Gedanken

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    • @NekoMimi Alice
      Hahaha... Ja wir hatten ständig Ausfall. Deswegen haben wir uns auch oft beim D-Rex beschwert und dann nen Antrag auf eine Ersatzlehrkraft gestellt...und wegen Schwänzen... klar ich hatte dauernd Fehlstunden die unentschuldigt waren. Das hatten alle bei uns. Lag aber auch vielleicht daran, dass wir wegen Asbest in Containern unterrichtet wurden.

      Wenn du wirklich so viel zu tun hast, kann ich das natürlich gut nachvollziehen, dass du bevorzugst, mal den einen oder anderen Tag Pause zu haben.

      NekoMimi Alice schrieb:

      Oje, das klang jetzt wohl böser von mir als gedacht. Ich wollte dich echt nich kränken oder so und ich weis ja auch gar nicht wie das bei den meisten anderen Geschichten hier so ist. Wahrscheinlich stellen die auch alle jeden Tag was rein und ich stell mich wiedermal nur doof dabei an. Bitte entschuldige
      Ach was. Du brauchst dich nicht bei mir zu entschuldigen. Eher sollte ich mich entschuldigen, wenn meine Geschichte nur zeitraubend ist und dich dann am Ende doch nicht überzeugt, vor allem, wenn ich dann so viel so schnell poste, dass du dir richtig Mühe gibst hinterher zu kommen und dich dann doch die Enttäuschung packt.

      Nimm dir, wenn du magst, einfach mal die Zeit dazu alles in Ruhe durchzulesen.
      Ich erwarte nicht von jedem Menschen ein Kommentar zu jedem einzelnen Kapitel, welches ich online stelle.
      So lange es den Leuten Spaß macht die Geschichte zu lesen, bin ich glücklich. :)
    • Lamuria schrieb:

      Phi, zu deinem letzteren Kommentar wollte ich noch sagen, dass auch die überlegtere Erzählform von Anna/Julari einen Grund hat.
      Die Geschichte ist Quasi aus der Sicht von Damian und Anna am Ende der Geschichte. Da gibt es zwei Faktoren, die mitspielen.
      Erstens hat Anna/Julari da dann bereits all ihre Erinnerungen wieder hat und zweitens auch ein ganzes Stück reifer geworden ist.
      Hast du schon einmal siebzehnjährige heutzutage gehört, vor allem in Bus und Bahn? Also ich muss da sagen, dass wir damals auch den "Ghettoslang" raushängen lassen haben.
      Ich habe nichts gegen den Ghettoslang (außer, dass er sich schrecklich liest), sondern dagegen, dass du es nicht echt rüberbringst. Man nimmt es Anna nicht ab, dass sie tatsächlich so redet, auch wegen den ersten Kapiteln, in denen sie noch normal geredet hat. Nur in den Gesprächen mit dem Kerl der anderen Welt lässt sie das auf einmal raushängen.
      Wie gesagt: Entweder sie redet (und denkt!) durchgängig so, oder sie benimmt sich auch gegenüber ihren Verlobten so, wie sonst auch immer. Alles andere wirkt aufgesetzt.

      Lamuria schrieb:

      Ich meine, dass ich das auch in den Lexikoneintrag geschrieben habe. Der Leser soll die Protagonistin beim "erwachsen werden" begleiten.
      Anna ermahnt sich im Laufe der Geschichte immer wieder dazu, sich anzupassen, damit Sinai sie versteht. Aber ich glaube, genau das ist Thema im nächsten Kapitel, wenn ich mich nicht irre. Sie wird versuchen ihm etwas zu erklären und dann merken, dass sie mit ihren Ausdrücken nicht weit kommt.
      Schade, dass mir dies scheinbar misslungen ist vernünftig darzustellen.
      Aber solche Meinungen kann man sich auch eigentlich erst bilden, wenn man die ganze Story gelesen hat. So mache ich das zumindest.
      Was das erwachsen werden damit zu tun hat, dass du Anna nicht konsequent Ghetto reden lässt, sondern nur in Gesprächen mit ihrem Verlobten, verstehe ich jetzt nicht so ganz :hmm: Gegen das wachsen eines Charakters ist natürlich nichts einzuwenden, es ist ja erwünscht - pass aber auf, dass es nicht zu schnell passiert.
      Und noch zum letzten Satz: Meinungen über einen Text kann man sich sehr schnell bilden. Wenn du einen Fehler bereits in den ersten Kapiteln machst, dann werde ich meine Meinung über diese Kapitel nicht ändern, nur weil du ab Kapitel xxx es dann doch anders machst.
      Heißt, wenn du schon in Kapitel 5 Anna nicht glaubwürdig rüberkommen lässt, dann bilde ich mir darüber zu Recht eine Meinung, auch wenn sie in Kapitel 512 einheitlich redet.

      Zum neusten Kapitel:
      Auch hier wieder kann ich nicht nachvollziehen, wieso sie ihren Verlobten so beschimpft.
      In der wörtlichen Rede kommen mir ebenfalls wieder zu viele Sachen künstlich-ghetto-mäßig rüber, was so gar nicht zu ihrer Sprache in ihren Gedanken passt. Was anderes wäre es natürlich, wenn nicht aus ihrer Sicht erzählt werden würde - da könnte der Erzähler hochgestochen reden, während sie wie aus der Gosse redet. Aber so muss der Sprachstil ihrer Erzählungen und ihrem Gesprochenen natürlich schon zusammenpassen, was es einfach nicht tut.

      Das Gespräch an sich ist aber lustig und zeigt einem ein bisschen mehr über die fremde Welt, was ich toll finde.


      Sometimes, you read a book and it fills you with this weird evangelical zeal, and you become convinced that the shattered world will never be put back together unless and until all living humans read the book.
    • @Phi
      Hi erstmal.
      Also so langsam bin ich ehrlich gesagt etwas eingeschüchtert. Ich weiß grad nicht, was ich dazu sagen kann.

      Phi schrieb:

      Meinungen über einen Text kann man sich sehr schnell bilden. Wenn du einen Fehler bereits in den ersten Kapiteln machst...
      Okay. Wenn man einen Fehler bereits in den ersten Kapiteln macht, hat man meiner Meinung nach hart "gefailed" und sollte aufhören zu schreiben.

      Phi schrieb:

      ...wenn du schon in Kapitel 5 Anna nicht glaubwürdig rüberkommen lässt...
      Das ist noch viel schlimmer, als Fehler schon im ersten Kapitel zu machen, wenn der Hauptcharakter einer Geschichte unglaubwürdig ist. Ich überlege ernsthaft die Geschichte auf Eis zu legen, wenn ich ständig meine Intentionen verfehle. Kann ja auch nicht angehen. War halt ein Versuch zu schreiben, der dann doch nicht erfolgreich war. Ist schade, aber kann man nix machen.
      Ist schon eben ein sehr krasser Mangel an einer Geschichte, wenn man es als Autor nicht schafft, den Prota rüberzubringen. Dafür gibt es keine Ausrede oder Entschuldigung.

      Phi schrieb:

      ...während sie wie aus der Gosse redet...


      Ich habe jetzt persönlich keine Textstelle gefunden, an der es mir derart negativ und schlimm aufgefallen ist. Aber ich sehe scheinbar viel nicht...

      Phi schrieb:


      Aber so muss der Sprachstil ihrer Erzählungen und ihrem Gesprochenen natürlich schon zusammenpassen, was es einfach nicht tut.
      Keine Ahnung wieso das sein muss. Wenn ich meiner Schwester ein Gespräch aus meiner Jugend erzähle und die Leute dabei nachäffe, vielleicht noch einige Dinge, die ich zu dem Moment dachte in die Erzählung mit einbringe, heißt es nicht, dass meine heutigen Kommentare, die ich schon im nächsten Moment dazu abgeben kann auch in dieser Art sein müssen. Da kann man sich jetzt einige Gesprächsbeispiele ausdenken...
      Das ist jetzt natürlich keine Entschuldigung. Ich sag ja, da es scheinbar ein Reinfall ist und mein Verständnis sich dem Leser nicht zu erschließen scheint, sollte ich das beenden. Spart Zeit und Nerven.

      Phi schrieb:

      Auch hier wieder kann ich nicht nachvollziehen, wieso sie ihren Verlobten so beschimpft.
      Nur einmal. Und das als er ihr klar machte, dass er davon ausgegangen war, dass sie sich das Bett über Nacht teilen...

      Wie gesagt. Intention komplett verfehlt.
      Ich hab grad krasse Selbstzweifel und auch grad keine Lösung parat, wie ich diese Probleme alle lösen soll. Von daher ist das dann jetzt der letzte Part der von mir gekommen ist. Bis ich da keine Lösung habe, oder gelernt habe, wie man so schreibt, dass auch das von mir erwünschte Ergebnis rüber kommt, bin ich erstmal raus.

      LG, Lam.
    • @Lamuria Es tut mir Leid, wenn du das jetzt so direkt als Angriff auf dein Schreibtalent siehst. Ich wusste nicht, dass ich die Kritik bei dir sanfter verpacken sollte.

      Ich hoffe, du verstehst mich dieses Mal nicht wieder falsch: Ich habe doch nur ein einziges Problemchen mit deiner Geschichte. Wieso zur Hölle sollte man eine grandiose Idee in die Tonne kloppen, nur weil da ein Stimmchen ist, das Kritik übt? Es tut mir ja auch Leid, aber da musst du als Autor durch!
      Ich weiß nicht, vielleicht solltest du dir mehr Zeit dabei nehmen, Kritiken durchzulesen? Oder ich drücke mich unverständlich aus?

      Wie auch immer, ich versuche es noch einmal:
      Ich bin der Meinung, dass eine Ich-Erzählerin dasselbe Niveau wie die Person haben sollte, über die sie erzählt - nämlich sich selbst. Natürlich sind die Erzählungen in der Vergangenheit geschrieben, aber trotzdem wirft das mich als Leser extrem aus der Bahn und ich habe das Gefühl, zwei verschiedene Personen zu lesen. Einmal die Anna, die normal redet und dann die Anna, die kaum einen ordentlichen Satz zustande bringt, ohne übertriebene Umgangssprache und denglisch zu verwenden. Das stört mich einfach. Das heißt ja nicht, dass es allen anderen auch so geht.
      Ich bin doch nur EIN Leser hier.

      Und dass du Anna nicht gut rüber bringst, ist auch nur auf diese EINE Sache bezogen. Diese eine einzige. Eine! Wieso wirfst du wegen EINER Sache die Flinte ins Korn?

