich zögerte und starrte nur dümmlich auf diese. Leicht neigte sie den Kopf und sprach: “Ist das bei euch nicht üblich, sich zur Begrüßung die Hand zu reichen? Oder habt Ihr irgendeine Krankheit, dass Ihr Euch scheut?”
      Sofort schnappte ich mir ihre Hand und schüttelte diese. “Aber nein, das ist üblicherweise schon üblich! Ich meine natürlich, das ist Gutes Benehmen!”
      Das freute sie. Fröhlich und immer fröhlicher lächelte sie mir zu und wir starrten uns erstmal ganz verlegen in die Augen. Schweigen im Walde. Meine Hände zitterten, von dieser sehr intimen Berührung ihrer zarten Haut. Ich meine, des Schütteln ihrer Hand.
      “Was machen wir eigentlich hier?”, fragte ich ganz interessiert.
      “Das werden wir noch sehen, was sich so ergibt”, antwortete sie und streifte sich durchs Haar. Meine Knie wurden wie Brei und ich zuckte zurück. Was wurde das jetzt gerade hier? Was hatte sie vor mit mir? Und dann griff sie in eine Seitentasche unter ihrer Robe und holte ein Blatt Pergament hervor. Was war das nun schon wieder?
      “Hört zu, Hans! Ihr müsst mir jetzt eines versprechen, ist das klar!? Ihr müsst mir versprechen, dass Ihr niemandem erzählt, was wir heute machen!”
      Ich würde ihr alles versprechen! Solange es nicht meinen Tod bedeuten würde. Und außerdem, hatte ich etwa eine Wahl? Nicht wirklich! Verwirrt fragte ich sie, warum ausgerechnet ich ihr helfen sollte. Und nicht etwa eine von den Wachen, oder der Schatzmeister, oder ganz und gar der Schmied. Die waren ja schließlich alle viel kräftiger und hatten keine Angst!
      “Angst?”, fragte sie verwundert und lachte entzückt. “Hans, Ihr braucht nichts zu fürchten! Wenn Ihr bei mir bleibt, seid Ihr am sichersten!”
      Sollte mich das nun wirklich beruhigen? Ich sollte einer mir völlig fremden Frau mein Leben anvertrauen? Ja gut, sie war wirklich eine sehr schöne Frau und auch sehr nett und liebreizend. Aber mein Leben?
      Aber um was ging es denn nun eigentlich genau? Nun ja, sie stellte ein paar Dinge auf. Vor der Schatzkammertür auf den Boden zeichnete sie mit Blut einen Stern auf, mit fünf Zacken. Um den Stern einen Kreis, sodass die Zacken etwas aus dem Kreis ragten. Nun gut, jetzt war ich schon etwas SEHR beunruhigt! Wozu brauchte sie bitteschön das Blut? Und wo hatte sie es überhaupt her?
      Auf die Türschwelle stellte sie fünf Kerzen in einer Reihe auf und zündete sie an. Sehr schaurig das ganze! Fast schon einem heidnischen Brauch ähnelnd. Oh nein, ich ahne schlimmes! Zeichen aus Blut, Kerzen..? Das erinnerte mich an die Geschichten, welche der Schmied immer erzählte. Geschichten von *Hexenkunst* wie er es nannte, *üble Tricks* von Frauen!
      “So Hans, jetzt versteckt Ihr Euch hier vorne in dem Goldhaufen, sodass Ihr in meine Richtung schaut! Ihr fangt den Goblin, falls er merkt dass etwas faul ist!”, meinte sie ganz ungeniert. Was, wie wo? Wer sollte was tun?
      “Moment mal! Jetzt ganz langsam, junges Fräulein! Ich werde mich bestimmt nicht in die Schatzkammer begeben! Und mich schon gar nicht unterm Goldhaufen verstecken. Das geht mir jetzt hier aber schon ein wenig zu schnell! Wir kennen uns doch kaum! Und was bitte sehr ist ein Goblin?”
      Sie antwortete darauf mit: “Ein Goblin ist ein Dämon, der eine Vorliebe für glänzende Dinge hat! Etwa wie Gold, Schmuck und andere Reichtümer, und diese dann an sich nimmt! Dieser Goblin ist schon länger hier unterwegs.”
      Also damit wollte ich nichts zutun haben! Goblin, wer? Gold, Schmuck? Ich winkte ab und sprach zu ihr, mit angespannter Stimme: “Es tut mir leid, Frau Magdalena, aber ich bin der falsche! Fragt jemand anders für Eure merkwürdigen Spielchen! Ich bin für vieles zu haben, aber nicht für sowas! Ich bin nur ein armer Bürger und will nichts mit diesen Dingen zutun haben!”
      Sie packte mich am Arm und erwiderte sofort: “Beruhigt euch wieder, Herr Hans! Habt keine Angst! Ein Goblin ist ganz harmlos. Aber er ist halt eben besonders flink und scheu. Darum brauche ich Euch dafür. Wollt ihr wirklich eine Dame enttäuschen? Ich habe doch extra Euch für diese Aufgabe ausgewählt! Und nun wollt...”
      “Wie jetzt, ausgesucht? Ihr habt Euch bewusst für mich entschieden? Ihr, direkt? Frau Magdalena, die Kammerjägerin, hat sich für mich entschieden..? Na wenn das so ist, dann bin ich dabei!”
      Jetzt war sie völlig verwirrt. Dümmlich drein schauend rieb sie sich sanft übers Gesicht und sprach: “Könnt Ihr mir jetzt mal bitte diesen Sinneswandel erklären? Obwohl, lasst es lieber!”
      Ich lief rot an und schaute verlegen nach unten. “Bildet Euch jetzt nichts drauf ein, Magdalena! Ich... Ach ist doch jetzt egal! Was soll ich noch gleich tun?”
      Sie zeigte aufs Gold und ich lief sofort hin. Ich versteckte mich und wir warteten. Aber nicht lange, da passierte auch schon etwas merkwürdiges. Ein seltsames Geräusch drang aus der hinteren Ecke hervor. Ich konnte nicht sehen, woher genau dieses Geräusch kam. Aber es kam zumindest immer näher. Es war dieses Wesen, welches Magdalena erwähnte. Sofort ging dieser Goblin zum goldenen Teller, der vor mir auf dem Boden befestigt war. Er schien davon irgendwie angezogen worden zu sein. Anscheinend gefiel der Teller ihm besonders gut. Sogar so gut, dass er alles andere ringsum ignorierte. Er hockte sich daneben, legte seinen Beutel ab und schaute sich erstmal kurz um. Seine Augen strahlten wie große grüne Sterne! Und sein merkwürdig deformierte Körper, einem verkrüppelten Kind ähnelnd, hockte schwerfällig da. Die großen Froschhände versuchten mit aller Kraft den Teller lose zu bekommen. Doch er bewegte sich kaum. Der Goblin schnaufte und krächzte wie ein kranker Mann. Doch alle Mühe war umsonst. Der Teller war nicht lose zu kriegen. So langsam wurde er ungeduldig und war am überlegen, ob er nicht etwa doch lieber Goldstücken einstecken sollte. Er sagte es nicht, er konnte vermutlich nicht mal sprechen, aber sein Blick sagte alles. Noch einmal versuchte er, den Teller irgendwie abzubekommen. Mit seinen kleinen Füßen drückte er sich vom Boden weg und zerrte so doll er konnte am Tellerrand. er windete sich und rutschte immer wieder ab. Wohl eher hätte er noch den Steinboden herausgerissen, anstatt den Teller abzubekommen.
      Und dann hörte ich Frau Magdalena leise etwas sagen: “tenebris cires exeatis hinc! luce ut emundent anima vestra!”
      Was war das für eine merkwürdige Sprache? Was sagte sie, was bedeutete es? Sie wiederholte es noch einmal und sagte es immer lauter und mit immer mehr Kraft und Überzeugung. “tenebris cires exeatis hinc! luce ut emundent anima vestra!”
      Der Goblin schaute verwundert drein, dachte sich aber nichts weiter dabei. Er ließ vom Teller ab und kam auf mich zu. Hatte er mich etwa bemerkt? Ich hatte große Angst! Er war so grässlich und abstrus. War er bösartig, oder vielleicht doch ganz harmlos? Was sollte ich denn nur tun? Sie gab mir ja keine Befehle mehr und ich fühlte mich auch irgendwie kaum in der Lage, etwas zu unternehmen.
