Liebe - ein wahres Fantasyelement?!

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    • Klimbim schrieb:

      Womit wir bei meiner Hauptaussage wären: Liebe ist eine Entscheidung. Liebe ist ein fettes und immer wieder zu wiederholendes "Trotzdem". Ein Kampf und harte Arbeit. Jeder, der verheiratet oder in einer längerfristigen Beziehung ist, kann mir das bestätigen.
      Friede Freude Eierkuchen ist da nix.
      Das hast du ja im weiteren deiner Nachricht schön erklärt. heute will sich eben keiner mehr die Arbeit machen. Man will geliebt werden ohne etwas dafür zu tun.

      Allerdings sehe ich das nicht ganz so krass wie du.
      Ich finde auch Verliebtsein ist total bescheuert und absolut hirnrissig.
      Aber ich bezweifle, dass man von jetzt auf gleich in den "Liebe-Modus" schalten kann ... weißt du was ich meine? Von Freundschaft auf Liebe. Das ist wie von Null auf 100 in einem Augenblick zum nächsten.
      Was du oben beschreibst bezieht sich darauf, dass man verliebt ist und sich direkt hingibt und alles ja soooooo toll ist. Das machen in der Tat viele. Unteranderem wohl auch @Kyelia s Freundin. Aber es gibt doch einen Mittelweg?
      Nur weil man verliebt ist muss man sich nicht gleich in eine Handfeste Beziehung stürzen. Man kann doch den anderen erstmal kennenlernen und sich die Zeit nehmen herauszufinden, wo die Macken des anderen liegen und ob man sich damit abfinden kann.
      Klar sollte man da seine Schmetterlinge unter Kontrolle haben, sonst endet es doch in "Ein Treffen und alles ist super", aber ich denke der Umschwung von normal Freunde auf direkt Beziehung voller Liebe ist schwierig.

      Klimbim schrieb:

      Wir schaffen uns selber Grenzen ab, die uns nicht einschränkten, sondern schützen.
      hier gebe ich dir vollkommen Recht :D

      Achja, warum ich eigentlich hier im Thread unterwegs bin:
      Habe eben mit einem Kollegen telefoniert, der bald einen Sohn bekommt und habe nach seiner Frau gefragt.
      Der meinte es sei nicht seine Frau. Daraufhin ich: Hast du ihr schon einen Antrag gemacht? Er so: NEIN! als wäre es das abwegigste der Welt.
      Es wäre seine "Lebensabschnittsgefährtin".
      Ich weiß nicht ... wenn ich den anderen ach so sehr liebe, warum will ich mich dann nicht an ihn binden? Hochzeit gehört für viele nicht mehr dazu, aber meiner Meinung nach hält man sich damit nur das Hintertürchen offen, falls es eben so ist wie Klim sagt und man nicht mehr kämpfen will.
      ich möchte nicht anzweifeln, dass er seine Frau liebt, (das kann ich nicht beurteilen, kenne die beiden ja gar nicht), aber warum halten Menschen immer "nach etwas besserem" Ausschau. Liebe sollte doch eigentlich uneingeschränkt sein ... meine Meinung.
      Menschen, die von sich behaupten, sie seien "positiv bekloppt", sind meistens einfach nur negativ grenzdebil.
      Patrick Salmen

      Jeder ist seines Glückes Schmied. Aber nicht jeder ist Schmied.
      Till Reiners
    • Miri schrieb:

      Aber ich bezweifle, dass man von jetzt auf gleich in den "Liebe-Modus" schalten kann ... weißt du was ich meine? Von Freundschaft auf Liebe. Das ist wie von Null auf 100 in einem Augenblick zum nächsten.
      Natürlich nicht von 0 auf 100 ^^ Aber im Prinzip wäre das meine Idealvorstellung. Erst einfach Freundschaft. Man kennt sich, labert ganze Nächte durch, hat ähnliche Meinungen/Einstellungen etc. Und vielleicht verliebt man sich mit der Zeit oder es entwickelt sich echte Liebe, eine, die aus Freundschaft wächst und zu einer tiefen Bindung wird.
      Man weiss, dass, auch wenn mal schwere Zeiten ohne viel Gefühlsgedusel kommen, man sich immer noch versteht und ganz freundschaftlich miteinander umgehen kann. Meine Erfahrung, als die ersten rosa Brillen abgesetzt wurden, waren, dass ich realisiert habe, dass der Typ und ich schlicht nix gemeinsam haben, ich seine Art zu reden eigentlich nicht ausstehen kann und sein Humor mein Tod wäre. Was ich, während ich verliebt war, gar nicht realisierte.

      "You know what the big problem is in telling fantasy and reality apart? They're both ridiculous."

      - Twelve

    • Okay, dann haben wir beide etwa vom selben geredet @Klimbim :)
      Also das mit deiner Idealvorstellung wäre jetzt definitiv nicht meins, man muss sich ja irgendwie langsam voran tasten können (ich für meinen Teil kann nicht von jetzt auf gleich).
      Das was du beschreibst meinte ich ja mit "kennen lernen". Eben was zusammen unternehmen, rausfinden wie der andere tickt und das natürlich im möglichst neutralen Rahmen ohne dass man gleich ins Bett hüpft und denkt, man habe die große Liebe an der Bushalte an der Ecke getroffen ...

      Klimbim schrieb:

      Man weiss, dass, auch wenn mal schwere Zeiten ohne viel Gefühlsgedusel kommen, man sich immer noch versteht und ganz freundschaftlich miteinander umgehen kann.
      Meinst du das geht?
      Also meine Eltern hatten mal einen üblen Streit, da haben die WOCHENLANG nicht miteinander geredet. (War zum Glück nur dieses eine Mal und meine Schwester und ich machen uns heute noch drüber lustig, weil's echt ne Lapalie war XD Aber egal).
      Ich meine, wenn man sich streitet und dadurch die schweren Zeiten kommen, kann man dem anderen ja nicht freundlich begegnen, wenn er einen verletzt hat ...
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      Patrick Salmen

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      Till Reiners
    • @Miri ich schätze, wir meinen ziemlich dasselbe ^^ Ja, meine Eltern haben sich auch schon übel gekracht. Das darf, muss vielleicht sogar sein. Aber meines Erachtens ist eine freundschaftliche Basis, die sagt: "Ich mag diese Person. Sie ist intelligent und witzig und ich verbringe eigentlich gerne Zeit mit ihr." weitaus stärker als eine Gefühlsduselbasis die sagt: "Ich mag diese Person. Sie sorgt dafür, dass ich angenehme Gefühle habe."
      Basis 1 existiert auch, wenn ein Riesenkrach herrscht, man sich ewig nicht sieht oder grade nicht riechen kann.
      Basis 2 zerbricht, sobald die Gefühlssache nicht mehr stimmt.

      Und ich meine jetzt auch nicht, dass ich sofort heirate, weil ich merke, dass ein Kerl und ich ähnlich ticken :rofl: dann müsste ich schon einem halben Dutzend Männern nen Antrag gemacht haben :D

      "You know what the big problem is in telling fantasy and reality apart? They're both ridiculous."

      - Twelve

    • Wer redet denn gleich von heiraten?
      Ich meine der Typ ist seit 7 Jahren mit seiner Ische zusammen und will auch weiter mit ihr zusammen bleiben (falls du dich gerade auf meinen Kollegen beziehst ^^ das ist ja ne ganz andere Ausgangsituation)

      Ansonsten stimme ich dir mit Basis 1 und Basis 2 zu.
      Irgendwie muss es grundsätzlich passen und nicht nur, weil ich gerade denke der Kerl mag mich gern, hey lass uns zusammen sein -.-
      Menschen, die von sich behaupten, sie seien "positiv bekloppt", sind meistens einfach nur negativ grenzdebil.
      Patrick Salmen

      Jeder ist seines Glückes Schmied. Aber nicht jeder ist Schmied.
      Till Reiners
    • Lebensabschnittsgefährtin sagt ja schon aus, dass dies für einen Abschnitt im Leben gilt. Wie groß der ist, das liegt am Kollegen oder eben an der Ische. :whistling:

      Ich glaube auch, dass eine Zukunft mit einer einzigen Person mit vielen Kompromissen zu tun hat. Wirft man gleich die Flinte ins Korn oder kämpft man?
      Scheidung ist heute zu einfach, als dass man sich von diesem Gedanken differenzieren würde.
      Früher war die Abhängigkeit von einander viel größer.

      Im Bereich Fantasy, nutze ich eigentlich immer die Beschnupperungsdingens. Sie lernen sich kennen, unterhalten sich, wobei ich mir vorgenommen habe ... im RdW2 einmal die auf den ersten Blick zu verwenden, weil ich selbst neugierig bin,wie man die darstellen möchte, ohne zu klingen, als sei man hoffnungslos bedeppert.

      Hö hö hö

      Ich gebe euch beiden recht, als bei mir die erste rosarote Brille nachließ, wollte ich mich in Luft auflösen. Das kam ein Erlebnis und schwupp, war die weg. :|
      Wo man das Gegenüber plötzlich ganz anders wahrgenommen hatte und merkte, worüber sich Freunde zuvor aufgeregt hatten :huh:

      Erschreckend. ..
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Schreibfeder schrieb:

      Genau wie hier niemand Freund/Freundin oder sonstwie Bekannten als "hässlich" betiteln würde.
      Also ich hab das mal gemacht... (Bzw. den optischen Vergleich zu einem Schauspieler gezogen, den ich nicht näher nennen möchte). Über die neue Flamme meiner aller aller aller besten Freundin... Sie hat es dann eingesehen und ihn abgeschossen. Gut, dass er nebenbei unsympathisch war spielte sicher auch eine Rolle. Aber heute ist sie mir noch immer dankbar (Gut, sie hat auch einen neuen Freund, auch optisch keine Granate, aber extrem nett und unkompliziert ;) )


      Aber zu der Frage nach Liebe in Fantasie:
      Ganz ohne geht ja schlecht. In einer Welt gehört es dazu, sonst würden die Rassen ja aussterben^^ Klar muss es nicht kitschig-romantisch sein, die bei Aragon-Arwen, aber es kann schon ein wichtiges stilistisches Mittel sein. Was haben zum Beispiel drei der größten literarischen Werke der (abendländischen) Welt gemeinsam? Es dreht sich schlussendlich um die Liebe. Gemeint sind die Illias, die Odyssee und Romeo und Julia. Auch im Niebelungenlied geht es eigentlich nur darum. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Liebe kann eine Waffe sein, für den Erzähler, aber auch für die Protagonisten. Und damit ist jede Form der Liebe gemeint, um auf @Klimbim anzuspielen...

      Und ganz nebenbei: Es geht hier um Fantasy, das kommt von Phantasie - also lebt die doch auch ruhig. Man muss ja nicht an Liebe auf den ersten Blick glauben, um darüber zu schreiben. Wer von uns glaubt denn an Elfen, Orks und Drachen???
    • @Dfranorugh Deiner Theorie nach dürfte es keine Vulkanier geben. Und ich glaube, du schiesst etwas am eigentlichen Thema/Ziel des Threads vorbei :huh: Es geht um Liebe in der Realität, in unserem echten Leben- dass sie in Büchern/Geschichten vorkommt, bezweifelt niemand, ob als Stilmittel oder als Plottwist oder oder...

      Davon abgesehen sehe ich die Sache mit dem "dran glauben" anders. Ob es jetzt das Ziel eines Autors ist, seine Meinung zum Weltgeschehen, zu unserer irdischen Ethik, zu Religion oder welchem brisanten Thema auch immer in seine Bücher einfliessen zu lassen, oder ob er einfach eine Geschichte schreiben will- Etwas von ihm und seinem Gedankengut kommt IMMER in seine Texte. Wenn du Antireligiös bist oder dir Religionen egal sind, kann man ggf deiner Geschichte entnehmen. Welche grobe ethnische Einstellung du hast, wird deine Geschichte ungefähr aufzeigen. Was du über Liebe denkst, wird in deiner Geschichte zu lesen sein.
      Schreibe ich also eine Liebesgeschichte, in der der Prota sich Hals über Kopf verknallt (imho die "falsche" Art von Liebe), wird die Sache entweder Schieflaufen oder einen grossen, harten Kampf beinhalten, in dem der Prota sich, sein Gedankengut, seine Herangehensweise verändern muss, um mit seiner Verehrten in eine (meiner Meinung nach) gesunde Beziehung gehen zu können. Alles andere wäre schlich unauthentisch.
      Ergo: Egal, ob es sich um Fantasy, Thriller oder Roman handelt: Ein Buch ist immer ein grobes Abbild seines Autors und dessen Überzeugungen. Das zu differenzieren, nur weil ich inexistente Wesen und Rassen verwende und das Ganze in einer erfundenen Welt spielt, finde ich bescheuert.

      "You know what the big problem is in telling fantasy and reality apart? They're both ridiculous."

      - Twelve