Dhampire Magic - The Secret of Blood

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    • Dhampire Magic - The Secret of Blood

      Hey meine Lieben :)

      Ich beginne heute mit einer neuen Geschichte von mir, die noch ganz am Anfang steht. Ich werde wöchentlich ein neues Kapitel online Stellen, damit ich immer genug Zeit habe um neue zu verfassen. Heute beginne ich mit dem 'Klappentext', 'Prolog' und dem '1. Kapitel'. Nächste Woche, ebenfalls am Mittwoch, kommt dann das '2. Kapitel'.

      Ich freue mich jetzt schon eure Kritik und auch euer Lob in den Kommentaren zu lesen. <3

      Ich setze euch vorerst alles in Spoiler, die restlichen Kapitel reiche ich aber nach :)

      Ach, und da ich gerade alles mit dem Handy Poste, werde ich euch morgen noch einige Bilder hinzufügen :)



      Klappentext


      Dhampire Magic ist die Geschichte über eine junge Dhampirfrau Namens Rina Fray.

      Rina ist nicht einfach nur ein Dhampir. Ihr Vater ist ein Vampir, aber ihre Mutter ist kein Mensch, sondern eine Hexe. Sie ist ein Kind aus einer nicht bekannten und unmöglichen Vereinigung.

      Von klein auf lehrt ihre Mutter sie in verschiedenen Kampfkünsten und der Kunst der Magie, auch wenn Rina keinen Bezug darauf zu haben scheint. Ihr wird ebenfalls eingebläut sich von Vampiren fernzuhalten und ihre Natur geheimzuhalten.

      22 Jahre lang funktionierte ihr Lebensstil ohne Probleme, bis sie dem attraktiven Ian O'Neil, einem Vampir begegnet, zu dem sie sich wider ihrem Willen angezogen fühlt.

      Bekommt Rina ihre eigene Liebesgeschichte, oder wird das, was ihre Mutter sie all die Jahre gelehrt hat, real?




      Prolog


      Die romantische Liebesgeschichte ist etwas, das jede Frau sich wünscht. Aber dnicht immer gehen diese Liebesgeschichten gut aus. Es ist eine Sache, wenn zwei Menschen sich Lieben. Ihre Gefühle basieren auf Dingen, die einfach natürlich in unserer Welt sind.

      Der Charakter, die Art wie man miteinander umgeht,auch, dass man vom selben Wesen ist. Und nicht immer greift die Liebe sich zwei Seelen, dessen Wesen eins ist.

      Meine Mutter erzählte mir jeden Abend als ich klein war, die Liebesgeschichte zwischen einer Hexe und einem Vampir die sich zufällig trafen. Beide wussten nichts von dem, was der andere war. Der hochgewachsene, schmale Vampir mit der hellen Haut war zutiefst von der kleinen, aber doch mit mehr als weiblichen Rundungen bestückten Hexe verzaubert. Und die Hexe fand ebenso das Aussehen des Vampirs anziehend. Die beiden trafen sich heimlich bei Nacht, da die Eltern der Hexe keinen Mann an ihrer Seite wollten, den sie nicht selbst ausgesucht hatten.

      Für das Jahr 1993 war dieser Brauch sehr selten, dennoch war die Familie der Hexe seit 500 Jahren so verfahren. Ein ganzes halbes Jahr lang trafen sich die Verliebten immer und immer wieder an der selben Stelle. Eines nachts als die beiden sich trafen, war der Hexe nicht nach Romantik und Leidenschaft zumute.

      Der Vampir fragte sie was los sei, und redete auf sie ein ihm die Wahrheit zu sagen. Ihr Blick traf sich und Tränen standen in den Augen der Frau. Ihre beiden Hände hielt sie sich auf den Bauch und erzählte ihrem Geliebten dann, dass sie Schwanger sei. Der Mann war schockiert, wusste nicht recht was er tun sollte, erklärte ihr, dass das nicht sein konnte und verschwand daraufhin einfach.

      Die beiden sahen sich an diesem Abend zum letzten Mal und auch die Familie der Hexe, schickte die junge Frau fort. Mit ihren 19 Jahren stand die Schwangere Hexe nun auf sich alleine gestellt in der Welt. Sie suchte sich einen Job, mietete sich eine kleine Wohnung und brachte neun Monate später ein gesundes kleines Mädchen zur Welt. Halb Vampir, halb Hexe. Ein Dhampir.

      Dies war die Geschichte einer Mutter,die ihr Kind über alles liebte und es immer beschützen würde. Dies war die Geschichte meiner Mutter.

      An meinem 9. Geburtstag erzählte sie mir, dass es die Liebesgeschichte zwischen ihr und meinem Vater war. Sie erzählte mir, dass einige Märchen die wir von klein auf erzählt bekamen, wirklich oder zum Teil wahr waren. Ich war die Geburt, einer Mischung die niemandem bekannt und unnatürlich war.

      Meine Mutter wusste, wie sie sich tarnen konnte, wusste, dass niemand ahnen würde, mein Vater wäre ein Vampir gewesen. Sie erzählte mir auch, dass ich seit meiner Geburt zwar Menschliche Nahrung zu mir nahm und diese auch brauchte, aber mein Körper verlangte auch nach Blut. Da sie mir kein Menschliches Blut geben wollte, bekam sie von unserem Fleischer im Dorf, der ebenfalls ein Hexer war, das Blut von Schwein oder Rind. Immer wieder drängte sie mich dazu, von Menschenblut fernzubleiben, da es nur das böse in einem weckte. Also hielt ich mich daran, selbst, nachdem sie bei einem Unfall ums Leben kam.