      Dann grabschte er mit seinen dürren Fingern in die Münzen und stopfte sie sich in den Beutel. Er stand unmittelbar neben mir und bemerkte mich nicht. Sehr merkwürdig, das ganze. Ich atmete flach und bewegte mich kein bisschen. Wenn ich mich zu sehr bewegt hätte, wären die Münzen herunter gepoltert und er hätte mich bestimmt entdeckt.
      Magdalena wirkte wie in Trance und ihre Worte bildeten eine Melodie. Der Goblin verhielt sich merkwürdig, also anders als zuvor! Er röchelte ein wenig und hustete. Als wenn er Schleim im Halse hätte. Und dann ließ er vom Gold ab und ging zurück zum Teller.
      Sie sagte weiter ihre Worte auf, die ihn nun hochfahren ließen. Er wirkte etwas angespannt und wütend! Ihm schien das überhaupt nicht zu gefallen! Er wollte flüchten, das Weite suchen, da rief sie mir schnell zu: “Hans, los, haltet ihn auf! Er darf nicht zu den Wänden!”
      Ich fasste all meinen Mut zusammen und sprang aus dem Goldhaufen! Packte ihn mit aller Kraft und versuchte mich an ihm festzuhalten. Auch wenn er nun vielleicht geschwächt wirkte, schienen die Worte ihm trotzdem nicht viel anhaben zu können. Magdalena sprach immer lauter und schneller: “tenebris cires exeatis hinc! luce ut emundent anima vestra!”
      Der Goblin versuchte sich loszureißen und schleifte mich durch die Schatzkammer. Mit einer Hand am Teller und mit der anderen in meinen Händen eingeklemmt. Nach dem mehrfachen Wiederholen dieser Sätze, rief sie ganz laut: “est non modo ex! ingreditor aperire mentem!”
      Dann rannte sie zu mir und stieß mich weg. Ich lag am Boden, mit den Händen nach dem Goblin greifend, doch er war zu flink für mich. Er sprang auf und rannte sofort weg. Sogar ohne seinen Beutel! Er wollte zur Wand rennen, doch Magdalena warf sofort mit einer Hand voll Goldmünzen nach ihm. Er war etwas verwirrt und haderte einen kurzen Moment mit sich selbst. Die Verlockung war groß, doch er entschied sich für die Flucht. Er schien sich sehr zu fürchten und rannte geschwind wie der Wind durch den Raum. Wieder rannte er auf die Wand zu und kurz bevor er diese erreichte, machte er einen gewaltigen Sprung dieser entgegen und zerfledderte an dieser, beim Aufprall. Er wurde regelrecht zerquetscht und nur noch Schleim, Gedärm und Haut waren von ihm zu sehen! Ich war entsetzt und fasziniert zugleich!
      Sie sah nach mir. “Hans, geht es Euch gut?”, fragte sie mich ganz besorgt und nahm meine zitternde Hand. Ich starrte auf die blutverschmierte Wand. Ich sollte ihn doch festhalten und sie stößt mich einfach weg! Oder wollte sie mich etwa beschützen?
      “Herr Hans, geht es Euch gut? Ist alles in Ordnung?”, fragte sie erneut! Ich war für einen kurzen Moment paralysiert.
      “Ja, mir geht es gut, Frau Magdalena! Aber was ist gerade eben passiert? War es erfolgreich...das Ritual?”
      Mit sanfter Stimme sprach sie zu mir und versuchte mich zu beruhigen: “Ja Hans, es ist erfolgreich verlaufen! Kommt, setzt Euch erstmal hier hin und ruht Euch aus!”
      Wie sehr ich es doch genoss, ihrer Stimme zu lauschen. Irgendwas an ihr war wirklich sehr faszinierend und einnehmend. Doch sollte ich mich nun wirklich ihr so leicht hingeben? Sie war ja schon ein wenig merkwürdig und seltsam angehaucht.
      Aber hatte ich eigentlich eine Wahl? Ich war ja so erschöpft und verwirrt. Mir wurde irgendwie schlecht und meine Hände und Füße zitterten fürchterlich. Und ihre zarte Haut war so wundervoll! Wie sie ganz sanft meine Hände hielt und mir Luft zu fächerte. Das war so rührend und süß.
      Oh nein, was machte ich denn hier? Ich gab mich ihr hin? Ich ließ mich von ihr verführen und einlullen. Aber sie war doch so toll. Und dass ich die große Ehre hatte, mit ihr hier zusammen zu sein! Allein, also zu zweit. Ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen und stark zu wirken. Doch wie sollte ich ihr denn nur zeigen, dass sie mich nicht interessierte? Dass ich mich nicht in sie verguckt hatte? Ich weiß, es war nur die Euphorie, die mich jetzt ihr so verbunden fühlen ließ. Aber sie war doch so eine schöne Frau und so atemberaubend faszinierend!
      Schluss mit der Gefühlsdusselei! Es ging mir wieder etwas besser. Ich schaute auf die Wand und sah dort auf dem Boden etwas glänzen. Ich weiß, Schatzkammer und Gold! Aber es war etwas anderes. Es waren zwei Ringe! Ob dies vielleicht die gestohlenen Ringe des Schmieds waren? Ich zeigte auf diese und sprach: “Dort die Ringe! Können wir die bitte mitnehmen?”
      Sie nickte einverständlich und holte sie schnell. Ich steckte sie mir ein und Magdalena wischte das Blut weg. Es würde sehr verstörend wirken, wenn der Schatzmeister am nächsten Morgen hierher käme und dieses merkwürdige Symbol auf dem Boden entdecken würde. Anschließend half sie mir auf die Beine, ich stützte mich an ihre Schulter, nur an ihrer Schulter ab, und wir gingen langsam die Treppenstufen hinunter. Den Rest ließ sie hier liegen! Sie würde es dann später wegräumen, nachdem ich zuhause wäre.
      Für mich war jeder Schritt wie eine Tortur, weil alles so unecht schien, nach dieser sehr seltsamen Begegnung! Die Wachen waren auch schon bereits weg, vermutlich hatten sie viel zu große Angst.
      Auf dem Weg zu mir nach Hause, ich zeigte ihr freiwillig den Weg, fragte ich sie, ganz interessiert: “Ihr hattet vorhin so ein merkwürdiges Wort gesagt! Däton...oder sowas! Was meintet Ihr damit? Was bedeutet dieses Wort?”
      Sie schmunzelte und antwortete darauf mit: “Ihr meint bestimmt Dämon! Ein Dämon ist ein Wesen aus einer anderen Welt! Ein Dämon kann normalerweise nicht in unsere Welt gelangen! Aber dazu später mehr! Jetzt ruht Euch erstmal aus.”
      Wir waren auf halber Strecke und plötzlich wurde sie doch etwas beunruhigt. Sie schien irgendwas zu scheuen und fragte mich, ob ich den restlichen Weg allein schaffen würde. Ein wenig irritiert war ich schon, allein schon weil ich mich in ihrer Nähe doch so merkwürdig sicher und richtig fühlte! So als wenn wir bereits füreinander bestimmt seien. Doch ich war ja nicht irgendein dahergelaufener Tölpel und nickte einverständlich. Kopfnickend signalisierte ich ihr, dass ich den Rest alleine schaffe und verabschiedete mich mit einem sanften Handschlag von ihr. Sie lächelte mir freundlich zu und ging davon. Ich verharrte noch einen kurzen Moment hier und schaute ihr nach. Also ich musste schon sagen, einen süßen Po hatte sie ja schon.
      Dummer Gedanke von mir. Hans, beruhige dich wieder! Sie war nichts für dich. Sofort lief ich nach Hause und ging hinein, bevor ich noch auf weitere dumme Gedanken kommen würde. Und wie ich mich jetzt nach meinem Bett sehnte. So wie ich dann in meinem gemütlichen Bett lag, fragte ich mich schon, ob ich sie jemals wiedersehen würde. Sie hatte mir ja gesagt, dass sie mir später mehr über diese Wesen erzählen würde. Bedeutete das, dass sie etwa doch nochmal ein zweites Treffen mit mir..?
      Eins war sicher, diese Frau Magdalena werde ich so schnell nicht vergessen. Sie würde ich unter tausend anderen Menschen wiedererkennen! Aber nun erstmal schlafen.
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

