Die Todgeweihten (Zeitreise)

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    • Ich weiß, dass mir das letzte Kapitel etwas misslungen ist. Etwas zu sehr in die Länge gezogen, wie du richtig sagtest, @Wysenfelder.
      Jeder Mensch reagiert anders auf eine ungewohnte Situation. Torn nimmt das Ganze sehr pragmatisch auf und will sich schnellstmöglich anpassen. Aber er ist damit allein. Anna will da nur weg, weiß aber nicht wie. Die anderen (Zach, Lisa) sind ebenfalls nicht vom Lager begeistert, aber da es nun wirklich Nebencharaktere sind, wird deren Motivation wohl nicht so klar sein.

      Die sind, wenn du richtig gezählt hast, nun sechs Tage im Lager. Am dritten Tag war erst ihr Widerstandgeist zerstört, ihnen blieb keine andere Wahl, als sich anzupassen.

      Ich halte es nicht für wenig authentisch. Sie kommen an, bekommen eine unschöne Wahrheit serviert und versuchen sich zu arrangieren. Als das misslingt (am sechsten Tag), planen sie die Flucht, während sie gute Miene zum bösen Spiel machen müssen. Nichts anderes passiert gerade.
      Tatsächlich lernen, wie sie Soldat werden, ist aber keine Motivation von niemanden. Sie sammeln Informationen, ja, aber hab ich irgendwo geschrieben, dass sie tatsächlich begeistert dabei sind, Soldaten zu werden? Ein Abschnitt, den man so interpretieren könnte ist dabei, richtig, aber mit dem war ich auch nie so glücklich. Denke, den werde ich auch rauslöschen. @Lyn hat das ja auch angedeutet. Es ist wohl fehl am Platz.

      Bei dem aktuellen Kapitel werdet ihr nur wenig zu meckern haben, denke ich. Die gehen auf Patrouille, es gibt genug gute Umgebungsbeschreibungen und Kampfszenen, also dürfte okay sein.
    • Soeben habe ich den ersten Teil fertiggelesen. Bis dahin erstmal, was mir beim Lesen aufgefallen ist:

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      Eben noch saß ich im Klassenraum, machte meine Weiterbildung, und als Nächstes (wg. Substantivierung) wachte ich hier im Krieg auf.


      Ich war immer noch in diesem (Dativ) dämlichen Schulraum in dieser dämlichen Weiterbildungseinrichtung, in die mich die Arbeitsagentur gedrängt hatte.


      Mir fiel die Kinnlade runter und das im Liegen. (Substantivierung)


      Dennoch konnte ich erkennen, was (das?) wir auf so etwas wie einer Lichtung waren, die von hohen Palmenwäldern umgeben war.


      Jedoch legten sie keine Verbände an, oder versuchten sonst wie die Blutung der klaffenden Wunden zu schließen (heißt es nicht: Blutung zu stillen anstatt zu schließen?), die die beiden Körper aufwiesen.


      Die machten nicht den Eindruck, als wenn sie sonderlich zimperlich waren und wirkten außerdem äußerst nervös, je länger wir dem kaum sichtbaren Pfad folgten, der sich durch das hüfthohe Gras schlängelte.


      Bislang schienen wir nicht mehr als drei oder vier Kilometer zurückgelegt zu haben, aber der ungewohnte Untergrund und das schwüle Wetter machten mir ziemlich zu schaffen. (Das mit dem Wetter erwähnst du hier zum dritten Mal und das mit dem ungewohnten Untergrund zum zweiten Mal, ich denke, das ist etwas überflüssig.)


      In einen fremden Körper, mit zerfetzten Klamotten, die von einer tödlichen Wunde zeugten.


      Es umfasste nur zwei grüne Zelte wo diverses Zeug drunter gelagert wurde (, in denen diverses Zeug gelagert wurde?), ein strahlend weißes Zelt, ich vermutete Lazarett oder Verwaltung, und noch ein knallrotes Zelt, was mir aber überhaupt nichts sagte.


      Zum Glück hatten wir das Lager schnell erreicht und einer der Soldaten deutete kurz zu meinem (auf mein) Gewehr, was ich ihn geradezu erleichtert übergab.


      Eine ungefähr Dreißigjährige in einem weißen Ärztekittel drängte sich an dem Leutnant vorbei und schob dessen Muskelberge spielerisch beiseite. (Den zweiten Teilsatz würde ich streichen. Irgendwie ist das sonst doppelt.)


      Sie führte mich unter einen offenen Zelt (ein offenes Zelt), wo acht Leichen aufgebahrt wurden. Alle Leichnahme (Leichname) waren schrecklich zugerichtet.


      Ich würgte und musste mich zusammenreißen, meinen Mageninhalt bei mir zu behalten.


      Aber da wo vorher offene Gedärme geglänzt hatten, war jetzt nichts anderes mehr zu sehen, als makellos glatte Haut. („Da wo“ finde ich schon umgangssprachlich schrecklich…)


      „Manchmal erwacht ein Rekrut in seinem neuen Körper, kann ihn aber noch nicht kontrollieren. Sie liegt dann in so einer Art Wachkoma. (Sie? Die Rekruten? Dann „liegen“. Oder beziehst du dich auf „ein Rekrut“ im Satz davor? Dann „er“) Manchmal braucht es dann einfach nur die Nähe zu einem frisch erwachten Rekruten, um sie aufzuwecken.“


      Zumindest Letzteres verstand ich irgendwie und eine Spur von Mitleid zog über mein Gesicht.


      Im Wachkoma zu liegen, mit klaffenden Wunden, neben ein Haufen anderer Leichen, die ebenso entstellt waren und überall Menschen, die um sie herumliefen, aber sie nicht zur Kenntnis nahmen.


      „Der Hinterste hat es übrigens endgültig hinter sich.

      Mit einen Fingerschnippen bedeutete sie mir, ihr zu folgen.




      Ich würde mir wünschen, dass Adjektive und Adverbien etwas weniger oft verwendet werden. Für mich ist z.B. eine Schießerei meistens wild, hektisch. Und wenn jemand brüllt, dann nehme ich auch an, dass es laut ist. (Der Lärm der wilden Schießerei verstummte langsam und laute Kommandos wurden gebrüllt.) Das soll jetzt aber keinesfalls heißen, dass du alle Adjektive streichen sollst, sondern in Zukunft etwas darauf achtest, ob es wirklich nötig ist?


      Davon abgesehen, finde ich die Idee deiner Geschichte toll! Es verspricht spannend zu werden. Der Protagonist kam also durch das Portal, vermute ich mal? Was mir allerdings nicht ganz verstehe: Die Rekruten haben ja scheinbar nur ihren „Geist“ behalten, welche in die Körper der toten Soldaten transferiert wurden. Wieso ist der Körper, der vorher ja ziemlich übel ausgesehen haben muss, auf einmal geheilt? Wie geht das vonstatten?
      Ich bin auch gespannt, was es genau mit dem Portal auf sich hat und wie die neuen Rekruten ausgewählt werden. Steckt da Zufall dahinter oder ein bestimmtes Muster?
      Dein Schreibstil ist recht flüssig und angenehm zu lesen, obwohl ich ab und an etwas anders formulieren würde. Aber sowas ist bekanntermaßen Geschmackssache.

      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • Wow, du hast dir ja viel Mühe gemacht, Fehler auszumerzen, dessen Existenz ich nicht einmal ahnte. Meinen vollsten Respekt dafür.

      Tja, bezüglich den "Geist", dass wird erst im letzten Kapitel erklärt. :P
      Das hat nichts damit zu tun, dass ich absichtlich den Leser Informationen vorenthalten will, sondern weil es einfach nicht anderes logisch wäre, solche Erklärungen einzufügen.

      Ich überarbeite ohnehin gerade das letzte Kapitel, da passen deine Korrekturen mir gerade gut. Danke dafür.
    • So, kam endlich dazu, die nächsten paar Posts zu lesen. Zuerst wieder, was mir alles aufgefallen ist und ein paar Anmerkungen dazu. Was du letztendlich davon annehmen magst, entscheidest du.

      Spoiler anzeigen


      Schreibfeder schrieb:

      Die Luft roch hier auch (Würde ich weglassen, sind nur Füllwörter) angenehm, obwohl der Geruch nach modrigem Wald allgegenwärtig war.
      „Komm, setzt dich zu uns“, sagte Lya freundlich und schlug locker auf das Gras, was nur (würde ich auch weglassen) etwa knöchelhoch war.

      Schreibfeder schrieb:

      Ihr seid beides Rekruten, aufgewacht in einem neuen Körper.

      Schreibfeder schrieb:

      Wichtig ist nur, es muss ein kurzer, einsilbriger (einsilbiger) Name sein. Er muss im Kampf gut über die Lippen kommen. Zweisilbrig (Zweisilbig) geht zur Not auch, aber nur in Ausnahmen.

      Schreibfeder schrieb:

      Ich bekam davon nicht viel mit und ich glaube, der anderen Rekrutin erging es nicht anders.

      Schreibfeder schrieb:

      Das entpuppte sich als Waschküche und war vermutlich auch die (würde hier "diente gleichzeitig als" schreiben, um Füllwörter und "war" zu vermeiden) Kantine. Aus irgendeinem Grund_(Komma weg) wurde mir beim Gedanken an fester (feste) Nahrung sofort (weglassen) speiübel.

      Schreibfeder schrieb:

      Rick schien ein freundlicher (eigentlich kann man freundlich weglassen, zudem woher weiß er, dass Rick freundlich ist? Er sieht Rick doch eben zum ersten Mal - würde sympathischer wenn überhaupt dann nicht besser passen?) Dreißigjähriger zu sein, mit kurzen blonden Haaren und einem ehrlichen (kann ich mir nichts drunter vorstellen. Ehrlich weglassen?) Lächeln. Klett war zwar nicht so charismatisch wie Rick, aber (Füllwort, weglassen) wirkte auf einer tollpatischen (?) Art (seine/eine tollpatischige (?) Art) dennoch sympathisch. Kritisch beäugten sie die Reste unserer Uniformen, bis sie schließlich sagten (sie sagen das beide gleichzeitig? Oder sagt das nur einer von beiden?): „Das macht keinen Sinn mehr, schmeißt sie einfach auf den Boden, wir entsorgen sie dann.“
      Ich folgte den Blicken der Soldaten und musste zugeben, dass sie Recht hatten. Meine Uniform war ja (Füllwort) schon in einem traurigen Zustand, aber die Uniform der Rekrutin sah aus, als hätte jemand an ihr rumgeknabbert. Außerdem war unsere Kleidung über und über mit getrocknetem Blut und anderen Körperflüssigkeiten verschmiert, die ich gar nicht weiter identifizieren wollte.

      Schreibfeder schrieb:

      Ich weiß, wie ihr euch gerade fühlt.

      Schreibfeder schrieb:

      Aber (Füllwort) andererseits sprach meine pure Anwesenheit hier eine ganz andere Sprache, die ich nicht ignorieren konnte. Ich versuchte nicht allzu viel darüber nachzudenken, aber das war höllisch schwer (um "aber" und "war" zu vermeiden: das fiel mir höllisch/ziemlich schwer?).

      Schreibfeder schrieb:

      Nicht so wie bei Lya, die ihre zu einem strengen Pferdeschwanz gebunden hatte.

      Schreibfeder schrieb:

      Es tat gut, in etwas Sauberes zu schlüpfen, auch wenn der dicht gewebte Soff dafür sorgte, dass mir sofort wieder der Schweiß ausbrach.

      Schreibfeder schrieb:

      Ich wagte es nicht, Einspruch zu erheben.

      Schreibfeder schrieb:

      „Aye, Leutnant“, sagte er und sagte freundlich (zwei mal sagte in einem Halbsatz? vllt: sagte er und wandte sich dann uns zu:?) zu uns: „Na, dann kommt mal mit.“

      Schreibfeder schrieb:

      Wir gingen nur (Füllwort) ein gutes Dutzend Schritte aus dem Zeltlager raus, als Karl schon (Füllwort) uns anhalten ließ und zu uns sagte:

      Schreibfeder schrieb:

      Meine erste Kugel schlug weit neben dem Baum ein, auf den ich gezielt hatte.

      Schreibfeder schrieb:

      Scheinbar hatte sie sich ebenfalls in ihr (ihrem) Schicksal gefügt und wollte einfach (weglassen) nur den Tag rumkriegen.
      Meine nächsten beiden Kugeln waren schon immerhin fast da (schöner: schlugen schon fast dort ein), wohin ich gezielt hatte, als plötzlich Karl laut sagte:



      Mir ist diesmal aufgefallen, dass du unheimlich oft "sagt" oder"sagt freundlich" verwendest, da wäre etwas mehr Abwechslung schön.Gibt doch viele Alternativen wie: antwortete, bemerkte, deutete an, erklärte,erläuterte, äußerte, informierte, erwähnte, usw.
      Auch "war" kommt abund an mal vor, wo es eine passendere, weniger sperrige Alternative gibt. Dashab ich ein paar Mal oben angemerkt.
      Zudem habe ich dir, wenn ich etwas zitiert habe, Füllwörter markiert. Ichdenke, auf die könntest du verzichten und es würde deinen Text nocheinfacher zu lesen machen. Das soweit dazu.

      Zu der Story selbst muss ich sagen: Sie entwickelt sich ausmeiner Sicht wirklich gut! Sie nimmt langsam Fahrt auf und man erfährt zusammenmit dem Protagonisten, wo man eigentlich gelandet ist. Ist schön geschrieben,sodass ich beim Lesen ein Bild vor Augen hatte. Etwas schade finde ich, dassLya nur so wenige Informationen preisgegeben hat. Mich hätte sehr interessiert,wie genau das alles von statten geht. Aber du meintest ja schon, dass wir daserst am Ende erfahren. Auch würde mich interessieren, was die eigentlicheAufgabe der Soldaten dort ist. Früher ging es darum das Portal zu schützen. Undjetzt? Die Dinosaurier auszurotten? Und was ging damals eigentlich schief, alsdas Portal geöffnet wurde? Was war der ursprüngliche Plan? Und wenn wir uns inder Kreidezeit befinden, wie konnte man dort solche Verbesserungen an denWaffen vornehmen? Ich nehme mal an, die ursprünglichen Waffen stammen von denersten Soldaten, die durch das Portal kamen? Ich bin auf jeden Fall gespannt,wie es weitergeht.
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • Danke für deine Mühe, Morgy. Ja, ich weiß, dass ich zu viele Füllwörter verwende. Ich nutze auch leider viel zu oft solche "haben gemacht"-Konstellationen, anstatt eines gescheiten Verbs. Ist mir bekannt und ich arbeite da an mir, damit ich das endlich loswerde, es nervt mich mehr, als jeden Leser, schätze ich mal.
      Aber das mit "sagt" war mir neu. Das hab ich noch nie bei mir beobachtet.

      Pass bei der Story nur etwas auf. Irgendwo (ich glaube am ersten Ausbildungstag) kommt die Erklärung, warum die da sind, inklusive eine Beschreibung, wie die Dinosaurier dort aussehen. Aber das Kapitel ist mir verlorengegangen, weil mir exakt als ich fertig war, damals der Rechner abschmierte.
      Beim Neuschreiben hatte ich dann die Hälfte vergessen. Der Abschnitt ist schon länger auf meiner To-Do-Liste. Bin aber noch nicht dazu gekommen, ihn zu überarbeiten.
    • Für Füllwörter und auch für solche „haben gemacht“-Konstruktionen, gibt es Software, die einem das markiert. Ich hatte da vor ein paar Jahren eine ich weiß nur gerade nicht mehr, welche das war bzw. ob es die überhaupt noch gibt. Da wurden auch Wortwiederholungen, zu lange Sätze, Adjektive usw. angezeigt -je nachdem, wie man es eingestellt hat. Vllt würde dir das ja für den Anfang schon helfen? Am meisten hat mir jedoch, ein toller Betaleser geholfen, der mir da unermüdlich auf die Finger geklopft hat, bis ich es einigermaßen verinnerlicht hatte. Ist gar nicht so einfach, seine gewohnten Muster zu durchbrechen.

      Vllt. liegt das mit dem „sagen“ auch an mir. Ich hatte … hm… eine etwas unschöne „Auseinandersetzung“ mit meiner Lehrerin in der 3. Klasse. Seit dem reagiere ich etwas empfindlich, wenn ich das Wort mehr als zweimal kurz hintereinander lesen muss. Andere sehen das vermutlich nicht so kritisch...

      Stimmt, es haben sich im Laufe des ersten Ausbildungstages noch einige Fragen geklärt. Dennoch bleiben immer noch ein paar offen ^^

      Spoiler anzeigen


      Schreibfeder schrieb:

      „Oh“, sagte plötzlich Karl laut (rief Karl plötzlich, fände ich besser). Als ich aufblickte, sah ich Lya strammen Schrittes durch das Gras kommen. Ich legte das Gewehr auf die Decke und stützte mich auf die Ellenbogen auf (das zweite "auf" weg?). Das konnte jetzt durchaus (Füllwort) interessant werden.

      Schreibfeder schrieb:

      Die letzten Informationen hatten mir fürs Erste gereicht.

      Schreibfeder schrieb:

      Ich fragte mich, warum sie sich hier eine solche Mühe machten. (Komma) ein so großes Gebiet niederzubrennen und komplett zu entlauben, wenn sie ihr Lager dann doch am Waldrand aufschlugen.

      Schreibfeder schrieb:

      „Ich hab ein paar Soldaten gebeten, einen Pavillon aufzubauen, deswegen war ich kurz weg“, riss mich Lya aus meinen Gedanken.

      Schreibfeder schrieb:

      Ein etwas Hibbeliger mit einer Kurzhaarfrisur, einer mit kräftigen Armmuskeln und etwas längeren, blondierten (Blondiert? In der Kreidezeit? Gibts da keine anderen Prioritäten als sich die Haare zu machen?) Haaren und einen hageren Typen mit griesgrämigem Gesichtsausdruck.

      Schreibfeder schrieb:

      Mit einer unbestimmten Bewegung in meiner (meine) Richtung erklärte Lya:

      Schreibfeder schrieb:

      „Ich sehe keinen Grund, meinen Namen zu ändern“, gab sie hoheitsvoll zu.

      Schreibfeder schrieb:

      Um zu verhindern, dass irgendwas auf die andere Seite kommt, weil wir schlichtweg keine anderen Alternativen haben.“

      Schreibfeder schrieb:

      „Wie bekämpfen wir sie? Einfach drauf losballern und das Beste hoffen?“, wollte Anna als Nächstes (du hast kurz zuvor shcon mal "nächste" verwendet. Wie wäre es mit: fragte Anna [wissbegierig]?) wissen.

