Selbst Kritiken schreiben

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ehrlich, wenn mir jemand sagt "dein Text ist Scheisse" dann hat er/sie keinen Anstand.
      Warum ich das sage? Ganz einfach, der hat sich noch nie in etwas verliebt und eigene Geschichten mag man, zu dem Zeitpunkt wo man sie schreibt. Das kann eine Reflexion einer Situation sein, einfach der Gedanke den man schon ein halbes Jahr hat usw.

      Wenn nun jemand einfach einen Verriss schreibt, dann gibt er/sie sich keine Mühe. Nicht jede Geschichte ist gleich der Bringer, manche werden erst mit der wiederholten Besprechung und Korrektur wirklich toll.
      Uralt, aber immer noch komisch.
    • Ich kritisiere unglaublich gerne. Ob es nun Geschichten oder Filme sind. Ich habe ein sehr genaues Auge, wenn es um soetwas geht und erachte es als sehr wichtig, den Schöpfer des Werks zu loben... oder eben das Gegenteil zu machen... leider bin ich gleichzeitig sehr faul oder habe sofort Gewissensbisse, wenns ins negative geht. Entweder ist mir die Anstrengung, eine genauere Analyse zu schreiben zu... anstrengend, oder ich habe Angst, jemanden mit meinen manchmal sehr harten Worten zu verletzen. :D Deshalb kommt dann meistens ein kleines... Zwischending heraus. Ein knapper Text, in dem ich meine Begeisterung ausdrücke... Oder ein knapper Text, in dem ich auf einige Fehler hinweise, jedoch recht ungenau, um nicht offensiv zu wirken. :thumbup: ein Gewinn für beide Seiten. Ich helfe den Leuten so mit ihren Geschichten (darum geht es schließlich) und muss mich dabei nicht schlecht fühlen.

      :hi1:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tnodm0309 ()

    • /unterschrieben.

      Mir geht es genauso. Wenn ich einen fremden Text lese, kommen mir verdammt üble Gedanken wie: "Diese Formulierung ist ja wohl voll für die Tonne" oder "Neneneee, das geht ja wohl gar nicht" oder "Da hätte ich wohl besser XYZXYZXYZ geschrieben, trifft es voll wie Arsch auf Eimer" und eben so etwas. Natürlich hätte man alles besser gemacht, und es juckt in den Fingern, diesem Menschen da mitzuteilen WIE ER SEINE GESCHICHTE VERDAMMT NOCHMAL zu schreiben hätte.
      Stop!
      Dieser Mensch, dessen geistiges Eigentum ich da vor mir habe, hat seine eigenen Vorstellungen davon, was er ausdrücken möchte und wie er es tut. Ich habe nicht das Recht, seine Geschichte zu der meinen machen zu wollen. Und ihm vorzuwerfen, er hätte Mist gebaut, nur weil seine Intentionen mit den meinen nicht kompatibel sind.
      Deshalb versuche ich stets, mich in die Gedankengänge dieses Menschen, dem ich ja helfen möchte, hineinzuversetzen und das Ganze MIT SEINEN AUGEN zu sehen, ehe ich den Finger auf irgend etwas lege das mir an seinem Text echte Probleme bereitet.
      Erfolg natürlich pure Glücksache ...
      Adler erheben sich in die Lüfte
      aber Wiesel werden nicht in Flugzeugturbinen gesogen
    • Ich finde, dass man ein wenig unterscheiden könnte. Bei technischen Fehlern (Zeichensetzung etc.) kann man ohne besonders rücksichtsvoll zu sein, einfach klar sagen, dass ein "das" an der einen Stelle eben mit einem, an einer anderen Stelle eben mit doppeltem S geschrieben wird. Das sollte keiner persönlich nehmen. Das erlaubt natürlich nicht, jemanden persönlich zu kritisieren, es macht natürlich einen Unterschied, ob ich "An Zeichensetzung und Rechtschreibung kannst du noch arbeiten" oder "Du kannst ja nicht mal die Wörter richtig schreiben" als Feedback gebe. Ich bin stark dafür, konstruktiv auf den Text einzugehen.

