Roven

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      Roven ist eine neue Aufmachung einer meiner ersten längeren Geschichten
      die ich damals in meiner Jugend geschrieben habe. Obwohl mir das
      Grundszenario und die Charaktere gefielen, wurde die Geschichte recht
      chaotisch zum Ende hin. Rückblickend gefällt mir vieles nicht mehr daran
      und sie sieht sehr amateurhaft aus. Aber es war wie gesagt eine meiner
      ersten kreationen. Ich habe im Laufe der Zeit immer wieder versucht die
      Geschichte umzuschreiben und neuaufzusetsen, war aber nie mit dem
      Ergebnis zufrieden. Trotzdem nagte das Setting immer wieder an mir, da
      es zu gut war um es zu ignorieren.
      Dies ist mein finaler Versuch das ganze in eine ordentliche Form zu
      bringen. Viele Charaktere von damals wurden umbenannt oder entfernt,
      aber zentrale Charaktere blieben erhalten, möglicherweise in etwas
      veränderter Form.
      Was jetzt folgt sind genauere Einzelheiten über die Welt. Vieles davon
      wird in der eigentlichen Geschichte erklärt und wer dieses ganze Vorwort
      lieber aus Spoilergründen überspringen möchte, sollte auf das erste
      Kapitel warten.




      Die Welt von Roven ist sehr komplex und groß. Die Geschichte spielt auf
      der gleichnamigen Insel Roven welche etwa halb so groß wie Australien
      ist (ca. 3,5 Millionen km²).
      Es handelt sich hierbei um eine Fantasywelt mit technologischem
      Fortschritt, wobei viele technologien durch den Einsatz von Magie
      ermöglicht wurden, etwa Cryogefängnisse, Hochsicherheitsgefängnisse in
      denen man besonders gefährliche Gefangene einfach durch Magie einfriert
      und sie so unschädlich macht.
      Die Regierung des Landes setzt sich aus 12 Magiern, dem innseren Zirkel,
      zusammen, die die absolute Macht tragen. Ihre Machtposition
      rechtfertigen sie durch ihre mächtigen Kenntnisse über Magie. Einen
      Regierungsmagier herauszufordern ist meist eine dumme Idee und endet oft
      mit dem Tod des Herausforderers.
      Einige Anatomiekenntnisse in Roven funktionieren anders als bei uns.
      Jedes Lebewesen in Roven besitzt zwei Körperenergien, die es
      durchdringen. Das erste ist Vita, die Lebensenergie. Vita verhält sich
      ähnlich unserem Blut, es durchströmt den ganzen Körper und ist
      lebenswichtig. Hat ein Lebewesen kein Vita mehr, stirbt es. Eine hohe
      Menge an Vita kann hingegen die Person antreiben und ihre körperlichen
      Fähigkeiten verbessern. Vita reproduziert sich im Laufe der Zeit, bei
      manchen Lebewesen mehr als bei anderen, allerdings baut der Körper es
      auch ab (er nutzt Vita, um verschiedene Körperfunktionen zu betreiben),
      weshalb Vita sich im Gleichgewicht hält. Mit der Zeit verliert man
      jedoch immer mehr die Fähigkeit Vita zu reproduzieren bis sie irgendwann
      ganz erlischt, weshalb Lebewesen an Altersschwäche sterben, wenn sich
      ihr Vita komplett abgebaut hat.
      Neben Vita gibt es noch Mana. Mana ist eine magische Energie. Es trägt
      eine ähnliche Aufgabe wie unser Immunsystem und bekämpft
      Krankheitserreger im Körper. Ein Levbewesen mit viel Mana könnte daher
      seine gesamte Existenz niemals krank werden, während hingegen Lebewesen
      ohne Mana ein Wrack sind und unter Krankheiten leiden. Man kann jedoch
      ohne Mana überleben solange man die Krankheiten ausreichend bekämpft.
      Mana regeneriert sich außerdem nur, wenn es verbraucht wurde, bauts ich
      dafür auch nie ab (da es nicht für Körperfunktionen genutzt wird). Mana
      ist außerdem so energierreich, dass man es kanalisieren kann, um
      magische Fähigkeiten einzusetzen.
      Magie ist sehr komplex und schwierig, einfache Zauberformeln kann sich
      theoretisch jeder beibringen, aber wahre Magie zu vollführen ist extrem
      schwer. Das liegt daran, dass Magie auf Formeln, Zeichen und anderen
      Methoden basiert, es ist eine eigene Wissenschaft. Magier müssen sich
      extrem viele und komplexe zauberformeln merken und diese bei Bedarf
      fehlerfrei abrufen können, da ihr Zauber sonst versagt. Aus diesem rund
      ist der innere Zirkel auch ungeschlagen, sie besitzen ein viel breiteres
      Wissen über Magie als sonst eine Person auf der Welt.
      Obwohl Magie aus Gedächtnisgründen den meisten Leuten weitgehend
      verschlossen bleibt, kann man durch magische Runenzeichen die am Körper
      oder auf Objekte angebracht werden, ebenfalls leichte Zaubersprüche
      wirkeln. Dazu muss die Person nur die entsprechenden zeichen berühren
      und sein Mana auf die Stelle konzentrieren. Da Objekte kein eigenes Mana
      besitzen, ist es schwerer Runenzeichen für sie anzufertigen, mist
      werden sie daher mit Mana angereichert um den Vorgang zu erleichtern.
      Die Währung in Roven ist Manageld. Der innere Zirkel hat zu diesem Zweck
      Münzen mit Mana prägen lassen, da Mana extrem kostbar für sie ist. Die
      Münzen selbst besitzen keine Zeichen die ihren wert angeben, stattdessen
      wird der Wert des Geldes alleine durch das enthaltene Mana bestimmt.
      Leute können in Banken gegen eine Gebühr ihr eigenes Mana in Manageld
      prägen lassen, die genaue Zauberformel dafür wird aber so gut unter
      Verschluss gehalten, dass niemand Geldfälscherei betreiben kann.
      Wer kein Geld mehr besitzt, kann auch direkt mit Mana handeln, muss aber
      auch mit den resultierenden Konsequenzen (anfälliger für Krankheiten,
      weniger magische Kraft) leben. Steuern werden ebenfalls in Mana
      berechnet, entweder durch Manageld oder durch direkte Manatransfusion.
      Obwohl die Erschaffung des Manageldes zuerst die Manavorräte des inneren
      Zirkels schwächte, ist es auf Dauer lohnenswerter für sie gewesen, da
      sie sämtliches Mana durch Steuern wieder einnehmen. Durch diese
      Strategie konnten sie sich weiter ihre Unantastbarkeit sichern.
      Auf manchen Schwarzmärkten wird auch mit Vita gehandelt, falls man wenig
      oder gar kein mana zur Verfügung hat. Dieser Handel ist offiziell
      verboten da mit Vita zu handeln bedeutet dass man sein eigenes Leben
      verkauft.
      Roven wird von einer Anzahl verschiedener Rassen bewohnt. Menschen sind
      die "klassische" Rasse auf Roven. Sie besitzen ein erhöhtes Hirnvolumen
      und können daher sich leichter Zauber einprägen. Fast alle Magier auf
      der Welt sind Menschen und der innere Zirkel besteht sogar nur aus
      Menschen.
      Orks sind muskulöse, grünhäutige Humanoiden. Männliche Orks besitzen
      kleine Stoßzähne an ihrem Unterkiefer, weibliche Orks tun dies nicht.
      Orks besitzen keinerlei Haarwuchs außer auf ihrem Kopf und selbst da in
      vermidnerter Form, bei Frauen mehr als bei Männern. Orks sind sehr stolz
      auf ihre Körper und trainieren oft in ihrer Freizeit um ihre Muskeln
      weiter aufzubauen. Sie sind sehr athletisch begabt und ergreifen daher
      oft sportliche Berufe. Manchmal sind Orks als rau verschrien, in
      Wirklichkeit sind sie aber eher "herzlich" und "überschwänglich", was
      aufgrund ihrer kräftigen Statur missverstanden wird. Orks sind sehr
      gastfreundlich und offen gegenüber Fremden, allerdings kann ein
      verärgerter Ork durchaus gefährlich werden, gerade auch deshalb, weil
      sie so stark sind. Orks lehnen alles ab, was ihren Körper irgendwie
      nachteilig beeinflussen könnte und ernähren sich ausgesprochen gesund,
      wenn auch sehr reichhaltig. Sie lehnen Alkohol und andere Rauschmittel
      gänzlich ab, wobei es auch hier Ausnahmen gibt.
      Elfen sind Humanoide mit zierlicher Gestalt und langen spitzzulaufenden
      Ohren. Sie besitzen keine sichtbaren Pupillen, was ihren Augen einen
      seltsamen Look verpasst. Sie besitzen eine sehr blasse und reine Haut
      und sind besonders stolz auf ihr überdurchschnittlich gutes Aussehen.
      Elfen sind meist sehr arrogant und halten sich für eine höhere Rasse.
      Trotz ihrer zierlichen Körper könenn sie sehr gefährliche Gegner sein,
      da sie besonders agil sind. Elfen halten sich an Reinheitsgebote die
      ihnen verbietet sich mit anderen Rassen zu paaren. Außerdem leben Elfen
      in familienclans und paaren sich immer mit einem festen anderen Clan um
      die reinheit zu gewährleisten.
      Zwerge sind kleine Humanoide (halb so groß wie ein durchschnittlicher
      Mensch). Sie sind ebenfalls kräftig, aber weniger kräftig als Orks. Sie
      sind besonders technisch versiert arbeiten daher oft an Maschinen. Viele
      der technologischen Fortschritte in Roven geht auf ihr Konto. Männliche
      Zwerge tragen oft kurzgeschorene Bärte. Längere Bärte sind selten, da
      sie damit oft in ihren Maschinen hängen bleiben würden. Weibliche Zwerge
      besitzen keine Bärte und sind von zierlicher Gestalt.
      Vampire gehören zu den gefährlichsten Rassen in Roven. Sie sind große,
      halb-humanoide Vampirfledermäuse. Andere Rassen meiden Vampire. Das
      kommt daher, da Vampire sich vom Vita anderer Lebewesen ernähren. Sie
      brauchen nur eine geringe Menge und meist merkt der Wirt nichtmal, dass
      etwas fehlt, trotzdem macht sie diese Form der Ernährung
      angsteinflößend. Vampire können außerdem ihre Gestalt beliebig
      verändern. Durch das aufgenommene Vita nehmen sie aif die DNA des
      Wirtes. Die DNA speichern sie wie in einem Speicher ab udn können diese
      aufrufen und vermischen wie sie wollen. Dadurch können sie jede
      beliebige (organische) Form annehmen sofern sie die passende DNA
      besitzen. Da Vampire Vita als Nahrung nehmen, leben sie durchschnittlich
      viel länger und könnten theoretisch ewig leben da sie auch nach Verlust
      ihrer Vitaregeneration ihr Vita erneuern können. Da das Vita sich in
      ihrem Körper aber immer schneller abbaut sterben sie dennoch an
      Altersschwäche, jedoch viel später als andere Rassen.
      Neben diesen ortsansässigen Rassen gibt es noch Rassen aus anderen
      Teilen der Welt, die durch Immigration ebenfalls in Roven vorhanden sind
      jedoch meist eine Minderheit im Land einnehmen.


      Kapitel 1

      Zwei Schutzmänner der Regierung fuhren in ihrem Transporter durch die verregneten Straßen. Ihre Aufgabe war es, eine ganz bestimmte Fracht für das Cryogefängnis in Molah überzustellen.

      Der Fahrer summte leise vor sich hin, doch sein Kollege hielt es irgendwann nicht mehr aus.

      „Könntest du das bitte lassen?“

      „Wieso? Das Radio lässt du mich ja nicht benutzen, also beschäftige ich mich anders.“

      „Harold, dein Job ist es zu fahren und auf die Straße zu achten, nicht dir die Zeit mit lustigen Liedern zu vertreiben! Ich bin sowieso schon scheiß nervös wegen des Gefangenen.“

      Der Schutzmann namens Harold erlaubte sich kurz rüber zu seinem Kollegen zu schielen.

      „Wieso? Das ist doch nur noch ein Eisblock. Hast du etwa Angst vor etwas Eis.“

      „Das meine ich nicht, du Idiot! Denkst du eigentlich auch mal nach? Was glaubst du, wieso wir einen Gefangenen und auch nur ihn von Xen nach Molah überstellen sollen? Cryogefangene werden nicht einfach in andere Gefängnisse überführt außer es gibt einen verdammt guten Grund dazu. Zu riskant, wenn der Wagen eine Panne hat und der Gefangene auftaut ist ziemlich schnell die Kacke am dampfen. Nein, dazu muss man schon besorgt sein.“

      „Vielleicht mussten sie Platz für einen neuen Gefangenen machen?“

      „Ja. Ja vielleicht. Trotzdem, das kommt mir irgendwie komisch vor.“

      „Wer ist das überhaupt?“

      „Keine Ahnung. Das wollte uns niemand in der Verwaltung sagen. Wir haben nur die Gefangenennummer gekriegt. Und auch das kommt mir link vor. Ich habe das Gefühl, dass wir hier gerade einen verflucht wichtigen Gefangenen mit uns rumschleppen und die Sicherheitsvorkehrungen bei weitem vernachlässigt wurden. Als wären wir ein Opferlamm oder so.“

      Harold sagte nichts. Dachte er darüber nach oder war es ihm egal? Sein Kollege sah aus dem Fenster. Die Nacht war schon angebrochen. Die Fahrt von Xen nach Molah war nicht gerade kurz und sie waren sowieso schon zu spät losgefahren. Was sollte das ganze nur mit dem Transport? Malcom machte sich große Sorgen, dass die Regierung hier versuchte etwas zu vertuschen. Oder loszuwerden.

      Plötzlich bremste Harold abrupt ab und Malcom wurde nach vorne geworfen.

      „Was soll der Scheiß?!“ fuhr er seinen Kollegen an.

      Dieser starrte nur durch die Windschutzscheibe auf die verregnete Straße. Dort stand eine vermummte Gestalt, eingehüllt in einem schwarzen Regenmantel, die Kapuze weit über den Kopf gezogen, den Blick nach unten gerichtet. Sie trug etwas auf dem Rücken, das fast so groß wie ihr Körper zu sein schien.

      „Was zum…?“

      Die Person sah auf und Malcom konnte noch gerade erkennen, dass es sich um eine junge Frau handelte. Dann brach die Hölle los.

      Im nächsten Moment riss die Frau den Gegenstand von ihrem Rücken und schlug damit in Richtung des Transporters. Malcom dachte zuerst, dass sie sie verfehlt hatte, dann traf ihn etwas von links. Er drehte seinen Kopf und sah den Kopf seines Freundes, der halb abgetrennt wurde.

      „Ach du Scheiße!“ schrie er und versucht schnell seinen Gurt zu lösen. Fast die gesamte linke Hälfte der Fahrerkabine war zerstört worden durch den Gegenstand, den die Frau bei sich trug. Was es auch war, es musste sich um eine gefährliche Waffe handeln.

      Sie holte schon wieder aus und der Schutzmann hatte keine Zeit, den Gurt zu lösen, er zog sofort sein Sicherheitsmesser und schnitt sich los, dann ließ er sich fallen bevor die obere Hälfte seiner Seite abgetrennt wurde. Das war knapp. Er tastete nach dem Griff der Tür auf seiner Seite und benutzte ihn um die Tür zu öffnen. Er warf sich aus dem Wagen und ließ sich auf die nasse Straße fallen. Er drehte den Kopf und sah die Füße der Frau, die um den Wagen herum auf ihn zukam. Irgendwas war schiefgelaufen. Irgendwie waren sie überrascht worden. Und irgendwie konnte eine einzelne Person sie einfach aufhalten.

      „Scheiße, hast du überhaupt eine Ahnung, mit wem du dich hier anlegst? Das ist Eigentum der Regierung! Wir arbeiten für den inneren Zirkel! Wenn sie herauskriegen, bist du erledigt!“

      Die Frau blieb stehen und lächelte.

      „Wer will mich denn schnappen? Es gibt keine Überlebenden, die mich gesehen haben könnten.“

      Malcom erstarrte und seien Augen weiteten sich vor Entsetzen. Ihm dämmerte, was dies bedeutete, sie würde ihn nicht laufen lassen, selbst wenn er ihr den Gefangenen überlassen würde. Sie würde ihn töten, damit es keine Zeugen gab, die sie beschreiben konnten.

      „Warte, lass uns darüber reden!“

      Er hielt abwehrend eine Hand hoch und versuchte sich mit der anderen abzustützen damit er sich aufrichten konnte. Im nächsten Moment war seine Hand verschwunden und er spürte nur noch Schmerzen.

      „Aaaaaah!“

      „Ich verhandle nicht mit Toten.“

      Das waren die letzten Worte, die Malcom hörte bevor er starb.

      Endlich hatte sie ihr Ziel erreicht. Sie trat an den hinteren Teil des Transporters und brach die Tür auf. Mit einer Taschenlampe leuchtete sie herein und sah dort den massiven Eisblock.Der Strahl fiel auf das Gesicht des Gefangenen und die Frau spürte, wie Zorn in ihr aufstieg.

      „Nein! Das darf nicht wahr sein!“

      Wer auch immer diese Person dort war, es war nicht der Mann, den sie suchte.

      „Ihr habt mich reingelegt! Das hier war nur ein Ablenkungsmanöver, ihr habt diese Kerle einfach ihrem Schicksal überlassen, während ihr den echten Transport durchführt.“

      Sie knirschte mit den Zähnen und sah die Straße hinunter. Sie sollte schnell hier weg. Es konnte gut sein, dass der Wagen mit einem Sender versehen war, damit man verfolgen konnte, wann der Überfall stattfand.

      Mit ihrer Waffe zerstörte sie den kompletten Transporter und verschwand dann in der Dunkelheit der Nacht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von TheVampire100 ()

    • @TheVampire100

      Spoiler anzeigen
      Kapitel 1

      Zwei Schutzmänner der Regierung fuhren in ihrem Transporter durch die verregneten Straßen. Ihre Aufgabe war es, eine ganz bestimmte Fracht für ("an" passt besser) das Cryogefängnis in Molah überzustellen.

      Der Fahrer summte leise vor sich hin, doch sein Kollege hielt es irgendwann nicht mehr aus.

      „Könntest du das bitte lassen?“

      „Wieso? Das Radio lässt du mich ja nicht benutzen, also beschäftige ich mich anders.“

      „Harold, dein Job ist es zu fahren und auf die Straße zu achten, nicht [Komma] dir die Zeit mit lustigen Liedern zu vertreiben! Ich bin sowieso schon scheiß nervös (zusammen) wegen des Gefangenen.“

      Der Schutzmann namens Harold erlaubte sich kurz [Komma] rüber (klingt zu umgangssprachlich) zu seinem Kollegen zu schielen.