      Dass ich nicht nachvollziehen kann, wieso sie so mit ihrem Verlobten umspringt, kannst du doch auch entweder ganz leicht ändern, wenn du dem zustimmst, oder du lässt es eben einfach so, wenn du anderer Meinung bist. Es ist doch DEIN Buch, DEINE Geschichte.

      Ich würde mich freuen, wenn du weiterschreibst. Und ich würde mich freuen, wenn du zwischen der Kritik (die so viel aussieht, weil du irgendwie nie verstehst, was ich meine, weswegen ich immer ausführlicher werde, damit wir auf einen Nenner kommen) auch das Lob wahrnimmst, das du hier bekommst. Blendest du es total aus oder ist dir Lob nicht wichtig genug, um dir Kiritk damit wieder "wett" zu machen? Bitte, nimm dir Lob genauso zu Herzen wie die Kritik.

      So. Und jetzt hau weiter in die Tasten. Seh Kritik nicht als Grund, etwas hinzuwerfen, sondern als Möglichkeit, dich und deine Geschichte verbessern zu können. Du wirst nie etwas kreatives (oder generell Sachen) machen können, ohne dass aus 5 Ecken zu irgendwas Kritik kommt. Es liegt an dir, ob du sie annimmst (falls sie in deinen Augen berechtigt ist) und etwas daraus machst, oder einfach alles aufgibst.

      Ich hoffe sehr auf ersteres.


      Sometimes, you read a book and it fills you with this weird evangelical zeal, and you become convinced that the shattered world will never be put back together unless and until all living humans read the book.
    • @Phi

      Wooow... Moment.

      Phi schrieb:

      Es tut mir Leid, wenn du das jetzt so direkt als Angriff auf dein Schreibtalent siehst. Ich wusste nicht, dass ich die Kritik bei dir sanfter verpacken sollte.
      Du hast dich jetzt mehrfach wiederholt. Ich weiß nicht ob es dann noch als einfache Kritik zu sehen ist, oder als grundsätzliche Bemängelung.
      Nur als Beispiel:

      Phi schrieb:

      Erstens scheinst du besonders darauf zu achten, dass Anna auch ja viele neumodischen Wörter benutzt, wenn sie mit dem Idioten spricht (...). In den Passagen, in denen sie nicht mit ihm spricht, hat sie auf einmal wieder eine ganz normale Ausdrucksweise. Das kommt sehr gekünstelt rüber....
      ...
      ...Wieso nennt sie ihn dauernd Arsch, Idiot und Perversling?...
      und dann

      Phi schrieb:

      Ich habe nichts gegen den Ghettoslang (außer, dass er sich schrecklich liest), sondern dagegen, dass du es nicht echt rüberbringst. Man nimmt es Anna nicht ab, dass sie tatsächlich so redet,...
      ...
      Auch hier wieder kann ich nicht nachvollziehen, wieso sie ihren Verlobten so beschimpft.
      In der wörtlichen Rede kommen mir ebenfalls wieder zu viele Sachen künstlich-ghetto-mäßig rüber, was so gar nicht zu ihrer Sprache in ihren Gedanken passt.

      Wenn ich sowas lese, dann auch noch mehrfach, sollte ich nicht an meiner Schreibekunst zweifeln?



      Dann dazu:

      Phi schrieb:

      Ich habe doch nur ein einziges Problemchen mit deiner Geschichte...
      Irgendwie ja nicht. Moment ich suche eben bevor ich mich hier vertue.

      Phi schrieb:

      1. ...kann ich nicht nachvollziehen, wieso sie ihren Verlobten so beschimpft. (Heißt also, es ist mir misslungen, dass du dich erfolgreich in ihre Haut versetzen kannst, da du ihre Reaktionen nicht nachvollziehen kannst)
      2. ...wenn du schon in Kapitel 5 Anna nicht glaubwürdig rüberkommen lässt...
      (Punkt zwei hat natürlich mit Punkt 3 zu tun)
      3....zu viele Sachen künstlich-ghetto-mäßig rüber, was so gar nicht zu ihrer Sprache in ihren Gedanken passt... (Beides zusammen Bedeutet also mein Charakter hat keinen Charakter. Er passt nicht zu sich selbst und ist damit unglaubwürdig)
      ...

      Phi schrieb:

      Wieso zur Hölle sollte man eine grandiose Idee in die Tonne kloppen, nur weil da ein Stimmchen ist, das Kritik übt...
      Zu dem einen Stimmchen: Stimmt so nicht. Du bist nicht die Einzige -

      Wysenfelder schrieb:

      Ich unterschreibe @Phi's Kommentar. Das waren auch meine Gedanken.
      zumindest in gestriger Kritik, die aber das gleiche Thema beinhaltete.

      Was jetzt das in die Tonne kloppen angeht... Ich halte eigentlich sehr viel von deiner Meinung, da du auch immer als erstes dabei warst, im Detail auseinander zu klamüsern, was genau gut oder schlecht an den Posts war. Wie du gemerkt haben solltest, habe ich bisher immer versucht, allen deinen Ratschlägen Folge zu leisten, einfach allein aus dem Grund, da du es sicher besser kannst als ich.

      Edit: Es buggt! Ich konnte nicht zuende schreiben und musste daher vorzeitig absenden.

      Phi schrieb:

      Natürlich sind die Erzählungen in der Vergangenheit geschrieben, aber trotzdem wirft das mich als Leser extrem aus der Bahn und ich habe das Gefühl, zwei verschiedene Personen zu lesen. Einmal die Anna, die normal redet und dann die Anna, die kaum einen ordentlichen Satz zustande bringt, ohne übertriebene Umgangssprache und denglisch zu verwenden.
      Und genauso ist das auch! Ich nehm das jetzt mal auseinander, weil ich nicht anders weiß, wie ich das erklären soll.
      Anna ist Julari. Sie kann sich nur nicht daran erinnern. Sie bekommt am Ende der Geschichte alle ihre Erinnerungen zurück und schreibt ihre Erlebnisse nieder bevor sie sich entscheidet.
      Dieses Buch wird am Ende, genau wie das Tagebuch von Damian von einer Polizistin gefunden, die ihren Fall wegen den beiden klären muss und daher die beiden Beweisstücke so aneinanderhängt, dass sie das ergeben, was der erste Teil der Geschichte ist. Das was ich euch poste.
      Das mit der Polizistin ist dann der zweite Teil.
      Da Julari natürlich alle Erinnerungen an ihr Dasein als Anna behält, als sie die Geschichte verfasst, die ihr Leben als Anna darstellt, hat sie natürlich auch einiges mehr an Erfahrung zu diesem Zeitpunkt und auch eine ganz andere Sichtweise.
      Anna ist ein naives junges Gör, was ziemlich in ihrer Pubertät hängt. Julari ist eine erwachsene Frau, die weiß was sie will.
      Das ist ein innerer Konflikt, daher hat Anna/Julari ja auch psychische Probleme, aber auch das habe ich im Lexikoneintrag erwähnt.
      Sie lernt erst langsam damit klar zu kommen und immer mehr für sich selbst zu entscheiden, welches "ich" sie denn nun wirklich ist.
      Wenn sie von ihrer damaligen Sichtweise (Beginn der Story) aus erzählt, dann schreibt sie - unter anderem - deswegen in diesem Slang, weil sie zu diesem Zeitpunkt auch genau so gedacht hat.

      Phi schrieb:

      Dass ich nicht nachvollziehen kann, wieso sie so mit ihrem Verlobten umspringt, kannst du doch auch entweder ganz leicht ändern, wenn du dem zustimmst, oder du lässt es eben einfach so, wenn du anderer Meinung bist. Es ist doch DEIN Buch, DEINE Geschichte.
      Mag sein, aber wo ist da der Sinn, wenn meine Geschichte am laufenden Band falsch interpretiert wird, weil ich es nicht auf Kette bekomme mich vernünftig zu äußern? Der Leser muss sich doch in die Protagonisten hineinversetzen können. Ist doch bescheiden sonst...


      Phi schrieb:

      Blendest du es total aus oder ist dir Lob nicht wichtig genug, um dir Kiritk damit wieder "wett" zu machen? Bitte, nimm dir Lob genauso zu Herzen wie die Kritik.
      Natürlich blende ich das Lob nicht aus, aber was bringt mir eine noch so tolle Idee, wenn sie an der Umsetzung komplett gescheitert ist?
      Wenn auch nur einer von zehn Leuten die Geschichte nicht versteht ist es genau wie Wysenfelder damals gesagt hat. Wenn man sich als Autor erklären muss hat man was falsch gemacht.

      Wenn die Geschichte nachvollziehbar wäre, hätte ich mir vielleicht noch überlegt trotzdem weiter zu posten, aber so wie es gerade aussieht... naja...

      Phi schrieb:

      Seh Kritik nicht als Grund, etwas hinzuwerfen, sondern als Möglichkeit, dich und deine Geschichte verbessern zu können.
      Ich wüsste nicht, was man da noch verbessern soll. Komplett umschreiben vielleicht. Das sind so gravierende Mängel daran, dass ich nicht wüsste, wo ich anfangen soll, damit nicht überall "Ghetto-Slang" ist (weil ich das einfach nicht finde! Im ganzen "beschissenen" (sorry aber ich reg mich grad auf weil ich eben verkrampft meine ganze Geschichte mehrfach durchgelesen hab um was zu finden) welcher nur bei Sinai raushängt. Ich hab eher das Gefühl sie redet immer so. Und bei Sinai nicht besonders schlimm "Ghetto-mäßig"...
      Keine Ahnung. Ich seh nix was ich ändern soll. Es wurden speziell auch keine Textstellen, welche in Kontrast stehen vorgegeben. Ihre Gedanken sind da nochmal ne ganz andere Sache. Sie denkt - jetzt - anders als sie damals gesprochen und gedacht hat. Nur erzählt sie es aus heutiger Sicht. Wenn ich die Erzählerperspektive ändere, kann ich meine Idee für den zweiten Teil über den Haufen werfen, was nicht weniger nervig wäre...
      Dann, dass sie ihn so abweisend behandelt. Ist halt so. Sie ist in Damian verliebt, findet ihn irgendwie geil, hasst ihn aber, weil sie meint, der ist genau so wie sie selbst. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, kann man ja mal drüber rutschen. Das will sie nicht - Zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. Sie fühlt sich angegriffen weil er sie nackt gesehen hat, woran sie keine Erinnerungen hat, dann will er ihr Verlobter sein, mit ihr das Bett teilen und küsst sie einfach. Immer im Hinterkopf behalten - Sie liebt Damian!!!
      Ich wüsste nicht, wie ich sie anders reagieren lassen sollte, sodass es für mich Sinn ergibt. Dann finde ich auch, dass besonders im letzten geposteten Teil einfach nur ein einziges Mal bei ihr ihre Wut gegen ihn deutlich wird... keine Ahnung wo du siehst, dass sie ihn am laufenden Band beschimpft.
      Sie redet ihn sich zwar selbst schlechter als er ist, aber das ist auch so ne Sache. Sie akzeptiert sich selbst nicht und wie man das so macht, wenn man nen Knacks hat, projeziert man sein eigenes Verhalten auf andere...

