Der Geheimbund der Jäger II - Der Weg der Kriegerin [abgebrochen]

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      Kisa schrieb:

      Kapitel 2: Ungeladene Gäste
      Am Ende wars ja nur einer ^^ Oder kommen noch mehr im nächsten?!


      Kisa schrieb:

      „Hallo, Kriegsstern“, begrüßte er sie.
      Das klingt so falsch ... :lol: Und unreif ...



      So, Nyra kam endlich ausm Bett, find ich gut. ^^
      Nach zwei Wochen riecht sie sicherlich auch nicht mehr so frisch. :rofl:
      Das Ares am Ende reinschneit ist lustig, allerdings wäre ich etwas dankbarer an Stellas Stelle. Ex hin oder her, aber sie könnte schon etwas ... reifer an die Sache rangehen. Wie im letzten Teil schon, wirkt sie mehr wie ein Teenager. :hmm: Gut, ich weiß noch nicht, was in den zwei Wochen vorgefallen sein könnte, vielleicht zieht ja Ares in das Haus nebenan ein, was so plötzlich "unbemerkt" hochgezogen wird, aber selbst dann vertrete ich die Meinung, dass Frauen, die Männer schlagen, auch geschlagen gehören (gleich ein Echo), denn die haben keinen Dürfschein, nur weil sie Brüste haben. Backpfeifen sind auch eine Art von Gewalt, und egal wie sehr ich mich mit "Partnern" schon gestritten hab, ich wäre nicht mal auf die Idee gekommen sowas zu tun. :rolleyes: Dramaqueen ... mehr fällt mir zu Stella nicht ein X/

      Der Part an sich ist ganz gut geschrieben. :thumbup:
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Zum ersten Kapitel.

      Sehr gut und flüssig geschrieben. Da ich den ersten Teil nicht kenne, waren da viele nützliche Informationen für mich drin, aber du hast sie super verpackt, so dass es sich nicht wie ne Inhaltsangabe oder sowas anhörte. Sondern gut in den Text integriert. sie hat also gegen Kronos gekämpft. Oha. Es wird deutlich, dass der Kampf sie völlig ausgelaugt hat. Mir gefällt die Szene wirklich sehr gut.
      Mal gespannt was es mit diesem aiden auf sich hat^^

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Jennagon schrieb:

      Das klingt so falsch ... Und unreif ...
      Ares hat Stella im ersten Teil aber auch immer mal wieder "Kriegsstern" genannt. Das war sozusagen das Kosewort für sie, wie Süße, Schatz etc. was er früher verwendet hat, als die beiden noch zusammen gewesen waren.
      Was die Ohrfeige betrifft, mag Stella zwar in diese Kapitel und auch im nächsten etwas unreif wirken, aber das hat alles einen Grund, was später auch noch deutlicher wird und von mir auch noch erklärt wird. Hat was mit dieser Drei-Ecks-Beziehung zu tun, was du dir ja schon gedacht haben wirst. Was diesen Punkt betrifft, musst du dich einfach noch ein bisschen gedulden, bis es da eine vernünftige Erklärung geben wird.

      xoxo
      Kisa
    • Ares ist also ihr vater? Okay - nice, ich mag das :D
      Die Ohrfeige kann ich wohl noch nicht verstehen, aber das wird schon noch.

      Mir gefällt die Geschichte bisher wirklich super. Ich bin eh ein fan der grieschischen Mytholgie. Dein Set up ist insofern genau mein Fall! :)

      Weiter so! :thumbsup:

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Nyra & Stella

      Überarbeitete Version
      11.Juni.2016


      Kapitel 3: Fast wie ein Vater I

      Das überraschte Gesicht ihres leiblichen Vaters flog zur Seite von der Wucht der Ohrfeige, welche ihre Mutter ihm mit aller Kraft verpasst hatte.
      Alleine vom Zugucken, begann Nyra´s eigene Hand zu schmerzen.
      Ihr Vater riss seinen Kopf zu ihnen herum, und rieb sich über die leuchtend rote Wange, die offensichtlich schmerzte.
      „Das hat verdammt weh getan“, bemerkte er mit einem Grollen in der Stimme, welches früher einmal bedrohlich geklungen hätte, wenn es vom Kriegsgott gekommen wäre. Doch heute war ihr Erzeuger nichts anderes als ein Mensch. Ein Mensch, der nicht damit klar kam, dass er nicht mehr seine göttlichen Kräfte besaß und sich demnach maßlos selbst überschätzte. „Du kannst froh sein, dass ich meine Kräfte nicht mehr habe, sonst würdest du das jetzt schmerzlich bedauern, Stella!“
      „Ach wirklich?“, erwiderte Nyra´s Mutter mit einer Stimme, die nur so vor Verachtung triefte, während sie zweifelnd eine geschwungene Augenbraue erhoben hatte. Diese sollte deutlich machen, dass sie sich von ihm nicht verarschen lassen würde. Nicht noch einmal!
      Ares kniff die meeresblauen Augen zusammen, als er Stella musterte. Außerdem merkte Nyra, wie sich sein Körper verspannte, als Theo hinter sie trat. Er legte ihrer Mutter seine Hände auf die Schultern und sah Ares finster entgegen. Die Spannung, welche zwischen den Erwachsenen herrschte, war förmlich greifbar und Nyra furchtbar unangenehm. „Ja, wirklich“, stieß der ehemalige Kriegsgott mit unterdrückter Wut aus, als er die Hände von Theo auf den Schultern von Stella fixierte.
      „Was wollen Sie?“, wandte sich Theo fragend an Ares und überraschte alle damit, in dem er sich direkt an den ehemaligen Gott wendete. Dass er den Mut dazu überhaupt aufbrachte, war erstaunlich.
      Nyra´s Kopf wanderte zwischen den beiden Männern unablässig hin und her, während sie mit einem unguten Gefühl im Bauch das Blickduell der beiden beobachtete.
      Der Blick ihres Vaters wechselte zwischen Theo und ihrer Mutter hin und her, wobei er dann aber letztendlich auf ihr zu liegen kam. „Meine Tochter sehen“, erwiderte Ares mit harter Stimme und einem gezwungenen Lächeln auf den Lippen. Sein Tonfall ließ Nyra ehrlich daran zweifeln, dass er wirklich wegen ihr hierhergekommen war.
      Nyra vermutete, dass er eigentlich mit ihrer Mutter sprechen wollte. Vorzugsweise unter vier Augen, aber nach der Ohrfeige wird er sich sicherlich ausgerechnet haben, dass diese Chancen äußerst schlecht stehen und verlegte sich demnach auf seine Tochter. Die zweite Wahl.
      „Mich?“, fragte sie überrascht, während sie mit ihrem rechten Zeigefinger auf ihre Brust deutete, um sich zu versichern, dass sie ihren Vater gerade nicht falsch verstanden hatte.
      „Ja“, erwiderte er nickend und lächelte ihr entgegen, wobei er versuchte die wütende Miene von Stella zu ignorieren, die ihre Arme vor der Brust verschränkte und mit ihrem Fuß in pinken Flipflops auf den hellen Sandstein der Veranda tappte, um deutlich zu machen, dass ihr so langsam die Geduld mit ihrem ehemaligen Geliebten ausging.
      „Bist du dir sicher?“, wollte Nyra noch einmal ganz sicher gehen, dass er sich das richtig überlegt hatte und sie nicht nur als Notlüge herhalten musste – wobei sie sich dessen eigentlich schon bewusst war. Schließlich hatte er sich noch nie wirklich für sie interessiert, außer als es darum ging, dass sie als Auserwählte der Götter sein Leben retten konnte. Ansonsten wollte er eigentlich nichts mit ihr zu tun haben.
      Ares kniff verärgert über ihre widerholten Fragen seine Augen zusammen, die sich in den ihren widerspiegelten.
      „Natürlich bin ich gekommen, um dich zu sehen. Ich bin immerhin dein Vater und will die verlorene Zeit aufholen. Wie kann ich das besser machen, als mit dir Zeit zu verbringen. Immerhin habe ich nun reichlich davon, seit dem ich nicht mehr zu den Göttern gehöre“, erklärte er lang und breit, wobei er sich augenscheinlich einen Seitenhieb für Stella nicht verkneifen konnte.
      Diese zuckte auch in der Tat zusammen, als Ares erwähnte, dass er seinen Götterstatus verloren hatte. Nyra wusste, dass ihre Mutter sich deswegen schuldig fühlte. Allerdings konnte die Sechzehnjährige das nicht wirklich nachvollziehen. Immerhin hatte sich ihr Vater aus freien Stücken dazu entschlossen seine Unsterblichkeit für das Überleben von Stella aufzugeben. Nyra wusste nicht wirklich, warum sich ihre Mutter deswegen schuldig fühlen sollte. Es ergab in ihren Augen einfach keinen Sinn, aber Nyra hatte auch schon vor einigen Wochen aufgehört zu versuchen ihre Eltern zu verstehen. Es war einfach alles viel zu verworren. Und manchmal hatte sie das Gefühl, als wenn sie ohnehin nur die Hälfte der Geschichte kennen würde.
      „Okay“, gab sie etwas unsicher zurück und blickte ihn dann fragend an. „Und wie soll das jetzt ablaufen?“
      Ares überlegte kurz und begann dann wieder zu sprechen. „Ich hatte mir gedacht, dass wir vielleicht einen Spaziergang am Strand machen könnten. Das wäre nicht allzu anstrengend für dich und wir hätten in Ruhe Zeit uns zu unterhalten. Unter vier Augen versteht sich.“
      „Aha“, machte Nyra deshalb nur und schaute ihre Mutter kurz fragend an. Stella widerstrebte es sichtlich ihre Tochter mit Ares gehen zu lassen, aber Nyra wusste, dass ihre Mutter ihr auch nicht im Weg stehen wollte, wenn sie ihren Vater kennenlernen wollte. Auch wenn Stella ihre Meinung zu Ares hatte, gestattete sie Nyra, sich selbst eine zu bilden und dementsprechend zu überlegen, ob sie mehr mit ihrem Vater zu tun haben wollte oder nicht.
      „Wenn du mit ihm sprechen möchtest, kannst du das selbstverständlich tun“, erwiderte Stella auf Nyra´s stumme Frage, allerdings war sie sich sicher, dass es ihr absolut nicht gefiel, diese Worte auszusprechen.
      Ares wandte seinen Blick von Nyra zu Stella und schenkte ihr ein rasches Lächeln, welches aber sofort wieder in sich zusammenfiel, als er bemerkte, wie sie sich an Theo´s Brust lehnte, der immer noch hinter ihr stand und ihn mit finsteren Blick betrachtete. „Wollen wir dann?“, fragte Ares wieder an seine Tochter gerichtete.
      „Klar“, gab Nyra zurück und ging etwas zögerlich hinter ihrem Vater her, der sich in einer eleganten fließenden Bewegung, die ein normaler Mensch nicht hinbekommen hätte, um drehte und mit zielstrebigen Schritten auf den Weg, der neben ihrem Haus auf den öffentlichen Teil des Strandes führte, zu marschierte.