      „Wieso? Das ist doch nur noch ein Eisblock. Hast du etwa Angst vor etwas Eis. (Fragezeichen)

      „Das meine ich nicht, du Idiot! Denkst du eigentlich auch mal nach? Was glaubst du, wieso wir einen Gefangenen und auch nur ihn von Xen nach Molah überstellen sollen? Cryogefangene werden nicht einfach in andere Gefängnisse überführt [Komma] außer es gibt einen verdammt guten Grund dazu. Zu riskant, wenn der Wagen eine Panne hat und der Gefangene auftaut [Komma] ist ziemlich schnell die Kacke am dampfen. Nein, dazu muss man schon besorgt sein.“

      „Vielleicht mussten sie Platz für einen neuen Gefangenen machen?“

      „Ja. Ja [Komma] vielleicht. Trotzdem, das kommt mir irgendwie komisch vor.“

      „Wer ist das überhaupt?“

      „Keine Ahnung. Das wollte uns niemand in der Verwaltung sagen. Wir haben nur die Gefangenennummer gekriegt. Und auch das kommt mir link vor. Ich habe das Gefühl, dass wir hier gerade einen verflucht wichtigen Gefangenen mit uns rumschleppen und die Sicherheitsvorkehrungen bei weitem (groß) vernachlässigt wurden. Als wären wir ein Opferlamm oder so.“

      Harold sagte nichts. Dachte er darüber nach oder war es ihm egal? Sein Kollege sah aus dem Fenster. Die Nacht war schon angebrochen. Die Fahrt von Xen nach Molah war nicht gerade kurz und sie waren sowieso schon zu spät losgefahren. Was sollte das ganze (groß) nur mit dem Transport (seltsam gestellt, "mit dem Transport nur" passt eher)? Malcom (schreibt man das nicht normalerweise "Malcolm"?) machte sich große Sorgen, dass die Regierung hier versuchte [Komma] etwas zu vertuschen. Oder loszuwerden.

      Plötzlich bremste Harold abrupt ab und Malcom wurde nach vorne geworfen.

      „Was soll der Scheiß?!“[Komma] fuhr er seinen Kollegen an.

      Dieser starrte nur durch die Windschutzscheibe auf die verregnete Straße. Dort stand eine vermummte Gestalt, eingehüllt (unnötige Dopplung) in einem schwarzen Regenmantel, die Kapuze weit über den Kopf gezogen, den Blick nach unten gerichtet. Sie trug etwas auf dem Rücken, das fast so groß wie ihr Körper zu sein schien.

      „Was zum…?“

      Die Person sah auf und Malcom konnte noch gerade erkennen, dass es sich um eine junge Frau handelte. Dann brach die Hölle los.

      Im nächsten Moment (Durch das "Im nächsten Moment" nimmst du sofort die Fahrt wieder raus, die du durch den vorigen Satz beschleunigt hattest)
      riss die Frau den Gegenstand von ihrem Rücken und schlug damit in Richtung des Transporters. Malcom dachte zuerst, dass sie sie verfehlt hatte (hätte/habe), dann traf ihn etwas von links. Er drehte seinen Kopf und sah den Kopf seines Freundes, der halb abgetrennt wurde.

      „Ach du Scheiße!“ schrie er (nach wörtlicher Rede immer ein Komma, außer es steht ein Punkt am Ende des Gesagten, dann geht es groß mit einem neuen Satz weiter. Also entweder " [...] ", [...] oder " [...]." ... - Frage- und Ausrufezeichen werden nicht berücksichtigt, nach ihnen geht es ebenfalls mit Komma weiter) und versucht (versuchte, bist in der Zeit verrutscht) schnell seinen Gurt zu lösen. Fast die gesamte linke Hälfte der Fahrerkabine war zerstört worden durch den Gegenstand (umständliche und sperrige Satzstellung -> "durch den Gegenstand zerstört worden" ist flüssiger), den die Frau bei sich trug. Was es auch war, es musste sich um eine gefährliche Waffe handeln.

      Sie holte schon wieder aus und der Schutzmann hatte keine Zeit, den Gurt zu lösen, er zog sofort sein Sicherheitsmesser und schnitt sich los (es geht schneller, auf den Knopf zu drücken als den Gurt durchzuschneiden), dann ließ er sich fallen bevor die obere Hälfte seiner Seite abgetrennt wurde (was?). Das war knapp. Er tastete nach dem Griff der Tür auf seiner Seite und benutzte ihn um die Tür zu öffnen (wofür er den Griff einer Tür benutzt, brauchst du dem Leser eigentlich nicht erklären ;) ) . Er warf sich aus dem Wagen und ließ sich auf die nasse Straße fallen. Er (zweimal derselbe Satzanfang) drehte den Kopf und sah die Füße der Frau, die um den Wagen herum auf ihn zukam. Irgendwas war schiefgelaufen. Irgendwie waren sie überrascht worden. Und irgendwie konnte eine einzelne Person sie einfach aufhalten.

      „Scheiße, hast du überhaupt eine Ahnung, mit wem du dich hier anlegst? Das ist Eigentum der Regierung! Wir arbeiten für den inneren Zirkel! Wenn sie herauskriegen (da fehlt ein Bezugswort), bist du erledigt!“

      Die Frau blieb stehen und lächelte.

      „Wer will mich denn schnappen? Es gibt keine Überlebenden, die mich gesehen haben könnten.“

      Malcom erstarrte und seien Augen weiteten sich vor Entsetzen. Ihm dämmerte, was dies bedeutete, sie würde ihn nicht laufen lassen, selbst wenn er ihr den Gefangenen überlassen würde. Sie würde ihn töten, damit es keine Zeugen gab, die sie beschreiben konnten. (überflüssige Erklärungen, die den Leser für dumm verkaufen, langweilen nur)

      „Warte, lass uns darüber reden!“

      Er hielt abwehrend eine Hand hoch und versuchte sich mit der anderen abzustützen [Komma] damit er sich aufrichten konnte. Im nächsten Moment war seine Hand verschwunden und er spürte nur noch Schmerzen.

      „Aaaaaah!“

      „Ich verhandle nicht mit Toten.“

      Das waren die letzten Worte, die Malcom hörte [Komma] bevor er starb.

      Endlich hatte sie ihr Ziel erreicht. Sie trat an den hinteren Teil des Transporters und brach die Tür auf. Mit einer Taschenlampe leuchtete sie herein und sah dort den massiven Eisblock. [Leerzeichen] Der Strahl fiel auf das Gesicht des Gefangenen und die Frau spürte, wie Zorn in ihr aufstieg.

      „Nein! Das darf nicht wahr sein!“

      Wer auch immer diese Person dort war, es war nicht der Mann, den sie suchte.

      „Ihr habt mich reingelegt! Das hier war nur ein Ablenkungsmanöver, ihr habt diese Kerle einfach ihrem Schicksal überlassen, während ihr den echten Transport durchführt. (hier würde sich ein Ausrufezeichen besser machen)

      Sie knirschte mit den Zähnen und sah die Straße hinunter. Sie sollte schnell hier weg. Es konnte gut sein, dass der Wagen mit einem Sender versehen war, damit man verfolgen konnte, wann der Überfall stattfand.

      Mit ihrer Waffe zerstörte sie den kompletten Transporter und verschwand dann in der Dunkelheit der Nacht.


      Interessanter Anfang mit einer (relativ :P ) überraschenden Wendung am Ende; wirft viele Fragen auf und beantwortet keine :thumbup:
      Insgesamt solide geschrieben, du könntest lediglich die Gefühle etwas "bunter", lebendiger und insgesamt mehr beschreiben, mehr Kommata setzen, Satzanfänge an manchen Stellen abwechslungsreicher gestalten (machst du aber meistens schon). Dialoge sind insgesamt gut, gefallen mir gegen Ende hin noch besser, da hier ein paar trockene Sprüche auftauchen, die gut in jeden Actionfilm und somit auch in deine aufgebaute Szenerie passen :thumbsup:

      Verfass doch einen kurzen Beschreibungstext zur Geschichte, damit man weiß, was man gleich lesen wird, und stell dich im Empfangssaal vor, falls nicht während des Verfassens meines Kommentars bereits geschehen :hi1:

      LG
      Arathorn
    • Hey, erst einmal und ein herzliches Willkommen von meiner Seite!
      Ich würde dir empfehlen dich vielleicht einmal kurz im Empfangssaal vorzustellen, damit wir User einen Eindruck von dir bekommen. :)
      So, aber nun erst einmal zu deiner Geschichte....

      Spoiler anzeigen

      TheVampire100 schrieb:

      Kapitel 1
      Zwei Schutzmänner der Regierung fuhren in ihrem Transporter durch die verregneten Straßen. Ihre Aufgabe war es, eine ganz bestimmte Fracht für das Cryogefängnis in Molah(Eine Erklärung was das für ein Gefängnis ist, wäre an dieser Stelle nicht schlecht) überzustellen.
      _
      Der Fahrer summte leise vor sich hin, doch sein Kollege hielt es irgendwann nicht mehr aus.

      „Könntest du das bitte lassen?“_(, motzte er aufgebracht.)

      „Wieso? Das Radio lässt du mich ja nicht benutzen, also beschäftige ich mich anders.“

      „Harold, dein Job ist es zu fahren und auf die Straße zu achten, nicht dir die Zeit mit lustigen Liedern zu vertreiben! Ich bin sowieso schon scheiß nervös wegen des Gefangenen.“

      Der Schutzmann namens Harold erlaubte sich kurz rüber zu seinem Kollegen zu schielen.

      „Wieso? Das ist doch nur noch ein Eisblock. Hast du etwa Angst vor etwas Eis.“

      „Das meine ich nicht, du Idiot! Denkst du eigentlich auch mal nach? Was glaubst du, wieso wir einen Gefangenen und auch nur ihn von Xen nach Molah überstellen sollen? Cryogefangene werden nicht einfach in andere Gefängnisse überführt_(Komma) außer es gibt einen verdammt guten Grund dazu (also gibt es einen verdammt guten Grund dafür). Zu riskant, wenn der Wagen eine Panne hat und der Gefangene auftaut_(Komma) ist ziemlich schnell die Kacke am dampfen. Nein, dazu muss man schon besorgt sein.“

      „Vielleicht mussten sie Platz für einen neuen Gefangenen machen?“

      „Ja. Ja vielleicht. Trotzdem, das kommt mir irgendwie komisch vor.“

      „Wer ist das überhaupt?“_(, wollte Harold wissen und blickte seinen Beifahrer fragend an, während er den Wagen weiterhin auf gerader Strecke hielt.)

      „Keine Ahnung. Das wollte uns niemand in der Verwaltung sagen. Wir haben nur die Gefangenennummer gekriegt. Und auch das kommt mir link vor.(Daraus kann man einen Satz machen) Ich habe das Gefühl, dass wir hier gerade einen verflucht wichtigen Gefangenen mit uns rumschleppen und die Sicherheitsvorkehrungen bei weitem vernachlässigt wurden. Als wären wir ein Opferlamm oder so.“

      Harold sagte nichts. Dachte er darüber nach oder war es ihm egal? Sein Kollege sah aus dem Fenster. Die Nacht war schon angebrochen. Die Fahrt von Xen nach Molah war nicht gerade kurz und sie waren sowieso schon zu spät losgefahren. Was sollte das ganze nur mit dem Transport? Malcom machte sich große Sorgen, dass die Regierung hier versuchte etwas zu vertuschen. Oder loszuwerden.

      Plötzlich bremste Harold abrupt ab und Malcom wurde nach vorne geworfen.

      „Was soll der Scheiß?!“_(Komma) fuhr er seinen Kollegen an.

      Dieser starrte nur durch die Windschutzscheibe auf die verregnete Straße. Dort stand eine vermummte Gestalt, eingehüllt in einem schwarzen Regenmantel, die Kapuze weit über den Kopf gezogen, den Blick nach unten gerichtet. Sie trug etwas auf dem Rücken, das fast so groß wie ihr Körper zu sein schien.

      „Was zum…?“

      Die Person sah auf und Malcom konnte noch gerade erkennen, dass es sich um eine junge Frau handelte. Dann brach die Hölle los.

      Im nächsten Moment riss die Frau den Gegenstand von ihrem Rücken und schlug damit in Richtung des Transporters. Malcom dachte zuerst, dass sie sie verfehlt hatte, dann traf ihn etwas von links. Er drehte seinen Kopf und sah den Kopf seines Freundes, der halb abgetrennt wurde.

      „Ach du Scheiße!“ schrie er_(entsetzt auf) und versucht schnell seinen Gurt zu lösen. Fast die gesamte linke Hälfte der Fahrerkabine war zerstört worden durch den Gegenstand, den die Frau bei sich trug. Was es auch war, es musste sich um eine gefährliche Waffe handeln.

      Sie holte schon wieder aus und der Schutzmann hatte keine Zeit, den Gurt zu lösen,(Punkt) er zog sofort sein Sicherheitsmesser und schnitt sich los,(Punkt) dann(Anschließend -- finde ich etwas besser als Satzanfang) ließ er sich fallen_(Komma) bevor die obere Hälfte seiner Seite abgetrennt wurde. Das war knapp. Er tastete nach dem Griff der Tür auf seiner Seite und benutzte ihn_(Komma) um die Tür zu öffnen. Er warf sich aus dem Wagen und ließ sich auf die nasse Straße fallen. Er drehte den Kopf und sah die Füße der Frau, die um den Wagen herum auf ihn zukam. Irgendwas war schiefgelaufen. Irgendwie waren sie überrascht worden. Und irgendwie konnte eine einzelne Person sie einfach aufhalten.

      „Scheiße, hast du überhaupt eine Ahnung, mit wem du dich hier anlegst? Das ist Eigentum der Regierung! Wir arbeiten für den inneren Zirkel! Wenn sie herauskriegen_(wer du bist .... was du getan hast... ---es fehlt auf alle Fälle etwas und eines von den beiden ist es), bist du erledigt!“

      Die Frau blieb stehen und lächelte.

      „Wer will mich denn schnappen? Es gibt keine Überlebenden, die mich gesehen haben könnten.“

      Malcom erstarrte und seien(seine) Augen weiteten sich vor Entsetzen. Ihm dämmerte, was dies bedeutete, sie würde ihn nicht laufen lassen, selbst wenn er ihr den Gefangenen überlassen würde. Sie würde ihn töten, damit es keine Zeugen gab, die sie beschreiben konnten.

      „Warte, lass uns darüber reden!“

      Er hielt abwehrend eine Hand hoch und versuchte sich mit der anderen abzustützen_(Komma) damit er sich aufrichten konnte. Im nächsten Moment war seine Hand verschwunden und er spürte nur noch Schmerzen.

      „Aaaaaah!“

      „Ich verhandle nicht mit Toten.“

      Das waren die letzten Worte, die Malcom hörte bevor er starb.

      Endlich hatte sie ihr Ziel erreicht. Sie trat an den hinteren Teil des Transporters und brach die Tür auf. Mit einer Taschenlampe leuchtete sie_(in das Innere) herein und sah dort den massiven Eisblock._(Leerzeichen) Der Strahl fiel auf das Gesicht des Gefangenen und die Frau spürte, wie Zorn in ihr aufstieg.

      „Nein! Das darf nicht wahr sein!“

      Wer auch immer diese Person dort war, es war nicht der Mann, den sie suchte.

      „Ihr habt mich reingelegt! Das hier war nur ein Ablenkungsmanöver, ihr habt diese Kerle einfach ihrem Schicksal überlassen, während ihr den echten Transport durchführt.“

      Sie knirschte mit den Zähnen und sah die Straße hinunter. Sie sollte schnell hier weg(weg hier). Es konnte gut sein, dass der Wagen mit einem Sender versehen war, damit man verfolgen konnte, wann der Überfall stattfand.

      Mit ihrer Waffe zerstörte sie den kompletten Transporter und verschwand dann in der Dunkelheit der Nacht.


      Das ist schon einmal ein interessanter Anfang und ich bin mal gespannt wie es weiter geht. Allerdings muss ich zugeben, dass du deine Geschichte etwas mehr ausschmücken könntest. Die Umgebung etwas mehr beschreiben, oder das Aussehen der beiden Fahrer. Du könntest dem Leser auch ein paar mehr Informationen über das Gefängnis und deine Welt geben. Denn ich beispielsweise habe keine Ahnung ob es in der Realität oder in einer anderen Welt/ Dimension spielt. Auf der einen Seite spielt ein Transporter mit der für die Realität spricht, aber auf der anderen Seite ist die Rede von Molah ?( und auch der Name des Gefängnisses hast du dir ja selber ausgedacht, da bräuchte man als Leser noch etwas mehr Informationen wenn du mich fragst. Zudem hast du relativ viele Sätze, die du mit Kommata aneinander gereiht hast, die man aber einzeln stehen lassen könnte, oder durch ein wenig ausschmücken etwas besser Formulieren könnte.
      Trotzdem finde ich, dass deine Geschichte schon einmal interessant klingt und du hast dir auf alle Fälle einen neugierig machenden Anfang ausgedacht. Das Potenzial, welches in dieser Geschichte steckt kann ich auf alle Fälle erkennen und bin mal gespannt wohin sie mich noch führen wird :D

      Ich hoffe mal, du nimmst mir meine Kritik nicht übel. Es sind alles nur Vorschläge, die du annehmen kannst, oder ignorieren kannst, das liegt ganz bei.

      @Arathorn besser so?

      LG
      Kisa

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kisa ()

    • @Kisa

      de.wikipedia.org/wiki/Kryotechnik

      Könntest du vielleicht in Zukunft die "Verbesserung" von das/dass unterlassen? :D War im Text nämlich alles richtig
      Überzustellen schreibt man zusammen, das hat auch gepasst, wies war

      Mir hat das Pingponggespräch ohne lauter dehnende Zwischensätze übrigens gefallen :P

      Hab noch was entdeckt: ziemlich schnell die Kacke am dampfen. -> am Dampfen, muss hier großgeschrieben werden (falls ich mich nicht irre; korrigiert mich, falls doch)


      LG
      Arathorn
    • Okay, erstmal danke für das Feedback.
      Ich habe einen thread in der Empfangshalle eröffnet.
      Zu der Geschichte gab's in einem anderen Forum ein Vorwort, das schon eingie Dinge vorweg nimmt, aber das man (hoffentlich) im verlauf der geschichte nicht mehr brauchen sollte, weil ich viele Dinge dort nochmal erkläre, zum Beispiel werden Cryogefängnisse im dritten kapitel genau erklärt.
      Hier ist trotzdem das Vorwort, falls es euch interessiert, was euch erwartet. mit minimalen Spoilern (deswegen minimal, weil's keine relevanten Apsekte der Geschichte vorweg nimmt, aber schon Sachen zur Welt erklärt, die erst später in der Geschichte vorkommen).




      Roven ist eine neue Aufmachung einer meiner ersten längeren Geschichten
      die ich damals in meiner Jugend geschrieben habe. Obwohl mir das
      Grundszenario und die Charaktere gefielen, wurde die Geschichte recht
      chaotisch zum Ende hin. Rückblickend gefällt mir vieles nicht mehr daran
      und sie sieht sehr amateurhaft aus. Aber es war wie gesagt eine meiner
      ersten kreationen. Ich habe im Laufe der Zeit immer wieder versucht die
      Geschichte umzuschreiben und neuaufzusetsen, war aber nie mit dem
      Ergebnis zufrieden. Trotzdem nagte das Setting immer wieder an mir, da
      es zu gut war um es zu ignorieren.
      Dies ist mein finaler Versuch das ganze in eine ordentliche Form zu
      bringen. Viele Charaktere von damals wurden umbenannt oder entfernt,
      aber zentrale Charaktere blieben erhalten, möglicherweise in etwas
      veränderter Form.
      Was jetzt folgt sind genauere Einzelheiten über die Welt. Vieles davon
      wird in der eigentlichen Geschichte erklärt und wer dieses ganze Vorwort
      lieber aus Spoilergründen überspringen möchte, sollte auf das erste
      Kapitel warten.