      Seit zwei Jahren war meine Mutter Tod. Sie hatte mir vieles beigebracht, ein wenig Selbstverteidigung, Lehre der Vampire und auch, obwohl ich sie selbst nicht benutzen konnte, lehrte sie mich die Magiekünste. Alles was ich über mich und meine Fähigkeiten wusste, lehrte sie mich. Ich konnte Vampire aufspüren,am Tag einfach so in der Sonne liegen und in die Köpfe anderer eindringen. Allerdings nur, wenn die Person bei der ich es versuchte entweder schlief, oder betrunken war. Denn ansonsten ist die Mauer des Geistes zu stark für mich.

      Vampire können ohne Einschränkung in den Geist anderer eindringen. Ihre Gedanken lesen, ihre Gedanken in die Köpfe anderer schicken und gelegentlich auch andere Sachen. Doch diese waren von Vampir zu Vampir unterschiedlich. All das, hatte mein Vater ihr erzählt. Sie hinterließ mir Bücher, Notizen, Kräuter und ein paar Handynummern von Fleischern rund um Bellevue und Seattle.

      Mein derzeitiger Job als Barkeeperin im Suites in Bellevue, glich einer Leidenschaft. Ich liebte diesen Job, das Mixen von Getränken, und auch das trinken. Ich verabscheute zwar Whiskey und Cognac, aber Mixen konnte ich damit was das Zeug hält. Natürlich stand ich nicht alleine hinter der Theke, James, der ebenfalls verdammt gut Mixen konnte, war mein Freund. Zumindest bis er mich mit einer knapp bekleideten Kundin in der Toilette des Suites betrogen hatte.

      Ich kündigte mein Job und schrieb haufenweise Bewerbungen an Bars, die alle nicht in Bellevue waren. Seattle war jetzt mein Ziel. Ein Job, eine Wohnung, mein Neuanfang.

      Mein Name ist Rina Fray, ich bin eine Leidenschaftliche Dhampir-Barkeeperin und dies ist meine Geschichte.




      1. Kapitel





      Als ich in den Spiegel blickte, sah ich eine schöne 22 Jährige junge Frau, deren dunkelbraunes Haar bis über die Schulter fiel. Meine hellbraunen Augen glichen dem Fell eines Rehs. Sommersprossen verteilten sich über Nase und Wange. Ich hatte ein zartes Make-Up aufgelegt und trug ein schwarzes T-Shirt, eine hellblaue Jeans sowie meine schwarzen Nike Air Max.

      Für die Fahrt nach Seattle war das ein gemütliches Outfit. Ich nahm meinen Koffer aus einer Ecke des Schlafzimmers und legte in offen auf mein Bett. Ich packte Unterwäsche, Tops, Shirts, Jeans und einige Badeartikel ein. Dann lief ich in den Waschraum und nahm mir das rote Kleid, welches ich extra für Miras Hochzeit gekauft hatte. Auf dem Rückweg nahm ich noch meinen Schmuck und eine Clutch sowie meine Pumps und packte alles in meinen Koffer.


      Vor drei Wochen erreichte mich per Post die Einladung von Mira. Jedes mal wenn ich an sie dachte, sah ich ihr rotes Haar, wie es so locker leicht über ihre Schultern fällt. Ihre hellen Augen gaben ihrem Gesicht eine Zärtlichkeit, die sie nicht jedem zeigte. Mira konnte richtig teuflisch sein. Nach dem Abschluss hatten wir uns aus den Augenverloren, da sie nach Seattle ging und ich in Bellevue blieb. Das letzte mal sahen wir uns auf der Beerdigung von meiner Mutter vor zwei Jahren.

      Sie hatte mir von ihrem Freund erzählt, Dale. Er war wohl der Traummann auf den sie die gesamte Schulzeit schon gewartet hatte. Seitdem hatten wir jede Woche telefoniert und uns abwechselnd besucht. Mira wusste über mich Bescheid. Über mich und mein Wesen,und über meine Mutter. „Rina", sagte sie, „du bist wahrlich verrückt dir vorzustellen ein Dhampir oder was auch immer zu sein.Aber hey, vielleicht wird mir das noch nützlich sein." Dabei grinste sie bis über beide Ohren. Da hatte ich ihr meine Fangzähne gezeigt, die ich immer nur mit viel Anstrengung vrobringen konnte, da ich kein Vollblütiger Vampir war.



      In Seattle angekommen begrüßte Mira mich mit einer langen Umarmung und führte mich durch ihr Haus. Es war klein, aber dennoch hübsch. Die Außenfassade war in einem zarten beige gestrichen und das Dach hatte die Farbe von einem hölzernem Braun, ebenso wie die Eingangstür. Wir standen in einem großen Flur. Der Boden war in weißen Fliesen gehalten und die Wand wurde weiß mit schwarzen Blumen tapeziert. An der rechten Seite stand eine kleine Kommode, auf der ein rundlicher Teller stand der für die Schlüssel war. Daneben lagen Zeitungen und Briefe. Auf der linken Seite stand ein schwarzer Kleiderständer der ebenfalls einen Eimer für Schirme besaß. Fotos von Landschaften waren an den Wänden befestigt und ein Kronleuchter schmückte die Decke.




      Mira führte mich durch die Rechte Tür und befahl mir meine Sachen abzustellen. Die Küche in der wir standen war groß und geräumig. Eine Küche mit Insel in weiß und ein brauner Esstisch sowie einzelne Schänke waren in einem hellen Holzton. Der Boden hatte beige Fliesen und passte wundervoll in die Küche. Rote Akzente schmückten die Küche an Steckdosen und Lichtschaltern. Auf dem Tisch stand eine weiße Vase in der Rote Rosen ihren lieblichen Duft verteilten. Mira stellte mir ein Glas Wasser hin und wir setzten uns an die Tischgruppe. „Mein Verlobter kommt erst heute Abend nach Hause, also haben wir noch den ganzen Mittag Zeit für uns. Da ich weiß, dass du hier ein Job suchst und dementsprechend eine Wohnung brauchst, gehen wir uns heute ein paar ansehen.

      Wir treffen uns mit einem Makler der drei schöne Wohnungen für dich rausgesucht hat. Außerdem brauche ich etwas Ablenkung. Ich bin so aufgeregt Rina! Ich habe wortwörtlich kalte Füße und das trotz der Wärme draußen." Mira lachte herzlich und schüttelte den Kopf. Ihre Augen strahlten und obwohl sie kalte Füße hatte, wussten wir beide, dass sie am nächsten Tag als glückliche Ehefrau einschlafen würde.




      Ohne das Gästezimmer für mich einzurichten und meine Koffer dort abzustellen gingen wir aus dem Haus. Mira führte ich einige Blocks durch die Straßen von Seattle und blieb vor einem großen Haus stehen. Der Makler kam bereits um die Ecke und begrüßte uns freundlich. „Hallo Mira, und sie sind wohl Rina. Ich bin Robert Steen, freut mich Sie kennenzulernen. Das hier ist die erste Wohnung, eine Einliegerwohnung. An der linken Seite ist der Eingang zu der Wohnung. Wollen wir?" Mira und ich nickten fröhlich und folgten Robert. Er schloss die Türe auf und schon standen wir in einem schmalen Gang, der sich nach ungefähr sechs Schritten zu einem Wohnzimmer ausbreitete. In dem Gang waren rechts und links zwei Türen, die wir, so erklärte mir Robert, uns zum Schluss ansehen würden.


      Das Wohnzimmer war groß und Hell. Zwei große Fenster erleuchteten den Raum und ließen den Laminatboden strahlen. Die Wand war in einem zarten grau gestrichen, welches ziemlich gemütlich wirkte. Eine weiß-graue Eckcouch stand rechtsund dort gegenüber war eine schöne, braun-weiße Wohnwandaufgebaut. Elektronikgeräte gab es natürlich keine, aber ich konnte mir schon sehr gut meinen 55 Zoll Fernseher hier vorstellen. Vor der Eckcouch war ein schöner grau-gemusterter Teppich auf dem ein kleiner Tisch stand, der das selbe Holz hatte wie die Wohnwand.

      Die linke Tür führte zur Küche. Sie war nicht so groß wie die von Mira, aber bot trotzdem genug Platz. Die Einbauküche war weiß undganz simple gestaltet. Kühlschrank, Backofen und eine Spülmaschine waren ebenfalls in weiß, womit die gesamte Küche gegenüber dem dunklen Fliesenboden einen guten Kontrast bildete. Der Esstisch war groß und hatte mit seinen Designerstühlen die selbe Farbe wie der Boden.


      Wir gingen wieder durch das Wohnzimmer und betraten durch die Tür gegenüber der Küche ein großes Schlafzimmer. Ein weißer, flauschiger Teppich säumte das ganze Zimmer. Die Wand war in einem zarten grau gestrichen, womit hier für die Einrichtung jede Farbe möglich war. Das Zimmer war leer. „Der Vermieter will nicht, dasssein neuer Mieter in einem gebrauchten Schlafzimmer nächtigen muss,deshalb sind hier keine Möbel aufgestellt. Ach und die restlichen Möbel werden ebenfalls noch abgeholt. Das heißt, man müsste die Wohnung komplett neu Einrichten", erklärte Robert mir.

      Die zwei Zimmer im Gang waren ein Bad und ein ebenso großer Abstellraum. Der Abstellraum war ebenfalls leer. Hier wurde die Wand in einem hellen Beige gestrichen und ein neuer Laminatboden gelegt.Das Badezimmer war in weiß-blau Tönen gestaltet. Blaue Fliesen, und eine weiße Wand mit blauen Akzenten stimmten sich perfekt ab. Eine Dusche, ein Waschbecken mit Unterschrank, ein WC und eine Eckbadewanne ließen den großen Raum etwas klein wirken, aber es bot sich dennoch genug Platz für Badezimmerschränke. Die Bademöbel waren in weiß und sahen wie neu aus. Keinerlei Gebrauchsspuren waren zu erkennen. Robert führte uns wieder ins Wohnzimmer und hielt vor den großen Fenstern inne.


      „Ich habe noch eine kleine Überraschung bevor wir gehen." Er drehte sich zu den Fenstern und öffnete sie. Mir war zuvor nicht aufgefallen, dass es gar keine Fenster waren,sondern Balkontüren. Er Schob die Türen auf und ging hinaus. Ein kleiner Garten der mit Hecken umzäumt war, breitete sich vor unserenFüßen aus. Er war so breit wie die ganze Wohnung und wahrscheinlich auch genauso lang. Wir standen auf einem Betonpodest auf dem genug Platz für eine schöne Couchecke sowie für einen Grill war. Ich schaute über mich und entdeckte, dass ein Glasdach über uns hinwegführte. So war also die Terrasse vor Regen und Schnee geschützt.




      Ich war hin und weg von der Wohnung. Das so gut wie alles in weiß war, gefiel mir unendlich gut. Es war genau mein Stil. Robert wollte mir noch die beiden anderen Wohnungen zeigen, aber nachdem er uns erklärt hatte, dass es sich dabei um eine Maissonettewohnung und eine kleine Wohnung im Dachgeschoss handelte, lehnte ich dankend ab. Dies hier war meine Wohnung. Warm kostete sie 500 Dollar und war damit ein Schnäppchen. Mehr würde ich mir wohl zuerst auch nicht leisten können, denn ich hatte ja noch keinen neuen Job. Robert und ich vereinbarten für später einen Termin um den Mietvertrag durchzugehen und zu unterschreiben. Mira und ich gingen noch ein wenig durch die Stadtbummeln, kauften für das Abendessen ein und machten uns nach dem Besuch bei Robert schließlich auf den Weg nach Hause.




      Als Dale von der Arbeit kam, stand das Abendessen bereits auf dem Tisch. Er erzählte uns mit glänzenden Augen von dem Shooting und wir erzählten ihm von der Wohnung. Den Abwasch meisterten wir zu dritt ziemlich schnell und Dale ging ins Wohnzimmer. Mira begleitete mich auf mein Gästezimmer und half mir mich für die eine Nacht einzurichten. Auch wenn es nicht viel einzurichten gab. „Rina, ich muss dich da noch etwas fragen. Es geht um morgen. Ich habe mir lange Gedanken gemacht und auch mit Dale gesprochen. Wir waren uns einig."

      „Na jetzt sag mir bitte nicht, dass ich bei der Hochzeit morgen einen Schwarm von Männern vorgestellt bekomme." Ich witzelte und zwinkerte Mira zu. Es war immer schon ihr Ziel gewesen, mir den perfekten Mann für mich zu suchen. Leider war bis jetzt jeder Kerl den sie mir vorstellte, der absolute Reinfall gewesen. „Nein, keine Sorge. Es geht um etwas anderes. Würdest du gerne meine Trauzeugin sein?" Sie sah mich nervös an und trotzdem voller Hoffnung. In ihrem Blick lag ein Glanz, der so Aussah als war sie denTränen nahe. Ich konnte sie nur ansehen und überglücklich lachen.„Ja, um Gottes Willen ja!" Wir umarmten uns einander und jetzt liefen uns beiden Tränen über die Wange. Nachdem wir uns lösten grinste Mira mich böse an. „Oh nein! Dein Blick sieht absolut nicht gut aus. Was hast du vor?"

      „Komm mal mit Rina, ich habe noch eine Überraschung für dich." Mira führte mich in ihr Schlafzimmer und öffnete den Kleiderschrank. Als sie einen Kleiderbügel griff und das Kleid aus dem Schrank nahm, war ich wie bezaubert. „Dass ist für dich, für meine Trauzeugin. Ich hoffe es gefällt dir."

      „Du hoffst? Das Kleid ist wunderschön!"


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    • @Mukii ist wieder da! :alien: "Hype" "Hype" "Hype" :ninja:

      Ich habe mir alles durchgelesen. Zuerst war ich leicht verwirrt, was ein Dhampire sein soll. Das bin ich jetzt leider immer noch. Also ich weiß, was du meinst, aber streng genommen ist Rina ja immer noch ein Vampir. Du meinst, sie ist nicht reinen Vampirblutes. Aber auch wenn die Mutter eine Hexe ist, muss sie nicht zwangsläufig kein Mensch sein. Außer Hexen sind tatsächlich eine eigene Rasse. Vielleicht kannst du das klarer definieren.

      Kennst du die Filme "Wächter der Nacht" "Wächter des Tages"? Die kamen mir bei deiner Protagonistin sofort in den Sinn, als du vom Abdanken menschlichen Blutes schriebst. In den Filmen gehen die Vampire auch zum Metzger und holen sich Schweineblut. Nebenbei erwähnt sind diese Metzger auch Vampire.
      Ich fand diese Tatsache echt genial und das freute mich auch gleichermaßen bei deinem Prolog. Dass Rina Sitte beigebracht wurde und sie sich (vorläufig) auch darauf besinnt.

      Was mich etwas störte, waren die aneinander gereihten Erklärungen der Wohnungen. Es nahm irgendwie die Spannung und das Interesse heraus. Zum Beispiel hättest du die Wohnung ihrer Freundin nicht so detailliert beschreiben müssen, da Rina bisher auch noch nicht so viel dort gemacht hat. Du könntest kurz anreißen, welche Zimmer wo sind und vielleicht nur wenige Details andeuten, die Rina sofort ins Auge stechen. Ein Bild vielleicht. Oder die Geräumigkeit der Wohnstube.
      Erkläre erst im Laufe der Zeit alles weitere. Erst dann, wenn deine Figuren auch wirklich damit interagieren.

      Ansonsten bin ich gespannt, was genau Rina in ihrer neuen Arbeit machen wird. Vielleicht echte Blody Marys? :alien:

      (falsch Rechtschteib-/ Grammatikprüfung erwünscht ist, werde ich das noch hinzufügen)
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

      -Albert Einstein-
      ___________________
      Helios III (Arbeitstitel)
    • Vielen Dank für dein super Kommentar! ❤️

      Natürlich darfst du gerne Rechtschreib- & Grammatikfehler nennen, daraus kann ich schließlich nur lernen und mich verbessern :)

      Zu meinem Erstaunen kenne ich die zwei genannten Filme nicht, muss ich mir mal ansehen. Mir ist außer einem Metzger nichts eingefallen wie Rina an Blut kommen sollte.

      Das mit dem Verweigern des Menschenblutes hat einen Grund, den Rina und ihr aber auch erst gegen Mitte/Ende rausfinden werdet. Da ich noch nicht so weit geschrieben habe, weiß ich noch nicht genau wie weit das ganze auf dich warten lässt.

      Das mit den echten Bloody Marys kam mir auch schon in den Sinn. Eventuell werde ich das auch mit Menschenblut verknüpfen, da sich Vampire ja auch nur von Menschen nähren.

      Das mit dem Dhampirsein werde ich dann wohl noch bei dem nächsten Kapitel extra hinzufügen. Dann muss ich noch einen kleinen Absatz einfügen, mal schauen wo :)



      Ich danke dir wirklich für dein Kommentar, und bin froh, dass sich jemand freut mich hier wiederzusehen. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet :)

      PS: Ich habe oben bei Kapitel 1 noch Bilder hinzugefügt

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    • Kapitel 2



      Ich war bereits auf, bevor mein Wecker klingelte. Heute war der große Tag, der Tag der Hochzeit. Mira hatte mir erzählt, dass Dales Trauzeuge früh vorbeikommen würde um Dale abzuholen, damit die Damen sich in aller Ruhe für die Hochzeit fertigmachen konnten. Ich zog für den morgen ein Bademantel über und ging in die Küche. Mira und Dale waren bereits auf und warteten schon auf mich. Der Tisch an dem die beiden saßen, war voll mit Obst, Brot, Orangensaft und Kaffee. Es duftete herrlich. „Na Schlafmütze, hast du Hunger?", fragte Mira. Dale grinste nur und trank einen Schluck von seinem Kaffee. „Ich bin keine Schlafmütze, nur weil ich nicht um sechs Uhr morgens schon auf bin. Das ist eben der Rhythmus einer Barkeeperin." Ich zwinkerte den beiden zu und setzte mich ihnen gegenüber. „Hunger habe ich übrigens wirklich, und das hier sieht so gut aus. Macht ihr das jeden Morgen?"
      „Nein, eigentlich nur an denSonntagen. Na, und eben heute. Bedien dich." Ich nahm mir ein Glas Orangensaft und etwas Joghurt in den ich einige Früchte mischte. Nach dem Frühstück half ich Mira die Küche aufzuräumen und ging dann ins obere Bad um mich zu Duschen und anzuziehen. Dale sollte eigentlich schon mit seinem Trauzeugen unterwegs sein, der sich allerdings etwas zu verspäten schien. Gerade solange, dass es klingelte sobald ich aus der Dusche draußen war. Ich hörte wie sich Mira, Dale und sein Trauzeuge unterhielten. Da mir bisher noch keinerseinen Namen genannt hatte, wollte ich mich schnell in mein Zimmer umziehen gehen um ihn dann kennenzulernen. Schließlich waren wir beide Trauzeugen.

      Als ich aus dem Bad stürmte, nur in einem Handtuch bekleidet, lief ich geradewegs gegen eine Mauer. Naja, gegen eine Menschliche Mauer. „O-oh, es tut mir leid, entschuldige", stotterte ich vor mich hin, noch viel zu verwirrt über den zusammenstoß. Ich prüfte ob mein Handtuch noch da saß wo es sollte und schaute dann auf die Person mit der ich zusammengestoßen war. Ich blickte in Eisblaue Augen und ein Gesicht das makellos schön war, selbst mit dem Dreitagebart und der Frisur die aussah, als wäre sie heute noch nicht gekämmt worden. Ich war so fasziniert von seinen Augen, dass es mir nicht sofort auffiel. Ich stand keinem gewöhnlichem Menschen gegenüber, sondern einem Vampir. „Es ist nichts passiert, bei Ihnen auch alles in Ordnung?" ,fragte er mit einem schiefen Grinsen. „Ja alles in Ordnung." Ich war schockiert. Nicht einfach nur weil er ein Vampir war, sondern weil er bei Mira zuhause war! Was um alles in der Welt hatte sie mit einem Vampir zu tun? Ich wandte den Blick von ihm ab und wollte schnurstracks in mein Zimmer gehen, als mich Miras Stimme erreichte.„Ian? Rina? Oh." Sie verstummte, als sie sah, dass ich nur ein Handtuch um hatte und versuchte sich ein lachen zu verkneifen. „Das ist ja typisch. Würde mich nicht wundern wenn du geradewegs in ihn hineingelaufen wärst. Egal. Würdet ihr zwei bitte runter ins Wohnzimmer kommen? Nur zieh dir bitte vorher etwas an, schnell. Und du," sie drehte sich dem Vampir zu, „gehst direkt mit. Na los, komm." Sie nahm ihn am Arm und ging die Treppen runter.

      In meinem Zimmer setzte ich mich erstmal auf das gemütliche Doppelbett. Ein Vampir bei Mira.

      'Sie weiß es bestimmt nicht, sonst hätte sie mich gewarnt, oder?'

      Ich erinnerte mich noch gut daran wie ich Mira alles erzählt hatte.

      Rückblick:



      "Was bedeutet das, dass du ein Dhampir bist? Ich meine, klar halb Vampir, halb Mensch"
      "Halb Hexe. Ich fühle mich normal. Wie ein Mensch. Natürlich sind Hexen das auch, eben nur mit magischem Blut. Sie können Elemte kontrollieren und beschwören, nur ich nicht. Ich spüre die Magie zwar, aber es ist als wäre sie hinter einer großen Metalltüre verschlossen. Hexen sind ihre, ja man könnte sagen, ihre eigene Rasse. Sie leben in Zirkeln. Familie, Freunde. Alles Hexen. Kontakt zu Menschen haben Sie wenig, sie leben lieber unter sich. Normal halten sie sich auch von Vampiren fern. Na ja, bis auf meine Mutter.

      Ich habe viele Eigenschaften von meinem Vater. Die verschärften Sinne, ab und zu kann ich in die Köpfe anderer schauen, Schnelligkeit, gute Reflexe und etwas von der Stärke der Vampire. Ich benötige zwar Blut um bei Kräften zu bleiben, aber nur kleine Mengen - und es reicht Tierblut. Was ich nicht von ihnen habe, ist, dass die Sonne mir nicht zusetzt. Zwar sterben Vampire nicht im Sonnenlicht, aber desto länger sie sich darin aufhalten, desto mehr zerrt es an ihren Kräften. Ich bin kein Vollblüter Vampir, aber auch keine volle Hexe. Ich habe von beidem etwas. Sagen wir, ein Mensch mit gewissen Vorzügen. Wobei Mensch sein ja auch nicht zutrifft, da keiner meiner Eltern ein Mensch war."

      "Okay, stopp! Du kannst Gedankenlesen?", fragte Mira erstaunt. Ich fing an zu lachen.
      "War klar, dass genau diese Wörter hängen geblieben sind. Aber nein, nicht so richtig. Der mir Gegenüber muss anfällig dafür sein.Keine Ahnung. Schwaches Selbstvertrauen oder so. Es ist mir erst ein paar mal gelungen, oder eher passiert. Ich würde nicht wollen, dass mir jemand in den Kopf schaut. Deswegen tue ich das auch nicht."
      "Bitte? Weißt du was ich dafür geben würde?!" Lachend schüttelte ich den Kopf.

      "Bist du schonmal einem von IHNEN begegnet? Ich meine, einem Vampir. Blasse, große, schlanke Geschöpfe mit langen, spitzen, weißen Reißzähnen und roten Augen?" Wieder einmal musste ich lachen.
      "Ganz so wie du sie beschreibst sind sie nicht, alles was in den Büchern und Filmen über ihr Aussehen erzählt wird, entspricht nicht ganz der Wahrheit. Aber ja. Meine Mutter hat mir gesagt, ich würde sie vermutlich spüren, aber mich würde man nicht als einen Dhampir erkennen. Dank des Tierblutes. Anscheinend wäre ich ein leichterfang, wenn ich, wie sie, Menschenblut zu mir nehmen würde.

      Meine Mutter hat mich so vieles gelehrt, so viel, dass sie von meinem Vater gelernt hatte. Sie sagte, er sah aus wie ein gewöhnlicher Mensch. Ich musste selber feststellen, dass die von außen betrachtet garnicht auffallen. Sie haben einen hellen Hautton, ja. Aber er sieht trotzdem Menschlich aus. Groß und schlank trifft auch nicht immerzu, na ja, bis auf die Größe. Nur habe ich bereits einen gesehen, der super trainiert aussah. Es waren nicht nur seine Muskeln. Er hatte ein breites Kreuz, einen starken Nacken und durch die enge Kleidung konnte man seinen Latissimus und den damit verbundenen V-Oberkörper extrem gut erkennen. Sein Lachen war natürlich. Schöne Zähne, aber nichts auffallendes. Die Reißzähne müssen so wie bei mir erst 'ausgezogen' werden, damit man sie sieht."

      Gegenwart:

      Stundenlang löcherte sie mich mit Fragen, aber ich konnte ihr nicht alle beantworten. Meine Mutter wusste zwar eine ganze Menge, aber ein Vampir würde wohl nie all seine Geheimnisse Preis geben.

      Einige Minuten saß ich noch da, von meinen Gedanken zerfressen. Die Vergangenheit vor Augen und einen Vampir bei Mira und Dale.

      Sofort sprang ich auf und zog mich an. Ich wollte die beiden nicht mit ihm alleine lassen, das konnte ich nicht. Auch wenn sie sich wohl schon lange kannten, ich vertraute ihm nicht.

    • Kapitel 3

      Dale, Mira und auch Ian, falls ich mir den Namen richtig gemerkt hatte, saßen im Wohnzimmer auf der Couch. Alle drei sahen gleichzeitig in meine Richtung als ich in Jeans und einem Shirt die Treppe runter kam. Ich hatte meinen Schock so gut ich konnte beiseite geschoben und versuchte eine neutrale Miene aufzusetzen. „Rina,darf ich dir meinen Trauzeugen vorstellen? Das ist Ian O'Neil. Ian,dass ist Rina Fray, Miras Trauzeugin." Dale blickte uns beide mit einem glücklichen Ausdruck auf dem Gesicht an, dass mit einem erheiterten Grinsen von Mira begleitet wurde. Ian stand auf und kam auf mich zu. „Freut mich dich kennenzulernen. Mira hat schon viel von dir erzählt." Er hielt mir die Hand hin und lächelte mich mit seinen perfekten Zähnen und den Eisblauen Augen an. Ich lächelte so gut es ging zurück und gab ihm meine Hand. Doch anstatt sie zuschütteln nahm er sie hoch und gab mir einen zarten Handkuss. „Freut mich ebenfalls Ian." Mira sprang auf und klatschte in ihre Hände. „Super. Da ihr euch jetzt offiziell kennengelernt habt,schmeißen wir die Jungs raus. Los, los. Haut ab ihr zwei." Dale lachte, gab ihr einen schnellen Kuss und ging mit Ian davon.


      Nachdem die beiden weg waren, packte Mira ihre ganzen Sachen im Wohnzimmer aus und setzte sich auf die Couch. „Na dann mal los.Lass deine Finger ein hübsches Make-Up zaubern." Während ich sie schminkte führte Mira mir ihr Ehegelübde vor. „Dale. Du bist die Erfüllung all meiner Gebete. Du bist ein Lied, ein Traum, ein Flüstern, und ich weiß nicht, wie ich so lange ohne dich habe Leben können. Mit dir ist mein Leben eine Welt voller Farben, du bist für mich wie die Sonne im Sommer und das Wasser für den Fluss. Ich will mit dir gemeinsam alt werden. Du bist das beste was mir je passiert ist. Ich hatte Angst, dass du zu gut für mich bist, dass ich dich nicht verdiene. Du bist so rein, so liebevoll und zauberhaft. Es ist deine Liebe die mich treibt, die mich von meinen Sorgen und Ängsten befreit. In deiner Nähe zu sein und dich zu spüren macht mich vollkommen. Ich fürchte mich nicht mehr vor dem was die Welt bringt,denn du bist meine Welt. Ich werde dich mein Leben lang lieben, dich in guten wie in schlechten Zeiten begleiten und immer an deiner Seite sein. Dir mein Herz und meine Treue schenken. Ewig dein, ewig mein,ewig uns." Ich war den Tränen nahe. Ich kannte Mira schon solange, doch nie habe ich soviel Gefühl und so viel Liebe in ihr gesehen wie bei diesen Worten.


      Als Mira bemerkte wie mir immer mehr Tränen in die Augen stiegen,schubste sie mich an. „Hey, lass das. Du ruinierst mein Make-Up. Außerdem würde ich zu gerne hören, was du von Ian denkst."Ihr lächeln wurde zu einem schiefen grinsen und ich konnte nicht anders als den Kopf zu schütteln. „Mira. Lass das. Versuche nicht mich mit ihm zu verkuppeln. Du weißt, dass ich kein normaler Mensch bin. Es war mit James schon schwer genug. All das was ich bin zu verheimlichen, ich möchte das im Moment nicht. Ich kann nicht. Und was Ian betrifft würde es absolut nicht funktionieren, glaub mir."
      „Ach jetzt komm schon, er ist genau dein Typ. Leugne nicht, dasser nicht super scharf aussieht,natürlich nur in deinen Augen. Ich habe ja meinen Traummann." Mira zwinkerte mir zu und fing an zu lächeln. Das Glück stand ihr ins Gesicht geschrieben und nichts sollte ihr diesen Tag verderben. Ich lächelte ihr zu und versprach Ian eine Chance zu geben. Was sie aber nicht wusste, diese Chance hatte er schon zunichte gemacht als wir vor dem Bad zusammenstießen.


      Als Mira und ich an der Kirche ankamen, stand Ian bereits auf der großen Treppe und wartete auf uns. Sein Blick fiel zuerst auf Mira,die in ihrem Spitzenbesetztem Meerjungenfrauenkleid einfach unglaublich schön aussah. Das Kleid war wirklich ein Hingucker. DieTräger waren drei Zentimeter breit und der Stoff war reine Spitze.Diese flossen in einen hohen V-Ausschnitt und wurde im Brustbereich blickdicht. Das Kleid betonte ihre schmale Taille und glitt sanft über ihre Kurven. Ihre Halskette war silbern und trug einen Tropfen-Anhänger dessen Stein im innerenso grün wie ihre Augen war. Nachdem die beiden sich mit einer freundschaftlichen Umarmung begrüßt hatten, fiel Ians Blick auf mich. Ich trug das Kleid, welches mir Mira für heute gekauft hatte. Es war ein Champagnerfarbenes Kleid, welches an der Brust mit Glitzer geschmückt und darunter gerafft war. Vorne reichte es mir bis zu meinen Knien und hinten war es länger.
      „Du siehst..." Ian schluckte und räusperte sich kurz, „Du siehst bezaubernd aus."


      Die Trauung fand in einer großen und modernen Kirche statt.Große, offene Fenster zierten an den Seiten und hinter dem Altar die weißen Wände. Der Marmorboden war beige-braun und der Gang in der Mitte weiß. Selbst die Bänke waren weiß und hatten edle Verzierungen. Geschmückt wurden diese mit weißen Blumen und Seilen, die von Bank zu Bank reichten. Kronleuchter hingen von der Decke und erhellten den Raum auf eine Art, die alles leuchten ließ. Dies war eine Kirche in der man sich nicht eingeengt, bedrückt oder unwohlfühlte. Nein, ganz im Gegenteil. Ich fühlte mich in religiösen Räumlichkeiten immer unbehaglich. Ob das an meiner Natur als Dhampir lag, oder eben einfach weil ich ich war, wusste ich nicht. Aber es war einfach immer so. Nur hier nicht. Hier war es wunderschön.


      Nachdem Dale und Mira ihre Ehe mit einem Kuss besiegelt hatten,traten wir alle vor die Kirche und der Wurf des Brautstraußes wurde angekündigt. Die Frauen stellten sich auf, grinsten und waren angespannt und voller Adrenalin. Sie alle wollten den Strauß fangen.Ich stand ganz hinten in der Hoffnung, der Strauß würde nicht in meine Nähe kommen. Erstens hatte ich keinen Partner den ich jemals Heiraten könnte, noch war ich scharf darauf die Blumen überhaupt zu fangen. Ich blickte zu den Männern die sich seitlich von uns befanden und sah sehr viele ängstliche Blicke. Hier waren wohl nur die Frauen scharf darauf zu Heiraten. Mein Blick fiel auf Ian, der unsere Gruppe musterte. Amüsiert schaute er sich jede einzelne Frau an und schüttelte zart den Kopf. Auch er schien nicht viel von diesem Brauch zu halten. Als sein Blick jedoch auf mich fiel,wechselte sein amüsierter Blick sich zu einem schelmischen Grinsen,welches von einem glitzern in den Augen begleitet wurde. Ich hielt seinem Blick stand und war in dem Eisblau seiner Augen gefangen. Es waren nicht einmal drei Sekunden die wir uns anstarrten, als mich etwas am Kopf traf. Automatisch streckte ich die Hände danach aus und fand den Brautstrauß in ihnen wieder. Ich blickte überrascht und geschockt nach vorne. Dale und Mira klatschten in ein High-Five und lachten miteinander. Nun stand ich hier. Schockiert, alleine und mit einem Brautstrauß in der Hand. Es war nur all zu offensichtlich was das frisch gebackene Ehepaar vorhatte. Dies war nicht nur eine Hochzeit, es war zudem eine Verkupplungsfeier. Das Mira so etwas immer schon getan hat und weiterhin tun wird, dessen war ich mir zu 100 Prozent sicher. Aber das Dale noch mitspielte überraschte mich.


      Wir teilten uns alle in Gruppen auf und fuhren zu einem Hotel das Mira und Dale für die Feier gemietet und den Gästen Zimmer reserviert hatten. Familien fuhren zusammen, Freunde der beiden füllten einige Autos und das Brautpaar sowie Ian und ich fuhren gemeinsam. Mira berichtete mir auf dem Weg zum Auto, dass Ian und Dale vor der Hochzeit unsere Koffer aus ihrem Haus abgeholt und bereits im Kofferraum verstaut hatten. Zu meiner Überraschung stellte sich raus, dass Ian uns fahren würde und sein Auto genug Platz für Koffer und Mitfahrer bot. Staunend blieb ich vor dem Wagen stehen. Mir klappte der Unterkiefer meilenweit Richtung Boden. „Das ist ein Scherz, oder?" fragte ich ungläubig. Ian lachte. „Nein,dass ist ein BMW..." „M6 G Power Hurrican RR. Ich weiß was das für ein Auto ist. Deswegen halte ich das ganze ja für einen Scherz", platzte ich dazwischen.
      „Da kennt sich wohl jemand mit Autos aus."
      „Mit Autos brauchst du Rina nicht zu kommen. Keine Ahnung wieso,aber sie kennt sich ziemlich gut mit denen aus. Sei froh dass du keinen Audi fährst." Platzte Mira dazwischen. Ian fing an zulachen. „Wer Interesse an einem BMW hat, der mag Audi nicht. Ist irgendwo ganz logisch."
      Ich schüttelte den Kopf. „Also Erstens, ich kenne mich mit Autos so gut aus, weil ich vernarrt in sie bin, zumindest was BMW betrifft. Zweitens, ist es nicht so das ich Audi nicht mag. Audi ist einfach schlecht, meiner Meinung nach Dreck gegenüber solchen Prachtexemplaren."


      Ich zeigte mit meiner Hand auf den Mattschwarzen BMW. „Ich verstehe einfach nicht wieso man sich einen Audi zulegt. Die sind schlecht gebaut, sehen nicht wirklich hübsch aus und Leistung haben sie auch nicht. Na ja, bis auf den R8, wobei der Original auch nicht über 330km/h kommt." Wieder schüttelte ich den Kopf. Es wollte einfach nicht in meinen Kopf reingehen, dass Ian einen M6 fuhr. Ich begutachtete das Auto noch eine Weile und stieg dann mit den anderen ein. Ian fuhr natürlich, ich saß auf dem Beifahrersitz und die zwei Turteltauben saßen auf der Rückbank. Eins musste ich wirklich zugeben. Was Autos betraf, hatte dieser Vampir leider einen ziemlich guten Geschmack, und fahren konnte er den BMW auch. Was bei satten 800PS nicht wirklich was für Anfänger ist. Trotz allem blieb er ein Vampir. Meine Mutter hatte mir genug erzählt um mich von Ihnen fernzuhalten. Es waren doch alles dieselben Kerle. Frauenaufreißer die sich von einer zur nächsten schlängelten. Das konnte ich bei menschlichen Männern schon nicht leiden, aber bei einem Vampir stieg mein Abscheu noch um ein vielfaches weiter. Selbst die Pluspunkte die Ian mit dem Auto bei mir machte, konnten ihn nicht von meiner Meinung überzeugen, er sei weniger abscheulich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mukii ()

    • Ich hab mir deine Geschichte in einem Ritt durchgelesen. :D
      Insgesamt eine schöne Story, und dein Schreibstil ist frisch, kurzweilig und locker. Es kommen keine "Hänger" auf bis auf die Stelle, in der du die Wohnungen beschreibst. Das war etwas mühsam.
      Gut finde ich die Unterteilung mit den Absätzen. Das macht das lesen leichter.
      Schreibst du noch weiter? Mich würde interessieren, wie es weitergeht. Die Beschreibung von Ian lässt viel Raum für Mutmaßungen, und dass er auf Rina so besonders reagiert, macht ihn aus meiner Sicht klar zum Protagonisten.

      Kurze Anmerkung: Kann ein Vampir eine Kirche betreten? ?(
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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