Fantasy-Sprachen

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    • Polarfuchs schrieb:

      Da kann ich persönlich leider nicht zustimmen. Alles einfach nur rückwärts zu schreiben, würde mich als Leser frustrieren. Ich würde glauben, der Autor hält mich für einen kompletten Idioten und andererseits bekommen die Worte so keinen schönen Klang oder werden unaussprechlich. Für eine Satire oder humorvolle Geschichte, in der das als Seitenhieb angewendet wird, fände ich das passend, aber als "ernsthafte" Sprache würde ich so etwas nicht gern lesen.
      Da muss ich zustimmen :hmm: Ich persönlich kann auch keine Sprachen erfinden, weshalb ich es gelassen habe xD
      Mann kann auch gut ohne zurecht kommen. natürlcih gibt es der Welt noch tiefe, aber bevor ich einen halbgaren versuch hinklatsche, der den Leser eher frustriert, lasse ich es lieber^^

      Und ehrlichgesagt:

      Sandlov schrieb:

      Es ist nur zweimal ganz kurz drin, ansonsten benutze ich diese Sprache nicht.
      Wenn es wirklich nur 2 kurze Male vorkommt ist es doch erst recht kein Aufwand, sich für diese wenigen Stellen ein schönes Wort auszudenken, dass sowohl gut klingt, als auch LESBAR ist.
    • Chaos Rising schrieb:

      Wenn es wirklich nur 2 kurze Male vorkommt ist es doch erst recht kein Aufwand, sich für diese wenigen Stellen ein schönes Wort auszudenken, dass sowohl gut klingt, als auch LESBAR ist.

      Was ich persönlich viel schlimmer finde, ist, wenn irgenwelche Protas einen Namen haben, den man nicht aussprechen kann. Denn der Name zieht sich durch das ganze Buch. Zunge verknoten macht sich nicht so gut, wenn man vorliest.

      Es sind nur zwei Wörter, die sich schlecht aussprechen lassen. Der Rest hört sich doch nett an.
      Im ersten Band ist es nur ein Wort, im vierten sind es acht. (Die hier erwähnt wurden.)
      Auch wenn heute dein warmes Blut die Erde gierig trinkt,
      so bist du es, der tanzend auf den Knochen der Feinde singt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sandlov ()

    • Abgesehen davon, dass es keine Anleitung gibt, wie man gefälligst eine gute Fantasy-Sprache zu erfinden hat, soll es jeder so machen, wie er es für richtig hält. @Sandlov Wenn du gerne rückwärts schreiben möchtest, mach das nur. Aber ich muss mich auch @Chaos Rising anschließen: Gerade wenn es nur um eine Handvoll Wörter geht, bedarf es nicht sonderlich großer Mühen, dafür den Geist etwas anzustrengen. Die Sprache hat in deiner Geschichte wohl keine tragende Rolle, aber die Liebe zum Detail macht viele Geschichten erst großartig. Und dazu zähle ich auch die Mühe, ein bisschen mehr Aufwand zu betreiben, und "schöne/passende" Worte zu erfinden als eben alles rückwärts zu schreiben.

      Das Internet ist vollgestopft mir Inspirationen.
      Wenn ich hier mal einige hilfreiche Links anfügen darf:
      firstname.de/Namenssuche/ -> Hier kannst du nach Bedeutung Namen suchen, die als Inspiration für eigene Worte dienen können.
      fantasynamegenerators.com/ -> Hier lassen sich einfach und schnell Fantasy-Namen generieren.

      Und generell könntest du dich an realen Sprachen orientieren.

