Soldaten der abtrünnigen Provinz

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    • @Rael: Ich gehe mal deine Fragen durch.
      1. Woher er das wissen sollte? Gute Frage, aber wer sollte denn sonst wütend auf die Söldner sein und sie gar abstechen wollen?
      2. Das der Erzähler ihnen geholfen hat, werden die Kinder hunderprozentig erzählt haben. Oder wie stelst du dir das sonst vor? :huh:
      3. Rost wäre der Tod einer Eisenware, das ist sicher. Aber es gibt noch zahlreiche andere Wege, um Metall zu verunreinigen. Alminium rostet auch nicht, aber ist kein schöner Anblick, wenn es eine Weile lang Wind und Wetter ausgesetzt ist. Dann gibt es noch Grünspan, Dreck und Ruß, die eine schmierige Schicht darüber bilden können. Außerdem wird der Dolch ja einen Ledergriff haben, und der wird arg ruiniert sein. Aber sicher könnte ich das besser umschreiben.
      4. Nein, es ist vollkommen egal, wie man das Wort schreibt. Meine Rechtschreibkontrolle hatte das auch so durchgewunken (sogar vorgeschlagen). Die Reform der Rechtschreibreform, du erinnerst dich? Das, was unsere Rechtschreibung dann komplett ruinierte. ;)
      5. Gutes Argument. Ich muss überlegen.
      6. Du denkst wieder in modernen Maßstäben. Damals war so eine Brieftaube aber tagelang unterwegs. Und war damals das schnellste Übertragungsmedium überhaupt. Da kann nichts so dringendes drin stehen, als das es nicht ein paar Stunden warten kann.
      7. Stimmt, wird korrigiert.
    • Schreibfeder schrieb:

      @Rael: Ich gehe mal deine Fragen durch.
      1. Woher er das wissen sollte? Gute Frage, aber wer sollte denn sonst wütend auf die Söldner sein und sie gar abstechen wollen?
      Ok nachvollziehbar, aber kommt in der Situation halt nicht so gut rüber.

      2. Das der Erzähler ihnen geholfen hat, werden die Kinder hunderprozentig erzählt haben. Oder wie stelst du dir das sonst vor?
      Jep macht sinn ;)

      3. Rost wäre der Tod einer Eisenware, das ist sicher. Aber es gibt noch zahlreiche andere Wege, um Metall zu verunreinigen. Alminium rostet auch nicht, aber ist kein schöner Anblick, wenn es eine Weile lang Wind und Wetter ausgesetzt ist. Dann gibt es noch Grünspan, Dreck und Ruß, die eine schmierige Schicht darüber bilden können. Außerdem wird der Dolch ja einen Ledergriff haben, und der wird arg ruiniert sein. Aber sicher könnte ich das besser umschreiben.
      Ja wie gesagt, da fehlt dann nur die Beschreibung :)

      4. Nein, es ist vollkommen egal, wie man das Wort schreibt. Meine Rechtschreibkontrolle hatte das auch so durchgewunken (sogar vorgeschlagen). Die Reform der Rechtschreibreform, du erinnerst dich? Das, was unsere Rechtschreibung dann komplett ruinierte.
      Ich erinner mich XD Ich schreibs mit F, keine ahnung..^^

      5. Gutes Argument. Ich muss überlegen.
      Bin gespannt^^

      6. Du denkst wieder in modernen Maßstäben. Damals war so eine Brieftaube aber tagelang unterwegs. Und war damals das schnellste Übertragungsmedium überhaupt. Da kann nichts so dringendes drin stehen, als das es nicht ein paar Stunden warten kann.
      Naja, grad wird da die Nachbarburg abgefackelt. Mein erste Gedanke war, da steht ne Warnung drin oder sowas... ^^ Aber ok.

      7. Stimmt, wird korrigiert.

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • 1. Was wäre denn dein Vorschlag?
      3. Beschreibung folgt, obwohl ich die Zwischensequenz eher etwas kürzer halten wollte, aber zu kurz ist natürlich tödlich.
      4. Ich hatte in dem Falle Lust es mit Ph zu schreiben. Keine Ahnung. Ich kann es aber ändern, scheint ja Fragen aufzuwerfen, was wiederrum bedeutet, das der Lesefluß unterbrochen wird.
      6. Wer sagt denn, dass die beiden Ereignisse miteinander zu tun haben?
    • Schreibfeder schrieb:

      1. Was wäre denn dein Vorschlag?
      Wenn er reinstürmt und nach den Söldnern fragt, könnte er den Grund nennen. "Diese Bastarde haben versucht.... bla bla.." irgendwie so..
      Dann müsstest du aber auch den folgesatz von Will leicht abändern.
      Und das würde dann auch die Kurve schließen, dass der Bauer weiß, dass Will seiner Tochter geholfen hat.

      Schreibfeder schrieb:

      4. Ich hatte in dem Falle Lust es mit Ph zu schreiben. Keine Ahnung. Ich kann es aber ändern, scheint ja Fragen aufzuwerfen, was wiederrum bedeutet, das der Lesefluß unterbrochen wird.
      Brauchst nicht ändern, stört überhaupt nicht. War nur ne Anmerkung

      Schreibfeder schrieb:

      6. Wer sagt denn, dass die beiden Ereignisse miteinander zu tun haben?
      Ich spinne mir wohl wieder was zurecht und sehe Gespenster wo keine sind XD

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • 1. Welcher Vater würde denn die Entehrung seiner Tochter offen ausposaunen? In einer Schenke? Vor Fremden?
      Offen zugeben, dass er seine Aufsichtspflicht vernachlässigt hat? Das er seine Schutzbefohlenden vielleicht beinahe verloren hätte? Wer weiß, was der Söldner denn mit Zeugen gemacht hätte.
      Nein, das erscheint mir wenig sinnvoll.
      Natürlich wird es auch so die Runde machen, in dem Dorf wird man nichts geheimhalten können, aber der Bauer? In all seinen Zorn? Noch vernünftige, langatmige Sätze formen?
      Wenn er noch in der Lage wäre, sich ruhig zu artikulieren, hätte er wohl kaum einen Dolch vor Unbeteidigten in die Theke gerammt und sich benommen, wie ein wilder Stier.
      4. Mal gucken, wenn es noch mehr anmerken, werde ich es ändern.
      6. Naja, du als Leser weiß ja, dass es einen Zusammenhang geben muss, sonst hätte ich es nicht erwähnt. Aber der Protagonist kann es zu dem Zeitpunkt nicht wissen. DIe Ereignisse sind auch zeitlich nicht übereinstimmend. Die Taube braucht etliche Tage bis zu ihm hin, aber erst am Vortag brannte die Nachbarburg ab. Da kann für ihn kein Zusammenhang bestehen.
    • Schreibfeder schrieb:

      1. Welcher Vater würde denn die Entehrung seiner Tochter offen ausposaunen? In einer Schenke? Vor Fremden?
      Offen zugeben, dass er seine Aufsichtspflicht vernachlässigt hat? Das er seine Schutzbefohlenden vielleicht beinahe verloren hätte? Wer weiß, was der Söldner denn mit Zeugen gemacht hätte.
      Nein, das erscheint mir wenig sinnvoll.
      Natürlich wird es auch so die Runde machen, in dem Dorf wird man nichts geheimhalten können, aber der Bauer? In all seinen Zorn? Noch vernünftige, langatmige Sätze formen?
      Wenn er noch in der Lage wäre, sich ruhig zu artikulieren, hätte er wohl kaum einen Dolch vor Unbeteidigten in die Theke gerammt und sich benommen, wie ein wilder Stier.
      Er könnte es andeuten und den Satz selber wieder abbrechen, wenn das hilft. (Das würde auch zu seiner Stimmung passen) - Das wäre meine einzige Idee diese Kurve zu kriegen, ob das Sinn macht, musst du entscheiden :)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Rael schrieb:

      Du beschreibst den Konflikt der beiden Grafschaften sehr schön. Fast schon etwas zuviel, aber es ist noch im Rahmen. Man kriegt so ein gutes Bild von dessen Vergangenheit.
      Ich sagte doch es passt noch :) Wenn es noch mehr gewesen wäre, dann wäre es zuviel gewesen.
      Irgendwie reden wir heute aneinander vorbei :D

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Schreibfeder schrieb:

      Der Wirt Sonn, der sich mit einem Großbauern unterhielt,
      Sonn wurde schon vorgestellt

      Schreibfeder schrieb:

      Sonn war sichtbar zufrieden und eifrig dabei Bier zu zapfen, oder sonstige Getränke fertigzumachen.

