Die Todgeweihten (Zeitreise)

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    • Wow...also schön, @Dinteyra dass du dabei geblieben bist, obwohl das Setting dir überhaupt nicht zugesagt hatte. Letzteres ist ausgesprochen schade.
      Allerdings macht dich das gerade zu meiner schärfsten Kritikerin. ^^

      Schön, das dir die Darstellung der Charaktere und Konflikte gefällt, auch wenn der Protagonist nicht dein Typ ist. Ich hatte mich bemüht vielschichtige Charaktere zu schaffen und eine lebendige Gruppendynamik. Es freut mich, dass mir das gelungen ist.

      Ich habe alles versucht möglichst real darzustellen. Storm mag in gewisser Weise ein Antagonist sein, aber eigentlich ist er nur ein Kommandant, dem die Fäden langsam aus der Hand gleiten. Dann sind noch die Dinosaurier Antagonisten, aber die sind nur deshalb ein Problem, weil die Menschen den Lebensraum verändert haben, weshalb ein normales Verhalten der Tiere nicht möglich ist.
      Also alles wie in der wirklichen Welt auch. :)


      Was die inhaltlichen Fragen angeht (wie gesagt, du bist meine schärfste Kritikerin) ist bereits erwähnt, dass das Reisen in die Zukunft kein Problem darstellt. Daher können alle in der Kreidezeit geborende Personen ohne Probleme auf die andere Seite.
      Und sie nehmen sie gerne zurück, da sie in die Kreidezeit nur wenige Soldaten schicken können, da sie alles geheimhalten wollen und daher Rekrutierungsprobleme haben.
      Das habe ich wohl nicht ausreichend ausgearbeitet. Ärgerlich.

      An einer Verteidigung in der Kreidezeit geht also kein Weg vorbei. Allerdings das mit der ineffektiven Verteidigung des Portals? Ja, da gibt es Gründe, aber vielleicht habe ich auch hier nicht zu sauber gearbeitet. Da muss ich wohl auf eure Kritik am Ende hoffen.

      Sicher gibt es noch (mindestens eine) Verschwörung, aber ich bin nicht Rael. Ich fürchte, du wirst nicht ganz zufrieden sein. Dennoch freue ich mich natürlich, dass du den Weg in diese Geschichte gefunden hast, aber vermutlich wäre meine zweite Geschichte für dich eher was gewesen. Die Abtrünnigen ist schöne Low Fantasy.
    • Ich wusste gar nichts von deiner zweiten Geschichte ^^ . Bei Gelegenheit schau ich da mal rein, aber jetzt möchte ich erst mal hier wissen, wie es ausgeht.
      Ach deshalb nehmen sie halb Tote. Ich dachte immer es wäre ein technisches Problem, nicht dass es ein Rekrutierungsproblem ist. Dass sie in der Kreidezeit verteidigen müssen war mir eigentlich klar, ich hatte da nur ein wenig die Gedanken schweifen lassen.
      Aber wie gesagt, obwohl es nicht mein Lieblingsthema ist, mag ich vieles an deiner Geschichte, also lass dich nicht entmutigen :thumbup:
      Blubb, blubb, blubb ... ich bin ein Fisch.
    • Hallo zusammen, ich habe endlich wieder ein Stück soweit bekommen, dass ich damit halbwegs zufrieden bin. Falls euch also etwas auffällt, nur heraus damit. Ich kann mich nur verbessern.
      Die nächten Teile kommen jetzt in schneller Abfolge. Ich hoffe, ich kann darin auch alle Fragen beantworten. Das Ende habe ich schon und ist auch ganz gut geworden. Nur am Epilog knabbere ich noch etwas.


      _______

      Wow. Ich blinzelte überrascht. Das war jetzt unerwartet. Ich befand mich plötzlich in einem riesigen, milchig-weißen Raum, dessen Ausmaße unmöglich zu schätzen waren, aber das lag schlichtweg am Licht selbst. Es war zwar nicht grell, aber hier war alles so diesig, dass es so wirkte, als hätte jemand einen Halogenstrahler auf dichten Nebel gerichtet. Irgendwie gab es hier auch keine Geräusche, die nicht von mir selbst stammen, mit Ausnahme eines seichten Windrauschens. Woher auch immer das kam.
      „Was zur Hölle?“, murmelte ich.
      „Wir müssen im Portal sein“, meinte Anna und sah sich staunend um.
      Gut, das war mir auch klar. Das Licht war von derselben Sorte wie die Leuchtkugel im Bunker. Aber dennoch war es überraschend. Vom Bunker sah ich weit und breit keine Spur. Nur Lisa und Anna standen neben mir. Mit ihrem verschlammten und verschwitzten Äußeren ein krasser Gegensatz zur sterilen Umgebung.
      Während Anna eher neugierig wirkte, blieb Lisa stumm, doch ihre Hand verkrampfte sich förmlich um den Griff ihrer Waffe. Dieser Raum war zwar ein beeindruckender Anblick, aber ich konnte ihn, bei aller Liebe, nur als unheimlich empfinden. Ihre Reaktion war für mich absolut nachvollziehbar.
      „Kommen wir wieder zurück?“, fragte ich in die Stille.
      Das war das Stichwort für Lisa. Prompt entfernte sie sich ein paar Schritte. Als sie sich ungefähr zehn Meter entfernt hatte, war sie im nebeligen Licht kaum noch auszumachen, aber ganz offensichtlich noch im Portal. Wir waren niemals so weit gelaufen, um hier anzukommen.
      „Komm wieder zurück“, rief ich ihr zu. „Das funktioniert nicht.“
      Während sie zu uns zurücklief, versuchte ich die Umgebung zu mustern, aber das gestaltete sich schwierig. Das Portal war zwar einerseits hell und luftig, andererseits aber auch diesig und die Konturen verschwommen. Dennoch konnte ich einen schemenhaften Gang ausmachen, an dessen Rand sich Lisa langsam bewegte.
      Ich runzelte die Stirn. Mir schien es so, als wenn sie sich mühsam durch Treibsand kämpfen musste. Ihre Gestalt wirkte auch ein wenig verzerrt. Das erinnerte mich an Kletts Tod, bevor ein anderer in dessen Körper die Augen aufschlug. Keine angenehmen Erinnerungen.
      Kaum dass sie wieder bei uns ankam, atmete ich tief ein. „Wir sollten uns besser nicht mehr trennen.“
      „Warum?“, hörte ich Lisa fragen.
      „Ist dir aufgefallen, dass du total verwaschen aussahst, als du weg warst?“, mischte sich Anna ein.
      „Ja, schon“, gab Lisa zu. „Ihr habt euch auch nur noch in Zeitlupe bewegt.“
      Anna und ich zuckten zusammen.
      „Ich hasse diesen Ort“, murmelte sie hörbar.
      Ich musste tief Luft holen. „Wir sollten hier entlang gehen“, entschied ich. „Wenn ihr genau hinschaut, könnt ihr eine Art Gang erkennen. Wenn wir Glück haben, ist die Richtung hierbei egal.“
      „Und wenn wir Pech haben?“, wandte Lisa ein. Ihre Hand spannte sich um den Gewehrkolben. „Ach, scheiß drauf! Lass uns gehen.“
      Kurzentschlossen ging sie voran. Diesmal passierte nichts Ungewöhnliches, also folgte ich ihr achselzuckend. Der Ort hatte seine eigene Physik, die ich nicht verstand, aber ich verbot mir darüber nachzudenken. Das Gefühl, als wenn Eiswasser durch meine Venen rollte, hatte ich ohnehin schon.
      Um mich abzulenken, versuchte ich im Nebel irgendwas zu erkennen. Je tiefer wir ins Portal eintauchten, desto leichter fiel es mir auch, bis ich plötzlich verdattert stehenblieb.
      „He, wartet mal, seht ihr das auch?“, fragte ich die Frauen und deutete auf das Wandstück neben mir.
      Dort, in nebelige Schemen gehüllt, hatte sich dieses in eine Art Gemälde verwandelt. Als wenn irgendwer mit weißen und grauen Farbtönen ein Bild gemalt hätte, das sich ganz seicht bewegte. Für einen Moment konnten wir einen Blick auf einen Wasserfall werfen, über dem träge ein Flugsaurier hinweg flog. Dann veränderte sich das Bild und wir sahen eine Wüste, wo die Knochen eines Großraubsauriers verblichen. Nach einigen Momenten erschien plötzlich ein Militärlager.
      Wir zuckten alle zusammen.
      Es war nicht das „Nest“, aber von ähnlicher Beschaffenheit. Es gab einige Zelte, überall liefen Soldaten herum, aber es war bedeutend größer und besser ausgebaut. Ich meinte sogar eine niedrige Palisade beim Dschungel zu erkennen.
      „Was zur Hölle“, murmelte ich. Dann stockte ich. Ich hatte Schritte gehört. Meine Hand zuckte hoch.
      „Was ist?“, hauchte Anna.
      „Da war was“, flüsterte ich zurück.
      Eine Bewegung. Der Nebel wallte zurück. Wir rissen die Gewehre hoch. Plötzlich trat ein junger Mann aus dem Dunst. Wirkte wie ein Wissenschaftler, mit seinen kurzen blonden Haaren und seiner Nickelbrille. Er trug sogar einen weißen Kittel mit Namensschild.
      Freundlich lächelte er uns an: „Na endlich habe ich euch gefunden. Ähm ... wow ... Friede. Ihr könnt eure Waffen ruhig runternehmen.“
      Ich sah, wie Lisas Hand sich um den Kolben ihres RX spannte. Der ganze Ort machte ihr offenkundig Angst, aber ich hatte keine Lust herauszufinden, was passierte, wenn sie hier auf einen unbewaffneten Mann schoss. Langsam schob ich meine Hand vor und drückte ihren Lauf zu Boden.
      Dann ging mir erst auf, was der Wissenschaftler gesagt hatte. „Was soll das heißen? Sie haben uns gesucht?“
      Nun war es meine Hand, die sich um den Griff meiner Waffe legte.
      „Ja, natürlich“, antworte der Typ, dessen Lächeln verschwunden war. „Ich heiße Erik. Aber fehlt bei euch nicht einer?“
      Ich runzelte die Stirn. Ein merkwürdiger Kerl, aber vielleicht konnte er uns ja helfen.
      „Rick haben die Wachen am Tor abgefangen“, gab ich ehrlich zur Antwort.
      „Ach, dann kommt er vielleicht noch“, meinte dieser Erik schulterzuckend. „Dann müsst ihr also Lisa, Anna und ähm ... Torn sein.“
      Er wies einladend auf den Gang hinter sich. „Kommt mir. Wir reden am besten im Labor weiter.“
      Neben mir trat Anna vor und sicherte demonstrativ ihre Waffe. Dann deutete sie mit dem Kopf in Richtung des Wissenschaftlers. Die Botschaft war klar, wir sollten mitkommen. Mir fiel aber sehr wohl auf, dass ihre Hand noch immer an ihrem Gewehr lag. Sie traute dem Neuankömmling genauso wenig wie ich. Vermutlich war es bei Lisa auch so, die sich zwar ebenfalls erhob, aber deren Hände noch immer am Abzug verweilten.
      Vor allem, weil er unsere Namen kannte.
    • Es geht weiter!! :panik:

