Hinter den Bergen

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    • Xarrot schrieb:

      Lustigerweise
      Schöner wäre vielleicht "ironischerweise" und eine Erklärung, worin denn der Witz oder die Ironie liegt (wäre das Verhalten der Menschen, da unter Gremlins ein Spiel, vielleicht sogar freundlich?)

      Xarrot schrieb:

      Wirnak&Co. legten sich dabei nur drei mal der Länge nach hin
      &co finde ich jetzt nicht so passend in einem Fließtext und noch dazu sehr modern. "Und seine Gefährten" wäre vielleicht schöner?

      Xarrot schrieb:

      Gremlins einander gegenseitig die Stricke anknabbern, bis diese rissen und sie sich endlich wieder einigermaßen ,,frei´´ bewegen konnten. Erst nach sechs Tagen kreuzte endlich mal jemand auf, allerdings nicht dieses komische Männlein von einem Anführer oder sonst jemand Wichtiges,
      Nach dem Punkt würde ich einen Absatz, ja eine Zeile frei machen, da ja recht viel Zeit vergeht.

      Gefällt mir aber gut! Weiter so!
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa
    • @Windweber wow danke für die schnelle Rückmeldung, fühle mich nun geehrt :hail:
      Das "&Co" entsprang tatsächlich in diesem Fall der reinen Faulheit meines früheren Selbst... Schande über es! Die Ironie hingegen dürfte in dieser Situation eigentlich klar sein würde ich sagen: Die Menschen werfen die Gremlins mit Steinen ab, weil sie diese verabscheuen, doch diese Geste des Hasses wird von den Nordern mit einem bei ihnen recht verbreiteten Spiel in Verbindung gebracht, sodass sie eigentlich komplett ihre Wirkung verfehlt. Mit dem Absatz hast du allerdings dann wieder recht, wurde ausgebessert :gamer:
      Ansonsten kann auch ich nur sagen: Bitte weiter so! 8o
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Spoiler anzeigen

      Xarrot schrieb:

      Nun, da ihre Benommenheit abklang (Komma) spürte sie außerdem den Schmerz wieder stärker und gerade noch so konnte sie ein Aufheulen unterdrücken.

      Xarrot schrieb:

      Zudem gaben die Insassen bei jeder Unebenheit im Boden, über die das Gefährts rollte, leise Flüche von sich und verzogen ihre Gesichter vor Schmerz
      ohne s

      Xarrot schrieb:

      ,,Au... Autsch... Mist... Aua...´´, drang es so von der anderen Gremlin hinter Koratzash saß an deren Ohr
      weglassen


      Xarrot schrieb:

      rief einer der Wächter von dem Palisadenwall herab, welcher das gesamte Lager umgab, als sie gerade die letzten paar Meter auf dem erdigen Waldweg zurück gelegt hatten.
      Knarrend öffneten sich die beiden hölzernen Torflügel und gaben den Blick auf das Heerlager dahinter frei.
      Ich hatte kurz Schwierigkeiten an der Stelle. Nähert sich der Trupp von einem Hügel aus? Weil wie können die Gremlins bereits die Größe des Lagers sehen, wenn ein Wall die Sicht versperren müsste? Nähert man sich auf gleiche Ebene, dürfte man ja nichts sehen außer Holz.

      Xarrot schrieb:

      Westgesocks
      Ich weiß nicht, aber ich komme über Gesocks einfach nicht hinweg. :D Du hast zwar Recht, den Begriff gibt es schon lange, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der im Mittelalter verwendet wurde. Und da ich deine Geschichte eben da einordne, fällt es mir unglaublich schwer, das Wort zu akzeptieren. Es ist und bleibt für mich ein modernes Wort aus den letzten 200 Jahren. :hmm:
      Alternativen: Pack, Gesindel, Brut, Hundsfott, Hurenknecht, Lüstling, Bekackter, Teufelsgenosse

      Xarrot schrieb:

      Dolmetscher
      Ebenfalls ein viel zu moderner Begriff. Zudem kommt das Wort auch noch aus dem Türkischen und passt da nicht rein. Wie wäre es mit Übersetzer?

      Xarrot schrieb:

      Vokkbäln
      auch ein Wort, was ich mit der Moderne verbinde. Wie wäre es schlicht mit "Worten"?

      Konjunktionen? Die gehören da, wie ich finde, auch nicht rein. So lernt man heute Sprachen, aber früher sicher weniger ^^' Wenn schon haben die sich einfach Worte beigebracht. Die haben die Sprache durch Reden gelernt, weniger durch Regeln, weil es einfach noch nicht so viele gab :hmm: Vor allem keine Konjunktionen...zumindest nicht bewusst so benannt. :hmm:

      Du benutzt sehr viele moderne Begriffe, die einen immer wieder auch unangenehm aus dem Lesefluss reißen. Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, deine Welt ein klein wenig mehr in die Moderne zu rücken? Die Wesen in bestimmten Bereichen weiter entwickelt darstellst. :hmm: So verwirrt es mich jedenfalls ^^