      Schreibfeder schrieb:

      „Scheiße“, murmelte ich, als ich mir vorstellte, was für ein Chaos und wildes Gerenne das bedeutete.

      Schreibfeder schrieb:

      Aber keine Sorge, wir bringen euch alles bei, was ihr hier zum Überleben braucht.“

      Schreibfeder schrieb:

      Und schließlich auch, wie ihr mit eurem Gewehr umgehen sollt.

      Schreibfeder schrieb:

      Sie hing Poster von drei verschiedenen Sauriern auf und begann uns etwas über das Eß-, Jagd- und Paarungsverhalten von Raptoren zu erzählen. Die kleinen Gelbgrünen hatte ich schon verstreut auf der Wiese gesehen, wo (vielleicht: auf der/welcher) ich aufgewacht bin.

      Schreibfeder schrieb:

      Dafür nutzten sie ihre Sprungmuskeln, ihre (würde ich weglassen, ist überflüssig) Geschwindigkeit und ihre (würde ich auch weglassen) Flinkheit aus, um sich schnell ihrer Beute zu nähern. Wenn sie nahe genug dran waren, sprangen sie auf ihr Ziel, stießen ihre Krallen tief in das Fleisch und kletterten damit an den Körper hoch, damit sie ihn (ihm) die Kehle rausreißen konnten.(Irgendwas stört mich an dem Satz. Er ist zu lang und irgendwie ein bisschen umrund, finde ich. Allerdings fällt mir gerade auch kein Vorschlag ein.) Wenn sie nicht ihre Krallen einsetzten konnten, sprangen sie alternativ auf Höhe der Taille und rissen einem mit ihren rasiermesserscharfen Zähnen die Bauchhöhle auf.

      Schreibfeder schrieb:

      Sie kommunizierten mit Klick-, Knurr- und Fieplauten in einer Komplexität, die wir nicht verstanden.

      Schreibfeder schrieb:

      Es war auch nicht möglich, sie zu vergiften.

      Schreibfeder schrieb:

      Ich glaube, ich zeige euch jetzt am besten wo ihr schlaft.“

      Schreibfeder schrieb:

      Ein zuverlässiger Rückzugsort, vor allem, wenn man beruhigt schlafen will.

      Schreibfeder schrieb:

      Alleine schon die Leiter, (kein Komma) würde die meisten Raubtiere vor einem unüberwindbaren (ein unüberwindbares) Hindernis stellen.

      Schreibfeder schrieb:

      Außer zur Werkstatt, (kein Komma) gab es noch zwei weitere Türbögen, zu denen Lya aber nichts sagte.

      Schreibfeder schrieb:

      „Das hat alles mit gegenseitiger Rücksichtsnahme (Rücksichtnahme) zu tun, wir hängen hier auf engsten Raum und wir müssen uns hier möglichst wohl fühlen.

      Schreibfeder schrieb:

      Am anderen Ende des Raumes konnte man einen Waschraum erahnen, da das Rauschen von einem halben Dutzend Duschen daraus zu hören war.

      Schreibfeder schrieb:

      Die Betten waren alle mit sauberen, weißen Laken bespannt und waren (könnte man auch weglassen) recht großzügig geschnitten. Es wirkte hier eher bequem, denn beengt, trotz der Verhältnisse.

      Lya wandte sich an Anna und mir (mich), und wies uns die Betten direkt neben den Eingang zu.

      Schreibfeder schrieb:

      Wird morgen noch ein interessanter Ausbildungstag werden, also nutzt die Gelegenheit, um euch richtig auszuschlafen.

      Schreibfeder schrieb:

      „Wer ist Storm?“, stellte ich ihm irritiert die erstbeste Frage, die mir dazu einfiel.

      Schreibfeder schrieb:

      Du verstehst, was ich meine.

      Schreibfeder schrieb:

      Ich hatte das mal bei einem Ballerspiel gehört und denke da jetzt jedes Mal dran, wenn ich ein Gewehr sehe. Außerdem ist es meinem eigentlichen Namen immerhin noch ähnlich, ich würde also recht schnell darauf hören und mich daran gewöhnen.“

      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morgy ()

    • Okay, jetzt warst du schon bei den Erklärungen. Aber wie gesagt, ein paar fehlen noch und will ich seit einer halben Ewigkeit nachreichen. Habt Geduld (auch der fleißige Rest, der hier mitliest), ich arbeite daran.

      Nichts gegen den Vorschlag mit dem Tool, aber der hilft mir wenig, wenn ich mein Schriftbild verbessern will. Da hilft nur, sich selbst in den Hintern zu treten. Trotzdem danke. ;)

      Sieht derzeit auch nicht so aus, als könnte ich viel daran korrigieren. Hab plötzlich viel mit der Arbeit zu tun. Eigentlich wollte ich ja in der Woche alles hochladen, sieht jetzt aber eher mau aus. Werde wohl erst am Wochenende Zeit finden. Da werde ich auch erst den nächsten Teil hochladen.
    • Wegen mir musst du nicht hetzten, ich bin noch gut versorgt.

      Ich hab diesmal die meisten Anmerkungen gleich in den Text gepackt und irgendwann die kompletten Posts zitiert, da mich das hoch- und runterscrollen etwas genervt hat. Falls dir das nicht recht ist, mache ich es nächste Mal wieder anders.

      In den Abschnitten ist ziemlich viel passiert. Man bekommt wieder ein paar Infos, wobei ich stark bezweifle, dass das alles so stimmt.

      Die Rückblende via Film ist eine tolle Idee! Ich finde auch, dass diese bisher eine der besten Szenen ist. Schön geschrieben. Und endlich wieder etwas Action. Allerdings finde ich es unlogisch, dass der Trupp scheinbar ziemlich verteilt ist?



      Spoiler anzeigen

      Schreibfeder schrieb:

      Und ständig im Hintergrund das Wissen, dass ich tot und mein ganzes (Füllwort und kommt im nächsten Satz nochmal vor) altes Leben vorbei ist. Meine ganze Familie, Freunde, Bekannte, meine Heimat ... alles weg.

      Schreibfeder schrieb:

      Müde zog ich eine Grimmasse (Grimasse).

      Schreibfeder schrieb:

      stellte Rick grinsend seinen Bettnachbarn vor, der mit einem Handtuch um die Hüften zum Bad ging.

      Schreibfeder schrieb:

      Zumindest ein erfreulicher Anblick an diesem ansonsten bereits vollkommen ruinierten Tag.

      Schreibfeder schrieb:

      Wie ich am Vortag vermutet hatte, diente es auch als Kantine. Ein halbes Dutzend Klapptische dienten (Wiederholung; benutzt werden, verwendet werden?) als Buffettische und die andere Hälfte war mit Bänken ausgestattet und ("und" verwendest du auch recht gerne. Mach hier doch einen Punkt und fang einen neuen Satz an.) an ihnen saßen überall Soldaten, die munter quatschten und aßen.
      Alleine schon der Geruch nach Gebratenem, der verführerisch in der Luft lag, ließ meinen Magenhörbar knurren.

      Schreibfeder schrieb:

      Ich warf einen Blick auf den Tisch mit dem Leutnant (besser: den Tisch des Leutnants oder den Tisch, an dem der Leutnant saß?), der lautstark mit dem Sergeant und ein paar bärbeißigen Kerlen am Tisch raue Witze austauschen (austauschte).

      Schreibfeder schrieb:

      „Danke für dein Angebot mit dem Saurierfleisch, aber ich bleibe dann doch (weglassen) besser bei den Salaten“

      Schreibfeder schrieb:

      Als ich mir einen freien Sitzplatz suchte, hörte ich schon die laute, grölende Stimme des Leutnants

      Schreibfeder schrieb:

      fragte mich grinsend Jet (fände "Jet grinsend" besser), was mich zum Stottern brachte:

      Schreibfeder schrieb:

      Nach einer Weile stillen Essens, (kein Komma) fällt mir aber (Füllwort) noch etwas ein.

      Schreibfeder schrieb:

      „He, Ming, rück doch noch ein Stück, bitte, dann kann ich mich auch zu euch setzten (setzen).“

      Schreibfeder schrieb:

      Plötzlich stand Lya bei unserem Tisch und tippte mir leicht auf die Schulter.

      Schreibfeder schrieb:

      Als sie sich zum Gehen wendet (heißt das nicht wandte bzw. wendete), rief ihr Rick noch eilig hinterher:

      Schreibfeder schrieb:

      Etwas später trat ich unter das Dreieckstuch. Ob tatsächlich eine halbe Stunde vergangen war, konnte ich unmöglich abschätzen. Im ganzen Lager schien es keine einzige Uhr zu geben, außer über den Duschen. Andererseits waren hier präzise Zeitangaben wohl auch unnötig.
      Hinter mir trudelten Anna und Lisa ein, die ununterbrochen miteinander plauderten. Und auf einer Kiste in der Nähe, (kein Komma) konnte ich Zach liegen sehen, der verträumt auf einem Grashalm rumkaute. Nur Tom fehlte und ausgerechnet Lya.
      Ich setzte mich daher einfach auf einen der Klapphocker und versuchte nachzudenken. Bevor ich hingegen meine Gedanken schweifen lassen konnte, hörte ich schon die mosernde Stimme von Tom: „Warum ich? Warum muss ausgerechnet ich das blöde Ding schleppen?“
      „Weil du der Erste warst, den ich gesehen hatte und jetzt hör endlich auf zu meckern, wir sind ja fast da“, hallte die Stimme von Lya zurück. Als ich aufblickte, sah ich Tom, der sich mit einem Monstrum von Uralt-Filmprojektor abmühte. Sein Gejammer konnte ich urplötzlich verstehen, da das Ding wirklich sauschwer und extrem unhandlich aussah. Lya lief hinter ihm her und fädelte dabei eine Verlängerungsschnur ab.
      Knurrend ließ Tom den Projektor im Zelt zu Boden gleiten und setzte sich schnaufend daneben. Lya ignorierte ihn und reichte mir den Stecker. „Kannst du mal eben das Kabel einstöpseln?“
      „Leitung, nicht Kabel. Kabel liegen unter der Erde“, sagte ich automatisch.
      „Jaja“, winkte sie ab. „Einfach nur einstecken, bitte.“
      Mit flinken Fingern richtete sie den Projektor aus und legte die Filmrolle ein. Kaum gab ich Strom drauf, erwachte ein Bild flackernd auf der Leinwand zum Leben.
      „Den Film zeigen wir eigentlich allen Rekruten“, begann Lya die Erläuterung. „Es (Er) zeigt ein Expeditionstrupp in den Anfangsjahren hier. Sie erkundeten (Stimmt hier die Zeitform?) ungefähr das Gebiet hier aus, aber seht es euch selbst an. Ich hoffe, die Qualität wird ausreichend sein. Es ist etwas hell heute, müsste aber noch gehen.“

      Ein Trupp Soldaten bahnte sich ihren Weg durch das Unterholz. Farne und Palmen wuchsen überall ohne Ordnung. Das dichte Blätterdach sorgte für ein dämmriges Licht und nur vereinzelt drangen ein paar helle Sonnenstrahlen durch. Der Boden war bedeckt mit vergilbten Blättern, vertrockneten Farnen, Moos und modrigen Baumstämmen.
      „Hey, Mel, warum müssen wir denn unbedingt den Kameratypen mitnehmen?“, wollte ein junger Soldat wissen, der übermütig auf einen gefallenden Baumstamm sprang und darauf lachend balancierte. Er hatte den Helm in den Nacken gelegt und blondes Haar spross darunter hervor.
      „Weil dieser „Typ“ rein zufällig hier seinen Job macht“, knurrte ein rotbärtiger Mann mit kantigem Gesicht zurück. Allem Anschein nach der Befehlshaber der kleinen Truppe.
      „Ja. Und im Gegensatz zu dir, passt er auf die Umgebung auf“, setzte ein weiterer Soldat noch obendrauf, bevor er über einen Farn stolperte und der Länge nach hinschlug. Fluchend kam er wieder auf die Beine. „Scheiße! Mel, Können wir nicht Ulli hierhin holen, damit er das ganze verdammte Grünzeug hier abfackelt?“
      „Nein, wir brauchen ihn noch und zwar nicht dafür, um dir hier einen möglichst bequemen Weg zu schaffen!“, gab Mel ungerührt zurück. Der Soldat prustete wütend und zog sich ein Farnblatt aus den Nacken.
      „Können wir denn wenigstens mal das MG absetzten?“, fragte ein anderer Soldat bittend. „Ihr habt ja eure leichten Varianten, aber wir mühen uns hier mit dem scheißschweren Ungetüm ab.“
      „Jetzt hör endlich auf zu jammern, Sepp“, sagte ein weiterer Soldat mit einen schwarzen Schnurrbart. „Ich könnte meinen, ich wäre hier nur mit Heulsusen unterwegs.“
      „Halte du dich besser mal geschlossen, Storm. Es war deine verdammte Idee, weswegen wir hier rumstampfen!“, mahnte Mel sofort.
      „Ja und?“, begehrte dieser sofort auf. „Es war eine gute Idee. Sieben Nester haben wir heute schon niedergebrannt.“
      „Wir bekommen kein Geld dafür, dass wir hier möglichst ...“, begann Mel und brach ab. Etwas schien ihn zu irritieren, was aber keinem der anderen Soldaten aufzufallen schien.
      „Kontakt! Kontakt!“, brüllte plötzliche (plötzlich) eine grelle Stimme durch den Wald (Leerzeichen weg) , gefolgt von schnellen Schüssen. Entsetzte Schreie ertönten und weitere Salven hallten durch die Bäume, die vorschnell abbrachen. (ich hatte zuerst ein Bild von umfallenden Bäumen im Kopf; und weitere Salven, die vorschnell abbrachen, hallten durch die Bäume?) Der lachende Soldat auf dem Baumstamm wurde plötzlich von drei Raptoren umgerissen. Sein Todesschrei riss gurgelnd ab und Blut spritze auf die Farne.

      „Kommt zurück! Alle zu mir!“, brüllte Mel durch den Wald. „Ulli! Komm sofort hierher! Sepp, bau das MG auf! Schnell!“
      Mel feuerte sein Gewehr ab. Seine Kugeln ließen Farne wegfetzten und Erde aufspritzen. Kreischende Laute bewiesen seine Treffsicherheit und eine tote Echse rollte kugelnd beiseite.

      Plötzlich brach vor ihm eine Gestalt durch das Unterholz und machte merkwürdige Verrenkungen. Langsam kippte der Soldat nach vorne und erst jetzt sah man, dass sich an dessen Rücken zwei Raptoren festgeklammert hatten.
      „Schießt auf die Büsche! Sperrfeuer!“, brüllte er durch den Wald, bevor er sein Gewehr hochriss und abdrückte. Sofort erschallte das Gewehrfeuer von Dutzenden Waffen, welches dennoch kaum in der Lage war, die gellenden Todesschreie von Menschen und Tier zu übertönen. Überall im Wald war Bewegung. Es war kaum zu unterscheiden, wer was war. Blätter, Farne, Palmblätter und Zweige wurden umhergewirbelt und Holzsplitter schossen überall durch die Luft. [i](Hab ich das jetzt richtig verstanden: Die Soldaten sind im Wald verstreut und ballern trotzdem wild um sich? Treffen sie da keine Kameraden? Wieso haben sie sich eigentlich überhaupt aufgeteilt, wenn das unbekanntes Terrain ist?)[/i]
      Sepp legte am MG los und dessen schwere Kugeln durchschlugen sogar die umstehenden Baumstämme. In den ersten Sekunden seines Kreuzfeuers erlegte er über ein Dutzend Saurier, dessen Flinkheit gegen eine solch enorme Feuerkraft nicht ausreichte.
      Dennoch war abzusehen, dass die innerhalb von Sekunden überrannt werden würden. Es waren einfach zu viele Echsen. Verzweifelung (Verzweiflung) machte sich ins Mels Gesicht breit, während er Feuerstoß um Feuerstoß abgab. Bis sich plötzlich eine breite, bullige Gestalt durch die Soldaten schob, eine Art Schlauch nach vorne richtete und alles mit Feuer überschüttete. Kreischende Laute ertönten, als die ersten Raptoren lebendig verbrannten und fettiger, schwarzer Rauch schraubte sich in die Höhe.
      „Ulli, Gott sei Dank! Bau einen Feuerriegel auf, wir ziehen uns zurück!“, befahl Mel, den man die Erleichterung in seinem Gesicht ablesen konnte.
      Die wuchtige Gestalt nickte kurz. Mit einem Rauschen ließ er den Palmenwald in Flammen aufgehen. Lautes Kreischen ertönte überall dort, wo die Raptoren nicht schnell genug wegrennen konnten.
      „Sehr gut“, sagte Mel nickend und wandte sich Storm zu. Plötzlich sprang ein angesengter Raptor aus den Büschen und stach ihm von hinten in den Nacken. Zuckend brach Mel in den Armen von Storm zusammen und Blut spritze aus seinen Mund, während neben ihm die Echse elendig einging.
      „Strom ...“, ächzte er schwach. „Zieht ... euch zurück! Baut ... ein ... Lager auf ... und ... bombardiert alles!“
      Dann erlosch etwas in seinen Augen und alle Kraft verschwand aus dem kräftigen Mann. Überraschend sanft ließ Storm den toten Körper zu Boden gleiten und richtete sich nickend auf.
      „Rückzug!“, brüllte er durch den Wald. „Rückzug bis zur Rodung! Schnell!“ (Der kursive Teil ist dir schreibtechnisch richtig gut gelungen!)

      Schreibfeder schrieb:

      „Seitdem hat der Leutnant hier das Kommando“, schloss Lya den Film ab. „Hat noch jemand Fragen dazu?“
      „Ich habe keine Frage direkt zum Film. Wir wissen ja, dass sich die Raptoren unkontrolliert vermehren, solange potenzielle Nahrung da ist. Zumindest habe ich das so verstanden. Aber macht es denn tatsächlich Sinn hier zu sein? Ist denn jemals etwas auf die andere Seite gelangt?“, wollte Anna wissen.
      „Keine Reps soviel ich weiß“, gab Lya zu und stellte sogleich eine Gegenfrage: „Sind euch die Quastenflosser bekannt?“
      Als Anna nickte, erklärte Lya: „Die kamen vom Mururoa-Atoll. Die Franzosen waren seinerzeit immerhin zu clever und ihre gefährlichen Experimente auf einer abgelegenen Inselgruppe zu machen. (Der Satz stimmt mMn nicht ganz. Die Franzosen waren seinerzeit immerhin so clever und haben ihre gefährlichen Experimente auf einer abgelegenen Inselgruppe gemacht.?) Blöderweise öffnete sich ihr Portal mitten im prähistorischen Ozean und nun war Wasser auf beiden Seiten. Tja und das Resultat könnt ihr euch vorstellen.“
      „Die Quastenflosser wurden doch erst in den Neunzigern entdeckt“, gab ich zu bedenken. „Hatte die französische Regierung nicht noch zeitgleich eine Reihe Atombombentests durchgeführt.“
      „Ja, genau. Man fand heraus, dass sich das Portal zu einem gewissen Grad wieder geöffnet hatte. Das Meer hatte damals zu viel von der Kraft der Atombomben abgedämmt. Außerdem waren die Franzosen angeblich mehr daran interessiert, die Saurier, die herüberkamen, gleich mit umzubringen. Bezweifle ich, denn die Amerikaner hatten am Bikini-Atoll ursprünglich dasselbe Problem. Allerdings mussten die keine Bomben nachzünden, denn mit der Wasserstoffbombe konnten die das Portal sauber schließen.““ (ein Gänsefüßchen weg)

      „Wo liegen die Portale heute?“, fragte ich.
      „Zwei liegen in den USA, eines in China. Die Amerikaner hatten ursprünglich absichtlich die Portale geöffnet, weil man sich erhoffte auf die Rohstoffe hier zuzugreifen, aber ihren Fehler schnell eingesehen. Das in Nevada konnten sie noch schließen, die anderen beiden nicht. Die Chinesen haben ihr Portal massiv gesichert und lassen keine Informationen darüber durch. Wir können nur mutmaßen. Die Portale der Amerikaner sind auch gut befestigt. Manchmal kooperieren die mit uns, darum wissen wir so einiges über die. Wir haben mit Sicherheit die schwächste Verteidigung, aber auch wahrscheinlich das kleinste der Portale.“
      „Wirklich das Kleinste?“, hakte ich nach.
      „Ja, mit Abstand sogar“, bestätigte sie.
      „Und warum sind wir dann hier, wenn es doch so klein ist?“, wollte ich dann wissen.
      „Moment“, unterbrach sie. „So klein ist das Portal auch wieder nicht. Es ist groß genug, um Menschen und schweres Gerät durchzubringen.“
      „Und warum wird das dann nicht gemacht?“, wollte diesmal Anna wissen. Eine unterschwellige Aggressivität schwang in ihrer Stimme mit.
      „Wieso?“ Lya war sichtlich irritiert. „Es wird doch gemacht.“
      „Nein“, widersprach Anna sofort. „Denn sonst wären wir ja wohl nicht hier.“
      „Ach, das meinst du. Nein, es ist nur so, dass es höllisch kompliziert ist, etwas durch die Zeit zu schicken. Je größer, desto schwerer (schwieriger oder komplizierter?) wird es.“
      „Ähm, Moment mal“, warf ich ein. „Ich dachte, wir sind hier, damit keine Saurier in die Zukunft kommen. Aber wenn das Reisen durch das Portal tatsächlich so schwierig ist, besteht doch eigentlich gar keine Gefahr.“
      „Nein“, blockte Lya sofort ab. „Nur Reisen in die Vergangenheit sind höllisch, in Richtung Zukunft geht es relativ problemlos. Das ist von den Wissenschaftlern am Tor schon mehrfach getestet worden.“ (Lya bindet uns da doch einen Bären auf...)

      Irgendwie versetzte die Information, dass das Portal von Wissenschaftler beobachtet wird, mir einen ziemlichen Dämpfer. Dürfte äußerst kniffelig werden, sich an denen vorbeizuschmuggeln. Denn den Plan durch das Portal abzuhauen, hatte ich noch immer nicht aufgegeben.
      „Dürfte ich noch einmal auf den Hinweis von Anna eingehen und nachhaken, warum es so schwer ist, einen Menschen hindurchzuschicken, und man stattdessen eine undurchsichtige Methode mit Bewusstseinsaustausch verwendet?“, fragte plötzlich Zach. Ich hatte ihn noch nie wirklich sprechen gehört. Er hatte eine sehr gebildete und zivilisierte Stimme, jedoch war die Schärfe hinter seiner Frage unmissverständlich.
      „Der Aufwand etwas durch die Zeit zu schicken, steigt exponentiell an, je massiger, oder wie detailreicher etwas ist“, erklärte Lya. „Und erst recht, wenn es um komplexe Lebensformen wie einen Menschen geht. Darum arbeiten wir auch mit ... nun ja, Toten. Sie sind leichter zu transportieren. Dann wird ein Extraktionsvorgang durchgeführt, wo ein Teil eures Körpers mitsamt dem Bewusstsein von euch (eurem Bewusstsein) transferiert wird. Dann werdet ihr hierher geschickt und eure alten Körper wandern wieder zurück. Und bevor ihr fragt: Es ist verbotene Technologie, wie das Klonen ... oder die Portale, darum werde ich nicht viel mehr erzählen können.“ (Da stimmt was nicht. Wenn ich tot bin, habe ich kein Bewusstsein mehr. Außerdem müsste doch jemandem auffallen, wenn Leichen verschwinden.)

      „Verstehe“, nickte Zach. „Man hält uns hier absichtlich dumm.“
      „Ja ... Nein“, antwortete Lya. „Über das Portal oder andere verbotene Technologien weiß ich es selbst nicht viel. Und es ist wahr, dass ich euch anfangs kaum etwas erzählt habe. Ihr solltet euch zuerst eingewöhnen und müsst den Schock verkraften. Das ist aus medizinischer Sicht absolut anratsam (ratsam oder anzuraten).“
      „Versteh ich auch“, sagte Zach. „Aber ich bin hier schon seit sieben Tagen und weiß auch nicht viel mehr als Torn oder Anna.“
      „Was warst du früher von Beruf?“, fragte Lya säuerlich zurück. „Kriminalbeamter? Universitätsdozent?“
      „So etwas ähnliches: Maschinenbaustudent“, gab Zach trocken zurück. „Aber lenke bitte nicht ab. Ich bin nicht so leicht zu beeinflussen wie Torn oder Anna.“ Er wandte sich uns zu. „Nichts gegen euch, aber einen Sechzehnjährigen kann ich schlecht als Beispiel nehmen.“
      „Ihr seid die mit Abstand widerspenstigste Gruppe, die ich jemals hatte“, schnaufte Lya.
      „Das nehme ich mal als Kompliment“, meinte Zach daraufhin nur.
      „Aber ihr seid nicht die bockigsten Rekruten, die ich je hatte“, sagte Lya dann, die Zachs Einwand komplett ignorierte. „Das finde ich irgendwie süß.“
      „Vielen Dank, aber das widerlegt noch immer nicht meine These.“ Zach blieb absolut unbeirrbar und Lya bemerkte dies sehr wohl. Sie schüttelte entschlossen den Kopf und sagte nur: „Lass es mich einfach so ausdrücken: Es hat hier alles einen Sinn! Und jetzt gibt es zuerst Essen.“

      Schreibfeder schrieb:

      Als ich kurz danach zum Versorgungszelt ging, kreiste mir alles im Kopf. Ich hatte irgendwie nur die Hälfte verstanden, jedoch waren zwei Sachen hängen geblieben: Es gab ein Portal, was ich ohne Hilfe benutzen konnte und es wurde bewacht. Sowohl militärisch gegen Saurierangriffe, als auch zivil von Wissenschaftlern. Über den Rest würde ich mir später Gedanken machen.
      Als ich meine Teller (mehrere Teller oder "meinen" Teller?) mit Salat aufgefüllt hatte, suchte ich die Bänke nach bekannten Gesichtern ab. Zu meiner Freude sah ich Rick, Ming und Jet am hintersten Tisch schmausen und gesellte mich sofort zu ihnen. Kaum hatte ich mich gesetzt, fragte mich Ming zwischen zwei Bissen: „Und? Hast du dich versucht an Lya ranzumachen?“
      Schalk blitzte in seinen Augen und es lag nur freundlicher Spott in seiner Stimme. Es war klar, dass er nur auf ein paar Späßchen aus war.
      „Ich hab es probiert und sie schien ernsthaft interessiert“, gab ich daher zurück, bevor ich mich bemüßigt sah, noch dazu zu sagen: „Seid ihr überhaupt sicher, dass sie auf Frauen steht? Ich mein, vielleicht will sie nur dem Leutnant damit eins auswischen.“
      Jet wischte sich etwas Soße aus den Mundwinkel und sagte: „Irgendwie hat er ja recht. Gab es da nicht so einen Rekruten? Wie hieß er noch gleich? Tack? Track? Die beiden hatten auffällig viel Zeit miteinander verbracht.“
      „Tack war sein Name“, bestätigte Rick kauend. „Ja, die haben sich gerne an den abgeschiedenen Plätzen hier im Lager getroffen.“
      „Über wen redet ihr gerade?“, fragte Anna, die ebenfalls mit einem vollen Tablett zu unserem Tisch kam.
      „Über die Bettgeschichten von Lya“, stellte Jet grinsend richtig.
      „Euer Ernst?“, fragte sie und schien kurz davor zu sein, den Tisch zu wechseln.
      „Jetzt komm, setz dich!“, meinte Ming zwischen zwei Bissen und rutschte ein Stück beiseite. Zögernd kam sie seiner Aufforderung nach.
      „Also? Was ist mit Lya?“, wollte sie wissen.
      „Außer das sie lesbisch ist und sich gerne süße Rekruten angelt?“, fragte Jet mit einem unschuldigen Gesicht (mit unschuldiger Miene).
      „Das glaub ich nicht!“, kam es prompt von Anna zurück.
      „Lya hat dich doch auffallend lang festgehalten, meinst (Zeit? meintest?) du ...“, fing ich an zu spotten, als ich plötzlich von einem wuchtigen Tritt gegen mein Schienenbein (Schienbein) unterbrochen wurde. „Scheiße tut das weh!“
      „Das hast du auch verdient!“, fauchte Anna und dann wandte sie sich an den Rest der Tischgruppe: „Und ihr solltet Lya mehr respektieren. Sie macht hier einen verdammt harten Job!“
      „Wir respektieren sie voll und ganz!“ Das kam jetzt von Rick. Er tupfte sich etwas Soße aus dem Mundwinkel, bevor er fortfuhr: „Wir machen nur ein paar harmlose Späße. Es ist uns egal, mit wem sie ins Bett geht, - es geht uns gar nichts an! Jedoch sollten ein paar Scherze nie verboten werden.“
      Die anderen am Tisch nickten zustimmend. Ming legt sein Besteck beiseite und faltete die Hände, bevor er mit sachlicher Stimme anfügte: „Nein, Anna. In einer so rauen Gesellschaft wie der unseren, (kein Komma) spottet man auch über Kleinigkeiten von anderen. Aber es ist nicht böse gemeint. Wir bilden nun mal eine enge Gemeinschaft, wo jeder jeden ... vielleicht zu gut kennt.“
      „Etwas Spott ist da nicht verkehrt“, meinte Jet zustimmend und fing an, seinen Nachtisch auszulöffeln.
      „Solange es nicht ausartet“, meinte Rick und hob mahnend die Gabel. „Es gibt viele, die den schmalen Grat überschreiten.“
      „Leider“, stimmte ich zu. „Was ist eigentlich aus dem jungen Rekruten geworden?“, wollte ich noch wissen, bevor ich mit den Salaten anfing.
      „Keine Ahnung“, gab Jet verwundert zu. „Ich hab ihn irgendwann nicht mehr gesehen.“
      „Das war eine ziemlich hässliche Geschichte“, meinte Rick und ließ die Gabel sinken. „Der Leutnant bekam Wind von der ganzen Sache und hat den Jungen fertiggemacht. Aber auf einer (eine) richtig üblen (üble) Art. Das war ehrlich kein schöner Anblick. Am Ende ist Tack dann ins Panzerlager versetzt worden.“
      Ich zog die Augenbraune (Augenbraue) hoch. Nicht nur, weil der Leutnant schlimmer war, als ich gedacht hatte, sondern weil es das erste Mal war, dass ich etwas von einem anderen Lager hörte. Das wir nicht das Einzige hier draußen waren, war mir schon klar gewesen. Schließlich müsste es noch mindestens ein zweites am Portal geben (vorhin hieß es noch, dass es mindestens drei weitere Portale gibt...). Aber „Panzerlager“ ließ Rückschlüsse zu, dass hier draußen wohl einiges an schwerem Kriegsgerät im Einsatz war und das sicher nicht ohne Grund. (kommen die Panzer dann durch die Portale der USA? Oder kann man die noch durch das kleine transportieren?)

      Als ich mir die Geschichte von Lya und diesem bedauernswerten Tack noch einmal durch den Kopf gehen ließ, fiel mir noch eine anderen Sache auf: „Moment. Hab ich das eben richtig verstanden? Der Leutnant hasst die sexuelle Ausrichtung seiner Tochter wie die Pest, aber wenn wirklich mal ein Stecher vorbeikommt, tut er alles in seiner Macht stehende, um den loszuwerden?“
      „Jup. Den Typ kannst du echt vergessen“, stimmte Ming zu und fügte hastig an: „Aber das hab ich niemals gesagt.“

      Schreibfeder schrieb:

      Nach dem Essen gingen Anna und ich wieder zurück zum Unterrichtszelt. Es hatte uns zwar niemand etwas gesagt, aber wir gingen schlichtweg davon aus, dass wir uns dort wieder treffen sollten. Die anderen erwarteten uns schon, aber niemand sagte ein Wort. Die Stimmung war ziemlich frostig.
      Hauptverantwortlich dafür war sicherlich Zach. Er schien stinksauer zu sein. Natürlich versuchte er es zu verbergen, aber das gelang ihm kaum. Er war kein guter Schauspieler. Seine Hände formten sich immer wieder zu Fäusten und entspannten sich dann betont, wenn es ihm selbst aufzufallen schien. Seine Finger strichen auffallend langsam an den Innenseiten seiner Hände entlang und sein Kiefer war fast (fest? kannt du auch weglassen) krampfhaft angespannt. Zu meiner Überraschung sah ich ähnliche Reaktionen auch bei Anna. Irgendetwas schien an ihr zu nagen, was in Anbetracht der Situation nicht verwunderlich war. Lisa war hingegen einfach nur genervt, aber ich meinte auch eine Spur von Unsicherheit bei ihr raus lesen zu können. Und Tom war einfach zu jung, um alles zu verstehen. Sicher, er war sechzehn und damit alt genug, um die Tragweite zu begreifen, aber es fehlte ihm einfach noch an Lebenserfahrung.
      Immerhin hatte er ein intelligentes Köpfchen auf seinen Schultern, auch wenn er es nicht offen zeigte. Diese ominösen Wissenschaftler am Tor hatten wohl trotz allem nicht vor, uns irgendwelche Vollidioten zu schicken, wofür ich irgendwie dankbar war.
      Lya räusperte sich vernehmlich und begann ohne Umschweife direkt (direkt kannst du weglassen; ist sonst doppelt gemoppelt) mit dem Unterricht: „Es ist euch vermutlich schon selbst aufgefallen, dass hier eine sehr lasche Disziplin herrscht. Aber auf ein paar Dinge achten wir trotzdem. Zum einen, und das muss ich ganz klar sagen, das respektvolle Miteinander. Vor allen zu euren Vorgesetzten. Gerade in den Kampfsituationen ist jeder Befehl sofort auszuführen. Unser ganzes (aller?) Leben kann davon abhängen, darum verstehen wir da keinen Spaß.“
      Als sie überzeugt davon schien, dass die benötigte Ernsthaftigkeit vorhanden war, fuhr sie weiter fort. „Das heißt natürlich auch, dass es hier eine gewisse militärische Etikette gibt. Grob gesagt: Leutnant und Sergeant werden hier nur mit Rang angesprochen. Wenn sie euch einen Befehl geben, nehmt Haltung an und antwortet nur kurz und am besten einsilbrig (einsilbig). Es gibt hier auch so etwas Ähnliches wie salutieren. Einfach Rücken gerade, Hände an der Waffe, und Gewehr zu Boden gerichtet. Wenn ihr kein Gewehr habt und angesprochen werdet, einfach nur gerade halten und eure Hände irgendwohin tun, - nur nicht vor den Armen verschränkt (die Arme verschränken?), oder in den (die) Hosentaschen! Alles verstanden? Dann üben wir das jetzt!“
      Ich musste zugeben, dass diese Regelung Sinn machte. Kein Vorgesetzter blickte gerne in den Lauf einer Waffe, wenn er mit einem Soldaten sprach. Und die Hände in die (den) Taschen zu lassen, war ohnehin unhöflich. Verschränkte Arme drückten Missbilligung aus, hingegen eine aufrechte Haltung Aufmerksamkeit vermittelte. Respekt zeigen, ohne unnötige Schikane. Für so ein abgelegenes Militärlager eine gute Idee.
      Lya stand auf und ging zu einem Waffenständer, wo sie nacheinander Gewehre rausfischte, die Munition auswarf, überprüfte ob keine Kugel mehr im Lauf war und dann die Waffen an uns weiterreichte. Etwas unglücklich drehten wir die Waffen in unseren Händen. Einen Moment später, (Komma weg) brachte sie uns noch einen Haufen brauner Gürtel und ebenso dunkler Lederbänder, die ich erst im (beim) zweiten Blick als die Bebänderung erkannte, mit denen alle Soldaten hier herum liefen, wenn sie eine Waffe trugen. Allerdings hatte ich keine Ahnung, wie ich die anlegen sollte. Beim letzten Mal wo (als) ich das Zeug trug, war die Hälfte der Bebänderung schon im Magen von einer Echse gelandet und ich schätze, bei den anderen war es ganz ähnlich.
      „Die sind ganz leicht anzulegen“, ermunterte uns Lya, während sie uns die Ledergurte nacheinander in die Hände drückte, dessen Spangen metallisch glänzten. „Zieht als ersten (Erstes?) den Gürtel rein, dann den Schultergurt über die Schulter ziehen und befestigt diesen dann an den Klemmen.“
      Zögernd folgten wir ihren Anweisungen und mühten uns ab. Für mich als Mann, (kein Komma) war der Gürtel nicht das Problem, aber das ganze Zeug über die Schulter zu ziehen, war schon sehr ungewohnt. Dennoch war ich als Erstes fertig und sofort drückte mir Lya eines der Gewehre in die Hand.
      „Hier an der Brust hast du zwei Klemmen, da fädelst du den Waffengurt ein, das andere Ende kommt an die Schulterklemme.“
      Die Waffe an der Brustklemme zu befestigen, ging erstaunlich gut, nur das an der Schulter war ein Kampf. Lya ging sofort weiter und half als Nächstes Anna. Als ich über die Schulter blickte, sah ich Zach, der hilfsbereit Lisa helfen wollte (hilfsbereit helfen; hilfsbereit weglassen), die mit den Gurten überhaupt nicht zurechtzukommen schien. Als er dabei ihrer Brust ziemlich nahe kam, konnte ich einen blöden Spruch nicht unterdrücken.
      „Sind wir hier bei: Maschinenbauer sucht Frau?“, fragte ich daher grinsend.
      Zach drehte sich reichlich genervt zu mir um.
      „Tausend Männer, eine Frau, - ich studier Maschinenbau“, lästerte ich deshalb munter weiter.
      „Alter, ich schwör dir, gleich fängst du dir eine“, sagte er drohend und ließ seine Muskelpakete zucken, bevor er selbst grinsen musste. „Du bist echt unmöglich.“
      Nach ein paar Momenten war Lisa fertig und auch Zachs Gurt war perfekt angelegt. Lya räusperte sich vernehmlich. „So nun lasst uns mal das Salutieren üben und anschließend treiben wir etwas Sport, damit ihr euch mit der Montur vertraut macht.“
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • Die meisten deiner Fragen klären sich, wenn du die nächsten Erklärungen mit Rick liest. Die Fragen, die geblockt werden, klären sich erst am Ende. (übrigens auch mit einer logischen Erklärung warum sie sich erst dort klären)
      Und du hast da irgendwas missverstanden. Es gibt zwar mehrere Portale, jedoch geht es Torn um die Lager an "ihren" Portal. Und da gibt es halt das Panzerlager, das "Nest" sowie mindestens noch ein drittes am eigentlichen Portal.