      Im zweiten Post waren ein paar derern/deren-Fehlerchen drin, als es um den Minenkrieg ging, aber die findest du wahrscheinlich beim Überarbeiten xD
      Die Szene mit dem Taubenschlag fand ich ziemlich nichtssagend, da muss ich wohl mal abwarten, was das soll. Warum er wohl den Brief nicht liest? Da muss ich @Rael beipflichten, Zeit für die paar Zeilen wird wohl sein.
      Außerdem passt seine Art, mit dem Heiler umzuspringen, nicht so ganz zu seiner milden Regentschaft, das wirkt irgendwie unrund. Zumal ein paar Sätze später wieder gesagt wird, wie wenig er einfordert.
      Der Absatz, warum er kaum Steuern abript und trotzdem Bevölkerungswachstum hat, gefällt mir übrigens außerordentlich gut. Das war zu damaligen Zeiten immerhin ein wichtiger Faktor, Leute in seinem Land zu haben. Außerdem macht es Sinn, seine ungewöhnliche Taktik zu erklären, denn jeder Zuhörer wird sich fragen, wie ein Fürst auf so eine Idee kommt.
      Steuern niedrig ist übrigens auch meine Standardtaktik in Strategiespielen :D Funktioniert immer :D

      Ich gehe euer Fragen Hin-und-Her jetzt nicht durch, aber ja, weshalb wollte er, dass Lydia nichts mitbekommt? Schließlich redet wohl die halbe Welt über das Feuer und sie wird alles schon wissen.

      Und ab dann gibts auch nichts mehr zu meckern. Der Rest war super. Die räudigen Käfer bedeuten dann wohl, dass ein Massaker stattgefunden hat xD Wäre nicht überraschend und tut viel zur spannenden Stimmung. Da klopft einem das Herz, wenn man in ein menschenleeres Land reinreitet, das ohnehin nicht als freundlich bekannt ist. Gefahr an jeder Ecke! Gut gemacht, in dem Stil gerne weiter.
      "Sehe ich aus wie einer, der Geld für einen Blumentopf ausgibt, in den schon die Pharaonen gepisst haben?"
    • @Wysenfelder: Er wurde zwar schon vorgestellt, aber ich war mir da nicht sicher, ob der Name ohne weiteres zuzuordnen ist. Gerade weil ich ja im ganzen Text hin und herspringe.
      Den zweiten Abschnitt werde ich hingegen umgehend löschen.

      @Rael: Okay, dann hab ich nichts gesagt. ^^

      Okay, ich werde da noch beim Taubenschlag/Brieftaubennachricht einen Satz hinzufügen, der alles erklärt.
      Aber natürlich spielen die Brieftauben noch eine Rolle, sonst würde ich sie ja nicht erwähnen. ^^

      Bezüglich Lydia: Hab ich schon korrigiert. Lade ich morgen dann hoch (spätestens übermogen) mit dem neuen Teil.#
    • Im gestreckten Galopp eilten wir durch die dichten Tannenwälder. Wie ich dabei widerwillig zugeben musste, waren deren Straßen besser ausgebaut als meine. Wir kamen gut voran, auch wenn das Gelände bisweilen stark anstieg. Schließlich zählte der Stolzenberg, ebenso wie der Tannenberg, zu den Ausläufern des Hochgebirges. Beide Burgen waren ungefähr auf halber Höhe zum Bergland errichtet worden. Nahe genug, um die Handelsstraße und die Täler zu kontrollieren, aber auch Nahe genug, um den Minen militärischen Schutz zukommen zu lassen.
      Dennoch ritten wir eine gefühlte Ewigkeit, bis wir auf eine weite, offene Fläche trabten, die von Steintrümmern übersäht war. Erst nach einigen Augenblicken begriff ich, dass sich vor uns die Reste der Burg Rosenstolz befanden.
      Es stand keiner der hochmütigen Türme mehr, die Wehrzinnen lagen abgebrochen zu Boden, die Mauern waren größtenteils eingerissen und vom Haupthaus waren nur noch rußgeschwärzte Balken übrig. Der Brandgeruch war allgegenwärtig, obwohl nirgendwo Rauch zu erahnen war.
      Ich ließ absitzen und wir verteilten uns zwischen den Trümmern. Nur Lydia blieb da, wo sie auch hingehörte. Sie hielt auf ihrem Pferd am Waldrand stolz unser Banner hoch, sodass jeder sehen konnte, wer hier nach Antworten suchte.
      Meiner Grafschaft vorzuwerfen, dass ich hierfür verantwortlich sei, wäre töricht. Tannenberg war klein und mein Heer geradezu lächerlich in der Zahl. Gegen den deutlich reicheren und mächtigeren Rosenstolz, konnten wir uns nur aufgrund des unwegsamen Terrains behaupten und selbst sie besaßen keine Macht, die uns gefährlich werden konnte. Das haben die zahlreichen kleinen bewaffneten Konflikte zwischen uns hinreichend bewiesen.
      Aber irgendwer hatte dessen Burg vernichtet und das so gründlich, dass ein Wiederaufbau nicht innerhalb einer Generation stattfinden konnte. Natürlich spielte ich mit dem Gedanken, mir Rosenstolz einzuverleiben, aber verwarf ihn sofort wieder. Die Herren von Rosenstolz hatten viele reiche Söhne und Töchter an fremden Orten. Ein Jeder mit genug Gold, um mich militärisch in Schwierigkeiten zu bringen, sollte ich meine mageren Ressourcen dafür verwenden, ein fremdes Land zu besetzen.
      Mit fachkundigem Blick ließ ich meine Augen über die Reste der Burgmauer wandern, als mich Helmbruch zu sich rief. Er hockte an einem Trümmerblock und scharrte mit seinem Dolch daran herum.
      „Was gibt es?“, fragte ich mit neutraler Stimme, als ich seiner Bitte nachgekommen war.
      „Siehst du dieses gelbe Pulver hier?“, fragte er zurück und deutete auf einen Stein, der tatsächlich von einem groben, gelblichen Staub bedeckt war. Als ich mich umsah, bemerkte ich, dass fast jeder Brocken der Umgebung mit diesen Rückständen behaftet war.
      „Ja, was ist das?“, erkundigte ich mich.
      „Schwefelsalz“, antwortete er mir. „Das ist...unerwartet.“
      „Inwieweit“, wollte ich mit gerunzelter Stirn von ihm erfahren. Sein Verhalten fand ich merkwürdig und das beunruhigte mich langsam. „Ist das nicht was aus der Küche?“
      „Ja, man kann es auch zum Pökeln verwenden“, gab Helmbruch zu. „Aber nicht in dieser Reinheit, nicht mit dieser Farbe. Es wäre tödlich giftig. Ich kenne nur einen Zweck, den es erfüllen kann.“
      „Und der wäre?“, hakte ich nach. Ich hasste es, wenn er mich auf die Folter spannte.
      „Es ist brennbar. Und es brennt sehr schnell...und heiß“, sagte er langsam und blickte mir direkt in die Augen. „Und jetzt überleg mal, wie viel hier gelagert werden musste, damit solch eine Menge übrig bleibt. Du hast das Feuer doch gesehen. Die Hitze muss gewaltig gewesen sein.“
      „Vielleicht wegen dem Regen? Die Rückstände, meine ich“, überlegte ich laut.
      „Möglich“, gab er nach kurzem Nachdenken zu und schien sich zu beruhigen.
      „Und es war nicht nur das Feuer, was eine solche Zerstörung angerichtet hat“, raunte ich ihm leise zu und deutete mit einem versteckten Wink, damit Lydia nichts mitbekam, zu einem Teil der Wehrmauer. Hatte ich selbst noch nicht viele Kriege gesehen, so wusste ich doch, wie eine Mauer aussah die von Einreißhaken zerstört wurde.
      „Also kein Monster, Herr. Nur gewöhnliches Menschenwerk“, meinte er zu mir und wischte seinen Dolch an seiner Hose ab. Er hörte sich beinahe enttäuscht an.
      Ja, ich sehe auch die Enttäuschung in euren Gesichtern, aber ich war alarmiert.
      Wäre es ein Untier gewesen, hätte ich mich darauf vorbereiten können. Noch lieber wäre es mir natürlich, wenn es ein Unfall gewesen wäre, aber dann hätten hier Menschen sein müssen. So aber, war es offensichtlich ein Angriff.
      Nur von wem? Rosenstolz hatte einige Feinde, sicher, ich war einer von ihnen. Aber keiner hatte solch beängstigende Möglichkeiten. Selbst die Grafschaften auf der anderen Seite des Gebirges nicht, mit denen auch Tannenberg von Zeit zu Zeit im Streit lag. Und diese waren die härtesten Gegner, die wir hier kannten, denn sie hatten viele Bodenschätze und die bessere Erde.
      Außerdem beunruhigte mich noch eine andere Sache. Denn obwohl weder Helmbruch noch ich es offen ausgesprochen hatten, gab es nur eine Möglichkeit, wie jemand solche Menge von gelben, brennbaren Pulver in eine befestigte Burg bringen konnte:
      Verrat. ~

