Eisige Hände

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    • Formsachen

      Nyneve schrieb:

      Als Vogu nach einer gefühlten Ewigkeit erneut Besuch bekam, hatte er sich bereits alle ihm bekannten Foltermethoden durch den Kopf gehen lassen. Ob sie dadurch jedoch erträglich wären, wagte er zu bezweifeln. Während also die beiden Brüder, von denen er jedoch nur den Dicken kannte, mit siegessicherem Grinsen vor ihm standen und der eine ein glühendes Eisen schwang, klammerte sich der Dritte im Bunde an den gierigen Wunsch[Komma] zu leben. Wie hatte ihm das nur passieren können?
      >>Also, ein letztes Mal, du sagst uns, was die Eisige Hand über uns weiß und wer der Kopf deiner[Leerzeichen]… Vereinigung ist, und wir lassen dich frei<<, blaffte der Fremde mit den roten Fusseln auf dem Kopf. Offenbar war er so verärgert, dass er selbst sein geschwafeltes Gerede vergaß.
      >>Und ich sage euch zum letzten Mal, ich weiß nichts. Ich k…<< Vogu schrie auf, als der Rothaarige seine Haare mit Gewalt nach hinten riss, während Eloios mit unbewegter Miene dem Spektakel zusah.
      >>Wie du willst<<, zischte der Bruder. Der Dunkelhaarige verzog das Gesicht, als ihm der Geruch von Met entgegenschlug. Er hatte diesem zumeist süßen Gesöff noch nie etwas abgewinnen können und würde daran jetzt auch nichts mehr ändern. Eine ganze Weile lieferten die beiden sich noch Blickduelle. Dann griff sein Scharfrichter nach Vogus Hemd und riss es an der Schulter auf. Beinahe bedauerte der Gefangene dieses, doch er wusste, dass er bald ähnlich ramponiert aussehen würde. Als ihm eine Welle von Hitze entgegenschlug und Eloios sich bekreuzigte, schloss er die Augen.
      Der Schmerz durchschoss ihn fast zeitgleich, wie der süßliche Geruch von verbranntem Fleisch in seine Nase stieg. Es lähmte ihn und er wünschte sich sehnlichst, dass sein Gehirn ihn endlich in den Schlaf (Schlaf ist für einen (so wie ich das verstanden habe) willentlich herbeigeführten Komazustand vielleicht das falsche Wort :hmm:) fallen lassen würde. Doch darauf war auch kein Verlass mehr. Es schien, als wäre ihm die Kontrolle entrissen worden.
      >>Ich weiß nichts<<, keuchte er dann jedoch, während sich seine Finger in die Stuhllehnen krallten (Stuhllehnen? Ich hatte das Bild von ihm auf einer Art Folterbank vor Augen, an die er gefesselt ist, aber vermutlich hast du es anders beschrieben und ich habe die Details vergessen X/ ). Der Bruder, dessen Name[n] er immer noch nicht kannte, wandte sich zu Tür.
      Nachdem er diese geöffnet hatte, schnauzte er den wacheinnehabenden (komisches Wort :D normalerweise sagt man glaube ich "Wache haltenden" oder "wachhabenden") Mann an: >>Bereite die Streckbank vor, wir kommen gleich.<<
      >>Bei Immortales<<, flüsterte Eloios und bekreuzigte sich erneut.
      >>Und was zur Hölle ist jetzt mit diesem Entzug-Müll?<<, schnaubte Vogu, während er versuchte, seine Fantasie im Zaum zu halten. Ausgerechnet die Streckbank. Die hatte es bereits bei der Eisigen Hand gegeben. >Zum Abhärten der Wärter<, hatte es geheißen. Doch dass damit auch Kinder gemeint waren, die er, Vogu, auf diese Weise hatte quälen müssen, um nicht selbst verlängert zu werden, hatte man ihm erst gar nicht gesagt. (Am Anfang klingt es, als sei er während seiner Ausbildung selbst gestreckt worden und habe das nicht mit anderen machen müssen.)

      Der Namenlose starrte ihn einen Augenblick perplex an, dann schnaubte er: >>Jetzt bin ich da. Und dann wird nach meinen Regeln gespielt.<< (klingt etwas umständlich. Mir würde "Jetzt bin ich da, also wird nach meinen Regeln gespielt" besser gefallen, aber es ist so nicht falsch oder unverständlich.)


      Valyar lehnte sich an einen einzelnen Baum, der plötzlich zwischen den Hügeln vor ihm empor gewachsen (zusammen) war. Sein Schädel brummte, nachdem er mit voller Wucht dagegen gedonnert war. (Das Ende dieses Satzes ist dem des letzten vom Aufbau her so ähnlich, dass es ein wenig eintönig klingt)

      >>Verdammt<<, keuchte er und versuchte[Komma] das Schwindelgefühl zu vertreiben. Ob das von dem Aufprall oder der Anstrengung kam, war ihm dabei einerlei. Dies war einer der Tage, an denen er sich sehnlichst sein Augenlicht herbeisehnte. Dann hätte er auch gesehen, was Miko entdeckt hatte[Komma] und hätte ihn gehen lassen. Doch so. (Doch so ...) Zu nichts war er zu gebrauchen. Selbst sein Gehör hatte ihn im Stich gelassen. Und wofür? Von dieser vermaledeiten Insel kam er nur mit Mikos Unterstützung. Wie sollte ein Blinder Rudern (klein) können? Am Ende fuhr er noch gegen einen Felsen.
      Als er sich einigermaßen beruhigt hatte und sein Herz nicht mehr so laut und schnell klopfte, dass er auch noch andere Geräusche wahrnehmen konnte, richtete er sich auf. Viel war ja nicht zu hören. Es war Winter[Komma] und wilde Tiere gab es schon lange keine mehr auf Björkö (hieß es nicht Björlö? :hmm: kann aber auch sein, dass ichs falsch im Kopf habe). Wie sollte er auch nur einen Tag hier draußen überleben? Ihm wurde nicht gelehrt (Ihm war ... worden - "Er hatte nie gelernt, wie man ...", fände ich aber schöner), wie man Feuer machte. Seine Eltern waren schließlich keine arme Bauern, sondern Tuchhändler in Pelem. Es hatte keine Notwendigkeit darin bestanden, ihn auf ein Leben in Armut und in der Wildnis vorzubereiten.
      Erst[Komma] als ein Tropfen auf seine Hand fiel, merkte er, dass er begonnen hatte zu weinen (zu weinen begonnen hatte, ansonsten muss ein Komma vor das "zu", und das würde den Satz in ziemlich kleine Stücke zerhacken). Wenigstens sah ihn hier niemand und diese Bloßstellung blieb ihm erspart. Valyar fühlte sich kraftlos, am liebsten hätte er sich einfach in den Schnee gelegt. Doch er wusste, dass er dies nicht überleben würde. Und da er Miko schließlich irgendwie aus diesem Gefängnis befreien musste, konnte er nicht einfach sterben. Neue Energie und Lebensmut breiteten sich in ihm aus. Er würde seinen Freund nicht im Stich lassen. Auch wenn das bedeutete, wieder zurück zu gehen (zusammen). Trotzig verschränkte er die Arme und nickte einem imaginären Gegenüber zu. Denen würde er es zeigen, dass sie sich in ihm getäuscht hatten!
      Vor lauter Tatendrang griff er nach einem der Äste über seinem Kopf und zog heftig daran. Doch um ihn abreißen zu können, fehlte ihm die Kraft. Daher schleuderte der Zweig zurück und ein Haufen Schnee fiel auf Valyar.
      >>Mist.<<

      Vogu lebt 8o noch. Mal sehen, wie lange, das erste heiße Eisen hat er ja schonmal in die Haut gebrannt bekommen. Und wieder erzählt er weder den Brüdern noch dem Leser was Neues, außer, dass er die Streckbank schon kennt (._.) Aber der Teil aus seiner Perspektive ist ziemlich gut geschrieben :thumbup:
      Der von Valyar liest sich holpriger, ist dafür aber deutlich interessanter. Ich hab im letzten Teil nicht gecheckt, dass er blind ist, obwohl du es vermutlich irgendwo geschrieben hast und man es durch das Tasten an der Wand entlang etc auch so hätte verstehen müssen, und komme mir grade ziemlich blöd vor :S Die Tatsache hebt die Qualität des vorigen Posts nochmal, du hast sehr gut dargestellt, wie er sich ohne Augen orientiert ^^ Es macht ganz den Eindruck, als sei der Falsche geflohen, um beide zu befreien, und um da herumrennen zu können, muss er sich schon sehr gut auskennen 8o Ist ja dann auch schiefgegangen - ich hoffe mal, er wird nicht geschnappt. Nur, dass er trotz Blindheit ein Feld pflügen muss (wurde im letzten Teil erwähnt), kommt mir komisch vor. Da pflügt er doch die ganze Insel kaputt :D

      Der letzte Post ist jetzt deutlich logischer, hast du alles gut gelöst. Hab nichts mehr dran auszusetzen :thumbup:

      Formzeug zum vorigen Teil

      ... das mir entgangen oder beim Überarbeiten entstanden ist

      Nyneve schrieb:

      >>Schön[Komma] dich zu sehen<<, nuschelte er noch zusätzlich.

      Nyneve schrieb:

      Die einzige Chance für sie, doch noch von diesem schaurigen Ort hinfortzukommen, bestand darin, dass sie nicht beide geschnappt wurden. Dann bestand wenigstens die mickrige Hoffnung

      Nyneve schrieb:

      Er war nicht sportlich, eher mager[Komma] und besaß keine Kondition.


      :hi1:
    • Spoiler anzeigen

      Nyneve schrieb:

      Während der vordere Abschnitt auf Hochglanz poliert war, indem dicke, rote Teppiche in den Fluren ausgelegt und jeden Tag vor dem Abendgebet die Kerzen von den Novizen angezündet werden mussten – 1153 Stück an der Zahl -, gab es dort kaum welche und ein unangenehmer Gestank lag in der Luft.
      Versteh ich nicht ganz. Warum ist der vordere Abschnitt auf Hochglanz poliert weil da Teppiche ausgelegt sind ständig Kerzen angezündet werden. ?(

      Nyneve schrieb:

      >>Hast du alles dabei? Können wir los?<<, fragte Valyar besorgt. Er bekam keine Antwort, aber vermutlich hatte sein Freund nur genickt. >>Dann wagen wir es!<< Er griff nach dem Arm des Bauernsohns und zog ihn mit sich. Doch plötzlich blieb dieser abrupt stehen, sodass der Junge in ihn hineinlief.
      >>Verdammt!<<, fluchte Miko. >>Valy, wenn ich >jetzt< sage, dann rennst du zu unserem Versteck. Warte nicht auf mich.<< Der künftige Novize zögerte und runzelte die Stirn.
      Die ganze Szene passt für mich irgendwie nicht ganz. ... Valyar zieht Miko mit sich, also müsste Valyar doch vor Miko stehen. Wenn ich mir dann den blauen Satz anschaue, klingt es so, als würde Valyar stehenbleiben und Miko rennt in ihn hinein. (Das "Verdammt" am Anfang vom nächsten Satz lässt das auch ein bisschen glauben) Durch den ganzen nächsten Satz sieht es dann aber so aus, als wäre Miko stehengeblieben und Valyar in ihn reingerannt (so soll es auch glaub ich sein). Verstehst du was ich meine?

      Nyneve schrieb:

      Die einzige Chance für sie, doch noch von diesem schaurigen Ort hinfortzukommen, bestand darin, dass sie nicht beide geschnappt wurden.
      hinfortzukommen finde ich hier gar nicht schön. Außerdem nimmt es ein wenig die Schnelligkeit aus der Szene.

      Nyneve schrieb:

      Ob sie dadurch erträglich wären, wagte er zu bezweifeln.
      erträglicher

      Nyneve schrieb:

      Der Dunkelhaarige verzog das Gesicht, als ihm der Geruch von Met entgegenschlug. Er hatte diesem zumeist süßen Gesöff noch nie etwas abgewinnen können und würde daran jetzt auch nichts mehr ändern.
      Wo kommt eigentlich der Metgeruch her? Ich dachte erst die foltern ihn jetzt mit Met oder so, aber plötzlich kam nix mehr. =O

      Nyneve schrieb:

      Dann griff sein Scharfrichter nach Vogus Hemd und riss es an der Schulter auf. Beinahe bedauerte der Gefangene dieses, doch er wusste, dass er bald ähnlich ramponiert aussehen würde. Als ihm eine Welle von Hitze entgegenschlug und Eloios sich bekreuzigte, schloss er die Augen.
      Kommt es mir nur so vor, oder macht sich Vogu gerade wirklich mehr Gedanken um sein Hemd, als um den Fakt, dass er gefoltert werden soll? :rofl:

      Nyneve schrieb:

      Zum Abhärten der Wärter<, hatte es geheißen.
      "der Wärter" oder meinst du eher "der Anwärter"?

      Nyneve schrieb:

      Doch dass damit auch Kinder gemeint waren, die er, Vogu, später auf dies gleiche Weise hatte quälen müssen


      So, eine Weile kam ich weder zum lesen noch zum korrigieren und musste deswegen jetzt erstmal ein bisschen aufholen. ^^

      Hach endlich kam wieder ein Teil mit Vogu vor. :thumbsup: Meiner Meinung nach kannst du ruhig ein bisschen aufs Foltern eingehen. :whistling: :grinstare:
      Ich finde die Teile auch weiterhin sehr gut (bis halt die kleinen Ungereimtheiten aus dem Spoiler) und bin schon besonders gespannt, was für eine Rolle die beiden neuen Jungs spielen werden. ;)

      Im Übrigen nochmal zu dem Bären: Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ein Bär robben oder kriechen kann. Wenn ich mir bei Videos die Muskulatur bei nem Bär anschaue, kann ich mir das irgendwie nicht richtig vorstellen. :hmm:
      Der Schlüssel zu einer fremden Welt ist das Lesen...
      ...die Tür zu ihr ist das Buch...
      ...das Land dahinter sind die Wörter...
      ...und der Weg dahin sind meine Gedanken und meine unendliche Phantasie.
    • Bis Post 66:

      Nyneve schrieb:

      >>Töten? Nein, nein. Sterben ist leicht, der Weg dahin ist das Interessante. Hat nicht bereits Immortales gesagt: >Den Sündern unter euch jedoch, die sich in euren Reihen verstecken, soll das Herz bei lebendigem Leibe herausgerissen werden, sodass sie tausend Fegefeuer erleiden müssen?<<<
      Der Gefangene dachte einen Moment nach. Wer zur Hölle war Immortales, und wie viel Met hatte er denn bereits intus gehabt, als er das gesagt hatte? >>Ich weiß ohnehin nichts.<<
      Was mich an dem Satz stört ist eigentlich Kinderkram aber ich finde "intus haben" ist etwas umgangsprachlich und eher neuzeitlich. Das könnte man also, wenn man wollte noch anpassen.

      Ansonsten habe ich wenig bis gar nichts gefunden. Arathorn hat ganze Arbeit geleistet.
      Man merkt wie die Spannungskurve leicht ansteigt, aber es fehlt die ganze Zeit dieser Punkt, an dem sich eine Schlüsselszene entwickelt. Jetzt mit dem Zusammentreffen auf den Bären, und dass er sie offensichtlich fortschleppt, könntest du den erreich haben. Ich lass mich überraschen. Ist auf jeden Fall ein guter Cliffhanger..

      Ich bin noch nicht up to date, aber langsam hole ich wieder auf. Ich wollte dir nur auch mal ein Zwischenfeedback dalassen, ich habe dich nicht vergessen. :whistling:

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Spoiler anzeigen

      So, ich bin auch mal wieder aus meinem KreaTief aufgetaucht. 100%tig bin ich mit dem neuen Teil nicht zufrieden, aber ich weiß nicht, was ich noch ändern soll. Bereits ein erneutes Schreiben hat nur bedingt etwas gebracht. Aber lest selbst. :/
      Es gibt zwar noch keine Infos bzgl. Vogus Herkunft, die sind aber für nahe Zukunft geplant. Und da es sich gewünscht wurde, hier auch ein neuer Teil mit Vogu :grinstare:
      @Arathorn Das Problem mit dem Pflügen habe ich auch verbessert ;)
      @NekoMimi Alice Die Szene mit dem Bären werde ich dann einfach in der Form weglassen. ;)
      @Rael Keine Sorge, ich habe mir schon gedacht, dass du im Moment viel um die Ohren hast. Ich hoffe, dass die nächsten Teile deine Erwartungen erfüllen.


      Valyar war vollkommen durchnässt, nachdem er endlich allen Schnee von sich abgeschüttelt hatte. Wie er doch diese Jahreszeit hasste.
      >>Verflucht seist Du bis ans Ende Deiner Tage<<, grummelte er. Am liebsten hätte er noch einmal gegen diesen Nichtsnutz eines Baums getreten. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass er erneut verschüttet wurde, hielt ihn davon ab. Daher beschränkte er sich auf Verwünschungen und Flüche, während er in seine Tasche griff. Eine Handvoll Erdäpfel, ein halbes Dutzend geschrumpelter Äpfel und ein Laib trockenes Brot. Nicht gerade das, was er ein Festmahl nannte. Und so wie es aussah, musste er sich dies einteilen. Die Erdäpfel hätte er ohnehin gleich wieder in den Schnee pfeffern können. Wie sollte er hier - inmitten der Wildnis - trockenes Holz für ein Lagerfeuer finden? Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass er ja nicht mal wusste, wie er das Geäst in Brand stecken sollte. Um seinem Frust Ausdruck zu verleihen, kickte er missmutig mit dem Fuß nach dem Gemisch aus Schnee und Erde. Möge es doch in der Hölle verrotten! Was sollte er jetzt tun? Einen Augenblick, aber wirklich nur einen winzigen Moment lang, dachte er daran, einfach zurückzukehren. Was konnten sie ihm schon antun? Zumindest verhungern lassen würden sie ihn nicht, schließlich hatte er reiche Eltern. Doch Zweifel daran ließen ihn zurückschrecken. Er hatte schon oft das Wimmern und Schreien armer Seelen gehört, die tief unter der Erde zum Reden gebracht wurden, wenn Valyar wieder einmal heimlich Miko besuchte. Was dort unten genau vor sich ging, wollte er lieber nicht näher erfahren.
      Der Junge hörte sich um, ehe er sich langsam in Bewegung setze. Wohin er genau lief und was er zu hören beabsichtigte, konnte er nicht sagen. Klar war jedoch, dass er nicht einen Tag hier draußen überleben würde. Wenn er nicht verhungerte und verdurstete, würde er sicherlich bereits in der ersten Nacht erfrieren. Daher hatte er einen Entschluss gefasst: Er würde zurückgehen und Miko dort herausholen, koste es, was es wolle. Wenn er nur nicht in die falsche Richtung lief. Dies war im Moment sein größtes Problem. Als er jedoch einen leichten Hügel hinaufstapfte, wusste er, dass er auf dem richtigen Weg war. Wenn es nur nicht zu spät war. Er wollte sich gar nicht ausmalen, was sie seinem Freund bereits angetan hatten.

      Dieser kauerte jedoch immer noch am Boden eines Flurs. Rechts von ihm stand Bruder Tyrus, der selbst nicht viel älter als Miko war. Er wusste jedoch nicht, weshalb sie so lange zu warten hatten.
      Dieses Geheimnis befand sich unter ihm, in den dunklen, modrigen Kellergewölben und hieß Vogu.
      Nachdem dieser noch eine Weile wie auf heißen Kohlen gesessen hatte, schwang in diesem Augenblick die Tür auf.
      >>Noch nichts von anklopfen gehört?!<<, schnauzte der Rote sogleich.
      >>Ich … ich ...<<, stammelte der junge Bruder verlegen.
      >>Bruder Krypto, lasst es gut sein<<, mischte sich zu Vogus Leidwesen nun Eloios ein. Wegen ihm hätten die beiden noch eine Weile streiten können.
      >>Ist es soweit?<<, fuhr Krypto fort. Der andere nickte nur eingeschüchtert und knickte den Kopf wie eine gefällte Eiche ein. Lächerlich, dachte Vogu. Ihn würde niemand dazu bringen, solche Demut zu zeigen. Doch da wandten sich die Brüder wieder ihm zu. Zwei weitere dieser Sorte waren aufgetaucht. Beide besaßen die Form eines Kleiderschranks, unterschieden sich nur in der Größe und hatten die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen.
      Auf Zeichen des Rothaarigen lösten sie umständlich Vogus Fesseln. Zeit zum Reiben der schmerzenden Handgelenke gaben sie ihm jedoch nicht, stattdessen zogen sie ihn gröber als sie gemusst hätten auf die Beine. Kryptos verächtliches Lachen begleitete Vogu noch den gesamten Weg entlang. Mühsam wurde er eine schmale Treppe hochgezogen. Oben angekommen kniff er geblendet die Augen zusammen. Obwohl die einzigen Lichtquellen die Kerzenständer an den Wänden waren, schien es hier unnatürlich hell zu sein. Doch eine Verschnaufpause wurde ihm nicht gegeben, stattdessen waren die beiden Brüder wohl der Ansicht, man müsse einen neuen Geschwindigkeitsrekord hinlegen. Mit forschen Schritten schleiften sie ihn hinter sich den Flur entlang. Aus den Augenwinkeln konnte der Gefangene noch einen mageren Jungen mit strähnigen, verschwitzten Haaren neben einem weiteren Bruder links von ihm erkennen. Der Gesichtsausdruck des Knaben jagte ihm einen Schauer über den Rücken. Es schien, als wäre sein Wille bereits gebrochen, seine Augen stierten apathisch ins Leere, während er kraftlos am Boden kauerte.
      Da wurde eine schwere Holztür geöffnet und Vogus Rast war wieder vorbei. Der Raum, den er nun mehr oder weniger freiwillig betrat, besaß kleine Öffnungen am oberen Ende der Wände. Sie waren vergittert, wobei er bezweifelte, dass irgendjemand überhaupt dort oben hinkam. Trotzdem war es in dem Zimmer stickig.
      Nun stießen auch Eloios und Krypto zu ihnen. Ersterer hielt eine merkwürdige Kette in Händen und murmelte leise Worte. Sie ließen die Tür hinter sich offen, sodass Vogu neue Hoffnung schöpfte. Wenn er jetzt die beiden Ochsen loswurde, war der Weg ins Freie schon gegeben. Einen winzigen Moment zögerte er noch, doch die hölzerne Streckbank zu seiner Linken festigte sein Vorhaben. Er sprang nach oben, winkelte sein Bein an, ehe er in die Magengrube des Größeren trat. Dieser gab ein Stöhnen von sich und lockerte für einen Moment den Griff. Vogu nutze die Chance, riss sich los und wirbelte herum, sodass er Auge in Auge mit dem Kleineren stand. Der Bruder hatte kaum Gelegenheit gehabt, die ganze Szene zu verfolgen, da schlug ihm der Dunkelhaarige bereits mit der freien, flachen Hand an den Hals. Frei, schoss es ihm durch den Kopf. Er war bereits an der Tür und beinahe über der Schwelle, als ihn ein metallener Gegenstand im Rücken traf. Wie ein Sack Mehl fiel er zu Boden und schnappte nach Luft, unfähig sich zu bewegen.
      Als er den Kopf leicht anhob, sah er direkt in die verächtlich aufleuchtenden Augen von Krypto, der in einer Hand eine eherne Zange schwang. Hilflos ließ sich Vogu nun hochwuchten und auf die Bank schleudern. Den pochenden Schmerz, den der Aufprall seines Kopfs auf das Holz verursachte, spürte er nicht einmal mehr. Schmerzhaft wurden seine Arme nach hinten gebogen und in die Schlingen des Seilzugs gelegt. Die Winde befand sich irgendwo hinter seinem Kopf.
      Er konnte sich nicht einmal mehr wehren, als die Brüder auch seine Beine festmachten. Es schien beinahe so, als hätte er aufgegeben. Doch sein Verstand war hellwach, erfüllt von Erinnerungen aus seiner eigenen Kindheit, die sich um dieses Folterinstrument drehten. Er hatte gedacht, dass er das hinter sich gelassen hatte. Wie dumm er doch gewesen war. Und nun lähmten sie ihn zusätzlich.
      Seine Gedanken wurden unterbrochen, als er das erste Klacken der Winde hörte. Einmal, zweimal. Langsam, gähnend langsam, spannte sich der Seilzug mehr. Es ließ Vogu anfangs nur keuchen. Doch dann verstärkte sich der Druck auf seinen Brustkorb. Er schrie auf, blind vor Qualen, während sich erste Schweißtropfen ihren Weg bahnten. Das konnte doch nicht das Ende sein, nicht, nachdem er so viel erlebt und vor allem überlebt hatte. Unmöglich. Vogu klammerte sich an den Gedanken, das alles zu überstehen. Sie würden ihn nicht töten, sie brauchten ihn noch. Er war ihr Schlüssel, sie würden ihn nicht umbringen. Er würde das … Ein erneutes Geräusch von Seiten der Winde zerriss buchstäblich seine Gedanken. Das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, übernahm seine Kontrolle. Die Panik ließ ihn aufbäumen, doch es hatte keinen Zweck. Er war an dieses schreckliche Instrument festgebunden, konnte nicht entkommen.
      >>Nein!<<, schrie er, kreischte er beinahe. Seine Stimme hat einige Tonlagen übersprungen, war beinahe nur noch ein Quietschen. Dann bewegte sich die Winde nicht mehr. Schmerz kroch langsam durch seinen Körper, hinterließ ein verwüstetes Schlachtfeld.
      >>Was soll das? Weitermachen! Habe ich gesagt, ihr sollt aufhören?!<<, keifte Krypto sogleich. Doch Vogu kam es so vor, als würde er dessen Stimme wie durch eine geschlossene Tür hören, so dumpf war sie. Offenbar hatten seine Sinne beschlossen, vorzeitig in Ohnmacht zu fallen.
      >>Aber Herr. Wenn wir weitermachen, dann …<<, ertönte eine weitere Stimme.
      >>Ist das euer Problem?<<, fauchte der Bruder weiter. Dann klackte die Winde erneut. Das letzte Mal, schoss es Vogu durch den Kopf. Die Befehlsgewalt über seine Gliedmaßen hat er bereits verloren, nur der Kopf gehorcht ihm ... noch. Aber wie lange?
      >>Weiter !<< Es klang bedrohlich, reine Blutgier spiegelte sich in diesem Wort.
      >>Nein, Bruder Krypto. Das reicht für’s erste Mal. Bei Immortales, wir wollen ihn nicht töten. Ein Verblichener wird uns nichts mehr sagen<<, mischte nun auch Eloios mit. Für Vogu zog dies die ganze Prozedur und so auch die Schmerzen nur weiter in die Länge.
      Doch bevor der brutale Bruder etwas erwidern konnte, wurde beinahe zaghaft an die Tür geklopft.

      Glem mig
      Og la' vær' at fiks' et smadret glas
      Min hånd ville stadig mærke revnerne

      Se frem, vi ka' hurtigt ende rundt i ring
      Ærligt, var vi kun bundet sammen af drømmene
    • Moin. Ich melde mich dann auch mal zu Wort.
      Ich muss zugeben nur den letzten Teil gelesen zu haben.
      Insgesamt finde ich deinen Schreibst ganz gut. Manchmal War ich mir nicht sicheer, ob du absichtlich die Satzkonstruktionen wiederholst. Das War zwischendurch etwas ermüdend.
      Du hast du Reaktion auf die Folter sehr schön umschrieben, aber es klang, als hätte er nur Angst und keine Schmerzen. Die sollte er gehabt haben wenn sie kurz davor waren ihn zu töten.

      Liebe grüße
      Jan
      Manchmal flüstert der Wind eine Legende,
      bevor die Geschichte sie zu schreiben vermag.

      Hört das Flüstern:

      Der Orden der Geweihten


    • Spoiler anzeigen

      Damit die Farben dich nicht verwirren: Rot sind die Sachen, die meiner Meinung nach falsch sind und die du ändern solltest, orange sind die, die man ändern könnte. Blau (mit Lila Anmerkung) sind meine Meinung.

