Schneegestöber (Kurzgeschichte)

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    • Schneegestöber (Kurzgeschichte)

      Schneegestöber



      Der Schnee peitscht Luckas ins Gesicht als er aus seiner sicheren Hütte tritt.Hinter sich hört er Lara rufen.

      „Bitte bleib nicht so lange draußen. Es ist ziemlich gefährlich.“ Er schaut in die Hütte hinein zu Lara, die in einer Decke eingehüllt auf einem Holzbett sitzt.

      „Ja das mach ich, mein Schatz.“ Ihre Wangen röten sich etwas und sie winkt ihm zu. Er legt eine Hand auf seine Brust und schließt die Tür hinter sich. Die Kälte des Winters kriecht in seine Klamotten und er geht langsam den Weg zu seinem Schlitten. Mit ein paar kräftigen Bewegungen hat er seinen Schlitten aus dem Schnee befreit. Diese kurze Anstrengung hat ihm schon Schweiß auf die Stirn getrieben, der langsam gefriert. Er stößt ein Fluch aus und setzt sich in Bewegung. Der Wald um ihn herum ist still und er schaut noch einmal zurück. Durch den Schnee kann er seine Hütte sehen, die alleine am Rand seines Dorfes steht. Ein schwaches Licht scheint durch eines der Fenster.

      „Ich muss Holz holen, damit wir durch diesen Schneesturm kommen.“ Er dreht sich wieder um und setzt sich in Bewegung. Etwas weiter im Wald steht eine weitere Hütte, in dem die Dorfbewohner die Holzstücke gelagert haben, die sie nicht mit nach Hause nehmen konnten. Er erreicht die Hütte ohne Zwischenfälle und schließt das große Tor mit seinem Schlüssel auf. Die Hütte ist bis zum Rand mit Holzstücke gefüllt. Er fängt an die ersten Stücke rauszuholen und sie auf den Schlitten zu werfen. Als er genug hat schließt er die Hütte und macht sich auf den Rückweg. Der Schnee fällt immer dichter und nach hundert Schritten merkt er, dass er sich verlaufen hat. Schnell versucht er den Weg zurück zu finden, aber auch diesen findet er nicht mehr. Mutlos lässt er sich auf den Schlitten nieder und kuschelt sich in seine Decke. Die Kälte wird immer schlimmer und er spürt wie seine Muskeln steif werden.

      „Werde ich hier sterben.“ Als würde der Wald ihm antworteten taucht vor ihm ein Licht auf. am Anfang traut er seinen Augen nicht, aber als das Licht nicht verschwindet steht er langsam auf. Mit steifen Knochen zieht er seinen Schlitten aus dem Schnee. Er setzt sich mit den Schlitten in Bewegung und folgt dem Licht. Dabei denkt er an die alten Legenden, die sich in seinem Dorf erzählt werden. Die Legende berichten von einem Licht das Menschen aus den Sturm zu seinem Zuhause zurückbringen. Er bleibt abrupt stehen als das Licht vor ihm verschwindet. Langsam geht er weiter und traut seinen Augen nicht. Vor ihm im Schnee kniet Lara, die zu ihm aufschaut. Tränen laufen über ihre Wangen und er nimmt sie in die Arme.

      „Ich habe mir Sorgen gemacht als du nach einer Stunde nicht nach Hause gekommen bist.“ Er drückt sie noch fester.

      „Jetzt bin ich ja wieder da.“ Er schaut zur Seite uns sieht erneut das Licht. Es leuchtet noch einmal auf, dann verschwindet es.

      „Lass uns reingehen und uns ein warmes Feuer anzünden.“ Er löst sich von ihr und zusammen ziehen sie den Schlitten zu ihrem Haus. Dann nehmen sie ein paar Holzstöcke und zünden in ihrem Haus ein warmes Feuer an. Zum Schluss sitzen sie am Feuer und er erzählt ihr was passiert ist.

