Soldaten der abtrünnigen Provinz

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    • Soldaten der abtrünnigen Provinz

      Ich dachte, ich fange mal an, einer meiner anderen Geschichten hochzuladen. Die ersten drei Kapitel sind fertig, obgleich es hier sonst nur langsam vorrangehen wird. Nicht das es mir an Ideen mangelt, sondern schlichtweg, weil ich im Moment keine Zeit (und Ruhe) zum schreiben finde.


      Prolog - Der Erzähler

      Das ländliche Dörfchen Sandweiler in der Grafschaf Langmark war wahrlich nicht groß. Es bestand nur aus einer Handvoll Katen, sowie einer Schenke, die auch als Markthaus und Gemeindesaal herhalten musste. Dennoch waren die Einwohner zufrieden. Es war ein friedliches Jahr gewesen, die Ernte war gut und niemand war gestorben, oder gar schwer verletzt worden. Nur die Gerüchte, die Wanderer aus der Ferne mitbrachten, waren besorgniserregend. Man erzählte von wilden Bestien, grausigen Ritualen, blutigen Kriegen, Abtrünnigen und marodierenden Söldnerhorden. Aber das waren nur wilde Geschichten und solange ihr Lehnsherr nicht auftauchte und den Zehnten einforderte, war es für die Bauern in Sandweiler eine gute Zeit.
      In der Schenke sollte am Abend ein Erzähler auftreten, der eine Geschichte zum Besten geben wollte. Niemand kannte ihn, es sollte sich nur um einen Herumtreiber handeln, der sich damit eine Nacht in der Herberge erschnorren wollte. Das war für die Bauern völlig in Ordnung und der Wirt freute sich, wenn sein Haus etwas voller war als sonst. Denn Zerstreuung war rar und so mancher lechzte nach Abwechslung, ganz gleich ob der Erzähler nun gut war, oder nicht.
      Tatsächlich trat in den späten Mittagsstunden ein gebeugter Greis in den niedrigen Schankraum, stampfte die beiden staubigen Stufen herunter und setzte sich an einen Tisch am Eingang. Die Gestalt wirkte ziemlich zerlumpt, war in einen schmuddeligen Umhang gekleidet, dessen Kapuze er tief ins Gesicht gezogen hatte. Nur seine eingefallenen Wangen und sein struppiger Bart mit den grauen Strähnen, waren darunter deutlich zu erkennen. Seine Augen und Stirn blieben beinahe durchgängig im Schatten verborgen.
      Natürlich blieb seine Anwesenheit nicht unbemerkt. Der untersetzte Wirt hinter dem kerbenübersäten Tresen winkte ein junges Mädchen, nicht viel älter als vierzehn Sommer, zu dem Neuankömmling rüber. Diese ließ den Schrubber fallen, mit dem sie soeben noch den Boden gewischt hatte und näherte sich dem Greis fröhlich hüpfend.
      „Ihr seid doch der Erzähler, nicht wahr?“, fragte sie ihn munter. Der alte Mann blickte sie mürrisch an. Beinahe erbost darüber, dass man ihn beim Nachdenken gestört hatte. Doch dann schlich sich ein freundlicher Zug in seine Mundwinkel.
      „Ja, der bin ich, mein Kind. Ich habe mit eurem Wirt eine Abmachung getroffen. Könntest du mir daher ein heißes Kräuterwasser bringen?“
      „Wünscht Ihr auch Honig dazu?“, fragte das Mädchen ihn freudestrahlend. Dieser schien einen Augenblick zu überlegen, bevor er langsam sagte: „Ja, das wäre sehr nett, danke.“
      Das Schankmädchen lief munter hinter die Theke und verschwand in der anliegenden Küche. Der Erzähler blickte ihr hinterher und ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel, dessen Bedeutung keiner der anderen Gäste zu entschlüsseln vermochte. Anschließend blickte der Alte sich kurz, aber sehr gründlich im Schankraum um. Seinen wachen Augen schien nichts zu entgehen, weder die rohen Deckenbalken, zwischen dessen Bohlen überall Stroh durchstach, noch die zahlreichen Wasserflecken an der Decke. Genauso kritisch beäugte er den Kamin, der windschief gebaut, aber stabil wirkte. Zu dieser Jahreszeit brannte natürlich kein Feuer darin. Vielleicht würde der Wirt dennoch am Abend einige Scheite anzünden lassen, um die Stimmung aufzuhellen, oder die kühle Nachtluft etwas erträglicher zu machen.
      Sofern natürlich die Geschichte des Erzählers annehmbar wäre. Dieser hingegen hatte vom Haus genug gesehen und ließ seinen Blick abwägend über die Anwesenden schweifen. Keiner der Bauern blieb verschont. Was er sah, schien ihn beinahe zu einen verächtlichen Schnauben zu veranlassen, aber zugleich auch zu beruhigen. Er entspannte sich sichtbar.
      „Euer Kräuterwasser, bitte“, sprach das Schankmädchen munter, und balancierte einen Tonbecher auf einen kleinen Holztablett. Der Inhalt dampfte und ein angenehmer Geruch erfüllte den Schankraum, der ansonsten nur nach kalten Rauch und schalen Bier zu riechen schien.
      „Danke, mein Kind“, sagte der Greis mit brüchiger Stimme und griff vorsichtig nach den heißen Becher. Seine Hände und Unterarme waren überraschend kräftig und sehnig. Er war sichtbar kein Mann, der harte Arbeit scheute, wobei das auch keiner der anderen Bauern angenommen hätte. Ein alter Greis, der seinen Lebensunterhalt dadurch bestreiten musste, indem er einen Wirt um ein Nachtlager anbetteln musste, nahm sicher jede Arbeit an. Das war etwas, was den Bauern gefiel. Arbeitsscheue Herumtreiber konnten sie nicht leiden. Zufrieden ließen sie ihre Blicke von dem Greis wegschweifen und beschäftigten sich wieder mit ihren Alltagsgesprächen, oder ihren kühlen Bier.
      Langsam füllte sich die kleine Gaststube. Nicht nur Bauern, sondern auch Mütter und ihre Kinder kamen in größerer Zahl in den niedrigen Raum. Der Wirt war zufrieden, aber auch nicht besonders glücklich, da für jedermann sichtbar war, dass nur ein kleiner Teil der Bevölkerung von Sandweiler gekommen war. Ungeduldig gab er dem Erzähler einen Wink. Dieser nickte, trank sein zweites Kräuterwasser in einem Zug aus und erhob sich.
      „Ich grüße euch alle. Ich bin der Erzähler, von dem ihr alle gehört habt. Man nennt mich den alten Will, aber das war nicht immer mein Name. Ich werde euch heute eine Geschichte erzählen. Ob ihr sie glaubt, bleibt euch überlassen. Ob ihr sie als wahr empfindet, ist auch eure Entscheidung. Aber ich kann euch versichern, dass ihr gut unterhalten werdet.“ ~

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Schreibfeder ()

    • Soweit sieht's schon mal gut aus. Ich kann aber noch nicht sagen, ob mir deine Geschichte wirklich gefällt, da man bisher eigentlich noch gar nichts erfahren hat. Damit warte ich noch, bis der Alte mit seiner Erzählung beginnt.
      Jedenfalls kann ich auch technisch nicht meckern. Der frühe Abend im Wirtshaus und das Treiben dort konnte ich mir auch mit wenig Worten sehr gut vorstellen. Einziger Kritikpunkt: Ich bin ja kein Historiker, aber sollte im Mittelalter nicht eigentlich zu jeder Jahreszeit ein Feuer am Kamin gebrannt haben? Nicht unbedingt wegen der Wärme, aber Lichtquellen waren abends selten und kostbar. In vielen frühmittelalterlichen Bauernhäusern war der Kamin in der Mitte des Raumes, eben weil er das einzige Licht war.

      Und da ich meist zu faul bin, Schreibfehler zu korrigieren, hole ich das jetzt nach: Da fehlt ein Schlusszeichen am Schluss!
    • Ui, etwas neues von dir, da habe ich doch gleich mal reingelesen :)

      Du hast die Athmosphäre in der Taverne ganz gut eingefangen auch deine Beschreibungen generell gefallen mir.


      Ein paar kleine Anmerkungen.

      Schreibfeder schrieb:

      Der Wirt (stand?) hinter den (dem?) alten Tresen, der übersäht war (das passt nicht zum 2ten Teil des Satzes) mit Kerben und voller Holzsplitter zu sein schien (Das passt da irgendwie nicht hin), winkte ein junges Mädchen, nicht viel älter als vierzehn Sommer, zu den Neuankömmling rüber.
      Der Satz ist mir zu lang, zu verschachtelt und irgendwas fehlt oder ist falsch.

      Schreibfeder schrieb:

      „Ich grüße euch alle. Ich bin der Erzähler, von dem ihr alle gehört habt. Man nennt mich den alten Will, aber das war nicht immer mein Name. Ich werde euch heute eine Geschichte erzählen. Ob ihr sie glaubt, bleibt euch überlassen. Ob ihr sie als wahr empfindet, ist auch eure Entscheidung. Aber ich kann euch versichern, dass ihr gut unterhalten werdet."

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Hm... irgendwie weiß ich noch nicht so ganz, was ich davon halten soll. Ich warte mal noch die nächsten Teile ab, ob das was für mich ist. So ganz weiß ich nämlich noch nicht, in welche Richtung es gehen soll... Magst du vielleicht eine Kurzbeschreibung posten?