      -Albert Einstein-
      ___________________
      Helios III (Arbeitstitel)
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      Purpur
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      Big City Life
      ---------------
      Mana

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zarkaras Jade ()

    • Spoiler anzeigen

      Zarkaras Jade schrieb:

      Ein neuer Tag bricht heran!
      Deine Ausrufungszeichen sind wieder da! :D

      Zarkaras Jade schrieb:

      Die letzten Tage dazu waren im Verhältnis dazu sehr ruhig.
      das eine kann weg

      Zarkaras Jade schrieb:

      kaum durch die Straßen gehen, so viel war hier los. Kaum hatte ich das Obst ausgepackt,
      2x kaum

      Zarkaras Jade schrieb:

      Aber was war denn hier überhaupt los? Warum schleppten die hier unzählige Netze herum? Ich fragte die Leute, was denn hier los sei.
      2x los

      Zarkaras Jade schrieb:

      Einen zusätzlichen Beutel, zum Beispiel. Falls ich etwas zu viel Gold zähle...
      Gibt einen Hinweis auf deinen Prota. Lässt auf seinen Charackter schließen. Gefällt mir.

      Zarkaras Jade schrieb:

      Ich spürte, wie ihre Knie zitterten vor Angst.
      Warum zittern die Knie der Wachen vor Angst? Ich meine das sind Wachen....

      Zarkaras Jade schrieb:

      “Wer ist da?”, fragte ich zögerlich und rubbelte mir schüchtern über den Körper
      Verstehe ich nicht so ganz. Wie kann man seinen Körper schüchtern rubbeln. Und warum ?!!? :D

      Zarkaras Jade schrieb:

      an diesem unwirtlichen Ort?
      unwirklichen

      Zarkaras Jade schrieb:

      dass ihr euch scheut?”
      Euch

      Zarkaras Jade schrieb:

      sie mit Tierblut einen Stern auf, mit fünf Zacken.
      Woher weiss er, dass es Tierblut ist?


      So so der gute Hans, hat sich offensichtlich in Magdalena verschossen. Was mir gefällt ist, wie du seine Reaktion auf sie beschrieben hast.
      Dennoch habe ich immernoch Probleme deiner Geschichte zu folgen ehrlich gesagt.
      Liegt glaube ich auch an diesem "Wall of Text". Mehr Absätze wären hilfreich und in der Summe maximal 3 Wordseiten.

      Ein paar Kommentare sind im Spoiler :)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rael ()

    • Danke @Rael, für deine Anmerkungen. Habe es sofort korrigiert. Gefällt mir, dass es es dir gefällt, wie ich seine Reaktion beschrieben habe. Ich vermute mal, ich komme doch nicht ganz um eine kurze Erklärung meines Vorhabens, bezüglich des Inhalts, herum.

      Also: Spoiler-Alarm!
      Spoiler anzeigen

      Frage an alle: Was ist ein Vampir?
      Wieso haben wir manchmal Albträume?
      Warum haben wir Angst vor Gerippen?
      Ist Gut und Böse immer klar definierbar?

      Ich denke, jeder hat seine eigenen Theorien dazu. Und eben das ist mein Vorhaben. Was waren Vampire, bevor sie Vampire genannt wurden? Wer entdeckte die Magie? Wieso gibt es überhaupt den Mythos über Zombies? Gibt es Gott wirklich? Wer kann sich wahren Horror schon vorstellen, wenn man ihn selber noch nicht erlebt hat? Wie fühlt man sich, wenn man zum ersten Mal in seinem Leben einen Goblin gesehen hat? Und wer erfand eigentlich den Namen "Goblin"?
      Ich werde mein Buch weiter posten. Und das wahrscheinlich auch weiterhin so verwirrend und anspruchsvoll. Aber eben das ist Teil des Mythos Mittelalter.




      Anbei der erste Teil des zweiten Kapitels.

      "Kapitel 2 In Liebe A&E/Teil 1"