      Rein in das Tor und ab durch die ... äh, Mitte? Nebelsuppe? Hat mich irgendwie von der Örtlichkeit ein bisschen an die Bahnhofsszene erinnert nach Harrys "Tod" durch Voldemorts Todesfluch. :D Schöne Beschreibungen!! Man kann es sich problemlos vorstellen.
      Ja. Wo sind sie jetzt wohl gelandet? Wieso kennt sie der Typ? Noch dazu mit den Namen, die sie sich im "Nest" selbst gegeben hatten. Gehört er etwas zu dieser Truppe? Oder waren die alle Versuchskaninchen auf einem Trip?
      Herrje, Schreibfeder, her mit dem nächsten Teil! Ich will wissen, was hier los ist. :dwarf:
      Spoiler anzeigen


      Schreibfeder schrieb:

      „Was zur Hölle?“, murmelte ich.
      „Wir müssen im Portal sein“, meinte Anna und sah sich staunend um.
      Hier hab ich erst nicht gleich begriffen, dass Torn hineingegangen ist. Das stand so nicht da. Erst Annas Worte ließen mich drauf kommen.

      Schreibfeder schrieb:

      „Kommen wir wieder zurück?“, fragte ich in die Stille.
      Lisa ließ sich das nicht zweimal sagen. Prompt entfernte sie sich ein paar Schritte.
      Ähm, genau genommen hat Torn nichts "gesagt", was Lisa sich nicht zweimal sagen ließ. Er hat eine Frage gestellt. Von daher finde ich den Liisa-Satz irgendwie nicht ganz passend.

      Schreibfeder schrieb:

      Das erinnerte mich auf an Kletts Tod, bevor ein anderer in dessen Körper die Augen aufschlug.
      ohne "auf" ?

      Schreibfeder schrieb:

      Diesmal passierte nichts ungewöhnliches,
      Ungewöhnliches

      Schreibfeder schrieb:

      Das Gefühl, als wenn Eiskübel durch meine Venen rollten,
      Eiskübel? Echt? Vielleicht Eiskrümel? -würfel? -splitter? -kugeln? :hmm:

      Schreibfeder schrieb:

      Er wirkte wie ein Wissenschaftler, mit seinen kurzen blonden Haaren und seiner Nickelbrille. Er trug sogar einen weißen Kittel mit Namensschild.
      Er lächelte uns freundlich an:
      ^^

      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Hallo @Tariq, vielen Dank für deine Anmerkungen. Ich habe sie allesamt bereits eingepflegt. Sie waren auch sehr gut, danke. :)

      Was das Portal angeht: Ich hatte eigentlich die ganze Zeit schon einen weißen, nebeligen Gang im Kopf. Ganz sicher nicht wie bei Harry Potter. Wundere mich auch etwas über den Vergleich, aber jeder liest ja anders. ^^

      Freu mich auch darüber, dass du so schnell hier warst. Ich schau mal, wann der nächste Teil kommt. Sollte aber nicht lange dauern.
      Aktuell führe ich mir alle Kommentare von euch noch einmal zu Gemüte, damit ich keine Erzähllücke vergesse. :)
    • Spoiler anzeigen

      Schreibfeder schrieb:

      Was das Portal angeht: Ich hatte eigentlich die ganze Zeit schon einen weißen, nebeligen Gang im Kopf. Ganz sicher nicht wie bei Harry Potter. Wundere mich auch etwas über den Vergleich, aber jeder liest ja anders.
      Ich hatte hier irgendwie gar keinen richtigen Gang vor meinem geistigen Auge. Eher etwas, was keine räumlichen Begrenzungen nach den Seiten oder oben hat. Ein begrenzungsloser Raum voll Nebel. Von daher der Bahnhofsvergleich, der übrigens auch nur direkt am Anfang der Bahnhofs-Szene passt. Der Gang, den du erwähnt hast, den hab ich irgendwie nur am Boden vermutet, sowas wie ein Pfad oder was Ähnliches.
      Aber du hast recht, jeder liest anders. Mal sehen, was die anderen sagen. :)
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Huhu @Schreibfeder

      Spoiler anzeigen

      Ein neuer Teil, juhu!
      Ich habe das, was da passiert, definitiv nicht erwartet xD Ich dachte irgendwie, die latschen einfach durch das Portal und sind wieder frei. Aber das wäre ja auch zu langweilig gewesen ^^
      Ich finde das einen gelungenen Teil und die Beschreibungen waren gut zu verstehen und anschaulich.

