Krieg der Königsboten [abgebrochen]

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    • Hallo @Kyelia
      Schön, dass du dir wieder mein Geschreibsel zu Gemüte geführt hast xD
      Es freut mich vor allem, dass dir dieser Teil gefällt.

      Ich wollte nur sagen, dass ich den Teil jetzt verbessert habe und den nächsten einfach mal reinstelle. Da ich nämlich nächsten Montag auf Klassenfahrt bin und da einfach nicht posten kann, wird's dann diese Woche wohl mehr von mir zu hören geben. xD



      Wir saßen einen Augenblick erstarrt dar, dann drehten wir synchron die Köpfe zu Tamurs Nachtlager und sahen zu Hibiscuse.
      „Ich kann die Blutung nicht stoppen, ich habe kein Verbandszeug mehr.“ Hibiscuses Stimme war beinahe hysterisch und sie legte sich mit ihrem ganzen Gewicht auf die Wunde. Da ertönte ein weiteres Geräusch, ein unangenehmes Reißen von Stoff. Der Fremde hatte kurz entschlossen sein Hemd in großzügige Streifen geteilt und drückte sie Hibiscuse in die Hand.
      „Wenn sie stirbt, ist es meine Schuld.“

      Gebannt und verzweifelt darüber, dass wir nichts für Faye tun konnten, starrten wir Hibiscuse an. Ein weiteres Aufbäumen ihres Körpers, dann senkte er sich erneut. Fassungslos warteten wir auf ein neues Heben der Brust, auf ein Zeichen des Lebens.
      „Nein!“, rief Kotori entsetzt und Tränen flossen strömend über ihre Banken, bevor sie ihre Hände vor das Gesicht schlug. Amorya erhob sich, schwebte rasend schnell zu der Toten. Bei diesem Wort zuckte ich zusammen und dachte zurück an das Fest der Nixen, an dem Faye und ihre Freunde für die Menge gesungen hatten. Ich hörte ihre klare, schöne Stimme in meinem Kopf, ihr Kichern fühlte sich wie ein Dolchstoß direkt ins Herz an. Amorya legte währenddessen ihre gespreizte Hand auf Fayes Hals und schloss die Augen. Seltsame blaue Blitze sprühten an der Kontaktstelle hervor und Fayes Körper begann zu zucken. Abrupt ließ Amorya von ihr ab und legte ihr fürsorglich die Hand auf die Stirn.
      Mit ihrer rauchigen, festen Stimme flüsterte sie leise: „Aufwachen!“ Wie eine Mutter ihrem Kind strich sie sanft über Fayes Wange. Ein heftiges Einziehen von Luft, das Aufschlagen der Lider und das ungläubige Schnaufen von Faye. Mit ihr stießen wir alle wieder Luft aus und lösten uns langsam aus der Erstarrung.
      „Mach das nie wieder.“ Hibiscuses Vorwurf spiegelte nur allzu deutlich ihre Erleichterung wider. Fayes Arm schnellte hinauf und drückte sie fest an sich. Dann sah sie Tamur und schreckte zusammen, doch Hibiscuse nuschelte ihr eine Unmenge an Wörtern ins Ohr und erhob sich dann.
      „Tamur, würdet Ihr so freundlich sein und uns den Weg zu Eurem Namensvettern zeigen?“ Ein Lächeln breitete sich auf ihrem angenehmen, zarten Gesicht aus. Tamur, der ehemalige Feind und neuer Freund, deutete entschieden in eine bestimmte Richtung.
      „Wir sind vorhin einmal um Tamur herum geflogen. Wenn es dunkel ist, kann man seine Lichter von hier aus sehen.“
      „Könnt Ihr uns vielleicht auch etwas über die Stadt berichten?“ Hibiscuse konzentrierte sich wie immer nach der Aufregung wieder auf die wichtigen Punkte unseres Auftrags.
      „Wie ihr möglicherweise wisst, ist Tamur die Stadt der Magier und Magierinnen bezeichnen. Tamur ähnelt sehr einer Menschensiedlung. Es gibt dort Arme und Reiche, Junge und Alte, Gesunde und Kranke. Sie üben verschiedenste Berufe aus, von Händlern über einfache Holzarbeiter bis hin zu fürstlichen Beratern. Wie in so vielen Reichen bestimmen nicht die Fähigkeiten über den Werdegang der Bewohner, sondern ihre Abstammung oder ihr Vermögen. Erst vor kurzem hat der momentane Fürst, Fürst Gaillos der Erste, eine Verordnung erlassen, die es begüterten Nicht-Adligen erlaubt, Titel zu erwerben. Vermutlich will er damit seine Geldkasse auffüllen. Ihr müsst verstehen, Tamur ist keine arme Stadt, ihr Handel mit Gold und Silber, das sie aus ihren Minen schürfen, ist bis über alle Grenzen bekannt, doch seit Jahrhunderten führt die Magierstadt einen Kampf gegen die Stadt der Hexen, Monar.“ Tamur hielt in seinem Bericht an und sah uns an.
      „Auch wenn diese Stadt als blühend und reich beschrieben wird, so ist sie doch nicht frei. Jedes Jahr werden Festspiele abgehalten, aus denen die besten Schüler herausgehen. Nur sie können sich in ihren magischen Fähigkeiten besonders ausbilden lassen, die anderen müssen selbst damit zurechtkommen. Ihr versteht wohl, dass Tamur das Risiko nicht eingehen will, einen schlechten Zauberer zu haben. Schlechte Zauberer heißen auch schlechte Zauber und diese bedeuten nicht selten einen größeren Brand. Die Eltern zwingen ihre Kinder von klein auf, der Rolle des Helden gerecht zu werden und quälen sie bis ins Unbeschreibliche, damit sie ja diese Festspiele gewinnen.“
      Aglirië sah ihn überrascht an.
      „Was wollt Ihr damit sagen? Die Eltern geben den Kindern vor, wie sie ihr Leben zu verbringen haben?“ Sie sah ihn schockiert an, weder bei den Elfen, noch bei den Feen, Nixen, Satyren und Kitsune gab es solche Regelungen. Bei letzteren war es sogar oftmals der Fall, dass die Jüngeren die Älteren vertrieben oder gar töteten, um die Sippe nicht zu schwächen. Amorya hatte noch nicht viel über die Kultur der Pihocas erzählt, doch es schien ein freies, wildes Volk zu sein, dass sich von nichts und niemandem zähmen ließ.
      „Von den ältesten Söhnen wird erwartet, dass sie den Beruf des Vaters weiterführen. Die Töchter werden vielversprechend verheiratet ohne sie nach ihren Wünschen zu fragen. Allerdings ist dies nicht der Punkt, der mich so abstößt. Ich bin der Ansicht, dass man immer für die Freiheit kämpfen sollte und sich niemandem unterwerfen muss. Doch diese Geschöpfe fügen sich bereitwillig ihrem Schicksal, faseln etwas, dass die Göttin Tam diesen Weg für sie bestimmt hat und sie sich ihm fügen müssen. Ich glaube, ihre Eltern müssen sie gefügig gezogen haben.“
      Wir sahen uns an, aber richtig überzeugt waren wir noch nicht. Fremde Kulturen konnte man meist erst verstehen, wenn man sie selbst erlebt hatte und erkannte, dass das meiste wahr war, was über sie erzählt wurde. Schweigend standen wir auf und gingen hinaus um uns nach den von Tamur berichteten Lichtern umzusehen. Von Tamur hatte ich zuvor noch nie gehört, doch das war nicht weiter verwunderlich, der Tiefenwald war kein sozialer Brennpunkt um die unterschiedlichsten Kulturen zu treffen. Ab und an verirrten sich unvorsichtige Wesen dort hin, doch dies blieben Ausnahmen. Die Bewohner dort benötigten weder die Waren von Händlern, noch zogen sie die Gesellschaft Fremder vor. Gaukler, Artisten oder andere Bühnenakrobaten waren meist wenig erfolgreich, besaßen die Waldleute doch selbst kaum Goldmünzen, sondern waren reine Selbstversorger.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nyneve ()