      Nyneve schrieb:

      Valyar war vollkommen durchnässt, nachdem er endlich allen Schnee von sich abgeschüttelt hatte. Wie er doch diese Jahreszeit hasste.
      >>Verflucht seist Du bis ans Ende Deiner Tage<<, grummelte er. Am liebsten hätte er noch einmal gegen diesen Nichtsnutz eines Baums (Nichtsnutz von Baum (?)) getreten. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass er erneut verschüttet wurde, hielt ihn davon ab. Daher beschränkte er sich auf Verwünschungen und Flüche, während er in seine Tasche griff. Eine Handvoll Erdäpfel, ein halbes Dutzend geschrumpelter Äpfel und ein Laib trockenes Brot.(Ich frage mich gerade, ob die Aufzählung besser klingt, wenn du das Brot vor den Äpfeln erwähnst, also Erdäpfel, Brot, Äpfel. :hmm: ) Nicht gerade das, was er (man) ein Festmahl nannte. Und so wie es aussah, musste er sich dies (er es sich) einteilen. Die Erdäpfel hätte er ohnehin gleich wieder in den Schnee pfeffern können. Wie sollte er hier - inmitten der Wildnis - trockenes Holz für ein Lagerfeuer finden? Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass er ja nicht mal wusste, wie er das Geäst in Brand stecken sollte. Um seinem Frust Ausdruck zu verleihen, kickte er missmutig mit dem Fuß nach dem Gemisch aus Schnee und Erde. Möge es doch in der Hölle verrotten! (Der Satz passt irgendwie nicht so schön. Ich weiß auch nicht ganz auf was es sich bezieht, auf das Geäst oder das Erde-Schnne-Gemisch? Wenn aufs Geäst passt er zwar etwas besser, aber da es sich von der Satzstellung her auf das Gemisch bezieht, passt es wiederum nicht so. Ich hoffe du weißt was ich meine. XD )Was sollte er jetzt tun? Einen Augenblick, aber wirklich nur einen winzigen Moment (den Moment musst du nicht extra nochmal erwähnen, das versteht man auch so. ^^) lang, dachte er daran, einfach zurückzukehren. Was konnten sie ihm schon antun? Zumindest verhungern lassen würden sie ihn nicht, schließlich hatte er reiche Eltern. Doch Zweifel daran ließen ihn zurückschrecken. Er hatte schon oft das Wimmern und Schreien armer Seelen gehört, die tief unter der Erde zum Reden gebracht wurden, wenn Valyar wieder einmal heimlich Miko (versuch den Satz irgendwie umzustellen/ das blaue Stück abzutrennen. So wie er jetzt ist, finde ich ihn nicht wirklich schön.) besuchte (besucht hatte). Was dort unten genau vor sich ging, wollte er lieber nicht näher erfahren.
      Der Junge hörte sich um, ehe er sich langsam in Bewegung setze. Wohin er genau lief und was er zu hören beabsichtigte (Na ich vermute mal ganz Stark irgendeinen Hinweis darauf in welche Richtung er laufen soll oder was um ihn herum für evtl. Gefahren lauern könnten. XD ), konnte er nicht sagen. Klar war jedoch, dass er nicht einen Tag hier draußen überleben würde. Wenn er nicht verhungerte und verdurstete, würde er sicherlich bereits in der ersten Nacht erfrieren. Daher hatte er einen Entschluss gefasst: Er würde zurückgehen und Miko dort herausholen, koste es, was es wolle. Wenn er nur nicht in die falsche Richtung lief. Dies war im Moment sein größtes Problem. Als er jedoch einen leichten Hügel hinaufstapfte, wusste er, dass er auf dem richtigen Weg war. Wenn es nur nicht zu spät war. Er wollte sich gar nicht ausmalen, was sie seinem Freund bereits angetan hatten. (Das passt nicht ganz. Es ist vllt 10 Minuten her, dass er geflüchtet und gegen den Baum gerannt ist. Ich bezweifel, dass die Brüder da schon großartig was mit ihm anstellen konnten. Selbst wenn sie Miko gleich gefasst hätte, hätten sie ihn jetzt wahrscheinlich erstmal in Ketten gelegt.)

      Dieser kauerte jedoch immer noch am Boden eines Flurs. Rechts von ihm stand Bruder Tyrus, der selbst nicht viel älter als Miko war. Er wusste jedoch nicht, weshalb sie so lange zu warten hatten.
      Dieses Geheimnis befand sich unter ihm, in den dunklen, modrigen Kellergewölben und hieß Vogu.
      Nachdem dieser noch eine Weile wie auf heißen Kohlen gesessen hatte, schwang in diesem Augenblick die Tür auf.
      >>Noch nichts von anklopfen gehört?!<<, schnauzte der Rote sogleich. (Hier dachte ich an einen Bruder in rotem Gewand, dass es da einen Bruder mit roten Haaren gab weiß ich doch schon lange nicht mehr. XD Außerdem konnte man im ersten Teil, in dem der Rothaarige erwähnt wurde, ihn noch nicht zuordnen, da der Name noch nicht viel.)
      >>Ich … ich ...<<, stammelte der junge Bruder verlegen.
      >>Bruder Krypto, lasst es gut sein<<, mischte sich zu Vogus Leidwesen nun Eloios ein (Der muss ja ganz schön schreien. Steht Krypto nicht gerade oben an der Treppe und schnauzt den Jungen an?). Wegen ihm hätten die beiden noch eine Weile streiten können. (So hier muss ich jetzt erstmal unterbrechen, um ehrlich zu sein hab ich nämlich rein gar nichts verstanden.: Du gehst nach der Leerzeile erstmal auf Mikos Perspektive zurück [Auf die Frage warum er jetzt eigentlich im Kerker ist, wo er doch gerade eben noch im Hof der - in Ermangelung eines Namens - Anlage stand, gehe ich jetzt mal nicht weiter ein.] Dann steht da plötzlich ein anderer Bruder direkt neben ihm, wobei ich mich frage, wo Miko eigentlich kauert, dass dieser ihn nicht sieht? Als nächstes ist dann auch noch dieses sie [blau], was mich vollkommen verwirrt. Welche sie den? Miko und der junge Bruder? Stecken die beiden unter einer Decke? Weiter gehts bei dem Dialog: Wenn der Junge doch nicht geklopft hat, wieso kommt der Bruder dann raus. Und wenn er nicht geklopft hat, worauf haben dann wer auch immer gewartet? Und als letztes noch: Auf einmal bist du in Vogus Perspektive! Wieso zum Geier bist du auf einmal in Vogus Perspektive? Sorry mir fehlt eindeutig gerade Schlaf. :S Also ich denke mal es handelt sich hier um eine Über-Überleitung, also eine Überleitung zu Vogu über Miko, aber leider leider ist die nicht wirklich toll geworden. :sack: )
      >>Ist es soweit?<<, fuhr Krypto fort. Der andere nickte nur eingeschüchtert und knickte den Kopf wie eine gefällte Eiche ein.(Gerade eben hat er ihm noch die Meinung gegeigt, indem er den Jungen in Schutz genommen hat und plötzlich traut er sich nichtmal mehr den Kopf zu heben? Das passt nicht ganz. Oder meinst du den Jungen? -> "der andere" in einem Gespräch mit 3 Parteien zu nutzen verwirrt meistens nur.) Lächerlich, dachte Vogu. Ihn würde niemand dazu bringen, solche Demut zu zeigen. Doch da wandten sich die Brüder wieder ihm zu. Zwei weitere dieser (der) Sorte waren aufgetaucht. Beide besaßen die Form eines Kleiderschranks, unterschieden sich nur in der Größe und hatten die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen.
      Auf Zeichen des Rothaarigen lösten sie umständlich Vogus Fesseln. Zeit zum Reiben der schmerzenden Handgelenke gaben sie ihm jedoch nicht, stattdessen zogen sie ihn gröber als sie gemusst hätten auf die Beine. Kryptos verächtliches Lachen begleitete Vogu noch den gesamten Weg entlang. Mühsam wurde er eine schmale Treppe hochgezogen. Oben angekommen kniff er geblendet die Augen zusammen. Obwohl die einzigen Lichtquellen die Kerzenständer an den Wänden waren, schien es hier unnatürlich hell zu sein. Doch eine Verschnaufpause wurde ihm nicht gegeben, stattdessen waren die beiden Brüder wohl der Ansicht, man müsse einen neuen Geschwindigkeitsrekord (der Begriff ist mMn zu modern und passt hier nicht ganz) hinlegen. Mit forschen Schritten schleiften sie ihn hinter sich den Flur entlang. Aus den Augenwinkeln konnte der Gefangene noch einen mageren Jungen mit strähnigen, verschwitzten Haaren neben einem weiteren Bruder links von ihm erkennen. ( Mein Kopfkino streikt an der Stelle ein wenig. :whistling: Das liegt daran, dass ich mir erst vorgestellt habe wie die beiden Jungen direkt vor der Tür zur Folterkammer stehen. Das hinter der Tür erstmal noch ne Treppe nach unten führt ist mir erst kurz später klar geworden.) Der Gesichtsausdruck des Knaben jagte ihm einen Schauer über den Rücken. Es schien, als wäre sein Wille bereits gebrochen, seine Augen stierten apathisch ins Leere, während er kraftlos am Boden kauerte. (Aha! da ist ja einiges wieder etwas klarer. Dennoch bin ich der Meinung, dass es nicht so passt, dass Miko jetzt schon so geistig gebrochen dahockt. Es ließt sich -vor allem durch die erste Überleitung- so als wäre noch nicht so viel Zeit vergangen. Um jemanden geistig zu brechen braucht es sicher doch schon ein wenig Zeit, vor allem da Miko seit klein auf eine schlechte Behandlung gewöhnt ist, glaube ich nicht, dass man ihn nach 5 min Folter brechen kann. :hmm: )
      Da wurde eine schwere Holztür geöffnet und Vogus Rast war wieder vorbei. (Welche Rast?) Der Raum, den er nun mehr oder weniger freiwillig betrat, besaß kleine Öffnungen am oberen Ende der Wände. Sie waren vergittert, wobei er bezweifelte, dass irgendjemand überhaupt dort oben hinkam. Trotzdem war es in dem Zimmer stickig.
      Nun stießen auch Eloios und Krypto zu ihnen. Ersterer hielt eine merkwürdige Kette in Händen und murmelte leise Worte. Sie ließen die Tür hinter sich offen, sodass Vogu neue Hoffnung schöpfte. Wenn er jetzt die beiden Ochsen loswurde, war der Weg ins Freie schon gegeben. Einen winzigen Moment zögerte er noch, doch die hölzerne Streckbank zu seiner Linken festigte sein Vorhaben. Er sprang nach oben, winkelte sein Bein an, ehe er in die Magengrube des Größeren trat. Dieser gab ein Stöhnen von sich und lockerte für einen Moment den Griff. Vogu nutze die Chance, riss sich los und wirbelte herum, sodass er Auge in Auge mit dem Kleineren stand. Der Bruder hatte kaum Gelegenheit gehabt, die ganze Szene zu verfolgen, da schlug ihm der Dunkelhaarige (Bei dieser Haarfarben Sache musst du übrigens aufpassen. Durch die Wiederholungen machst das "Dunkelhaariger" signifikant für Vogu, das heißt, dass immer wenn du das erwähnst man an Vogu denkt und das wiederum bedeutet, dass du es nicht mehr richtig für andere Personen nutzen kannst.) bereits mit der freien, flachen Hand (Mach ne Faust draus. Warum sollte Vogu ihn schonen und nur mit der flachen Hand zuhaun und so auch noch riskieren, dass der Schlag nix bewirkt.) an den Hals. Frei, schoss es ihm durch den Kopf. Er war bereits an der Tür und beinahe über der Schwelle, als ihn ein metallener Gegenstand im Rücken traf. Wie ein Sack Mehl fiel er zu Boden und schnappte nach Luft, unfähig sich zu bewegen.
      Als er den Kopf leicht anhob, sah er direkt in die verächtlich aufleuchtenden Augen von Krypto, der in einer Hand eine eherne (das ist wie ein steinharter Stein oder rotes Blut, wie würde Arathorn hier sagen- tautologisch (?) :D ) Zange schwang. Hilflos ließ sich Vogu nun hochwuchten und auf die Bank schleudern. Den pochenden Schmerz, den der Aufprall seines Kopfs auf das Holz verursachte, spürte er nicht einmal mehr. Schmerzhaft wurden seine Arme nach hinten (oben) gebogen und in die Schlingen des Seilzugs gelegt. Die Winde befand sich irgendwo hinter (über) (Ich bin mir nicht sicher ob man "hinter den Kopf" schreibt oder ob es "über seinem Kopf" heißt, da er ja auf der Bank liegt. Die Arme werden aber nach oben gebogen.) seinem Kopf.
      Er konnte sich nicht einmal mehr wehren, als die Brüder auch seine Beine festmachten. Es schien beinahe so, als hätte er aufgegeben. Doch sein Verstand war hellwach, erfüllt von Erinnerungen aus seiner eigenen Kindheit, die sich um dieses Folterinstrument drehten. Er hatte gedacht, dass er das hinter sich gelassen hatte. Wie dumm er doch gewesen war. Und nun lähmten sie ihn zusätzlich.
      Seine Gedanken wurden unterbrochen, als er das erste Klacken der Winde hörte. Einmal, zweimal. Langsam, gähnend langsam, spannte sich der Seilzug mehr. Es ließ Vogu anfangs nur keuchen. Doch dann verstärkte sich der Druck auf seinen Brustkorb (Der Druck auf die Gelenke müsste eher und stärker kommen als der auf den Brustkorb.). Er schrie auf, blind vor Furcht, während sich erste Schweißtropfen ihren Weg bahnten. Das konnte doch nicht das Ende sein, nicht, nachdem er so viel erlebt und vor allem überlebt hatte. Unmöglich. Vogu klammerte sich an den Gedanken, das alles zu überstehen. Sie würden ihn nicht töten, sie brauchten ihn noch. Er war ihr Schlüssel, sie würden ihn nicht umbringen. Er würde das … Ein erneutes Geräusch von Seiten der Winde zerriss buchstäblich seine Gedanken. Das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, übernahm seine Kontrolle. Die Panik ließ ihn aufbäumen, doch es hatte keinen Zweck. Er war an dieses schreckliche Instrument festgebunden, konnte nicht entkommen.
      >>Nein!<<, schrie er, kreischte er beinahe. Seine Stimme hat (übersprang) einige Tonlagen übersprungen, war beinahe nur noch ein Quietschen. Dann bewegte sich die Winde nicht mehr.
      >>Was soll das? Weitermachen! Habe ich gesagt, ihr sollt aufhören?!<<, keifte Krypto sogleich. (Hier zweifle ich ein wenig an seiner Glaubwürdigkeit. Erst will er unbedingt wissen, was Vogu verbrochen hat, befor er ihn foltert -dementsprechend scheint er im Herzen irgendwo mitfühlend zu sein - und nun will er ihn schnell bis aufs äußerste strecken?) Doch Vogu kam es so vor, als würde er dessen Stimme wie durch eine geschlossene Tür hören, so dumpf war sie. Offenbar hatten seine Sinne beschlossen, vorzeitig in Ohnmacht zu fallen.
      >>Aber Herr. Wenn wir weitermachen, dann …<<, ertönte eine weitere Stimme.
      >>Ist das euer Problem?<<, fauchte der Bruder weiter. Dann klackte die Winde erneut. Das letzte Mal, schoss es Vogu durch den Kopf. Die Befehlsgewalt über seine Gliedmaßen hat er bereits verloren, nur der Kopf gehorcht ihm ... noch. Aber wie lange?
      >>Weiter !<< Es klang bedrohlich, reine Blutgier spiegelte sich in diesem Wort.
      >>Nein, Bruder Krypto. Das reicht für’s erste Mal. Bei Immortales, wir wollen ihn nicht töten. (Hier musst du auch wieder darauf achten: Wenn sie ihn jetzt so sehr strecken, dass er dadurch sterben könnte, haben sie ihn sicher auch schon so sehr überstreckt, dass sich seine Sehnen/ Muskel vom Knochen gelöst haben. Dementsprechend kannst du mit Vogu in den nächsten Teilen nicht viel anfangen.) Ein Verblichener wird uns nichts mehr sagen<<, mischte nun auch Eloios mit. Für Vogu zog dies die ganze Prozedur und so auch die Schmerzen nur weiter in die Länge.
      Doch bevor der brutale Bruder etwas erwidern konnte, wurde beinahe zaghaft an die Tür geklopft.