      Das Licht bewegt sich weiter durch den dunklen Wald und vielleicht wird es das nächste Mal dir begegnen. Also vertraue immer auf das Licht, dass auch in der tiefsten Dunkelheit brennt.

      Ich würde mich über Feedbeck freuen oder wenn ihr auf meiner Facebook seite (Felix Witte) vorbeischaust.
    • Hey Felix :)

      Es wäre cool, wenn du dich mal eben im Empfangssaal vorstellen würdest :)
      Hier der Link :D Empfangssaal ... Oder so ähnlich XD

      Im Spoiler ein paar Anmerkungen zu deiner Geschichte:

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      Felix Witte schrieb:

      Durch den Schnee kann er seine Hütte sehen, die alleine am Rand seines Dorfes steht.
      Hm wie wäre es wenn du "abseits" schreibst? Am Rand des Dorfes impliziert immer noch, dass es da mit mehreren Gebäuden steht und nicht allein ^^

      Felix Witte schrieb:

      „Ich muss Holz holen, damit wir durch diesen Schneesturm kommen.“ Er dreht sich wieder um und setzt sich in Bewegung.
      Warum sollte er das sagen? Er weiß doch was er vor hat.
      Der Teil dient offensichtlich dazu dem Leser Informationen zuzuspielen.
      Es wäre schöner wenn du das fließender und sinniger in deinen Text einbaust.
      Zum Beispiel im ersten Absatz. Lara könnte sagen: Bleib nicht zu lange weg. ich weiß der Weg zu Holz ist nicht weit, aber es ist dennoch gefährlich ... Oder irgendwie sowas ... :)

      Felix Witte schrieb:

      Der Schnee fällt immer dichter und nach hundert Schritten merkt er, dass er sich verlaufen hat. Schnell versucht er den Weg zurück zu finden, aber auch diesen findet er nicht mehr. Mutlos lässt er sich auf den Schlitten nieder und kuschelt sich in seine Decke. Die Kälte wird immer schlimmer und er spürt wie seine Muskeln steif werden.
      In diesem Absatz müsste er Panik schieben. Keiner erfriert gerne, besonders nicht wenn er eine Frau zu Hause, die er liebt.
      Hier könntest du ein paar Gedanken einfließen lassen, wie er an seine Frau denkt oder verzweifelt versucht die Fährte wieder zu finden, der er folgen kann. Die Stelle hat wirklich Potenzial, dass du allerdings nicht ausschöpfst.

      Felix Witte schrieb:

      „Werde ich hier sterben.“ Als würde der Wald ihm antworteten taucht vor ihm ein Licht auf. am Anfang traut er seinen Augen nicht,
      Hier das gleiche wie oben. Er weiß es, warum sollte er es nochmal laut aussprechen? Btw wenn du oben die Panik noch ein bisschen ausschmückst, dann weiß es der Leser auch und dann könntest du diesen Satz ganz weg lassen :D

      Felix Witte schrieb:

      Vor ihm im Schnee kniet Lara, die zu ihm aufschaut.
      Warum zur Hölle kniet sie?! xD
      Ich dachte sie sucht ihn ... Ich suche Leute in der Regel nicht im knien XD
      Sie könnte sich hektisch umschauen oder aus dem Nichts auftauchen und ihm schluchzend um den Hals fallen :)

      Auf jeden Fall aber eine schöne Idee :)
      Strahlt Hoffnung und Zuversicht aus :thumbsup:
      Hat schon beinahe was Jesus-mäßiges :D
      Der Schluss mit der Mahnung die Hoffnung niemals aufzugeben ist dir auch gut gelungen ^^

      Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.
      1. Mose 12
    • Ich fand den Text jetzt (abgesehen vom "Abseits", was wirklich schöner klingt) mängelfrei. So einsam, wie er lebt, sind Selbstgespräche völlig normal.
      Zwischendurch, beim verwirren, hätte ich mir sogar etwas mehr Text gewünscht, woran er zum Beispiel merkt, dass er sich verirrt hat. Auch die Reaktion darauf ist absolut klar. Er ist kraftlos und erschöpft. Er reagiert in einer Gefahrenreaktion mutlos, nicht kopflos.

      Der Schreibstil ist klar und gut strukturiert, du verwendest keine unnötigen Füllwörter, oder unnötige Floskeln. Bisweilen wünscht man sich nur mehr Text, dass ist alles.
    • Ich nehme jetzt mal nicht das, das Miri dir schon gesagt hat. Also:

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      Felix Witte schrieb:

      Schneegestöber



      Der Schnee peitscht Luckas ins Gesicht als er aus seiner sicheren Hütte tritt.
      Schneegestöber ist so gemächlich und dann beginnt es damit, dass ihm der Schnee ins Gesicht peitscht? Passt irgendwie nicht so zusammen. Finde den Titel nicht soo schön gewählt

      Felix Witte schrieb:

      zu seinem Schlitten. Mit ein paar kräftigen Bewegungen hat er seinen Schlitten aus dem Schnee befreit.

      Felix Witte schrieb:

      Er stößt ein[en] Fluch aus und setzt sich in Bewegung.

      Felix Witte schrieb:

      Etwas weiter im Wald steht eine weitere Hütte, in dem die Dorfbewohner die Holzstücke gelagert haben, die sie nicht mit nach Hause nehmen konnten.
      Da könntest du im Präsenz bleiben, weil sie die da ja immer noch lagern. So wie du das schreibst könnte es so aufgefasst werden, dass sie das mal gemacht haben, jetzt aber nicht mehr und die Hütte leer ist etc.

      Felix Witte schrieb:

      mit Holzstücke gefüllt. Er fängt an die ersten Stücke rauszuholen [ggf. Scheit]

      Felix Witte schrieb:

      Der Schnee fällt immer dichter und nach hundert Schritten merkt er, dass er sich verlaufen hat.
      100 Schritte? Das würde selbst bei einem Mann von eta 190cm nur etwa 70 Meter ergeben. Da würde ich mich einfach mal umdrehen und suchen. Z.B. 100 Schritte nach Norden, dann 200 nach Süden, wieder 100 nach Norden, 100 nach Westen und 200 nach Osten. Da würde man sich doch nicht hinsetzen und sich totfrieren.
      Berechnung: blitzrechner.de/schritte-meter-umrechnen/

      Felix Witte schrieb:

      Licht auf. am Anfang traut er seinen Augen nicht, aber als das Licht nicht verschwindet steht er langsam auf. Mit steifen Knochen zieht er seinen Schlitten aus dem Schnee. Er setzt sich mit den Schlitten in Bewegung und folgt dem Licht.

      Felix Witte schrieb:

      Die Legende berichten von einem Licht das Menschen aus den Sturm zu seinem Zuhause zurückbringen.
      Entweder: Die Legende bereichtet. oder: Die Legenden berichten.
      Auch: "Das Menschen zu IHREM Zuhause zurückbringt" wg. Plural

      Felix Witte schrieb:

      Er bleibt abrupt stehen als das Licht vor ihm verschwindet. Langsam geht er weiter und traut seinen Augen nicht.
      Das hast du bereits verwendet. Kannst du sicher leicht umschreiben ;)

      Felix Witte schrieb:

      Er schaut zur Seite uns[UND] sieht erneut das Licht.



      Die Story ist ganz cool, aber da hätte man mehr rausholen können. Da fehlen Emotionen. Die Freude über das Licht, die Panik, Angst, wie er immer weiter erfriert. Auch die Erschöpfung oder wie die durch Hoffnung ersetzt wird. Auch als er seine Freundin wiederfindet scheint alles wieder gut zu sein. Danach wirkt es wie ein Spaziergang. Auch hätte man schön die Wärme von Laras Körper einbringen, das wäre auch eine schöne Metapher geworden ;)

      Liebe Grüße
      Jan
      Manchmal flüstert der Wind eine Legende,
      bevor die Geschichte sie zu schreiben vermag.

      Hört das Flüstern:

      Der Orden der Geweihten


    • Prinzipiell muss ich sagen, dass die Grundidee nicht schlecht ist. Es braucht auch nicht viele Worte für den Inhalt. Das muss jedoch gekonnt sein. Allerdings kommt bei mir die Stimmung nicht wirklich an. Wie die anderen schon anmerkten, fehlt Emotion. Man braucht es nicht zu übertreiben, manchmal reichen schon kleine Details: gehetzter Atem, schlagendes Herz, Wärme ...
      Man kann also noch einiges herausholen, ohne groß viel mehr Worte zu verlieren.

      Was mir leicht negativ auffiel, waren die vielen Wortwiederholungen in dem kurzen Text, außerdem die vielen Sätze, die gleich oder ähnlich aufgebaut sind und somit alles ziemlich stakkatoartig klingen lassen. Das funktioniert manchmal, aber wenn der gesamte kurze Text klingt wie ein Aneinanderreihen von Fakten aus einem Lexikon ... Womit wir wieder beim Thema mit der fehlenden Emotion wären.

      Kleine Anmerkungen hab ich noch, das meiste haben die anderen allerdings schon gesagt. :)
      Schau einfach noch mal über den Text, vielleicht kannst du noch mehr herausholen, Potential ist vorhanden.

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      Felix Witte schrieb:

      Der Schnee peitscht Luckas ins Gesicht_ als er aus seiner sicheren Hütte tritt.Hinter sich hört er Lara rufen.
      Komma

      Felix Witte schrieb:

      Die Kälte des Winters kriecht in seine Klamotten und er geht langsam den Weg zu seinem Schlitten.
      Hier finde ich das Wort Klamotten ehrlich gesagt reichlich unpassend. Das hat mich mehr als alles andere aus dem Takt gebracht.

      Felix Witte schrieb:

      Die Hütte ist bis zum Rand mit Holzstücke gefüllt.
      Holzstücken

      Felix Witte schrieb:

      Als er genug hat_ schließt er die Hütte und macht sich auf den Rückweg.
      Komma

      Felix Witte schrieb:

      Als würde der Wald ihm antworteten_ taucht vor ihm ein Licht auf.
      Komma. Im Prinzip ist es derselbe Fehler wie bei den anderen, wo bei der Verwendung von als bei dir das Komma fehlt. Hier findet kein Vergleich statt und selbst da kommt ein Komma hin, wenn es ein vollständiger Nebensatz ist.

      Felix Witte schrieb:

      am Anfang traut er seinen Augen nicht, aber als das Licht nicht verschwindet_ steht er langsam auf.
      Am [...] Und wieder ein Komma. ;)

      Felix Witte schrieb:

      „Werde ich hier sterben.“
      Manchmal können Fragen auch als Aussagesätze funktionieren, hier ist das allerdings nicht der Fall. Demnach: Fragezeichen. ^^

      Felix Witte schrieb:

      Die Legende berichten von einem Licht_ das Menschen aus den Sturm zu seinem Zuhause zurückbringen.
      Komma, da Nebensatz. Die anderen Fehler in dem Satz hat dir Geweihter schon genannt.

      Felix Witte schrieb:

      „Ich habe mir Sorgen gemacht_ als du nach einer Stunde nicht nach Hause gekommen bist.“
      *pfeif*

      Felix Witte schrieb:

      Dann nehmen sie ein paar Holzstöcke und zünden in ihrem Haus ein warmes Feuer an.
      Irgendwie kommt mir bei dem Gedanken bei Holzstöcken nicht die Verbindung mit warmem Feuer. Da fehlt irgendwas.

      Felix Witte schrieb:

      Also vertraue immer auf das Licht, dass auch in der tiefsten Dunkelheit brennt.
      das