      Die Welt von Roven ist sehr komplex und groß. Die Geschichte spielt auf
      der gleichnamigen Insel Roven welche etwa halb so groß wie Australien
      ist (ca. 3,5 Millionen km²).
      Es handelt sich hierbei um eine Fantasywelt mit technologischem
      Fortschritt, wobei viele technologien durch den Einsatz von Magie
      ermöglicht wurden, etwa Cryogefängnisse, Hochsicherheitsgefängnisse in
      denen man besonders gefährliche Gefangene einfach durch Magie einfriert
      und sie so unschädlich macht.
      Die Regierung des Landes setzt sich aus 12 Magiern, dem innseren Zirkel,
      zusammen, die die absolute Macht tragen. Ihre Machtposition
      rechtfertigen sie durch ihre mächtigen Kenntnisse über Magie. Einen
      Regierungsmagier herauszufordern ist meist eine dumme Idee und endet oft
      mit dem Tod des Herausforderers.
      Einige Anatomiekenntnisse in Roven funktionieren anders als bei uns.
      Jedes Lebewesen in Roven besitzt zwei Körperenergien, die es
      durchdringen. Das erste ist Vita, die Lebensenergie. Vita verhält sich
      ähnlich unserem Blut, es durchströmt den ganzen Körper und ist
      lebenswichtig. Hat ein Lebewesen kein Vita mehr, stirbt es. Eine hohe
      Menge an Vita kann hingegen die Person antreiben und ihre körperlichen
      Fähigkeiten verbessern. Vita reproduziert sich im Laufe der Zeit, bei
      manchen Lebewesen mehr als bei anderen, allerdings baut der Körper es
      auch ab (er nutzt Vita, um verschiedene Körperfunktionen zu betreiben),
      weshalb Vita sich im Gleichgewicht hält. Mit der Zeit verliert man
      jedoch immer mehr die Fähigkeit Vita zu reproduzieren bis sie irgendwann
      ganz erlischt, weshalb Lebewesen an Altersschwäche sterben, wenn sich
      ihr Vita komplett abgebaut hat.
      Neben Vita gibt es noch Mana. Mana ist eine magische Energie. Es trägt
      eine ähnliche Aufgabe wie unser Immunsystem und bekämpft
      Krankheitserreger im Körper. Ein Levbewesen mit viel Mana könnte daher
      seine gesamte Existenz niemals krank werden, während hingegen Lebewesen
      ohne Mana ein Wrack sind und unter Krankheiten leiden. Man kann jedoch
      ohne Mana überleben solange man die Krankheiten ausreichend bekämpft.
      Mana regeneriert sich außerdem nur, wenn es verbraucht wurde, bauts ich
      dafür auch nie ab (da es nicht für Körperfunktionen genutzt wird). Mana
      ist außerdem so energierreich, dass man es kanalisieren kann, um
      magische Fähigkeiten einzusetzen.
      Magie ist sehr komplex und schwierig, einfache Zauberformeln kann sich
      theoretisch jeder beibringen, aber wahre Magie zu vollführen ist extrem
      schwer. Das liegt daran, dass Magie auf Formeln, Zeichen und anderen
      Methoden basiert, es ist eine eigene Wissenschaft. Magier müssen sich
      extrem viele und komplexe zauberformeln merken und diese bei Bedarf
      fehlerfrei abrufen können, da ihr Zauber sonst versagt. Aus diesem rund
      ist der innere Zirkel auch ungeschlagen, sie besitzen ein viel breiteres
      Wissen über Magie als sonst eine Person auf der Welt.
      Obwohl Magie aus Gedächtnisgründen den meisten Leuten weitgehend
      verschlossen bleibt, kann man durch magische Runenzeichen die am Körper
      oder auf Objekte angebracht werden, ebenfalls leichte Zaubersprüche
      wirkeln. Dazu muss die Person nur die entsprechenden zeichen berühren
      und sein Mana auf die Stelle konzentrieren. Da Objekte kein eigenes Mana
      besitzen, ist es schwerer Runenzeichen für sie anzufertigen, mist
      werden sie daher mit Mana angereichert um den Vorgang zu erleichtern.
      Die Währung in Roven ist Manageld. Der innere Zirkel hat zu diesem Zweck
      Münzen mit Mana prägen lassen, da Mana extrem kostbar für sie ist. Die
      Münzen selbst besitzen keine Zeichen die ihren wert angeben, stattdessen
      wird der Wert des Geldes alleine durch das enthaltene Mana bestimmt.
      Leute können in Banken gegen eine Gebühr ihr eigenes Mana in Manageld
      prägen lassen, die genaue Zauberformel dafür wird aber so gut unter
      Verschluss gehalten, dass niemand Geldfälscherei betreiben kann.
      Wer kein Geld mehr besitzt, kann auch direkt mit Mana handeln, muss aber
      auch mit den resultierenden Konsequenzen (anfälliger für Krankheiten,
      weniger magische Kraft) leben. Steuern werden ebenfalls in Mana
      berechnet, entweder durch Manageld oder durch direkte Manatransfusion.
      Obwohl die Erschaffung des Manageldes zuerst die Manavorräte des inneren
      Zirkels schwächte, ist es auf Dauer lohnenswerter für sie gewesen, da
      sie sämtliches Mana durch Steuern wieder einnehmen. Durch diese
      Strategie konnten sie sich weiter ihre Unantastbarkeit sichern.
      Auf manchen Schwarzmärkten wird auch mit Vita gehandelt, falls man wenig
      oder gar kein mana zur Verfügung hat. Dieser Handel ist offiziell
      verboten da mit Vita zu handeln bedeutet dass man sein eigenes Leben
      verkauft.
      Roven wird von einer Anzahl verschiedener Rassen bewohnt. Menschen sind
      die "klassische" Rasse auf Roven. Sie besitzen ein erhöhtes Hirnvolumen
      und können daher sich leichter Zauber einprägen. Fast alle Magier auf
      der Welt sind Menschen und der innere Zirkel besteht sogar nur aus
      Menschen.
      Orks sind muskulöse, grünhäutige Humanoiden. Männliche Orks besitzen
      kleine Stoßzähne an ihrem Unterkiefer, weibliche Orks tun dies nicht.
      Orks besitzen keinerlei Haarwuchs außer auf ihrem Kopf und selbst da in
      vermidnerter Form, bei Frauen mehr als bei Männern. Orks sind sehr stolz
      auf ihre Körper und trainieren oft in ihrer Freizeit um ihre Muskeln
      weiter aufzubauen. Sie sind sehr athletisch begabt und ergreifen daher
      oft sportliche Berufe. Manchmal sind Orks als rau verschrien, in
      Wirklichkeit sind sie aber eher "herzlich" und "überschwänglich", was
      aufgrund ihrer kräftigen Statur missverstanden wird. Orks sind sehr
      gastfreundlich und offen gegenüber Fremden, allerdings kann ein
      verärgerter Ork durchaus gefährlich werden, gerade auch deshalb, weil
      sie so stark sind. Orks lehnen alles ab, was ihren Körper irgendwie
      nachteilig beeinflussen könnte und ernähren sich ausgesprochen gesund,
      wenn auch sehr reichhaltig. Sie lehnen Alkohol und andere Rauschmittel
      gänzlich ab, wobei es auch hier Ausnahmen gibt.
      Elfen sind Humanoide mit zierlicher Gestalt und langen spitzzulaufenden
      Ohren. Sie besitzen keine sichtbaren Pupillen, was ihren Augen einen
      seltsamen Look verpasst. Sie besitzen eine sehr blasse und reine Haut
      und sind besonders stolz auf ihr überdurchschnittlich gutes Aussehen.
      Elfen sind meist sehr arrogant und halten sich für eine höhere Rasse.
      Trotz ihrer zierlichen Körper könenn sie sehr gefährliche Gegner sein,
      da sie besonders agil sind. Elfen halten sich an Reinheitsgebote die
      ihnen verbietet sich mit anderen Rassen zu paaren. Außerdem leben Elfen
      in familienclans und paaren sich immer mit einem festen anderen Clan um
      die reinheit zu gewährleisten.
      Zwerge sind kleine Humanoide (halb so groß wie ein durchschnittlicher
      Mensch). Sie sind ebenfalls kräftig, aber weniger kräftig als Orks. Sie
      sind besonders technisch versiert arbeiten daher oft an Maschinen. Viele
      der technologischen Fortschritte in Roven geht auf ihr Konto. Männliche
      Zwerge tragen oft kurzgeschorene Bärte. Längere Bärte sind selten, da
      sie damit oft in ihren Maschinen hängen bleiben würden. Weibliche Zwerge
      besitzen keine Bärte und sind von zierlicher Gestalt.
      Vampire gehören zu den gefährlichsten Rassen in Roven. Sie sind große,
      halb-humanoide Vampirfledermäuse. Andere Rassen meiden Vampire. Das
      kommt daher, da Vampire sich vom Vita anderer Lebewesen ernähren. Sie
      brauchen nur eine geringe Menge und meist merkt der Wirt nichtmal, dass
      etwas fehlt, trotzdem macht sie diese Form der Ernährung
      angsteinflößend. Vampire können außerdem ihre Gestalt beliebig
      verändern. Durch das aufgenommene Vita nehmen sie aif die DNA des
      Wirtes. Die DNA speichern sie wie in einem Speicher ab udn können diese
      aufrufen und vermischen wie sie wollen. Dadurch können sie jede
      beliebige (organische) Form annehmen sofern sie die passende DNA
      besitzen. Da Vampire Vita als Nahrung nehmen, leben sie durchschnittlich
      viel länger und könnten theoretisch ewig leben da sie auch nach Verlust
      ihrer Vitaregeneration ihr Vita erneuern können. Da das Vita sich in
      ihrem Körper aber immer schneller abbaut sterben sie dennoch an
      Altersschwäche, jedoch viel später als andere Rassen.
      Neben diesen ortsansässigen Rassen gibt es noch Rassen aus anderen
      Teilen der Welt, die durch Immigration ebenfalls in Roven vorhanden sind
      jedoch meist eine Minderheit im Land einnehmen.
    • Mal ohne deine Einleitung gelesen zu haben hier der Kommentar zum ersten Kapitel ^^

      „Harold, dein Job ist es zu fahren und auf die Straße zu achten, nicht dir die Zeit mit lustigen Liedern zu vertreiben! Ich bin sowieso schon scheiß nervös wegen des Gefangenen.“
      Der Schutzmann namens Harold erlaubte sich_ kurz rüber zu seinem Kollegen zu schielen.
      „Wieso? Das ist doch nur noch ein Eisblock. Hast du etwa Angst vor etwas Eis?
      „Das meine ich nicht, du Idiot! Denkst du eigentlich auch mal nach? Was glaubst du, wieso wir einen Gefangenen_ und auch nur ihn_ von Xen nach Molah überstellen sollen? Cryogefangene werden nicht einfach in andere Gefängnisse überführt_ außer es gibt einen verdammt guten Grund dazu. Zu riskant, wenn der Wagen eine Panne hat und der Gefangene auftaut ist ziemlich schnell die Kacke am dampfen. Nein, dazu muss man schon besorgt sein.“
      „Vielleicht mussten sie Platz für einen neuen Gefangenen machen?“
      „Ja. Ja vielleicht. Trotzdem, das kommt mir irgendwie komisch vor.“
      „Wer ist das überhaupt?“
      „Keine Ahnung. Das wollte uns niemand in der Verwaltung sagen. Wir haben nur die Gefangenennummer gekriegt. Und auch das kommt mir link vor. Ich habe das Gefühl, dass wir hier gerade einen verflucht wichtigen Gefangenen mit uns rumschleppen und die Sicherheitsvorkehrungen bei weitem vernachlässigt wurden. Als wären wir ein Opferlamm oder so.“
      Kennst du diese Dialoge in Filmen,wo sich Charaktere gegenseitig eine Situation erklären, die eigentlich alle schon ewig kennen, und du weisst genau, dass das nur für den Zuschauer ist, und es wirkt völlig unecht und unauthentisch und du denkst dir nur "Haltet ihr mich wirklich für völlig bekloppt oder wart ihr einfach zu faul, euch eine andere Art zu überlegen, das Ausgesprochene rüberzubringen?"

      Warum genau sollten der eine Fahrer ein schlechtes Gefühl haben? Kommt das quasi regelmässig vor, dass hochgefährliche Gefangene aufgetaut werden? Haben die Autos alle Nase lang Pannen? Ma ehrlich- der durchschnittliche Staatsangestgellte (sprich: Beamte) kümmert sich nen Scheiss um sowas. Wenn quasi die Dokumente die rechten Unterschriften aufweisen, passt dem das- hauptsache, er ist nicht schuld wenn was passiert.

      Alles in allem wirkt dieses Gespräch, als möchtest du künstlich eine Spannung erzeugen. Wer aber genügend Filme gesehen und Bücher gelesen hat, weiss, was jetzt geschehen wird: Grosses "Bumm". Mir ist nach dem zweiten Absatz klar, dass die beiden spätestens bei Ende des Kapitels tot sein müssen. Kann man machen, ist mir aber zu klischeehaft und unecht. Es käme imho besser, wenn es für die beiden ein ganz normaler Gefangenentransport wäre, sie sich langweilen und auf Feierabend freuen und sich über ihre Familen, Sport etc unterhalten- ausserdem eine super Möglichkeit, unauffällig Details deiner Welt einzuweben und sie so plastischer wirken zu lassen.
      Harold sagte nichts. Dachte er darüber nach oder war es ihm egal? Sein Kollege sah aus dem Fenster. Die Nacht war schon angebrochen. Die Fahrt von Xen nach Molah war nicht gerade kurz und sie waren sowieso schon zu spät losgefahren. Was sollte das ganze nur mit dem Transport? Malcom machte sich große Sorgen, dass die Regierung hier versuchte_ etwas zu vertuschen. Oder loszuwerden.
      Plötzlich bremste Harold abrupt ab und Malcom wurde nach vorne geworfen.
      „Was soll der Scheiß?!“_ fuhr er seinen Kollegen an.
      Dieser starrte nur durch die Windschutzscheibe auf die verregnete Straße. Dort stand eine vermummte Gestalt, eingehüllt in einem schwarzen Regenmantel, die Kapuze weit über den Kopf gezogen, den Blick nach unten gerichtet. Sie trug etwas auf dem Rücken, das fast so groß wie ihr Körper zu sein schien.
      „Was zum…?“
      Die Person sah auf und Malcom konnte noch gerade erkennen, dass es sich um eine junge Frau handelte. Dann brach die Hölle los.
      Im nächsten Moment riss die Frau den Gegenstand von ihrem Rücken und schlug damit in Richtung des Transporters. Malcom dachte zuerst, dass sie sie verfehlt hatte, dann traf ihn etwas von links. Er drehte seinen Kopf und sah den Kopf seines Freundes, der halb abgetrennt wurde.
      „Ach du Scheiße!“ schrie er und versucht schnell seinen Gurt zu lösen. Fast die gesamte linke Hälfte der Fahrerkabine war zerstört worden durch den Gegenstand, den die Frau bei sich trug. Was es auch war, es musste sich um eine gefährliche Waffe handeln.
      Ach was? Wär ich net drauf gekommen ;) Solche Details können getrost weggelassen werden- ich kann mir selber ausrechnen, dass sie nicht mit Zitronenbonbons wirft. Trau dem Leser zu, dass er sich die Szene vorstellen kann, immerhin hast du ohne viele Worte zu benutzen eine dreidimensionale Szene aufgebaut, was nur wenigen so gelingt. Spiele in dieser Umbgebung, statt jedes Detail übertrieben dem Leser unter die Nase zu reiben. Du darfst ihn fordern, darfst Dinge im Dunkeln und ganz seiner Fantasie überlassen.

      Sie holte schon wieder aus und der Schutzmann hatte keine Zeit, den Gurt zu lösen, er zog sofort sein Sicherheitsmesser und schnitt sich los, dann ließ er sich fallen_ bevor die obere Hälfte seiner Seite abgetrennt wurde. Das war knapp.
      Kleiner stilistischer Einschub: Wenn etwas hektisch zugeht, schreibst du die Sätze lieber kurz, abgebrochen - hektisch halt. Die markierten Worte kannst du locker weglassen. Das ergäbe dann:

      Sie holte schon wieder aus, der Schutzmann hatte keine Zeit, den Gurt zu lösen, zog sein Sicherheitsmesser, schnitt sich los und liess sich fallen, bevor die obere Hälfte seiner Seite abgetrennt wurde. Das war knapp.

      Er hat schliesslich keine Zeit für Details und langes Gefasel, das kannst du so wunderbar zur Geltung bringen, indem du alles überflüssige weglässt :)
      Er tastete nach dem Griff der Tür auf seiner Seite und benutzte ihn_ um die Tür zu öffnen. Er warf sich aus dem Wagen und ließ sich auf die nasse Straße fallen. Er drehte den Kopf und sah die Füße der Frau, die um den Wagen herum auf ihn zukam. Irgendwas war schiefgelaufen. Irgendwie waren sie überrascht worden. Und irgendwie konnte eine einzelne Person sie einfach aufhalten.

      „Scheiße, hast du überhaupt eine Ahnung, mit wem du dich hier anlegst? Das ist Eigentum der Regierung! Wir arbeiten für den inneren Zirkel! Wenn sie herauskriegen, bist du erledigt!“

      Die Frau blieb stehen und lächelte.

      „Wer will mich denn schnappen? Es gibt keine Überlebenden, die mich gesehen haben könnten.“

      Malcom erstarrte und seien Augen weiteten sich vor Entsetzen. Ihm dämmerte, was dies bedeutete, sie würde ihn nicht laufen lassen, selbst wenn er ihr den Gefangenen überlassen würde. Sie würde ihn töten, damit es keine Zeugen gab, die sie beschreiben konnten.
      Wieder- Danke, Cpt. Obvious, ich bin kein Idiot, das habe ich selber gemerkt. Statt überflüssigerweise die Situation zu erklären, in der wir uns befinden, könntest du genauer auf seine Gefühlswelt eingehen. Hat er Schmerzen? Was sieht er, was hört er (Regenfäden im Scheinwerfer, kratzender Atem im Hals, Prasseln auf dem Asphalt... damit sich der Leser richtig reinfühlen kann[/quote]
      „Warte, lass uns darüber reden!“

      Er hielt abwehrend eine Hand hoch und versuchte sich mit der anderen abzustützen_ damit er sich aufrichten konnte. Im nächsten Moment war seine Hand verschwunden und er spürte nur noch Schmerzen.

      „Aaaaaah!“

      „Ich verhandle nicht mit Toten.“

      Das waren die letzten Worte, die Malcom hörte_ bevor er starb.

      Endlich hatte sie ihr Ziel erreicht. Sie trat an den hinteren Teil des Transporters und brach die Tür auf. Mit einer Taschenlampe leuchtete sie herein und sah dort den massiven Eisblock.Der Strahl fiel auf das Gesicht des Gefangenen und die Frau spürte, wie Zorn in ihr aufstieg.

      „Nein! Das darf nicht wahr sein!“

      Wer auch immer diese Person dort war, es war nicht der Mann, den sie suchte.

      „Ihr habt mich reingelegt! Das hier war nur ein Ablenkungsmanöver, ihr habt diese Kerle einfach ihrem Schicksal überlassen, während ihr den echten Transport durchführt.“[/quote] ... siehe oben.


      Sie knirschte mit den Zähnen und sah die Straße hinunter. Sie sollte schnell hier weg. Es konnte gut sein, dass der Wagen mit einem Sender versehen war, damit man verfolgen konnte, wann der Überfall stattfand.

      Mit ihrer Waffe zerstörte sie den kompletten Transporter und verschwand dann in der Dunkelheit der Nacht.

