Dhampire Magic - The Secret of Blood

  • Hey meine Lieben :)

    Ich beginne heute mit einer neuen Geschichte von mir, die noch ganz am Anfang steht. Ich werde wöchentlich ein neues Kapitel online Stellen, damit ich immer genug Zeit habe um neue zu verfassen. Heute beginne ich mit dem 'Klappentext', 'Prolog' und dem '1. Kapitel'. Nächste Woche, ebenfalls am Mittwoch, kommt dann das '2. Kapitel'.

    Ich freue mich jetzt schon eure Kritik und auch euer Lob in den Kommentaren zu lesen. <3

    Ich setze euch vorerst alles in Spoiler, die restlichen Kapitel reiche ich aber nach :)

    Ach, und da ich gerade alles mit dem Handy Poste, werde ich euch morgen noch einige Bilder hinzufügen :)








  • @Mukii ist wieder da! :alien: "Hype" "Hype" "Hype" :ninja:


    Ich habe mir alles durchgelesen. Zuerst war ich leicht verwirrt, was ein Dhampire sein soll. Das bin ich jetzt leider immer noch. Also ich weiß, was du meinst, aber streng genommen ist Rina ja immer noch ein Vampir. Du meinst, sie ist nicht reinen Vampirblutes. Aber auch wenn die Mutter eine Hexe ist, muss sie nicht zwangsläufig kein Mensch sein. Außer Hexen sind tatsächlich eine eigene Rasse. Vielleicht kannst du das klarer definieren.


    Kennst du die Filme "Wächter der Nacht" "Wächter des Tages"? Die kamen mir bei deiner Protagonistin sofort in den Sinn, als du vom Abdanken menschlichen Blutes schriebst. In den Filmen gehen die Vampire auch zum Metzger und holen sich Schweineblut. Nebenbei erwähnt sind diese Metzger auch Vampire.
    Ich fand diese Tatsache echt genial und das freute mich auch gleichermaßen bei deinem Prolog. Dass Rina Sitte beigebracht wurde und sie sich (vorläufig) auch darauf besinnt.


    Was mich etwas störte, waren die aneinander gereihten Erklärungen der Wohnungen. Es nahm irgendwie die Spannung und das Interesse heraus. Zum Beispiel hättest du die Wohnung ihrer Freundin nicht so detailliert beschreiben müssen, da Rina bisher auch noch nicht so viel dort gemacht hat. Du könntest kurz anreißen, welche Zimmer wo sind und vielleicht nur wenige Details andeuten, die Rina sofort ins Auge stechen. Ein Bild vielleicht. Oder die Geräumigkeit der Wohnstube.
    Erkläre erst im Laufe der Zeit alles weitere. Erst dann, wenn deine Figuren auch wirklich damit interagieren.


    Ansonsten bin ich gespannt, was genau Rina in ihrer neuen Arbeit machen wird. Vielleicht echte Blody Marys? :alien:


    (falsch Rechtschteib-/ Grammatikprüfung erwünscht ist, werde ich das noch hinzufügen)

    Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.


    -Albert Einstein-
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    Helios III (Arbeitstitel)
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    Purpur
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    Big City Life
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    Mana

  • Vielen Dank für dein super Kommentar! ❤️


    Natürlich darfst du gerne Rechtschreib- & Grammatikfehler nennen, daraus kann ich schließlich nur lernen und mich verbessern :)


    Zu meinem Erstaunen kenne ich die zwei genannten Filme nicht, muss ich mir mal ansehen. Mir ist außer einem Metzger nichts eingefallen wie Rina an Blut kommen sollte.


    Das mit dem Verweigern des Menschenblutes hat einen Grund, den Rina und ihr aber auch erst gegen Mitte/Ende rausfinden werdet. Da ich noch nicht so weit geschrieben habe, weiß ich noch nicht genau wie weit das ganze auf dich warten lässt.


    Das mit den echten Bloody Marys kam mir auch schon in den Sinn. Eventuell werde ich das auch mit Menschenblut verknüpfen, da sich Vampire ja auch nur von Menschen nähren.