      Keine Ahnung warum ich das hier noch schreibe.
      Ich sag ja ich kann es nicht ändern. Wenn es jetzt schon unlogisch ist, dann kann man keinem den Rest zumuten.

      LG, Lam.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lamuria ()

    • Wie du gemerkt haben solltest, habe ich bisher immer versucht, allen deinen Ratschlägen Folge zu leisten, einfach allein aus dem Grund, da du es sicher besser kannst als ich.

      Ich habe noch keine einzige Geschichte geschrieben, die länger als eine Wordseite ist ^^

      Ich finde trotzdem, dass du viel zu empfindlich auf die Kritik reagierst. Ich sage dir doch nur, wie ich es empfinde.
      Und es war nebenbei nirgends die Rede davon, dass deine Geschichte schlecht wäre oder Anna von vorne bis hinten unglaubwürdig ist. Nur einige Reaktionen kann ich persönlich eben nicht nachvollziehen.

      Zum Thema sofort aufgeben: mal angenommen, jemand versucht Klavier zu lernen und will nach 5 Stunden wieder aufhören, weil er noch kein Beethoven spielen kann - da würdest du dir bestimmt an den Kopf hauen, oder? ^^
      Gib nicht so schnell auf.

      Glaubst du, ich würde mir die Mühe von ellenlangen Posts und Erklärungsversuchen machen, wenn ich finden würde, du hättest kein Talent, es wäre Hopfen und Malz verloren oder wenn ich die Geschichte schlecht finden würde?

      Jetzt geh einfach nochmal in dich und kläre für dich ein paar Sachen:
      Ist die Kritik gerechtfertigt?
      Wenn ja, wie kannst du es ändern? Was kannst du besser machen?
      Wenn nein, wieso kam die Kritik dann überhaupt auf? Hast du etwas vielleicht nicht klar genug ausgedrückt?

      Und zu guter Letzt: Scheu dich nicht davor, schon fertig geschriebene Kapitel zu überarbeiten. Es kam die Kritik, dass viel zu oft das Wort "Pervers" vorkam und prompt wurde es im nächsten Post wieder verwendet. Geh vor dem Posten nochmal alles durch, ob bereits angebrachte Vorschläge gleich verarbeitet werden können.

      So, und jetzt habe ich auch keine Lust mehr, tausendmal dasselbe zu schreiben. Nimm die Kritik entweder an und wandel sie in etwas positives um oder "bock rum" (nicht böse auffassen!) und schmeiß alles hin, weil du es überdramatisierst. (Der Absatz klingt böser als ich es meine - stell dir einen nett winkenden Smiley dabei vor)

      Phi over and out :)


      Sometimes, you read a book and it fills you with this weird evangelical zeal, and you become convinced that the shattered world will never be put back together unless and until all living humans read the book.
    • Hi,

      ich weiß nicht, ob die Zeit vergeudet ist, aber ich habe momentan im Büro einige Zeit übrig. Also schreibe ich doch noch etwas dazu.

      Zunächst einmal sollte ich kein Salz in die Wunde streuen, aber ich sage es trotzdem: @Phi hat sehr schöne Kommentare unter deine Geschichte gesetzt, denen ich ausnahmslos zustimme. Es ist, als hätte sie mit meinem Gehirn gearbeitet und das formuliert, was ich nicht gebacken bekommen habe (und daher beim Verfassen wieder gelöscht).

      Genug davon, damit leite ich über:

      Du hast mir gesagt, dass du mit "Gedanken" eine etwas ältere Geschichte überarbeitest und reinstellst. Wenn ich das mit meinen ersten beiden größeren Geschichten (59 bzw. 120 Seiten) heute tun würde, würde auch massig Kritik kommen, und wenn mein Stil noch so gut wäre. Es sind einfach Dinge drin, die ich damals falsch gemacht habe und heute noch nicht so recht als falsch erkenne, weil ich verblendet bin. Und zwar von meinen eigenen Gedanken.
      Insofern könnte es dir helfen, etwas ganz neues anzufangen, auch wenn es schade um die Idee ist. Ich fand das mal was neues, dass Anna quasi beim Aufwachen vielleicht doch nur in einem Traum steckt - egal auf welcher Seite des Traums sie erwacht.
      Aber egal. Du schreibst bis auf die angesprochenen Mängel nicht schlecht. Ein Reset auf 0 und ein paar kleinere Geschichten zur Übung würden dir vielleicht helfen.

      Ich gebe dir noch ein Beispiel von mir, auch wenn wir eigentlich über dich reden wollten: Ich bin dabei, mit meiner Freundin eine wahnsinstolle Idee auszuarbeiten, jeder, dem ich davon erzählt habe, war mindestens angetan, wenn nicht begeistert. Aber warum fange ich nicht einfach an zu schreiben, wenn ich doch so fanatisch bin und sogar hier damit angebe? Ganz einfach: Ich will die Idee nicht mit meinem unausgereiften Stil verheizen. Denn dann ist sie weg, so wie dein toller Ansatz, und man ärgert sich. (o-ton "So etwas fällt mir bestimmt nie wieder ein!").
      Was mache ich stattdessen? Ich schreibe rund um die Idee Randgeschichten, mehrere kleine Hintergrundgeschichten zu den Charakteren usw., um einfach stilsicherer zu werden. Und glaub mir: OMG was ich manchmal vergeige, obwohl ich meine, etwas gutes produziert zu haben!
      Fazit, es wäre ratsam, wenn du es ähnlich angehst, oder auch ganz anders, nur einfach etwas neu anfangen.

      Ich möchte dich hiermit nicht bekräftigen, das Handtuch zu werfen, wie du es in deinen letzten Kommentaren tun wolltest (eine Reaktion, die ich irgendwie nicht erwartet hätte). Phi hat da schon recht, weitermachen verbessert dich ebenso, wie etwas Neues anzufangen. Vielleicht wäre es für dich persönlich auch besser, weiterzumachen. Ich habe keine Ahnung, aber ich wollte dir auch nur noch ein paar Anregungen geben.

      Dabei belasse ich es jetzt. Jeder hat jetzt etwas gesagt, das sollte passen.
      "Sehe ich aus wie einer, der Geld für einen Blumentopf ausgibt, in den schon die Pharaonen gepisst haben?"
    • @Wysenfelder
      Also zu Beginn möchte ich sage, dass ich nie gesagt habe, dass @Phi 's Kommentare nicht schön waren oder dergleichen.
      Auch ist mir durchaus bewusst, dass du ihrer Meinung bist, sonst hätte ich euch beide nicht zusammen in meiner letzten Antwort erwähnt.

      Wysenfelder schrieb:

      Du hast mir gesagt, dass du mit "Gedanken" eine etwas ältere Geschichte überarbeitest und reinstellst. Wenn ich das mit meinen ersten beiden größeren Geschichten (59 bzw. 120 Seiten) heute tun würde, würde auch massig Kritik kommen, und wenn mein Stil noch so gut wäre. Es sind einfach Dinge drin, die ich damals falsch gemacht habe und heute noch nicht so recht als falsch erkenne, weil ich verblendet bin. Und zwar von meinen eigenen Gedanken.
      So einmal zu dem "eine etwas ältere Geschichte":
      Es ist egal, wie alt die Geschichte ist, wenn ich die bereits nach meinem heutigen Verständnis umbearbeitet habe. Ich habe bereits alles so verändert, als hätte ich die Geschichte heute geschrieben.
      Mit dem "nicht als falsch erkennen, weil man selbst verblendet ist":
      Ich möchte dir erstmal Recht geben. Auch ich erkenne einige Fehler nicht. Das liegt aber einfach daran, dass ich heutzutage die gleichen Fehler mache, wie damals. Ich mache immer noch die selben Kommafehler und so weiter. Das habe ich bis jetzt einfach nicht in meine Birne gebrannt. Von daher macht es keinen Unterschied.
      Mein Problem mit eurer Sichtweise ist, dass ich sie selbst nicht vertrete. Hätte ich empfunden, dass ich Anna zu viel "Ghetto" reden lasse (wobei ich finde, dass das wirklich übertrieben ausgedrückt ist. Ich würde es eher Jugendsprache nennen.), dann wäre es längst abgeändert.
      Auch war eigentlich alles sehr wohl überlegt, als ich die Geschichte angelegt habe.
      Es mag zwar ewig her sein, seit ich die ersten Zeilen in ihrer Rohfassung geschrieben habe, aber nie kam mir auch nur in den Sinn, sie anders zu verfassen, oder etwas an der geplanten Storyline zu ändern.
      Das einzige, was ich heute vielleicht anders gemacht hätte, - und das nur, weil ich mich besser beim Schreiben rein finden könnte - wäre ihr Alter. Ich hätte sie einfach nur etwas älter gemacht und sie statt zur Schule, in eine Ausbildung gehen lassen. Vielleicht wäre Anna dann nicht ganz so unerfahren im Umgang mit Männern und Beziehungen aber das wäre auch schon alles.
      Ich hätte die Szenen trotzdem gleich beschrieben und ich hätte immer noch Anna in ihrem Slang reden lassen.

      Wysenfelder schrieb:

      Ein Reset auf 0 und ein paar kleinere Geschichten zur Übung würden dir vielleicht helfen.

      Das denkst du vielleicht. Es ist nicht so, als wenn ich vorher, oder zwischendurch nicht "geübt hätte" wie man eine Geschichte schreibt. Sicher würde sich einiges an meinem Stil ändern, wenn ich die Geschichte erst mit 30 schreibe, aber dann kann ich es auch gleich lassen.
      Eine Geschichte ist so, wie sie ist, weil der Autor in dem Moment des Schreibens eine Gewisse Geisteshaltung besitzt.
      Was soll ich dazu sagen? Reset auf 0 ziehe ich deswegen nicht in Betracht.

      Wysenfelder schrieb:

      Ich will die Idee nicht mit meinem unausgereiften Stil verheizen. Denn dann ist sie weg, so wie dein toller Ansatz, und man ärgert sich.


