Eisige Hände


  • Vogu lebt 8o noch. Mal sehen, wie lange, das erste heiße Eisen hat er ja schonmal in die Haut gebrannt bekommen. Und wieder erzählt er weder den Brüdern noch dem Leser was Neues, außer, dass er die Streckbank schon kennt (._.) Aber der Teil aus seiner Perspektive ist ziemlich gut geschrieben :thumbup:
    Der von Valyar liest sich holpriger, ist dafür aber deutlich interessanter. Ich hab im letzten Teil nicht gecheckt, dass er blind ist, obwohl du es vermutlich irgendwo geschrieben hast und man es durch das Tasten an der Wand entlang etc auch so hätte verstehen müssen, und komme mir grade ziemlich blöd vor :S Die Tatsache hebt die Qualität des vorigen Posts nochmal, du hast sehr gut dargestellt, wie er sich ohne Augen orientiert ^^ Es macht ganz den Eindruck, als sei der Falsche geflohen, um beide zu befreien, und um da herumrennen zu können, muss er sich schon sehr gut auskennen 8o Ist ja dann auch schiefgegangen - ich hoffe mal, er wird nicht geschnappt. Nur, dass er trotz Blindheit ein Feld pflügen muss (wurde im letzten Teil erwähnt), kommt mir komisch vor. Da pflügt er doch die ganze Insel kaputt :D


    Der letzte Post ist jetzt deutlich logischer, hast du alles gut gelöst. Hab nichts mehr dran auszusetzen :thumbup:



    :hi1:


  • So, eine Weile kam ich weder zum lesen noch zum korrigieren und musste deswegen jetzt erstmal ein bisschen aufholen. ^^


    Hach endlich kam wieder ein Teil mit Vogu vor. :thumbsup: Meiner Meinung nach kannst du ruhig ein bisschen aufs Foltern eingehen. :whistling::grinstare:
    Ich finde die Teile auch weiterhin sehr gut (bis halt die kleinen Ungereimtheiten aus dem Spoiler) und bin schon besonders gespannt, was für eine Rolle die beiden neuen Jungs spielen werden. ;)


    Im Übrigen nochmal zu dem Bären: Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ein Bär robben oder kriechen kann. Wenn ich mir bei Videos die Muskulatur bei nem Bär anschaue, kann ich mir das irgendwie nicht richtig vorstellen. :hmm:

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    ...und der Weg dahin sind meine Gedanken und meine unendliche Phantasie.

  • Bis Post 66:

    >>Töten? Nein, nein. Sterben ist leicht, der Weg dahin ist das Interessante. Hat nicht bereits Immortales gesagt: >Den Sündern unter euch jedoch, die sich in euren Reihen verstecken, soll das Herz bei lebendigem Leibe herausgerissen werden, sodass sie tausend Fegefeuer erleiden müssen?<<<
    Der Gefangene dachte einen Moment nach. Wer zur Hölle war Immortales, und wie viel Met hatte er denn bereits intus gehabt, als er das gesagt hatte? >>Ich weiß ohnehin nichts.<<

    Was mich an dem Satz stört ist eigentlich Kinderkram aber ich finde "intus haben" ist etwas umgangsprachlich und eher neuzeitlich. Das könnte man also, wenn man wollte noch anpassen.


    Ansonsten habe ich wenig bis gar nichts gefunden. Arathorn hat ganze Arbeit geleistet.
    Man merkt wie die Spannungskurve leicht ansteigt, aber es fehlt die ganze Zeit dieser Punkt, an dem sich eine Schlüsselszene entwickelt. Jetzt mit dem Zusammentreffen auf den Bären, und dass er sie offensichtlich fortschleppt, könntest du den erreich haben. Ich lass mich überraschen. Ist auf jeden Fall ein guter Cliffhanger..


    Ich bin noch nicht up to date, aber langsam hole ich wieder auf. Ich wollte dir nur auch mal ein Zwischenfeedback dalassen, ich habe dich nicht vergessen. :whistling:


    :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:


  • Valyar war vollkommen durchnässt, nachdem er endlich allen Schnee von sich abgeschüttelt hatte. Wie er doch diese Jahreszeit hasste.
    >>Verflucht seist Du bis ans Ende Deiner Tage<<, grummelte er. Am liebsten hätte er noch einmal gegen diesen Nichtsnutz eines Baums getreten. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass er erneut verschüttet wurde, hielt ihn davon ab. Daher beschränkte er sich auf Verwünschungen und Flüche, während er in seine Tasche griff. Eine Handvoll Erdäpfel, ein halbes Dutzend geschrumpelter Äpfel und ein Laib trockenes Brot. Nicht gerade das, was er ein Festmahl nannte. Und so wie es aussah, musste er sich dies einteilen. Die Erdäpfel hätte er ohnehin gleich wieder in den Schnee pfeffern können. Wie sollte er hier - inmitten der Wildnis - trockenes Holz für ein Lagerfeuer finden? Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass er ja nicht mal wusste, wie er das Geäst in Brand stecken sollte. Um seinem Frust Ausdruck zu verleihen, kickte er missmutig mit dem Fuß nach dem Gemisch aus Schnee und Erde. Möge es doch in der Hölle verrotten! Was sollte er jetzt tun? Einen Augenblick, aber wirklich nur einen winzigen Moment lang, dachte er daran, einfach zurückzukehren. Was konnten sie ihm schon antun? Zumindest verhungern lassen würden sie ihn nicht, schließlich hatte er reiche Eltern. Doch Zweifel daran ließen ihn zurückschrecken. Er hatte schon oft das Wimmern und Schreien armer Seelen gehört, die tief unter der Erde zum Reden gebracht wurden, wenn Valyar wieder einmal heimlich Miko besuchte. Was dort unten genau vor sich ging, wollte er lieber nicht näher erfahren.
    Der Junge hörte sich um, ehe er sich langsam in Bewegung setze. Wohin er genau lief und was er zu hören beabsichtigte, konnte er nicht sagen. Klar war jedoch, dass er nicht einen Tag hier draußen überleben würde. Wenn er nicht verhungerte und verdurstete, würde er sicherlich bereits in der ersten Nacht erfrieren. Daher hatte er einen Entschluss gefasst: Er würde zurückgehen und Miko dort herausholen, koste es, was es wolle. Wenn er nur nicht in die falsche Richtung lief. Dies war im Moment sein größtes Problem. Als er jedoch einen leichten Hügel hinaufstapfte, wusste er, dass er auf dem richtigen Weg war. Wenn es nur nicht zu spät war. Er wollte sich gar nicht ausmalen, was sie seinem Freund bereits angetan hatten.