      Der zweite Bereich ist dann eher der Inhalt der Geschichte. Auch hier kann man sachlich auf Merkwürdigkeiten, Unverstandenes und logische Fehlschlüsse und Lücken hinweisen. Genauso kann man sachlich sagen: "Mir gefällt die Geschichte nicht, weil ich nicht so auf Splatter / ... stehe." Auch das sollte man bei anderen tolerieren (selbst wenn man als Autor gerade der Meinung ist, dass die eigene Splatter-Geschichte so unglaublich gut ist, dass sie jeder in den Himmel loben müsste; Geschmäcker sind nun mal verschieden).

      Und ja, ich neige auch dazu, während der Kritik eher schreiben zu wollen, wie ich das geschrieben hätte. Das würde mir natürlich besser gefallen... Aber das ist nunmal nicht der Punkt. Es geht ja darum, einem anderen Menschen zu helfen und sich mit ihm (auch) über seine Bedürfnisse, Wünsche, Ziele etc. auszutauschen. Da bringt es nichts, wenn man versucht anderen seinen eigenen Geschmack aufzudrängen. Außer vielleicht, dass bald keiner mehr Lust hat überhaupt etwas zu kommentieren oder überhaupt eine Geschichte zu posten.

      Was Verrisse angeht: eigentlich hat @Rael schon alles dazu gesagt. Was ich noch ergänzen möchte ist, dass Verrisse häufig ja bewusst polemisch, ironisch und vielleicht sogar verletztend* geschrieben werden. Allerdings werden sie über veröffentlichte Werke geschrieben, also über Werke, bei denen der / die Urheber*in vorher sagt: "Jawohl, diese Werk ist fertig, so muss es sein!" Im Forum sehe ich eher den Austausch über unfertige Werke im Vordergrund, bei denen jeder nach einingen Kommentaren darüber nachdenkt und Verbesserungsvorschläge befolgt oder bewusst in den Wind schlägt. Es handelt sich also um "work in progress". Diese mögliche Entwicklung sollte man nicht durch einen Verriss im Keim ersticken.


      *was an sich eigentlich ein Unding ist!
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • @Asni Das stimmt, bei den meisten käuflichen Romanen steht schon der Verlag in der Verpflichtung. Daher ist es auch irgendwie unpassend nur den Autor zu verreisen. Eigentlich müsste man dem Verlag eine Mitschuld geben , schließlich kassiert er am meisten. Doch die Kritik muss der Autor einstecken.

      Hier im Forum stellt man die Werke doch ein, weil man sich doch eben nicht Hundertprozentig sicher ist? Daher sollte man auch etwas taktvoll sein.
      Uralt, aber immer noch komisch.
    • Formorian schrieb:

      Natürlich hätte man alles besser gemacht, und es juckt in den Fingern, diesem Menschen da mitzuteilen WIE ER SEINE GESCHICHTE VERDAMMT NOCHMAL zu schreiben hätte.
      So geht es mir oft xD ich versuche das in meine Kritik einfließen zu lassen, indem ich sage, was dieser Abschnitt in mir auslöst. In meinen Augen ist Schreiben (und Lesen) Kommunikation zwischen Autor und Leser. Der Schriftsteller will ja etwas vermitteln, und idealerweise kommt das auch beim Leser an.

      Wenn ich als Leser und Kritiker den Eindruck habe, dass hier etwas stilistisch seltsam/falsch formuliert ist und in mir die falsche Emotion, das falsche Bild auslöst, beschreibe ich dieses Bild dem Autor und versuche zu erklären, warum es für mich falsch wirkt/klingt. Dazu sage ich aber, dass er meinen Hinweis getrost ignorieren kann, wenn ich falsch liege.

