Andrzej Sapkowskis „Hexer-Reihe“

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    • Andrzej Sapkowskis „Hexer-Reihe“

      … oder auch „Die Geralt-Saga“, wie die Reihe laut dtv heißt.
      Es wundert mich, dass es zu den Büchern noch keinen Thread gibt. Dabei werden sie alle Nase lang im Forum erwähnt ^^

      Zu besagter Reihe gehören folgende Bücher:
      Die beiden Kurzgeschichtenbände „Der letzte Wunsch“ und „Das Schwert der Vorsehung“,
      die Pentalogie, also eigentliche Romanreihe:
      • „Das Erbe der Elfen“,
      • „Die Zeit der Verachtung“,
      • „Feuertaufe“,
      • „Der Schwalbenturm“,
      • „Die Dame vom See“
      sowieso der seperate Roman „Zeit des Sturms“ und einer Art SpinOff „Etwas endet, etwas beginnt“ (worin Geralt und Co aber nur eine nebengeordnete Rolle spielen).

      Worum geht es in den Büchern? Ich habe vergebens nach einer brauchbaren Inhaltsangabe gesucht, nachdem ich selbst daran gescheitert bin. Denn natürlich passiert viel zu viel, als das man es schnell in einer halben Seite zusammenfassen könnte. Wikipedia kann mir aber zumindest helfen, den Protagonisten vorzustellen:

      Wikipedia schrieb:

      Der von Narben im Gesicht gezeichnete Protagonist Geralt von Riva zieht gegen Bezahlung als professioneller Monsterjäger durch das Land. Seine Markenzeichen sind sein langes weißes Haar und zwei Schwerter auf dem Rücken. Eines aus Silber, das gegen Monster und Gefahren aus der Unterwelt eingesetzt wird und eines aus Stahl, das gegen menschliche Monster zum Zuge kommt.
      Geralt von Riva wurde seit seiner frühen Kindheit auf der Burg Kaer Morhen zum Hexer ausgebildet. In der Bevölkerung wird erzählt, dass die Bruderschaft der Hexer nachts Kinder rauben und sie einer harten und grausamen Ausbildung unterziehen würde. […]
      Geralt wurde auf Kaer Morhen in grundlegender Kampfmagie und im Kampf mit dem Schwert unterrichtet. Er ist als Einzelgänger ein meisterhafter Schwertkämpfer mit schnellen Reflexen, Alchemiekenntnissen und beherrscht Kampfzaubersprüche […].

      Geralt ist also nicht gerade der nette Typ von nebenan, mit dem jeder befreundet sein will. Im Gegenteil. Und gerade dieser Mann wird durch diverse Umstände zum Ziehvater des Mädchens Ciri. Um sie herum herrscht Krieg zwischen den nördlichen Königreichen und Nilfgaard und plötzlich hat es jeder auf das Mädchen abgesehen. Dadurch wird Geralt, ohne es zu wollen, in den Krieg hineingezogen. Um seine Ziehtochter zu retten, muss er sich hinter die feindlichen Linien begeben und sich mit machthungrigen Magiern, intriganten Königen und sadistischen Häschern auseinandersetzen.
      Die Kurzgeschichtenbände erzählen wiederum einzelne Episoden aus Geralts Leben. Darunter, wie er seinen besten Freund Rittersporn kennen gelernt hat oder seine Geliebte Yennefer. Die Geschichten sind teilweise an bekannte Märchen angelehnt, wie Die Schöne und das Biest oder Die kleine Meerjungfrau.

      Andrzej Sapkowskis Buchreihe über die Abenteuer des Hexers Geralt von Riva ist eine Fantasy-Reihe, geschrieben für Erwachsene. Die Geschichten sind gezeichnet von blutigen Auseinandersetzungen, derber Sprache und sexuellen Inhalten. Als Nebenerscheinungen spielen außerdem noch Themen eine Rolle wie Inzest, Rassenhass, Fehlgeburten und die Grausamkeiten des Krieges. Trotzdem sind die Bücher keine toternsten Dramen. Es gibt durchaus die eine oder andere Situation, die einem zum Schmunzeln bringt. Beispielsweise kommt der junge Ritter Cahir einfach nie dazu, seinen vollen Namen und Titel zu nennen, weil er vorher prinzipiell unterbrochen wird. Oder eine ganze Gruppe erwachsener Männer (die einem Werwolf gegenüber treten, ohne mit der Wimper zu zucken) steht betröppelt da, weil sie nicht wissen wie sie mit dem Thema Regelblutung umgehen sollen.
      Ein bisschen Moralgeplänkel kommt auch noch vor: ist ein Vampir, der kein Blut mehr trinkt, trotzdem noch ein Monster?

      Wer mal reinschnuppern möchte, kann sich die Leseproben auf der offiziellen Homepage des dtv ansehen: www.der-hexer.de
      „Art, like morality, consists of drawing the line somewhere“
      - G.K. Chesterton

      Skadi zeichnet Skadilöse BücherSkadi bloggt
    • Eine meiner liebsten Fantasy-Serien :love: , vor allem weil er auch gerne mal mit Klichees und Erwartungen spielt. Allerdings habe ich das irgendwann zu der Zeit gelesen als Teil1 der Spiele rauskam und alles nur noch sehr bruchstückhaft in Erinnerung, ich glaub es wird Zeit für einen Reread. :D

      Eine sehr markante Erinnerung habe ich an eine Szene in der Gerald und ich glaub eine Gruppe Zwerge, an ein Heerlager kommen, und erst mal beschrieben wird wie extremst es schon weit davor nach (menschlichen) Fäkalien stinkt. Das fand ich extremst toll, da das ein Detail ist das bei Hochglanzfantasy gerne mal komplett vergessen wird...
    • Ich habe den ersten Band erst letzte Woche fertig gelesen. So eine richtig fundierte Meinung habe ich noch nicht dazu. Es war auf jeden Fall immer wieder spannend, witzig und ein wenig überraschend. Aber so richtig gepackt hat's mich irgendwie nicht. Mal sehen, ob ich mir den zweiten Band mal kaufe oder ausleihe.
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Asni schrieb:

      Aber so richtig gepackt hat's mich irgendwie nicht.
      Meiner bescheidenen Meinung nach wird es nicht besser ^^
      Sapkwoskis Romane (auch die Hussiten-Trilogie, an der ich gerade sitze) strecken sich dadurch unnötig, indem er viel zu viele Nebenfiguren behandelt, die letztlich kaum eine Rolle spielen. Es gibt viele Szenen, die für die Handlung überflüssig sind und auch nichts zur Charakterdarstellung oder -entwicklung beitragen. Einer der Romane (ich hab gerade vergessen welcher der fünf, einer der drei mittleren auf jeden Fall) wird auf diese Weise in meinen Augen überflüssig, weil er zu 95% aus solchen Füllszenen besteht. Die Bücher haben durchaus sehr spannende und unterhaltsame Parts. Sie wechseln sich aber mit Durststrecken ab und das macht die Romane meiner Meinung nach zäh zu lesen.
      Die Kurzgeschichten hingegen sind super. Lassen sich flüssig lesen und Palaver fällt nicht so sehr auf. Ich mag diese dreckige, unpolierte Art von Fantasy und auch die trockene Art von Sapkowski. Die Romanreihe würde ich trotzdem nur denjenigen empfehlen, die viel, vieeeel Durchhaltevermögen haben ^^
      „Art, like morality, consists of drawing the line somewhere“
      - G.K. Chesterton

      Skadi zeichnet Skadilöse BücherSkadi bloggt
    • Ich hab gestern den letzten Wunsch fertig gelesen, und würde das nicht als klassische Kurzgeschichtensammlung sehen, da sie ja doch (lose) mit einander verknüpft sind.
      Zudem war ich erstaunt wie viele Elemente und Figuren hier schon auftauchen, die in den späteren Romanen bzw. in den Spielen noch eine Rolle spielen.

      Meinen Geschmack trifft es jetzt auch beim zweiten Mal lesen nocht sehr gut und ich bin gespannt was ich dann zu den Romanen sage, dessen Letzten ich dann ja auch nicht mehr so optimal in Erinnerung habe. :D
      Wobei ich den Rest ja echt mochte und nicht glaube das sich das so verändert hat.

      Im ersten Band spielt er ja nicht nur mit Fantasyklichees (das hat nicht jedes mythische Wesen existiert sondern auch einfach mal Hirngespinste sind) sondern bringt auch etliche Märchen teils herrlich verzerrt in die Geschichte, das gibt es glaube ich nur in den Kurzgeschichten...
      (Oder ihm sind die klassischen Märchen ausgegangen und er bezieht sich auf Polnische die ich schlicht nicht erkenne)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Alcarinque ()

    • Die Hexer-Romane stehen alle in meinem Bücherregal.
      Auch meine Freundin Berta hat sie verschlungen. Ich mag die Bücher, finde sie spannend und mir gefällt der schwarze Humor.
      Und ja, ich habe alle drei Witcher-Games gespielt. Bevor der dritte Teil vom Spiel kam, hat Berta sich erneut alle Bücher von mir ausgeliehen.

      Dies alles fing damit an, dass mir jemand "Der letzte Wunsch" geschenkt hat.
      Ich hatte echt Glück, dass ich noch an die anderen Bücher ran kam.
      Auch wenn heute dein warmes Blut die Erde gierig trinkt,
      so bist du es, der tanzend auf den Knochen der Feinde singt.