      Naja, im Endeffekt will ich dir nicht vorschreiben, wie du deine Geschichte zu schreiben hast, aber vielleicht findest du die Tipps ja hilfreich. :)
      Durch Umwege sieht man mehr von der Welt.
    • Polarfuchs schrieb:

      Die Sprache hat in deiner Geschichte wohl keine tragende Rolle, aber die Liebe zum Detail macht viele Geschichten erst großartig.
      Eine fremde Sprache hat in meiner Geschichte keine tragende Rolle. Neun fremde Wörter in meiner ganzen Geschichte, die aus sechs/sieben Bänden besteht, machen nicht die Geschichte schlecht.
      Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich es mit Fremdsprachen nicht so habe. Sehr wahrscheinlich bin ich der einzige Mensch hier im Forum, der nur deutsch kann.
      Über eine fremde Sprache habe ich mir keine Gedanken gemacht. Ich brauchte nur ein paar Wörter, weil es sich mit eine "andere Sprache lehren" so ergeben hatte. Ohne hätte sicher etwas gefehlt.
      Klar kommt es vor, dass mein Prota auf Leute trifft, dessen Sprache er nicht kennt. Das erwähne ich kurz, da ich es unlogisch finde, wenn alle Völker in meiner Geschichte die gleiche Sprache sprechen. Deswegen extra eine erfinden, ist für den weiteren Verlauf nicht wichtig.

      Mein ganzes Herzblut steckt in meiner Geschichte, wenn das nicht Liebe zum Detail ist, was dann?

      Liebe Forumleute, sicher wären die paar Wörter anders geworden, wenn ich zu der Zeit schon hier gewesen wäre. Doch ich war es nicht, und jetzt lässt es sich nicht mehr ändern.

      Dazu kommt, dass ich hier noch nichts von meiner Geschichte gepostet habe. Ich möchte es erst nach 100 Beiträgen tun.
      Auch wenn heute dein warmes Blut die Erde gierig trinkt,
      so bist du es, der tanzend auf den Knochen der Feinde singt.
    • @Myrtana222
      @Alcarinque
      @kalkwiese
      @Windweber
      @Alopex Lagopus
      @Schreibfeder
      @Ruka
      @Tom Stark
      @Xarrot
      @Zaranda
      @Chaos Rising

      Nachdem @Ruka in der Shoutbox ein Wort verloren hatte. Oder eher suchte. Aber wenn sie es suchte, hatte sie es möglicherweise vorher verloren?

      Also, mit Beteiligung der oben genannten Damen und Herren hat sich eine schöne Diskussion über die Benutzung von Sprachen im Fantasysetting entzündet. Vielleicht kann man diese hier, wo ja schon eine ähnliche Diskussion gestartet wurde, weiterführen?

      Ich bin bei diesem Thema etwas unentschlossen. Auf der einen Seite ist es nicht realistisch, wenn in einer Fantasywelt nur eine Sprache gesprochen wird. Andererseits kann es von der eigentlichen Geschichte ablenken, wenn man immer wieder das Sprachproblem in den Vordergrund rückt.
      Ein ganzer Roman in Mittelhochdeutsch mag für den Schreiber womöglich ein großer Spaß sein, die Leserschaft wäre dann aber eher eingeschränkt. Einige Autoren umschiffen das Problem, indem sie eine Allgemeinsprache annehmen, zu der sich dann bei Bedarf weitere Sprachen gesellen.

      Was meint ihr?
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Also ich finde das Problem wurde sehr cool im Warcraft: the Beginning Film "umschifft. Hier gab es eine Person die für die zwei Parteien den Dolmetscherspielt. Mal sieht man aus der einen Sicht mal aus der anderen.

      Für meine Geschichte zum Beispiel wäre das aber nichts. Hier gibt es eine Allgemeinsprache wie @Sensenbach es nennt. Jede Rasse verfügt jedoch über eine eigene Sprache, wird diese jedoch aber meist nur in Phrasen rausgehauen. Anders verhällt es sich da mit Geschöpfen die garnicht von der Welt kommen oder schon viel länger existieren und lange von den jetzigen Zivilisationen getrennt lebten. Diese haben natürlich andere Sprachen und benutzen diese auch.

      Allerdings kann dies auch zum stocken der Geschichte führen. Hab schon gelesen das es einige hier im Forum garnicht mögen wenn dann ein paar Sätze in einer fremden Sprache gesprochen werden. Es muss halt schon Sinn machen und am besten so eingefügt werden das es auch direkt zur Handlung passt. Dann sollte es auch nicht allzu viel ablenken. Problematisch wird das ganze natürlich wenn diese Sprachbarriere immer und immer wieder auftaucht. Das kann einem denke ich ganz schnell auf die Nerven gehen.

      Deswegen tendiere ich eher zu einer allgemeinen Sprache. Jedoch, allein wegen der Individualität der Völker, denke ich sollte eine eigene Sprache für die Rassen vorhanden sein.
    • Die R2D2- Methode ...

      ... wende ich bisweilen an, wenn ich unbedingt jemand in einer (dem Leser) unbekannten Sprache reden lassen will.

      Sowas kennt macht auch aus Guardian of the Galaxies "Ich bin Groot" oder manchen Filmen in denen man Indianer in ihrer "Muttersprache" sprechen lässt. Im D&D in den vergessenen Reichen dudelt den Zwergen-Druide Pikel auch "oioioi uiii" und sein Bruder Ivan versteht das alles natürlich.
      Aber das ist eher einen Lösung für ein exotisches Individuum.

      Will man eine ganze Rasse durch Sprache charakterisieren, finde ich nach wie vor die Ausschnitts-Methode die Beste. Man liefert ein paar Beispiele am Anfang (mit Übersetzung) und nachdem der Leser hoffentlich eine Vorstellung vom Klangbild hat (Syntax und so was interessiert eh keinen die Bohne), geht man nur noch zur normalen Sprache des Textes über. Vielleicht kann man Eigennamen, Bezeichnungen wie "Melon" (Freund), Grußformeln, etc. dem Leser auch zumuten.

      Am Ende schreiben wir hier Unterhaltungsliteratur und keine Sprachkurse. Kein Grund den Leser zu überfordern, nur weil man selbst die eigens erfundene Sprache unbedingt ans alphabetisierte Volk bringen will.
      -------------------
      Tom Stark
      zum Lesen geeignet

      delectare et prodesse
    • Tom Stark schrieb:

      Am Ende schreiben wir hier Unterhaltungsliteratur und keine Sprachkurse. Kein Grund den Leser zu überfordern, nur weil man selbst die eigens erfundene Sprache unbedingt ans alphabetisierte Volk bringen will.
      Amen.

      Je nach dem aus wessen Sicht geschrieben wird, macht es auch Sinn, schlicht seine Gedanken zu einer fremden Sprache zu nennen - Also das Klangbild und Sprachmelodie einfach zu beschreiben, statt irgendwelche gebrabbelten Worte niederzuschreiben.

      Für uns haben fremde Sprachen ja auch einen ganz eigenen Klang - amerikanisches Englisch (besonders in Texas xD) klingt quäkig, Franzosen klingen, als würde ihnen was im Hals stecken, Italiener sind laut und betonen manche Vokale seltsam, Japanisch dagegen eher leise mit ganz anderem Rythmus etc...


      Ich persönlich schreibe, solange ich nicht tatsächlich eine halbwegs brauchbare Sprache entwickelt habe, höchstens Schlüsselworte aus und erkläre ihre Bedeutung oder Geschichte. Ich habe einfach nicht die Konsistenz und Geduld, mir ständig zu überlegen, welche Laute da jetzt gesprochen werden müssen und wie ich das ausschreibe ^^ also tue ich es einfach nicht.

      "You know what the big problem is in telling fantasy and reality apart? They're both ridiculous."

      - Twelve

    • Da ich was Sprachen angeht gleichzeitig zu anspruchsvoll an mich selbst und zu wenig in der Materie bin (und zu wenig interssiert) um selbst was zu basteln, werde ich da auf fremde Sprachen insofern verzichten als das die Protagonisten ihr Gegenüber dann einfach nicht verstehen oder so, ohne mit Sprachbeispielen dem Leser um die Ohren zu hauen wie toll ich das doch gemacht habe. ;)
      Eine Pseudomittelalterliche Welt hat natürlich eine wilde Mischung an Sprachen und Dialekten und eine "Einheitssprache" ist, wenn man nicht gerade ein römisches Imperium hat (und dann ist es eigentlich wieder alles andere als Mittelalterlich), nur schwer realistisch darzustellen, sofern man einen realistischen Anspruch hat versteht sich. *g*


      Das man seine Charaktere Mittelhochdeutsch sprechen lassen soll hat glaub ich niemand ernsthaft gefordert. Zwar ist es mit etwas Übung tatsächlich gar nicht so schwer zu lesen und man hat komplette Freiheiten was die Rechtschreibung angeht, aber Sinnvoll wäre wohl was anderes. ;)
      Allerdings, und das fände ich eine spannende Herangehensweise, wenn man die Sprache irgendwie alt und "fremd" klingen lassen möchte, wäre es mal was ganz Ungewohntes wenn man mittelhochdeutsche Begriff miteinfließen lassen würde. (Minne! Wo bleibt eigentlich die Minne? *drama*)
      Im Moment ist das Fantasysprech ja meist nur eine Sammlung schlechter, immer gleich klingender Klichees von "alten" Begriffen entweder aus dem 19. und frühen 20 Jhdt. oder davon wie man damals dachte das im Mittelalter gesprochen wurde. Auch das unsäglich Mittelaltermarktsprech und die Y - Schwemme fällt in diesen Bereich... :/
    • Tom Stark schrieb:

      Vielleicht kann man Eigennamen, Bezeichnungen wie "Melon" (Freund), Grußformeln, etc. dem Leser auch zumuten.
      Für mich ist der springende Punkt dabei die Funktion, die die Fantasy-Sprache oder Begriffe aus ihr erfüllen soll. In deinem Beispiel "Melon", @Tom Stark , ist das ja ein für die Szene entscheidender Schlüsselbegriff, dessen Übersetzung auch inhaltlich interessant ist, weil sie etwas über die Beziehung zwischen den Zwergen Morias und den Elfen Eregions (? - mir fällt gerade der Name nicht mehr ein :hmm: ) erzählt. Wenn die Fantasy-Sprache das leistet und leisten kann, dann finde ich einzelne Begriffe durchaus sinnvoll und es würde mich nicht stören, diese in unserer Schrift dargestellt zu sehen.

      Wenn es dagegen vor allem darum geht, die Fremdartigkeit eines Fantasy-Volkes dadurch darzustellen, dass man ihm eine andere Sprache gibt, die besonders wie-auch-immer klingt, dann reicht meiner Meinung nach auch die Beschreibung der Wirkung auf einen oder mehrere Charaktere in unserer Sprache.

      Eine Einheitssprache macht natürlich vieles einfacher, auch wenn es dafür ein paar Einbußen beim Realismus und bei der Phantastik gibt. Ich denke, dass man durchaus einen Mittelweg fahren kann, also eine weit verbreitete Standardsprache gepaart mit einigen Dialekten oder Überbleibseln anderer Sprachen. Das kann einem auch noch einen geschichtlichen Hintergrund für die Welt eröffnen, z.B. könnte die Sprache über missionierende Priesterinnen und Priester (ähnlich Latein) verbreitet worden sein, durch angesehene, fahrende Händler (gibt es meines Wissens nicht so in unserer Geschichte) oder durch die militärische Eroberung durch eine lange herrschende Macht (römisches Reich). Auch der Austausch und dadurch die Verbreitung einer Sprache durch die kulturelle, technische, sonstige Überlegenheit der Sprecherkultur könnte eine Option sein (früher Französisch als Diplomatensprache, heute Englisch für die meisten technischen / digitalen Entwicklungen). Unabhängig davon, ob meine Beispiele richtig sind, kann man sich auf ähnliche Weise einen schönen geschichtlichen Hintergrund für seine Welt überlegen.

      Klimbim schrieb:

      Ich persönlich schreibe, solange ich nicht tatsächlich eine halbwegs brauchbare Sprache entwickelt habe, höchstens Schlüsselworte aus und erkläre ihre Bedeutung oder Geschichte. Ich habe einfach nicht die Konsistenz und Geduld, mir ständig zu überlegen, welche Laute da jetzt gesprochen werden müssen und wie ich das ausschreibe
      So pragmatisch sehe ich das auch. Ich bin nunmal kein vollwertiger Sprachwissenschaftler oder sonstiger Sprachentwicklungsenthusiast, um das nötige theoretische Hintergrundwissen zu besitzen, mir sinnvoll und schlüssig eine oder mehrere eigene Sprachen auszudenken. Außerdem möchte ich ja vor allem Geschichten erzählen.

      Alcarinque schrieb:

      Minne! Wo bleibt eigentlich die Minne?
      Hey, das finde ich einen richtig guten Ausruf für einen Charakter. Ich denke dabei gerade an den einen Theaterspieler aus Asterix und der Kupferkessel. ^^ Würde aber auch gut zu dem Zwerg passen, der auszog, um der beste Sänger des Elfenreiches zu werden... :hmm:
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Asni schrieb:

      Wenn es dagegen vor allem darum geht, die Fremdartigkeit eines Fantasy-Volkes dadurch darzustellen, dass man ihm eine andere Sprache gibt, die besonders wie-auch-immer klingt, dann reicht meiner Meinung nach auch die Beschreibung der Wirkung auf einen oder mehrere Charaktere in unserer Sprache.
      Trifft es für mich auf den Punkt.
      Eine eigene Sprache mag in auditiven und audiovisuellen Medien gut funktionieren, in einem Buch empfinde ich es hingegen als störend.
      Klar, einzelne Wörter oder Sätze sind ok, doch wenn die komplette Kommunikation nur über irgendein Kauderwelsch zu ertragen ist, welches mich vielleicht noch ohne Erklärung zurücklässt oder in das ich mich gar erst einarbeiten muss, verliert mich die Geschichte.

      Sicherlich geht bei einer Allgemeinsprache der Realismus etwas flöten, doch kann dieses Problem doch so einfach umschifft werden.
      In meiner Welt werden bspw. ebenfalls verschiedene Sprachen gesprochen, doch das führt bestenfalls nur zu Verständigungsproblemen unterhalb der Protagonisten. Der Leser bekommt das nur dadurch mit, dass der aktuelle POV eine leichte Veränderung des Dialekts oder gar nur so etwas wie "animalische Laute" vernimmt.
      Bei knapp über 125.000 Wörtern habe ich gerade mal ein (!) fremdsprachiges Wort quasi transkribiert und dennoch sollte dem Leser die Andersartigkeit der verschiedenen Völker aufgefallen sein.
      Hätte dann zumindest ohne große, linguistische Vorkenntnisse geklappt ;)

      LG
      Rika
    • *hat ein ununterdrückbares Faible sich Fantasy-Sprachen auszudenken und in Geschichten mit einfließen zu lassen* :hi2:

      Einer der großen Vorteile von ausgedachten Fantasysprachen ist wohl die Namensgebung. Vielleicht kennt ja noch jemand dieses Problem (oder eventuell hab auch nur ich das), dass es mir immer wie eine Lanze ins Auge sticht, wenn Namen und Bezeichnungen klanglich irgendwie überhaupt nicht ins Bild passen wollen. Auch in anderen Geschichten gibt es von mir virtuelle Pluspunkte eingetragen, wenn die Namensgebung stimmig ist, da es schon auch zur Atmosphäre beiträgt. Außerdem macht es die Benennung von Orten wesentlich leichter! Einfach zwei Wörter aneinander reihen, wie das halt auch in der Realität ist (Karls Ruhe, Monn Hem ...) und fertig. Zudem eröffnet das einem auch wunderbar die Möglichkeit, etwas Geschichte und Tiefgang in die Welt zu bringen, indem man die genannten Orte einmal erklärt. Solange die Namensgebung jetzt nicht gerade zu stumpf ablief ("Die Küste heißt Schwarzfelsküste, weil die Felsen so schwarz sind." :lol: ).
      Allerdings ist es wohl ein rein kosmetischer Zusatz, der aber sehr schön sein kann, wenn es auch zur restlichen Geschichte passt.

      Ansonsten kann man mit Fantasysprachen auch ziemlich verschrobene Sätze bilden. Das klingt vielleicht erst recht unpraktisch, aber wenn man ohnehin das Ziel hat, dem Leser ein Volk fremd und seltsam zu präsentieren, kann das schon helfen. Man lässt den Charakter einfach irgendetwas brabbeln und übersetzt es dann ein wenig wörtlicher. Das setzt natürlich voraus, dass man zuvor auch etwas an der Ausdrucksweise eines Volkes geschraubt hat und sich zum Beispiel die ein oder andere ulkige Neuformulierung ausdenkt.

      Dabei sollte man die Wirkung von Sprache aber auch nicht allzu unterschätzen. Es muss ja nicht gleich eine völlig neue Sprache sein, aber solche Sachen wie Sprachfehler, Angewohnheiten oder Dialekte können auch dabei helfen Charaktere zu formen. Ein wunderbares Beispiel wären da tatsächlich die Grünhäute aus Warhammer. Wenn man sowas hier liest: "Ich is bestä!" braucht man danach nicht mehr allzu viel zu erklären. Eine Sprache sollte den Charakter einer Person repräsentieren und dazu gibt es viel mehr Möglichkeiten, als nur erfundene Wörter oder Dialekte. Stottern oder ständige Wortwiederholungen sind ebenfalls recht praktisch.
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • @Xarrot
      Namensgebung mache ich eigentlich mehr von Setting oder der herrschenden Kultur, denn einer (Fantasy-)Sprache abhängig.

      Ich verstehe aber schon, worauf du hinaus willst. Wie oft habe ich schon gelesen, dass eine "Farwena-Leasanya" durch "Heilbronn" stolpert und mit "Heinz" und "Klaus" einen Trinken geht (Namen austauschbar).
      Vieles klingt da oft, wie du sagst, schlicht nicht stimmig.
      Streng genommen ist es ja aber auch wieder nur das berühmte Spiel mit den Klischees:
      Assoziiert man doch, rein sprachlich gesehen, einen perversen Axtmörder eher mit hartem Russisch, denn mit vornehmen Französisch.
      Ich weiß jetzt zwar nicht, ob es eine Statistik zur Muttersprache von perversen Axtmördern gibt, aber es sollte wohl klar sein, was ich will :P

      Klar kann es helfen, wenn man es schafft eine eigene Sprache zu einem Merkmal einer Rasse/eines Volkes werden zu lassen, aber für mich dann doch bitte in Maßen. Genauso verhält es sich, personenbezogen, mit sprachlichen Ticks, Angewohnheiten, etc.
      Gerade als du das Stottern erwähntest, musste ich sofort an Bill aus "Es" denken. So grandios dieses Buch auch war (über die Filme hülle ich mich mal in Schweigen), hat das ständig visualisierte Gestammel doch schon ziemlich an mir genagt, auch wenn es natürlich unrealistisch gewesen wäre, es wegzulassen.

      Aber wenn du sagst, dass du ein Faible für sowas hast, muss ich wohl endlich mal eine deiner Storys lesen. Wer weiß, vielleicht rückt Rika noch von ihrer leicht festgefahrenen Meinung ab ;)