      Ansonsten aber ein interessanter Teil, der Lust auf mehr macht. Die Art der Gremlins gefällt mir und auch, wie sie ihre Umgebung wahrnehmen. Das könnte noch lustig werden. ^^
      Außerdem bin ich erstaunt, dass du diese Wesen trotz ihrer Art und dem Angriff zu Beginn auf die Händler so sympathisch wirken lassen kannst. Oder macht sie gerade das sympathisch? Ich finde sie jedenfalls klasse :rofl:

      LG, Kyelia

      Für eine Welt, die mehr Einhörner braucht! #Vote4Jen!
    • @Kyelia "Westpack", das klingt mir tatsächlich recht angenehm in den Ohren, werde das in den folgenden Kapiteln abändern :thumbsup:
      Ansonsten hast du bei den anderen Begriffen schon recht, allerdings war es sonst etwas schwierig das ganze rüber zu bringen. Leider gibt es nämlich nicht so viele Alternativen für Wörter wie "Konjugationen" etc. Aber mal sehen was sich das machen lässt.
      Ach so und weil sie dir gerade so sympathisch erscheinen, das war das Ziel, aber mal sehen für wie lange noch... :diablo:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Einige von @Kyelias Anmerkungen wurden wohl schon ausgebessert, ich habe zumindest nichts Schlimmes bemerkt. Ich muss schon sagen, diese Gremlins amüsieren mich prächtig. Bekommen von überall her Dresche und machen sich auch noch einen Spaß daraus, labern munter drauflos, auch wenn ihnen vielleicht der Tod droht. Oder streiten sich einfach xD Gerne weiter so.

      Sprachlich ist diese Geschichte wirklich ein Unikat, und zwar im positiven Sinne, wie ich finde. In keinem anderen Text wäre das "lesbar", aber deine Wortwahl ist es, unter der die kleinen Spasten so richtig zum Leben erwachen. Bis auf wenige Ausnahmen: Sehr nice :thumbsup:

      Bleibt das Problem mit den Namen. Es entsteht der Eindruck, als wolltest du jeden, der auftaucht, beim Namen nennen. Ich kann eigentlich nur Koratzash sicher zuordnen, die ÜBersetzerin hat schon wieder einen so ähnlichen Namen, dass es noch ein paar Posts dauern wird, bis ich mich daran nicht mehr störe. Und die anderen Gremlins? Kein Plan, wer das war - die Mühe, sie alle zu benennen oder zu beschreiben hättest du dir fast sparen können.
      "Sehe ich aus wie einer, der Geld für einen Blumentopf ausgibt, in den schon die Pharaonen gepisst haben?"
    • @Wysenfelder Omg so gute Kritik? Ist das auch wirklich der echte? Nein ist natürlich nur Spaß super das es dir so gut gefällt und auch gleich mal noch ein riesen Dankeschön an @Rainbow, @Kyelia und @Windweber, nicht zu fassen das ihr euch jedes Mal mein Geschreibsel antut und es dann auch noch kommentiert und verbessert 10/10 :danke:
      Ja was soll ich zu den Namen sagen? Ist halt bei Gremlins so ein Problem, die kannst du nicht einfach Dieter oder so nennen... aber ab jetzt kommen eigentlich keine neuen Namen mehr dazu, beziehungsweise wird sich bald eine kleine Truppe heraus etablieren, aber ich sag noch nicht wer es wird :ugly:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Hi Xarrot,

      sehr amüsant. :) Anmerkungen findest du im Spoiler:

      Spoiler anzeigen


      Ich musste gerade laut lachen....ich glaube, es war an dieser Stelle:

      Xarrot schrieb:

      ,,Au! Klaro doch, klaro doch! Du ists Chefchen...´´, meinte die Gremlins hastig und hob abwehrend die Hände. ,,Ich jett bringen Gelaber bei, klaro Chef?´´
      Insgesamt finde ich es herrlich, wie die Gremlins die Menschen auf den Arm nehmen. Und das, obwohl sie eigentlich unterlegen sind. (wirklich ein sehr lustiges Völkchen :) )

      Du hast alles ziemlich gut beschrieben....ich konnte mir die Szenen wunderbar vorstellen. Eine Sache fand ich persönlich nicht so schön:

      Xarrot schrieb:

      Vorsichtig blickte Koratzash an sich herab und fand ihren Oberkörper ebenfalls nackt (was nicht weiter schlimm war, da weibliche Gremlins keinen Busen haben) aber einigermaßen unversehrt
      Mir persönlich gefällt die Erklärung in Klammern irgendwie nicht so gut. Vielleicht kann man die Info auch anders einfließen lassen, sonst klingt das irgendwie wie so ne nüchterne Beschreibung der Anatomie. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Koratzash vom Typ her ein Problem damit gehabt hätte, wenn ihre Brust entblößt worden wäre. Schamgefühl passt meiner Meinung nach nicht zu der primitiven Art, die die Gremlins verkörpern. Vielleicht könnte man das an der Stelle irgendwie einfließen lassen. (nur so ne Idee)

      Zuletzt noch eine Anmerkung: Ich weiß nicht, wie die anderen das sehen, aber dein Tempo überfordert mich ein wenig. Ich würde gerne weiter mitlesen, aber ich weiß nicht, ob ich das jeden Tag schaffe. Vor allem, wenn du dir dann noch Kommentare wünschst...