      Freitag der 26. Ernting 1403
      Erst heute habe ich sie wieder getroffen. Und das sogleich am frühen Morgen. Auf den Feldern. Peter war darüber sehr verwundert, als sie mich direkt ansprach. Er war ganz verwirrt. Ich habe es noch niemanden erzählt, weil es mir ein wenig peinlich war. Sie nutzte diese Begegnung sofort aus, um mit den Bauern eine Wette einzugehen. 30 Goldstücke für sie und jeweils 20 Goldstücke für mich und Peter, bei erfolgreichem Abschluss dieser Wette.
      Und nun bin ich auf dem Weg zu den Feldern. Elf Uhr abends war abgemacht. Die Uhr schlug Zehn. Mit gepackten Sachen und etwas Proviant machte ich mich auf den Weg, zu den Feldern. Knapp eine halbe Stunde dauerte es für mich, bis dort hin.
      Dort angekommen, überpünktlich, war sie aber schon bereits da und bereitete wieder etwas vor. Sie stand auf dem Weg zwischen den vier Feldern und stellte kleine Steine im Kreis auf. Der Kreis hatte einen Durchmesser von ungefähr drei bis vier Metern. Also schon ziemlich klein! Die Steine waren in etwa so groß wie meine Hand und schimmerten im Mondlicht in einem sanften Blauton. Interessiert schaute ich ihr aus der Ferne zu, wie sie alles sorgfältig aufbaute und zurechtlegte. Sie beachtete mich kaum, so vertieft war sie in ihre Sache. Verlegen blickte ich zu ihr und bewunderte ihren Körper. Also ich meine, wie gepflegt sie doch aussah, egal in welch dreckiger Umgebung sie auch war!
      Auf den Steinen waren komische Symbole eingeritzt. Verwundert fragte ich sie zögerlich, was dies für eigenartige Steine seien.
      “Runensteine!”, sagte sie und zeigte mir einen etwas genauer. “Die Einkerbungen sind Runen mit einer besonderen Bedeutung!”
      Ich fragte sie, woher sie diese Dinge nur hat, weil zum Kauf wurden die meiner Meinung nach noch nie irgendwo angeboten. Selbstgemacht seien diese, meinte sie! Nach monatelangen Versuchen hergestellt. Ich nahm einen in die Hand und war wirklich wie ein Kleinkind so fasziniert davon. Doch irgendwie waren es für mich dann doch nur Steine, ohne wirkliche Bedeutung.
      Endlich kam Peter mit den Gerätschaften und extra dazu noch einen Handkarren und drei Schaufeln. Ich eilte zu ihm und half ihm beim Schieben des Karrens. Peter blickte verwundert zu Magdalena rüber und fragte mich, ob ich wüsste, was sie vorhabe. Und vor allem ob wir uns schon...näher gekommen waren.
      Ich war empört! Grimmig erwiderte ich: "Also was du jetzt schon wieder denkst, Peter. Sie ist eine zeitgenössische Person. Wir haben gar nichts schlimmes gemacht. Und wieso denkst du denn jetzt, dass wir..?”
      “Ach Hans, mach mir nichts vor. Hast du es nicht bemerkt, wie sie dich heute Morgen angeschaut hat? Eindeutig ist da mehr als nur Bekanntschaft für sie.”
      Ich grübelte. “Meinst du wirklich? Also ich finde nicht, dass sie Interesse an mir hat. Es mag vielleicht nur so aussehen, weil sie mich wiedererkannt hat. Und mich ausgesucht hat für...”
      “Ausgesucht?”, fragte er interessiert und nahm mich kurz zur Seite. “Hans, lass dich nicht einlullen, ist das klar! Für mich ist sie etwas komisch. Sie ist so...”
      “Anders? Eigenwillig? Peter, beruhige dich wieder! Ich werde schon auf mich aufpassen. Ich habe jeden Tag mit so vielen Frauen zu tun. Da werde ich doch wohl an ihr nicht kapitulieren.”
      Er senkte beschämt den Kopf und sprach: “Du hast wohl recht! Bestimmt sind meine Bedenken unbegründet! Lass uns schauen, was sie vorhat! Dann können wir immer noch urteilen, über sie!”
      Wir schoben den Karren weiter zu Magdalena und stellten ihn etwas abseits des Kreises ab. In den Kreis streute sie inzwischen eine Schicht Salz und zog eine kleine Furche um den Kreis herum. Wir luden die Sachen ab und überreichten ihr die Äxte und Spitzhacken. Die Schaufeln ließen wir erstmal beim Karren.
      Als alles erledigt war, sagte se zu uns: “Bleibt zu jeder Zeit und um jeden Preis in dem Steinkreis, vertraut mir und euch wird nichts geschehen!” Dann überreichte sie uns jeweils einen kleinen Beutel voll Salz. “Wenn ihr in Gefahr geraten solltet, streut einen Kreis aus Salz um euch! Er muss nicht groß sein, aber er muss unbedingt geschlossen sein!”
      Wir beide schauten uns verwundert an und fragten uns, warum wir in Gefahr geraten sollten! Wir hatten keine Ahnung, was jetzt gleich passieren würde! Wir nahmen unsere Positionen ein, in dem ziemlich kleinen Kreis. Er war so eng, dass wir uns fast schon gegenseitig um rempelten! Magdalena stand ganz links, dann Peter in der Mitte und ich rechts. Ich stellte mich extra so weit wie möglich von ihr weg, um nicht von ihr abgelenkt zu werden. Sie war ja so toll! Noch nie habe ich solch eine Frau gesehen!
      Aber jetzt genug von der Schwärmerei! Zwölf Uhr schlug es! Der Wind peitschte uns um die Ohren und Nebelschwaden zogen übers Land. Totenstille herrschte! Es war Mitternacht! Und sie begann erneut, mit einem seltsamen Ritual: “cinis cinerem, pulveris pulvere! et ossa evigilantis viget!”
      Ich hatte eines ja schon mal erlebt, aber Peters fragender Blick sprach Bände! Sie wiederholte die Worte noch einmal und sagte es, wie letztes Mal, immer schneller und lauter auf: “cinis cinerem, pulveris pulvere! et ossa evigilantis viget!”
      Doch was bewirkte dieses nun? Wieder ein Goblin? Aber es waren, glaube ich, andere Worte diesmal! Etwa ein anderes Ritual? Sie schaute gespannt auf die Felder und streckte ihre Hand weit aus. “cinis cinerem, pulveris pulvere! et ossa evigilantis viget!”
      Und dann schauten auch wir auf die Felder und trauten unseren Augen nicht! Irgendwas schien die Erde aufzuwühlen. Wir erschraken, es war so unvorhersehbar! Es wirkte ganz so, als würde sie zu irgend jemanden sprechen! Dann kam da was aus der Erde hervor! Dünne Äste oder sowas. Überall stießen dürre Stängel aus der lockeren Erde hervor und wackelten munter im Winde herum. Wir schauten zu ihr rüber, aber sie wirkte wieder wie in Trance. Peter war leicht besorgt um sie und rüttelte an ihr!
      “Junges Fräulein, geht es Euch gut? Habt Ihr Schmerzen? Was geschieht dort draußen!?”
      Ich zerrte ihn wieder an mich heran und flüsterte: “Das gehört zum Ritual! Was immer sie jetzt tut, sie weiß was sie tut! Ich denke mal, sie wird uns schon sagen, was wir dann machen sollen, wenn es soweit ist!”
      Doch was dann geschah, ging weit über unsere Vorstellungskraft hinaus! Es waren nämlich keine Äste oder Zweige, die dort aus der Erde ragten! Es waren knochige Arme und Beine! Sie stützten sich auf dem schlammigen Boden ab und zogen sich langsam heraus. Schwerfällig taten sie das und quälten sich empor. Es waren menschliche Gerippe! Sie wirkten so zerbrechlich aber zugleich auch irgendwie übermächtig!
      Magdalena redete weiter: “vos ligum et os virtute exaltant!” Sie sagte es mit solch einer Energie und Überzeugung dass es mir schien, als würde sie den Gerippen etwas befehlen wollen. Diese Gerippe kamen näher! Sie kamen tatsächlich auf uns zu gestakst! Je näher sie kamen, desto unheimlicher wurden sie Peter und mir!
      Menschliche Skelette, teilweise noch mit Zähnen und Haaren. Mit jedem Schritt wühlten sie die Erde weiter auf und es sammelte sich immer mehr Dreck an ihren Knochen an. Immer wieder sanken sie ein, in den lockeren Erdboden, zerrten sich dann aber wieder raus und gingen weiter auf uns zu. Sie hatten ein grässliches Grinsen in ihrem Gesicht, hervorgerufen durch ihre natürliche Schädelform. Einige waren schon leicht porös und andere noch sehr gut erhalten, in Anbetracht dass sie schon sehr lange hier lagen. Trotzdem war es sehr verstörend und beängstigend! Wie machte sie das nur? Und warum machte sie das? Was ist, wenn die böseartig waren und sich an uns rächen wollen? Weil wir ihre Totenruhe gestört haben!
      Wie von einer unsichtbaren Macht wurden sie zusammengehalten. Ein leichter Nebel floss aus ihnen heraus und hüllte sie in ein schwaches grünes Licht. Sie klapperten und klirrten, wie es mit Knochen nun mal so ist. Sehr unheimlich das ganze! Es gruselte mich sehr! Ringsum standen sie und kamen auf uns zu. In Scharen und nichtendend.
      Als sie nur noch ein paar Meter von uns entfernt waren, rief Magdalena uns zu: “Nehmt die Spitzhacken und Äxte und haut sie kurz und klein!”
      Was sollten wir tun? Die Gerippe zertrümmern? Aber das waren doch mal Menschen! Wir konnten doch nicht einfach so die Gebeine von Verstorbenen zertrümmern. Doch wir wurden ja gerade deswegen mitgenommen. Also nicht weiter drüber nachdenken und einfach tun, was verlangt wird! Ich schnappte mir die Hacke und marschierte los. Die Knochen zersplitterten wie Glas und alles war voller Staub und Dreck. Sie waren so leicht zu zerbrechen, dass wir richtig Spaß dran hatten auf sie einzuschlagen.
      Magdalena ermahnte uns immer wieder, nicht den Kreis zu verlassen und uns nicht von ihnen überwältigen zu lassen! Denn auch wenn es nur dumme Gerippe waren, hatten sie trotzdem den Willen sich zu wehren. Magdalena half auch mit, wo sie nur kann. Und schon nach wenigen Minuten war der ganze Weg mit zahlreichen Skelettüberresten übersäht. Man konnte kaum noch stehen, so viele waren es.
      Und dann rutschte Peter weg und stürzte zu Boden! Sofort wurde er von den Skeletten attackiert! Sie versuchten ihn wegzuziehen, aber ich ergriff seine Hand und hielt dagegen. Magdalena eilte zu Hilfe und zerschlug mit ihrer Axt die Gerippe weiter, während ich ihn wieder zurück in den Kreis zog. Die abgetrennten Arme der Skelette versuchten weiter nach uns zu greifen. Was war das nur für ein krankes Spiel, was sie hier mit uns spielte!? Tote Menschen, die willenlos umherwanderten! Wie vermochte sie dies? Warum vermochte sie dies? Sie machte mir etwas Angst! Eigentlich schon sehr viel Angst!