    Das mit dem Dhampirsein werde ich dann wohl noch bei dem nächsten Kapitel extra hinzufügen. Dann muss ich noch einen kleinen Absatz einfügen, mal schauen wo :)




    Ich danke dir wirklich für dein Kommentar, und bin froh, dass sich jemand freut mich hier wiederzusehen. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet :)


    PS: Ich habe oben bei Kapitel 1 noch Bilder hinzugefügt

  • Kapitel 2


    Ich war bereits auf, bevor mein Wecker klingelte. Heute war der große Tag, der Tag der Hochzeit. Mira hatte mir erzählt, dass Dales Trauzeuge früh vorbeikommen würde um Dale abzuholen, damit die Damen sich in aller Ruhe für die Hochzeit fertigmachen konnten. Ich zog für den morgen ein Bademantel über und ging in die Küche. Mira und Dale waren bereits auf und warteten schon auf mich. Der Tisch an dem die beiden saßen, war voll mit Obst, Brot, Orangensaft und Kaffee. Es duftete herrlich. „Na Schlafmütze, hast du Hunger?", fragte Mira. Dale grinste nur und trank einen Schluck von seinem Kaffee. „Ich bin keine Schlafmütze, nur weil ich nicht um sechs Uhr morgens schon auf bin. Das ist eben der Rhythmus einer Barkeeperin." Ich zwinkerte den beiden zu und setzte mich ihnen gegenüber. „Hunger habe ich übrigens wirklich, und das hier sieht so gut aus. Macht ihr das jeden Morgen?"
    „Nein, eigentlich nur an denSonntagen. Na, und eben heute. Bedien dich." Ich nahm mir ein Glas Orangensaft und etwas Joghurt in den ich einige Früchte mischte. Nach dem Frühstück half ich Mira die Küche aufzuräumen und ging dann ins obere Bad um mich zu Duschen und anzuziehen. Dale sollte eigentlich schon mit seinem Trauzeugen unterwegs sein, der sich allerdings etwas zu verspäten schien. Gerade solange, dass es klingelte sobald ich aus der Dusche draußen war. Ich hörte wie sich Mira, Dale und sein Trauzeuge unterhielten. Da mir bisher noch keinerseinen Namen genannt hatte, wollte ich mich schnell in mein Zimmer umziehen gehen um ihn dann kennenzulernen. Schließlich waren wir beide Trauzeugen.


    Als ich aus dem Bad stürmte, nur in einem Handtuch bekleidet, lief ich geradewegs gegen eine Mauer. Naja, gegen eine Menschliche Mauer. „O-oh, es tut mir leid, entschuldige", stotterte ich vor mich hin, noch viel zu verwirrt über den zusammenstoß. Ich prüfte ob mein Handtuch noch da saß wo es sollte und schaute dann auf die Person mit der ich zusammengestoßen war. Ich blickte in Eisblaue Augen und ein Gesicht das makellos schön war, selbst mit dem Dreitagebart und der Frisur die aussah, als wäre sie heute noch nicht gekämmt worden. Ich war so fasziniert von seinen Augen, dass es mir nicht sofort auffiel. Ich stand keinem gewöhnlichem Menschen gegenüber, sondern einem Vampir. „Es ist nichts passiert, bei Ihnen auch alles in Ordnung?" ,fragte er mit einem schiefen Grinsen. „Ja alles in Ordnung." Ich war schockiert. Nicht einfach nur weil er ein Vampir war, sondern weil er bei Mira zuhause war! Was um alles in der Welt hatte sie mit einem Vampir zu tun? Ich wandte den Blick von ihm ab und wollte schnurstracks in mein Zimmer gehen, als mich Miras Stimme erreichte.„Ian? Rina? Oh." Sie verstummte, als sie sah, dass ich nur ein Handtuch um hatte und versuchte sich ein lachen zu verkneifen. „Das ist ja typisch. Würde mich nicht wundern wenn du geradewegs in ihn hineingelaufen wärst. Egal. Würdet ihr zwei bitte runter ins Wohnzimmer kommen? Nur zieh dir bitte vorher etwas an, schnell. Und du," sie drehte sich dem Vampir zu, „gehst direkt mit. Na los, komm." Sie nahm ihn am Arm und ging die Treppen runter.


    In meinem Zimmer setzte ich mich erstmal auf das gemütliche Doppelbett. Ein Vampir bei Mira.


    'Sie weiß es bestimmt nicht, sonst hätte sie mich gewarnt, oder?'


    Ich erinnerte mich noch gut daran wie ich Mira alles erzählt hatte.


    Rückblick:



    "Was bedeutet das, dass du ein Dhampir bist? Ich meine, klar halb Vampir, halb Mensch"
    "Halb Hexe. Ich fühle mich normal. Wie ein Mensch. Natürlich sind Hexen das auch, eben nur mit magischem Blut. Sie können Elemte kontrollieren und beschwören, nur ich nicht. Ich spüre die Magie zwar, aber es ist als wäre sie hinter einer großen Metalltüre verschlossen. Hexen sind ihre, ja man könnte sagen, ihre eigene Rasse. Sie leben in Zirkeln. Familie, Freunde. Alles Hexen. Kontakt zu Menschen haben Sie wenig, sie leben lieber unter sich. Normal halten sie sich auch von Vampiren fern. Na ja, bis auf meine Mutter.


    Ich habe viele Eigenschaften von meinem Vater. Die verschärften Sinne, ab und zu kann ich in die Köpfe anderer schauen, Schnelligkeit, gute Reflexe und etwas von der Stärke der Vampire. Ich benötige zwar Blut um bei Kräften zu bleiben, aber nur kleine Mengen - und es reicht Tierblut. Was ich nicht von ihnen habe, ist, dass die Sonne mir nicht zusetzt. Zwar sterben Vampire nicht im Sonnenlicht, aber desto länger sie sich darin aufhalten, desto mehr zerrt es an ihren Kräften. Ich bin kein Vollblüter Vampir, aber auch keine volle Hexe. Ich habe von beidem etwas. Sagen wir, ein Mensch mit gewissen Vorzügen. Wobei Mensch sein ja auch nicht zutrifft, da keiner meiner Eltern ein Mensch war."


    "Okay, stopp! Du kannst Gedankenlesen?", fragte Mira erstaunt. Ich fing an zu lachen.
    "War klar, dass genau diese Wörter hängen geblieben sind. Aber nein, nicht so richtig. Der mir Gegenüber muss anfällig dafür sein.Keine Ahnung. Schwaches Selbstvertrauen oder so. Es ist mir erst ein paar mal gelungen, oder eher passiert. Ich würde nicht wollen, dass mir jemand in den Kopf schaut. Deswegen tue ich das auch nicht."
    "Bitte? Weißt du was ich dafür geben würde?!" Lachend schüttelte ich den Kopf.


    "Bist du schonmal einem von IHNEN begegnet? Ich meine, einem Vampir. Blasse, große, schlanke Geschöpfe mit langen, spitzen, weißen Reißzähnen und roten Augen?" Wieder einmal musste ich lachen.
    "Ganz so wie du sie beschreibst sind sie nicht, alles was in den Büchern und Filmen über ihr Aussehen erzählt wird, entspricht nicht ganz der Wahrheit. Aber ja. Meine Mutter hat mir gesagt, ich würde sie vermutlich spüren, aber mich würde man nicht als einen Dhampir erkennen. Dank des Tierblutes. Anscheinend wäre ich ein leichterfang, wenn ich, wie sie, Menschenblut zu mir nehmen würde.


    Meine Mutter hat mich so vieles gelehrt, so viel, dass sie von meinem Vater gelernt hatte. Sie sagte, er sah aus wie ein gewöhnlicher Mensch. Ich musste selber feststellen, dass die von außen betrachtet garnicht auffallen. Sie haben einen hellen Hautton, ja. Aber er sieht trotzdem Menschlich aus. Groß und schlank trifft auch nicht immerzu, na ja, bis auf die Größe. Nur habe ich bereits einen gesehen, der super trainiert aussah. Es waren nicht nur seine Muskeln. Er hatte ein breites Kreuz, einen starken Nacken und durch die enge Kleidung konnte man seinen Latissimus und den damit verbundenen V-Oberkörper extrem gut erkennen. Sein Lachen war natürlich. Schöne Zähne, aber nichts auffallendes. Die Reißzähne müssen so wie bei mir erst 'ausgezogen' werden, damit man sie sieht."


    Gegenwart:


    Stundenlang löcherte sie mich mit Fragen, aber ich konnte ihr nicht alle beantworten. Meine Mutter wusste zwar eine ganze Menge, aber ein Vampir würde wohl nie all seine Geheimnisse Preis geben.


    Einige Minuten saß ich noch da, von meinen Gedanken zerfressen. Die Vergangenheit vor Augen und einen Vampir bei Mira und Dale.


    Sofort sprang ich auf und zog mich an. Ich wollte die beiden nicht mit ihm alleine lassen, das konnte ich nicht. Auch wenn sie sich wohl schon lange kannten, ich vertraute ihm nicht.


  • Kapitel 3


    Dale, Mira und auch Ian, falls ich mir den Namen richtig gemerkt hatte, saßen im Wohnzimmer auf der Couch. Alle drei sahen gleichzeitig in meine Richtung als ich in Jeans und einem Shirt die Treppe runter kam. Ich hatte meinen Schock so gut ich konnte beiseite geschoben und versuchte eine neutrale Miene aufzusetzen. „Rina,darf ich dir meinen Trauzeugen vorstellen? Das ist Ian O'Neil. Ian,dass ist Rina Fray, Miras Trauzeugin." Dale blickte uns beide mit einem glücklichen Ausdruck auf dem Gesicht an, dass mit einem erheiterten Grinsen von Mira begleitet wurde. Ian stand auf und kam auf mich zu. „Freut mich dich kennenzulernen. Mira hat schon viel von dir erzählt." Er hielt mir die Hand hin und lächelte mich mit seinen perfekten Zähnen und den Eisblauen Augen an. Ich lächelte so gut es ging zurück und gab ihm meine Hand. Doch anstatt sie zuschütteln nahm er sie hoch und gab mir einen zarten Handkuss. „Freut mich ebenfalls Ian." Mira sprang auf und klatschte in ihre Hände. „Super. Da ihr euch jetzt offiziell kennengelernt habt,schmeißen wir die Jungs raus. Los, los. Haut ab ihr zwei." Dale lachte, gab ihr einen schnellen Kuss und ging mit Ian davon.



    Nachdem die beiden weg waren, packte Mira ihre ganzen Sachen im Wohnzimmer aus und setzte sich auf die Couch. „Na dann mal los.Lass deine Finger ein hübsches Make-Up zaubern." Während ich sie schminkte führte Mira mir ihr Ehegelübde vor. „Dale. Du bist die Erfüllung all meiner Gebete. Du bist ein Lied, ein Traum, ein Flüstern, und ich weiß nicht, wie ich so lange ohne dich habe Leben können. Mit dir ist mein Leben eine Welt voller Farben, du bist für mich wie die Sonne im Sommer und das Wasser für den Fluss. Ich will mit dir gemeinsam alt werden. Du bist das beste was mir je passiert ist. Ich hatte Angst, dass du zu gut für mich bist, dass ich dich nicht verdiene. Du bist so rein, so liebevoll und zauberhaft. Es ist deine Liebe die mich treibt, die mich von meinen Sorgen und Ängsten befreit. In deiner Nähe zu sein und dich zu spüren macht mich vollkommen. Ich fürchte mich nicht mehr vor dem was die Welt bringt,denn du bist meine Welt. Ich werde dich mein Leben lang lieben, dich in guten wie in schlechten Zeiten begleiten und immer an deiner Seite sein. Dir mein Herz und meine Treue schenken. Ewig dein, ewig mein,ewig uns." Ich war den Tränen nahe. Ich kannte Mira schon solange, doch nie habe ich soviel Gefühl und so viel Liebe in ihr gesehen wie bei diesen Worten.



    Als Mira bemerkte wie mir immer mehr Tränen in die Augen stiegen,schubste sie mich an. „Hey, lass das. Du ruinierst mein Make-Up. Außerdem würde ich zu gerne hören, was du von Ian denkst."Ihr lächeln wurde zu einem schiefen grinsen und ich konnte nicht anders als den Kopf zu schütteln. „Mira. Lass das. Versuche nicht mich mit ihm zu verkuppeln. Du weißt, dass ich kein normaler Mensch bin. Es war mit James schon schwer genug. All das was ich bin zu verheimlichen, ich möchte das im Moment nicht. Ich kann nicht. Und was Ian betrifft würde es absolut nicht funktionieren, glaub mir."
    „Ach jetzt komm schon, er ist genau dein Typ. Leugne nicht, dasser nicht super scharf aussieht,natürlich nur in deinen Augen. Ich habe ja meinen Traummann." Mira zwinkerte mir zu und fing an zu lächeln. Das Glück stand ihr ins Gesicht geschrieben und nichts sollte ihr diesen Tag verderben. Ich lächelte ihr zu und versprach Ian eine Chance zu geben. Was sie aber nicht wusste, diese Chance hatte er schon zunichte gemacht als wir vor dem Bad zusammenstießen.



    Als Mira und ich an der Kirche ankamen, stand Ian bereits auf der großen Treppe und wartete auf uns. Sein Blick fiel zuerst auf Mira,die in ihrem Spitzenbesetztem Meerjungenfrauenkleid einfach unglaublich schön aussah. Das Kleid war wirklich ein Hingucker. DieTräger waren drei Zentimeter breit und der Stoff war reine Spitze.Diese flossen in einen hohen V-Ausschnitt und wurde im Brustbereich blickdicht. Das Kleid betonte ihre schmale Taille und glitt sanft über ihre Kurven. Ihre Halskette war silbern und trug einen Tropfen-Anhänger dessen Stein im innerenso grün wie ihre Augen war. Nachdem die beiden sich mit einer freundschaftlichen Umarmung begrüßt hatten, fiel Ians Blick auf mich. Ich trug das Kleid, welches mir Mira für heute gekauft hatte. Es war ein Champagnerfarbenes Kleid, welches an der Brust mit Glitzer geschmückt und darunter gerafft war. Vorne reichte es mir bis zu meinen Knien und hinten war es länger.
    „Du siehst..." Ian schluckte und räusperte sich kurz, „Du siehst bezaubernd aus."



    Die Trauung fand in einer großen und modernen Kirche statt.Große, offene Fenster zierten an den Seiten und hinter dem Altar die weißen Wände. Der Marmorboden war beige-braun und der Gang in der Mitte weiß. Selbst die Bänke waren weiß und hatten edle Verzierungen. Geschmückt wurden diese mit weißen Blumen und Seilen, die von Bank zu Bank reichten. Kronleuchter hingen von der Decke und erhellten den Raum auf eine Art, die alles leuchten ließ. Dies war eine Kirche in der man sich nicht eingeengt, bedrückt oder unwohlfühlte. Nein, ganz im Gegenteil. Ich fühlte mich in religiösen Räumlichkeiten immer unbehaglich. Ob das an meiner Natur als Dhampir lag, oder eben einfach weil ich ich war, wusste ich nicht. Aber es war einfach immer so. Nur hier nicht. Hier war es wunderschön.



    Nachdem Dale und Mira ihre Ehe mit einem Kuss besiegelt hatten,traten wir alle vor die Kirche und der Wurf des Brautstraußes wurde angekündigt. Die Frauen stellten sich auf, grinsten und waren angespannt und voller Adrenalin. Sie alle wollten den Strauß fangen.Ich stand ganz hinten in der Hoffnung, der Strauß würde nicht in meine Nähe kommen. Erstens hatte ich keinen Partner den ich jemals Heiraten könnte, noch war ich scharf darauf die Blumen überhaupt zu fangen. Ich blickte zu den Männern die sich seitlich von uns befanden und sah sehr viele ängstliche Blicke. Hier waren wohl nur die Frauen scharf darauf zu Heiraten. Mein Blick fiel auf Ian, der unsere Gruppe musterte. Amüsiert schaute er sich jede einzelne Frau an und schüttelte zart den Kopf. Auch er schien nicht viel von diesem Brauch zu halten. Als sein Blick jedoch auf mich fiel,wechselte sein amüsierter Blick sich zu einem schelmischen Grinsen,welches von einem glitzern in den Augen begleitet wurde. Ich hielt seinem Blick stand und war in dem Eisblau seiner Augen gefangen. Es waren nicht einmal drei Sekunden die wir uns anstarrten, als mich etwas am Kopf traf. Automatisch streckte ich die Hände danach aus und fand den Brautstrauß in ihnen wieder. Ich blickte überrascht und geschockt nach vorne. Dale und Mira klatschten in ein High-Five und lachten miteinander. Nun stand ich hier. Schockiert, alleine und mit einem Brautstrauß in der Hand. Es war nur all zu offensichtlich was das frisch gebackene Ehepaar vorhatte. Dies war nicht nur eine Hochzeit, es war zudem eine Verkupplungsfeier. Das Mira so etwas immer schon getan hat und weiterhin tun wird, dessen war ich mir zu 100 Prozent sicher. Aber das Dale noch mitspielte überraschte mich.