      So. Trotz meiner ggf etwas harschen Kritik mochte ich den Text. Wie gesagt: Die Welt wirkt dreidimensional, plastisch, echt, ohne, dass du allzu viele Worte in das Beschreiben investieren musst. Irgendwie hat mein Gehirn Regen reingebeamt, bin nicht sicher, ob das so gedacht war, aber das ist auch egal- Wenn mein Kopfkino anfängt zu arbeiten, machst du definitiv was richtig :thumbsup:
      Ich liebe die Tatsache, dass du die Waffe unbeschrieben gelassen hast und ich mir selber was zusammenreimen konnte :heart: das gibt dir eine gewisse Freiheit beim Schreiben und Ausdenken, und ich kann meiner Fantasie freien Lauf lassen ^^
      Storymässig halt schwer zu bewerten bisher, aber für einen Anfang/Intro sehr passend :) Wenn du in Zukunft drauf achtest, nicht das Offentsichtliche bis zum Geht-nicht-mehr zu beschreiben, wird das hier toll.

      Und natürlich Kommata :rolleyes:

      LG Klim :crazypilot:

      "You know what the big problem is in telling fantasy and reality apart? They're both ridiculous."

      - Twelve

    • Kennst du diese Dialoge in Filmen,wo sich Charaktere gegenseitig eine Situation erklären, die eigentlich alle schon ewig kennen, und du weisst genau, dass das nur für den Zuschauer ist, und es wirkt völlig unecht und unauthentisch und du denkst dir nur "Haltet ihr mich wirklich für völlig bekloppt oder wart ihr einfach zu faul, euch eine andere Art zu überlegen, das Ausgesprochene rüberzubringen?"
      Warum genau sollten der eine Fahrer ein schlechtes Gefühl haben? Kommt das quasi regelmässig vor, dass hochgefährliche Gefangene aufgetaut werden? Haben die Autos alle Nase lang Pannen? Ma ehrlich- der durchschnittliche Staatsangestgellte (sprich: Beamte) kümmert sich nen Scheiss um sowas. Wenn quasi die Dokumente die rechten Unterschriften aufweisen, passt dem das- hauptsache, er ist nicht schuld wenn was passiert.

      Alles in allem wirkt dieses Gespräch, als möchtest du künstlich eine Spannung erzeugen. Wer aber genügend Filme gesehen und Bücher gelesen hat, weiss, was jetzt geschehen wird: Grosses "Bumm". Mir ist nach dem zweiten Absatz klar, dass die beiden spätestens bei Ende des Kapitels tot sein müssen. Kann man machen, ist mir aber zu klischeehaft und unecht. Es käme imho besser, wenn es für die beiden ein ganz normaler Gefangenentransport wäre, sie sich langweilen und auf Feierabend freuen und sich über ihre Familen, Sport etc unterhalten- ausserdem eine super Möglichkeit, unauffällig Details deiner Welt einzuweben und sie so plastischer wirken zu lassen.

      Du versuchst hier dir mit Sachen aus der realen Welt die Fantasiewelt zu erklären. Du hast doch gar keine Ahnung, wie die Welt aufgebaut ist, wie die politische und gesellschaftliche Situation ist oder wie das Justizsystem wirkt. Wenn ich sogar noch schreibe, dass ein gefangenentrabsport eben NICHT etwas normales ist und das normalerweise nicht vorkommt, wieso zweifelst du dann genau das an?

      Ansonsten verstehe ich aber, was du meinst, aber das ist einfach mein persönlicher Schreibstil, dass ich alles genau erkläre, wie es sich zutragt und ich würde mir auch wünschen dass du das respektierst.



      Kapitel 2

      In Denai fand das jährliche Glimmerfest statt. Genannt wurde es so wegen dem Feuerwerk, das es immer abends gab. Das Glimmerfest war sehr beliebt, es gab Jahrmarktbuden, Imbissstände und Fahrattraktionen. Auch Leute aus anderen Städten wurden hierher angezogen, was mitunter auch an der Gastfreundlichkeit der Einwohner von Denai lag.
      Clay war einer dieser Einwohner, er war ein siebzehnjähriger Jugendlicher mit schlanker Statur und kurzen, braunen Haaren. Obwohl die Sonne nicht besonders stark schien, trug er eine Sonnenbrille auf seinem Gesicht. Er bewegte sich zielgerichtet durch die Menge. Es gab eine Attraktion, die er unbedingt benutzen wollte. Doch auf seinem Weg dorthin kam er an einem Stand mit glasierten und kandierten Früchten vorbei. Ein wenig Stärkung vorher konnte nicht schaden.
      Clay suchte sich eine Schokobanane aus und bezahlte den Verkäufer mit einer Münze. Auf seinem Weg zur Attraktion futterte er die Banane auf. Eigentlich hatte er nicht einmal viel Hunger, er wollte nur etwas naschen.
      Schließlich erreichte er sein Ziel. Ein riesiger Stahlkäfig war aufgebaut, vor dem sich die Leute drängten. Darin befanden sich bewegende Zielscheiben, die der Kandidat mit Wurfmessern treffen musste. Wer eine besonders gute Zeit ablieferte, gewann einen Preis.
      Momentan befand sich noch jemand im Käfig und versuchte sein Glück, die Zuschauer feuerten den Teilnehmer an und schrien. Clay streckte sich nochmal kurz und ruderte mit den Armen. Eigentlich machte das wenig Sinn, er würde davon nicht besser werfen können, aber irgendwie wollte er sich beschäftigen, bis er dran war. Er kaufte sich erstmal ein Ticket und wartete dann, bis er an der Reihe war.
      Vor ihm waren noch einige andere Personen dran, manche hatten Glück und gewannen etwas, manche warfen völlig am Ziel vorbei. Zum Glück verhinderte der Käfig, dass die Messer irgendeinen Zuschauer trafen.
      Als er endlich an der Reihe war, fühlte Clay sich etwas beklommen. Er hatte schon oft geübt, aber selbst im Käfig zu sein, wo ihn alle sehen konnten, war dann doch anders.
      „Okay, hier nochmal die Regeln für dich. Es erscheinen 10 magische Zielscheiben, die sich hin und her bewegen im Käfig. Du hast 11 Wurfmesser, also kannst du einmal vorbeiwerfen. Wenn du alle 10 getroffen hast und eine gute Zeit hingelegt hast, bekommst du einen Preis. Bereit?“
      „Ja“, sagte Clay nur kurz angebunden. Eigentlich fühlte er sich nicht bereit. Von innen sah der Käfig viel größer aus als von außen. Wenn die Zielscheiben an dessen Decke hingen, würde es schwer werden, sie zu erwischen. Plötzlich fiel ihm etwas anderes ein. Was, wenn er nach oben warf und die Zielscheibe verfehlte? Das Messer würde dann auf ihn herunterfallen. Lieber nicht daran denken.
      Der Ansager gab das Signal und kurz darauf erschienen die Zielscheiben. Clay nahm das erste Messer in die Hand und wog sein Gewicht ab. Nicht sehr gut ausbalanciert. Natürlich nicht, man wollte ja nicht, dass jemand gewann. Diese Gauner. Er sah nach oben und fixierte die entfernteste Zielscheibe. Wenn er das Schwerste zuerst schaffen konnte, würde der Rest ganz einfach. Er griff das Messer an der Spitze der Klinge und zielte. Er hielt den Atem an und warf. Vorbei! Er wich dem Messer, das zurück fiel, aus.
      Der Ansager schien amüsiert. „Tja Junge, das war dein erster Versuch. Ab jetzt musst du treffen. Vielleicht solltest du dir lieber erstmal ein leichteres Ziel suchen.“
      Clay ignorierte ihn und konzentrierte sich. Er nahm das zweite Messer. Da er durch den Fehlwurf die ungefähre Flugrichtung des Messers erahnen konnte, konnte er seinen Fixpunkt anpassen. Er warf erneut und dieses Mal traf er. Ermutigt durch den Treffer nahm er sofort das nächste Messer und traf ein weiteres Ziel. Blitzschnell hob er die Messer auf und traf ein Ziel nach dem anderen, dem Ansager fiel vor ungläubiger Verblüffung glatt das Mikrofon aus der Hand. Was war gerade hier los? Clay traf das letzte Ziel. Er hatte nicht viel Zeit mit Nachdenken verschwendet und die letzten Ziele instinktiv abgeworfen. Er wusste, dass es hier um Zeit ging, wenn er zu langsam war, gewann er auch nichts.
      Aber so schnell wie er sich eben bewegt hatte, das hatte hier noch keiner gesehen. Die meisten Teilnehmer zielten lieber sorgfältig, da man es sich nicht erlauben durfte, vorbeizuwerfen.
      Das letzte Ziel wurde getroffen und der Ansager rieb sich die Augen.
      „Uhm, öh. Sieht so aus, als hätten wir einen Gewinner! Gratulation, Junge, damit hätte ich nicht gerechnet. Und das sogar in rekordverdächtiger Zeit! Du darfst dir etwas aus den Toppreisen aussuchen.“
      Der Jugendliche schritt aus dem Käfig und besah sich das Regal. Er wusste schon ganz genau, was er wollte.
      „Ich nehme das Multifunktionstaschenmesser“, sagte er und zeigte auf das Objekt.
      „Eine sehr gute Wahl, dieses Messer ist aus Orichalkum gemacht, es wird nie rosten oder sich abnutzen. Es hat zahlreiche Werkzeugfunktionen und dürfte sicher nützlich sein. Bitte sehr.“
      Er reichte ihm das Messer und Clay ließ sofort die Klinge aufspringen. Er widerstand dem Drang, mit dem Daumen die Schärfe zu testen, er wusste auch so, dass es extrem scharf war. Orichalkum war für seien Härte und seine extreme Haltbarkeit bekannt, ein Messer aus Orichalkum war verdammt teuer und nutzte sich nie ab. Orichalkum war so hart, dass man Magie benutzen musste, um es in seine Form zu bekommen. Aus diesem Grund wurde es manchmal auch das „magische Metall“ genannt.
      Er hielt die Klinge ins Licht und merkte dann, dass er noch die Sonnenbrille trug. Er nahm sie ab und musterte es, wobei er die Augen stark zusammenkniff. Es glänzte blau, es war definitiv echt.
      Als Clay seine Sonnenbrille wieder aufsetzte, tippte ihm jemand auf die Schulter. Er drehte sich um. Es war eine junge Frau, obwohl Clay es nicht sehen konnte, hatte sie blaue Augen und rote, kurze Haare. Was er jedoch sehen konnte waren die falschen Katzenohren, die sie auf dem Kopf trug. Auch wenn sie vermutlich nicht viel älter war als er selbst, vielleicht fünf Jahre, war sie nicht etwas zu alt für so einen Kinderkram?
      „Ja, was ist?“, fragte er die Unbekannte.
      „Entschuldigung, ich kam nicht umhin und bemerkte, dass du trotz der milden Lichtverhältnisse eine Sonnenbrille trägst. Könnte es vielleicht sein, dass du… mit Seth Wells verwandt bist?“
      Es musste ja Leuten auffallen, aber dass ihn jemand darauf dann ansprach, damit hätte er nicht gerechnet.
      „Ja, er ist mein Vater.“
      Die junge Frau hüpfte aufgeregt auf und ab und gab ein quietschendes Geräusch von sich, dass Clay als störend empfand. Hoffentlich machte sie jetzt keine große Sache daraus.
      „Ich wusste es. Kann ich… kann ich deine Augen sehen?“
      Das musste ja kommen. Er gab einen Stoßseufzer von sich und nahm vorsichtig seine Sonnenbrille ab und enthüllte seine Augen. Die Iris war vollkommen rot und die Pupille war aufgehellt. Eine Erbkrankheit, die jeden in der Familie betraf. Dadurch waren die Mitglieder der Wellsfamilie besonders lichtempfindlich und mussten tagsüber Sonnenbrillen tragen, da sie sonst sehr schnell geblendet wurden und Kopfschmerzen bekamen.
      Die junge Frau hielt ihm die Hand hin, die er ergriff und kurz schüttelte. „Mein Name ist Alexis. Ich kann es nicht fassen den Sohn einer echten Berühmtheit kennenzulernen. Wie lebt es sich denn so, wenn man mit einem Großindustriellen zusammenlebt?“
      Seth Wells war der Gründer und Vorsitzende von Wells Technologies, einem riesigen Technologiekonzern, der hauptverantwortlich für die Erfindung, Produktion und Vermarktung zahlreicher technischer Geräte ist, die in ganz Roven genutzt wurden. Das größte Technikunternehmen in Roven und Clays Vater hatte es aufgebaut. Obwohl Clay auf seinen Vater stolz war, sah er ihn nur selten, da dieser oft auf Geschäftsreisen musste. Doch die wenige Zeit, die sein Vater zu Hause verbrachte, investierte er ausschließlich in seinen Sohn, den er über alles liebte. Da Clays Mutter bei dessen Geburt verstarb, fühlte sein Vater sich vermutlich verantwortlich gegenüber seinem Sohn. Doch er sprach ihm auch ein großes Maß an Selbstständigkeit zu, sonst würde er ihn nicht alleine in dem großen Anwesen lassen, in dem er lebte. Na ja, bis auf den Haushaltsdiener abgesehen, der sich um die Hausarbeiten kümmerte.
      Clay sah auf seine Uhr. „Hm, wie wäre es, wenn wir irgendwohin gehen, wo wir uns in Ruhe unterhalten können, hier ist es etwas laut. Bis das Feuerwerk anfängt, haben wir noch Zeit.“
      Alexis schien begeistert von der Idee zu sein, sie gab schon wieder dieses Geräusch von sich. Irgendetwas daran störte ihn ganz gewaltig.
      „Ich denke ich weiß, wo wir hinkönnten“, sagte sie.
      Sie drängte sich durch die Besucher des Festes und Clay folgte ihr einfach mal.
      Sie führte ihn in eine Seitenstraße und stieg dann in ein Auto ein. Er zögerte, konnte er ihr vertrauen? Sie könnte ihn entführen und ein Lösegeld erpressen wollen.
      „Jetzt steig endlich ein!“
      Widerwillig stieg Clay in der Beifahrertür ein. Alexis legte die Katzenohren ab und warf sie auf den Rücksitz.
      „Okay, erzähl mal.“
      Offensichtlich wollte sie nirgends hinfahren, das Auto diente nur zur Unterhaltung. Das war zumindest beruhigend.
      Clay erzählte ihr von seinem Verhältnis mit seinem Vater, dass sie sich gut verstanden, das sein Vater jedoch selten zuhause war. Da er der Erbe eines Technikers und Großindustriellen war, konnte er ein Leben in Luxus leben. Zudem beschäftigte er sich selbst mit Technik. Mit Dreizehn Jahren vollzog er die vorgezogene Prüfung und verließ damit die Ausbildung, um zu Hause durch Selbststudium alles über Technik und andere Dinge zu lernen, was er wissen wollte. Er fing selbst an, Maschinen zu basteln, die sein Vater bei seiner Rückkehr inspizieren sollte. Das war etwas, was sie verband.
      Clay erzählte noch eine Weile weiter, bis ihn Alexis irgendwann fragte: „Denkst du, ich kann deinen Vater irgendwann einmal kennenlernen?“
      „Ich… denke nicht, dass das möglich ist.“ Die Frage machte ihn wieder nervös. War sie wirklich nur ein Fan oder wollte sie etwas Bestimmtes von seinem Vater?
      „Verstehe.“
      Sie schien kurz nachzudenken, bevor sie weitersprach. „Schnall dich an.“
      „Was?“
      „Schnall dich an!“
      Clay zog an seinem Türgriff und merkte, dass er nicht reagierte.
      „Ich sag es dir ein letztes Mal, schnall dich an.“
      Also gab es jetzt doch eine Entführung. Er tat, was sie ihm befahl. Er musste sich erstmal ruhig verhalten und warten, bis sie ihm die Tür auf seiner Seite öffnete, dann würde er sie überrumpeln und abhauen.
      Alexis fuhr los. Die Richtung, die sie fuhr, kam ihm bekannt vor, bis er begriff, dass sie zu seinem Anwesen fuhren. Wollte sie das Haus beklauen?
      Das Auto stoppte vor dem Anwesen der Wells. Der Hausdiener war nicht zu Hause, das wusste Clay. Er hatte frei und war vermutlich auch auf dem Fest.
      Die junge Frau stieg aus und öffnete auf seiner Seite die Tür. Clay wollte sich auf sie stürzen, doch der Gurt hielt ihn zurück. Er war so ein Idiot, er hatte vergessen ihn zu lösen!
      „Mach keine Mätzchen, dann passiert auch nichts.“
      Sie löste seinen Gurt und hielt ihn am Oberarm fest. Ihr Griff war überraschend fest, es fühlte sich wie ein Schraubstock an. Unmöglich sich daraus zu befreien.
      „Was willst du von mir?“
      „Ich improvisiere gerade ein bisschen. Da du sowas wie ein kleines Genie zu sein scheinst, baust du mir etwas.“
      Sie ließ ihn die Tür öffnen und ließ sich von ihm in seine Werkstatt führen. Da sie ihn festhielt und grob seinen Arm umklammerte, sah er keine Chance ihr zu widersprechen. Er hatte das Gefühl, dass sie ihm den Arm brechen würde, wenn er nicht gehorchte. Wer war diese Irre? War Alexis überhaupt ihr richtiger Name?
      Sie reichte ihm einen Datenträger, den er an seinen Computer anschloss. Die Baupläne darauf verblüfften ihn.
      „Woher hast du das? Und wofür brauchst du das?“
      „Das geht dich nichts an.“
      Was sie ihm gegeben hatte, war ein Universalsicherheitsschlüssel, mi dem man alle Sicherheitstüren in Roven öffnen könnte, wenn man möchte. Solche wurden meist von der Regierung für alle möglichen wichtigen Gebäude benutzt. Warenlager, Manabanken, Gefängnisse, vermutlich sogar der Hauptsitz des inneren Zirkels. Wer so einen Schlüssel besaß, konnte einfach ÜBERALL rein. Aber das würde auch bedeuten, dass man sich direkt mit dem Zirkel anlegte und wer war so verrückt und würde das tun?
      „Ich brauche meinen anderen Arm, wenn ich das machen soll.“
      „Okay, aber keine Zicken, reiße dich entzwei, wenn ich das muss.“
      So stark konnte sie nicht sein, aber trotzdem wollte er es nicht riskieren. Außerdem war sein Ehrgeiz gepackt. So ein Generalschlüssel war eigentlich unmöglich zu konstruieren, aber der Bauplan dafür existierte dennoch. Er wollte wissen, ob er es wirklich bauen konnte und ob es funktionierte.
      Er machte sich an die Arbeit. Nach drei Stunden hatte er es geschafft. Ob der Schlüssel funktionierte, konnte er nicht sagen, dazu müsste er ein Schloss der Regierung besitzen, was er nicht tat.
      Alexis, die sich in die Ecke der Werkstatt gesetzt hatte, stand auf und nahm ihm den Schlüssel ab. Sie besah ihn sich.
      „Funktioniert er?“
      „Keine Ahnung, müsste ich testen, aber das kann ich hier nicht.“
      „Dann werden wir wohl einen kleinen Ausflug machen.“
      „Warte, was?!“
      „Du denkst doch nicht, dass ich dich hier lasse, damit du die Schutzmänner rufen kannst während ich teste, ob dein Ding überhaupt geht. Falls er nicht geht, habe ich dich lieber direkt in meiner Nähe.“
      „Aber, wofür brauchst du ihn überhaupt?“
      Sie grinste und entblößte dabei ihre Zähne. „Das wirst du dann sehen.“

      Sie packte ihn wieder und zog ihn mit. Was auch immer sie vorhatte, sie war komplett verrückt. Selbst wenn der Schlüssel funktionierte, die Schutzmänner würden sie aufhalten, sie glaubte doch nicht, dass diese Gebäude unbewacht waren.
      Doch vorerst musste er mit ihr gehen. Wie konnte der Tag nur so sehr in die Hose gehen?
    • TheVampire100 schrieb:

      Du hast doch gar keine Ahnung, wie die Welt aufgebaut ist, wie die politische und gesellschaftliche Situation ist oder wie das Justizsystem wirkt.
      Zeig mir, an welcher Stelle du die politische und gesellschaftliche Situation erklärt hast.

      TheVampire100 schrieb:

      das ist einfach mein persönlicher Schreibstil, dass ich alles genau erkläre, wie es sich zutragt und ich würde mir auch wünschen dass du das respektierst.
      Ein prima Weg, Kritiker zu vergraulen :thumbup: das "dass du das respektierst" klingt nicht sonderlich freundlich; und die ganze Aussage lässt darauf schließen, dass du Kritik nicht umsetzen, sondern alles beibehalten willst, wie es ist :/
      ________________________________________________

      However, zurück zur Geschichte
      Spoiler anzeigen
      Kapitel 2

      In Denai fand das jährliche Glimmerfest statt. Genannt wurde es so wegen dem Feuerwerk (des Feuerwerks - der Dativ ist dem Genitiv sein Tod und so :S ) , das es immer abends gab (Captain Obvious strikes back 8) ) . Das Glimmerfest war sehr beliebt, es gab Jahrmarktbuden, Imbissstände und Fahrattraktionen (Fahrgeschäfte). Auch Leute aus anderen Städten wurden hierher angezogen, was mitunter auch an der Gastfreundlichkeit der Einwohner von Denai lag.
      Clay war einer dieser Einwohner, er war ein siebzehnjähriger Jugendlicher mit (von) schlanker Statur und (mit) kurzen, braunen Haaren. Obwohl die Sonne nicht besonders stark schien, trug er eine Sonnenbrille auf seinem Gesicht. Er bewegte sich zielgerichtet durch die Menge. Es gab eine Attraktion, die er unbedingt benutzen wollte. Doch auf seinem Weg dorthin kam er an einem Stand mit glasierten und kandierten Früchten vorbei. Ein wenig Stärkung vorher konnte nicht schaden.
      Clay suchte sich eine Schokobanane aus und bezahlte den Verkäufer mit einer Münze. Auf seinem Weg zur Attraktion futterte er die Banane auf (könnte man als etwas zu umgangssprachlich bezeichnen :D ) . Eigentlich hatte er nicht einmal viel Hunger, er wollte nur etwas naschen.
      Schließlich erreichte er sein Ziel. Ein riesiger Stahlkäfig war aufgebaut, vor dem sich die Leute drängten. Darin befanden sich bewegende Zielscheiben, die der Kandidat mit Wurfmessern treffen musste. Wer eine besonders gute Zeit ablieferte, gewann einen Preis.
      Momentan befand sich noch jemand im Käfig und versuchte sein Glück, die Zuschauer feuerten den Teilnehmer an und schrien. Clay streckte sich nochmal kurz und ruderte mit den Armen. Eigentlich machte das wenig Sinn, er würde davon (dadurch) nicht besser werfen können, aber irgendwie wollte er sich beschäftigen, bis er dran war. Er kaufte sich erstmal ein Ticket und wartete dann, bis er an der Reihe war.
      Vor ihm waren noch einige andere Personen dran, manche hatten Glück und gewannen etwas, manche warfen völlig am Ziel vorbei. Zum Glück verhinderte der Käfig, dass die Messer irgendeinen Zuschauer trafen.
      Als er endlich an der Reihe war, fühlte Clay sich etwas beklommen. Er hatte schon oft geübt, aber selbst im Käfig zu sein, wo ihn alle sehen konnten, war dann doch anders.
      „Okay, hier nochmal die Regeln für dich. Es erscheinen 10 (Zahlen bis zwölf werden gemeinhin ausgeschrieben) magische Zielscheiben, die sich hin und her bewegen [Komma] im Käfig. Du hast 11 Wurfmesser, also kannst du einmal vorbeiwerfen. Wenn du alle 10 getroffen hast und eine gute Zeit hingelegt hast, bekommst du einen Preis. Bereit?“
      „Ja“, sagte Clay nur kurz angebunden. Eigentlich fühlte er sich nicht bereit. Von innen sah der Käfig viel größer aus als von außen. Wenn die Zielscheiben an dessen Decke hingen, würde es schwer werden, sie zu erwischen. Plötzlich fiel ihm etwas anderes ein. Was, wenn er nach oben warf und die Zielscheibe verfehlte? Das Messer würde dann auf ihn herunterfallen. Lieber nicht daran denken.
      Der Ansager gab das Signal und kurz darauf erschienen die Zielscheiben. Clay nahm das erste Messer in die Hand und wog sein Gewicht ab. Nicht sehr gut ausbalanciert. Natürlich nicht, man wollte ja nicht, dass jemand gewann. Diese Gauner. Er sah nach oben und fixierte die entfernteste Zielscheibe. Wenn er das Schwerste zuerst schaffen konnte, würde der Rest ganz einfach. Er griff das Messer an der Spitze der Klinge und zielte. Er hielt den Atem an und warf. Vorbei! Er wich dem Messer, das zurück fiel (zusammen), aus.
      Der Ansager schien amüsiert. „Tja [Komma] Junge, das war dein erster Versuch. Ab jetzt musst du treffen. Vielleicht solltest du dir lieber erstmal ein leichteres Ziel suchen.“
      Clay ignorierte ihn und konzentrierte sich. Er nahm das zweite Messer. Da er durch den Fehlwurf die ungefähre Flugrichtung des Messers erahnen konnte, konnte er seinen Fixpunkt anpassen. Er warf erneut [Komma] und dieses Mal traf er. Ermutigt durch den Treffer [Komma] nahm er sofort das nächste Messer und traf ein weiteres Ziel. Blitzschnell hob er die Messer auf und traf ein Ziel nach dem anderen, dem Ansager fiel vor ungläubiger Verblüffung glatt das Mikrofon aus der Hand. Was war gerade hier los? Clay traf das letzte Ziel. Er hatte nicht viel Zeit mit Nachdenken verschwendet und die letzten Ziele instinktiv abgeworfen. Er wusste, dass es hier um Zeit ging, wenn er zu langsam war, gewann er auch nichts.
      Aber so schnell [Komma] wie er sich eben bewegt hatte, das hatte hier noch keiner gesehen (die Bezüge passen nicht zum Rest des Satzes). Die meisten Teilnehmer zielten lieber sorgfältig, da man es sich nicht erlauben durfte, vorbeizuwerfen.
      Das letzte Ziel wurde getroffen und der Ansager rieb sich die Augen. (Er kann nicht zum zweiten Mal das letzte Ziel treffen)

      „Uhm, öh. Sieht so aus, als hätten wir einen Gewinner! Gratulation, Junge, damit hätte ich nicht gerechnet. Und das sogar in rekordverdächtiger Zeit! Du darfst dir etwas aus den Toppreisen aussuchen.“
      Der Jugendliche schritt aus dem Käfig und besah sich das Regal. Er wusste schon ganz genau, was er wollte.
      „Ich nehme das Multifunktionstaschenmesser“, sagte er und zeigte auf das Objekt.
      „Eine sehr gute Wahl, dieses Messer ist aus Orichalkum (Skyrim lässt grüßen; dieses Metall gibt es jedoch meines Wissens nicht, also denk dir lieber nen anderen Namen aus) gemacht, es wird nie rosten oder sich abnutzen. Es hat zahlreiche Werkzeugfunktionen und dürfte sicher nützlich sein. Bitte sehr.“
      Er reichte ihm das Messer und Clay ließ sofort die Klinge aufspringen. Er widerstand dem Drang, mit dem Daumen die Schärfe zu testen, er wusste auch so, dass es extrem scharf war. Orichalkum war für seien (das machste immer falsch :P ) Härte und seine extreme Haltbarkeit bekannt, ein Messer aus Orichalkum war verdammt teuer und nutzte sich nie ab. (Wieso erzählst du das nochmal? Hat der Sprecher doch gerade schon gesagt) Orichalkum war so hart, dass man Magie benutzen musste, um es in seine Form zu bekommen. Aus diesem Grund wurde es manchmal auch das „magische Metall“ genannt.
      Er hielt die Klinge ins Licht und merkte dann, dass er noch die Sonnenbrille trug. Er nahm sie ab und musterte es, wobei er die Augen stark zusammenkniff. Es glänzte blau, es war definitiv echt.
      Als Clay seine Sonnenbrille wieder aufsetzte, tippte ihm jemand auf die Schulter. Er drehte sich um. Es war eine junge Frau, obwohl Clay es nicht sehen konnte, hatte sie blaue Augen und rote, kurze Haare. (dann kannst du es auch nicht beschreiben, solange du dich in seiner Perspektive befindest) Was er jedoch sehen konnte [Komma] waren die falschen Katzenohren, die sie auf dem Kopf trug. Auch wenn sie vermutlich nicht viel älter war als er selbst, vielleicht fünf Jahre, war sie nicht etwas zu alt für so einen Kinderkram? (passt wieder nicht zum restlichen Satz, hängt einfach hintendran; im umgangssprachlichen Gebrauch durchaus üblich, in Textform zu vermeiden)

      „Ja, was ist?“, fragte er die Unbekannte.
      „Entschuldigung, ich kam nicht umhin und (unnötig und zusammenhanglos)bemerkte, dass du trotz der milden Lichtverhältnisse eine Sonnenbrille trägst. Könnte es vielleicht sein, dass du [Leerzeichen]… mit Seth Wells verwandt bist?“
      Es musste ja Leuten auffallen, aber dass ihn jemand darauf dann ansprach, damit hätte er nicht gerechnet.
      „Ja, er ist mein Vater.“
      Die junge Frau hüpfte aufgeregt auf und ab und gab ein quietschendes Geräusch von sich, dass [DAS!!!!!] Clay als störend empfand. Hoffentlich machte sie jetzt keine große Sache daraus.
      „Ich wusste es. Kann ich… kann ich deine Augen sehen?“
      Das musste ja kommen. Er gab einen Stoßseufzer von sich und nahm vorsichtig seine Sonnenbrille ab und enthüllte seine Augen. Die Iris war vollkommen rot und die Pupille war aufgehellt. Eine Erbkrankheit, die jeden in der Familie betraf. Dadurch waren die Mitglieder der Wellsfamilie besonders lichtempfindlich und mussten tagsüber Sonnenbrillen tragen, da sie sonst sehr schnell geblendet wurden und Kopfschmerzen bekamen.
      Die junge Frau hielt ihm die Hand hin, die er ergriff und kurz schüttelte. „Mein Name ist Alexis. Ich kann es nicht fassen den Sohn einer echten Berühmtheit kennenzulernen. Wie lebt es sich denn so, wenn man mit einem Großindustriellen zusammenlebt?“
      Seth Wells war der Gründer und Vorsitzende von Wells Technologies, einem riesigen Technologiekonzern, der hauptverantwortlich für die Erfindung, Produktion und Vermarktung zahlreicher technischer Geräte ist (war), die in ganz Roven genutzt wurden. Das größte Technikunternehmen in Roven [Komma] und Clays Vater hatte es aufgebaut. Obwohl Clay auf seinen Vater stolz war, sah er ihn nur selten, da dieser oft auf Geschäftsreisen musste (war/sich befand/.../NICHT musste). Doch die wenige Zeit, die sein Vater zu Hause verbrachte, investierte er ausschließlich in seinen Sohn, den er über alles liebte. Da Clays Mutter bei dessen Geburt verstarb (gestorben war), fühlte sein Vater sich vermutlich verantwortlich gegenüber seinem Sohn. Doch er sprach ihm auch ein großes Maß an Selbstständigkeit zu, sonst würde er ihn nicht alleine in dem großen Anwesen lassen, in dem er lebte. Na ja, bis auf den Haushaltsdiener abgesehen, der sich um die Hausarbeiten kümmerte. (wieder mal der Captain)

      Clay sah auf seine Uhr. „Hm, wie wäre es, wenn wir irgendwohin gehen, wo wir uns in Ruhe unterhalten können, hier ist es etwas laut. (Fragezeichen) Bis das Feuerwerk anfängt, haben wir noch Zeit.“
      Alexis schien begeistert von der Idee zu sein, sie gab schon wieder dieses Geräusch von sich. Irgendetwas daran störte ihn ganz gewaltig.
      „Ich denke [Komma] ich weiß, wo wir hinkönnten“, sagte sie.
      Sie drängte sich durch die Besucher des Festes und Clay folgte ihr einfach mal.
      Sie führte ihn in eine Seitenstraße und stieg dann in ein Auto ein. Er zögerte, (Punkt) konnte er ihr vertrauen? Sie könnte ihn entführen und ein Lösegeld erpressen wollen.
      „Jetzt steig endlich ein!“
      Widerwillig stieg Clay in der Beifahrertür ein. Alexis legte die Katzenohren ab und warf sie auf den Rücksitz.
      „Okay, erzähl mal.“
      Offensichtlich wollte sie nirgends hinfahren, das Auto diente nur zur Unterhaltung (das ist eine recht doppeldeutige Aussage). Das war zumindest beruhigend.
      Clay erzählte ihr von seinem Verhältnis mit (zu) seinem Vater, dass sie sich gut verstanden, das (DASS!!!!) sein Vater jedoch selten zuhause (zu Hause) war. Da er der Erbe eines Technikers und Großindustriellen war, konnte er ein Leben in Luxus leben. Zudem beschäftigte er sich selbst mit Technik. Mit Dreizehn (klein) Jahren vollzog er die vorgezogene Prüfung und verließ damit die Ausbildung, um zu Hause durch Selbststudium alles über Technik und andere Dinge zu lernen, was er wissen wollte. Er fing selbst an, Maschinen zu basteln, die sein Vater bei seiner Rückkehr inspizieren sollte. Das war etwas, was sie verband.
      Clay erzählte noch eine Weile weiter, bis ihn Alexis irgendwann fragte: „Denkst du, ich kann deinen Vater irgendwann einmal kennenlernen?“
      „Ich… denke nicht, dass das möglich ist.“ Die Frage machte ihn wieder nervös. War sie wirklich nur ein Fan oder wollte sie etwas Bestimmtes von seinem Vater?
      „Verstehe.“
      Sie schien kurz nachzudenken, bevor sie weitersprach. „Schnall dich an.“
      „Was?“
      „Schnall dich an!“
      Clay zog an seinem Türgriff und merkte, dass er nicht reagierte.
      „Ich sag es dir ein letztes Mal, schnall dich an.“
      Also gab es jetzt doch eine Entführung. Er tat, was sie ihm befahl. Er musste sich erstmal ruhig verhalten und warten, bis sie ihm die Tür auf seiner Seite öffnete, dann würde er sie überrumpeln und abhauen.
      Alexis fuhr los. Die Richtung, die sie fuhr, kam ihm bekannt vor, bis er begriff, dass sie zu seinem Anwesen fuhren. Wollte sie das Haus beklauen?
      Das Auto stoppte vor dem Anwesen der Wells. Der Hausdiener war nicht zu Hause, das wusste Clay. Er hatte frei und war vermutlich auch auf dem Fest.
      Die junge Frau stieg aus und öffnete auf seiner Seite die Tür. Clay wollte sich auf sie stürzen, doch der Gurt hielt ihn zurück. Er war so ein Idiot, er hatte vergessen ihn zu lösen! (tatsächlich?)

      „Mach keine Mätzchen, dann passiert auch nichts.“
      Sie löste seinen Gurt und hielt ihn am Oberarm fest. Ihr Griff war überraschend fest, es fühlte sich wie ein Schraubstock an. Unmöglich [Komma] sich daraus zu befreien.
      „Was willst du von mir?“
      „Ich improvisiere gerade ein bisschen. Da du sowas wie ein kleines Genie zu sein scheinst, baust du mir etwas.“
      Sie ließ ihn die Tür öffnen und ließ sich von ihm in seine Werkstatt führen. Da sie ihn festhielt und grob seinen Arm umklammerte, sah er keine Chance ihr zu widersprechen. Er hatte das Gefühl, dass sie ihm den Arm brechen würde, wenn er nicht gehorchte. Wer war diese Irre? War Alexis überhaupt ihr richtiger Name?
      Sie reichte ihm einen Datenträger, den er an seinen Computer anschloss. Die Baupläne darauf verblüfften ihn.
      „Woher hast du das? Und wofür brauchst du das?“
      „Das geht dich nichts an.“
      Was sie ihm gegeben hatte, war ein Universalsicherheitsschlüssel, mi dem man alle Sicherheitstüren in Roven öffnen könnte, wenn man möchte (wollte). Solche wurden meist von der Regierung für alle möglichen wichtigen Gebäude benutzt. Warenlager, Manabanken, Gefängnisse, vermutlich sogar der Hauptsitz des inneren Zirkels. Wer so einen Schlüssel besaß, konnte einfach ÜBERALL rein. Aber das würde auch bedeuten, dass man sich direkt mit dem Zirkel anlegte und wer war so verrückt und würde das tun? (sehr holprig formuliert, falls du es so lassen wollen solltest, fehlt außerdem ein Komma davor)

      „Ich brauche meinen anderen Arm, wenn ich das machen soll.“
      „Okay, aber keine Zicken, [ich] reiße dich entzwei, wenn ich das muss.“
      So stark konnte sie nicht sein, aber trotzdem wollte er es nicht riskieren. Außerdem war sein Ehrgeiz gepackt (geweckt). So ein Generalschlüssel war eigentlich unmöglich zu konstruieren, aber der Bauplan dafür existierte dennoch (du brauchst nicht aber und dennoch). Er wollte wissen, ob er es wirklich bauen konnte und ob es funktionierte.
      Er machte sich an die Arbeit. Nach drei Stunden hatte er es geschafft. Ob der Schlüssel funktionierte, konnte er nicht sagen, dazu müsste er ein Schloss der Regierung besitzen, was er nicht tat. (Captain und seltsam formuliert zugleich)

      Alexis, die sich in die Ecke der Werkstatt gesetzt hatte, stand auf und nahm ihm den Schlüssel ab. Sie besah ihn sich.
      „Funktioniert er?“
      „Keine Ahnung, müsste ich testen, aber das kann ich hier nicht.“
      „Dann werden wir wohl einen kleinen Ausflug machen.“
      „Warte, was?!“
      „Du denkst doch nicht, dass ich dich hier lasse, damit du die Schutzmänner rufen kannst während ich teste, ob dein Ding überhaupt geht. (Überleg dir besser eine andere Formulierung) Falls er nicht geht, habe ich dich lieber direkt in meiner Nähe.“
      „Aber, (kein Komma) wofür brauchst du ihn überhaupt?“
      Sie grinste und entblößte dabei ihre Zähne (tut man im Normalfall, jap). „Das wirst du dann sehen.“

      Sie packte ihn wieder und zog ihn mit. Was auch immer sie vorhatte, sie war komplett verrückt. Selbst wenn der Schlüssel funktionierte, die Schutzmänner würden sie aufhalten, sie glaubte doch nicht, dass diese Gebäude unbewacht waren.
      Doch vorerst musste er mit ihr gehen. Wie konnte der Tag nur so sehr in die Hose gehen? (der letzte Absatz ist insgesamt sehr holprig formuliert, da solltest du nochmal drüber)


      Wie du am Farbschema siehst, sind sehr viele Formsachen drin :D Zum einen das von Klim geschilderte Problem, dass du viel zu viel Selbsterklärendes beschreibst und unnötige Füllwörter drin hast, die nur den Lesefluss hemmen. Letzteres erinnert mich sehr stark an meinen eigenen Schreibstil vor einiger Zeit :whistling: Die Sätze fangen des Öfteren sehr monoton, teils dreimal hintereinander mit demselben Wort an; auch sonst sind SEHR viele unangenehme Wiederholungen drin und die Beschreibung des Geschehens wirkt noch etwas umgangssprachlich und nicht sehr geschliffen. Das wird sich in Zukunft aber auf jeden Fall geben :thumbup:

      Zur Story: Ganz anderes Szenario (welches mir ausgesprochen gut gefällt; ein solcher Festplatz ist mal was erfrischend anderes), man lernt, dass Magie in deiner Welt etwas Alltägliches zu sein scheint und gleichzeitig ist es eine hochtechnisierte Welt - warum die Scheiben dann mit Magie bewegt werden müssen, verstehe ich nicht. Die Entführung ist eine schöne Idee, auch wenn ich enttäuscht war, als sie tatsächlich geschah, nachdem er das zuvor mehrfach gedanklich erwähnt hatte X/ Man lernt den Protagonisten schon recht gut kennen, positiv sticht die Sache mit seinen Augen heraus, die ihn zu etwas Besonderem, (relativ) Einzigartigem macht. Das Handeln von Alexis ist in sich nicht ganz schlüssig; anfangs kam sie tatsächlich so rüber wie ein Fangirl, und erst, nachdem Clay gedacht hatte, dass sie ihn entführt und dabei Gewalt anwenden könnte, drohte sie ihm auch damit - könnte etwas realistischer dargestellt werden.