      Wobei ich bei dem Portal etwas unschlüssig war, wie es aussieht. Aber ich denke, das passt schon. So hat jeder Leser etwas Spielraum mit seinen Gedanken.
      Irgendwie fand ich persönlich das aber auch ein bisschen creepy, das die Gestalten verschwimmen, wenn sie da entlang gehen (hat mich an "ins Licht gehen", in eine andere Welt hinübergehen erinnert)
      Ich find´s cool :thumbup:

      Und der junge Mann, der so plötzlich auftaucht, hat mich auch überrascht. Freund oder Feind? Ich tendiere aktuell zu potenziellem Verbündeten, aber man wird sehen, wie sich das noch entwickelt. Da bin ich gespannt :)
      Und woher kennt er ihre Namen? Wussten die schon, dass die versuchen würden, das Portal zu finden und von dort wegzukommen? Wenn ja, woher? Viele Fragen, viele interessante Fragen.
      Ich bleib dran, bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt!

      Schreibfeder schrieb:

      Vermutlich war es bei Lisa auch so, die sich zwar ebenfalls erhob, aber dessen Hände noch immer am Abzug verweilten.
      deren Hände



      LG
      Blue
      Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...
















    • Hallo Blue, freut mich, dass auch du den Weg hierher gefunden hast.

      Jetzt kommt der nächste Teil. Etwas kürzer diesmal, aber das liegt daran, dass ich den nächsten Abschnitt sonst nicht gescheit getrennt bekomme.

      _______


      Nach einigen Dutzend Schritten lichtete sich der Nebel etwas und es erschienen einige Möbel aus dem Nichts. Ein paar Büroschränke, ein paar Tische mit altmodischen Messgeräten. Allesamt aus billigem Holzimitat und sehr dunkel gehalten. Richtige Wände waren weiterhin nicht zu erahnen, wenngleich es sich so anfühlte, als hätte ich ein Gebäude betreten.
      Unser Begleiter machte eine einladende Geste. „Wir sind jetzt in der Mitte des Portals. Einen Moment bitte, sie werden gleich da sein.“
      „Wer wird gleich da sein?“, wollte Lisa wissen.
      „Meine Kollegen natürlich. Wir bilden den Vorsitz des zivilen Arms des Projekts“, antwortete der Wissenschaftler lächelnd und wies auf den Nebel, aus dem zwei weitere Gestalten traten. Beide trugen ebenfalls Kittel, waren aber von völlig unterschiedlicher Gestalt. Der eine war so dünn wie unser Begleiter, während der andere dicklicher und untersetzt war. Letzterer schien nicht glücklich über unser Erscheinen.
      „Du hast sie gefunden?“, knurrte er anstelle einer Begrüßung. Sein buschiger Schnauzbart vibrierte geradezu vor Verärgerung. „Dann kann ich ja wieder auf Beobachtung gehen.“
      Einen Moment später verschwand er im Nebel. Dafür, dass der Kerl angeblich eine Führungsposition innehatte, empfand ich ihn als äußerst unhöflich. Sein jüngerer Kollege benahm sich professioneller und versuchte die Situation zu retten. Er trat vor, glättete seine schwarzen Haare und reichte uns die Hand. „Willkommen im Portal, ich bin Michael und ihr müsst Anna, Lisa und Torn sein. Ich nehme an, ihr habt zahlreiche Fragen. Stellt sie einfach.“
      „Woher kennt ihr unsere Namen?“, stieß ich misstrauisch hervor.
      Erik hob die Augenbraue: „Wir haben natürlich Akten über jeden eingesetzten Soldaten.“
      Das hätte ich mir eigentlich denken können.
      „Und woher wusstet ihr, dass wir kommen?“, bohrte Anna nach. „Ihr habt wohl kaum die Namen von hunderten von Soldaten im Kopf.“
      „Achso, das meint ihr“, antwortete Erik. „Wir haben euch natürlich beobachtet.“
      „Ihr beobachtet uns?“, fragte Lisa dazwischen und klang entsetzt.
      „Oh“, der junge Mann drehte sich zu ihr um. „Nicht so, wie du vielleicht denkst. Wir können nur grobe Luftbilder sehen, keine Details und alles, was im Bunker oder unter den Zelten passiert, bleibt für uns ohnehin unsichtbar.“
      Ich musste ein Grinsen unterdrücken. Ich hatte keine Ahnung, ob Lisa mit einem der Soldaten Sex hatte, aber da sie knallrot anlief, könnte da was dran sein.
      „Wie genau beobachtet ihr uns denn?“, hakte ich nach, auch um das Thema zu wechseln. Meine Gedanken drehten sich unweigerlich um getarnte Drohnen oder abgerichtete Flugsauriern mit Kameras.
      „Habt ihr die Bilder an den Wänden nicht gesehen?“, fragte Erik zurück. Jetzt klang er ernsthaft überrascht.
      „Ja, schon“, gab ich zu. „Aber ich dachte, die sind eher schmückendes Beiwerk. Oder Sinnestäuschungen oder so.“
      „Nein, die sind real“, versicherte er mir. „Sie zeigen immer diverse Szenen aus der Kreidezeit. Mit der Zeit lernt man sie zu steuern. Vor allem, wenn man schon so lange hier lebt wie wir.“
      „Aber warum habt ihr uns denn nicht aufgehalten?“, fragte ich verwundert. „Wenn ihr uns doch beobachten konntet.“
      „Ouh“, er hob die Hand. „Erfahrungsgemäß rasten die meisten Soldaten gleich aus, wenn wir ihnen das sagen. Die Information wird meistens unterschlagen, was aber nicht unsere Idee war. Also hört uns bitte bis zum Ende an, bevor ihr losstürmt.“
      Michael fiel ein: „Bevor mein Kollege jetzt endlos um den heißen Brei herumredet, sag ich es jetzt einfach. Ihr dürft jederzeit in unsere Zeit zurückkehren. Dieses Recht habt ihr mit Brief und Siegel.“
      „Was?“, schnappte ich wütend, bevor ich innerlich einen Schritt zurücktrat. Ich atmete tief ein und aus und versuchte den heißen Zorn in meinen Adern abzukühlen. Was mir nur mäßig gelang. Dafür war die Information, dass wir ganz legal das Portal durchschreiten durften, dann doch zu heftig.
      Obwohl ... jetzt wo mein Gehirn langsam wieder klar denken konnte: Wir hätten ohnehin fliehen müssen. Der Leutnant hätte uns niemals freiwillig gehen lassen. Dafür hatte er im Moment zu viel Ärger mit dem Oberst.
    • Schön, dass es mit einem neuen, spannenden Teil weitergeht und der auch noch in einem Cliff endet. Wenigstens lässt du uns nicht zu lange auf einen neuen Teil warten. Anmerkungen sind wie immer im Spoiler.