    Dieser kauerte jedoch immer noch am Boden eines Flurs. Rechts von ihm stand Bruder Tyrus, der selbst nicht viel älter als Miko war. Er wusste jedoch nicht, weshalb sie so lange zu warten hatten.
    Dieses Geheimnis befand sich unter ihm, in den dunklen, modrigen Kellergewölben und hieß Vogu.
    Nachdem dieser noch eine Weile wie auf heißen Kohlen gesessen hatte, schwang in diesem Augenblick die Tür auf.
    >>Noch nichts von anklopfen gehört?!<<, schnauzte der Rote sogleich.
    >>Ich … ich ...<<, stammelte der junge Bruder verlegen.
    >>Bruder Krypto, lasst es gut sein<<, mischte sich zu Vogus Leidwesen nun Eloios ein. Wegen ihm hätten die beiden noch eine Weile streiten können.
    >>Ist es soweit?<<, fuhr Krypto fort. Der andere nickte nur eingeschüchtert und knickte den Kopf wie eine gefällte Eiche ein. Lächerlich, dachte Vogu. Ihn würde niemand dazu bringen, solche Demut zu zeigen. Doch da wandten sich die Brüder wieder ihm zu. Zwei weitere dieser Sorte waren aufgetaucht. Beide besaßen die Form eines Kleiderschranks, unterschieden sich nur in der Größe und hatten die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen.
    Auf Zeichen des Rothaarigen lösten sie umständlich Vogus Fesseln. Zeit zum Reiben der schmerzenden Handgelenke gaben sie ihm jedoch nicht, stattdessen zogen sie ihn gröber als sie gemusst hätten auf die Beine. Kryptos verächtliches Lachen begleitete Vogu noch den gesamten Weg entlang. Mühsam wurde er eine schmale Treppe hochgezogen. Oben angekommen kniff er geblendet die Augen zusammen. Obwohl die einzigen Lichtquellen die Kerzenständer an den Wänden waren, schien es hier unnatürlich hell zu sein. Doch eine Verschnaufpause wurde ihm nicht gegeben, stattdessen waren die beiden Brüder wohl der Ansicht, man müsse einen neuen Geschwindigkeitsrekord hinlegen. Mit forschen Schritten schleiften sie ihn hinter sich den Flur entlang. Aus den Augenwinkeln konnte der Gefangene noch einen mageren Jungen mit strähnigen, verschwitzten Haaren neben einem weiteren Bruder links von ihm erkennen. Der Gesichtsausdruck des Knaben jagte ihm einen Schauer über den Rücken. Es schien, als wäre sein Wille bereits gebrochen, seine Augen stierten apathisch ins Leere, während er kraftlos am Boden kauerte.
    Da wurde eine schwere Holztür geöffnet und Vogus Rast war wieder vorbei. Der Raum, den er nun mehr oder weniger freiwillig betrat, besaß kleine Öffnungen am oberen Ende der Wände. Sie waren vergittert, wobei er bezweifelte, dass irgendjemand überhaupt dort oben hinkam. Trotzdem war es in dem Zimmer stickig.
    Nun stießen auch Eloios und Krypto zu ihnen. Ersterer hielt eine merkwürdige Kette in Händen und murmelte leise Worte. Sie ließen die Tür hinter sich offen, sodass Vogu neue Hoffnung schöpfte. Wenn er jetzt die beiden Ochsen loswurde, war der Weg ins Freie schon gegeben. Einen winzigen Moment zögerte er noch, doch die hölzerne Streckbank zu seiner Linken festigte sein Vorhaben. Er sprang nach oben, winkelte sein Bein an, ehe er in die Magengrube des Größeren trat. Dieser gab ein Stöhnen von sich und lockerte für einen Moment den Griff. Vogu nutze die Chance, riss sich los und wirbelte herum, sodass er Auge in Auge mit dem Kleineren stand. Der Bruder hatte kaum Gelegenheit gehabt, die ganze Szene zu verfolgen, da schlug ihm der Dunkelhaarige bereits mit der freien, flachen Hand an den Hals. Frei, schoss es ihm durch den Kopf. Er war bereits an der Tür und beinahe über der Schwelle, als ihn ein metallener Gegenstand im Rücken traf. Wie ein Sack Mehl fiel er zu Boden und schnappte nach Luft, unfähig sich zu bewegen.
    Als er den Kopf leicht anhob, sah er direkt in die verächtlich aufleuchtenden Augen von Krypto, der in einer Hand eine eherne Zange schwang. Hilflos ließ sich Vogu nun hochwuchten und auf die Bank schleudern. Den pochenden Schmerz, den der Aufprall seines Kopfs auf das Holz verursachte, spürte er nicht einmal mehr. Schmerzhaft wurden seine Arme nach hinten gebogen und in die Schlingen des Seilzugs gelegt. Die Winde befand sich irgendwo hinter seinem Kopf.
    Er konnte sich nicht einmal mehr wehren, als die Brüder auch seine Beine festmachten. Es schien beinahe so, als hätte er aufgegeben. Doch sein Verstand war hellwach, erfüllt von Erinnerungen aus seiner eigenen Kindheit, die sich um dieses Folterinstrument drehten. Er hatte gedacht, dass er das hinter sich gelassen hatte. Wie dumm er doch gewesen war. Und nun lähmten sie ihn zusätzlich.
    Seine Gedanken wurden unterbrochen, als er das erste Klacken der Winde hörte. Einmal, zweimal. Langsam, gähnend langsam, spannte sich der Seilzug mehr. Es ließ Vogu anfangs nur keuchen. Doch dann verstärkte sich der Druck auf seinen Brustkorb. Er schrie auf, blind vor Qualen, während sich erste Schweißtropfen ihren Weg bahnten. Das konnte doch nicht das Ende sein, nicht, nachdem er so viel erlebt und vor allem überlebt hatte. Unmöglich. Vogu klammerte sich an den Gedanken, das alles zu überstehen. Sie würden ihn nicht töten, sie brauchten ihn noch. Er war ihr Schlüssel, sie würden ihn nicht umbringen. Er würde das … Ein erneutes Geräusch von Seiten der Winde zerriss buchstäblich seine Gedanken. Das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, übernahm seine Kontrolle. Die Panik ließ ihn aufbäumen, doch es hatte keinen Zweck. Er war an dieses schreckliche Instrument festgebunden, konnte nicht entkommen.
    >>Nein!<<, schrie er, kreischte er beinahe. Seine Stimme hat einige Tonlagen übersprungen, war beinahe nur noch ein Quietschen. Dann bewegte sich die Winde nicht mehr. Schmerz kroch langsam durch seinen Körper, hinterließ ein verwüstetes Schlachtfeld.
    >>Was soll das? Weitermachen! Habe ich gesagt, ihr sollt aufhören?!<<, keifte Krypto sogleich. Doch Vogu kam es so vor, als würde er dessen Stimme wie durch eine geschlossene Tür hören, so dumpf war sie. Offenbar hatten seine Sinne beschlossen, vorzeitig in Ohnmacht zu fallen.
    >>Aber Herr. Wenn wir weitermachen, dann …<<, ertönte eine weitere Stimme.
    >>Ist das euer Problem?<<, fauchte der Bruder weiter. Dann klackte die Winde erneut. Das letzte Mal, schoss es Vogu durch den Kopf. Die Befehlsgewalt über seine Gliedmaßen hat er bereits verloren, nur der Kopf gehorcht ihm ... noch. Aber wie lange?
    >>Weiter !<< Es klang bedrohlich, reine Blutgier spiegelte sich in diesem Wort.
    >>Nein, Bruder Krypto. Das reicht für’s erste Mal. Bei Immortales, wir wollen ihn nicht töten. Ein Verblichener wird uns nichts mehr sagen<<, mischte nun auch Eloios mit. Für Vogu zog dies die ganze Prozedur und so auch die Schmerzen nur weiter in die Länge.
    Doch bevor der brutale Bruder etwas erwidern konnte, wurde beinahe zaghaft an die Tür geklopft.