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      Schreibfeder schrieb:

      Prolog - Der Erzähler

      Im kleinen Dörfchen Sandweiler, welches nur aus einer Handvoll Katen sowie einer Schenke bestand, welche auch als Markthaus und Gemeindesaal herhalten musste, war es ein friedliches Jahr gewesen. (Ich finde den Satz zu lang und zu kompliziert. Erst Recht für den Anfang einer Geschichte.) Die Ernte war gut und (Komma) niemand war gestorben, oder gar schwer verletzt worden. Nur die Gerüchte, die Wanderer aus der Ferne mitbrachten, waren besorgniserregend. Man erzählte sich von wilden Bestien, grausigen Ritualen, blutigen Kriegen, Abtrünnigen und marodierenden Söldnerhorden. Aber das waren nur wilde (weglassen?) Geschichten (Gerüchte?) und solange ihr Lehnsherr nicht auftauchte und den Zehnten einforderte, war es für die Bauern in Sandweiler eine gute Zeit.
      In der Schenke sollte am Abend ein Erzähler auftreten, der eine Geschichte zum Besten geben wollte. Niemand kannte ihn, es soll (Zeit?) sich nur um einen Herumtreiber handeln, der sich damit eine Nacht in der Herberge erschnorren wollte. Das war für die Bauern völlig in Ordnung und der Wirt freute sich, wenn sein Haus etwas voller war als sonst.
      Tatsächlich trat bereits in den späten Mittagsstunden ein gebeugter Greis in den niedrigen Schankraum, stampfte die beiden staubigen Stufen herunter und setzte sich an einen Tisch am Eingang. Die Gestalt wirkte ziemlich zerlumpt, war in einen schmuddeligen Umhang gekleidet, welchen (dessen Kapuze) er tief ins Gesicht gezogen hatte. Nur seine eingefallenen Wangen und sein struppiger Bart mit den grauen Strähnen, waren darunter deutlich zu erkennen. Seine Augen und Stirn blieben beinahe durchgängig im Schatten seiner Kapuze.
      Natürlich blieb seine Anwesenheit nicht unbemerkt. Der Wirt hinter dem alten Tresen, der übersäht war mit Kerben und voller Holzsplitter zu sein schien (huh? Ist der Tresen nicht aus Holz? Wieso ist der mit Holzsplittern übersäht? Wie soll ich mir das vorstellen?), winkte ein junges Mädchen, nicht viel älter als vierzehn Sommer, zu dem Neuankömmling rüber. (ziemlicher Schachtelsatz) Diese ließ den Schrubber fallen, mit dem sie soeben noch den Boden gewischt hatte und näherte sich dem Greis fröhlich.
      „Ihr seid doch der Erzähler, nicht wahr?“, fragte sie ihn munter. Der alte Mann blickte sie mürrisch an. Beinahe erbost darüber, dass man ihn beim Nachdenken gestört hatte. Doch dann schlich sich ein freundlicher Zug um seine Mundwinkel.
      „Ja, der bin ich, mein Kind. Ich habe mit eurem Wirt eine Abmachung getroffen. Könntest du mir daher ein heißes Kräuterwasser bringen?“
      „Wünscht Ihr auch Honig dazu?“, fragte das Mädchen ihn freudestrahlend (was hat sie genommen, dass sie so fröhlich, munter und freudestrahlend ist? Geht ja auch im Nachfolgenden nicht anders weiter.). Dieser schien einen Augenblick zu überlegen, bevor er langsam sagte: „Ja, das wäre sehr nett, danke.“
      Das Schankmädchen lief munter hinter die Theke und verschwand in der anliegenden Küche. Der Erzähler blickte ihr hinterher und ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel, dessen Bedeutung keiner der anderen Gäste zu entschlüsseln vermochte. Anschließend blickte der Alte sich kurz, aber sehr gründlich im Schankraum um. Seinen wachen Augen schien nichts zu entgehen. Er besah sich mit fachkundigen Augen die Deckenbalken, zwischen dessen Bohlen überall Stroh durchstach und übersah auch nicht die zahlreichen Wasserflecken an der Decke. Genauso kritisch besah er sich den Kamin, der windschief gebaut, aber stabil wirkte. Zu der Jahreszeit brannte natürlich noch kein Feuer darin. (So ausführlich hätte ich die Beschreibung jetzt nicht gebraucht. Vielleicht ein bisschen kürzer fassen? Oder nur den Raum beschreiben ohne dass der Alte alles genau in jedem Satz beäugt? Verstehst du, was ich meine?) Vielleicht würde der Wirt dennoch heute Abend ein paar Scheite anzünden lassen, um die Stimmung aufzuhellen, oder die kühle Nachtluft etwas erträglicher zu machen, obgleich diese wohl nur schwer einen Weg in den gefüllten Gasthof finden dürfte.
      Sofern natürlich die Geschichte des Erzählers annehmbar wäre. Dieser hingegen hatte vom Haus genug gesehen und ließ seinen Blick abwägend über die Anwesenden schweifen. Keiner der Bauern blieb verschont. Was er sah, schien ihn beinahe zu einem verächtlichen Schnauben zu veranlassen, aber zugleich auch zu beruhigen. Er entspannte sich sichtbar.
      „Euer Kräuterwasser, bitte“, sagte das Schankmädchen munter, und balancierte einen Tonbecher auf einem kleinen Holztablett. Der Inhalt dampfte und ein angenehmer Geruch erfüllte den Schankraum, der ansonsten nur nach kalten Rauch und schalen Bier zu riechen schien.
      „Danke, mein Kind“, sagte der Greis mit brüchiger Stimme und griff vorsichtig nach dem heißen Becher. Seine Hände und Unterarme waren überraschend kräftig und sehnig. Er war sichtbar kein Mann, der harte Arbeit scheute, wobei das auch keiner der anderen Bauern angenommen hätte. Ein alter Greis, der seinen Lebensunterhalt dadurch bestreiten musste, indem er einen Wirt um ein Nachtlager anbetteln musste, nahm sicher jede Arbeit an. Das war etwas, was den Bauern gefiel. Arbeitsscheue Herumtreiber konnten sie nicht leiden. Zufrieden ließen sie ihre Blicke von dem Greis wegschweifen und beschäftigten sich wieder mit ihren Alltagsgesprächen, oder ihrenm kühlen Bier.
      Langsam füllte sich die kleine Gaststube. Nicht nur Bauern, sondern auch Mütter und ihre Kinder, kamen in großer Zahl in den kleinen Raum. Der Wirt war zufrieden, aber auch nicht besonders glücklich, da für jedermann sichtbar war, dass nur ein kleiner Teil der Bevölkerung von Sandweiler gekommen war. Ungeduldig gab er dem Erzähler einen Wink. Dieser nickte, trank sein zweites Kräuterwasser in einem Zug aus und erhob sich.
      „Ich grüße euch alle. Ich bin der Erzähler, von dem ihr alle gehört habt. Man nennt mich den alten Will, aber das war nicht immer mein Name. Ich werde euch heute eine Geschichte erzählen. Ob ihr sie glaubt, bleibt euch überlassen. Ob ihr sie als wahr empfindet, ist auch eure Entscheidung. Aber ich kann euch versichern, dass ihr gut unterhalten werdet.
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • Zum einen stimmt es natürlich, dass ein Feuer im Mittelalter (bzw einer mittelalterlichen Welt) das Wichtigste des Hauses war. Anderseits ist das für den Schankraum nicht notwendig, da sich die Hauptfeuerquelle ja ganz offensichtlich in der Küche befindet. Schließlich werden dort auch Speisen zubereitet. Beziehungsweise Teewasser erwärmt. ;)

      Ich wiederum habe es mir auch schön primitiv vorgestellt. Wenn es zu dunkel ist, gehen die Bauern auch nach Hause.
      Schließlich müssen die am nächsten Tag schon früh raus und auf die Felder.

      Zum Schreibstil:
      Ja, ich weiß, ich hatte da ein paar Schachtelsätze drin, die eigentlich für mich völlig untypisch sind. Aber mir fiel einfach keine Lösung mehr ein, wie ich die gescheit auseinander bekomme.

      Nur das mit dem Tresen, ist mir auch schon aufgefallen. Ehrlich gesagt, klingt das sogar schon fast so, als wenn der Bezug auf den Wirt liegt. Eine bessere Formulierung ist da schon im Gang.

      Danke für die sehr ausführliche Korrekturen und Anmerkungen, Morgy. Und natürlich auch an alle anderen, für eure Kommentare. ;)
    • Hallo!

      Da dachte ich, ich könnte mich mal wieder schön äußern, ein paar Punkte ansprechen und was sehe ich da? Morgy und Rael haben schon fast alles gefunden, was mir aufgefallen ist. X( Jetzt habe ich kaum noch was zu meckern.
      Das letzte, was ich schreiben wollte, hast du dann selbst geschrieben, @Schreibfeder:

      Schreibfeder schrieb:

      Nur das mit dem Tresen, ist mir auch schon aufgefallen. Ehrlich gesagt, klingt das sogar schon fast so, als wenn der Bezug auf den Wirt liegt. Eine bessere Formulierung ist da schon im Gang.
      Das habe ich mir nämlich auch gedacht. Mir kamen aber nur die Holzsplitter komisch vor, das andere empfand ich als neuartige, gelungene Umschreibung.

      Sonst gut geschrieben, viel Plot gibts ja noch nicht. Dein Erzähler wirkt genau so, wie man sich einen Erzähler immer vorstellt, wie er fast immer beschrieben wird. (Diese 1,5 Zeilen sind völlig wertungsfrei und dienen schlicht als Hinweis)

      Liebe Grüße
      Jan
      Manchmal flüstert der Wind eine Legende,
      bevor die Geschichte sie zu schreiben vermag.

      Hört das Flüstern:

      Der Orden der Geweihten


    • @Rael, @Wysenfelder: Ich hoffe, es klang nicht so, als wenn ich Morgys Kommentar höher werte als eure. Dem ist nicht so. Mir ist bei der Zeitreisegeschichte aufgefallen, dass ihr alle verschiedene Aspekte meiner Geschichte anders bewertet, was ich echt Bombe finde. Morgy haut mir den Dativ um die Ohren, Rael guckt eher auf die Charaktere und wenn Wysenfelder etwas sagt, dann weiß ich, dass irgendwo tatsächlich etwas schief gelaufen sein muss.

      @Sir Jufington: Ich freue mich natürlich auch, dass du in einer meiner Geschichten reinschnupperst. Ich hoffe, ich werde dich nicht enttäuschen.
      @Geweihter: Du weißt gar nicht, wie richtig dein Kommentar war.

