Game of Thrones

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      Mich stört ehrlich gesagt kaum, WAS von der groben Handlung her in der 8. Staffel passiert, auch wenn vieles davon nicht meinen Erwartungen entspricht, aber Hey - Game of Thrones und die ASoIaF-Bücher waren schon immer u.a. darum so cool, weil sie überrascht haben und Erwartungen ent-täuscht haben.

      Aber das ist in den Büchern und den früheren Staffeln immer auf eine stimmige und nachvollziehbare Art und Weise passiert. Jetzt scheint es nur noch um gigantische Effekte und Bilder zu gehen, die Charaktere und die Handlung müssen sich dem Diktat der Bilder bedingungslos unterordnen. Im Mittelpunkt stehen die Schlachten und Kämpfe, und so gut wie immer verläuft die Schlacht nach dem etablierten Standardablauf westlicher Kampfszenen zwischen Protagonist und Antagonist.

      Es scheint viel zu wenig Zeit zu geben, die Entscheidungen und Charakterwandlungen glaubwürdig zu erzählen, weil nur noch Geld für 6 Episoden zur Verfügung stand.

      SPOILER - Zu Staffel 8 bisher - SPOILER

      Die ersten beiden Folgen waren ja noch ganz nett. Vorbereitung, dass es richtig losgehen kann. Aber dann...

      Dass mehrere großen Prophezeiungen sich nicht erfüllen, passt ja wunderbar zur Welt, die GRRM geschaffen hat. Auch wenn sich das für Fantasy-Gewohnheiten zu realistisch anfühlt.

      E3
      Cersei wurde für mich nicht zum Endgegner durch die Reihenfolge - das wäre, als würde man Saruman zum Endgegner in LOTR erklären, weil er erst nach Sauron überwunden wird. Dass Arya diejenige ist, die den NK tötet, passt für mich zu ihrem Weg und ihren Fähigkeiten - da würde ich mich höchstens beschweren, dass es beinahe zu vorhersehbar war, aber es wurden ja genügend falsche Fährten gelegt.
      Mich nervt dann eher, dass da in Winterfell vorher niemand drauf kam ("Wer von uns hier ist eigentlich der mit Abstand tödlichste Assasine?"). Und mich nervt, dass in der ganzen Schlachtplanung anscheinend niemand wusste, dass der Gegner Tote auferwecken kann ("Wir verstecken unsere Frauen und Kinder in der Gruft" / "Wir schicken unsere Schlachtreihen häppchenweise aus dem befestigten, erleuchteten Bereich in die Dunkelheit, um sie nach und nach in untote Gegner verwandeln zu lassen"). Und warum haben sich all die cleveren Schlachterprobten Helden in Wirklichkeit so verhalten? Damit die Folge auch richtig spannend wurde und dem Ablauf der "Standard-Schablone A1 für spannende Schlachtszenen" entsprach.

      E4

      Warum und wohin gehen Sam und Gilly (Schauspieler einsparen, ich weiß)? Warum nimmt Jon seinen Ghost nicht mit (Animations-Kosten einsparen, ich weiß)? Natürlich ist keine Zeit, das in irgendeiner Form zu erzählen.
      Geschenkt, dass Rhaegal stirbt, um die letzte Schlacht noch mal spannender zu machen - aber dass von einem beweglichen Schiff aus dieser Entfernung für ihn gilt "Jeder Schuss ein Treffer" geht wohl nur mit Pfeilen, die ihr Ziel selbst suchen - "zum Glück" hat diese Automatik dann bei Drogon Aussetzer.

      E5

      Ich kann gut damit leben, dass Dany zur Mad Queen wird und Kings Landing in Schutt und Asche legt. Aber warum in dem Moment, als die letzten Soldaten sich ergeben? Und warum greift sie weder Cersei noch die Soldaten an, sondern geht als Erstes gleich mal voll auf die Zivilbevölkerung los? Ihr paradoxes "unsere Gnade ist, dafür zu sorgen, dass es nie wieder Tyrannen gibt" ist ja noch Teil des einigermaßen glaubwürdigen Wandlungsprozesses. Aber mit diesem plötzlichen Ausraster übertrifft sie sämtliche Targaryen-Vorgänger an grundloser und zielloser Brutalität um längen, und da schließe ich Maegor I und ihrem durchgeknallten Vater mit ein! Hätte sie im laufenden Kampf jede Rücksicht verloren, hätte das für mich gepasst. Hätte sie in diesem Moment des Waffenstillstands den roten Bergfried angegriffen und eingeäschert, hätte das für mich gepasst. Aber so?!?

      Schade natürlich für Daenerys, Jon und Co, dass es niemanden gibt, der die geheimen Eingänge in den Roten Bergfried kennt (Varys, Tyrion, Arya) oder eine fast fertig ausgebildeten "Faceless Women", die außertariflich arbeitet - sonst könnten sie ja problemlos ins Innerste eindringen und Cersei beseitigen. Aber das wäre ja wieder zu einfach und langweilig.
      Der Fakt, dass Bran im Süden mangels Weirwoods nichts sieht, ist ja in der Serie auch abgeschafft. Aber lassen wir diese Möglichkeiten.

      Und WTF - wo kamen die Dothraki her, von denen anderthalb Episoden nichts mehr zu sehen war, nachdem sie am Anfang von E3 komplett "erloschen" waren? Oder hab ich da was in E4 verpasst?


      Na ja, jetzt hab ich Sky schon das Geld für das Ticket in den Hals geworfen, da werd ich auch die letzte Episode noch ansehen. Und dann hoffe, ich, dass The Winds of Winter und A Dream of Spring irgendwann doch noch erscheinen und einen würdigeren Abschluss der Saga bieten - egal, ob die groben Plotlinien identisch oder anders sind.
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      Ja genau, dieses komplexe und dennoch stimmige Verschieben der Charaktere hat in der jetzigen Staffel sehr klobig gewirkt, alle mussten innerhalb von wenigen Szenen an ihren Platz gebracht werden, mit allen Mitteln und zu Lasten der Handlung.

      [Achtung Spoiler]
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      fluminenz schrieb:

      Cersei wurde für mich nicht zum Endgegner durch die Reihenfolge - das wäre, als würde man Saruman zum Endgegner in LOTR erklären, weil er erst nach Sauron überwunden wird. Dass Arya diejenige ist, die den NK tötet, passt für mich zu ihrem Weg und ihren Fähigkeiten - da würde ich mich höchstens beschweren, dass es beinahe zu vorhersehbar war, aber es wurden ja genügend falsche Fährten gelegt.
      Mich nervt dann eher, dass da in Winterfell vorher niemand drauf kam ("Wer von uns hier ist eigentlich der mit Abstand tödlichste Assasine?"). Und mich nervt, dass in der ganzen Schlachtplanung anscheinend niemand wusste, dass der Gegner Tote auferwecken kann ("Wir verstecken unsere Frauen und Kinder in der Gruft" / "Wir schicken unsere Schlachtreihen häppchenweise aus dem befestigten, erleuchteten Bereich in die Dunkelheit, um sie nach und nach in untote Gegner verwandeln zu lassen"). Und warum haben sich all die cleveren Schlachterprobten Helden in Wirklichkeit so verhalten? Damit die Folge auch richtig spannend wurde und dem Ablauf der "Standard-Schablone A1 für spannende Schlachtszenen" entsprach.
      Da muss ich ein bisschen widersprechen. Ja,ok, vom "Powerlevel" her war der Nachtkönig natürlich unangefochten der Endgegner. Allerdings hat es sich für mich ziemlich stimmig gefügt, dass Cersei sich aus der Misere herauswindet und den Nachtkönig überlebt, weil sie einfach ein unheimlich listiges Biest war. Im Grunde hat sie genau das getan, was sie seit der ersten Episode gemacht hat: sich den Regeln entzogen und das Spiel mit Hinterlist zu ihren eigenen Gunsten gewendet.

      Allerdings kam mir die Verteidigung von Winterfell ebenfalls erzwungen dümmlich vor, um sich der Handlung zu beugen. Klingt hart und ist eigentlich auch gar nicht so negativ gemeint, aber da gab es offensichtliche Kniffe, die man schon vorher hätte nutzen können. Ich habe mich immer gefragt: Warum haben sie nicht einfach den Wald abgefackelt, durch den die untote Horde gekrochen kam? Anscheinend hat man ja genug Zeit gehabt, Pfähle und Barrikaden in den Boden zu rammen - in dem Zeitraum hätte man da schon mal drauf kommen können. Allgemein gab es irgendwie kein richtiges Kräfteverhältnis, an dem man sich hätte orientieren können.

      Ich mochte dagegen die Szene sehr, in der die kleine Mormont den Riesen gefällt hat. Das war genial.

      Die Krypta hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm, bis es soweit war, dass die Ahnen aus ihren Gräben gekrochen kamen.

      Bran war dann quasi gar nicht richtig anwesend. Ich habe fest mit einem Mentalduell zwischen ihm und dem Nachtkönig gerechnet und damit, dass er sich in den Kopf des blauen Kerls snapped, wie er es bei Hodor getan hat. Jedenfalls solange, um Zeit zu schinden, damit Theon zum Zug kommt. Aber dass Arya da aus dem Nichts angeflogen kam, ging mir ebenfalls zu schnell und unkompliziert, obwohl es zu ihrem Charakter schlussendlich gut gepasst hat.

      fluminenz schrieb:

      Warum und wohin gehen Sam und Gilly (Schauspieler einsparen, ich weiß)? Warum nimmt Jon seinen Ghost nicht mit (Animations-Kosten einsparen, ich weiß)? Natürlich ist keine Zeit, das in irgendeiner Form zu erzählen.
      Geschenkt, dass Rhaegal stirbt, um die letzte Schlacht noch mal spannender zu machen - aber dass von einem beweglichen Schiff aus dieser Entfernung für ihn gilt "Jeder Schuss ein Treffer" geht wohl nur mit Pfeilen, die ihr Ziel selbst suchen - "zum Glück" hat diese Automatik dann bei Drogon Aussetzer.
      Auch was, was mir tatsächlich zu faul war. Plötzlich ist jeder am Ort seiner Bestimmung, keine großen Abschiede, keine Reise, kein richtiges Ankommen.
      Und dann natürlich...
      E4: Jeder Schuss ein Treffer. E5: Jede verdammte Balliste in der Stadt schießt daneben. Minutenlang.

      fluminenz schrieb:

      Ich kann gut damit leben, dass Dany zur Mad Queen wird und Kings Landing in Schutt und Asche legt. Aber warum in dem Moment, als die letzten Soldaten sich ergeben? Und warum greift sie weder Cersei noch die Soldaten an, sondern geht als Erstes gleich mal voll auf die Zivilbevölkerung los? Ihr paradoxes "unsere Gnade ist, dafür zu sorgen, dass es nie wieder Tyrannen gibt" ist ja noch Teil des einigermaßen glaubwürdigen Wandlungsprozesses. Aber mit diesem plötzlichen Ausraster übertrifft sie sämtliche Targaryen-Vorgänger an grundloser und zielloser Brutalität um längen, und da schließe ich Maegor I und ihrem durchgeknallten Vater mit ein! Hätte sie im laufenden Kampf jede Rücksicht verloren, hätte das für mich gepasst. Hätte sie in diesem Moment des Waffenstillstands den roten Bergfried angegriffen und eingeäschert, hätte das für mich gepasst. Aber so?!?

      Schade natürlich für Daenerys, Jon und Co, dass es niemanden gibt, der die geheimen Eingänge in den Roten Bergfried kennt (Varys, Tyrion, Arya) oder eine fast fertig ausgebildeten "Faceless Women", die außertariflich arbeitet - sonst könnten sie ja problemlos ins Innerste eindringen und Cersei beseitigen. Aber das wäre ja wieder zu einfach und langweilig.
      Der Fakt, dass Bran im Süden mangels Weirwoods nichts sieht, ist ja in der Serie auch abgeschafft. Aber lassen wir diese Möglichkeiten.

      Und WTF - wo kamen die Dothraki her, von denen anderthalb Episoden nichts mehr zu sehen war, nachdem sie am Anfang von E3 komplett "erloschen" waren? Oder hab ich da was in E4 verpasst?
      Die goldene Kompanie: 20.000 Mann eingekauft, 200 sterben vor der Stadt (Die klassiche "verbrennen wir unsere Ressourcen ohne nennenswerten nutzen vor den Mauern"-Taktik) und der Rest macht... Urlaub? Wenn ja, jedenfalls nicht in der Hauptstadt.
      Daenys Wutanfall fand ich von der Theorie her ziemlich erfrischend, auch, dass die Glocken den Ausraster auslösen kann ich nachvollziehen. Sie war wohl vorher schon auf diesen Angriff aus, die Kapitulation, mit der sie gar nicht mehr gerechnet hat, hätte sie um ihre Rache gebracht. Warum allerdings der ottonormal Bürger das erste Ziel für die Flammen war... uhm what?
      Hier hätte vielleicht eine Szene mit ihr auf dem Rücken des Drachen eine Verbindung geschaffen und etwas vermittelt, was das ganze schlüssiger hätte rüberkommen lassen können.
      Cersei und Jamie unter der Burg begraben... hmm... meh.

      Mich wurmt aber immer noch am meisten, dass
      *gemauerte,
      *meterdicke,- lange und -hohe Steinquader,
      *die verfugt sind und
      *himmelhoch aufeinander sitzen
      von einem einzigen Feuerstoß des Drachenfeuers angepustet werden und wie von einem Airbus 380 getroffen durch die Luft segeln. Physikalisch nicht glaubwürdig. Viel zu bombastisch, viel zu viel Tamtam um innerhalb der Logik schlüssig zu wirken.



      Und hier noch eine Zusammenfassung von Tyrions emotionaler Reise - Von dem Moment des Glockenläutens an, bis zu dem Augenblick, als Daeny 9/11-mäßig Richtung WTC... pardon... roter Bergfried düst:








      Halt !
      Stop !
      Zutritt nicht gestattet !
      Lesen verboten !

      ... obwohl, macht doch was ihr wollt. Ich bin eine Signatur, kein Cop.

      "Das Erbe der letzten Wächterin" - High Fantasy
      Der Preis eines Lebens - Kurzgeschichte
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      fluminenz schrieb:

      Mich nervt dann eher, dass da in Winterfell vorher niemand drauf kam ("Wer von uns hier ist eigentlich der mit Abstand tödlichste Assasine?").
      Da hätte ich mir etwas Diskussion gewünscht. Letztlich weiß ja niemand aus eigener Erfahrung, ob der Night King genauso zu töten ist wie ein White Walker. Dann hätte man auch sagen können, das Winterfell z.B. zu klein ist, um alle Unsullied und Dothraki zu beherbergen. Das würde dann erklären, warum Truppen vor den Mauern sein müssen (noch nicht, warum man die eher ungeschickt einsetzt, aber immerhin). Die menschliche Komponente hat mir da auch etwas gefehlt. Ich meine: Als Dothraki, wenn ich gewöhnt bin, jeden Feind mit einer wilden Reiterattacke - ATTACKE!!! - niederzumetzeln oder dabei zu sterben, hätte ich vielleicht ein leicht ungutes Gefühl, in die Dunkelheit zu blicken und schlurfende Geräusche zu hören... gut, so war's nicht, aber das könnte ein bisschen erklären, dass z.B. die Attacke auch teilweise ausgeführt wurde, um die eigene Furcht zu besiegen.

      fluminenz schrieb:

      Warum und wohin gehen Sam und Gilly (Schauspieler einsparen, ich weiß)?
      Das habe ich mich auch gefragt. Vielleicht nach Hornhill, jetzt wo Sam quasi Erbe ist... auch wenn er als Brother of the Nights Watch allen Erbschaftsanspruch aufgegeben hat... :hmm:

      fluminenz schrieb:

      Geschenkt, dass Rhaegal stirbt, um die letzte Schlacht noch mal spannender zu machen
      Für mich hat das eher die Funktion Dany wütender, irrationaler und "mad" zu machen bzw. diese Entwicklung zu erklären. Letztlich ist der Drache in der letzten Schlacht ja so übermächtig, da hätte auch ein zweiter keinen großen Unterschied mehr gemacht. Trotzdem etwas unlogisch.

      fluminenz schrieb:

      Ich kann gut damit leben, dass Dany zur Mad Queen wird und Kings Landing in Schutt und Asche legt. Aber warum in dem Moment, als die letzten Soldaten sich ergeben?
      Ich hätte gerne etwas mehr Dialoge gehabt, die Danys Entwicklung zeigen oder Szenen, die darstellen, warum sie ausrastet. Aber dafür gab es wohl keine Zeit. Dennnoch muss ich sagen, dass man eigentlich nicht davon ausgehen kann, dass Dany alles so sieht, wie es die Zuschauer tun. Aus 60 m Höhe erkenne ich in einem Haufen Soldaten vielleicht nicht mehr genau, ob die jetzt ein Schwert in der Hand haben oder nicht. Und wenn sie mal brennen, ist es eh zu spät. Trotzdem, irgendein konkreter Auslöser (den ich auch verstanden und mitbekommen hätte) wäre schon gut gewesen.

      fluminenz schrieb:

      Und warum greift sie weder Cersei noch die Soldaten an, sondern geht als Erstes gleich mal voll auf die Zivilbevölkerung los? Ihr paradoxes "unsere Gnade ist, dafür zu sorgen, dass es nie wieder Tyrannen gibt" ist ja noch Teil des einigermaßen glaubwürdigen Wandlungsprozesses.
      Hier gab's ne kurze Szene mit Jon, in der sie sagt, dass sie selbst nie so geliebt werden wird wie Jon und ein Herrscher entweder geliebt oder gefürchtet werden muss, um herrschen zu können. Wenn sie ihren Thron als gefürchtete Königin besteigen möchte, dann ist die völlige, persönliche Zerstörung aller Cercei möglicherweise treu ergebenen Untertanen ein verrückter, aber irgendwo auch logisch nachvollziehbarer Schritt (also innerhalb dieses menschenverachtenden Machtdenkens). Danach wird sie definitiv gefürchtet werden.
      Ob sie weiß, wo Cercei genau ist, halte ich wieder für fraglich. Das erscheint uns Zuschauern so, aber das heißt ja nix ^^

      fluminenz schrieb:

      Schade natürlich für Daenerys, Jon und Co, dass es niemanden gibt, der die geheimen Eingänge in den Roten Bergfried kennt (Varys, Tyrion, Arya) oder eine fast fertig ausgebildeten "Faceless Women", die außertariflich arbeitet - sonst könnten sie ja problemlos ins Innerste eindringen und Cersei beseitigen.
      Je nachdem, was Danys Ziel ist (s.o.), ist das wieder konsequent gedacht. Das ist halt das Problem, dass man vom Innenleben der Charaktere nicht mehr so viel mitbekommt. Das ist eigentlich auch der Punkt, den ich wirklich schade finde.

      fluminenz schrieb:

      Und WTF - wo kamen die Dothraki her, von denen anderthalb Episoden nichts mehr zu sehen war, nachdem sie am Anfang von E3 komplett "erloschen" waren? Oder hab ich da was in E4 verpasst?
      In E4 werden ziemlich am Anfang (glaube ich) auf der Karte Steine / Figuren, die die Truppen repräsentieren, weggenommen; kommentiert durch "Unsullied... half are gone," dann kommt der Dothraki Typ "Half are gone" etc. Daraus kann man schließen, dass Danys Armee wohl ungefähr die Hälfte ihrer Kämpfer in der kurzen "The long Night" verloren hat.

      Ralath schrieb:

      Ich mochte dagegen die Szene sehr, in der die kleine Mormont den Riesen gefällt hat. Das war genial.
      Die fand ich zwar dramaturgisch toll, aber inhaltslogisch auch Käse. Der Riese hätte auch einfach auf sie drauftreten können oder nochmal zuschlagen oder so. Aber gut...

      Ralath schrieb:

      Daenys Wutanfall fand ich von der Theorie her ziemlich erfrischend, auch, dass die Glocken den Ausraster auslösen kann ich nachvollziehen. Sie war wohl vorher schon auf diesen Angriff aus, die Kapitulation, mit der sie gar nicht mehr gerechnet hat, hätte sie um ihre Rache gebracht. Warum allerdings der ottonormal Bürger das erste Ziel für die Flammen war... uhm what?
      Hier hätte vielleicht eine Szene mit ihr auf dem Rücken des Drachen eine Verbindung geschaffen und etwas vermittelt, was das ganze schlüssiger hätte rüberkommen lassen können.
      Ja, da stimme ich zu.

      Ralath schrieb:

      von einem einzigen Feuerstoß des Drachenfeuers angepustet werden und wie von einem Airbus 380 getroffen durch die Luft segeln. Physikalisch nicht glaubwürdig. Viel zu bombastisch, viel zu viel Tamtam um innerhalb der Logik schlüssig zu wirken.
      Das hat mich auch absolut genervt. Es verletzt auch die innere Logik der gesamten Erzählung: Harrenhal ist ja angeblich durch Drachenfeuer teilweise eingeschmolzen worden... da steht nix von "weggesprengt". Dass immer wieder in King's Landing Depots mit Wildfire hochgehen fand ich dagegen gut gemacht.


      kijkou schrieb:

      Der Thron ist futsch, worum gehts jetzt noch?
      Kam dir schon mal der Gedanke, dass es vielleicht insgesamt gar nicht um den Thron geht? Der Titel "A Song of Ice and Fire" könnte ja auch so interpretiert werden, dass Jon Snow für Ice steht und Daenerys für Fire und es eigentlich um die unglückliche Liebesgeschichte zwischen den beiden geht. Zugegeben, wenn dies der Fall sein sollte, dann hat die Serie dem keinen Raum gegeben und den Fokus stark verschoben. Genauso hätte man auch den Nightking als Ice interpretieren können und denken, es geht eigentlich primär um den Kampf der Lebenden gegen die Untoten. Das Schöne an GoT ist mMn, das was drumherum noch passiert. Das Zwischenmenschliche, Politik, Intrigen, Charakterentwicklung... ja, ich bin von den letzten beiden Staffeln nicht mehr so begeistert wie noch von den ersten drei (oder so).
      In dieser Interpretation ist der Thron quasi nur eine Ablenkung von dem eigentlich wichtigen Konflikt auf menschlicher Ebene zwischen Jon und Dany. Vor allem Jons Bild von Dany ist durch ihren Drachenangriff auf Kings Landing hoffentliclh stark beschädigt. Dann muss er sich fragen, ob er vielleicht der falschen Person Loyalität geschworen hat (falls er das hat).

      Alles in allem... sooo schlecht fand ich die Folge gar nicht :hmm: Aber ich hab irgendwie auch alle Erwartungen, alles Mitfiebern etc. abgelegt. Hoffentlich kommen irgendwann noch die Bücher, da hege ich größere Hoffnung, dass die eine stimmige Erzählung abliefern.
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
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      Asni schrieb:

      Kam dir schon mal der Gedanke, dass es vielleicht insgesamt gar nicht um den Thron geht?
      Ja, in der Serie eh nicht, aber Dany ging es ja darum ... und jedem machtgeilen Charakter in der Serie :D

      Asni schrieb:

      Das Schöne an GoT ist mMn, das was drumherum noch passiert. Das Zwischenmenschliche, Politik, Intrigen, Charakterentwicklung... ja, ich bin von den letzten beiden Staffeln nicht mehr so begeistert wie noch von den ersten drei (oder so).
      Ja, genau, das hat eben sehr nachgelassen. Das was früher schön ausführlich erzählt wurde, wo man mit den Charakteren richtig mitgefühlt hat, ist völlig "überflogen" worden mit irren Zeitsprüngen ... Wurde das je begründet eigentlich? :hmm: Kein Geld mehr für die Produktion? Wollten die Schauspieler nicht mehr? Das Ergebnis hätte ja ruhig das gleiche sein können, nur der Weg dorthin besser uns ausführlicher.

      Asni schrieb:

      Alles in allem... sooo schlecht fand ich die Folge gar nicht Aber ich hab irgendwie auch alle Erwartungen, alles Mitfiebern etc. abgelegt.
      Sie war nicht schlecht ... Mich hat nur gestört, dass man was weiß ich wie lange sieht, wie Dany die Stadt niederbrennt, die Leute sich die Köpfe einschlagen ... es ist einfach zu Action-lastig geworden ... Das drumherum, wie du es nennst, fehlt eben XD
      Mich stört das nicht, dass Dany einen Nervenzusammenbruch hatte - dieses "Ende" wurde ja schon weit vorher prophezeiht ... die Umsetzung stört mich ... Man sieht sie das letzte Mal, glaub ich, bevor sie Amok läuft und dann bekommt man nichts mehr mit - nur noch ihr Reittier XD
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      Wie fluminenz schon schrieb: Es geht nicht mehr darum eine spannende Geschichte zu erzählen und die optische opulent zu zeigen, sondern nur noch darum Geile Bilder raus zu hauen, dafür werden Charakter und Story grausamst pervertiert und gebrochen, um sie, egal wie schwachsinnig, da hin zu packen das es die geisten Effekte gibt. :patsch: :patsch: :patsch: :patsch:



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      Ich weiß grad echt nicht, was ich noch erwarten soll, eigentlich können die alle einfach sterben, das ist so komplett bescheuert geworden, das ich tatsächlich gar nicht mehr mitfiebern kann...

      Arya wurde diese Folge nun so offensichtlich wie eine verschüchtertes Häschen durch die terrorisierte Stadt gejagt, das es mit der inzwischen leider üblichen Holzhammermethode wohl jedem klar sein sollte das sie das doof findet und was gegen so eine Königin tun will... ||
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      Alcarinque schrieb:

      Ich weiß grad echt nicht, was ich noch erwarten soll, eigentlich können die alle einfach sterben, das ist so komplett bescheuert geworden, das ich tatsächlich gar nicht mehr mitfiebern kann...

      Arya wurde diese Folge nun so offensichtlich wie eine verschüchtertes Häschen durch die terrorisierte Stadt gejagt, das es mit der inzwischen leider üblichen Holzhammermethode wohl jedem klar sein sollte das sie das doof findet und was gegen so eine Königin tun will...
      Jup ...

      Wie ich schon geschrieben hab ...

      kijkou schrieb:

      1) Arya killt Dany. Jon heult. Sie muss noch wen mit grünen Augen töten ... Dany hat keine grünen Augen ...
      2) Arya will Dany töten. Drogon frisst Arya. Jon heult.
      3) Arya will Dany töten. Drogon frisst Arya. Jon killt Dany. Jon heult.
      4) Arya will Dany töten. Dany tötet Jon. Arya tötet Dany. Drogon frisst Arya. Drogon f*ckt Aryas Pferd. Keiner heult.
      Ach, schei* drauf ... der Drache und das Pferd - das muss einfach passieren!



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      Ohne mir jetzt die ganzen Meinungen/Posts von euch durchgelesen zu haben...

      Ich habe die letzte Folge nicht geguckt, und werde auch die nächste nicht gucken. Nachdem die auch den zweiten Drachen auf totale scheiß Art gekillt haben, bin ich bockig und eingeschnappt und boykottiere den Rest der Serie (auch wenns nur noch zwei beschissene Folgen sind xD).

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      Tatsächlich bezweifle ich, dass sie mit Staffel 8 wissen, was sie da tun. Man merkt richtig, dass ihnen der "R.R.Martin-Leitfaden" fehlt. Keiner von der Crew kann wirklich so denken, wie der Autor. Entsprechend ist die Umsetzung - Mal vom Mainstreamdenken abgesehen (Hauptsache die Quote stimmt).

      Mir hat es eigentlich sehr gut gefallen, wie sich der Westen gegenseitig die Köppe einschlägt, während sich im Osten ein "kleines Mädchen" eine mega Armee aufbaut - in aller Seelenruhe. Viel mehr habe ich nämlich genau auf DEN Konflikt hingefiebert. Ich wollte sehen, wie Daenerys einmal über den Westen zieht, alles platt walzt und auf den Thron klettert. xD
      Na gut, dass die Weißen dazwischen kommen, und sie erst diese aus dem Weg räumen muss, geht völlig in Ordnung, und die Schlacht war auch wirklich episch und gut (Wenn auch stellenweise zu schnell und zu dunkel).
      Mein Gedanke war nur: "Was? In Folge zwei schon diese Schlacht? Was soll denn dann kommen? Cercei ist doch ein Witz gegen die Weißen..."
      Tatsächlich hat Danny mordsmäßig Sympathiepunkte verloren. Denn in ihrem Wahn auf den Thron, droht sie ja, genauso irre zu werden, wie ihr Vater. Ob das Martins Intention war? Oder ist es den Produzenten einfach "ausversehen" passiert?

      Mir wurde allerdings grob, in Stichpunkten erzählt, was in der letzten Folge passiert ist. Ich glaube, dass sich Cercei und Arya noch gegenüberstehen werden - und damit hat Arya dann "ihre grünen Augen" ;)

      [Btw: Aryas Charakter finde ich z.B. gut genutzt. Auch wenn man Staffel um Staffel glaubte (ich zumindest), die dümpelt einfach darum, ihre Auftritte sind totaler Nonsense, so durften wir ihr eigentlich dabei zusehen, wie sie für diese Schlacht vorbereitet wird.
      Ich fand's richtig cool, dass sie den Nachtkönig gekillt hat, und vor allem wie. Denn Arya hatte ich nicht mehr auf dem Schirm.^^
      Und bis dahin dachte ich ja, dass Bran das sogar erledigt, auf seine merkwürdige mentale Art. Und kurz hab ich sogar überlegt, ob Jon es schafft Viserion zu reiten und mit ihm den Nachtkönig "abzufackeln" xD
      Aber dann kommt Arya Ninja-Artig aus dem Hintergrund angeflogen. ]


      Kann man in der letzten Folge jetzt wirklich noch ein richtiges Ende reinpacken?
      Wenn man sich auf den Titel beziehen möchte, kann er aber auch was anderes, als diese Liebesgeschichte (die ja ohnehin erst sehr spät und nur am Rande erzählt wird) sehen.
      Daenerys, Herrscherin im Osten, in der Wüste, wo sie noch ein paar Dracheneier ausbrüten kann. Und der Thron wird in den Norden verlegt, auf dem sich Jon den Arsch platt sitzt. Ein Bündis, oder sogar ein neuer Konfliktpunkt^^ *wild rumsinier* Wobei man Sansa nicht so aus den Augen lassen sollte. <- Und wenn doch, war auch sie irgendwie... unnötig... :hmm:


      Wenn ich jetzt also einfach mal alles Revue Passieren lasse...

      1. Die Schattenwölfe waren unnötig und hätten gepflegt aus dem Plot gestrichen werden können. Ich habe keinen einzigen Sinn in ihnen gesehen. Und den Konflikt zwischen Stark und Lanister hätte auch der kleine, behinderte Inzucht-Bursche ohne einen Wolf hinbekommen.Zu schade, denn aus den Wölfen hätte man echt viel machen können.

      2. Yara Greyjoy: Was sollte dieser Charakter denn darstellen? Hätte man auch einfach weglassen können.

      3. Melisandre: Was zum Henker...? Außer, dass sie zu beginn wie eine Blöde diesen einen "auserwählten" sucht, dabei unzählige Opfer bringt, nur um doch daneben zu liegen, irgendwann so ein komisches Dämonenwesen zur Weltbringt (was hat es noch gleich gemacht? Irgendwen gekillt... und dann? Was war das?). Naja, am Ende ist sie bei der Schlacht gegen die Weißen dabei... setzt einmal die Fackeln, dann den Graben in Flammen und zieht dann, während sie in die Dunkelheit entschwindet ihr "Jung-bleiben-Halsband" aus und stirbt. Öhm... joa...
      Aus Berichten weiß ich, dass sie im Buch aber eine viel wesentlicher Rolle spielt/spielen soll?... Allein dies ist ein Punkt, weshalb ich die Bücher lesen will und werde.

      Hach...und noch andere Sachen / Nebenhandlungen, die sich mir nicht gänzlich erschlossen, aber die fallen mir jetzt so spontan grad nicht ein.

      Nichts destotrotz habe ich für mich beschlossen, mir einfach wirklich mal die Bücher reinzuziehen. Denn ich glaube, die Handlungsstränge, die es in den Büchern gibt, wurden in der Serie gar nicht richtig verarbeitet. Es fehlt einfach zu viel, so wie ich gelesen habe, was einfach zu vielen unlogischen Abläufen führt.

      Ich für meinen Teil kann mit der 8. Staffel nicht so wirklich was anfangen. Meiner Meinung nach, haben sie jetzt sämtliche Konfronationen, die sich zwsichen all den Konflikten so angesammelt haben, aufeinander los gelassen. Ob die wirklich selbst überzeugt davon sind, dass das alles total genial ist? Ich weiß nicht... :/ Mir ist der Reiz wirklich flöten gegangen. Hätte man anders machen können.

      P.S.: Sollte ich irgendeinen Handlungsstrang, oder Sinn eines Charakters fehlinterpretiert haben, so lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.
      The tiger and the lion may be more powerful...
      ... but the Wolf does not perform in the circus.




      Die Wächter von Armargon - Teil 1: Rache
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      @Ruka

      Ruka schrieb:

      Aus Berichten weiß ich, dass sie im Buch aber eine viel wesentlicher Rolle spielt/spielen soll?... Allein dies ist ein Punkt, weshalb ich die Bücher lesen will und werde.
      Du musst sie lesen! :D Wirklich, sie sind verdammt komplex aber einfach genial! :D Jeder Charakter hat eigene Kapitel und so begleitest du alle durch ihre Reisen, ihr Leben und auch in den Tod :evil:
      Das letzte Buch hat ja dort aufgehört, wo Jon gestorben ist ... ich will endlich weiterlesen und wissen wie Martin denkt und nicht wie die Serienmacher denken ... immerhin hast du recht, die zwei Kerle wissen nicht wie es im Kopf des Autors aussieht ...

      Ich hab die zehn Bücher damals in der 8. Klasse verschlungen und sie vor etwas ein paar Jahren alle nochmals gelesen ... weil ich in der 8. Klasse wohl doch noch etwas zu jung war :D aber Tolkien habe ich auch in der 6. gelesen ... :rofl:

      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
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      Dumme Frage :

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      Warum muss Aria jemanden mit grünen Augen töten? Hab ich da irgendwas nicht mitbekommen?

      Ansonsten stimme ich mit euch überein, bzw. Mit den meisten, das die Staffel nicht mit den anderen mithalten kann. Selbst die Schlacht gegen den Nacht König, die ging viel zu schnell vorbei und ich persönlich fand es auch nicht wirklich episch...
      Und das Dany jetzt so ist wie sie ist, kommt mir auch total doof vor. Die ganze Zeit denkt man die wird anders und versucht alles gerecht zu machen, egal wie schwer es wird und dann tötet sie so viele unschuldige, anstatt auf ihr eigentliches Ziel zu achten?! Sie musste cersey töten, aber die lässt sie komplett aus ihren Augen....
      Ich werde zwar die letzte Folge noch gucken, um das Ende zu erleben, aber ich weiß echt nicht was da noch kommen soll...
      Jon wird ja nun auch endlich bemerkt haben das Dany nicht die richtige ist für den Thron...

      Achja und ich werde wohl auch die Bücher lesen müssen. Das erste kenne ich schon, dachte aber die Serie zu gucken reicht. Aber gerade weil es jetzt immer blöder wurde, interessiert es mich brennend, wie die Bücher und die Serie komplett übereinstimmt oder wie weit die Serie davon entfernt ist. Hoffe Martin bringt dann noch das ende als buch raus....
      "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus


      Meine Geschichte: Erbin der Mächtigen ;)
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      Ruka schrieb:

      Die Schattenwölfe waren unnötig und hätten gepflegt aus dem Plot gestrichen werden können. Ich habe keinen einzigen Sinn in ihnen gesehen. Und den Konflikt zwischen Stark und Lanister hätte auch der kleine, behinderte Inzucht-Bursche ohne einen Wolf hinbekommen.Zu schade, denn aus den Wölfen hätte man echt viel machen können.
      Da muss ich leider zustimmen. Die Wölfe waren mir ebenfalls etwas zu sehr in der Schublade "Randerscheinungen" unterwegs und hätten mehr Potenzial gehabt. Gefühlt waren sie nur Notfallwerkzeuge um sich aus kleinen Plotlücken herauszuwinden. Hier mal einen Wolf aus dem nichts angreifen lassen, um den Tag zu retten. Dort mal einen Wolf knurren lassen um jemanden in Schach zu halten. Da mal einen Wolfskopf auf einen enthaupteten Körper nähen lassen um der Dramaturgie ein bisschen unter die Arme zu greifen.

      Ruka schrieb:

      2. Yara Greyjoy: Was sollte dieser Charakter denn darstellen? Hätte man auch einfach weglassen können.
      Ich fand sie als Nebencharakter akzeptabel. Schlussendlich hat sie Theons Plot gestützt und war am Ende ein Teil der Szenen mit/gegen Euron. Die Eiseninseln mussten ja irgendwie miteinbezogen werden.

      Ruka schrieb:

      3. Melisandre: Was zum Henker...? Außer, dass sie zu beginn wie eine Blöde diesen einen "auserwählten" sucht, dabei unzählige Opfer bringt, nur um doch daneben zu liegen, irgendwann so ein komisches Dämonenwesen zur Weltbringt (was hat es noch gleich gemacht? Irgendwen gekillt... und dann? Was war das?). Naja, am Ende ist sie bei der Schlacht gegen die Weißen dabei... setzt einmal die Fackeln, dann den Graben in Flammen und zieht dann, während sie in die Dunkelheit entschwindet ihr "Jung-bleiben-Halsband" aus und stirbt. Öhm... joa...
      Aus Berichten weiß ich, dass sie im Buch aber eine viel wesentlicher Rolle spielt/spielen soll?... Allein dies ist ein Punkt, weshalb ich die Bücher lesen will und werde.
      Ja, oder?
      Das habe ich absolut nicht begriffen. Der Sinn der gesamten Charakterentwicklung hat sich mir entzogen. Alles wirkte nur so halbgar und jeder Erklärungsversuch endete quasi mit: "Weil es der Herr des Lichts so wollte" oder besser gesagt "A Wizard Did It!"
      Einerseits ist sie das Sprachrohr des Hüters des Lichts und will die Erlösung bringen. Dann verbrennt sie aber auch dauernd Leute, bringt irgendwelche Dämonen zur Welt, läuft danach wieder rum und setzt glorreich die Schwerter gegen den Nachtkönig in Brand.
      Dass sie letztendlich ihr Amulett ablegt und einfach so im Schnee davonstirbt war das unrundeste Ende, dass ich mir hätte vorstellen können.
      Ein Charakter, der riesengroß aufgezogen wurde und dann einfach verpufft ist.
      Halt !
      Stop !
      Zutritt nicht gestattet !
      Lesen verboten !

      ... obwohl, macht doch was ihr wollt. Ich bin eine Signatur, kein Cop.

      "Das Erbe der letzten Wächterin" - High Fantasy
      Der Preis eines Lebens - Kurzgeschichte
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      Ruka schrieb:

      Ob die wirklich selbst überzeugt davon sind, dass das alles total genial ist? Ich weiß nicht...
      "Total genial" ist vielleicht auch ein etwas hoher Anspruch, auch wenn das in unsere Zeit passt, dass das zumindest medial dann so vermarktet wird. Mir wäre liebevoll und mit einem Blick für Details und innere Logik lieber gewesen, wenn dadurch ein solides, gerne ruhigeres Serienfinale zustande gekommen wäre.

      Mit der erzähltechnisch beste Schachzug (sowohl in den Büchern als auch in der Serie) ist mMn eh, eine der ersten Schlachten aus Tyrions Sicht zu erzählen, der allerdings einfach mal einen Schild (oder so) gegen den Kopf gedonnert bekommt und die Schlacht bewusstlos übersteht. Keine große Aktion, keine opulenten, aber letztlich langweiligen Bilder, dafür ein für den Plotvorgang wesentlicher Fortschritt. Das fand ich super.

      Ich hoffe mal, dass, was das Zeitmanagement angeht, die hoffentlich noch erscheinenden Bücher ihren Vorteil ausspielen und z.B. der Marsch der Untoten auf Winterfell länger dauert und durch viele Flüchtlinge angekündigt und stimmungsvoll-bedrohlich dargestellt wird.

      Melisandre


      Ralath schrieb:

      Das habe ich absolut nicht begriffen. Der Sinn der gesamten Charakterentwicklung hat sich mir entzogen. Alles wirkte nur so halbgar und jeder Erklärungsversuch endete quasi mit: "Weil es der Herr des Lichts so wollte" oder besser gesagt "A Wizard Did It!"
      Einerseits ist sie das Sprachrohr des Hüters des Lichts und will die Erlösung bringen. Dann verbrennt sie aber auch dauernd Leute, bringt irgendwelche Dämonen zur Welt, läuft danach wieder rum und setzt glorreich die Schwerter gegen den Nachtkönig in Brand.
      Dass sie letztendlich ihr Amulett ablegt und einfach so im Schnee davonstirbt war das unrundeste Ende, dass ich mir hätte vorstellen können.
      Ein Charakter, der riesengroß aufgezogen wurde und dann einfach verpufft ist.
      Das ging mir nicht so. Einerseits interpretiert sie ja auch nur Zeug, was sie in den Flammen sieht. Und meistens interpretiert sie das halt falsch. Dass sie das mit einem Verweis auf ihren Gott begründet, finde ich für religiöse Fanatiker auch völlig in Ordnung. Das klingt für mich eigentlich stimmig. :hmm:
      Ihre Charakterentwicklung bewegt sich von einer überzeugten Dienerin ihres Gottes auf dem falschen Weg (d.h. sie hält den falschen für den Auserwählten) über den Tiefpunkt des Zweifels - weil sie erkennt, dass sie fehlgeleitet war - hin zum Erkennen des Auserwählten und dem vollen Einsatz für "ihre Mission". Letztere wird wohl das Besiegen des Nightkings sein und das Verhindern der "night that never ends". Dass sie nach dem Erfüllen der Mission ihr vermutlich schon sehr langes Leben beendet, finde ich auch nicht so unglaubwürdig.
      Zugegeben, es sind noch viele Fragen offen und vieles wird durch die Art der Darstellung verwischt und ist Interpretationssache, aber im Großen und Ganzen erfüllt sie doch ihren Zweck.
      Das Ende an sich... ja, da hätte man schon noch etwas machen können :hmm:


      Sora schrieb:

      Warum muss Aria jemanden mit grünen Augen töten? Hab ich da irgendwas nicht mitbekommen?
      Das sagt Melisandre irgendwann mal zu Arya. Ob das aber glaubhaft ist und sich daraus ein Zwang ableiten lässt?

      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
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      @Sora
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      Sora schrieb:

      Warum muss Aria jemanden mit grünen Augen töten? Hab ich da irgendwas nicht mitbekommen?
      Die rote Lady hat vor Ewigkeiten einmal eine Art Prophezeiung zu Aria gesprochen in der sie die Augenfarbe ihrer Opfer aufgezählt hat.

      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
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      Asni schrieb:

      Das ging mir nicht so. Einerseits interpretiert sie ja auch nur Zeug, was sie in den Flammen sieht. Und meistens interpretiert sie das halt falsch. Dass sie das mit einem Verweis auf ihren Gott begründet, finde ich für religiöse Fanatiker auch völlig in Ordnung. Das klingt für mich eigentlich stimmig.
      Ihre Charakterentwicklung bewegt sich von einer überzeugten Dienerin ihres Gottes auf dem falschen Weg (d.h. sie hält den falschen für den Auserwählten) über den Tiefpunkt des Zweifels - weil sie erkennt, dass sie fehlgeleitet war - hin zum Erkennen des Auserwählten und dem vollen Einsatz für "ihre Mission". Letztere wird wohl das Besiegen des Nightkings sein und das Verhindern der "night that never ends". Dass sie nach dem Erfüllen der Mission ihr vermutlich schon sehr langes Leben beendet, finde ich auch nicht so unglaubwürdig.
      Naja, das ist schon richtig, und kam durchaus auch bei mir an. Trotzdem habe ich nicht begriffen welchen Nutzen sie hat. Okay, den Auserwählten suchen, finden und auf den Nachtkönig zu hetzen, um die Welt zu retten. Die Wege dorthin, sind dann doch sehr fragwürdig.

      Aber wenn es doch ihre Mission war, den Nachtkönig zu besiegen (in Form eines Auserwählten), wieso schickt sie sich denn dann vorher ins Jenseits? An dem Punkt, wo sie einfach tot umfällt ist der Kampf ja noch nicht mal ansatzweise zu ende...
      Kann es sein, dass ich hier etwas wesentliches nicht mitgeschnitten habe? :hmm:

      Meiner Meinung nach ist sie ein wirklich wichtiger Charakter, der im Hintergrund seine Fäden spinnt, aber in der Serie einfach nur unglücklich präsentiert wurde :pardon:

      Asni schrieb:

      Zugegeben, es sind noch viele Fragen offen und vieles wird durch die Art der Darstellung verwischt und ist Interpretationssache, aber im Großen und Ganzen erfüllt sie doch ihren Zweck.
      Und welcher Zweck wäre das?
      Das einzige, das sie meiner Meinung nach erfüllt hat, war: Konflikte auslösen. ^^
      The tiger and the lion may be more powerful...
      ... but the Wolf does not perform in the circus.




      Die Wächter von Armargon - Teil 1: Rache
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      Ich hab irgendwie angefangen, die Serie eigenständig zu betrachten, damit ich mich nicht zu sehr nerve :D
      Denn in den Büchern wird ja eigentlich noch ein weiterer männlicher Targaryen Erbe erwähnt.... Ein überlebendes Kind. Welches Dany ebenfalls den Thron streitig machen könnte ... wohlgemerkt männlich.
      Aber in der Show wird er nie auch nur mit einer Silbe erwähnt.

      Die ganzen Gedanken von Martin wären wohl einfach viel zu komplex um alle in einer Serie zu fassen :rofl:

      Aber die ersten 6 Staffeln waren wirklich spitzenmässig umgesetzt! :love:
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      Eigenes von Fly
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      Ruka schrieb:

      Aber wenn es doch ihre Mission war, den Nachtkönig zu besiegen (in Form eines Auserwählten), wieso schickt sie sich denn dann vorher ins Jenseits? An dem Punkt, wo sie einfach tot umfällt ist der Kampf ja noch nicht mal ansatzweise zu ende...
      Vielleicht erinnere ich mich gerade falsch, aber nimmt sie nicht das Amulett ab und stirbt, NACHDEM der Nightking besiegt ist und die Sonne wieder aufgeht? Ich zweifle gerade an meinem Erinnerungsvermögen :hmm:

      Ruka schrieb:

      Und welcher Zweck wäre das?
      Das einzige, das sie meiner Meinung nach erfüllt hat, war: Konflikte auslösen.
      Na, dazu beizutragen, dass der Nightking und die White Walker besiegt werden. Dass sie nebenbei noch Konflikte ausgelöst hat, ist doch hervorragend. ^^

      Mir kommt es gerade ein wenig so vor, als würdet ihr zu sehr nach ganz bestimmten Funktionen (wie etwa der des Helden und der des bösen Widersachers etc.) suchen. Für mich steht A Song of Ice and Fire für fantastischen Realismus und das spiegelt sich auch ein wenig in der Komplexität der Welt und der Story wider, in der nicht jeder eine klare und vor allem wichtige Funktion hat. Außerdem sehe ich verschiedene Storystränge und nicht alle Charaktere haben für alle Stränge eine relevante Funktion. Z.B. hat Robb Stark in Bezug auf die Story zwischen Dany und Jon überhaupt keine Relevanz (oder ich sehe sie nicht), aber trotzdem gibt es diesen Charakter.
      Ich bin mir gerade selbst nicht so sicher, ob ich das, was ich sagen will, richtig ausdrücken kann... seid gnädig ^^


      97dragonfly schrieb:

      Ich hab irgendwie angefangen, die Serie eigenständig zu betrachten,
      Ja, das mache ich auch so. Und mittlerweile versuche ich auch die Serie mehr wie ein Theaterstück zu beurteilen und nicht wie eine "reale Geschichte", d.h. ich versuche mehr zu verzeihen, was unlogisch dargestellt wird, und mehr darauf zu achten, welche Bedeutung damit ausgesagt werden könnte. Hilft aber gar nicht so viel :pardon: ^^
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      Asni schrieb:

      Vielleicht erinnere ich mich gerade falsch, aber nimmt sie nicht das Amulett ab und stirbt, NACHDEM der Nightking besiegt ist und die Sonne wieder aufgeht? Ich zweifle gerade an meinem Erinnerungsvermögen
      Nein, eher wahrscheinlich, dass ich mich falsch erinnere. Ist die wirklich erst gegangen, als Arya den Nachtkönig gekillt hat, ja? :hmm:
      Hatte das echt anders auf dem Schirm, dass sie das nach dem sie die Barriere in Brand gesetzt hat, getan hat.
      Aber wie auch immer: Die Folge war sowieso recht schnell und unübersichtlich ^^
      Ich vertraue da auf deine Erinnerung, meine ist löchrig, wie ein schweizer Käse xD
      Ich weiß halt nur, dass ich so da saß, als sie sich die Halskette ausgezogen hat und als alte Frau tot umfiel -> :huh: ?(

      Asni schrieb:

      Na, dazu beizutragen, dass der Nightking und die White Walker besiegt werden. Dass sie nebenbei noch Konflikte ausgelöst hat, ist doch hervorragend.
      Ja, das ist alles auch gut ^^ Ich bin nur halt grundsätzlich nicht bei ihr durchgestiegen. Darum sagte ich ja, ich lass mich gerne belehren, wenn ich da was nicht mitgeschnitten habe :)
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      Das Ende


      Ok. Ich habe noch nie gweint bei GoT. Aber heute habe ich geweint. Und zwar als Drogon um Danny getrauert hat.

      Jon hat also Danny gekillt .... iwie haben wird das ja alle kommen sehen aber weh hat es trotzdem getan.
      Bran wird König. Es hat ja immer Theorien darüber gegeben :D und eine treue Hand bekommt er auch .... und viele viele neue Meister :D
      Der Meister der Münzen hat endlich sein Land und die Kohle bekommen (sogar sein Schloss xD ) und der Meister der Schiffe hat einen sehr steilen Karriereanstieg hingelgt. Vom Schmuggler und Dieb zum Meister der Schiffe :D Sam geht es auch gut :love:
      Podrick ist Ritter!
      Sansa hat es geschafft, dass der Norden unabhängig ist und wird Königin des Nordens.
      Mein geliebeter Jon wird wieder Teil der Nachwache ...
      Arya geht den Westen erkunden.

      Iwie musste es ja enden ... aber iwie ... mir ehm ... ich weiss auch nicht!

      Wie @kijkou schon angemerkt hat ... Die Umsetzung ... :dash: :dash: :dash: :dash: :dash: :dash: :dash: :dash: :dash: :dash: :dash: :dash: :dash: keine ahnung was mich daran stört aber etwas stört mich.

      Und beim Ausgang .... iwie habe ich echt gemischte Gefühle ...

      Jon hat in seinem Leben zwei Frauen geliebt und wird auch keine andere mehr lieben, und er wollte niemals König werden. Klar, die Nachtwache war eine eigentlich nicht zu dumme Entscheidung aber trotzdem.

      Drogon ist verschwunden und trauert um Danny.

      Was mich aber stört, wir haben nie gesehen, ob Jon nun feuerfest wäre ... :rofl: hätte ich echt gerne gewusst! :love:

      :panik: :panik: :panik: :panik: :panik: :panik: :panik: :panik:

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      97dragonfly schrieb:

      Ok. Ich habe noch nie gweint bei GoT. Aber heute habe ich geweint. Und zwar als Drogon um Danny getrauert hat.
      Jup ... *schnief* ... ;( ;( ;( ;( ;( ;(

      Alles was danach kam, war so auf die Art "lass uns mal schnell alle offenen Fragen klären und die Folge abschließen".
      :dash: :dash: :dash: :dash: :dash:


      97dragonfly schrieb:

      Was mich aber stört, wir haben nie gesehen, ob Jon nun feuerfest wäre ... hätte ich echt gerne gewusst!
      :hmm: vermutlich nur "halb" ... Viserys ist ja auch .... na ja .... und der hatte ja angeblich die gleichen Eltern wie Dany