Self-Publishing (Ideensammlung)

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    • Self-Publishing (Ideensammlung)

      Hey,

      ich dachte es wäre vielleicht mal ganz sinnvoll, eine Ideensammlung zum Thema Self-Publishing zu starten. Der eine oder ander hat vielleicht schon Erfahrung damit gemacht und kann sein wertvolles Wissen mit anderen teilen, die das für sich in Betracht ziehen. Von manchen Dingen kann man dann vielleicht direkt die Finger lassen und muss sich nicht die Mühe machen.
      Ich habe kein entsprechendes Thema gefunden, deshalb würde ich es gerne an dieser Stelle neu starten. Sollte ich es übersehen haben, dann teilt es mir bitte mit.

      Es wäre schön, wenn hier eine lebhafte Diskussion um das Thema entstehen könnte und wir einfach ein paar Ideen sammeln...Also, welche Alternativen gibt es? Kann man ganz unabhängig ein Buch drucken? Wie macht man das? Wie mache ich Werbung, die kein Vermögen kostet?
      Vielleicht möchte jemand die Liste noch ergänzen.....oder seine Erfahrungen hinzufügen...

      Ich habe meinen Beitrag überarbeitet, da es anfangs Missverständnisse gab und aufgrund meiner unbedachten Formulierung der Eindruck entstanden war, als wolle ich an der Stelle Werbung machen für diese "Abzocker-Verlage". Das war natürlich nicht meine Absicht!!! Deshalb kamen aber die Folgebeiträge zustande...

      Ich hoffe, ich konnte dieses Missverständnis jetzt ausräumen und freue mich auf eine rege Diskussion zu dem Thema.

      1. Self-Publishing über Amazon (E-Book)

      Der wahrscheinlich einfachste Weg. Im Prinzip muss man sich nur durch die Homepage klicken (kdp.amazon.com) , ein Kundenkonto einrichten, wenn man noch keines hat und dann dem Leitfaden folgen. Es werden ein paar Angaben für die Steuer abgefragt und danach gehts schon los. Die Buchdatei muss bestimmten Formatvorlagen entsprechen, was man aber ganz gut hinbekommt. Ist halt nur aufwendig, weil z.B. keine Tabs verwendet werden dürfen und der Text weitestgehend unbehandelt sein sollte. Da das Ganze ja ins kindle-Format umgewandelt wird, entstehen sonst unschöne Textlücken oder Absätze, die nicht gewollt sind.
      Wenn man sein Buch für kdp-select anmeldet, erhöht sich die Chance, dass es gerade zu Beginn einen höheren Bekanntheitsgrad erreicht. Leser mit dem entsprechenden Abo können dann nämlich dein Buch "ausleihen" und du erhältst pro gelesene Seite einen bestimmten Betrag. Über die eigene Statistik kann man dann nachvollziehen, wie viele Seiten pro Tag gelesen wurden. Natürlich werden auch die Buchverkäufe hier angegeben, doch werden die meisten ein unbekanntes Buch vielleicht erstmal ausleihen, bevor sie es kaufen.
      Es besteht übrigens auch die Möglichkeit, sein Cover über den Cover-Creator von Amazon zu erstellen. Die Möglichkeiten sind aber ziemlich begrenzt und auf den zweiten Blick erkennt jeder, wer vielleicht etwas mehr Zeit, Mühe und Geld investriert hat.
      Die ersten drei Monate bewirbt Amazon dein Buch in der Kategorie "Neuerscheinungen". Erfahrungsgemäß werden hier wirklich viele auf das Buch aufmerksam. Wenn man es schafft, in dieser Zeit die Massen zu begeistern, hat man gewonnen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass das Buch wieder in den unendlichen tiefen mehrer tausend Veröffentlichungen untergeht und letztlich auch nicht mehr gefunden werden kann, wenn man nicht gerade gezielt danach sucht.
      (Die Tantiemen liegen hier übrigens wahlweise bei bis zu 70%)

      2. Verlage mit Selbstbeteiligung

      Davon gibt es inzwischen jede Menge. Dass die aber nicht unbedingt zu empfehlen sind, zeigen folgende Beispiele:

      Habe hier einige Angebote vorliegen. (Es ging um ein Buch von ca. 280 Seiten in Din A5-Format)

      • Verlagshaus Schlosser mit Sitz in Jüchen


      Bei einer einmaligen Beteiligung an den Entstehungskosten von 1.290 € erhält man bei denen eine Umsatzbeteiligung von 12,5%
      Bei einer einmaligen Beteiligung an den Entsteheungskosten von 1.790 € erhält man eine Umsatzbeteiligung von 20%
      Bei einer einmaligen Beteiligung an den Entsteheungskosten von 2.290 € erhält man eine Umsatzbeteiligung von 30%

      Korrektur kostet hier 400,00 € und Lektorat 400,00€. Hier geht es aber scheinbar nur um Rechtschreibung, Grammatik, Satzbau, Wortwiederholung,... also kein Stil und Wortwahl)

      Enthaltene Leistungen sind:
      30 Freiexemplare
      ISBN-Vergabe
      Meldung in LVB (Verzeichnis lieferbarer Bücher)
      Erstellung der ersten Druckvorlage
      Druck der Erstauflage
      Vertrieb
      Unbegrenzter Nachdruck ohne Folgekosten
      Autorenrabatt (Nachlass von 30% auf selbst gekaufte Bücher)
      Staatsbibliothek (Abgabe der Pflichtexemplare an die deutsche Nationalbibliothek)
      Künstlersozialversicherung
      Automatische Tantiemenabrechnung 1 x im Jahr

      • Literareon / Herbert Utz Verlag GmbH mit Sitz in München


      Vertrieb, Produktion und Korrektorat kostet hier schlappe 4.701,00 € bei gleichen Leistungen wie oben.


      • REDIROMA-Verlag mit Sitz in Remscheid



      vergleichsweise fast schon günstig:
      Basispaket zur Buchveröffentlichung kostet hier 150,00 €.
      Leistungen:
      Unterstützung bei der Formatierung, Erstellung des Buchdrucks, Hilfe bei der Covergestaltung, Druck eines Probeexemplares
      Einstellen bei Amazon, lovelybooky, thalia, bücher24.de,
      Einblicke in die aktuellen Verkaufszahlen über den Autorenbereich der Verlagshomepage
      Umsatzbeteiligung liegt bei 10 % vom Verkaufspreis
      jährlich fallen Gebühren von 10,00 € an für eventuelle Überarbeitung bzw. Lagerung
      gedruckt wird das Buch nur auf Bestellung, kann also im Zweifelsfall einige Tage dauern, bis es beim Kunden ankommt
      ISBN-Vergabe
      Meldung in LVB
      Abgabe der Pflichtexemplare in der Staatsbibliothek.

      Ich selber arbeite mit dem Rediroma-Verlag zusammen. Wie Rael weiter unten anmerken wird, sind hier die Herstellungskosten für das Buch extrem hoch, was letztlich an den Käufer weitergegeben wird. In meinem Fall war das gerade noch so vertretbar, weil ich mich entschlossen hatte, mein Buch in drei Teile zu gliedern. Quasi als Trilogie. Jedes Buch umfasst dann zwischen 300 und 400 Seiten. Das macht aber immerhin auch schon einen Kaufpreis von 11,95 € - 15,95 € aus. Natürlich kauft das kein Schwein :)

      Für mich war das damals aber zumindest eine Möglichkeit, für relativ wenig Geld (150,00€) Unterstützung bei der Formatierung des Textes zu bekommen (ich bin ein wahrer Idiot, wenn es um sowas geht) , also das Ganze in Buchdruckformat zu bringen. Auch hatte ich keine Ahnung, wie man eine ISBN-Nummer beantragt bzw. wie das mit der Landesbibliothek funktioniert....Das wurde mir in dem Fall alles abgenommen und im Prinzip steht es mir jetzt frei, aus dem Vertrag wieder auszusteigen und mir eine andere Lösung zu überlegen. Was ich eigentlich auch gerne machen möchte....

      Liebe Grüße
      Rainbow

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rainbow () aus folgendem Grund: Fehlerteufel

    • Hi Rainbow,

      ich habe mich mal durch die Verlage gewühlt, die du hier aufgezählst hast und ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, außer das es unseriöser nicht geht.

      Die ersten beiden Verlage sind echt der Kracher, hierbei gehts nur darum, den Autoren das Geld aus der Tasche zu ziehen und sie kassieren alles einzelnd ab. Dann machen die nicht einmal Werbung für dich, weil kann denen ja auch egal sein, ob das Buch verkauft wird, dein Geld haben sie ja schon.

      Der dritte Verlag (Rediroma), ist zudem auch noch lustig. Die haben einen tollen Preiskalkulator auf ihrer Website, der mal wieder beweißt, dass dieses ganze System tolle Abzocke ist.
      Sie locken mit einem günstigen 150€ Basispaket, aber haben horrende Preise für die Herstellung (vermutlich eher ihre eigene Marge) und dadurch auch den Verkaufspreis.

      Ich habe mir den Spaß mal gemacht und das für mein Buch berechnet.
      900 Seiten (circa^^)
      Keine Farbseiten
      10% Autorenrabatt (ist ja bei denen laut Angabe standard...)
      1.301.084 Zeichen (für die Lektorat berechnung)

      Ergebnis:
      Kosten für das Lektorat: 1.288,20 (Richtpreis)
      Ladenpreis: 29,95€
      Verdienst pro Buch: 3,00€

      So, kann mir mal bitte jemand verraten, welcher Depp 30,00€ für nen Roman zahlt?^^ Ist ja nicht wild, ich setze mal mein Honorar auf 1%, habe ich mir gedacht. Dann sinkt der Ladenpreis auf 24,95€ :rofl:

      Naja aber es wäre ja kein Abzockeverlag, wenn er nicht auch dafür ne Lösung hätte: Er bietet mir nämlich an, meine eigenen Bücher etwas günstiger selbst zu kaufen. Und Wenn ich gleich 700 kaufe, kostet mich das nur 11,00€ pro Stück. Wenn ich das dann für 12-14€ weiter verkaufe (was nen branchenüblicher Preis wäre. ) Werde ich das Zeug sogar los. Toll nicht? X/
      Vermutlich kann man dann mit denen auch diskutieren, den Ladenpreis zu senken, wenn man noch mehr bezuschusst. (Würde mich nicht überraschen)

      Laut dem was ich gerechnet habe, lohnt sich das gerade mal so, wenn das Buch nicht mehr als 250 Seiten hat. Aber das ist ziemlich wenig, und so ein kleines Buch, kostet dann auch 11-12€

      Mein Fazit: Finger weg von Zuschussverlagen!

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Rael schrieb:

      ich habe mich mal durch die Verlage gewühlt, die du hier aufgezählst hast und ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, außer das es unseriöser nicht geht.
      Ich habe es nicht explizit dazu geschrieben, aber ich fand es irgendwie selbsterklärend, dass es unseriös ist, wenn ein Verlag mehrere tausend Euro dafür berechnet, ein Buch zu veröffentlichen. Wenn man bei denen auf den Homepages guckt, erhält man aber meistens keine genauen Angaben. Erst muss man sein Manuskript einreichen und wartet dann 1-2 Wochen, weil es ja "pseudomäßig" geprüft wird. Dann bekommt man die Kalkulation zugeschickt. Für alle, die das in Erwägung ziehen, sollte das als "abschreckendes Beispiel" dienen.

      Zu Rediroma: Du hast sicher recht, dass die Bücher unterm Strich für den Endverbraucher (also den Leser) viel zu teuer sind. Zumindest im Vergleich zu den Büchern, die sonst auf dem Markt so angeboten werden. Wenn man einfach sein eigenes Buch in Händen halten möchte und sich an die Selbstvermarktung begibt (zum Beispiel, indem man die vergünstigten Autorenexemplare selber verkauft oder Lesungen abhält), ist das aber zumindest eine vergleichsweise günstige Lösung.

      Ich hatte die Hoffnung, dass andere ihre Erfahrungen zum Thema Self-Publishing hier einbringen könnten...Vielleicht hat ja jemand noch eine andere Idee am Start. Zum Beispiel, wie man komplett unabhängig ein Buch drucken lassen kann. Oder vielleicht hat sich jemand schonmal mit "Create Space" auseinandergesetzt...Das ist quasi die Veröffentlichungsvariante von gebundenen Büchern bei Amazon.

      Würde mich einfach mal interessieren...
    • Wenn man einem Verlag Geld in den Hintern schiebt, ist es doch aber kein Self-Publishing, oder? Man hat ja dennoch einen Verlag, der da seinen Namen drauf pinselt und schön die Kohle einsackt.

      Ich verstehe unter selbstverlegen eher: Das man das ganze Ding selbst druckt, binden lässt und dann verkauft, bzw. einen Buchhandel überredet es zu verkaufen. Alternativ es bei zum Beispiel Amazon als E-Book anbietet.

      Oder liege ich jetzt falsch? 8|

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
    • Rainbow schrieb:

      Ich habe es nicht explizit dazu geschrieben, aber ich fand es irgendwie selbsterklärend, dass es unseriös ist, wenn ein Verlag mehrere tausend Euro dafür berechnet, ein Buch zu veröffentlichen. Wenn man bei denen auf den Homepages guckt, erhält man aber meistens keine genauen Angaben.
      Es wäre aber besser gewesen, wenn du das gemacht hättest. So steht es einfach dort, aber nicht als abschreckendes Beispiel, sondern als Vorschlag für ein "Self-Publishing"... Wenn sich jemand damit nicht beschäftigt, und das für bare Münze nimmt, was hier steht, dann ist das sehr gefährlich.

      Rainbow schrieb:

      Wenn man einfach sein eigenes Buch in Händen halten möchte und sich an die Selbstvermarktung begibt (zum Beispiel, indem man die vergünstigten Autorenexemplare selber verkauft oder Lesungen abhält), ist das aber zumindest eine vergleichsweise günstige Lösung.
      Und eigentlich wollte ich mit meinem Rechenbeispiel zeigen, dass es eben genau das nicht ist. Aber soll jeder so machen, wie er meint. Ich kann nur davon abraten.^^

      Rainbow schrieb:

      Ich hatte die Hoffnung, dass andere ihre Erfahrungen zum Thema Self-Publishing hier einbringen könnten...
      Das ist kein Self publishing. Das sind Zuschussverlage :)

      Wobei es sicherlich mal interessant wäre sich rein über self publishing zu unterhalten. Polarfuchs macht das, und ich bewundere ihren Ehrgeiz, den sie dafür aufbringt.

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Irgendwie kann ich gerade keine Zitate mehr einfügen. Sch... Technik!
      @Rael: Naja, also, wenn Polarfuchs das Thema schon wo aufgreift, ist das ja wunderbar. Wie gesagt, mich interessieren einfach die Erfahrungen anderer...vielleicht wird es an anderer Stelle ja auch etwas professioneller behandelt, als ich das getan habe.

      Um keine Irritationen zu verursachen oder Leuten unseriöse Angebote zu unterbreiten ....(was nicht meine Absicht war), sollten wir dieses Thema dann abschließen oder einfach ganz löschen... :) @Jennagon, würdest du das dann übernehmen?

      Wo könnte ich denn dieses Thema finden, wenn Polarfuchs dazu schon was geschrieben hat?
    • @Rainbow
      Polarfuchs hat dazu keinen Thread gemacht. Es ist in Gesprächen und anderen Threads nur oft darüber gesprochen worden, dass sie Self-Publishing macht. Zum Beispiel hat sie gesagt, dass die in dem Rahmen einen Blogtour organisiert hat, um für ihr Buch zu werben. :)
      Einen richtigen Thread dafür könnten wir wirklich gebrauchen. Es wäre bestimmt spannend.
      [Schlaue, tiefgreifende Lebensweisheit]

      Nachdem ich jetzt schon einige Jahre hier bin, kann ich ja auch mal meine Geschichte in die Signatur setzen, oder? :D Mit Geschichten bin ich dann doch geschickter als mit Signaturen.
      Himmelsjäger [Neufassung]
    • Rainbow schrieb:

      @Rael: Naja, also, wenn Polarfuchs das Thema schon wo aufgreift, ist das ja wunderbar.
      Ich glaube nicht, dass es da schon nen Thema gibt, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Das sie selber aktiv ist, weiß ich, weil sie das öfter mal erwähnt hat.
      Mann kann diesen Thread sicherlich in einen Diskussionsthread wandeln, oder so. Das wäre ja auch das, was du machen willst, wenn ich dich richtig verstanden habe.

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Ich habe das Thema auf Wunsch erst einmal geschlossen, werde mich mit @Rainbow aber einmal kurzschließen, und eine Lösung finden, das Thema muss ja nicht gleich gelöscht werden.

      EDIT: Das Thema wurde von Rainbow überarbeitet und bezieht sich jetzt auf das allgemeine Bild der Selbstverlegung...
      Alles weitere im Startbeitrag

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
    • Hi Rainbow,

      schau dir mal meinbestseller.de an. Dein 280-Seiten-Buch würde bei denen 8,41 € kosten (Selbstkostenpreis) sowie 14,06 € im Laden. ISBN bekommst du dort auch. Kein Basispreis! Werbung machen sie allerdings nicht.
      Dann gibt´s noch createspace. Die sind auch richtig billig und haben viele Tools, die dir helfen, alles in die richtigen Formate zu bringen. Das will ich demnächst mal probieren. Leider alles auf Englisch, aber es klingt trotzdem nicht so schwer. Dort kannst du Leistungen dazubuchen, musst aber nicht.
      Es gibt jede Menge weitere Druckereien, die Book-on-demand anbieten. Bin gerade dabei, alle durchzuchecken.

      Liebe Grüsse
      Kirisha
    • Kirisha schrieb:

      schau dir mal meinbestseller.de an. Dein 280-Seiten-Buch würde bei denen 8,41 € kosten (Selbstkostenpreis) sowie 14,06 € im Laden.
      Krass. Das ist ja nochmal teurer, als bei Rediroma. Hier zahle ich 7,14 € pro gedrucktes Buch (laut meinem Vertrag) und im Laden kostet das Ganze dann 11,95 €. Und das finde ich schon viel...Es lohnt also, zu vergleichen...

      Create Space habe ich mir angesehen, es hat mich aber abgeschreckt, dass alles in Englisch beschrieben war. Bei reicht es gerade für "Guten Tag" und "Wie geht es dir". Wenn dann technische Einstellungen am PC in Englisch beschrieben werden, muss ich leider passen. (That`s the problem :) )

      Wenn du einen heißen Tipp hast wegen einer Druckerei, dann sag doch mal Bescheid....
    • Oder BoD.de
      Selbstkostenpreis zwischen 5,85 und 9,05 (je nachdem, wieviele Ex. du kaufen willst), Ladenpreis 9,99 €

      Du siehst, es gibt grosse Unterschiede.

      Ja, Createspace hat mich zuerst auch erschreckt wegen der sprachlichen Hürde. Aber eine Bekannte von mir veröffentlicht dort und bekommt gute Tarife. Und die Tools werden da, so wie ich gesehen habe, idiotensicher erklärt.
    • Ich persönlich bin tatsächlich eher positiv überrascht vom Selbstverlag.

      Ich habe mein Buch bei diversen Agenturen vorgestellt und eine von ihnen hat mich dirket angerufen. Sie fanden die Geschichte gut, meinten aber, sie sei zu lang. So habe ich ewig hin und her überlegt, was ich machen soll, habe versucht zu kürzen, aber 1200 Normseiten kriegt man nicht mal eben auf 500. So hätte ich die gesamte Geschichte neu schreiben müssen, um mehrere Bände mit jeweils auch einem Ende daraus zu machen und darauf hatte ich nun wirklich keine Lust.
      Also habe ich schließlich alles selbst gemacht. Als e-book und Taschenbuch fürs erste nur bei Amazon. KDP bietet da echt ganz gute Tools und man startet absolut ohne finanzielles Risiko in die ganze Sache. Die Preise kann man selbst festlegen und für das Ebook erhält man bis zu 70% Tantiemen.
      Ob sich das Buch dann auch verkauft ist natürlich ganz viel Glückssache, aber ich bin momentan ganz zufrieden. Kann das durchaus nur jedem weiter empfehlen, der von seinem Werk überzeugt ist, bereit nochmal jede Menge Zeit (oder Geld) in die Korrektur und das Cover zu stecken und bei den Verlagen nicht so recht reinkommt. :thumbsup:

      Von Zuschussverlagen würde ich aber die Finger lassen. Ein Freund von mir hat vor ein paar Jahren ein wirklich cooles Kinderbuch über einen Zuschussverlag veröffentlicht. Da der Verlag keine Werbung gemacht hat, hat er sich wirklich reingehängt, viele Lesungen organisiert, jedes WE durch Deutschland getingelt und soweit ich weiß, hat er seine Investition bis heute noch nicht wieder reingeholt.
      Ich selbst habe auch mal ein Manuskript (Im Grunde nur eine Kurzgeschichte) an einen solcher Verlage geschickt und prompt ein Angebot erhalten. 4000 Euro wollten sie haben, wenn ich recht erinnere und das im Grunde für ein Cover und ne ISBN-Nummer.
    • Hallo Aleon,
      du hast ein Taschenbuch mit 1200 Seiten drucken lassen? Cool. Wird das nicht irrsinnig teuer? Ich habe eine ähnliche Ausgangslage wie du, mein Manuskript hat sogar ca. 1500 Seiten. Deshalb habe ich es in 3 Bände unterteilt, was glücklicherweise von der Struktur her möglich war (hat natürlich trotzdem eine Menge zusätzliche Arbeit erfordert). Nun hole ich gerade Angebote ein, bei welcher Book-on-demand-Firma man das am günstigsten drucken lassen kann. Für ein Buch um die 300 Seiten bekommst du gute Preise, aber sobald du über 500 Seiten hast, schiessen die Preise durch die Decke. Also ich gehe mal davon aus, dass kein Mensch ein Buch von einer unbekannten Autorin kauft, wenn das dann über 20 Euro kosten soll. Oder hast du deine hauptsächlichen Einkünfte durch den Verkauf von e-Books?
      Hast du das Cover selbst gemacht oder hast du eine Adresse, wo man günstig schöne Fantasy-Bilder bekommt?
      Die Erfahrung mit Zuschuss-Verlagen habe ich auch gemacht, ich bekam ein Angebot, das mehrere 1000 Euro kosten sollte und als ich zögerte, das anzunehmen, schrieb mir die Dame: "Glauben Sie etwa nicht an Ihr Manuskript?" Da kam ich darauf, dass ich absolut an mein Manuskript glaube, aber ganz sicher nicht an diese Form der Veröffentlichung.
      LG
      Kirisha
    • Hallo Kirisha,

      da hast du ja nochmal rechtzeitig die Kurve gekriegt mit dem Zuschussverlag ;)

      Das Taschenbuch kostet tatsächlich 25 Euronen und ja ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es irgendwer kauft, abgesehen von Freunden der Familie^^
      Das eBook ist bedeutend günstiger und der größte Teil der Einnahmen stammt natürlich davon. Aber man sollte ich keine Illusionen machen. Von 4,5 Mio eBooks auf Amazon verkaufen nur die im Verkaufsrang ersten 10.000 überhaupt Bücher. Alle anderen sind praktische unsichtbar für den Leser, wenn er nicht direkt danach sucht. Und von diesen 10.000 können ich würde sagen, max. die ersten 500 von ihren Erlösen (zumindest zeitweilig) leben. Wobei die Community da selbst schuld ist, da die Bücher wirklich zum Spotpreis angeboten werden.
      Hinzukommt, dass natürlich auch das Finanzamt seine Hand aufhält bei jedem Cent, den du als Tantiemen bekommst. Was das angeht, samle ich gerade erste Erfahrungen...
      Bei anderen eBook Plattformen habe ich noch keine Erfahrung gesammelt, da ich bei Amazon-Select mitmache und daher vorerst nur bei Amazon verkaufen darf ;)

      Das Cover habe ich selbst gemacht, ja. Es gibt im Internet aber viele verschiedene Möglichkeiten, an ein Cover zu kommen. Z.b. gibt es da Plattformen, bei denen man das Cover quasi als Preisausschreiben machen lassen kann. Das ist relativ günstig. Aber ich denke, unter 200 Euro kommst du da auch nicht weg.

      Wenn du deine Bücher teilen konntest und es wirklich auch schöne Enden gibt, kannst du es doch auch über eine Agentur versuchen. Für mich wäre das die erste Wahl gewesen, aber ich konnte den Text eben nicht teilen....

      VG

      Aleon
    • Hi Aleon,

      ich bin froh, dass die Diskussion jetzt in Gang kommt...so hatte ich mir das vorgestellt :)
      Mich würde mal interessieren, welche Art von Erfahrung du mit dem Finanzamt gemacht hast.

      Aleon schrieb:

      Hinzukommt, dass natürlich auch das Finanzamt seine Hand aufhält bei jedem Cent, den du als Tantiemen bekommst. Was das angeht, samle ich gerade erste Erfahrungen...

      Mein Mann hat die Krise bekommen, als ich sagte, ich müsste jetzt eine Einnahmen-Ausgaben-Auflistung machen und das ganze Gedöns...vor allem für die paar Kröten.Grundsätzlich wird ja quasi nur ein Plus versteuert, oder? Wenn ich also gaaaanz viele Ausgaben hatte (sagen wir mal für Covergestaltung, für den Verlag,...) dann müsste ich doch eigentlich aus dem Schneider sein. Oder? Bitte sag, dass es so ist... Mein Mann bringt mich sonst um. Ahhhhh!

      Viele Grüße,
      Rainbow
    • Bis zu einer bestimmten Ertragshöhe zählt man als Kleinunternehmer und brauch weder eine ausführliche Einnahme-Ausgaben-Rechnung machen, noch Steuern abführen. Ich denke @Phi kann da eher was dazu sagen. Ich weiß nur, dass es diese Regelung gibt, aber nicht wie die Details sind.
      „Art, like morality, consists of drawing the line somewhere“
      - G.K. Chesterton

      Skadi zeichnet Skadilöse BücherSkadi bloggt
    • Das ist ein wirklich komplexes Thema, vor allem bei den Selfpublishern (hier unterscheidet sich die steuerliche Behandlung sogar je nachdem, bei welchem Anbieter man seine Bücher vertreibt).

      Grob gesagt: Die Einkommensteuer ist ziemlich leicht. In der "Anlage S" euren Gewinn angeben, bei Verlust lieber rauslassen (wobei das auch drauf ankommt). Eine kurze Excel-Tabelle dazu erstellen mit Einnahmen-Ausgaben, fertig. Trotzdem bitte nicht auf die leichte Schulter nehmen, vor allem bei Gewinnen!

      Das schwierige ist die Umsatzsteuer. Hier kommt es auf so viele wenns und abers an: Seid ihr Kleinunternehmer? Habt ihr das auch angegeben? Wie sehen eure Honorarabrechnungen aus? Bei welchem Anbierter vertreibt ihr eure Bücher? Verkauft ihr nur Bücher oder weitere "Fanartikel"?

      In jedem Fall würde ich euch einen Steuerberater empfehlen, auch wenn das natürlich viel Geld kosten kann. Aber es gibt - vor allem in der Umsatzsteuer - leider so viele Stolperfallen, bei denen man alles grundlegend falsch machen kann. Natürlich, vielleicht fällt es dem Finanzamt nie auf, aber vielleicht...?


      Sometimes, you read a book and it fills you with this weird evangelical zeal, and you become convinced that the shattered world will never be put back together unless and until all living humans read the book.