Der Geheimbund der Jäger II - Der Weg der Kriegerin [abgebrochen]

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    • Irgendwie kann ich mich nicht richtig in die Action einfühlen.
      Aiden feuert wild seine Waffe? Da stellt er sich aber nicht gerade unauffällig an. Niemand darf von der Existenz der Jäger wissen und von der der Götter, aber Aiden platzt ohne Bedenken in die Masse. Selbst wenn sie das erklären können, dass ist mir zu Men in Black. Rein, wild ballern und anschließend alle Zeugen blitzdingsen. :hmm:
      Eine ähnliche Situation gab es doch schon im ersten Teil. Und noch einmal so eine Aufklärung, eine Göttin kommt und löscht alle Erinnerungen, würde ich dir nur schwerlich abkaufen. :hmm:

      Ansonsten finde ich den Teil, aber gut ich habe nichts gefunden, was mich noch gestört hätte. Alles andere wirkt srimmig und ich bin gespannt wie es weitergeht. :)

      LG, Kyelia

      Für eine Welt, die mehr Einhörner braucht! #Vote4Jen!
    • Die Teile sind soweit super, nur Aidens Eifersucht stört mich bissi. Nicht viel. Nur, ich wünschte, da wäre mehr ein Grund dahinter, als einfach den Kerl, der mit Nyra arbeitet, als potenzielle Gefahr auszumachen - immerhin arbeitet der an der Schule und "wird" Lehrer, da ist es ja eher unwahrscheinlich, dass er sich an Nyra ranmacht. Ich würde da eher einen leicht vertrauten Umgang einbauen. Wie, wenn Vako mal seine Hand auf Nyras Schulter legt und ihr irgendwas zuflüstert, kann ja nur die Frage nach Alkoholnachschub sein und wo der steht, was für Zutaten er für welchen Drick braucht, sowas eben. Das die beiden vielleicht mehr witzeln und Scherze machen, dann wäre das besser nachzuvollziehen. ^^" Du hast zwar die Situation mit dem Kisten räumen, aber da stockte etwas mein Kopfkino, weil der Gang so eng ist, dass beiden nah beieinander stehen, aber sie dann alles in den Getränkeraum bringen - der am Ende vom Gang ist - weil Aiden ja alles sieht!? Und wie viel Kisten sind das, so dass beide nicht im engen Gang übereinander fallen?! Und warum wurden die vom Lieferanteneingang nicht gleich in den Abstellraum gebracht? Das ist ein Restaurant + Bar - Kühlraum und so - Küche. Das wird ja alles Stunden vor der Öffnung gemacht, nicht während Gäste eintrudeln. Also, so kenne ich es :rofl: Das ist nur ne winzige Kleinigkeit, aber sah in meinem Kopf lustig aus.

      Mehr hab ich nicht anzumerken und die anderen haben bereits alles gesagt. Den Anfang an sich, vom letzten Post, find ich eigentlich super umschrieben und da brummt das Kopfkino, wenn sich Aiden als beleidigt wegdreht :super:

      Kisa schrieb:

      Die Krallen durchtrennten den Stoff wie ein Messer die Butter und versenkte ihre Klauen in dem zarten Fleisch von Aidens Schultern.
      Das klingt ein bisschen so, als sei Aiden eine Schweinelende. ^^" Ich würde "zarten Fleisch" weglassen.

      Kisa schrieb:

      Wucht auf den Esstisch, der hinter dem Geländer aufgebaut war. Kurz zuvor hatten an diesem noch Gäste gesessen und ganz gemütlich ihr Abendessen zu sich genommen, aber als die ersten Schüsse gefallen waren, hatten diese sich offensichtlich davon gemacht und standen nun in der panischen Menge, die sich an den Wänden des Klubrestaurants zusammendrängte.
      Das kannst du am Anfang klarstellen, dass die alle zu den Ausgängen strömen oder an den Wänden stehen. Der Leser ahnt, dass die da jetzt net einfach weiteressen, während die Schweinelende da rumfliegt ;) Gutes Detail, aber etwas falsch platziert.

      Aber ansonsten echt gut dargestellt ^^
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • So, hier kommt dann der zweite Teil der Kampfszene. Ich hoffe mal, das mir diese besser gelungen ist...


      Kapitel 28: Gorgonen Angriff II

      Aiden und Nyra wollten gerade zum Angriff übergehen, als sie plötzlich zischende Laute hörten, die anscheinend eine Unterhaltung zwischen den beiden Schlangenwesen darstellen sollte.
      „Die Tochter des Ares… welch seltener Anblick, Euryale“, zischte die eine der Gorgonen der anderen zu, die anscheinend Euryale hieß. Die beiden merkwürdig aussehenden Damen schlängelten sich über die gesamte Tanzfläche und zogen dabei immer weitere Kreise um Aiden und Nyra herum. Sie betrachteten die beiden Jäger aus allen Richtungen. Wahrscheinlich um ihre einzelnen Schwachpunkte herauszufiltern.
      Diejenige von ihnen die sich Euryale nannte, nickte zustimmend mit ihrem Kopf, wobei die grünen Schlangen auf ihrem Haupt wild hin und her wippten. „Ja, und der kleine Günstling von Hephaistos und Ares.“
      Hephaistos? Ich wusste gar nicht, dass Aiden in der Gunst von Hephaistos steht?!, schoss es Nyra für einen Sekundenbruchteil durch den Kopf. Sie runzelte die Stirn und blickte durch die Augenwinkel zu Aiden hinüber, der aber keinerlei Regung erkennen ließ, sondern seine volle Konzentration auf die beiden Wesen ihnen gegenüber zugewandt hatte.
      „Stheno, was machen wir nur mit diesen beiden Jägern?“, zischte Euryale ihrer Schwester zu und betrachtete dabei die beiden Teenager, die in Kampfhaltung in dem Kreis standen, den die beiden Monster gezogen hatten und nur darauf warteten, dass diese zum Angriff übergingen.
      „Wir könnten mit ihnen spielen, Schwester?“, schlug Stheno mit amüsierter Miene vor und schlängelte sich dabei an Nyra heran, sodass die gespaltene Zunge der Gorgonen die Wange von Nyra berührte, als diese sprach. „Oder wir können sie dafür leiden lassen, was sie unserer Schwester angetan haben!“