      Spoiler anzeigen

      Schreibfeder schrieb:

      Wow. Ich blinzelte überrascht. Das war jetzt unerwartet. Ich befand mich plötzlich in einem riesigen, milchig_weißen (auseinander) Raum, dessen Ausmaße unmöglich zu schätzen waren, (Ich würde hier einen Punkt machen) aber das lag schlichtweg am Licht selbst. Es war zwar nicht grell, aber hier war alles so diesig, dass es so wirkte, als hätte jemand einen Halogenstrahler auf dichten Nebel gerichtet. (Schöner Vergleich.) Irgendwie gab es hier auch keine Geräusche, die nicht von mir selbst stammen, mit Ausnahme eines seichten Windrauschens. (Doppelte Verneinung. Keine..., die nicht..) Woher auch immer das kam.
      „Was zur Hölle?“, murmelte ich.
      „Wir müssen im Portal sein“, meinte Anna und sah sich staunend um.
      Gut, das war mir auch klar. Das Licht war (schimmerte/leuchtete) von derselben Sorte wie die Leuchtkugel im Bunker. Aber dennoch war es überraschend. (Dennoch überraschte es mich.) Vom Bunker war (sahen wir) weit und breit keine Spur. Nur Lisa und Anna standen neben mir. Mit ihrem verschlammten und verschwitzten Äußeren ein krasser Gegensatz zur sterilen Umgebung.
      Während Anna eher neugierig wirkte, blieb Lisa stumm, doch ihre Hand verkrampfte sich förmlich um den Griff ihrer Waffe. ("doch ihre Hand lag verkrampft auf dem Griff der Waffe." fände ich schöner und nicht so sperrig.) Dieser Raum war zwar ein beeindruckender Anblick, aber ich konnte ihn, bei aller Liebe, nur als unheimlich empfinden. Ihre Reaktion war für mich absolut nachvollziehbar. (Was wäre, wenn er ihre Reaktion nicht nachvollziehbar fände? Und warum muss er sie nachvollziehbar finden? Ich vermute, du möchtest damit ausdrücken, dass er ähnlich empfand? Das tust du eigentlich schon im Satz davor.)

      „Kommen wir wieder zurück?“, fragte ich in die Stille.
      Das war das Stichwort für Lisa. Prompt entfernte sie sich ein paar Schritte. Als sie ungefähr zehn Meter weit weg war, war sie im nebeligen Licht kaum noch auszumachen, aber ganz offensichtlich noch im Portal. (Als sie sich ungefährt zehn Meter entfernt hatte, konnten wir sie im nebeligen Licht kaum noch ausmachen, dennoch befand sie sich offensichtlich noch im Portal.) Wir waren niemals so weit gelaufen, um hier anzukommen. (Den Satz verstehe ich nicht ganz? Sie sind doch ewig gelaufen, um hier anzukommen? Oder meinst du, um im Portal doch noch zu scheitern?)

      „Komm wieder zurück“, rief ich ihr zu. „Das funktioniert nicht.“
      Während sie zu uns zurücklief, versuchte ich die Umgebung zu mustern, aber das war (gestaltete sich) schwierig. Das Portal war zwar einerseits hell und luftig, andererseits aber auch diesig und die Konturen waren verschwommen. Dennoch konnte ich einen schemenhaften Gang ausmachen, an dessen Rand sich Lisa langsam bewegte.
      Ich runzelte die Stirn. Mir schien es so, als wenn sie sich mühsam durch Treibsand kämpfen musste. Ihre Gestalt wirkte auch ein wenig verzerrt. Das erinnerte mich an Kletts Tod, bevor ein anderer in dessen Körper die Augen aufschlug. Keine angenehmen Erinnerungen.
      Kaum dass sie wieder bei uns war (ankam), atmete ich tief ein. „Wir sollten uns besser nicht mehr trennen.“
      „Warum?“, hörte ich Lisa fragen.
      „Ist dir aufgefallen, dass du total verwaschen aussahst, als du weg warst?“, mischte sich Anna ein.
      „Ja, schon“, gab Lisa zu. „Ihr habt euch auch nur noch in Zeitlupe bewegt.“
      Anna und ich zuckten zusammen.
      „Ich hasse diesen Ort“, murmelte sie hörbar.
      Ich atmete tief ein. „Wir sollten hier entlang gehen“, entschied ich. „Wenn ihr genau hinschaut, könnt ihr eine Art Gang erkennen. Wenn wir Glück haben, ist die Richtung hierbei egal.“
      „Und wenn wir Pech haben?“, wandte Lisa ein. Ihre Hand spannte sich um den Gewehrkolben. „Ach, scheiß drauf! Lass uns gehen.“
      Kurzentschlossen ging sie voran. Diesmal passierte nichts Ungewöhnliches, also folgte ich ihr achselzuckend. Der Ort hatte seine eigene Physik, die ich nicht verstand, aber ich verbot mir darüber nachzudenken. Das Gefühl, als wenn Eiswasser durch meine Venen rollte, hatte ich ohnehin schon.
      Um mich abzulenken, versuchte ich im Nebel irgendwas zu erkennen. Je tiefer wir ins Portal eintauchten, desto leichter fiel es mir auch, bis ich plötzlich verdattert stehenblieb.
      „He, wartet mal, seht ihr das auch?“, fragte ich die Frauen und deutete auf das Wandstück neben mir.
      Dort, in nebelige Schemen gehüllt, hatte sich dieses in eine Art Gemälde verwandelt. Als wenn irgendwer mit weißen und grauen Farbtönen ein Bild gemalt hätten (hätte), das sich ganz seicht bewegte. Für einen Moment konnten wir einen Blick auf einen Wasserfall werfen, über dem träge ein Flugsaurier hinweg flog. Dann veränderte sich das Bild und wir sahen eine Wüste, wo (in der) die Knochen eines Großraubsauriers verblichen. ("verblichen" passt hier mMn nicht. Eher verrotteten oder sich zersetzen.) Nach einigen Momenten erschien plötzlich ein Militärlager. (Das ist ja interessant, so kann mal also alles beobachten.)

      Wir zuckten alle zusammen.
      Es war nicht das „Nest“, aber von ähnlicher Beschaffenheit. Es gab einige Zelte, überall liefen Soldaten herum, aber es war bedeutend größer und besser ausgebaut. Ich meinte sogar eine niedrige Palisade beim Dschungel zu erkennen.
      „Was zur Hölle“, murmelte ich. Dann stockte ich. Ich hatte Schritte gehört. Meine Hand zuckte hoch.
      „Was ist?“, hauchte Anna.
      „Da war was“, flüsterte ich zurück.
      Eine Bewegung. Der Nebel wallte zurück. Wir rissen die Gewehre hoch. Plötzlich trat ein junger Mann aus dem Dunst. Wirkte wie ein Wissenschaftler, mit seinen kurzen blonden Haaren und seiner Nickelbrille. Er trug sogar einen weißen Kittel mit Namensschild.
      Freundlich lächelte er uns an: „Na endlich habe ich euch gefunden. Ähm..._wow..._Friede.(Dort _ fehlen die Leerzeichen.) Ihr könnt eure Waffen ruhig runternehmen.“
      Ich sah, wie Lisas Hand sich um den Kolben ihres RX spannte. Der ganze Ort machte ihr Angst, (Ich finde es ein wenig schwierig aus Torns Sicht zu schrieben, dass sie Angst hat. Eher könnte Torn sagen, warum er glaubt, dass sie Angst hat. Zittert sie?) aber ich hatte keine Lust herauszufinden, was passierte, wenn sie hier auf einen unbewaffneten Mann schoss. Blitzartig (Sie erschrickt nicht und drückt den Abzug, wenn jemand etwas blitzartig macht?) zuckte meine Hand vor und drückte ihren Lauf zu Boden.
      Dann ging mir auf, was der Wissenschaftler gerade gesagt hatte. „Was soll das heißen? Sie haben uns gesucht?“
      Nun war es meine Hand, die sich um den Griff meiner Waffe legte. (Es wäre ein bisschen spooky, wenn sich eine andere Hand als seine, um den Griff seiner Waffe legen würde. Es klingt einwenig so, als würde seine Hand nicht zu ihm gehören oder ein Eigenleben entwickelt haben.)