      Das der Trupp so verteilt war? Naja, sie erwarteten (und das kommt da hoffentlich aus dem Text hervor) keine große Gegenwehr. Außerdem mussten sie ja die Nester irgendwie finden.


      Aber erstaunlich wie viele Füllwörter du findest. Ja, in den Teilen hatte ich sie noch in rauen Massen drin. In den späteren Teilen nicht mehr so. Korrigiere so, wie du es am besten kannst. ich arbeite dann systematisch alles ab.
    • Ah, okay, bei nochmaligem Lesen ist es dann klar, dass die Lager gemeint sind.

      Na ja, es ist unbekanntes Gebiet, da würde ich an deren Stelle immer vorsichtig sein, da ich nicht weiß, was mich erwartet.

      Spoiler anzeigen

      Schreibfeder schrieb:

      Als wir abends dann zurück in den Schlafbunker kletterten, war ich ziemlich geschafft. Es war einfach zu viel Neues, was auf mich einprasselte und es erschöpfte mich sehr stark. (Es war zu viel Neues auf mich eingeprasselt, was mich sehr erschöpfte.)

      Als ich jedoch Rick sah, brannte mir noch eine Frage auf den Lippen. Er schien nicht nur eine gute Informationsquelle zu sein, sondern konnte auch noch gut erklären.
      „Sag mal, Rick, hast du einen Moment Zeit?“, fragte ich ihn daher, kaum dass ich den Raum betreten hatte.
      „Sicher doch. Was gibt es?“, fragte (erkundigte er sich) er lebhaft.
      „Warum ist es so kompliziert, einen Menschen durch das Portal zu schicken?“, fragte (wollte ich wissen) ich ihn und merkte, dass sich Anna hinter mir aufrichtete. Sie schien das ebenfalls brennend zu interessieren. Selbst Lisa, die ein gutes Stück entfernt war, spitzte die Ohren.
      „Oh, da muss ich weiter ausholen“, begann er und fing an zu erklären: „Gehen wir auf das gestrige Beispiel mit der Tür zurück, das ist sicherlich das Beste. Also stelle dir vor, du willst einen Papierflieger während des besagten Sturmes durch die fragliche Tür werfen. Ein Papierflieger wäre also irgendetwas, was durch die Zeit geschickt wird. Alles klar? Gut, also in Richtung Zukunft hättest du dabei den Wind im Rücken, da geht es problemlos. In Richtung Vergangenheit müsstest du entgegen dem Sturm werfen. Deshalb brauchen wir die Wissenschaftler am Tor. Von denen hat (man oder Lya?) euch auch schon erzählt, oder? Also die fangen die Papierflieger auf, die „draußen“ ankommen.“ Er holte tief Luft und suchte einen Moment nach den richtigen Worten. „So, nun ist aber kein Papierflieger identisch. Und je schwerer und komplexer etwas ist, desto kleiner werden die Papierflieger. Eine Munitionskiste wäre zum Beispiel ein normaler Wurfpfeil. Ein Panzer wäre hingegen ein spickzettelgroßes Etwas, das man gerade noch mit den Fingerspitzen aufgefangen bekommt. Und bei komplexen Lebensformen wie Menschen, ist es noch schlimmer. Das sind eher so Papierschwalben. Die schlackern während des Fluges hin und her.“
      „Alles klar“, nickte ich zufrieden. Mit der Erklärung konnte ich durchaus was anfangen, aber mir brannte etwas anderes schon seit gestern auf den Nägeln: „Aber mal eine ketzerische Frage: Woher wisst ihr genau, dass man tatsächlich Tote für den Transport nimmt?“
      „Ach, diese Geschichte. Früher oder später stellt jeder diese Frage. Wartet mal ... He, Ming?“
      Der Soldat mit dem Studentenaussehen kam zu uns rübergeschlendert. „Ja? Was gibt es?“
      „Kannst du ihnen mal erzählen, wie du hierher gekommen bist? Sie zweifeln nämlich gerade.“
      „Ach, ja gerne“, sagte er und setzte sich zu Rick auf das Bett. Ich las nichts als Verständnis für unsere Fragen in ihren Gesichtern.
      „Es ist klar, dass ihr tot sein müsst. Beziehungsweise fast tot. Mit ganz Toten geht nämlich der Transfer nicht.“
      „Was?“, fragte ich verdattert.
      „Man braucht lebende Zellen von eurem Körper, damit der Übertragungsvorgang in den Wirtskörper überhaupt gelingt“, erklärte Rick und Ming fügte nickend hinzu: „Die Ärzte dürfen euch keine Überlebenschance mehr eingeräumt haben und ihr müsstet nur noch wenige Tage und (oder) Stunden zu leben haben. Ansonsten machen die nämlich den Transfer gar nicht. Das kann ich so genau sagen, weil ich auf der Intensivstation lag. Krebs im Endstadium. Das war meine letzte Erinnerung, bevor ich hier aufwachte. Und das ist mehreren hier passiert. Zwei hatten sogar noch die Erinnerung, wie (dass) sie im Wachkoma lagen und zuhören mussten, wie Ärzte oder Verwandte sagen, dass sie die Maschinen abschalten.“
      Ich spürte Schock und Verlegenheit, aber war dennoch nicht völlig zufrieden.
      „Und woher wollt ihr wissen, dass sie sich nicht einfach irgendwen von der Straße pflücken, wenn sie doch solche Möglichkeiten haben?“
      „Gegenfrage: Glaubt ihr, dass ihr irgendwelche Fähigkeiten habt, die hier von Nutzen wären? Wenn ich schon die freie Auswahl hätte, dann würde ich mir einen Scharfschützen oder Mechaniker besorgen. Am besten beides zusammen. Nein, glaub es einfach. Ihr seid tot und bekommt hier eine zweite Chance.“
      Ich schluckte hörbar, aber mein Widerstand war noch nicht gebrochen. „Ich war aber auf einer Weiterbildung. Das ist doch ...“
      „Und du bist dir ganz sicher, dass du beim Nachhauseweg nicht von einem Auto angefahren werden konntest? Dass du nichts Giftiges gegessen hast, oder einen allergischen Schock erlittest? Was warst du früher von Beruf?“, bestürmte mich Ming mit Fragen.
      „Elektriker“, gab ich zur Antwort. „Wird mir hier draußen nur nichts bringen“, fügte ich bitter hinzu.
      „Immer noch besser als Informatiker“, fiel Rick ein und zog eine Grimasse. „Das war ich nämlich. Das bringt dir hier nämlich (weglassen) wirklich null. Elektriker werden immerhin noch gelegentlich gesucht.“
      „Und selbst das, ist besser als bei mir. Ich war die letzten Jahre nur noch in Krankenhäusern“, meinte Ming und blickte erst mir und dann Anna direkt in die Augen. „Torn, Anna, ihr müsst euch einfach damit abfinden, dass ihr tot seid. Ansonsten werdet ihr nie glücklich werden. Ganz im Gegenteil: Ihr würdet für euch selbst und für andere eine Riesengefahr darstellen. Bedenkt das! Tut mir Leid, dass ich keine besseren Nachrichten für euch hatte, aber ...“ Er brach ab und stand auf. „Ich wünsche euch dennoch eine gute Nacht“, sagte er zu uns und ging freundlich nickend von uns weg.
      In mir kämpften die schlechten Gefühle um die Oberhand und ich fühlte mich wirklich dreckig. Ich sah, wie Anna ihren Kopf in ihr Kissen vergrub und es dann einfach über ihr Gesicht zog. Das erschien mir wie die beste Idee überhaupt.
      Aber es war nicht mein Stil. Ich nickte Rick freundlich zu und ging aus den Schlafsaal raus. Eilig zog ich meine Stiefel an, kletterte die Leiter hoch und trat an die frische Luft.
      Draußen war die Nacht hereingebrochen. Das Lager lag in Dunkelheit, nur erhellt vom Mond, dessen silbriges Licht die Wiese erleuchtete. Vereinzelt konnte ich Soldaten sehen, die durchs Lager patrouillierten. Nicht viel mehr als Silhouetten am Rande der Szenerie.
      „He, du bist doch dieser Torn. Was machst du hier?“, fragte mich (mich...hinter mir; mich weglassen) plötzlich eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und blickte in das bärtige Antlitz von einem Soldaten, der mir vollkommen unbekannt war.
      „Oh, tut mir leid. Ich brauchte einfach frische Luft ... und Ruhe ... und etwas Zeit für mich.“
      Scheinbar hörte der Soldat die Verzweifelung (Verzweiflung) in meiner Stimme, da er nur achselzuckend nickte und seinen Wachgang wieder aufnahm.
      Ich atmete tief die Nachtluft ein und versuchte meinen rasenden Herzschlag zu beruhigen. Das alles hatte mich ziemlich mitgenommen. Ich sah einen Kistenstapel und kletterte darauf. Dann legte ich den Kopf in den Nacken und schloss die Augen.

      Schreibfeder schrieb:

      Als ich mich wieder etwas beruhigt hatte, warf ich einen Blick in den sternenklaren Nachthimmel. Ich fand kein einziges Sternzeichen wieder. Ein paar Millionen Jahre hinterließen auch bei Sternen Spuren, aber ehrlich gesagt, war ich noch nie gut darin gewesen, Sternbilder zu erkennen.
      Ich ließ mir das Gehörte noch einmal genau durch den Kopf gehen. Es machte zu meinem Bedauern alles einen Sinn. Ich war in der Kreidezeit, dies ließ sich nicht leugnen. Ich spürte es mit jedem Atemzug. Und ich hatte definitiv auch einen völlig neuen (anderen?) Körper. Ich hatte also kein Grund anzunehmen, dass die Soldaten sich alle irrten.
      Ich atmete tief ein. Also war ich tot und das schon seit mindestens zwei Tagen. Vermutlich aber schon deutlich länger. Es schmeckte mir nicht, aber ich konnte es nur schwer bestreiten, die Argumente waren zu gut. Ich ließ meine letzten Erinnerungen vor meinem geistigen Auge abspielen. Wann hätte ich da sterben können? Die Möglichkeiten dafür waren rar. Natürlich könnte ein Auto mich überfahren haben, aber das war eher unwahrscheinlich. Ich war sportlich und aufmerksam, gerade im Straßenverkehr.
      Aber vielleicht war ich dumm genug. (Komma) um mich von Egon fahren zu lassen. Er war jung und hatte gerade erst seinen Führerschein gemacht. Er fuhr auch ein passendes Auto dafür, einen getunten klapprigen Golf. Vielleicht hatte er angeben wollen.
      Oder aber ich war endlich bei Tanja gelandet und sie hatte mich nachhause gefahren. Typisch Frau am Steuer. Ich hatte durchaus das Gefühl, dass ich in den letzten Tagen das Eis zwischen uns gebrochen hatte. Aber andererseits war sie eine viel zu ruhige Fahrerin, schon etwas älter und fuhr einen kleinen Daihatsu. Eher unwahrscheinlich also.
      Ich ließ die letzten Tage Revue passieren und kam zu dem Schluss, dass ich vermutlich wirklich bei Egon eingestiegen bin. Ich Riesenrindvieh, ich hätte es doch besser wissen müssen. Aber er wurde mir halt von Tag zu Tag sympathischer und ich wollte ihm wohl eine Freude machen.
      Steif richtete ich mich auf und rieb meine verkrampften Muskeln. In dieser unbequemen Haltung musste ich wirklich lange gesessen haben. Ich stützte meine Arme (Ellbogen?) auf meine Knie und dann meinen Kopf auf die Hände.
      Ich konnte nicht mehr in mein altes Leben zurück, das war mir klar. Um das zu erkennen, war ich alt und intelligent genug. Die anderen haben sich mit meinem Tod abgefunden. Sie würden sich nicht freuen, wenn ich plötzlich bei ihnen auftauchen würde, aber das war mir eh völlig unmöglich. Ich hatte einen neuen Körper und wäre für sie ein vollkommen Fremder.
      Das war mit Sicherheit der härteste Schicksalsschlag, den ich je verkraften musste, aber ich hatte mich noch nie unterkriegen lassen. Ich bin stets wieder aufgestanden und habe mich der Realität gestellt und das werde ich auch dieses Mal machen. Komme was da wolle!

      Schreibfeder schrieb:

      - Dritter Ausbildungstag -

      Ich wachte überraschend ausgeruht am nächsten Tag auf. Zwar war ich müde und ausgelaugt, aber das war angesichts der Tatsache, dass ich erst spätabends ins Bett gekommen war, auch nicht überraschend (verwunderlich). Ich sprühte zwar nicht unbedingt vor Tatendrang, aber ich war fest entschlossen, mehr über diese Basis herauszufinden. Zach hatte sicher Recht: Man erzählte hier kaum die Hälfte von dem, was wir eigentlich wissen sollten, auch wenn ich niemandem hier schlechte Absichten unterstellen wollte.
      Okay, fast niemandem: Ich hatte nicht vergessen, dass der Leutnant mir noch nicht einmal diese mageren Informationshappen gönnen wollte, die Lya mir gab. Und bei ihm sicherlich nicht aus medizinisch-psychologischen Gründen.
      Ich sprang unter die Dusche, dessen Ausstattung stark an das Schwimmbad bei mir zuhause erinnerte: Komplett gefliest in heruntergekommenen weißen, nichts sagenden Fliesen aus den 70ern. Sogar die Lüftungsabdeckungen an der Decke waren identisch.
      Das heiße Wasser weckte meine Lebensgeister nun vollkommen und ich entschloss mich dazu, etwas früher als gewohnt frühstücken zu gehen (zu frühstücken). Ich zog mich schnell an, huschte zügig in den Vorraum, schlüpfte in meine Stiefel und kletterte dann an den Metallsprossen nach oben. Auf irgendwelche mitleidige Blicke oder bemühte Unterhaltungen konnte ich gut verzichten. Rick machte schon Andeutungen dazu, denen ich mich lieber entzog.
      Als ich mich langsam dem Vorratszelt näherte, hörte ich etwas, was ich nicht in einem Militärlager erwartet hätte: Kindergelächter.
      Einen Moment später konnte ich über mich selbst nur den Kopf schütteln. Rick hatte mir doch erzählt, dass Lya hier geboren wurde und den Familienflügel im Bunker erwähnt. Logischerweise musste es hier also auch Nachwuchs geben.
      Langsam betrat ich das rote Zelt und sah etwa zwanzig Kinder, die munter im Zelt hin und herlief und begeistert die exotischen Speisen verdrückten, die angeboten wurden. Beaufsichtigt von einem Dutzend Erwachsenden (Erwachsenen), die mit Argusaugen darauf achteten, dass sich die Kinder benahmen, nicht mit den Essen spielten und auch nicht mit dem Besteck in der Hand durch die Gegend eilten. Darunter war auch der bärtige Soldat von der Nachtwache.
      Allerdings war ich mir nicht sicher, ob es um diese Uhrzeit auch gewöhnlichen Soldaten erlaubt war, sich hier aufzuhalten.
      „Darf man jetzt hier schon essen?“, fragte ich deshalb vorsichtig einen der mutmaßlichen Familienväter. Er war ungefähr von meiner Größe und seine Augen hatten einen warmen Glanz, wenn er unter seinem spärlichen, braunen Haar zu seinen Sprösslingen rüberblickte.
      „Ja, klar. Bedien dich jederzeit hier. Lass dich nicht stören“, antwortete dieser, ohne die Kinder aus den Augen zu lassen. „Wir essen nur etwas früher hier.“
      „Wegen dem Leutnant, richtig?“
      Er blinzelte überrascht und ich hatte nun seine volle Aufmerksamkeit. „War das so offensichtlich?“
      „Ja, ich kenne noch zivilisiertes Benehmen und was der Leutnant hier abzieht ...“, antwortete ich.
      „Er macht den Kindern Angst“, sagte er mit gedämpfter Stimme zu mir, während er wieder die Kinder beaufsichtigte. „Das laute Grölen verschreckt sie. Deshalb gehen wir immer etwas früher zum Essen und dann auf die Wiese zum Spielen. Die Kinder brauchen frische Luft und den Auslauf. Die letzten Tage ging es nur nicht, (kein Komma) wegen den Flugsauriern.“
      „Flugsauriern?“, fragte ich und zog überrascht die Augenbraunen (Augenbrauen) in die Höhe. Die hatte ich hier noch nie gesehen, obwohl ich zugeben musste, dass ich nur wenig auf die Umgebung geachtet hatte.
      „Ja, die sind hier zwar nicht heimisch, aber da wir hier so große Flächen abgeholzt haben, kommen sie von den Bergen bis hierhin geflogen. Bei klarem Sonnenschein können die ziemlich weit sehen, da müssen wir schweinemäßig aufpassen. Die greifen auch immer mit der Sonne im Rücken an, die wissen genau, dass wir sie dann nicht kommen sehen. Heute ist es bewölkt, da fliegen die nicht so weit, weil ihre Taktik nicht greift.“
      Verstehe, ihr arbeitet mit Wachposten“, sagte ich verstehend.
      Er grinste mich an. „Ja, genau. Was meinst du? Kommst du gleich einfach mal mit?“
      „Warum nicht“, nahm ich sein Angebot an. „Schaden kann es ja nicht.“
      „Nein“, meinte er lachend und daraufhin trat der Bärtige vom Vorabend neugierig zu uns. „Hi, ich bin Tyr. Also, ... den Namen hab ich mir nicht selbst gegeben, das ist der Verdienst von Harke und den andern hier. Du warst Torn, richtig? Nimm es mir nicht übel, normalerweise spricht man auch nicht darüber, aber dein Vorgänger war ein richtiger Eigenbrötler. Er hatte nie viel mit uns oder gar den Kindern zu tun, dass (das) kommt uns jetzt natürlich zugute, weil die Kinder nicht verstehen, was hier abgeht. Sie werden völlig vorurteilsfrei an dich heran (zusammenschreiben) treten, also bitte zerstöre das nicht.“
      „Alles klar.“ Ich verstand sofort, was er meinte. „Aber eines möchte ich noch gerne wissen. Sie haben dich nicht zufällig Tyr genannt, weil du einen Vollbart trägst, oder?“
      „Doch“, sagte er seufzend zu mir und wandte sich sofort Harke zu. „Siehst du? Ich hab dir doch von Anfang an gesagt, dass das eine Schnapsidee ist.“
      „Das mag sein“, stimmte dieser zu und deutete auf ein junges Mädchen an einem der Tische. „Aber Kia spielt wieder mit dem Essen. Und Kia ist deine Tochter, nicht meine, da misch ich mich nicht ein.“
      Sofort drehte sich Tyr um und eilte zu dem Tisch. „Mensch, Kleine, das macht man doch nicht ...“, hörte ich ihn noch mit väterlicher Stimme sagen, bevor sich Harke wieder mir zuwendete. „Wenn dich die Kinder stören, dann setzte dich einfach hier am Rande an einen der Tische, da dürftest du deine Ruhe haben.“
      „Danke“, sagte ich höflich und ging mit hungrigem Magen zu der Salatbar, wo ich prompt zwei spielenden Kindern ausweichen musste.
      Ich freute mich irgendwie darauf, sie gleich am Wiesenrand zu beaufsichtigen. Es war endlich mal etwas anderes und vor allem etwas produktives und sinnvolles.