      ~ Der alte Will brach seine Geschichte ab und langte zu seinem Kräuterwasser. Die meisten Bauern hatten ihm andächtig gelauscht, vor allem die Kinder und junge Mütter hingen geradezu an den Lippen des alten Wills. Einige der Älteren hatten sich hingegen schnell zurückgezogen, tranken ihr Bier und ließen alles an sich vorbeiplätschern.
      „Warum hörst du auf?“, wollte die kleine Sonja protestierend erfahren. Der Erzähler lächelte.
      „Ihr habt alle von den Abtrünnigen gehört, die es allerorts geben soll. Von der Unruhe im Königreich, welche alle Grafschaften umfasst. So lasst mich nun berichten, was die wahren Gründe hierfür sind.“ ~


      ____

      Der Cliffhanger war keine Absicht, gebt den Erzähler dafür die Schuld, nicht mir. :this:

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    • Noch vor allem anderen: Mir gefallen einige Kleinigkeiten in deiner Geschichte, wie dass du erklärst, warum andere Reiche besser gerüstet sind. So etwas in der Art:

      Schreibfeder schrieb:

      Und diese waren die härtesten Gegner, die wir hier kannten, denn sie hatten viele Bodenschätze und die bessere Erde.
      Das macht alles noch realistischer. Nicht einfach nur "die haben mehr Soldaten", was prinzipiell ja schon ausreichen würde als Grund.

      Zum Allgemeinen:

      Schreibfeder schrieb:

      Ich verstand nicht, was es dort zu sehen gab, kam aber folgsam seiner Bitte nach.
      Diesen Satz könntest du zugunsten des Leseflusses einfach streichen oder umwandeln in etwas wie "neugierig wollte ich mir seine Entdeckung ansehen" xD


      Schreibfeder schrieb:

      „Das ist ein...unerwartet.“
      Entweder fehlt etwas oder "ein" muss weg

      Schreibfeder schrieb:

      vor allem die Kinder

      Schreibfeder schrieb:

      Ihr habt alle von den Abtrünnigen gehört, die es allerorts geben soll. Von der Unruhe im Königreich, welche alle Grafschaften umfasst.

      Im oberen Teil war noch etwas Kleinkram, aber das passt schon :D

      Also die Geschichte des Erzählers ist ziemlich spannend und er (du) hält das Ganze am Laufen. Verrat wäre natürlich eine miese Sache, denn davor ist auch die kleine Grafschaft nicht gefeit. An seiner Stelle würde ich schleunigst nach überdimensionierten Salzlieferungen in seiner Burg suchen :D
      Mal sehen, was noch so ans Tageslicht kommt, gerne mehr davon.
      "Sehe ich aus wie einer, der Geld für einen Blumentopf ausgibt, in den schon die Pharaonen gepisst haben?"
    • Die paar Kleinigkeiten sind spätestens zum Wochenende eingepflegt. Ich hab auch schon die Korrekturen bei Lydia und der Brieftaubennachricht eingefügt, finde aber, dass nun dort der Text etwas "schlingert". Ich weiß nicht, wie ich das besser beschreiben sollte. Mir fehlt da eine gewisse Konsitenz, es ist eher so, als wenn von Gedankensprung zu Gedankensprung wietererzählt wird. Was unter mständen ja realistisch ist, keine Frage.

      ____

      Kapitel 3 - Die weiße Garde

      ~ Als wir nun am Abend zurück in die Burg ritten, war ausnahmslos jeder von uns müde und erschöpft. Vor allem Lydia, konnte sich kaum noch aufrecht im Sattel halten.
      Kaum waren wir innerhalb der Burgmauer, eilte natürlich schon stehenden Fußes Sun zu ihr, hüllte sie in einer Decke und schob sie in das Haupthaus und zweifellos in ihr eigenes Bett. An einem normalen Tag, hätte sie das niemals zugelassen.
      Auch Ordenshell und mich hatten die Ereignisse ausgezehrt. Müde übergaben wir beide das Kommando an Bornhelm und die Pferde an herbeigeeilte Knechte und gingen dann sofort schlafen. Kahn und Helmbrecht sah ich schon gar nicht mehr, so schnell waren sie verschwunden. Obwohl sicher so einigen Mägden und Soldaten die Fragen in den Augen glänzten, war aus uns Nichts herauszubekommen.