      Nyneve schrieb:

      Die Szene mit dem Bären werde ich dann einfach in der Form weglassen.
      :thumbsup: Ist wahrscheinlich das Beste.

      Ich hoffe ich trete dir jetzt nicht auf die Füße, aber ich fürchte es gibt da noch etwas, was mir sauer aufstößt. :whistling: Nämlich die Sache mit der Streckbank in Vogus (Kindheit?) Ausbildung. Ich weiß gerade nicht mehr was die "Eiserne Hand" eigentlich ist (wurde ja auch noch nicht erwähnt, oder?), aber ich denke mal, dass es sich um eine Art Gilde handelt, die mitunter gefährliche oder direkt Mordaufträge annimmt. Dementsprechend müssen die körperlich sicherlich auf Höchstleistung sein. Dann ist es etwas unlogisch, dass deren Mitglieder während ihrer Ausbildung Verletzungen erleiden, die sie auch noch später behindern. Ich hab gelesen, dass einmal ausgerenkte Gelenke immer wieder und auch relativ schneller als beim ersten mal ausrenken. Da stell ich mir vor, dass ein Attentätter dem ständig das Handgelenk ausrenkt, eher unpraktisch ist. XD Außerdem kann es auch gut sein, dass das die Verletzungen nicht oder kaum geheilt wären - die ärztliche Versorgung in der Zeit war ja auch nicht die beste. Wenn dann noch mehrere Gelenke ausrenken, die dann alle erst schmerzhaft wieder eingerenkt werden mussten und dann ruhig gehalten werden müssten ... ich hoffe du verstehst was ich meine. :blush: :D

      Wie du ja schon gesagt hast, ist dir dieser Teil leider wirklich nicht so toll gelungen. :hmm: Mir sind sowohl einige inhaltliche wie auch schreibtechnische Sachen aufgefallen, die ich ja im Spoiler erwähnt habe.
      Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass es mit Vogu weitergeht. ^^
      Der Schlüssel zu einer fremden Welt ist das Lesen...
      ...die Tür zu ihr ist das Buch...
      ...das Land dahinter sind die Wörter...
      ...und der Weg dahin sind meine Gedanken und meine unendliche Phantasie.
    • Spoiler anzeigen

      Nyneve schrieb:

      Valyar war vollkommen durchnässt, nachdem er endlich allen Schnee von sich abgeschüttelt hatte. Wie er doch diese Jahreszeit hasste.>>Verflucht seist Du bis ans Ende Deiner (warum man "du" groß schreibt, habe ich immer noch nicht verstanden. Anscheinend ist das in Briefen respektvoller, aber hier fällt mir kein Grund für eine Großschreibung ein) Tage<<, grummelte er. Am liebsten hätte er noch einmal gegen diesen Nichtsnutz eines Baums getreten. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass er erneut verschüttet wurde, hielt ihn davon ab. Daher beschränkte er sich auf Verwünschungen und Flüche, während er in seine Tasche griff. Eine Handvoll Erdäpfel, ein halbes Dutzend geschrumpelter Äpfel und ein Laib trockenes Brot. Nicht gerade das, was er ein Festmahl nannte. Und so[Komma] wie es aussah, musste er sich dies (Was? Das Festmahl? Dein "dies" ist immer etwas schwammig, auch wenn man es sich natürlich denken kann) einteilen. Die Erdäpfel (deswegen heißen die Erdäpfel Kartoffeln) hätte er ohnehin gleich wieder in den Schnee pfeffern können. Wie sollte er hier - inmitten der Wildnis - trockenes Holz für ein Lagerfeuer finden? Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass er ja nicht mal wusste, wie er das Geäst in Brand stecken sollte. Um seinem Frust Ausdruck zu verleihen, kickte er missmutig mit dem Fuß nach dem Gemisch aus Schnee und Erde. Möge (Mochte - außer es ist ein Gedanke und die Kursivsetzung ist irgendwo unterwegs verlorengegangen) es doch in der Hölle verrotten! Was sollte er jetzt tun? Einen Augenblick, aber wirklich nur einen winzigen Moment lang, dachte er daran, einfach zurückzukehren. Was konnten sie ihm schon antun? Zumindest verhungern lassen würden sie ihn nicht, schließlich hatte er reiche Eltern. Doch Zweifel daran ließen ihn zurückschrecken. Er hatte schon oft das Wimmern und Schreien armer Seelen gehört, die tief unter der Erde zum Reden gebracht wurden, wenn Valyar wieder einmal heimlich Miko besuchte. Was dort unten genau vor sich ging, wollte er lieber nicht näher erfahren.
      Der Junge hörte sich um, ehe er sich langsam in Bewegung setz[t]e. Wohin er genau (Wohin genau er) lief und was er zu hören beabsichtigte, konnte er nicht sagen. Klar war jedoch, dass er nicht einen Tag hier draußen überleben würde. Wenn er nicht verhungerte und verdurstete, würde er sicherlich bereits in der ersten Nacht erfrieren. Daher hatte er einen Entschluss gefasst: Er würde zurückgehen und Miko dort herausholen, koste es, was es wolle. Wenn er nur nicht in die falsche Richtung lief. Dies war im Moment sein größtes Problem. Als er jedoch einen leichten Hügel hinaufstapfte, wusste er, dass er auf dem richtigen Weg war. Wenn es nur nicht zu spät war. Er wollte sich gar nicht ausmalen, was sie seinem Freund bereits angetan hatten.

      Dieser kauerte jedoch immer noch am Boden eines Flurs. Rechts von ihm stand Bruder Tyrus, der selbst nicht viel älter als Miko war. Er wusste jedoch nicht, weshalb sie so lange zu warten hatten. ( :huh: Wer muss warum worauf warten?)

      Dieses Geheimnis (von einem Geheimnis war bisher nicht die Rede)
      befand sich unter ihm, in den dunklen, modrigen Kellergewölben[Komma - wenn du das Komma vor "in den dunklen" weglässt, kommt auch hier keines hin] und hieß Vogu.
      Nachdem dieser (wer? Die letzte genannte Person war Vogu) noch eine Weile wie auf heißen Kohlen gesessen hatte, schwang in diesem Augenblick die Tür auf.
      >>Noch nichts von anklopfen (groß) gehört?!<<, schnauzte der Rote (wer ist der Rote? Nach den langen Pausen sagt mir der Name nichts mehr; vielleicht hast du ihn auch beim Überarbeiten eingefügt :hmm:) sogleich.
      >>Ich … ich ... (setz ein Leerzeichen dahinter und mach es wieder weg, damit die drei Punkte zu einem Zeichen umformatieren; bei den Auslassungspunkten davor passt es)<<, stammelte der junge Bruder verlegen.
      >>Bruder Krypto, lasst es gut sein<<, mischte sich zu Vogus Leidwesen nun Eloios ein. Wegen ihm (Seinetwegen) hätten die beiden noch eine Weile streiten können.
      >>Ist es soweit?<<, fuhr Krypto fort. Der andere nickte nur eingeschüchtert und knickte den Kopf wie eine gefällte Eiche ein. Lächerlich, dachte Vogu. Ihn würde niemand dazu bringen, solche Demut zu zeigen. Doch da wandten sich die Brüder wieder ihm zu. Zwei weitere dieser (welcher?) Sorte waren aufgetaucht. Beide besaßen die Form eines Kleiderschranks, unterschieden sich nur in der Größe und hatten die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen.
      Auf Zeichen (wie viele Zeichen? Vermutlich fehlt das "ein" davor, so liest es sich jedenfalls seltsam) des Rothaarigen lösten sie umständlich Vogus Fesseln. Zeit zum Reiben der schmerzenden Handgelenke gaben sie ihm jedoch nicht, stattdessen zogen sie ihn gröber als sie gemusst hätten (könnte man durch Kommata abtrennen) auf die Beine. Kryptos verächtliches Lachen begleitete Vogu noch den gesamten Weg entlang. Mühsam wurde er eine schmale Treppe hochgezogen. Oben angekommen kniff er geblendet (zwei Partizipien hintereinander klingen :S) die Augen zusammen. Obwohl die einzigen Lichtquellen die Kerzenständer an den Wänden waren, schien es hier unnatürlich hell zu sein (war es unnatürlich hell - er sieht doch, wie hell es ist, also erscheint es ihm nicht nur so). Doch eine Verschnaufpause wurde ihm nicht gegeben, stattdessen waren die beiden Brüder wohl der Ansicht, man müsse einen neuen Geschwindigkeitsrekord hinlegen. Mit forschen Schritten schleiften sie ihn hinter sich den Flur entlang. Aus den Augenwinkeln konnte der Gefangene noch einen mageren Jungen mit strähnigen, verschwitzten Haaren neben einem weiteren Bruder links von ihm (links von wem? "zu dessen Linker" würde es klarer machen) erkennen. Der Gesichtsausdruck des Knaben jagte ihm einen Schauer über den Rücken. Es schien, als wäre sein Wille bereits gebrochen, seine Augen stierten apathisch ins Leere, während er kraftlos am Boden kauerte.
      Da wurde eine schwere Holztür geöffnet und Vogus Rast war wieder vorbei. Der Raum, den er nun mehr oder weniger freiwillig betrat, besaß kleine Öffnungen am oberen Ende der Wände. Sie waren vergittert, wobei er bezweifelte, dass irgendjemand überhaupt dort oben hinkam. Trotzdem war es in dem Zimmer stickig.
      Nun stießen auch Eloios und Krypto zu ihnen. Ersterer hielt eine merkwürdige Kette in Händen und murmelte leise Worte. Sie ließen die Tür hinter sich offen, sodass Vogu neue Hoffnung schöpfte. Wenn er jetzt die beiden Ochsen loswurde, war der Weg ins Freie schon gegeben (passt nicht an der Stelle). Einen winzigen Moment zögerte er noch, doch die hölzerne Streckbank zu seiner Linken festigte sein Vorhaben. Er sprang nach oben, winkelte sein Bein an, ehe er in die Magengrube des Größeren trat. Dieser gab ein Stöhnen von sich und lockerte für einen Moment den Griff. Vogu nutze die Chance, riss sich los und wirbelte herum, sodass er Auge in Auge mit dem Kleineren stand. Der Bruder hatte kaum Gelegenheit gehabt, die ganze Szene (Szene? Es ist doch eher ein Vorgang, eine Bewegung, sonstwas - aber eine Szene ist ein Teil aus einem Film oder Buch oder ein Teil einer Gesellschaft) zu verfolgen, da schlug ihm der Dunkelhaarige bereits mit der freien, flachen Hand an den Hals. Frei, schoss es ihm durch den Kopf. Er war bereits an der Tür und beinahe über der Schwelle, als ihn ein metallener Gegenstand im (Das sagt man umgangssprachlich so, aber trifft er ihn nicht eher am/gegen den Rücken? :hmm: Okay, wahrscheinlich ist es nicht falsch) Rücken traf. Wie ein Sack Mehl fiel er zu Boden und schnappte nach Luft, unfähig[Komma] sich zu bewegen.
      Als er den Kopf leicht anhob, sah er direkt in die verächtlich aufleuchtenden Augen von Krypto, der in einer Hand eine eherne Zange schwang. Hilflos ließ sich Vogu nun hochwuchten und auf die Bank schleudern. Den pochenden Schmerz, den der Aufprall seines Kopfs auf das Holz verursachte, spürte er nicht einmal mehr. Schmerzhaft wurden seine Arme nach hinten gebogen und in die Schlingen des Seilzugs gelegt. Die Winde befand sich irgendwo hinter seinem Kopf.
      Er konnte sich nicht einmal mehr wehren, als die Brüder auch seine Beine festmachten. Es schien beinahe so, als hätte er aufgegeben. Doch sein Verstand war hellwach, erfüllt von Erinnerungen aus seiner eigenen Kindheit, die sich um dieses Folterinstrument drehten. Er hatte gedacht, dass er das hinter sich gelassen hatte. Wie dumm er doch gewesen war. Und nun lähmten sie ihn zusätzlich.
      Seine Gedanken wurden unterbrochen, als er das erste Klacken der Winde hörte. Einmal, zweimal. Langsam, gähnend langsam, spannte sich der Seilzug mehr. Es ließ Vogu anfangs nur keuchen. Doch dann verstärkte sich der Druck auf seinen Brustkorb. Er schrie auf, blind vor Qualen, während sich erste Schweißtropfen ihren Weg bahnten. Das konnte doch nicht das Ende sein, nicht, nachdem er so viel erlebt und vor allem überlebt (klingt nicht so elegant wie der restliche Text an der Stelle) hatte. Unmöglich. Vogu klammerte sich an den Gedanken, das alles (das ist wieder so eine schwammige Standardphrase in Ermangelung eines genaueren Ausdrucks) zu überstehen. Sie würden ihn nicht töten, sie brauchten ihn noch. Er war ihr Schlüssel, sie würden ihn nicht umbringen. Er würde das … Ein erneutes Geräusch von Seiten der Winde zerriss buchstäblich seine Gedanken. Das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, übernahm seine Kontrolle (die Kontrolle [über ihn]). Die Panik ließ ihn aufbäumen, doch es hatte keinen Zweck. Er war an dieses schreckliche Instrument festgebunden (an diesem ... festgebunden - korrigiert mich, wenn ich hier falschliege - aber dass er dran festgebunden ist, ist an der Stelle nicht mehr als eine überflüssige Nennung der längst bekannten Tatsachen), konnte nicht entkommen.
      >>Nein!<<, schrie er, kreischte er beinahe. Seine Stimme hat einige Tonlagen übersprungen, war beinahe nur noch (das könnte man mit weniger Wörtern bestimmt genauso präzise ausdrücken) ein Quietschen. Dann bewegte sich die Winde nicht mehr. Schmerz kroch langsam durch seinen Körper (vorher war er noch blind vor Qualen, was deutlich extremer klingt als langsam durch den Körper kriechende Schmerzen), hinterließ ein verwüstetes Schlachtfeld.
      >>Was soll das? Weitermachen! Habe ich gesagt, ihr sollt aufhören?!<<, keifte Krypto sogleich. Doch Vogu kam es so vor, als würde er dessen (die/seine) Stimme wie durch eine geschlossene Tür hören, so dumpf war sie. Offenbar hatten seine Sinne beschlossen, vorzeitig in Ohnmacht zu fallen (fallen nur einzelne Sinne in Ohnmacht oder Vogu im Gesamten?).
      >>Aber Herr. Wenn wir weitermachen, dann …<<, ertönte eine weitere Stimme.
      >>Ist das euer Problem?<<, fauchte der Bruder weiter. Dann klackte die Winde erneut. Das letzte Mal, schoss es Vogu durch den Kopf. Die Befehlsgewalt über seine Gliedmaßen hat er bereits verloren, nur der Kopf gehorcht[e] ihm ... noch. Aber wie lange?
      >>Weiter !<< Es klang bedrohlich, reine Blutgier spiegelte sich in diesem Wort.
      >>Nein, Bruder Krypto. Das reicht für’s (fürs) erste Mal. Bei Immortales, wir wollen ihn nicht töten. Ein Verblichener wird uns nichts mehr sagen<<, mischte nun auch Eloios mit (mitmischen klingt nach einer lockeren Gesprächsrunde und nicht nach DIESER Situation). Für Vogu zog dies die ganze Prozedur und so auch die Schmerzen nur weiter in die Länge. (was für ein Wortspiel :lol: )