      Dazu kommen völlig verwurstete Sätze, die seltsam zusammengeschustert sind und auch beim dritten Mal lesen keinen Sinn machen. Oder schlicht unschön, unelegant und unüberlegt formulierte Absätze oder weiß der Kuckuck, wo ich auch gerne mal nen Ratschlag hinterlasse, wie sich das netter lösen ließe. Nimms an oder lass es bleiben, entwickel meinen Vorschlag weiter, was weiß ich.

      Sowieso sollten sich manche Autoren hier mehr zu Herzen nehmen, dass es sich um MEINUNGEN handelt (außer bei Technikdingen wie Grammatik). Ich habe bei meinen Texten immer mal wieder Stilistische Kritiken drin, mit denen ich einfach nicht übereinstimme. "Ich hätte das da anders formuliert." Ich halt nicht, mir passt es, wie es ist, und es bleibt so, ist schließlich mein Text. Dennoch bin ich dankbar für den Hinweis, dankbar für die aufgewendete Zeit.

      Ich sage oft, dass mein Opfer :spiteful: die Hinweise in den Wind schießen soll, wenn er/sie nicht damit übereinstimmt. Und ich denke immer noch, dass hier viele gut gemeinte Kritiken viiiiiel zu persönlich genommen werden.

      "You know what the big problem is in telling fantasy and reality apart? They're both ridiculous."

      - Twelve

    • Wer bin ich? Wer gibt mir das Recht, darüber zu befinden, ob ein Text gut oder schlecht ist?

      Man kann doch nur äußern: Der Text gefällt mir nicht. Alles andre ist in meinen Augen doch Anmaßung. Und das ganz besonders dann, wenn im Vorfeld bereits ein paar etliche Kommentare lauten: Gut, schön, intressant... Vielleicht lieg ich ja quer mit meinem Geschmack (was hochwahrscheinlich ist)?

      Mir gehts grade so mit einem Text hier im Forum. Ich hab nicht übel Lust, dort drinnen rumzuredigieren. Ich tus nicht. Andererseits wäre mir ein Hinweis a'la "Mit Kommasetzung hast Du's nicht so, oder?" verlogen... weils nicht der Hauptgrund ist, warum ich die folgenden Kapitel nicht lesen werde.

      Ich weiß, ich bin neu hier (gugg: Es glänzt nochn bissle!). Und die Chance, dass meine Texte meilenweit neben der hier üblichen Spur liegen, ist durchaus vorhanden. Deshalb werd ich noch etliches Stöbern, ehe ich meine Texte hier her lege. Ich fürcht nämlich, dass ich das Quietschentchen aufm Schokokuchen bin. Ganz nett zwar, aber unpassend.

      CT
      Aus aktuellem Anlass:

      Ich möchte bitte keine LIKEs mehr haben! ^^
      Wenn Dir mein Beitrag hier und anderswo gefällt, schreibs mir einfach. :danke:
    • Cory Thain schrieb:

      Wer bin ich? Wer gibt mir das Recht, darüber zu befinden, ob ein Text gut oder schlecht ist?

      ...

      Guter Einwurf von Neuling Cory Thain,

      jeder hat das Recht. Wir haben Meinungsfreiheit.
      Anmaßend wäre es, wenn man sich selbst zu einem Propheten aufschwingt, um der Welt zu verkünden,
      wie es von nun an laufen soll. Das wird zwar immer mal versucht, aufgrund einer narzisstischen Verblendung,
      doch schaffen kann man es nie.
      Ein Kritiker sagt, was mit dem Text los ist, und zwar ganz aus eigener Sicht. Kein Kritiker soll den Anspruch haben, dass alles von ihm übernommen werden soll. Die Narzissten sehen das anders, die wollen keine Kritik, sondern vergöttert werden und dulden keine neben sich.
      Es geht um Ergänzung, weil wir die Dinge unterschiedlich wahrnehmen.
      Ich muss kein Koch sein, um zu sagen wie es schmeckt.
      Phantastik bietet uns einen gigantischen Spielraum, ich kann mir nicht vorstellen, dass von Cory Thain etwas unpassend wäre.
      In einem Krimiforum hätten Drachen Flugverbot.
      Auch in der Kritik gibt es verschiedene Stile die, wie die Kunstwerke, nicht immer ankommen.
      Wer auf Kritik null Bock hat, gibt es gleich in seiner Präsentation bekannt, ansonsten geht´s rund.
      Kritik nehmt man an oder lässt es bleiben. So einfach ist das.

      Gruß Mad Bull 8)
      333 halfevil
    • Miri schrieb:

      ...
      Ich finde aber, man sollte auf sein gegenüber achten - wenn man es kennt. Wenn man weiß der Autor verkraftet sowas - okay. Andersfalls auf keinen Fall.
      Zudem bin ich immer noch ein Freund davon höflich und respektvoll zu bleiben und ein Verriss ist genau dieses nicht. Du kriegst als Autor in einem ellenlangen Text vorgehalten, dass sowieso alles Scheiße ist, was die geschrieben hast (Auch wenn Inhalt im Verriss drin ist). Bei einem Verriss wird sich oft einfach im Ton vergriffen, weswegen ich die einfach unter aller Sau finde.

      Hallo Miri,

      bitte nicht böse sein, doch leider kann ich das nicht so stehen lassen.
      Es ist mir klar, dass man Verrisse für eine reiißerische Show missbrauchen kann.
      Bei mir gibt es ein Verriss, wenn das Werk von mir auf Note fünf steht und ich genau begründe warum schlecht gearbeitet worden ist.
      Beleidigungen werden es keine geben. Einen Beweis für schlechte Arbeit sehr wohl.
      Wenn also einer Müll am laufenden Meter produziert, sollte es auch entsprechende Antworten geben.
      Solange man beim Text bleibt und nicht anfängt über Dinge zu diskutieren, die mit dem Werk nichts zu tun haben.
      Ich kann einen derartigen geben und hinterher mit dem selbem Autor einen Kaffee trinken gehen.
      Niederlagen könnnen sportlich weggesteckt werden. Warum soll nicht auch unter uns Autoren so laufen können?

      Grüsse
      333 halfevil
    • Mad Bull schrieb:

      Ich kann einen derartigen geben und hinterher mit dem selbem Autor einen Kaffee trinken gehen.
      Niederlagen könnnen sportlich weggesteckt werden. Warum soll nicht auch unter uns Autoren so laufen können?
      Mit wievielen hier bist Du so vertraut, dass Du mit ihnen jederzeit einen Kaffee trinken gehen kannst?
      Wie gut kennst Du jeden Einzelnen, um beurteilen zu können was er fähig ist wegzustecken?
      Die Argumentation in deinen Postings hört sich wirklich klug und vernünftig an.
      Nur leider kommt sie mir vor wie die Klugheit und Vernunft einer Maschine.
      Adler erheben sich in die Lüfte
      aber Wiesel werden nicht in Flugzeugturbinen gesogen
    • Wir leben in einer Zeit, in der Maschinen immer mehr voranschreiten, werter Formorian.
      Da wir ihre Väter sind, ist auch ein Teil von uns von rationell-machineller Art.
      Ich bin mit den Schreiberei soweit vertraut, dass ich weiß, dass ein paar von uns ernste Ambitionen besitzen,
      Ambitonen ihr Können immer mehr voran zu treiben. In so vielen Literaturforen habe ich sie sehen können.
      Warum soll das hier anders sein?
      Mit der Zeit lernt man sich sowieso immer mehr kennen.
      Es geht darum endlich zu lernen, dass bestimmte Übel zum Leben einfach dazu gehören.
      In dem man es anspricht und diskutiert, werden die Übel immer vertrauter und es könnne damit immer leichter hantiert werden.
      Wollen wir hier nur Spassgesellschaft haben, ist das auch okay, Formorian.
      Aber die Entwicklung wird dadurch verlangsamt. Ich jedenfalls ziehe es vor ab und zu mal vor einen versauten Tag zu haben.
      Das ist immer noch besser, als ein versautes Leben.
      In aller Bescheidenheit, ich besitze bereits praktische Erfahrung auf diesem Gebiet.
      Ich kann mit dem schärfsten Kritiker einen Kaffee trinken. Und warum?
      Ich habe Aufklärung, wie auch aus Verrissen Gewinn gezogen wird.
      Am Anfang wollte ich solchen Typen gleich auf die Fresse geben, bis ich lernte, welche Vorteile solch ein Ärger bringt.
      Nicht zu vergesseen:
      Zeit ist Geld. Ganz gleich, wie schlimm die Kritik sein wird, es nimmt sich einer Zeit, mit dem Rsiko sich trotzdem unbeliebt zu machen.
      Ich halte jedenfalls nichts von oberflächlichen Spassgesellschaften. Gerade heute hat sich wieder ein Leser bei mir beklagt nicht gutes finden zu können. Ich bin hier um zu arbeiten und bin bereit zu zahlen für das, wonach anspruchsvolle Leser verlangen.
      Sehen wir es doch mal so: Es werden immer mal Stimmen von Zeit zu Zeit lauter, das ein gutes Buch einer Schatzsuche gleich komme ...
      Vielleicht könnten wir eines Tages sagen: "Schau mal beim Fantasy-Geschichten-Forum vorbei."