      LG
      Arathorn, der auf den nächsten Part wartet
    • Kritik ist eine Sache. jemand anderem zu erklären, wie seien Welt aufgebaut ist, ist etwas anderes. Ich sagte nicht, dass es in diesem Kapitel erklärt ist. Ich sagte nichtmal, dass es erklärt wird (obwohl es das wird, in späteren kapiteln). Ich verweise nur daraufhin, dass er annimmt "Okay, unsere welt ist so, also ist diese Welt genauso", deswegen weise ich ihn auf seinen fehlerhin.

      Zum anderen: Persönlicher Schreibstil ist persönlicher Schreibstil. Jeder Autor hat nunmal seinen und wenn man sagt "Ändere ihn" ändert man etwas persönliches. Und ja, das finde ich respektlos, wenn man das zu mir sagt.

      Ich glaube ich habe das im Vorwort erwähnt, aber ich sage es nochmal: Die Technik ist hochentwickelt WEIL sie mit Magie betrieben wird. Das ist das besondere an roven, manche welten nutzen nur hochentwickelte Technik, manche nutzen Magie als Ersatz für Technik (oder Technik als Ersatz für Magie), aber der technologische Fortschritt in roven wurde erst dadurch ermöglicht, dass man Magie und moderne Technologie verbunden hat. Es gibt Punkte wo man mit technik einfach nicht mehr vorankommt, Ende. Wenn physikalische Grenzen erreicht sind zum Beispiel. An dem Punkt schaltet sich dann Magie ein, die diese grenzen sprengt, weil die den physikalischen Gesetzen nicht gehorchen muss.
      Okay, das klingt jetzt etwas komplizierter als es ist, aber so in etwa könnt ihr euch das vorstellen: Technik plus Magie vereint.
    • TheVampire100 schrieb:

      Dieser starrte nur durch die Windschutzscheibe auf die verregnete Straße. Dort stand eine vermummte Gestalt, eingehüllt in einem schwarzen Regenmantel, die Kapuze weit über den Kopf gezogen, den Blick nach unten gerichtet. Sie trug etwas auf dem Rücken, das fast so groß wie ihr Körper zu sein schien.

      „Was zum…?“

      Die Person sah auf und Malcom konnte noch gerade erkennen, dass es sich um eine junge Frau handelte. Dann brach die Hölle los.

      Im nächsten Moment riss die Frau den Gegenstand von ihrem Rücken und schlug damit in Richtung des Transporters. Malcom dachte zuerst, dass sie sie verfehlt hatte, dann traf ihn etwas von links. Er drehte seinen Kopf und sah den Kopf seines Freundes, der halb abgetrennt wurde.
      In diesem Abschnitt wird gleich von einer Frau geredet, aber damit brichst du mit der Sicht der beiden Männern. Denn stell dir mal jemanden auf die Straße in einem Regenmantel vor und lass ihn nach unten schauen. Da ist eigentlich nicht gleich ersichtlich, ob männlich oder weiblich. Vor allem, weil du dann wieder von "Person" sprichst und damit wieder in die verwirrte Ansicht der beiden Protagonisten übergehst. Dort würde auch die Beschreibung der Tageszeit passen.

      Der Rest ist eigentlich ganz gut, abgesehen von manchen Kommata und Co, die andere schon angeführt haben.
      Klimbim muss ich allerdings recht geben. Hektik wird durch kurze, abgehakte Sätze verdeutlicht, der Dialog am Anfang stört mich jedoch nicht.
      Mehr fehlen nur ein paar genauere Beschreibungen - wie das mit der Tageszeit. Was trägt die Frau, damit umgehend ersichtlich wurde, dass es eine Frau ist. Rock? Hohe Stiefel? Da du auch meinst, dass der "Beamte" ihre Füße sieht - geht sie Barfuß? Sowas eben ... da du ja selbst sagst, alles genau zu beschreiben, würde ich mir das auch da wünschen, nicht nur in Dialogen.

      So gut wie der erste Teil war, baut der zweite etwas ab.
      Warum kann ich erläutern, was auf kein Fall ein persönlicher Angriff auf dein Schreibstil ist, sondern einfach auf das, was ich erlesen habe. Wie ich was "rausgelesen" habe.

      1.
      Zahlen werden bis zwölf immer ausgeschrieben. 10 magische Zielscheiben - zehn. Ich schreibe sogar alle Zahlen aus, weil es einfach schöner aussieht. Dies wird sogar von Lektoren empfohlen bzw. sind so eine Art Richtlinie.

      2.

      TheVampire100 schrieb:

      Wer so einen Schlüssel besaß, konnte einfach ÜBERALL rein.
      Wenn du etwas verdeutlichen oder hervorheben möchtest, dann setze es kursiv.
      Damit weiß der Leser, auch immer in Büchern zu finden, dass etwas im Ausdruck verstärkt wurde.
      überall - so eben.
      ÜBERALL - sowas wird oftmals in Comics oder Mangas verwendet (Dialogen), um zu zeigen, wie ernst etwas ist, dass es jemand förmlich schreit, ist in Büchern aber ein Fail.


      3.
      Die Anfangsszene ist gut. Der junge Mann auf dem Fest, das Messerwerfen, wobei mir klar war, dass er alles trifft :whistling:
      Da kam etwas dieses "Ja, natürlich, anders wäre auch so unepisch" auf. ^^
      Anyway ... etwas mehr schwächelte die Story dann ab dem Auftauchen der jungen Frau.
      a) Ich erkläre meinem Sohn heute schon (er ist 4), dass er bei niemanden ins Auto zu steigen hat (Mann oder Frau). Mir ist nicht klar, warum Clay mit einer fremden Frau mitgehen sollte? Gerade als Sohn eines solch wichtigen Mannes, sollte es ihm erstrecht klar sein. Das hat dann auch nichts mehr mit Naivität zu tun ... 8|
      b)Warum rattert er ihr gleich seine ganze Lebensgeschichte hinunter, wo er doch den Verdacht bereits hegt, dass sie eine Irre sein könnte?
      ?(
      Das wollte nicht ganz in meinen Kopf.
      c) da ist der Vater schon so ein hohes Tier und das Anwesen ist vollkommen leer? Kein Sicherheitsdienst und nur einen Hausdiener, der genau da frei hat?
      Das ist wieder so das Zufallsprinzip.
      Zufällig ist genau da niemand zu Hause ... :|
      d) Sie bedroht ihn und trotzdem weckt ihre Aufforderung sein Ehrgeiz? Häh? Mich hätte die Panik gepackt, aber mehr nicht. Der Alten hätte ich vor den Koffer geschissen ... bedrohen hin oder her. Wenn er so ein Genie ist, sie so etwas nicht bauen kann, dann hätte ich mir an seiner Stelle eine Waffe zusammengeleimt und sie erschossen oder zumindest außer Gefecht gesetzt.
      e) Kritisieren ist immer leicht, aber ich kann dir auch schildern, wie das für mich besser nachvollziehbar gewesen wäre.
      Zum Beispiel hätte Alexis erst einmal sein Vertrauen erschleichen können. Sie hätte ihn anrempeln, sich entschuldigen und ihn als Entschädigung zu einem Snack einladen können.
      Sie spaziert allerdings gleich auf ihn zu, wie ein Streifenhörnchen auf Kaffee und labbert ihm die Ohren voll, was viel zu offentsichtlich ist, auch versteift sie sich zu sehr auf Clays Vater, nicht auf ihn, was ich dann als Fangirl hätte durchgehen lassen können.
      Nach einem Gang über das Fest, einigen Unterhaltungen, könnte sie unwissend tun wer er ist und fragen, warum er eine Sonnenbrille trägt.
      So würde es auch einen Überraschungseffekt geben, wenn sie dann ihre Gesinnung ändert. So wusste ich schon, was kommt oder kommen musste ;)
      Das Heimfahren dürfte man auch damit erklären, dass es nach Regen aussieht ... ect. ect. Das ist nur ein salopper Vorschlag, aber so hätte es auf mich irgendwie authentischer gewirkt.

      Ich will keinesfalls jemanden in seine Story reden, ich kann nur wiedergeben, was mir auffällt und im Grunde ist das ja nicht ein so großer Punkt, aber bei konstruktiver Kritik schreibe ich immer halbe Romane. :rofl:
      Ein einfaches "Super" ist hier nicht erlaubt und selten der Fall :D


      TheVampire100 schrieb:

      Ansonsten verstehe ich aber, was du meinst, aber das ist einfach mein persönlicher Schreibstil, dass ich alles genau erkläre, wie es sich zutragt und ich würde mir auch wünschen dass du das respektierst.
      Als Mod muss ich aber eins klarstellen. Hier wird jeder respektiert ^^ So lange er eben auch die Meinungen der Leser aktzeptiert. Geschmäcker sind unterschiedlich 8o
      Ein Leser findet es klasse so wie es ist, der andere wünscht sich mehr Umgebung, der andere mehr Emotionen.
      Am Anfang ist es unmöglich alles zu wissen und wie sich alles zusammensetzt. Leser können auch ihre Kommis widerrufen und sich dann selbst korrigieren, sprich: "Vergiss, was ich gesagt habe, jetzt verstehe ich es." Dazu muss ein Text aber fortschreiten und wir können ja nur Post für Post agieren.
      Die Kommis sollten niemals persönlich sein, sondern absolut sachlich und ausschließlich auf den Text bezogen, so wie auch ich das gemacht habe, ebenso der Rest.
      Bei einem Teil ist es unmöglich bereits einen "Stil" zu erkennen ... das kommt nach und nach, aber klar kannst du drauf hinweisen. 8)

      Die Story an sich ist interssant und eine andere Art Welt. Kein Mittelaltersetting - mutig. :thumbup:
      Finde es auch toll, dass bei dir Orks nicht nur sabbernde Mörder sind, die alles und jeden niedermachen :saint:
      Elfen - ja, bei denen kann man das Rad nicht neu erfinden ^^ Finde die Sache mit den Augen interessant und auch das mit den Vampiren, wobei sie ja dann zusätzlich eine Art Gestaltwandler sind :hmm:
      Ich weiß nicht, inwieweit ich dieser Geschichte folgen kann, da ich hier schon eine Menge Leute folge, aber evtl. schaue ich wieder rein.

      Liebe Grüße

      EDIT:

      TheVampire100 schrieb:

      Zum anderen: Persönlicher Schreibstil ist persönlicher Schreibstil. Jeder Autor hat nunmal seinen und wenn man sagt "Ändere ihn" ändert man etwas persönliches. Und ja, das finde ich respektlos, wenn man das zu mir sagt.
      Dahingehend muss ich dich @TheVampire100 leider korrigieren. Hier sagt niemand "ändere ihn", sondern wir helfen uns hier gegenseitig unseren "Stil" zu verbessern. Ihn, wie ein ungeschliffenen Diamanten, zu verfeinern.
      Ich weiß nicht, wie lange du bereits schreibst, ich um die 15 Jahre. Vor diesem Forum - oh gosh - diese Geschichten würde ich nicht einmal posten. Aber ich konnte meinen Stil in den letzten Jahren hier dermaßen verbessern und ausbauen, dass ich sogar bereits ein Buch veröffentlicht habe (in einem Verlag).
      (Danke dafür Leute, ich liebe euch <3 )
      Deswegen würde ich dies niemals als persönlichen Angriff sehen ... viel mehr als unterschiedliche Sichtweisen auf das, was man selbst erschafft. Auch ich musste viel Kritik schlucken ... aber nur so konnte ich lernen. Selbst heute passieren mir Fehler und Wiederholungen kommen vor und ich weiß zu schätzen, wenn diese rausgesucht und mir gezeigt werden.
      Wenn 100 Leute das Gleiche sagen, man selbst anderer Meinung ist, darf man das gerne sein, aber irgendwie muss man sich dann auch mal selbst eingestehen - kann ich was am Text änder/anpassen, dass es vielleicht klarer wird? Andere Worte benutzen, meinen Wortschatz ausbauen?
      Ständige Wiederholungen, gleiche Satzanfänge, falsch eingesetzte Wörter sind nämlich kein Stil, sondern eine "Angewohnheit". - Das ist so das was ich an Kritik herausgelesen habe. Hier hat niemand deinen Stil angegriffen. ^^
      Kein Meister ist jemals vom Himmel gefallen, wird er auch nie.
      Ich bitte nur zu unterscheiden, was mit Grammatik und Schreibstil zu tun hat. Du wirst sehen, dieser ändert sich nämlich stetig, was die Grammatik nicht macht.
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • TheVampire100 schrieb:

      Du versuchst hier dir mit Sachen aus der realen Welt die Fantasiewelt zu erklären. Du hast doch gar keine Ahnung, wie die Welt aufgebaut ist, wie die politische und gesellschaftliche Situation ist oder wie das Justizsystem wirkt. Wenn ich sogar noch schreibe, dass ein gefangenentrabsport eben NICHT etwas normales ist und das normalerweise nicht vorkommt, wieso zweifelst du dann genau das an?

      Ansonsten verstehe ich aber, was du meinst, aber das ist einfach mein persönlicher Schreibstil, dass ich alles genau erkläre, wie es sich zutragt und ich würde mir auch wünschen dass du das respektierst.

      So leid es mir tut- es kam nun einmal, aufgrund von Aufbau der Szene, des Gesprächs, der ganzen Situation, genau so rüber, wie ich das schliesslich dargelegt habe. Es ist natürlich doof, wenn ich damit völlig daneben lag, aber eventuell könntest du dir auch Gedanken machen, warum das so ankam bei mir.
      Nein, ich weiss nicht, wie die Welt aufgebaut ist. Ich habe null Ahnung der dortigen Gesellschaft, ich kann nur mit dem Arbeiten, was du mir gibst, und was dabei herauskam, hast du gesehen.
      Der Leser ist NICHT einfach ein passiver Zuschauer, der Eindrücke auf sich einprasseln lässt und stupide dabei klatscht. Das ist schliesslich die grosse Kunst des Schreibens- es ist ein Dialog zwischen Autor und Leser. Zu erwarten, dass ein intelligentes, denkendes Lebewesen, auch bei einem Buch, dass du selber schreibst, sämtliches Nachdenken abschaltet, ist schlichtwegs die falsche Einstellung. Natürlich hinterfrage ich und zweifle und rechne mit Fallen- ich habe zu viele richtig gute Plottwists gesehen, um mir dieses Raten, Rätseln und gespannt sein entgehen zu lassen.

      Im Grossen und Ganzen wollte meine Rezension deines ersten Abschnitts hier nur eines: Dinge aufzeigen, die mir aufgefallen sind, positiv und negativ, damit du etwas hast, mit dem du weiterkommst, mit dem du arbeiten kannst- Beispiel Rohdiamant. Ich habe deinen Nick und die Geschichte mal gegoogelt und geschaut, auf was für Foren du sie noch veröffentlicht hast. Vielleicht fällt dir auf, dass der durchschnittliche Story/Kommentarbeitrag hier rund zehnmal so lang ist wie die dortigen "Gefällt mir gut"-Einzeiler. Sei dir folgendes bewusst: Wir haben alle viel Zeit in deine Geschichte investiert. Lesen. Korrigieren. Kommentieren. Schon sind 45min verstrichen. Diese Zeit nehmen wir uns nicht, um respektlos mit deinem Stoff umzugehen, im Gegenteil. Schreiben und damit deine Geschichte, die du uns hier aussetzt, ist mir wichtig genug gewesen, diese Zeit dafür aufzuwenden. Vielleicht respektierst du auch einfach, wie dein Geschriebenes bei mir ankam. Du darfst es ignorieren, du darfst dir sagen, dass ich keine Ahnung habe- aber du darfst es nicht persönlich nehmen. Nimm dir das zu Herzen, nimm unsere Rückmeldungen ernst, und du wirst eine extrem lehr- und hilfreiche Zeit hier haben.
      Vielleicht, nur so als Input, versuchst du auch mal, eine Story auf diese Art zu Kommentieren- also mit Korrektur uns ausführlichem Stilistischen/Technischem Feedback. Du wirst selber viel lernen, trägst dem Forenleben bei und siehst einfach mal, was Arathorn, Kisa, Jennagon und ich für einen Aufwand hatten - für dich.
      Und ein Like unter so einem Beitrag ist auch nicht daneben ;)

      "You know what the big problem is in telling fantasy and reality apart? They're both ridiculous."

      - Twelve

    • Zu Kapitel 1:

      TheVampire100 schrieb:

      Zwei Schutzmänner der Regierung fuhren in ihrem Transporter durch die verregneten Straßen.
      Finde ich ist nicht so der stärkste 1. Satz. Der ist unglaublich wichtig, weil sich mit dem oft die Einstellung entscheidet. Dein Satz ist weder überraschend, noch irgendwie besonders. Er könnte überall anders stehen und würde mehr überlesen werden, als wirklich wahrgenommen.

      TheVampire100 schrieb:

      „Vielleicht mussten sie Platz für einen neuen Gefangenen machen?“
      Ist das nicht eine recht schwache Erklärung? Wieso transportieren sie dann nicht den anderen Gefangenen woanders hin?

      TheVampire100 schrieb:

      Als wären wir ein Opferlamm oder so.
      Der scheint echt viel zu wissen. Es wird einem als Leser hier schon klar, dass da ein Überfall oder sowas stattfindet. Ein wenig Zweifel sind ja okay, aber du reibst es dem Leser richtig unter die Nase ;)

      TheVampire100 schrieb:

      Sie holte schon wieder aus und der Schutzmann hatte keine Zeit, den Gurt zu lösen, [Würde hier einen Punkt empfehlen] er zog sofort sein Sicherheitsmesser und schnitt sich los, dann ließ er sich fallen bevor die obere Hälfte seiner Seite abgetrennt wurde.
      Wenn es normale Anschnallgurte sind, müsste es doch schneller gehen den zu lösen, als ihn durchzuschneiden, oder? Dabei muss er ja sein Messer ziehen. Außerdem fehlen irgendwie die "Soundeffekte". Du beschreibst kurz, was geschieht, aber du lässt den Leser ohne Details zurück.

      Ich muss sagen, dass mich auch das längere Gespräch gerade am Anfang etwas gelangweilt hat. Es war so das Typische: Verschwörungstyp gegen Ach-ist-bestimmt-alles-gut-Typ.

