Krieg der Königsboten [abgebrochen]

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    • So, da ich im Moment viiiiiel Zeit habe :D , dachte ich, ich stelle mal den nächsten Abschnitt hier rein. Morgen sieht es nämlich (leider) schon wieder ganz anders aus;D Ich hoffe, dass ich nun ein bisschen mehr über Sìne und meine Prota schreibe und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
      Lg Nyneve

      Ach ja, hätte ich ja fast vergessen *Dussel*, ich freue mich schon auf eure Kommentare und Verbesserungsvorschläge. :D

      „Jetzt bist du wieder an der Reihe“, meinte sie nur und gab mir wenig später meinen Bogen, den ich unachtsam auf den Boden gelegt hatte. Wenig begeistert stand ich auf, nahm ihn entgegen und versuchte erneut einen Pfeil zu schießen. Ich traf wieder den Boden vor mir.
      „Reich mir einmal den Bogen, ich glaube die Gartenfeen haben bei diesem Bogen etwas vergessen.“ Hibiscuse streckte mir befehlend ihre Hand entgegen und ich legte den Bogen hinein. Dann kramte sie in ihrer Tasche, nahm einen Pinsel oder etwas Ähnliches hervor, tunkte ihn in ein bis dahin verschlossenes Döschen, das sie ebenfalls aus der Tasche genommen hatte, und malte damit auf meinen Bogen. Ich wartete angespannt, bis sie fertig war und mir den Bogen wieder überreichte. Ich musterte ihn und erkannte sofort den Unterschied: Der eingeritzte Käfer war malvenfarben angemalt.
      Ich versuchte es erneut – und verfehlte den Pfeil nur knapp. Es war wirklich haarscharf daneben. Hibiscuse sah mich kritisch an.
      „Streng dich gefälligst an. Wir sind hier nicht auf einem Jahrmarkt! Später wird dein Leben davon abhängen, ob du triffst.“ Ihre Weisheiten gingen mir langsam gegen den Strich. Es war mir klar, dass ich besser werden musste, doch so einfach ging dies einfach nicht. Langsam atmete ich ein und wieder aus, nahm mir einen Pfeil und spannte den Bogen. Ich sog erneut die Luft ein, fixierte mein Ziel und schoss. Der Pfeil spaltete Hibiscuses zweiten Pfeil und blieb tief im Baum stecken.
      „Gut gemacht!“, rief Hibiscuse.

      Überrascht starrte ich den Bogen an, fassungslos von meinem eigenen Schuss. Hibiscuse warf eine Mondbeere hoch in den Himmel und rief: „Bevor sie zu Boden fällt, musst du sie mit einem Pfeil gelöchert haben.“ Ich griff hastig nach einem neuen Pfeil, verhedderte mich, als ich den Bogen spannen wollte und hatte kaum noch Zeit, die Mondbeere zu fixieren, bevor ich schoss. Der Schuss ging vorbei, zwar nur knapp , aber er ging daneben. Enttäuscht ließ ich den Bogen sinken.
      „Es tut mir leid“, murmelte ich nur.
      „Du musst dich nicht entschuldigen. Im Kampf kannst du dich auch nicht entschuldigen. Wenn diese Beere keine Beere sondern ein herannahender Pfeil gewesen wäre, der dich durchbohren wollte, hättest du auch keine Zeit mehr gehabt, dich zu entschuldigen. Dann hätte dich der Pfeil einfach durchbohrt.“
      Ich schluckte, rief allerdings mit fester Stimme: „Dann müssen wir es eben noch einmalmachen.“ Hibiscuse sah mich ein bisschen weniger herablassend an, nahm die Mondbeere und warf sie erneut in den Himmel. Schnell wie ein Blitz griff ich nach einem neuen Pfeil, spannte den Bogen, fixierte die Beere und schoss. Dieses Mal traf ich die Beere und der blaue Saft spritzte heraus.

      Veikko bellte zustimmend und auch Hibiscuse nickte anerkennend und bemerkte: „Wenn wir schon einmal beim Geschenkeverteilen sind. Hier ist nun auch dein richtiger Köcher, den du niemals verlieren darfst“, fuhr Hibiscuse fort. Sie entnahm der Tasche einen Gegenstand, reichte ihn mir und entriss mir dabei regelrecht den grünen.
      „Dein neuer Köcher ist von den Alraunenhügeln. Er ist heilig und gehört nun ewig zu diesem Bogen und damit auch zu dir. Du wirst immer Pfeile aus ihm bekommen, er wird nie erlöschen.“Ich sah sie aufgeregt an, der Bogen und der malvenfarbene Köcher strömten eine neue Energie aus, der ich mich kaum entziehen konnte.

      Während ich die Beere aufhob und sie intensiv betrachtete, fragte ich: „Was hat es mit der Farbe und dem neuen Köcher auf sich? Woher wusstet Ihr welche Farbe Ihr braucht? Und woher hattet Ihr den Köcher?“
      „Du bist ausgesprochen neugierig, kleine Waldfee. Ich wusste nicht, welche Farbe ich brauchen würde. Du kannst es nennen wie du willst, Magie, der Wille der Geister der Natur. Genauso bei dem Köcher, bis eben war er nur ein beliebiger roter, gesegneter Köcher von den Alraunenhügeln. Als ich wusste, dass du bereit bist, hat er sich verfärbt.“ Ich wollte noch fragen, für was ich bereit sein sollte, doch dann war Hibiscuse auch schon mit einem Kopfnicken im Wald verschwunden.
      „Eine Pause machen“, drückte sie sich aus. Ich ging zu Veikko.
      „Findest du nicht auch, dass sie sehr geheimnistuerisch ist?“
      „Ich glaube, sie hat einfach sehr viele Geheimnisse und kann dies nicht ablegen, sie wird immer alles als Geheimnis betrachten. Und wenn du Glück hast, wird sie dir einige offenbaren.“ Veikko war einfach der schlaueste aller Begleiter.
      „Was ist eigentlich eine Wintergeburt?“, wollte er wissen. Natürlich hatte ich ihm von dem Gespräch zwischen Hibiscuse und dem Fremden erzählt, das ich erst in der Nacht zuvor belauscht hatte. Kurz nach meiner wenig ergiebigen Aktion war er ebenfalls zurückgekehrt mit der Bemerkung, er wäre jagen gegangen. Da mein schlechtes Gewissen mich plagte, hatte ich ihn um Rat gefragt. Doch zu meinem Erstaunen begann er haltlos zu kichern, verdrehte die Augen und seufzte: „Diese Feen, nehmen immer alles so … ernst.“
      „Normalerweise bekommen Feen ihre Nachkommen im Frühling, spätestens im Sommer und nur selten im Herbst. Die Kleinen kommen in Blättern, auch Knospen genannt, zur Welt und werden den Müttern gleich nach der Geburt abgenommen bis sie schlüpfen. Danach bekommen die Feenmütter ihre Kinder wieder zurück um sie aufzuziehen. Natürlich kann es auch vorkommen, dass die Mütter ihre Kinder nicht annehmen, sodass diese von Fremden aufgezogen werden, oft auch von männlichen Feen. Bei Sìne und mir war es so, dass wir in einem Lager aufgewachsen sind, bis wir 16 Sommer alt waren. Wenn ich darüber nachdenke, hat uns eigentlich nie jemand erklärt, warum wir keine richtigen Eltern bekommen haben – egal ob Mutter oder Ersatzfee…“
      „Bedeutet das, dass die eigentlichen Väter nichts mit der Erziehung der Kleinen zu tun haben?“
      „Ja, meistens ziehen sie weiter, oft wissen sie nichts von ihren Kindern. Aber zurück zu deiner Frage. Unachtsame Feen werden manchmal auch im Sommer … wie soll ich sagen … bestäubt. Sie bekommen ihr Junges dann im Winter. Das Blatt, in dem das Junge zur Welt kommt, ist dann in vielen Fällen noch schwächer als das eines Sommerkindes. Die meisten überleben nicht einmal die ersten Monde, die Kälte dringt in die Blätter ein und die Kinder sterben darin. Ich vermute, dass Hibiscuse in jungen Sommern so etwas passiert ist. Ihr Kind hat wohl überlebt, doch sie wollte es nicht selbst aufziehen und hat es weggegeben, was natürlich für ein Winterjunges sehr schwer ist. Die meisten Feen sind in dieser Zeit damit beschäftigt, selbst genug zu finden und wollen nicht noch die Verantwortung für ein Kind übernehmen.“
      „Du meinst, dass Hibiscuse nach vielen Sommern ihr Kind, vermutlich ist es inzwischen schon erwachsen, wiedergesehen hat?“, Veikko kräuselte seine Nase.
      „Das könnte ich mir vorstellen. Vielleicht war der Fremde ihr damaliger Freund, er schien zumindest von dem Kind sehr genau zu wissen, was eigentlich nicht vorkommt.“
      „Interessant“, Veikko war schon immer sehr neugierig und interessierte sich für die Personen in seiner Umgebung.
      „Findest du? Ich finde es eher schrecklich für das Kleine. Also ich hätte es nicht weggeben können“, erwiderte ich bestimmt.
      „Auch wenn deine gesamte Karriere damit vorbei gewesen wäre? Mit was hättest du das Kind dann versucht durchzubringen? Ohne eine Stellung? Auf der Straße? Glaubst du, ich hätte es nicht versucht? Glaubst du, ich hätte ein Herz aus Stein?“

      Erschrocken schreckten Veikko und ich auf. Hibiscuse war unbemerkt zurückgekommen und stand nun zitternd mitten auf der Lichtung.
      „Ich gebe zu, ich wollte kein Kind. Ich dachte, ich wäre nicht der Typ um Mutter zu werden. Doch als ich das Kind sah, da wusste ich, dass ich es nicht hergeben konnte. Damals war ich selbst kaum erwachsen. Doch meine Mutter hat mir klar gemacht, dass ich erst einmal für mich selbst sorgen sollte, eine Anstellung finden und ein geregeltes Leben führen. Sie wusste, dass das noch nicht ein perfektes Leben für ein Kind war – und sie hatte vermutlich recht. Ich glaube nicht, dass das Kleine es schlecht getroffen hat.“ Sie schlang ihre langen, schmalen Arme um ihren Körper und machte ein todunglückliches Gesicht. Am liebsten hätte ich sie umarmt, doch ich wusste nicht, wie sie darauf reagieren würde.
      „ Jeden Tag überlege ich, ob ich es doch geschafft hätte mit dem Kleinen. Hätte ich es nicht irgendwie durchgebracht? Und ich finde keine Antwort, kein Vergleich. Da ist nichts, ein großer leerer Fleck.“
      „Ihr solltet vielleicht einmal das Gespräch mit dem Kind suchen. Es wird Euch sicher verstehen, wenn Ihr es ihm nur erklärt.“
      „Ich denke, die Wunden sind zu tief. Ich… ich wüsste nicht, was ich sagen sollte.“
      „Das Gleiche, das ihr auch mir gesagt habt“, erwiderte ich fest. Hibiscuses verzweifelter Blick verschwand und sie nahm langsam ihre alte Haltung wieder an.
      „Das kannst du nicht wissen, dafür bist du noch zu jung. Woher weißt du überhaupt davon?“ Sie sah mich scharf an und ich wurde unter ihrem Blick verlegen.
      „Lauschen ist nicht gerade die feine Art, ziemt sich für eine junge Fee ganz bestimmt nicht.“ Ich fühlte mich wie eine dumme Gans, die nun keinen Ausweg sah. Doch da half mir Veikko aus.
      „Habt Ihr nicht gerade dasselbe gemacht? Ihr habt Euch sogar ungefragt in ein fremdes Gespräch zwischen Eurem Schützling und mir eingemischt. Das ist sicherlich auch nicht ganz korrekt, oder?“ Er blieb sehr freundlich, doch stand nun zwischen Hibiscuse und mir, als wollte er mich vor ihr beschützen. Er warf ihr einen scharfen Blick zu und sie murmelte leise an ihn gewandt: „Du weißt, wer es ist, nicht wahr?“
      Er nickte leicht und erklärte dann: „Seid ich Euch zum ersten Mal sah.“ Hibiscuse schluchzte noch einmal auf, doch dieses Mal blieb ich unsicher im Hintergrund zurück. Veikko wusste also, wer das Kleine war? Und er hatte es mir nicht erzählt? Verräter! Doch wirklich böse war ich auf ihn nicht, dafür kannte ich ihn viel zu gut. Hinter jeder seiner Taten stand ein genialer Plan, auch wenn er mir meistens verborgen blieb.
      Hibiscuse lächelte leicht, dann sah sie wieder zu mir, schluckte schwer und meinte dann: „Ich möchte euch einen Platz zeigen. Es ist mein Lieblingsplatz, zu ihm kommen nicht viele Wesen. Doch nicht weit von dort leben einige Nixen und Nöcks.“
      „Nixen? Nöcks? Es gibt sie wirklich? Sie sind keine Erfindung, keine Legende?“ Meine Stimme zitterte beinahe vor Vorfreude.
      „Ja, es gibt sie wirklich. Und sie sind wirklich fantastische Sänger und Musiker. Vielleicht begegnet uns ja jemand.“

      Und auf dem Weg dorthin erzählte sie uns: „Sie werden auch sehr bald begreifen, dass sie ihr sorgloses Leben nur weiterführen können, wenn sie in den Kampf ziehen. Doch bis dahin lasse ich sie ihre albernen Spiele spielen und ihre pompösen Feiern feiern. Darauf müssen sie selbst kommen.“ Sie lächelte leicht, dann führte sie uns weiter durch den Wald, vorbei an einem Wasserfall der einen Regenbogen projizierte. Schon von weitem konnten wir glockenhaftes Gelächter vernehmen, das entfernt dem von Hibiscuse ähnelte. Hibiscuse hielt wenige Schritte von dem Wasserfall entfernt an und setzte sich leichtfüßig auf einen alten Baumstamm, der wie ein moosbewachsener Sitz aussah. Mit einer eleganten Bewegung deutete sie auf einen weiteren direkt neben ihr und ich verstand deren Bedeutung. Während ich mich setzte, fielen mir mehrere Magnolienbäume auf der anderen Seite des Flusses auf. Sie standen in voller Blüte und wehten einen leichten, süßen Blütengeruch zu uns herüber. Um die beiden Baumstämme herum wuchsen viele Krokusse mit dunkellilane und weißen Blüten, die ebenfalls einen starken Geruch verbreiteten. Eine Birke mit ihrer weißen Rinde stand schräg zwischen den Stämmen, die zusammen ein Dreieck bildeten. Aus einem winzigen Loch flogen kleine Bienen heraus, darunter auch hyacinthus apiformes, die sich außer durch ihre Farbe kaum von den gewöhnlichen Bienen unterschieden. Doch sie waren wie die meisten Hyazinthen blau bis violett. In diesem Reich kamen erst sehr viel später auch weiße, pinke und rote Hyazinthen auf. In diesem Idyll saßen also Hibiscuse und ich und lauschten dem leisen Plätschern des Wasserfalls.
      „Hier bin ich oft hergekommen, als ich bemerkt habe, dass ich ein Junges erwartete. Ich fand, dass man hier unseren Urahnen sehr nah sein kann und auch sehr gut nachdenken konnte. Vielleicht war ich damals einfach viel zu naiv und dumm“, sie sah mich an, griff nach meiner Hand und fuhr fort, „versprich mir, dass du nicht so dumm sein wirst. Du stehst am Anfang deines Lebens. Überleg dir gut, ob ein Kind ratsam ist…und lass dir Zeit. Lass dich zu nichts drängen.“ Ich musste grinsen.
      „Jetzt klingt Ihr wie meine Mutter.“ Hibiscuse grinste auch.
      „Das wollte ich nicht, verzeih. Wer ist deine Mutter?“ Es erschien mir, als sei auch sie sehr neugierig.
      „Tja, ich weiß es nicht. Ich bin in einem Lager aufgewachsen. Aber es war eigentlich ganz schön dort. Sìne war auch dort, wir kennen uns schon so lange ich denken kann.“ Hibiscuse erschrak ein wenig.
      „Du bist in einem Lager der verwaisten Kinder aufgewachsen?“ Sie zog ihre Hand zurück und kniff missbilligend ihre Augen zusammen. Ich zuckte auch aufgrund ihrer Reaktion zusammen.
      „J…ja“, stotterte ich eingeschüchtert, „niemand hat mir je erklärt, wieso niemand bereit war, mich aufzunehmen.“
      „In dieses Lager kommen meistens Kinder, mit deren Blättern etwas nicht gestimmt hat. Man nimmt an, nun“, sie räusperte sich verlegen, schwieg kurz um dann fortzufahren, „es ist wie eine Art Todestrakt. Man nimmt an, dass diese Kinder ebenfalls Fehlbildungen haben und nicht lange leben werden.“ Ich erschrak, versuchte etwas zu sagen und brachte doch nur ein Ächzen zu Stande.

      „Aber…aber…“, kam es dann doch aus mir heraus. Auch Veikko war aufgesprungen, setzte sich dicht neben mich und legte mir seinen Kopf und eine Vorderpfote auf die Beine.
      „Aber…das würde ja bedeuten, dass ich…dass ich ein…eine Missbildung bin.“ Diese Erkenntnis traf mich wie ein Schlag. Ich hatte schon früher von Kindern gehört, die mit halbem Gesicht oder mit zu vielen Gliedmaßen geboren wurden. Sie überlebten nicht einmal einen Monat, meist entstammten sie aus der Vermischung unterschiedlicher Völker. Ich schlug mir die Hand vor den Mund, doch sie zitterte so stark, dass ich die zweite zu Hilfe nahm. Hibiscuse legte erneut vorsichtig ihre Hand auf mein Knie.
      „Nein, nein, das …das muss es nicht immer heißen. Deine Freundin Sìne war dort doch auch. Vielleicht…wurde bei euch ein Fehler gemacht… oder ihr habt es wie durch ein Wunder doch geschafft.“
      Ich sah sie zweifelnd an, dann murmelte ich leise: „Ich kann mich nicht mehr gut an meine Kindheit erinnern, aber irgendetwas war da… irgendetwas, dass ich bisher immer verdrängt habe, doch ich kann mich nicht mehr erinnern.“
      „Das ist ganz natürlich, keine Fee kann sich an ihre Kindheit erinnern. Wenn man erwachsen wird, dann ändert sich alles. Man bekommt oftmals eine neue Augenfarbe, manchmal sogar eine neue Haarfarbe und auch das ganze Kind kann sich charakterlich völlig verändern. Deswegen ist die Kindheit ja so wichtig. Nur Feen mit einer guten Erziehung bekommen auch einen guten Charakter. Und du bist doch eine gute Fee! Du wirst einmal auch eine gute Kriegsfee werden, dass weiß ich. Du musst nur an dich glauben, Laumé.“ Bei der Erwähnung meines Namens zuckte ich zusammen. Es kam nur selten vor, dass er benutzt wurde. Vielleicht lag es daran, dass ich ihn selbst nicht gerne nannte. Er erinnerte mich immer wieder an die Tatsache, dass es irgendwo in dieser Welt eine Fee gab, die mich zu Welt gebracht hatte und dann nicht mehr haben wollte. Sie hatte mir diesen Namen gegeben - und mich abgelehnt. Für mich symbolisierte er, dass meine Mutter mich nicht haben wollte. Vielleicht war ich nicht brav genug, möglicherweise gefiel ich ihr auch einfach nicht. Doch in jedem Fall lag es wohl an mir, dass sie mich weggeben hatte.
      Einen Augenblick überlegte ich, ob ich ihr von Palé und Rikrè erzählen sollte, aber ich verwarf den Gedanken. Ich war mir nicht sicher, wie sie darauf reagieren würde.
      Also schwieg ich und dachte an eben diese beiden. Sie waren in Raguna geblieben, jedoch eher unfreiwillig. Die Königin hatte nicht erlaubt, dass sie mit in das Trainingslager kamen. Sie hatte einfach auf alle Argumente erwidert, dass die feeischen Armee schließlich kein Wohltäter für alternde Feen sein und man nicht jeden aufnehmen konnte. So hatte ich mich schweren Herzens von ihnen mit unterdrückten Tränen getrennt und konnte nun nur noch darauf hoffen, sie so bald wie möglich wieder zu sehen.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Nyneve ()

    • Nyneve schrieb:

      Erst hatte ich vor, sie gar nicht äußerlich zu beschreiben, damit man sich besser mit ihr identifizieren kann, aber ich kann das gerne ein wenig ändern, sodass sie "lebendiger" ist.
      Räusper ... Ja, es gibt Bücher, wo der Prota komplett blass bleibt. Dort wird aber meist der Char über Vergleiche oder Metaphern beschrieben. Ich persönlich identifiziere mich nie optisch mit einem Char. Viel mehr geht es mir um Gefühle. Kann ich ihn/sie nachvollziehen? Wie würde ich handeln?! Wie würde es mir dabei gehen. Sowas eben. ^^
      Optisch hätte ich mich da jetzt schon ausgeklingt. Wenn sie wie im Text Korkenzieherlocken wie ihre Mutter hat und "wunderschön" ist, kann ich mich damit eh nicht mehr in Verbindung bringen :rofl: Ich hab zwar Locken, die wirken aber eher wahllos und ... geplatzes Sofakissen eben, wah. Und wunderschön ... naja eher weniger bis gar nicht. :D

      Nyneve schrieb:

      Ich habe ihr extra noch keinen Namen gegeben (obwohl mir da schon einer im Kopf rumschwebt), da sie dazu eine seltsame Einstellung hat. Das wird später noch genauer erläutert.
      Eine seltsame Einstellung was ihre Namensnennung angeht? Das würde ich aber schon ganz am Anfang einbringen, ansonsten fragt sich, wie in dem Fall Rael und ich, jeder, ob er was verpasst, überlesen oder übergangen hat. Es gibt auch Bücher, die aus der Ich - Perspektive geschrieben sind, wo man die ganze Zeit nicht erfährt, wer der Erzähler ist, was aus der Beobachtung heraus geschrieben ist, "Draufblick" bis man iwann herausfindet, dass es z.B. der Mörder selbst ist, in nem Krimi, der sich selbst beobachtet, seine Taten aus der Ferne sieht. Diese Art des Schreibens erfordert aber ein Können, dass selbst mich derbst anstrengen bzw. überfordern würde. ^^ Hier sehe ich bisher keinen Grund, den Namen, das Aussehen oder sonst etwas zurückzuhalten. Auch, weil die Königin sicher nach ihm gefragt haben müsste, wenn nicht sie, dann eben andere. Gerade, weil du ja das Gegenteil hervorrufen wolltest, nämlich deine Figur dem Leser näher zu bringen braucht es solche Infos.

      In dem Storykern, dem roten Faden, den wir bisher verfolgen dürfen "Krieg gegen die Alben, Bündnis mit den Elfen" steckt eine Menge Potenzial, welches du ruhig ausschöpfen darfst.
      Ein Autor muss sich immer vor Augen halten, dass eine gute Story das Gerüst seines Werkes ist, aber die Protagonisten, wie Antagonisten, sind die Pfeiler, auf dem dieses Gerüst steht. Mit ihnen steht oder fällt es.

      Nyneve schrieb:

      Ich dachte, ich lese mir einfach mal die Charaktervorstellung bei den RPGs durch um mir vielleicht ein paar kleine Anregungen zu suchen...
      Das ist zum Beispiel eine gute Idee, dennoch erschaffen diese Figuren andere. Es kann halt sein, dass du deren Denken gar nicht nachvollziehen kannst. Wobei das reinschnuppern echt nicht schadet ^^ Anregungen holen, Inspiration ect.

      So, deinem neuen Teil widme ich mich morgen ^^
      Muss nämlich selbst etwas an meiner Story tüfteln :rofl:
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Erst einmal vielen Dank für deine Hilfe ;D

      Vielleicht lasse ich ihren Namen tatsächlich schon früher einflechten, da ich im Original (55 Seiten) immernoch nicht ihren Namen genannt habe. *Smile*

      Jennagon schrieb:

      Ein Autor muss sich immer vor Augen halten, dass eine gute Story das Gerüst seines Werkes ist, aber die Protagonisten, wie Antagonisten, sind die Pfeiler, auf dem dieses Gerüst steht. Mit ihnen steht oder fällt es.
      Wow, so hab ich das bisher noch nicht betrachtet, hätte ich vielleicht tun sollen. *grübel* Der Name wird an einer ganz bestimmten Stelle von einer ganz bestimmten Figur benutzt, das flechte ich noch ein.

      Später sagt Veikko über sie: "Bis mich eine Fee mit blonden Locken und dunkelblauen Augen gerettet hat". Ich wollte auf diese Weise ihr Aussehen bestimmen, vielleicht lasse ich aber auch früher schon was durchsickern lassen.


      Jennagon schrieb:

      So, deinem neuen Teil widme ich mich morgen
      Ehm...ja, kein Problem ;D Nein, dass musst du heut noch machen. ;D Logischerweise geht die eigene Geschichte vor die des anderen. Ich werde die Pause auf morgen ohne deine Kritik gerade so überleben ^^

      Lg Nyneve

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    • Nyneve schrieb:

      Erst einmal zu dem Ich ( ). Ich habe ihr extra noch keinen Namen gegeben (obwohl mir da schon einer im Kopf rumschwebt), da sie dazu eine seltsame Einstellung hat. Das wird später noch genauer erläutert.

      Nyneve schrieb:

      Erst hatte ich vor, sie gar nicht äußerlich zu beschreiben, damit man sich besser mit ihr identifizieren kann, aber ich kann das gerne ein wenig ändern, sodass sie "lebendiger" ist.
      Meiner Meinung nach, braucht dein Prota sowohl einen Namen, und das recht früh in der Geschichte, als auch ein Aussehen. Sie wirkt auf mich derzeit absolut blass und grau. Ich habe 0 Bezug zu ihr. Wie ein Statist rennt sie da durch das Wäldchen, dabei ist das doch deine Hauptfigur. Identifizieren tue ich mich mit Protas nicht, erst Recht nicht äußerlich.
      Die Verbindung zum Leser schafft man meiner Meinung nach eher über Handlungen, Motivation, Einstellung, Charakterprofil und Eigenschaften. Plus halt der ganze Gefühlskram.
      Ein Charakter muss mich genau auf der Ebene ansprechen aber ich brauche auch nen Bild zu dem. Ob der dann rothaarige oder blonde korkenzieher Locken hat, oder was weiß ich, ist mir dabei total schnurz.

      Zum letzten Part:
      Mir erschließt sich die Sache mit dem magischen Bogen nicht ganz. Ich habe das so gelesen, dass er jetzt verzaubert ist, und sie deswegen trifft?
      Da gab es auch nen Satz von Hibiscuse, dass sie nun bereit sei. Was so schnell? Ich meine die hat ja vielleicht grad mal 10Pfeilchen geschossen und dann trifft sie die Beere im Flug? Hm... Liegt das an dem magischen Bogen, oder an ihr?

      Die Interaktion mit Hibiscuse geht mir auch etwas zu schnell. Dein Prota ist total offen, fast schon anhänglich. Hibiscuse schwankt wieder hin und her, vl. verständlich weil die ja ihre Tochter ist. Aber die reden teilweise so offen miteinander, als kennen die sich seit Jahren. Ich meine das ist ihre Ausbilderin.

      Die ganze Story zu den Wintergeburten und Sommerfeen etc, fand ich hingegen super durchdacht und logisch erkärt. Das hat mir sehr gut gefallen.




      Spoiler anzeigen

      Nyneve schrieb:

      Ich wartete gespannt und auch angespannt
      Das ließt sich komisch, wenn du beide wörte so verwendest. Reicht eines der beiden nicht?

      Nyneve schrieb:

      Der Schuss ging vorbei, zwar nur knapp vorbei, aber er ging vorbei.
      Wiederholung

      Nyneve schrieb:

      Hibiscuse sah mich ein bisschen weniger herablassend

      Nyneve schrieb:

      Sie schlang ihre langen, schmalen Arme um ihren Körper und schluchzte auf. Ich stand auf, schlang meine Arme um sie und drückte sie fest an mich.
      Ok die Reaktion fand ich etwas überhastet. Sie nimmt sie direkt in den Arm? Die kennt sie doch gar nicht.

      Nyneve schrieb:

      „Du weißt, du weißt, wer es ist, nicht wahr?“
      Er nickte leicht und erklärte dann: „Seid ich Euch zum ersten Mal sah.“
      wieso weiß Vekko das?
      Was ist Vekko eigentlich nochmal, ein Hund?

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Nyneve schrieb:

      Dann kramte sie in ihrer Tasche, nahm einen Pinsel oder etwas Ähnliches hervor, tunkte ihn in ein Schälchen, das sie ebenfalls aus der Tasche genommen hatte und malte damit auf meinen Bogen.
      Eine Schale ist ja eigentlich ein Gefäß ohne Deckel. Jetzt verstehe ich nicht, wie man eine Schale aus der Tasche ziehen kann, ohne, dass in der Tasche schon alles ausgelaufen ist, weil, es ist ja kein Deckel drauf. Das sah für mich in etwa so aus, als würde jemand neben mir ein Glas Saft aus der Hosentasche ziehen und sich dann wundern, warum denn alles verschüttet ist, aber den letzten Inhalt dann doch noch trinken. :hmm:
      Ich würde vielleicht lieber Dose, oder allgemein nur Gefäß schreiben.

      Nyneve schrieb:

      „Wenn wir schon einmal beim Geschenkeverteilen sind. Hier ist nun auch dein richtiger Köcher, den du niemals verlieren darfst“, fuhr Hibiscuse fort. Sie reichte mir einen ebenfalls malvenfarbenen Köcher und entriss mir regelrecht den grünen.
      Wo hat Hibiscuse auf einmal den Köcher her? Hatte sie diesen die ganze Zeit schon dabei oder hat sie magische Taschen, aus denen sie einfach alles herausziehen kann? Zumal sie dann sagt, dass er sich von Rot zu malvenfarben gewandelt hat, dann muss sie ihn ja schon die ganze Zeit in Händen gehalten haben. Nur wurde er bisher nie erwähnt. Also das taucht mir doch zu plötzlich auf.

      Nyneve schrieb:

      Veikko bellte zustimmend und auch Hibiscuse nickte anerkennend.
      Warum nickt sie anerkennend? Sie hat diese Beere doch nur getroffen, weil der Bogen verzaubert ist. Da kann ja jeder Depp ankommen und mit dem Bogen auf etwas schießen. Egal, wie er sich dann anstellt, er würde diese Beere immer treffen, solang er den Bogen hat. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

      Nyneve schrieb:

      Sie schlang ihre langen, schmalen Arme um ihren Körper und schluchzte auf. Ich stand auf, schlang meine Arme um sie und drückte sie fest an mich. Ich missachtete einfach die Regeln, die es bestimmt auch nicht einer ranghöheren Fee ihre Gefühle einer niedrigeren zu zeigen.
      Ich habe wirklich Probleme Hibiscuse einzuordnen. In dem einen Moment ist sie die starke und zähe Kriegerin und dann auf einmal heult sie los. Gut, das ist ein heikles Thema und sie hat ihr Kind vor sich stehen, was sie verloren hat(oder weggeben musste) aber dennoch. Nach allem wie sie sich bisher gegeben hat, passt es nicht so wirklich weint. Meiner Meinung nach müsstest du dich entscheiden, ob sie eher taff ist und sich wie eine Kriegerin benimmt, oder ob sie so gefühlvoll ist, dass sie direkt anfängt zu weinen. Nicht einmal so und im nächsten Moment so. Wie es eben gerade reinpasst. :hmm:
      Sie kann auch trauern und mitfühlen, ohne, dass sie direkt anfängt zu weinen.

      Nyneve schrieb:

      Sie lächelte leicht, dann führte sie uns weiter durch den Wald, vorbei an einem Wasserfall (Komma) der einen Regenbogen projizierte.

      Nyneve schrieb:

      Man bekommt oftmals eine neue Augenfarbe, manchmal sogar eine neue Haarfarbe und auch das ganze Kind kann sich charakterlisch völlig verändern.
      charakterlich

      An und für sich fand ich den Teil auch diesmal wieder super geschrieben und die Beschreibung der Sommer und Wintergeburten hat mir auch gefallen. Allerdings stehe ich etwas im Zwiespalt, was zum einen das Training angeht und zum anderen die Gespräche mit Hibiscuse.

      Das Training: Mir geht das gerade etwas zu schnell. Wenn sie einfach nur einen verzauberten Bogen benötigt, dann braucht sie doch auch nicht trainieren. Dann geben sie ihr einfach das Ding und schicken sie in die Schlacht. Das hat ja dann rein gar nichts mit Können zu tun und ich frage mich dann, warum Hibiscuse die Ausbilderin mimt. :hmm:
      Also ich finde, man könnte deinen Prota schon noch etwas zappeln lassen und ihr erstmal die Grundzüge von allem lehren. Die richtige Haltung und vor allem, wie man auch ohne Zauber trifft. Wenn sie irgendwann mal ihren Bogen verliert, dann schafft sie es mit dem Pfeil drei Meter weit und das wars... große Klasse. :hmm: Ihr einen magischen Bogen zu geben, oder aus ihrem Bogen einen magischen zu machen, finde ich gut, aber das hätte auch bis zum Ende der Ausbildung warten können. Aber gut. ^^

      Zu dem Gespräch mit Hibiscuse: Wie gesagt, ich bekomme diesen Charakter nicht wirklich zu fassen. Sie benimmt sich jedes Mal anders, je nachdem in welcher Situation sie sich befindet. Das erscheint mir etwas komisch. Auch, dass sie zu Beginn alles abgeblockt hat und jetzt auf einmal will sie sich mit deinem Prota unterhalten. Sie ist ihre Mutter ja, aber so eine Charakterschwankung ist schon komisch. :hmm:

      Und um mich Rael und Jennagon anzuschließen. Ich würde es auch begrüßen, wenn dein Prota schon zu einem früheren Zeitpunkt einen Namen bekommen würde. Irgendwer muss sie ja schon mal danach gefragt haben. Entweder die Königin, oder Hibiscuse. Die sagen ja auch nicht einfach: "Hey du da ... nein, nicht du, sondern die andere da. Die ohne Namen ... ja genau du ... komm mal her." Klingt doch irgendwie komisch, oder? :D Ich bin immer der Meinung, dass ein Name einfach dazugehört. Ohne einen Namen ist eine Figur, ein Charakter oder auch ein Mensch nur teilweise präsent. Eine Person wird erst richtig greifbar, wenn sie einen Namen hat.
      Was das Aussehen angeht, finde ich es nicht so schlimm, wenn das noch etwas wartet. Ich meine, scheinbar gibt es dort nur wenige, bis gar keine Spiegel. Und wenn man aus der ich-Perspektive schreibt, finde ich, klingt es auch etwas lustig, wenn der Charakter sich dann erstmal beginnt selbst zu beschreiben. "Ja, also ich bin wunderschön, mit langen blonden Locken und goldglänzend schimmernden Schmetterlingsflügeln." Klingt etwas irrwitzig, oder? :rofl: Im echten Leben beschreibt man sich ja auch eher selten, weil man gerade gelangweilt irgendwo herumsitzt. :D

      So, ich hoffe, du nimmst mir meine Kritikpunkte nicht übel. Weil ansonsten finde ich die Geschichte bis hierher nicht schlecht. ^^ Bietet Stoff für eine gute Story. :thumbsup:

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
    • Kyelia schrieb:

      Und wenn man aus der ich-Perspektive schreibt, finde ich, klingt es auch etwas lustig, wenn der Charakter sich dann erstmal beginnt selbst zu beschreiben. "Ja, also ich bin wunderschön, mit langen blonden Locken und goldglänzend schimmernden Schmetterlingsflügeln." Klingt etwas irrwitzig, oder? Im echten Leben beschreibt man sich ja auch eher selten, weil man gerade gelangweilt irgendwo herumsitzt.
      Sehr gut Krümelchen, hier musste ich ordentlich schmunzeln :D

      Bin zwar kein "Ich - Perspektive Pro Erzähler" - Ganz im Gegenteil, aber ich glaube man kann schon so sachen wie.. " Ich wischte mir genervt eine blonde Haarsträhne aus dem Gesicht", oder sowas ähnlich machen, oder? :)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Uff, da habt ihr mir ja wieder einiges zum Korrigieren gegeben. *smile* Nein, Spaß, ich freue mich immer über Verbesserungsvorschläge. ;D

      Jennagon schrieb:

      Eine seltsame Einstellung was ihre Namensnennung angeht? Das würde ich aber schon ganz am Anfang einbringen, ansonsten fragt sich, wie in dem Fall Rael und ich, jeder, ob er was verpasst, überlesen oder übergangen hat.
      Also, ich hab jetzt einfach mal Jennagon für euch drei genommen ;D. Ja *zähneknirsch*. Vielleicht war das nicht meine beste Idee, mit dem Namen zu warten. Ich hatte eigentlich vor, den Namen von jemandem ganz bestimmten sagen zu lassen, der jedoch nocherst später auftauchen wird und zu dem sie eine ganz besondere Beziehung hat. Hm...mal überlegen wie ich das mach. Es wäre ja blöd, den Namen jetzt einfach irgendwo einzufügen...


      Rael schrieb:

      Meiner Meinung nach, braucht dein Prota sowohl einen Namen, und das recht früh in der Geschichte, als auch ein Aussehen.
      Also erst einmal stimmt das, jede Prota braucht auch ein Aussehen. Aber wie Kyelia bereits schrieb:

      Kyelia schrieb:

      "Ja, also ich bin wunderschön, mit langen blonden Locken und goldglänzend schimmernden Schmetterlingsflügeln."
      Das würde dann schon iwie total eingebildet klingen. Deswegen hab ich immer wieder eine Kleinigkeit einfließen lassen, sodass man dann am Ende ein komplettes Bild von ihr hat. Vielleicht schaut sie ja einmal ins Wasser und bemerkt, dass sich eine blonde Locke aus dem Knoten oder so gelöst hat. An so etwas dachte ich.


      Kyelia schrieb:

      Das Training: Mir geht das gerade etwas zu schnell. Wenn sie einfach nur einen verzauberten Bogen benötigt, dann braucht sie doch auch nicht trainieren. Dann geben sie ihr einfach das Ding und schicken sie in die Schlacht. Das hat ja dann rein gar nichts mit Können zu tun und ich frage mich dann, warum Hibiscuse die Ausbilderin mimt.
      *Räusper* Ich hab das eigentlich extra ein wenig abgekürzt, damit man nicht von einer genauen Beschreibung des Tages erschlagen wird. Ich fände dass auch ein wenig langweilig, muss ich gestehen. Vllt wollte Hibiscuse ja auch einfach sehen, wie sich ihr Schützling anstellt und hat dann begriffen, dass das so nichts wird. Ich hab selbst mal Bogenschießen ausprobiert und bin gloreich gescheitert ;D. Vllt schreibe ich dass dann so um, dass die Prota es einmal wirklich schafft, den Pfeil gescheit zu schießen und Hibiscuse dann glaubt, sie sei bereit für den "Zauber".
      Die Schale ändere ich in Dose um und schreibe vorher noch, dass sie eine Tasche bei sich trägt.
      Und abschließend zum Thema Ausbildung kommt noch der Köcher *hust*. Ich finde, es klingt nicht unlogisch, wenn Hibiscuse sagt, er wäre rot gewesen und ist nun lila. Sie weiß ja, wie er vorher aussah und hat Augen im Kopf, sodass sie erkennt, dass er das jetzt nicht mehr ist.


      Kyelia schrieb:

      Ich habe wirklich Probleme Hibiscuse einzuordnen. In dem einen Moment ist sie die starke und zähe Kriegerin und dann auf einmal heult sie los. Gut, das ist ein heikles Thema und sie hat ihr Kind vor sich stehen, was sie verloren hat(oder weggeben musste) aber dennoch. Nach allem wie sie sich bisher gegeben hat, passt es nicht so wirklich weint. Meiner Meinung nach müsstest du dich entscheiden, ob sie eher taff ist und sich wie eine Kriegerin benimmt, oder ob sie so gefühlvoll ist, dass sie direkt anfängt zu weinen. Nicht einmal so und im nächsten Moment so. Wie es eben gerade reinpasst.
      Sie kann auch trauern und mitfühlen, ohne, dass sie direkt anfängt zu weinen.
      Dann lasse ich einfach das Heulen weg und sie sieht einfach nur todunglücklich aus. Die Prota ist so eine Trösterin, sodass sie sie automatisch umarmt (kommt später noch einmal). Vllt schubst Hibiscuse sie dann "vorsichtig" weg, hat das Thema dann aber runtergeschluckt ;D


      Rael schrieb:

      Was ist Vekko eigentlich nochmal, ein Hund?
      Als Antwort nehme ich einfach ein Zitat von der Prota: Er selbst gehörte zu einer seltenen Abart von Hunden, die grob betrachtet auch wie solche aussahen. Doch bei genauerem Hinsehen erkannte man die falkenartigen Flügel und die extrem spitzen Krallen, die er nach Belieben ausstrecken oder wieder einfahren konnte. Außerdem besaß er zwei längliche, spitz zulaufende Fangzähne wie die einer Schlange, mit denen er nicht selten andere Feen erschreckte. ;)

      Lg Nyneve

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    • Nyneve schrieb:

      Hm...mal überlegen wie ich das mach. Es wäre ja blöd, den Namen jetzt einfach irgendwo einzufügen...
      Ehrlich gesagt, sehe ich da nicht so wirklich ein Problem. Du könntest einfach in dem Teil (wo dein prota das erste Mal auf die Königin trifft) die Königin fragen lassen, wie sie denn heißt. Dann hast du den Namen eingebunden und kannst Hibiscuse oder einen anderen Charakter ihn einfach mal sagen lassen, damit wir ihn auch mal noch mitbekommen. Du musst ihn ja nicht ständig erwähnen, wenn dein Prota damit Probleme hat. Aber ich finde es etwas blöd, sie immer Prota zu nennen. :rofl:

      Nyneve schrieb:

      Und abschließend zum Thema Ausbildung kommt noch der Köcher *hust*. Ich finde, es klingt nicht unlogisch, wenn Hibiscuse sagt, er wäre rot gewesen und ist nun lila. Sie weiß ja, wie er vorher aussah und hat Augen im Kopf, sodass sie erkennt, dass er das jetzt nicht mehr ist.
      Mich hat es nur gewundert, woher sie den Köcher auf einmal hat. ^^

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    • Kyelia schrieb:

      Mich hat es nur gewundert, woher sie den Köcher auf einmal hat.
      Ich hoffe, dass ist jetzt mit der Überarbeitung geklärt. Das ist tatsächlich einer meiner Schwachpunkte. Wenn ich irgendetwas schreibe und es erneut lese, merke ich gar nicht, dass das eigentlich total unlogisch ist;D

      Aber ehrlich gesagt, hätte ich sowieso nicht erwartet, dass mich in den Kommentaren nicht nur Kritik erwartet.

      Lg Nyneve

      // *Freu* Ich habe jetzt (19:54) den Namen t-a-t-s-ä-c-h-l-i-c-h einfließen lassen (im letzten Abschnitt). Ich hoffe, dass es nun besser ist.

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    • Nyneve schrieb:

      Ich hoffe, dass ist jetzt mit der Überarbeitung geklärt. Das ist tatsächlich einer meiner Schwachpunkte. Wenn ich irgendetwas schreibe und es erneut lese, merke ich gar nicht, dass das eigentlich total unlogisch ist;D
      Mach dir keinen Kopf... das geht uns allen so. Man ist immer blind für die eigenen Texte ;)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Hallo ;D
      Da bin ich mal wieder. Da ich nicht weiß, wie lange ich noch so *husthust* viel Zeit habe, gibt's heute auch einen kleinen Abschnitt. Viel Spaß.
      Lg Nyneve

      Doch das Lachen herannahender Wesen schreckte mich auf.
      „Komm, lass dich auf andere Gedanken bringen“, rief Hibiscuse betont fröhlich, sprang auf und schnappte sich meine Hand. Ich folgte ihr vorsichtig, Veikko dicht an meiner Seite. Ich hatte eigentlich schon genug Neues für heute erfahren. Mein Schädel brummte bereits wie die Bären, die sich in den dichten Wäldern im Gebirge aufhalten sollten. Hibiscuse winkte schon von weitem einer Schaumkrone zu.
      „Das ist Faye“, lachte Hibiscuse und breitete ihr Hand aus. Ich sah sie irritiert an. Sie deutete direkt auf eine Schaumkrone. Ich räusperte mich und blieb unsicher stehen. Wollte mich Hibiscuse auf den Arm nehmen?
      „Faye, lass die Faxen. Sie sieht gerade zum ersten Mal eine Nixe und du versteckst dich in einer Schaumkrone!“ Plötzlich ertönte ein schallendes Lachen und ein Kopf tauchte aus der Schaumkrone hervor, dann ein Hals und zwei Arme. Zögernd folgte ich Hibiscuse näher, auch Veikko schnupperte nervös in der Luft. Faye trug eine Kette mit einer großen glossus humanus, gemeinhin Ochsenherz genannt, die die Sonnenstrahlen einfing um sie dann in alle Richtungen zu reflektieren. Sie hatte sehr helle, fast weiße Haut, die manchmal leicht Türkis wirkte, doch das konnte ich mir auch einbilden. Sie besaß wunderschöne, lange blonde Haare, in denen sie verschiedene weitere Muscheln geflochten hatte. Sie eiferten mit ihrem ebenmäßigen Gesicht um die Wette, wer wohl schöner war. „Ich bin sehr erfreut, Euch kennenzulernen“ Ich wusste nicht, was Faye von mir erwartete, wusste auch nicht, ob sie mir im Rang höher stand oder nicht. Anscheinend nicht, denn sie brachte in schallendes Gelächter aus.
      „Da hast du aber eine sehr höfliche Fee mitgebracht...Kann ich sie behalten?“
      Hibiscuse verkniff sich ein Lächeln und sagte an mich gewandt: „Die Nixen sind weitaus weniger höflich als wir, meine Liebe. Sie kennen keine Rangordnung und ordnen sich auch keinem Herrscher unter.“ Faye stieß erneut ein perlendes Lachen aus, dann vollführte sie einen Salto im Wasser, wobei ich ihre reinweiße, schuppenhafte Schwanzflosse bewundern konnte. Sie hielt sich wieder an einem Stein am Ufer fest und verschränkte leicht die Arme vor sich.
      „Ich habe dich hier noch nie gesehen, woher kommst du?“ Doch bevor ich etwas erwidern konnte, rief Hibiscuse schnell: „Sie ist mein Schützling.“
      „Oh, dein Schützling“, äffte Faye sie nach und kicherte wieder haltlos. Wenn eine Fee so viel Lachen würde wie sie, würden die anderen vermutlich annehmen, sie hätte zu tief ins Glas geschaut oder hatte sich von einem Satyr zu einer Flasche Wein überreden lassen. „Wird man Ihrer…ähem…deiner Stimme gerecht, wenn man sie mit den Lockgesängen von Walen vergleicht?“, wollte ich wissen. Ich hatte keine Ahnung, wie die Lockgesänge von Walen klangen, ich wusste nicht einmal genau, was Wale wirklich waren, doch hatte ich einmal einen alten Zwerg so von ihnen reden hören, der auf der Durchreise war. Faye hörte auf zu lachen.
      „Willst du mich beleidigen?“, wollte sie scharf wissen.
      Ich stotterte erschrocken: „Nein, nein,…ich habe nur andere so reden hören.“ Faye schwieg.
      „Ich gebe zu, man kann natürlich den Walgesang als sehr schön bezeichnen, doch an den Gesang von uns Nixen kommt er nie und nimmer an. Aber was versuche ich euch zu überzeugen. Kommt doch einfach heute Abend hier an den Wasserfall. Wir werden eine große Fete veranstalten, es sind auch noch andere eingeladen. Wir wollen feiern bis die Wolken wieder lila werden", Faye lachte wieder. Ich sah aufgeregt zu Hibiscuse.
      „Bitte Hibiscuse. Ich werde mich auch besonders bei Eurem Training anstrengen. Aber ich brauche einmal eine Abwechslung zu den trüben Aussichten, die mir bevorstehen.“ Hibiscuse blieb hart - ehrlich gesagt hatte ich auch nichts anderes erwartet. Ich fühlte mich selbst wie eine Jungfee, die sich an den Saum des mütterlichen Rocks klammerte und sie anbettelte. Doch sie war nun meine Mentorin, Hibiscuse Himmelkleid, und ich unterstand ihr.
      „Nur wenn wir jetzt noch hart trainieren gehen und dir kein einziger Fehler passiert!“ Ich schwieg überrascht - ich hatte eigentlich mit einem energischen Kopfschütteln gerechnet-, dann nickte ich.
      „Abgemacht.“ Hibiscuse, Veikko und ich machten uns wenig später auf den Weg zurück zu unserem Trainingsfeld.
      Hibiscuses Training war deutlich härter als zuvor. Entweder hatte sie keine Lust, mich mit auf die Feier zu nehmen oder sie wollte mich einfach ärgern. Bei ihr konnte ich mir beides vorstellen.
      „Wisst Ihr, was Sìne macht oder wie es ihr geht?“
      „Nun, ich habe kurz mit Lauriel geredet. Sie ist anscheinend ein schwierigerer Fall als du, aber er denkt, in wenigen Tagen können wir euch einmal zusammen trainieren lassen. Sie scheint wohl ein wenig desorientiert und leicht ablenkbar zu sein.“ Ich musste lachen.
      „Oh ja, Sìne kriegt tatsächlich alles mit.“ Dann fuhr Hibiscuse unerbittlich mit ihrem Training fort. Ich wusste irgendwann nicht mehr, woher sie die vielen Mondbeeren nahm, die sie in allen möglichen Varianten in jede Ecke des Waldes warf und die ich jedes Mal mit einem Pfeil spalten musste. In den meisten Fällen klappte es, aber hier und da ging doch noch ein Pfeil daneben. Später begann die Sonne zu Boden zu sinken und es tat immer mehr weh, den Bogen zu spannen oder überhaupt den Bogen zu halten. Als es dämmerte, begannen die Mondbeeren wie Vollmonde zu leuchten. Es machte das Treffen einfacherer, das Spannen des Pfeils hingegen wurde immer schwieriger. Irgendwann unterband Hibiscuse weitere Trainingswürfe und winkte mich zu ihr.
      „Komm, genug trainiert, jetzt gehen wir uns ein wenig amüsieren.“ Ich sah zu Veikko.
      „Willst du mitkommen? Das ist ja eigentlich nicht deine Zeit.“
      „Ich lass dich ganz sicher nicht alleine da hin!“, rief Veikko bestimmt und sprang mit einem Satz auf.
      „Lauriel und Sìne kommen auch, ich dachte, das wäre dir sicher lieber, wenn du nicht alleine unter lauter Fremden bist.“
      „Sie hat mich!“, rief Veikko bestimmt. Hibiscuse grinste, ich konnte nämlich ihre klaren, weißen Zähne aufblitzen sehen. Dann gingen wir zusammen zurück zu dem Wasserfall.

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    • Nyneve schrieb:

      Ich sah sie irritiert an. Sie deutete direkt auf eine Schaumkrone.
      Schaumkrone? die kenne ich nur vom Bier :D so was ist das?^^

      Nyneve schrieb:

      Faye trug eine Kette mit einer großen glossus humanus, gemeinhin Ochsenherz genannt,
      Ich kann dir nur empfehlen, hör mit den lateinischen Begriffen auf. Ein paar sind ok, aber es zieht sich schon durch die Geschichte und das wirkt eher störend als untermalend.
      Deine Sprache ist sehr blumig, was zu den Elfen passt. Latein ist eine tote - sehr harte Sprache. Das passt überhaupt nicht zu deinen Elfen.

      Nyneve schrieb:

      „Bitte Hibiscuse, b-i-t-t-e. Ich werde mich auch besonders bei Eurem Training anstrengen. Aber ich brauche einmal eine Abwechslung zu den trüben Aussichten, die mir bevorstehen. Ich flehe Euch an.“ Hibiscuse blieb hart.
      Hier ist mir dein Prota etwas zu kindisch. Sie will auf die "Fete" der Nixen gehen. Aber wieso spricht sie Hibiscuse an, als wäre sie ihre Mutter und sie selbst eine 12jährige? Zumal, warum braucht sie endlich mal eine Abwechslung? Das war ihr erster Trainingstag?

      Nyneve schrieb:

      „Wisst Ihr, was Sìne macht oder wie es ihr geht?“
      „Nun, ich habe kurz mit Lauriel geredet. Sie ist anscheinend ein schwierigerer Fall als du, aber er denkt, in wenigen Tagen können wir euch einmal zusammen trainieren lassen. Sie scheint wohl ein wenig desorientiert und leicht ablenkbar zu sein.“ Ich musste lachen.
      Nochmal. Es ist ihr erster Trainingstag. Für mein Verständnis waren Hibiscuse und Laumé die ganz zeit zusammen, woher weiß sie, wie sich Sine macht?. Oder sind mehr Tage vergangen, und das ist irgendwie an mir vorbei gelaufen?^^

      Du bleibst dir im Stil treu, was sprachlich super ist. Weil das blumige passend zu deiner Welt ist. Aber du musst bei deinen Charakteren aufpassen. Sie wirken sprunghaft und reagieren manchmal nicht nachvollziehbar für den Leser.

      Deine Stärke ist deine Umgebungsbeschreibung, die sehr bildhaft ist.
      Woran du arbeiten musst, sind deine Chraktere und die Logik ihrer Handlungen. Du bist zu schnell in der Interaktion. Gib dem Leser Zeit das Konstrukt und deine Figuren zu verstehen. Stell dir vor, wie du einer fremden Kriegsfee, die deine Ausbilderin ist, gegenüber treten würdest.
      Das erste, was mir da einfällt ist Respekt. Das zweite ist Distanz oder auch Bewunderung. Du lässt beide miteinander sprechen und agieren, als kennen sie sich schon ewig.
      Ja ok, der Hintergrund, dass sie ihre Mutter ist, beeinflusst dich. Trotzdem! Gib den Charakteren Zeit diese Situation zu begreifen und aufzuarbeiten.

      Was mir gerade auffällt du hast den Tag: Kitsune drin. Was ist das? Ich kenne Kitsune nur als Userin hier im Forum :D

      Ich hoffe das Feedback hilft dir weiter. Ich bleib dran :)
      Lg
      Rael

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Hallo ;D

      Rael schrieb:

      Schaumkrone? die kenne ich nur vom Bier so was ist das?^^
      Ah ja, hier kommen wieder die Trinker zum Vorschein ;D Ne Spaß, als "Schaumkronen" werden auch dieses weiße Zeug au den schäumenden Wellen - "Gischt an Wellenkämmen" - genannt. *Klugscheißer* ;D


      Rael schrieb:

      Ich kann dir nur empfehlen, hör mit den lateinischen Begriffen auf. Ein paar sind ok, aber es zieht sich schon durch die Geschichte und das wirkt eher störend als untermalend.
      Deine Sprache ist sehr blumig, was zu den Elfen passt. Latein ist eine tote - sehr harte Sprache. Das passt überhaupt nicht zu deinen Elfen.
      *seufz* Das hab ich bisher noch nicht verändern, da mir da noch nichts neues eingefallen ist. Ich hätte gerne eigene Begriffe für diese "Sachen". Jede Sprache nennt ja diese Tiere, Pflanzen, was-weiß-ich auch anders. Erst wollte ich mir eigene Begriffe aus den Fingern ziehen, aber dann stellt man ja keinen Bezug dazu da. Z.B. hjfia = Ochse oder so, das weiß ja kein Leser, dass das dann so heißt. Deswegen hab ich mich dann auf's Lateinische (und Google Übersetzer) eingelassen, da ich etwas "handfestes" wollte. Du hast recht, eigentlich passt das nicht zur Geschichte, aber ich bin iwie in diesem Punkt total unkreativ... ?( Ich würd mich echt freuen, wenn da ein Vorschläg für eine Änderung käme... ;D

      Rael schrieb:

      Hier ist mir dein Prota etwas zu kindisch. Sie will auf die "Fete" der Nixen gehen. Aber wieso spricht sie Hibiscuse an, als wäre sie ihre Mutter und sie selbst eine 12jährige? Zumal, warum braucht sie endlich mal eine Abwechslung? Das war ihr erster Trainingstag?
      Ja *Zähneknirsch* Vielleicht sollte ich das ein wenig abschwächen, das klingt echt wie ein Kleinkind. Vllt ein bisschen kürzen...
      "Mit der Abwechslung" - Na ja, also ich kann mir vorstellen, dass ein gaaaaaanzer Tag nur Bogentraining auch irgendwann öde wird, besonders wenn man dann noch so einen freundlichen und hilfsbereiten Mentor wie Hibiscuse hat. Aber wie gesagt, werde ich das noch ein bisschen umändern.

      Rael schrieb:

      Nochmal. Es ist ihr erster Trainingstag. Für mein Verständnis waren Hibiscuse und Laumé die ganz zeit zusammen, woher weiß sie, wie sich Sine macht?. Oder sind mehr Tage vergangen, und das ist irgendwie an mir vorbei gelaufen?^^
      Na ja, Hibiscuse war ja mal "Pause machen". In der Zeit war sie bei den beiden - man muss schließlich mal sehen, wie die "Konkurrenz" so ist. Ich sollte das wohl noch rein bringen, damit das besser nachvollziehbar ist.


      Rael schrieb:

      Was mir gerade auffällt du hast den Tag: Kitsune drin. Was ist das? Ich kenne Kitsune nur als Userin hier im Forum
      Und "last but not least" die Kitsune. *Hust* Ich würde dir raten, mal "Die Welt der Königsboten" zu überfliegen... da gibt's auch einen Spoiler für Kitsune. ;D

      Lg Nyneve

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    • Nyneve schrieb:

      *seufz* Das hab ich bisher noch nicht verändern, da mir da noch nichts neues eingefallen ist. Ich hätte gerne eigene Begriffe für diese "Sachen". Jede Sprache nennt ja diese Tiere, Pflanzen, was-weiß-ich auch anders. Erst wollte ich mir eigene Begriffe aus den Fingern ziehen, aber dann stellt man ja keinen Bezug dazu da. Z.B. hjfia = Ochse oder so, das weiß ja kein Leser, dass das dann so heißt. Deswegen hab ich mich dann auf's Lateinische (und Google Übersetzer) eingelassen, da ich etwas "handfestes" wollte. Du hast recht, eigentlich passt das nicht zur Geschichte, aber ich bin iwie in diesem Punkt total unkreativ...
      Naja du hast so eine blumige Sprache, dass es zwischendrin einfach mal erfrischend ist was stink normales zu lesen. Etwas zu dem man ohne Begleitsätze sofort ein Bild hat.
      Wenn du zu jeder Blumenart oder Tierart noch neue Begriffe erfinden würdest, dann musst du das auch jedes Mal erklären. + Wir müssen uns das merken^^
      Also nenn die Ochsen halt Ochsen, genau das sind se nämlich. ;)

      Fantasy ist eine Mischung aus vertrautem und dem neuen unbekannten. Der Leser braucht das, sonst rafft der nichts. Wenn du deine Welt durch ein paar besondere Geschöpfe untermalst, reicht das völlig. Und es macht sie gleichzeitig mystisch. Machst du das zu häufig, kann man kaum folgen. Es sei denn du verteilst es über das ganze Buch und machst es step by step.
      Aber du willst hier ja die Geschichte deiner Prota erzählen und nicht ein Sachbuch über die Flora und Fauna rausbringen :)

      Nyneve schrieb:

      Na ja, Hibiscuse war ja mal "Pause machen". In der Zeit war sie bei den beiden - man muss schließlich mal sehen, wie die "Konkurrenz" so ist. Ich sollte das wohl noch rein bringen, damit das besser nachvollziehbar ist.
      Achso, ok dann ist das an mir vorbei gelaufen^^

      Nyneve schrieb:

      Und "last but not least" die Kitsune. *Hust* Ich würde dir raten, mal "Die Welt der Königsboten" zu überfliegen... da gibt's auch einen Spoiler für Kitsune. ;D
      ok ;)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Ja, *hust*, ich wollte nur mal wissen - auch wenn ja noch nicht sooooo viel passiert ist -, wie ihr die Geschichte bisher bewertet. Ich würde einfach gerne mal ein (klitze)kleines Feedback haben. ;D Muss auch nicht nur den Inhalt betreffen, ich würde mich auch über Anmerkungen zu meinem Schreibstil freuen.
      Würdet ihr den "Königsboten" noch immer einen Stern geben oder nicht?

      LG Nyneve

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    • Nyneve schrieb:

      Ja, *hust*, ich wollte nur mal wissen - auch wenn ja noch nicht sooooo viel passiert ist -, wie ihr die Geschichte bisher bewertet. Ich würde einfach gerne mal ein (klitze)kleines Feedback haben. ;D
      Sehr Gerne. :)

      Also. Wie gesagt, soviel ist ja noch nicht passiert.
      Die Geschichte ansich verspricht Spannung. Mich interessiert brenndend das politische setting. (wer da gegen wen und mit wem und so weiter) Halt der Konflikt im Hintergrund, und wie du deine Prota da mit einbauen wirst.
      Bisher haben wir nen Einblick in deine Welt und ne Idee von der Kultur, die sehr interessant ist. Sowie den Einblick in einen persönlichen zwischenmenschlichen Konflikt (Hibiscuse + Laumé).
      Darüber hinaus deutest du das magische Konstrukt an. In Form dieser Bögen, das ich so btw noch nie gelesen habe und sehr gut finde. Für mich ist das neu - Also Hut ab.
      All das ist bisher nur angedeutet und erschließt sich mir nicht völlig, aber das ist zu diesem frühen Zeitpuntk absolut ok!

      Soll heißen als bisheriges Fazit. Das Setting bietet dir sehr viele Möglichkeiten, die du ausschöpfen kannst. Es kommt halt drauf an, was du draus machst. Diese Geschichte hate definitiv Potential!

      Auch gefällt mir, dass du die Verbesserungsvorschläge ernsthaft in Betracht ziehst und sogar umsetzt. Also weiter so! :thumbsup:

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Rael schrieb:

      Bisher haben wir nen Einblick in deine Welt und ne Idee von der Kultur, die sehr interessant ist. Sowie den Einblick in einen persönlichen zwischenmenschlichen Konflikt (Hibiscuse + Laumé).
      Oha, da muss ich schon mal ein bisschen neugierig machen - und damit ihr auch weiterlest: Da wird noch ein ganz großer Klotz kommen (sowohl auf Seiten von Hibiscuse, als auch bei Laumé)


      Rael schrieb:

      Auch gefällt mir, dass du die Verbesserungsvorschläge ernsthaft in Betracht ziehst und sogar umsetzt. Also weiter so!
      Ich versuche so gut es geht die Verbesserungsvorschläge auch umzusetzen - ansonsten wäre es ja iwie unsinnig, die Geschichte überhaupt reinzustellen ;D

      Fazit: Aaaawwww vielen Dank für das nette Feedback. ;D

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    • Da Rael schon viel berichtigt hat habe ich einfach mal darauf verzichtet. Sehr viel ist mir in dem überarbeiten Teil auch nicht mehr aufgefallen. Dazu übrigens mal ein Lob. Du nimmst die Kritik, bzw. die Vorschläge sehr gut an und arbeitest auch das in die Texte ein, was dir richtig scheint. Das ist wirklich schön und sorgt bei mir einfach nur für ein wohliges Gefühl. Super :thumbsup:
      Ansonsten geht es interessant weiter. Laumé stellt sich im Bogenschießen nicht schlecht an, aber auch nicht so gut, dass es übertrieben wird ^^
      Passt sehr gut und ich bin mal gespannt, ob die Nixen wirklich so gut singen können, wie sie selbst behaupten. :P

      LG, Kyelia

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      Der, der das Licht stahl
    • Hallo zusammen ;D
      Ich dachte, es wäre an der Zeit einmal wieder einen Abschnitt hier reinzustellen. Er ist auch nicht sooooo lange, aber danach kommt das 2. Kapitel *Freu*.
      Viel Spaß,
      Nyneve :D

      „Na, Süße!“, rief mir Sìne schon von weitem zu. Ich verabscheute es, wenn sie mich so nannte, weil es nicht meine Art war, Freunde so anzusprechen. Sìne umarmte mich, als wäre ich gerade von einer mondelangen Expedition zurückgekommen. Zu fünft sahen wir uns um, halt, nur Sìne und ich sahen uns vereinsamt um. Veikko hatte sich zu den Baumstämmen begeben und schlief und unsere beiden Mentoren waren im Gewusel verschiedenster Wesen untergetaucht.
      „Wenn man die einmal braucht“, seufzte Sìne abgrundtief auf, „ich besorge uns mal was zu trinken. Wir sehen uns.“ Mit diesen Worten ließ sie mich wie einen alten Beutel stehen und verschwand ebenfalls im Getümmel. Ich sah mich etwas verloren um. Vielleicht sollte ich mich am besten auf einen der Baumstämme setzen und auf ein Wunder der Geister warten. Da sah ich allerdings Faye auf mich zu kommen. Kein Wunder vielleicht, aber zumindest ein Anfang. Anstatt eines Fischschwanzes trug sie nun ein weißes Kleid, das aus mehreren mehr oder weniger transparenten, weißen Stofffetzen bestand und sich eng an sie schmiegte.
      „Na, haben sie dich Armes hier einfach stehen lassen. Komm mit mir, ich habe noch ein Plätzchen bei uns frei.“ Sie hackte sich ungefragt bei mir ein und zog mich mitten durch die tanzende und grölende Menge. Ich war noch dabei, meine Flügel wieder zu glätten, als sie mich bereits auf einen Stuhl drückte und mir ein Glas mit einer roten Flüssigkeit in die Hand drückte. Mehrere Stücke Obst in Gelb und Orange schwebten darin.
      „Eine exzellente Bowle!“, hauchte mir eine hübsche, junge Frau auf dem Sitz neben mir zu. Sie zog das Wort in seinen Silben wie Honig auseinander und sprach die „e’s“ mehr wie „ä’s“ aus. Dabei verströmte sie einen eindeutigen, scharfen Alkoholgeruch.
      „Von wem ist die denn?“, fragte ich Faye scharf.
      „Die Satyre haben sie mitgebracht. Die können das einfach am besten. Kein Wunder, dass die Nymphen die immer wärmstens empfehlen. Richtige Muntermacher.“
      „Ja, die können vor allem gut Wein anbauen.“
      „Sei doch kein Spielverderber. Trink einfach, dann wirst du vielleicht auch ein bisschen entspannter.“
      Sie lachte laut auf und fragte dann an die Frau neben mir gewandt: „Hast du den Satyr mit diesen atemberaubenden, gelben Augen gesehen?“
      Die kicherte erst einmal drauf los und schnurrte: „Ich glaube, dein Satyr ist gerade mit einer der Dryaden hinter den Büschen verschwunden.“ Faye schnalzte missbilligend auf.
      „Kommt, Mädels, ich glaube wir sollten mal denen zeigen, was sie verpassen“, rief sie dann in die Runde. Die angesprochenen „Mädels“ folgten ihr bereitwillig und bewegten sich wie eine einzige, verschmolzene Frau zu dem Wasserfall. Sie ließen sich elegant ins Wasser gleiten, ohne überhaupt dessen Kälte zu bemerken. Es war erst wenige Monde her gewesen, dass alles noch unter einer weißen Decke gelegen hatte und die Seen und Flüsse mitten in ihren Bewegungen erstarrt waren.
      Sie schwammen gleichzeitig zügig wie anmutig zu den Felsen, setzten sich dekorativ in Grüppchen zusammen und begann ein schönes wie hypnotisierendes Lied anzustimmen. Ich konnte es leider nicht definieren, dafür reichten meine eigenen Gesangskenntnisse nicht, doch auch ich wusste, dass ihre Stimmen wunderbar waren. Kristallklar und durchdringend wie die Nacht. Mal sangen sie im Kanon, mal synchron. Sie konnten alle Töne singen, von hoch bis tief. Bei ihrem Gesang lief es mir eiskalt den Rücken hinab, so gefesselt war ich davon. Den anderen erschien es ähnlich zu ergehen. Die Masse, die bisher fröhlich getanzt hatte, stand nun völlig still und sah gebannt zu ihnen. Besonders die männlichen Gäste schienen nur noch Augen für die Sängerinnen zu haben, allen voran die Satyre. Ihre Stimmen erinnerten mich an die aufschäumende See und das Spritzen der Gischt an die Felsen. Dann beendeten die Nixen ihren Gesang mit einem phänomenalen Ende. Tosender Beifall erklang, besonders die Satyre stampften aufgeregt mit ihren Hufen auf den Boden unter ihnen. Auch die Glühwürmchen in allen Farben, die bis vor kurzem noch die ganze Szene beleuchtet hatten, flogen Kunststückchen in der Luft. Es wirkte wie aus einer anderen Welt und ließ mich die nahenden Schrecken und Ängste ganz vergessen.
      An meinem Tisch saßen nur noch zwei weitere Frauen. Die etwas angetrunkene von beiden, die mir sich schon mit ihrer seltsamen, katzenhaften Aussprache aufgefallen war, nahm sich ein weiteres Glas und kippte es mit einem Zug hinab.
      „Wer seid Ihr?“, fragte ich um ein Gespräch mit ihr zu beginnen und mich nicht ganz so verloren zu fühlen.
      „Kotori Yukiko“, raunte sie mir zu. Doch sie machte keine Anstalten, mich nach meinem zu fragen und so schwieg ich.
      „Namen haben große Bedeutung. Man sollte sie nicht jedem erzählen.“ Eine Stimme, eine männliche Stimme, hinter uns ließ mich zusammen fahren.
      „Und deswegen nennst du dich Smudex?“, nuschelte die Frau neben mir. Ich drehte mich nun ebenfalls nach dem Fremden um. Es war – wer hätte es erwartet – ein Satyr. Vermutlich auf der Suche nach einem willigen Opfer. Er machte eine leichte Verbeugung, die etwas Schelmisches an sich hatte.
      „Möglich“, erwiderte er nur und zwinkerte mir zu. Da hatte er sich bei mir aber die Falsche ausgesucht, ich fand Leute mit Ziegenbeinen, Hufen und Hörnern wenig anziehend – bis gar nicht. Deswegen trete ich mich demonstrativ wieder zu dem Tisch um. Von anderen Feen hatte ich schon mitbekommen, dass man Satyre nur schwer wieder losbekam, wenn man ihnen Hoffnungen machte. Im Gegensatz zu mir schien die Frau neben mir mit dem unaussprechlichen Namen weniger abgeneigt zu sein. Dies schien auch der Satyr zu spüren, denn kurz darauf waren wir nur noch zu zweit am Tisch.
      „Ich hätte nicht gedacht, dass eine Kitsune so unvorsichtig ist. Sie gelten als sehr weise und weitsichtig. Sich so zu betrinken sieht ihnen gar nicht ähnlich“, knurrte mein Gegenüber. Ich schluckte kurz, ich hatte offensichtlich nicht den blassesten Schimmer von anderen Wesen.
      „Und was bist du so?“ Ich versuchte ein wenig gelassener zu wirken. Offenbar legte man hier keinen großen Wert auf Rangordnung oder Höflichkeit. Sie lachte eine ganze Weile, sodass ich gleich erkannte, was sie war.
      „Sie…“, ich räusperte mich, „du bist auch eine Nixe, nicht wahr?“ Sie starrte mich kurz an, nickte dann und hypnotisierte dann wieder ihr Glas. Meines hatte ich bereits unbemerkt jemand anderem hingeschoben.
      „Ja“, krächzte sie jetzt beinahe.
      „Warum hast du nicht mit den anderen gesungen?“, wollte ich wissen. Sie rückte näher zu mir, saß jetzt auf dem Platz der Kitsune.
      „Ich gehöre nicht wirklich dazu“ Ich sah sie irritiert an. Entweder man war eine Nixe oder nicht. Sie seufzte, als sie meine fragende Miene sah.
      „Es ist so, ich…ich habe eine Zeit lang nicht im Meer gelebt. Für mehrere Sommer lebte ich in einer Menschensiedlung, Monde von hier entfernt. Aber irgendwann habe ich es dort nicht mehr ausgehalten und bin zurückgekehrt.“ Ich war noch verblüffter als zuvor, bisher hatte ich nur von Menschensiedlungen in Sagen gehört. Sie sollen gute Handwerker sein und es soll auch große Denker geben. Selbst hatte ich noch keinen Menschen zu Gesicht bekommen.
      „Tja, seither werde ich von den anderen Nixen gemieden. Sie meinen, ich gehöre nicht mehr zu ihnen. Ich gehöre zu den Menschen. Aber das ist nicht wahr. Irgendwie scheine ich zu gar nichts mehr zu gehören.“ Sie schwieg trocken und sah mich erwartungsvoll an. Doch mir viel keine passende Antwort ein und ich wusste auch nicht genau, ob sie jetzt eine Aufmunterung oder Bestätigung bei mir suchte. So schwieg auch ich.
      „Habe ich dich jetzt schockiert?“, wollte sie wissen und musste lächeln.
      „Nein, nein, habt Ihr…hast du nicht.“
      „Früher bin ich auch immer auf Festen aufgetreten. Ich habe viel Bewunderung und viele Geschenke bekommen, doch das liegt weit hinter mir“, fuhr sie fort, nicht ohne Stolz in der Stimme.
      „Ich bin mir sicher, du könntest das immer noch.“
      „Vielleicht, aber was bringt einem eine wunderbare Stimme, wenn einem keiner zuhört?“, wollte sie wissen. Ich schwieg, denn tief in meinem Innern wusste ich, dass sie recht hatte, doch mein Verstand wollte dies noch nicht wahr haben.
      „Ich bin mir sicher, dass dir alle zuhören würden, wenn du den Mut hättest und einfach aufstehen, dich auf den Felsen setzen und lossingen würdest.“ Es hätte eigentlich mehr wie eine Aufmunterung klingen sollen, doch es kam sehr bestimmt. Sie sah mich zweifelnd an.
      „Sie sagen, ich wäre zu alt dafür.“ Diesmal musste ich lachen.
      „Sie haben nur Angst, dass du ihnen die Show stiehlst.“ Sie lachte.
      „Ich kenne nicht einmal deinen Namen.“
      „Unwichtig“, lachte ich, „ich kenne deinen ja auch nicht.“
      „Loreley“, erwiderte sie nur und stand auf, „dann wollen wir die Meute mal aufmischen.“ Ich stockte bei dem Namen. Er kam mir sehr bekannt vor.
      „Halt, warte!“, rief ich ihr nach. Sie blieb noch kurz stehen und blickte zu mir zurück.
      „Du bist keine Nixe, nicht wahr? Du bist eine Meerjungfrau!“
      „Früher einmal, heute nicht mehr.“ Sie lächelte mir noch einmal zu und kletterte auf die Felsen. Ich wusste nun wieder, woher sie mir so bekannt vorkam. Ich hatte eine Geschichte über sie gehört. Vor langer Zeit hatte sie auf einem hohen Felsen gesessen wie eine Königin, ihr Haar gekämmt und gesungen. So schön, dass sich viele Menschenmänner für sie zu Tode gestürzt hatten. Zugegeben, dass mit dem Sturz wusste ich nicht mehr so genau, aber der Rest klang nun deutlich in meinem Kopf weiter. Sie galt als die Königin, die Kaiserin des Gesangs. Und nun sollte sie in diesem Hinterland leben? Verkannt, versteckt wie eine Aussätzige? Doch weiter kam ich nicht, denn Loreley begann zu singen. Und sie sang so klar und wunderschön, dass mein Gehirn wie benebelt wirkte, wie eine große Masse Honig. Wenn ich von dem Gesang der Nixen zuvor begeistert gewesen war, dann flippte ich nun aus.

      Glem mig
      Og la' vær' at fiks' et smadret glas
      Min hånd ville stadig mærke revnerne

      Se frem, vi ka' hurtigt ende rundt i ring
      Ærligt, var vi kun bundet sammen af drømmene

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Nyneve ()

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      Nyneve schrieb:

      „Ja, die können vor allem gut Wein anbauen(Punkt)

      Nyneve schrieb:

      „Die Satyre haben sie mitgebracht. Die können das einfach am besten. Kein Wunder, dass die Nymphen die immer wärmstens empfehlen. Richtige Muntermacher(Punkt)

      Nyneve schrieb:

      „Und was bist du so?“, (Komma weg) ich (groß) versuchte ein wenig gelassener zu wirken.
      Gut, viel ist bei dem Fest noch nicht passiert, aber ich fand es durchaus interessant. Die Stimmung hast du gut an den Mann gebracht. Wieder schön beschrieben und dargestellt. Aber sind deine dargestellten Nixen und die Meerjungfrau nicht das Gleiche? :hmm: Sie haben beide Fischschwänze und singen, sehen gut aus und verzaubern Männer/Frauen.
      Ich kenne mich aber auch zu wenig aus. Aber vielleicht kannst du mir dennoch den Unterschied erklären. ^^

      LG, Kyelia

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