    • Hoppla, da habe ich doch glatt einen Teil übersehen * sry :D*

      Nyneve schrieb:

      Genau genommen die perfekte Mischung für eine eingespielte Gemeinschaft.
      Sehr gut, dass du hier nochmal kurz die allgemeinen Konflikte grob zusammengefasst hast. Das hilft wirklich, und es schadet auch nicht, dass du bei der Fülle an Charakteren in deiner Gemeinschaft noch öfters darauf eingehst.

      Nyneve schrieb:

      „Marek?“ „Tchandnom?“ „Nechrednik?“ „Tsepadub?“
      Dein Ernst !?!?! Wie kommt man auf solche Namen.... :rofl: :rofl: :rofl: :rofl:
      Ich bin grad echt froh, dass du dich für Tamur entschieden hast

      Nyneve schrieb:

      Da rissen ein Schrei und Keuchen uns auf.
      Schöner cliffhanger.

      Ich habe keine groben Sachen gefunden. Ich glaube hier und da fehlte ein Komma. Seis drum. Habe mich diesmal von der Story mitreissen lassen. Und ich muss ganz ehrlich sagen, du steigerst dich wirklich zunehmend. Ich halte ja nicht mit Kritik zurück, wenn ich was zu bemängeln habe, deswegen muss ich auch mal loben, wenn es angebracht ist. Und das ist es hier. Du machst ne Entwicklung durch und wirst immer besser. Wenn ich an deine ersten Kapitel zurückdenke und sie jetzt mit den letzten beiden vergleiche, dann ist das schon ein Unterschied.
      Wir können jetzt darüber diskutieren, ob der eine Satz hier oder dort noch anders sein sollte - pff. wird schon.

      Nen Tipp von mir noch am Rande. Gib deinen Charakteren und ihren Beziehungen mehr Zeit und hetz nicht so durch die Geschichte. Du hast hier nen guten Anfang mit Tamur gemacht, der direkt ein Profil bekommt, auch die Stadt wirkt interessant.
      Mach genauso weiter und es wird super werden!

      Lg
      Rael

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • OMG viiiiiielen Dank für deinen netten Kommentar @Rael :hail:


      Rael schrieb:

      Dein Ernst !?!?! Wie kommt man auf solche Namen....
      Ich bin grad echt froh, dass du dich für Tamur entschieden hast
      Willst du's echt wissen? Okay, erst wollte ich einfach mit dem Kopf auf die Tastatur hauen und dann was draus machen, aber was willst du aus gberuhniv machen? O.o xD

      Spoiler anzeigen

      Kleiner Tipp: les mal die wörter von hinten xD
      Das war alles, was ich in dem Moment an Begriffen aufgeschnappt hab. und tadaaaaaaa xD



      Rael schrieb:

      Ich habe keine groben Sachen gefunden. Ich glaube hier und da fehlte ein Komma. Seis drum. Habe mich diesmal von der Story mitreissen lassen. Und ich muss ganz ehrlich sagen, du steigerst dich wirklich zunehmend. Ich halte ja nicht mit Kritik zurück, wenn ich was zu bemängeln habe, deswegen muss ich auch mal loben, wenn es angebracht ist. Und das ist es hier. Du machst ne Entwicklung durch und wirst immer besser. Wenn ich an deine ersten Kapitel zurückdenke und sie jetzt mit den letzten beiden vergleiche, dann ist das schon ein Unterschied.
      Wir können jetzt darüber diskutieren, ob der eine Satz hier oder dort noch anders sein sollte - pff. wird schon.
      Vielen vielen Dank. Ich glaube, es gibt es nichts Netteres, was man zu einem Schreiberling sagen kann. (Scheiß auf die Fehler...)
      :dance: :dance:

      Okay, ich setz mich dann mal wieder und beruhige mich xD

      Lg Nyneve

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    • Spoiler anzeigen


      Nyneve schrieb:

      Hibiscuses Stimme war beinahe hysterisch und sie legte sich mit seinem ganzen Gewicht auf die Wunde.
      ihrem

      Nyneve schrieb:

      Da ertönte ein weiteres Geräusch, ein Unangenehmes Reißen von Stoff.
      klein

      Nyneve schrieb:

      Ihr versteht wohl, (dass?) Tamur das Risiko nicht eingehen will, einen schlechten Zauberer zu haben.

      Nyneve schrieb:

      Die Eltern zwingen ihre Kinder von klein auf, der Rolle des Helden gerecht zu werden und quälen sie bis ins Unbeschreibliche, damit sie ja diese Festspiele gewinnen(punkt)
      Die Stadt klingt ja nach einem wirklich sehr freundlichen Ort. Da will man seine letzten Tage verbringen und sich einfach nur wohl fühlen ... haste gedacht. Bescheuert... aber wie sagt man immer so schön? Andere Länder, andere Sitten. xD Es freut mich jedenfalls, dass Tamur ihnen hilft und dass Faye die ganze Sache überlebt hat ^^

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen
    • N'Abend xD

      Kyelia schrieb:

      Die Stadt klingt ja nach einem wirklich sehr freundlichen Ort. Da will man seine letzten Tage verbringen und sich einfach nur wohl fühlen ... haste gedacht. Bescheuert... aber wie sagt man immer so schön? Andere Länder, andere Sitten. xD
      Ja, ich würde da auch gerne mal Urlaub machen...


      Kyelia schrieb:

      Es freut mich jedenfalls, dass Tamur ihnen hilft und dass Faye die ganze Sache überlebt hat.
      Ich konnte ja nicht gleeeeeeich einen sterben lassen xD

      So, deine Korrektur habe ich berücksichtig.

      Hm...wollte ich noch was sagen?
      Eigentlich nicht. xD
      Es würde mich aber mal interessieren, ob es hier auch noch schweigsame Leser gibt.
      Du da!Ja, genau du! Nein, nicht der neben dir, du! Komm mal her und sag auch mal was xD
      *hüstel*

      Lg Nyneve

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    • Die Sonne war inzwischen untergegangen und hatte einem wunderschönen, klaren Nachthimmel weichen müssen. Von hier oben konnte man weit in die Ferne sehen und selbst die riesigen Bäume des Waldes wirkten wie winzige Sprösslinge, die sich gerade erst ihren Weg an Luft, Sonne und Freiheit erkämpft hatten. Doch seltsame goldene Strahlen zogen den Beobachter am aller meisten in ihren Bann. Man konnte nicht viel von der Stadt erkennen, verdeckten die Wipfel der Bäume doch das meiste. Allerdings ragte ein mächtiger, imposanter Turm wie ein Fels in der Brandung über allem. Er war wohl das größte Symbol für den Reichtum der Stadt, der sich jedoch auch in den bunten Dachfenstern besonders mächtiger Häuser widerspiegelte. Aus ihrem Inneren kam der Glanz, der uns alle sogleich erfasst hatte. Das Glas der Fenster besaß seltsame Muster, durch manche konnte man dadurch nicht mehr sehen. Laut Tamur lebten die Dienstboten in den Zimmern dahinter. „Durch diese ganze Zauberei und Magie kann es in Häusern des Öfteren zu Bränden kommen. Wer fliehen kann, hat dann Glück. Ihr seht also, dass das Leben der Mägde und Diener, die oftmals seit Generationen ihr Leben lang für diese Schnösel arbeiten, keine Münze wert ist.“ Tamurs Stimme war ernst geworden und er sah wenig erfreut zu der Stadt.
      „Wisst Ihr etwas über diese Magie?“, ich wollte für den Ernstfall gewappnet sein.
      „Mehr als ich jemals darüber wissen wollte, schließlich musste ich auch lernen, mit meiner eigenen Magie umzugehen. Es hat mir niemand beigebracht, im Gegensatz zu den Magierkindern war ich völlig unvorbereitet und unwissend. Alles über die eigentliche Magie sind jedoch Spekulationen, die ich mir aufgrund der Gesprächsfetzten zusammengereimt habe, die ich bei meinen Erkundungstouren gehört habe. Die Schüler nennen sich Novizen, nach ihrem Abschluss dann Magier“ Tamur schwieg kurz, eine Pause, die Faye für eine weitere Frage nutzte.
      „Wieso nennen sie sich denn Novizen? Sind das nicht Gottesanbeter bei den Menschen?“ Faye kicherte ein wenig. Obwohl es ein wenig fehl am Platz war, war ich dennoch froh, ihr Lachen wieder zu hören. Mir fiel dabei auf, dass sie dicht neben Amorya stand.
      „Es wird angenommen, dass die Stadt früher einmal in Menschenhand war und ein Haus dieser Gottesanbeter dort stand. Ich glaube, einen Magier von einem Kloster reden hören. Es soll sehr prächtig gewesen sein und als Denkmal an diese Zeit wurde der Glockenturm errichtet, der alles andere überragt. Er soll daran erinnern, dass keines der Völker an der Spitze stehen kann.“
      „Wir würden in einer besseren Welt leben, wenn sich die Völker daran auch hielten“, die Stimme des Elfen war rau. Ich musste wieder an das Schicksal seines Lebens und seiner Liebe denken. Wie ein bitterer Geschmack schluckte ich den Gedanken mühsam hinunter. „Wir werden morgen aufbrechen“, bestimmte Hibiscuse und warf einen letzten Blick auf die Lichter der Stadt, deren Ruhm und Reichtum nur eine Fassade war, hinter der abscheuliche Dinge verborgen wurden. Langsam wandten sich die anderen um und gingen zurück in die Herberge von Tamur. Ich hingegen blieb noch ein bisschen in der Mitte des Nestes stehen. Der Drache, Aiel, war wohl auf Beutefang gegangen und hatte einen leeren Platz hinterlassen. Ich nahm an, dass ich alleine war, doch da riss mich eine Stimme aus meinen Gedanken, die wie so oft an die vermissten Freunde wanderten.
      „Ihr scheint sehr intensiv über etwas nachzudenken.“ Ich schreckte auf und drehte den Kopf leicht nach hinten.
      „Wieso tut Ihr das nicht auch? Wir leben in einer Zeit, in der es sich lohnt, über ausgeführte Taten nachzudenken, findet Ihr nicht?“ Nun stand er an meiner Seite und sah verachtend zu der Zauberstadt.
      „Es lohnt sich immer nachzudenken. Nur tun das die meisten nicht.“ Ich schwieg einen Moment und knetete meine Finger.
      Ein Räuspern, dann fuhr ich fort: „Macht Ihr das denn immer?“ Skeptisch zog ich eine Augenbraue nach oben und sah ihn nun doch an. Ich fluchte innerlich und richtete meinen Blick schnell wieder auf die Stadt.
      „Ich bemühe mich darum.“ Ich biss mir auf die Unterlippe, darum bemüht, nicht zu stottern und nahm meinen ganzen Mut zusammen.
      „Habt Ihr auch überlegt als Ihr…als Ihr mich…“ Ich verstummte aus Verlegenheit und wurde rot. Hastig drehte ich mich erneut weg. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter und eine bekannte Stimme flüsterte mir ins Ohr.
      „Wie gesagt, ich bemühe mich darum.“ Dann küsste er meinen Nacken.

      Ich hörte einen glucksenden Ton, als würde jemand ein Lachen unterdrücken. Erschrocken fuhr ich herum und wurde bleich.
      „Veikko!“ Es klang sowohl erleichtert als auch tadelnd. Ich hingegen stürzte auf ihn zu und umarmte ihn stürmisch. Er legte seinen weichen, warmen Kopf auf meine Schulter und leckte mir über die Wange.
      „Ich kann dir nicht sagen, wie du mir gefehlt hast. Als wärst du Monde weggewesen.“ Veikko lachte und schnaubte wie er es oft tat. „Zumindest fühle ich mich auch so. Hibiscuse sucht dich, dein Bett wartet auf dich.“ Gemeinsam mit dem Elfen machten wir uns also brav auf den Weg zu ihr. Als sie uns sah, kam sie eilends zu uns und drückte mir einen dicken, staubigen Teppich in die Hand.
      „Es tut mir leid, aber Luxuriöseres gibt es nicht. Ich kann diese Wesen nicht verstehen, die gerne liegend auf einem Bett oder auf dem Boden schlafen. Keine Versteck- oder Ausweichmöglichkeiten.“ Sie schüttelte den Kopf und sah zornig zu dem Elf.
      Dieser wehrte jedoch gleich ab und grummelte: „Ich brauche nichts.“

      Ein gellender Schrei ließ uns alle zusammenzucken. Gemeinsam mit Veikko raste ich zu der Stelle, an der ich den Grund dafür vermutete. Wir erreichten sie als erstes, da unser Nachtlager direkt an der Tür lag. Tamur lag auf dem Boden und krümmte sich schmerzverzerrter auf dem Boden.
      „Nein! Lasst mich gehen! Ich tue Euch nichts! Nein! Nicht das! Helft mir doch!“, schrie er dazu unentwegt.

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    • Nyneve schrieb:

      Er legte seinen weichen, warmen Kopf auf meine Schulter und leckte mir über die Backe.
      Wange

      Es wäre auch viel zu schön gewesen, wenn sie sich jetzt einfach hingelegt und geschlafen hätten... der arme Tamur...ich frage mich, was in ihn gefahren ist? Ein Zauber? Ein Fluch? Oder quält man ihn auf eine andere Art? Mir tut der arme Knopf echt leid. Da lebt er da abgeschieden von den anderen, weil ihn keiner wollte, einen Namen hat er auch nicht und kaum glaubt man, alles ist gut, bekommt er nochmal voll eins ins Gesicht geklatscht...
      Schreib schnell weiter, der Cliffhanger ist echt gemein. X/

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen
    • AAAAAAaaaaah, da hat sich wieder dieses vermaledeite Wort eingeschlichen ^^ Schlechter Einfluss meiner Umgebung xD


      Kyelia schrieb:

      Es wäre auch viel zu schön gewesen, wenn sie sich jetzt einfach hingelegt und geschlafen hätten... der arme Tamur...ich frage mich, was in ihn gefahren ist? Ein Zauber? Ein Fluch? Oder quält man ihn auf eine andere Art? Mir tut der arme Knopf echt leid. Da lebt er da abgeschieden von den anderen, weil ihn keiner wollte, einen Namen hat er auch nicht und kaum glaubt man, alles ist gut, bekommt er nochmal voll eins ins Gesicht geklatscht...
      Jepp xD Die hatten genug Zeit zum schlafen xD