      ____

      Kapitel 1 - Der Herr auf der Burg

      ~ Einst war ich ein Jemand. Ein wichtiger Mann, doch das ist lange her. Ich hatte eine Burg, die Feste Tannenberg. Sie lag mitten im Gebirge und war von meterhohen Tannen umsäumt, daher der Name. Reich waren wir nicht. Ich war ein zu milder Herrscher, um tatsächlich zu einem ansehnlichen Vermögen zu kommen. Tatsächlich hatte ich deswegen nicht wenig Streit mit meinen Nachbarn, aber dazu später.
      Der Tag, von dem ich euch erzählen möchte, ist schon lange her, aber ich erinnere mich daran, als sei es gestern gewesen. Es war kalt an diesen Abend. Es regnete an einem Stück. Seit Tagen hatten wir keine Sonne mehr gesehen. Ich wanderte über den Wehrgang. Rechts war die Steinmauer mit den Schießscharten, links lagen massive Holzverstrebungen zum Innenhof. Die Balustrade erfüllte gleich zwei Aufgaben. Zum einen ermöglichte sie Bogenschützen eine sichere Position, wenn der Innenhof gestürmt wurde und zum anderen stützte sie das Dach.
      Ich mag ein milder Herrscher sein, doch das Soldatenhandwerk hatte mich schon immer fasziniert. Und auch meine Verteidigungsanlagen interessierten mich und wurden von mir regelmäßig überprüft. So wie auch an diesem Tag. Wasser tropfte auf meine Hände und die Luft roch nach Regen, wann immer ein eisiger Windstoß durch den Hof pfiff. Prüfend ließ ich meine Hand an der Unterseite der hölzernen Balken entlangfahren. Als ich sie langsam dort entlang wandern ließ, spürte ich, wie modrig und morsch das Holz geworden war.
      Die Feste war alt und mein Vater sah vieles genau wie ich. Wir gaben kein Geld für Belanglosigkeiten aus. Wir verabscheuten Prunk und künstlich zur Schau gestellten Reichtum. Lieber aßen wir bodenständiges Bauernessen, wenngleich von weitaus besserer Qualität, als die Bauern in den umliegenden Städten. Marta, unsere Köchin, verstand ihr Handwerk und wir gaben ihr genug Geld, damit sie uns auch anständiges Essen kaufen konnte.
      Wir argwöhnten aber, dass sie es etwas zu gut meinte. Sie war wohl der Meinung, dass ein Herrscher über eine beachtliche Grafschaft dementsprechend speisen sollte. Da weder mein Vater noch ich etwas davon wissen wollten, übte sie auf dieser Art subtil Rache, wogegen wir nichts einwenden konnten.
      Ich war damals noch ein junger Mann. Mein Vater hatte mir die Hoheit über sein Land abgegeben, als er in den königlichen Rat gerufen worden war. Er schrieb mir, dass er hier die Köche genauso zur Verzweiflung brachte, wie ich es mit Marta schaffte.
      Mit solcherlei Gedanken ließ ich meine Hand weiterwandern und entschloss mich dazu, nächste Woche einen Boten in die Stadt Tannengrün runterzuschicken. Der alte Luke, dem das Sägewerk gehörte, freute sich bestimmt über den kleinen Auftrag und mein Geldbeutel würde es spielend verkraften. Bäume gab es hier nun wahrlich genug, die Preise für Holz waren dementsprechend niedrig.
      Ich entschloss mich schließlich, den Wehrgang dieses Mal aus dem Holz von Scheinulmen fertigen zu lassen. Ich könnte auch Tannenholz nehmen, aber es harzte mir zu sehr. Wenn man wie ich, in den waldreichen Gebirgen aufwuchs, lernte man schon früh die Unterschiede und die verschiedenen Eigenarten der Hölzer kennen. Natürlich hatte ich auch Mittel und Wege, meine Feste mit Eisentannen auszubauen. Schließlich wuchs ein ganzer Hain davon auf meinem Land, aber das würde mich teuer zu stehen kommen. Ja, natürlich, Eisenholz verwitterte nicht, ich hätte nie wieder Probleme mit morschen Wehrgängen, aber leider war es auch eines meiner Hauptexportgüter. Eisentannen wuchsen nur sehr langsam und ich durfte deswegen das Fällen dieser Bäume nur in sehr geringen Maßstab gestatten.
      „Herr? Herr! Kommt schnell hier rüber!“, rief mir einer meiner Soldaten zu. Ich blickte erstaunt auf, als ich das Drängen in seiner Stimme hörte. Die meisten meiner Wachen kannte ich seit ihrer Jugend, oder sie mich seit meiner Kindheit. Sie würden mich niemals ohne wichtigen Grund zu sich rufen.
      Ich konnte aus der Entfernung und durch den Regen nicht klar erkennen, welcher meiner Männer es war, aber es schien Kahn zu sein. Er stand im trocknen Durchgang des Tores und winkte mir heftig gestikulierend zu.
      Es schien wirklich dringend zu sein. Ich beeilte mich, rannte schnell die Stiegen des Wehrgangs herunter und stand einen Moment später im prassenden, eiskalten Regen. Vorsichtig überwand ich die letzten, glitschigen Stufen, bevor ich mit weiten Sätzen über den Innenhof rannte. Zum Glück war meine Burg nicht groß.
      Prustend kam ich bei meinen Soldaten im Torgang an. Sie trugen alle eine einheitliche und zweckmäßige Tracht: Schwere Kettenhemden, die sie über ihren gepolsterten Gambesons trugen. Darüber trugen sie einen grünen Überwurf, der an den Rändern eine gelbe Absetzung hatte und in dessen Mitte das Wappen derer von Tannenberg prangerte. Eine Eisentanne und ein Adler. Zeichen von unserem Handel, aber auch von unserer Stärke.
      „Also, Kahn, was ist?“, fragte ich erstaunt. Im Durchgang hielten sich zwei weitere Wachen auf, die ich aber im Zwielicht nicht genau erkennen konnte. Nur die kantige Gestalt von Kahn war unverwechselbar, ein alter Veteran, der schon unter meinem Vater gedient hatte. Auch wenn er fast keine Haare mehr hatte, war sein Schnurrbart von kräftigem Braun und seine Augen waren so wach wie eh und je. Wenn selbst Kahn so aufmerksam durch das Tor schaute, musste es enorm wichtig sein. Er zog mich zu sich und deutete unbestimmt durch den Regen auf einen nahen Felsgipfel
      „Schaut, Herr“, bat er mich und trat ein Stück beiseite. Zuerst wusste ich gar nicht, was er meinte, aber dann sah ich es: Die Festung Rosenstolz, unseres direkten Nachbarn und erbitterten Widersachers, brannte lichterloh. Das Feuer war so heiß und hell, dass es sogar von unserem Berg klar zu erkennen war. Auch wenn es noch so stark regnete, schien die ganze Festung sich in eine riesige Fackel verwandelt zu haben. Mein Mund wurde trocken und ich vergaß für einen Augenblick zu atmen. Gebannt schauten wir auf das schreckliche Spektakel. Wer oder was konnte so etwas bewerkstelligen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Schreibfeder ()

    • So, jetzt aber. Musste noch mal weg.

      Irgendwie hast du mich immer noch nicht ganz mit deiner Geschichte. Allerdings deutet das Ende des Kapitels an, dass es interessanter weitergeht. Wieso wurde der Erzfeind in Schutt und Asche gelegt? Ist Tannenberg als Nächstes dran?


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      Schreibfeder schrieb:

      Kapitel 1 - Der Herr auf der Burg

      ~ Einst war ich ein Jemand. Ein wichtiger (bedeutender fände ich schöner) Mann, doch das ist lange her. Ich hatte eine Burg, die Feste Tannenberg. Sie lag mitten im Gebirge und war von meterhohen Tannen umsäumt, daher der Name. Reich waren wir nicht. Ich war ein zu milder Herrscher, um tatsächlich zu einem ansehnlichen Vermögen zu kommen. Tatsächlich hatte ich deswegen nicht wenig Streit mit meinen Nachbarn, aber dazu später.
      Der Tag, von dem ich euch erzählen möchte, ist schon (weglassen) lange her, aber ich erinnere mich daran, als sei es gestern gewesen. Es war kalt an diesem Tag. Es regnete an einem Stück (Es regnete Bindfäden? Es regnete druchgängig?). Schon seit Tagen hatten wir keine Sonne mehr gesehen. Ich wanderte über den Wehrgang. Rechts war die Steinmauer mit den Schießscharten, links lagen massive Holzverstrebungen zum Innenhof. Die Balustrade erfüllte gleich zwei Aufgaben. Zum einen sollte sie Bogenschützen eine sichere Position ermöglichen, wenn der Innenhof gestürmt wurde und zum anderen stützte sie das Dach.
      Ich mag (Zeit?) ein milder Herrscher sein, doch das Soldatenhandwerk hatte mich schon immer fasziniert. Und auch meine Verteidigungsanlagen interessierten mich und wurden von mir regelmäßig überprüft (inspiziert?). So wie auch an diesem Tag. Wasser tropfte auf meine Hände und die Luft roch nach Regen, wann immer ein eisiger Windstoß durch den Hof pfiff. Prüfend ließ ich meine Hand an der Unterseite der hölzernen Balken entlangfahren. Als ich sie langsam dort entlang wandern ließ, spürte ich, wie modrig und morsch das Holz geworden war. (Hätte ihm das nicht schon eher auffallen müssen, wenn er das öfter macht? Außerdem würde ich den zweiten Satz kürzen, damit die Wiederholung nicht vorkommt: Prüfend ließ ich meine Hand an der Unterseite der hölzernen Balken entlangfahren. Dort spürte ich, wie modrig und morsch das Holz geworden war. )

      Die Feste war alt und mein Vater sah vieles genau wie ich. Wir gaben kein Geld für Belangloses aus. Wir (Komma und dann das wir weg) verabscheuten Prunk und künstlich zur Schau gestellten Reichtum. Lieber aßen wir bodenständiges Bauernessen (Bauernessen weglassen?), wenngleich von weitaus besserer Qualität, als die Bauern in den umliegenden Städten. Marta, unsere Köchin, verstand ihr Handwerk und wir gaben ihr genug Geld (jetzt kommt ziemlich oft "wir" vor; und sie bekam ausreichend Geld), damit sie uns auch anständiges Essen (Lebensmittel) kaufen konnte.
      Wir argwöhnten aber, dass sie es etwas zu gut meinte. Sie war wohl der Meinung, dass ein Herrscher über eine beachtliche Grafschaft, (Komma weg) auch dementsprechend speisen sollte. Da weder mein Vater noch ich etwas davon wissen wollten, übte sie auf dieser (diese) Art subtil Rache, wogegen wir nichts einwenden konnten. (Man könnte sie ermahnen oder eine neue Köchin suchen? Jemand anderen zum Einkaufen schicken?)