      Ja, dann habe ich wohl einen Fehler damit begangen, überhaupt mit dem Schreiben anzufangen. Wie gesagt, war ich nie die Beste in Deutsch und ein Migrationshintergrund verschwindet auch nicht mit Üben. Ich habe alles in meiner Macht stehende getan, um meinen "Stil" - wenn man das so bezeichnen kann - soweit zu verändern, dass er zumindest für die Mehrheit angenehm zu lesen und verständlich ist.
      Was sollte sich da noch in Zukunft ändern? Dann ist meine Idee eben weg. Da kann ich auch nichts dran ändern. Ich bereue es allerdings nicht und auch ärgere ich mich nicht darüber. Ich habe mein Bestes gegeben. Euer beider neueste Kritik kann ich nicht umsetzen und daher bin ich in eine Ecke gelaufen. Ist eben Pech. Ich mache niemanden dafür verantwortlich und so weiter. Wie gesagt, ich hatte mit der Geschichte gehofft, die Leute zum Denken, schmunzeln, usw. anzuregen und nicht, einen Literaturpreis zu gewinnen.

      Wysenfelder schrieb:

      Ich schreibe rund um die Idee Randgeschichten, mehrere kleine Hintergrundgeschichten zu den Charakteren usw., um einfach stilsicherer zu werden.
      Soweit ich mich erinnere, wird hier das erste Mal was von Stil gesagt.
      Dass du auch nicht mit dem Stil klar kommst, war mir nicht bewusst. Ich dachte es geht die ganze Zeit darum, dass man meine Charaktere nicht nachvollziehen kann, weil sie in ihrer Ausdrucksweise wörtlich, sowie Gedanklich Unterschiede aufweisen und darum, dass Anna sich so verhält, dass es für euch nicht stimmig ist. Also, dass sie Sinai nicht mag und ihm das auch zeigt...


      Ich könnte dir stundenlang die Randgeschichte erzählen. Das ist alles fertig und hat keinerlei Änderungsbedarf und an meinem Stil würde es nichts ändern. Wenn jemand seinen Stil ändern will, sollte er sich einen Autor suchen, der einen hat, welchen man lernen will und hoffen, durch viel Lesen seiner Werke, seinen Stil irgendwann imitieren zu können.

      Wysenfelder schrieb:

      Ich möchte dich hiermit nicht bekräftigen, das Handtuch zu werfen, wie du es in deinen letzten Kommentaren tun wolltest (eine Reaktion, die ich irgendwie nicht erwartet hätte). Phi hat da schon recht, weitermachen verbessert dich ebenso, wie etwas Neues anzufangen. Vielleicht wäre es für dich persönlich auch besser, weiterzumachen. Ich habe keine Ahnung, aber ich wollte dir auch nur noch ein paar Anregungen geben.
      Nicht? Also was sollte ich denn sonst machen? Phi und dich ignorieren, so tun als hättet ihr nie was zu ihrer Ausdrucksweise oder ihrem Umgang gesagt und einfach weiterschreiben, weil ich keine Idee habe, wie ich es abändern soll?
      Klar. Alles schreiben verbessert einen. Ich kann jetzt auch siebzig Kündigungen schreiben, werde aber irgendwann merken, dass sie sich alle nach und nach immer gleicher anhören. Das ist nicht wie beim Zeichnen, dass sich die Präzision in der Hand verbessert, wenn man es oft macht, oder irgendwann etwas ähnliches wie ein fotografisches Gedächtnis erlernt, wenn man lernt, auf die Details seiner Umgebung zu achten.
      Ich habe auch keine Ahnung. Anregungen hast du mir vielleicht gegeben, aber die ziehe ich nicht in Betracht. Soll jetzt kein Abschmettern von Vorschlägen sein, aber von 0 werde ich nicht anfangen. Was mache ich denn, wenn sich alles noch viel bescheidener liest, als jetzt schon? Ich glaub dann leide ich nicht nur an Selbstzweifeln, sondern auch an Depris. xD
      Die Randstory ist bereits fertig. Klar kann ich da 100 Storys drum rum kredenzen und trotzdem glaube ich, dass ich dadurch meine Geschichte nicht abändern würde. Wahrscheinlich würde ich alle kleinen Storys versuchen mit in die Hauptgeschichte einzubauen und dadurch total die verworrene, unübersichtliche Masse schaffen.


      Das ist ja nun nicht so, als würden die Leute nach der Geschichte schreien. Es wird also keinem einen Abbruch tun, wenn ich einfach aufhöre. Falls wirklich der Wunsch da wäre, ich solle weiter machen, dann müsste ich, meiner Unfähigkeit der Änderung wegen, einfach so weiter machen wie bisher. Das würde heißen, dass Anna so bleibt wie sie ist und Sinai so behandelt, wie sie es tut. Ich kann sicher einige beleidigende Ansprachen durch neutrale ersetzen, das wär's dann aber auch.


      Naja, mach dir nicht so viele Gedanken drum.
      Danke für dein Komment. War nett von dir.


      Liebe Grüße, Lam.
    • Eine Frage hätte ich trotzdem noch: Wieso denkst du, dass du es nicht abändern kannst? Der Punkt mit dem Wort "pervers" z.B. wäre doch das einfachste der Welt, es hier und da durch was anderes zu ersetzen.

      Genauso kannst du ein paar "Ghetto-Ausdrücke" (tut mir Leid, ich benutz die Bezeichnung einfach weiter, weil wir dann beide wissen, was ich meine) doch spielend einfach durch andere Wörter ersetzen.

      Beispiel:
      Was zum Teufel geht in deinem kranken Hirn eigentlich ab? = Was zum Teufel denkst du dir dabei?
      Ich habe bestimmt wirklich den Verstand verloren, dass ich mir so krasse Dinge in meiner Birne zusammenbauen kann. = Ich habe bestimmt wirklich den Verstand verloren, wenn sich mein Gehirn so wahnsinnige Dinge ausdenken kann.

      Nur jetzt auf die Schnelle als Beispiele rausgezogen. Das dürfte doch kein Problem sein? :hmm:

      Genauso würde es ja schon helfen, wenn du die Beleidigungen, die sie Sinai entgegenschleudert, abmilderst oder einfach weglässt. Irgendwo hat sie ihn z.B. Penner genannt, das kann man ja auch durch harmlosere Sachen wie Depp, komischer Kerl etc. abschwächen.

      Aber ich sage es immer wieder: Wenn du es gar nicht so empfindest, wie Wysi und ich es die ganze Zeit sagen, dann mach doch einfach weiter dein Ding? Deswegen alles wegzuwerfen und uns die Geschichte vorzuenthalten (wie bereits mehrfach gesagt, finde ich sie an sich toll) verstehe ich nicht.
      Was glaubst du, muss sich Stephenie Meyer alles anhören? Und trotzdem gibt es genug (mich eingeschlossen), die die Bücher genial finden. Nur weil Wysi und ich das jetzt alles bemängeln, muss es ja nicht jedem so gehen.

      Also ein letztes Mal rede ich mir den Mund fusselig:
      Entweder du siehst es auch so und willst es ändern, dann kannst du es auch ändern (siehe die Beispiele).
      Oder du stimmst uns nicht zu, dann ist das okay, dann änder es nicht und mach weiter wie bisher.
      Oder aber du schaltest weiter auf "zwei Leute hatten Kritik anzubringen, ich bin des Schreibens nicht würdig" und hörst auf.

      So. In diesem Thread gibt es gefühlt 5x mehr Diskussionen als Geschichte. Setz dich grad hin, atme tief durch und triff eine Entscheidung. Nur hör auf, so zu tun, als würden hier die Leute massenweise deine Geschichte als unwürdig und scheiße bezeichnen.

      :friends:


      Sometimes, you read a book and it fills you with this weird evangelical zeal, and you become convinced that the shattered world will never be put back together unless and until all living humans read the book.
    • Keine Ahnung was genau ich jetzt machen soll.
      Jetzt komm ich scheinbar rüber, als wenn ich bockig bin. Ist aber nicht so....

      Für's erste werde ich nichts abändern. Ich lese mir das jetzt alles nochmal siebzig Mal durch und bewerte dann im Zusammenhang ob es NOTWENDIG ist, oder nicht. Bis dahin bleibt es jetzt einfach so, weil Anna eben so drauf ist.
      Jetzt kommen eh wieder eine Weile lang keine Szenen, die in der anderen Welt sind, von daher kann ich mir auch überlegen, wie das mit Sinai und den Beleidigungen wird. Dort, wo ich jetzt eigentlich schon beim Schreiben angelangt bin, hat sie eh schon den Elan dafür verloren, da sie sich an ihn gewöhnt...
      Keine Ahnung ob es da nötig ist, noch mehr als jetzt schon abzuändern. In Kapitel 5 habe ich auch schon etliche Dinge weggelassen, weil es zu hart rüber kam.

      Was soll's, haut mich nicht, wenn Anna und Damian auch im gleichen Stil miteinander reden. Ist jetzt einfach so...
      Ich trau mich dann mit eingezogenem Kopf mal dazu, den nächsten Teil abzuschicken.


      Edit: gelöscht weil wegen Bockmist...

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    • Spoiler anzeigen


      Lamuria schrieb:

      Vorwort

      Gedanken

      Eigentlich bin ich nur ein ganz normales Mädchen.

      Gefühle sind wie zartes, grünes Gras, welches plötzlich im Winter unter einer dichten Schneedecke so unerwartet erstickt, dass es taub und leblos wird (tautologisch, wenn etwas erstickt, wird es für gewöhnlich recht leblos, soweit ich weiß). Irgendwann spürt man nichts [mehr].
      Doch wenn gelegentlich Menschen unbewusst auf den gefrorenen Gräsern laufen, zerbrechen diese zarten Grashälmchen so hilflos wie eine dünne Eisschicht (vielleicht fällt dir da ein anderer Vergleich ein. Gefrorenes Gras zerbricht wie etwas Gefrorenes, das zerbricht <- wiederholt sich alles etwas), die durch eine plötzliche Last einbricht, dass sie sich nicht mehr wieder erholen können.
      Sie sterben.
      Gefühle, die verschwinden.
      Erst mit der Zeit, wenn die Sonne nach einer viel zu langen Dauer wieder zum Vorschein kommt, um zunächst die betäubende Kälte zu schmelzen [Komma] und schließlich die Wärme des Frühlings, (kein Komma) neue Gräschen zum Erblühen bringt, erst dann vergisst man die schmerzlich Verlorenen.
      Unersetzlich.
      So ist es mit Gefühlen.
      Nur schlecht, dass der Frühling auf sich warten lässt.