      Danke, für deine Korrektur, @Kyelia

      Lg Nyneve

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    • „Nein! Lasst mich gehen! Ich tue Euch nichts! Nein! Nicht das! Helft mir doch!“, schrie er dazu unentwegt. Ich bemerkte erst jetzt, dass seine Augen noch geschlossen waren. Langsam bückte ich mich zu ihm hinab und legte ihm leicht eine Hand auf die Schulter. Auch Veikko stupste ihm freundlich gegen den Schädel.
      „Tamur, aufwachen. Es ist nur ein Traum, nur ein Albtraum. Wach doch auf. Wir tun dir nichts.“ Der Angesprochene schlug ruckartig seine Augen auf und sog gierig Luft ein. Den Rest seines zerfetzten Leinenhemds hatte er sich vom Leib gerissen und zeigte nun deutlich alte Narben und Schwellungen auf seiner Haut. Hibiscuse stand neben mir, die anderen drückten sich verlegen im Gang umher. Vorsichtig fuhr ich über eine alte Narbe, die groß und unwirklich hervorstach.
      „Was haben sie dir angetan?“ Meine Stimme bebte, ich sah ihn erschreckt an.
      Tamur stierte mich einen Augenblick lang entgeistert an. Langsam hob er den Kopf, sodass ich in seine glasigen Augen sehen konnte. Doch dann wirbelte er herum und murmelte etwas Undeutliches. Ich interpretierte es als irgendeine fade Ausrede. Dann sprang er auf und eilte durch die offene Tür hinaus.
      „Was er uns wohl verheimlicht?", murmelte Sìne. Ratlos blickten wir in die Runde, ehe Kotori uns unterbrach.
      „Ich werde nicht mit euch in die Stadt gehen, ich brauche noch bestimmte Kräuter, Gräser und Pilze. Für noch mehr Verletzungen reicht unser Vorrat nicht aus.“ Sie warf Hibiscuse einen langen Blick zu und diese nickte. Ich hingegen war ein wenig über den abrupten Themenwechsel überrascht. Aber im Grunde hatte sie Recht, Tamur würde uns seine Vergangenheit sicherlich Preis geben, wenn die Zeit gekommen war.
      „Wie lange wirst du benötigen?“, unterbrach die Fee meine Gedanken in diesem Moment.
      „Zwei Sonnenaufgänge. Ich werde am Abend des zweiten hier auf euch warten.“ Hibiscuse bestätigten dies und wir zerstoben in die unterschiedlichsten Richtungen wie Sand, der vom Wind verweht wird. Ich wollte eigentlich hinaus auf das Plateau gehen um ein wenig frische Luft zu schnappen. Feen waren es gewöhnt, im Freien zu leben und so kam mir die Luft im Inneren recht stickig vor. Doch Hibiscuse hielt mich zurück.
      „Deine Ausbildung ist zwar so gut wie abgeschlossen, aber ich brauche dich jetzt trotzdem.“ Brav trottete ich hinter ihr her durch einen anderen Gang und in einen völlig leeren Raum. Wie überall war die Decke sehr niedrig, weswegen ich froh war eine Fee und somit auch recht klein zu sein. Im Grunde konnte man keinen der Räume als solche bezeichnen, maßen sie doch an den Seiten kaum mehr als eine ausgestreckt am Boden liegende Fee.
      „Ich muss mit dir reden“, erklärte sie sogleich. Ich verschränkte die Arme vor der Brust und sah sie fragend an. Bedacht darauf, nicht meine Nervosität zu zeigen. Hatte sie etwas von meiner Verbindung zu dem Elfen erfahren? Würde sie mich verbannen? Wie dumm und unvorsichtig ich doch gewesen war. Selbst die Gedanken an Tamur gerieten dabei in den Hintergrund.
      Als sie nicht antwortete, fragte ich schließlich: „Was wünscht Ihr von mir?“ Sie stand nun direkt vor mir und fasste mir mit den Händen an die Schulter.
      „Lass dich zu nichts zwingen.“ Ich sah sie sehr überrascht und irritiert an. Was wollte sie mir damit sagen?
      „Ich fürchte, ich verstehe Euch nicht ganz…“
      „In diese Stadt, in die wir nun kommen werden, zählt ein Leben nicht viel. Lass dich nicht dazu bringen, Partei zu ergreifen oder sich gar einer anzuschließen. Diese Magier kennen keine Skrupel und werden nicht zögern, jeden einzelnen von uns zu töten, wenn sie darin einen Vorteil sehen. Ich möchte dich nicht verlieren, verstehst du?“ Genaugenommen verstand ich ihre Besorgnis mir gegenüber nicht, doch gleichzeitig war ich zu tiefst gerührt.
      „Versprichst du mir das?“ Ich nickte und sah sie verblüfft an, spürte ich doch, dass sie mir etwas verschwieg.
      „Und halte dich vor allem von diesem Elf fern. Ich weiß noch nicht, wie weit wir ihm trauen können.“ Ihre Worte versetzten mir einen Schlag ins Gesicht und ich wurde ein wenig bleich. Sie schien zwar nichts von der Verbindung zu wissen, doch ich wollte mir nicht ausmalen, was sie tun würde, wenn sie es herausfände. Ich schluckte und nickte dann erneut, dieses Mal allerdings deutlich schwächer.

      Kurz darauf machten wir uns schweigend und bedrückt auf den Weg in die geheimnisvolle Magierstadt Tamur. Unser Tamur, unser neuer Freund und Begleiter, folgte uns mit seinem Drachen. Dieser verschwand aber mit Kotori als wir die Straße vom Wald her erreichten.
      „Wir sehen uns dann in zwei Sonnenaufgängen.“ Mit diesen Worten tauchten die beiden ins Unterholz.
      „Hoffentlich“, murmelte Aglirië.
      „Aiel ist eine ausgezeichnete Beschützerin, mit ihr an der Seite muss Kotori sich nicht fürchten“, Tamurs Stimme war fest.
      „Ihr unterschätzt Kotori. Sie ist sehr viel stärker als ihr denkt, wenn sie sich nur zusammenreißt.“ Das war Amorya, die wie immer steif und unnahbar im Hintergrund stand. Wir gaben wohl ein recht ungewöhnliches Bild ab: Neun Gefährten ohne Reittiere, die missmutig und schleppend auf einer Straße liefen und so gar nicht dem Bild von reitenden, mächtigen Magiern entsprachen, die sonst diesen Weg nutzten.
      Als wir eine weitere Kurve passiert hatten, sahen wir nicht weit vor uns eine riesige Stadtmauer und ein großes, imposantes Stadttor. Auf dem Wall patrollierten schemenhafte Gestalten, die beim Näherkommen mit großen, schimmernden Bögen bewaffnet waren. Sie trugen alle seltsame, weiße Kutten mit Kapuzen. Entfernt ähnelten sie dem Umhang, den Tamur sich umgeworfen hatte. Doch er war deutlich ärmlicher, dünner und besaß eine bräunliche Farbe.
      „Wie ihr wisst, werde ich nirgends gerne gesehen“, hatte er nur gemurmelt, als er sich in ihn gehüllt hatte. Am Tor sah ich nun auch zwei bis auf die Zähne bewaffnete Soldaten in strahlend weißen Rüstungen stehen. An ihren Schultern waren große Wappen angebracht: Merkwürdige, ineinander verschlungene, blaue Kreise auf weißem Grund. Sie hielten Lanzen und sahen nicht gerade freundlich durch die Schlitze in ihren Helmen zu uns. Kurz bevor wir vor ihnen zu stehen hatten, begann Tamur aufgeregt Hibiscuse zuzuflüstern. Diese nickte abschließend und richtete dann ihr Wort an die Wachen.
      „Wir sind hier als Gesandte unserer Völker um an den Festspielen des Fürsten teilzunehmen.“ Wir anderen waren alle irritiert über ihre Aussage, dies war vorher nicht abgesprochen gewesen. Doch wir wussten, dass hinter Hibiscuses Taten meistens ein Plan stand, der uns nur verborgen blieb.
      Die Rüstung betrachtete Hibiscuse einen Augenblick, dann begann sie haltlos zu kichern. Das Lachen klang seltsam blechern durch den Helm und wir sahen den Soldat darin verdutzt an.
      „Ihr seid Gesandte eurer Völker“, äffte er Hibiscuse unter Prusten nach, „ohne Reittiere? Seid ihr etwa hinuntergefallen?“ Blitzartig schoss Amorya nach vorne und drückte ihre Finger an seine Rüstung.
      Während wieder diese seltsamen Vibrationen durch seinen Körper gingen, zischte sie ihm zornig zu: „Ich glaube nicht, dass Ihr befähigt seid, solche Fragen zu stellen. Zudem seid ihr nur eine einfache Wache, die Sonnenaufgang um Sonnenaufgang hier verharren muss und sich die Beine in den Bauch stehen kann. Wenn Ihr uns also nicht binnen eines Augenschlags passieren lässt, werdet Ihr die längste Zeit auf dieser Welt gewesen sein.“ Sie lockerte ihren Griff und funkelte ihn wütend an.
      Hibiscuse verschränkte demonstrativ ihre Arme und blaffte ihn an: „Am besten noch bevor die Sonne untergeht!“
      Die Bewegungen des Soldaten waren fahrig und unkontrolliert. Mit bebenden Händen öffnete er uns das Tor und ließ uns hindurch. Tamur hatte sich geschickt in unserer Mitte versteckt und fiel nicht weiter auf.
      „So viel zum Thema nicht auffallen“, spottete der Elf, lachte aber vergnügt. Doch er hatte unrecht, unsere kleine Auseinandersetzung mit der Wache war weitgehend ungesehen geblieben. Für die Patrouille auf der Mauer war es unmöglich gewesen, uns am Tor zu beobachten und selbst der andere Wachposten hatte davon nichts mitbekommen.
      Als würde Lauriel meine Gedanken lesen, fuhr er ernst fort: „Auch wenn wir in die Stadt gekommen sind, sollten wir uns schnellstmöglich verziehen. Sonst wird noch jemand auf uns aufmerksam. Feen, Elfen, Pihocas, Nixen und Satyre sind nicht unbedingt die normalen Gäste der Magier. Sie bleiben lieber unter sich um ihre Machtspielchen zu treiben.“ Dies war leichter gesagt als getan. Mit unseren Flügeln, Hufen, Hörnern und feuchten Auren hoben wir uns doch deutlich von den Bewohnern der Stadt ab.
      „Folgt mir, ich kenne diese Stadt inzwischen recht gut.“ Schweigend folgten wir Tamur durch die Massen hindurch.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Nyneve () aus folgendem Grund: Endlich in der Lage hier weiterzumachen XD

    • Nyneve schrieb:

      „Folter. Ich bete jeden Tag darum, dass niemand sie mehr erleiden muss.“ Hibiscuse, die sich neben mich gekniete hatte, fuhr ihm aufmunternd durch die spärlichen, stoppeligen Haare auf seinem Kopf.
      „Du armer (ich glaube, groß)“, hauchte Sìne. Kotori drängte sich vor und legte ihm ihre Hand auf die Stirn.
      Das klingt, als wäre Tamur ein geschlagener Hund. :rofl:

      Jetzt sind sie also in der Stadt. Das scheint auf jeden Fall lustig zu werden, wenn die typen sie schon am Tor der Stadt nicht sehen wollte. Die Magier scheinen wirklich ein komisches Volk zu sein. Besser, sie erledigen schnell, was sie vorhaben und verschwinden dann wieder. 8| Da stellt sich mit die Frage, was wollten sie nochmal in der Stadt? Wenn du es schon mal erwähnt hast, dann tut es mir leid, dass ich es vergessen habe. Ist schon zu lang her. 8o
      Jedenfalls ein interessantes Kapitel. ^^

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen
    • @Kyelia
      Sie reisen durch verschiedene Städte um Verbündete zu suchen (stimmt, schon lange her, dass das erwähnt wurde xD)


      Kyelia schrieb:

      Das klingt, als wäre Tamur ein geschlagener Hund.
      Jepp. Aber auch ein gerissener ^^


      Kyelia schrieb:

      Jetzt sind sie also in der Stadt. Das scheint auf jeden Fall lustig zu werden, wenn die typen sie schon am Tor der Stadt nicht sehen wollte. Die Magier scheinen wirklich ein komisches Volk zu sein. Besser, sie erledigen schnell, was sie vorhaben und verschwinden dann wieder.
      Das ist echt ein richtig sympathisches Volk. xD Da werden sie noch ein bisschen was erleben *muhahaha* :D

      Lg Nyneve

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    • So, ich habe wie immer mehr auf inhaltiche Sachen, als auf Rechtschreibung geachtet. Aber da ist mir ohnehin nichts aufgefallen.

      Nyneve schrieb:

      „Nein! Lasst mich gehen! Ich tue Euch nichts! Nein! Nicht das! Helft mir doch!“, schrie er dazu unentwegt
      Dieser Satz ist sowohl der letzte des vorherigen Kaps, als auch der erste des folgenden Kaps ? :) hoppla?^^

      Nyneve schrieb:

      „Was haben sie dir angetan?“ Meine Stimme bebte, ich sah ihn erschreckt an.
      „Folter. Ich bete jeden Tag darum, dass niemand sie mehr erleiden muss.“ Hibiscuse, die sich neben mich gekniete hatte, fuhr ihm aufmunternd durch die spärlichen, stoppeligen Haare auf seinem Kopf.
      „Du armer“, hauchte Sìne. Kotori drängte sich vor und legte ihm ihre Hand auf die Stirn.

      „Ich werde nicht mit euch in die Stadt gehen, ich brauche noch bestimmte Kräuter, Gräser und Pilze. Für noch mehr Verletzungen reicht unser Vorrat nicht aus.“ Kotori warf Hibiscuse einen langen Blick zu und diese nickte.
      „Wie lange wirst du benötigen?“
      „Zwei Sonnenaufgänge. Ich werde am Abend des zweiten hier auf euch warten.“
      Wir anderen bestätigten dies und zerstoben in die unterschiedlichsten Richtungen wie Sand, der vom Wind verweht wird. Ich wollte eigentlich hinaus auf das Plateau gehen um ein wenig frische Luft zu schnappen. Feen waren es gewöhnt, im Freien zu leben und so kam mir die Luft im Inneren recht stickig vor. Doch Hibiscuse hielt mich zurück.
      „Deine Ausbildung ist zwar so gut wie abgeschlossen, aber ich brauche dich jetzt trotzdem.“ Brav trottete ich hinter ihr her durch einen anderen Gang und in einen völlig leeren Raum. Wie überall war die Decke sehr niedrig, weswegen ich froh war eine Fee und somit auch recht klein zu sein. Im Grunde konnte man keinen der Räume als solche bezeichnen, maßen sie doch an den Seiten kaum mehr als eine ausgestreckt am Boden liegende Fee.

      So der Part gefällt mir nicht so gut, und ich habe mal versucht es farblich darzustellen um es zu erläutern.
      Lila: Tamurs Albtraum und erwachen, leichte andeutungen von Erklärungen. Ihm wird der Kopf getätschelt, alles wird gut und weiter gehts im Text - Viel zu schnell. Die Stimmung springt danach viel zu schnell in den blauen Part um. Ich überspitze das mal. "Ist schon nciht so schlimm mit deinem Alptraum, den Narben und was auch immer wer dir angetan hat... Ich geh dann mal einkaufen - Bis später.."
      Danach hechtest du in den roten Part, alles sind nochmal viel entspannter, es folgt eine kurze Umgebungsbeschreibung und dann ein Gespräch zwischn Hibiscuse und Laume.
      Das Gespräch der beiden selber finde ich gut, aber du hetzt mal wieder.

      Ist der Alptraum von Tamur jetzt wichtig? Oder nicht.? Es wirkt abgehackt.
      Ich glaube du hast hier 2 Möglichkeiten.
      1.) du öffnest ihn den anderen gegenüber und gibts ihm die Tiefe, die er durch seine Backgroundstory vermmutlich hat. (Da er die alle noch nicht so gut kennt, vermutlich unwahrscheinlich, dass er da aus dem Nähkästchen plaudert.)
      2.) Du beendest das, indem er sich zurückzieht. Verwirrt, ängstlich was auch immer wirkt. Alle fragen sich natrülich was da los war, aber trauen sich vl. nicht ihn direkt drauf anzusprechen. Dann kehrst du zu einem späterem Zeitpunkt zu diesem Traum zurück, wenn die Situation passt. Beispielsweise um die Charakterbeziehung zwischen 1-2 Charas in einem Dialog zu stärken. Du musst auch Laume da gedanklich wieder rausziehen. Anfangs ist sie erschrocken und verwirrt und dann 3 sekunden später so "Ja ok, Hibiscuse, lass mal reden gehen.. Ist ja alles cool und so.. "
      Tamur wird da plötzlich links liegen gelassen.

      Die Beschreibungen der Stadt und der rest gefiel mir gut.
      Ich hoffe das Kommi hilft dir weiter.
      Lieben gruß
      Rael.

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • :hi2: Ich melde mich jetzt auch mal wieder zurück. Heute hatte ich endlich wieder Zeit, den letzten Post noch einmal durchzugehen - wobei kleinere Korrekturen das Angesprochene hoffentlich bereinigt haben. Doch bevor ich jetzt einfach weitermache, möchte ich gerne eure Einschätzung wissen: Lohnt es sich noch, hier weiterzumachen oder wäre es vllt sinnvoller, den kompletten Text zu überarbeiten? Denn @Rael hatte einmal angedeutet, dass die Ich-Perspektive nicht optimal sei und inzwischen stimme ich ihr da auch voll zu. Zudem habe ich das Gefühl, dass die Geschichte ein wenig gehetzt ist und sie sich auch nicht so entwickelt hat, wie ich gehofft habe.
      Zum einen wäre da Laumé (da es schon ein bisschen her ist: Die Hauptperson ;) ). Eigentlich hatte ich vor, sie im Laufe des Ganzen von der naiven Waldfee in eine Fee mit eigenen Ideen, Haltungen und Einfällen "reifen" zu lassen. Zudem wurde ihre eigene Entwicklung durch die vielen anderen Charaktere in der Geschichte ein wenig eingedämmt. Ich will damit sagen: Die Gruppe ist eigentlich zu groß. Dadurch habe ich als Autor das Problem, nicht über jeden einzelnen genügend zu schreiben, wie es mir lieb wäre. Ich kann mich aber ehrlich gesagt auch nicht mehr von einem einfach so verabschieden.
      Außerdem ist die Geschichte zu fröhlich geworden. Ich meine: Um die kleine Gruppe herrscht Krieg, Laumé hat ihre Heimat verloren und auch Freunde zurückgelassen - aber wirklich schockieren tut sie das inzwischen nicht mehr.
      Dazu kommt noch die Lovestory zwischen ihr und dem Elfen, die eigentlich nur am Rande erwähnt werden und Laumé nur in einen Gewissenskonflikt bringen sollte. Doch inwzsichen habe ich ein bisschen das Gefühl, als würde sie zu viel Raum beanspruchen. Und das ist definitiv nicht das, was ich beabsichtigt hatte.

      Daher würde ich gerne eure Meinung dazu wissen. Das ist schließlich auch einer der Gründe, weswegen ich die Geschichte hier gepostet habe (unabhängig von den Grammatik-Fehlern). Denkt ihr, ich sollte hier einen Cut setzen, die Geschichte vllt ein bisschen ruhen lassen und später noch einmal von vorne anfangen? Genügend Stoff zum Weitererzählen hätte ich noch, ich weiß nur nicht, ob die Geschichte noch wirklich lesenswert ist... Deswegen bin ich euch beiden (alo @Rael und @Kyelia) ja auch so dankbar, dass ihr bisher immer weiterkommentiert habt. #
      Also, ihr seht, dass ich zurzeit ein wenig im Interessenkonflikt bin. Einerseits steckt hier bereits viel Arbeit und Mühe drin, andererseits entspricht sie nicht den Ansprüchen, die ich selbst an sie setze...

      LG Nyneve

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    • Hi du,

      schön dass du zurück bist :)
      Ja schwierige Frage, die du uns stellst. Wie ich schoneinmal gesagt habe, glaube ich wirklich, dass die Ich Perspektive diese Geschichte nicht richtig unterstützt. Scheinst du ja auch selbst so zu sehen. Du hast einige Punkte angesprochen und ich denke auch, dass da noch mehr Potential drin liegt, das bisher nicht voll ausgeschöpft wurde. Da gebe ich dir recht.
      Aber eigentlich kann ich dir ja die Entscheidung nicht abnehmen. Wenn du das Gefühl hast, sie lieber nochmal zu überarbeiten und von vorne anzufangen, dann tu es. Wenn du meinst, dass du so weitermachen möchstest, dann mach das.^^ Es ist deine Geschichte und allein deine Entscheidung.

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    • *räusper* Nachdem ich lange darüber nachgedacht habe, wie ich mit dieser angebrochenen Geschichte umgehe, habe ich mich letztlich dazu entschieden, sie in dieser Form nicht weiter zu schreiben.
      Ob ich sie in veränderter Fassung erneut schreibe, ist noch nicht sicher, es sieht aber eher schlecht aus. Vielleicht packt mich aber auch irgendwann wieder das Verlangen, mit der Grundidee weiterzuarbeiten. Aber im Moment bin ich noch zu sehr in der alten Geschichte, wodurch es mir schon schwer fällt, überhaupt einen neuen Anfang zu finden.
      Daher werde ich diesen Thread auch schließen - wenn ich herausgefunden habe, wie das geht ;)
      Es tut mir leid, für die, die ihre Zeit und Arbeit hier hineingesteckt haben. Ihr habt mich bei meinem Schreiben echt weitergebracht und mir auch viele gute Tipps gezeigt.
      Letztlich bleibt mir daher nur, mich bei allen ganz herzlich zu bedanken, die meine Geschichte gelesen und kommentiert haben. Mein besonderer Dank liegt hierbei bei @Rael und @Kyelia, die bis zum Schluss fleißig und konstruktiv kritisiert haben - Vielen Dank euch beiden :)

      Lg Nyneve

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