      Jetzt lasst mich vom nächsten Tag erzählen, an dem ich endlich die Wahrheit erfuhr, die ich nun an euch weitergeben werde.
      Der Morgen begann noch friedlich. Ich konnte ausschlafen und ging dann zeitig runter in die Küche. Es brachte Marta fast um den Verstand, wenn ich dort war, aber ich hatte Hunger und nutzte in solchen Fällen stets den Weg des geringsten Aufwandes.
      Ein halber Laib Brot und einen scharf eingelegten Käse später, ging es mir viel besser. Ich erinnerte mich an zweierlei Dinge, die ich noch erledigen musste. Zum einen, musste ich dringend die Nachricht meines Vaters lesen. Zum anderen, meine Burg nach verdächtigem, gelbem Pulver absuchen.
      Helmbrecht hatte mir während des Rittes anvertraut, dass es sehr empfindlich auf Wasser reagierte. Also musste ich nur die Stellen durchsuchen, die trocken waren und man gut Dinge lagern konnte.
      Mir fielen da nur die Tunnel ein. Ein Netzwerk aus Schächten und Höhlen tief unter meiner Burg.
      Nun dürft ihr euch diese nicht als dunkle, düstere und feuchte Gänge vorstellen, wie euch das zweifellos im Kopf herumspukt. Burg Tannenberg war auf festem Fels errichtet worden. Die Tunnel gingen tief in den steinigen Schoß des Gebirges hinein und waren in früheren Zeiten sehr oft genutzt worden. Es gab sogar die Gerüchte über unterirdische Fluchtwege, aber keiner wusste mehr, wo diese lagen. Geschweige denn, wie diese gesichert waren, oder welche tödlichen Überraschungen dort unten lauern mochten.
      Alles in allem, war es also der perfekte Ort, um eine gefährliche Substanz in meine Burg zu schmuggeln und geschickt zu verstecken.
      Also verabschiedete ich mich höflich von Marta, die so tat, als sei ich gar nicht anwesend. Vermutlich als kleine Strafe für mein Betragen, was die anderen Küchenmägde jedoch höchstens zum Lächeln reizte.
      Draußen schnappte ich mir zwei junge Soldaten, Willaar und Branko, und sagte für alle Fälle Kahn Bescheid. Die Tunnel waren schließlich nicht ungefährlich.
      Der bequemste Weg dort runter, führte über die Vorratskammern. Ironischerweise kamen wir dabei wieder an der Küche vorbei. Unsere Schritte stampften Staub auf, während wir zwischen Schinken, Käselaiben, Eingelegtem und unzähligen Säcken voller Mehl hindurchmarschierten, bis wir die tiefer gelegenen Ebenen erreichten. Noch immer waren die Tunnel gut ausgebaut. Robuste Steinfliesen bedeckten den Boden, sauber verputzt. Die Wände waren bis hoch zur gewölbten Decke mit ockerfarbenen Fliesen verkleidet. Die Luft roch frisch, wenn auch mit einer Spur von Staub. Regelmäßig waren Lichteinlässe zu finden, die die oberen Tunnel mit Tageslicht und Frischluft versorgten. Wo das nicht ausreichte, waren Fackeln und Lichtsteine angebracht, die jedoch nicht brannten. Wozu auch? Ich benötigte die Gänge nur selten, obgleich ich sie natürlich kannte. Vielleicht besser als jeder andere in der Burg. Oder was glaubt ihr, wo sich ein junger Grafensohn gerne vor seinen Lehrern versteckte?
      Dennoch betraten wir bald Teile des Tunnelnetzes, die selbst ich nicht kannte. Bis dorthin hatte ich nichts gefunden, was auch nur im Ansatz verdächtig war, aber ich traute dem Frieden nicht. Also holte ich einen groben, alten Schlüssel vom Haken und schloss eine der wuchtigen Türen auf, die es hier unten verstreut gab. Deren genauen Zweck, kannte niemand mehr. Sie waren allesamt aus Eisenholz und sahen aus, als wären sie erst gestern in die Fassung gehängt worden. Nur die rostigen Schlösser und Scharniere ließen erahnen, wie alt diese Türen in Wirklichkeit waren.
      Nun benötigte ich zwischendurch tatsächlich einige der Lichtsteine. Ich weiß nicht, ob ihr die kennt. Sie sind etwa faustgroß und milchig-weiß. Sie bestehen aus einem seltenen Mineral, das, wenn man es einmal berührt, für Stunden Licht erzeugt. Wir glauben, aus der Körperwärme, denn sie sind eisig kalt, wenn man sie anfasst.
      Genauso frostig war auch plötzlich die Stimme von Willaar, der hinter mir stehen blieb.
      „Herr, bis hierhin und nicht weiter!“
      „Wie bitte?“, fragte ich, mehr verwirrt, denn wütend.
      „Wenn du jetzt weitergehst, wirst du mir alles ruinieren und das kann ich nicht zulassen.“
      „Wie meinst du das?“, fragte ich ihn. Aus seinen Worten wurde ich nicht schlau.
      „Du hast mich schon verstanden“, sagte er drohend und zog sein Schwert. „Branko, komm, wie abgesprochen!“
      Mir rauschte ein kalter Schauer über den Rücken, das könnt ihr mir glauben. Ich hatte also die Verräter gefunden, aber zum gänzlich unglücklichsten Zeitpunkt. Ich war tief unter meiner Burg und auf mich gestellt, denn Branko zeigte sich unentschlossen. Noch immer steckte seine Waffe in der Scheide und er unterstützte weder Willaar, noch mich. Sein Lehnsherren zu verteidigen, wäre aber seine Pflicht gewesen, was bewies, dass Willaar nicht gelogen hatte.
      „Du hast einen Fehler gemacht“, sagte ich mit kalter Stimme. Noch bevor er darauf antworten konnte, hatte ich schon meine eigene Klinge gezückt.
      Sein Schwert zuckte umgehend vor. Mit Müh und Not parierte ich den heimtückischen Stoß. Metall klirrte und prellte mir fast die Klinge aus der Hand. Eine Bewegung aus dem Augenwinkel. Ein ungeschickter Abwehrhieb. Prompt zog ein tauber Schmerz bis zum Ellenbogen hinauf. Plötzlich erlahmte die Bewegung von Willaar.

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      Schreibfeder schrieb:

      ~ Als wir nun am Abend zurück in die Burg ritten, war ausnahmslos jeder von uns müde und erschöpft. Vor allem Lydia, konnte sich kaum noch aufrecht im Sattel halten.
      Kaum waren wir innerhalb der Burgmauer, eilte natürlich schon stehenden Fußes Sun zu ihr, hüllte sie in einer Decke und schob sie in das Haupthaus und zweifellos in ihr eigenes Bett. An einen normalen Tag, hätte sie das niemals zugelassen.
      Auch Ordenshell und mich hatten die Ereignisse ausgezehrt. Müde übergaben wir beide das Kommando an Bornhelm und die Pferde an herbeigeeilte Knechte und gingen dann sofort schlafen. Kahn und Helmbrecht sah ich schon gar nicht mehr, so schnell waren sie verschwunden. Obwohl sicher so einigen Mägden und Soldaten die Fragen in den Augen glänzten, war aus uns nichts Gescheites (Empfehlung: Gescheites löschen) herauszubekommen.

      Nun lasst mich vom nächsten Tag erzählen, wo ich endlich die Wahrheit erfuhr, die ich nun an euch weitergeben werde.
      Der Morgen begann noch friedlich. Ich konnte ausschlafen und ging dann zeitig runter in die Küche. Es brachte Marta fast um den Verstand, wenn ich dort war, aber ich hatte Hunger und nutzte in solchen Fällen stets den Weg des geringsten Aufwandes.
      Ein halbes Laib Brot und einen scharf eingelegten Käse später, ging es mir viel besser. Ich erinnerte mich an zweierlei Dinge, die ich noch erledigen musste. Zum einen, musste ich dringend die Nachricht meines Vaters lesen. Zum anderen, meine Burg nach verdächtigem gelben Pulver absuchen.
      Helmbrecht hatte mir während des Rittes anvertraut, dass es sehr empfindlich auf Wasser reagierte. Also musste ich nur die Stellen durchsuchen, die trocken waren und man gut Dinge lagern konnte.
      Mir fielen da nur die Tunnel ein. Ein Netzwerk aus Schächten und Höhlen, tief unter meiner Burg.
      Nun dürft ihr euch diese nicht als dunkle, düstere und feuchte Gänge vorstellen, wie euch das zweifellos im Kopf herumspukt. Burg Tannenberg war auf festem Fels errichtet worden. Die Tunnel gingen tief in den steinigen Schoß des Gebirges hinein und waren in früheren Zeiten sehr oft genutzt worden. Es gab sogar die Gerüchte über unterirdische Fluchtwege, aber keiner wusste mehr, wo diese lagen. Geschweige denn, wie diese gesichert waren, oder welche tödlichen Überraschungen dort unten lauern mochten. _ kein Absatz
      Alles in allen, war es also der perfekte Ort, um eine gefährliche Substanz in meine Burg zu schmuggeln und geschickt zu verstecken.
      Also verabschiedete ich mich höflich von Marta, die so tat, als sei ich gar nicht anwesend. Vermutlich als kleine Strafe für mein Betragen, was die anderen Küchenmägde jedoch höchstens zum Lächeln reizte.
      Draußen schnappte ich mir dann zwei junge Soldaten, Will und Branko, und sagte für alle Fälle Kahn Bescheid. Die Tunnel waren schließlich nicht ungefährlich.
      Der bequemste Weg dort runter,(glaub ich xD) führte über die Vorratskammern. Ironischerweise kamen wir dabei wieder an der Küche vorbei. Unsere Schritte stampften (vielleicht eher "stampfende schritte wirbelten Staub auf"?) Staub auf, während wir zwischen abgehangenem Schinken, Met, Bier und Weinfässern, Eingelegtem, Käselaiben und Säcken voller Mehl durchmarschierten, bis wir die tiefer gelegenen Ebenen erreichten. (Diese Aufzählung ist etwas lang geraten, nach Weinfässern stocke ich beim Lesen) Noch immer waren die Tunnel gut ausgebaut. Robuste Steinfliesen bedeckten den Boden, sauber verputzt. Die Wände waren durchgängig mit ockerfarbene Fliesen verkleidet, bis hoch zur gewölbten Decke. Die Luft roch frisch, wenn auch mit einer Spur von Staub. Regelmäßig waren Lichteinlässe zu finden, die die oberen Tunnel mit Tageslicht und Frischluft versorgten. Wo das nicht ausreichte, waren Fackeln und Lichtsteine angebracht, obgleich diese im Moment nicht brannten. Wozu auch? Ich benötigte die Gänge nur selten, obgleich ich sie natürlich kannte. Vielleicht besser, als jeder andere der Burg. Oder was glaubt ihr, wo sich ein junger Grafensohn gerne vor seinen Lehrern versteckte? (Nice :D)
      Dennoch betraten wir bald Teile des Tunnelnetzes, die selbst ich nicht kannte. Bis dorthin hatte ich nichts gefunden, was auch nur im Ansatz verdächtig war, aber ich traute dem Frieden nicht. Also holte ich einen groben, alten Schlüssel vom Haken und schloss eine der wuchtigen Türen auf, die es hier unten verstreut gab. Deren genauen Zweck, kannte niemand mehr. Sie waren allesamt aus Eisenholz und sahen aus, als wären sie erst gestern in die Fassung gehängt worden. Nur die rostigen Schlösser und Scharniere ließen erahnen, wie alt diese Türen in Wirklichkeit waren.
      Will und Branko folgten mir,(nicht sicher, ob das weg kann) ohne zu murren. Sie wirkten eher fasziniert, wie kleine Kinder, als ich sie durch die schattigen Schächte führte.
      Nun benötigte ich zwischendurch tatsächlich einige der Lichtsteine. Ich weiß nicht, ob ihr die kennt. Sie sind etwa faustgroß und milchig-weiß. Sie bestehen aus einen seltenen Mineral, das, wenn man es einmal berührt, für Stunden Licht erzeugt. Wir glauben, aus der Körperwärme, denn sie sind eisig kalt, wenn man sie anfasst. (und danach dann warm?)
      Genauso frostig war auch plötzlich die Stimme von Will, der hinter mir stehen blieb.
      „Herr, bis hierhin und nicht weiter!“
      „Wie bitte?“, fragte ich. (Empfehlung: Semikolon und dann klein weiter)Mehr verwirrt, denn wütend.
      „Wenn du jetzt weitergehst, wirst du finden, was du hier gesucht hast und das kann ich nicht zulassen.“
      „Wie meinst du das?“, fragte ich ihm. Aus seinen Worten wurde ich nicht richtig schlau.
      „Du hast mich schon verstanden“, sagte er drohend und zog sein Schwert. „Aber ich denke, ich werde es mir einfacher machen. Wenn ich dich töte, werde ich sicher sofort ein Teil der weißen Garde. Ich habe mit Branko gesprochen und auch mit anderen. Wir werden alle aufsteigen.“ (normalerweise würde ich dir diese lange Erklärung vor dem "Angriff" bemängeln xD Bin kein Freund vom rumlabernden Bösewichten, die all ihre Pläne erzählen. Aber da der Erzähler erzählt, ist es ja durchaus möglich, dass er etwas ausschmückt. Nur mein Gedanke)
      Mir rauschte ein kalter Schauer über den Rücken, das könnt ihr mir glauben. Ich hatte also die Verräter gefunden, aber zum gänzlich unglücklichsten Zeitpunkt. Ich war tief unter meiner Burg und auf mich gestellt, denn Branko zeigte sich unentschlossen. Noch immer steckte seine Waffe in der Scheide und er unterstützte weder Will, noch mich. Seinen Lehnsherren zu verteidigen, wäre aber seine Pflicht gewesen, was bewies, dass Will nicht gelogen hatte.
      „Du hast einen Fehler gemacht“, sagte ich mit kalter Stimme. Noch bevor er darauf antworten konnte, hatte ich schon meine eigene Klinge gezückt.
      Sein Schwert zuckte umgehend vor. Mit Müh und Not parierte ich den heimtückischen Stoß. Metall klirrte und prellte mir fast die Klinge aus der Hand. Eine Bewegung aus dem Augenwinkel. Ein ungeschickter Abwehrhieb. Prompt zog ein tauber Schmerz bis zum Ellenbogen hinauf. Plötzlich erlahmte die Bewegung von Will.


      Okay, so viel mal dazu. Ich hab nur so ausführlich korrigiert, weil ich a) gerade viel Zeit hab im Büro und b) mir diesmal ziemlich viel aufgefallen ist :D Sonst mach ich das eigentlich nicht. Rot kann gelöscht oder überarbeitet werden, türkis hab ich bereits korrigiert eingefügt.

      Joa, da hat er genau die richtigen Begleiter ausgewählt. Ich hab mich nur gefragt, weshalb er zwei zufällige Typen greift und nicht seine üblichen Homies. Die hätte ich lieber an meiner Seite gehabt. Aber so beseitigt er sein Problem eben gleich xD Mehr hab ich nicht zu sagen, weiter, bitte.
      "Sehe ich aus wie einer, der Geld für einen Blumentopf ausgibt, in den schon die Pharaonen gepisst haben?"
    • Die Empfehlungen sind gut. Ich denke, die werde ich im groben und ganzen so übernehmen. Die meisten Punkte, die du angesprochen hast, da habe ich selbst schon überlegt. Aber im Endeffekt fiel mir nichts besseres ein, also ließ ich es einfach so.

      Die Aufzählung war zu lang, gerade für eine Erzählung, ganz klar, ich wusste nur nicht, was ich daraus löschen will. Bei den Lichtsteinen, war ich mir selbst nicht so sicher, was sinnvoller ist. Sie entziehen den Körper Wärme, um für ein paar Stunden Licht zu erzeugen. Sie dürfen aber nicht grell werden, also nur ein begrenzte Aufnahmevolumen der Wärme haben. Würde sonst keine praktische Verwendeung als Lichtquelle sein.
      Also bei den Gedankengang, würden die dann später halt sich der Körpertemperatur, wie ein normaler Stein, anpassen. Zumindest hab ich mir das so vorgestellt.
    • Gab die ersten Korrektren eingepflegt, der Rest kommt morgen. Vorher noch den nächsten Teil. Dann muss ich aber noch das kurze Verhör logisch aufbauen. Die jetztige Variante ist unglücklich.

      ____

      „Du hast noch einen zweiten Fehler gemacht“, sagte da Branko hinter ihm, während er sein Schwert gegen dessen Nacken drückte.
      „Du hattest es mir zugesichert“, widersprach Willaar langsam.
      „Einen feuchten Kehricht hab ich!“, stieß er hervor und seine Klinge zitterte besorgniserregend, also ging ich dazwischen.
      Nun, ich weiß bis heute nicht, ob Branko nur im Suff zuviel geredet, oder ob er rege am Verrat mitgearbeitet hatte, aber ihr könnt euch vorstellen, dass ich ihm nicht mehr trauen konnte. Streng genommen, konnte ich mich nur noch auf wenige tatsächlich verlassen.
      Also schleppte ich Willaar in eine meiner Zellen und nahm den Schlüssel zum Gitter sicherheitshalber mit. Es wäre sehr unglücklich, wenn mein einziger Zeuge zufällig verstarb. Etwas, was ich vorher nie für möglich gehalten hatte, nun aber tatsächlich befürchten musste.
      Daher flog Branko im hohen Bogen aus meiner Burg und musste vorher äußerst unangenehme Gespräche mit Ordenshell führen. Leider wusste er nicht viel, oder zumindest behauptete er das. Nur das ihm Willaar mehrmals versprochen hatte, mittels eines kleinen Verrates in die königlichen Streitkräften aufzusteigen.
      Aber schon das war beunruhigend genug. Ja, ich und meine Grafschaft schätzten unsere Unabhängigkeit, aber wir standen dennoch treu zur Krone. Oder zumindest dachten wir das bis dahin. Mein Vater war ja sogar im königlichen Rat. Das es da vermutlich eine Verbindung gab, war mir klar, dass ich nun die Nachricht lesen sollte
      Prompt stand ich wieder in meinem eigenen Arbeitszimmer, was genauso unordentlich aussah, wie ich es verlassen hatte. Der gewohnte Geruch nach Staub und altem Papier lag in der Luft. Sogar die kleine gerollte Nachricht der Brieftaube, die ich nachlässig auf den Schreibtisch gepfeffert hatte, war genau dort, wo ich sie zurückgelassen hatte. Hier schien sich kein Spion eingeschlichen zu haben, was mich spürbar erleichterte.
      Nun will ich euch erzählen, was in der Nachricht stand, denn das dürfte etwas sein, von dem ihr selbst noch nichts gehört habt:
      „Mein lieber Sohn,
      Beängstigendes geht im Königreich vor. Der alte König ist tot und sein Vetter Helldorn hat die Macht übernommen. Der königliche Rat ist entmachtet und alle Berater stehen unter „Hausarrest“. Die Nachricht vom Tod des Königs soll nicht bekannt werden. Ich weiß nicht warum, aber ich werde es herausfinden.
      Sei vorsichtig und Glück auf allen Wegen.“

      Mein Vater war also ein Gefangener des Königs, aber warum? Warum sollte es ein Geheimnis bleiben, dass der alte König tot war? Und ich durfte dabei Willaars Taten nicht vergessen. Warum hatte also der König Rosenstolz vernichtet? Warum wollte er Tannenberg ebenfalls vernichten?
      Der Brief war keine Hilfe, sondern hatte nur noch mehr Fragen aufgeworfen, aber ich fand, es wurde Zeit für ein paar Antworten, also ging ich umgehend wieder runter in die Tunnel und direkt zum Verlies.
      Wie gesagt, ich war ein milder Herrscher. Meine Gesetze ähneln stark denen, die hier in der Grafschaft Langmark gelten. Auf Raub, Betrug, Schändung oder gar Mord, folgte eine angemessene Geldbuße. Wer diese nicht aufbringen konnte, wurde enteignet, nackt aus der Stadt getrieben und für vogelfrei erklärt.
      Meine Kerker waren daher immer leer. Immerhin waren die Zellen und Gänge deswegen auch immer in einem tadellosen Zustand. Sie wurden gelegentlich sogar gereinigt und der Zustand regelmäßig überprüft.
      Deswegen überraschte es mich auch nicht, eine meiner Mägde vor den Zellen zu sehen, die Willaar ein Tablett mit Essen unter der Gittertür durchschob.
      „Tja, da hast du wohl auf das falsche Pferd gesetzt“, lächelte sie. „Du hättest wissen müssen, dass wir unsere Heimat zu sehr lieben.“
      „Verspotte ihn nicht“, meinte ich und machte damit auf mich aufmerksam. Sie zuckte schuldbewusst zusammen.
      „Nein, Herr. Verzeiht“, sagte sie und verbeugte sich keck vor mir, bevor sie davoneilte. Kopfschüttelnd blickte ich ihr hinterher. Sie war schon ein netter Anblick, oh ja, damals hatte ich noch solche Gedanken. Heute bin ich nun wahrlich keine Gefahr mehr für die Tugend schöner Frauen. Leider.
      Ich trat also vor das Gitter. Andere Kerker waren vielleicht dunkle, feuchte Orte, aber mein Gefängnis nicht. Es war sauber, mit denselben ockerfarbenen Steinen gefliest, wie auch der Rest meiner Tunnel. Es gab genug Frischluft und sogar Tageslicht fiel durch eine versteckte Öffnung.

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    • Erzähltechnisch hat sich der Erzähler im Vergleich zum Vorabend gesteigert. Allerdings war auch hier ein langatmiger Part drinnen. Den beschriebenen Minenkampf und das Ende hingegen fand ich sehr gut!

      Spoiler anzeigen

      Schreibfeder schrieb:

      ~ Wider Erwarten blieb die Nacht ruhig und auch der folgende Tag blieb (Du könntest hier den Satz etwas zusammen kürzen, indem du "Wider Erwarten blieb die Nacht und der folgende Tag ereignislos/ruhig." schreibst) ereignislos. Ich hatte die Stadt und die Burg in Alarmbereitschaft gehalten. Überall patrouillierten Wächter auf den Mauern und die Tore wurden scharf bewacht. Auch Boten waren zu den Grenzbefestigungen geschickt worden und ich ließ sogar jedes Dorf in meinem Herrschaftsbereich warnen. Viele waren es nicht, die Grafschaft Tannenberg war, wie ich bereits erzählte, nicht allzu groß.
      Als ich mir sicher war, alles menschenmögliche getan zu haben, um jeder Bedrohung Herr zu werden, zog ich mich in mein Arbeitszimmer zurück.
      Natürlich blieb ich dort nicht lange ungestört. Kaum das (Müsste hier dass heißen. Bin mir aber nicht sicher.) ich zum Taubenverschlag wollte, wo (in dem) ich mit meinem Vater ein geheimes Brieftaubennest eingerichtet hatte, klopfte es auch schon an meine Tür. (Was sollte auch sonst in einem Taubenverschlag sein, wenn nicht Tauben? Und warum soll das geheim sein? Man sieht und vor allem hört die Tauben doch eh?)
      Bevor ich etwas sagen konnte, trat Helmbruch durch die Tür. Ich stöhnte genervt auf. Er war so ziemlich der Einzige, der sich das traute und das konnte er sich auch nur deshalb erlauben, weil ich im Krankheitsfall auf ihn angewiesen war. So langsam nervte es. (Ich würde den Satz weglassen. Hast ja vor zwei Sätzen schon gesagt, dass er genervt ist.)
      „Weißt du, so schwer ist es nicht, einen neuen Heiler aufzutreiben“, teilte ich ihm meinen Gedankengang mit.
      „Ich bitte um Verzeihung, Herr“, sagte er, ohne dass wirkliches Bedauern durch seine Stimme drang. (... in seiner Stimme lag?) „Aber es ist wichtig, dass du langsam tätig wirst.“
      „Wie bitte?“, fragte ich. Aus seinen Worten wurde ich nicht schlau.
      „Es bringt nichts, wenn wir uns hier einigeln“, sagte er mit Nachdruck. „Ich stimme mit dir überein, Herr, dass Rosenstolz unmöglich durch ein natürliches Ereignis vernichtet wurde, aber wir müssen herausfinden, was es war. Vor einer unbekannten Gefahr kann man sich nicht verstecken.“ (ich meine mich zu erinnern, dass in anderen Abschnitten gesiezt wurde? und der Dialog klingt hier etwas gewollt und passt nicht recht zum Rest.)
      Seine Worte waren dreist, jedoch hatten sie einen wahren Kern. Und ich war nicht so dumm, als dass ich einen guten Rat ablehnte.
      „Ich denke, du hast Recht“, meinte ich. Als ich das aussprach, schien Helmbruch sich sofort zu entspannen, also fuhr ich mit ruhiger Stimme fort: „Gehe runter in die Ställe und lasse die Pferde bereitmachen. Du reitest voraus, als Strafe für deine vorlauten Worte und wir nehmen noch Ordenshell und Kahn mit. Und die kleine Lydia.“ (Wieso Lydia? Falls man dort auf Gegner trifft müsste man sie auch noch beschützen. )
      „Ich brauche diejenigen, denen ich vertrauen kann. Ja, sie hat ein vorlautes Mundwerk und redet zuviel. Wir müssen daher dafür sorgen, dass sie nichts mitbekommt, ganz gleich was wir dort finden. Die Leute sind ohnehin schon unruhig, ich will nicht, dass sich das verschlimmert. Und für Lydia wird es ohnehin nur ein Abenteuer sein.“ (Ich verstehe nicht ganz, wer hier spricht. Eigentlich ja der Erzähler, aber der hat auch schon im Absatz davor gesprochen, oder? Wenn das alles der Erzähler sagt, dann stimmt was nicht mit den Gänsefüßchen.)
      Ich konnte sehen, wie (dass) es Helmbruch gar nicht gefiel, was ich sagte, aber seine Erziehung gelangte Vorrang vor seiner Dreistigkeit. (Das "gelangte Vorrang vor" gefällt mir nicht. Macht den Satz irgendwie sperrig.) Er nickte folgsam. „Sehr wohl, Herr. Der Spähtrupp wird gleich bereit sein. Du kommst dann nach?“
      Ich nickte. „Ja, Bornhelm wird das Kommando über die Burg bekommen. Ich muss nur noch etwas überprüfen und komme dann sofort hinterher.“ (Ich hab das Gefühl, er muss immer irgendwas überprüfen. Wie am Anfang z.B. das Wehr...)
      Kaum das er gegangen war, ging ich zum versteckten Taubenverschlag und öffnete ihn. Drei Vögel hockten brav auf der Stange und schienen zu schlafen. (Nur vier Tauben? Das sind aber wenig... In normalen hocken da viel mehr.) Eine Taube pickte hingegen Körner. Ich erkannte sofort, dass sie neu war, denn sie hatte einen kleinen Brief am Beinchen befestigt. Mit flinken Fingern griff ich das Tierchen, löste die Schnüre und ließ die Taube dann wieder frei, die protestierend hinter mir herschimpfte.
      Lächelnd schloss ich den Verschlag wieder. Helmbruch war nicht der Einzige, der heute unzufrieden mit mir war. Ich ließ das Papier ungelesen auf meinen Schreibtisch wandern, denn ich hatte leider nicht die Zeit es zu entziffern. Meine Augen sind nicht die Besten, schon gar nicht bei sehr kleiner Schrift. (Hab ich das richitg Verstanden? Den Taubenschlag kann man vom Arbeitszimmer aus betreten? Dann müsste man die Tauben aber im Arbeitszimmer hören. Die sind wie gesagt laut...)
      Also ging ich los und schloss gewissenhaft die Tür hinter mir ab. Ich war die einzige Person in der Burg, die einen Schlüssel für das Zimmer besaß. Nicht weil ich meinen Leuten nicht traute, sondern einzig aus Achtsamkeit. Es wäre eine Katastrophe, wenn mein Adelstitel, oder auch nur die Besitzurkunde zur Sturmbachinsel (Komma weg) schlussendlich im Putzwasser enden würde.
      Logischerweise lag mein Schlafgemach direkt neben meinem Arbeitszimmer. Eine Magd war dort beschäftigt, den Boden mit frischem Wasser zu wischen. Kaum das ich eintrat, stand sie dienstbeflissen auf, verbeugte sich höflich und eilte sofort aus dem Zimmer.
      Ich wunderte mich ein wenig, woher mein Personal immer dieses Benehmen herhatte, denn ich hatte es ihnen gewiss nicht beigebracht. Vermutlich war es wieder Marta, die meinte, dass ein hoher Herr auch dementsprechend behandelt werden muss. Es konnte aber auch Sun sein, die nur das Beste für mich und so ziemlich jeden anderen auf der Burg wollte. Ich schüttelte den Kopf. Das würde ich kaum herausfinden. (In dem und auch in dem Absatz davor verlierst du dich wieder ein bisschen. Das könnte man auch zusammenkürzen. und auch im Folgenden verlierst du dich wieder etwas.)
      Ich schlang mir meinen Kettenpanzer über die Schultern und schnappte mir meinen Waffengurt. Das Schwert war eine gewöhnliche Waffe, nur etwas besser ausbalanciert, als die meiner Soldaten.
      Das hieß aber nicht viel. Auch die normalen Waffen auf Burg Tannenberg waren außergewöhnlich gut. Wie gesagt, das ganze Militärzeug faszinierte mich. Auch die Kettenpanzer, obgleich alt und abgenutzt, waren von ausgezeichneter Qualität. Und das, obgleich die Rüstungen noch von meinen Urgroßvater stammten.
      Weder mein Vater, noch dessen Vater, hatten jemals Interesse gehabt, die Steuern zu erhöhen (Komma weg) nur für ein paar blitzende Harnische. Seit meines Urgroßvaters Zeiten (Komma weg) sind die Abgaben genau der Zehnte an Ernte und Handelseinkunft. Nicht mehr, nicht weniger.
      Ich weiß natürlich, dass in anderen Grafschaften auch der Besitz, oder der Grund besteuert wird, jedoch würde das zu viel Aufwand bedeuten. Und auch zu unnötig viel Unfriede führen. Ich baute lieber darauf, dass mir meine Leute zur Not zur Seite standen. Ja, ich sehe ein Lächeln in euren Gesichtern. Aber meine Politik sorgte dafür, dass ich immer einen steten Zustrom an Neubürgern hatte. Darunter auch erstklassige Handwerker und gutbetuchte Händler, die sonst meine karge, unwirtliche Grafschaft sicher nicht betreten hätten. Mit anderen Worten: Mein Reichtum mehrte sich, wenn auch auf eine sanfte und bescheidene Art.
      Folgerichtig hatte ich im Nu einen erstklassigen Stoßtrupp zusammengestellt, und brach mit besten Pferden zur Grafschaft Rosenstolz auf.
      Dass unsere kleinen Reiche nicht im Krieg lagen, war wie bereits erwähnt, nur eine Formalie. Unter normalen Umständen, hätten wir also niemals in das feindliche Gebiet reinreiten können und vor allem nicht bewaffnet.
      Eine Tatsache, die Helmbruch offen aussprach. Denn nach meiner eigenen kleinen Grenzbefestigung, die ich an der Straße zwischen unseren beiden Ländereien unterhielt, begegnete uns keine Menschenseele mehr. Normalerweise hätten wir an einem Grenzposten von Rosenstolz aufgehalten werden müssen, doch dieser war verlassen. Das erinnerte mich auf eine unangenehme Weise an den letzten Minenkrieg.
      Ich ließ anhalten und winkte stumm Kahn und Ordenshell zum Eingang. Beiden Veteranen ging dasselbe durch den Kopf wie mir, das war zu sehen.
      Im vorletzten Krieg zwischen Rosenstolz und Tannenberg (Komma weg) ging es um die Minen, die wir beide im Hochgebirge unterhielten. Einer meiner Erzschnüffler (hier muss ich an einen Hund denken) hatte damals in den windigen und kalten Höhen eine neue Ader gefunden. Grünstein. Ein wertvolles Erz, was beim Schmieden hinzugeben wird, damit Eisenwaren nicht rosten.
      Rosenstolz behauptete seinerzeit, diese Erzader bereits auszubeuten, was uns natürlich völlig egal war. Also reagierte Rosenstolz auf seine Art und töteten alle Minenarbeiter, die sich an der neuen Abbaustelle aufhielten. Woraufhin wir umgehend antworteten, indem wir einen Steinschlag in einem von deren Bergwerken auslösten, zu dem wir einen geheimen Tunnel gebuddelt hatten. Tags darauf griff uns ein Trupp Minenwächter in einer anderen Mine an. Auch Rosenstolz hatte Geheimgänge in unsere Schächte gegraben.
      Ich war selbst dort gewesen und habe gekämpft. Ich lehnte es ab, irgendwas von meinen Untergebenen zu verlangen, was ich nicht auch mir selbst zutraute. Also stritt ich an der vordersten Front und spürte jede einzelne widerliche Kriegstaktik von Rosenstolz an meinem eigenen Leib. Eine davon war, einen Stollen verlassen ausschauen zu lassen und wenn ein Trupp Soldaten sich dem finsteren Schacht näherte, wurde er aus dem Hinterhalt ausgelöscht. Glaubt mir, es ist nicht schön, Klingen ausweichen zu müssen, die man kaum sieht, sich unter brennenden Fackeln hindurchzuducken, oder plötzlich einen Pfeil abzubekommen, der aus dem Nichts kam.
      Wir verloren den Krieg, aber wir schworen uns, niemals wieder auf eine Finte von Rosenstolz hereinzufallen.
      Dementsprechend vorsichtig näherten sich mein Wachhauptmann und mein härtester Veteran der Wachhütte. Einen Liedschlag (Lidschlag) später waren sie im wuchtigen Steingebäude verschwunden und ich konnte von draußen hören, wie sie dort grob alles durchwühlten. (Komisch, die Tauben hört keiner, aber das Durchwühlen schon...)
      Helmbruch und ich spähten draußen nach allen Seiten nach feindlichen Schützen. (Klingt wieder sperrig.) Wir beide hatten dieselbe Anzahl von Kriegen gesehen und absolut kein Interesse daran, uns einen Pfeil einzufangen.
      Lydia war zwar auch bewaffnet, aber ihre Aufgabe war eine gänzlich andere, denn sie hielt unsere Standarte. Das sie diese tragen durfte, hatte zwei Gründe. Zum einen, weil sie damit aus einem Kampf am effektivsten herausgehalten wurde, zum anderen, damit sie nicht mitbekam, wenn wir etwas fanden. Denn als Standartenträgerin ist es ihre Aufgabe und Pflicht, die Fahne und das Wappen derer von Tannenberg hoch aufgerichtet und für alle sichtbar zu präsentieren. (Wieso zur Hölle ist sie dabei, wenn sie nichtmal was mitbekommen soll?)
      Wir Männer hingegen hielten unsere Schwerter kampfbereit in den Händen. Stets bereit, unser Leib und Leben zu verteidigen. Plötzlich trat Kahn aus dem Gebäude, gefolgt von Ordenshell.
      „Nichts zu finden, Herr“, rief er mir rüber und stieg auf sein Pferd. Das war heikel, das könnt ihr euch vorstellen. Eine abgebrannte Burg war schon übel, aber nun auch eine Grenzfeste ohne Wachen?
      Bevor ich eine Entscheidung treffen konnte, rief mir Helmbruch ein Wort zu, aber das reichte, um mir Schauer über den Rücken zu jagen. „Blutinsekten!“
      Er hatte sich tief über den Sattel seines Pferdes gebeugt und sah aufmerksam auf den Wegesrand, wo ich ebenfalls die fetten, rotschwarzen Käfer sehen konnte, die eilig dort hin- und herkrabbelten.
      Hier war Blut vergossen worden, und das reichlich. Die Spur der Insekten führte zwar in die Wälder, aber es wäre Selbstmord, dort nach Antworten zu suchen.
      Blutkäfer legten ihre Eier in frischen Leichen ab und ernährten sich von dessen Blut. (Hört sich ekelhaft an.) Im Zweifelsfalle war es ihnen egal, ob die Körper auf die sie krabbelten, noch lebten oder nicht. Außerdem lockten sie Höhlenbären und Schwarzwölfe an, von denen behauptet wird, dass es seelenlose Bestien wären.
      Ich konnte die Angst und die Aufregung in Lydias Zügen sehen, als ich befahl, ohne Rast zur Burg Rosenstolz zu reiten.
      Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
      Richard Atwater
    • Schreibfeder schrieb:

      ~ Als wir nun am Abend zurück in die Burg ritten, war ausnahmslos jeder von uns müde und erschöpft. Vor allem Lydia, konnte sich kaum noch aufrecht im Sattel halten.
      Kaum waren wir innerhalb der Burgmauer, eilte natürlich schon stehenden Fußes Sun zu ihr, hüllte sie in einer Decke und schob sie in das Haupthaus und zweifellos in ihr eigenes Bett. An einen normalen Tag, hätte sie das niemals zugelassen.
      Auch Ordenshell und mich hatten die Ereignisse ausgezehrt. Müde übergaben wir beide das Kommando an Bornhelm und die Pferde an herbeigeeilte Knechte und gingen dann sofort schlafen. Kahn und Helmbrecht sah ich schon gar nicht mehr, so schnell waren sie verschwunden. Obwohl sicher so einigen Mägden und Soldaten die Fragen in den Augen glänzten, war aus uns Nichts herauszubekommen.
      Du hast den ersten Absatz doppelt drin.

      Schreibfeder schrieb:

      „Herr, bis hierhin und nicht weiter!“
      Wieso warnt er ihn? Einfach umholzen? :)

      Schreibfeder schrieb:

      Mein Vater war also ein Gefangener des Königs, aber warum?
      Interessant, wie er es dann schafft einen Brief abzuschicken? Da hat wohl jemand gute Freunde am Hof, die einem soetwas ermöglichen^^

      Mir gefällt es gut, dass der Erzähler besser wird. Man hat jetzt irgendwie wirklich das Gefühl, es würde jemand erzählen.
      Da hat er also Verräter in seinen Reihen entlarvt. Und der König ist tod.. Jetzt kommt die Geschichte allmählich in Fahrt :)
      :nummer1:

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • @Morgy:
      Es handelt sich da selbstverständlich um einen versteckten Taubenverschlag. Da fehlte wohl das Wort "versteckt", um es eindeutig zu machen. Einen geheimen Taubenverschlag, darf man selbstverständlich nicht hören.
      Außerdem sind es nicht irgendwelche Tauben, sondern Brieftauben. Die anzulernen ist aufwendig, darum gibt es immer nur wenige Tierchen davon. Logisch eigentlich, so dachte ich.

      Lydia nimmt er mit, gerade damit sich die Leute beruhigen. Aus politischen Gründen. Er sieht selbst nach den Rechten, das wird die Leute schon beruhigen, aber er schätzt die Gefahr eher niedrig ein, deshalb nimmt er ein halbes Kind mit. Was die Leute noch mehr beruhigen soll. Sie darf jedoch nichts ausplaudern, weil das die Leute wieder unruhig machen könnte, also darf sie nichts mitbekommen. Ich hatte da den Satz noch drinne, aber hab ihn gelöscht. Jetzt werde ich ihn wieder einfügen müssen.

      Wenn zwei gerüstete Soldaten eine Grenzfestung einer verhassten Gegners durchwühlen, und der Erzähler schon das Wort "grob" verwnedet, was meinst du, werden die da gerade tun?

      @Rael:
      Der Vater steht unter Hausarrest in einen königlichen Palast und ist ein Adeliger. Das heißt, er wird über erhelbliche Annehmlichkeiten verfügen. Außerdem ist das Brieftaubennetz geheim, dass heißt, es weiß keiner was davon. Und natürlich verfügt man über ein gutes Netz aus Kontakten, sonst säße er nicht im Rat, selbst wenn dieser afgelöst wurde.