      Wenn das wirklich so ein wichtiger Typ ist und das ein Ablenkungsmanöver sein sollte, wäre es dann nicht besser gewesen den Transport besser zu kontrollieren und Truppen in der Nähe zu haben, die dann noch eingreifen können? Oder eine Bombe, die losgeht, sobald jemand die Tür hinten öffnet. Dann wäre das Problem ja gelöst :D
      Außerdem war es doch eigentlich überflüssig da wirklich einen Tiefkühlmann drin zu haben, oder nicht?

      Joa, das waren so die gröbsten Sachen, die mir aufgefallen sind.
      Ansonsten war der Überfall nicht schlecht beschrieben.

      Liebe Grüße
      Jan
      Manchmal flüstert der Wind eine Legende,
      bevor die Geschichte sie zu schreiben vermag.

      Hört das Flüstern:

      Der Orden der Geweihten


    • TheVampire100 schrieb:

      Kritik ist eine Sache. jemand anderem zu erklären, wie seien Welt aufgebaut ist, ist etwas anderes. Ich sagte nicht, dass es in diesem Kapitel erklärt ist. Ich sagte nichtmal, dass es erklärt wird (obwohl es das wird, in späteren kapiteln). Ich verweise nur daraufhin, dass er annimmt "Okay, unsere welt ist so, also ist diese Welt genauso", deswegen weise ich ihn auf seinen fehlerhin.

      Zum anderen: Persönlicher Schreibstil ist persönlicher Schreibstil. Jeder Autor hat nunmal seinen und wenn man sagt "Ändere ihn" ändert man etwas persönliches. Und ja, das finde ich respektlos, wenn man das zu mir sagt.
      niemand hat dir erklärt, wie deine Welt aufgebaut ist. Es ging lediglich um die Art, wie du den Leser durch deine Schreibweise praktisch für dumm verkaufst.
      Dann hast du behauptet, dass du so deine Welt erklärst ... und jetzt sagst du, du hättest nie behauptet, dass du sie erklären würdest? :thumbdown:
      Du willst nicht, dass man sich deine Welt als Leser vorstellt, sondern dass man nur die Informationen so hinnimmt, die du gibst? (Wenn du willst, würde es sich übrigens anbieten, nicht einfach Gedankengut anderer zu übernehmen, wie zB das Orichalcum; dadurch weckst du sofort eine bestimmte Vorstellung)
      Und du findest es respektlos, deinen Schreibstil verbessern zu wollen?

      Da ich (zumindest manchmal) kein respektloser Mensch bin, werde ich natürlich aufhören mich dir gegenüber zu erdreisten, deinen Text und Stil in einem Forum für Kritik an Geschichten zu kritisieren.

      Wenn dir das so gut gefällt, kann ich dir ja ab und zu ein :super: drunterschreiben, um dich in deiner stilistischen Unfehlbarkeit zu bestätigen.
    • Arathorn schrieb:

      TheVampire100 schrieb:

      Kritik ist eine Sache. jemand anderem zu erklären, wie seien Welt aufgebaut ist, ist etwas anderes. Ich sagte nicht, dass es in diesem Kapitel erklärt ist. Ich sagte nichtmal, dass es erklärt wird (obwohl es das wird, in späteren kapiteln). Ich verweise nur daraufhin, dass er annimmt "Okay, unsere welt ist so, also ist diese Welt genauso", deswegen weise ich ihn auf seinen fehlerhin.

      Zum anderen: Persönlicher Schreibstil ist persönlicher Schreibstil. Jeder Autor hat nunmal seinen und wenn man sagt "Ändere ihn" ändert man etwas persönliches. Und ja, das finde ich respektlos, wenn man das zu mir sagt.
      niemand hat dir erklärt, wie deine Welt aufgebaut ist. Es ging lediglich um die Art, wie du den Leser durch deine Schreibweise praktisch für dumm verkaufst.Dann hast du behauptet, dass du so deine Welt erklärst ... und jetzt sagst du, du hättest nie behauptet, dass du sie erklären würdest? :thumbdown:
      Du willst nicht, dass man sich deine Welt als Leser vorstellt, sondern dass man nur die Informationen so hinnimmt, die du gibst? (Wenn du willst, würde es sich übrigens anbieten, nicht einfach Gedankengut anderer zu übernehmen, wie zB das Orichalcum; dadurch weckst du sofort eine bestimmte Vorstellung)
      Und du findest es respektlos, deinen Schreibstil verbessern zu wollen?

      Da ich (zumindest manchmal) kein respektloser Mensch bin, werde ich natürlich aufhören mich dir gegenüber zu erdreisten, deinen Text und Stil in einem Forum für Kritik an Geschichten zu kritisieren.

      Wenn dir das so gut gefällt, kann ich dir ja ab und zu ein :super: drunterschreiben, um dich in deiner stilistischen Unfehlbarkeit zu bestätigen.
      Bitte auch den Kontext beachten. Ich sagte im ersten Kapitel ist nicht viel erklärt. Das ist nur die Einleitung, in der der Leser noch nicht wissen soll, worum es eigentlich geht. Genau das ist Sinn und Zweck der Sache.
      Außerdem versuche ich hier garantiert auch nicht jemanden für dumm zu verkaufen, ich schreibe nunmal wie ich schreibe, das soll kein Appell an die Dummheit des Lesers sein (und es ist dreist mir zu unterstellen, ich würde den Leser als "dumm" bezeichnen).
      Ich würde es auch begrüßen, wenn ihr euch in meien Lage versetzen würdet und nicht jetzt alle mit dem Finger auf mich zeigt und sagt "Was fällt dir ein dich über unsere Kritik aufzuregen, wir haben alle immerhin Recht!"
      Ich weiß, wo meien Schwächen sind und ich habe durchaus vor diese auszubessern. Was aber schon geschrieben ist, ändere ich nicht mehr (zumindest nicht mehr im großen Stil).
      Was ich nur nicht gutheiße ist mir zu unterstellen, dass ich hier Leser für dumm verkaufe oder Sachen mache oder machen will, die so nicht stimmen. Wenn ich dadurch etwas "schroff" wirkte, tut mir das Leid, aber auf der gegenseite, wie ihr euch gerade verhaltet, ist auch nicht besonders lobenswert.
      Noch ein tipp: Statt eine riesige Kritik auf Neue hageln zu lassen, versucht es lieber mal mit kleineren Verbesserungen anstatt allem auf einmal. Das hilft Autoren viel besser und schreckt sie auch nicht so ab. Ich hoffe ich habe jetzt meinen Standpunkt klar genug gemacht ohne schon wieder einem halben Dutzend Leute auf die Füße zu treten.


      Kapitel 3

      Clay wurde von Alexis zu ihrem Auto gezerrt. Sie öffnete ihm die Tür und schubste ihn auf den Rücksitz. Sie kümmerte sich nicht einmal darum, ob er sich anschnallte. Alexis knallte sofort die Tür zu. Clay wollte sie wieder öffnen, merkte jedoch, dass der Rücksitz eine Kindersicherung hatte. Dann also doch Plan B.

      „Mach keine Zicken“, sagte die junge Frau, setzte sich auf den Fahrersitz und fuhr los.

      Clay blieb ganz ruhig sitzen. Er überlegte kurz, ob er sie von hinten erdolchen sollte, doch dazu war er nicht fähig. Er konnte nicht einfach einen Menschen kaltblütig abstechen.

      Sie fuhren knapp zwanzig Minuten, dann erkannte er, wo sie hin wollte: In das örtliche Hochsicherheitsgefängnis. Sie musste ihm erst gar nicht erklären, was sie vorhatte, dafür reichte seine Fantasie aus. Sie konnte nur eins wollen, einen Gefangenen befreien.

      Seit Roven vom inneren Zirkel geleitet wurde, den mächtigsten Magiern des Landes, haben die sich eine neue Methode einfallen lassen, besonders gefährliche Kriminelle unschädlich zu machen. Sie wurden durch eine Mischung aus Magie und Technik eingefroren und in Kühlkammern verwahrt. Ein Gefangener, der nicht mehr handeln konnte, konnte auch keinen Ärger machen. So sparte man sich die Todesstrafe und die Kosten, den Gefangenen weiter zu unterhalten. Aber Leute, die so eine extreme Bestrafung bekamen, waren nicht irgendwelche einfachen Verbrecher. Man kam dort nicht einfach mal so rein, weil man eine Bank überfallen hat, nicht einmal, wenn man jemanden umgebracht hat. Nur Personen, die der regierung schaden wollten, landeten in so einem Gefängnis. Wer auch immer dort drin war, er hatte dem inneren Zirkel ans Bein gepinkelt. Und Alexis wollte jetzt einen befreien. Oder schlimmer noch, vielleicht alle. Das Chaos, das bei so einer Aktion ausbrechen würde, war grenzenlos.

      Alexis stieg aus und öffnete Clays Wagentür. Bevor er reagieren konnte, hatte sie wieder ihren eisernen Griff an seinem Arm. Sie schleifte ihn zu der Eingangstür des Gefängnisses, die natürlich nicht bewacht war. Diese Gefängnisse brauchten keine Wachen, sie waren komplett automatisiert. Da die Gefangenen nichts tun konnten, kamen jeden Tag nur zweimal ein paar Schutzmänner samt Techniker, die den Status der Anlage überprüften. Den Rest machte das Sicherheitssystem. Sollte jemand versuchen einzubrechen, wurde er von den automatischen Geschützen sofort aufgehalten. Außer, man hatte einen Schlüssel.

      Alexis ließ Clay los, um den Schlüssel aus der Tasche zu holen. Sie sah ihn kurz an und schob ihn dann in die dazu vorgesehene Öffnung. Clay sprang sofort zurück, da er wusste, was folgte. Ein heftiger Stromschlag schoss aus der Sicherheitstür und direkt in den Arm der jungen Frau, sie konnte nicht mal schreien, und zuckte nur spastisch hin und her, bevor es einen Kurzschluss gab, dann fiel sie um.

      Clay beugte sich über sie. Zuckungen durchliefen immer noch ihren ganzen Körper und sie würde sich wohl eine Weile nicht regen können. Ihre Augen waren weit geöffnet und sie war offensichtlich noch bei Bewusstsein.

      „Weißt du, du hättest mich nicht unterschätzen sollen. Mir war klar, dass du keine Ahnung davon hast, wie so ein Schlüssel auszusehen hat, geschweige denn funktioniert, deswegen hast du jemanden gebraucht, der ihn für dich baut. Da du aber nicht weißt, was man dafür braucht, habe ich einfach ein kleines Gerät gebaut, dass jede Tür, die du versuchst damit zu öffnen, sofort überlädt und die einen gewaltigen Stromschlag verpasst. Es sieht aus wie ein Schlüssel, ist aber keiner.“

      Er sah sich die verschmorten Überreste des Gerätes an.

      „Na ja, jetzt ist es wohl hinüber, aber es hat seinen Zweck erfüllt. Du wirst hier noch eine Weile liegen, hoffentlich bis die Schutzmänner dich aufgreifen.“

      Mit einem kleinen Siegeslächeln auf den Lippen schlenderte er zum Wagen und öffnete die Tür. Alexis hatte sich nicht einmal die Zeit genommen ihn abzuschließen. Wie nachlässig! Er zog sein neues Taschenmesser hervor. Wer hätte gedacht, dass er es noch diese Nacht ausprobieren würde? Er öffnete die Klinge und rammte sie in die Öffnung für den Startschlüssel. Dann ruckte er kräftig daran, bis er etwas brechen hören konnte. Damit würde sie wohl nicht mehr fahren können. Hätte der Jugendliche gewusst, wie man Auto fährt, hätte er den Wagen selbst nehmen können, doch so blieb ihm keine andere Wahl als den Wagen stehenzulassen.

      Das Messer verschwand wieder in seiner Hosentasche. Auf dem Weg zum Gefängnis war Alexis an einer Haltestelle für Busse vorbeigefahren und Clay kaufte sich ein Ticket um nach hause fahren zu können.

      Sobald er das Haus betreten hatte, schloss er die Tür ab und ließ sich dann davor auf den Boden fallen. Das war ziemlich gefährlich gewesen. Und knapp. Hätte er nicht diesen Notfallplan parat gehabt, hätte wer weiß was passieren können. Er richtete sich auf. Noch war er nicht fertig. Eine Sache musste er noch erledigen, weshalb er zu seiner Werkstatt eilte. Dort arbeitete er an einem neuen Projekt. So etwas durfte nie wieder passieren, nächstes Mal musste er vorbereitet sein. Er hatte eine Idee, wie er sich nicht mehr überraschen lassen konnte. Er brauchte eine Waffe, die er jederzeit parat hatte und die gleichzeitig nicht auffällig war, damit mögliche Angreifer sie ihm nicht sofort abnehmen konnten.

      Er schaltete seinen Computer ein und legte eine Konzeptzeichnung an. Basierend auf der Idee des Elektroschockers, den er für Alexis gebaut hatte, entstand ein ähnliches Gerät, dass der juneg Erfinder sich an das Handgelenk schnallen konnte. Damit konnte man dann per Knopfdruck jemanden schocken und kurzzeitig lähmen.
      Nachdem er den Bauplan fertig gezeichnet hatte, machte er sich an die Arbeit. Die Materialien musste er nicht besorgen, immerhin arbeiteten er und sein Vater regelmäßig an eigenen Projekten.

      Er wusste nicht, wie lange er an seinem Projekt gearbeitet hatte, doch irgendwann hörte er etwas rumpeln im Haus. Erschrocken sah Clay von seiner Arbeit auf. Die Geräusche kamen aus der Küche und Clay spähte durch die geöffnete Tür in den Raum. Es war jedoch nicht Alexis, wie er befürchtet hatte, sondern jemand, der einen Schlüssel für dieses Haus besaß.

      „Hallo, Clay. Sag mal, weißt du, wo die kleine Schüssel ist, die dein Vater mal gekauft hatte? Ich war mir sicher, sie in diesen Schrank geräumt zu haben, aber dort ist sie nicht mehr.“

      Der hagere, hochgewachsene Mann mit den schwarzen Haaren, der ihm immer noch den Rücken zukehrte, war der Hausdiener der Wells, Jack Raven. Wie immer war er mit dem Dunst einer blauen Aura umgeben, eine Nachwirkung des ganzen Manas, das in ihm strömte. Aber nicht nur deshalb. Er „leckte“, weil sein Körper nicht ganz unbeschadet war. Bei normalen Menschen würde dann auch etwas Vita ausströmen, aber Jack war kein normaler Mensch.

      „Du hast meine Frage noch nicht beantwortet“, bemerkte der Hausdiener und drehte sich um. Direkt unter dem Kinn konnte man den Streifen sehen, wo man ihm zu Lebzeiten die Kehle durchgeschnitten hatte. Jack Raven war ein Wiedergänger, ein Toter, den man mit Magie hatte auferstehen lassen. Für reiche Leute war es normal, sich einen untoten Hausdiener zu halten. Im Grunde genommen konnten nur Reiche sich das leisten, da ein Hausdiener selbst keine Bezahlung brauchte, aber nur Mana ihn am Leben erhielt, was ja zeitgleich auch die Währung in Roven war. Wiedergänger wurden durch das Mana, das sie durchströmte, aufrechterhalten. Sie besaßen noch alle ihre Erinnerungen, aber sie verpflichten sich zur Treue gegenüber ihrem Herrn, der sie dafür mit Mana versorgt. Natürlich erweckte man nicht irgendwelche Leute, die das nicht wollten, das wäre gegen das Gesetz. Vor seinem Tod musste man einen Vertrag abschließen, dass man sich verpflichtet nach dem Tod ein Hausdiener zu werden, dann konnte man ein Wiedergänger werden. Einige Leute hatten zu Angst vor dem Tod, dass sie bereit waren alles zu tun.

      „Uhm, die Schüssel habe ich doch schon letzte Woche versehentlich zerbrochen“, beantwortete Clay die Frage von Jack.

      „Ah ja, ich entsinne mich. Wie konnte mir das nur entfallen? Na gut, dann muss ein Suppenteller wohl genügen.“

      Er kramte im Schrank herum und nahm einen Teller heraus, den er mit Wasser füllte und ihn auf den Boden stellte. Sofort sah Clay, was es damit auf sich hatte, denn eine Katze mit rotbraunem Fell schlich aus einer Ecke hervor und begann die Milch aus dem Teller zu schlecken.

      „Ich hab sie draußen vor dem Anwesen herumwandern gesehen. Sie trug kein Halsband, also nahm ich das arme Ding einfach mit.“

      „Musst du so etwas nicht zuerst mit meinem Vater abklären?“

      „Dein Vater ist noch bis zum Wochenende auf einer Geschäftsreise. Bis dahin habe ich sie zu einem Tierheim gebracht.“

      „Uhm, okay, wenn du das sagst. Ich hab ehrlich gesagt grad keinen Kopf dafür, mich mit Katzen zu beschäftigen.“

      Die Katze hob den Kopf an und sah Clay direkt an als wolle sie sagen „Hast du vielleicht ein Problem mit mir?“ und begann dann weiter zu trinken.

      Clay verzog sich zurück in seine Werkstatt und beendete sein Projekt, bevor er endlich diesen grauenvollen Tag hinter sich lassen konnte und einschlief.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von TheVampire100 ()

    • Spoiler anzeigen

      TheVampire100 schrieb:

      Lila - kann weg - überflüssig / Füllwort
      Grün - Gegenvorschlag/Vorschlag/Bemerkung
      Rot - Falsch
      _ - fehlendes Kommata
      Blau - vermeidbare Wiederholungen



      Kapitel 3

      Clay wurde von Alexis zu ihrem Auto gezerrt. Sie öffnete ihm die Tür und schubste ihn auf den Rücksitz. Sie kümmerte sich nicht einmal darum, ob er sich anschnallte, (Punkt) sie knallte sofort die Tür zu. Alexis knallte die Tür zu. Clay wollte sie wieder öffnen, merkte jedoch, dass der Rücksitz eine Kindersicherung hatte. Dann also doch Plan B.

      „Mach keine Zicken“, sagte die junge Frau, als sie sich auf den Fahrersitz setzte. Sie sah kurz in den Rückspiegel und fuhr dann los. (sagte die junge Frau, setzte sich auf den Fahrersitz und fuhr los) - vermeidet 2x "sie"


      Clay blieb ganz ruhig sitzen. Er überlegte kurz, ob er sie von hinten erdolchen sollte, doch dazu war er nicht fähig. Er konnte nicht einfach einen Menschen kaltblütig abstechen.

      Sie fuhren knapp zwanzig Minuten, dann erkannte er, wo sie hin wollte: In das örtliche Hochsicherheitsgefängnis. Sie musste ihm erst gar nicht erklären, was sie vorhatte, dafür reichte seine Fantasie aus. Sie konnte nur eins wollen, einen Gefangenen dort befreien.

      Seit Roven vom inneren Zirkel geleitet wurde, den mächtigsten Magiern des Landes, haben die sich eine neue Methode einfallen lassen, besonders gefährliche Kriminelle unschädlich zu machen. Sie wurden durch eine Mischung aus Magie und Technik eingefroren und in Kühlkammern verwahrt. Ein Gefangener, der nicht mehr handeln konnte, konnte auch keinen Ärger machen. So sparte man sich die Todesstrafe und die Kosten, den Gefangenen weiter zu unterhalten. Aber Leute, die so eine krasse (schwerwiegende - "krasse" ist Ghettoslang/Umgangssprache) Bestrafung bekamen, waren nicht irgendwelche einfachen Verbrecher. Man kam hier (dort, denn "hier" schließt ein, dass sich der Erzähler, zum Zeitpunkt des Erzählens, an jenem Ort/demnach das Gefängnis, befindet) nicht einfach mal so rein, weil man eine Bank überfallen hat, nicht einmal, wenn man jemanden umgebracht hat. Hier kamen Leute rein, die der Regierung schaden wollten. Wer auch immer hier drin war, er hatte dem inneren Zirkel ans Bein gepinkelt. Und Alexis wollte jetzt einen befreien. Oder schlimmer noch, vielleicht alle. Das Chaos, das bei so einer Aktion ausbrechen würde, war grenzenlos.