      Doch bevor der brutale Bruder etwas erwidern konnte, wurde beinahe zaghaft an die Tür geklopft.

      Okay, du hattest schon bessere Teile, das stimmt :/ Valyars Part ist aber an sich in Ordnung, du könntest vielleicht im zweiten Absatz die Sätze ein bisschen umstellen, vor allem mehr mit "Er/Valyar" beginnen, dann würde es sich glatter lesen und nicht so ... umständlich irgendwie.
      Beim zweiten Abschnitt (Vogu) wusste ich am Anfang wieder gar nicht, was abgeht. Du wechselst plötzlich von Miko zu Vogu, der irgendwo durch die Gegend geführt und wieder gefoltert wird. Warum ist die Streckbank eigentlich in einem anderen Raum? Warum ist Vogu überhaupt so hilflos? Er kann in Aikanas Träumen mit ihr reden, dürfte also eigentlich sehr mächtig sein. Er schaltet zwar die beiden Bewacher aus, vergisst dann aber sehr naiv die Priester :/ Wie ein sehr kompetenter Assassine wirkt er dadurch nicht. Dazu noch die Sache mit der Streckbank in der Kindheit, die @NekoMimi Alice (wie kürzt man das eigentlich am besten ab?) angemerkt hat - das hab ich mir beim Lesen auch gedacht :D Ich war mir immer noch nicht ganz sicher, ob er gefoltert wurde, um ihn abzuhärten (was wenig Sinn ergibt) oder Kinder foltern musste, um seine Gefühle abzutöten oder etwas in der Art :S Jedenfalls gewinnt man bei Vogus Teilen immer stärker den Eindruck, dass du einfach Lust hast, zu beschreiben, wie jemand gefoltert wird, anstatt die Geschichte voranzutreiben. Vielleicht liegt das aber auch an der Zeit, die zwischen den geposteten Teilen verstreicht, und es ist gar nicht so viel Text zu dem Thema, wie es mir gerade vorkommt :hmm:
      Und streich auf keinen Fall die Szene mit dem Bären, das war doch eine der wichtigsten in der ganzen Geschichte :huh: und warum sollte ein Bär nicht robben können?

      :hi1:
    • @Arathorn ich finde das mit der Folterung zur Abhärtung ergibt schon so irgendwo Sinn, da hat Nyneve sich durchaus was stimmiges überlegt. Straßenbanden verprügeln z.B. ihre neuen Mitglieder zu Beginn erstmal, um sie für weitere Prügeleien, die mit anderen Banden passieren, abzuhärten. Das ist im Prinzip hier dasselbe. Die Novizen (ich scheu mich grad davor Auszubildenden zu schreiben XD ) werden gefoltert, damit sie, wenn sie später mal gefangen genommen werden sollten, nicht sofort bei der kleinsten Folter einknicken und alle Geheimnisse preisgeben.
      Spoiler anzeigen
      Das Problem das wir hier haben ist eher die Folterart, die nicht stimmig ist. Wie gesagt bringen Foltern, die auch im Nachhinein Beeinträchtigungen hervorrufen, nicht wirklich viel. Deswegen braucht man hier entweder "Weiße Foltern" (die im Grunde genommen auch nicht sehr sinnvoll sind, da man dann zwar körperlich ok ist, dafür aber psychisch nen Knacks weg hat) oder - naja ich sag mal - harmlosere Foltern.
      Ich würde dir @Nyneve entweder das klassische Auspeitschen empfehlen (hinterlässt zwar mitunter auch Narben, ist aber ansonsten nicht besonders einschränkend - zumindest wenn du den armen Kerl nur auspeitschen und nicht gleich geißeln lässt) oder in eingeschränkter Form das Ertränken oder die Wasserfolter. Bei der Garotte oder der Spanischen Spinne bin ich mir nicht sicher. Vorsichtig eingesetzt könnte man mit den beiden ohne schlimmere Nachwirkungen verletzten, da es sich allerdings bei den Novizen um Kinder oder so handelt, ist das ne SEHR schmale Gradwanderung. Ich würde eh sagen, dass du mehre Sachen benutzt um die Abhärtung zu steigern. Du könntest z.B. mit dem Kitzeln anfangen - das ist so das harmloseste was ich kenne - und dann mit was anderem weitermachen. Mir fällt auch noch ein, dass die Camera Silens relativ perfekt für dich sein könnte. Das ist so eine "Weiße Folter" die eigentlich psychisch kaputt macht, aber in deiner Geschichte könntest du sie auch so abwandeln, dass dadurch Vogus geistige Fähigkeiten mit dem Tarumwandern trainiert wird. Ich meine wenn er in nem vollkommen abgedunkelten, schalldichten Raum hockt, hat er ja so gesehen keine andere Wahl, als seinen Geist wandern zu lassen. XD
      Ich geb dir mal noch denLink mit von einer kleinen Folter-Liste, die ich recht praktisch finde. Da kannst du dir ja was raussuchen.

      Arathorn schrieb:

      Jedenfalls gewinnt man bei Vogus Teilen immer stärker den Eindruck, dass du einfach Lust hast, zu beschreiben, wie jemand gefoltert wird, anstatt die Geschichte voranzutreiben.
      Oje, hoffentlich war das nicht meine Schuld, weil ich gesagt habe sie könne ruhig ein wenig aufs Foltern eingehen. :pupillen: :blush: Ich wollte nämlich nicht, dass sie ihm nur einmal kurz das Eisen aufdrückt und fertig, und am Ende heißt es dann er wurde voll gefoltert.

      Was die Sache mit dem Bären angeht, shame on me. Mein völlig übermüdetes Hirn hat aus Szene Satz gemacht. Die ganze Szene mit dem Bären sollte man wirklich nicht löschen, die ist ja sehr wichtig. Ich mag nur den einfachen Fakt des Robbens nicht. Wie gesagt, wenn ich mir Bären in nem Video anschaue und dann Hunde und deren beider Bewegungen vergleiche, kann ich mir persönlich nicht ganz vorstellen, dass ein Bär wie ein Hund robben kann. Wobei mir noch einfällt Nyneve, macht dein Hund das eigentlich von sich aus oder musstest du ihn das als Trick beibringen?

      P.S.: @Arathorn mach Nemia draus. ^^ damit kürze ich den Namen offiziell ab.
      P.S.S.: Die Sache mit dem Wortwitz am ende hab ich jetzt erst verstanden und nu schmeiß ich mich weg vor Lachen. :patsch: :rofl:
      ... Meine Güte war das jetzt ein langes Kommentar. :sack:
      Der Schlüssel zu einer fremden Welt ist das Lesen...
      ...die Tür zu ihr ist das Buch...
      ...das Land dahinter sind die Wörter...
      ...und der Weg dahin sind meine Gedanken und meine unendliche Phantasie.
    • Bis einschließlich Post 75:

      Es wird langsam, ich hole wieder auf :) *g* Hier ein Zwischenfeedback.

      Nyneve schrieb:

      Nein, der Bär würde sie noch kennenlernen! Um dies noch zu bekräftigen, verschränkte sie die Arme und nickte.
      Irgendwie hatte ich bei dieser Geste sofort die bezaubernde Jeannie in meinem Kopf.

      Nyneve schrieb:

      Beißender Rauch schlug ihnen entgegen, sodass sie im ersten Augenblick nichts erkennen konnten. Doch dann sahen sie einige der Bauernhöfe am Rande des Dorfes bereits in rauchenden, verkohlten Gerippen stehen. Sie züngelten bereits gierig und mit ausgestreckten Fingern die Taverne empor.
      Was züngelte? Du erwähnst die Flammen gar nicht.

      Die Szene mit dem Bären war gut gemacht, aber auch absehbar. Das sie da trotzdem noch unsicher ist, ist auch nachvollziehbar.
      Ja und jetzt brennt das Dorf... Ich frag mich natürlich, wie die auf den Trichter kommen da hinzugehen. Kann ja keinZufall sein. Aber Vogu hat ja auch nichts verraten so richtig.. hm^^

      Bleibt spannend. ;)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • @Schreibfeder Ich werde hier und an der anderen Geschichte definitiv weiterarbeiten. Das Problem ist im Moment einfach, dass ich kaum Zeit habe, irgendetwas aufzuschreiben. Und wenn ich dann am Wochenende mal zwischendurch Zeit habe, kommen nicht unbedingt auch Ideen. Daher lege ich zurzeit alles auf Eis und warte auf die nächsten Ferien, die hoffentlich ein bisschen besser werden als die vergangenen. Denn ich will schließlich auch qualitativ was Sinnvolles hier reinstellen und das schaffe ich im Moment einfach nicht.
      Aber wie gesagt, weiterschreiben werde ich auf jeden Fall.
      Lg Nyneve :/

      Glem mig
      Og la' vær' at fiks' et smadret glas
      Min hånd ville stadig mærke revnerne

      Se frem, vi ka' hurtigt ende rundt i ring
      Ærligt, var vi kun bundet sammen af drømmene
    • Kapitel drei. Vierter Abschnitt. Das Gespräch zwischen Welun und Golan. Da musst du dringend noch mal rüber. Ich hatte es ja schon einmal kritisiert,dass es unklar ist, aus welcher Sicht geschrieben wurde. Es ist deutlich besser als nach meiner ersten Kritik, aber noch immer nicht gut genug, wenn ich es mit dem Rest deiner Arbeit vergleiche.

      Inhaltlich überzeugt mich deine Geschichte durchaus. Bis jetzt ist noch einiges unklar, aber es ist abzusehen, dass das sich ändert. Logikschwächen wurden ja schon sehr gut von Arathorn rausgefiltert. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Mach weiter so.
    • Hooo! Hab mich durch die ganze Geschichte gelesen. Und ich mag sie echt total! Die Kommis hab ich schändlicher weise ausgelassen, sorry, falls ich jetzt was doppelt bringe.
      Du bringst schöne Beschreibungen. So Worte wie Sonnentod, Ma'Laka und so find ich voll schön, passt toll in die Geschichte rein. Schade, dass du Mol'al'Shai nicht vollständig übersetzt hast. Du hast nur geschrieben, dass Mok Bezwinger oder Eisige Hand bedeutet.
      Hier eine Stelle, die mich beim Lesen etwas gestört hat:

      Nyneve schrieb:

      "Solltest du nicht besser bei Aikana bleiben und ihr beistehen?"
      Das ist im Kapitel drei. Golan sagt das zu Pa'Laka. Es scheint eher so, als wäre das Dorf der Nordmenschen eher ein von Männern dominiertes Dorf. Ist es da üblich, dass ein Vater seine Arbeit und so weiter links liegen lässt, wenn seine Tochter krank ist? Okay, sie ist ziemlich nah am Tod dran, aber trotzdem. Welun ist auch sehr verständnisvoll, das ist schön, aber ist es realistisch? Ist er eine Ausnahme, oder ist mein Eindruck von dem Dorf etwas falsch?
      Dann aber wieder reden sie über das Ganze Ehrung der Tochter Zeug, während sie in Todesgefahr schwebt...

      Dann: Aiakna verwundet den Bären ziemlich stark, aber ich denke, ein verwundetes Tier wird eher noch wilder und gefährlicher. Ich denke nicht, dass er von einem Dolchstoss ins Bein gleich zusammenklappt. Aber dann: ist eine solche Wunde (ist ja auch nicht die einzige) auf Dauer nicht ein Todesurteil für ein Tier in der Wildnis? Nicht, dass ich mich da sonderlich gut auskennen würde...

      In Kapitel vier: Sie sind im Wald und begegnen dem Monster-Bären. Da ist Golan etwas verwirrt und vergisst seinen Neffen.

      Nyneve schrieb:

      Welun wandte seinen Blick von dem Bären ab und sah den Vorsteher fassungslos an.
      Hat er echt Zeit dafür?

      Später, als Vogu in seinen Unterschlupf zurückkehrt, da findet er den Gefangenen tot vor. Ist das nicht eine Warnung? Da ist doch gleich klar, dass er sich vorsehen muss. Klar ist es auch schockierend. Aber ist es das Wert, einen der ihren umzubringen, um sich mit Vogu einen Scherz zu erlauben?

      Als Aikana sich in diesem Dämmerzustand befindet, da entdeckt sie eine Wunde an ihrem Bein. Die ist von Vogu, richtig? Aber wenn du dann bei Vogu weiterschreibst, da scheint er ganz in Ordnung zu sein. Keine Beinwunde.

      Noch ein Detail: du brauchst oft das Wort 'unangenehm'

      Ist es Zufall, dass Vogu ein Mörder der 'Eisigen Hand' genannt wird? In Aikanas Dorf ist eisige Hand ja ein Ehrentitel. Gibt es da einen Zusammenhang? Bin gespannt, was da noch draus wird.

      In Kapitel 5 schreibst du:

      Nyneve schrieb:

      Ein leises Knurren liess sie erstarren, flackernde Bilder des toten Fischers...
      War es ein Fischer, ich dachte ein Bauer. Oder meinst du nicht den Typen, der wahrscheinlich noch nie mehr als eine Sichel in der Hand hatte?

      Ja, das sind so die wichtigsten Sachen, die mir aufgefallen sind.

      Auf jeden Fall find ich Vogu super toll! Diese Figur bringt so viel mystisches mit in die Geschichte rein. Er scheint eine Art böser Superheld zu sein. Bin gespannt, was du noch alles von seiner Vergangenheit preisgibst :)

      Hoffe, du schreibst bald weiter!!

      Lg, Ren
      Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
      von einem Herzen zum andern;
      Doch wo es keine Mauer gibt,
      wo soll dann eine Türe sein?
      Rumi
    • Spoiler anzeigen

      NekoMimi Alice schrieb:

      Wobei mir noch einfällt Nyneve, macht dein Hund das eigentlich von sich aus oder musstest du ihn das als Trick beibringen?
      Ehm ja, das macht der von ganz alleine (wenn ich es wollte, würde er es bestimmt nicht machen :P ). Vor allem ist das eigentlich ein Beschwichtigungssignal von ihm, wenn ich mal mit ihm schimpfen muss, aber auch eine Spielaufforderung an die Kleine :D

      Schreibfeder schrieb:

      Es ist deutlich besser als nach meiner ersten Kritik, aber noch immer nicht gut genug, wenn ich es mit dem Rest deiner Arbeit vergleiche.
      Ich bin da jetzt noch zweimal drüber gegangen und habe auch einiges noch verändert. Ich hoffe, jetzt ist es eindeutig geworden, dass es aus Weluns Sicht geschrieben ist, ansonsten muss ich die Szene eben noch einmal schreiben ;)

      RenLi schrieb:

      Das ist im Kapitel drei. Golan sagt das zu Pa'Laka. Es scheint eher so, als wäre das Dorf der Nordmenschen eher ein von Männern dominiertes Dorf. Ist es da üblich, dass ein Vater seine Arbeit und so weiter links liegen lässt, wenn seine Tochter krank ist? Okay, sie ist ziemlich nah am Tod dran, aber trotzdem. Welun ist auch sehr verständnisvoll, das ist schön, aber ist es realistisch? Ist er eine Ausnahme, oder ist mein Eindruck von dem Dorf etwas falsch?
      Dann aber wieder reden sie über das Ganze Ehrung der Tochter Zeug, während sie in Todesgefahr schwebt...
      Diesen Satz habe ich jetzt umgestellt, ich hoffe, so ist die Aussage und Verachtung dahinter deutlicher.
      Eigentlich versuche ich Welun auch als "liberaler" darzustellen. Denn er und seine Tochter sind schon eine Art "eingeschworene Bande" und als guter Vater akzeptiert er mehr oder weniger ihre Ansichten und versucht sie auch zu unterstützen. Dennoch gehören er und Gylia noch zum "alten Schlag", wodurch auch immer wieder andere Ansichten durchschlagen. Ihm wäre es eindeutig auch lieber, wenn seine Tochter häuslicher wäre, aber andererseits bewundert er auch ihre Hartnäckigkeit und Entschlossenheit. Um seine Tochter nicht zu verlieren, springt er daher auch über seinen Schatten und versucht ihr den Weg zu "ebnen". Ich versuche das in den nächsten Posts auch noch zu verdeutlichen.

      RenLi schrieb:

      Dann: Aikana verwundet den Bären ziemlich stark, aber ich denke, ein verwundetes Tier wird eher noch wilder und gefährlicher. Ich denke nicht, dass er von einem Dolchstoss ins Bein gleich zusammenklappt. Aber dann: ist eine solche Wunde (ist ja auch nicht die einzige) auf Dauer nicht ein Todesurteil für ein Tier in der Wildnis? Nicht, dass ich mich da sonderlich gut auskennen würde...
      Ja, du hast sicherlich Recht, dass der dann nicht einfach einknickt. Deswegen ist das auch überarbeitet worden.
      Zu der Wunde: Wahrscheinlich wäre sie schon tödlich, aber eben diese Wunde wird noch einen größere Rolle spielen ;)

      RenLi schrieb:

      Hat er echt Zeit dafür?
      Ehm nein... Stimmt, hat er nicht. Deswegen habe ich da jetzt noch ein "für einen Augenblick" eingeführt, ich hoffe, es passt so besser.

      RenLi schrieb:

      Später, als Vogu in seinen Unterschlupf zurückkehrt, da findet er den Gefangenen tot vor. Ist das nicht eine Warnung? Da ist doch gleich klar, dass er sich vorsehen muss. Klar ist es auch schockierend. Aber ist es das Wert, einen der ihren umzubringen, um sich mit Vogu einen Scherz zu erlauben?
      Na ja, Vogu hatte ja bereits den Unterschlupf betreten, als er den Toten sieht. Und schon springt der Angreifer aus dem Versteck. Ich denke nicht unbedingt, dass er da zu lahm war...
      Jetzt zu dem Mönch: Eigentlich hatte ich gedacht, dass die Informationspreisgabe von mir erwähnt wurde - aber getäuscht, die habe ich einfach vergessen, aufzuschreiben. :dash:
      Eigentlich hat der Typ ihm einige Informationen bereits geliefert, weswegen er natürlich die Loyalität der anderen verspielt hat. Als Strafe für sein "Versagen" wurde er dann mal ins Nirvana geschickt ;)

      RenLi schrieb:

      Als Aikana sich in diesem Dämmerzustand befindet, da entdeckt sie eine Wunde an ihrem Bein. Die ist von Vogu, richtig? Aber wenn du dann bei Vogu weiterschreibst, da scheint er ganz in Ordnung zu sein. Keine Beinwunde.
      Ehm... nein ;) Die ist nicht von Vogu. Das ist ja das komplizierte :evilgrin:

      RenLi schrieb:

      War es ein Fischer, ich dachte ein Bauer. Oder meinst du nicht den Typen, der wahrscheinlich noch nie mehr als eine Sichel
      Ehm ja klar war es ein Bauer, da war ich mit den Gedanken schon fünf Schritte weiter :hater:

      Außerdem habe ich auch in den früheren Teilen eingebaut, weshalb Vogu sich nicht einfach mit ein oder zwei Kniffen befreien konnte: Ein hundsgewöhnlicher, weißer Bergkristall, der ja als " Manifestation des reinen Lichtes, einer Urkraft der göttlichen Schöpfung" bezeichnet wird. Dieser hat jedoch die Macht, die Sinne von Vogu insofern zu betäuben, als dass er andere nicht manipulieren kann.


      So, da bin ich wieder
      Nach langer - nach seeeehr langer Abwesenheit (thx Netzwerkbetreiber und geliebte Lehrer ) habe ich mich nun mal wieder an einen neuen Post gesetzt (ist eben auch ein bisschen doof, wenn man vergessen hat, was man schreiben wollte...). ich hoffe, ihr - falls es euch noch interessiert - wisst noch ungefähr, um was es in dieser Geschichte überhaupt ging ;). Außerdem befürchte ich, dass dieser Teil noch nicht so gut ist wie die davor, einfach aus dem Grund, dass ich schon länger nicht mehr zum Schreiben kam und erst wieder hineinfinden muss. Dennoch wollte ich euch nicht länger warten lassen...

      gaaaaanz liebe Grüße, Nyneve





      Einen Augenblick starrten alle Anwesenden die Tür an. Vogu sah sich bereits in Jahrhunderten als verblichenes Knochengestell noch immer auf der Bank liegen, da er einfach vergessen wurde. Doch dann kam Eloios auf ihn zu und drehte die Winde zurück. Erleichtert atmete der Gefangene mehrmals ein und aus und versuchte seine schmerzenden Glieder zu lockern.
      Währenddessen hatte Krypto die Tür zornig aufgerissen und funkelte nun den Störenfried zornig an.
      >>Ja?<<, schnauzte er auch sogleich.
      >>Herr... ich<<, stotterte der andere überrascht. Dann schien er sich jedoch zu fangen und redete im Flüsterton auf den anderen ein. Obwohl es totenstill im Raum war und alle wie gebannt auf den Neuankömmling starrten, konnte Vogu kein Wort verstehen. Normalerweise hätte er jetzt mithilfe der Gedankenmanipulation - der einzigen magischen Überlieferung, die die Eisige Hand noch ihren Schülern mit auf den Weg gab - das Gespräch heimlich weiter mit angehört, doch wieder fiel sein Blick auf den kleinen, durchschimmernden Kristall in Kryptos Tasche. Verflucht soll er sein.
      Doch auch ohne unnatürliche Hilfe konnte Vogu mithilfe einiger körperlicher Verrenkungen erkennen, dass es wohl keine guten Nachrichten waren, die Krypto in diesem Moment ereilten. Sein Gesicht ähnelte stark einem Hexenpilz, während die Dampfwolken über ihm eine unerträgliche Hitze absonderten.
      >>Ihr habt einen Vierzehnjährigen entkommen lassen?!<< Das Gebrülle des Geistlichen war vermutlich im gesamten Kloster hörbar. Es schien beinahe die Wände zu sprengen und den Boden zum Beben zu bringen. Irritiert zogen Vogu und Eloios gleichzeitig eine Augenbraue nach oben.
      >>Aber Herr, ich war doch überhaupt nicht anwesend und ... und wir haben seinen Komplizen gefangen<<, stotterte der andere. Offenbar schien er eine leichte sprachliche Einschränkung zu besitzen. Doch Vogu beschäftigte etwas ganz anderes - nicht zuletzt, um das empfindliche Ziehen einiger Körperteile zu verdrängen: Wieso regte sich Krypto derartig über das Verschwinden eines Kindes auf? Natürlich wäre das auch bei der Eisigen Hand als Regelbruch geahndet und gebührend bestraft worden, doch einen wirklichen Skandal hätte es nicht ausgelöst. Im schlimmsten Fall wäre das Problem eben still und heimlich aus dem Wege geräumt worden.
      >>Dann schafft ihn sofort her!<<, schnauzte Krypto. Vogu beschlich inzwischen das Gefühl, das sie ihn tatsächlich für den Augenblick vergessen hatten.
      Doch anstatt den Namenlosen einfach gehen zu lassen, folgte der weiterhin zornige Bruder ihm und schien ihm nicht gerade Zuspruch zu geben. Eloios wies daraufhin den Dritten im Bunde an, Vogu zu befreien und ihn in sein "Zimmer" zu bringen.

      Über das Aussehen des besagten Raumes gab es wohl nur wenig auszuführen. Viel konnte Vogu durch die Dunkelheit ohnehin nicht ausmachen. Als er die piepsenden Geräusche im hinteren Eck hörte, war er regelrecht dankbar dafür: Er hasste Ratten abgrundtief. Um nicht weiter daran zu denken, versuchte er, seine Gedanken zu sortieren. Die Sekte des Immortales war wohl weit gefährlicher als der Anhänger der Eisigen Hand gedacht hatte. Überhaupt hatte er viel zu wenige Informationen erhalten, um noch einen klaren Blick zu behalten. Zum einen war da sein Auftraggeber, der mächtigste Mann weit und breit, dessen Macht darin lag, Informationen zu horten und sie für seine eigenen Ziele zu missbrauchen. Vermutlich war dies auch der Grund, weswegen Vogu und all die anderen Mörder, Söldner und Halsabschneider ihm weiterhin die Treue hielten. Die Arme des Herads von Erselberget waren lang, seine Mühlen mahlten nicht nur fein, sondern auch schnell. Wer einmal in seine Ungunsten gefallen war, würde dies wenig später bereuen.
      Doch dies war im Moment nicht Vogus drängenstes Problem. Denn zum anderen war da die Sekte, die finstere Pläne von der kleinen Insel aus schmiedete. Was hatten sie vor? Und was konnte er dagegen unternehmen? Ein weiterer Name tauchte da im Dunkeln auf. Aikana. Einer der Brüder hatte sie in die Sache mit hinein gezogen. Und irgendetwas stimmte mit ihr nicht. Beinahe hatte er das Gefühl gehabt, eine weitere Präsenz bei der Gedankenverschmelzung zu spüren.
      Vogu gab ein undefinierbares Geräusch von sich, das eine Mischung aus Schnaufen und resigniertem Seufzen darstellte. Das brachte ihn im Moment nicht weiter. Zuerst einmal musste er hier ausbrechen - und zwar lieber heute als morgen. Vielleicht konnte er Kontakt zu dem Flüchtigen aufnehmen. Ein verwirrtes Kind war sicherlich leichter zu beeinflussen und würde ihm mitunter wichtige Informationen geben.

      Passend dazu erklang das Geräusch von aufeinander schlagendem Metall.
      >>Nein, ich will nicht!<<, erklang die hohe Stimme eines Jungen.
      >>Sei ruhig, du kannst froh sein, dass dir sonst nichts passiert. Außerdem erhälst du unschlagbare Gesellschaft, nicht wahr, Mörder?!<<, fauchte jemand. Vermutlich ein weiterer Bruder. Langsam konnte Vogu diese Kutten wirklich nicht mehr sehen. Aber als die eiserne Tür aufschwang, stockte ihm der Atem. Wenn er doch nur diese verdammte Eisenkette an den Armen und Beinen hätte loswerden können. Doch ohne eine Chance für Vogu zu entkommen, schlenderte der Verrückte mit dem Kind in den Raum und kettete es betont langsam an. Dann verließ er sie wieder, jedoch nicht ohne einem spöttischen Nicken gen Vogu. Mit ihm verschwand auch die kleine Öllampe, die ein dusiges Licht verbreitet hatte.



      Aikana hatte es tatsächlich geschafft. Sie glaubte es selbst kaum, als sie sich die leeren Hände an der Kleidung abwischte. Das gesamte Stück Fleisch hatte sie in mühsamer Kleinstarbeit hinuntergebracht. Als sie sich umsah, konnte sie die Umrisse des Bären im hinteren Teil ausmachen. Das Mädchen nahm ihren gesamten Mut zusammen und stand mit wackligen Knien auf. Das Tier war einen Schritt auf sie zugegangen, also sollte sie es ihm wohl gleich tun. Natürlich wusste sie, dass ein Bär kein Mensch war, doch irgendetwas in ihr war sich sicher, dass er nichts Gewöhnliches war.
      >>Ähem... ich weiß, du wirst mich wohl kaum verstehen. Aber ich würde ... ehm... gerne wissen, was du von mir möchtest, Bär<<, vorsichtig setzte Aikana einen Fuß vor den anderen. Das Reden nahm ihr ein wenig die Angst, es schien ihr beruhigend, dass ein Mensch ihre friedlichen Absichten erkennen würde. >>Ist das nicht komisch, ich kann dich nur 'Bär' nennen.<< Ein unsicheres Lachen entfuhr ihr. Gut zwei Schritte vor ihm blieb sie stehen.
      >>Weißt du, ich bin bereit, unser Kriegsbeil zu begraben. Schließlich sieht es nicht so aus, als wäre ich deine nächste Mahlzeit.<< Mein Gott, Aikana, was redet du nur für einen Unsinn? Du machst dich komplett lächerlich, dachte sie währenddessen. Doch plötzlich hob das Tier den Kopf und starrte sie aus seinen dunklen Augen heraus an. Sie war sich sicher, dass er keine Ahnung hatte, was Aikana gerade gesagt hatte, spürte jedoch gleichzeitig keine Aggressionen. Nach einem tiefen Einatmen machte sie noch einen Schritt auf ihn zu und kniete sich hin, sodass sie schräg vor ihm saß. Während sie den Kopf leicht schräg legte, betrachtete sie das Tier eingehender - zumindest sofern die Lichtverhältnisse es zuließen. Mit einer ruhigen, langsamen Bewegung tastete sich ihre Hand näher. Als sie bereits die Wärme spürte, die das Tier ausstrahlte, kniff sie die Augen zusammen.
      Vogu hatte ja auch mithilfe von Träumen mit ihr kommuniziert, vielleicht würde dies ja auch mit dem Tier und im wachen Zustand funktionieren. Vor ihrem geistigen Auge formte sie das Bild eines langsam fließenden Flusses. Dann spürte sie das Fell des Bären zwischen ihren Fingern. Doch sie versuchte, ihre Aufregung zu unterdrücken und stattdessen die Vorstellung zu verschärfen. Nun stand sie selbst inmitten dieses Flusses, einen langen, hölzernen Speer mit metallener Spitze auf die Wasseroberfläche gerichtet. Einen Augenblick noch, dann ließ sie diesen mit einer einzigen Bewegung in das Gewässer schießen. Als sie ihn wieder hinaus zog, zappelte ein silbrig glänzender Fisch am anderen Ende. Die Traum-Aikana nahm ihn, als er ruhiger wurde, und drehte sich zu dem Beobachter. Mit einer einladenden Geste warf sie den Schuppenknecht diesem zu.
      Das echte Mädchen spürte, wie der Bär unruhig wurde und hin und her rückte. Schließlich öffnete sie wieder die Augen und sah zu ihm, vermied jedoch einen direkten Sichtkontakt. Sie wusste schließlich nicht, inwiefern sich das Tier dadurch angegriffen fühlte. Doch dann gab der Bär ein Brummen von sich und legte seinen Kopf neben ihr Bein. Aikana atmete erleichtert auf. Sie hatte mit ihrer Vermutung richtig gelegen, ihre Gedanken und die des Bären waren miteinander verknüpft. War er auch diese gruselige Gestalt gewesen, die sie in ihren Träumen heimgesucht hatte?
      Für den Moment schien sie zumindest in Sicherheit zu sein. Fragte sich nur noch, wo sie war und wie sie wieder nach Hause kam...

      Glem mig
      Og la' vær' at fiks' et smadret glas
      Min hånd ville stadig mærke revnerne

      Se frem, vi ka' hurtigt ende rundt i ring
      Ærligt, var vi kun bundet sammen af drømmene

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Nyneve ()

    • Hey Nyneve
      Schön, dass du weiterschreibst! Und danke für die vielen Ausführungen im Spoiler!

      Nyneve schrieb:

      Ehm... nein Die ist nicht von Vogu. Das ist ja das komplizierte
      Na dann hab ich nun eine andere Vermutung. Bin ja mal gespannt, was noch alles ans Licht kommt.
      Und was mit dem blinden Jungen ist, nimmt mich auch schon wunder.


      Nyneve schrieb:

      Doch ohne eine Chance zu entkommen, schlenderte der Verrückte mit dem Kind in den Raum und kettete es betont langsam an.
      Bei dem Satz ist mir nicht ganz klar, wer keine Chance zu entkommen hat. Der Junge oder Vogu.

      Die Szene, in der Aikana sich langsam an den Bären herantastet, die gefällt mir besonders gut. Da bin ich selbst ganz ruhig und aufmerksam geworden.



      Nyneve schrieb:

      Vor ihrem geistigen Auge formte sie das Bild eines langsam fließenden Flusses. Dann spürte sie das Fell des Bären zwischen ihren Fingern. (...) Die Traum-Aikana nahm ihn, als er ruhiger wurde, und drehte sich zu dem Beobachter. Mit einer einladenden Geste warf sie den Schuppenknecht diesem zu.
      Diesen Teil verstehe ich nicht wirklich. Stellt sie sich das vor oder ist das eine Art von Eingebung? Eine Erinnerung oder will sie den Bären damit beeinflussen? Zuerst dachte ich, sie will sich selbst mit dem Bild des ruhigen Flusses beruhigen.
      Vielleicht ist es auch dein Ziel, den Leser etwas ratlos zu machen und in späteren Posts wird es dann deutlicher.

      Ich freu mich auf jeden Fall, dass du weiterschreibst!!!
      Lg, Renli
      Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
      von einem Herzen zum andern;
      Doch wo es keine Mauer gibt,
      wo soll dann eine Türe sein?
      Rumi
    • Yeah Nyneve schreibt weiter :love:

      Ich hatte bei der Szene mit Vogu extrem Probleme wieder reinzukommen. Ich glaube es war einfach zu lange her^^ Bei Aika hingegen habe ich mich komischerweise sofort an den Bären erinnert :) Muss vl. noch ein paar parts nochmal lesen um wieder drin zu sein^^

      Nyneve schrieb:

      Vogu sah sich bereits in Jahrhunderten als verblichenes Knochengestell noch immer auf der Bank liegen, da er einfach vergessen wurde.
      Das Bild ist in meinem Kopf einfach nur komisch :D

      Nyneve schrieb:

      >>IHR HABT EINEN VIERZEHNJÄHRIGEN ENTKOMMEN LASSEN?!<<
      Ich würde das nicht groß schreiben. Du machst ja im Nebensatz deutlich, dass er brüllt, aber ist Geschmackssache

      Nyneve schrieb:

      Vor ihrem geistigen Auge formte sie das Bild eines langsam fließenden Flusses. Dann spürte sie das Fell des Bären zwischen ihren Fingern. Doch sie versuchte, ihre Aufregung zu unterdrücken und stattdessen die Vorstellung zu verschärfen. Nun stand sie selbst inmitten dieses Flusses, einen langen, hölzernen Speer mit metallener Spitze auf die Wasseroberfläche gerichtet. Einen Augenblick noch, dann ließ sie diesen mit einer einzigen Bewegung in das Gewässer schießen. Als sie ihn wieder hinaus zog, zappelte ein silbrig glänzender Fisch am anderen Ende. Die Traum-Aikana nahm ihn, als er ruhiger wurde, und drehte sich zu dem Beobachter. Mit einer einladenden Geste warf sie den Schuppenknecht diesem zu.
      Die szene hat mich rausgeworfen. Was genau macht sie da? Tagträumen? Ich habe das ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, dafür kam mir das zu plötzlich. Hat sie irgendeine Art von Magie, mit der sie den Bären da versucht zu beruhigen oder zu kommunizieren?

      Lg
      Rael :)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Yey, schon zwei Kritiker - freut mich, dass ihr wieder dabei seid!! :party:

      Rael schrieb:

      Ich hatte bei der Szene mit Vogu extrem Probleme wieder reinzukommen. Ich glaube es war einfach zu lange her^^ Bei Aika hingegen habe ich mich komischerweise sofort an den Bären erinnert Muss vl. noch ein paar parts nochmal lesen um wieder drin zu sein^^
      Ja, ich fürchte, da bist du nicht die einzige. Ich habe leider eine sehr lange Zeit gar nichts mehr gepostet... Wenn ihr wollt, kann ich aber noch eine kurze Zusammenfassung vom Anfang geben ;)

      RenLi schrieb:

      Diesen Teil verstehe ich nicht wirklich. Stellt sie sich das vor oder ist das eine Art von Eingebung? Eine Erinnerung oder will sie den Bären damit beeinflussen? Zuerst dachte ich, sie will sich selbst mit dem Bild des ruhigen Flusses beruhigen.
      Vielleicht ist es auch dein Ziel, den Leser etwas ratlos zu machen und in späteren Posts wird es dann deutlicher.

      Rael schrieb:

      Die szene hat mich rausgeworfen. Was genau macht sie da? Tagträumen? Ich habe das ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, dafür kam mir das zu plötzlich. Hat sie irgendeine Art von Magie, mit der sie den Bären da versucht zu beruhigen oder zu kommunizieren?
      Ja :patsch:
      Ich war der felsenfesten Überzeugung, dass ich mal einen Part geschrieben haben, in der der Bär mit ihr auf diese Weise kommuniziert...
      Also... Sie können zwar nicht auf herkömmlicher Art und Weise miteinander kommunizieren, aber es ist ja schon früher klar geworden, dass ihre Gedanken iwie miteinander verknüpft sind (Aikas Drang in den Wald zu latschen, die plötzliche Verletzung am Bein, genau dort, wo auch der Bär verletzt wurde, etc.). Aika kam (dank mir :grinstare: ) auf die Idee, sich mit geschlossenen Augen eine Situation auszudenken, von der sie gehofft hat, dass der Bär sie richtig versteht (Fisch -> Bär -> keine Aggressionen). Ich versuche das aber nächstes Mal ein wenig zu verdeutlichen, indem Aika versucht, es sich selbst zu erklären. Denn normalerweise kommt man ja nicht unbedingt auf die Idee, sowas auszuprobieren xD
      Ich hoffe, das hat man jetzt iwie verstanden... :hmm:

      LG Nyneve

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      Ærligt, var vi kun bundet sammen af drømmene
    • So, hallo zusammen :)

      Das lange Warten hat ein Ende: Nachdem ich in den letzten Wochen mit einem Freund von mir mal die ganze Geschichte zusammengefasst und mir ein Konzept zurechtgelegt habe (der mich immer noch an einen Fahrplan erinnert O.o), habe ich in den letzten Tagen an einem Prolog gesessen. Ich denke für diejenigen, die bisher mitgelesen haben, wird es recht eindeutig sein, wer "Er" ist. Dennoch ist diese Rückblende für das weitere Verständnis der Geschichte essentiell.
      Einmal habe ich ihn als Spoiler in meinem 1. Beitrag eingefügt (einfach aus dem Grund, dass er etwas länger geworden ist und das Laden mit dem Handy dann immer soooo lange dauert) und werde ihn hier auch einfach aus Bequemlichkeit noch einmal kopieren.
      Daher bleibt mir nur noch, euch guten Appettit beim Verschlingen des Textes zu wünschen und mich auf eure Kritik, eure Anmerkungen etc. zu freuen.

      LG Nyneve

      Spoiler anzeigen


      Prolog



      Schwere rote Teppiche, unterbrochen durch Fackeln mit zuckenden Flammen, die mit ihren Zungen an den Vorbeigehenden züngelten, zierten die steinernen Wände und verstärkten das erdrückende Gefühl einer kaum tragbaren Last. Ihre zischenden, spuckenden Geräusche trugen zu einer beklemmenden Atmosphäre bei.
      Der heutige Gast des Hausherrn vermutete, dass dies auch der erwünschte, entstehende Eindruck von Macht sein sollte. Stumm folgte Er den beiden Soldaten vor ihm. Die scheppernden Schritte deren Rüstungen hatten ihn bereits durch dutzende ähnlicher Gänge begleitet, bis sie nun vor einer schweren, alten Holztür ankamen, die so breit wie zwei kräftige Männer war und ihn - obwohl Er meist durch seine Größe aus der Menge herausstach - um eine gute Armlänge überragte. Beinahe ehrfurchtsvoll betätigte einer der beiden Wächter den Eisenknauf in der Mitte oberhalb ihrer Köpfe. Dies sollte wohl dem Neuankömmling erneut demonstrieren, dass die Macht bei jemandem anderen lag und man selbst nur ein unbedeutender Punkt am Boden war.