      Normalität. Dieses Wort kann man nicht auf Menschen beziehen.
      Für Menschen gibt es keine Norm. Jeder ist auf seine Weise einzigartig, wobei der eine mehr, der andere weniger ergründbar ist.
      Warum ich euch hier eine Geschichte erzählen möchte?
      Nun, wenn man sich selbst fragt, ob man komplett wahnsinnig geworden ist, und seine eigenen Handlungen nicht mehr versteht, will man sie doch wenigstens verarbeiten und versuchen [Komma - wenn du keins machen willst, musst du "versuchen" und "nachvollziehen" vertauschen] nachzuvollziehen [Komma] was in einem selbst vorgeht.
      Was hat mich dazu gebracht [Komma] zu sein [Komma] wie ich bin?
      Was will ich eigentlich sein?
      Naja, was willst du sein?
      Jeder hat da seinen Wunsch, einen Leitfaden, an den er versucht sich zu klammern und nicht daran abzurutschen um das Gegenteil zu erreichen. (den Teil musst du, am besten in zwei Sätzen, neu schreiben - so ergibt es keinen Sinn)


      Doch irgendwie ist kaum einer glücklich.
      Das liegt daran, dass es einfach (du hast viele dieser überflüssigen Füllwörter drin) nicht klappt [Komma] sich an diesen Faden zu hängen, wenn man versucht, sein eigenes Gewicht und das der Dinge, die man auf dem Weg noch mitschleppt, zu tragen.
      Dazu ist er meist zu dünn und zerreißt einfach vor unseren Augen.
      Wie auch immer. Ich allerdings finde es faszinierend, dem Lauf meines Lebens zu folgen (wie kann man dem Lauf seines eigenen Lebens nicht folgen?). Vor allem stehen immer viele wichtige Entscheidungen an, und die gilt es zu durchdenken und letztendlich zu treffen. (Dieser Satz steht etwas zusammenhanglos da)





      1 - Unkenntnis und Vergangenheit

      »Kennst du das, wenn man morgens kaputter aufwacht [Komma] als man eingeschlafen ist, wegen Träumen, an die man sich nicht mal mehr erinnern kann?«, fragte ich meine beste Freundin Linda, während wir auf dem Schulweg angehalten hatten, um uns ein wenig zu unterhalten.

      »Was meinst du?« Sie schüttelte ihre Locken mit einer geschmeidigen Kopfbewegung in meine Richtung.
      »Ach, es ist nur… ich weiß nicht, warum ich immer noch müder aufwache als ich eingeschlafen bin«, antwortete ich.
      »Na! Ich will nicht wissen, was DU träumst!« Ich wusste, jetzt würde wieder irgendein Spruch kommen. Ich kannte sie schon zu lange [Komma] um etwas anderes zu vermuten. Meiner Erfahrung nach, (kein Komma) musste sie jede Chance ergreifen [Komma] über peinliche Einzelheiten zu spekulieren, die sich ihr ergab. Es war eben ihre Art, ihre eigenen Probleme zu überspielen.
      »Ha! Wahrscheinlich du und Klos, wie ihr übereinander herfallt!«
      »Oh mein Gott!« Ich verdrehte die Augen. »Wäre ja schön [Komma] wenn’s so wäre, nur schade, dass ich mich nicht daran erinnern kann.«
      Nun war sie an der Reihe [Komma] die Augen zu verdrehen.
      »Du hast Probleme…«, antwortete sie.
      »Wieso denn?«, wollte ich wissen.

      Bei ihr fühlte ich mich manchmal richtig unverstanden. Oftmals hatte sie nämlich überhaupt keine Lust, meinen kleinen Problemchen zu lauschen. Da sie meine beste Freundin war, tat es manchmal ganz schön weh, wenn meine eigene Gefühlswelt, von ihr kaum beachtet, (kein Komma) oder komplett ignoriert wurde, doch wirklich böse konnte ich ihr nie sein, da ich wusste [Komma] warum sie sich in letzter Zeit immer abweisender verhielt.
      Als sie etwa zehn Sekunden nicht antwortete, meinte ich nur schroff: »Na dann eben nicht.«
      »Bla, bla, bla.« Dann verstummte sie wieder. (du schreibst bis hierhin etwas ziellos, als wüsstest du nicht wirklich, was du mit deinem Text sagen wolltest. Das "Bla, bla, bla" ist ein gutes Beispiel dafür, außerdem zieht sich manches, wie z.B. der Absatz ab "Bei ihr fühlte" sehr in die Länge, obwohl es auch präziser ausgedrückt werden könnte)

      Dieses Verhalten machte mir klar, dass sie irgendetwas belasten musste. (grade eben hieß es noch, die Protagonistin wüsste, was sie belastet?)

      Und zwar etwas, das noch nicht so lange her sein konnte, denn sonst hätte sie nicht eben noch den angeblichen Inhalt meiner Träume verspottet. Sie war nie grundlos zickig. »Sag schnell!«, forderte ich, (Punkt statt Komma) »Der Unterricht fängt gleich an.«
      »Nachher…« Sie sagte es mit einem Hauch Traurigkeit in ihrer Stimme. Das war das Einzige [Komma] was ich zu hören bekam. (<- wieder so ein satz, der nur den Text in die Länge zieht)


      Heute war es besonders schön auf unserem Schulhof. Es war zwar schon Herbst, aber immer noch so warm, dass man ohne Jacke herumlaufen konnte, ohne sich zu erkälten. Naja, eigentlich mochte ich Herbstwetter überhaupt nicht. Morgens zu kalt, mittags zu heiß, und abends schon wieder zu kalt. Doch heute war es wirklich schön draußen und ich fragte mich, ob es bis Schulschluss weiterhin so bleiben würde.
      Der Himmel war in klarem Blau getränkt, welches mit seinen kleinen weißen Wölkchen, die sich wie kuschelige Wattepuschel aufbauschten, sehr sommerlich und beruhigend wirkte. [Leerzeichen] Mein Blick senkte sich, bis er auf der erhabenen Krone einer Eiche liegen blieb (zusammen), deren prachtvoll gefärbte Blätter durch die leichten Windstöße herumwirbelten, bis sich schließlich einige von ihnen lösten [Komma] um sachte auf den weichen, von Ästen und Laub bedeckten Gräsern zu landen.

      »Lass uns gehen«, sagte Linda.
      Also standen wir ohne weiteren Wortwechsel auf und gingen geradewegs ins Schulgebäude. Ein kalter Luftzug schob mich von hinten an und ein kühler Schatten legte sich über meinen Körper, als ich auf den Klassenraum zuging.
      Linda erzeugte immer sehr seltsame, quietschende Geräusche, wenn sie mit den Gummisohlen ihrer Turnschuhe, die ebenso lebensunlustig aussahen wie sie selbst, über den Fußboden schlenderte. Ich konnte sie einfach nicht dazu überreden, mal ordentliche Stiefel im Herbst zu tragen. (einige Sätze, wie z.B. dieser, schreibst du sehr umgangssprachlich; in den Dialogen ist das in Ordnung bzw sogar sehr gut, da es sie "echter", realistischer wirken lässt, aber im Erzählbericht solltest du dich etwas klarer ausdrücken) Sogar im dicksten (tiefsten?) Winter traf man sie, natürlich, in hässlichen abgetretenen Latschen an. [Leerzeichen] Dieses „a(das A muss hier große sein, da es sich bei dem zusammengefügten Wort insgesamt um ein Substantiv handelt)lte-Turnschuhe-Geräusch“ war bald allerdings kaum noch (hier eine beispielhafte Reihung überflüssiger Füllwörter) hörbar, denn eine riesige Gruppe Fünftklässler zog tobend und kreischend an uns vorbei.

      »Die haben sicher Ausfall«, murmelte ich im Versuch, unsere Konversation wieder zum Laufen zu bringen.
      »Ja«, meinte Linda nur emotionslos. Man sah ihr immer noch an, dass sie etwas bedrückte. Eigentlich wollte ich gar nicht wissen, was mit ihr los war. (dann würde sie sich nicht so viele Gedanken darüber machen, was mit ihr los ist)

      »Ich bin soooo müde...«, murmelte ich weiter, um sie abzulenken.
      »Aha«, machte sie nur.

      Es wurde eine sehr anstrengende Englischstunde mit unserem völlig verwirrten und absolut langweiligen Englischlehrer, Herr Deber. Obwohl ich mich total unterfordert (der Text zieht sich, wenn du immer derart viele Adjektive aneinanderreihst, um ein Substantiv zu beschreiben. Beschränk dich lieber auf ein, zur Not zwei konkretere) fühlte, kam ich in Englisch immer nur knapp an einer Drei vorbei. (wie kann das sein?)

      Als mein Blick über die Klasse schweifte, bemerkte ich zuerst gar nicht, dass Damian auch da war (in diesem Moment bemerkt sie es doch?). Er schwänzte oft den Unterricht und war dann stundenlang unauffindbar, also wäre es nicht besonders verwunderlich, wenn er auch heute abwesend gewesen wäre. Doch er war da. Er starrte an mir vorbei.
      Wahrscheinlich war er genauso gelangweilt wie jede andere in diesem Raum befindliche Person.

      Damian, auch bekannt als „Klos“, (kein Komma) oder „Kloske“, wie sie ihn ärgerten, war der Junge [Komma] in den ich seit einem Jahr verliebt war. Damals, als er die elfte Klasse wiederholen musste (wiederholen müssen hatte), kam er zu uns.
      Eigentlich ist er nichts Besonderes, rein äußerlich zumindest.
      Mittelbraune Haare, etwas dunkler als meine eigenen vielleicht, zart gebräunte Haut, einen leicht trainierten Körper, der sich hinter einer Mischung aus engen Jeans und Lederjacke verbarg. Nach meinen Vermutungen hatte er, was Klamotten betrifft, eigentlich weder einen festen Stil, noch besaß er die Lust [Komma] sich in Modevarianz zu testen. Er besaß schmale, jedoch sehr ausdrucksstarke, feste Lippen.
      Besonders schön fand ich seine Augen, die in ein leichtes, warmes, eher schon graues, gelbliches Grün getaucht waren, welches zur Pupille hin in dunkles Gelb mündete. Sie erinnerten mich an eine frisch blühende Frühlingswiese mit Löwenzahn, die auf (an) einem bewölkten Plätzchen wächst.
      Seine Augen beruhigten mich immer. (das war glaube ich die längste und mit Adjektiven und Beschreibungen vollgepackteste Darstellung von Augen, die ich je gelesen habe)

      Warum das so war, bleibt mir allerdings selbst ein Rätsel.

      Also saß ich nun, auf die rosafarbene Armbanduhr von Linda starrend, an Klos denkend, auf diesem unbequemen Stuhl [Komma] bis es endlich klingelte.
      Nun würde ich mich mit Linda beschäftigen müssen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sie etwas Weltbewegendes auf dem Herzen hatte, aber sie verhielt sich einfach auffällig lang depressiv. (vorhin hast du sie beschrieben, als hätte sie etwas Weltbewegendes auf dem Herzen)

      Bestimmt wieder nur eine schlechte Note, die sie ihren Eltern nicht beichten wollte. (warum hat sie dann schon vor der Schule so gewirkt?)