      Schreibfeder schrieb:

      Ein wenig später gingen wir alle in Richtung Wiese. Ich trug wieder eines der klobigen Gewehre, obwohl ich damit immer noch nicht umgehen konnte. Die Kinder liefen ausgelassen voraus und kümmerten sich nicht um uns. Sie schienen ein völlig anderes Gefahrenbewusstsein zu haben, (kein Komma) als wir Erwachsenen. Munter tobten sie durch das hohe Gras, völlig unbeeindruckt von den tödlichen Insekten und Tieren, die dort lauern könnten.
      Ich schätzte die meisten auf acht bis zehn Jahre. Ein paar waren auch jünger, aber keins älter. Allerdings musste ich meine erste Schätzung nach unten korrigieren. Es waren nur vierzehn Kinder, bei zehn Eltern. Wobei nicht alle Elternteile tatsächlich zusammengehörten. Die Hälfte schien tatsächlich alleinerziehend zu sein. Ich wollte die Tragödien, die sich hier abgespielt haben mussten, vermutlich gar nicht im Detail kennen.
      Kia fing an, mit einem anderen Mädchen Fangen zu spielen. Ich wettete darauf, dass es die Tochter von Harke war (Harkes Tochter). Zwei der Jungen schlossen sich ihnen lachend an und im Handumdrehen war das reinste Chaos vorhanden. Zum Glück war ich dafür nicht verantwortlich.
      Hinter uns erwachte das Lager langsam zum Leben, aber ich machte mir keine Sorgen. In diesem Flachland würde ich früh genug sehen, wenn der Unterricht anfing, so (zusammen) lange ich das Zelt im Auge behielt.
      Die anderen Erwachsenen teilten sich ein wenig auf, also tat ich es ihnen gleich. Ich ging in Richtung des Waldrandes. Ich wollte mir ohnehin mal die Palmenwälder näher ansehen.
      Bisher hatte ich da wenig Gelegenheit und wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst war, auch überhaupt kein Interesse dazu (daran) gehabt. Aber dies hatte sich nun geändert. Ich hielt dabei natürlich einen großzügigen Abstand zum Waldrand, vor allem, weil ich in der Nähe Fettblätter gesehen hatte.
      Auch wenn ich die Tierwelt hier nicht kannte, war ich weder einfältig noch lebensmüde. Wenn ich ein Raubtier wäre, würde ich mich ganz genau dort auf der (die) Lauer legen, wo diese blöden Zweibeiner ihre Nahrung holen würden. Und bloß, weil die Reps ein gutes Stück von hier entfernt ihre Nester hatten, hieß es nicht, dass es hier nicht unzählige weitere tödliche Gefahren gab.
      Je näher ich dem Wald kam, desto lauter wurden die Geräusche von dutzenden Tierarten. Deutlich war das Gekreische von Dinosauriern herauszuhören, Insekten von unterschiedlichen Größen flogen herum und überall im Wald schien es zu knarren und zu rascheln. Eine giftgrüne Eidechse huschte an der geriffelten Rinde einer Palme hoch und aus dem Augenwinkel konnte ich eine Libelle sehen, die mindestens fünfzehn Zentimeter lang war.
      Das langte (reichte) mir fürs Erste. Ich schüttelte mich und ging wieder in Richtung Wiese. Die war ohnehin künstlich erschaffenes Terrain, also würden es die Tiere auch meiden. Außerdem erinnerte ich mich, dass es in Wäldern eine vielfach höhere Anzahl von Lebewesen gab, (Komma weg) als in Wiesen und Steppen.
      Langsam schlenderte ich durch das hohe Gras. Die Kinder spielten nun eine Art Ausweich-Spiel, mit einem kleinen roten Ball. Ich würde jede Wette eingehen, dass sie damit auf das Soldatenleben vorbereitet werden sollten. Mir war sehr wohl aufgefallen, dass die Kinder alle gesund und kräftig aussahen, obwohl sie überwiegend unterirdisch lebten. Die Eltern schienen sich sehr viel Mühe zu geben.
      Ich warf einen langen und nachdenklichen Blick auf das Lager. Es war eigentlich gar nicht nötig, dass die Kinder den allergrößten Teil ihres Lebens in einen Bunker verbrachten. Das hätte man mühelos anderes lösen können, aber mir war der schwelende Konflikt zwischen den Eltern und dem Leutnant sehr wohl aufgefallen. Wundern tat es mich nicht. Wenn ich ein Kind hätte, würde ich den Teufel tun und auf Patrouille gehen. Da wäre ich für meine Familie da. Und wenn ich die hohen Opferzahlen einberechnete, die es hier gab, würde ich den Leutnant zum Teufel jagen, wenn er mir widersprechen würde.
      Kein Wunder, dass ich Tyr bei der Nachtwache gesehen hatte. Die war vermutlich ein sicherer und ruhiger Job, obgleich ich mir vorstellen konnte, dass solche Arbeitszeiten Gift für jede junge Familie war.
      Eine der Frauen rief mir etwas zu und ich konnte Zach und Lisa sehen, die sich mit Lya am Ausbildungszelt versammelten. Ich nickte ihr freundlich zu und beeilte mich, zurück zum „Nest“ zu kommen.

      Schreibfeder schrieb:

      Als ich etwas später am Unterrichtszelt ankam, fiel mir sofort auf, dass die aggressive Grundstimmung vom Vortag wie weggeblasen war. Jedoch war die Atmosphäre deshalb nicht besser geworden.
      Lisa war auffallend blass und sagte keinen Ton mehr. Anna schien ständig den Tränen nahe und seitdem ich von den Kindern weg war, wurde sogar ich wieder schwermütiger.
      Auch wenn Zach und Tom schon seit einer Woche im Lager lebten und sich schon mit allem abgefunden haben schien, ließen auch sie sich von der miesen Stimmung anstecken. (Auch wenn Zach und Tom seit einer Woche im Lager lebten und es schien, als hätten sie sich mit allem abgefunden, ließen sie sich ebenfalls von der miesen Stimmung anstecken.) Nur Zach wirkte dabei ein wenig selbstgefällig, was mir doch arg gegen den Strich ging.
      Leider hatte diese Schweigsamkeit auch den Nachteil, dass wir Neulinge ständig von der Seite angestarrt wurden, als ob wir jede Sekunde explodieren würden. Lya war da deutlich schlimmer als Rick und so langsam zerrte es an meinen Nerven.
      „Es geht mir gut“, stöhnte ich schließlich auf.
      „Bist du dir sicher?“, wollte sie wissen.
      „Ja, verdammt!“, fluchte ich.
      „Gut, dann hast du ja sicher aufgepasst und kannst mir alles über die Betas sagen.“
      Ich seufzte lautstark und richtete mich auf. „Betas gehören zur Familie der Velociraptoren. Eine von drei Unterarten dieser Familie, die wir allesamt als Reps betiteln. Etwa hundegroße Reptilien. Sie sind reine Fleischfresser, obwohl sie auch Eier anderer Tierarten nicht verschmähen. Sie sind Gruppenjäger, gelten als äußerst wild, hochintelligent und sind unser primäres Problem hier. Habe ich etwas vergessen?“
      „Für den Anfang ganz gut“, lobte sie mich und wandte sich dann direkt an Zach. „Ich nehme an, dass du nun auch verstanden hast, warum ich euch gestern bestimmte Informationen vorgehalten habe?“
      „Meine Frage war eigentlich, warum ausgerechnet ich dumm gehalten wurde“, gab er uneinsichtig zurück.
      „Weil du es verdient hast!“, entgegnete sie knapp und wandte sich an Anna. „Okay, wie geht es dir? Kannst du mir etwas über die Jagdsaison der Betas erzählen?“
      Anna zögerte sichtbar, bevor ein paar Tränen in ihren Augen glitzerten. Sie schüttelte nur den Kopf und schien die Zähne zusammenzubeißen.
      Lya schien sofort zu begreifen und ging neben ihr in die Hocke. „Wenn du einfach nur über alles reden willst, können wir das gerne tun“, sagte sie sanft und (Komma) griff mit zarten Bewegungen ihre Hand (griff vorsichtig nach ihrer Hand) und hielt sie fest.
      Anna nickte leicht und Lya bat uns mit ruhiger Stimme: „Lasst uns bitte allein.“
      Ich vermutete mal weit weniger hehrere Absichten hinter ihrem Angebot. Einen kurzen Moment verspürte ich einen Stich der Eifersucht, was vollkommener Blödsinn war. Ich rief mir wieder in Erinnerung, dass sie schließlich die Ärztin hier war und das seelische Betreuen (die seelische Betreuung) von Rekruten folglich Teil ihres Jobs war. Außerdem hatte ich mit Anna nichts zu schaffen.
      Klar, sie war bildhübsch, witzig, charmant und klug, aber das bedeutete ja nicht zwangsläufig, dass ich mich unbedingt an sie ranmachen sollte. Oder? Sie konnte Spaß haben, mit wem auch immer sie wollte, natürlich auch mit Lya. Ich verspürte einen weiteren Stich und fühle mich gleichzeitig irgendwie mies.
      Außerdem könnte ich mir selbst einen Tritt in den Hintern geben, dafür, dass ich Volldepp nicht zuerst mit dem Redeangebot kam. Das wäre doch eine echte Chance gewesen. In Frauendingern blieb ich wohl ein hoffnungsloser Fall. Kopfschüttelnd ging ich ins Versorgungszelt. Vielleicht konnte ich dort Rick oder Ming treffen und einfach nur mit ihnen quatschen. Wobei ich inständig hoffte, sie würden mich nicht wie ein rohes Ei behandeln.

      Zu meiner gelingen (???) Überraschung, führte ich tatsächlich ein paar nette und weitestgehend normale Gespräche mit Rick und den anderen. Bis dann erneut Lya auftauchte und die Stimmung prompt ruinierte.
      So ganz verstand ich es nicht, denn ich mochte sie, aber scheinbar gab es zwischen ihr und einigen der Soldaten Unfriede. Ich hielt es für das Beste, mich einfach freundlich von den anderen zu verabschieden und mit ihr kommentarlos zum Zelt zurückzukehren, wo sie ein anstrengendes Fitnessprogramm begann. Erst als die Wolken dunkler wurde und es anfing zu nieseln, hörte sie auf, uns zu drillen. Die Atmosphäre war die ganze Zeit nicht nennenswert freundlicher geworden, aber die körperliche Ertüchtigung, hatte meine Laune erheblich verbessert.
      Ich atmete tief ein. Den Geruch von frischem Regen in warmer Luft, hatte ich schon immer geliebt. Zwar fehlte mir hier der charakteristische Geruch von heißem Asphalt, aber ich fand es dennoch wunderbar. Vielleicht war es hier, in der sauberen Luft, sogar noch angenehmer, ich wusste es nicht. Ich war in der Vergangenheit nie aus Deutschland heraus gekommen, hatte nie das Geld dafür gehabt und heißes Wetter nur in Großstädten erlebt. Aber es kam mir dennoch irgendwie blödsinnig vor, der Betonwüste hinterher zu trauern, wenn ich hier unberührte Natur hatte. So langsam schloss ich meinen Frieden mit der Kreidezeit.


      Thor gibt keine Ruhe und stellt immer weiter Fragen, bis ihm alles logisch erscheint, obwohl ihm die ein oder andere Antwort nicht gefällt. Das mag ich an ihm. Auch dass er nicht aufgibt und versucht mit der Situation klar zu kommen. Seine Wandlung vom störrischen "ich will hier weg und zurück in mein altes Leben" hin zum "Na ja, vielleicht ist es hier doch nicht so übel". finde ich nachvollziehbar. Irgendwie hat er ja auch keine andere Wahl.

      Es war auch interessant, einen Blick in den Campalltag mit seinen Tücken zu werfen. Mich wundert ja ehrlich gesagt, dass noch keiner versucht hat, den Leutnant abzusägen, so wie der drauf ist. Irgendwas stimmt mit dem nicht. Nach deiner Beschreibung der Kinder, habe ich mir die jünger vorgestellt. Hat es eigentlich einen Grund, warum es so viele Kinder zwischen 8 und 10 gibt, aber keine jüngeren oder älteren? Was war da im Lager los?
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • Naja, die Soldaten haben die bittere Lektion, dass man sich nicht im Wald verteilen darf, da halt gelernt. Aber man merkt hoffentlich die Arroganz der Soldaten, die einfach durch die Gegend marschieren und die Dinosauriernester auslöschen wollen, bis sie dann in ein Geschwader von kleinen Raptoren geraten.
      Das ist übrigens ein absolut natürliches Verhalten von Tieren. Da hab ich mich nicht von Jurrasic Park oder so inspirieren lassen. Die mietsen Tiere werden sehr aggressiv, wenn es um ihren Nachwuchs geht.

      Des weiteren, warum die den Leutnant nicht einfach so loswerden, wird im übernächsten Kapitel klar, beziehungsweise dann in fünf Kapiteln. Der Hauptgrund, den man sich aber schon denken kann, ist halt der, dass auch der Leutnant viele Befürworter hat.


      _______

      Nach einer sehr kurzen Nacht zogen wir los. Keiner hatte mehr als vier Stunden geschlafen, aber der frühe Marsch weckte unsere Lebensgeister schnell. Rick schärfte uns auf den ersten paar Metern die wichtigsten Verhaltensregeln ein.
      „Ihr geht nirgendwo alleine hin! Wenn ihr austreten müsst, sagt Bescheid und wir halten an und sichern das Gebiet. Ihr geht keinen Schritt in den Wald! Das ist tödlich, dort sieht man die Gefahr nicht kommen. Deshalb auch immer den Waldrand im Blick behalten.“
      Wir schritten durchs hohe Gras. Der schlangenförmige Pfad war kaum zu sehen, doch der Boden war fest, weswegen selbst wir Rekruten gut vorankamen. Der Abstand zu den Bäumen unterschritt niemals zwei Meter, meistens war die Entfernung aber erheblich größer. In unregelmäßigen Abständen verjüngte oder verbreiterte sich die Wiese. Vermutlich aufgrund des früheren Einsatzes von Napalm und Entlaubungsmittel.
      Die frühe Stunde sorgte dafür, dass die Gräser noch alle nass vom Tau waren. Die Hosen sogen sich recht schnell mit Feuchtigkeit voll. Aber es war sehr warm, also trocknete es innerhalb weniger Minuten, sobald die Sonne über die Palmen gestiegen war.
      Leider wurde es damit auch augenblicklich schwül. Auch die Luft roch schnell wieder muffig. Noch schlimmer war nur, dass damit auch die Insekten kamen.
      Im Lager fand man die nur selten, aber hier am Rand des Waldes wimmelte es von ihnen. Träge schnipste ich ein Krabbeltierchen von meinen Handrücken. Irgendeine Art von prähistorischem Käfer. Der Stoff der Uniform war sehr dicht gewebt und Lya hatte in ihren Unterricht zu Genüge erwähnt, dass die meisten heimischen Insekten nur dann für Menschen schädlich waren, sobald sie über bloßer Haut krabbelten.
      Aber das war nun wirklich kein Problem. Ich war beileibe nicht der Einzige, der es hasste, wenn Insekten mich als Landebahn missbrauchten. Lisa beispielsweise kreischte jedes Mal auf, wenn ein Krabbeltierchen bei ihr landete. Was auf einer gewissen Art durchaus amüsant war.
      Der Waldrand bildete eine geschlossene Wand aus Blättern. Nur träge rauschte der schwüle Wind durch Palmen und Farne. Plötzlich bemerkte ich eine Bewegung, etwas knackte und ein Rascheln war zu hören.
      Sofort wirbelte ich herum, legte an und drückte den Abzug durch. Die Waffe bockte in meinen Händen und ein kurzer Feuerstoß hämmerte durch das Blattwerk. Ich drückte noch mal ab und dann wieder. Zwei weitere Feuerstöße zerfetzten systematisch Farne und stanzten Löcher in Baumstämme.
      Dann erst hörte ich auf. Heftig atmend wartete ich auf eine Bewegung, ein verräterisches Hecheln ... irgendwas. Das Adrenalin peitschte durch meine Venen, aber alles blieb ruhig.
      Rick stand plötzlich neben mir. „Was war los?“
      „Ich weiß nicht“, stammelte ich unbeholfen. „Da hat etwas geraschelt.“
      „Wie geraschelt?“, wollte er wissen.
      Etwas zischelte zwischen den Farnen. Sofort verstummte Rick und legte augenblicklich sein Gewehr an. Sein Lauf bildete eine perfekte Linie, zu den Schwanken der Blätter. Nicht so ungezielt wie ich, sondern in seiner Bewegung lag Kraft und Selbstsicherheit.
      Plötzlich brach ein großes, eher plump wirkendes Tier durch die Büsche, das eine entfernte Ähnlichkeit mit einem Nilpferd aufwies. Es röhrte einmal leise und brach dann tot zusammen.
      Rick entspannte sich beinahe augenblicklich. „Du hast einen Typo erlegt“, sagte er und klopfte mir anerkennend auf den Rücken.
      „Einen Pflanzenfresser“, erkläre er, als er meinen völlig verwirrten Blick bemerkte. „Wir sollten uns die Position merken. Die geben gutes Fleisch ab.“

      Nach dem etwas unglücklichen Erlebnis mit dem Typo, gelangten wir zur ersten großen Wiese. Ich kannte diese Art von Bewuchs bereits, da ich auf einer solchen aufgewacht war. Dennoch überraschte mich dessen Größe und ich fühlte mich wie auf dem Präsentierteller. Vielleicht, weil mir irgendwie klar war, dass wir uns immer weiter den Raptorennestern näherten.
      Plötzlich zuckte ich zusammen, was nichts mit den Reps zu tun hatte. Das Portal konnte hier nicht sein. Unser Job war es schließlich, dafür zu sorgen, dass keine Dinosaurier durch das Portal kamen, also war ich hier grundlegend falsch.
      Ich unterdrückte ein verzweifeltes Stöhnen und marschierte stumm weiter. Langsam gingen wir durch das hohe Gras, stets darauf bedacht, unsere Flanken im Auge zu behalten. Nun hatten wir entgegen den Reps einen Vorteil und der war unsere Höhe. Sollte sich etwas im Gras bewegen, würden wir es sofort sehen.
      Eine Gefahr gab es höchstens dann, wenn die Beutegreifer auf der Lauer lagen, aber das war unüblich für die Raptoren. Ihre Körperphysiologie verlangte ständige Bewegung.
      Kleinere Pflanzenfresser, die sich im Gras ausruhten, waren ohnehin kein Problem. Ganz im Gegenteil. Es war äußerst ungern gesehen, wenn wir diese töteten. Wir waren hier viel zu weit vom Lager entfernt und würden damit nur Aas, also eine leichte Nahrungsquelle für Raubtiere erschaffen. Und das war äußerst kontraproduktiv. Schließlich wollten wir den Reps nicht die Vermehrung vereinfachen.
    • Schreibfeder schrieb:

      Vermutlich aufgrund des früheren Einsatzes von Napalm und Entlaubungsmitteln.
      Ist streitbar, aber ich würde das n ergänzen.

      Schreibfeder schrieb:

      Die Hosen sogen sich recht schnell mit Feuchtigkeit voll

      Schreibfeder schrieb:

      Rick trat plötzlich neben mir
      trat plötzlich neben mich / stand plötzlich neben mir



      Schreibfeder schrieb:

      Nach dem etwas ... unglücklichen Erlebnis mit dem Typo
      Das liest sich nicht schön, eher wie etwas Gesprochenes. Ich empfehle, das zu ändern xD

      Armes Typo. Kollateralschaden vom Feinsten. Ansonsten passt alles und die Luft riecht förmlich nach Ärger. Plattform für Randale hast du ja reichlich geschaffen. Wen es wohl erwischt?
      "Sehe ich aus wie einer, der Geld für einen Blumentopf ausgibt, in den schon die Pharaonen gepisst haben?"
    • So, aufgeholt.

      Spoiler anzeigen

      Schreibfeder schrieb:

      Nach dem Abendessen, wo (bei dem) wir uns überwiegend anschwiegen, gingen Anna und ich auf direktem Weg ins Schlafquartier. Anna hatte den ganzen Tag lang kein einziges Wort mehr gesprochen (verloren), obwohl ich mehrere zaghafte Versuche gewagt hatte, sie anzusprechen. Aber irgendwann gab ich es auf.
      Müde zog ich mir den Schlafdress (Schlafdress finde ich nicht so schön. Pymana, Schlafanzug?) über und warf einen sehnsüchtigen Blick auf mein aufgeschlagenes Bett. Plötzlich hörte ich ein lautes Krachen und zuckte zusammen. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, wie Klett auf einem Bein humpelnd davon hüpfte. Er hatte sich wohl, tollpatschig wie er war, an Ricks Bett gestoßen. (Und dabei ist das Bett dann zusammengekracht? Oder warum hört Torn ein Krachen?)
      „Fick de Henne, tut dat weh!“, fluchte er mit ausgeprägtem Ruhrpottakzent.
      „He, Klett, hast du noch immer nicht gelernt, aufrecht zu laufen?“, wollte ein anderer Soldat lachend wissen.
      „Kuba! Wenn ich meine Zehen wieder spüre, trete ich dir voll in die Eier, du Sack!“, fauchte er zwischen zusammengebissenen Zähnen hindurch und hielt sich an Ricks Bett fest. „Scheiße, tut dat weh.“
      „Alles klar?“, fragte ich besorgt. „Soll ich nicht vielleicht doch besser Lya holen?“
      „Das ist er gewöhnt (gewohnt)“, winkte Rick ab.
      „Sieht mir nicht so aus“, sagte eine weibliche Stimme strafend. Eine Brünette mit herbem Gesichtsausdruck, (kein Komma) hakte sich bei Klett ein und stütze ihn. „Komm rüber zu meinem Bett. Ich schaue mir das besser an.“
      Ihre kräftigen Muskeln zeichneten sich deutlich unter ihrem Shirt ab, als sie Klett anhob und zu ihrem Bett schleppte. Ich hoffte, sie würde ihn ordentlich versorgen.
      Ich hätte ja Lya geholt, aber ich wusste nicht, wie die internen Abläufe hier im Lager waren. Die Spannungen, die es zwischen Soldaten und der Führung gab, waren unübersehbar. Und ich konnte nicht einschätzen, inwieweit Lya da mit drin hing.
      „Warum schlafen eigentlich Männer und Frauen zusammen hier im Schlafsaal“, wollte Anna plötzlich von Rick wissen. Ihre Gedanken schienen ganz andere Richtungen einzuschlagen, als meine. Aber immerhin taute sie mal etwas auf.
      Während Rick sich auf seinem Bett ausstreckte, gab er träge zurück: „Männer benehmen sich gesitteter, wenn Frauen in der Nähe sind.“
      Anna zog skeptisch ihre Augenbraune (Augenbraue) in die Höhe. „Ich denke, es fördert eher das Machogehabe.“
      „Das kann natürlich auch passieren, aber es ist allemal besser als raue Witze, sexistisches Gehabe, Streitsucht und lautes Rumgegröle, die die Alternative wäre“, gab Rick ungerührt zur Antwort und führte weiter aus: „Meine Mutter hat mir das mal erzählt. Sie lebte damals in der Nähe einer Kaserne und die Wachposten haben sie häufig eingeladen, wenn es Kinoabende gab. Es reichte teilweise schon, wenn sie mit dem Fahrrad dort vorbeifuhr. Meist sollte sie noch Freundinnen mitbringen. Es war auch nicht so, dass sich irgendwelche Soldaten dort etwas erhofften. Es waren alles Wehrpflichtige, sie begegnete niemals zweimal denselben Leuten.“
      Ich suchte einen Moment nach Schwachstellen in seiner Argumentation, aber musste dann doch zugeben: „Ja, das stimmt. Dann hatte man sie tatsächlich nur eingeladen, um die Meute ruhig zu halten.“
      „Hab ich ja gesagt“, schloss er zufrieden. „Gute Nacht.“

      Schreibfeder schrieb:

      - Vierter + Fünfter Ausbildungstag -

      „Moin. Ihr seht, der Boden ist heute etwas
      nass. Wir werden uns also vorerst nicht hinlegen. Ihr habt alle schon mit den Waffen geschossen, oder?“, begrüßte Karl uns und fragte gleichzeitig in die Runde. Ringsrum folgte zögerliches Nicken. Wir alle hielten die Gewehre zu Boden und hatten Haltung angenommen, wie es uns an den Vortagen beigebracht wurde.
      „Gut, dann werden wir uns mal tiefer mit den Waffen beschäftigen“, eröffnete er uns.
      „Und was ist, wenn wir einen Fehler machen?“, fragte Lisa verunsichert dazwischen.
      „Ihr macht keinen Fehler, deswegen üben wir das hier ja auch. Deswegen werdet ihr hier ja auch gedrillt. Ein Schwertkämpfer im Mittelalter hätte zum Beispiel auch niemals einen falschen Ausfallschritt gemacht, das wäre völlig irrsinnig. Vielleicht blödes Beispiel ... nehmen wir einfach einen Kampfsportler, der immer wieder dieselben Tritte und Schläge übt. Oder sogar bei einem Rettungsschwimmer, der würde einen perfekt aus dem Wasser schleppen, auch wenn seine Ausbildung dreißig Jahre her ist. Wenn ihr das einmal drinnen habt, dann habt ihr das drinnen.“
      „Vielleicht solltest du deine Beispiele eher auf Schusswaffen beziehen“, wies ich ihn freundlich hin.
      „Guter Hinweis“, lenkte Karl ein. „Also wenn ihr mit der Grundausbildung fertig seid, dann werdet ihr diese Waffe in- und auswendig kennen. Wenn ihr dann ein Knurren im Wald hört, werdet ihr euer Gewehr angelegt haben, es entsichert, auf Automatik gestellt und den Finger am Abzug haben, bevor das Knurren verklungen ist. Ist klar, was ich sagen will?“
      „Nicht ganz“, sagte Lisa unsicher.
      „Okay, dann fangen wir einfach mal an, dann merkt ihr vielleicht, was ich meine“, sagte er und ging einen Schritt beiseite. „Dann entsichert eure Gewehre ... ohne hinzusehen, Lisa. Den kleinen Hebel direkt an deinen Daumen. (kein Punkt?) Nach unten drücken, oder nach oben, je nachdem wie du es sehen willst. Nicht hingucken, auch bei dir Anna, diese Bewegung muss bei euch wie im Schlaf kommen.“
      Kaum war das Klicken verstummt, kam auch schon der nächste Befehl. „Und jetzt wieder sichern. So ... und jetzt wieder entsichern. Gut, dann jetzt Gewehre anlegen, einen Schuss in den Wald abgeben und wieder sichern ...“

      Am Ende des Nachmittags war ich völlig erledigt. Die anderen gingen direkt in Richtung Bett, aber ich hatte Hunger. Müde betrat ich das Versorgungszelt und fand dort Rick vor, der sich großzügig einen Saft eingoss.
      „Auch?“, lud er mich ein, was ich dankend annahm. Gierig trank ich das Glas in einem Zug leer und bemerkte prompt einen verräterischen Geschmack.
      „Saft?“, fragte ich mit hochgezogener Augenbraune (Augenbraue).
      „Der hat nur zweieinhalb Umdrehungen, das ist Saft“, antwortete er grinsend. Die Prozentangabe wagte ich zu bezweifeln. Dennoch war das Zeug durchaus annehmbar. Ein exotisch, frischer Geschmack und der Alkohol sorgte für ein leichtes Brennen in der Kehle.
      Ich goss mir noch einen „Saft“ ein und setzte mich mit Rick an einen der Tische. Ich musste noch etwas warten, bis es zu essen gab, die Köche packten gerade erst die Speisen aus.
      „Schießtraining mit Karl?“, fragte mich Rick grinsend.
      „Ja, genau.“ Ich stöhnte. „Hattet ihr auch das Beispiel mit Rittern im Mittelalter?“
      „Was? Nein. Wieso denn Ritter?“, fragte er verwirrt.
      „Ach. Also das ein Ritter im Mittelalter niemals einen fehlgeleiteten Schwerthieb gemacht hätte und wir genauso unser Gewehr kennen müssen“, schob ich eine schnelle Erklärung hinterher.
      „Nein“, lächelte Rick (lächelte passt mMn nicht) . „Aber das Beispiel ist gut gewählt. Waren ja früher auch alles Soldaten und wurden gedrillt.“
      „Naja, ob das Beispiel jetzt gut ist ...“
      „Doch, das ist es. Die hatten früher Waffen, die sie perfekt kennen mussten. Sogar noch besser kennen als wir. Die suchten im Kampf einen guten Stand und bewegten sich dann stets synchron mit der Waffe. Du denkst ja auch nicht darüber nach, ob du feste stehst, bevor du ein Gewehr abfeuerst. Du tust es instinktiv richtig. Okay, bei dir vielleicht noch nicht so, aber in ein paar Tagen, wirst du es auch bei dir merken.“
      „Ja, das hat Karl auch angedeutet. Naja, ich hole mir erstmal etwas zu essen. Die Salate sind fertig. Soll ich dir was mitbringen?“

      Schreibfeder schrieb:

      Eine gute Stunde später trat überraschend Anna zu uns an den Tisch. Wir hatten uns, zusammen mit Ming, bei etwas „Saft“ gut unterhalten.
      „Anna, was für eine Überraschung“, begrüßte Rick sie herzlich.
      „Wolltest du nicht schlafen gehen?“, fragte ich überrascht, bevor mir aufging, dass das vielleicht nicht besonders höflich geklungen haben könnte (hat). Doch Anna schien es mir nicht krumm zu nehmen.
      „Kaum war ich geduscht und lag im Bett, bekam ich Hunger, also bin ich wieder rauf gekommen“, gab sie lächelnd zu.
      „Dann sei uns willkommen“, sagte Ming und fügte an: „Karl hat euch heute ordentlich gescheucht, was?“
      „Und wie!“, meinte Anna mit vollem Mund. Sie war so gierig gewesen, dass ich kaum bis zwei zählen konnte, so schnell saß sie am Tisch und hatte sich das erste Salatblatt reingestopft. Ich musste unweigerlich grinsen, was auch an den Nebenwirkungen des „Saftes“ liegen konnte. Er hatte zwar nicht viele Umdrehungen, aber so langsam merkte ich die.
      „Das wird mit der Zeit einfacher, glaub mir“, meinte Rick beruhigend und fragte direkt Ming: „Erinnerst du dich noch an die alten RX16? Oh, das waren echte Mistdinger.“
      „Allerdings, aber uns hatten sie damals noch die RX15 zum Üben gegeben. Das war ein Kampf, sag ich dir.“
      „Warum, was war denn mit denen?“, wollte ich wissen.
      „Ach, nichts weiter. Sie waren so ähnlich wie die jetzigen Versionen, aber halt von schlechterer Qualität. Das lag jetzt weniger an Rheinmetall, sondernd (sondern) daran, dass es damals halt eher Experimente waren. Die Jetzigen bestehen ja fast nur noch aus Hartkunststoffen und die Technologie war damals halt noch nicht besonders weit entwickelt.“ Er trank einen weiteren Schluck und fügte erklärend hinzu, wobei er den Satz plötzlich verzerrte: „De warn bockig, det sach isch dir.“
      „Was trinkt ihr da eigentlich?“, wollte Anna mit vollen Backen wissen. Ihr war die merkwürdige Aussprache von Ming auch aufgefallen.
      „Saft. Willst du auch welchen?“, fragte er höflich zurück.
      „Darf ich mal kosten?“, fragte sie in die Runde. Rick schob ihr sofort seinen Becher zu. „Klar: (Punkt)
      Sie schnupperte erst und nippte dann vorsichtig, bevor sie wie aus der Pistole geschossen sagte: „Das ist doch kein Saft.“
      „Doch das ist Saft, und ich wäre dir sehr verbunden, wenn du das nie wieder in Frage stellen würdest. Sonst wird uns selbst die letzte Freude hier gestrichen.“
      „Zumindest für dich ist jetzt Ende, Torn. Ich will gleich schlafen und habe keine Lust auf diesen Alkoholgeruch.“
      Ich hob lächelnd die Hände, denn ich wollte sie nun wirklich nicht verärgern. Außerdem hallten (mir) noch immer die Worte von Lya mir (weg) im Ohr, dass mit gegenseitiger Rücksichtnahme im Bunker schon viel gewonnen war.
      So langsam schraubte sich ein anderer Gedanke in meinen Verstand. Denn wer auch immer auf die Idee kam, Schwarzgebrannten in den Saft zu mischen, war ein echtes Genie gewesen, - der Leutnant würde niemals etwas Gesundes zu sich nehmen. Und seine Speichellecker folgten ja meistens seinem Beispiel.
      Selbst Schuld, sagte ich da, denn das Zeug war ziemlich lecker. Ich hob das Glas, wie zum imaginären Gruß an den unbekannten Gönner, und zog den Inhalt in einen Zug herunter. Weg war weg.

      Schreibfeder schrieb:

      Am nächsten Tag war die Ausbildung im Wesentlichen eine Mischung aus Karls Schießtraining und Dino-Unterricht von (bei) Lya. Was mir (ich?) beides mit üblen Schädel überstand. Ich vertrug wohl nichts mehr.
      Kaum war der Unterricht zu Ende, zog etwas anderes meine Aufmerksamkeit auf sich. Hinter einem Kistenstapel in der Nähe, (kein Komma) hörte ich plötzlich einen lauten Streit. Als ich langsam ums Leichenzelt herumging, um das ich normalerweise einen großen Bogen machte, sah ich Rick und dem Leutnant ("Rick mit dem" oder "und den"), die genau in diesem Moment wütend auseinander gingen. Die dicke Luft zwischen denen war fast greifbar.
      „Darf ich ganz dezent fragen, ob du ein Problem mit dem Leutnant hast?“, wollte ich vorsichtig von Rick erfahren, der wutschnaubend unserem Vorgesetzten hinterher blickte.
      „Glaubst du etwa, dass ich und Klett (Der Esel nennt sich immer zuerst...) freiwillig Dienst in der Waschküche geschoben haben?“, fragte er zurück. Seine Stimme klang immer noch gereizt, obwohl ich nicht das Ziel seiner Aggression war.
      „Ich dachte, dass würde halt so rotieren, unter den Soldaten“, gab ich eine kurze Erklärung an, die ich mir zusammengereimt hatte.
      „Eigentlich ja, aber der Leutnant hat schon vor langer Zeit erkannt, dass es die perfekte Disziplinarmaßnahme ist. Da drinnen ist es heiß und stickig. Jeder hasst deswegen die Arbeit dort. Gibt schon Wetten und Kartenspiele, wo Waschküchendienst der Einsatz ist, falls es mal nicht genug Bestrafungen gibt.“
      Das alles steigerte mein Wohlbefinden nicht gerade. Als wenn ich nicht schon genug Probleme hier hätte.
      „Nun denn, ich verabschiede mich nun. Ich „darf“ ja jetzt arbeiten“, schnaubte Rick und stampfte weg, wobei er viel mehr Kraft in die Schritte legte, (kein Komma) als eigentlich nötig. Nachdenklich blickte ich ihm nach, was Anna, die hinter mir hergekommen war, sehr wohl auffiel.
      „Bist du jetzt etwa überrascht, dass es hier kein Paradies ist?“, wollte sie von mir wissen. Ihre Stimme konnte ich nicht richtig einordnen. Sie klang zwar nicht hämisch, aber auch nicht freundlich. Vielmehr verbittert.
      „Ja, nein, vielleicht“, gab ich unbestimmt zur Antwort.
      „Wie jetzt? Ja oder Nein?“, bohrte sie nach.
      „Das ist hier nur ein Job“, murmelte ich leise.
      „Und ein Rep ist auch nur ein Tier. Und eine ("meine", dann wird das darauffolgene Gespräch logischer, da Torn nicht einfach richtig rät, dass sie eine Tochter hat) Tochter ist auch nur ein Kind.“ Sie biss sich auf die Lippen.

      „Du hast eine Tochter?“, sagte ich entsetzt. Tränen blitzen in ihren Augen. „Oh ... mein ... Gott.“
      Sie hielt sich die Hand vor dem Mund und schien ihre Gefühle zu unterdrücken zu wollen (Boah, ist das kompliziert ausgedrückt; und wollte ihre Gefühle unterdrücken.). Einen Moment später hatte sie sich an meinen Hals geworfen und weinte bittere Tränen. Ich war jetzt völlig überfordert.
      Eine Sekunde später bekam ich meinen Verstand immerhin soweit zusammen, dass ich es schaffte, sie zu umarmen. Ich war nicht sonderlich gut darin, aber besser als nichts. Mehr als ein Soldat kam an uns vorbeigetrottet, aber ein böser Blick von mir veranlasste sie alle, einfach stumm weiterzugehen.
      Nach einer Weile hatte sie sich einigermaßen beruhigt und löste sich von mir. „Alles wieder in Ordnung?“, fragte ich mit mitfühlender Stimme. Sie schüttelte kurz den Kopf.
      „Willst du darüber reden?“, wagte ich einen erneuten Anlauf. „Vielleicht ...“
      „Nein, lass mich in Ruhe!“, wehrte sie ab, drehte sich um und eilte davon. Ich blickte ihr unsicher hinterher. Und hatte absolut keine Ahnung, wie ich mich jetzt richtig verhalten sollte.
      „Frauen!“, murmelte ich kopfschüttelnd und kratze mich am Kopf.


      Schreibfeder schrieb:

      - Die Patrouille -

      Ich war jetzt schon seit sechs Tagen im Lager und so langsam könnte ich mich durchaus an das Fleisch rantrauen. Der Leutnant guckte schon und ich wollte ihm keinen Vorwand für irgendeinen blöden Spruch geben. Nicht das ich den Blödsinn, von wegen „Fleisch gib Kraft“ glaubte, aber der Tag war anstrengend gewesen. Schaden konnte es nicht.
      Ich setzte mich zu den anderen an unseren Stammtisch und stillte erstmal meinen ärgsten Hunger mit Fettsalat. Ich wurde immer müder, das Gespräch der anderen (kannst du hier weglassen) plätscherte einfach an mir vorbei. Eigentlich wollte ich inzwischen nur noch ins Bett und keine Experimente wagen, aber ich hatte mir schließlich das Fleisch aufgetan und ich hasste es, Lebensmittel wegzuschmeißen.
      Also schob ich mir ein Stück in den Mund und verzog prompt das Gesicht. Es klebte am Gaumen, es (weglassen) war zäh wie Leder und der Geschmack war einfach widerlich. Es schmeckte nach geronnenem Blut und als wenn man versucht hätte (als hätte man versucht), mit zuviel Pfeffer den grausigen Geschmack zu übertünchen. Ich langte nach meinen Saft.
      „Ist das ekelhaft. Ich glaub, ich werde doch besser Vegetarier“, verkündete ich den anderen, nachdem ich alles runtergewürgt hatte. „Das ist ja ... abstoßend. Widerwärtig. Und ihr esst das freiwillig? Ich dachte, ... das ist ja schlimmer ... schlimmer als dieser unfähige Leutnant.“
      Bei den Worten „unfähiger Leutnant“ war es zufällig totenstill im Zelt und (Punkt) jeder hatte meine respektlose Äußerung gehört. Und (kannst du auch weglassen) noch schlimmer war, dass auch der Leutnant mit im Zelt saß.
      Schack beugte sich vorsichtig vor und fragte mich dann laut: „Kennst du das, wenn du gerade etwas Blödes gesagt hast und wirklich alle hören zu?“
      Ming prustete und Rick steckte sich schnell ein Stück Fleisch in den Mund, bevor beide mit unterdrücktem Lachen auf den Tisch hämmerten, bis ihnen die Tränen kamen. Ich war inzwischen knallrot angelaufen und traute mich nicht, mich zum Leutnant umzudrehen. Anna und Lisa warfen ständig Blicke über die Schulter und ihr Grinsen wurde von Sekunden zu Sekunde breiter. Selbst Zachs Mundwinkel kannten nur eine Richtung.
      „Der Leutnant kommt, wir sollten abhauen“, meinte Ming prustend und ich ließ mir das nicht zweimal sagen. Ich wollte schnellstmöglich aus dieser hochnotpeinlichen Situation raus, auch wenn das Gelächter ansteckend war. Kichernd stellten wir unsere halbvollen Tabletts in die Ablage und rannten lachend raus.

      Draußen sprachen wir uns kurz ab und entschlossen uns dann, schnell in unser Quartier zu gehen. Niemand konnte uns dann vorwerfen, dass wir nicht unser Möglichstes getan hätten, um die Wogen zu glätten.
      „Das solltest du mir nicht allzu oft antun, Torn“, meinte Rick, kaum das wir unten angekommen waren. Er konnte sich einfach nicht einkriegen und klopfte mir anerkennend auf die Schulter. „Ich hätte mich fast zu Tode gelacht.“
      „Erst denken, dann reden“, sagte Anna und grinste mich an.
      „Du bist echt genial, Mann“, meinte auch Ming kichernd und steuerte das Bad an. „So, aber ich bin jetzt kurz weg.“
      Ich guckte flüchtig, wer noch im Quartier war, aber es waren nur wenige Soldaten anwesend. Scheinbar hatte der überwältigende (übewiegende?) Teil des Lagers, (kein Komma) meine Bemerkung mitbekommen. Ich fand das nicht besonders witzig. Rick hingegen schon, er stolperte zu seinem Bett und wischte sich mit der Decke die Lachtränen aus den Augen.
      Plötzlich erstarrte seine Bewegung und war zu auf einen Punkt gerichtet, der irgendwo schräg hinter mir war (und sein Blick war auf einen Punkt schräg hinter mir gerichtet). Irritiert drehte ich mich um und sah dem Leutnant direkt ins Gesicht. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass er uns gefolgt war.
      „Ach, dir gefällt es hier also nicht“, sagte er eisig und verschränkte die Arme.
      „Läuft hier halt ziemlich bescheiden, nicht?“, gab ich zurück. Alles in mir sträubte sich dagegen, dem Mann jetzt in den Hintern zu kriechen.
      „Ach, wirklich? Ich finde, es läuft hier ganz gut. Und ich denke, dass (das) kann ich besser beurteilen als du“, erwiderte er herablassend. Doch damit war er bei mir an der falschen Adresse.
      „Ja, genau“, gab ich sarkastisch zurück. Langsam wurde ich wütend. „Weil es hier auch eine tolle Gemeinschaft gibt, nicht? Keine Grüppchenbildung. Würde auch nie jemand extra Nachtschichten schieben, damit er nicht tagsüber verheizt wird. Ach, und was war denn noch gleich mit den Opferzahlen? Waren die nicht ziemlich hoch? Hey, die Stimmung ist ja auch super hier, oder? Würde ja niemand sich offen mit der Führung anlegen. Jeder liebt doch die Führung, den freundlichen und kompetenten Umgang. Oder nicht?
      „Pass auf, was du hier sagst“, sprach der Leutnant drohend. Er hatte sichtbar die Nase voll von meinem Benehmen.
      „Sonst ... was?“, fragte ich aufmüpfig zurück. Ich konnte meinen Zorn nur mühsam im Zaum halten. „Willst du mich erschießen? Öffentlich demütigen? Dafür hast du hier zu wenige Leute hier. Damit kommst du nie durch.“
      „Vorsicht!“, drohte er mir.
      „Warum?“, fragte ich und zog die Augenbraune (Augenbraue) hoch. „Passiert sonst was?“
      Anna kam zu mir hin getreten (Anna trat neben mich) und (Komma) legte mir beruhigend ihre Hand auf die Schulter und zog mich ein Stück zurück. Dann blickte sie dem Leutnant herausfordernd in die Augen. „Ja? Was passiert dann?“
      „Würde ich aber auch gerne wissen“, gab Zach vom Bett aus dazu und auch Lisa meinte aufsässig aus den Hintergrund: „Ich auch!“
      Der Leutnant trat einen Schritt zurück und warf einen langen Blick zu den (auf die?) umherstehenden Soldaten. Dann sagte er langsam und bedrohlich: „Ach, so ist das? Gut. Du (Wer? Torn?), Anna, Lisa und Zach habt euch gerade freiwillig zu einer Patrouille eingeteilt.“
      „Was? Wir sind doch noch mitten in der Grundausbildung. Wir wissen doch gar nicht, was wir draußen tun sollen“, begehrte ich auf.
      „Das hättet ihr euch vorher überlegen sollen“, gab er ungerührt zurück.
      „Keine Sorge, Torn, ich werde mitkommen“, sagte da plötzlich Rick, der zu uns hingetreten war.
      „Nein, das wirst du nicht!“, bellte der Leutnant umgehend Rick ins Gesicht.
      „Oh doch!“, stellte Rick mit völlig ruhiger Stimme richtig und blickte sich kurz im Raum um, wer noch dabei war. Klett nickte ihm sofort zu. Er verstand sich zwar nicht sonderlich mit den Rekruten, aber war ein guter Freund von Rick. Und die Freunde meiner Freunde sind auch meine Freunde.
      „Macht doch, was ihr wollt!“, schnaubte der Leutnant, drehte sich wütend um und verließ das Quartier. (Das zeugt aber nicht gerade von Autorität und passt nicht zu seinem sonstigen Auftreten.)

      „Keine Sorge. Ich bezweifle, dass du (ihr? Oder zählen Anna, Lisa und Zach nicht?) die Patrouille antreten musst. Ich rede kurz mit Lya, die hat den Alten perfekt im Griff“, meinte Rick beruhigend zu mir und schlug mir anerkennend auf den Rücken, bis plötzlich eine wütende Stimme von der anderen Seite des Vorhangs losdonnerte: „Jetzt machst du die Patrouille auf jeden Fall!“
      Ein völlig unpassendes Schmunzeln wanderte auf Ricks Gesicht, als er leise zu mir sagte: „Und auch das bezweifle ich.“
      Doch dann gefror sein Grinsen, als plötzlich der Leutnant am Türbogen auftauchte, mit Karl im Schlepptau, der ein Haufen Gewehre trug. Ich wusste zwar, dass Karl einer von Storms loyalsten Männern war, aber ich verspürte dennoch Enttäuschung, als er uns so mitleidslos die Gewehre in die Hände drückte.
      „Abmarsch!“, befahl der Leutnant grob und scheuchte uns raus. „Rick du kennst ja den Weg. Bewegung!“

      Schreibfeder schrieb:

      Rick lud sein Gewehr durch und bedeutete (signalisierte) uns, es ihm nachzutun. Zögernd legten wir die Magazine in die Waffen und schoben eine Kugel in die Kammer. Als das Scharren und Klicken verklang, bedeutete Rick uns, ihm zu folgen. Der Leutnant stand hinter uns und schnaubte ungehalten angesichts der Verzögerung. Doch plötzlich sprach ihn ein anderer Soldat an, was ihn ablenkte.
      Rick führte uns am Versorgungszelt vorbei und kaum, dass wir außer Sicht des Leutnants waren, riss er uns beiseite und drängte uns in einen Kistenstapel hinein.
      „Was ist los?“, wollte Anna von ihm wissen.
      „Eine Nachtpatrouille ist glatter Selbstmord. Hier werden wir uns verstecken. Bleibt ruhig, der Kistenstapel wird nicht überwacht ... hier treffen sich manchmal Liebende, das hat sich so herum gesprochen. Lisa, rück etwas tiefer rein, damit wir auch alle Platz finden.“
      „Das war also dein Plan“, erkannte ich, während die anderen in den finsteren Verschlag huschten.
      „Natürlich“, antwortete er und zeigte ein kurzes Lächeln. „Lya ist nicht so perfekt, wie ihr vielleicht denkt. Aber was der Leutnant sich gerade geleistet hat, wird selbst sie niemals durchgehen lassen. Wir müssen also nur dafür sorgen, dass Lya hiervon erfährt, ohne das der Leutnant uns zuerst erspäht.“
      „Geschickt, aber riskant“, meinte ich nur und schob mich ebenfalls zwischen die Kisten. Irgendwie erinnerte mich das an die Zeit, wo (als) ich noch ein Kind war und mich unterm Tisch versteckt habe. Nur war ich dummerweise größer und nicht mehr so gelenkig wie früher. Und die anderen waren auch nicht kleiner. Eingekeilt zwischen den Kisten, (kein Komma) war es dementsprechend sehr eng. Annas Stiefel bohrten sich in meinen Rücken, mein Nacken schmerzte schnell, wegen der ungewohnt niedrigen Decke und irgendein Behälter stach in meine Schulter.
      „Ich denke, so wird es gehen“, meinte Rick und bedeutete uns dann, zu schweigen. Einen Wunsch, den jeder von uns gerne nachkam. Wir hatten nun wirklich kein Interesse, dass der Leutnant, oder einer seiner Stiefellecker, uns hier fand.

      Nach einer Weile in unserem engen Versteck, (kein Komma) hörten wir, wie das Lager (es im Lager) immer ruhiger wurde. Ansonsten waren nur die Atemgeräusche der anderen zu hören, oder ein kurzes Rutschen, wenn jemand versuchte, eine bequemere Position zu finden. Irgendwie hatte ich es in der Zeit auch geschafft, mich halbwegs ordentlich hinzulegen. Zwar war die Decke immer noch niedrig, irgendwelche Stiefel oder Waffen bohrten sich in meine Haut und überall standen scharfkantige Splitter hervor, aber man gewöhnte sich daran. Irgendwie zumindest. Erfreulicherweise war das Kistenversteck gut gelüftet. Den Geruch von sechs Menschen auf engsten Raum, brauchte ich nun wirklich nicht in der Nase.
      Plötzlich hörte ich ein lautes Scharren und eine Gestalt verdunkelte den Eingang. Erschrockenes Keuchen erfüllte das dunkle Innere und sogar Rick zuckte zusammen.
      „Ach, hier versteckt ihr euch also“, sagte eine brummige Stimme. Erst im zweiten Moment erkannte ich Tyr. Erleichterung machte sich in mir breit. „Zuerst hatte ich auf die Panzerhaubitze getippt, aber dort wart ihr nicht.“
      „Woher wusstest du ...“, fing Rick verdattert an.
      „Oh. Ich kenne dich. Ich weiß, wie du denkst“, entgegnete Tyr. Er trat beiseite und ließ schwaches Mondlicht in den Verschlag einfallen. Steif bewegte sich Rick nach draußen und ich folgte ihm sofort. Mühsam lockerten wir unsere verkrampften Muskeln und eingeschlafenen Körperteile.
      Draußen hatte sich bereits die Nachtwache verteilt. Sofort erkannte ich unseren Vorteil, denn die Nachtwache stand konsequent gegen den Leutnant.
      „Und jetzt auf zu Lya?“, wollte Lisa wissen. Tyr guckte sie mit hochgezogener Augenbraune (Augenbraue) an.
      „Das wird nicht funktionieren“, brummte er schließlich. „Der Leutnant schläft an der Tür des großen Bunkers. Er will immer sofort Bescheid wissen, bei allem was im Lager vorfällt. An ihm kommt ihr niemals vorbei.“
      Das der zweite Bunker größer war als unserer, war im Moment uninteressant, aber dass der Leutnant uns nicht zu Lya lassen würde, war ärgerlich.
      „Sieht das jetzt etwa so aus, als wenn wir diese verdammte Patrouille doch machen müssen?“, fragte ich unwirsch.
      Rick und Tyr sahen sich einen Moment an, bevor sie nickten.
      „Ach, Scheiße“, fluchte Zach erbost. Das war die erste Äußerung, die er seit dem Essen von sich gegeben hat. Seine Schweigsamkeit war mit Sicherheit nicht gut.
      Ich persönlich hatte so langsam ebenfalls die Nase voll. Vom Lager, vom Leutnant, einfach von allen. In mir reifte der Entschluss, hier endgültig abzuhauen.
      Jedoch war das leichter gesagt, als getan. Ich musste herausfinden, wo das unglückselige Portal versteckt war. Denn die Soldaten, hüllten sich diesbezüglich in Schweigen. Die Patrouille kam mir da wie gelegen. Scheinbar würden wir einen großen Schwenk durch das Waldgebiet machen und so konnte ich immerhin herausfinden, ob dort das Portal war, oder nicht, (Punkt) Schließlich bin ich auch auf einer Wiese dort erwacht, es war also höchst wahrscheinlich.
      „Und jetzt?“, fragte ich in die Runde. Meine Stimme war überraschend ruhig und abgeklärt. „Machen wir bei der Nachtwache mit, oder so?“
      „Ja, so ungefähr“, antwortete Tyr nickend.
      „Sieht so aus, als wenn wir in der Morgendämmerung aufbrechen müssen“, stimmte auch Rick zu. „Okay, dann verteilt euch mal. Ich frag mal Harke, ob wir hier noch ein paar Decken, oder Feldbetten gelagert haben, auf denen wir noch ein paar Stunden Schlaf bekommen. Viel wird es aber nicht sein.“