      Der Mann in dem erdbraunen Umhang konnte nur mit Mühe ein resigniertes Seufzen unterdrücken. Wie oft hatte Er schon vor solchen protzigen Objekten gestanden, die einzig und alleine dazu dienten, der Machtgier ihrer Eigentümer zu genügen? Er konnte es schon längst nicht mehr zählen. Übermotivierte Emporkömmlinge, die sich durch dubiose Geschäfte Einfluss und Geld gesichert hatten und nun der Ansicht waren, auch außerhalb ihrer Refugien Angst und Schrecken verbreiten zu müssen.
      Doch sie waren gute Kunden und zahlten reichlich und pünktlich, auch wenn man dafür hin und wieder ein wenig Gewalt einsetzen musste.

      Nachdem eine gebührende Zeit verstrichen war, öffnete ein alter Mann offenbar unter höchster körperlicher Anstrengung die Tür einen Spalt breit und warf dem Besuch einen scharfen Blick zu. Auch wenn der Anblick auf keinen Fall beruhigend sein konnte, wurde Er hineingelassen. Wer erwartete auch von einem Spion und Mörder, dass er aussah wie ein Gaukler, der die Kinder zum Lachen brachte?
      Im Vergleich zu den Gängen, die Er zuvor zu Gesicht bekommen hatte, war dieser Raum regelrecht lichtdurchflutet. Die längliche Halle maß mit Sicherheit über dreißig Fuß, an den seitlichen Wänden, die sich ihm erstreckten, reihten sich bodenlange Fenster. Kein Wunder – dieser Teil war einzig und allein durch die Tür zu erreichen, nur ein Lebensmüder hätte versucht, die Burg über die todbringenden Felsen zu stürmen; von der hungrigen Gischt, die sich wie dutzende wilde, fauchende Bestien daran schlug, ganz zu schweigen.
      Nein, es war durchaus legitim, hier seinen Reichtum in Form von Wandöffnungen auszuleben.
      Einzig und allein die schweren, roten Vorhänge schützten den Raum vor dem heulenden Wind. Der Lärm konnte jedoch nicht gedämpft werden. Wäre Er ein Wolf, hätten sich seine Nackenhaare mit Sicherheit aufgestellt. Er lächelte in sich hinein; der Vergleich gefiel ihm. Und bei genauerem Nachdenken – was ihm gegönnt wurde, schließlich ließ der Hausherr auf sich warten – konnte Er einige Gemeinsamkeiten aufweisen. Wie oft Er doch schon durch das Unterholz geschlichen war und seine Beute dabei genauestens im Auge behalten hatte, bereit, bei dem kleinsten Fehltritt ihrerseits aufzuspringen und sie sich zu schnappen.
      Wirklich, der Wolf als Symbol behagte ihm. Wenn Er sich eines Tages zur Ruhe setzen und sein eigenes Stück Land besäße, würde Er sich vermutlich den Wolf als Wappentier aussuchen.
      Resigniert stellte Er jedoch fest, dass bis dahin noch einige Zeit verstreichen würde und noch viele Sonnen erwachen mussten. Gerade als Er sein Gesicht leise verzog und zu dem Schluss gekommen war, dass dies wohl noch lange nicht sein letzter Auftrag sei, ließ eine gewaltige Sturmwehe den Saal erzittern. Mit einem ohrenbetäubenden Knall fiel die schwere Holztür hinter ihm zu und Er musste feststellen, dass Er ganz alleine in der Halle mit dem Kuppeldach war. Wohin war nur die Eule, wie Er den Greis insgeheim benannt hatte, hin verschwunden?

      Als Er seine Aufmerksamkeit wieder nach vorne lenkte, konnte Er eine große, eher hagere Gestalt hinter einem der Vorhänge ausmachen. Würdevoll und unbeschreiblich arrogant bewegte sie sich zu dem Thron auf der kleinen Anhöhe am anderen Ende des Raumes und ließ sich mit einer Nonchalance, wie es nur der Adel aufweisen konnte, darauf gleiten.
      Beim Klang der Stimme schien ihm, als würden sich tausend feiner Glasscherben ihren Weg über seine Ohren mitten in sein Herz bahnen und in von innen heraus verbluten lassen. Mit einem erschrockenen Augenaufschlag erkannte Er, dass Er die Figur, die diesen Akt des Trauerspiels wohl dominieren würde, gnadenlos unterschätzt hatte. Der Jarl war kein einfacher Landherr mit Geld und einem zu großen silbernen Löffel, sondern er war ein Mann, den man sich nicht zum Feind machen wollte.
      „Ihr habt also den weiten Weg aus dem Norden hier her gefunden?“Ein Schaben an seinen Stimmbändern schnitt Ihm die Kehle zu, sodass Er hastig nach Luft schnappte. Was würde dieser Mann nur erst mit einer Waffe anstellen können?
      „Ja“, Er räusperte sich und schollt sich selbst für sein laienhaftes Auftreten, „Ihr habt einen meiner Art gerufen und ich habe Euren Ruf erhört.“ Genau genommen war es der Meister der Eisigen Hand gewesen, der ihn hier her geschickt hatte, aber das wäre wohl nur halb so ästhetisch gewesen. Umso mehr spannten sich die Muskeln seines gesamten Körpers an, als ein kaltes, berechnendes Lachen die Halle erfüllte. Fast wäre Er versucht gewesen, seine Hand zu dem Messer zu führen, das Er immer in einer versteckten Tasche seines Mantels trug, konnte sich aber im letzten Moment noch beherrschen.
      „Ich hoffe, Ihr seid dieser Aufgabe auch wahrlich gewachsen. Ich bat den alten Krol darum, seinen besten Mann zu schicken. Ich hoffe, Ihr wisst welche Verantwortung nun auf Euren Schultern liegt. Ihr seid für den Ruf Eurer Enklave entweder der Untergang … oder die Rettung. Das wird sich noch zeigen“, spielte der Jarl offensichtlich auf das eingeschüchterte Auftreten seines Gasts an.

      Unbewusst hatte Er sich daraufhin gerader aufgestellt und die Kapuze noch tiefer ins Gesicht fallen lassen.
      „Soweit ich weiß, verlangtet Ihr nach einem Mörder und Spion und nicht nach einem persönlichen Berater“, erklärte Er und ärgerte sich darüber, wie leicht der andere seinen Zorn geweckt hatte.
      „Da habt Ihr nur allzu recht. Aber ich hatte angenommen, dass man für Euer … Metier eine gewisse Schauspielkunst besitzen sollte, nicht wahr?“, reizte ihn der andere weiter.
      Noch ehe Er darüber nachdenken konnte, was sein Gegenüber mit diesen offensichtlichen Sticheleien erreichen wollte, hatte eine Antwort bereits seine Lippen verlassen: „Ich habe nie das Gegenteil behauptet.“ Der andere warf ihm einen ebenso durchdringenden, wie vielsagenden Blick zu.
      „Nun gut, habt Ihr schon einmal von der Insel Björlö gehört?“, wechselte der Jarl das Thema.
      „Die kleine Felseninsel im Serlmer? Natürlich“, antwortete Er nicht ohne eine gewisse Genugtuung, „namentlich zum ersten Mal vor 180 Sonnen erwähnt, zuvor war sie noch mit dem Land verbunden. Ihr Name geht auf die Landzunge zurück, die nach einem bedeutenden zeitlichen Ereignis so benannt wurde.
      Joleg, der achte Jarl der Erselberget hatte sich mit dem mächtigsten Mann Celems überworfen, dessen Name der Überlieferung zufolge Björl lautete. Als Jolegs Söldner ihn aus Celem vertrieben, suchte er Zuflucht in einem kleinen Dorf namens Hjalstedt im Westen. Doch als ihn die Häscher auch bis dorthin verfolgten, sprang er von den Klippen mit den Worten: ‚Lieber durch eigene Hand gestorben, als von den Feinden um das Seelenheil gebracht.‘ Seine Anhänger und Befürworter nannten daraufhin die Landzunge als Symbol für alle Flüchtigen und Heimatlosen Björlen und schließlich wurde er zu einem gängigen Begriff für dieses Landstück“. Er lächelte im Schutz der Kappe in sich hinein. Der Jarl konnte ja nicht wissen, dass Er selbst aus Celem stammte und ein entfernter Nachkomme Björls war.
      „Ja, mein Vorfahr Jarl Joled wäre darüber sicherlich erzürnt, wüsste er, dass die Menschen sich mehr an seinen Erzfeind und einem Suizidanten, der sich durch Feigheit seiner gerechten Strafe entzog, als an seinen glorreichen Feldzug erinnern“, erklärte der Jarl. Bildete Er es sich ein oder ging von dem jetzigen Herrscher eine Welle der Wut und Empörung aus? Wer konnte es ihm verdenken, schließlich wurde damit seine gesamte Familie herabgesetzt – und diese war schon immer für ihre Eitelkeit weit über die Grenzen hinaus bekannt. Doch es war sicherlich keinen Nachteil, den Schwachpunkt seines Auftraggebers zu wissen. Vielleicht würde er ihm eines Tages noch nützlich sein.
      „Nun, was hat es mit diesem historiengetränkten Ort auf sich?“, führte Er die Unterredung fort.
      „Sie wird seit geraumer Zeit von … Halunken, Lügnern entweiht. Ein seltsamer Zufall, dass sie sich gerade an dem Ort niedergelassen haben, der schon seit vielen Jahren nicht mehr heilig ist“, erklärte der Jarl und hatte nun wieder seine angsteinflößende, unnahbare Haltung eingenommen. Fast schien es, als spräche eine andere Person zu dem Gast. Aber das war vermutlich eine Krankheit, die jeden einflussreichen Herrscher eines Tages befallen würde.
      „Ich soll die Insel für Euch … bereinigen?“, fragte Er nach und runzelte die Stirn. Für eine solche Aufgabe verpflichtete er den besten Mann der Eisigen Hand?! Was für eine Geldverschwendung, schließlich hätte eine ordentliche Söldnertruppe das Ziel für die Hälfte der Taler genauso erreichen können.
      „Nein“, harsch durchfuhr die Stimme die Halle, wie ein greller Blitz, der genauso schnell wie gefährlich auf die Erde niederschoss.
      „Ihr sollt für mich dort Augen und Ohren sein, wo ich selbst zurzeit nicht sein kann. Eine solche Aufgabe benötigt viel Geschick und eine gewisse Menschenkenntnis. Deswegen bat ich ja auch um den Besten, enttäuscht mich nicht“, erklärte der Jarl.
      „Das werde ich nicht“, erklärte Er ihm Brustton der Überzeugung.
      Leise zischte sein Auftraggeber zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor: „Das will ich für Euch hoffen – mich hat noch niemand ungeschoren zum Narren gehalten.“ Und das glaubte der Angeheuerte auf Anhieb. Denn gleichgültig wie seltsam sein Gegenüber ihm auch vorkommen mochte, so war Er sich sicher, dass er ein skrupel – und gnadenloser Gegner sein konnte, mit dem nicht leicht Kirschen essen war. Erneut bestätigte sich sein Eindruck vom Beginn der Unterredung.
      „Wie Ihr wünscht“, beteuerte Er daraufhin und neigte seinen Kopf nur gerade so viel, wie der Anstand es gebot. Niemals würde Er eine richtige Verbeugung jemandem entgegen bringen, der es sich nicht hart verdient gemacht hatte.
      „Solltet Ihr jedoch zu dem Schluss kommen, dass diese … Organisation, dieses Pack, etwas gegen mich plant, so werdet Ihr keinen Augenblick zögern und sie aufhalten, nicht wahr?“ Erneut hatte Er das Gefühl, als würde die Stimme des Jarls seinen Kopf sprengen und Er fühlte sich immer unwohler. Je schneller Er hier rauskommen würde, desto besser. Daher nickte Er – nicht eifrig, aber deutlich genug, dass der andere es erkennen konnte.
      „Selbiges gilt natürlich auch für Personen, die damit in Zusammenhang stehen – im Gegenteil, dies gilt für solche besonders“, fügte sein Gegenüber hinzu, ohne auf seine Geste einzugehen.
      „Wie Ihr wünscht“, gab Er nun die gewünschte Antwort und blieb wartend in dem Raum stehen. Nach einem Augenblick der peinlichen Stille erklang erneut das Lachen, das in Wirklichkeit keines war.
      „Natürlich – wie konnte ich das nur vergessen.“ Die Gestalt mit den langen, glatten schwarzen Haaren, die Seinen eigenen nicht unähnlich waren, griff in eine Tasche der dunklen Gewänder und zog einen prall gefüllten Beutel aus feinem Leder heraus. Achtlos warf sie ihm diesen vor die Füße, ohne ihn eines weiteren Blickes zu würdigen.
      „Das gleiche erhaltet Ihr bei Erledigung Eures Auftrages erneut“, erklärte der Jarl an die Wand gerichtet. „Geht nun - oder braucht Ihr Geleitschutz?“ Zähneknirschend deutete Er eine Verbeugung an, indem er kaum merklich den Oberkörper nach vorne kippte und leicht den Kopf neigte. Wortlos wandte Er sich um und ließ die Tür geräuschlos hinter sich ins Schloss fallen.


      Glem mig
      Og la' vær' at fiks' et smadret glas
      Min hånd ville stadig mærke revnerne

      Se frem, vi ka' hurtigt ende rundt i ring
      Ærligt, var vi kun bundet sammen af drømmene
    • Hi Nyneve
      Schön, dass du weitergeschrieben hast. Der Prolog gefällt mir, vor allem deine Art so bildlich zu beschreiben.
      (Ihre zischenden, spuckenden Geräusche trugen zu einer beklemmenden Atmosphäre bei.
      Nein“, harsch durchfuhr die Stimme die Halle, wie ein greller Blitz, der genauso schnell wie gefährlich auf die Erde niederschoss.)

      Wie du die Personen darstellst, gefällt mir auch super, sie wirken sehr lebendig.

      Ich fand nur etwas seltsam, dass Er gleich die ganze Geschichte des Ortes erzählt. Klar, weil er provoziert wurde, aber es wirkt etwas künstlich und eher wie ein kleiner Junge, der beweisen muss, dass er in der Schule aufgepasst hat. Aber du schreibst ja nachher, weshalb dieser Teil so wichtig ist, weil er den Jarl zum ersten Mal aus der Fassung bringt. Von daher macht es dann schon Sinn.


      Ich hoffe, du schreibst bald wieder weiter!
      Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
      von einem Herzen zum andern;
      Doch wo es keine Mauer gibt,
      wo soll dann eine Türe sein?
      Rumi