      Da sie aber Unterschriften brauchte, sollte ich diese also immer für sie fälschen.
      Dafür hatte ich Talent, wie ich finde.

      Wir setzten uns auf den Boden vor dem Klassenraum.
      Ich musste sie erst daran erinnern [Komma] mir zu erzählen, was sie so sehr beschäftigte, so versunken war sie in ihren Gedanken.
      »Naja«, sagte sie. »Weißt du, ich hätte vor einer Woche meine Tage kriegen sollen…«
      Ich zog die Augenbrauen zusammen. »Nicht schon wieder…«
      »Ja, doch [Komma] Anna, wenn du wüsstest [Komma] was ich mir für Sorgen mache.«
      Ich dachte kurz nach.
      Zum Glück war es wirklich nichts Schlimmes. Das einzige [Komma] wovor ich bei ihr wirklich Angst hatte [Komma] war, dass sie sich mit ihrem Freund zerstritten haben könnte.
      Dimitri war ein hochgewachsener, schwarzhaariger Russe mit eisblauen Augen und einem übertriebenen Akzent wie ich finde. Aber es war eben [Komma] wie es war. Er würde wohl nie die deutsche Aussprache beherrschen.

      »Okay, wir machen das so...« Ich vergewisserte mich ihrer Aufmerksamkeit. Nicht, dass sie sich vielleicht wieder in geistiger Abwesenheit übte.
      »...nach der Schule gehen wir in die Drogerie und holen uns so einen Test. Ich mach das auch für dich«, schlug ich vor, wobei ich ihr liebevoll zublinzelte. Als Linda zu Boden schaute, tätschelte ich ihre Schulter.
      »Und was mach ich, wenn...« Sie schauderte.
      »Ach, es wird schon nichts sein. Das dachtest du doch schon so oft!«
      »Ja, aber dieses Mal hat es ja auch einen Grund.« Jetzt war ich gespannt.
      »Was denn? Ihr benutzt doch Kondome, oder?« Ich wusste ja, dass sie einen Freund hatte, aber sie hatten kein sehr intensives Sexleben, wenn man ihr glauben konnte. Außerdem machte sie sich wegen jeder Kleinigkeit verrückt.

      »Ja, aber wenn es doch eingerissen ist...« Sie verbildlichte ihre Sorge mit Hilfe ihrer Finger, indem sie auf den winzigen Abstand starrte, den sie zwischen ihrem Zeigefinger und dem Daumen gelassen hatte. »...so ein winziger Riss oder so.« Verlegen senkte sie den Kopf.
      »Ach, wird schon nicht. Hast du denn irgendeinen plausiblen Anlass (sie reden die ganze Zeit sehr umgangssprachlich, da passt diese eher hochgestochene Konstruktion nicht rein), das zu denken? Außerdem machst du doch deine doofe Diät und dabei ist es ganz normal, wenn sich etwas mit dem Körper verändert.« Langsam beruhigte sie sich wieder.
      »Okay, und du holst das blöde Ding wirklich für mich?«
      »Jaaa«, sagte ich gespielt genervt. »Komm schon.«
      Ich nahm sie am Arm und zog sie hinter mir her den Schulhof entlang.
      Eine Stunde noch…

      Sie wollte mir am nächsten Tag Bescheid sagen. Es war ohnehin alles peinlich genug gewesen. Ich hatte den Test zwar bezahlt und anschließend eingesteckt, zuvor hatte Linda allerdings beim Vorbeigehen die Hälfte des Inhaltes des gegenüberliegenden Regals umgeworfen. Kondome und Gleitgel.
      Zum Glück kam dann ziemlich schnell eine nette Angestellte und half uns ohne unnötige Kommentare, alles wieder einzusortieren. (muss im PQP stehen, wie die Sätze zuvor. Und warum beschreibst du haargenau, wie sie vor der Schule NICHT miteinander reden und überspringst dann eine Szene, in der ausnahmsweise etwas passieren würde, indem nur noch rückblickend kurz davon schreibst?)

      »Na, dann...«, murmelte ich zu mir selbst, während ich meine Klamotten auszog.
      »Ich bin gespannt.«
      Zu Hause waren noch viele Aufgaben zu erledigen, wie immer, denn meine Mutter kam erst spät wieder Heim (klein).

      Mein Vater wohnte schon lange nicht mehr bei uns.
      Das Letzte, woran ich mich erinnere, ist, wie er an meinem sechsten Weihnachten nicht mehr da war und ich das Bild, welches ich für ihn gemalt hatte, meiner Oma geben sollte. [Leerzeichen] Später habe ich erfahren, dass er nach Amerika ausgewandert ist (war), um dort seinen Traum vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen.
      Ich bin ein Einzelkind. [Leerzeichen] Alles in allem hat es seine Vorteile [Komma] alleine aufzuwachsen, denn man braucht sich weder um Aufmerksamkeit, (kein Komma) noch um irgendetwas Materielles zu streiten. Außerdem besaß ich genügend Freunde, vor allem Linda, die immer wie eine Schwester für mich gewesen war, so lange ich denken konnte. (vorhin hat sie sich gedanklich darüber beschwert, dass Linda sich nicht für ihre Probleme interessiert)

      Meine Mutter war damals mit ihrem Vater in die Grundschule gegangen.
      Die beiden hatten sich das ganze Leben lang nicht aus den Augen gelassen, wobei das Schicksal allerdings wohl nicht gewollt hatte, dass sie bis zum Ende zusammen blieben (zusammenblieben). Gute Freunde waren sie trotzdem geblieben, so wie Linda und ich.
      Heute Nacht wollte ich ausschlafen.
      Hoffentlich nicht wieder so einen anstrengenden Traum träumen, an den ich mich nicht einmal erinnern kann (könnte). Ich musste die ganze Zeit an das denken, was Linda heute früh wegen meines Traumes gesagt hatte.
      Klos und ich. Allein der Gedanke daran war schon ein Witz, angesichts seines meidenden Verhaltens mir gegenüber, wobei ich mir ein Grinsen jedoch nicht verkneifen konnte. Übereinander herfallen? Ja, das wäre wirklich schön gewesen.
      Nicht, dass ich hier falsch verstanden werde, denn mit siebzehn entwickelt Frau nämlich durchaus auch derartige Bedürfnisse. [Leerzeichen] Ich wünschte mir in diesem Moment so sehr, er würde sich annähernd so für mich interessieren, wie ich mich für ihn. Bei diesen Gedanken kribbelte es in meinen Fingerspitzen, wie so oft, wenn ich aufgeregt war.

      Ich dachte noch viel über ihn nach.
      Eigentlich hieß er ja Damian Klosberg - kein schöner Name, wie ich finde - aber es erschien mir nie wirklich wichtig [Komma] wie ein Mensch hieß.
      Über Linda musste ich auch nachdenken. Was wäre, wenn sie wirklich schwanger war? So ein neues kleines Menschenleben ist so wertvoll.
      Man kann es hüten und formen, es wachsen sehen und versuchen [Komma] es zu einem guten Leben zu machen. Zumindest so lange, bis es sich dazu entscheidet, sein Leben selbst zu formen und sich weiterzuentwickeln. Unabhängig werden.
      Würde sie es behalten? Sicher nicht. Ich kannte sie zu gut, um derartiges (groß) zu vermuten. Es wäre einfach zu abwegig, sich Linda als sorgende Mutter vorzustellen.
      Sie konnte kleine Kinder auf den Tod nicht ausstehen [Komma] und das meine ich wörtlich (wie sonst?).
      Ihrem kleinen Bruder ist sie öfters (dieses Wort existiert nicht -> des Öfteren / öfter) schon mit mehr oder weniger gefährlichen Gegenständen in der Hand, die über ihrem Kopf zum Schlag bereit geschwungen waren, durch die gesamte Wohnung hinterhergejagt.

      Und Damian. Diese wunderschönen Augen.
      Ich konnte nicht anders, als mir vorzustellen, er würde mich mit einem süßen Lächeln ansehen, voller Liebe und Hingabe für mich. Dieselbe Hingabe, die ich ihm entgegenbringen würde, wenn er wenigstens eine Regung von positiven Gefühlen mir gegenüber entwickelte. Ich musste es eben unterdrücken, ignorieren. Was blieb mir schließlich übrig? Ich bin nicht der Mensch, der anderen um den Hals fällt und sie mit so belanglosen Dingen wie Verliebtheit belästigt (sie wirkt in diesem Moment durchaus SEHR verliebt).
      Damian war, soweit ich das beurteilen konnte, ein ruhiger Typ.
      Er war ein Jahr älter als der Rest meiner Klasse, was ihn zu etwas Unerreichbarem für mich machte. Er war zurückhaltend, stand in den Pausen bei den Schülern des höheren Jahrgangs, (kein Komma) und sprach, außer bei wenigen Gelegenheiten im Unterricht, zu keinem ein Wort...

      Es sei denn [Komma] man belästigte ihn [Komma] und das sollte man erwiesenermaßen nicht tun. Einmal hat (hatte) es unser Klassenclown, Maik Tuschek, versucht und bereut.
      Eigentlich hatte er sich mit Damian, wie mit jedem anderen aus der Klasse auch, wieder mal einen Spaß erlaubt.
      Viel Gefuchtel mit Wertgegenständen aus der Schultasche des jeweiligen Opfers.
      Da er selbst als größter Idiot der Schule bekannt war, versuchte er immer [Komma] die Aufmerksamkeit auf andere zu lenken und ihnen Scham zu bereiten. (Nein. Durch solche Aktionen lenkt er die Aufmerksamkeit auf sich, nicht auf andere)

      In diesem Fall Damian. Doch als Damian den Klassenraum betrat und voller Wut auf Maik zu rannte (zusammen), um ihm mit erhobener Faust (ohne erhobene Faust geht es schlecht) einen Haken zu verpassen, konnte sich die ganze Klasse vor Entsetzen und gleichermaßen Belustigung kaum halten.
      Alles ging sehr schnell. Zuerst flog ein kleines Kästchen aus Metall auf den Boden, unweit von meinen Füßen, welches noch vor einer Sekunde in Maik's (Deppenapostroph - im Deutschen gibt es den nicht, es heißt einfach "Maiks". Falls der Name auf s oder z endet, wird ein ' am Ende angehängt, aber in der von dir benutzten Form gibt es das nur z.B. im Englischen) Hand hin und her gefuchtelt wurde (das Wort "fuchteln" im Passiv gibt es meines Wissens nicht). Dann schlug Damian auf Maik's Gesicht ein, bis dieser zu Boden ging. Plötzlich war Maik wieder im Vorteil und verpasste Damian einen Haken.
      Insgesamt schien Maik jedoch die größeren Verluste davon getragen zu haben.
      Die beiden hätten sich tot geprügelt (zusammen), wenn nicht unser Deutsch- und Sportlehrer,
      Herr Maise, die beiden Jungen auseinander gerissen hätte. Maik, der wilde Flüche von Damian zugeschrien bekam, blutete währenddessen stark aus dem Mundwinkel.
      Doch als er mit seiner Zunge das heraus strömende (zusammen) Blut auffing, hielt Damian plötzlich inne. Er war wie verstummt.
      Ich weiß nicht, ob es der Schock darüber war, einen Mitschüler wegen irgendeinem Gegenstand (irgendeines Gegenstandes) aus seiner Tasche derart heftig geschlagen zu haben. (Vielleicht ist er ganz überraschend und zufällig ein Vampir und die beiden verlieben sich doch und es wird alles durch diese Tatsache ganz kompliziert ...)

      Ein kleines Kästchen mit zwei kleinen Glaskugeln waren (war - das Verb bezieht sich auf das Kästchen, da die Glaskugeln diesem durch das "mit" beigeordnet werden) alles, was ich davon sah, als er es kurz öffnete, wahrscheinlich [Komma] um seinen Inhalt zu überprüfen, denn Damian verbarg es daraufhin unverzüglich unter seiner schwarzen Lederjacke.

      Wie auch immer.
      Der Ausgang der Geschichte war, dass sich Maik letztendlich bei Damian entschuldigte und, seltsamerweise (eigentlich alles andere als seltsamerweise), nie wieder auch nur den Ansatz eines Versuches startete, jemanden mit einem persönlichen Gegenstand bloßzustellen.
      Gut für mich, denn ich selbst hatte noch nie einen von Maik's Streichen ertragen müssen und würde es nun wahrscheinlich auch nie.
      Mit letzten Gedanken an ein zartes, warmes Graugrün und eine Sommernacht schlief ich ein.



      Ich hab mir jetzt auch mal den Anfang deiner Geschichte zu Gemüte geführt und eine Korrektur samt Kommentaren im obigen Spoiler hinterlassen.
      Sprachlich wirkt der Text noch sehr ungeschliffen/anfängerhaft (du hast ihn ja, soweit ich weiß, auch geschrieben, als du noch nicht so lange dabei warst), mit vielen unnötigen Füllwörtern, einigen seltsam gebauten Sätzen und vor allem falsch oder gar nicht gesetzten Kommata.
      Inhaltlich ... passiert ja nicht besonders viel, du schreibst viel mehr, als du sagst. Man könnte wahrscheinlich die Hälfte des Textes einfach streichen und die Handlung würde sich nicht großartig ändern. Im Gegensatz zur äußeren Handlung stellst du ihre Gedanken sehr detailliert dar und charakterisierst sie dadurch schon zu Beginn der Geschichte - allerdings mit einigen Widersprüchen, die ich im Spoiler auch angesprochen habe :/ Vielleicht solltest du Teile nochmal neu schreiben und darauf achten, dass du dich klarer ausdrückst und nichts unnötig in die Länge ziehst.
      Ich befürchte, dass sich das Ganze nach dem ersten Kapitel (bzw schon währenddessen) zu einer recht typischen Geschichte der Art entwickelt, die schon sehr oft geschrieben wurde und mich nicht besonders interessiert 8o Beizeiten werde ich das zweite Kapitel aber trotzdem mal lesen

      LG
      Arathorn :hi1:
    • @Arathorn

      Vielen Dank für die umfassende Korrektur.
      Sie war wirklich sehr verständlich und ich konnte sie gut umsetzen.

      An manchen Stellen musste ich echt lachen, denn hier hat sich das erste Mal gezeigt, dass ich, wie ich bereits gesagt habe, wirklich Ausdrucksprobleme habe. Schön, dass du sie gefunden hast und mich darauf hingewiesen hast. Einige Zeilen habe ich entweder ergänzt, damit es mehr Sinn ergibt, oder aber komplett ausgelassen, um keine Verwirrung zu stiften.

      Zu einigen deiner Anmerkungen möchte ich aber was sagen...

      Arathorn schrieb:

      wie eine dünne Eisschicht (vielleicht fällt dir da ein anderer Vergleich ein. Gefrorenes Gras zerbricht wie etwas Gefrorenes, das zerbricht <- wiederholt sich alles etwas),
      Da hast du Recht. Ich hoffe Glas macht da mehr Sinn...??

      Arathorn schrieb:

      einfach (du hast viele dieser überflüssigen Füllwörter drin)
      Habe ich wirklich. Ich sehe sie aber nicht, wenn ich meinen Text selbst korrigiere, von daher wäre ich sehr froh darüber, wenn du mir in Zukunft weiterhin zeigst, wo ich wieder übertreibe. Keine Ahnung wie ich dazu gekommen bin, so viele Füllwörter zu benutzen...

      Arathorn schrieb:

      (das war glaube ich die längste und mit Adjektiven und Beschreibungen vollgepackteste Darstellung von Augen, die ich je gelesen habe)
      Tatsache. Beim Lesen fällt es mir nicht auf. Ich musste so lachen, nachdem ich deinen Kommentar dazu gelesen hatte, dass ich den Satz zehn Mal gelesen habe, bevor ich wusste wie ich - zumindest einige - Adjektive da herausnehme, den Satz wenigstens etwas kürze und trotzdem der Eindruck entsteht, die Protagonistin hätte sich die Augen ihres Schwarms sehr genau eingeprägt. :)

      Arathorn schrieb:

      (muss im PQP stehen, wie die Sätze zuvor. Und warum beschreibst du haargenau, wie sie vor der Schule NICHT miteinander reden und überspringst dann eine Szene, in der ausnahmsweise etwas passieren würde, indem nur noch rückblickend kurz davon schreibst?)
      Stimmt eigentlich. Warum hab ich die Szene nicht geschrieben? Naja jetzt ist sie geschrieben. Kannst ja mal drüber gucken und sie auch absegnen oder auseinandernehmen, falls ich wieder Fehler gemacht habe. ^^

      Arathorn schrieb:

      die immer wie eine Schwester für mich gewesen war, so lange ich denken konnte. (vorhin hat sie sich gedanklich darüber beschwert, dass Linda sich nicht für ihre Probleme interessiert)
      An der Stelle habe ich jetzt noch mehr zu Linda erzählt. Es sollte eigentlich erst später in der Geschichte kommen, aber vielleicht ist es gar nicht so schlecht, als Leser, den ein oder anderen Hinweis schon vorher zu haben.

      Arathorn schrieb:

      Ich bin nicht der Mensch, der anderen um den Hals fällt und sie mit so belanglosen Dingen wie Verliebtheit belästigt (sie wirkt in diesem Moment durchaus SEHR verliebt).
      Und da war der erste, total typische Fall von "Du hast dich schlecht ausgedrückt, Sandra."´
      Ja ehrm... Das sollte eigentlich nicht aussagen, dass sie nicht verliebt wirkt, sondern, dass sie sich nicht traut, es ihm zu sagen.
      Ich hoffe, dass meine Umformulierung an dieser Stelle dann Abhilfe schafft und nicht noch mehr Verwirrung stiftet, als vorher.

      Danke für den Hinweis. Das sind meine schlimmsten Fehler, weil dadurch der komplette Sinn einer Aussage nicht rüber kommt.

      Arathorn schrieb:

      gefuchtelt wurde (das Wort "fuchteln" im Passiv gibt es meines Wissens nicht).
      Doch, gibt es. Ich hab extra nochmal nachgesehen. verbformen.de/konjugation/fuchteln.htm

      Ganz unten stehen dann die Passivformen
      Passiv und Satz
      gefuchtelt werden :: Vorgangspassiv
      wird gefuchtelt · wurde gefuchtelt · ist gefuchtelt worden
      gefuchtelt sein :: Zustandspassiv
      ist gefuchtelt · war gefuchtelt · ist gefuchtelt gewesen

      ... er fuchtelt :: Nebensatz
      ... fuchtelt · ... fuchtelte · ... gefuchtelt hat

      fuchtelt er? :: Fragesatz
      fuchtelt · fuchtelte · hat gefuchtelt

      Arathorn schrieb:

      (Vielleicht ist er ganz überraschend und zufällig ein Vampir und die beiden verlieben sich doch und es wird alles durch diese Tatsache ganz kompliziert ...)
      Hahaha. Nein, leider nicht. Aber das wäre sicher auch eine Idee gewesen, nur fände ich sie nicht überraschend. ;)


      Auf jeden Fall: Dankeschön!
      Ich hoffe, dass du auch weiterhin liest und dann auch in so einem Umfang, wie gerade eben, eine Korrektur schreibst.
      Auch hoffe ich, dass dich die langen Posts nicht abschrecken und sich deine Annahme bestätigt, dass sich die Geschichte zu einer entwickelt, welche schon tausendfach geschrieben wurde und für dich dadurch langweilig wird. Vielleicht überrasche ich dich ja doch noch? xD
      Man weiß es erst, wenn es soweit kommt.

      Liebe Grüße,

      Lam.
    • Hallöchen.

      Heute gibt es die erste Hälfte des achten Kapitels.
      Für diejenigen, die unbedingt wissen wollen, was es mit Damian auf sich hat, sollte es bald interessanter werden. ;)
      Ich hoffe euch sagt die Story weiterhin zu und ihr lest fleißig weiter.

      Viel Spaß, Lam.



      Edit: gelöscht weil wegen Bockmist...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lamuria ()

    • Ein paar Sachen kommen mir wieder etwas merkwürdig vor:

      Wieso findte es Anna so gar nicht verwunderlich, dass Damian nach dem Kuss mal eben auf ihr einschläft? Ich würde mich doch sehr darüber wundern, wenn ich mit einem Typen im Sand rumknutsch und der dann wenige Sekunden drauf einfach auf mir einschläft.

      Wieso bleibt Anna bei Damian? Sie findet ihn ja anscheinend genauso pervers wie Sinai (zumindest beschimpft sie ihn auch damit), wieso also geht sie die paar Minuten nicht zu Fuß nach Hause, um sich dort zu duschen und umzuziehen? Genauso wenig besteht die Notwendigkeit, dass sie bei ihm übernachtet, wenn ihr zu Hause doch so nah ist. Auch wenn sie in ihn verknallt ist, betont sie doch oft genug, kein Flittchen etc. zu sein, deswegen würde es für mich logischer sein, sie würde nach Hause gehen.

      Ich verstehe auch wieder nicht, wieso sie jetzt Damian pervers findet. Wenn ich in der Badewanne "eingeschlafen" wäre (wobei es ja mehr ist als das) und dabei so halb ertrinke, dann würde mir anderes einfallen als meinen Retter pervers zu schimpfen.

      Lamuria schrieb:

      Jetzt war ich echt baff.
      »Du hast ein eigenes Schlafzimmer?«
      Wieso macht sie das baff? Ich würde es eher merkwürdig finden, wenn ein Einzelkind kein eigenes Schlafzimmer hätte, sondern noch bei den Eltern schläft oder so.

      Hier noch eine Kommaregel, die du dir mal näher angucken solltest, weil du es in 80% der Fälle falsch machst :) : Kommaregel

      Von den paar Sachen abgesehen, finde ich es sehr spannend, dass sich die zwei die Traumwelt zu teilen scheinen. Ich bin neugierig darauf, was hier der Hintergrund ist und ob sie sich im Traum demnächst begegnen - man kann zumindest rauslesen, dass sie wohl irgendwie verfeindeten Lagern angehören könnten.


      Sometimes, you read a book and it fills you with this weird evangelical zeal, and you become convinced that the shattered world will never be put back together unless and until all living humans read the book.
    • Hallo @Phi,

      Also ohne jetzt unhöflich sein zu wollen, habe ich langsam das Gefühl, dass du den Text nicht richtig liest.
      Entweder das, oder ich habe so eine krass andere Auffassungsgabe als du, dass ich mich dir gegenüber nicht vernünftig ausdrücken kann.

      Eigentlich hatte ich "dem Leser" etwas Kreativität zugemutet und gedacht, dass sich einige Dinge aus dem Kontext erschließen lassen.
      Ich werde versuchen, in Zukunft alles in mehreren Sätzen auseinander zu nehmen, damit auch wirklich sicher ist, dass die "message" rum kommt.

      Zu deinen Kommentaren im einzelnen:

      Phi schrieb:

      Wieso findte es Anna so gar nicht verwunderlich, dass Damian nach dem Kuss mal eben auf ihr einschläft? Ich würde mich doch sehr darüber wundern, wenn ich mit einem Typen im Sand rumknutsch und der dann wenige Sekunden drauf einfach auf mir einschläft.
      Falls du es nicht gemerkt hast, findet sie die Situation an sich schon verwunderlich. Sie weiß gar nicht, wie sie reagieren soll und bleibt erstmal schockiert liegen. Dann richtet sie sich auf und als sie gerade merkt, dass er eingepennt ist, hat sie gar keine Zeit zum reagieren, weil er sich direkt aufrichtet, bei ihr entschuldigt und sie in ein Gespräch verwickelt...
      Keine Ahnung ob ich jetzt extra noch nen Satz dazu schreiben muss, dass sie auch diese Sache, genau wie alle anderen, merkwürdig findet.

      Phi schrieb:

      Wieso bleibt Anna bei Damian? Sie findet ihn ja anscheinend genauso pervers wie Sinai (zumindest beschimpft sie ihn auch damit), wieso also geht sie die paar Minuten nicht zu Fuß nach Hause, um sich dort zu duschen und umzuziehen?
      Nein, liebe Phi. In dem Moment, als er sie zu ihm nach Hause bringt, hat sie nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet, dass er vielleicht pervers sein könnte, geschweige denn hat sie ihn bis dahin (oder überhaupt im gesamten Text bis hierhin) beschimpft.
      Eher ist es so, dass sie sich freut. Man kann es mit etwas Phantasie vielleicht rauslesen, dass sie sich sehr über den Kuss gefreut hat und sich natürlich mehr erhofft.
      Und dann nochmal zum Verständnis. Ich habe es schon mehrmals erwähnt, aber Anna hat aufgrund der ganzen Situation, die um sie herum entsteht (immer mehr Stress mit Linda, komische Träume, ihr Schwarm interessiert sich ganz plötzlich für sie und ist dann ziemlich strange in seinem Verhalten, sie traut sich nicht, ihre Probleme mit ihrer Umgebung zu teilen, da sie denkt, sie würde für Verrückt erklärt werden) einige psychische Probleme entwickelt.
      An einigen Stellen ist es angedeutet. Ich nehme mal eine beispielhaft raus, die meiner Meinung nach besonders aussagekräftig ist.

      Lamuria schrieb:

      Genervt von diesem nutzlosen Input, schaltete ich den Flimmerkasten aus und ließ mich in die Sofakissen sacken.
      »Diese Welt ist echt schlecht, wenn man sie nicht zwingend aus einem beleuchteten Winkel betrachtet.«, sagte ich zu mir selbst.
      Warum fing ich an Selbstgespräche zu führen?


      Da mich diese negativen Gedanken anfingen krank zu machen, ging ich zur Garderobe um mich vor dem Spiegel zu platzieren und mir mein schulterlanges, hellbraunes Haar zu einem Pferdeschwanz zu binden. Dann griff ich mir meinen Mantel, schlüpfte in meine Stiefel, prüfte ob sich mein Schlüssel in der Jackentasche befand und verließ schließlich das Haus.
      Und wenn man psychische Probleme, wie Depressionen, Stress oder anderes harmloses Zeug, wie Angst vor Schizophrenie hat, dann fängt man an sich komisch zu verhalten und ihre eigenen Gedanken in die Menschen ihrer Umgebung hinein zu interpretieren.

      Ich hoffe du kannst es jetzt endlich verstehen, warum Anna so ist, wie sie ist.
      Projektion (Psychoanalyse)

      aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Wechseln zu: Navigation, Suche
      Das Wort ‘Projektion’ kommt von lateinisch proicio, was ‘hinwerfen’ und ‘vorwerfen’ bedeutet. Auch der psychologische Begriff der Projektion kann umgangssprachlich grob als "(unbewusster) Vorwurf" übersetzt werden, und als ein "Hineinsehen" von etwas in eine Person oder Situation, was dort nicht oder nicht im vorgeworfenen Ausmaß vorhanden ist.
      Projektion bezeichnet in der Neurosenlehre allgemein − und von Schulen unabhängig − einen Abwehrmechanismus. Der Begriff Projektion umfasst das Übertragen und Verlagern eines innerpsychischen Konfliktes durch die Abbildung eigener Emotionen, Affekte, Wünsche und Impulse, die im Widerspruch zu eigenen und/oder gesellschaftlichen Normen stehen können. Eine solche Projektion richtet sich auf andere Personen, Menschengruppen, Lebewesen oder Objekte der Außenwelt.
      Psychoanalyse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
      In der Psychoanalyse nach Sigmund Freud versteht man unter Projektion einen Abwehrmechanismus, bei dem eigene, unerwünschte Impulse z.B. im Sinne von Gefühlen und Wünschen einem anderen Menschen (oder Gegenstand) zugeschrieben werden.

      Phi schrieb:

      Sie findet ihn ja anscheinend genauso pervers wie Sinai (zumindest beschimpft sie ihn auch damit),

      Phi schrieb:

      Ich verstehe auch wieder nicht, wieso sie jetzt Damian pervers findet. Wenn ich in der Badewanne "eingeschlafen" wäre (wobei es ja mehr ist als das) und dabei so halb ertrinke, dann würde mir anderes einfallen als meinen Retter pervers zu schimpfen.
      Also erstens schimpft sie ihn KEIN EINZIGES MAL PERVERS!
      Zweitens, war das nur ein Gedanke, der ihr so durch den Kopf gegangen ist. Der Grund dafür ist natürlich wieder oben erwähnte Auswirkung von Stress und Depression.
      Hier der Beweis, dass es keine verbale Beleidigung gab:

      Lamuria schrieb:


      »Du kannst doch nicht einfach so in der Wanne einpennen! Willst du ersaufen oder was?«
      Als ich begriff, wer mir da gegenüber stand und meinen Kopf über Wasser hielt, stieß ich ihn von mir, schrie laut auf und bedeckte meinen nackten Körper mit beiden Händen.
      »Du kannst doch nicht einfach so ins Bad kommen, wenn du weißt, dass da jemand drin ist.«
      Jetzt trat Wut in seine Stimme.
      »Hallo? Was soll ich denn machen, wenn du nicht antwortest? Ich dachte du bist ersoffen oder so. Soll ich dich einfach liegen lassen und warten?«
      Er stampfte wieder hinaus und rief mir noch zu, ich solle mich jetzt beeilen und ja nicht wieder einschlafen. Zu sehen hätte es eh nichts gegeben, da die ganze Wanne voller Schaum war.
      Am unheimlichsten war die Enttäuschung, die ich hinter diesen letzten Worten hörte.
      Ich wusste ja nicht, was in seinem Kopf vorging, aber langsam graute mir, dass er einfach ein perverser Arsch war, genau wie Sinai. Das konnte ja nicht wahr sein.
      Hier sieht man dann vielleicht genauer, dass es lediglich ein Gedanke war.

      Phi schrieb:

      Wieso macht sie das baff? Ich würde es eher merkwürdig finden, wenn ein Einzelkind kein eigenes Schlafzimmer hätte, sondern noch bei den Eltern schläft oder so.
      Auch hier Phi, habe ich das Gefühl, dass du immer das liest, was du hinein projizieren möchtest.
      Es ist die Rede von einem eigenen SCHLAFzimmer nicht von einem eigenen ZIMMER oder KINDERZIMMER.
      Also ich weiß nicht, wie das bei dir so war, aber ich hatte kein Schlaf-, Spiel- und/oder Arbeitszimmer in meiner Jugend. Ich hatte ein Kinderzimmer und das musste für alles langen. Ich glaube das ist normal so.
      Anna hätte sicher nicht so erstaunt geklungen, wenn da noch ein Schreibtisch drin gestanden hätte, aber wenn man die Beschreibung des Zimmers sorgfältig liest, fällt auf, dass es außer Bett, Kerzen und Schrankwand nichts gibt... ach stimmt, der flauschig, weiße Teppich.


      Abschließend danke ich dir für den Hinweis mit meinen Kommafehlern. Der im Link angesprochene Fehler ist mir bekannt, aber ich sehe ihn nicht. Ich mag es wissen und mache es trotzdem in 80% der Fälle falsch, wie du bereits angemerkt hast.
      Daher freue ich mich immer sehr darüber, wenn einer den Fehler im Text markiert.
      Auch freue ich mich, dass dich die Storyline interessiert, obwohl du bisher immer wieder Schwierigkeiten hattest zu verstehen, was ich genau intendiert habe. Ich hoffe ich konnte deine Verwirrung nun beenden.

      Liebe Grüße und Danke,

      Lam.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lamuria ()