• Das auch Gegenstände in die Unterwelt kommen wenn die kaputt gehen finde ich einen sehr ungewöhnlichen Aspekt... oder wurd das ggf. nur konstruiert das es einen Grund für die ganze Geschichte gab?

    So wie ich das verstanden habe, ist Gilgamesch die Trommel ganz wortwördlich in die Unterwelt gefallen. Sie wurde wohl als physischer Ort gedacht. Und Enkidu stieg auch leiblich hinab, aber weil er den Rat seines Königs ignorierte, wurde er dort unten getötet.

  • Juhu! Ich konnte es endlich lesen :D
    so eine wundervolle Geschichte. So toll geschrieben :love:
    Sie ist noch viel viel besser, als ich erwartet hätte.


    Etwas verwirt mich nur, dass manche Tafeln so lang sind, andere dagegen ziemlich kurz :hmm:


    Die letzte Tafel ist tatsächlich etwas seltsam. Warum hält sich Enkidu nicht an den Ratschlägen?
    Und ein richtiges Ende scheint diese Tafel auch nicht zu haben. Sehr seltsam, in der Tat.


    Bezüglich Noah:

    Das nächste Mal ließ ich einen Raben hinaus. Er kam nicht wieder.

    HA! Wusste ichs doch, dass Raben und Krähen viel besser sind als Tauben :rofl:
    Eine Sinflut soll es tatsächlich gegeben haben. Es gibt viele Forscher, die auch nach einer Arche suchen. Ob sie nun von Noah oder Utmapischrim gebaut wurde sei mal dahingestellt. Das mittelmeer war eine Zeitlang ja auch ausgetrocknet. Klick misch! :D
    Die meisten gehen aber davon aus, dass es mit dem Schwarzen Meer zu tun hat. Klick auch misch ;D oder Klick halt misch ^^ . Im zweiten Link wird sogar auf das Gilgamesh Epos verwisen <3



    Ein großen, herzlichen Dank, Windweber!


    Endlich konnte ich in eine meiner liebsten antike Erzählungen eintauchen. :danke:

    (Neues Bild kommt iwann)

    Genesis: Sie ist Azathoth, das amorphe Chaos in der zentralen Leere
    Josh: Meine Prophetin!

  • Etwas verwirt mich nur, dass manche Tafeln so lang sind, andere dagegen ziemlich kurz


    Und ein richtiges Ende scheint diese Tafel auch nicht zu haben. Sehr seltsam, in der Tat.

    Die Antwort auf beide Fragen ist: Kaputt! Die Platten lagen Jahrhunderte in einstürzenden Ruinen und im WÜstensand, sind zerbrochen und abgeschliffen. Darum fehlt bisweilen einfach etwas. Aber ich finde, die ersten 11 Tafeln ergeben immer noch eine tolle, in sich geschlossene Geschichte. Da haben wir Glück gehabt. :D

  • Ich konnte gerade tatsächlich einen ruhigen Moment abpassen und mir die 12. Tafel durchlesen.


    Also, ich finde Enkidu richtig cool. Er erinnert mich irgendwie an ein trotziges Kind.So nach dem Motto: "Nein, ich ziehe meine Jacke nicht an. Auch wenn es draußen -10 Grad sind!" Am übernächsten Tag ist dann eine schlimme Grippe angesagt ... nur, dass es in Enkidus Fall der Tod war, den er in Kauf genommen hat. Ein verrückter Typ... und ein Rebell :)


    Sehr geil finde ich die Fragen nach den Toten mit den Kindern. Scheinbar ist man von Glück gesegnet, wenn man viele Nachkommen hat, die um einen trauern. Mann, dann stehe ich ja gar nicht so schlecht da, mit meinen beiden Kindern. Vielleicht sollte ich schnell noch ein paar machen? (Kleiner Scherz!)


    Als Ergänzung fand ich es ganz gut....Was für ein Schwein hat Enkidu, dass er der Unterwelt entkomm ist ... nicht zu fassen ...


    Achja, eine klitzekleine Stelle habe ich gefunden, über die ich gestolpert bin:


    „Ja. Er weint bitterlich, weil er kaum an ihn gedacht wird."

    Kann es sein, dass hier das "er" zuviel ist und es heißen müsste, "....weil kaum an ihn gedacht wird." (?)


    Bin auf jeden Fall dabei, wenn es darum geht wieder so eine Zeitreise zu machen :)


    Viele Grüße,
    Rainbow

  • Sehr geil finde ich die Fragen nach den Toten mit den Kindern. Scheinbar ist man von Glück gesegnet, wenn man viele Nachkommen hat, die um einen trauern.

    Kinderreichtum ist im alten Orient der ultimative Segen, Kinderlosigkeit der ultimative Fluch. Das ist im alten Testament im Grunde nicht anders, auch wenn die Kinder da wohl eher keinen Enfluss auf das Leben im Jenseits haben. Im orthodoxen Judentum heute muss aber ein Sohn für den Vater ein jahr lang täglich beten, so weit ich weiß, damit er in die Nähe Gottes kommt (wie auch immer das zu verstehen ist - Paradies und Hölle gibt es da ja nicht). Auch die katholische Kirche bietet heute noch Möglichkeiten an, zeitlich begrenzte Sündenstrafen (nicht aber permanente Höllenstrafen!) geliebter Angehöriger zu verkürzen (wenn auch nicht mehr mit dem Ablasshandel wie damals, der die Reformation mit ausgelöst hat). So fremd sind solche Vorstellungen unserer Kultur gar nicht, wie es auf dem ersten Moment scheint.

    Kann es sein, dass hier das "er" zuviel ist und es heißen müsste, "....weil kaum an ihn gedacht wird." (?)

    Jup, habe es korrigiert. Danke!

    Bin auf jeden Fall dabei, wenn es darum geht wieder so eine Zeitreise zu machen

    Das freut mich sehr! :)

  • Hallihallo. Hab gerade die 9. Tafel fertig gelesen. Toll, dass du sowas machst!
    Am Anfang hab ich gedacht, es wird darum gehen, dass Enkidu Jagd auf Gilamesh macht. Aber es kommt dann ja ganz anders.
    Als Enkidu seine Frau verflucht hat, da hab ich gedacht, voll krass. Das hat sie echt nicht verdient, also wenn das alles Wirklichkeit wird, dann ist das schon total tragisch. Zum Glück hat Schamesch dann ja eingegriffen.
    Gilamesh ist ganz anders, als ich zuerst dachte. Wie ein Kind, ein völlig verzogenes. Aber es ist schön, dass er dazu fähig ist, eine so enge Beziehung zu Enkidu aufzubauen. Auch wenn er sonst schon ziemlich respektlos und egozentrisch ist. Auch schön finde ich, dass er zu seiner Mutter und seiner Ehefrau eine gute Beziehung hat. Es hat mich verwundert, dass seine Ratgeber und auch die anderen Menschen ihm angetan zu sein scheinen. Es wird nie beschrieben, dass sich jemand gegen ihn auflehnt, gegen ihn spricht oder dass die Berater ihn absichtlich falsch beraten. Nur der Jäger hat Angst vor ihm und Enkidu hat sich gegen ihn aufgelehnt, weil er seine Frau für eine Nacht in Anspruch nehmen wollte.
    Dass die Götter zwei solche Menschen unterstützen find ich schon verwunderlich, aber die Götter sind ja auch nicht viel anders als Menschen, nur halt mächtiger...
    Mal sehen, wie's weitergeht.

    Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
    von einem Herzen zum andern;
    Doch wo es keine Mauer gibt,
    wo soll dann eine Türe sein?
    Rumi