      Wir verteilten uns im dunklen Lager. Trotz des hellen Mondlichts, (kein Komma) waren nur Schemen zu erkennen. Das große Versorgungszelt stach deutlich aus der Mitte heraus, jetzt natürlich ohne Farbe. Vereinzelnd sah ich Soldaten patrouillieren und neben mir, (kein Komma) sah ich (kannst du weglassen, wiederholt sich nur) die aufgebahrten Leichen unter der Plane. Kein ermutigender Anblick, obgleich die Dunkelheit mir dankenswerterweise die Details ersparte. Die Luft kühlte rasch herunter und klärte meine Gedanken.
      Ich überlegte, was ich tun würde, wenn ich das Portal zufällig doch im Wald fand. Sofort durchrennen, mich mit den anderen absprechen, oder vielleicht wen überreden mitzukommen? Ich wusste es nicht. Ich hatte noch nicht einmal eine Ahnung, was mich dort, oder auf der anderen Seite erwartete. Klar war nur, dass ich mein Gewehr auf jeden Fall mitnehmen würde. Das Letzte, an das (dem) ich Interesse hatte, war wieder von irgendwelchen Bürokraten zurückgeschickt zu werden, was ich durchaus für möglich hielt.
      Plötzlich hörte ich Schritte und einen Moment später, trat Anna neben mir (mich).
      „Was ist los?“, wollte ich wissen. Sie schwieg eine Weile. Schließlich sagte sie leise: „Ich hab Angst.“
      „Warum?“, fragte ich. „Kopf hoch. Das wird nicht so schlimm werden.“
      „Nicht jeder ist so abgebrüht wie du!“, fauchte sie mich an. Jetzt platzte aber auch mir der Kragen. Mein Nervenkostüm war ohnehin zum Zerreißen gespannt.
      „Das bin ich auch nicht. Ich suche nur einen verdammten Weg hier raus!“, zischte ich zurück. Sie trat einen Schritt zurück und schien mich mit völlig anderen Augen anzusehen.
      „Ach, da seid ihr ja“, sagte plötzlich jemand Bekanntes hinter mir, bevor weder Anna noch (oder anstatt weder noch?) ich etwas sagen konnten. Als ich mich umdrehte, sah ich Ming und Schack auf uns zukommen. Letzterer natürlich mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Beide trugen ihre Gewehre und schienen abmarschbereit.
      „Was macht ihr hier?“, fragte ich dementsprechend überrascht.
      „Wir kommen natürlich mit“, sagte Schack.
      „Warum?“
      „Ich mag euch. Natürlich mag ich Rick viel mehr, aber wer tut das nicht? Und ich will nicht, dass er nur wegen euch draufgeht.“ Die Worte kamen mit einer Stimme, die andeutete, dass er es nicht einmal ansatzweise so meinte, wie es klang. Er zögerte kurz, bevor er mit ernster Betonung weiter sprach. „Und es hat mir irgendwie gefallen, wie du mit Storm umgesprungen bist. Ich will das nicht gutheißen und ich will erst recht nicht, dass du das wiederholst, aber etwas Widerstand hat der Kerl echt gebraucht.“
      „Ja, es kann ja nicht nur Rick und meine Wenigkeit hier Streit suchen. Irgendwann muss der Kerl mal merken, dass es gut ist!“, fügte Ming an. Ich zog überrascht die Augenbraune (Augenbraue) hoch. Ich hatte nicht gedacht, dass er tatsächlich aktiv gegen den Leutnant vorging. Dass er ihn nicht leiden konnte, war hingegen sonnenklar.
      „Der Vorteil ist nun“, sagte Schack, nun wieder mit lockerer Stimme. „Das wir jetzt eine ordentliche Sollgröße für eine Patrouille haben. Es wurde ohnehin Zeit für euch Grünschnäbel, mal echte Kampfluft zu schnuppern.“
      Ich überschlug kurz unsere Anzahl im Kopf und musste zugeben, dass er Recht hatte. Wir zählten nun acht Soldaten und Soldatinnen. Abgesehen von Zach, mir und den beiden Frauen, begleiteten uns nun vier erfahrene Veteranen. Mir fiel nur eine Kleinigkeit auf, die mich etwas nervös machte. Jeder in der Truppe war jemand, der sich in der Vergangenheit offen gegen den Leutnant oder Lya gestellt hatte. Wenn es nicht vollkommen unmöglich war, müsste ich befürchten, dass man uns damit elegant loswerden wollte.

      Schreibfeder schrieb:

      Die Nacht war tatsächlich so kurz gewesen, wie angekündigt. Keiner hatte mehr als vier Stunden geschlafen, aber der frühe Marsch, weckte unsere Lebensgeister schnell. Rick schärfte uns auf den ersten paar Metern die wichtigsten Verhaltensregeln ein.
      „Ihr geht nirgendwo alleine hin! Wenn ihr austreten müsst, sagt Bescheid und wir halten an und sichern das Gebiet. Ihr geht keinen Schritt in den Wald! Das ist tödlich, dort sieht man die Gefahr nicht kommen. Deshalb auch immer den Waldrand im Blick behalten.“
      Wir schritten durchs hohe Gras. Der schlangenförmige Pfad war kaum zu sehen, doch der Boden war fest, weswegen selbst wir Rekruten gut voran kamen. Der Abstand zu den Bäumen unterschritt niemals zwei Meter, meistens war die Entfernung aber erheblich größer. In unregelmäßigen Abständen verjüngte oder verbreiterte sich die Wiese. Vermutlich aufgrund des früheren Einsatzes von Napalm und Entlaubungsmitteln.
      Die frühe Stunde sorgte dafür, dass die Gräser noch alle nass vom Tau waren. Die Hosen sogen sich recht schnell mit Feuchtigkeit voll. Aber es war sehr warm, also trocknete es innerhalb weniger Minuten, sobald die Sonne über die Palmen gestiegen war.
      Leider wurde es damit auch augenblicklich schwül. Auch die Luft roch schnell wieder muffig. Noch schlimmer war nur, dass damit auch die Insekten kamen.
      Im Lager fand man die nur selten, aber hier am Rand des Waldes, (kein Komma) wimmelte es geradezu. Träge schnipste ich ein Insekt von meinem Handrücken. Irgendeine Art von prähistorischem Käfer. Der Stoff der Uniform war sehr dicht gewebt und Lya hatte in ihrem Unterricht zu Genüge erwähnt, dass die meisten heimischen Insekten nur dann für Menschen schädlich waren, sobald sie über bloßer (bloße) Haut krabbelten.
      Das zu verhindern, war nun wirklich kein Problem. Ich war beileibe nicht der Einzige, der es hasste, wenn Insekten mich als Landebahn missbrauchten. Lisa beispielsweise kreischte jedes Mal auf, wenn ein Krabbeltierchen bei ihr landete. Was auf einer (eine) gewissen (gewisse) Art durchaus amüsant war.
      Der Waldrand bildete eine geschlossene Wand aus Blättern. Nur träge rauschte der schwüle Wind durch Palmen und Farne. Plötzlich bemerkte ich eine Bewegung, etwas (es) knackte und ein Rascheln war zu hören.
      Sofort wirbelte ich herum, legte an und drückte den Abzug durch. Die Waffe bockte in meinen Händen und ein kurzer Feuerstoß hämmerte durch das Blattwerk. Ich drückte noch mal ab und dann wieder. Zwei weitere Feuerstöße zerfetzten systematisch Farne und stanzten Löcher in Baumstämme.
      Dann erst hörte ich auf. Heftig atmend wartete ich auf eine Bewegung, ein verräterisches Hecheln ... irgendwas. Das Adrenalin peitschte durch meine Venen, aber alles blieb ruhig.
      Rick stand plötzlich neben mir. „Was war los?“
      „Ich weiß nicht“, stammelte ich unbeholfen. „Da hat etwas geraschelt.“
      „Wie geraschelt?“, wollte er wissen.
      Etwas zischelte zwischen den Farnen. Sofort verstummte Rick und legte augenblicklich sein Gewehr an. Sein Lauf bildete eine perfekte Linie, zu demSchwanken der Blätter (zu den schwankenden Blättern?). Nicht so ungezielt wie ich, sondern in seiner Bewegung lag Kraft und Selbstsicherheit.
      Plötzlich brach ein großes, eher plump wirkendes Tier durch die Büsche, das eine entfernte Ähnlichkeit mit einem Nilpferd aufwies. Es röhrte einmal leise und brach dann tot zusammen.
      Rick entspannte sich beinahe augenblicklich. „Du hast einen Typo erlegt“, sagte er und klopfte mir anerkennend auf den Rücken. „Einen Pflanzenfresser“, erkläre er, als er meinen völlig verwirrten Blick bemerkte. „Wir sollten uns die Position merken. Die geben gutes Fleisch ab.“

      Nach dem unglücklichen Erlebnis mit dem Typo, gelangten wir zur ersten großen Wiese. Ich kannte diese Art von Bewuchs bereits, war ich doch auf einer solchen aufgewacht. Dennoch überraschte mich dessen Größe und ich fühlte mich wie auf dem Präsentierteller. Vielleicht, weil mir irgendwie klar war, dass wir uns immer weiter den Raptorennestern näherten.
      Plötzlich zuckte ich zusammen, was nichts mit den Reps zu tun hatte. Das Portal konnte hier nicht sein. Unser Job war es schließlich, dafür zu sorgen, dass keine Dinosaurier durch das Portal kamen, also war ich hier grundlegend falsch.
      Ich unterdrückte ein verzweifeltes Stöhnen und marschierte stumm weiter. Mitgefangen, mitgehangen. Aus der Nummer hier kam ich so schnell nicht wieder raus.
      Langsam gingen wir durch das hohe Gras, stets darauf bedacht, unsere Flanken im Auge zu behalten. Nun hatten wir entgegen den Reps einen Vorteil (den Reps gegenüber einen Vorteil) und der war unsere Höhe. Sollte sich etwas im hohen Gras bewegen, würden wir es sofort sehen.
      Eine Gefahr gab es höchstens dann, wenn die Beutegreifer auf der Lauer lagen, aber das war unüblich für die Raptoren. Ihre Körperphysiologie verlangte ständige Bewegung.
      Kleinere Pflanzenfresser, die sich im Gras ausruhten, waren ohnehin kein Problem. Ganz im Gegenteil, war es sogar äußerst kontraproduktiv, wenn wir diese töteten. Wir waren hier viel zu weit vom Lager entfernt und würden damit nur Aas, also eine leichte Nahrungsquelle für Raubtiere erschaffen. Und das war äußerst dumm. Schließlich wollten wir den Reps nicht die Vermehrung vereinfachen.


      Wenn ich der Leutnant wäre, würde ich darauf achten, dass nicht nur Querulanten zusammen eine Schicht übernehmen. Sie könnten sich gegen einen verschwören. Denn dass er sie loswerden will, glaube ich nicht. Dazu hat er zu wenige Männer. Außerdem hätte er sie gleich umbringen lassen können, um ein Exempel zu statuieren.

      Irgendwie waren die letzten Tage ein bisschen langatmig und zogen sich. Es ist kaum was passiert, da hätte man das ein oder andere ein bisschen kürzen können. Als ich bei dem Kapitel "Die Patrouille" ankam, hatte ich auf etwas Spannung gehofft und auch bekommen, indem Torn sich mit dem Leutnant anlegt. Ich bezweifle zwar, dass das sonderlich klug war, aber na ja... Danach plätschert es wieder so vor sich hin. Ich hoffe, die Geschichte nimmt bald wieder Fahrt auf. Aber danach sieht es ja aus.
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • @Morgy: Du sagst nichts, was nicht mir, oder den anderen Lesern hier, nicht auch schon aufgefallen ist und du hast Recht. Jo, es zog sich etwas am Kap "4+5 Tag".
      Auch bei deinen Kommentaren hast du genau das angesprochen, was schon (zu recht) kritisiert wurde. Änderungen sind schon im Gange, aber dauert gerade etwas bei mir. Den Anfang von "Die Patrouile" hab ich schon umgeschrieben und gekürzt. Die werde ich auch die Tage noch hochladen.

      Ich hoffe, dass deine Kritik jetzt nicht auf die Ermordung des armen Typo anzuwenden war. ^^

      Hier war es mir vorerst wichtig, etwas über die Flora und Fauna zu sagen, (damit man ein Bild vor Auge hat) bevor ich die in die Schlacht schicke. Wird sonst schwer, sich alles passend vorzustellen.
      Und mir ist es relativ wichtig, Schlachtszenen authentisch und stimmungsvoll zu schreiben.
    • Ich hab bis auf den letzten Kommentar von Wysenfelder keine gelesen. Ich war eher froh, wenn ein paar Posts drinnen waren, die ich überspringen konnte. Ich achte dann ab jetzt drauf, dass ich nicht nochmal was sage.

      Ich brauche eigentlich keine weiteren Beschreibungen der Umgebung. Ich kann mir das auch so ganz gut vorstellen. Ich erwische mich bei sowas meistens dabei, wie ich anfange, zu überfliegen, weil ich mit der Handlung weiterkommen will. Aber das mag halt jeder anders.
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • @Lyn, @Rael, @Wysenfelder, @Morgy. Ich habe nun alle Teile vom Kap 4+5 Ausbildungstag bis zum aktuellen Abschnitt überarbeitet. Gut zehn Prozent des Textes hab ich dabei gekillt. Ab jetzt an, werde ich die Geschichte auch gut weiterführen können. Kommen einige Schlachtszenen. Zuerst die angekündigte. Ich hab aktuell noch vier bis fünf Abschnitte in Reserve. Ich war gerade in der Laune für Gemetzel. ^^


      _______


      Rick ermahnte uns, von nun an besonders vorsichtig zu sein. Durch die unglückliche Tatsache, dass es in letzter Zeit kaum noch Patrouillen gegeben hatte, war es hier noch gefährlicher als sonst. Eigentlich wollte der Leutnant ja erst seinen Napalmschlag durchführen, zu dem es aber noch nicht kam.
      „Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Reps mit Spähern arbeiten. Ein paar Jungtieren, die am Rande der Wiese über die Grasfläche äugen. Wenn ihr also irgendwo einen zuckenden Kopf seht, drückt einfach ab“, schärfte Ming uns ein.
      Wir hielten also die Augen offen, ohne irgendwas zu entdecken. Was uns nur recht war. Zwei Lichtungen weiter, meinte Zach plötzlich zu Rick: „Sag mal, kann es sein, dass sich diese Reps auch tarnen?“
      Er deutete unbestimmt auf eine knorrige Wurzel einer Palme, wo dicke, lederartige Blätter drum hervorstachen. Was auch immer Zach dort zu sehen glaubte, ich konnte nichts Außergewöhnliches feststellen.
      Ganz anders Rick. Er riss seine Waffe hoch und drückte ab. Die Wurzel wurde von den Kugeln förmlich zerfetzt. Holzsplitter zischten meterweit durch die Luft. Einen Moment lang wollte ich erleichtert einatmen, als sich nichts bewegte, doch da taumelte schon eine blutüberströmte kleine Echse aus den Büschen heraus und brach leblos zusammen.
      „Ein Späher. Passt auf, da müssen noch mehr sein!“, rief uns sogleich Ming zu und riss ebenfalls seine Waffe hoch. Mein Herz fing an zu klopfen und gleichzeitig rauschte ein eiskalter Schauer über meinem Rücken.
      „Hier!“, schrie Anna und weitere Schüsse knallten. Ich sah einen kleinen Rep, der mit flinken Pfoten durch die Farne am Waldrand rannte. Ich hatte meine Lektion mit dem Typo gelernt. Wie hundertfach geübt, legte ich mein Gewehr an, folgte den Bewegungen des Tieres mit meinem Lauf und drückte ab. Die Kugeln rissen eine Furche in den Boden, Blut spritzte und der Rep wurde an den nächsten Baum gehämmert.
      „Ich hab auch einen“, gab ich Bescheid.
      „Wir müssen uns zurückziehen!“, rief Rick und winkte uns von den Bäumen weg. „Wir sind ihren Nestern schon viel zu nah. Kommt schon, Beeilung!“
      Das machte leider Sinn. Die meisten Tiere verteidigten sich, wenn ihr Nachwuchs in Gefahr geriet.
      „Zu spät, verdammt noch mal!“, fluchte Schack neben mir, als plötzlich ein schrilles Trillern ertönte. „Sie kommen.“
      Pures Adrenalin rauschte durch meine Venen. Mein Mund wurde trocken und mein Herz raste. Das war nicht gut. Das war überhaupt nicht gut. Ich hatte das schon einmal mitgemacht und gegen den Trupp vom Sergeant damals, waren wir doch ein schwacher Witz.
      „Zur Wiesenmitte, bildet eine Linie!“, änderte Rick seine Befehle und rannte zu uns. Weiteres misstönendes Gekreische schallte aus dem Wald.
      „Schießt auf die Farne! Sperrfeuer!“, brüllte Ming, kurz bevor plötzlich Dutzende der kleinen Echsen zwischen den Palmen auftauchten und durchs hohe Gras auf uns zu rannten.
      „Scheiße!“, fluchte ich, schaltete mein Gehirn aus und drückte ab.
      Überall hörte man nur noch krachende Schüsse, als auch die anderen das Feuer eröffneten und übertönte mühelos das schrille Pfeifen der Reps. Erde und Blut spritze, Farne, Grashalme und Bäume wurden zerfetzt, als sich die Kugeln durch die Reihen der Echsen pflügten.
      „Die Flanken! Achtet auf unsre Flanken!“, übertönte Rick den ohrenbetäubenden Lärm.
      Ich blickte auf und sah ein ganzes Rudel der kleinen Beutegreifer, die versuchten unsere Linie zu umgehen und uns von hinten anzugreifen.
      Im Nu war ich auf den Beinen und rannte ihnen entgegen. Ich wusste auch nicht, was mich da geritten hatte. Gleichzeitig riss ich mein Gewehr hoch und gab immer wieder schnelle Feuerstöße ab. Gras und Erde wurden zerfetzt und mehrere der Reps überschlugen sich im Lauf und blieben winselnd liegen.
      „Wer hat noch Munition? Ich brauch Munition!“, schrie Klett durch das Chaos.
      Neue Befehle erschallten: „Zach, rüber zu Klett! Torn, hier rüber!“
      „Schnell!“
      „Feuer Anna! Schieß!“
      Ich rappelte mich erneut auf und stürmte zu Schack, der so zielsicher mit seinem Gewehr umging, wie ein Bauer mit seiner Sense. Weitere schrille Todesgekreische der Reps war zu hören, als ich neben ihm mich hinhockte und erneut das Feuer eröffnete. Ich konnte nicht genau sehen, ob ich was getroffen hab, aber ich war mir beinahe sicher, dass ich verheerenden Schaden anrichtete.
      „Feuer einstellen, Feuer einstellen!“, brüllte uns plötzlich Rick über den Lärm zu. Die Schüsse der Soldaten erstarben beinahe sofort.
    • Nice es geht weiter!!
      Ehrlich gesagt hatte ich ein paar Schwierigkeiten wieder reinzukommen, aber geht schon^^

      Teil war super, nichts zu beanstanden. Außer, dass du uns nimmer so lange warten lassen sollst.
      Weil ich finds grad echt spannend ;)
      (Korrekturen, überlasse ich den Profis)

      Schreibfeder schrieb:

      Ich war gerade in der Laune für Gemetzel.
      Kenne ich - Bin ich auch grad :D

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!: