Fantasy-Sprachen

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    • Fantasy-Sprachen

      Hallo liebe Community,
      Ich hab da mal eine Frage:
      Benutzt ihr in euren Geschichten für bestimmte Völker eigene Sprachen, so wie zum Beispiel die Elben oder Orks von Tolkien?
      Und wenn ja, in welchem Ausmaß? Nur Worte, Bezeichnungen oder entwickelt ihr ganze grammatikalische Regeln?
      Und wie sehen diese fremden Sprachen aus? Geht ihr dabei nach Bedeutung der Wörter in anderen Sprachen oder lasst euch durch Klang inspirieren?

      Und wenn ihr selbst ein Buch lest, findet ihr so etwas gut oder eher nervig?

      Plaudert ruhig drauf los, würde gern wissen, wie andere Autoren dazu stehen.

      Ich finde es ganz erfrischend wenn neue Sprachen in Geschichten vorkommen. Allerdings will ich dann nicht passagenweise Kaudawelsch lesen, sondern da reicht dann vielleicht eine Floskel, die vllt für eine Begrüßung steht. Eben so, dass man es sich zusammenreimen kann, was gesprochen wird. So fanatisch wie Tolkien dies allerdings mit Elbisch angegangen ist (es existiert ein elbisches Wörterbuch), ist es dann für mich doch etwas drüber. Habe mich in meiner Buch-Reihe zum Beispiel auf ca. 150 Wortbedeutungen in der "fremden Sprache" beschränkt.
      Durch Umwege sieht man mehr von der Welt.
    • Ich persönlich verwende niemals irgendwelche "ausgedachten" Sprachen in meinen Geschichten. Das Einzige, was ich bisweilen tue, ist reale Sprachen (die ich beherrsche) zu verwenden, um mehr Exotik reinzubringen.

      Ich muss aber auch sagen, dass es bisweilen äußerst störend ist, wenn da irgendwelches Kauderwelsch steht. Bei Tolkien passte es zwar irgendwie dazu, aber ich habe selbst das eher ignoriert. Mag auch daran liegen, dass der Herr der RInge sehr sperrig geschrieben ist und ich keine Geduld dafür hatte.

      Was ich aber richtig gut fand, war zum Beispiel bei "Der Falke von Aryn" wo das fränkische genommen wurde, oder andere uralten Mundarten. Ob das jetzt tatsächlich die Original-Sprachen waren, so wie sie im Frankenreich gesprochen wurde, kann ich nicht beurteilen, aber ich fand die Idee genial.
    • Ich bin ganz ehrlich und kann Fantasy Sprachen überhaupt nicht ausstehen. Wenn ich als leser nachschlagen muss, weil ich sonst wirklich den Sinn nicht verstehe, dann stört das meinen Lesefluss.
      Wenn es sich allerdings nur um Floskeln zur Begrüßung, Anreden oder sowas handelt, die sich immer wiederholen, dann kann ich damit leben. Das finde ich sogar eigentlich gut, weil sie den Charackter untermalen. Auch ein Fluch in einer Landessprache is ok. Aber darüber hinaus - nope. nicht mein Fall^^

      Tolkien habe ich unter anderen wegen sowas abgebrochen. (ja und weil er über 5seiten diesen blöden Berg beschrieben hat, war vl. auch nen Grund XD)

      Ich mag lieber, wenn es umschrieben ist, dass er einen akzent hat oder ähnliches, dann erstelle ich mir mein eigenes Bild :)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mit Fantasysprachen nicht viel anfangen kann. Häufig habe ich einfach das Problem, dass ich mich im Lesefluss gestört fühle.
      Wenn es wirklich nur kurze Wörter sind, ist das okay. Da habe ich auch keine Probleme mit. Manchmal gehört es einfach zu diesem einen Charakter. Es zeugt schließlich auch davon, dass sich der Autor Gedanken zu seiner Welt und seinen Figuren gemacht hat. Man sollte aber sparsam damit umgehen. Einprägsame Wörter, die leicht zu merken sind und keine ellenlangen Sätze.
      Alles andere finde ich schlichtweg übertrieben. Ich bin dann auch jemand, der großzügig überspringt, wenn Sätze stehen, die ich bei jeder Bemühungen zu trotz mehr aussprechen oder mir merken kann kann. Das ist das zu viel des Guten. Ich will mich beim Lesen schließlich entspannen und nicht noch Vokabeln büffeln müssen.
      Zum Glück für mich wird die Bedeutung dahinter sowieso meist im nächsten Satz geklärt.
      Deshalb reicht es mir auch, wenn einfach steht, dass in einer anderen Sprache, das und das besprochen wird. ^^

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
    • Hallo @Polarfuchs

      Ich schließe mich dem Tenor hier an. Fremdartiger Kauderwelsch nützt mir gar nichts und falls es in einem Buch längere Passagen (Gedichte oder Lieder) gibt, überspringe ich die ausnahmslos. Egal, wie viel Mühe dahintersteckt, so etwas halbwegs glaubhaft zu schreiben - diese Mühe macht sich der Autor bei mir umsonst.

      Einzelne Wörter wie Grüße oder Flüche gefallen mir allerdings, vor allem, wenn sie nicht übersetzt werden. Da kann ich dann rätseln, was das wohl heißen würde. Meistens nehme ich dann etwas, das ich in dieser Situation sagen würde xD
      "Sehe ich aus wie einer, der Geld für einen Blumentopf ausgibt, in den schon die Pharaonen gepisst haben?"
    • Hm ich musste spontan an Herr der Ringe denken ...
      ich meine Elbisch gibt es sogar in 2 Dialekten ... und man kann es lernen. ALso Tolkien hat sich da echt ne eigene Sprache samt Grammatik und so weiter ausgedacht ...
      Allerdings muss ich mich Wysi anschließen ... wenn ich nicht weiß, was es bedeuten soll überspringe ich es einfach anstatt diese seltsamen Worte zu lesen ... bzw zu entziffern ...
      Einige wenige Worte tragen allerdings zu Authenzität bei :) Eigene Kultur und so weiter ^^
      Ich würde mir allerdings NIEMALS die Mühe machen mir eine eigene Sprache auszudenken ... ich mein im Ernst. Keiner liest es und ich bin nicht mal im Stande eine Geschichte zu schreiben, die über die Länge von 14 Seiten hinaus geht XD lohnt sich doch gar nicht XD
      Menschen, die von sich behaupten, sie seien "positiv bekloppt", sind meistens einfach nur negativ grenzdebil.
      Patrick Salmen

      Jeder ist seines Glückes Schmied. Aber nicht jeder ist Schmied.
      Till Reiners
    • Ich hab eigentlich nichts gegen Fantasysprachen in Büchern. Klar, wenn der ganze Text darin geschrieben ist, kann man gar nichts lesen und das ist doof. So extrem wie Tolkien muss man es ja nicht machen, also gleich mehrere Sprachen inklusive Grammatik und so.
      Wenn es aber nur einzelne Ausdrücke sind, dann finde ich das sehr schön. Es untermalt dann nochmal den Charakter der Völker oder Stämme und man bekommt noch ein besseres Bild der Welt in der die Geschichte spielt. Es sollte aber nur an solchen Stellen verwendet werden, wo man durch die Zusammenhänge den Sinn versteht.
      Am besten finde ich es, wenn man zusätzlich am Ende des Buches noch eine genaue Übersetzung findet. Dann kann man sich z. B. bei einem Schlachtschrei wenn man am lesen ist aus dem Zusammenhang erkennen, dass es ein Schlachtruf ist, und wenn man mal Lust hat, kann man auch noch die Wort-für-Wort Übersetzung nachschlagen.
      Ich hoffe, es macht Sinn, was ich geschrieben habe ^^
      Ewigkeit

      Stell dir eine Stahlkugel vor, die so gross ist wie die Erde. Und eine Fliege, die sich einmal in einer Million Jahren darauf niederlässt. Wenn die Stahlkugel durch die damit verbundene Reibung aufgelöst ist, dann … ja dann … hat die Ewigkeit noch nicht einmal begonnen!

      – David Lodge, 1993
    • Ein interessantes Thema. Es gibt ja Völker, für die eine Fantasysprache mit ganzen Lexikons geschrieben wurde, und da meine ich nicht nur HdR, sondern zum Beispiel auch Klingonisch(STAR-TREK-UNIVERSUM).
      Ich für meinen Teil halte das für extrem übertrieben, und will mich auch nicht damit beschäftigen, einfach weil es genug echte antike Sprachen gibt, um etwas exotisch ausdrücken zu können.
      Andererseits habe ich immer auch damit Probleme wenn ganz fremde Völker einfach so daher reden und handeln wie normale Menschen. Oder sogar den gleichen Humor und die selben Einstellungen haben wie unsere Kultur. Das passt nicht, und da sollte man etwas aufpassen, um das Fremde nicht zu sehr zu vermenschlichen.
      Aber um auf Fantasysprachen zurückzukommen würde ich meinen, das fremdartige Begrüßungsfloskeln ausreichend wären, in Verbindung mit fremd klingenden Namen, denn wenn ich eine arabische Übersetzung oder Geschichte lese, dann gibt es dort auch keinen Karl Franz, der in Oberhausen Klavier spielt, wenn Ihr jetzt wisst was ich damit meine. :)

      lg El Lobo
    • Ich hab für eine meiner Figuren eine Fantasy-Sprache entwickelt. Besser gesagt: ich bin noch dabei und das seit 2011. Eine Sprache hat so viele Aspekte, die kann man gar nicht in einer kurzen Zeit entwickeln... . Und ich bin kein Linguist :schiefguck:
      Diese Sprache hat einen eigenen Klangrythmus bekommen und grammatikalische Regeln. Der Klang orientiert sich an Irish-English Akzenten und Russisch. Bei der Grammatik der Satzstellung und der Aussprache der Vokale orientiere ich mich am Arabischen. Dazu kommen noch andere grammatikalische Sachen, die aber keine konkrete Vorlage haben.
      Die Worte sind entweder erfunden oder von tatsächlichen Wortstämmen abgeleitet (ist bei echten Sprachen ja auch so, dass sich Wortfamilien in den verschiedenen Sprachen wieder finden lassen). Aber auch bei den erfundenen Worten achte ich darauf, dass die entsprechende Wortfamilien auch erkennbar zusammengehören. Und dass sie vom Klang her zu den abgeleiteten Worten passen. Wenn die entsprechende Figur etwas in ihrer Muttersprache sagt, dann steckt da ein System und eine Logik dahinter.

      Wenn eine Figur zwischenzeitlich in einer fremden Sprache redet oder ein paar Fremde Worte dazwischen haut, finde ich das in Ordnung. Im echten Leben spricht ja auch nicht jeder auf der Welt dieselbe Sprache. Nervig finde ich nur, wenn dauerhaft ein Akzent in die wörtliche Rede eingebaut wird. Z.b. "isch" oder "ai'ne" um französisch anzudeuten. Deswegen lieber eine gutdurchdachte Fremdsprache zwischendrin, das wirkt meiner Meinung nach besser.
    • Ich begeistere mich selbst seit Jahren so sehr für Sprachen, dass ich mich schon seit einiger Zeit damit befasse, für eine meiner Welten eine eigene Sprache auszutüfteln. Das ist ein langer Weg, weil vieles zu beachten ist und ich, wie Skadi, kein Linguist bin. ^^'

      An sich bin ich dem Ganzen also recht positiv eingestellt, wobei es auch da Ausnahmen gibt.
      Ich liebe es, wenn es eine breitgefächerte Welt ist, die nicht nur aus einem Land besteht, dort auch unterschiedliche Sprachen einfließen. Das ist für mich natürlich und logisch. Wenn dann Phrasen auftauchen, Wörter, Floskeln - warum nicht? Solange sich alles erschließt oder es sogar zeitgleich eine entsprechende Erklärung gibt, dann freut sich mein Herz darüber und ich lese gleich noch begeisterter weiter. :)
      Allerdings kann ich auch diejenigen verstehen, die so etwas überspringen, besonders wenn es den Lesefluss stört. Wenn ich erst Stunden darüber nachgrübeln muss, was man mir damit eigentlich sagen wollte, dann ist irgendetwas schiefgelaufen dabei.
    • Ich stehe auf "fremde" Sprachen in fantastischen Texten, allerdings sollten solche Passagen umgehend übersetzt werden oder sich auf einzelne Worte beschränken, deren Sinn man erkennt oder sich über kurz oder lang zusammenreimen kann.
      Hart wird es, wenn wie bei HdR Sindarin auch noch eine eigene Schrift hinzu kommt. Da verliere sogar ich die Lust.
      Deswegen kann ich zwar ein paar Sindarin oder Klingonische Sätze sagen, könnte sie aber nicht "orginalgetreu" schreiben.

      Der Klassiker:

      Heghlu'meH QaQ jajvam! (Heute ist ein guter Tag zum Sterben)

      Selbst bei dieser Art es zu schreiben muss ich Copy-Paste nutzen.
      Wenn man solche Texte laut liest, erzeugt das oft eine erstaunliche Andersartigkeit, die ich sonst zu den alternativen humanoiden rassen nicht immer herstellen kann.
      Da in meinen Texten oft die keltische Sagenwelt als Fundament zugrunde liegt, versuche ich so gut es geht gälische Begriffe einzubauen, halte mich aber nur in Ausnahmefällen mit kompletten Sätzen auf. Diese machen (unübersetzt) ohnehin nur Sinn, wenn der Leser gar nicht verstehen soll, was der Sprecher gerade von sich gibt. Nach dem Sinn einem Leser einen längeren Text vorzusetzen, welchen der gar nicht verstehen soll, will ich gar nicht erst fragen.
      Was ich aber viel mehr ablehne als bruchstückhafte Fantasy-Sprache sind seitenlange Gedichte oder Gesänge.
      In Latein hatte ich für alle zeit genug davon.
      Arma virumque cano, Trojae qui primus ab oris. (Pentameter, glaub ich - alles viel zu lange her)
      ...usw
      (Vom Kampfe und Tapferkeit singe ich Euch nun, von Troja, welche die Stolzeste unter den Städten war ...)
      ein bisschen frei, aber ich denke der Sinn haut hin ...

      Ihr seht, eine Zeile als Beispiel ist erträglich und man kann sich gut vorstellen, wie der römische Sänger diese Verse auf dem Forum Romanum skandiert hat.
      Jede weitere Zeile wäre zu viel und höchstens für Romanisten noch interessant.

      Zuletzt der andere Klassiker, tut euch mal Gefallen und sprecht ihn laut und stellt euch vielleicht den tonfall vor, wie man ihn von Hitler-Ansprachen kennt:

      ash nazg durbatulûk,
      ash nazg gimbatul,
      ash nazg thrakatulûk,
      agh burzum-ishi krimpatu
      l

      und natürlich heißt das, wer hätte es nicht erraten als Fantasy-Spezialist:

      Ein Ring sie zu knechten,
      sie alle zu finden,
      ins Dunkel zu treiben
      und ewig zu binden


      ... so und jetzt sagt nicht, Ihr hättet Euch nicht wenigstens ein kleines bisschen, wie der dunkle Herrscher Sauron gefühlt, als er mit seiner schwarzen Magie die Ringe verzauberte.
      -------------------
      Tom Stark
      zum Lesen geeignet

      delectare et prodesse
    • Eigene Fantasysprachen austüfteln

      Durch @Windwebers Thread über Fantasyschriften kam mir ein anderer Aspekt in den Sinn, dem ich mich ebenfalls sehr gerne widme: Dem Erfinden von Sprachen.
      Dabei wollte ich mal im Forum nachforschen, ob es noch mehr Leute gibt, die ein Faible dafür haben und wie genau diese Sprachen dann aussehen/ klingen. Was gibt es für Besonderheiten? Wie entwerft ihr sie? Wurdet ihr vielleicht von bereits bestehenden Sprachen inspiriert? All sowas eben. Stellt sie auch sehr gerne hier in diesem Thread vor mitsamt grammatikalischen Besonderheiten etc, etc.
      Ich mache dann hier einmal den Anfang:

      Jutpohorax
      Spoiler anzeigen

      Diese Sprache entstand im Prinzip dadurch, dass ich anfing finnische Wörter ein wenig abzuwandeln, um sie meinen Nordern anzupassen. Dabei ging ich anfangs ziemlich simpel vor (i am Ende eines Wortes wird zu z, y zu ju und solche Sachen eben), um dann hinterher zu merken, dass ich mich beim Gesamtbild wohl hier und da etwas vertan hatte und wieder klanglich ein paar Dinge abändern musste. So fiel mir irgendwann einmal auf, dass das finnische nahezu nur harte Konsonanten enthält und eine Endung wie "urg" da doch ziemlich hervorsticht. So entstand (und entsteht immer noch) mit der Zeit eine Sprache mit recht vielen Vokalen und harten Konsonanten.
      Eine Sache die ich dabei von vorneherein im Sinn hatte war, dass dem Prädikat eines Satzes eine besonders hohe Bedeutung zuteil werden soll. Die Endungen sind dabei eigentlich nicht so wirklich der springende Punkt (es gibt genau 2 Konjugationen mit 8 Endungen im Indikativ Sg & Pl und nochmal das Gleiche im Konjunktiv) sondern vielmehr eine Vielzahl an Vorsilben, die dem Verb vorangestellt werden. Das sind zum einen die Präpositionen, die statt vor dem Objekt des Satzes nun Teil des Prädikats sind. Ein Beispiel mal im Deutschen, das dem relativ nahe käme: Statt "gehen in ..."
      wird das Ganze zu "reingehen". Das gleiche geschieht mit Personalpronomen und auch bei Satzkonstrukten mit Infinitiv ("er versuchte sich zu erinnern") habe ich die Chance genutzt, dem Prädikat weitere Vorsilben anzuhängen.
      Mal ein Beispiel:



      jultarak (vom finnischen Wort yltää) - gehen
      ik (Präposition/ Vorsilbe) - in
      su- (Personalpronomen) - er/sie/es
      raljak - sollen



      Sie
      soll hinein gehen.
      suraljikjultarak.

      Und schon kann man einen ganzen Satz durch ein einzelnes Wort ausdrücken. Man muss nur darauf achten, welches der beiden Verben im Infinitiv steht, um diesem dann das andere voranzustellen. Dazu kürzt man einfach die Endung (hier -ak) weg und setzt sie einfach davor. Fertig. Sollten dabei mehr als 2 Konsonanten hintereinander stehen wird vom Verb im Infinitiv einfach noch alles bis zum ersten Vokal weggekürzt und damit war es das aber auch.


      Ich hoffe mal, ich bin jetzt nicht der Einzige mit derart seltsamen Hobbys xD (falls doch ist dies hier nie passiert :ninja: )
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Xarrot () aus folgendem Grund: Titel anpassen

    • @Xarrot Ich kann dich beruhigen, du bist nicht der einzige, der mit sowas seine Zeit verschw ... äh verbringt. Ich habe erst vor kurzem angefangen, Sprachen für meine Welt zu erfinden. Die Komplexität des Ganzen ist mir dann Schritt für Schritt immer klarer geworden xD. Wo fängt man an? Was muss man beachten? Was bringt ne Sprache, wenn man der einzige ist, der sie versteht? Fragen über Fragen.
      Ich hab jetzt mal mit dem einfachsten angefangen. Wörter ausdenken. Nomen, Verben, Adjektive, Pronomen und Konjunktionen. Wenn die alle festgelegt sind, fange ich an, mir über die schweren Fragen Gedanken zu machen. Konjugation, Anzahl der Fälle.

      Und zum Thema Schrift. Eine eigene Schrift ist meiner Meinung nach, die Kirsche auf dem Eis, wenn es um Sprachen geht. Ich hab mir für eine meiner Sprachen schon ein System ausgedacht, aber auch hier gibt es unzählige Möglichkeiten. Liest von oben nach unten, reachts nach links, links nach rechts? Welche Buchstaben gibt es? Wird jeder Buchstabe von einem Symbol repräsentiert oder bestimmte Laute durch Symbole ausgedrückt?
      Man kann sich auf jeden Fall ordentlich den Kopf zerbrechen. Aber bei einer Sache helfen Sprachen ungemein, wie ich finde. Namensgebung. Schauen wir Herr der Ringe an:

      Mordor ist das schwarze Land. Mor heißt Schwarz, Dor heißt Land. Macht Sinn.
      Der Bösewicht heißt Morgoth. Mor immer noch Schwarz, Goth ist der Feind.

      Wenn man ein Konglomerat an Wörtern hat, auf die man zurückgreifen kann, macht das die Namensgebung wirklich leicht und der Leser erkennt vielleicht auch, dass den Namen von Orten und Personen eine gewisse Logik zugrunde liegt.
      100% Konsequent!
    • Also ich bediene mich im moment für meine Kurzgeschichte bzw. die verschiedenen Kurzgeschichten die in der selben Welt spielen sollen ganz gerne bei Latein. Zumindest bei dingen wie dem Magiesystem Mysticae und bei verschiedenen Rassen. Ich versuche mich auch daran ein paar eigene Rassen zu konstruieren um etwas abwechselung zu den Typischen Fantasy Rassen rein zu bekommen. Das gestalltet sich allerdings relativ Komplex.
    • Wie ich festgestellt habe, ist gerade die Namensgebung von Orten, Personen und ... allem (?) sehr viel konsistenter, wenn man zumindest eine rudimentäre Sprache für das Land hat. Auch wenn die Sprache an sich nie geschrieben wird (bis auf einzelne Begriffe eben) finde ich doch, dass das es die Welt nochmal auf eine gewisse Weise abrundet.
      Leider bin ich eine absolute Niete in sowas, weshalb ich das in meiner Welt komplett ignoriert habe, obwohl ich es eigentlich besser wusste :whistling:
      (Zugegeben, ich habe auch nie erwartet, die Geschichte tatsächlich zu schreiben xD IHR SEID SCHULD!)

      Aber da es @Unor zur Zeit echt langweilig ist, hilft er mir dabei wofür ich echt dankbar bin ( :hail: ) :)

      LG Chaos
    • Chaos Rising schrieb:

      Wie ich festgestellt habe, ist gerade die Namensgebung von Orten, Personen und ... allem (?) sehr viel konsistenter, wenn man zumindest eine rudimentäre Sprache für das Land hat. Auch wenn die Sprache an sich nie geschrieben wird (bis auf einzelne Begriffe eben) finde ich doch, dass das es die Welt nochmal auf eine gewisse Weise abrundet.
      Ich würde sogar sagen, dass das der einzige Grund ist, warum man sich eine Sprache (und eine Sprach- und Kulturgeschichte) für Bewohner von Fantasywelten ausdenken sollte. Wobei ich das tatsächlich NICHT mache. Stattdessen bediene ich mich laienhaft bei bereits existierenden Sprachen. Davon gibt es genügende und sie sind meinstes schon fantastisch genug!