      Ich war damals noch ein junger Mann. Mein Vater hatte mir die Hoheit über sein Land abgegeben (übertragen), als er in den königlichen Rat gerufen worden war. Er schrieb mir, dass er hier die Köche genauso zur Verzweiflung brachte, wie ich es mit Marta schaffte.
      Mit solcherlei Gedanken ließ ich meine Hand weiterwandern und entschloss mich dazu, nächste Woche einen Boten in die Stadt Tannengrün runterzuschicken. Der alte Luke, dem das Sägewerk gehörte, freute sich bestimmt über den kleinen Auftrag und mein Geldbeutel würde es spielend verkraften. Bäume gab es hier nun wahrlich genug, die Preise für Holz waren dementsprechend niedrig.
      Ich entschloss mich schließlich, den Wehrgang dieses Mal aus dem Holz von (würde ich weglassen) Scheinulmen fertigen zu lassen. Ich könnte auch Tannenholz nehmen, aber es harzte mir zu sehr. Wenn man wie ich, in den waldreichen Gebirgen aufwuchs, lernte man schon früh die Unterscheide (Unterschiede) und die verschiedenen Eigenarten der Hölzer kennen. Natürlich hatte ich auch Mittel und Wege, meine Feste mit Eisentannen auszubauen. Schließlich wuchs ein ganzer Hain davon auf meinem Land, aber das würde mich teuer zu stehen kommen. Ja, natürlich, Eisenholz verwitterte nicht, ich hätte nie wieder Probleme mit morschen Wehrgängen, aber leider war es auch eines meiner Hauptexportgüter. Eisentannen wuchsen nur sehr langsam und ich durfte deswegen das Fällen dieser Bäume nur in sehr geringen Maßstab gestatten. Ich würde mir tief ins eigene Fleisch schneiden, wenn ich solch profane Dinge wie einen Wehrgang, mit solch (diesem wertvollen) wertvollem Holz ausbauen ließ. Natürlich waren die Decken und Balken der Hauptburg aus Eisenholz gefertigt. Hier machte es auch Sinn, denn es wäre fahrlässig und teuer, hier Reparaturen durchzuführen. Obgleich selbst dies die Entscheidung meiner Vorväter war, die diese Burg gebaut hatten. (Irgendwie ist es bis hier nicht wirklich spannend oder informativ. Eher Selbstbeweihräucherung und na ja... irgendwie langweilig? Nichts was mich jetzt als Leser überzeugt. Und wäre ich Zuhörer, dann wäre ich entweder schon weg oder hätte mich anderen Dingen zugewandt. Tut mir leid. Vielleicht überarbeitest/kürzt du das nochmal?)

      „Herr? Herr! Kommt schnell hier rüber!“, rief mir einer meiner Soldaten zu. Ich blickte erstaunt auf, als ich das Drängen in seiner Stimme hörte. Die meisten meiner Wachen kannte ich seit ihrer Jugend, oder sie mich seit meiner Kindheit. Sie würden mich niemals ohne wichtigen Grund zu sich rufen.
      Ich konnte aus der Entfernung und durch den Regen nicht klar erkennen, welcher meiner Männer es war, aber es schien Jos zu sein. Er stand im trocknen Durchgang des Tores und winkte mir heftig gestikulierend zu.
      Es schien wirklich dringend zu sein. Ich beeilte mich, rannte schnell die Stiegen des Wehrganges herunter und stand einen Moment später im prassenden, eiskalten Regen. Vorsichtig überwand ich die letzten, glitschigen Stufen, bevor ich mit weiten Sätzen über den Innenhof rannte. Zum Glück war meine Burg nicht groß. (Wieso kommen sie ihm nicht entgegen, wenn es so wichitg ist?)

      Prustend kam ich bei meinen Soldaten im Torgang an. Sie trugen alle eine einheitliche und zweckmäßige Tracht: Schweren (Schwere) Kettenhemden, die sie über ihren gepolsterten Gambesons trugen. Darüber trugen sie einen grünen Überwurf, der an den Rändern eine gelbe Absetzung hatte und in dessen Mitte das Wappen derer von Tannenberg prangerte. Eine Eisentanne und ein Adler. Zeichen von unseren (unseres?) Handel, aber auch von unserer Stärke.
      „Also, Jos, was ist?“, fragte ich erstaunt. Im Durchgang hielten sich außerdem Matt, Branko und Kahn auf. Matt und Branko waren junge Männer, aber Kahn war ein alter Veteran, der schon unter meinen Vater gedient hatte. Auch wenn er fast keine Haare mehr hatte, war sein Schnurrbart von kräftigem Braun und seine Augen waren wach und hatten schon so ziemlich alles gesehen. Wenn selbst er so aufmerksam durch das Tor schaute, musste es enorm wichtig sein.
      Jos zog mich zu sich und deutete unbestimmt durch den Regen auf einen nahen Felsgipfel.
      „Schaut, Herr“, bat er mich und trat ein Stück beiseite. Zuerst wusste ich gar nicht, was er meinte, aber dann sah ich es. Die Festung Rosenstolz, unseres direkten Nachbarn und erbitterten Widersachers, brannte lichterloh. Das Feuer war so heiß (kann man das sehen?) und hell, dass es sogar von unserem Berg klar zu sehen war. Und auch wenn es noch so stark regnete, schien die ganze Festung sich in eine riesige Fackel verwandelt zu haben. Mein Mund wurde trocken und ich vergaß für einen Augenblick zu atmen. Gebannt schauten wir auch das schreckliche Spektakel an. Wer oder was konnte so etwas bewerkstelligen?
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • Schreibfeder schrieb:

      Der Tag, von dem ich euch erzählen möchte, ist schon lange her, aber ich erinnere mich daran, als sei es gestern gewesen. Es war kalt an diesen Tag. Es regnete an einen Stück. Schon seit Tagen hatten
      Du wiederholst dich hier ein wenig.

      Mir war im oberen Abschnitt ein wenig zu viel Baumgelaber, wenn ich ehrlich bin^^ Mir hätten die Hintergründe zu den Charackteren da vollkommen gereicht ;)
      Der Einstieg in die Geschichte ist ganz gut gewählt, dass jetzt die Nachbarburg brennt, ist natürlich interessant^^ Wer auch immer das war, aber Burg Tannenberg wird vermutlich ein ähnliches Schicksal erleiden. Es wirkt nicht so, als hätte er viele Männer zur Verteidigung.

      Schreibfeder schrieb:

      Reich waren wir nicht. Ich war ein zu milder Herrscher, um tatsächlich zu einem ansehnlichen Vermögen zu kommen. Tatsächlich hatte ich deswegen nicht wenig Streit mit meinen Nachbarn, aber dazu später.
      Wieso hat ein Herrscher, der seine Untertanen nicht ausbeutet streit mit seinen Nachbarn? Das erschließt sich mir nicht ganz.

      Schreibfeder schrieb:

      @Rael, @Wysenfelder: Ich hoffe, es klang nicht so, als wenn ich Morgys Kommentar höher werte als eure.
      Das Kommentar verstehe ich nicht.^^

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • @Rael: Wieso er Streit mit Stolzenfels hat? Da steht doch: "Dazu später". :D
      Aber das am Anfang mit den "Tag"'s, war mir tatsächlich überhaupt nicht aufgefallen. Ich schreibe da ein "Abend" rein, dann passt es nicht nur, sondern ist sogar noch genauer.

      Was das Holz angeht: Es ist eine Geschichte von einen Erzähler, der ganz offensichtlich aus einer holzreichen Gegend stamm. Da ist das verständlich, dass er so abschweift, aber für den Leser natürlich öde. Ich werde mir da was überlegen.
      Im Kontext der Geschichte ist das Benehmen des Erzählers hingegen korrekt.

      @Morgy: Zum Wehrgang: Irgendwann muss es ihm ja zum ersten Mal auffallen und das war halt an dieses Tag gewesen. Vergiss das Wetter in diesen Zusammenhang nicht. ;)

      Wieso sollte ein Herrscher eine gute und fähige Köchin, aus einer eher familiären Burg rauswerfen? Ein Herr, der zugleich von sich aus behauptet, sehr mild zu regieren? Bloß weil sie es etwas zu gut meint? Das wäre völlig unpassend. :huh:

      Es regnet in Strömen, so wie angedeutet. Da macht es keinen Sinn, mehr als einen Soldaten in das Sauwetter zu schicken. Was sollen drei oder vier Boten besser machen, als ein Bote?


      Danke für die Korrekturen, gerade bezüglich den Dativ. Ob ich das je lerne? :D

      Ich werde alle Korrekturen und Verbesserungen dann spätestens Ende der nächsten Woche eingepflegt haben. Zurzeit überarbeite ich den Prolog und versuche die Schachtelsätze auszumerzen. Mit durchaus Erfolg, ist halt nur kniffelig, den Leser mit den ersten Sätzen zu fesseln.
    • Ich finde es nur ein bisschen konstruiert, dass es ausgerechnet da aufällt… Hat so was von zufällig entdeckt man es, als etwas passiert.

      Ich weiß, dass fähige Köche meist einen Sonderstatus besitzen, allerdings ist sie "nur" eine Angestellte, die sich irgendwie unterordnen muss. Man muss sie ja nicht direkt rausschmeißen, aber klare Worte und notfalls jemand anderen zum Einkaufen schicken, wäre immer noch möglich.

      Ich meinte da eigentlich nur, wieso die Wache dem Herren nicht entgegen kommt, wenn es so wichtig ist?

      Hm… ich hab ja vor ein paar Jahren auch zu dem Thema Nachhilfe gegeben. Irgendwo fliegen sicher noch die Materialien rum :whistling: Immerhin sind im letzten Teil schon weniger Fehler drinnen als im Prolog ;)

      Und auch wenn das an Real gerichtet war: Wäre er ein guter Erzähler, würde er sein Publikum nicht mit solchen Dingen langweilen, auch wenn es ihn interessiert. ^^
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • Wer sagt denn, dass es ein guter Erzähler ist? Bislang doch niemand, oder?

      Es ist ganz offensichtlich, dass Marta ihn schon seit dessen Kindheit kennt. Auch wurde bislang gesagt, dass er alle Soldaten seiner Burg persönlich kennt. Und das die Burg nicht allzu groß ist. Das lässt auf ein eher familäres Umfeld schließen.