      Gibt es auch noch eine dritte Wahlmöglichkeit? Das wäre dann nämlich meine Wahl…
      „Also ich wäre für Leiden lassen, und du, Stheno?“, gab die Gorgone mit den grünen Schlangenhaaren zurück.
      „Ich auch. Ich will Rache nehmen für unsere tote Schwester, die ihr Jäger einfach so abgeschlachtete habt“, zischte Stheno glücklich mit einem gehässigen Lächeln auf den verzerrten Gesichtszügen und ging erneut zum Angriff über. Sie stürzte sich nun auf Nyra, da diese ihr zuvor die Schnittwunde an der Schulter zugefügt hatte, als sie Aiden zur Hilfe geeilt war.
      Mit schnellen Bewegungen schaffte Nyra es dem Angriff der giftigen Zähne und der messerscharfen Klauen auszuweichen, die ihr gefährlich nahe kamen.
      Aiden gab unterdessen auf Euryale weitere Schüsse ab und schaffte es demnach nicht ihrem nächsten Angriff schnell genug auszuweichen, deswegen packte sie ihn an der Schulter und grub ihre Klauen in die Wunden, die ihre Schwester ihm schon zuvor beigebracht hatte. Aiden wirbelte einmal mehr an diesem Tag durch die Luft und landete mit einem dumpfen Knall wieder auf dem Boden der Tanzfläche, wobei sein Hinterkopf einmal auf dem Parkett aufschlug.
      Er schaffte es so gerade eben sich die Gorgone vom Hals zu halten, in dem er es irgendwie hinbekam, dass sich die giftigen Zähne von seiner Gurgel fernhielten. „Nyra!“, rief er mit lauter Stimme und sie konnte ihn die Panik anhören, ohne überhaupt in seine Richtung blicken zu müssen. Sie warf ihm instinktiv ihren Dolch zu, wobei der Rubin im Knauf des Messers funkelte, als das Scheinwerferlicht sich an diesem brach. Er landete auf dem Boden der Tanzfläche und schlitterte noch einige Zentimeter zu Aiden. So war er in seiner Reichweite und Aiden konnte in mit etwas Geschick zwischen sich und Euryale bringen und schaffte es mit gekonnten Bewegungen ihn einzusetzen, um die Gorgone den Hals zu durchtrennen. Mit einem lauten gurgelnden Schrei, der von den Wänden des Klubrestaurants widerhallte zerfiel die grünhaarige Gorgone zu Staub, da auch die Klinge von Nyra´s Dolch aus Titan bestand.
      Der Widerhall des Schmerzensschreis ließ allen das Blut in den Adern gefrieren, während sie gebannt zusahen, wie Aiden sich vom Boden der Tanzfläche hoch hievte und sich den Staub von der Kleidung abklopfte, welcher auf ihn nieder gerieselt war, als Euryale zu Staub geworden war. Mit einem selbstzufriedenen Lächeln auf den Lippen hob er den Kopf und grinste fast schon ein bisschen irrsinnig vor sich hin. „Ding-Dong, die Bitch ist tot!“, brachte er hervor.
      „Ha, ha! Sehr lustig!“, stieß Nyra hervor und wich nun der wutschnaubenden und schreienden Gorgone aus. „Wenn ich nicht gerade beschäftigt wäre, würde ich mich totlachen, du Schwachkopf!“, erwiderte Nyra angepisst, während sie sich eine Sekunde zu langsam bewegte. Die scharfe Kralle von Stheno kratzte blitzschnell über ihre rechte Gesichtshälfte, diese zog sich über ihr Auge bis hinunter zu ihrem Kinn, wobei auch ein Teil von ihren Lippen verwundet wurde.
      Vor Schreck und Schmerz schreiend sprang Nyra zurück und hielt sich die blutige und brennende Gesichtshälfte.
      Ihr Schmerzensschrei holte Aiden wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und verdeutlichte noch einmal, dass er sich immer noch mitten in einem Kampf auf Leben und Tod befand. „Scheiße!“, fluchte er lautstark vor sich hin und eilte zu Nyra um sie aus der Gefahrenzone und der Reichweite der nächsten Klauenangriffes zu ziehen. Er zog sie ein gutes Stück von den wild um sich schlagenden Schlangenwesen weg. „Alles okay mit dir?“, wandte er sich fragend an Nyra, die sich immer noch ihre blutige Wange hielt.
      „Scheiße, nein! Mir geht es nicht gut! Das tut höllisch weh! Das bekommt dieses Miststück zurück!“, fauchte sie aufbrausend und befreite sich mit Leichtigkeit aus Aidens Griff. Nyra ging mit festen Schritten auf das tobende Wesen zu, kniff die Augen zusammen und ballte ihre Hände zu Fäusten, während sie Stheno dabei zusah, wie sie herum brüllte und augenscheinlich um ihre Schwester trauerte und Racheflüche schwur.
      Mit geballten Fäusten stand sie da und schloss für einen Sekundenbruchteil die Augen, um sich zu konzentrieren. Sie fokussierte all ihre Macht und inneren Energiereserven darauf, diese eine Attacke anzuwenden. Diese Macht hatte sie seit dem Kampf gegen den Titanenherrscher nicht mehr benutzt und schon damals hatte es sie vollkommen aus den Latschen gehauen. Nyra hoffte insgeheim, dass dieser eine Schlag sitzen würde, denn anderenfalls wäre sie für die Gorgone ein gefundenes Fressen. Sie musste auf ihre Stärke vertrauen und darauf, dass Aiden sie im Notfall mit seinem Leben beschützen würde.
      Langsam öffnete sie wieder ihre Augen und blickte unter den vereinzelten Haarsträhnen, die aus dem Zopf an ihrem Hinterkopf entwichen waren, heraus direkt in die rotleuchtenden Augen der Gorgone. Sie fokussierte ihre Gegenüber und spürte wie die Macht der Magie, die Macht ihrer Herkunft durch ihre Adern und Venen floss. Die Wut über den Angriff hier im Klub und ihre erlittene Verletzung und das schlecht zu zügelnde Temperament bescherten ihr nun die Macht, diese unfassbare Energie freizusetzen und sich ihrem Willen zu beugen.
      Mit einem hinterhältigen Grinsen im Gesicht, welches ihre Lippen zu einer schaurigen Grimasse verziehen ließ, erhob Nyra ihren rechten Arm und richtete diesen auf die Gorgone, die mit ihrem Wutschrei aufgehört hatte und sich nun wieder dem Kampf widmete. Stheno hatte ebenfalls ihre Augen fest zusammengekniffen und rannte nun auf Nyra zu, um ihr den gewünschten Todesstoß zu versetzen und Rache für die Tötungen an ihren Schwestern zu nehmen.
      Als Nyra diesen Angriff kommen sah, ging ihr Temperament und ihre Kontrolle über die Macht in ihren Händen vollkommen mit ihr durch und sie feuerte die Energiekugel in ihrer rechten Hand los. Diese schlug mit einem gewaltigen Knall gegen den Körper der Gorgone, die daraufhin ein wildes schmerzerfülltes Kreischen von sich gab und ebenso zu Staub zerfiel wie ihre Schwester.
      „Na, geht doch!“, murmelte Nyra vor sich hin und wollte sich schon mit zufriedener Miene zu Aiden umdrehen, als sie das panische Kreischen der Gäste hörte, die von den Wänden zurück wichen und alles ins Chaos stürzten, in dem sie wild durcheinander liefen und versuchten den herunterkommenden Gesteinsbrocken auszuweichen. Denn Nyras Feuerball hatte nicht nur den Leib der Gorgone durchschlagen, sondern auch die Hauswand des Klubrestaurants, wodurch Gesteinsbrocken und ein Teil von der Decke herunter kam und direkt auf den Köpfen der zahlenden Gäste landete.
      „Oho, das gibt Ärger!“, sinnierte Nyra vor sich hin, während sie auf schwankenden Beinen das riesige Loch in der Wand betrachtete.
      Aiden trat neben sie und schlang ihr seinen Arm um die Taille, um sie aufrecht zu halten. „Keine Angst, den Ärger bekommst nicht nur du.“
      „Das tröstet mich nicht im geringsten“, erwiderte Nyra spitz und ließ sich kraftlos und haltsuchend gegen Aidens Brust sinken.
      Sie hatte die Gorgone schnell erledigt, aber das hatte sich auch verdammt viel Kraft und Energie gekostet. Ebenso wie beim letzten Mal drohten ihr nun die Beine unter dem Körper nachzugeben. Sie war Aiden dafür unendlich dankbar, dass er ihr in diesem Moment als Stützte diente.
      Außerdem musste sie sich so nicht ganz alleine dem stinkwütenden Barbesitzer, Dio, stellen, der gerade aus dem Flur herauskam, welcher zu den Büroräumen im hinteren Teil der Bar führte. „Was bei den Göttern ist hier los?“, schrie er wütend über das Chaos hinweg und versuchte sich einen Überblick zu verschaffen. Dabei fiel sein stechender Blick auf Nyra und Aiden, die in mitten des ganzen Durcheinanders und schauten ihn unschuldig an. „Andros! Kanakaredes! In mein Büro! Sofort!“, schrie er immer noch wütend und machte dann eine rasche Bewegung mit der rechten Hand und die Gäste hörten plötzlich auf zu kreischen und wild durcheinander zu rennen. Im gleichen Atemzug baute sich, wie von selbst, die halb heruntergekommene Decke und Wand wieder alleine auf. Dies geschah alles praktisch wie von Zauberhand.
      Hinter der Bar waren auch Alex und Vako wieder aufgetaucht, ebenso wie Kalliope wieder hinter ihrem Empfangspult hervorgekommen war, sich über ihre Kleidung gestrichen hatte um diese von möglichen Falten zu befreien und hatte sich einen Weg durch den Klub bis hin zur Theke gebahnt, um von dort aus zuzuschauen, was Dio mit einigen knappen Bewegungen seiner Hand vollbrachte.
      „Was war das denn?“, brachte Vako mit weitaufgerissenen Augen heraus, während er dem Zauber ungläubig zuschaute.
      Kalliope zuckte lässig mit ihren schmächtigen Schultern und lehnte sich mit dem Ellenbogen auf den Tresen. „Ein ganz normaler Arbeitstag“, erwiderte sie schlicht und tat dabei so, als wenn gerade nichts Besonderes geschehen wäre.
      Alex blickte unterdessen Aiden und Nyra nach, wie sie am Bartresen vorbei marschierten und wie im Gänsemarsch Dio in sein Büro folgten. Der Barbesitzer war kurz zuvor wie ein wütender Stier an ihm vorbei gerauscht.
      Vako schüttelte den Kopf, um seinem Unglauben Ausdruck zu verleihen. „Aber was die beiden gerade eben gemacht haben…“, begann er erneut zu protestieren, wurde aber von Alex energischem Kopfschütteln unterbrochen.
      „Vergiss es einfach! Denk nicht weiter darüber nach, sondern mach dich an die Arbeit“, entgegnete Alex schlicht und legte das Geschirrtuch, welches er immer noch in den Händen hielt auf das Abtropfbrett und ging um den Tresen herum.
      „Und was soll ich machen? Die Gäste sind doch alle…“, erwiderte Vako und wusste selbst nicht wie er weiter sprechen sollte, denn von der Panik der Gäste war absolut nichts mehr zu sehen oder zu hören. Sie hatten sich alle wieder an ihre Tische gesetzt, bis auf diejenigen bei denen ihre Tische bei dem Kampf zu Bruch gegangen waren. Diese standen etwas planlos in der Gegend herum und warteten auf Alex, der ihnen nun freundlich Plätze an der Bar anbietet, wo sie natürlich auf Kosten des Hauses speisen konnten. „Was zum Teufel…?“, begann Vako wieder.
      „Mach den Mund zu!“, wies Kalliope ihn freundlich daraufhin, dass ihm gerade förmlich das Kinn heruntergeklappt war. „Befolg einfach Alex´s Rat. Denk nicht weiter drüber nach, sondern serviere lieber Essen und Trinken“, wandte sie sich an ihn und machte sich dann wieder zu ihrem Empfangspult auf, um hereinkommende Gäste zu empfangen und an ihre Plätze zu geleiten.
      „Ja, aber…“, versuchte es Vako noch einmal, aber angesichts des Desinteresses seiner Kollegen konnte er in diesem Moment nun wirklich nicht mehr tun, als zu seiner Arbeit zurückzukehren und so zu tun, als wenn nichts geschehen wäre.
    • Spoiler anzeigen

      Kisa schrieb:

      Aiden gab unterdessen auf Euryale weitere Schüsse ab und schaffte es demnach nicht ihrem nächsten Angriff schnell genug auszuweichen, deswegen packte sie ihn an der Schulter und grub ihre Klauen in die Wunden, die ihre Schwester ihm schon zuvor beigebracht hatte.
      Hier hakt mein Logikbarometer.
      Aiden erkennt, dass es Gorgonen sind und weiß auch, wie man diese bekämpft. (Der Sonnebrillentipp am Anfang) Aber er weiß nicht, dass Schusswaffen gegen sie nichts bringen. Denn offensichtlich sind die Viecher so schnell, dass sie ihm Nahkampf einer Kugel ausweichen können.

      Kisa schrieb:

      So war er in seiner Reichweite und Aiden konnte in mit etwas Geschick zwischen sich und Euryale bringen und schaffte es mit gekonnten Bewegungen ihn einzusetzen, um die Gorgone den Hals zu durchtrennen.
      Ein Beispiel für etwas, das sich durch den ganzen Text zieht. Deine Sätze sind so lang, dass sie keine Spannung aufbauen. Hier erwähnst du im Nebensatz, wie die erste Schwester stirbt.

      Kisa schrieb:

      Der Widerhall des Schmerzensschreis ließ allen das Blut in den Adern gefrieren, während sie gebannt zusahen, wie Aiden sich vom Boden der Tanzfläche hoch hievte und sich den Staub von der Kleidung abklopfte, welcher auf ihn nieder gerieselt war, als Euryale zu Staub geworden war.
      Auch viel zu lang dieser Satz. Mach kurze knappe Sätze, wenn du Spannung erzeugen willst.

      Kisa schrieb:

      Langsam öffnete sie wieder ihre Augen und blickte unter den vereinzelten Haarsträhnen, die aus dem Zopf an ihrem Hinterkopf entwichen waren, heraus direkt in die rotleuchtenden Augen der Gorgone.
      Es ist in diesem Moment völlig egal, woher die Haarsträhnen kommen. Beschreibungen sind konträr zur Spannnung.

      Langsam öffnete sie wieder die Augen und blickte unter den vereinzelten Haarsträhnen, welche ihr ins Gesicht hingen, direkt in die rotleuchtenden Augen der Gorgone. (Gorgonin?^^)

      Langsam öffnete sie wieder die Augen und blickte erschrocken in die zornerfüllten/roten Augen der Gorgone/Gorgonin

      Irgendwie so ähnlich würde ich es machen.

      Kisa schrieb:

      sie feuerte die Energiekugel in ihrer rechten Hand los.
      Huch? Das kann sie? Is ja cool^^ :D

      Kisa schrieb:

      Denn Nyras Feuerball hatte nicht nur den Leib der Gorgone durchschlagen, sondern auch die Hauswand des Klubrestaurants, wodurch Gesteinsbrocken und ein Teil von der Decke herunter kam und direkt auf den Köpfen der zahlenden Gäste landete.
      „Oho, das gibt Ärger!“, sinnierte Nyra vor sich hin,
      Die Menschen schreien.. haben Panik, Sie werden von Steinbrocken erschlagen .....
      Ok das mit der Panik erwähnst du kurz vorher, aber hier liest es sich, als wäre das nicht so wild, weil du das wort "landen" verwendest. Die landen nicht auf ihnen, die erschlagen sie..

      Da sterben Menschen, oder werden wenigstens schwer verletzt und Nyra denkt, dass es Ärger gibt, weil nen Loch in der Wand ist? Hier fehlen mir die Emotionen. Nyra wirkt sehr kaltherzig.

      Kisa schrieb:

      Außerdem musste sie sich so nicht ganz alleine dem stinkwütenden Barbesitzer, Dio, stellen, der gerade aus dem Flur herauskam, welcher zu den Büroräumen im hinteren Teil der Bar führte. „Was bei den Göttern ist hier los?“, schrie er wütend über das Chaos hinweg und versuchte sich einen Überblick zu verschaffen.
      Etwas unwahrscheinlich, dass er erst jetzt kommt. Du könntest schreiben, dass er da steht, ohne zu erwähnen, dass er gerade erscheint. Immerhin hat sie sicher nicht mitbekommen, wann er gekommen ist.

      Kisa schrieb:

      „Andros! Kanakaredes! In mein Büro! Sofort!“, schrie er immer noch wütend und machte dann eine rasche Bewegung mit der rechten Hand und die Gäste hörten plötzlich auf zu kreischen und wild durcheinander zu rennen. Im gleichen Atemzug baute sich, wie von selbst, die halb heruntergekommene Decke und Wand wieder alleine auf. Dies geschah alles praktisch wie von Zauberhand.
      Ajo? Dio kann die Zeit zurückdrehen oder sowas? Interessant^^ Warum ist er dann überhaupt sauer? :D

      Kisa schrieb:

      Die Gäste sind doch alle…“, erwiderte Vako und wusste selbst nicht wie er weiter sprechen sollte, denn von der Panik der Gäste war absolut nichts mehr zu sehen oder zu hören. Sie hatten sich alle wieder an ihre Tische gesetzt, bis auf diejenigen bei denen ihre Tische bei dem Kampf zu Bruch gegangen waren. Diese standen etwas planlos in der Gegend herum und warteten auf Alex, der ihnen nun freundlich Plätze an der Bar anbietet, wo sie natürlich auf Kosten des Hauses speisen konnten. „Was zum Teufel…?“, begann Vako wieder.
      Hat Dio die nicht mit repariert?



      Ich finde, dass die Szene leider keine Spannung erzeugt, sondern sich lediglich wie ein Ablauf von Ereignissen liest. Ich habe hier auch nen paar logikprobleme, steht alles im Spoiler. Ich hoffe ist nicht zu negativ :(
      Gut finde ich, für unwissende wie mich, dass ich jetzt mal nen Gefühl für Nyras Kräfte kriege. Da hatte ich ja keine Ahnung von^^

      Lg
      Rael

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Ich muss mich Rael anschließen. Bei mir kam die Action auch nicht unbedingt an. Dafür beschreibst du einfach zu viel. Was nicht schlecht ist und ich mag deine Beschreibungen eigentlich auch, aber hier sind sie einfach unpassend. Dadurch entsteht kein richtiges Kopfkino. Entweder drückt da jemand auf die Pausentaste, während erstmal in Ruhe die Umgebung beschrieben wird, oder alle bewegen sich in Slow Motion. :D Das passt nicht wirklich in eine Kampfszene. :hmm: Aber was mich eigentlich mehr stört, als die fehlende Spannung: Die Panik der Leute. Irgendwie geht das an mit vorbei. In meinem Kopf rennen die nicht schreiend um ihr Leben, weil um sie herum alles zusammenbricht und sich das zwei Jugendlich mit irgendwelchen hässlichen Kreaturen auf Leben und Tod prügeln, sondern die laufen da ganz entspannt und ruhig Richtung Ausgang, während andere von der Decke erschlagen werden. Zu viel wird drumherum beschrieben, sodass man sich nicht auf das eigentliche Problem konzentrieren kann (Ich hoffe, du verstehst, was ich meine xD)
      Kurze, knackige und weniger beschreibende Sätze. Beschreibungen entweder an den Anfang der ganzen Szene oder geschickt einflechten, aber zu viele erklärende Nebensätze bringen einen immer wieder raus. Ich bin weiß Gott kein Profi, wenn es um solche Szenen geht (ich habe mich bisher immer grandios darum gedrückt) aber ich muss auch bei jeder Szene (zum Beispiel bei meinem Killer) jedes Wort genau überlegen, und ich streiche auch viel wieder, weil es einfach zu viel ist.
      Und irgendwie komme ich mir bei manchen Beschreibungen auch ziemlich dumm vor, wenn mir alles nochmal erklärt wird... ^^''

      Kisa schrieb:

      Er schaffte es so gerade eben sich die Gorgone vom Hals zu halten, in dem er es irgendwie hinbekam, dass sich die giftigen Zähne von seiner Gurgel fernhielten.
      An der Stelle würde es zum Beispiel reichen: Seine ganze Kraft war nötig, die giftigen Zähne der Gorgone von seiner Gurgel fernzuhalten.

      Kisa schrieb:

      Sie warf ihm instinktiv ihren Dolch zu, wobei der Rubin im Knauf des Messers funkelte, als das Scheinwerferlicht sich an diesem brach.
      Das interessiert an der Stelle nicht. Man will nicht wissen, wie der Rubin im Licht funkelt, sondern man will erfahren, ob es Aiden schafft.


      Kisa schrieb:

      Mit einem lauten gurgelnden Schrei, der von den Wänden des Klubrestaurants widerhallte zerfiel die grünhaarige Gorgone zu Staub, da auch die Klinge von Nyra´s Dolch aus Titan bestand.
      Anstatt im Nebensatz zu erwähnen, dass die Klinge des Dolches aus Titan besteht, könntest du auch einfach an einer anderen Stelle (zum Beispiel im Satz zuvor) Titanklinge schreiben. Man wüsste, aus was es ist, kann sich seinen Teil denken und es reicht an dieser Stelle als Beschreibung vollkommen aus.



      Das Ende mit Vakos Verwirrung finde ich aber ziemlich gut. Er noch völlig perplex und verwirrt, und die anderen juckt es nicht mal. Kann mir gut vorstellen, wie er sich da verschwitzt im Kreis dreht und die Welt nicht mehr versteht. :rofl:

      LG, Kyelia

      Für eine Welt, die mehr Einhörner braucht! #Vote4Jen!
    • Kapitel 29: Diskussion mit einem Gott

      Nyra und Aiden trotteten Dio, dem Barbesitzer mit zerknirschter Miene hinterher und harrten der verbalen Abreibung die sie bekommen würden.
      Sobald Dio sein Büro erreicht hatte, ließ er Nyra und Aiden an sich vorbei in sein Büro treten und knallte anschließend die Tür mit viel Schwung zu, so dass die dunklen Holzplanken, aus der die Tür bestand, knarrten und ächzten, als würden sie jeden Moment unter der Wucht des Knalles auseinander brechen.
      „Setz euch!“, befahl Dio mit einem Tonfall, der keinen Zweifel daran ließ, dass er göttlicher Abstammung war und davon daher auch keinerlei Widerspruch gewöhnt war und diesen ebenso wenig dulden würde.
      „Kann ich einen Erste-Hilfe-Kasten holen und Nyra’s Wunde verarzten?“, wandte sich Aiden an den wütenden Gott, der ihn mit einem finsteren Blick zu Schweigen brachte.
      Mit überkreuzten Armen marschierte Dio hinter seinem großen aus Hartholz bestehenden Schreitisch hin und her und brachte dabei seinen ganzen Papierkram durcheinander, da seine flotten Schritte ein kleines Lüftchen in Bewegung setzte, welches die instabilen Papierhaufen zum Einstürzen brachte.
      „Hatte ich dir erlaubt zu sprechen, Andros?“, fragte Dio mit donnernder Stimme an Aiden gewandt. Dieser öffnete schon den Mund um auf diese Frage zu antworten, wurde aber gleich wieder von dem Olympier unterbrochen, der sich seine Frage selbst beantwortete. „Nein, hatte ich nicht. Also halt gefälligst den Mund und hör zu! Ich habe keine Lust mich zu widerholen!“, fuhr Dio ihn an und warf auch Nyra einen warnenden und durchdringenden Blick zu, damit sie nicht auf die Idee kam ihn zu unterbrechen. „Ich hatte euch beide schon beim letzten Mal gesagt, dass ihr meinen Laden nicht in tausend Einzelteile zerlegen sollt. Auch dann nicht, wenn ihr euren Pflichten als Jäger nachkommt. Habt ihr dennoch nicht das Recht alles kurz und klein zu schlagen. Wer soll denn noch in den Klub kommen, wenn die Gäste nicht einmal in Ruhe ihren Allabendlichen Cocktail oder ihr elegantes Abendessen genießen können, sondern jeden Moment damit rechnen müssen von zwei halbstarken Teenagern zusammen geschlagen zu werden…“, brauste Dio auf und begann sich nun so richtig in Rage zu reden.
      Cocktails? Elegantes Abendessen? Wovon träumt der eigentlich nachts? Die meisten essen nur Kleinigkeiten und an Getränken gehen auch eher Bier und Wein raus, kommentierte Nyra innerlich die kleine Tirade ihres Bosses. Dio hat von seinem eigenen Geschäft absolut keine Ahnung. Der würde doch untergehen, wenn Alex nicht alles managen würde.
      Aiden und Nyra tauschten einen kurzen Blick aus und verdrehten angesichts von Dios Ausraster die Augen. Immerhin war er ein Gott. Da gab es für ihn nichts Leichteres als die Gedanken der Gäste so zu manipulieren, dass sie sich an das Geschehen auf andere Weise erinnerten. Außerdem konnte er das Klubrestaurant alleine durch ein Fingerschnipsen wieder in seinen alten Zustand zurückversetzen, ohne das irgendjemand bemerken würde, dass die halbe decke heruntergekommen war.
      Nyra räusperte sich und hob dann ihre rechte Hand ganz genauso wie sie es auch im Unterricht in der Schule tat. Sie hoffte, dass Dio endlich die Luft anhielt und sie auch einmal zu Wort kommen ließ.
      Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete Dio Nyra und zischte sie an, wobei er stehen geblieben war und seine Arme vor seiner Brust gekreuzt hatte. „Was denn?“
      „Darf ich mir jetzt einen Erste-Hilfe-Kasten holen?“, wollte Nyra von ihm wissen und war sich dessen bewusst, dass sie ihn mit ihren nur noch mehr provozierte. Schließlich ließ sie es so klingen, als wenn er absolut nichts gesagt hätte. Dieses Gespräch hatten sie zusammen schon mehr als einmal geführt und waren dabei auch immer wieder zu dem Ergebnis gekommen, dass Dio ihr Chaos sowieso wieder in Ordnung brachte und es niemand bemerkt hatte, wenn neben ihm ein Monster in den Tartarus hinabgeschickt worden war. Also war diese Diskussion in ihren Augen einmal mehr völlig unnötig. Aber das behandeln ihrer Verletzung nicht, denn diese begann höllisch zu brennen. Außerdem tropfte ihr immer wieder Blut ins Auge, was mehr als nur ein bisschen unangenehm war.
      „Nein! Hast du mir denn gar nicht zugehört?“
      „Nee, nicht wirklich“, gab Nyra mit einem Schultern zucken zurück und begann an dem Dreck unter ihren Fingernägeln zu knibbeln, ohne dem Gott des Weines wirklich Beachtung zu schenken.
      Aiden neben ihr musste sich die Hand auf den Mund drücken, damit er nicht lauthals anfing zu lachen, bei den Worten seiner Freundin und dem entgleisten Gesichtszügen des Olympiers, der sie anstarrte als könne er nicht glauben, was er soeben gehört hatte.
      „Bei so lausigen Jägern, wie ihr beide seid, ist es gar kein Wunder, dass die Ungeheuer aus dem Tartarus einfach so zurückkommen und sich in den Städten breit machen“, beschwerte sich Dio und packte die beiden Jugendlichen bewusst an ihrem empfindlichen Ego.
      „Hey! Wir haben gerade zwei Gorgonen wieder in die Unterwelt befördert. Warum meckerst du uns an, dass wir nichts machen?“, wandte sich Aiden aufgebracht an Dio, der sich mittlerweile auf seinen Stuhl hinter dem vollbepackten Schreibtisch hatte fallen lassen.
      „Ihr macht einfach zu wenig“, beschuldigte Dio die beiden.
      „Ach ja? Was hätten wir denn sonst machen sollen? Die beiden Gorgonen in Ruhe lassen, damit sie deine Gäste zu Stein hätten verwandeln können oder sich an ihnen hätten satt fressen können? Wäre dir das lieber gewesen? Denn dann hättest du demnächst ein Museum aus angefressenen Steinskulpturen die du bewachen musst anstatt ein Klubrestaurant zu leiten“, entgegnete Nyra mit flinker Zunge und kniff ihre Augen zusammen, als sie den Gott vor sich direkt in die glühenden Iriden blickte. „Wenn euch die Kreaturen der Unterwelt nerven, dann bemüht eure trägen Götterärsche doch selbst und schickt sie zurück in den Tartarus! Da ihr das aber nicht macht, solltet ihr euch nicht über unsere Arbeit beschweren!“
      Die sonst so hellen und leuchtenden Augen der Gottheit verfinsterten sich und nahmen eine fast schon schwarze Trübung an. Die erhob sich ganz langsam wieder von seinem Schreibtischstuhl und stemmte seine Hände auf der Arbeitsfläche ab, wodurch sein Oberkörper in seinem knallblauen Hawaiihemd mit den bunten Papageien über den Schreibtisch gebeugt war. Mit dem stechenden Blick fixierte Dio Nyra und schien mit jedem Wort, welches er an sie richtete um einen Meter zu wachsen.
      Nyra vermutete insgeheim, dass er in diesem Moment das erste Mal seine wahre Götter Gestalt annahm, die sonst kein Sterblicher zu sehen bekam.
      „Achte auf deine Wortwahl, Tochter des Ares!“, warnte Dio sie mit leiser und ruhiger Stimme, die alleine durch das leise vortragen schon bedrohlich klang und mit Sicherheit auch alles andere als freundlich gemeint war. „Du bist genauso ungehobelt wie dein Vater und der gleiche Hitzkopf wie deine Mutter! Ein wahres Kind des Krieges! Dennoch solltest du es den anderen Göttern nicht an Respekt mangeln lassen. Das kann nur ungesund für dich enden!“, warnte Dio Nyra und wurde langsam wieder kleiner und nahm wieder seine normale Größe an. Er setzte sich erneut auf seinen ledernden Schreibtischstuhl und legte seine Hände an den Fingerspitzen aneinander. Er schaute die beiden Jugendlichen über seine Hände hinweg mit durchdringenden Blick an. „Wie gedenkt ihr die neue Flut an Ungeheuern einzudämmen?“, verlangte Dio nun mit gesitteter Stimme von den beiden Jägern zu erfahren.
      Irritiert wechselten Aiden und Nyra einen Blick und richteten ihre Augen dann wieder auf den vor ihnen sitzenden Gott, der nun auf ihre Antwort wartete. Nyra wollte schon auf die Frage antworten, als Aiden sie mit einem festen Griff um ihr Handgelenk zum Schweigen brachte und stattdessen selbst das Reden übernahm. „Wir haben uns gedacht, dass wir wieder das Training mit den anderen Jägern aufnehmen werden dementsprechend auch wieder auf die Jagd gehen werden“, erwiderte Aiden mit sicherer Stimme und schaute Dio dabei selbstsicher an.
      Dio nickte zustimmend. „Ja, das ist eine vernünftige Idee. Ich denke, ihr solltet deinen Vater zum Training dazu bitten“, bemerkte er und richtete seine Aufmerksamkeit von Aiden ab und Nyra zu. Aiden hatte unterdessen unzufrieden das Gesicht verzogen als er dem Vorschlag von Dio gelauscht hatte. Ihm gefiel die Vorstellung absolut nicht sich wieder mit Ares herumschlagen zu müssen und sich dann auch noch von ihm trainieren zu lassen.
      Mit gerunzelter Miene und vor der Brust verschränkten Armen betrachtete sie den Olympier, der mehr oder weniger einer ihrer Onkel sein müsste. „Warum sollten wir das tun?“, verlangte sie von ihm zu erfahren.
      „Weil er dein Vater ist und darüber hinaus ein brillanter Krieger, Taktiker und Stratege“, erwiderte Dio und Nyra konnte ihm ansehen, dass er dies nur sehr ungerne zugab. „Außerdem ist er immer noch der Kriegsgott und diesen auf eurer Seite zu haben, ist niemals verkehrt.“
      Nyra verzog unwillig das Gesicht. „Naja, du hast schon irgendwie Recht, aber Vater ist nun nur ein Mensch, was kann er uns da schon noch beibringen, was wir uns nicht selbst antrainieren können?“
      Aiden hielt sich mit seiner Meinung zurück, doch auch er war nicht sonderlich davon angetan wieder unter dem Kriegsgott zu trainieren. Alles andere nur das nicht! Er hatte immer noch Narben auf dem Rücken, die von seinem Kampftraining mit Ares herrührten und er wollte nicht, dass sich zu diesen noch mehr gesellten.
      Dio guckte die beiden Jugendlichen abschätzig an. „Er ist zwar jetzt sterblich, dennoch hat er mehr Kraft als ein normaler Mensch, Sein taktisches und strategisches Geschick ist immer noch genauso gut, wie es auch als Gott war“, bemerkte Dio. „Ich finde es schrecklich, dass ihr beide so sehr auf Stärke fixiert seid. Eigentlich hatte ich mehr von euch beiden erwartete.
      „Was soll das denn heißen?“, entgegnete Nyra eingeschnappt.
      „Das du Leute nur noch nach ihrer Stärke beurteilst.“
      Von wem wir das wohl gelernt haben?, schoss es Aiden durch den Kopf, während er zwischen Dio und Nyra hin und her blickte und dem Gespräch der beiden mit unbewegter Miene lauschte.
      „Das ist doch überhaupt nicht wahr!“, dementierte Nyra die Behauptung des Gottes. „Aber mal ehrlich, denkst du, dass mein Vater, der nicht einmal ein Telefon bedienen kann, Lust hat uns weiterhin zu trainieren? Wenn er seine Zeit auch damit verbringen kann einen Weg zu suchen seine göttliche Macht wieder zu erlangen?“, fragte Nyra den Olympier, der ihr gegenüber saß. „Du kannst mir erzählen was du willst, aber eins weiß ich sicher, weil ich meinen Vater mittlerweile ganz gut kenne, dass er seine Zeit damit verbringt einen Weg zu finden um wieder an die Macht zu kommen und diese Zeit nicht mit uns verschwenden wird“, bemerkte Nyra missmutig.
      Aiden war sich sicher, als er ihren Worten lauschte, dass hinter ihnen noch viel mehr steckte, als sie zugeben wollte. Sicherlich hatte sie gehofft, dass sie nun, wo ihr Vater sterblich war mehr mit ihr zu tun haben wollte. Sie wirklich kennen lernen wollte, doch Ares glänzte einmal mehr dadurch, dass er sich kein Stück für das Leben seiner Tochter interessierte. Genauso wie er es früher anscheinend auch nicht getan hatte. Aiden wusste nicht wirklich ob er Nyra deswegen beglückwünschen sollte, oder bemitleiden, denn in seinen Augen war nichts schlimmer, als wenn die eigene Familie – in diesem Fall der eigene Vater – nichts von einem wissen wollte. Er wusste wie sich das anfühlte. Es war eine absolut beschissene Empfindung, deswegen konnte er auch die Wut nachvollziehen, die er in Nyra’s Stimme hatte mitschwingen hören.
      „Mir ist vollkommen egal, was du von deinem Vater hältst, Nyra“, wandte sich Dio an die Brünette. „Im Übrigen ist mir ebenso einerlei, was du von ihm hältst, Aiden. Ich will nur, dass ihr mit ihm trainiert. Dann hat ihr alle wenigstens auch eine Chance zu überleben“, bemerkte der Barbesitzer und wandte sich von den beiden Jägern ab und seinen umgekippten Papierstapeln auf seinem Schreibtisch zu. „Und jetzt macht dass ihr hier rauskommt. Für die Reparaturen werdet ihr beide für mich zwei Monate umsonst arbeiten…“, bestimmte Dio mit Nachdruck und ohne Aiden oder Nyra eines Blickes zu würdigen.
      „Aber du hast nicht einmal Reparaturkosten! Du hast das Loch doch schon längst wieder geflickt!“, beschwerte sich Nyra über die Ungerechtigkeit und den Verlust ihres Gehalts.
      „Ich arbeite nicht einmal für dich“, bemerkte Aiden als er sich von seinem Stuhl erhob und zur Bürotür ging.
      „Wirst du aber. Klär das mit Alex“, wies Dio ihn an. „Ich habe momentan nicht den Kopf dafür mir darüber Gedanken zu machen. Ich muss mich um andere Dinge kümmern.“
      „Ach, und worum?“, wollte Nyra mit spitzer Zunge wissen.
      „Das geht dich nichts an“, fuhr Dio sie an und warf ihr einen stechenden Blick zu, der ihr gebot jetzt endlich den Mund zu halten und aus seinem Büro zu verschwinden. „Und verarzte endlich diese Wunde, Aiden. Nyra ruiniert mir noch den gesamten Holzboden“, meckerte Dio, während er eine wegwerfende Handbewegung machte und die beiden damit entließ und sich wieder seinen Papieren zuwandte.
      Mit finsteren Mienen und gemurmelten Flüchen verschwanden Aiden und Nyra aus dem Büro des Gottes und knallten die Tür noch einmal mit Schwung hinter sich zu, sodass Dio auch sicher wusste, was sie beide von der Unterhaltung hielten.
    • Kisa schrieb:

      Pflichten als Jäger nachkommt. Habt ihr
      Hier müsste, glaube ich, ein Komma statt eines Punktes hin. Also "auch wenn ihr..., habt ihr..." Es kann ja auch nur ein Fragesatz mit einem Verb beginnen.

      Aber mir gefällt dein Stil. Wie Nyra gegenüber einem Gott so frech wird und sein Zorn nichts als "pubertären Trotz" auslöst - köstlich! ^^
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa
    • Dio ist etwas wankelmütig, aber unterhaltsam. Das Gespräch fand ich gut, es macht auch Sinn, was Dio sagte bezüglich Ares. Aber auch Nyras Kommentare hatten Hand und Fuß. Nur der Satz, dass beide nun für ihn kostenlos arbeiten müssten, obwohl er ja gar keine Reperaturkosten hatte. Naja^^ Götter sind vl. einfach manchmal ein wenig bekloppt. Vielleicht ist dies auch nur eine Machtdemonstration oder er hatte irgendwie das Bedürfnis sie doch noch bestrafen zu wollen.

      Ich fand die Szene gut. Freue mich drauf, wenns weiter geht. By the way sorry für das späte Kommentar, dein update wurde mir nicht angezeigt, oder ich habs übersehen. Bin grad eher durch Zufall drauf gestoßen.

      Lg Rael

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Rael schrieb:

      Ich fand die Szene gut. Freue mich drauf, wenns weiter geht. By the way sorry für das späte Kommentar, dein update wurde mir nicht angezeigt, oder ich habs übersehen. Bin grad eher durch Zufall drauf gestoßen.
      Macht absolut gar nichts. Ich komme momentan irgendwie nicht so recht voran. Irgendwie hänge ich dabei eine Szene zwischen Aiden und Nyra zu schreiben, die an diese direkt anschließt... momentan fehlen mir die richtigen Worte, wenn ich es mal so sagen soll.

      Das du so spät erst kommentiert hast, ist nicht schlimm. Wie du sehen kannst waren @Jennagon @Kyelia oder @Dinteyra auch noch nicht so weit. Ist wie gesagt nicht schlimm, weil ich ja eh nicht wirklich voran komme, daher... passt schon ;)

      xoxo
      Kisa
    • Kisa schrieb:

      „Kann ich einen Erste-Hilfe-Kasten holen und Nyra’s Wunde verarzten?“
      Sorry, das fällt mir jetzt erst auf, aber ich glaube, das ist falsch. Ein Apostroph wird immer gesetzt, wenn Teile eines Wortes fehlen, ein Name auf s,ss,sz,ec ect. enden oder um einen Unterschied zwischen männlich/weiblichen Namen zu machen bsp: Andrea´s Nagelstudio (Andreas)
      Das trifft alles auf Nyra nicht zu, daher müsste es "Nyras" heißen :hmm:

      Der Kampfteil ist wirklich etwas zu sehr ausfomuliert und wenig hektig. Da würde ich, wie von den anderen bereits angemerkt, alles überflüssige streichen. Dann wirkt es etwas zackiger ... ^^

      Kisa schrieb:

      Der Widerhall des Schmerzensschreis ließ allen das Blut in den Adern gefrieren, während sie gebannt zusahen, wie Aiden sich vom Boden der Tanzfläche hoch hievte und sich den Staub von der Kleidung abklopfte, welcher auf ihn nieder gerieselt war, als Euryale zu Staub geworden war.
      Wiederholung und für die Situation viel zu lang.

      Das mit Dio war amüsant. ^^
      Dafür, dass er der Gott des Weines ist, kam er fast etwas zu ernst und nüchtern rüber :rofl:
      Ich bin mal gespannt, was Vako nun macht. Der scheint ja genau richtig geladet zu sein, nicht, dass ich bezweifel, dass er das nicht bereits ausgiebig geplant hat. :hmm:
      Ich finde es nur komisch, dass sie nicht auch Vakos Gedächtnis beeinflusst haben. Ist immerhin sein erster Tag da und ein Geheimbund wäre ja nicht geheim, wenn man damit hausieren geht :hmm: Frag mich, ob dazu noch was kommt ... ^^
      Ansonsten nichts zu meckern. :D
      Zwei schöne Teile gewesen
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Hi,

      inhaltlich fand ich die Szene top. Ich versteh zwar nicht, warum Dio sich so aufregt, wenn er den Schaden in Sekunden reparieren kann (ist ja nicht so als hätten sie es mit Absicht gemacht), aber das Gespräch war sehr amüsant zu lesen. Außerdem fände ich es super, wenn sie wieder mit Ares trainieren. Dann kommt der auch mal von der Couch weg :rofl: und ich glaube wirklich, das sie taktisch einiges von ihm lernen können. Außerdem hat dann mal jemand ein Auge auf den Ex-Kriegsgott, dessen Pläne mir wirklich sorgen machen.
      Beim Lesen bin ich leider oft über grammatikalische Ungereimtheiten gestoßen, da müsstest du noch einmal drüber schauen.
      Jetzt bin ich gespannt, ob sie Ares wirklich fragen und was der dann dazu sagt.

      LG Dinteyra
      "Run like hell, because you always need to. Laugh at everything, because it's always funny ...
      Never be cruel and never be cowardly, and if you ever are, always make amends ..."

      -The Doctor
    • So, ich kam doch tatsächlich auch endlich dazu, hier wieder mal zu lesen. Sorry für die Verspätung ^^"
      Das Gespräch war wirklich amüsant, da kann ich den anderen nur zustimmen. Ich sehe zwar den Grund für den Zorn nicht, aber gut. Ich denke, dem Kerl geht es einfach ums Prinzip. Er kann schließlich nicht immer hinter den beiden Jägern herräumen. :D Bezüglich den zwei eingezogenen Löhnen, ist es vielleicht etwas übertrieben, einer hätte auch gereicht, aber was solls. Kommt vor. :rofl:
      Und Kampftraining mit Ares? Halte ich für eine gute Idee. Training kann nur gut sein und Ares hat sein Wissen ja immer noch behalten, das ist ja mit seinen Kräften nicht in der Luft verpufft. :) Aber Nyras Worten gebe ich recht. Ares wird wohl nicht begeistert davon sein. :hmm:

      LG, Kyelia

      Für eine Welt, die mehr Einhörner braucht! #Vote4Jen!
    • Hallo zusammen,
      ich muss mich bei euch entschuldigen, dass ich hier schon seit längeren nichts neues mehr rein gestellt habe zum lesen. Irgendwie komme ich momentan arbeitsbedingt nicht dazu etwas zu schreiben. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir momentan auch nicht wirklich die richtigen Worte einfallen um eien Szene zwischen Nyra udn Aiden zu schreiben. Wenn ich ne halbe Seite habe, lösch ich es am nächsten Tag wieder weil es einfach mist ist.
      Also seht es mir bitte nach, dass es wahrscheinlich auch noch ein bisschen dauern kann bis es was neues gibt. Momentan kann ich mich nicht so wirklich darauf konzentrieren, aber ich hoffe, dass das bald besser wird. Spätestens am 11.02 ist der stressigste Teil auf der Arbeit vorbei und dann sollte ich auch wieder die Ruhe finden weiter zu schreiben.
      Demnach ist es für die unter euch die hinterher hinken, ode rnicht zum lesen gekommen sind überhaupt nicht schlimm. Könnt euch noch Zeit lassen, ich muss es gezwungenermaßen auch ;)

      xoxo
      Kisa