      Peter rappelte sich wieder auf und rächte sich gleich an denen, die ihn angegriffen haben! Zorngeladen schlug er wild um sich und zertrümmerte sie in winzigkleine Stücke.
      Nach nicht allzu langer Zeit waren nur noch eine Hand voll Skelette übrig. Während wir beide die letzten paar Toten verschlugen, vollendete Magdalena das merkwürdige Ritual mit dem dreimaligen Wiederholen des Satzes: “proposito fiunt meritis fuisse. quod remanet est translucens!”
      Der Spuk war vorbei, die Skelette alle verschlagen und nichts mehr rührte sich! Mensch waren wir vielleicht erschöpft! So viel Einsatz mussten wir schon lange nicht mehr zeigen! Und dann noch mit solch vieler Angst und Anspannung. Sie war stolz auf uns und sprach uns großes Lob aus. Ob wir dies nun wirklich als Erfolg ansehen sollten, war zweifelhaft in meinen Augen. Denn noch war die Arbeit nicht gänzlich erledigt! Noch mussten wir die Überreste wegschaffen von hier.
      Wir zählten grob die Schädel ab, während wir die Knochen auf den Karren schippten, und kamen zu einer Zahl von etwa achtzig Skeletten. Ein großer Knochenhaufen lag zu unseren Füßen und es war bedenklich, ob auch wirklich alle mit einmal auf den Karren passen würden. Doch er war groß genug und wir waren sogar für ein paar Scherze aufgelegt. Fast alles aufgeschippt, entdecke Peter eine Brosche zwischen den restlichen Knochen. Merkwürdig, oder nicht? Er schaute sie sich etwas genauer an. Es war ein Anhänger einer Kette. Und es stand etwas darauf, aber Peter konnte es nicht lesen, da es so eine merkwürdige Schriftart war. Magdalena nahm sie ihm ab und versuchte es zu entziffern, was drauf stand. Wir schaufelten derweilen die restlichen Knochen auf den Karren. Anschließend fuhren wir den Karren zum Feldrand zurück und packten unsere Sachen. Magdalena hatte bereits ihre Runensteine mitgenommen und schon ihre Sachen dort zusammengepackt.
      Aber nun ging es wieder zurück nach Branesheim! Reichte für heute. Solch ein Erlebnis würde mir unvergesslich bleiben! Eigentlich war es schon sehr spannend ihr beim Ritual zuzusehen. Wie sie alles ganz genau geplant hatte, als hätte sie gewusst, was passieren wird. Als hätte sie es schon einmal gemacht! Aber dies wollte ich mir dann doch lieber nicht vorstellen.
      Stolz gingen wir nach Hause und just als wir in Branesheim eintrafen hatte sie auch die Inschrift entziffern können. Dort stand leserlich übersetzt: “In Liebe A&E”
      Wie bitte!? In Liebe A&E? “Was soll das denn sein?!”, fragte Peter ganz verwundert. Ich erwiderte prompt: “Mensch Peter! Das ist ein Geschenk an jemanden, wenn man jemanden liebt! *In Liebe A&E*! Zum Beispiel Adam und Eva!”
      Magdalena stimmte mir da vollkommen zu. Nur Peter schaute immer noch etwas skeptisch und begann einen sehr gemeinen Scherz zu äußern: “Vielleicht ist das aber auch nur dreckig und es soll heißen *In Liebe M&H*.”
      Sie schaute ihn verwirrt an und sprach: “Und was soll das dann heißen, bitteschön?”
      Er grinste frech und schaute mich an. Und dann gab ich ihm aber mal richtig Zunder. “Peter, lass den Unsinn! Es ist *A&E* und fertig! Wenn du noch einmal solch dumme Anspielungen machst, dann setzt es aber was! Ich kann auch ganz schön böse werden!”
      Magdalena wich einen Schritt zurück und versuchte die Situation wieder zu beruhigen. “Moment mal, jetzt bin ich aber wirklich verwirrt! Ich dachte, ihr könntet euch mal benehmen in der Anwesenheit einer Dame! Aber was ihr hier jetzt vollbringt, ist gar nicht schön! Was soll denn nun dieses *M&H*...”
      “Magdalena & Hans!”, erwiderte ich ganz verlegen und drohte ihm! Da fing sie an lautstark zu lachen! Ihr kamen richtig die Tränen, so sehr amüsierte es sie. “Magdalena & Hans? Wie kommt ihr denn auf sowas, Herr Peter? War Hans also doch nicht so schweigsam wie er es mir vorgegaukelt hat?”
      Mürrisch verschränkte ich die Arme. Für sie war das aber gar nicht so von Interesse, wie es schien, sie lachte nur herzhaft und dachte sich ihren Teil dazu. Wir gingen weiter und wollten sie zu ihrer Bleibe bringen, da sprach wiederum sie ganz verlegen, zu mir: “Wo wir gerade davon reden! Könnte ich heute Nacht vielleicht bei euch übernachten? Das Gasthaus hat bereits geschlossen und außer euch kenne ich niemanden weiter!”
      Wie bitte!? Ich machte große Augen und starrte Peter ganz verwundert an. Er wiederum schaute Magdalena dann verwundert an und erwiderte: “Das ist doch jetzt ein Scherz, oder!? Ihr wollt tatsächlich bei Hans übernachten!?”
      Sie nickte! “Ja, warum denn nicht? Ist doch nichts Schlimmes dabei! Ich bin umgänglich und Herr Hans macht auf mich nicht den Eindruck, als würde er mich irgendwie missbrauchen!”
      Dann schauten sie beide mich ganz erwartungsvoll an. Ich winkte sofort ab! “Nein, das werde ich nicht! Wir kennen uns gar nicht und ihr wollt mir jetzt schon so sehr vertrauen? Also nicht, dass ich es ausnutzen... Es kommt nicht in Frage! Ende, aus!”
      Peter schmunzelte und erwiderte ganz frech: “Los Hans, gräme dich nicht! Wir wissen doch alle drei, dass es dich reizt!”
      Ich zeigte ihm den Vogel, in seinem Kopf, und fragte sie, warum sie denn nicht bei Peter übernachten könne! Er hatte ein viel größeres Haus und auch viel mehr Platz! Aber sie wollte unbedingt bei mir übernachten! Warum auch immer. Sie schaute mich mit ihren saphirblauen Augen an und machte ein leicht betrübtes Gesicht. Zärtlich umschmeichelte sie mit ihren Händen die Hüfte und Bauch und dann war es um mich geschehen! Ich war schwach, sie hatte mich am wunden Punkt erwischt! Wie konnte ich solch einer Frau nur widerstehen? Ich willigte ein. Auch wenn sie mir auf irgendeine Art und Weise trotzdem noch etwas Angst machte, fühlte ich mich unbekannterweise immer mehr zu ihr hingezogen. Das klingt vielleicht etwas naiv, aber ich hatte das Gefühl ihr mein Leben anvertrauen zu können.
      Und dann war Peter wiederum skeptisch! Ich willigte ihr, seiner Meinung nach, zu schnell ein. Aber mein Entschluss stand nun fest! Sie durfte bei mir übernachten! Also brachte Peter uns beide zu mir nach Hause und wir verabschiedeten uns von ihm. Magdalena bedankte sich nochmal bei ihm für seine Bereitschaft und seinen Mut.
      Wir gingen hinein und ich versuchte mich bestens zu benehmen und ihr alles rechtzumachen. Wir gingen hinauf, in die zweite Etage und zeigte ihr mein Schlafgemach. Sie sollte sich erstmal setzten, auf mein Bett. Das tat sie dann auch gleich und sprach: “Also hier schlafe ich heute Nacht! Ein wenig hart, findet Ihr nicht!”
      Ich war verwirrt! “Was ist hart? Ich..? Nein, das ist mein Bett! Ihr schlaft nebenan im Gästezimmer! Ich hole nur schnell eine Decke und ein Kissen!”
      Ich ging kurz weg, in die Wohnstube, unten, um das Bettzeug zu holen. Oben angekommen, sah ich, wie sie in meinem Nachtschränkchen rumkramte! Sofort stürmte ich zu ihr hin und schlug ihr die Hand weg!
      “Sagt mal, geht́s noch!? Ihr könnt doch nicht einfach in meinen Sachen herumstöbern! Das gehört sich nicht! Los, geht ins Gästezimmer, bevor ich mich noch gänzlich vergesse!”
      Ganz verdutzt schaute sie mich an und sprach: “Aber ich hab doch nur...”
      “Nichts, aber! Das ist Privatsache! Das geht Euch gar nichts an, was ich hier habe! Es gibt Dinge, die dürfen Frauen halt eben nicht sehen!”
      Sie rümpfte beschämt die Nase und entgegnete mir: “Ich hab das doch gar nicht so gemeint! Aber schreibt Ihr eigentlich ein Tagebuch? Lest Ihr eigentlich Bücher?”
      Ich verstand nicht, was das nun schon wieder sollte! “Ja, natürlich lese ich auch Bücher! Wer des Lesens mächtig ist, sollte es auch nutzen! Aber was ich das Euch eigentlich erzähle!? Los, ab ins Gästezimmer!”
      Ich schubste sie sanft dort hin und schloss die Tür. Was für ein Weib! Da schnüffelt die einfach in meinen Sachen herum! Und dann noch solche blöden Fragen, ob ich Bücher lesen würde und ein Tagebuch führe! Ach was ich mich um solche Sachen Gedanken mache? Ich war ja auch selber Schuld! Hab ja schön zugestimmt, ich Tölpel!
      Aber nun reicht es für heute! Jetzt geh ich schlafen! Viel zu erschöpfend, diese nächtlichen Aktionen! Und wie ich dann so im Bett lag und leise lauschte, was sich wohl gerade im Nebenzimmer abspielte, dachte ich doch wieder an sie und dieses besondere Erlebnis von Vorhin. Sie war mir wirklich sehr suspekt, aber doch auch irgendwie vertraut. Sie hatte was an sich, was ich wirklich sehr mochte.
      Und ihre Augen! Atemberaubend schön! Wie sie vorhin dastand und sich an der Schaufel abstützte, sehr anregend! Sie brachte mich ganz aus der Fassung mit ihrem Lächeln! Ach, wieso bin ich nur so gutmütig und schwach?
      Hans, beruhige dich wieder! Es war ein ganz normaler Abend wie er vermutlich zu tausendfach überall in den Landen stattfindet. Und sie ist auch nur eine Frau, wie jede andere! Dass sie nun ausgerechnet hier übernachtet hat nichts zu bedeuten! Sie ist es nicht wert!
      Es war aber wirklich sehr aufregend mit ihr! Ich könnte mir schon vorstellen, sowas öfters mal zu machen. Vielleicht sieht das Peter genau so wie ich, schließlich kann man eine starke Person immer gut gebrauchen. Jemandem, der im Nahkampf erfahren ist und vor Nichts und Niemanden zurückschreckt. Steffan hätte sich nicht mal auf das Feld gewagt! Viel zu schlammig und dreckig, da könnten ihm ja Käfer über die Schuhe laufen. Und außerdem war Jolene nicht dabei, also wen sollte er denn dann schon beeindrucken sollen.



      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

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      Zarkaras Jade schrieb:

      Peter war darüber sehr verwundert, als sie mich direkt ansprach.
      Wer ist Peter?^^

      Zarkaras Jade schrieb:

      Und nun bin ich auf dem Weg zu den Feldern. Elf Uhr abends war abgemacht. Die Uhr schlug Zehn. Mit gepackten Sachen und etwas Proviant machte ich mich auf den Weg, zu den Feldern.
      2x zu den Feldern

      Zarkaras Jade schrieb:

      Ich habe jeden Tag mit so vielen Frauen zu tun
      Achja? Als Obsthändler, oder durch einen der anderen ganzen Jobs? :D

      Zarkaras Jade schrieb:

      In den Kreis streute sie inzwischen eine Schicht Salz und zog eine kleine Furche um den Kreis herum.
      2x Kreis

      Zarkaras Jade schrieb:

      Wir nahmen unsere Positionen ein, in dem ziemlich kleinen Kreis.
      Den Satz würde ich komplett umbauen. ...Wir nahmen unsere Positionen in dem Kreis ein.. oder sowas

      Zarkaras Jade schrieb:

      Die Knochen zersplitterten wie Glas und alles war voller Staub und Dreck. Sie waren so leicht zu zerbrechen, dass wir richtig Spaß dran hatten auf sie einzuschlagen.
      Ok langsam.
      Sie gehen mit einer fremden Frau, die mitten in der nacht ein gruseliges Ritual durchführt um Tote zum leben zu erwecken. Und sie finden das nicht merkwürdig?
      Sie haben Spass am Skelette erschlagen - Sry find ich maximal unglaubwürdig.

      Zarkaras Jade schrieb:

      Wir zählten grob die Schädel ab, während wir die Knochen auf den Karren schippten, und kamen zu einer Zahl von etwa achtzig Skeletten
      80 Skelette? Aus einem kleinen 2m Kreis heraus zertrümmert? die können sich ja kaum bewegen, wie können, die überhaupt zielischer zuschlagen?

      Zarkaras Jade schrieb:

      “Nein, das werde ich nicht! Wir kennen uns gar nicht und ihr wollt mir jetzt schon so sehr vertrauen? Also nicht, dass ich es ausnutzen... Es kommt nicht in Frage! Ende, aus!”
      Er geht also mit ihr nachts untote verhauen, obwohl er sie nicht gut kennt. Er findet sie rattenscharf, aber bei ihm übernachten darf sie nicht, weil er sie nicht gut kennt? Verstehe ich nicht^^


      Zarkaras Jade schrieb:

      Frage an alle: Was ist ein Vampir?
      Wieso haben wir manchmal Albträume?
      Warum haben wir Angst vor Gerippen?
      Ist Gut und Böse immer klar definierbar?

      Ich denke, jeder hat seine eigenen Theorien dazu. Und eben das ist mein Vorhaben. Was waren Vampire, bevor sie Vampire genannt wurden? Wer entdeckte die Magie? Wieso gibt es überhaupt den Mythos über Zombies? Gibt es Gott wirklich? Wer kann sich wahren Horror schon vorstellen, wenn man ihn selber noch nicht erlebt hat? Wie fühlt man sich, wenn man zum ersten Mal in seinem Leben einen Goblin gesehen hat? Und wer erfand eigentlich den Namen "Goblin"?
      Ich werde mein Buch weiter posten. Und das wahrscheinlich auch weiterhin so verwirrend und anspruchsvoll. Aber eben das ist Teil des Mythos Mittelalter.
      Anspruchsvoller Ansatz, aber dann musst du entweder oder machen.

      Es ist wirklich schwer deiner Geschichte zu folgen. Nimm vielleicht maximal eine Szene pro Text, den du ins Forum stellst. Da sind immer soviele Informationen, die man nicht so schnell verarbeiten kann.
      Es gibt auch einige dinge, die mir nicht logisch erscheinen (siehe oben im Spoiler)

      Ich hab nichts gegen Anspruchsvolle Texte oder ne alternative Schreibweise, aber das kombiniert mit deinem Thema.. Da komm ich nicht mit^^

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Danke vielmals, dass du dich bereiterklärt hast, es weiterzulesen. :)
      Ist mir schon langsam etwas peinlich, hier weitere Posts und Kommentare zu verfassen. :/


      Peter wurde ganz am Anfang erwähnt. Er ist Hans´ bester Freund.
      Natürlich finden sie es merkwürdig. Sie haben es zuvor noch nie gesehen. Sie fassen das als Spaß auf, weil es so einfach wirkt. Und Peter ist nur schwer aus der Fassung zu bringen. Hans macht den Mist mit, weil er ja so verschossen in sie ist. Natürlich graust es ihn, bei diesem Ritual. Aber er hat ja bereits eines erlebt und denkt daher, dass Magdalena ihn schon nicht im Stich lässt. Und außerdem haben sie da keine wirkliche Alternative, als Spaß dran zu haben. Wer den Kreis verlässt, ist verloren.
      Und dass du den Kreis zu klein findest, ist ein Nachdenken wert. Die Skelette bleiben ja nicht auf dem Feld stehen, sondern schmeißen sich ja regelrecht zu ihnen hin. Man zerschlägt halt die ersten und die nächsten rücken nach. Und zielsicher muss man bei solch einem Kreis nicht sein, wenn man bedenkt, dass es 80 Skelette sind. Irgendwas trifft man immer.
      Und die Sache mit dem bei ihm schlafen ist etwas "Um die Ecke denken".
      Jeder weiß, dass Hans es nicht so mit den Frauen hat. Also er lässt sich gerne unterbuttern. Und Hans findet die Vorstellung schrecklich, dass seine "Geliebte" bei ihm schläft und ihn somit noch mehr zum Gespött machen könnte. Peter machte ja kurz davor auch eine ziemlich heftige Andeutung, die Brosche betreffend.


      Glaube mir. Später wird es viel komplizierter und verzwickter. ich weiß, dass da sehr viele Informationen drin sind. Aber wenn man auf die Summe und die folgenden Ereignisse blickt, werden die oft wiederholt und aufgefrischt. Mag sein, dass dir das mit Peter entfallen ist. Habe ich ja auch nur kurz erwähnt. Aber er spielt jetzt noch keine große Rolle und wird halt erst in den folgenden Ereignissen mehr mit einbezogen.
      Es ist schwer für mich, anhand (nur) deiner Analysen, nun daraus ein Resümee zu ziehen.


      Mein Ansatz ist anspruchsvoll. Ich weiß. Ich finde die Idee an sich gut, aber die Umsetzung ist schwer. Es ist halt mehr eine Lebensgeschichte, als wie nur eine Auflistung und Berichterstattung diverser Kreaturen und Riten. Dann muss ich mich halt mal dazu überwinden und die Tage splitten auf die einzelnen Szenen. Oder gänzlich welche weglassen.


      Was meinst du mit:"Entweder oder"?
      Und was meint ihr immer mit meiner Schreibweise? ?(
      Ist das so heftig schwer zu lesen? Ich zweifel ein wenig an mir selbst, wenn ich das immer lese. :(


      Aber danke nochmal, dass du es gelesen hast.
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

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    • Warum ist es dir peinlich?
      Jetzt mach dir mal nicht soviele Gedanken^^ Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, dafür ist das Forum ja da.

      Ja gut, das mit Peter, hatte ich wieder vergessen, war wohl dann wirklich ganz am Anfang :)
      Deine Idee ansich ist gut, aber durch deinen Stil machst du es dem Leser schwer zu folgen. (Meine Meinung)

      Mein größtes Problem ist immernoch, dass ich keine Bindung zu deinem Prota aufbauen kann. Er wirkt kantig, es gibt viele Ungereimheiten, seine Entscheidungen sind für mich nicht immer schlüssig etc.
      Auch nach deinen Erläuterungen bezüglich des Rituals nicht. Ich meine, die sehen sowas zum ersten Mal und haben dann Spass am fröhlichen Skelette kloppen.
      Irgendwer hat ganz oben mal was gesagt, dass es etwas satirisch wirkt, ich glaube das beschreibt es ganz gut.

      Aus dem letzten Kapitel hättest du 3 Szenen machen können.
      1. Die Wette und Magdalenas Erscheinen. Dadurch hättest du auch Spannung erzeugt (kannst ja mit Andeutungen spielen)
      2. Das Ritual selber (die Skelette etc sind übrigens gut beschrieben, also da kommt schon Stimmung rüber)
      3. Das Geplänkel danach. Die interaktion zwischen den 3 Charackteren und die Frage des übernachtens..

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rael ()

    • Splitten geht ja jetzt etwas schlecht. Also ich meine, ich kann zwischen die älteren Posts keine neuen schieben, um die zu dritteln.

      In dem folgenden Abschnitt ist eine Stelle, wenn sie laut kreischt. Ich weiß nicht, ob da 3 Ausrufezeichen angebracht sind. Oder es auch mit einem genügt.

      "Kapitel 2 In Liebe A&E/Teil 2"

      Samstag der 27. Ernting 1403
      Sie Sonne geht auf und ihre Strahlen erhellen den Raum. Es verheißt mir, dass Heute ein schöner Tag wird. Und das nicht nur, weil wir unsere Wette gewonnen haben und Gold bekommen. Ich stand auf und streckte mich erstmal genüsslich! Wie schön ich doch geschlafen habe, diese Nacht! Alles fühlte sich so gut an, an diesem Morgen. Draußen die warme Sonne und die lieblich singenden Vögel und nebenan Magdalena, die... Oh, Magdalena? Richtig, da war ja noch was! War sie nun eigentlich wirklich bei mir, oder war das nur ein dummer Traum von mir? Wunschdenken, wobei ich es mir ja gar nicht gewünscht hatte. Vorsichtig lauschte ich an der Tür des Gästezimmers. Nichts zu hören. Also ich war mir sicher, dass sie diese Nacht bei mir geschlafen hat! Aber trotzdem war nichts zu hören. Ich konnte doch jetzt nicht einfach zur Arbeit gehen und sie hier einsperren! Es schien, als würde sie noch schlafen.
      Ich wollte gerade auf den Weg in die Küche, da hörte ich etwas poltern aus ihrem Zimmer. Und dann hörte ich sie leise mit sich selbst reden und wieder polterte es. War ihr etwas passiert? Ich klopfte leise an und fragte, ob es ihr gut ginge. Doch es kam keine Antwort. Leise öffnete ich die Tür, aber sofort schrie sie los. “Hans..! Macht die Tür wieder zu! Ich bin gleich da! Los, macht sie zu!”
      Erschrocken knallte ich sie zu und lief sofort in die Küche! Ich konnte doch nicht ahnen, dass sie sich gerade anzog! Zum Glück habe ich nichts gesehen! Das wäre mir erst peinlich gewesen, wenn ich sie ohne Robe... Ich war ganz wuschelig im Kopf! Ganz aufgelöst wollte ich Frühstück vorbereiten. Da fiel mir vor lauter Aufregung die Zuckerdose aus der Hand und der ganze Zucker rieselte durch die Holzdielen im Boden! Jetzt muss ich auch noch Zucker kaufen! Ich bin aber auch manchmal ein Tollpatsch. Wo stand mir nur der Kopf? Ging es etwa nur mir so, oder passierte dies auch anderen Männern beim ersten Mal?
      Magdalena kam zur Tür rein und lachte herzhaft, als sie mich auf dem Boden rum kriechen sah. Es amüsierte sie, wie ich verzweifelt versuchte, den restlichen Zucker wieder aufzusammeln.
      “Das ist nicht witzig”, sagte ich ihr mit zorniger Stimme. Schließlich kann das ja jedem mal passieren.
      Magdalena ganz gelassen: “Hans, regt Euch doch nicht auf... Kommt, lasst das liegen! Wir machen das später weg.”
      Eigentlich hatte sie ja recht. Ich benutzte den sowieso so gut wie nie, den Zucker! Also gingen wir zur Tür raus, auf dem direktem Weg zu den Bauern. Die Leute starrten uns an! Ja gut, es ist schon ungewohnt, mich mit einer fremden Frau zusammen auf den Straßen zu sehen. Es ist ungewohnt, mich generell mit einer Frau zu sehen. Aber wir haben halt den gleichen Weg.
      Ganz verlegen sprach ich zu ihr: “Verzeiht mir bitte, wegen vorhin. Ich hatte keine bösen Absichten. Es klang nur so, als wäre was passiert. Und da wollte ich schauen, ob es Euch gut geht. Ich hab auch wirklich nichts...”
      “Beruhigt Euch wieder, Hans! Vergeben und Vergessen! Und selbst wenn Ihr etwas gesehen hättet, wäre es auch nicht schlimm gewesen! Dann wäre es halt passiert.”
      Zum Glück konnten mich die grimmigen Gesichter der Bauern genügend von dieser Schmach ablenken! Vom Weiten waren ihre enttäuschten Fratzen schon zu sehen! Tja, wir waren stolz! Ihnen passte es gar nicht, dass wir es geschafft haben. Mit wenig Vergnügen überreichten sie uns das Gold. Magdalena bekam wie abgemacht 30 Gold und ich 20 Gold. Die anderen 20 Gold für Peter nahmen wir mit. Mehr oder weniger interessiert fragten sie uns, wie wir dies nur bewerkstelligen konnten. Aber Magdalena sprach nur: “Es gibt Dinge, die brauchen Männer halt eben nicht wissen.”
      Und da musste ich sogar ein wenig schmunzeln. Auf dem anschließenden Weg zu Peter fragte ich sie, was sie Heute noch so vorhatte. Ich fragte sie eigentlich ziemlich viel, oder zumindest deutete ich auf vieles gestikulierend hin, was ich am liebsten hätte gefragt. Ich mochte es irgendwie, ihrer Stimme zu lauschen. Und trotz meiner anfänglichen Bedenken, machte es mich jetzt schon etwas stolz sie an meiner Seite zu haben! Also ich meine mit ihr hier durch die Gassen zu schlendern.
      Und dann, nach einer gewissen Weile, beantwortete sie meine Frage. Wenn auch mit einem sehr überraschenden Ergebnis! “Ähm...Eigentlich wollte ich mit Euch etwas unternehmen. Natürlich nur, wenn Euch das recht ist.”
      Mir stockte der Atem! Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte. War das gerade dies, wonach es sich anhörte? Sie sagte immer solche verwirrenden Dinge! Ich wusste nie so recht, ob sie es nun mit Gefühlen meinte, oder nur aus reiner Höflichkeit.
      Sehr verwundert über diese ziemlich erfreuliche Aussage schlug ich ihr vor, dass sie mir beim Obst verkaufen hilft und sie dann später meine *Dienste* in Anspruch nehmen könne. Damit war sie einverstanden! Mit einem leichten Händeschlag besiegelten wir diese mündliche Vereinbarung und brachten Peter seinen Anteil. Anschließend gingen wir zu meinen Obststand. Sie war sehr erstaunt über diese Fülle an verschiedenen Früchten! Positiv überrascht war sie, als sie meinen Stand sah und wie ich mich den Leuten gegenüber präsentierte. Sie war ein Naturtalent, könnte man so sagen! Die Leute kamen in Scharen an unseren Stand und kauften fleißig mein Obst. Sie fragten uns wortwörtlich ein Loch in den Bauch! Magdalena wirkte anscheinend doch sehr gut auf die Leute hier in Branesheim. Sie belebte das Geschäft nur mit ihrer bloßen Anwesenheit!
      Vermutlich, weil sie eine Frau ist. Mit viel Freude verkaufte sie das Obst und erzielte sogar bessere Preise als ich. Es lag aber bestimmt auch ein bisschen an ihrem Charme.
      “Grüße, Hans!”:sprach mich ein guter Kunde von mir an. “Wer ist denn die junge Dame an Eurer Seite? Das ist ja richtig ungewöhnlich.”
      Es war mir schon etwas unangenehm, aber das durfte ich mir nicht anmerken lassen. Ich muss ja stark und entschlossen auf meine Kunden wirken. Doch sie lenkte mich sehr ab und ließ mich oftmals verstummen, wenn neue Kundschaft herankam. Zum Glück übernahm sie das Reden umso gerner. Und ich lauschte ihrer Stimme sowieso viel lieber, als ihr meine Stimme zumuten zu müssen. Nach einer Weile sprach sie zu mir, leicht irritiert: “Ach sagt mal, wisst Ihr eigentlich, wem dieses eine Haus auf dem Hügel gehört? Ihr wisst schon, dieses zerfallene Gebäude dort oben, etwas Abseits von Branesheim.”
      Ich schaute verwundert drein und überlegte kurz, welches sie meinte. Weil meines Erachtens waren hier in Branesheim so einige Häuser etwas heruntergekommen. Doch sie zeigte dann auf den Hügel und da fiel es mir wieder ein. “Ja, das gehörte bis vor ein paar Wochen noch einer ziemlich wohlhabenden Familie. Vor gut zwei Jahren haben sie das Anwesen gekauft.”
      Sie schaute skeptisch und sprach: “Aber das sieht so unbewohnt aus! Seid Ihr euch auch ganz sicher, dass Ihr von diesem Haus sprecht?”
      Ich nickte! “Jawohl, genau diese meine ich! Dort sollen sich aber schon nach nicht allzu langer Zeit unheimliche Dinge ereignet haben! Die Familie ist dann dort ausgezogen, weil es unerträglich wurde. Jetzt wohnen sie hier im Ort. Unweit von meinem Stand hier, in einem nicht ganz so schönen Haus. Also wie dieses dort oben, als es noch schön war.”
      Sie fragte weiter, was genau sich dort für unheimliche Dinge ereignet haben sollen. Sie wolle es genauer wissen, um sich ein besseres Bild von dem Ort hier zu machen.
      Ich sagte es ihr, flüsternd. “Angeblich wurde dort vor etwa zwanzig Jahren ein zwölfjähriges Mädchen auf brutalste Art und Weise ermordet. Das sind aber nur Gerüchte. Niemand weiß genaueres darüber und niemand will dies auch. Die Alte Generation ist da immer etwas abergläubisch, wenn es um solche Gruselgeschichten geht.”
      Magdalena war sehr interessiert an dieser Geschichte. Und dann wollte sie auch noch wissen, wo genau diese Familie jetzt wohne. Aber dies wollte und durfte ich ihr nicht verraten! Ich wusste schon ganz genau, was sie vorhatte! Und dies wollte ich der Familie nicht antun!
      Wenigstens kam jetzt wieder neue Kundschaft! “Guten Morgen...Ihr gebt aber ein schönes Paar ab, ihr beiden!”, sagte Frau Engelson, die ich zwar als Kundin sehr schätzte, aber privat doch eher mied! Sie war eine der Frauen, die nie ein Blatt vor den Mund nimmt und aus allem ein Gerücht kredenzen konnte!
      “Bei Hans seinem Stand schaue ich gerne öfters am Tag vorbei! Er ist ja auch ein ganz neckischer Mann! An ihrer Stelle, junge Dame, würde ich ihn nie wieder gehen lassen!”
      Magdalena war sehr entzückt über diese ungezwungen ehrlich wirkenden Worte. Sie packte meinen Arm und zog mich sanft an sich heran. Und wie Frau Engelson dann grinste. So peinlich, das ganze! Weil Magdalena merkte, dass mir diese Situation schon etwas unangenehm war, flüsterte sie mir etwas ins Ohr, während sie in die Menschenmenge schaute: “Hans, freut Euch doch mal... Tut es für mich...bitte.”
      Ich freute mich ja, aber irgendwie auch wieder nicht. “Gerüchte verbreiten sich schneller als die Wahrheit”, flüsterte sie mir ins Ohr, nahm einen Apfel und ging von dannen. “Wir sehen uns später, Hans.”
      *Gerüchte verbreiten sich schneller als die Wahrheit* An diesem Satz ist schon was wahres dran. Leider!
      Ah, da kam Peter. Er war so aufgeregt, dass er Luftsprünge machte. “Hans... War das diese Nacht nicht ein schönes Abenteuer?”, sagte er ganz fröhlich und schaute mich mit großen funkelnden Augen an. Ich war verblüfft, dass es ihm anscheinend gefiel Skelette kurz und klein zu schlagen. Ja, war schon sehr spaßig. Und dann fragte er mich, wie die Nacht mit ihr gewesen sei...
      Also, er meinte, ob wir gut geschlafen haben.
      “In verschiedenen Betten, in unterschiedlichen Räumen, natürlich!”, fügte ich hinzu! Er war etwas besorgt, als Magdalena mich bat bei mir zu übernachten. Er war um mich besorgt, natürlich.
      Ich fragte mich echt, wieso alle auf einmal solche Anspielungen machten!? “Sie ist einfach nur eine zeitgenössische Person!”, erwiderte ich und wimmelte ihn ab. “Peter, gehe du mal an deine Arbeit! Der Schmied wartet bestimmt schon.”
      Sich in Richtung der Schmiede begebend, rief er mir aus der Ferne hinterher: “Hans. ich hab´s gewusst..! Du wirst sie heute wieder treffen! Denke an mich, wenn du Hilfe brauchst.”
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

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      Zarkaras Jade schrieb:

      Also ich war mir sicher, dass sie diese Nacht bei mir geschlafen hat!
      Ich glaube nach Also kommt ein Komma, aber ich bin nicht so gut im korrigieren von Satzzeichen oder sowas :) Sorry.

      Zarkaras Jade schrieb:

      “Hans..!!! Macht die Tür wieder zu!!! Ich bin gleich da!!! Los, macht sie zu!!!”
      Mir reicht ein Ausrufungszeichen^^

      Zarkaras Jade schrieb:

      Zum Glück habe ich nichts gesehen!
      Naja aber hätte er nicht insgeheim gehofft, doch etwas zu sehen. Er hatte doch, wenn dann nur angst, dass sie ihn dabei erwischt?^^

      Zarkaras Jade schrieb:

      “Das ist nicht witzig”, sagte ich ihr mit zorniger Stimme. Schließlich kann das ja jedem mal passieren. Magdalena ganz gelassen: “Hans, regt Euch doch nicht auf... Kommt, lasst das liegen! Wir machen das später weg!”
      Versuch mal Absätze einzufügen, wenn jemand anderes spricht. Das macht es übersichtlicher und leichter zu lesen.


      Gefällt mir schon sehr viel besser der Teil. Du hast etwas Tempo rausgenommn und dadurch ließt sich auch etwas leichter. Du hast dir auch diesmal mehr Zeit für Hans Gedanken genommen.
      Die Länge ist in Ordnung und der Inhalt ist nicht überladen, sondern konzentriert sich auf wenige Szenen. Du setzt aber schon den Punkt fürs nächste Kapitel mit dem Hinweis auf diese Hütte, wo das Mädchen ermordet worden ist.

      Daher finde ich dieses Kapitel bisher am besten, im Vergleich zu den anderen.

      Zu den Charackteren. Meine Meinung zu Hans kennst du ja. Magdalena ist irgendwie unheimlich und gleichzeitig wirkt sie so unbeschwert. Ehrlich gesagt, traue ich der Frau keinen Meter weit.^^ Ich glaube, dass sie irgendwas zu verbergen hat (Ich bin halt ein von natur aus skeptischer Mensch :D ). Aber, ich lass mich mal überraschen.

      Ach übrigens. Deine Ausrufungszeichen ziehen sich wieder durchs halbe Kapitel :P

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