      ~.~.~

      Stella blickte mit zusammengekniffenen grünen Augen ihrer Tochter hinterher. Es gefiel ihr absolut nicht mit ansehen zu müssen, wie sie mit ihm davon ging. „Mir gefällt das nicht“, murrte sie, während sie es sich an der Brust von Theo gemütlich machte und ihre Hände auf die seinen legte, welche sich auf ihren Bauch geschoben, als sie sich an seine Brust gelehnt hatte.
      „Du hättest ihr auch verweigern können mit ihm zu gehen“, bemerkte Theo, während er sein Kinn auf die Schulter seiner Verlobten legte und ebenfalls hinter Nyra und Ares her blickte. Ihm erging es in diesem Moment nicht viel anders als Stella. Er hatte auch ein komisches Gefühl in der Bauchgegend. Allerdings hätte er dies niemals ausgesprochen. Es war an Stella zu entscheiden, wie sie ihre Tochter erziehen wollte und was sie ihr erlaubte. Er konnte diese Dinge mit ihr besprechen und ein offenes Ohr für sie haben, aber er würde sich da nicht einmischen. Schließlich konnte er bei seinem eigenen Sohn die Vaterrolle übernehmen. Allerdings manövrierte sich Alexander nicht so häufig in Schwierigkeiten, wie Nyra es tat, und um ehrlich zu sein, war er heilfroh, dass sein Sohn in einem Alter war in dem er sich wunderbar alleine zurecht fand und nur selten auf seine Hilfe zurückgreifen musste.
      „Hätte ich machen können“, gab Stella nickend zu. „Aber wenn ich Pech gehabt hätte, hätte sie es mir irgendwann zum Vorwurf gemacht, dass sie niemals die Chance bekommen hatte ihren Vater kennenzulernen. Wer weiß schon wie lange er so bleiben wird. Sollte er wieder zum Gott aufsteigen – ich bin mir sicher, dass er schon irgendeinen Weg finden wird um das zu bewerkstelligen – wird sie für ihn nichts weiter als eine Jägerin sein. Sie wird keine Möglichkeit haben den Mann kennenzulernen in den ich mich damals verliebt habe.“
      „Meinst du, dass dieser Mann noch existiert?“, wollte Theo von ihr wissen, wobei er seinen Griff um ihren Bauch verstärkte. Er mochte nun wirklich nicht daran zurück denken, was Stella im nach dem Kampf gegen die Titanen so alles erklärt hatte. Sie war auf jede noch so kleine Kleinigkeit eingegangen, damit er durch die ganze verworrene Beziehungsgeschichte durchgestiegen war, die sich um sie und Ares rankten.
      Stella legte ihren Kopf zurück an seine Schulter, während sie ihren Blick aus grünen Augen noch immer auf den Strand gerichtete hatte, wo sie ihre Tochter als schemenhafte Gestalt noch erkennen konnte. „Ich bin ehrlich, ich habe keine Ahnung, ob dieser Teil von ihm noch existiert, aber ich wünsche es ihr, dass sie ihn so kennenlernt. Vielleicht wird es ihr dann leichter fallen, die Sachen zu verzeihen, die er ihr angetan hat und noch antun wird.“
      „Denkst du wirklich, dass er einen Weg finden wird, um seine Unsterblichkeit zurückzubekommen?“
      „Ja, das ist momentan das einzige bei dem ich mir absolut sicher bin. Irgendwie wird es ihm gelingen, und dann wird er wieder zu dem gnadenlosen Wesen werden, welches keine Rücksicht auf Verluste nimmt, auch dann nicht, wenn es um seine eigene Tochter geht.“
      „Dann sollten wir Nyra die Zeit mit ihm lassen. Soll sie Erinnerungen sammeln. Wenn es wirklich so kommen wird, wie du meinst, dann wird sie diese in der Zukunft dringend brauchen, wenn sie an der ganzen Sache nicht zerbrechen will.“
      „Ich denke, du hast recht“, gab Stella betrübt zu, und wandte sich dann von dem Anblick ab, welchen Ares und Nyra am Strand bildeten. „Komm, lass uns weiter das Abendessen machen. Alex wird bald nach Hause kommen. Dann können wir zusammen essen und hoffentlich vergessen, dass Ares heute hier war.“
      Theo nickte zustimmen und ging gemeinsam mit Stella zurück in die Küche und machte sie wieder ans Werk, das Gemüse für den Salat zu schnibbeln und anschließend eine helle Sauce zu kredenzen und Fleisch anzubraten. Er ging in seiner Arbeit einmal mehr vollkommen auf und konnte dabei am besten abschalten, wodurch er alles verdrängen konnte, was ihn an diesem Tag zu schaffen gemacht hatte.
    • Ich hab jetzt auch mal bei dir reingelesen (ohne die erste Geschichte zu kennen).
      Mir fällt auf, das du im Text relativ viel wiederholst.

      Kisa schrieb:

      Es gefiel ihr absolut nicht mit ansehen zu müssen, wie sie mit ihm davon ging. „Mir gefällt das nicht“,
      hier z.B.
      und hier:



      Kisa schrieb:

      Das überraschte Gesicht meines leiblichen Vaters flog zur Seite von der Wucht der Ohrfeige, welche meine Mutter ihm mit aller Kraft verpasst hatte.
      Alleine vom Zugucken, begann meine eigene Hand zu schmerzen. Dass musste wirklich weh getan habe – beiden wohlbemerkt.
      Mein Vater riss seinen Kopf zu uns herum, und rieb sich über die leuchtend rote Wange, die offensichtlich schmerzte, wenn ich von dem verzogenen Gesichtsausdruck ausging, welchen er zur Schau trug.
      „Das hat verdammt weh getan“, bemerkte er mit einem Grollen in der Stimme, welches früher einmal bedrohlich
      1. er kriegt mit voller Wucht eine geklatscht - natürlich tut das weh, das kann sich jeder Leser vorstellen
      2. Allein vom Zugucken tut seiner Tochter schon die Hand weh. - ok, da beweist sie Mitgefühl
      3. Es wird die Vermutung geäußert, dass es weh getan haben könnte.
      4. Der Vater zeigt durch seine Geste, dass es weh getan hat.
      5. Er äußert den Schmerz

      8o da möchte man sich als Leser beglückwünschen, wenn man es ENDLICH verstanden hat.

      Kisa schrieb:

      Ares kniff verärgert über meine widerholten Fragen seine Augen zusammen, die sich in den meinem widerspiegelten. Sie waren ebenso meeresblau wie meine, nur das in meinen auch noch der grüne Schimmer aus den Augen meiner Mutter mit hinzugekommen waren. Ich konnte also mit Fug und Recht behaupten, dass meine Augen ziemlich einzigartig waren, ohne dabei eingebildet zu klingen.
      Auch der Ausflug über ihre hübschen Augen passt nicht an die Stelle eines Konfliktes. (wiederholten Fragen mit ie) Hier kokettiert Nyra mit dem Leser.

      Trotz ein paar Textschwächen ist es dir gelungen, den Protas einen Charakter zu geben und ihre Konflikte aufzuzeigen. Im Letzten Abschnitt wird dein Text auch gleich viel besser, da merkt man, dass du selbst in der Geschichte drin bist. :thumbsup:
      Über die Teile davor würde ich noch mal mit einem kritischen Auge gehen und Wiederholungen heraus nehmen (Nyra war 4x erschöpft) sowie überflüssige Sachen entfernen (beim Fleck in der Bluse hast du dich zu ausführlich ausgelassen, der nahm fast eine halbe Seite ein).
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
      Albert Camus (1913-1960), frz. Erzähler u. Dramatiker
    • Kisa schrieb:

      Stella blickte mit zusammengekniffenen grünen Augen

      Kisa schrieb:

      während sie ihren Blick aus grünen Augen noch immer auf den Strand gerichtete hatte
      Irgendwas hast du mit augen... du beschreibst nicht nur in diesem Kapitel beinahe ständig die Augenfarben. Ist daran irgendwas besonderes, das wir das wissen müssen? Ich würde da nen paar Halbsätze streichen. Mir ist das schon am Anfang aufgefallen, als der Typ da an ihrem Bett saß. Vielleicht kannste diese Farben sache noch etwas überarbeiten.

      So Ares will also nen Spaziergang am Strand. ^^ Okay. Dieses ganze Beziehungskontrukt scheint wirklich etwas komplex zu sein, aber bisher führst du uns super in die Geschichte ein, ohne uns zu überfrachten. Bin gespannt wie Ares wohl wieder ein Gott werden will, aber ja ich glaube auch, dass er das hinkriegen wird. Er wird dieses Ziel vermutlich sehr entschlossen verfolgen. Mal sehen, was passiert.

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Hallöchen. :)
      Also ich habe mich bisher an das erste Kapitel deiner Geschichte gewagt.
      Den ersten Teil habe auch ich nicht gelesen, weil du ja erwähnt hast, dass man den zweiten auch ohne den ersten gut versteht.

      Was mir sofort aufgefallen ist, war der wunderschön ausformulierte Prolog. Ich konnte mir bildlich sehr genau vorstellen wie das Alles da so ausgesehen hat. Auch das innere Gefühlsleben der Kleinen hast du gut beschrieben, auch wenn ich das Denken sehr herangewachsen finde.
      Auch im ersten Kapitel hat man ein klares Bild von der Situation, auch wenn es manchmal etwas wirsch ist, Erwähnungen mehrfach zu lesen.

      Tatsächlich Korrekturgelesen, soweit ich dazu überhaupt fähig bin, habe ich nur das erste Kapitel, da dein Prolog bereits korrigiert wurde.
      Aber ich muss den anderen in dem Aspekt zustimmen, dass du dich sehr oft sowohl vom Sinn her, als auch wortwörtlich wiederholst.
      Ich habe Dinge, die du einfach zu oft wiederholt hast, gelb markiert und entweder ersetzt, oder komplett gestrichen, aber letztendlich wirst du selbst wissen, wie du deine Geschichte schreiben willst.

      Was einfache grammatikalische und Rechtschreibfehler angeht, sind die einfach in Rot korrigiert. xD Wird jetzt nur peinlich wenn ich dir statt Fehler zu korrigieren, selber welche reinbaue. Und bitte denk jetzt nicht schlecht von mir, weil ich deinen kompletten Text auseinander genommen habe. Wenn mir die Geschichte nicht gefallen hätte, würde ich hier nicht schon seit zwei Stunden sitzen und Korrektur für dich lesen. Ich hoffe das mein Feedback eher hilfreich als gemein rüber kommt.

      Liebe Grüße, Lam.

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      Kapitel 1: Unerwartete Gefühle

      (Dir wird vielleicht auffallen, dass ich deine ganzen "hatte" -Wörtchen markiert habe. Eigentlich wollte ich dich nur des Stils wegen darauf aufmerksam machen. Benutze doch mal häufiger normale Vergangenheitsformen, z.B. statt "Sobald ich meine Augen aufgeschlagen hatte,..." - "Sobald ich meine Augen aufschlug,..."

      Ich erwachte langsam aus der schwarzen Tiefe der Bewusstlosigkeit. Mein
      Schädel dröhnte immer noch und das viel zu grelle Licht der
      Sonnenstrahlen, welche erbarmungslos durch die dünnen Vorhänge meines
      Zimmers drangen, und mir dabei direkt in die zusammengekniffenen Augen
      strahlten, machten die ganze Sache auch nicht besser.
      (Hier hätte ich einfach einen Absatz gemacht, da du jetzt von ihren persönlichen Eindrücken zu ihren Gedanken an die Vergangenheit wechselst.)

      Seit dem Kampf gegen den Titanenherrscher Kronos waren zwei Wochen
      vergangen
      , an denen ich immer wieder zu Bewusstsein gekommen und wieder
      abgedriftet war. Mich hatte unaufhörlich das selbe Bild begrüßt. Das
      grelle Sonnenlicht, meine Mutter mit müdem Gesichtsausdruck, die auf
      meiner Bettkante hockte(.) und Aiden, welcher an der gegenüberliegenden
      Zimmerwand lehnte und mich mit kritischem Blick beäugte.
      (Auch hier würde ich einen Absatz empfehlen, (ja ich weiß, ich liebe Absätze - und das nicht nur in Sätzen ) da du jetzt von den Gedanken, bzw. Erinnerungen an die nähere Vergangenheit zur aktuellen Lage also Gegenwart wechselst.)

      Sobald ich meine Augen aufgeschlagen hatte, raschelte die dünne, weiße
      Bettdecke und ich konnte die kühle Hand meiner Mutter auf meiner Stirn
      und Wange spüren, (wie) als? sie meine Temperatur überprüfte. Aufgrund der
      vielen Kraft, die ich während des Kampfes verbraucht hatte,
      war ich
      vollkommen ausgebrannt gewesen und hatte dazu auch noch Fieber bekommen.
      „Wie geht es dir, mein Schatz?“, flüsterte meine Mutter mit besorgter
      Stimme, während sie sich über mich beugte und mir einen Kuss auf die
      Stirn drückte.
      „Bin müde“, murmelte ich leise vor mich hin und war mir durchaus der
      Tatsache bewusst, dass ich seit zwei Wochen nichts anderes getan hatte,
      als schlafen, essen und wieder schlafen, aber ich war einfach so
      furchtbar ausgelaugt und zerschlagen. Ich hatte wirklich meine gesamte
      Kraft bei diesem Kampf aufgebraucht.
      (Da hätte ich dann eher umformuliert. Sowas in der Art wie: "Der Kampf hatte mir wirklich den Rest gegeben." oder so.)

      „Da bin ich mir sicher, erwiderte sie mit einem sanften Lächeln auf den
      Lippen, während sie über meine Wange streichelte. „Möchtest du etwas
      Essen, um wieder zu Kräften zu kommen?“
      (Ist jetzt vielleicht Stilsache, aber ich würde es komisch finden, wenn meine Ma' so ein Gespräch mit mir führen würde. Ich hätte jetzt eher einen Satz, wie "Das glaube ich dir." erwartet, weil man eigentlich nur sagt man ist sich etwas sicher, wenn man vorher dazu eine Aussage getroffen hat. Kann aber auch sein das ich penibel und bescheuert bin also...)
      Ich hatte meiner Mutter nur mit halbem Ohr zugehört, da mich Aidens
      Anwesenheit für einen Moment aus dem Konzept gebracht hatte, als ich
      seinen intensiven Blick aus
      grauen Augen mit meinen Meeresblaugrünen
      erwiderte. (Einfach nur wegen der Leserlichkeit hätte ich es umformuliert. ",als ich den intensiven Blick seiner grauen Augen mit meinen meereblaugrünen erwiderte.")

      Innerhalb der letzten zwei Wochen hatte ich - selbst wenn ich wach war –
      nichts wirklich wahrgenommen, deswegen war meine heutige Redseligkeit
      schon ein enormer Fortschritt im Vergleich zu den vergangenen
      vierundzwanzig Stunden.
      „Hm…?“, machte ich deshalb nur, hob fragend eine Augenbraue und wandte meinen trüben Blick wieder ihr zu.
      „Möchtest du etwas Essen, Nyra?“, widerholte meine Mutter ihre Frage.
      „Suppe“, nuschelte ich. „Ich hätte gerne etwas Suppe, wenn du welche
      hast, Mama“, fuhr ich mit rauer Stimme (weiter) fort und räusperte mich,
      woraufhin Aiden sich mit dem Fuß von der weißen Zimmerwand abstieß. Er
      nahm ein Glas voll mit Wasser von meinem Schreibtisch und brachte es zu
      mir. Als er neben dem Bett stand, reichte er es an mich weiter.
      „Natürlich kannst du eine Suppe bekommen, Schatz“, entgegnete meine
      Mutter, strich mir noch einmal liebevoll über die Haare, warf Aiden ein
      rasches Lächeln zu und verließ dann mein Zimmer. (um) Sie würde mir in der Küche
      eine Suppe zuzubereiten, wobei sie hoffentlich Hilfe von ihrem Verlobten
      Theo bekam. Meine Mutter war einfach keine gute Köchin, im Gegensatz zu
      Theo, der dies tagtäglich tat.
      (Ich glaube das ist ein Sinnfehler, denn ich kann mir nicht vorstellen das Theo tagtäglich Köchin tat. Ich glaube das kann man ganz einfach umformulieren: "Meine Mutter war einfach keine gute Köchin, im Gegensatz zu Theo, der tagtäglich kochte/(oder noch besser) Speisen zubereitete.")Wenn Mama kochte, konnte man eigentlich
      damit rechnen, dass man die Küche anschließend von Grund auf sanieren
      musste. Ein Raketeneinschlag hatte eine geringere Wirkung, als meine
      Mutter mit einem Kochlöffel in der Hand.
      Ich wandte meinen Blick wieder Aiden zu, nachdem ich meine Mutter beim
      Verlassen meines Zimmers beobachtet hatte. „Warst du die ganze Zeit über
      hier?“, fragte ich leise an ihn gewandt, während mir im selben Moment
      auffiel, dass er noch immer die selben Sachen trug, wie vor zwei Wochen,
      als sich der Kampf mit dem Titanenherrscher ereignet hatte. Bei
      genauerer Betrachtung seines Shirts konnte ich auch die erhebliche
      Anzahl von Blutspritzern erkennen, die vom Kampf stammen mussten und
      mittlerweile in den Stoff eingetrocknet waren. Zumindest müffelte das
      gute Stück auch schon. Es hatte definitiv keine Waschmaschine von innen
      zu sehen bekomme
      n, innerhalb der letzten zwei Wochen, wenn man mich
      fragte.
      (Hätte ich wegen Lesefluss auch umformuliert an dieser Stelle: "Wenn man mich fragte, hatte das gute Stück die letzten Wochen definitiv keine Waschmaschine von innen gesehen.")
      „Ja“, gab er schlicht zurück und zuckte lässig mit den breiten
      Schultern. Er setzte sich dann auf mein Bett neben mich,
      (Er setzte sich dann neben mich auf mein Bett?) wobei seine
      grauen Augen unablässig auf mir ruhten. „Wie geht es dir wirklich?“
      (Also jetzt hätte ich statt grau vielleicht mal zur Abwechslung ein anderes Adjektiv benutzt, z.B. blass oder hell...)
      Ich blickte ihn für einen Moment schweigend an, wandte dann meinen Blick
      von ihm ab und starrte aus dem Fenster, welches hinter den bläulichen
      Vorhängen einen Spalt breit offenen stand, sodass eine sanfte Brise vom
      offenen Ozean in mein Zimmer getragen werden konnte. Wenn man genau
      hinhörte, konnte man sogar das Krächzen von einigen Möwen wahrnehmen.
      „Ich fühle mich ausgelaugt“, gab ich leise zu, während ich weiterhin den
      grauen Augen von Aiden auswich. Bei dem kurzen Blick auf ihn, war mir
      bewusst geworden, dass er unheimlich Müde aussah. (und) Wenn er wirklich
      die ganze Zeit über hier gewesen war, konnte ich das sehr gut
      nachvollziehen. Er sah grauenhaft aus. Sein Äußeres spiegelte genau
      wieder, wie ich mich innerlich fühlte. Vollkommen zerschlagen.
      „Das habe ich mir schon gedacht.“, gab er zu, wobei ich mir sicher war,
      dass er zustimmend nickte. Schließlich war es auch nicht verwunderlich,
      dass ich mich so ausgelaugt fühlte,
      immerhin hatte ich eine Menge Kraft
      und Energie verwendet.
      (Das ist jetzt glaube ich das dritte Mal, dass dieser Umstand erwähnt wurde)

      „Willst du darüber reden, was während des Kampfes
      geschehen ist?“, fragte Aiden mit ruhiger Stimme an mich gewandt.
      Ich konnte mir schon denken, worauf er anspielte. Ja, meine Mutter war
      gestorben und wurde von meinem Vater wieder zurück ins Leben geholt,
      (Ich glaube das du hier eine abgeschlossene Vergangenheit meintest. Da würde ich empfehlen: "...und ist von meinem Vater wieder ins Leben zurück geholt worden,.." zu schreiben.)
      wofür er seine Unsterblichkeit aufgegeben hatte. Ja, das hatte in mir
      eine Kraft wachgerüttelt(e), die mich hatte ungeahnte Kräfte entwickeln
      lassen. (wodurch) Dadurch war ich in der Lage gewesen, (war) meine Familie und Freunde
      vor dem Titanenherrscher Kronos zu retten und diesen zu vernichten. Und
      ja, Aiden hatte mir mehr als einmal während des Kampfes das Leben
      gerettet. Zudem war ich mir auch darüber bewusst, dass er mich geküsst hatte,
      selbst wenn ich zu diesem Zeitpunkt mehr in einem Delirium, als wirklich
      bei klarem Verstand, gewesen war, (während) als? er mich vom Schlachtfeld
      weggetragen und mich nach Hause gebracht hatte.
      Man konnte also mit Fug und Recht behaupten, dass es eigentlich eine
      ganze Menge geben sollte, über das ich reden wollte, doch um ehrlich zu
      sein, verspürte ich nicht den Drang darüber zu sprechen. Am liebsten
      wollte ich vergessen, dass der Kampf überhaupt stattgefunden hatte. Dass
      ich eine vollkommen andere Seite von meiner Mutter gesehen hatte
      kalt, präzise, gnadenlos, berechnend -, ebenso wie von meinem Vater.
      Eine Seite bei der (ich sogar) sogar ich nachvollziehen konnte, warum meine Mutter
      sich damals zu ihm hingezogen gefühlt hatte.
      (Je nach dem wie du es betonen willst. Nach meinem Lesegefühl passt es besser.)
      Schließlich gab nicht jeder einfach so sein unsterbliches Leben für einen auf und wurde zu einem
      stinknormalen Menschen, (die) den man eigentlich verabscheute, aufgrund (ihrer) seiner
      umfassenden Schwächen. (Vielleicht einfach komplett umschreiben. "...und wurde zu einem stinknormalen Menschen, den man aufgrund seiner umfassenden Schwächen eigentlich verabscheute.")
      Auch wenn das alles extreme Veränderungen für mich nach sich ziehen
      würde, war ich mir dennoch sicher, dass Aiden lieber über das kleine
      Detail
      des Kusses und der Rettung(en) mit mir sprechen wollte, als über
      die versteckten Charaktereigenschaften meiner Eltern.
      „Ich wüsste nicht, was es da zu reden gibt“, erwiderte ich. Damit (und) ging ich dem Thema (damit) bewusst aus dem Weg,
      d
      enn um ehrlich zu sein, wusste ich selber nicht (mal) was ich davon
      halten sollte, oder hatte auch nur den Hauch einer Ahnung, was ich mit
      diesen neuen Gefühlsregungen in meinem Inneren anfangen sollte. Es waren
      einfach zu viele Gefühle. Zu viel Chaos, welches sich im Moment in
      meinem Leben breit machte. Da konnte ich diesen Teenie-Kram einfach
      nicht gebrauchen, selbst wenn ich wusste, dass ich mich irgendwann
      meinen Gefühlen (Empfindungen?) stellen musste. Irgendwann, aber nicht heute und vor
      allem nicht wenn ich noch mit den Nachwirkungen des Kampfes zu tun hatte
      und mit Aiden zusammen in meinem Bett saß. Es gab wirklich bessere
      Gelegenheiten und Plätze, wo man über dieses Thema sprechen konnte.
      Aiden gab nur ein Grunzen von sich, was mich dazu veranlasste meinen
      Blick vom offenstehenden Fenster abzuwenden und (schaute) ihm in seine
      grauen Augen zu schauen, die mich viel zu durchdringend musterten. Er sagte nichts,
      aber ich war mir sicher, dass ihm etwas auf der Zunge lag. Etwas, dass mir
      nicht wirklich gefallen würde, wenn er es laut artikulierte. (Weiß jetzt nicht ob da nicht ein einfaches Wort wie "aussprach" besser käme.) Deswegen betete ich im Stillen, dass er es einfach auf sich beruhen lassen würde.
      In diesem Moment hatte ich einfach mal Glück und meine Gebete wurden
      erhört – ein absoluter Seltenfall (Glücksfall?). Aiden hielt den Mund, schüttelte nur
      mit dem Kopf, während er sich von meinem Bett erhob und wortlos mein
      Zimmer verließ.
      Ich blickte ihm nach, bis sich hinter ihm meine Zimmertür wieder
      geschlossen hatte. Mit niedergeschlagenen Augen seufzte ich und
      schüttelte dann den Kopf, um die Gedanken und Gefühle an den Kuss zu
      vertreiben. Ich wollte im Moment einfach nicht darüber nachdenken, was
      der Kuss mit meinem Inneren anstellte. Denn würde ich diese ganzen
      Emotionen (Das ist gute Wortwahl!!!) momentan an mich heranlassen, würde ich wahrscheinlich von
      innen heraus (zu) zerbrechen, weil es einfach zu viel für einen einzelnen
      Menschen war.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lamuria ()

    • Ein schöner Teil, wirklich.
      ier und da fehlen ein paar Buchstaben an Worten, wie bei "zustimmen(d)" aber bin gerade zu faul ^^
      Ich hab echt lange gegrübelt, weil mir irgendwas aufgefallen war, mein Hirn wollte mir nur nicht sagen was. Bis ich mellis Kommentar gelesen hab, da hats Klick gemacht.

      Zuerst wollte ich bemägeln, dass du auch in Nyras Zeitlinie die Perspektive gewechselt hast, weil das ja in der Vergangenheit geschrieben ist und "rein theoretisch" Nyra das auch erzählt bekommen haben könnte, dementsprechend diese Parts auch "erzählen" könnte. Dann dachte ich mir aber ... "Nöö, ganz im Gegenteil!"

      melli schrieb:

      Trotz ein paar Textschwächen ist es dir gelungen, den Protas einen Charakter zu geben und ihre Konflikte aufzuzeigen. Im Letzten Abschnitt wird dein Text auch gleich viel besser, da merkt man, dass du selbst in der Geschichte drin bist.
      IM LETZTEN ABSCHNITT, richtig ... Da wechselst du in die Erzählersicht, die dir, meiner Meinung nach, was diese Geschichte angeht, VIEL besser gelingt, als die Ich-Perspektive von Nyra.
      Ich finde Nyra teils so ätzend ... sorry für die Ehrlichkeit, dass sie mir manchmal tierisch auf die Nerven geht.

      Kisa schrieb:

      Sie waren ebenso meeresblau wie meine, nur das in meinen auch noch der grüne Schimmer aus den Augen meiner Mutter mit hinzugekommen waren. Ich konnte also mit Fug und Recht behaupten, dass meine Augen ziemlich einzigartig waren, ohne dabei eingebildet zu klingen.
      Und doch, sie klingt arrogant und eingebildet, meist überheblich und arg besserwisserisch. Ihre Textstellen sind von Wiederholungen geprägt, Schachtelsätzen, das man meinen könnte, du magst sie auch nicht. :rofl:

      Im unteren Absatz ist das kaum zu finden.
      Ich würde mir an deiner Stelle gut überlegen, ob du die Geschichte nicht KOMPLETT in die Erzählersicht umsetzt. Den Abschnitt von Nyra überarbeitest - das Vorwort/Prolog kann ja so bleiben.

      Ich finde den letzten Abschnitt (auch den aus der Vergangeheit mit Livianna) einfach um so viel besser, dass ich Nyra-Ich kicken würde, weil sie sich viel schlechter lesen lässt. Und ich finde, dass man durch ihre Augen viel weniger sieht, als durch den Erzähler. ^^
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Hi Kisa,

      da ich den ersten Teil ja schon kenne, möchte ich gerne wissen, wie es weitergeht. Die ersten Posts der neuen Geschichte haben mich ehrlich gesagt nicht überzeugt. Beim Vorwort lag es daran, dass ich das alles natürlich schon wusste, bei dem Part in der Vergangenheit kam Livianna nicht wie eine Sechsjährige rüber. Vielleicht lag es an der Schreibweise oder an der Erzählperspektive, aber wenn du es nicht zweimal erwähnt hättest, hätte ich sie für älter gehalten.
      Als es dann bei Nyra losging ist es schlagartig ziemlich cool geworden. Ich denke, zum letzten Teil hast du dich dahingehend verbessert, dass deine Charaktere tiefgründiger geworden sind. Ich finde sogar, dass Stella sich hier erwachsener benimmt, als im ganzen ersten Teil. Gut, schlagen muss nicht sein, aber es passt irgendwie zu dem, was sie im letzten Teil getan hat. Ein bisschen dramatisch ist sie ja schon. Du hast auch, was Nyra angeht, gut an die letzte Geschichte angeknüpft.
      Das Haus nebenan macht mich neugierig. Es könnte bedeuten, dass die Götter ihre Finger im Spiel haben. Vielleicht willst du uns aber auch nur auf eine falsche Fährte locken, solche Häuser können beeindruckend schnell wachsen. Ich persönlich tippe aber, dass Ares da einzieht. Der Stalker von Nebenan - das wird lästig.
      Was den Schreibstil angeht, haben die anderen eigentlich alles gesagt. Zwar läuft das Kopfkino problemlos mit, du beschreibst also das richtige, über viele Sätze stolpere ich aber aufgrund der Art der Beschreibung. Dazu gehören auch die vielen Wiederholungen, die hier angesprochen wurden. Man fühlt sich als Leser tatsächlich manchmal so, als würde man für dumm gehalten. Lass sie einfach weg, der Text wird deshalb nicht zu kurz.

      Viele Grüße
      Dinteyra
      "Run like hell, because you always need to. Laugh at everything, because it's always funny ...
      Never be cruel and never be cowardly, and if you ever are, always make amends ..."

      -The Doctor
    • Also im zweiten Kapitel geht's ja schon mehr zur Sache muss ich sagen.
      Fand ich jetzt übrigens auch viel fesselnder als das erste und somit auch flüssiger zu Lesen.

      Mir gefällt, wie du Nyra's Mutter beschreibst. Man kann sich richtig gut vorstellen, wie sie und Theo so ihre Beziehung führen.
      Mach weiter so! Ist richtig interessant geworden.
      Ich habe auch diesen Teil - ziemlich streng - korrekturgelesen und hoffe, dass meine Berichtigungen auch wirklich stimmen.
      Die Korrektur hab ich in den gleichen Farben gehalten, wie schon zuvor.

      Spoiler anzeigen

      Kapitel 2: Ungeladene Gäste

      Ich hatte noch einige Minuten mit geschlossenen Augen in meinem Bett gelegen, bis ich mich dann langsam aufhievte, mich anzog und schließlich mit schlurfenden Schritten aus meinem Zimmer (kam)ging?.
      (Ich meine man kommt herein und geht heraus. Da sie ja aus ihrem zimmer heraus geht, hört sich das irgendwie richtiger an.)

      Ich wollte meiner Mutter die Mühe ersparen, den heißen Suppenteller auf einem Tablett zu jonglieren und heile in mein Zimmer zu bringen. Deswegen hatte ich mich langsam auf den Weg in die Küche gemacht. (Hey, das wird besser mit denn "hatte"-Wörtchen!)
      Während ich mich gemächlich vom Treppengeländer löste und mit kleinen Schritten durch das marmorne Foyer in die Küche trottete, hörte ich die lauten Stimmen von einigen Männern, die anscheinend im Esszimmer zugange waren. Ich vermutete einfach mal, dass es sich bei diesen Männern um Handwerker handelte, die versuchten unser Esszimmer wieder in einen ansehnlichen Zustand zu bringen und die Fensterfront, welche auf die geschundene Terrasse hinausführte, wieder in Ordnung brachten. (Irgendwie sogar für meinen Geschmack zu viele Kommas. Ich hätte es etwas umgeschrieben. ", die versuchten unser Esszimmer wieder in einen ansehnlichen Zustand zu bringen und die Fensterfront wieder in Ordnung brauchten, welche auf die geschundene Terrasse hinausführte.")
      Diese waren bei dem Kampf gegen den Titanenherrscher Kronos schließlich vollkommen zerstört worden und da war es nach meiner Meinung auch kein Wunder, dass die Handwerker mit den Reparaturen immer noch beschäftigt waren.
      Als ich die Küchentür durchschritt, sah ich wie meine Mutter dabei war mit einer Suppenkelle Löffel um Löffel in einen tiefen Teller zu füllen, während Theo – ihr Verlobter – damit beschäftigt war den Tresen sauber zu machen und die Zutaten wieder an ihren üblichen Platz zu räumen.
      „Du kommst genau richtig, Nyra“, wandte sich meine Mutter an mich, während sie ihren Kopf hob und mir entgegen blickte. Dabei hielt sie die Suppenkelle ein bisschen zu hoch, wodurch die Suppe in den Teller tropfte. (Dabei gingen) Einige Spritzer gingen daneben und verteilten sich auf ihrer hellblauen Bluse. „Allerdings hätte ich dir die Suppe auch hoch gebracht“, bemerkte meine Mutter, während sie mit gerunzelter Stirn auf die Flecken auf ihrer Bluse schaute (Vielleicht eher "...mit gerunzelter Stirn die Flecken auf ihrer Bluse betrachtete.") und mir den Teller dann etwas gedankenverloren auf den Küchentresen stellte, sich abwandte und versuchte, die Flecken mit etwas Wasser wieder aus dem zarten Stoff zu reiben. (Sehr gutes Wort anstatt Bluse!)
      „Ist schon gut“, murmelte ich, während ich mich auf einen der Barhocker vor dem Küchentresen gleiten ließ. „Irgendwann musste ich ja aufstehen.“
      Meine Mutter war noch damit beschäftigt die Flecken aus ihrer Bluse zu bekommen, als sich Theo zu mir umdrehte, auf mich zukam und mir einen Kuss auf die Stirn drückte. „Wie geht es dir?“, wollte er wissen.
      „Ich bin immer noch ziemlich müde, aber das wird schon“, gab ich zurück und versuchte dabei fröhlich zu klingen, was mir aber gründlich misslang, wenn ich mir seinen zweifelnden Gesichtsausdruck anschaute.
      (oh-oh jetzt fängt das mit dem "hatte" wieder etwas zu dolle an.)
      Es überraschte mich, um ehrlich zu sein sehr, dass er noch nicht ausgeflippt war, denn Theo war in die ganze Sache, den Kampf und die existierenden Götter und Titanen, vollkommen unwissend hineingeschlittert. Er kam aber erstaunlich gut damit zurecht, wenn man mich fragte. Zumindest war er nicht einfach schreiend davon gelaufen, wie ich es eigentlich erwartet hatte.
      „Verständlich“, bemerkte Theo nickend und wandte sich dem Chaos zu, welches meine Mutter an der Spüle veranstaltet hatte, während sie immer noch? versuchte die Suppenflecken aus ihrer hellblauen Bluse zu reiben. Was ihr nicht wirklich gelang. Das einzige was sie schaffte, war, dass ihre Bluse nun zusätzlich? einen großen nassen Fleck aufwies, welcher sich um die Suppenflecken herum ausbreitete. (Benutz doch mal Wörter wie Oberteil, Stoff, Seide (oder woraus auch immer die "Bluse" besteht), Kleidung geht vielleicht auch an einigen Stellen)
      Ich lächelte leicht über diese merkwürdige Verbindung, die zwischen meiner Mutter und Theo bestand. Sie waren in meinen Augen komplette Gegensätze und dennoch ergänzten sie sich prächtig. Meine Mutter hatte ihre Stärken dort, wo er Schwächen hatte(.) (Hier ist es übrigens leicht, eines der beiden "hatte" mit lagen zu ersetzen.)
      und umgekehrt. Es war schön, dass sie sich gefunden hatten. Beide hatten es in meinen Augen verdient endlich glücklich zu sein, was sie zusammen offensichtlich (klingt runder) waren, denn meine Mutter begann wie ein kleines Mädchen zu kichern, als sich Theo den Lappen aus ihrer Hand schnappte, ihre Bluse ein Stückchen anhob und sich dann daran machte die Flecken heraus zu reiben, was ihm nach einigen Sekunden gelang, ganz im Gegensatz zu meiner Mutter, die daraufhin nur mit den Augen rollte, als er sie frech angrinste.
      Ich lächelte vor mich hin, während ich den Löffel in die Hand nahm und mich meiner Suppe widmete, die schon ein wenig abgekühlt war, sodass ich mir immerhin nicht mehr die Zunge verbrennen konnte. Genüsslich stöhnte ich auf, als ich die ersten Löffel von Theos köstlicher Suppe probiert hatte. „Sehr lecker“, wandte ich mich an ihn, wobei sein Lächeln ebenso strahlend war wie das meine.
      Mit guter Laune wandte ich mich wieder meinem Teller zu und schaufelte einen Löffel nach dem anderen in meinen Mund. Ich merkte förmlich, wie es mir von Sekunde zu Sekunde besser ging. Das lag ausschließlich an dem hervorragendem Essen, welches ich serviert bekommen hatte. (Entweder wird die Suppe hier zu hart gefeiert oder sie ist echt ne magische Ultrasuppe... kommt mir zumindest so vor ^^)
      Während ich aß, schweifte mein Blick über die Bauarbeiten, die sich auf unserer Terrasse ereigneten. Viele Männer, die in der brütenden Hitze ackerten wie die Verrückten. Dennoch fanden meine Augen weitaus mehr Interesse an dem Nachbargrundstück. Es war mir – um ehrlich zu sein – noch nie wirklich aufgefallen, aber ich bemerkte, dass sich dort innerhalb kürzester Zeit Hausmauern erhoben hatten. Vor einigen Wochen waren diese noch nicht da gewesen. Es schien fast so, als wenn in Blitzgeschwindigkeit ein Haus erbaut wird.
      (Hier hast du jetzt auch drei Mal wiederholt, wie schnell da das Haus gebaut wird, wenn auch indirekt.)
      Irgendwie konnte das nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn man mich fragte, aber ich wollte da auch nicht mehr hinein interpretieren, als es vermutlich zu bedeuten hatte. Wahrscheinlich waren mir die Grundmauern des Nachbarhauses einfach nur nicht aufgefallen, weil ich in der letzten Zeit einfach zu viel um die Ohren hatte, (als) um? solch einer Kleinigkeit Beachtung zu schenken. Zumindest versuchte ich mir das selber einzureden.
      Während ich noch mit meinem Essen beschäftigt war, klingelte es an unserer Haustür. Ich hob den Blick und fragte mich einen Moment lang, wer uns um diese Uhrzeit schon besuchte, vermutete aber einfach, dass es sich bei dieser Person um Persephone, meine beste Freundin handeln musste, oder einen von Alex´s Freunden.
      Da meine Mutter und Theo damit beschäftigt waren einen Salat für das Abendessen zu zubereiten, und demnach bis zu den Ellbogen in geschnittenen Gemüse standen, sprang ich etwas zu enthusiastisch von meinem Barhocker auf und ging mit raschen Schritten in die Eingangshalle unseres Hauses.

      ( Hä? Haben die nicht gerade noch Suppe gekocht und die Bauarbeiter standen in sengender Hitze auf der Terasse?)

      Mit mehr Schwung als nötig, öffnete ich die weiße Haustür und erstarrte im nächsten Augenblick zur Salzsäule, als ich erkannte, wem genau ich da (klingt runder) gegenüberstand.
      „Vater“, stieß ich mehr als nur ein bisschen überrascht aus und blieb mitten im Türrahmen stehen, womit ich ihm den Blick ins Innere des Hauses verwehrte und den anderen den Blick auf unseren ungeladenen Gast. „Was machst du hier?“, verlangte ich von ihm zu erfahren, bekam aber keine Antwort darauf, da im nächsten Moment die Stimme meiner Mutter fröhlich hinter mir erklang.
      „Sei doch nicht so unhöflich, Nyra und lass unseren Gast eintreten“, wandte sie sich tadelnd an mich, erstarrte aber ebenfalls als sie erkannte, wer da vor unserer Haustür stand. „Ares.“
      Dieser grinste meine Mutter frech an und ignorierte meine Anwesenheit dabei vollkommen. „Hallo, Kriegsstern“, begrüßte er sie.
      Dummes Arschloch!
      Meine Mutter starrte meinen Erzeuger eine Sekunde lang ungerührt an, wobei ihre rechte Augenbraue leicht zuckte, dann holte sie schneller, als ich – oder mein Vater - es kommen sehen konnten, aus und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige.
    • Lamuria schrieb:

      ( Hä? Haben die nicht gerade noch Suppe gekocht und die Bauarbeiter standen in sengender Hitze auf der Terasse?)
      Die Suppe war nur für Nyra bestimmt, da sie sich noch aufgrund des Kampfes so schwach fühlt und sich von der Suppe eine Stärkung erhofft. In Griechenland ist es eigentlich immer warm, deswegen spielt das in diesem Fall nicht wirklich eine Rolle. Anschließend machen Stella und Theo das Abendessen, welches aus Salat und anderem besteht, welches ich aber nicht genauer benenne.

      LG
      Kisa
    • Guten Abend zusammen :hi1:
      Ich habe mich gerade mal an die Überarbeitung vom Vorwort und vom Prolog gemacht. Dabei bin ich natürlich auf eure Bemerkungen und Anregungen eingegangen und habe sie so gut wie möglich umgesetzt. Die Überarbeiteten Versionen habe ich auch schon online gestellt. Ich denke mal, dass ich auch am Wochenende die Zeit dafür haben werde die restlichen Kapitel zu überarbeiten. Dabei werde ich wahrscheinlich auch auf den Vorschlag von @Jennagon eingehen und die Abschnitte über Nyra nicht mehr aus der Ich-Erzähler Perspektive zu schreiben, sondern auch hier die Beobachter Position einzunehmen.
      Das nur einmal am Rande zur Information für euch eifrige Leser am Rande :P

      EDIT: Das erste Kapitel ist auch überarbeitete und in eine neue Perspektive gesetzt worden

      xoxo
      Kisa
    • Spoiler anzeigen


      Kisa schrieb:

      Stella blickte mit zusammengekniffenen grünen Augen ihrer Tochter hinterher, die ihrem Vater folgte.
      Das könnte weg, dass sie ihrem Vater folgt, wissen wir ja.

      Kisa schrieb:

      „Ich denke (Komma) du hast recht“,


      Ares und Nyra reden nun also miteinander. Dann bin ich mal neugierig, was er von ihr will. Er wird sich ja wohl kaum dafür bedanken, dass sie die Welt vor den Titanen gerettet hat. Das Gespräch hat auf jeden Fall seinen Hintergedanken und ich hoffe, dass Nyra ihm nicht auf den Leim fällt, wenn er ihre Hilfe bei irgendwas braucht. :hmm: Ich denke jedenfalls, dass die Bedenken von Stella und Theo begründet sind.
      Nun gut, erstmal das Gespräch abwarten. ^^

      LG, Kyelia

      Für eine Welt, die mehr Einhörner braucht! #Vote4Jen!
    • EDIT:
      Überarbeitete Version
      12.August.2016


      Kapitel 4: Fast wie ein Vater II

      Es war ein merkwürdiges Gefühl neben Ares herzugehen. Eine so alltägliche Emotion, die sich von den anderen, welche sie in der Vergangenheit noch nicht für ihn empfunden hatte.
      Seite an Seite stapften die beiden über den feinen, weißen Sand und kamen dem blauen Ozean immer näher. Das Kreischen der Möwen über ihren Köpfen übertönte das Schweigen, welches zwischen ihnen herrschte. Nyra schloss für einen kleinen Augenblick ihre Augen und sog die frische Meeresbrise ein, welche von den Weiten des Wassers zu ihnen herüber schwebte, dabei sammelte sie ihre Gedanken. „Du wolltest eigentlich nicht mit mir sprechen, nicht wahr?“, wandte Nyra sich fragend an ihren Vater und brach damit das Schweigen.
      Ares blieb abrupt stehen und drehte sich zu ihr um, wobei er sie fixierte. Bevor er auf ihre Frage antwortete, schien er zu überlegen, ob er Nyra die Wahrheit sagen oder doch lieber eine Lüge auftischen sollte. „Ja, ich wollte eigentlich nicht zu dir“, gab er ehrlich zu, wandte sich dann wieder von seiner Tochter ab und ging mit festen Schritten weiter aufs offene Meer zu.
      „Das dachte ich mir schon“, nuschelte sie vor sich hin, während sie den Kopf sinken ließ und betrübt auf den heißen Sand schaute. Dabei spürte sie, wie es sich einige Sandkörner in ihren Sandalen gemütlich gemacht hatten und fürchterlich scheuerten. Nyra schüttelte ihre Füße und hoffte darauf, dass alle Sandkörner dabei herausfielen, damit sie sich keine Blasen lief, während sie mit ihrem Vater einen unangenehmen Spaziergang am Strand machte.
      Vielleicht hätte ich mir noch andere Schuhe anziehen sollen!, ging Nyra durch den Kopf, während sie durch den Sand stapfte und die Körner dabei munter an den Riemen ihrer Sandalen scheuerte. Sie würde mit Sicherheit Blasen bekommen.
      „Auch wenn ich eigentlich nicht zu dir wollte, Nyra, können wir die Zeit dennoch nutzen, um über das zu sprechen, was vor zwei Wochen geschehen ist“, wandte sich Ares wieder an sie, während er sich erneut zu ihr umdrehte.
      Nyra hob ihren Kopf wieder und blickte ihn fragend an. „Und über was willst du genau reden? Da ist eine ganze Menge passiert“, erwiderte sie, trat näher auf ihn zu und verschränkte ihre Arme abwehrend vor der Brust, während sie auf seine Antwort wartete.
      Aufgrund ihres eher patzigen Tonfalls hob er fragend eine Augenbraue, die ihr wohl bedeuten sollte, dass sie etwas mehr Respekt vor ihm zeigen sollte. Allerdings muss sie zugeben, dass sie momentan alles andere als Respekt vor ihrem Vater hatte. „Über deine Kräfte. Worüber denn auch sonst?“
      Nyra zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht recht. Vielleicht über die Tatsache, dass du deine Unsterblichkeit für meine Mutter geopfert hast und jetzt ein Leben als Sterblicher fristen musst, bis du unweigerlich an den Folgen des Alters sterben wirst. Darüber eventuell?“
      Das rechte Auge ihres Vaters zuckte bei der Nennung seiner verlorenen Unsterblichkeit. „Das ist ein Thema worüber wir nicht mit einander reden werden. Zudem brauchst du dir darum auch keinerlei Gedanken machen, Nyra.“
      Ach nein? Warum denn nicht?, diese beiden Fragen schossen ihr als aller erstes durch den Kopf, als er ihr antwortete. Nyra kniff ihre Augen zusammen und musterte ihn eingehend. Irgendetwas plant er doch. Nur was?
      „Warum soll ich mir darüber keine Gedanken machen?“
      „Weil ich an dieser Tatsache nichts mehr ändern kann und versuche irgendwie damit klar zu kommen, dass ich meine Kraft verloren habe“, erwiderte Ares auf ihre Frage.
      „Du hast deine Kraft nicht verloren, sondern sie für das Leben von meiner Mutter aufgegeben“, erinnerte Nyra ihn an das, was er getan hatte.
      „Ja“, gab er zurück und wandte seinen Blick dem offenen Meer zu, welches vor ihnen lag. Es war offensichtlich, dass er diesem Thema aus dem Weg gehen wollte. Er schien seine Handlungen und die damit verbundenen Gefühle nicht näher betrachten und sich damit auseinander setzen zu wollen.
      Irgendwie konnte Nyra das sogar verstehen. Denn mit seinem Handeln hatte er offenbart, dass er immer noch Gefühle für Stella hatte. Und nach dem Blickduell, welches sich Ares und Theo eben geliefert hatten, war sich der Verlobte ihrer Mutter dessen durchaus bewusst, sowie ihrem Vater klar war, dass sich ihre Mutter gefühlstechnisch anders orientiert hatte. Es war ein heilloses Durcheinander. Eine verdammt komplizierte Drei-Ecks-Beziehung, die bestimmt noch für Probleme sorgen würde.
      Mittlerweile waren sie am Meer angekommen und liefen am Strand entlang, wobei sie immer wieder den Wellen ausweichen musste, die an den Sand schlugen und am liebsten ihre Sandalen unter Wasser gesetzt hätten.
      „Also, deine Kräfte“, sagte Ares und kam damit wieder auf ihr eigentliches Gespräch zurück und das Thema, über das er hauptsächlich reden wollte.
      „Ich will nicht darüber sprechen“, gab Nyra kleinlaut zurück und ließ ihren Blick über das offene Meer schweifen.
      „Das ist mir vollkommen egal. Wir müssen darüber sprechen.“
      „Und warum ist es bitte so wichtig, dass wir darüber reden?“, wollte sie von ihm wissen und blieb mit trotzig verschränkten Armen vor ihm stehen. Nyra wollte wirklich nicht über das sprechen, was vor zwei Wochen am Strand geschehen war. Es wäre ihr um einiges lieber gewesen, wenn sie diesen Kampf einfach nur vergessen und aus ihrem Gedächtnis streichen könnte.
      „Weil diese Kräfte gefährlich werden können. Nicht nur für dich, sondern auch für alle anderen, die sich in deinem Umfeld befinden“, gab ihr Vater mit ernster Miene zurück und blieb ihr gegenüber stehen.
      „Super! Und was soll ich jetzt machen? Es war doch deine glorreiche Idee dass ich lernen sollte sie anzuwenden, das Problem ist nur, dass du es mir nicht mehr zeigen kannst. Außerdem habe ich sie nicht noch einmal rufen können – nicht das ich das versucht hätte – aber wie soll ich lernen sie zu kontrollieren, wenn ich sie nicht einmal ein weiteres Mal abrufen kann?“
      „Du wirst es lernen, dafür werde ich sorgen. Du musst nur weiterhin zum Training am See kommen. Alles andere wirst du dann sehen“, gab er schlicht zurück.
      Mit zusammengekniffenen Augen musterte sie ihren Vater, während ihr langsam bewusst wurde, wie viel Zeit sie mit ihm gerade verbracht hatte. Denn der Himmel hatte sich allmählich rötlich verfärbt und kündete von einem atemberaubenden Sonnenuntergang über dem offenen Meer.
      Das erinnerte Nyra daran, dass sie wieder nach Hause gehen sollte, aber es kam ihr irgendwie unhöflich vor, die ganze Sache hier abzubrechen um nach Hause zum Abendessen zu gehen und ihren Vater einfach so wegzuschicken. Auch wenn er es vielleicht nicht anders verdient hatte – bei dem was er ihr und ihrer Mutter angetan hatte – konnte sie sich dennoch nicht so rücksichtslos verhalten wie er. Nyra hatte von Stella gelernt Respekt gegenüber Erwachsenen zu haben und das schloss dummerweise auch ihren Vater ein. Deswegen sah sie sich dazu gezwungen die nächsten Worte auszusprechen.
      „Willst du mit nach Hause kommen und mit uns zu Abend essen?“, fragte sie unsicher und war sich bewusst, dass das Essen verdammt verkrampft werden würde, wenn er zustimmen würde. Wahrscheinlich wäre ihre Mutter dann nicht allzu weit davon entfernt, einen Mord zu begehen. Entweder an ihrer eigenen Tochter oder an ihrem ehemaligen Geliebten.
      Ares blickte seine Tochter fragend an, wobei er eine Augenbraue erhoben hatte. „Denkst du wirklich, dass das eine gute Idee ist?“, wollte er von ihr wissen.
      „Wahrscheinlich nicht“, gab Nyra schulterzuckend zu. „Dennoch habe ich dich gefragt“, erwiderte sie und wusste, dass Stella sie umbringen würde und nicht ihn.
      „Ja, ich würde sehr gerne mit euch essen“, gab er zurück und lächelte sie sanft an. Dieses Lächeln war ziemlich unbeschreiblich und Nyra konnte sich jetzt gerade sehr gut vorstellen, was ihre Mutter früher einmal an ihm gefunden hatte, wenn er sie immer so angelächelt und angeblickt hatte, müsste es Stella sehr leicht gefallen sein Gefühle für ihn zu entwickeln.
      Nyra erwiderte sein Lächeln und wandte sich dann wieder zum Haus um. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg wieder zurück, um gemeinsam mit ihrer Mutter und Theo zu Abend zu essen.
      Allerdings war sie der Auffassung, dass sie dafür sicherlich einen Puffer gebrauchen könnten. Auch wenn Nyra wusste, dass Alex dafür nicht schlecht wäre, wäre es doch nicht verkehrt noch jemanden dabei zu haben, der ihre Eltern davon abhalten konnte, sich gegenseitig umzubringen, oder ihre Mutter davon abhielt sie einen Kopf kürzer zu machen.
      Also fischte die Sechszehnjährige in ihren Jeansshorts nach ihrem Handy und tippte rasch – ohne dass Ares etwas davon mitbekam – eine Nachricht an Aiden und hoffte, dass er ihrer Bitte ohne groß Fragen zu stellen nachkommen würde.


      Hey,
      Mama und Theo haben Unmengen an Essen gemacht. Hast du Lust mit uns zu Abend zu essen?
      Sorry, wegen vorhin. Ich wollte nicht so abweisend sein. Vielleicht können wir ja noch einmal darüber reden.
      PS: Du musst unbedingt kommen, sonst bringt mich meine Mutter um.
      LG
      Nyra


      Nyra tippte den letzten Satz ihrer Nachricht in der Hoffnung, dass das anpreisen von Theos Essen Aiden eher dazu überreden würde vorbei zu kommen. Außerdem konnte es nicht schaden, wenn er glaubte, sie würde in Gefahr schweben.
    • Hi Kisa,

      es ist etwas ungewohnt und ich werde wohl noch so meine Zeit brauchen, um reinzukommen, aber ich finde, dass der Perspektivwechsel deinen Schreibstil enorm verbessert. Ich habe auch keine störenden Wiederholungen gefunden, bis auf vielleicht die Sandalen, die meiner Ansicht nach etwas oft erwähnt wurden. Eigentlich finde ich es zwar schade, dass es nicht mehr in der Ich-Perspektive geschrieben ist, weil es die Geschichte irgendwie ausgemacht hat, aber ich denke du solltest bei der neuen Form bleiben.
      Den Inhalt fand ich auch gut, ein fast schon ruhiges Gespräch zwischen Vater und Tochter, das (wie ich fand) genau die richtige Länge hatte. Ich glaube nicht, dass Stella so wütend sein wird, allerdings frage ich mich, was Theo davon halten soll wenn Ares zum Essen kommt.
      Auch gut, dass die Sprache auf Nyras Kräfte kam, endlich hat sich mal jemand die Zeit genommen, mit ihr darüber zu sprechen.
      Dann freu ich mich mal auf den nächsten Teil. Wird bestimmt ein lustiges Abendessen. :popcorn:
      "Run like hell, because you always need to. Laugh at everything, because it's always funny ...
      Never be cruel and never be cowardly, and if you ever are, always make amends ..."

      -The Doctor
    • ich finde den Perspektiv wechsel gelungen. Mir gefällt es so besser. Das Gespräch war für micht nicht sehr informativ. Ich weiss ja gar nicht welche Kraft sie hat :). Auch find ich komisch, dass ares seine Kräfte geopfert hat und ihn trotzdem keiner mag. von daher sind die Reaktionen grad nicht so nachvollziehbar. Auf mich wirkt er grad wie das leidtragende opfer. (Das liegt wohl daran. Dass ich den ersten teil net kennn, hat ja sicher alles seine Gründe. :) )
      der part mit dem sand und stein und schuhen, war mir etwas doppelt.

      das geplante abendessen kann ja nur in einer Katastrophe enden. Ich bin gespannt. :)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Dinteyra schrieb:

      es ist etwas ungewohnt und ich werde wohl noch so meine Zeit brauchen, um reinzukommen, aber ich finde, dass der Perspektivwechsel deinen Schreibstil enorm verbessert. Ich habe auch keine störenden Wiederholungen gefunden, bis auf vielleicht die Sandalen, die meiner Ansicht nach etwas oft erwähnt wurden. Eigentlich finde ich es zwar schade, dass es nicht mehr in der Ich-Perspektive geschrieben ist, weil es die Geschichte irgendwie ausgemacht hat, aber ich denke du solltest bei der neuen Form bleiben.
      Ich bin ehrlich. mir ist es auch erst schwer gefallen mich von der Ich-Perspektive loszureißen und wollte das erst auch gar nicht, aber ich habe mit Jennagon darüber sehr lange diskutiert und habe dann erst einmal angefangen das erste Kapitel umzuschreiben und habe dann selber festgestellt, dass es besser klingt. Zudem kam von jemanden (sorry aber ich weiß nicht mehr von wem) der Einwand, dass neue Leser es aus der Erzähler-Perspektive vielleicht besser verstehen und besser einsteigen können, was für mich auch ein Grund war, um die Geschichte umzuschreiben. Zwar schade das mir dadurch irgendwie etwas die persönliche Note verloren gegangen ist, aber das kann ich ja immer noch mit den gedanklichen Zwischenkommentaren wieder wet machen, wie im ersten Teil ;)

      Ansonsten finde ich es schön das du wieder dabei bist und es ist auch nicht schlimm wenn du erst einmal deine Zeit brauchst um wieder reinzukommen in die Geschichte, ging mir beim schreiben auch so, deswegen bin ich auch noch nicht ganz so weit, wie ich eigentlich sein wollte, aber egal.
      Ich freue mich erst einmal wieder euch alle auf eine neue Reise mitnehmen zu können, bei der ich die griechische Mythologie Unwissenden näher bringen kann und Fans mit einer neuen Geschichte begeistern kann :D

      xoxo
      Kisa
    • Rael schrieb:

      ich finde den Perspektiv wechsel gelungen. Mir gefällt es so besser. Das Gespräch war für micht nicht sehr informativ. Ich weiss ja gar nicht welche Kraft sie hat :). Auch find ich komisch, dass ares seine Kräfte geopfert hat und ihn trotzdem keiner mag. von daher sind die Reaktionen grad nicht so nachvollziehbar. Auf mich wirkt er grad wie das leidtragende opfer. (Das liegt wohl daran. Dass ich den ersten teil net kennn, hat ja sicher alles seine Gründe. )
      JA, das hat seine Begründung im ersten Teil. Ist auch schwer alles kurz und knapp zusammenzufassen, aber ich kann dir eben schnell die Info geben, dass Stella und Ares als Teenager zusammengekommen sind, dabei ist Stella schwanger geworden was die Göttin Hera (Ares Mutter) sehr wütend gemacht hat, weil Ares durch diese Beziehung seine Pflichten und Aufgaben als Gott vernachlässigt hat. Dann gab es da noch ein paar Zwischenfälle mit der Hera und Stella (die werden jetzt noch in die Geschichte mit eingebunden dauert aber noch ein bisschen) wodurch Ares sich gezwungen sah sich von Stella zu trennen. Diese zog nach Deutschland bekam Nyra und verliebte sich Jahre später in Theo. Obwohl Ares halt wusste, dass Nyra geboren worden war, kümmerte er sich nicht weiter um sie, letztendlich aber nur um sie vor den anderen Göttern und deren Wut zu schützen. da die Götter unter einander ein Abkommen getroffen hatten, keine Verbindung mehr mit Menschen einzugehen und mit ihnen schon gar keine Kinder zu zeugen.
      Letztendlich kam Ares dann aber doch auf Stella und Nyra zu, als diese gemeinsam mit Theo zurück nach Griechenland gingen. Ares brauchte Nyra damit sie (im Namen der Götter) für sie kämpfte und die entflohenen Titanen unschädliche machen konnte. Dadurch rettete Nyra die Götter, die aber eigentlich auch nichts anderes als ihren Tod wollen.

      So das ist mal eine sehr kurze und knappe (vielleicht verwirrende) Zusammenfassung des ersten Teils und der komplexen Beziehung von Theo, Stella, Ares und Nyra (gab noch mehr zwischenmenschliches Hin und her, was jetzt aber zu ausschweifend geworden wäre. um das richtig verstehen zu können, musst du dann doch leider den ersten Teil lesen, wohlbemerkt die Neufassung die man im Mitgliederbereich finden kann).
      Ich hoffe mal, dieser kleine Abschnitt hat dir das Gespräch etwas verständlicher gemacht und keine Sorge, Nyra wird ihre Kräfte noch ein paar mal einsetzten müssen, dabei kommt dann auch noch die Sprache auf das wie, warum, weshalb etc. da wird das dann aus dem ersten Teil noch einmal aufgefasst.

      PS: Hast du beim aller ersten Post in dieser Geschichte gelesen was im Spoiler steht, wenn ja, dann könnte das die Frage nach Nyra´s Kräften schon einmal ein bisschen klären. ;)

      xoxo
      Kisa