      „Ja, natürlich“, antworte der Typ, dessen Lächeln verschwunden war. „Ich heiße Erik. Aber fehlt bei euch nicht einer?“
      Ich runzelte die Stirn. Ein merkwürdiger Kerl, aber vielleicht konnte er uns ja helfen.
      „Rick haben die Wachen am Tor abgefangen“, gab ich ehrlich zur Antwort.
      „Ach, dann kommt er vielleicht noch“, meinte dieser Erik schulterzuckend. „Dann müsst ihr also Lisa, Anna und ähm ... Torn sein.“
      Er wies einladend auf den Gang hinter sich. „Kommt mir. Wir reden am besten im Labor weiter.“
      Neben mir trat Anna vor und sicherte demonstrativ ihre Waffe. Dann deutete sie mit dem Kopf in Richtung des Wissenschaftlers. Die Botschaft war klar, wir sollten mitkommen. Mit (Mir) fiel aber sehr wohl auf, dass ihre Hand noch immer an ihrem Gewehr lag. Sie traute dem Neuankömmling genauso wenig wie ich. Vermutlich war es bei Lisa auch so, die sich zwar ebenfalls erhob, aber dessen (deren) Hände noch immer am Abzug verweilten.
      Vor allem, weil er unsere Namen kannte.
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • Ui, neuer Post, gleich lesen!!

      Ich war gespannt auf die Erklärung, @Schreibfeder, aber du hältst uns noch hin.
      Insgesamt eine interessante Fortführung, aber ein paar Stolperstellen hab ich drin.

      Spoiler anzeigen

      Schreibfeder schrieb:

      „Willkommen im Portal, ich bin Michael und ihr müsst Anna, Lisa und Torn sein. Ich nehme an, ihr habt zahlreiche Fragen. Stellt sie einfach.“
      Wieso vermisst Michael den vierten Mann nicht und wieso weiß er, dass derjenige vor ihm Torn ist und nicht Rick?

      Schreibfeder schrieb:

      Oh, das meint ihr“, antwortete Erik. „Wir haben euch natürlich beobachtet.“
      „Ihr beobachtet uns?“, fragte Lisa dazwischen und klang entsetzt.
      Oh“, der junge Mann drehte sich zu ihr um.
      Vielleicht ein anderer Satzanfang?

      Schreibfeder schrieb:

      Wir können nur grobe Luftbilder sehen, keine Details und alles, was im Bunker oder unter den Zelten passiert, bleibt für uns ohnehin unsichtbar.“
      Wenn sie nur grobe Luftbilder sehen, woher wissen sie dann, wer geflohen ist? Stehen sie in Verbindung mit dem "Nest"? Wurden sie von dort informiert?

      Schreibfeder schrieb:

      Obwohl...jetzt wo mein Gehirn langsam wieder klar denken konnte: Wir hätten ohnehin fliehen müssen. Der Leutnant hätte uns niemals freiwillig gehen lassen.
      Jetzt stellt sich bei mir die Frage, inwieweit der Lieutnant tun und lassen kann, was er will? Wer ist wem unterstellt? Wer hat recht? Wer kann die Regeln machen?

      Okay, kann weitergehen. Btw - ich will wissen, wie es Rick ergangen ist. :stick:

      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

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    • Hallo @Tariq, deine sonstigen Fragen beantworten sich quasi beim nächsten Teil von alleine. Allerdings bin ich jetzt einmal ins Stocken geraten:
      Ich hoffe doch, dass klar ist, dass der Leutnant nur dem Oberst militärisch unterstellt ist. Seine Tochter handelt zudem nicht gegen ihn.

      Außerdem hoffe ich doch, dass bei der Fluchtszene klargeworden ist, dass der Leutnant über Funk Kontakt mit dem Militär am Portal aufnehmen kann.
      Und zudem der Leutnant Lügen über die Geflohenden erzählt hat, damit sie festgehalten werden und nicht ins Portal vorstoßen können.
    • Wieso Erik nicht weiß, dass Rick fehlt, aber Michael schon, ist ein wenig merkwürdig, aber das hatte ja @Tariq schon angemerkt. Ansonsten kann es gerne die Tage weitergehen.

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      Schreibfeder schrieb:

      Nach einigen Dutzend Schritten lichtete sich der Nebel etwas und es erschienen einige Möbel (Hier könntest du konkreter werden. Ein Sofa? Ein Tisch? Stühle? Ein Regal?) aus dem Nichts. Ziemlich hässliche Modelle aus den siebziger Jahren, billiges Holzimitat und sehr dunkel gehalten. Richtige Wände waren aber weiterhin nicht zu erahnen, auch wenn ich mich irgendwie so fühlte, als wenn ich ein festes Gebäude betreten hätte. (..., wenngleich es sich so anfühlte, als hätte ich ein Gebäude betreten.)

      Unser Begleiter machte eine einladende Geste. „Wir sind jetzt in der Mitte des Portals. Einen Moment bitte, sie werden gleich da sein.“
      „Wer wird gleich da sein?“, wollte Lisa wissen.
      „Meine Kollegen natürlich“, antwortete der Wissenschaftler lächelnd und wies auf den Nebel, aus dem plötzlich zwei weitere Gestalten traten. Beide trugen ebenfalls Kittel, waren aber von völlig unterschiedlicher Gestalt. Der eine war so dünn wie unser Begleiter, während der andere dicklicher und untersetzt war. (dicklich und untersetzt sind Synonyme, also doppelt gemoppelt.) Letzterer schien auch nicht gerade glücklich über unser Erscheinen.
      „Du hast sie gefunden?“, knurrte er anstelle einer Begrüßung. Sein buschiger Schnauzbart vibrierte geradezu vor Verärgerung. „Dann kann ich ja wieder auf Beobachtung gehen.“
      Einen Moment später war er im Nebel verschwunden. (aktiver und um war zu vermeiden: Einen Moment später verschwand er im Nebel.) Sein jüngerer Kollege versuchte die Situation zu retten. Er trat vor, glättete seine schwarzen Haare und reichte uns die Hand. „Willkommen im Portal, ich bin Michael und ihr müsst Anna, Lisa und Torn sein. Ich nehme an, ihr habt zahlreiche Fragen. Stellt sie einfach.“
      „Woher kennt ihr unsere Namen?“, stieß ich misstrauisch hervor.
      Erik hob die Augenbraue: „Wir haben natürlich Akten über jeden eingesetzten Soldaten.“
      Das hätte ich mir eigentlich denken können.
      „Und woher wusstet ihr, dass wir kommen?“, stieß Anna in die Lücke. (finde ich etwas unglücklich formuliert... bohrte Anna nach/erkundigte sich Anna.) „Ihr habt wohl kaum die Namen von hunderten von Soldaten im Kopf.“
      „Achso, das meint ihr“, antwortete Erik. „Wir haben euch natürlich beobachtet.“
      „Ihr beobachtet uns?“, fragte Lisa dazwischen und klang entsetzt.
      „Oh“, der junge Mann drehte sich zu ihr um. „Nicht so, wie du vielleicht denkst. Wir können nur grobe Luftbilder sehen, keine Details und alles, was im Bunker oder unter den Zelten passiert, bleibt für uns ohnehin unsichtbar.“
      Ich musste ein Grinsen unterdrücken. Ich hatte keine Ahnung, ob Lisa mit einen (einem) der Soldaten Sex hatte, aber da sie knallrot anlief, könnte da was dran sein. (Männer...)