      Außerdem ist er keiner von Raels Tyrannen. ^^

      Aber damit besser klar wird, was er für eine Art Herrscher ist, lade ich einfach den nächsten Teil hoch. ;)

      ____

      „Herr? Was sind Eure Befehle?“, drang Kahns Stimme durch meine Verunsicherung und ich riss mich zusammen. Es galt zuerst meine Leute zu warnen und zu beschützen. Was auch immer es war, was Rosenstolz vernichtet hatte, es könnte auch uns treffen.
      „Schickt sofort zwei Boten runter nach Tannengrün. Die müssen umgehend den Holzwall und die Tore überprüfen und dann die Rückzugstürme bereitmachen. Sie sollen Herrn Berggrün wecken und auch Herrn Vogelwach. Die sollen dann die restlichen Soldaten der Stadt aufwecken und die Verteidigungsanlagen bemannen. Schickt auch Wächter auf unseren Bergfried und auf die Wehrgänge, die dann nach Auffälligkeiten Ausschau halten. Schließt das Tor, lasst nur noch die Pforte öffnen, wenn es wichtig ist. Kahn, du hast das Kommando. Weckt die...ach, wartet, das mache ich selbst.“
      Ich stürmte herum und rannte auf das Haupthaus zu. Ich hasste es, wenn ich selbst untätig bleiben musste. Mit donnernden Schritten eilte ich in die schmale Eingangshalle von meinem Haupthaus. Der Boden bestand aus wuchtigen Eisentannenbalken, doch selbst die bekam ich zum beben, als ich mit kräftigen Schritten zu den Wohnquartieren der Soldaten hinaufstürmte. Ich hämmerte mit den Fäusten gegen die Holztür von Rickwall und Markmann gleichzeitig. Die schliefen typischerweise wieder wie die Toten. Ich hörte jedoch nicht auf und schlug kräftig weiter gegen ihre Türen.
      „Was ist los?“, fauchte plötzlich Rickwall mich wütend an, bevor er mich erkannte. „Oh, Herr, verzeiht.“
      „Schnapp dir deine Rüstung und runter zum Tor. Rosenstolz ist vernichtet worden!“, befahl ich ihm, bevor ich weiterstürmte. „Weck Markmann!“, schrie ich ihm noch hinterher, bevor ich bei den nächsten beiden Türen stand. Aus der einen kam Ordenshell, mein Hauptmann, geeilt, der sich im Gehen noch versuchte den gefütterten Stiefel anzuziehen. „Ich bin schon bereit, Herr!“, gab er nur von sich, bevor er seinen Helm überstreifte, den Kinnriemen mit geübter Bewegung festzog und an den verschlafenden Rickwall vorbei rannte.
      Ich lief die enge Wendeltreppe in das nächste Stockwerk hoch. Auch hier hatte schon einer meiner Männer den Lärm gehört. Der junge Willaar schnürte sich auf den Flur seinen Waffenrock fest.
      „Was ist los, Herr?“, fragte er mich.
      „Rosenstolz gibt es nicht mehr“, erklärte ich ihm. „Ich will die Festung in Alarmbereitschaft sehen.“
      „Jawohl Herr, soll ich die Frauen wecken?“, fragte er mich dienstbeflissen. Ich zögerte. Als er meine Soldatinnen erwähnte, fiel mir noch jemand ein, dessen Übereifrigkeit nun von großem Nutzen sein könnte: Lydia.
      „Ja, mach das. Und wecke auch die im dritten Stock auf!“, befahl ich ihm, machte auf den Absatz kehrt und eilte in den benachbarten Wohnflügel.
      Oh, ich merke, ich schweife ab. Die Torheit des Alters, verzeiht. Aber von Lydia muss ich euch dennoch erzählen. Wisst ihr, sie war ein blutjunges Ding von vielleicht gerade sechzehn Sommern. Ihr kennt sicher alle ein halbes Kind, was so ist wie sie. Träumt den ganzen Tag von großen Abenteuern, anstatt ihren Aufgaben nachzukommen und nur dann voller Elan dabei, wenn es um die Verwirklichung ihrer Träume geht. Nun ja, aber sie hatte halt den Vorteil, dass sie auf einer Burg lebte. Sie hatte sich schon Waffenrock und Rüstung vom Zeugwart erschnorrt, der zufälligerweise ihr Vater war. Ich wusste nicht genau, wie sie das hinbekommen hatte, denn Bornhelm war gewissenhaft und ebenso ein treuer Veteran wie Kahn.
      Er wohnte mit seiner Familie nicht im Soldatenquartier, sondern hatte ein Zimmer im Bedienstetenflügel mit seiner Frau Sun. Lydia hatte ich in einen Anflug von Großzügigkeit, das Quartier gegenüber ihrer Eltern zugesprochen, obgleich sie viel zu jung dafür war. Aber solange Bornhelm und vor allen Sun, die ich als herzliche und strenge Frau kennengelernt hatte, ein waches Auge auf die Kleine hatte, war meine Entscheidung gutzuheißen.
      Ich stürmte in den Bedienstetenflügel und Lydia machte mir beinahe schon augenblicklich die Tür auf. Entweder hatte sie Schlafprobleme, oder sie hatte schon längst mitbekommen, dass etwas nicht stimmte. Ich tippte auf Letzteres, da sie lauter rote Flecken vor Aufregung im Gesicht hatte.
      „Lydia, du wolltest doch schon immer Soldatin spielen, oder? Dann ziehe dir deine Rüstung an und eile auf den Hof. Ich mache die Burg kampfbereit.“
      Sie quietschte vor Entzückung und eilte zurück ins Zimmer. Ich rief laut: „BORNHELM!“, damit auch er langsam in die Hufe kam. Er war ein knallharter Veteran mit einem sehr leichten Schlaf. Wenn er noch nicht auf der Stiege stand, musste das heißen, dass seine Frau ihn wieder mal aufhielt. Sun bemutterte ausnahmslos jeden und selbst ich musste auf der Hut sein, dass sie mich nicht ausversehen auch so behandelte.
      Die Tür wurde aufgerissen und mein Zeugwart kam heraus, der sich bereits den Waffenrock umschlang. Ich gab ihm etwas genauere Weisungen: „Ich habe Lydia erlaubt mitzumachen. Kahn hat das Kommando am Tor, Ordenshell ist auch schon unten.“
      Dann rannte ich die Wendeltreppe nach oben.
      „Was ist denn überhaupt los?“, rief mir Bornhelm hinterher und ich schrie über die Schulter zurück: „Rosenstolz wurde vernichtet.“
      Es gab noch einen Soldaten, dann war meine kleine Wachmannschaft komplett. Und von diesem letzten Mann muss ich euch noch berichten, da er enorm wichtig wurde, was mir damals selbst nicht klar war. Ihr merkt ja, ich hatte nicht viele Wächter, genau neunzehn Soldaten und Soldatinnen. Das waren zumindest alle, die in der Burg lebten. Der Rest hatte Familie und lebte in Tannengrün. Allerdings waren die jetzt in der Stadt gebunden. Die Herren Berggrün und Vogelwach waren Kleinadelige und damit auch die einzigen Adeligen in meiner kleinen Grafschaft. Beide standen zwar treu zu meinem Haus, aber sie würden alle Soldaten die sie bekommen, zur Verteidigung der Stadt einsetzten. Und damit zum Schutz ihres eigenen Gutes. Ich mein: Ihr kennt ja die Adeligen, sie denken immer nur an sich. Ich weiß nicht, ob ich es heute anders machen würde, damals jedoch konnte ich an ihrem Verhalten nur wenig Falsches sehen, Hauptsache meine Leute wurden verteidigt.
      Eine der Mägde, deren Namen ich nicht kannte, kam mir bibbernd im Nachthemd entgegen. Ich ignorierte sie und wäre fast in Marta gerannt. Wie ich diese füllige Frau übersehen konnte, war mir ein Rätsel. Auch sie stand im Nachthemd vor mir und blickte mich streng an.
      „Was ist denn los?“, fragte sie mich empört. Mein Auftreten im Bedienstetenquartier, wozu ich nach ihrer Auffassung wohl kein Recht hatte, weil es weit unter meinem Stand war, musste scheinbar wieder ihr Weltbild erschüttern.
      „Ach, Marta, sehr schön. Ich mache die Burg kampfbereit und: Nein, es ist keine hirnlose Spinnerei von mir. Gehe bitte runter in die Küche und bringe sie auf Trab. Dann lasse bitte meinen Soldaten heiße Getränke oder eine heiße Suppe bringen. Danke, Marta, du bist ein Schatz.“
      Dann rannte ich an ihr völlig verdattertes Gesicht vorbei und bevor sie noch eine Frage formulieren konnte, war ich schon im Obergeschoß angekommen.
      Ich achtete sorgfältig darauf, nur am hintersten Zimmer zu klopfen, weil ich nicht unnötig mehr von meinem Dienstpersonal wecken wollte, als ohnehin schon wach war. Die Mägde, Knechte und Dienstjungen teilten sich das Quartier üblicherweise zu dritt, oder gar zu viert. Nur welche mit besonderen Aufgaben hatten Einzelzimmer und natürlich all meine Soldaten.
      Bei Helmbruch war es gut, dass er alleine wohnte, denn er war etwas heikel anzupacken. Er war nicht nur einer meiner fähigsten Soldaten, sondern auch mein Burgheiler. Er kannte sich sehr gut mit Kräutern, Heilkunde und Verletzungen aus. Das konnte ich ziemlich sicher beurteilen, denn auch ich hatte mich in Heilkunde ausbilden lassen, aber mein Wissen verblasste im Gegensatz zu seinem.
      Und er war äußerst extravagant. Sehr schwierig zu händeln, selbst für mich, der sein Herr war.
      Erst nach mehrmaligem Klopfen öffnete er die Tür. Ich ließ mich davon nicht beirren, denn ich konnte schon das Knarren seiner Schritte hören, lange bevor er sich endlich bemüßig sah, die Tür zu öffnen. Die waren zwar dick, der Boden aus massivem Eisenholz, aber die Burg war schon alt und ich hätte schon taub sein müssen, um das Stöhnen der Dielen nicht zu hören. Und das wusste er verdammt noch mal ganz genau.
      „Was gibt es?“, flötete er mir gutgelaunt ins Gesicht. Seine Kleidung war wieder mal sehr interessant geschnitten. Wer bitteschön trug denn auch Hemden ohne Ärmel? Aber ich ließ mich davon nicht lange beirren.
      „Schnapp dir deine Sachen! Rosenstolz ist niedergebrannt worden“, erklärte ich.
      „Das ist doch schön“, dudelte er. „Waren sie nicht deine ärgsten Gegner? War es nicht sogar so, dass sie uns nur deshalb nicht vernichtet hatten, weil zwischen dem Stolzenberg und dem Tannenberg das Gelände absolut unpassierbar ist?“
      „Ja, genau. Und was auch immer dessen Burg abgefackelt hat, könnte auch uns treffen“, gab ich unwirsch zurück.
      „Aber davon rede ich doch“, meinte er fröhlich. „Wer auch immer dort zugeschlagen hat, kann uns unmöglich erreichen.“
      „Es sind auch weniger irgendwelche Menschen, die mir Sorgen machen“, gab ich kurz angebunden zurück und eilte wieder die Wendeltreppe herunter. ~

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Schreibfeder ()

    • Oha, da hast du abr mit vielen Namen um dich geworfen. Da kommt man kaum hinterher, ich hoffe, dass du die wichtigsten wiederholst, wenn es dazu kommt. Ich kann mir sicherlich nicht alle merken^^
      Jetzt wird es natürlich spannend sein zu beobachten, ob seine Burg ebenfalls angegriffen wird.

      Schreibfeder schrieb:

      Schickte sofort zwei Boten runter nach Tannengrün.
      Schicke

      Schreibfeder schrieb:

      „Schickte sofort zwei Boten runter nach Tannengrün. Sie sollen sofort den Holzwall und die Tore überprüfen und dann die Rückzugstürme bereitmachen. Sie sollen Herrn Berggrün wecken und auch Herrn Vogelwach. Die sollen dann die restlichen Soldaten der Stadt aufwecken und die Verteidigungsanlagen bemannen. Schickt auch Wächter auf unseren Bergfried und auf die Wehrgänge, sie sollen nach Merkwürdigen Ausschau halten. Schließt das Tor, lasst nur noch die Pforte öffnen, wenn es wichtig ist. Kahn, du hast das Kommando. Weckt die...ach, wartet, das mache ich selbst.“
      Wiederholung

      Schreibfeder schrieb:

      Danke, Marta, du bist ein Schatz.“
      Diese formulierung finde ich etwas fehl am Platz für einen Burgherren oder Grafen ggü. einer Bediensteten.

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Da ging's ja ab, übers Wochenende. Erst einmal alles aufgeholt.

      Ich arbeite zuerst das Offtopic ab.

      Schreibfeder schrieb:

      wenn Wysenfelder etwas sagt, dann weiß ich, dass irgendwo tatsächlich etwas schief gelaufen sein muss.
      Danke :) Den Eindruck, dass du überhaupt einen Kommentar höher bewertest, hatte ich übrigens noch nie, also keine Sorge.

      Wer sagt denn, dass es ein guter Erzähler ist? Bislang doch niemand, oder?
      Da muss ich widersprechen: Freilich wird das nirgends explizit erwähnt. Die Tatsache, dass die Leute in großer Zahl hereinströmen, vermittelt aber, dass sie das wegen ihm tun. Oder wem sollte er sonst alles erzählen? Dieser Ansicht war ich zumindest nach dem Anfang, denn der ganze letzte Absatz der Einleitung zielt darauf ab.

      Zum Thema Holz habe ich auch noch eine Senftube parat, um etwas Inhalt hinzuzugeben:
      An sich war die Ausschweifung über das Holz interessant zu lesen und wie du auch sagst, in einer von Holzhandel geprägten Grafschaft authentisch. Aber du erwähnst die wunderbare Eigenschaft der Eisentannen (oder wie sie hießen) sehr oft (zu oft, um das vorweg zu bewerten), so dass du z. B. die ganzen Erklärungen auch etwas verteilen könntest. Das würde @Morgys Eindruck bestimmt entzerren und nicht so wie eine Unterbrechung wirken.

      Den Rest lasse ich mal unkommentiert. Ich weise allerdings darauf hin, dass alles, was vom Autor erst erklärt werden muss, dem Leser unklar war und somit "suboptimal beschrieben" :D

      So. Nun zur Geschichte.

      Post Nr. 8 hat mir eigentlich durchweg gut gefallen, vor allem das Ende war sehr beklemmend. Vielleicht könntest du noch mehr Spannung reinbringen, indem du den Herrn nicht erst planlos durch die halbe Burg spurten lässt, sondern dass jemand ruft "Feuer!" oder "Die Nachbarburg brennt!" oder so etwas.
      Die etwas andere Art, seine Grafschaft zu führen, kommt schön rüber. Man spürt die wohlwollende Ader förmlich.

      Post Nr. 13 hinterlässt mich mit gemischten Gefühlen. Erst einmal könntest du den dringend noch einmal überarbeiten, da sind viele meinem/meinen-Fehler und ähnliche Dinge drin.
      Außerdem versteht man als Leser durchaus deine Absicht, gehetztes Rennen und leicht chaotische Umstände vermitteln zu wollen. Wie es eben in einem plötzlichen Alarmfall so wäre. Aber irgendwie verschwindet die aufgekommene Spannung, die du mit dem Cliffhanger aufgebaut hast. Nüchtern betrachtet könnte man den ganzen Abschnitt mit einem Satz beschreiben: "Ich weckte meine gesamte Dienerschaft und versetzte sie in helle Aufregung."
      Das ist schade, weil für sich betrachtet ist dieser Teil ansprechend. Es passt nur nicht zu dem, was davor kam und auch nicht zu dem, was jemand wörtlich erzählen würde. Ich würde an deiner Stelle weiterschreiben und dann rückblickend noch einmal schauen, was du kürzen kannst.
      Achso, die Namen. Du machst dir wirklich Mühe, sie alle vorzustellen und mir gefallen die Bezeichnungen wie Zeugwart. oder der Name Ordenshell (irgenwo heißt er Ordenhell, musst mal schauen). Schade, dass die Menge an Namen einen überflutet und ich mir sicher sein kann, keinen mehr zuordnen zu können.

      So, das wars erst einmal. Fehler suche ich jetzt nicht auch noch heraus :D Und ich kann auch nicht immer so lange Kommentare verfassen.
      "Sehe ich aus wie einer, der Geld für einen Blumentopf ausgibt, in den schon die Pharaonen gepisst haben?"
    • Wysenfelder schrieb:

      Schreibfeder schrieb:

      Wer sagt denn, dass es ein guter Erzähler ist? Bislang doch niemand, oder?
      Da muss ich widersprechen: Freilich wird das nirgends explizit erwähnt. Die Tatsache, dass die Leute in großer Zahl hereinströmen, vermittelt aber, dass sie das wegen ihm tun. Oder wem sollte er sonst alles erzählen? Dieser Ansicht war ich zumindest nach dem Anfang, denn der ganze letzte Absatz der Einleitung zielt darauf ab.
      Kann ich praktischer Weise unterschreiben. Wenn so etwas angedeutet wird, erwarte ich eine Geschichte, die besser erzählt ist. Etwas anderes wäre es, wenn es ein alter Mann wäre, der vielleicht auf den Tod wartet, noch nie eine Geschichte erzählt hat und sich dabei nun etwas unbeholfen anstellt, abschweift und keinen richtigen Spannungsbogen hinbekommt. Und selbst da könnte dann der Zuhörer eingreifen und nachfragen, wie es weiterging, wenn er sich zu sehr in Details verliert.

      Ich hatte mir von dem Kapitel mehr erhofft. Spannung, Action, eine Wende, ein Angriff oder eine Erklärung warum die Burg des Erzfeindes in Schutt und Asche gelegt wurde. Irgendwas Aufregendes jedenfalls, aber irgendwie plätschert es nur weiter vor sich hin. Nichts passiert. Du hast ja angekündigt, du wolltest damit den Herrscher genauer charakterisieren. Allerdings ginge das auch schöner, indem man nach und nach ein bisschen was einfließen und nicht den Herr jeden Soldaten einzeln wecken lässt. Zumal du im Kapitel vorher schon angedeutet hast, dass er zu allen ein super Verhältnis hat. Jedoch musst du dabei aufpassen. Der Erzähler gibt seine eigene Geschichte zum Besten. Wenn er sich dauernd selbst lobt und in ein gutes Licht stellt, wirkt das irgendwann nicht mehr authentisch.

      So langsam muss die Geschichte wirklich Fahrt aufnehmen. @Wysenfelder hat nämlich Recht, das letzte Kapitel - geht btw über 6 Normseiten - könnte man in ein oder zwei Sätzen zusammenfassen. Ich hoffe ja mal, du setzt jetzt wieder beim vorletzten Teil an und spannst uns nicht weiter auf die Folter, was da passiert ist.

      Spoiler anzeigen

      Schreibfeder schrieb:

      „Herr? Was sind Eure Befehle?“, drang Kahns Stimme durch meine Verunsicherung und ich riss mich zusammen. Es galt zuerst meine Leute zu warnen und zu beschützen. Was auch immer es war, was Rosenstolz vernichtet hatte, es könnte (kein Zeilenumbruch) auch uns treffen.
      „Schickte (Schicke) sofort zwei Boten runter nach Tannengrün. Sie sollen (haben) sofort (weglassen) den Holzwall und die Tore überprüfen und dann die Rückzugstürme bereitmachen. Sie sollen Herrn Berggrün wecken und auch Herrn Vogelwach. Die (Die Boten oder die zwei mit den Naturnamen?) sollen (weglassen; Die(?) wecken...auf) dann die restlichen Soldaten der Stadt aufwecken und die Verteidigungsanlagen bemannen. Schickt auch Wächter auf unseren Bergfried und auf die Wehrgänge, sie sollen nach Merkwürdigen Ausschau halten. Schließt das Tor, lasst nur noch die Pforte öffnen, wenn es wichtig ist. Kahn, du hast das Kommando. Weckt die...ach, wartet, das mache ich selbst.“
      Ich stürmte herum (herunter? hinunter?) und rannte auf das Haupthaus zu. Ich hasste es, wenn ich selbst untätig bleiben musste. Mit donnernden Schritten rannte ich in die schmale Eingangshalle von meinem Haupthaus (eigentlich würde ich hier den Genitiv verwenden; meines Haupthauses). Der Boden bestand aus wuchtigen Eisentannenbalken, doch selbst die bekam ich zum Beben, als ich mit kräftigen Schritten zu den Wohnquartieren der Soldaten hinaufstürmte. Ich hämmerte mit den Fäusten gegen die Holztür von Rick und Markmann gleichzeitig. Die schliefen typischerweise wieder wie die Toten. Ich hörte jedoch nicht auf und schlug wuchtig weiter gegen ihre Türen.
      „Was ist los?“, fauchte plötzlich Rick mich wütend an, bevor er mich erkannte. „Oh, Herr, verzeiht.“
      „Schnapp dir deine Rüstung und runter zum Tor. Rosenstolz ist vernichtet worden!“, befahl ich ihm, bevor ich weiterstürmte. „Weck Markmann!“, schrie ich ihm noch hinterher, bevor ich bei den nächsten beiden Türen stand. Aus der einen kam schon Ordenshell, mein Hauptmann geeilt, der sich im Gehen noch versuchte, den gefütterten Stiefel anzuziehen. „Ich bin schon bereit, Herr!“, gab er nur von sich, bevor er seinen Helm überstreifte, den Kinnriemen mit geübter Bewegung festzog und an dem verschlafenden Rick vorbei rannte.
      Ich lief die enge Wendeltreppe in das nächste Stockwerk hoch. Auch hier hatte schon einer meiner Männer den Lärm gehört. Der junge Will schnürte sich auf den Flur seinen Waffenrock fest.
      „Was ist los, Herr?“, fragte er mich.
      „Rosenstolz gibt es nicht mehr“, erklärte ich ihm. „Ich will die Festung in Alarmbereitschaft sehen.“
      „Jawohl, Herr, soll ich die Frauen wecken?“, fragte er mich. Ich zögerte, als er meine Soldatinnen erwähnte, fiel mir noch jemand ein, dessen Übereifrigkeit nun von großem Nutzen sein könnte.
      „Ja, mach das!“, befahl ich ihm. „Und wecke auch die im dritten Stock auf.“
      Ich machte auf dem Absatz kehrt und rannte wieder die enge Wendeltreppe runter. Das Holz knirschte protestierend, als ich dort mit viel zu viel Schwung runterstampfte, aber die Balken waren aus Eisenholz und bis das zerbrach, hätte meine ganze Garde darauf rumhüpfen müssen. Ich eilte in den benachbarten Wohnflügel. Mir war noch jemand eingefallen: Lydia.
      Sie war ein blutjunges Ding von vielleicht gerade sechzehn Sommern, aber sie war voller Elan und übereifrig dabei, zu einer echten Soldatin zu werden. Sie hatte sich schon Waffenrock und Rüstung vom Zeugwart erschnorrt, der zufälligerweise ihr Vater war. Ich wusste nicht genau, wie sie das hinbekommen hatte, den Bornhelm war gewissenhaft und ebenso ein treuer Veteran wie Kahn. Aber da ich ihn ja ebenfalls wecken musste, konnte ich damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
      Bornhelm wohnte mit seiner Familie nicht im Soldatenquartier, sondern hatte ein Zimmer im Bedienstetenflügel mit seiner Frau Sun. Lydia hatte ich in einem Anflug von Großzügigkeit das Quartier genau gegenüber von ihren (ihrer) Eltern zugesprochen, obgleich sie viel zu jung dafür war. Aber solange Bornhelm und vor allem Sun, die ich als herzliche und strenge Frau kennengelernt hatte, ein waches Auge auf die Kleine hatte, hatte ich wenig Probleme mit meiner Entscheidung.
      Ich stürmte in den Bedienstetenflügel und Lydia machte mir beinahe schon augenblicklich die Tür auf. Entweder hatte sie Schlafprobleme, oder sie hatte schon längst mitbekommen, dass etwas nicht stimmte. Ich tippte auf Letzteres, da sie lauter rote Flecken vor Aufregung im Gesicht hatte.
      „Lydia, du wolltest doch schon immer Soldatin spielen, oder? Dann ziehe dir deine Rüstung an und eile auf den Hof. Ich mache die Burg kampfbereit.“ (Ist es wirklich verantwortungsvoll, eine 16-jährige Soldatin "spielen" zu lassen? Halte ich für fragwürdig, besonders da er sich ja als einen so tollen Herrscher darstellt. Passt für mich nicht zusammen.)
      Sie quietschte vor Entzückung und eilte zurück ins Zimmer. Ich rief laut: „BORNHELM!“, (kann man auch klein schreiben, du schreibst ja, dass er schreit/laut ruft.) damit auch er langsam in die Hufe kam. Er war ein knallharter Veteran mit einem sehr leichten Schlaf. Wenn er noch nicht auf der Stiege stand, musste das heißen, dass seine Frau ihn wieder mal aufhielt. Sun bemutterte ausnahmslos jeden und selbst ich musste auf der Hut sein, dass sie mich nicht ausversehen (aus Versehen) auch so behandelte.
      Die Tür wurde aufgerissen und mein Zeugwart kam heraus, der sich bereits den Waffenrock umschlang. Ich gab ihm etwas genauere Weisungen: „Ich habe Lydia erlaubt, mitzumachen. Kahn hat das Kommando am Tor, Ordenhell ist auch schon unten. Aber du weißt ja selbst, was das Beste ist.“
      Dann rannte ich weiter die nächste Wendeltreppe nach oben. Es gab noch einen Soldaten, dann war meine kleine Wachmannschaft komplett. Neunzehn Soldaten und Soldatinnen. Das waren zumindest alle, die in der Burg lebten. Der Rest hatte Familie und lebte in Tannengrün. Allerdings waren die jetzt in der Stadt gebunden. Die Herren Berggrün und Vogelwach waren Kleinadelige und damit auch die einzigen Adeligen in meiner kleinen Grafschaft. Beide standen zwar treu zu meinem Haus, aber sie würden alle Soldaten, die sie bekommen, zur Verteidigung der Stadt einsetzten und damit zum Schutz ihres eigenen Gutes. Da sie damit aber auch die Einwohner schützten, konnte ich an ihrem Verhalten nur wenig Falsches sehen. Hauptsache meine Leute wurden verteidigt.
      „Was ist denn überhaupt los?“, rief mir Bornhelm hinterher und ich rief über die Schulter zurück: „Rosenstolz wurde vernichtet.“
      Dann rannte ich die Wendeltreppe nach oben. Eines (Eine) der Mägde, dessen (deren) Namen ich nicht kannte, kam mir bibbernd im Nachthemd entgegen. Ich ignorierte sie und wäre fast in Marta gerannt. Wie ich diese füllige Frau übersehen konnte, war mir ein Rätsel. Auch sie stand im Nachthemd vor mir und blickte mich streng an.
      „Was ist denn los?“, fragte sie mich empört. Mein Auftreten im Bedienstetenquartier, wozu ich nach ihrer Auffassung wohl kein Recht hatte, weil es weit unter meinen Stand war, musste scheinbar wieder ihr Weltbild erschüttern.
      „Ach, Marta, sehr schön. Ich mache die Burg kampfbereit und: Nein, es ist keine hirnlose Spinnerei von mir. Gehe bitte runter in die Küche und bringe sie auf Trab. Dann lasse bitte meinen Soldaten heiße Getränke oder eine heiße Suppe bringen. Danke, Marta, du bist ein Schatz.“ (Wie nahe stehen die sich denn?)

      Dann rannte ich an ihrem völlig verdattertem Gesicht vorbei (und am Rest des Körpers?) und bevor sie noch eine Frage formulieren konnte, war ich schon im Obergeschoss angekommen. Ich achtete sorgfältig darauf, nur am hintersten Zimmer zu klopfen, weil ich nicht unnötig mehr von meinem Dienstpersonal wecken wollte, als ohnehin schon wach war. Die Mägde, Knechte und Dienstjungen teilten sich das Quartier üblicherweise zu dritt, oder zu viert. Nur welche mit besonderen Aufgaben hatten Einzelzimmer und natürlich meine Soldaten.
      Bei Helmbruch war es gut, dass er alleine wohnte, denn er war etwas heikel anzupacken. Er war nicht nur einer meiner fähigsten Soldaten, sondern irgendwie auch mein Burgheiler. Er kannte sich sehr gut mit Kräutern, Heilkunde und Verletzungen aus. Das konnte ich ziemlich sicher beurteilen, denn auch ich hatte mich in Heilkunde ausbilden lassen, aber mein Wissen verblasste im Gegensatz zu seinem.
      Und er war äußerst extravagant. Sehr schwierig zu händeln (das Wort gibts meines Wissens nach nicht; handhaben), selbst für mich, der sein Herr war.
      Erst nach mehrmaligem Klopfen öffnete er die Tür. Ich ließ mich davon nicht beirren, denn ich konnte schon das Knarren seiner Schritte hören, lange bevor er sich endlich bemüßig sah, die Tür zu öffnen. (Er hat doch im letzten Satz schon die Tür geöffnet. Einen Satz streichen?) Die Türen waren dick, der Boden aus massivem Eisenholz, aber die Burg war schon alt und ich hätte schon taub sein müssen, um das Stöhnen der Dielen nicht zu hören. (Dielen knarren oder knarzen, aber stöhnen nicht. Jetzt hab ich Kopfkino, wie zwei Dielen es miteinander treiben und dann auseinanderrücken, um Platz für eine Babydiele machen...) Und das wusste er verdammt noch mal ganz genau.
      „Was gibt es?“, flötete er mir gutgelaunt ins Gesicht. Seine Kleidung war wieder mal sehr interessant geschnitten. Wer bitteschön trug denn auch Hemden ohne Ärmel? Aber ich ließ mich davon nicht lange beirren.
      „Schnapp dir deine Sachen! Rosenstolz ist niedergebrannt worden“, erklärte ich.
      „Das ist doch schön“, dudelte er (dudelte finde ich unschön). „Waren sie nicht deine ärgsten Gegner? War es nicht sogar so, dass sie uns nur deshalb nicht vernichtet hatten, weil zwischen den Stolzenberg und den Tannenberg (meinst du da jetzt wirklich Berge? Wenn ja, da gehört dann zwei Mal Dativ hin. Meinst du Familien, die so heißen, dann ein 's' an die Namen. Sorry, ich komm mit den Namen langsam wirklich nicht mehr klar.) das Gelände absolut unpassierbar war?“
      „Ja, genau. Und was auch immer dessen Burg abgefackelt hat, könnte auch bei uns zuschlagen“, gab ich unwirsch zurück.
      „Aber davon rede ich doch“, meinte er fröhlich (wieso ist der fröhlich, wenn sie vielleicht angegriffen werden?). „Wer auch immer dort zugeschlagen hat, kann uns unmöglich erreichen.“
      „Es sind auch weniger irgendwelche Menschen, die mir Sorgen machen“, gab ich kurz angebunden zurück und eilte wieder die Wendeltreppe herunter. ~
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • Okay, jetzt hab ich eure Kritik gesammelt.

      Zum Erzähler: Ich weiß nicht, vermutlich habe ich es nicht deutlich genug herausgearbeitet, aber es sollte eigentlich klar sein, dass es Sonnfelden und die ganze Umgebung frühmittelalterlich ist. Ich habe nirgendwo Laternen, oder nennenswerte Technik erwähnt und den Gasthof als doch recht primitiv dargestellt. Zumindest ging ich davon aus.
      Folgerichtig freuen die Bauern sich über jede Abwechslung, egal welcher Art.
      Sollte ich wohl noch so einfügen. Wird wohl mit ein oder zwei Sätzen klarer werden. Auch für die spätere Geschichte nicht unwichtig.


      @Wysenfelder: Das mit dem Eisentannen ist ein super Vorschlag, den werde ich so umsetzten.
      Des weiteren:
      Ja, das mit den Namen ist etwas unpraktisch. Werde ich mal schauen. Auch die Kritik daran, dass man es wohl kaum so erzählen würde, ist angekommen.
      Ordenshell und Ordenhell, ja ich weiß. Die Rechtschreibprüfung erkennt da keinen Unterschied und der Name ist so lang, dass ich ihn nicht immer finde, wenn ich ihn falsch geschrieben habe, weil ich ihn im Laufe der Geschichte umgeändert hab.


      @Morgy: Ich bin ein richtiger Freund des Dativs, nicht? :D

      Ansonsten:
      - Ich finde es nicht als faire Kritik, bereits nach 5 (!) DINA4 Seiten Action ohne Ende einzufordern. Ja, sicher, Wysenfelders Kritik ist angekommen, dass ich da etwas kürzen muss, jedoch finde ich den Hinweis nicht angemessen.
      - In die Bundeswehr darfst du mit 17 eintreten, da ist es wohl kein moralisches Verbrechen, eine 16jährige Soldatin spielen zu lassen. Oder? Vor allen in einer mittelalterlichen Welt.
      - Schön, wie du dir die Vermehrung von Holzdielen vorstellst. ^^
      - So heißen die Berge (wie aus den Kontext herauslesbar), mir fiel nur auf, dass ich irgendwo den Namen der Burg (bzw der Nachbargrafschaft) verändert habe, ohne es zu merken. Da muss ich noch mal ran.

      - Zu der Kritik an Helmbruch: Ich schrieb doch, dass er sehr schwer zu händeln ist. ^^ (händeln ist übrigens ein Wort, was hier (in den Zusammenhang) völlig normal ist) :D

      @Rael: Ja, sind wohl zu viele Namen. Blöderweise sind die wichtig, gerade im späteren Verlauf. Vielleicht lösche ich ein paar Verweise, da sie später wieder auftauchen, obwohl es mir eigentlich nicht so gefällt. Ich muss man schauen, dass was sich besser anhört.
    • Schreibfeder schrieb:

      @Rael: Ja, sind wohl zu viele Namen. Blöderweise sind die wichtig, gerade im späteren Verlauf. Vielleicht lösche ich ein paar Verweise, da sie später wieder auftauchen, obwohl es mir eigentlich nicht so gefällt. Ich muss man schauen, dass was sich besser anhört
      Ja aber du machst den gleichen Fehler wie bei der Zeitreise. Das ist too much am Anfang, weil sich das keiner merken kann. am besten füge sie ein, wenn sie wichtig werden, nach und nach.

      Ich kann die Kritik von Morgy nicht ganz nachvollziehen. Ja ok, es wäre ganz nett gewesen, wenn man jetzt mehr erfahren hätte, aber ich finde auch immer so "zwischendrin" Kapitel ganz nett, sonst wirkt die Story schnell gehetzt.
      Außerdem befinden wir uns noch ganz am anfang, und ich kann noch gar nichts richtig beurteilen grad^^

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Ich hab einige Änderungen eingefügt, wobei ich versucht habe, möglichst jede Anmerkung zu befolgen. Gerade die von Wysenfelder. Schaut doch noch einmal rüber, wenn ihr mögt.
      Auch wenn ich es versucht habe, konnte ich nicht jeden Namen rauskillen. Sorry, Rael

      Im dritten Abschnitt bin ich mit einigen Korrekturen nicht ganz glücklich geworden.
      Naja.
      Ich lade noch den nächsten beiden Teile hoch. Falls ihr dachtet, die Kerngeschichte würde vom Erzähler ausgehen, liegt ihr übrigens falsch. Ich hoffe einfach mal, dass er auch eure Zustimmung findet.

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      ~ Die Geschichte des Erzählers, der seine Zuhörerschaft trotz seiner ungeschulten Stimme einigermaßen in Bann gezogen hatte, wurde plötzlich abgebrochen, als ein Trupp Söldner in den Schankraum trat. Der Wirt machte eine kurze Geste zum alten Will, der aber schon aufgehört hatte weiterzureden. Scheinbar hatte er feinere Sinne, als die meisten Bauern, da er die Bewaffneten wohl schon deutlich früher bemerkt hatte.
      Söldner waren ein ungewohnter, und auch unwillkommener Anblick in Sandweiler. Sie bedeuteten immer Ärger. Meistens waren sie ungehobelt, störten den Frieden in der Schenke, tranken zu viel Alkohol und wurden schnell aggressiv. Nicht selten überfielen sie auch junge Mädchen und schändeten sie. Die Probleme die dadurch entstanden, ließen nicht selten ein Blutbad zurück. In diesen lernten die Bauern, dass Söldner zu Recht für ihre Waffenkünste bezahlt wurden. Und die Söldner erfuhren am eigenen Leib, dass man auch von Feldarbeit Muskeln von tödlicher Kraft erlangen konnte.
      Folglich scheuchten die Mütter ihre Kinder zügig aus der Schenke, sobald der erste Bewaffnete die aufgeraute Theke erreichte.
      „Zwei Bier, Wirt, für jeden von uns“, bestellte dieser mit grölender Stimme und lachte dabei kehlig. Der Wirt sah sich abschätzend die kampferprobten Männer an, ließ seinen Blick über die löchrigen Kettenhemden gleiten, die ganz offensichtlich nichts weiter als Plünderware war. Doch deren Äxte und Schwerter waren gut gepflegt und die Muskeln und die Haltung der Männer deuteten an, dass sie ihre Probleme gerne mit Gewalt lösten.
      Stumm fing er an, die bestellte Menge zu zapfen. Sein Widerwillen war deutlich zu erkennen.
      Als sich die Söldner in einer Ecke bequem gemacht hatten, winkte der Wirt den Erzähler zu sich.
      „Gut. Deine Geschichte war nicht die Beste, die ich hier je gehört habe, aber sie war gut genug. Für Morgen hast du noch einen Versuch, wenn diese Bande dort weg ist. Du kannst das Zimmer hinter der Küche beziehen, meine Tochter wird dir den Weg weisen. Ich will sie hier eh nicht sehen, solange diese Halsabschneidern mir die Zeit stehlen.“
      „Danke Wirt, du wirst nicht enttäuscht sein“, sagte der Greis mit brüchiger Stimme.
      „Nenne mich nicht Wirt“, bat dieser. „So nennt mich nur Abschaum wie dort in der Ecke. Nenne mich Sonn und nun gehe bitte nach hinten. Wenn ich so ein Pack als Gäste habe, will ich hier nur kräftige Bauern sehen, die ein paar Kiefer brechen können.“
      Ein schmallippiges Lächeln umspielte die Mundwinkel des alten Wills als er nickte. „Danke. Ganz wie Ihr wünscht.“


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      Kapitel 2 - Der Kampf

      Der nächste Morgen brach schön an. Die Sonne ging schon früh auf und schien warm vom Himmel, ohne tatsächlich zu brennen. Es war am Vortag in der Schenke friedlich geblieben. Die Söldner waren zwar ungehobelt und unverschämt, jedoch gab es sonst keine Probleme mit ihnen. Selbst dann nicht, als Sonn sich offen geweigert hatte, ihnen ein Zimmer zur Verfügung zu stellen.
      Diese hatten dann noch ein paar Bier gekippt und waren bald darauf zu ihren Pferden gegangen. Seitdem hatte man sie nicht mehr gesehen. Den Bauern war das nur recht.
      Diese waren schon früh auf den Beinen und schleppten die Ernte von den Feldern in den Kornspeicher. Und je weniger Sorgen man sich um solche Tagediebe machen musste, umso besser.

      „Jetzt sag mal, Hank. Wie war die Geschichte gestern Abend?“, bat die vierzehnjährige Sonja ihren deutlich jüngeren Bruder. Beide liefen über den staubigen Trampelpfad in Richtung der Felder und trugen das Mittagessen für die Bauern.
      „Nur wenn du den Korb die ganze Zeit alleine schleppst“, sagte der Junge listig.
      „Jetzt sag es, oder du kannst den ganzen Weg bis zu den Feldern alleine gehen“, drohte das Mädchen.
      „Das machst du eh nicht. Du hast viel zu viel Angst, dass Papa dich fragt wo ich bleibe“, gab Hank zurück und streckte ihr die Zunge raus.
      „Na, schön“, meinte das Mädchen hochnäsig und warf die Haare in den Nacken. „Ganz wie du willst.“
      Sie griff den Korb fester und marschierte mit strammen Schritten los, sodass sich der Junge anstrengen musste, mit ihr Schritt zu halten.
      „Warte Sonja, warte. Ich erzähle es ja“, beeilte sich Hank zu sagen, während er versuchte zu ihr aufzuschließen. Sofort ging sie langsamer und blickte ihren Bruder mit strahlenden Augen an: „Also, wie war sie?“
      Als er nicht sofort antwortete, blieb sie stehen und hielt den schweren Korb vor ihrer Schürze. „Jetzt komm schon, ich will alles wissen.“
      „Also, der Erzähler erzählte, dass er früher eine Burg hatte. Ganz groß. Und sie stand im Gebirge. Überall waren Berge. Und Bäume, die so hoch waren, wie die Türme seiner Burg.“
      „Dann war es sicher keine große Burg“, meinte das Mädchen selbstgefällig und streckte den Kopf in die Luft.
      „Doch, doch, das war sie. Und seine ganze Burg war aus Steinen und Eisenholz gemacht. Also Holz, das so hart ist wie Eisen, weißt du? Nur seine Wehrgänge hatte er aus normalen Holz gemacht.“
      „Warum sollte er das tun?“, fragte Sonja lächelnd. „Das ist doch Unsinn. Er hat euch ein Märchen erzählt. Siehst du? War doch gut, dass ich nicht dahin gegangen bin.“
      „Du bist blöd. Ich erzähle dir nie wieder was“, maulte der Junge und streckte ihr die Zunge raus.
      „Selber blöd“, gab sie zurück und stolzierte erhobenen Hauptes davon. Der Junge blieb etwas zurück, bis er plötzlich ein lautes Kreischen hörte.
    • Schreibfeder schrieb:

      Diese hatten dann noch ein paar Bier gekippt und waren bald darauf zu ihren Pferden gegangen. Seitdem hatte man sie nicht mehr gesehen. Den Bauern war das nur recht.
      Diese waren schon früh auf den Beinen und schleppten die Ernte von den Feldern in den Kornspeicher. Und je weniger Sorgen man sich um solche Tagediebe machen musste, umso besser.
      diese ... diese .. solche ließt sich komisch

      Schreibfeder schrieb:

      „Also, der Erzähler erzählte,
      unglückliche Wortwahl.

      Ein Cliffhanger also. Sind das wohl noch die Söldner? :)
      Ich fand schon, dass du etwas Spannung mit den Söldnern in der Taverne aufgebaut hattest, aber sie flaute auch gleich wieder ab. Das war irgendwie schade. Geht doch nichts über ne gute Tavernenschlägerrei :D

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!: