Der Geheimbund der Jäger II - Der Weg der Kriegerin [abgebrochen]

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    • Ne das im Spoiler hatte ich noch nicht gelesen, aber das werde ich denn wohl mal nachholen. Du musst bitte nichts in der Story wiederholen, nur weil ich dumme Fragen stelle :) Ich kann ja fragen, wenn ich was nicht verstehe. Solange das für jeden anderen, der den ersten Teil kennt alles ok ist, mach dir keinen Kopf :)
      Danke für die Zusammenfassung :)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • bitte gerne. :)
      Musst dir keine Sorgen machen, dass ich das nur wegen dir mit den Kräften widerhole. Den anderen muss das ja auch wieder in Erinnerung gerufen werden und Nyras Kräfte spielen in diesem Teil eine tragende Rolle, deswegen wird das auch noch einmal aufgegriffen. Ist für dich als Erklärung in diesem Fall ganz gut. :D

      xoxo
      Kisa
    • Hiho.
      Ich korrigier dir mal wieder was ich so an Fehlern sehe.

      Dazu muss ich allerdings sagen, dass mir im vierten Kapitel das Gespräch echt etwas nichtssagend vorkommt. Wahrscheinlich eben auch, weil ich die Vorgeschichte nicht kenne.
      Du musst jetzt vielleicht etwas darauf achten, dass den Leuten nicht langweilig wird, welche die erste Story nicht gelesen haben.
      Am besten bringst du etwas ein, dass den Leser trotz seiner Unwissenheit am Gespräch interessiert hält. Zum Beispiel kleine Rückblenden, wo du nach und nach Infos gibst über die Vergangenheit. Das hast du an einigen Stellen auch gemacht, trotzdem ist es für mich persönlich so, dass ich mich uninformiert fühle. Das heißt, wenn du das jetzt überhaupt so vorgesehen hast, dass der Leser da an der Stelle schon durchsteigt.

      Abgesehen davon ist mir zudem aufgefallen, dass ich mir nicht wirklich vorstellen kann, wie Ares so aussieht. Ich kann mich nur an die blauen Augen erinnern. Keine Ahnung ob er hoch gewachsen, ein Zwerg, blond oder schwarzhaarig ist, oder ob er Locken hat. Auch nicht ob er eher männliche Züge, oder weiche besitzt. Das gilt im allgemeinen für alle Charaktere.
      Du gibst zwar viel preis über die Charakterzüge. Bei Ares jetzt wahrscheinlich eher Egoismus, Selbstüberschätzung, Überheblichkeit und vielleicht noch eher versteckt dann eine freundliche Seite die liebenswürdig und sorgend ist, aber sonst irgendwie keine Anhaltspunkte, an denen ich eine bildliche Vorstellung entwickeln kann.

      Ich bin im übrigen auch sehr gespannt wie das Abendessen verläuft.
      Bis jetzt gefällt mir deine Geschichte im Allgemeinen sehr gut. Es gibt einige Szenen, die wirklich interessant sind und an denen ich auch schmunzeln musste, wie zum Beispiel die Küchenszene mit dem Suppenfleck. ^^

      So jetzt aber genug gebrabbelt. Ich korrigier dir direkt beide Kapitel.

      Liebe Grüße, Lam.

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      Kapitel 3: Fast wie ein Vater I

      Das überraschte Gesicht ihres leiblichen Vaters flog zur Seite von der Wucht der Ohrfeige, welche ihre Mutter ihm mit aller Kraft verpasst hatte.
      Alleine vom Zugucken, begann Nyra´s eigene Hand zu schmerzen.
      Ihr Vater riss seinen Kopf zu ihnen herum, und rieb sich über die leuchtend rote Wange, die offensichtlich schmerzte (brannte?).
      „Das hat verdammt weh getan“, bemerkte er mit einem Grollen in der Stimme, welches früher einmal bedrohlich geklungen hätte, wenn es vom Kriegsgott gekommen wäre. Doch heute war ihr Erzeuger nichts anderes als ein Mensch. Ein Mensch, der nicht damit klar kam, dass er nicht mehr seine göttlichen Kräfte besaß und sich demnach maßlos selbst überschätzte. „Du kannst froh sein, dass ich meine Kräfte nicht mehr habe, sonst würdest du das jetzt (schmerzlich) bedauern, Stella!“ (vielleicht ganz rausnehmen)
      „Ach wirklich?“, erwiderte Nyra´s Mutter mit einer Stimme, die nur so vor Verachtung triefte, während sie zweifelnd eine geschwungene Augenbraue erhoben hatte. Diese sollte deutlich machen, dass sie sich von ihm nicht verarschen lassen würde. Nicht noch einmal!
      Ares kniff die meeresblauen Augen zusammen, als er Stella musterte. Außerdem merkte Nyra, wie sich sein Körper verspannte, als Theo hinter sie trat. (sie wäre im vorangegangenen Zusammenhang Nyra. Ich hätte geschrieben "... als Theo hinter ihre Mutter trat".)
      Er legte ihr(er Mutter) seine Hände auf die Schultern und sah Ares finster entgegen. Die Spannung, welche zwischen den Erwachsenen herrschte, war förmlich greifbar und Nyra furchtbar unangenehm. „Ja, wirklich“, stieß der ehemalige Kriegsgott (wenn du an dieser Stelle einfach "Ares" sagst, dann kommt es im Zusammenhang vielleicht runder rüber) mit unterdrückter Wut aus, als er die Hände von Theo auf den Schultern von Stella fixierte. ("... als er Theo's Hände auf den Schultern von Stella...", wäre mein Vorschlag)
      „Was wollen Sie?“, wandte sich Theo fragend an Ares und überraschte alle damit, in dem er sich direkt an den ehemaligen Gott wendete. Dass er den Mut dazu überhaupt aufbrachte, war erstaunlich.
      Nyra´s Kopf wanderte zwischen den beiden Männern unablässig hin und her, während sie mit einem unguten Gefühl im Bauch das Blickduell der beiden beobachtete.
      Der Blick ihres Vaters wechselte zwischen Theo und ihrer Mutter hin und her, wobei er dann aber letztendlich auf ihr zu liegen kam. „Meine Tochter sehen“, erwiderte Ares mit harter Stimme und einem gezwungenen Lächeln auf den Lippen. Sein Tonfall ließ Nyra ehrlich daran zweifeln, dass er wirklich wegen ihr hierher gekommen war.
      Nyra vermutete, dass er eigentlich mit ihrer Mutter sprechen wollte. Vorzugsweise unter vier Augen, aber nach der Ohrfeige wird er sich sicherlich ausgerechnet haben, dass diese Chancen äußerst schlecht stehen und verlegte sich demnach auf seine Tochter. Die zweite Wahl.
      „Mich?“, fragte sie überrascht, während sie mit ihrem rechten Zeigefinger auf ihre Brust deutete, um sich zu versichern, dass sie ihren Vater gerade nicht falsch verstanden hatte.
      „Ja“, erwiderte er nickend und lächelte ihr entgegen, wobei er versuchte die wütende Miene von Stella zu ignorieren, die ihre Arme vor der Brust verschränkte und mit ihrem Fuß in pinken Flipflops auf den hellen Sandstein der Veranda tappte, um deutlich zu machen, dass ihr so langsam die Geduld mit ihrem ehemaligen Geliebten ausging.
      „Bist du dir sicher?“, wollte Nyra noch einmal ganz sicher gehen, dass er sich das richtig überlegt hatte und sie nicht nur als Notlüge herhalten musste – wobei sie sich dessen eigentlich schon bewusst war. Schließlich hatte er sich noch nie wirklich für sie interessiert, außer als es darum ging, dass sie als Auserwählte der Götter sein Leben retten konnte. Ansonsten wollte er eigentlich nichts mit ihr zu tun haben.
      Ares kniff verärgert über ihre widerholten Fragen seine Augen zusammen, die sich in den ihren widerspiegelten.
      „Natürlich bin ich gekommen, um dich zu sehen. Ich bin immerhin dein Vater und will die verlorene Zeit aufholen. Wie kann ich das besser machen, als mit dir Zeit zu verbringen.(vielleicht hier eher "..., als welche mit dir zu verbringen.")
      Immerhin habe ich nun reichlich davon, seitdem ich nicht mehr zu den Göttern gehöre“, erklärte er lang und breit, wobei er sich augenscheinlich einen Seitenhieb für Stella nicht verkneifen konnte.
      Diese zuckte auch in der Tat zusammen, als Ares erwähnte, dass er seinen Götterstatus verloren hatte. Nyra wusste, dass ihre Mutter sich deswegen schuldig fühlte. Allerdings konnte die Sechzehnjährige das nicht wirklich nachvollziehen. Immerhin hatte sich ihr Vater aus freien Stücken dazu entschlossen seine Unsterblichkeit für das Überleben von Stella aufzugeben. Nyra wusste nicht wirklich, warum sich ihre Mutter deswegen schuldig fühlen sollte. Es ergab in ihren Augen einfach keinen Sinn, aber Nyra hatte auch schon vor einigen Wochen aufgehört zu versuchen ihre Eltern zu verstehen. Es war einfach alles viel zu verworren. Und manchmal hatte sie das Gefühl, (als wenn) dass sie ohnehin nur die Hälfte der Geschichte (kennen würde) kannte?.
      „Okay“, gab sie etwas unsicher zurück und blickte ihn dann fragend an. „Und wie soll das jetzt ablaufen?“
      Ares überlegte kurz und begann dann wieder zu sprechen. „Ich hatte mir gedacht, dass wir vielleicht einen Spaziergang am Strand machen könnten. Das wäre nicht allzu anstrengend für dich und wir hätten in Ruhe Zeit uns zu unterhalten. Unter vier Augen versteht sich.“
      „Aha“, machte Nyra deshalb nur und schaute ihre Mutter kurz fragend an. Stella widerstrebte es sichtlich ihre Tochter mit Ares gehen zu lassen, aber Nyra wusste, dass ihre Mutter ihr auch nicht im Weg stehen wollte (würde?), wenn sie ihren Vater kennenlernen wollte. Auch wenn Stella ihre Meinung zu Ares hatte, gestattete sie Nyra, sich selbst eine zu bilden und dementsprechend zu überlegen, ob sie mehr mit ihrem Vater zu tun haben wollte oder nicht.
      „Wenn du mit ihm sprechen möchtest, kannst du das selbstverständlich tun“, erwiderte Stella auf Nyra´s stumme Frage, allerdings war sie sich sicher, dass es ihr absolut nicht gefiel, diese Worte auszusprechen.
      Ares wandte seinen Blick von Nyra zu Stella und schenkte ihr ein rasches Lächeln, welches aber sofort wieder in sich zusammenfiel, als er bemerkte, wie sie sich an Theo´s Brust lehnte, der immer noch hinter ihr stand und ihn mit finsterem Blick betrachtete. „Wollen wir dann?“, fragte Ares wieder an seine Tochter gerichtete.
      „Klar“, gab Nyra zurück und ging etwas zögerlich hinter ihrem Vater her, der sich in einer eleganten fließenden Bewegung umdrehte, die ein normaler Mensch nicht hinbekommen hätte(,) (um drehte) und mit zielstrebigen Schritten auf den Weg, der neben ihrem Haus auf den öffentlichen Teil des Strandes führte, zu marschierte.


      ~.~.~

      Stella blickte mit zusammengekniffenen, grünen Augen ihrer Tochter hinterher. Es gefiel ihr absolut nicht mit ansehen zu müssen, wie sie mit ihm davon ging. „Mir gefällt das nicht“, murrte sie, während sie es sich an der Brust von Theo gemütlich machte und ihre Hände auf die seinen legte, welche sich auf ihren Bauch geschoben, als sie sich an seine Brust gelehnt hatte. (Ich hätte es anders formuliert: "Missbilligend, sah sie mit an, wie Nyra mit ihm davon ging...")
      „Du hättest ihr auch verweigern können mit ihm zu gehen“, bemerkte Theo, während er sein Kinn auf die Schulter seiner Verlobten legte und ebenfalls hinter Nyra und Ares her blickte. Ihm erging es in diesem Moment nicht viel anders als Stella. Er hatte auch ein komisches Gefühl in der Bauchgegend. Allerdings hätte er dies niemals ausgesprochen. Es war an Stella zu entscheiden, wie sie ihre Tochter erziehen wollte und was sie ihr erlaubte. Er konnte diese Dinge mit ihr besprechen und ein offenes Ohr für sie haben, aber er würde sich da nicht einmischen. Schließlich konnte er bei seinem eigenen Sohn die Vaterrolle übernehmen. Allerdings manövrierte sich Alexander nicht so häufig in Schwierigkeiten, wie Nyra es tat(,) und um ehrlich zu sein, war er heilfroh, dass sein Sohn in einem Alter war, in dem er sich wunderbar alleine zurecht fand und nur selten auf seine Hilfe zurückgreifen musste.
      Hätte ich machen können“, gab Stella nickend zu. „Aber wenn ich Pech gehabt hätte, hätte sie es mir irgendwann zum Vorwurf gemacht, dass sie niemals die Chance bekommen hatte ihren Vater kennenzulernen. Wer weiß schon wie lange er so bleiben wird. Sollte er wieder zum Gott aufsteigen – ich bin mir sicher, dass er schon irgendeinen Weg finden wird um das zu bewerkstelligen – wird sie für ihn nichts weiter als eine Jägerin sein. Sie wird keine Möglichkeit haben den Mann kennenzulernen in den ich mich damals verliebt habe.“
      „Meinst du, dass dieser Mann noch existiert?“, wollte Theo von ihr wissen, wobei er seinen Griff um ihren Bauch verstärkte. Er mochte nun wirklich nicht daran zurück denken, was Stella ihm nach dem Kampf gegen die Titanen so alles erklärt hatte. Sie war auf jede noch so kleine Kleinigkeit eingegangen, damit er durch die ganze verworrene Beziehungsgeschichte durchgestiegen war (durchsteigen konnte?), die sich um sie und Ares rankte(n).
      Stella legte ihren Kopf zurück an seine Schulter, während sie ihren Blick aus grünen Augen noch immer auf den Strand gerichtete hatte, wo sie ihre Tochter als schemenhafte Gestalt noch erkennen konnte. „Ich bin ehrlich, ich habe keine Ahnung, ob dieser Teil von ihm noch existiert, aber ich wünsche (es) ihr, dass sie ihn so kennenlernt. Vielleicht wird es ihr dann leichter fallen, ihm die Sachen zu verzeihen, die er ihr angetan hat und noch antun wird.“
      „Denkst du wirklich, dass er einen Weg finden wird, um seine Unsterblichkeit zurück zu bekommen?“
      „Ja, das ist momentan das Einzige bei dem ich mir absolut sicher bin. Irgendwie wird es ihm gelingen(,) und dann wird er wieder zu dem gnadenlosen Wesen werden, welches keine Rücksicht auf Verluste nimmt, auch dann nicht, wenn es um seine eigene Tochter geht.“
      „Dann sollten wir Nyra die Zeit mit ihm lassen. Soll sie Erinnerungen sammeln. Wenn (Sollte?) es wirklich so kommen (wird), wie du meinst, dann wird sie diese in der Zukunft dringend brauchen, wenn sie an der ganzen Sache nicht zerbrechen will.“
      „Ich denke, du hast recht“, gab Stella betrübt zu, und wandte sich dann von dem Anblick ab, welchen Ares und Nyra am Strand bildeten. „Komm, lass uns weiter das Abendessen machen. Alex wird bald nach Hause kommen. Dann können wir zusammen essen und hoffentlich vergessen, dass Ares heute hier war.“
      Theo nickte zustimmend, (und) ging gemeinsam mit Stella zurück in die Küche und machte sie (sich) wieder ans Werk, das Gemüse für den Salat zu schnibbeln, (und) anschließend eine helle Sauce zu kredenzen und Fleisch anzubraten. Er ging in seiner Arbeit einmal mehr vollkommen auf und konnte dabei am besten abschalten, wodurch er alles verdrängen konnte, was ihm an diesem Tag zu schaffen gemacht hatte. (Hätte ich wegen Lesefluss umformuliert. "Einmal mehr ging er in seiner Arbeit vollommen auf. Dabei konnte er am besten abschalten und alles verdrängen, was ihm an diesem Tag zu schaffen gemacht hatte.")


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      Kapitel 4: Fast wie ein Vater II

      Es war ein merkwürdiges Gefühl neben Ares herzugehen. Eine so alltägliche Emotion, die sich von den anderen, welche sie in der Vergangenheit noch nicht für ihn empfunden hatte. (die sich von den anderen unterschied, oder worauf willst du hinaus?)
      Seite an Seite stapften die beiden über den feinen, weißen Sand und kamen dem blauen Ozean immer näher. Das Kreischen der Möwen über ihren Köpfen übertönte das Schweigen, welches zwischen ihnen herrschte. Nyra schloss für einen kleinen Augenblick ihre Augen und sog die frische Meeresbrise ein, welche von den Weiten des Wassers zu ihnen herüber schwebte. Dabei sammelte sie ihre Gedanken. „Du wolltest eigentlich nicht mit mir sprechen, nicht wahr?“, wandte Nyra sich fragend an ihren Vater und brach damit das Schweigen.
      Ares blieb abrupt stehen und drehte sich zu ihr um, wobei er sie fixierte. Bevor er auf ihre Frage antwortete, schien er zu überlegen, ob er Nyra die Wahrheit sagen oder doch lieber eine Lüge auftischen sollte. „Ja, ich wollte eigentlich nicht zu dir“, gab er ehrlich zu, wandte sich dann wieder von seiner Tochter ab und ging mit festen Schritten weiter aufs offene Meer zu.
      „Das dachte ich mir schon“, nuschelte sie vor sich hin, während sie den Kopf sinken ließ und betrübt auf den heißen Sand schaute. Dabei spürte sie, wie es sich einige Sandkörner in ihren Sandalen gemütlich gemacht hatten und fürchterlich scheuerten. Nyra schüttelte ihre Füße und hoffte darauf, dass alle Sandkörner dabei herausfielen, damit sie sich keine Blasen lief, während sie mit ihrem Vater einen unangenehmen Spaziergang am Strand machte.
      Vielleicht hätte ich mir noch andere Schuhe anziehen sollen!, ging Nyra durch den Kopf, während sie durch den Sand stapfte und die Körner dabei munter an den Riemen ihrer Sandalen scheuerte. Sie würde mit Sicherheit Blasen bekommen. (Hier bin ich echt ratlos. Versuch das ganze mal zusammen zu fassen und dich nicht so oft zu wiederholen)
      „Auch wenn ich eigentlich nicht zu dir wollte, Nyra, können wir die Zeit dennoch nutzen, um über das zu sprechen, was vor zwei Wochen geschehen ist“, wandte sich Ares wieder an sie, während er sich erneut zu ihr umdrehte.
      Nyra hob ihren Kopf wieder und blickte ihn fragend an. „Und über was genau willst du (genau) reden? Da ist eine ganze Menge passiert“, erwiderte sie, trat näher auf ihn zu und verschränkte ihre Arme abwehrend vor der Brust, während sie auf seine Antwort wartete.
      Aufgrund ihres eher patzigen Tonfalls hob er fragend eine Augenbraue, die ihr wohl bedeuten sollte, dass sie etwas mehr Respekt vor ihm zeigen sollte. Allerdings muss sie zugeben, dass sie momentan alles andere als Respekt vor ihrem Vater hatte. „Über deine Kräfte. Worüber denn auch sonst?“ (Vielleicht eher "..., um ihr zu bedeuten, dass sie etwas mehr Respekt vor ihm zeigen sollte.")
      Nyra zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht recht. Vielleicht über die Tatsache, dass du deine Unsterblichkeit für meine Mutter geopfert hast und jetzt ein Leben als Sterblicher fristen musst, bis du unweigerlich an den Folgen des Alters sterben wirst. Darüber eventuell?“
      Das rechte Auge ihres Vaters zuckte bei der Nennung seiner verlorenen Unsterblichkeit. „Das ist ein Thema worüber wir nicht miteinander reden werden. Zudem brauchst du dir darum auch keinerlei Gedanken machen, Nyra.“
      Ach nein? Warum denn nicht?, diese beiden Fragen schossen ihr als aller erstes durch den Kopf, als er ihr antwortete. Nyra kniff ihre Augen zusammen und musterte ihn eingehend. Irgendetwas plant er doch. Nur was?
      „Warum soll ich mir darüber keine Gedanken machen?“ (Vielleicht lässt du aus, dass ihr der Gedanke zuerst durch den Kopf geschossen ist, kurz bevor se ihn dann doch aussprach...)
      „Weil ich an dieser Tatsache nichts mehr ändern kann und versuche irgendwie damit klar zu kommen, dass ich meine Kraft verloren habe“, erwiderte Ares auf ihre Frage.
      „Du hast deine Kraft nicht verloren, sondern sie für das Leben von meiner Mutter aufgegeben“, erinnerte Nyra ihn an das, was er getan hatte.
      „Ja“, gab er zurück und wandte seinen Blick dem offenen Meer zu, welches vor ihnen lag. Es war offensichtlich, dass er diesem Thema aus dem Weg gehen wollte. Er schien seine Handlungen und die damit verbundenen Gefühle nicht genauer betrachten zu wollen und sich damit auseinander zusetzen. (Vielleicht eher: "...nicht genauer betrachten und sich damit auseinander setzen zu wollen.")
      Irgendwie konnte Nyra das sogar verstehen. Denn mit seinem Handeln hatte er offenbart, dass er immer noch Gefühle für Stella hatte. Und nach dem Blickduell, welches sich Ares und Theo eben geliefert hatten, war sich der Verlobte ihrer Mutter dessen durchaus bewusst, sowie ihrem Vater klar war, dass sich ihre Mutter gefühlstechnisch anders orientiert hatte. Es war ein heilloses Durcheinander. Eine verdammt komplizierte Dreiecksbeziehung, die bestimmt noch für Probleme sorgen wird.
      Mittlerweile waren sie am Meer angekommen und liefen am Strand entlang, wobei sie immer wieder den Wellen ausweichen musste, die an den Sand schlugen und am liebsten ihre Sandalen unter Wasser gesetzt hätten.
      „Also, deine Kräfte“, sagte Ares und kam damit wieder auf ihr eigentliches Gespräch zurück und das Thema über das er hauptsächlich reden wollte.
      „Ich will nicht darüber sprechen“, gab Nyra kleinlaut zurück und ließ ihren Blick über das offene Meer schweifen.
      „Das ist mir vollkommen egal. Wir müssen darüber sprechen.“
      „Und warum ist es bitte so wichtig, dass wir darüber reden?“, wollte sie von ihm wissen und blieb mit trotzig verschränkten Armen vor ihm stehen. (macht sie irgendwie ständig)
      Nyra wollte wirklich nicht über das sprechen, was vor zwei Wochen am Strand geschehen war. Es wäre ihr um einiges lieber gewesen, wenn sie diesen Kampf einfach nur vergessen und aus ihrem Gedächtnis streichen könnte.
      „Weil diese Kräfte gefährlich werden können. Nicht nur für dich, sondern auch für alle anderen, die sich in deinem Umfeld befinden“, gab ihr Vater mit ernster Miene zurück und blieb ihr gegenüber stehen.
      „Super! Und was soll ich jetzt machen? Es war doch deine glorreiche Idee dass ich lernen sollte sie anzuwenden, das Problem ist nur dass du es mir nicht mehr zeigen kannst. Außerdem habe ich sie nicht noch einmal rufen können – nicht, dass ich das versucht hätte – aber wie soll ich lernen sie zu kontrollieren, wenn ich sie nicht einmal ein weiteres Mal abrufen kann?“
      „Du wirst es lernen, dafür werde ich sorgen. Du musst nur weiterhin zum Training am See kommen. Alles andere wirst du dann sehen“, gab er schlicht zurück.
      Mit zusammengekniffenen Augen musterte sie ihren Vater, während ihr langsam bewusst wurde, wie viel Zeit sie gerade mit ihm (gerade) verbracht hatte, denn der Himmel hatte sich allmählich rötlich verfärbt und kündete von einem atemberaubenden Sonnenuntergang über dem offenen Meer.
      Das erinnerte Nyra daran, dass sie wieder nach Hause gehen sollte, aber es kam ihr irgendwie unhöflich vor, die ganze Sache hier abzubrechen um (nach Hause) zum Abendessen zu gehen und ihren Vater einfach (so) wegzuschicken, auch wenn er es vielleicht nicht anders verdient hatte – bei dem was er ihr und ihrer Mutter angetan hatte. (– konnte sie) Sie konnte sich dennoch nicht so rücksichtslos verhalten wie er. Nyra hatte von Stella gelernt Respekt gegenüber Erwachsenen zu haben und das schloss dummerweise auch ihren Vater ein. Deswegen sah sie sich dazu gezwungen die nächsten Worte auszusprechen.
      „Willst du mit nach Hause kommen und mit uns zu Abend essen?“, fragte sie unsicher und war sich bewusst, dass das Essen verdammt verkrampft werden würde, wenn er (zustimmen würde) zustimmte?. Wahrscheinlich wäre ihre Mutter dann nicht allzu weit davon entfernt einen Mord zu begehen. Entweder an ihrer eigenen Tochter oder an ihrem ehemaligen Geliebten.
      Ares blickte seine Tochter fragend an, wobei er eine Augenbraue erhoben hatte. „Denkst du wirklich, dass das eine gute Idee ist?“, wollte er von ihr wissen.
      „Wahrscheinlich nicht“, gab Nyra Schulterzuckend zu. „Dennoch habe ich dich gefragt“, erwiderte sie und wusste, dass Stella sie umbringen würde und nicht ihn. (Auch irgendwie doppelt gemoppelt)
      „Ja, ich würde sehr gerne mit euch essen“, gab er zurück und lächelte sie sanft an. Dieses Lächeln war ziemlich unbeschreiblich und Nyra konnte sich jetzt gerade sehr gut vorstellen, was ihre Mutter früher einmal an ihm gefunden hatte. Wenn er sie immer so angelächelt und angeblickt hatte, musste es Stella sehr leicht gefallen sein Gefühle für ihn zu entwickeln.
      Nyra erwiderte sein Lächeln und wandte sich dann wieder zum Haus um. Gemeinsam machten sie sich wieder auf den Weg (wieder) zurück, um gemeinsam mit ihrer Mutter und Theo zu Abend zu essen. (Das ist jetzt auch so oft wiederholt worden, dass es etwas langweilig wird)
      Allerdings war sie der Auffassung, dass sie dafür sicherlich einen Puffer gebrauchen könnten. Auch wenn Nyra wusste, dass Alex dafür nicht schlecht wäre, wäre es doch nicht verkehrt noch jemanden dabei zu haben, der ihre Eltern davon abhalten konnte, sich gegenseitig umzubringen, oder ihre Mutter davon abhielt sie einen Kopf kürzer zu machen.
      Also fischte die Sechszehnjährige in ihren Jeansshorts nach ihrem Handy und tippte rasch – ohne dass Ares etwas davon mitbekam – eine Nachricht an Aiden und hoffte, dass er ihrer Bitte ohne groß Fragen zu stellen nachkommen würde.


      Hey,
      Mama und Theo haben Unmengen an Essen gemacht. Hast du Lust mit uns zu Abend zu essen?
      Sorry, wegen vorhin. Ich wollte nicht so abweisend sein. Vielleicht können wir ja noch einmal darüber reden.
      PS: Du musst unbedingt kommen, sonst bringt mich meine Mutter um.
      LG
      Nyra


      Nyra tippte den letzten Satz ihrer Nachricht in der Hoffnung, dass das Anpreisen von Theo's Essen Aiden eher dazu überreden würde (1)vorbei zu kommen. Außerdem konnte es nicht schaden, wenn er glaubte, sie würde in Gefahr schweben. (Ihr letzter Satz war doch gewesen, dass Sie von ihrer Mutter umgebracht werden würde, falls er nicht kommt.)
    • @Lamuria
      Hey, danke erst einmal für deine Korrekturen und Anmerkungen. ich werde versuchen auf das Aussehen noch etwas mehr einzugehen, damit ihr euch die Charaktere besser vorstellen könnt, zumindest diejenigen unter euch, die noch nicht wissen wie die Figuren aussehen. Ich werde darauf achten, dass mehr zu berücksichtigen.
      Aber ich habe dennoch eine Bitte an dich, wenn du deine Korrekturen machst, kannst du dann bitte statt Gelb irgendeine andere Farbe nehmen, denn die kann man nicht wirklich gut erkennen, geschweige denn dass man die Wörter lesen kannst, die du da in gelb geschrieben hast. Such dir doch bitte eine andere aus, lila oder so.

      LG
      Kisa
    • EDIT: Überarbeitete Version
      12.August.2016



      Kapitel 5: Gefühlschaos

      Aiden hatte sich mit einer ziemlichen Wut im Bauch von Nyra’s Zuhause aufgemacht in die Innenstadt von Lávrio und hatte gehofft, dort eine Ablenkung zu finden, die ihn nicht länger über das Nachdenken ließ, was sich in seinem Inneren verändert hatte. Die letzten zwei Wochen, in denen er fast ausschließlich bei Nyra am Bett gesessen und über sie gewacht hatte, waren in ihren Augen anscheinend vollkommen bedeutungslos. Dabei wusste sie mit Sicherheit noch nicht einmal, dass er ihr wirklich kaum einen Augenblick von der Seite gewichen war. Aber woher auch? Hatte sie danach gefragt? – Nicht wirklich. Hätte das etwas an ihren Verhalten geändert? – Wahrscheinlich nicht. Änderte ihre Reaktion irgendetwas an seinen neuen Gefühlen für sie? – Leider nicht.
      Er war wütend auf sich selber. Vor allem aber auf die Gefühle, welche sich vor zwei Wochen auf einmal in seinem Inneren breit gemacht hatten, als er gesehen hatte, wie ein wildgewordener Titan in das Esszimmer von Nyra’s Eltern hineingeplatzt war und sie dabei beinahe umbrachte, wenn er nicht schnell genug reagiert hätte und sie aus der Gefahrenzone gezogen hätte. Dann würde sie heute nicht mehr leben und der anschließende Kampf, welcher am Strand stattgefunden hatte, wäre vollkommen anders ausgegangen.
      Aber was ihn auf der Gefühlsebene eigentlich damals den Rest gegeben hatte, war der Moment, als Nyra komplett reglos vor Kronos gekniet und mit starren Blick auf ihre sterbende Mutter gesehen hatte und dabei den Schwerthieb, der ihr den Kopf sauber von den Schultern trennen sollte, nicht einmal hatte kommen sehen. Da war ihm bewusst geworden, dass es ihm überhaupt nicht gefallen würde, sie auf so eine Weise zu verlieren und das er sie eigentlich gar nicht verlieren wollte. Damals war ihm so wirklich bewusst geworden, dass er mehr für sie empfand, als er eigentlich sollte. Ebenso wie er sich mehr um ihr Wohlergehen sorgte, als um seinen Auftrag, den er vom damaligen Kriegsgott und Vater von Nyra bekommen hatte.
      Er marschierte in Gedanken versunken durch die belebten Straßen von Lávrio. Dabei wich er den Shoppingsüchtigen aus, die alle mit unzähligen Tüten an den Armen umherstreiften und nach neuen Schnäppchen Ausschau hielten. Aiden beobachtete die Menschen als er spürte, wie sein Handy in der hinteren rechten Hosentasche vibrierte. Mit gerunzelter Stirn zog er das kleine Gerät aus der Tasche und öffnete die eingegangene Nachricht.
      Die Falten, welche sich auf seiner Stirn gebildet hatten, vertieften sich noch mehr, als er erkannte, dass die Nachricht von Nyra stammte, die ihn zum Abendessen bei ihr Zuhause einlud und sich im gleichen Atemzug auch noch für ihr Verhalten am Morgen entschuldigte.
      Vielleicht sollte er einfach zu diesem Essen gehen. Sich nicht so viele Gedanken über diese dämlichen Gefühle machen und erst einmal versuchen eine Freundschaft zu ihr aufzubauen, die nicht davon bestimmt war, dass er einen Auftrag für ihren Vater ausführte, sondern sich darum bemühte, sie wirklich kennenzulernen. Immerhin war Ares jetzt mehr oder weniger kein Thema mehr, so konnte er schließlich vollkommen frei mit ihr reden und sich auch wirklich mit ihr anfreunden, wie er es eigentlich schon seit längeren wollte, es aber durch die Aufträge nicht arrangieren konnte, ohne das die Drohung seines nahen Todes über ihm schwebte.
      Außerdem konnte er sich die Einladung nicht entgehen lassen. Dafür schmeckte Theos Essen einfach viel zu gut. Die Bewohner von Lávrio gaben teilweise Unsummen aus, um in dem Restaurant zu speisen, in dem er arbeitete. Es war in kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Treffpunkte in der kleinen Küstenstadt geworden.
      Aiden seufzte und überlegte sich, was schwerer wog, das extrem leckere Essen bei Nyra zu Hause, oder das Gefühlschaos in seinem Inneren. Seine Gedanken schossen nur so hin und her. Er kam sich vor, als wenn er einem Ping-Pong-Match zusah. Letztendlich schob er seine Überlegungen beiseite und tippte ihr eine rasche Antwort, ohne weiter über die Konsequenzen nachzudenken.


      Okay, ich komme zum Essen. Bin in knapp zehn Minuten da.
      PS: Warum will dich deine Mutter umbringen?
      LG
      Aiden


      Der Nachsatz, den sie in ihrer Nachricht geschrieben hatte, war hauptsächlich dafür verantwortlich gewesen, dass er die Stirn in Falten gelegt hatte. Schließlich bezweifelte er stark, dass Stella erst ihr Leben für ihre Tochter gab um sie anschließend doch noch umzubringen. Irgendwie widersprach sich das. Also musste bei Nyra Zuhause etwas vorgefallen sein, wovon er noch keine Ahnung hatte. Vielleicht sollte er sich beeilen, um dorthin zu kommen?!
      Er war die Gassen der Innenstadt entlang geeilt, bis er zum Parkplatz hinter dem Klubrestaurant Parthenon gelangt war, in dem Nyra und Alex arbeiteten, als sein Handy erneut vibrierte und eine neue Nachricht ankündigte.


      Gut. Freu mich.
      Das wirst du schon sehen, wenn du da bist. Ist etwas umständlich das zu erklären.


      Das Stirnrunzeln vertiefte sich immer weiter, während er den Motor seines Wagens startete und diesen über die Küstenstraße zurück zum Haus von Nyra lenkte. In Gedanken spielte er alle Möglichkeiten durch, was ihn erwarten würde, wenn er bei ihr Zuhause ankam. Was konnte in der kurzen Zeit, die er nicht da gewesen war, schon großartiges passiert sein? Es musste sich etwas ereignet haben, dass die sonst so beherrschte Stella vollkommen aus der Fassung gebracht hatte und sie dazu veranlassen würde ihre einzige Tochter umzubringen.
      Als er seinen Wagen auf die Auffahrt direkt vor das Garagentor stellte, bemerkte er, dass Alex’s Auto nicht an der gewohnten Stelle stand. Anscheinend war er noch nicht wieder nach Hause zurückgekehrt. Wenn Aiden sich richtig erinnerte, hatte sein Freund davon gesprochen, sich mit seiner ominösen Freundin treffen zu wollen, die allerdings noch keiner wirklich zu Gesicht bekommen hatte, geschweige denn, dass einer von ihnen wusste, wie dieses Mädchen hieß. Alex macht ein ziemlich großes Geheimnis um diese Frau, was Aiden natürlich neugierig machte, ebenso wie alle anderen auch. Dennoch fand er es merkwürdig, dass nicht einmal Nyra eine Ahnung hatte, wer diese Frau war. Wie es aussah, hatte Alex sie auch noch nicht seinen Eltern gegenüber erwähnt oder die Gute mit nach Hause gebracht. Diese ganzen Gedanken schossen ihm durch den Kopf, während er das Fehlen von Alex´s Auto bemerkte.
      Er sprang aus dem Auto und eilte mit schnellen Schritten zur Haustür, schloss diese mit dem Schlüssel auf, den er von Stella bekommen hatte, als er die zwei Wochen bei ihnen Zuhause am Bett von Nyra verbracht hatte, und stürmte in die marmorne Eingangshalle.
    • An sich viel besser geschrieben, als die vorherigen Teile.
      Wie gesagt, die Ich-Perspektive hing etwas ^^
      So ist besser ... :super: Iwie flüssiger.

      Kisa schrieb:

      Vor allem aber auf die Gefühle, welche sich vor zwei Wochen auf einmal in seinem Inneren breit gemacht hatten, als er gesehen hatte, wie ein wildgewordener Titan in das Esszimmer von Nyra’s Eltern hineingeplatzt war und sie dabei beinahe umgebrachte, wenn er nicht schnell genug reagiert hätte und sie aus der Gefahrenzone gezogen hätte.
      umgebrachte ^^ Schön, dass es verhindert geworde ... :P


      Kisa schrieb:

      Als er seinen Wagen auf die Auffahrt direkt vor das Garagentor stellte, bemerkte er, dass Alex’s Auto nicht an der gewohnten Stella stand.
      Genau, an der Stella musste ich grinsen ^^

      In Kapitel 5 hast du sehr oft "hatte" als Wiederholung. Teilweise in den Sätzen mehrfach ...

      Kisa schrieb:

      Wenn Aiden sich richtig erinnerte, hatte sein Freund davon gesprochen, sich mit seiner ominösen Freundin treffen zu wollen, die allerdings noch keiner wirklich zu Gesicht bekommen hatte, geschweige denn, dass einer von ihnen wusste, wie dieses Mädchen hieß. Alex macht ein ziemlich großes Geheimnis um diese Frau, was Aiden natürlich neugierig machte, ebenso wie alle anderen auch.
      Spoiler anzeigen
      Ich denke, es ist Persephone :P Sie wurde, als beste Freundin von Nyra nämlich noch nicht erwähnt. Und noch eine neue Freundin, auf die ihre Freundin eifersüchtig sein könnte, ergebe wenig Sinn :rofl: Mal schauen ob ich richtig liege ^^




      Ich habe da nur ein paar Sinnesfragen:

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      Das sind nur Kleinigkeiten, die ich jetzt nicht ganz nachvollziehen kann, kann aber natürlich nur an mir liegen. Nicht mal wirklich ne Kritik, ich fands mehr amüsant. Drama gehört in jede Geschichte, aber ... da ist das etwas arg gebastelt und "gewollt".
      1. Zuvor, in Kapitel 4, folgt man Nyras Gedanken, die sie sich macht, wie schwierig es zwischen Stella, Theo und Ares werden könnte. Dass es dort iwie auf eine Dreieicksbeziehung hinausläuft, die allen bitter aufstößt. UND DA LÄDT SIE IHN ZUM ESSEN EIN? Oo Ich weiß nicht. Nur weil ich Respekt vor älteren habe, vor Erwachsenen, lad ich doch nicht meine ganzen Nachbarn zum Essen ein, nur weil ich mehr gekocht hab Oo Und ich hab zum Teil meiner Nachbarn ein längeres und freundlicheres Verhältnis als Nyra zu ihrem Vater. Sie hätte sich nett verabschieden können, vorschlagen können, dass sie iwas zusammen unternehmen, er ihr ihre Kräfte näherbringt, aber da geht es um nichts anderes, als dass sich die Eltern + Verlobter böse anfunkeln und promt kommt Nyra noch mitm Benzinkanister herbeigerannt. Würde sie das als Racheakt an ihre Mutter machen, dass sie es ihr ohnehin so lange verheimlicht hat, wer ihr Vater ist ect. hätte ich das evtl noch verstanden :rofl:
      2. Aiden zum Essen einladen! Mal im Ernst. Da schweigen sie sich an, Nyra will nicht mit ihm nicht über den Kuss reden, sie ist verwirrt und brauch erstmal Zeit - alles soweit gut, aber da lad ich den doch net als Puffer ein. Eine Stunde später oder was ... Da hätte ich ne Freundin gefragt "Persephone" von der man eben noch recht wenig gelesen hat - wofür es en Grund gibt vermutlich - ist anderweitig beschäftigt. :rofl: Für mich las sich der Text daher etwas arg auf Drama geeicht. Man nehme den Ex, den Neuen, die Frau, das Kind ... den evtl. Freund des Kindes, der unter den Fuchtlen des Vaters steht und setzt sie an einen Tisch ... Chaos vorprogrammiert. Hier hatte ich dich richtig vor Augen, wie du einen schicken Scheiterhaufen bastelst und dir schon schön ein abgrinst, während du den Kanister und das Feuerzeug hälst. KABOOOOOOOM


      Dann lass die Spiele mal beginnen und das Chaos auf die Menschheit los
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Mir hat der Teil gut gefallen. Bin immernoch froh, dass du den Perspektivwechsel gemacht hast.
      Aiden scheint ein interessanter Charakter zu sein. Nur was mir grad so auffällt.. Jetzt fährt er ungeduscht zum essen? :) Wäre es nicht schlauer gewesen/passender, dass er sich erstmal landfein macht? :D

      Das Essen wird sicher der Knaller :D

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Ich habe die zwei Teile nun auch durch. Das Gespräch zwischen Nyra und Ares fand ich ganz interessant, aber ich verstehe nicht ganz, warum sie ihn nun zum Essen einlädt. Zumal sie ja um das schlechte Verhältnis weiß und mit dem Essen wird sie es wohl kaum besser machen. Essen löst viele Probleme, aber eben auch nicht alle :rofl:
      den letzten Teil aus Aidens Sicht finde ich aber gut. Es ist schön mal etwas aus seinem Blickwinkel zu lesen und nicht nur aus der von Nyra. Gut gelungen. ^^ Aber warum lädt Nyra ausgerechnet Aiden ein und nicht ihre beste Freundin? Die hätte sich doch sicherlich auch über ein Essen gefreut :hmm: Mal sehen, was du dir dabei gedacht hast. Das Essen jedenfalls kann nur in einer Massenschlägerei like Bud Spencer enden. :rofl:

      LG, Kyelia

      Für eine Welt, die mehr Einhörner braucht! #Vote4Jen!
    • So, auf die Sache mit dem Abendessen und das Nyra Ares dazu eingeladen hat, bin ich von euch jetzt ja schon mehrfach angesprochen worden. Letztendlich habe ich bzw. nyra sich dabei gedacht, dass so ein Essen vielleicht die Wogen zwischen den Seiten(also ihre beiden Elternteile) etwas auflockert und vielleicht dabei sogar etwas entspannt wird/dürfte. Eigentlich wollte nyra nur das sich die beiden vertragen, aber naja, wie ihr schon gesagt habt, löst leckeres Essen auch nicht alle Probleme, aber lasst euch einfach überraschen was da noch kommen wird.
      Ich hatte auch einen Grund, warum ich ausgerechnet Aiden noch einmal ins Spiel gebracht habe und nicht Persephone, aber das wird noch deutlich werden. Vielleicht sogar etwas zu deutlich und kitschig wie der ein oder andere finden wird, aber ich habe mir auch für Persephone etwas ausgedacht, womit diese sich innerhalb der letzten zwei Wochen beschäftigt hat.
      Der ein oder andere von euch wird schon eine Vermutung haben, wenn er sich an die letzte Szene mit Persephone aus dem ersten Teil erinnert, trägt sie nun eine sehr große und schwere Last auf ihren Schultern :D

      So mehr verrate ich nicht. Wenn noch Fragen bestehen zu dem was bis jetzt geschehen ist, dann haut sie raus, was noch kommen wird, wird von mir nicht weiter verraten. Da müsst ihr euch leider gedulden :D

      xoxo
      Kisa
    • Gut geschrieben, du bist auf einen Schlag viel besser geworden. Aber warum nimmt Aiden das mit dem "Umbringen" so dermaßen wörtlich? Zumindest kommt es so rüber, als würde er es absolut ernst nehmen. Steht er nur etwas auf dem Schlauch, oder ist er so?
      "Run like hell, because you always need to. Laugh at everything, because it's always funny ...
      Never be cruel and never be cowardly, and if you ever are, always make amends ..."

      -The Doctor
    • @Dinteyra
      Naja, Aiden hat gelernt solche Sachen wörtlich zu nehmen, vor allem wenn es um Nyra´s Familie geht. Schließlich gehören auch die Götter dazu, zudem weiß Aiden auch, dass Stella aufbrausend sein kann. Vielleicht liegt es daran, dass er so sehr darauf reagiert, oder der Gedanke dass Nyra eventuell doch etwas zustoßen kann, egal in welcher Art und Weise.

      xoxo
      Kisa
    • Kisa schrieb:

      @Dinteyra
      Naja, Aiden hat gelernt solche Sachen wörtlich zu nehmen, vor allem wenn es um Nyra´s Familie geht. Schließlich gehören auch die Götter dazu, zudem weiß Aiden auch, dass Stella aufbrausend sein kann. Vielleicht liegt es daran, dass er so sehr darauf reagiert, oder der Gedanke dass Nyra eventuell doch etwas zustoßen kann, egal in welcher Art und Weise.
      Ich muss ehrlich sein. Jetzt wo Dinte es erwähnt, stolper ich auch darüber. Die Vergangenheit und das Konstrukt etc in allen Ehren, aber so wie es in der SMS stand war es eher umgangsprachlich gemeint.
      Da dieser Part für die Motivation des Handelns von Aiden aber net soooo wichtig ist, ist das ohnehin Beiwerk. Das könntest du locker rausnehmen, oder abmildern, wenn es zu arg stört.
      Aber das sind Feinheiten und wie ich finde schon Kritik auf hohem Niveau.
      Aber wenn wir uns über solche Kleinigkeiten unterhalten, dann ist das doch ein gutes Zeichen :) Denn ich finde auch, dass du dich bisher von Kapitel zu Kapitel nochmal gesteigert hast. Ok ich wiederhole mich, aber das liegt wohl am Perspektivwechsel^^

      Keep it up ;) :love:

      Lg
      Rael

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Rael schrieb:

      Aber wenn wir uns über solche Kleinigkeiten unterhalten, dann ist das doch ein gutes Zeichen Denn ich finde auch, dass du dich bisher von Kapitel zu Kapitel nochmal gesteigert hast. Ok ich wiederhole mich, aber das liegt wohl am Perspektivwechsel^^
      Es ist doch nur vom Vorteil für mich, wenn ihr auf hohem Niveau meckert. Dadurch kann sich meine Geschichte ja nur verbessern. Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass mein Perspektivwechsel euch alle total High gemacht habt und ihr sowieso nur noch Blödsinn quatscht ;) :P

      xoxo
      Kisa
    • Kisa schrieb:

      Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass mein Perspektivwechsel euch alle total High gemacht habt und ihr sowieso nur noch Blödsinn quatscht
      Der Witz geht irgendwie an mir vorbei Oo Warum sollte der Perspektivenwechsel jemanden high machen und wieso reden wir Blödsinn? Mir fehlt da iwie der Kontext dazu, oder ich hab die Pointe verschlafen?! Ist das ein Insider, den ich nicht verstehe?! Hab mich das gerade nur gefragt, weil ich meine Kommentare nicht als Blödsinn empfand und die der anderen auch nicht. Ich kann mir denken, anhand der Smileys, dass das ein Scherz sein soll, verstehe ihn aber nicht. :doofy: Viel eher ist es doch so: Je besser ein Stil wird, desto mehr achtet man auf Kleinigkeiten und ja, ich gebe @Dinteyra recht, Aiden kam da etwas sarkasmusblind rüber, hat mich aber nicht gestört. Wenn er glaubt Stella würde Nyra umbringen ist das seine Einschätzung, die Begründung, dass ihn da nichts mehr wundert, kann ich sogar nachvollziehen - aus seinem Blickwinkel :hmm:
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Jennagon schrieb:

      Der Witz geht irgendwie an mir vorbei Oo Warum sollte der Perspektivenwechsel jemanden high machen und wieso reden wir Blödsinn? Mir fehlt da iwie der Kontext dazu, oder ich hab die Pointe verschlafen?! Ist das ein Insider, den ich nicht verstehe?! Hab mich das gerade nur gefragt, weil ich meine Kommentare nicht als Blödsinn empfand und die der anderen auch nicht. Ich kann mir denken, anhand der Smileys, dass das ein Scherz sein soll, verstehe ihn aber nicht. Viel eher ist es doch so: Je besser ein Stil wird, desto mehr achtet man auf Kleinigkeiten und ja, ich gebe @Dinteyra recht, Aiden kam da etwas sarkasmusblind rüber, hat mich aber nicht gestört. Wenn er glaubt Stella würde Nyra umbringen ist das seine Einschätzung, die Begründung, dass ihn da nichts mehr wundert, kann ich sogar nachvollziehen - aus seinem Blickwinkel
      Das mit dem Blödsinn quatschen, sollte ein Scherz sein :) Vielleicht nicht so sonderlich gut gelungen. Natürlich sind eure Kommentare kein Blödsinn, sondern sehr hilfreich. Also macht dir in dieser Hinsicht mal keine Gedanken ich weiß eure Arbeit, die ihr in die Korrekturen steckt zu schätzen. Davon mal abgesehen habe ich das mit dem High werden so meint, als das ich innerhalb der letzten Kommentare (seit dem ich den kompletten Perspektivwechsel vollzogen habe) immer wieder darauf angesprochen worden bin, dass der Perspektivwechsel die Geschichte viel besser gemacht hat. Also der Häufigkeit wegen, empfinde ich es so, als das ihr davon vollkommen High seit.
      Letztendlich sollte das nur ein Scherz sein, aber irgendwie ist der nicht mehr wirklich lustig wenn man ihn jemanden erklären muss, sorry.
      :( Aber immerhin hat Rael verstanden was ich gemeint habe :)

      xoxo
      Kisa
    • EDIT:
      Überarbeitete Version
      02.Juli.2016



      Kapitel 6: Ein unangenehmes Abendessen I

      Ares und Nyra befanden sich noch in der Eingangshalle und standen der wütenden Stella gegenüber, als die Haustür aufgerissen wurde und Aiden hereinplatzte mit einem gehetzten Gesichtsausdruck schaute er sich in dem Foyer suchend um. Er verharrte mit ungläubiger Miene, als er sie neben den ehemaligen Kriegsgott und vor einer aufgebrachten Stella stehen sah.
      „Ach, deswegen wird sie dich umbringen“, bemerkte er an Nyra gewandt, während er ihren Vater mit finsterem Gesichtsausdruck bedachte. Er schien ebenso wenig erfreut zu sein Ares in diesem Haus beziehungsweise Nyra´s Nähe zu sehen, wie ihre Mutter.
      Vielleicht war das doch keine so gute Idee ihn hierher zu holen, schoss es ihr für einen Sekundenbruchteil durch den Kopf, während sie sich im nächsten Moment noch eine Erklärung dafür überlegte, wie er einfach so ins Haus kommen konnte. Die Tür war immerhin abgeschlossen gewesen.
      Nyra blickte Aiden entschuldigend an, während sie sich durchaus bewusst war, dass ihre Mutter sie mit ihren Augen durchbohrte. Stella schien die Bemerkung von Aiden absolut nicht zu gefallen, ebenso wie die Behauptung ihrer Tochter. „Kann schon sein“, gab Nyra mit verlegener Miene zurück und zuckte mit den Schultern, wobei sie versuchte so unschuldig wie nur irgend möglich auszusehen, damit er nicht auch noch wütend auf sie wurde. Es reichte vollkommen das Stella es war und mittlerweile nahm sie auch bei ihrem Vater einen Zorn wahr, der dem ihrer Mutter in nichts nach stand.
      Klasse! Jetzt sind alle auf mich sauer. Hätte ich doch einfach nur die Klappe gehalten, dann hätte ich mir diesen ganzen Mist ersparen können. Ich hab ebenso ein loses und vorlautes Mundwerk wie Persephone! So ein Mist!, schossen Nyra´s Gedanken von rechts nach links und veranstalteten ein wahres Ping-Pong-Match.
      Nyra liebte ihre beste Freundin wirklich, aber manchmal hatte Persephone einfach ein verdammt loses Mundwerk und redete drauflos ohne darüber nachzudenken, was sie sagte und was für Konsequenzen es nach sich ziehen würde. Allerdings kriegte nicht nur Persephone das wunderbar hin, sondern auch Nyra konnte sich von diesem Talent nicht frei sprechen.
      „Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen ihn zum Abendessen einzuladen, Nyra?“, verlangte ihre Mutter von ihr zu erfahren, und tappte dabei immer noch mit ihrem rechten Fuß wütend und ungeduldig auf den Marmorboden der Eingangshalle, während sie ihre Arme vor der Brust verschränkt hatte.
      „Er ist mein Vater und ich wollte einfach höflich sein. Hast du mir nicht beigebracht was Manieren sind und das man immer zuvorkommend sein soll?“, wandte sie sich fragend an Stella und verwendete damit ihre Erziehung gegen sie, die sie ihr immer eingebläut hatte.
      „Das… das…“ Es war offensichtlich das ihre Mutter vor Wut nicht wusste, was sie dazu sagen sollte und blickte ihre Tochter dadurch nur noch finsterer an, und Nyra wartete nur darauf, dass sie ausflippen würde, doch zum Glück wurden sie alle davor bewahrt, als Theo in die Lobby kam.
      „Das Abendessen ist fertig, aber ich denke, wir sollten noch auf Alex warten. Er müsste in zehn Minuten hier sein“, teilte er den anderen mit, während er noch auf sein Handy blickte, von wo aus er sicherlich seinem Sohn eine Nachricht geschickt hatte. Als Theo den Kopf hob, blieb er wie versteinert stehen und betrachtete mit Skepsis die versammelte Menschenschar, welche sich in der Eingangshalle befand. „Sind wir mehr als vier zum Abendessen?“, fragte er vorsichtig in den Raum hinein.
      „Nein!“, stieß Stella im selben Moment aus, als Nyra „Ja!“, erwiderte. Sie hatten beide Theo angeschaut, als sie auf seine Frage geantwortet hatten, aber nun wandten sie ihre Blicke dem jeweils anderen zu und fixierten ihn.
      „Okay-y“, erwiderte Theo gedehnt. Nyra sah aus dem Augenwinkel, wie er sich langsam in die Küche zurückzog, wobei er Aiden und Ares bedeutete, ihm unauffällig zu folgen und sich bloß nicht in den Streit zwischen Mutter und Tochter einzumischen.
      Merkwürdig, dass er auch Ares aus der Schusslinie holt und nicht nur Aiden, schoss es Nyra für einen kleinen Moment durch den Kopf, während sie die Szene beobachtete. Allerdings hatte sie im Augenblick nicht die Zeit dafür sich darum großartig Gedanken zu machen. Schließlich forderte ihre Mutter ihre gesamte Aufmerksamkeit für sich.
      Während Stella und Nyra sich noch einige Minuten mit Blicken durchbohrten, ging hinter ihnen ein weiteres Mal die Haustür auf. Alex kam mit dem Handy am Ohr ins Haus spaziert. Er war vollkommen in sein Gespräch vertieft, welches er anscheinend mit seiner ominösen Freundin führte, sodass er die beiden wütenden Frauen überhaupt nicht bemerkte.
      „Ja, ich weiß, dass ich sagte, dass wir heute Abend zusammen ins Kino gehen können, aber mir ist was dazwischen gekommen“, erklärte er und machte seine Freundin damit alles andere als glücklich.
      Mutter und Tochter blickten Alexander interessiert an, während sie bedauerlicherweise nur seiner Seite des Gespräches folgen konnten. Nyra hätte die Ansicht von seiner Freundin durchaus tangiert. Eigentlich hätte sie diese gerne einmal kennen gelernt und wenn sie nach dem neugierigen Blick ihrer Mutter ging, empfand diese ebenso.
      „Nein, ich kann später nicht rüber kommen …. Ja, ich weiß, was ich versprochen habe, aber das ist so ein Familien-Ding. Das kann ich nicht einfach so absagen …. Jetzt komm schon. Mach davon nicht so einen Aufstand …. Von mir aus dann mach das doch!“, fuhr Alex seine Freundin rüde an, knallte die Haustür hinter sich zu und drehte sich um, wobei er Stella und Nyra entgegen blickte. Er blieb wie erstarrt stehen, während am anderen Ende der Leitung seine Freundin augenscheinlich weiter zeterte. Das machte sie so laut, dass selbst die beiden Frauen es am anderen Ende der Eingangshalle hören konnten; jedes einzelne Wort. „Ähm… ich muss Schluss machen“, quatschte Alex zwischen die Tirade seiner Freundin.
      „Vage es ja nicht aufzulegen, Lékos!“, schrie Alexanders Freundin so laut durch den Hörer, dass er sich das Handy soweit vom Ohr hielt, wie er nur konnte. Dieses Mädchen als nett oder dezent zu bezeichnen, war alles andere als ehrlich.
      Alex funkelte sein Smartphone mit grünen Augen wütend an und drückte das brüllende Mädchen einfach weg. Dann hob er seinen Blick und schaute die anderen beiden fragend an. „Streitet ihr beide wieder?“, wollte er von ihnen wissen.
      „Nein!“, kam es unisono zurück, während Nyra ihren Kopf schüttelte, sodass ihre braunen Haare um ihre Schultern wirbelten, schaute Stella den Sohn ihres Verlobten nur mit hochgezogenen Augenbrauen an.
      „Aha“, machte er nur, nickte und wandte sich dann dem Esszimmer zu, in dem mittlerweile keine Handwerker mehr waren, aber der Raum sah immer noch wie ein Schlachtfeld aus. Aber immerhin nahm es wieder Gestalt an. „Ist das Essen schon fertig?“, fragte er an die beiden Frauen gewandt, während er schon in die Richtung des Esszimmers davon ging.
      „Ja, du kannst dich schon mal an den Tisch zu unseren Gästen setzten“, bemerkte Stella, wobei sie das Wort ‚Gäste‘ ausspie, als wäre es ein dreckiges Schimpfwort und keine Umschreibung für Besucher.
      Unvermittelt blieb Alex kurz vor dem Esszimmer stehen und drehte sich zu den beiden um. Dabei blickte er sie fragend an. „Wir haben Gäste?“
      „Ja“, erwiderte Stella, wobei die Missbilligung dieser Besucher durchaus in ihrer Stimme mitschwang, als sie Alex antwortete. Sie richtete ihren finsteren Blick aus strahlenden Augen auf ihre Tochter, tappte wieder ungeduldig und genervt mit dem rechten Fuß im pinken Flip-Flop auf den Marmorboden der Eingangshalle.
      „Na, du klingst aber nicht sonderlich begeistert“, bemerkte Alex und blickte sie mit gerunzelter Stirn an.
      „Bin ich auch nicht“, erwiderte Stella und machte dann eine rasche Handbewegung in die Richtung ihrer Tochter. „Deine Schwester hat uns einfach so, ohne zu fragen Gäste nach Hause eingeladen.“ Anschließend ließ sie Nyra einfach stehen und ging an ihr und Alex vorbei ins Esszimmer, um sich dem Übel zu stellen, welches sich dort aufhielt.
      „Ich bin nicht seine Schwester“, murmelte Nyra vor sich hin, während sie ihrer Mutter mit zusammengekniffenen Augen hinterher guckte.
      Alex wandte seinen Blick Nyra zu und hatte dabei die Stirn immer noch in Falten gelegt. „Wen hast du denn eingeladen, dass Stella so sauer ist?“, fragte er sie, wobei er ihre gemurmelten Worte einfach ignorierte.
      Nyra verdrehte die Augen bei dem eingeschnappten Abgang ihrer Mutter und wandte sich dann Alex zu. „Aiden“, gab sie schlicht zurück und zuckte lässig mit den Schultern.
      „Aiden? Und darüber regt sich deine Mutter auf? Das ist doch Schwachsinn. Als du Bewusstlos warst, hat er die ganze Zeit über hier gegessen und geschlafen. Der wollte gar nicht wieder nach Hause. Da hat es für Stella auch kein Problem dargestellt“, bemerkte Alex. Er schien nicht glauben zu können, was sie ihm soeben mitgeteilt hatte. Allerdings hatte Nyra ihm auch nicht von allen Gästen erzählt, die sie heute zu bewirten hatten.
      Gemeinsam folgten sie Stella und betraten einige Augenblicke nach ihr das Esszimmer und bekamen die versammelten Gäste inklusiver ihrer Mutter und Theo am großen Tisch zu sehen.
      Alex blieb neben ihr wie erstarrt stehen. Er schaute ungläubig in die Runde und wandte sich dann wieder seiner Schwester zu. „Hast du deinen Vater eingeladen mit uns zu essen?“
      „Ähm…. Ja-a-a“, erwiderte sie gedehnt und druckste etwas herum, wobei sie es tunlichst vermied ihren sogenannten Bruder in die Augen zu sehen, wo sie zweifelsohne dieselbe Wut zu sehen bekommen würde, wie bei ihrer Mutter. Darauf konnte sie bei aller Liebe gut verzichten. Es reichte vollkommen aus, wenn einer von ihnen ihr Vorwürfe machte.
      „Dann ist sie deshalb wohl wütend, oder?“, fragte Alex an sie gewandt und in seiner Stimme schwang derselbe Unterton mit, welcher sich auch bei ihrer Mutter eingeschlichen hatte.
      „Hmhm“, machte Nyra nur und nickte mit dem Kopf, während sie seinem Blick immer noch auswich und sich dann mit langsamen Schritten zum Esszimmertisch begab, wo sie sich auf einen der noch zwei freien Stühle plumpsen ließ. Sie richtete ihren Blick auf ihren leeren Teller und versuchte die angespannte Stille im Zimmer zu ignorieren.
    • Kisa schrieb:

      Nyra blickte Aiden entschuldigend an, während sie sich durchaus bewusst war, dass ihre Mutter sie mit ihren grünen Augen durchbohrte.
      Lass einfach die Augenfarben weg. Wir wissen es.. :)

      Kisa schrieb:

      Alex blieb neben ihr wie erstarrt stehen. Er schaute ungläubig in die Runde und wandte sich dann wieder seiner sogenannten Schwester zu. „Hast du deinen Vater eingeladen mit uns zu essen?“
      „Ähm…. Ja-a-a“, erwiderte sie gedehnt und druckste etwas herum, wobei sie es tunlichst vermied ihren sogenannten Bruder in die Augen zu sehen, wo sie zweifelsohne dieselbe Wut zu sehen bekommen würde, wie bei ihrer Mutter.
      Feinheit in der Wiederholung.

      Die Szene war ganz gut. Man merkt die Anspannung deutlich, das hast du gut rüber gebracht. Viel mehr kann ich auch gar nicht dazu sagen. Bin jetzt aufs Essen gespannt.. ;)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Spoiler anzeigen

      Kisa schrieb:

      Ares und Nyra befanden sich noch in der Eingangshalle und standen der wütenden Stella gegenüber, als die Haustür aufgerissen wurde und Aiden hereinplatzte mit einem gehetzten Gesichtsausdruck schaute er sich in dem Foyer suchend um.
      Was haben die den für eine riesige Hütte Oo ... Eingangshalle, Foyer ... da hab ich ein tempelähnliches, öffentliches Gebäude im Kopf und kein Wohnhaus und was das kostet ... :rofl: Da würde ich vielleicht nicht ganz so dick auftragen ;) Windfang oder Flur wären eine gute Alternative.

      Kisa schrieb:

      wie er einfach so ins Haus kommen konnte. Die Tür war immerhin abgeschlossen gewesen. Seit wann besaß Aiden einen Schlüssel zum Haus?
      Hat Nyra, nachdem sie mit ihrem Vater zurückgekehrt ist, die TÜR ABGESCHLOSSEN? UND WENN JA, WARUM? Nachts abschließen, okay. Beim Verlassen abschließen, auch okay ... aber man schließt doch keinen BESUCH EIN Oo Da kommt so ein Serienkillerfeeling auf. Wenn man die Tür von außen nicht per Klinke aufmachen kann, wäre das ne bessere Lösung, und deshlab nen Schlüssel brauch, als alle einzuschließen. Das wirkt zu gestellt und gewollt. Ich verstehe ohnehin nicht, warum Stella einem wildfremden Kerl einen Schlüssel zum Haus gibt, der kann auch angemeldet auftauchen, aber ... das ist persönliche Ansicht, Stella kann das ja anders sehen ;)

      Kisa schrieb:

      Als du Bewusstlos warst, hat er die ganze Zeit über hier gegessen und geschlafen. Der wollte gar nicht wieder nach Hause.
      Für was dann den Schlüssel? Diese Sache widerspricht sich und passt einfach nicht, sorry. Da hakt alles etwas, also die Begründungen und Wiedergaben.

      BTW: Hat er eigentlich einen gebraucht, wenn eh das Esszimmer, Küche und Co zur Terasse hin zerlegt wurde?! Wenn ne Wand fehlte, dann kann ja jeder reinspazieren ... hab die Szene nicht mehr ganz im Kopf XD Leider auch nicht den Hausbau :P *Spaßbemerkung*

      Kisa schrieb:

      der dem ihrer Mutter in nichts nach Stand.


      Abgesehen von der kleinen Ungereimtheit, war alles recht gut. Du hast zwar iwo wieder das Gesagte wiederholt, aber das stört nicht so arg,
      Ich muss sagen, wenn ich so aufgenommen worden wäre, wäre ich an Ares Stelle einfach gegangen. Oo
      Aber der Kriegsgott scheint da hartnäckiger zu sein und das passt ja auch iwie zu ihm. Wenn man unerwünscht ist, bleibt der erst recht :rofl:
      Na, wenn die sich mal nicht mit dem Essen bewerfen ^^
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Es hat ein wenig gedauert, aber heute habe ich einen neuen Teil für euch zum lesen. Ich hoffe mal, dass dieses Kapitel euren Erwartungen gerecht wird. Ich bin mal gespannt auf eure Meinungen.

      EDIT:
      Überarbeitete Version
      02.Juli.2016



      Kapitel 7: Ein unangenehmes Abendessen II

      Theo hatte die Schalen und die einzelnen Platten mit dem Essen sehr kreativ auf dem Esszimmertisch angerichtet. Denn zwischen den einzelnen Schüsseln und silbernen Tellern tummelten sich einzelne Blütenblätter, die dem ganzen Tisch etwas Fröhliches verliehen mit ihrer roten Farbe. Diese hob sich von der glatten weißen Tischdecke ab, die sich unter all dem Essen und der Dekoration befand.
      Er schmunzelte freudig vor sich hin, während alle ordentlich zugriffen und ihre Teller beluden, als wenn es ihre Henkersmahlzeit wäre. Selbst wenn sich die Parteien, welche bei diesem Abendessen einander gegenüber saßen, sich nun wirklich nicht gut verstanden, herrschte doch Einigkeit darüber, dass Theos Kochkünste unangefochten waren. Das musste selbst Nyra´s missmutiger Vater zugeben, wobei man ihm deutlich ansehen konnte, wie sehr es im widerstrebte, an Theo ein gutes Wort zu lassen. Er hasste es definitiv, dass sich Stella mit ihm verlobt hatte, aber dennoch würde er es sicherlich nicht schaffen seine ehemalige Geliebte davon zu überzeugen zu ihm zurückzukommen. Nyra war sich absolut sicher, dass das niemals geschehen würde. Dafür kannte sie ihre Mutter und ihre Loyalität einfach viel zu gut und sie konnte zudem in ihren Augen sehen, wie sehr Stella Theo liebte. Daran würden auch die alten Gefühle für Ares nichts ändern.
      Nyra kaute langsam und genüsslich auf ihrem Essen herum und konnte sehen, dass es ihrem Vater auch so erging, selbst wenn er dabei eine finstere Miene machte. Dabei bezog sich sein wütender Gesichtsausdruck nur auf Theos Nähe zu Stella, da die beiden sich immer wieder sanft berührten, während sie sich unterhielten, und nicht auf das Essen an sich.
      Aiden und Alex schien es ebenso gut zu schmecken wie ihr und Ares, allerdings waren sie alles andere als ausgelassen. Sie aßen, saßen aber dennoch sehr verkrampft auf ihren Stühlen und mieden es tunlichst in die Richtung des ehemaligen Kriegsgottes zu schauen. Warum sie dies taten, wusste Nyra nicht wirklich, aber sie vermutete mal, dass es bei Aiden etwas damit zu tun hatte, dass er Jahre lang für ihren Vater Befehle ausgeführt hatte, ohne diese zu hinterfragen. Bei Alex wiederrum konnte sie nur Vermutungen anstellen, aber sie war sich ziemlich sicher, dass er einfach eine Abneigung gegenüber den Göttern hegte, oder zumindest ihrem Vater gegenüber, was auch irgendwie verständlich war, immerhin handelte es sich bei ihm um den Gott des Krieges. Dieser war nun einmal nicht bei allen Menschen auf der Welt beliebt, wenn Nyra ehrlich war, sogar bei den Wenigsten. Wer führte denn bitte schon gerne Krieg? – Niemand. Genau!
      Nyra beobachtete alle, während sie auf ihrem Essen herumkaute. Dabei entging ihr auch nicht, dass ihre Mutter zwar in das Gespräch mit Theo vertieft war, aber dennoch zwischendrin aus dem Augenwinkel zu Ares hinüber schielte.
      Aus diesem Grund überraschte es sie auch nicht, als Stella sich an Ares wandte und damit alle aus ihren eigenen Gedanken riss. „Was hast du die letzten zwei Wochen eigentlich getan?“
      „Ich war beschäftigt“, gab der Kriegsgott gleichgültig zurück und schob sich eine vollbeladene Gabel in den Mund, ohne weiter auf die Frage der Mutter seiner Tochter einzugehen.
      Stella lehnte sich in ihrem Stuhl zurück, verschränkte die Arme vor der Brust und stierte über den Esszimmertisch hinweg Ares an. „Das war mir schon klar. Dir fällt immer etwas ein, womit du dich beschäftigen kannst, aber ich will wissen was du getrieben hast. Was hast du angestellt?“
      „Warum musst du immer gleich vermuten, dass ich etwas angestellt habe? Schließlich bin ich kein kleines Kind, was nur Unsinn im Kopf hat“, erwiderte Ares auf die Unterstellungen von Stella.
      Stella zog nur ihre Augenbrauen hoch und musterte Ares, wie er sich eine weitere Gabel in den Mund schob. Alle anderen die mit ihnen am Esszimmertisch saßen, ließen ihre Blicke zwischen den beiden hin und her wandern. Jeder von ihnen wusste um das Streitpotenzial was zwischen den beiden schon seit Jahren schwellte. Man fragte sich nur, wann es endlich zu einem endgültigen Ausbruch kommen würde.
      Nyra rutschte auf ihrem Stuhl immer weiter nach unten und verfolgte dabei die Diskussion ihrer Eltern, während sie auf dem letzten Salatblatt herumkaute, welches sich noch auf ihrem Teller befand.
      „Weil ich dich kenne, Ares und weiß, dass du nichts unversucht lassen wirst, wieder das zu erlangen, was du verloren hast. Deswegen heckst du irgendetwas aus, aber ich rate dir, meine Tochter in deine Pläne nicht mit einzubeziehen, denn anderenfalls wirst du mich kennenlernen!“, stieß Stella wütend hervor, wobei sie sich auf ihrem Stuhl nach vorne lehnte und ihrem ehemaligen Geliebten mit ihren Augen fixierte.
      Ares stützte seine Ellbogen auf die weiße Tischdecke, neben seinen leeren Teller, und verschränkte seine Hände ineinander. Er ließ seinen Blick auf Stella und ihrer wütenden Miene ruhen. „Nyra ist auch meine Tochter. Deswegen kann ich auch Entscheidungen treffen, die in meinen Augen gut für sie sind“, erwiderte er mit ruhigen, harschen Worten.
      Stella sprang förmlich vom Tisch auf, stemmte ihre Arme auf die Tischplatte und funkelte Ares aufgebracht an. „Es ist aber nicht gut für sie, deinen Entscheidungen zu folgen, Ares. Das endet viel zu oft in Tod und Chaos! Das kann gar nicht gut für meine Tochter sein. Schließlich wird sie das in diesem Fall mit ihrem Leben bezahlen müssen, nur damit du wieder deine Unsterblichkeit zurückerhältst. Das werde ich nicht zulassen, du hinterhältiger Mistkerl!“
      „Ich muss meine Unsterblichkeit nur wieder zurückbekommen, weil ich dir dein jämmerliches Leben gerettet habe!“, spie Ares hervor und war ebenfalls aufgesprungen und hatte seine Hände auf die Tischplatte gestemmt. Die beiden standen sich nun in gleicher Pose gegenüber und duellierten sich mit Blicken.
      „Jämmerliches Leben? Darf ich dich daran erinnern, dass du ebenfalls sterblich bist und somit nicht mehr wert bist als ich. Das bist du nicht einmal, wenn du deine Unsterblichkeit besitzt!“
      Nyra zuckte bei den Worten ihrer Eltern zusammen und sah in diesem Moment ein, dass es eine wirklich schlechte Idee gewesen war, die beiden an einen Tisch zu setzten. Es war eindeutig nach hinten losgegangen. Außerdem machte es ihr zu schaffen, dass ihr Vater mal wieder nichts anderes im Sinn hatte, als sich selbst zu helfen und dabei keine Rücksicht auf andere nahm, so wie er es früher schon getan hatte. Auch als Mensch hatte er sich nicht verändert, dass sah sie nun ein und ihr Wunsch ihm besser kennenzulernen verpuffte.
      Sie erhob sich langsam von ihrem Stuhl, ohne das eins von ihren Elternteilen auch nur etwas davon mitbekam, verließ sie das Esszimmer und durchquerte den Flur, schritt die Marmortreppe nach oben und verkroch sich in ihrem Zimmer. Sie wollte einfach nichts mehr hören, was mit ihren Eltern zu tun hatte. Sie wünschte sich in diesem Moment mehr denn je, niemals nach Griechenland gekommen zu sein und niemals erfahren zu haben, was und wer sie wirklich war. Dieses Wissen hatte ihr innerhalb des letzten Jahres nur Unglück, Gefahr und Kummer gebracht.
      Sobald sie in ihrem Zimmer war, ging sie zum Fenster hinüber, welches einen grandiosen Ausblick auf das offene Meer preisgab, und lehnte sich an den hölzernen Fensterrahmen, während ihr trauriger Blick über den Ozean schweifte. Nyra war so sehr in ihre trüben Gedanken versunken, dass sie nicht einmal reagierte, als ihre Zimmertür hinter ihr wieder aufging und jemand herein kam, der diese wieder hinter sich schloss und sie anschließend hinter sie stellte. Er stützte seine Arme neben ihrem Körper an der cremefarbenen Zimmerwand und dem hölzernen Fensterrahmen ab. Sein Kinn ruhte nur wenige Zentimeter über ihrer linken Schulter.
      „Du hättest ihn nicht mit nach Hause bringen sollen“, wandte sich Aiden an Nyra.
      Sie lehnte ihren Kopf an den Fensterrahmen, direkt neben seine Hand, die an der Zimmerwand ruhte. „Ich weiß, aber ich hatte gehofft, dass sich etwas zwischen ihnen verändern würde. Schließlich hat er sie doch gerettet. Das muss doch irgendetwas bedeuten, oder nicht?“
      Aiden seufzte, wobei dies eine von ihren losen Haarsträhnen flattern ließ. „Ich hatte auch gedacht, dass er sich vielleicht ändern würde, aber wie du gesehen hast, ist alles beim Alten geblieben. Er ist immer noch genauso wie vorher. Man kann ihm ansehen, dass er deine Mutter liebt, aber das wird trotzdem nichts daran ändern, dass er seine Unsterblichkeit wieder zurück haben will. Du hast ihn eben gehört. Er wird alles daran setzten dieses Ziel zu erreichen und dabei wird er keine Rücksicht nehmen, weder auf sie noch auf dich, Nyra.“
      „Ja, das habe ich in zwischen auch bemerkt. Das ändert aber dennoch nichts daran, dass er mein Vater ist, auch wenn es mir nicht gefällt. Ich weiß nur nicht, ob es mir behagt, dass er seine Unsterblichkeit wieder haben will. Ist es nicht vielleicht ab besten so. Kein Kriegsgott bedeutet doch auch, dass kein Krieg herrschen sollte. Weltfrieden, was kann es besseres geben?“, wandte sich Nyra fragend an Aiden und drehte ihm ihren Kopf zu. Die beiden waren sich so unglaublich nahe, dass sie nur noch wenige Zentimeter trennten.
      „Ich wüsste da schon etwas“, gab Aiden zurück und blickte Nyra tief in die Augen. „Du hast versprochen, dass wir darüber reden, was geschehen ist.“
      Nyra wandte ihren Blick von Aiden ab und wieder dem Meer, vor ihrem Zimmerfenster, zu. „Ich weiß, aber ich habe keinen Schimmer, was ich dir sagen soll“, gestand sie ihm und fühlte sich dabei alles andere als wohl. Sie hasste es ihre Gefühle offenzulegen und sich damit so verletzlich zu machen.
      „Wie wäre es, wenn du mir sagst, was du in diesem Moment empfindest“, schlug er ihr vor und wartete geduldig darauf, was sie ihm antworten würde.
      Nyra lachte leise und bitter auf. „Das ist es ja gerade. Ich habe einfach keine Ahnung was ich fühle, oder was ich empfinden sollte. Es ist ein einziges Durcheinander. Sowohl in meinem Kopf als auch in meinem Herzen. Ich weiß wirklich nicht, was ich dir sagen soll, Aiden“, erwiderte sie und drehte sich erneut zu ihm herum. „Es ist in der letzten Zeit einfach so viel passiert, dass ich erst einmal meine Gedanken und auch meine Gefühle ordnen muss, bevor ich dir eine Antwort in diesem Punkt geben kann.“
      „Okay“, entgegnete er und nickte leicht mit dem Kopf, auch wenn sie ihm ansehen konnte, dass das nicht unbedingt die Antwort war, die er hatte hören wollen, würde er sich augenscheinlich für den Moment damit zufrieden geben. „Ich werde dir die Zeit geben, dir klar zu werden was du willst, aber du solltest nicht zulange warten, Nyra“, gab er zurück, neigte den Kopf zu ihr nach vorn, drückte einen leichten Kuss auf ihre Schläfe, wandte sich ab und verließ ihr Zimmer.