      „Wie genau beobachtet ihr uns denn?“, hakte ich nach, auch um das Thema zu wechseln. Meine Gedanken drehten sich unweigerlich um getarnte Drohnen oder abgerichteten Flugsauriern (abgerichtete Flugsaurier) mit Kameras.
      „Habt ihr die Bilder an den Wänden nicht gesehen?“, fragte Erik zurück. Jetzt klang er ernsthaft überrascht.
      „Ja, schon“, gab ich zu. „Aber ich dachte, die sind eher schmückendes Beiwerk. Oder Sinnestäuschungen oder so.“
      „Nein, die sind real“, versicherte er mir. „Sie zeigen immer diverse Szenen aus der Kreidezeit. Mit der Zeit lernt man sie zu steuern. Vor allem, wenn man schon so lange hier lebt wie wir.“
      „Aber warum habt ihr uns denn nicht aufgehalten?“, fragte ich verwundert. „Wenn ihr uns doch beobachten konntet.“
      „Ouh“, er hob die Hand. „Erfahrungsgemäß rasten die meisten Soldaten gleich aus, wenn wir ihnen das sagen. Die Information wird meistens unterschlagen, was aber nicht unsere Idee war. Also hört uns bitte bis zum Ende an, bevor ihr losstürmt.“
      Michael fiel ein: „Bevor mein Kollege jetzt endlos über (um) den heißen Brei herumredet, sag ich es jetzt einfach. Ihr dürft jederzeit in unsere Zeit zurückkehren. Dieses Recht habt ihr mit Brief und Siegel.“
      „Was?“, schnappte ich wütend, bevor ich innerlich einen Schritt zurücktrat. Ich atmete tief ein und aus und versuchte den heißen Zorn in meinen Adern abzukühlen. Was mir nur mäßig gelang. Dafür war die Information, dass wir ganz legal das Portal durchschreiten durften, dann doch zu heftig.
      Obwohl ... jetzt wo mein Gehirn langsam wieder klar denken konnte: Wir hätten ohnehin fliehen müssen. Der Leutnant hätte uns niemals freiwillig gehen lassen.
      Ich hoffe ja, dass die anderen Soldaten auch noch erfahren, dass sie nicht bleiben müssen. Und wieso "halten" Soldaten und Militär nicht zusammen bzw. wer koordiniert die beiden? Oder ist es eher: Militär gegen Wissenschaft?
      Ansonsten kann es sein, dass mir einiges durch die Lappen gegangen ist. Bin schon ein wenig müde.
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • Hallo zusammen. Jetzt kommt der nächste Teil (etwas zügig womöglich), aber dann wird es einige Tage etwas ruhiger sein. Der übernächste Teil muss noch von mir überarbeitet werden.
      Ich habe da einige Logiklücken eingebaut. Aber die Korrekturen sind bereits in der Mache.

      Ansonsten bedanke ich mich herzlich für die Anmerkungen und Korrekturen.

      _______

      „Habt ihr euch beruhigt?“, wollte Erik wissen. Seine Stimme war interessiert, aber ansonsten emotionslos. Was auch ganz gut so war, sonst wäre ich ihm an die Kehle gegangen.
      Ich schaute kurz zu Lisa, deren Augen immer noch zornig blitzten. Sie hätte definitiv mitgemacht. Anna hingegen schien sich so etwas gedacht zu haben. Warum auch immer.
      „Okay“, meinte Michael und hob die Hände: „Hört zu: Wir haben das nicht geplant und ganz sicher finden wir es nicht gut, auch wenn es unsere Arbeit erleichtert. Wir hatten darauf gebaut, dass euch Rick etwas gesagt hätte.“
      Er wandte sich an Erik: „Ich habe gesehen, wie Rick von den Torwachen abgefangen wurde. Vielleicht taucht er dennoch auf. Dem Kerl traue ich das glatt zu.“
      „Moment mal“, mischte ich mich ein. Ohne mein Zutun spannte sich meine Hand an der Waffe und ich war nicht der einzige. Das Misstrauen hatte niemand von uns abgelegt. „Woher kennt ihr Rick? Und versucht mich nicht zu verarschen. Ihr kennt ihn offensichtlich gut.“
      De beiden Wissenschaftler tauschten einen längeren Blick. Schließlich zuckte Michael mit den Achseln.
      „Tja, wie soll ich es sagen“, begann er. „Rick ist unser ... naja ... Informant.“
      „Also ein Spion“, brachte Anna es anklagend auf den Punkt.
      „Nun, ihr müsst unsere Lage verstehen“, fing Erik an sich zu rechtfertigen. „Wir sind hier komplett von der Außenwelt abgeschnitten und die Militärführung ist nicht sehr mitteilsam, um es mal vorsichtig zu formulieren.“
      „Als Rick damals dann zu uns kam, haben wir unsere Chance genutzt“, fuhr Michael weiter fort. „Er kam damals vom Panzerlager müsst ihr wissen. Der damalige Leutnant tyrannisierte das Lager regelrecht und wir hörten absolut nichts davon. Das war nicht gut. Wir hatten den Deal, dass wir die Militäroperationen in der Kreidezeit unterstützen, aber gleichzeitig auch ein Mitspracherecht halten. Irgendwer kam dann auf die Idee, dass man uns einfach ignorieren muss, damit man freie Hand bekam. Sehr ärgerlich, um es mal freundlich auszudrücken.“
      „Mit Rick bekamen wir ganz neue Möglichkeiten in die Hand“, erzählte Erik weiter. „Wir setzten den Oberst unter Druck, der Leutnant des Panzerlagers wurde abgesägt, Rick schickten wir ins Nest, da es dort viele Todesfälle gab.“
      „Das ist schon einige Jahre her. Ich glaub, das war kurz nach einem Vorfall mit einigen Kindern. Oder verwechsle ich da gerade was? Egal. Auf jeden Fall schaffte es Rick, sich gelegentlich zu uns durchzuschlagen und uns auf den neusten Stand zu bringen“, redete Michael weiter, bevor er einräumte: „Auch wenn wir im Nest ehrlich gesagt auf Granit beißen.“
      „Außerdem hören wir in letzter Zeit wieder von Problemen im Panzerlager“, gab auch Erik zu. „Leider sind unsere Ressourcen begrenzt. Wir müssen auf unsere Informanten warten und obwohl wir inzwischen ein kleines Netzwerk haben, dauert das. Willkürlich handeln wollen wir nicht.“
      „Obwohl wir es könnten. Letztendlich sitzen wir am längeren Hebel. Aller Nachschub muss durch uns durch. Wir sind das Nadelöhr. Wenn wir wollten, könnten wir die Lager in der Kreidezeit ausbluten lassen.“
      „Warum?“, fuhr ich dazwischen.
      „Warum wir die Lager nicht ausbluten lassen? Das sollte doch klar sein. Dann kämen die Dinosaurier ungehindert zu uns durch und das wäre auch unser Ende.“
      „Nein, warum aller Nachschub durch euch durch muss. Das klingt so, als wenn man euch nicht so einfach ersetzten kann.“
      „Kann man auch nicht, wir sind an das Portal gebunden.“
      „Moment mal“, fiel Anna sofort ein, der ganz offensichtlich etwas aufgefallen war. „Als die Männer von den „Wissenschaftlern im Portal“ geredet hatten, war das wortwörtlich gemeint? Ihr lebt tatsächlich im Portal? Nicht in der Kreidezeit oder in unserer Zeit?“
      Beide Männer machten ein sehr unglückliches Gesicht.
      „Da hast du den Finger auf die Wunde gelegt“, fing Michael an zu erzählen. „Als das Experiment schiefging, waren exakt drei Männer im Kern beschäftigt. Erik, Kurt und ich. Wir alle wurden durch die Explosion herumgewirbelt und dann ins Portal hineingesaugt. Die Regierung vertuschte den Vorfall, erklärte uns für tot und hielt das Portal geheim, selbst als sie herausfand, dass wir noch leben.“
      „Warum denn das?“
      „Wir altern hier nicht. Oder zumindest nicht, soweit wir bemerkt haben. Aber wir kommen hier nicht raus. Unsere ganze Existenz spielt sich innerhalb dieses weißen Tunnels ab. Und das kann auf Dauer ziemlich frustend sein.“
      „Kann ich mir vorstellen“, murmelte ich. Mir reichte schon die kurze Zeit hier.
      „Deshalb habt etwas Verständnis für Kurt. Er hat letzte Woche eine sehr unschöne Nachricht bekommen, das ist alles. Er wird sich schon wieder einkriegen.“
      Kurt war offensichtlich der dritte Wissenschaftler.
      „Und ihr kommt wirklich nicht hier raus?“, wollte Anna erstaunt wissen.
      Michael und Erik warfen sich einen kurzen Blick zu. Doch dann zuckte Michael mit den Achseln.
      „Kann nicht schaden, wenn wir das erzählen“, meinte er und fügte an: „Nein, zumindest nicht lebend. Das Portal dehnt sich in die Kreidezeit und in unsere Zeit aus. Kurt, Erik und ich können Dinge durchschleusen und kurzfristig auch das Portal zu einem bestimmten Ort ausdehnen, aber es hält uns in seiner Mitte gefangen. Wenn wir uns zu weit von der Mitte entfernen, dann tötet uns das.“
      „Seid ihr euch da sicher?“, hakte ich nach.
      „Leider ja. Die Wissenschaftler im Tor von Nevada haben alles probiert um herauszukommen. Keine Chance. Als alle tot waren, verschloss man das Portal mit Atombomben.“
      Eine unangenehme Stille trat auf. Langsam fasste ich Vertrauen in diese Männer. Was sie sagten, hatte absolut Substanz. Und es erklärte auch die miese Informationspolitik im Nest. Sie war wohl eine Art Schutz gegenüber geschwätzigen geflohenen Rekruten und den Spionen der Wissenschaftler. Unter anderen. Ich war mir sicher, die Militärführung beabsichtigte bedeutend mehr Sachen damit. Zum Beispiel die Rekruten in den Lagern zu halten.
    • Hallo @Schreibfeder