      Mir persönlich gefällt es nicht so, wenn Teile eines Romans (z.B. eingefügte Gedichte) dann in der ausgedachten Fantasy-Sprache abgetippt sind und darunter die Übersetzung steht. In so einem Fall würde ich doch eigentlich immer nur die Übersetzung lesen. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Es gibt ja auch genug Leute, die tolkiensches Elbisch gelernt haben... oder jetzt mit Dothraki anfangen. Da fände ich es eigentlich schöner, wenn man eine lebendige Sprache lernt und sich vielleicht auch mit den Menschen, die diese Sprache noch sprechen, über etwas anderes unterhalten kann als das, was in der Fantasy-Welt mit der Sprache ausgedrückt werden kann.
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Ist eine eigene Sprache in der Geschichte wichtig, die man schreibt?

      Ich finde, es kommt auf die Geschichte an.


      Was mich anbelangt, da habe ich es mir einfach gemacht. Ich brauchte drachisch, woher nehmen, wenn man nur deutsch kann? So eine Sprache gibt es nicht, das weiß sogar ich. Nun ist es nicht die Sprache eines Drachen bei mir, sondern eines untergegangenen Volkes.
      :D (Ja, in meiner Geschichte kommen kurz mal vier Elben vor.)


      Wenn mein Prota als Sklave einem anderen Prota eine Sprache lehren muss, dann wäre es nicht verkehrt, ein paar fremde Wörter zu haben. Wenn sich das in einem Abschnitt gut einbauen lässt, ohne dass der Leser das Buch zuklappt, dann ist es in Ordnung.

      Auch ich möchte nicht Bücher mit einem Lexikon als Zusatz lesen.


      Ein Beispiel:

      „Gnilgief heißt Feigling“, antworte ich lächelnd, obwohl ich innerlich vor Zorn koche.
      Nachdenklich sieht er mich an und will wissen, was ich in der Wüste zu ihm gesagt habe.
      „Retmmadrev Lrektsim“, antworte ich. „Verdammter Mistkerl.“
      „Ud stmmokbe etueh niek Nesse“, erwidert er grinsend. „Gerne übersetze ich es dir, damit du es besser verstehst. Du bekommst heute kein Essen.“


      Ja, es ist rückwärts. Was solls, es erfüllt seinen Zweck.
      Auch wenn heute dein warmes Blut die Erde gierig trinkt,
      so bist du es, der tanzend auf den Knochen der Feinde singt.
    • Sandlov schrieb:

      Ja, es ist rückwärts. Was solls, es erfüllt seinen Zweck.
      Da kann ich persönlich leider nicht zustimmen. Alles einfach nur rückwärts zu schreiben, würde mich als Leser frustrieren. Ich würde glauben, der Autor hält mich für einen kompletten Idioten und andererseits bekommen die Worte so keinen schönen Klang oder werden unaussprechlich. Für eine Satire oder humorvolle Geschichte, in der das als Seitenhieb angewendet wird, fände ich das passend, aber als "ernsthafte" Sprache würde ich so etwas nicht gern lesen. :thumbdown:
      Durch Umwege sieht man mehr von der Welt.
    • Polarfuchs schrieb:

      Da kann ich persönlich leider nicht zustimmen. Alles einfach nur rückwärts zu schreiben, würde mich als Leser frustrieren. Ich würde glauben, der Autor hält mich für einen kompletten Idioten und andererseits bekommen die Worte so keinen schönen Klang oder werden unaussprechlich. Für eine Satire oder humorvolle Geschichte, in der das als Seitenhieb angewendet wird, fände ich das passend, aber als "ernsthafte" Sprache würde ich so etwas nicht gern lesen.
      Es ist nur zweimal ganz kurz drin, ansonsten benutze ich diese Sprache nicht.
      Einmal im ersten Buch und einmal im vierten Buch. Daher ist es nicht weiter tragisch.
      Auch wenn heute dein warmes Blut die Erde gierig trinkt,
      so bist du es, der tanzend auf den Knochen der Feinde singt.