    Wir teilten uns alle in Gruppen auf und fuhren zu einem Hotel das Mira und Dale für die Feier gemietet und den Gästen Zimmer reserviert hatten. Familien fuhren zusammen, Freunde der beiden füllten einige Autos und das Brautpaar sowie Ian und ich fuhren gemeinsam. Mira berichtete mir auf dem Weg zum Auto, dass Ian und Dale vor der Hochzeit unsere Koffer aus ihrem Haus abgeholt und bereits im Kofferraum verstaut hatten. Zu meiner Überraschung stellte sich raus, dass Ian uns fahren würde und sein Auto genug Platz für Koffer und Mitfahrer bot. Staunend blieb ich vor dem Wagen stehen. Mir klappte der Unterkiefer meilenweit Richtung Boden. „Das ist ein Scherz, oder?" fragte ich ungläubig. Ian lachte. „Nein,dass ist ein BMW..." „M6 G Power Hurrican RR. Ich weiß was das für ein Auto ist. Deswegen halte ich das ganze ja für einen Scherz", platzte ich dazwischen.
    „Da kennt sich wohl jemand mit Autos aus."
    „Mit Autos brauchst du Rina nicht zu kommen. Keine Ahnung wieso,aber sie kennt sich ziemlich gut mit denen aus. Sei froh dass du keinen Audi fährst." Platzte Mira dazwischen. Ian fing an zulachen. „Wer Interesse an einem BMW hat, der mag Audi nicht. Ist irgendwo ganz logisch."
    Ich schüttelte den Kopf. „Also Erstens, ich kenne mich mit Autos so gut aus, weil ich vernarrt in sie bin, zumindest was BMW betrifft. Zweitens, ist es nicht so das ich Audi nicht mag. Audi ist einfach schlecht, meiner Meinung nach Dreck gegenüber solchen Prachtexemplaren."



    Ich zeigte mit meiner Hand auf den Mattschwarzen BMW. „Ich verstehe einfach nicht wieso man sich einen Audi zulegt. Die sind schlecht gebaut, sehen nicht wirklich hübsch aus und Leistung haben sie auch nicht. Na ja, bis auf den R8, wobei der Original auch nicht über 330km/h kommt." Wieder schüttelte ich den Kopf. Es wollte einfach nicht in meinen Kopf reingehen, dass Ian einen M6 fuhr. Ich begutachtete das Auto noch eine Weile und stieg dann mit den anderen ein. Ian fuhr natürlich, ich saß auf dem Beifahrersitz und die zwei Turteltauben saßen auf der Rückbank. Eins musste ich wirklich zugeben. Was Autos betraf, hatte dieser Vampir leider einen ziemlich guten Geschmack, und fahren konnte er den BMW auch. Was bei satten 800PS nicht wirklich was für Anfänger ist. Trotz allem blieb er ein Vampir. Meine Mutter hatte mir genug erzählt um mich von Ihnen fernzuhalten. Es waren doch alles dieselben Kerle. Frauenaufreißer die sich von einer zur nächsten schlängelten. Das konnte ich bei menschlichen Männern schon nicht leiden, aber bei einem Vampir stieg mein Abscheu noch um ein vielfaches weiter. Selbst die Pluspunkte die Ian mit dem Auto bei mir machte, konnten ihn nicht von meiner Meinung überzeugen, er sei weniger abscheulich.


  • Ich hab mir deine Geschichte in einem Ritt durchgelesen. :D
    Insgesamt eine schöne Story, und dein Schreibstil ist frisch, kurzweilig und locker. Es kommen keine "Hänger" auf bis auf die Stelle, in der du die Wohnungen beschreibst. Das war etwas mühsam.
    Gut finde ich die Unterteilung mit den Absätzen. Das macht das Lesen leichter.
    Schreibst du noch weiter? Mich würde interessieren, wie es weitergeht. Die Beschreibung von Ian lässt viel Raum für Mutmaßungen, und dass er auf Rina so besonders reagiert, macht ihn aus meiner Sicht klar zum Protagonisten.

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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    Einmal editiert, zuletzt von Tariq ()