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      Du hast recht, der neue Teil erklärt einiges.
      aber so ganz verstehe ich es immer noch nicht.

      Schreibfeder schrieb:

      Ich hoffe doch, dass klar ist, dass der Leutnant nur dem Oberst militärisch unterstellt ist. Seine Tochter handelt zudem nicht gegen ihn.
      Nein, so klar war mir das nicht. Ich hatte irgendwie den Eindruck, der Leutnant macht im Nest, was er für richtig hält. Und Torn scheint das auch zu meinen, sonst hätte er nicht gesagt:

      Schreibfeder schrieb:

      Wir hätten ohnehin fliehen müssen. Der Leutnant hätte uns niemals freiwillig gehen lassen.

      Schreibfeder schrieb:

      Die Wissenschaftler im Tor von Nevada haben alles probiert um herauszukommen. Keine Chance. Als alle tot waren, verschloss man das Portal mit Atombomben.
      Also gibt es mehrere Tore und das, in dem sich Torn und die Mädchen befinden, ist NICHT das Tor von Nevada, weil das ja mit Atombomben verschlossen wurde. Also kann man dadurch wohl nicht mehr rauskommen aus der Kreidezeit. Doch sie können ja, denn Michael hat ihnen gesagt:

      Schreibfeder schrieb:

      Ihr dürft jederzeit in unsere Zeit zurückkehren. Dieses Recht habt ihr mit Brief und Siegel.“

      Schreibfeder schrieb:

      Außerdem hoffe ich doch, dass bei der Fluchtszene klargeworden ist, dass der Leutnant über Funk Kontakt mit dem Militär am Portal aufnehmen kann.
      Und zudem der Leutnant Lügen über die Geflohenden erzählt hat, damit sie festgehalten werden und nicht ins Portal vorstoßen können.
      Das war für mich nicht erkennbar. Die Soldaten am Bunker hast du irgendwie nicht so beschrieben, als würden sie auf die Flüchtigen warten.
      Außerdem - wie muss ich das verstehen? Hat Rick sich absichtlich schnappen lassen, um seine Tarnung aufrechtzuerhalten? Will er also gar nicht wirklich fliehen? Warum bringt er die drei dann zum Tor?
      Wen meinst du mit dem "Militär am Portal" überhaupt? Die drei Wissenschaftler IM Portal oder die Soldaten außen am Bunker? Sind Erik, Kurt und Michael Militärangehörige? Das hab ich auch noch nicht so konkret herauslesen können.
      WEM hat der Leutnant denn Lügen erzählt? Der Bunkerbewachung, damit sie sie aufhalten? Warum denn? Er muss doch auch wissen, dass sie jederzeit gehen können? Oder spielt er ein bisschen Gott und macht doch, was er will?
      Also hat der Leutnant der Bunkerbewachung UND den Wissenschaftlern im Portal Bescheid gegeben? Oder wussten letztere von Rick, wer kommen wird.
      Und wenn sich das Nest vor Spionen der Wissenschaftler schützen will durch miese Informationspolitik - wissen sie also, dass es da einen Spion gibt?
      Ich hoffe mal, dass ich irgendwann mal noch dahinter steige, was da so abgeht, Schreibfeder. Tut mir leid.
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Hallo @Tariq ich habe mich gerade mit @Morgy abgesprochen, ob es wirklich so unklar ist.

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      Tariq schrieb:

      Ich hatte irgendwie den Eindruck, der Leutnant macht im Nest, was er für richtig hält.
      Jup. Ganz genau. Und der Sergeant oder die zivile Führung müssen bei Problemen mit dem Leutnant den Oberst informieren. Der Oberst kann jedoch nicht sich über die zivile Führung stellen.
      Das beschreibe ich ziemlich genau, als der Oberst erstmalig im Lager auftaucht.

      Es stimmt aber auch, dass ich die Führung nie genau beschreibe. Bekannt ist dem Leser nur, dass es mit dem Oberst eine höhere Befehlsinstanz gibt, die über dem Leutnant steht. Auch die Wissenschaftler im Tor werden als höhere Befehlsinstanz angedeutet.
      Natürlich könnte es gar einen kompletten Generalsstab geben, das beschreibe ich aber nicht. Ich habe das bislang für völlig am Thema vorbei erachtet.