      Grüsse :)
      333 halfevil

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mad Bull () aus folgendem Grund: Leichtsinnsfehler

    • Mit dieser Einstellung könntest Du es in Japan sicher weit bringen.
      Rackern ohne Spaß an der Sache? Perfekt werden? Gibt es soetwas überhaupt: Perfektion?
      Wer könnte sich ernsthaft anmaßen, irgendetwas perfekt zu nennen?
      Oder Scheisse?
      Dies ist und bleibt das Vorrecht dessen, der es schuf.
      Und ich würd nen Teufel tun, jemandem vorzuschreiben wie er FÜR MICH zu schreiben hätte.
      Adler erheben sich in die Lüfte
      aber Wiesel werden nicht in Flugzeugturbinen gesogen
    • @ Mad Bull
      Du scheinst mir ein ganz harter Knochen. Im Einstecken wie auch im Austeilen. Aber vielleicht muss Dir ab und an jemand erklären, dass nicht alle Menschen so sind wie Du. (Wär ja auch langweilig (noch langweiliger wären dann nur noch lauter "Corys" ;) ))

      Für manche ist "perfekt" bereits ein grammatikalisch korrekter Satz, unabhängig davon, ob der nächste dazu passt. Und andere wieder meinen, nur in makeloser Schönheit Perfektion zu sehen. Und wieder andre brauchen Makel über und über, um Perfektion zu deuten...

      Wer bin ich, und wer bist Du, dass wir uns erdreisten dürfen, unsere ureigensten Maßstäbe an andre anzulegen und nur die gelten zu lassen, die dem entsprechen? Und: Warum sollte ich bitte Deinen Maßstab vor meinen stellen? Oder Du den meinen vor Deinen? Der Mensch an und für sich ist nun mal unterschiedlich. Geschmäcker sind verschieden und die gott-gegebenen Talente auch. Ein altes Sprichwort sagt:

      Nutze die Talente, die Du hast. Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.

      Darf ich nicht mehr zeichnen, weil ich darin nicht perfekt sein möchte, sondern nur fürn Spass den Stift schwinge? Nicht mehr singen, weil ich keine göttliche Stimme mein Eigen nenne? Nicht mehr schreiben, weil ich ab und an ein Komma übersehe? Muss ich alles, was ich gern tue, bis zur Überspitzung üben und trainieren, bevor ich mich an die Öffentlichkeit waage? Und ehe ich nicht Eislaufe wie Jayne Torvill (oder hieß die Torvell???) darf ich keinen Bolero mehr tanzen...?
      Aus aktuellem Anlass:

      Ich möchte bitte keine LIKEs mehr haben! ^^
      Wenn Dir mein Beitrag hier und anderswo gefällt, schreibs mir einfach. :danke:
    • Cory, Formorian,

      da rennt ihr bei mir offene Türen ein.
      Schreib- wie Kritikstile sind verschieden und kommen mal gut oder weniger gut an.
      Deswegen bestehe ich darauf, dass ein Kritiker stets in eigener Sache spricht, sonst kann ich ihn nicht ernst nehmen, sorry. :(
      Er hat nicht das Recht, dem anderen zu sagen wie es in der Schreibe zu laufen hat.
      Klar, manch einer sieht das etwas verbissener an, und auch ich fragte mich auch mal, ob ein typischer Japaner noch Spass hat.
      Letztes war meine damalige Regiesseurin in Land der aufgehende Sonne, und sie konnte es bestätigen, dass sie in dem was sie tun sehr konsequent sind. Auch Höflichkeit und Hilfsbereitschaft sind dort im öffentlichen Leben keine fremden Begriffe. Vieles in Japan ist in Ordnung und ihr Fleiss ist vorbildlich. Und ja, ich könnte mich dort wohlfühlen.

      Und ja Corin, jeder sollte den Mut zum eigenen Stil haben. Ich finde es toll wie du auf deine eigene Art Farbe bekennst.
      Ja, die Wälder wären still, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden. Das hast du schön geschrieben. :)

      Grüsse
      333 halfevil

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mad Bull () aus folgendem Grund: Leichtsinnsfehler

    • Mad Bull schrieb:

      Miri schrieb:

      ...Ich finde aber, man sollte auf sein gegenüber achten - wenn man es kennt. Wenn man weiß der Autor verkraftet sowas - okay. Andersfalls auf keinen Fall.
      Zudem bin ich immer noch ein Freund davon höflich und respektvoll zu bleiben und ein Verriss ist genau dieses nicht. Du kriegst als Autor in einem ellenlangen Text vorgehalten, dass sowieso alles Scheiße ist, was die geschrieben hast (Auch wenn Inhalt im Verriss drin ist). Bei einem Verriss wird sich oft einfach im Ton vergriffen, weswegen ich die einfach unter aller Sau finde.
      Hallo Miri,

      bitte nicht böse sein, doch leider kann ich das nicht so stehen lassen.
      Es ist mir klar, dass man Verrisse für eine reiißerische Show missbrauchen kann.
      Bei mir gibt es ein Verriss, wenn das Werk von mir auf Note fünf steht und ich genau begründe warum schlecht gearbeitet worden ist.
      Beleidigungen werden es keine geben. Einen Beweis für schlechte Arbeit sehr wohl.
      Wenn also einer Müll am laufenden Meter produziert, sollte es auch entsprechende Antworten geben.
      Solange man beim Text bleibt und nicht anfängt über Dinge zu diskutieren, die mit dem Werk nichts zu tun haben.
      Ich kann einen derartigen geben und hinterher mit dem selbem Autor einen Kaffee trinken gehen.
      Niederlagen könnnen sportlich weggesteckt werden. Warum soll nicht auch unter uns Autoren so laufen können?

      Grüsse

      Also meiner Meinung nach besteht zwischen einer sachlichen und begründeten Kritik für schlechte Arbeit und einem Verriss immer noch ein Unterschied.
      Meiner Definition nach, ist ein Verriss doch irgendwie immer polemisch, unsachlich, hat also nicht das Ziel den Autor bzw. sein Werk zu kritisieren, um eine Verbesserung herbeizuführen, sondern ist doch letztlich meist eine reine Selbstinszenierung des Verfassers und eine Bloßstellung des Gegenübers.

      Das kann natürlich den gleichen Effekt haben, ist aber denke ich gerade bei jungen Autoren sehr kontraproduktiv.
      Und hier geht es ja schließlich um "Schreiben lernen".
      Wenn mir meine Lehrer jedes Mal gesagt hätten "Du bist scheisse", wenn ich etwas nicht wusste, hätte mich das vermutlich nicht sonderlich angespornt. ;)

      LG
      Rika
    • Nun, ein Verriß bedeutet ja nicht automatisch "DU bist Scheiße!"
      Verriß ist es auch schon mit der Formulierung "DAS ist Scheiße!"

      Weil wirklich komplett durch und durch müllig ist nur selten etwas...

      Wenn man nicht in der Lage ist, "Gutes" zu sehen, bedeutet es ja nicht, dass es nicht da ist.
      Aus aktuellem Anlass:

      Ich möchte bitte keine LIKEs mehr haben! ^^
      Wenn Dir mein Beitrag hier und anderswo gefällt, schreibs mir einfach. :danke:
    • Cory Thain schrieb:

      Nun, ein Verriß bedeutet ja nicht automatisch "DU bist Scheiße!"
      Verriß ist es auch schon mit der Formulierung "DAS ist Scheiße!"

      Weil wirklich komplett durch und durch müllig ist nur selten etwas...

      Wenn man nicht in der Lage ist, "Gutes" zu sehen, bedeutet es ja nicht, dass es nicht da ist.
      Erstmal, sorry!
      Ich war der Überzeugung mich im "Schreiben lernen"-Thema zu befinden, habe also den Beitrag im Kontext zu Schreibanfängern gelesen und verstanden.

      Deshalb im Bezug hierauf:
      In den meisten Fällen geht es dann schon in Richtung "Du bist Scheisse!"
      Ich meine, in welcher Absicht schreibt man denn einem jungen Autoren einen Verriss? Um zu helfen? Um zu belehren? Sicherlich nicht, außer man hat ein soziales Defizit.
      Wenn man die Absicht hat Hilfestellung zu leisten, was hält einem dann also davon ab eine konstruktive Kritik zu verfassen, also sachlich auf Fehler, Ungereimtheiten, etc. hinzuweisen?

      In meinen Augen ist ein Verriss eine reine Selbstinszenierung, in der sich der Verfasser über den Autor stellt, sein Werk zerstört und sich mit diesem Mittel letzten Endes über ihn lustig macht. Das ist nicht nur anmaßend sondern auch verwerflich.

      Ich werfe hier jetzt niemandem vor, dass er die Geschichten junger Autoren verreißt, auf gar keinen Fall.
      Ich beschreibe hier allerdings kein Phänomen aus einer Märchenwelt. Ich habe durchaus bereits Verrisse von Geschichten gelesen, deren Autoren zum Teil jünger waren als ich selbst. Und sowas geht einfach gar nicht.

      Man kann jetzt natürlich darüber diskutieren, ab wann ein Verriss hingegen "ok" ist. Ab einem bestimmten Alter? Einer bestimmten Berufserfahrung? Ab dem Status eines Bestsellerautors? Aber das ist ja wieder ein anderes Thema.

      LG
      Rika
    • Hallo Fantasy-Geschichten-Forum, :)

      in diesem Posting geht es um die Herangehensweise.
      Ich mache mir bei längeren Texten Notizen und teile es kleinere Stücke auf.
      Besonders bei den anstrengenden versuche ich nicht alles an einem Abend zu schaffen.
      Also ruhig mal auch etwas vertagen. ;)
      Bei meinen alten Kritikforum haben wir so im Schnitt 10000 Zeichen bearbeitet.
      Bei abgeschlossenen Kurzgeschichten waren es auch mal 20000.
      Unseren Anfängern empfehle ich bei wirklich schlechten Texten erstmal mit ca. 3000 zu beginnen.

      Des weiteren lese ich die Kritiken der anderen erst, wenn ich mit meiner eigenen fertig bin.
      Selbst wenn auf Fehler doppelt oder mehrfach hingewiesen wird.
      Da greift die wichstigste Regel ganz in eigener Sache zu sprechen.

      Auch empfiehlt es sich Dinge zu kritisieren, die einem gerade zu anspringen.
      Wer es genauer mag, kann auch eine Zweitkritik verfassen;
      wo auch zwischen den Zeilen gelesen wird.

      Vale 8)
      333 halfevil
    • Hi @Mad Bull

      Gute Kritiken zu schreiben lernt man doch am besten am "Guten Beispiel" und weniger an theoretischen Abhandlungen.

      Na dann mal los :)
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Ich hab gerade nach einer Möglichkeit gesucht, allen "Neuankömmlingen" hier im Forum Mut zu machen, auch andere Geschichten hier im Forum zu lesen und - wichtig - einen Kommentar da zu lassen.

      Ich habe gerade nochmal @Skadis Eröffnungspost gelesen und darauf hab ich in meinem letzten Kommentar noch nicht geantwortet... ... ich nutze die Gelegenheit mal dafür:

      Skadi schrieb:

      für wie wichtig haltet ihr es bezüglich eurer eigenen Schreibfähigkeiten und Texte, anderen Kritiken zu schreiben? Ist es für den eigenen kreativen Prozess und Entwicklung notwendig, dass man sich auch mit den Texten von anderen auseinandersetzt? Nutzt ihr persönlich das Kritisieren (oder sagen wir auch Kommentieren, um auch die positiven Aspekte nicht auszuschließen) als Lernmethode und für neue Denkanstöße?
      Für mich ist eine Kritik schreiben meistens auch ein Meinungsbildungsprozess. Wenn ich mir vornehme, zu einer Geschichte mehr zu sagen als "Da gehört ein Komma hin", dann muss ich mir eine Meinung dazu bilden. Einen Like abzugeben ist leicht, bringt aber eigentlich niemandem etwas. Der Autor weiß nicht, ob die Geschichte insgesamt gefällt oder nur der Schluss überrascht hat oder vielleicht auch nur ein Charakter sympathisch ist. Und der Liker (?) hat auch nix davon, weil er sich womöglich gar keine Zeit genommen hat, sich eine fundierte Meinung zu bilden. Demnach sind Likes zwar schön, aber weiterbringen tun sie niemanden.

      Das Kommentieren bringt mir häufig, dass ich zunächst zusammenfasse (nur im Kopf), worum es in der Geschichte geht, welche Charaktere auftauchen, was passiert, etc. Dann frage ich mich, was davon mir gefallen und nicht gefallen hat. Wenn ich das dem Autor mitteile, dann weiß er mehr als vorher und das ist sicher gut für ihn, denn damit kann er vielleicht arbeiten oder zumindest seine Geschichte, seinen Schreibstil etc. besser einschätzen. Die nächste Stufe wäre dann, dass ich mich an den Stellen, die mir weniger gefallen haben, überlege, was man sonst noch hätte machen können, was Alternativen sind. Und ab da bringt das Schreiben einer Kritik die eigene kreative Entwicklung weiter. Anstatt eine ganze Geschichte zu planen und eine Vielzahl von Ideen haben zu müssen (was ja durchaus überfordernd sein kann), kann ich ganz isoliert an einer Stelle kreativ werden, während alles andere fix bleibt. Das ist aus meiner Sicht eine gute Übung.
      Bei mir kommt es immer wieder vor, dass ich mir während des Schreibens eines Kommentars denke, das ich gerade ne geniale Idee für eine Geschichte hätte (was bisher aber noch nicht so war xD ). Insofern motiviert mich das Kommentieren auch, denn Lesen von anderen Geschichten und aktives Auseinandersetzen mit ihnen regt einfach das Gehirn an und bringt neue Ideen. Und wenn man sich selbst dazu zwingt mehr zu sagen als "Das gefällt mir", dann trainiert man auch die eigene Ausdrucksfertigkeit und Sprache. Aber - das muss ich auch eingestehen - es ist auch anstrengender als bloß den Like-Knopf zu drücken. Dafür können alle hier im Forum davon profitieren.
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]