      Alexis stieg aus und öffnete Clays Wagentür. Bevor er reagieren konnte, hatte sie wieder ihren eisernen Griff an seinem Arm. Sie schleifte ihn zu der Eingangstür des Gefängnisses, die natürlich nicht bewacht war. Diese Gefängnisse brauchten keine Wachen, sie waren komplett automatisiert. Da die Gefangenen nichts tun konnten, kamen jeden Tag nur zweimal ein paar Schutzmänner samt Techniker, die den Status der Anlage überprüften. Den Rest machte das Sicherheitssystem. Sollte jemand versuchen einzubrechen, wurde er von den automatischen Geschützen sofort aufgehalten. Außer, man hatte einen Schlüssel.

      Alexis ließ Clay los, um den Schlüssel aus der Tasche zu holen. Sie sah ihn kurz an und schob ihn dann in die dazu vorgesehene Öffnung. Clay sprang sofort zurück, da er wusste, was folgte. Ein heftiger Stromschlag schoss aus der Sicherheitstür und (Punkt) direkt in den Arm der jungen Frau,(Punkt) sie konnte nicht mal schreien, und zuckte nur spastisch hin und her, bevor es einen Kurzschluss gab und (und weg, ein Komma - dann fiel sie um) sie umfiel.

      Clay beugte sich über sie. Zuckungen durchliefen immer noch ihren ganzen Körper und sie würde (sich) wohl eine Weile sich nicht regen können. Ihre Augen waren weit geöffnet und sie war offensichtlich noch bei Bewusstsein.

      „Weißt du, du hättest mich nicht unterschätzen sollen. Mir war klar, dass du keine Ahnung davon hast, wie so ein Schlüssel auszusehen hat, geschweige denn funktioniert, deswegen hast du jemanden gebraucht, der ihn für dich baut. Da du aber nicht weißt, was man dafür braucht, habe ich einfach ein kleines Gerät gebaut, dass jede Tür, die du versuchst damit zu öffnen, sofort überlädt und die einen gewaltigen Stromschlag verpasst. Es sieht aus wie ein Schlüssel, ist aber keiner.“

      Er sah sich die verschmorten Überreste des Gerätes an.

      „Na ja, jetzt ist es wohl hinüber, aber es hat seinen Zweck erfüllt. Du wirst hier noch eine Weile liegen, hoffentlich bis die Schutzmänner dich aufgreifen.“

      Mit einem kleinen Siegeslächeln auf den Lippen schlenderte er zum Wagen und öffnete die Tür. Alexis hatte sich nicht einmal die Zeit genommen ihn abzuschließen. Wie nachlässig! Er zog sein neues Taschenmesser hervor. Wer hätte gedacht, dass er es noch diese Nacht ausprobieren würde? Er öffnete die Klinge und rammte sie in die Öffnung für den Startschlüssel. Dann ruckte er kräftig daran, bis er etwas brechen hören konnte. Damit würde sie wohl nicht mehr fahren können.

      Das Messer verschwand wieder in seiner Hosentasche und er lief nach Hause. (Er ist so schlau, solch ein Gerät bauen zu können, kann aber keinen Wagen kurzschließen? ?( ) Was anderes blieb ihm auch nicht übrig. (Öhm, doch ... )


      Sobald er das Haus betreten hatte, schloss er die Tür ab und ließ sich dann davor auf den Boden fallen. Das war ziemlich gefährlich gewesen. Und knapp. Hätte er nicht diesen Notfallplan parat gehabt, hätte wer weiß was passieren können. Er richtete sich auf. Noch war er nicht fertig. Eine Sache musste er noch erledigen, weshalb er zu seiner Werkstatt eilte. Dort arbeitete er an einem neuen Projekt. So etwas durfte nie wieder passieren, nächstes Mal musste er vorbereitet sein. Er hatte eine Idee, wie er sich nicht mehr überraschen lassen konnte. Er brauchte eine Waffe, die er jederzeit parat hatte und die gleichzeitig nicht auffällig war, damit mögliche Angreifer sie ihm nicht sofort abnehmen konnten.

      Er schaltete seinen Computer an und legte eine Konzeptzeichnung an. Er designte einen Behälter, in dem er kleine Messer aufbewahren konnte. Zwei, nein, besser drei Stück. Der Behälter würde einen Mechanismus haben, mit dem er ein Messer auf Knopfdruck hervorspringen lassen konnte. Er würde sich jeweils einen Behälter um seine Unterarme schnallen, direkt unter dem Handgelenk. Sollte ihn jemand versuchen anzugreifen, konnte er die Messer sofort hervorziehen und zurückschlagen. Da er mehrere Messer parat hatte, konnte er sie auch auf Angreifer werfen, wenn es sein musste. Am besten benutze er Klappmesser, nicht dass die Klinge ihm beim hervorspringen ins Fleisch schnitt.

      Nachdem er den Bauplan fertig gezeichnet hatte, machte er sich an die Arbeit. Die Materialien hatte er zum Glück alle da. Zufallsprinzip - zufällig hatte er alles da und konnte gleich anfangen ... ;)


      Er wusste nicht, wie lange er an seinem Projekt gearbeitet hatte, doch irgendwann hörte er etwas rumpeln im Haus. Erschrocken sah Clay von seiner Arbeit auf. Die Geräusche kamen aus der Küche und Clay spähte durch die geöffnete Tür in den Raum. Es war jedoch nicht Alexis, wie er befürchtet hatte, sondern jemand, der einen Schlüssel für dieses Haus besaß.

      „Hallo, Clay. Sag mal, weißt du, wo die kleine Schüssel ist, die dein Vater mal gekauft hatte? Ich war mir sicher, sie in diesen Schrank geräumt zu haben, aber dort ist sie nicht mehr.“

      Der hagere, hochgewachsene Mann mit den schwarzen Haaren, der ihm immer noch den Rücken zukehrte, war der Hausdiener der Wells, Jack Raven. Wie immer war er mit dem Dunst einer blauen Aura umgeben, eine Nachwirkung des ganzen Manas, das in ihm strömte. Aber nicht nur deshalb. Er „leckte“, weil sein Körper nicht ganz unbeschadet war. Bei normalen Menschen würde dann auch etwas Vita ausströmen, aber Jack war kein normaler Mensch.

      „Du hast meine Frage noch nicht beantwortet“, bemerkte der Hausdiener und drehte sich um. Direkt unter dem Kinn konnte man den Streifen sehen, wo man ihm zu Lebzeiten die Kehle durchgeschnitten hatte. Jack Raven war ein Wiedergänger, ein Toter, den man mit Magie hatte auferstehen lassen. Für reiche Leute war es normal, sich einen untoten Hausdiener zu halten. Im Grunde genommen konnten NUR Reiche sich das leisten, da ein Hausdiener selbst keine Bezahlung brauchte, aber nur Mana ihn am Leben erhielt, was ja zeitgleich auch die Währung in Roven war. Wiedergänger wurden durch das Mana, das sie durchströmte, aufrechterhalten. Sie besaßen noch alle ihre Erinnerungen, aber sie verpflichten sich zu Treue ihrem Herren (zur Treue gegenüber ihrem Herrn), der sie dafür mit Mana versorgte (Entweder ist es noch so oder nicht, beide Zeiten in einem Satz gehen nicht). Natürlich erweckte man nicht irgendwelche Leute, die das nicht wollten, das wäre gegen das Gesetz. Vor seinem Tod musste man einen Vertrag abschließen, dass man sich verpflichtet nach dem Tod ein Hausdiener zu werden, dann konnte man ein Wiedergänger werden. Einige Leute hatten so (zu große Angst) sehr Angst vor dem Tod, dass sie bereit waren alles zu tun.

      „Uhm, die Schüssel habe ich doch schon letzte Woche versehentlich zerbrochen“, beantwortete Clay die Frage von Jack.

      „Ah ja, ich entsinne mich. Wie konnte mir das nur entfallen? Na gut, dann muss ein Suppenteller wohl genügen.“

      Er kramte im Schrank herum und nahm einen Teller heraus, den er mit Milch füllte und ihn auf den Boden stellte. Sofort sah Clay, was es damit auf sich hatte, denn eine Katze mit rotbraunem Fell schlich aus einer Ecke hervor und begann die Milch aus dem Teller zu schlecken.

      „Ich hab sie draußen vor dem Anwesen herumwandern gesehen. Sie trug kein Halsband, also nahm ich das arme Ding einfach mit.“

      „Musst du so etwas nicht zuerst mit meinem Vater abklären?“

      „Dein Vater ist noch bis zum Wochenende auf einer Geschäftsreise. Bis dahin habe ich sie zu einem Tierheim gebracht.“

      „Uhm, okay, wenn du das sagst. Ich hab ehrlich gesagt grad keinen Kopf dafür, mich mit Katzen zu beschäftigen.“

      Die Katze hob den Kopf an und sah Clay direkt an als wolle sie sagen „Hast du vielleicht ein Problem mit mir?“ und begann dann weiter zu trinken.

      Clay verzog sich zurück in seine Werkstatt und beendete sein Projekt, bevor er endlich diesen grauenvollen Tag hinter sich lassen konnte und einschlief.


      Katze und Milch? Gibt es Kühe in dieser Welt? Nur mal vorab die Frage, weil Katzen keine Milch trinken sollten. Hab selbst mein Leben lang Katzen gehabt und dass mit der Milch ist ein Irrglaube. Davon bekommen sie schlimme Magenschmerzen und Durchfall. :whistling: Katzen sollten ausschließlich Wasser trinken.
      Es sei denn, dies ist in deiner Welt anders.
      Naja, ich gehe eh in der Annahme, dass das keine normale Katze ist. Rotbraunes Fell?! - Würde mich nicht wundern, wenn das Alexis ist, die in Wirklichkeit ein Vampirin ist, welche eine Katze gebissen hat und damit deren DNA übernahm. Immerhin trug sie schon verräterische Katzeohren beim ersten Auftritt 8o
      Da wird Clay aber sein blaues Wunder erleben. :rolleyes:
      Wenn sie es denn ist :whistling:

      Soweit zu Story - jetzt das Geschriebene.
      Du schreibst noch sehr stereotypisch.
      z. Bsp. Er ... Er ... Er ... Sie ... Sie ... Sie ...
      Viele Wiederholungen lassen sich durch Kommata verhindern, die anders gesetzt sind - umstellen der Sätze.
      Klar kommen bestimmmte stilistische Sachen immer mal wieder vor, aber nicht alles gleich zu schreiben oder zu beginnen ist die Kunst dabei, was man nach und nach lernt.
      Umschreibungen nutzen kann auch hilfreich sein.

      Die Geschichte schreitet zügig voran, auch wenn ich nicht alles nachvollziehen kann.
      20 Minuten Autofahrt, sind ungefahr 2 1/2 - 3 Stunden Fußweg - je nach Durchschnittsgeschwindigkeit des Autos wegen Autobahn, Land und Stadtverkehr. Ich hab jetzt einen geringen Weg/geringe Geschwindigkeit genommen.
      Und die läuft er 8| obwohl er so ein Genie ist 8| und das Auto vermutlich mit seinem Allzweckmesser auch kurzschließen könnte ?(
      Scheiß dabei aufs Schwarzfahren, ist ja nie irgendjemand zugegen ... Weder zu Hause - noch im Gefängnis.
      Außerdem wurde dahingehend noch nichts geschildert, ab wann er fahren darf oder nicht oooooder, ob er überhaupt einen Führerschein brauch - kommt ja aus unserer Realität.

      Mir ist das Storyboard, wenn man es so nennen will, etwas zu willkürlich/situationsbedingt.
      Selbst in automatisierten Gefängnissen müsste ein Humanoid sitzen, wenn es solche Staatsfeinde sind, der alle Kameras und Tore überwacht. Die lässt man nicht einfach versauern, erstrecht, wenn ein 17 Jähriger dazu fähig wäre einen Schlüssel zu bauen. *hust*
      Das stellt mir Clay zu sehr in den Vordergrund, macht ihn zu perfekt. Als seien alle anderen Menschen/Vampire/Elfen/Magier doof, nur er ist das Genie. Keiner denkt an Manipulationsversuche ... oder daran eine simple Karte nachzubauen.
      Der Hintergrund ist mir zu easy abgehakt. Da ist keiner, da ist keiner, keiner bekommt was mit, Umwelt ist ausgestorben ... kann man einnal machen, sprich im Haus, aber ab dem Gefängnis wird es mMn unglaubwürdig, vor allem, wenn man den Transport vom Anfang bedenkt.
      Genauso hätte ich, wenn ich Alexis gewesen wäre, schon mit einer Finte gerechnet und ihn das Tor aufmachen lassen, sprich, er wäre getoastet worden.
      Einfach ist nicht immer schlecht, kann sogar überraschen, wenn man nicht damit gerechnet hat, aber bisher besticht der Text nicht mit Finesse, sorry :|
      Gefühle werden fast keine beschrieben.
      Umgebungen fehlen.
      Wie sieht das Gefängnis von außen aus?
      Was denkt Clay während der 20 Minuten Autofahrt?
      Fürchet er um sein Leben?
      Das sind alles Sachen, die einem Text Tiefe verleihen und auch den Protas.

      So, das war es aber erstmal. Du wolltest ja nicht gleich wieder erschlagen werden ;)
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Okay, ich hab mal aus Milch, Wasser gemacht. ich hab ehrlich gesagt keine katze und ich weiß daher nichts über die Haltung einer Katze. Gut zu wissen, danke für den Hinweis.


      Nachdem er den Bauplan fertig gezeichnet hatte, machte er sich an die Arbeit. Die Materialien hatte er zum Glück alle da. Zufallsprinzip - zufällig hatte er alles da und konnte gleich anfangen ...
      Nicht wirklich ein zufall, wenn man bedenkt, dass sowohl er als auch sein vater "Techniknerds" sind, wenn ich es mal so ausdrücken darf und sein vater das sogar hauptberuflich macht. Es wäre eher wunderrlich, wenn er die Materialien nicht da hatte. Ich hab das mal um eien Passage erweitert, damit es deutlicher ist.






      Das Messer verschwand wieder in seiner Hosentasche und er lief nach Hause. (Er ist so schlau, solch ein Gerät bauen zu können, kann aber keinen Wagen kurzschließen? ) Was anderes blieb ihm auch nicht übrig. (Öhm, doch ... )
      Clay besitzt weder Zulassung, noch weiß er, wie man Auto fährt. Und bevor er beim Versuch, es dennoch zu benutzen, sich selbst umbringt, lässt er es lieber. Ich hab das um ein paar zeilen erweitert, um das zu erklären. Ans ich hast du sogar recht, er hätte nichtmal so weit gehen müssen und den Wagen kurzschließen müssen. Alexis lag regungslos vor ihm und es wäre kein Problem gewesen ihr den Autoschlüssel abzunehmen.


      Ansonsten habe ich versucht deine Verbesserungen zu übertragen so weit ich es gesehen habe und es ging.
    • TheVampire100 schrieb:

      Nicht wirklich ein zufall, wenn man bedenkt, dass sowohl er als auch sein vater "Techniknerds" sind, wenn ich es mal so ausdrücken darf und sein vater das sogar hauptberuflich macht. Es wäre eher wunderrlich, wenn er die Materialien nicht da hatte. Ich hab das mal um eien Passage erweitert, damit es deutlicher ist.
      Okay, die Erklärung lasse ich dann mal so stehen :super:
      Aber genau das meinte ich im letzten Kommi. Solche Umschreibungen fehlen, diese paar Sätze, die den Leser schildern, warum etwas so ist, wie es ist. Ebenso beim unteren Punkt mit dem Auto. Hättest du da Clays Gedankengänge etwas mehr umschrieben. "Clay hatte keine Ahnung davon, wie man Auto fuhr ... ect. "

      Der zweite Punkt bei diesem Abschnitt, den ich erstmal außen vor gelassen hatte, war, warum er eine Vorrichtung mit Messern baut.
      Ich hab so etwas auch in meiner Geschichte (aller Assassins Creed) aber ich habe ein Mittelaltersetting und mein Prota ist ein gewissenloser, erwachsener Mann.
      Clay ist so schlau, jung, begabt und ein "Techniknerd", dass er zu primitiven Waffen zurückgreift, wo er doch im Auto noch der Auffassung war, er könnte keinen Menschen/oder was auch immer kaltblütig abstechen, wirkt angedichtet.
      Diesem widersprichst du nun vehement mit seinem Projekt. "ins Fleisch"
      Es hat noch keine "Veränderung" stattgefunden, in der man diesen Sinneswandel urplötzlich nachvollziehen könnte.
      Denn bei der Waffe geht es nicht nur darum, sich bloß zu verteidigen, sie verletzt/tötet.
      Er könnte auch etwas anderes bauen, wie einen Taser/ kombiniert mit einem CS-Gas - weiß der Teufel, aber nein, es sind Messer.
      Das verstand ich dann nicht wirklich. Denn wenn ich einem Prota andichte nicht jemanden einfach töten zu können, was absolut nachvollziehbar ist, kann ich das nicht einfach so widerrufen, vor allem, wenn einem so viele Möglichkeiten offen stehen.
      (Hinzu kommt bei Clay, dass er einem Feind erstmal so nah kommen muss, um diese einzusetzen. Ohne Kampfausbildung oder ähnliches, würde ich auch Fernwaffe setzen.)

      Das meine ich mit "situationsbedingt". Man hat sich was ausgedacht, wie dieses Projekt, weils cool rüberkommt, sei es in einem Kampf oder sonst etwas, aber eigentlich passt es gar nicht zum Rest des Textes/zum Charakter. Gezwungenermaßen quätscht man es aber rein, weil man nicht drauf verzichten möchte und vielleicht für eine Szene braucht.
      Der Leser merkt sich das aber, weil er sich ja den Prota im Kopf, durch das Beschriebene, zusammenbastelt.
      Klar können verschiedene Entwicklungen zu Wandlungen führen, aber diese müssen "geschehen" - heißt, der Charakter braucht Zeit diese zu entwickeln.

      Das ist eigentlich nur ein kleiner Punkt, aber ich will das Prinzip dahinter verdeutlichen, weil das unglaublich oft vorkommt - nicht nur bei dir ;)
      Deswegen sind Emotionen im Text sehr wichtig, damit der Leser versteht, warum der Protagonist plötzlich anders denkt oder handelt.
      Warum er sich verändert - positiv oder negativ.

      Bei Clay ist der Charakter/die Darstellung bisher: Schlau - Genie, kann alles mögliche bauen, kann super Messer werfen - anscheinend, reich, bekannt.
      Fehlt nur noch attraktiv/sportlich (trotz seines "Genfehlers") und du hast einen perfekten "Larry Stu".
      Ein perfekter Charakter macht noch keinen guten Protagonisten. Fehler/schlechte Angewohnheiten/Schwächen lassen einen Charakter viel authentischer wirken, als wenn ihm alles gelingt, was er macht.
      Aber da der Text noch am Anfang steht, ist das noch nicht tragisch bzw. er hat noch Raum. ^^
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Okay, ich verstehe was du meinst, aber ich werde das jetzt nicht mehr ändern am Kapitel.
      Edit: ich hab das ganze jetzt doch mal in einen Elektroschocker umgeändert, weil du recht hast und es besser zum Charakter passt, auch in dem zusammenhang von Alexis und der Falle, die er ihr gestellt hatte.

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