      Tariq schrieb:

      Also gibt es mehrere Tore und das, in dem sich Torn und die Mädchen befinden, ist NICHT das Tor von Nevada, weil das ja mit Atombomben verschlossen wurde.
      Ja, es gibt vier aktive Tore. Das wird zweimal am Anfang und in der Mitte der Geschichte in Details beschrieben. Zusätzlich gibt es eine Reihe weitere Tore (u.a. Murutoa und Nevada) die geschlossen wurden.
      Falls du meintest, dass jetzt alle im Portal festsitzen: Nein, nur die drei Wissenschaftler, die bei der Entstehung des Portals anwesent waren, kommen da nicht mehr heraus. Alle anderen können das Portal durchschreiten. Wobei von der Kreidezeit in die Jetzt-Zeit ohne Hilfe geht, und man erst die Hilfe der Wissenschaftler benötigt, wenn man etwas in die Kreiezeit bringen will.

      Tariq schrieb:

      Die Soldaten am Bunker hast du irgendwie nicht so beschrieben, als würden sie auf die Flüchtigen warten.
      Ja, sie lungerten eher herum. Dennoch hätten da gar keine Soldaten sein dürfen. Das habe ich kurz vorm Kapitel "Das Portal" beschrieben, als Torn durch das Gras am Portal gespäht hat.
      Die Wächter dort nehmen ihren Job augenscheinlich nicht sehr ernst, was aber täuscht, da sie sofort Rick abfangen. Zudem nähern sich Rick, Torn und die anderen sich von der falschen Himmelsrichtung.

      Tariq schrieb:

      Hat Rick sich absichtlich schnappen lassen, um seine Tarnung aufrechtzuerhalten? Will er also gar nicht wirklich fliehen? Warum bringt er die drei dann zum Tor?
      Er will nicht wirklich fiehen, denn er ist, wie dort steht, als Spion tätig. Dafür muss er jedoch ebenfalls ins Portal. Torn, Anna und Lisa nimmt er einfach mit. Er lässt sich nicht wirklich absichtlich fangen, aber rechnet damit, dass er gefangen werden könnte. Aber in diesem Fall schaffen es wenigstens die drei anderen.

      Tariq schrieb:

      Wen meinst du mit dem "Militär am Portal" überhaupt? Die drei Wissenschaftler IM Portal oder die Soldaten außen am Bunker? Sind Erik, Kurt und Michael Militärangehörige?
      Das Militär am Portal sind diverse Wachsoldaten oder die Grenzwache. Die Wissenschaftler gehören der zivilen Führung an. Das werde ich noch mit einem Satz hinzuschreiben, sonst ist es, wie du schreibst, tatsächlich etwas unklar.

      Tariq schrieb:

      WEM hat der Leutnant denn Lügen erzählt? Der Bunkerbewachung, damit sie sie aufhalten? Warum denn? Er muss doch auch wissen, dass sie jederzeit gehen können? Oder spielt er ein bisschen Gott und macht doch, was er will?
      Natürlich weiß der Leutnant, dass die Flüchtenden gehen dürfen, aber er akzeptiert das nicht.

      Tariq schrieb:

      Also hat der Leutnant der Bunkerbewachung UND den Wissenschaftlern im Portal Bescheid gegeben? Oder wussten letztere von Rick, wer kommen wird.
      Die Wissenschaftler haben die Akten und detailreiche Echtzeit-Luftbilder. Sie können also vergleichen.

      Tariq schrieb:

      Und wenn sich das Nest vor Spionen der Wissenschaftler schützen will durch miese Informationspolitik - wissen sie also, dass es da einen Spion gibt?
      Offensichtlich ja. :D
    • Schreibfeder schrieb:

      Das ist schon einige Jahre her. Ich glaub, das war kurz nach einem Vorfall mit einigen Kindern. Oder verwechsle ich da gerade was?
      Ah, ich erinnere mich. Davon haben wir schon früher gehört.

      Schreibfeder schrieb:

      „Und ihr kommt wirklich nicht hier raus?“, wollte Anna erstaunt wissen.
      Die Armen. Ich hoffe man bringt ihnen ab und an ein gutes Buch vorbei. Womit beschäftigen sie sich? Haben sie Strom? Können sie Experimente machen?

      Schreibfeder schrieb:

      Was sie sagten, hatte absolut Substanz.
      So mehr oder weniger. Ich glaube ihnen zwar, aber um es zu begreifen fehlen noch mehr Hintergrundinformationen.

      Schreibfeder schrieb:

      „Leider ja. Die Wissenschaftler im Tor von Nevada haben alles probiert um herauszukommen. Keine Chance. Als alle tot waren, verschloss man das Portal mit Atombomben.“
      Also gäbe es eine Möglichkeit, das Tor zu schließen. Nur würden dann die Wissenschaftler draufgehen und sie hätten natürlich keine Möglichkeit mehr, diese Vergangenheit zu erforschen.

      Dass Rick ein Spion ist, kam übrigens jetzt unerwartet und ich bin mir auch nicht hundertprozentig sicher, wie das da reinpasst, wenn es eh kaum Konsequenzen für den Leutnant usw. gibt. Außerdem: Rick schleicht sich regelmäßig allein da raus? Hut ab. :hi1:
      Also das waren jetzt erst mal ziemlich viele Informationen und ich werde wohl noch ein bisschen Text brauchen, bis ich das ganz eingeordnet habe. Aber es kam überraschend und es bleibt spannend. Freu mich schon auf den nächsten Teil.
      Blubb, blubb, blubb ... ich bin ein Fisch.
    • Hallo Din, freu mich, dass auch du wieder dabei bist.


      Also ich habe jetzt den vorletzten Teil angepasst. Vor allem habe ich die Beschreibungen verbessert, wie von @Morgy angemerkt und auch die Hierachie etwas präzisiert, wie @Tariq angemerkt hat.
      Kurz gesagt: Die Wissenschaftler sind die zivilen Chefs.

      Spoiler anzeigen
      Nach einigen Dutzend Schritten lichtete sich der Nebel etwas und es erschienen einige Möbel aus dem Nichts. Ein paar Büroschränke, ein paar Tische mit altmodischen Messgeräten. Allesamt aus billigem Holzimitat und sehr dunkel gehalten. Richtige Wände waren weiterhin nicht zu erahnen, wenngleich es sich so anfühlte, als hätte ich ein Gebäude betreten.
      Unser Begleiter machte eine einladende Geste. „Wir sind jetzt in der Mitte des Portals. Einen Moment bitte, sie werden gleich da sein.“
      „Wer wird gleich da sein?“, wollte Lisa wissen.
      „Meine Kollegen natürlich. Wir bilden den Vorsitz des zivilen Arms des Projekts“, antwortete der Wissenschaftler lächelnd und wies auf den Nebel, aus dem zwei weitere Gestalten traten. Beide trugen ebenfalls Kittel, waren aber von völlig unterschiedlicher Gestalt. Der eine war so dünn wie unser Begleiter, während der andere dicklicher und untersetzt war. Letzterer schien nicht glücklich über unser Erscheinen.
      „Du hast sie gefunden?“, knurrte er anstelle einer Begrüßung. Sein buschiger Schnauzbart vibrierte geradezu vor Verärgerung. „Dann kann ich ja wieder auf Beobachtung gehen.“
      Einen Moment später verschwand er im Nebel. Dafür, dass der Kerl angeblich eine Führungsposition innehatte, empfand ich ihn als äußerst unhöflich. Sein jüngerer Kollege benahm sich professioneller und versuchte die Situation zu retten. Er trat vor, glättete seine schwarzen Haare und reichte uns die Hand. „Willkommen im Portal, ich bin Michael und ihr müsst Anna, Lisa und Torn sein. Ich nehme an, ihr habt zahlreiche Fragen. Stellt sie einfach.“


      Allerdings werde ich im letzten Teil auch noch mal schauen, ob ich das präziser herausgearbeitet bekomme. Vor allem die Konflikte und Kompetenzen.