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  • Moin. Ich melde mich dann auch mal zu Wort.
    Ich muss zugeben nur den letzten Teil gelesen zu haben.
    Insgesamt finde ich deinen Schreibst ganz gut. Manchmal War ich mir nicht sicheer, ob du absichtlich die Satzkonstruktionen wiederholst. Das War zwischendurch etwas ermüdend.
    Du hast du Reaktion auf die Folter sehr schön umschrieben, aber es klang, als hätte er nur Angst und keine Schmerzen. Die sollte er gehabt haben wenn sie kurz davor waren ihn zu töten.


    Liebe grüße
    Jan


  • Die Szene mit dem Bären werde ich dann einfach in der Form weglassen.

    :thumbsup: Ist wahrscheinlich das Beste.


    Ich hoffe ich trete dir jetzt nicht auf die Füße, aber ich fürchte es gibt da noch etwas, was mir sauer aufstößt. :whistling: Nämlich die Sache mit der Streckbank in Vogus (Kindheit?) Ausbildung. Ich weiß gerade nicht mehr was die "Eiserne Hand" eigentlich ist (wurde ja auch noch nicht erwähnt, oder?), aber ich denke mal, dass es sich um eine Art Gilde handelt, die mitunter gefährliche oder direkt Mordaufträge annimmt. Dementsprechend müssen die körperlich sicherlich auf Höchstleistung sein. Dann ist es etwas unlogisch, dass deren Mitglieder während ihrer Ausbildung Verletzungen erleiden, die sie auch noch später behindern. Ich hab gelesen, dass einmal ausgerenkte Gelenke immer wieder und auch relativ schneller als beim ersten mal ausrenken. Da stell ich mir vor, dass ein Attentätter dem ständig das Handgelenk ausrenkt, eher unpraktisch ist. XD Außerdem kann es auch gut sein, dass das die Verletzungen nicht oder kaum geheilt wären - die ärztliche Versorgung in der Zeit war ja auch nicht die beste. Wenn dann noch mehrere Gelenke ausrenken, die dann alle erst schmerzhaft wieder eingerenkt werden mussten und dann ruhig gehalten werden müssten ... ich hoffe du verstehst was ich meine. :blush::D


    Wie du ja schon gesagt hast, ist dir dieser Teil leider wirklich nicht so toll gelungen. :hmm: Mir sind sowohl einige inhaltliche wie auch schreibtechnische Sachen aufgefallen, die ich ja im Spoiler erwähnt habe.
    Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass es mit Vogu weitergeht. ^^

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  • Okay, du hattest schon bessere Teile, das stimmt :/ Valyars Part ist aber an sich in Ordnung, du könntest vielleicht im zweiten Absatz die Sätze ein bisschen umstellen, vor allem mehr mit "Er/Valyar" beginnen, dann würde es sich glatter lesen und nicht so ... umständlich irgendwie.
    Beim zweiten Abschnitt (Vogu) wusste ich am Anfang wieder gar nicht, was abgeht. Du wechselst plötzlich von Miko zu Vogu, der irgendwo durch die Gegend geführt und wieder gefoltert wird. Warum ist die Streckbank eigentlich in einem anderen Raum? Warum ist Vogu überhaupt so hilflos? Er kann in Aikanas Träumen mit ihr reden, dürfte also eigentlich sehr mächtig sein. Er schaltet zwar die beiden Bewacher aus, vergisst dann aber sehr naiv die Priester :/ Wie ein sehr kompetenter Assassine wirkt er dadurch nicht. Dazu noch die Sache mit der Streckbank in der Kindheit, die @NekoMimi Alice (wie kürzt man das eigentlich am besten ab?) angemerkt hat - das hab ich mir beim Lesen auch gedacht :D Ich war mir immer noch nicht ganz sicher, ob er gefoltert wurde, um ihn abzuhärten (was wenig Sinn ergibt) oder Kinder foltern musste, um seine Gefühle abzutöten oder etwas in der Art :S Jedenfalls gewinnt man bei Vogus Teilen immer stärker den Eindruck, dass du einfach Lust hast, zu beschreiben, wie jemand gefoltert wird, anstatt die Geschichte voranzutreiben. Vielleicht liegt das aber auch an der Zeit, die zwischen den geposteten Teilen verstreicht, und es ist gar nicht so viel Text zu dem Thema, wie es mir gerade vorkommt :hmm:
    Und streich auf keinen Fall die Szene mit dem Bären, das war doch eine der wichtigsten in der ganzen Geschichte :huh: und warum sollte ein Bär nicht robben können?


    :hi1:

  • @Arathorn ich finde das mit der Folterung zur Abhärtung ergibt schon so irgendwo Sinn, da hat Nyneve sich durchaus was stimmiges überlegt. Straßenbanden verprügeln z.B. ihre neuen Mitglieder zu Beginn erstmal, um sie für weitere Prügeleien, die mit anderen Banden passieren, abzuhärten. Das ist im Prinzip hier dasselbe. Die Novizen (ich scheu mich grad davor Auszubildenden zu schreiben XD ) werden gefoltert, damit sie, wenn sie später mal gefangen genommen werden sollten, nicht sofort bei der kleinsten Folter einknicken und alle Geheimnisse preisgeben.


    Jedenfalls gewinnt man bei Vogus Teilen immer stärker den Eindruck, dass du einfach Lust hast, zu beschreiben, wie jemand gefoltert wird, anstatt die Geschichte voranzutreiben.

    Oje, hoffentlich war das nicht meine Schuld, weil ich gesagt habe sie könne ruhig ein wenig aufs Foltern eingehen. :pupillen::blush: Ich wollte nämlich nicht, dass sie ihm nur einmal kurz das Eisen aufdrückt und fertig, und am Ende heißt es dann er wurde voll gefoltert.


    Was die Sache mit dem Bären angeht, shame on me. Mein völlig übermüdetes Hirn hat aus Szene Satz gemacht. Die ganze Szene mit dem Bären sollte man wirklich nicht löschen, die ist ja sehr wichtig. Ich mag nur den einfachen Fakt des Robbens nicht. Wie gesagt, wenn ich mir Bären in nem Video anschaue und dann Hunde und deren beider Bewegungen vergleiche, kann ich mir persönlich nicht ganz vorstellen, dass ein Bär wie ein Hund robben kann. Wobei mir noch einfällt Nyneve, macht dein Hund das eigentlich von sich aus oder musstest du ihn das als Trick beibringen?


    P.S.: @Arathorn mach Nemia draus. ^^ damit kürze ich den Namen offiziell ab.
    P.S.S.: Die Sache mit dem Wortwitz am ende hab ich jetzt erst verstanden und nu schmeiß ich mich weg vor Lachen. :patsch::rofl:
    ... Meine Güte war das jetzt ein langes Kommentar. :sack:

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  • Bis einschließlich Post 75:


    Es wird langsam, ich hole wieder auf :) *g* Hier ein Zwischenfeedback.

    Nein, der Bär würde sie noch kennenlernen! Um dies noch zu bekräftigen, verschränkte sie die Arme und nickte.

    Irgendwie hatte ich bei dieser Geste sofort die bezaubernde Jeannie in meinem Kopf.

    Beißender Rauch schlug ihnen entgegen, sodass sie im ersten Augenblick nichts erkennen konnten. Doch dann sahen sie einige der Bauernhöfe am Rande des Dorfes bereits in rauchenden, verkohlten Gerippen stehen. Sie züngelten bereits gierig und mit ausgestreckten Fingern die Taverne empor.

    Was züngelte? Du erwähnst die Flammen gar nicht.


    Die Szene mit dem Bären war gut gemacht, aber auch absehbar. Das sie da trotzdem noch unsicher ist, ist auch nachvollziehbar.
    Ja und jetzt brennt das Dorf... Ich frag mich natürlich, wie die auf den Trichter kommen da hinzugehen. Kann ja keinZufall sein. Aber Vogu hat ja auch nichts verraten so richtig.. hm^^


    Bleibt spannend. ;)


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  • @Schreibfeder Ich werde hier und an der anderen Geschichte definitiv weiterarbeiten. Das Problem ist im Moment einfach, dass ich kaum Zeit habe, irgendetwas aufzuschreiben. Und wenn ich dann am Wochenende mal zwischendurch Zeit habe, kommen nicht unbedingt auch Ideen. Daher lege ich zurzeit alles auf Eis und warte auf die nächsten Ferien, die hoffentlich ein bisschen besser werden als die vergangenen. Denn ich will schließlich auch qualitativ was Sinnvolles hier reinstellen und das schaffe ich im Moment einfach nicht.
    Aber wie gesagt, weiterschreiben werde ich auf jeden Fall.
    Lg Nyneve :/


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  • Kapitel drei. Vierter Abschnitt. Das Gespräch zwischen Welun und Golan. Da musst du dringend noch mal rüber. Ich hatte es ja schon einmal kritisiert,dass es unklar ist, aus welcher Sicht geschrieben wurde. Es ist deutlich besser als nach meiner ersten Kritik, aber noch immer nicht gut genug, wenn ich es mit dem Rest deiner Arbeit vergleiche.


    Inhaltlich überzeugt mich deine Geschichte durchaus. Bis jetzt ist noch einiges unklar, aber es ist abzusehen, dass das sich ändert. Logikschwächen wurden ja schon sehr gut von Arathorn rausgefiltert. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Mach weiter so.

  • Hooo! Hab mich durch die ganze Geschichte gelesen. Und ich mag sie echt total! Die Kommis hab ich schändlicher weise ausgelassen, sorry, falls ich jetzt was doppelt bringe.
    Du bringst schöne Beschreibungen. So Worte wie Sonnentod, Ma'Laka und so find ich voll schön, passt toll in die Geschichte rein. Schade, dass du Mol'al'Shai nicht vollständig übersetzt hast. Du hast nur geschrieben, dass Mok Bezwinger oder Eisige Hand bedeutet.
    Hier eine Stelle, die mich beim Lesen etwas gestört hat:


    Zitat von Nyneve

    "Solltest du nicht besser bei Aikana bleiben und ihr beistehen?"

    Das ist im Kapitel drei. Golan sagt das zu Pa'Laka. Es scheint eher so, als wäre das Dorf der Nordmenschen eher ein von Männern dominiertes Dorf. Ist es da üblich, dass ein Vater seine Arbeit und so weiter links liegen lässt, wenn seine Tochter krank ist? Okay, sie ist ziemlich nah am Tod dran, aber trotzdem. Welun ist auch sehr verständnisvoll, das ist schön, aber ist es realistisch? Ist er eine Ausnahme, oder ist mein Eindruck von dem Dorf etwas falsch?
    Dann aber wieder reden sie über das Ganze Ehrung der Tochter Zeug, während sie in Todesgefahr schwebt...


    Dann: Aiakna verwundet den Bären ziemlich stark, aber ich denke, ein verwundetes Tier wird eher noch wilder und gefährlicher. Ich denke nicht, dass er von einem Dolchstoss ins Bein gleich zusammenklappt. Aber dann: ist eine solche Wunde (ist ja auch nicht die einzige) auf Dauer nicht ein Todesurteil für ein Tier in der Wildnis? Nicht, dass ich mich da sonderlich gut auskennen würde...


    In Kapitel vier: Sie sind im Wald und begegnen dem Monster-Bären. Da ist Golan etwas verwirrt und vergisst seinen Neffen.


    Zitat von Nyneve

    Welun wandte seinen Blick von dem Bären ab und sah den Vorsteher fassungslos an.

    Hat er echt Zeit dafür?


    Später, als Vogu in seinen Unterschlupf zurückkehrt, da findet er den Gefangenen tot vor. Ist das nicht eine Warnung? Da ist doch gleich klar, dass er sich vorsehen muss. Klar ist es auch schockierend. Aber ist es das Wert, einen der ihren umzubringen, um sich mit Vogu einen Scherz zu erlauben?


    Als Aikana sich in diesem Dämmerzustand befindet, da entdeckt sie eine Wunde an ihrem Bein. Die ist von Vogu, richtig? Aber wenn du dann bei Vogu weiterschreibst, da scheint er ganz in Ordnung zu sein. Keine Beinwunde.


    Noch ein Detail: du brauchst oft das Wort 'unangenehm'


    Ist es Zufall, dass Vogu ein Mörder der 'Eisigen Hand' genannt wird? In Aikanas Dorf ist eisige Hand ja ein Ehrentitel. Gibt es da einen Zusammenhang? Bin gespannt, was da noch draus wird.


    In Kapitel 5 schreibst du:


    Zitat von Nyneve

    Ein leises Knurren liess sie erstarren, flackernde Bilder des toten Fischers...

    War es ein Fischer, ich dachte ein Bauer. Oder meinst du nicht den Typen, der wahrscheinlich noch nie mehr als eine Sichel in der Hand hatte?


    Ja, das sind so die wichtigsten Sachen, die mir aufgefallen sind.


    Auf jeden Fall find ich Vogu super toll! Diese Figur bringt so viel mystisches mit in die Geschichte rein. Er scheint eine Art böser Superheld zu sein. Bin gespannt, was du noch alles von seiner Vergangenheit preisgibst :)


    Hoffe, du schreibst bald weiter!!


    Lg, Ren

    Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
    von einem Herzen zum andern;
    Doch wo es keine Mauer gibt,
    wo soll dann eine Türe sein?
    Rumi


  • So, da bin ich wieder
    Nach langer - nach seeeehr langer Abwesenheit (thx Netzwerkbetreiber und geliebte Lehrer ) habe ich mich nun mal wieder an einen neuen Post gesetzt (ist eben auch ein bisschen doof, wenn man vergessen hat, was man schreiben wollte...). ich hoffe, ihr - falls es euch noch interessiert - wisst noch ungefähr, um was es in dieser Geschichte überhaupt ging ;). Außerdem befürchte ich, dass dieser Teil noch nicht so gut ist wie die davor, einfach aus dem Grund, dass ich schon länger nicht mehr zum Schreiben kam und erst wieder hineinfinden muss. Dennoch wollte ich euch nicht länger warten lassen...


    gaaaaanz liebe Grüße, Nyneve






    Einen Augenblick starrten alle Anwesenden die Tür an. Vogu sah sich bereits in Jahrhunderten als verblichenes Knochengestell noch immer auf der Bank liegen, da er einfach vergessen wurde. Doch dann kam Eloios auf ihn zu und drehte die Winde zurück. Erleichtert atmete der Gefangene mehrmals ein und aus und versuchte seine schmerzenden Glieder zu lockern.
    Währenddessen hatte Krypto die Tür zornig aufgerissen und funkelte nun den Störenfried zornig an.
    >>Ja?<<, schnauzte er auch sogleich.
    >>Herr... ich<<, stotterte der andere überrascht. Dann schien er sich jedoch zu fangen und redete im Flüsterton auf den anderen ein. Obwohl es totenstill im Raum war und alle wie gebannt auf den Neuankömmling starrten, konnte Vogu kein Wort verstehen. Normalerweise hätte er jetzt mithilfe der Gedankenmanipulation - der einzigen magischen Überlieferung, die die Eisige Hand noch ihren Schülern mit auf den Weg gab - das Gespräch heimlich weiter mit angehört, doch wieder fiel sein Blick auf den kleinen, durchschimmernden Kristall in Kryptos Tasche. Verflucht soll er sein.
    Doch auch ohne unnatürliche Hilfe konnte Vogu mithilfe einiger körperlicher Verrenkungen erkennen, dass es wohl keine guten Nachrichten waren, die Krypto in diesem Moment ereilten. Sein Gesicht ähnelte stark einem Hexenpilz, während die Dampfwolken über ihm eine unerträgliche Hitze absonderten.
    >>Ihr habt einen Vierzehnjährigen entkommen lassen?!<< Das Gebrülle des Geistlichen war vermutlich im gesamten Kloster hörbar. Es schien beinahe die Wände zu sprengen und den Boden zum Beben zu bringen. Irritiert zogen Vogu und Eloios gleichzeitig eine Augenbraue nach oben.
    >>Aber Herr, ich war doch überhaupt nicht anwesend und ... und wir haben seinen Komplizen gefangen<<, stotterte der andere. Offenbar schien er eine leichte sprachliche Einschränkung zu besitzen. Doch Vogu beschäftigte etwas ganz anderes - nicht zuletzt, um das empfindliche Ziehen einiger Körperteile zu verdrängen: Wieso regte sich Krypto derartig über das Verschwinden eines Kindes auf? Natürlich wäre das auch bei der Eisigen Hand als Regelbruch geahndet und gebührend bestraft worden, doch einen wirklichen Skandal hätte es nicht ausgelöst. Im schlimmsten Fall wäre das Problem eben still und heimlich aus dem Wege geräumt worden.
    >>Dann schafft ihn sofort her!<<, schnauzte Krypto. Vogu beschlich inzwischen das Gefühl, das sie ihn tatsächlich für den Augenblick vergessen hatten.
    Doch anstatt den Namenlosen einfach gehen zu lassen, folgte der weiterhin zornige Bruder ihm und schien ihm nicht gerade Zuspruch zu geben. Eloios wies daraufhin den Dritten im Bunde an, Vogu zu befreien und ihn in sein "Zimmer" zu bringen.


    Über das Aussehen des besagten Raumes gab es wohl nur wenig auszuführen. Viel konnte Vogu durch die Dunkelheit ohnehin nicht ausmachen. Als er die piepsenden Geräusche im hinteren Eck hörte, war er regelrecht dankbar dafür: Er hasste Ratten abgrundtief. Um nicht weiter daran zu denken, versuchte er, seine Gedanken zu sortieren. Die Sekte des Immortales war wohl weit gefährlicher als der Anhänger der Eisigen Hand gedacht hatte. Überhaupt hatte er viel zu wenige Informationen erhalten, um noch einen klaren Blick zu behalten. Zum einen war da sein Auftraggeber, der mächtigste Mann weit und breit, dessen Macht darin lag, Informationen zu horten und sie für seine eigenen Ziele zu missbrauchen. Vermutlich war dies auch der Grund, weswegen Vogu und all die anderen Mörder, Söldner und Halsabschneider ihm weiterhin die Treue hielten. Die Arme des Herads von Erselberget waren lang, seine Mühlen mahlten nicht nur fein, sondern auch schnell. Wer einmal in seine Ungunsten gefallen war, würde dies wenig später bereuen.
    Doch dies war im Moment nicht Vogus drängenstes Problem. Denn zum anderen war da die Sekte, die finstere Pläne von der kleinen Insel aus schmiedete. Was hatten sie vor? Und was konnte er dagegen unternehmen? Ein weiterer Name tauchte da im Dunkeln auf. Aikana. Einer der Brüder hatte sie in die Sache mit hinein gezogen. Und irgendetwas stimmte mit ihr nicht. Beinahe hatte er das Gefühl gehabt, eine weitere Präsenz bei der Gedankenverschmelzung zu spüren.
    Vogu gab ein undefinierbares Geräusch von sich, das eine Mischung aus Schnaufen und resigniertem Seufzen darstellte. Das brachte ihn im Moment nicht weiter. Zuerst einmal musste er hier ausbrechen - und zwar lieber heute als morgen. Vielleicht konnte er Kontakt zu dem Flüchtigen aufnehmen. Ein verwirrtes Kind war sicherlich leichter zu beeinflussen und würde ihm mitunter wichtige Informationen geben.


    Passend dazu erklang das Geräusch von aufeinander schlagendem Metall.
    >>Nein, ich will nicht!<<, erklang die hohe Stimme eines Jungen.
    >>Sei ruhig, du kannst froh sein, dass dir sonst nichts passiert. Außerdem erhälst du unschlagbare Gesellschaft, nicht wahr, Mörder?!<<, fauchte jemand. Vermutlich ein weiterer Bruder. Langsam konnte Vogu diese Kutten wirklich nicht mehr sehen. Aber als die eiserne Tür aufschwang, stockte ihm der Atem. Wenn er doch nur diese verdammte Eisenkette an den Armen und Beinen hätte loswerden können. Doch ohne eine Chance für Vogu zu entkommen, schlenderte der Verrückte mit dem Kind in den Raum und kettete es betont langsam an. Dann verließ er sie wieder, jedoch nicht ohne einem spöttischen Nicken gen Vogu. Mit ihm verschwand auch die kleine Öllampe, die ein dusiges Licht verbreitet hatte.




    Aikana hatte es tatsächlich geschafft. Sie glaubte es selbst kaum, als sie sich die leeren Hände an der Kleidung abwischte. Das gesamte Stück Fleisch hatte sie in mühsamer Kleinstarbeit hinuntergebracht. Als sie sich umsah, konnte sie die Umrisse des Bären im hinteren Teil ausmachen. Das Mädchen nahm ihren gesamten Mut zusammen und stand mit wackligen Knien auf. Das Tier war einen Schritt auf sie zugegangen, also sollte sie es ihm wohl gleich tun. Natürlich wusste sie, dass ein Bär kein Mensch war, doch irgendetwas in ihr war sich sicher, dass er nichts Gewöhnliches war.
    >>Ähem... ich weiß, du wirst mich wohl kaum verstehen. Aber ich würde ... ehm... gerne wissen, was du von mir möchtest, Bär<<, vorsichtig setzte Aikana einen Fuß vor den anderen. Das Reden nahm ihr ein wenig die Angst, es schien ihr beruhigend, dass ein Mensch ihre friedlichen Absichten erkennen würde. >>Ist das nicht komisch, ich kann dich nur 'Bär' nennen.<< Ein unsicheres Lachen entfuhr ihr. Gut zwei Schritte vor ihm blieb sie stehen.
    >>Weißt du, ich bin bereit, unser Kriegsbeil zu begraben. Schließlich sieht es nicht so aus, als wäre ich deine nächste Mahlzeit.<< Mein Gott, Aikana, was redet du nur für einen Unsinn? Du machst dich komplett lächerlich, dachte sie währenddessen. Doch plötzlich hob das Tier den Kopf und starrte sie aus seinen dunklen Augen heraus an. Sie war sich sicher, dass er keine Ahnung hatte, was Aikana gerade gesagt hatte, spürte jedoch gleichzeitig keine Aggressionen. Nach einem tiefen Einatmen machte sie noch einen Schritt auf ihn zu und kniete sich hin, sodass sie schräg vor ihm saß. Während sie den Kopf leicht schräg legte, betrachtete sie das Tier eingehender - zumindest sofern die Lichtverhältnisse es zuließen. Mit einer ruhigen, langsamen Bewegung tastete sich ihre Hand näher. Als sie bereits die Wärme spürte, die das Tier ausstrahlte, kniff sie die Augen zusammen.
    Vogu hatte ja auch mithilfe von Träumen mit ihr kommuniziert, vielleicht würde dies ja auch mit dem Tier und im wachen Zustand funktionieren. Vor ihrem geistigen Auge formte sie das Bild eines langsam fließenden Flusses. Dann spürte sie das Fell des Bären zwischen ihren Fingern. Doch sie versuchte, ihre Aufregung zu unterdrücken und stattdessen die Vorstellung zu verschärfen. Nun stand sie selbst inmitten dieses Flusses, einen langen, hölzernen Speer mit metallener Spitze auf die Wasseroberfläche gerichtet. Einen Augenblick noch, dann ließ sie diesen mit einer einzigen Bewegung in das Gewässer schießen. Als sie ihn wieder hinaus zog, zappelte ein silbrig glänzender Fisch am anderen Ende. Die Traum-Aikana nahm ihn, als er ruhiger wurde, und drehte sich zu dem Beobachter. Mit einer einladenden Geste warf sie den Schuppenknecht diesem zu.
    Das echte Mädchen spürte, wie der Bär unruhig wurde und hin und her rückte. Schließlich öffnete sie wieder die Augen und sah zu ihm, vermied jedoch einen direkten Sichtkontakt. Sie wusste schließlich nicht, inwiefern sich das Tier dadurch angegriffen fühlte. Doch dann gab der Bär ein Brummen von sich und legte seinen Kopf neben ihr Bein. Aikana atmete erleichtert auf. Sie hatte mit ihrer Vermutung richtig gelegen, ihre Gedanken und die des Bären waren miteinander verknüpft. War er auch diese gruselige Gestalt gewesen, die sie in ihren Träumen heimgesucht hatte?
    Für den Moment schien sie zumindest in Sicherheit zu sein. Fragte sich nur noch, wo sie war und wie sie wieder nach Hause kam...


    Glem mig
    Og la' vær' at fiks' et smadret glas
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    Se frem, vi ka' hurtigt ende rundt i ring
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    4 Mal editiert, zuletzt von Nyneve ()

  • Hey Nyneve
    Schön, dass du weiterschreibst! Und danke für die vielen Ausführungen im Spoiler!


    Zitat von Nyneve

    Ehm... nein Die ist nicht von Vogu. Das ist ja das komplizierte

    Na dann hab ich nun eine andere Vermutung. Bin ja mal gespannt, was noch alles ans Licht kommt.
    Und was mit dem blinden Jungen ist, nimmt mich auch schon wunder.



    Zitat von Nyneve

    Doch ohne eine Chance zu entkommen, schlenderte der Verrückte mit dem Kind in den Raum und kettete es betont langsam an.

    Bei dem Satz ist mir nicht ganz klar, wer keine Chance zu entkommen hat. Der Junge oder Vogu.


    Die Szene, in der Aikana sich langsam an den Bären herantastet, die gefällt mir besonders gut. Da bin ich selbst ganz ruhig und aufmerksam geworden.




    Zitat von Nyneve

    Vor ihrem geistigen Auge formte sie das Bild eines langsam fließenden Flusses. Dann spürte sie das Fell des Bären zwischen ihren Fingern. (...) Die Traum-Aikana nahm ihn, als er ruhiger wurde, und drehte sich zu dem Beobachter. Mit einer einladenden Geste warf sie den Schuppenknecht diesem zu.

    Diesen Teil verstehe ich nicht wirklich. Stellt sie sich das vor oder ist das eine Art von Eingebung? Eine Erinnerung oder will sie den Bären damit beeinflussen? Zuerst dachte ich, sie will sich selbst mit dem Bild des ruhigen Flusses beruhigen.
    Vielleicht ist es auch dein Ziel, den Leser etwas ratlos zu machen und in späteren Posts wird es dann deutlicher.


    Ich freu mich auf jeden Fall, dass du weiterschreibst!!!
    Lg, Renli

    Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
    von einem Herzen zum andern;
    Doch wo es keine Mauer gibt,
    wo soll dann eine Türe sein?
    Rumi

  • Yeah Nyneve schreibt weiter :love:


    Ich hatte bei der Szene mit Vogu extrem Probleme wieder reinzukommen. Ich glaube es war einfach zu lange her^^ Bei Aika hingegen habe ich mich komischerweise sofort an den Bären erinnert :) Muss vl. noch ein paar parts nochmal lesen um wieder drin zu sein^^


    Vogu sah sich bereits in Jahrhunderten als verblichenes Knochengestell noch immer auf der Bank liegen, da er einfach vergessen wurde.

    Das Bild ist in meinem Kopf einfach nur komisch :D

    >>IHR HABT EINEN VIERZEHNJÄHRIGEN ENTKOMMEN LASSEN?!<<

    Ich würde das nicht groß schreiben. Du machst ja im Nebensatz deutlich, dass er brüllt, aber ist Geschmackssache

    Vor ihrem geistigen Auge formte sie das Bild eines langsam fließenden Flusses. Dann spürte sie das Fell des Bären zwischen ihren Fingern. Doch sie versuchte, ihre Aufregung zu unterdrücken und stattdessen die Vorstellung zu verschärfen. Nun stand sie selbst inmitten dieses Flusses, einen langen, hölzernen Speer mit metallener Spitze auf die Wasseroberfläche gerichtet. Einen Augenblick noch, dann ließ sie diesen mit einer einzigen Bewegung in das Gewässer schießen. Als sie ihn wieder hinaus zog, zappelte ein silbrig glänzender Fisch am anderen Ende. Die Traum-Aikana nahm ihn, als er ruhiger wurde, und drehte sich zu dem Beobachter. Mit einer einladenden Geste warf sie den Schuppenknecht diesem zu.

    Die szene hat mich rausgeworfen. Was genau macht sie da? Tagträumen? Ich habe das ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, dafür kam mir das zu plötzlich. Hat sie irgendeine Art von Magie, mit der sie den Bären da versucht zu beruhigen oder zu kommunizieren?


    Lg
    Rael :)


    :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:

  • Yey, schon zwei Kritiker - freut mich, dass ihr wieder dabei seid!! :party:

    Ich hatte bei der Szene mit Vogu extrem Probleme wieder reinzukommen. Ich glaube es war einfach zu lange her^^ Bei Aika hingegen habe ich mich komischerweise sofort an den Bären erinnert Muss vl. noch ein paar parts nochmal lesen um wieder drin zu sein^^

    Ja, ich fürchte, da bist du nicht die einzige. Ich habe leider eine sehr lange Zeit gar nichts mehr gepostet... Wenn ihr wollt, kann ich aber noch eine kurze Zusammenfassung vom Anfang geben ;)

    Diesen Teil verstehe ich nicht wirklich. Stellt sie sich das vor oder ist das eine Art von Eingebung? Eine Erinnerung oder will sie den Bären damit beeinflussen? Zuerst dachte ich, sie will sich selbst mit dem Bild des ruhigen Flusses beruhigen.
    Vielleicht ist es auch dein Ziel, den Leser etwas ratlos zu machen und in späteren Posts wird es dann deutlicher.

    Die szene hat mich rausgeworfen. Was genau macht sie da? Tagträumen? Ich habe das ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, dafür kam mir das zu plötzlich. Hat sie irgendeine Art von Magie, mit der sie den Bären da versucht zu beruhigen oder zu kommunizieren?

    Ja :patsch:
    Ich war der felsenfesten Überzeugung, dass ich mal einen Part geschrieben haben, in der der Bär mit ihr auf diese Weise kommuniziert...
    Also... Sie können zwar nicht auf herkömmlicher Art und Weise miteinander kommunizieren, aber es ist ja schon früher klar geworden, dass ihre Gedanken iwie miteinander verknüpft sind (Aikas Drang in den Wald zu latschen, die plötzliche Verletzung am Bein, genau dort, wo auch der Bär verletzt wurde, etc.). Aika kam (dank mir :grinstare: ) auf die Idee, sich mit geschlossenen Augen eine Situation auszudenken, von der sie gehofft hat, dass der Bär sie richtig versteht (Fisch -> Bär -> keine Aggressionen). Ich versuche das aber nächstes Mal ein wenig zu verdeutlichen, indem Aika versucht, es sich selbst zu erklären. Denn normalerweise kommt man ja nicht unbedingt auf die Idee, sowas auszuprobieren xD
    Ich hoffe, das hat man jetzt iwie verstanden... :hmm:


    LG Nyneve


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  • So, hallo zusammen :)


    Das lange Warten hat ein Ende: Nachdem ich in den letzten Wochen mit einem Freund von mir mal die ganze Geschichte zusammengefasst und mir ein Konzept zurechtgelegt habe (der mich immer noch an einen Fahrplan erinnert O.o), habe ich in den letzten Tagen an einem Prolog gesessen. Ich denke für diejenigen, die bisher mitgelesen haben, wird es recht eindeutig sein, wer "Er" ist. Dennoch ist diese Rückblende für das weitere Verständnis der Geschichte essentiell.
    Einmal habe ich ihn als Spoiler in meinem 1. Beitrag eingefügt (einfach aus dem Grund, dass er etwas länger geworden ist und das Laden mit dem Handy dann immer soooo lange dauert) und werde ihn hier auch einfach aus Bequemlichkeit noch einmal kopieren.
    Daher bleibt mir nur noch, euch guten Appettit beim Verschlingen des Textes zu wünschen und mich auf eure Kritik, eure Anmerkungen etc. zu freuen.


    LG Nyneve



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  • Hi Nyneve
    Schön, dass du weitergeschrieben hast. Der Prolog gefällt mir, vor allem deine Art so bildlich zu beschreiben.
    (Ihre zischenden, spuckenden Geräusche trugen zu einer beklemmenden Atmosphäre bei.
    Nein“, harsch durchfuhr die Stimme die Halle, wie ein greller Blitz, der genauso schnell wie gefährlich auf die Erde niederschoss.)


    Wie du die Personen darstellst, gefällt mir auch super, sie wirken sehr lebendig.


    Ich fand nur etwas seltsam, dass Er gleich die ganze Geschichte des Ortes erzählt. Klar, weil er provoziert wurde, aber es wirkt etwas künstlich und eher wie ein kleiner Junge, der beweisen muss, dass er in der Schule aufgepasst hat. Aber du schreibst ja nachher, weshalb dieser Teil so wichtig ist, weil er den Jarl zum ersten Mal aus der Fassung bringt. Von daher macht es dann schon Sinn.



    Ich hoffe, du schreibst bald wieder weiter!

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    Rumi