      Ansonsten, gefällt mir deine Geschichte weiterhin und ich versuche dranzubleiben :)

      Viele Grüße,
      Rainbow
    • Xarrot schrieb:

      Ja was soll ich zu den Namen sagen? Ist halt bei Gremlins so ein Problem, die kannst du nicht einfach Dieter oder so nennen... aber ab jetzt kommen eigentlich keine neuen Namen mehr dazu, beziehungsweise wird sich bald eine kleine Truppe heraus etablieren
      Vollkommen nachvollziehbar und authentisch. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass Leser, die von dem Setting zunächst nicht so angezogen werden, wie ich, davon abgeschreckt werden. Dann nützt dir der Hintergedanke nichts, dass es "bei Gremlins eben so ist". Da ist besonders in den ersten beiden Posts einer Geschichte ein Mittelweg gefragt aus Zugänglichkeit und "Belastung" für den Leser.

      Ich meine auch, dass @Rainbow mal etwas in der Art kommentiert hat, dass sie sich damit schwer tut. Und bei ihr hast du das Glück, dass sie weitergelesen hat.

      Rainbow schrieb:

      Zuletzt noch eine Anmerkung: Ich weiß nicht, wie die anderen das sehen, aber dein Tempo überfordert mich ein wenig.
      Dazu hatte ich auch einen Satz geschrieben, den ich aber wieder gelöscht habe. Ich wollte sagen, dass ich mich frage, wie lange Xarrot dieses Tempo selber durchhält, damit nicht mittendrin die Puste ausgeht :D
      "Sehe ich aus wie einer, der Geld für einen Blumentopf ausgibt, in den schon die Pharaonen gepisst haben?"
    • @Rainbow das war etwas missverständlich formuliert: Natürlich müsst ihr nicht kommentieren, dass war nur als (großes) Dankeschön gemeint, dass ihr das bisher getan habt, falls du keine Zeit hast ist das kein Problem, mach das einfach entspannt wie du möchtest. Musste einfach mal meinen Dank aussprechen, da mich das wirklich riesig freut :hail:
      @Wysenfelder Das mit den Namen kenne ich selbst auch von Büchern. Ich musste das Silmarillion von Tolkien zwei Mal lesen, bevor ich mir zumindest ein paar Namen merken konnte, aber in Zukunft werde ich sie etwas einfacher gestalten (grade auch bei "Lisarkz" z.B. muss ich wirklich zugeben, dass das ganze sehr befremdend klingt)

      Ach so und wegen dem Tempo werde ich dann mal mit dem nächsten Post eine Weile warten, mein Gedankengang war dabei auch eher: "Ich stell es schon mal rein, dann kann man sich es anschauen wann man will und Zeit hat." Das Tempo könnte ich nämlich noch bis kapitel 14 durchhalten :ugly:
      Aber da ich mich eh erstmal wieder meiner anderen Geschichte zuwenden wollte kommt mir das sowieso ganz gelegen. Ich will ja keinem Stress machen. Sonst hätte ich mich Sklaventreiber und nicht Xarrot genannt :diablo:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Soooo ich stelle dann einmal das nächste Kapitel hier rein aber keine Panik! Lasst euch viel Zeit das nächste kommt erst Ende nächster Woche, dann ist das nicht ganz so stressig:

      Kapitel 4 - In die Wildnis
      Spoiler anzeigen

      Kapitel 4 - In die Wildnis
      Ein Dutzend Tage ging es auf diese Art weiter mit dem "geschlägge" und "geschlagge", dann war es urplötzlich eines Morgens soweit. Kaum, dass die Sonne aufgegangen war, umstellten mehrere Dutzend Gardrim und Menschen den Käfig mit den Gremlins darin, die bis dahin noch lieblich geschlummert hatten. Erst als sechs von dem Westpack vortraten und mit Schlagstöcken den Käfig stürmten, bemerkten diese was los war.
      "Eeeeeeey!", empörte sich Warkz laut, als er hochgerissen wurde und man dem Gremlin prompt eins auf die Nase gab. "Du kleiner Scheißer!"
      Dabei zappelte er unentweg, sodass der Mensch kaum in der Lage war ihn festzuhalten. Schließlich hatten die Wachen genug und schlugen solange mit den Stöcken auf den Gremlin ein, bis dieser still alles über sich ergehen ließ. Auch Koratzash und der Rest gebärdeten sich wie blöd und taten alles in ihrer Macht stehende, um sich loszureißen. Allerdings erfolglos. Es sah ganz danach aus, als sei dies der letzte Morgen der letzten sechs Gremlins vom Stamm derPuutawarash Wuorz und keiner von ihnen hatte vor, diesen mit einem ehrenvollen Gang zum Schafott zu vollenden.
      "Ihr Dreckigen Käferfresser!", brüllte Jurgl und verbiss sich in der Hand des Gardrims, der seinen rechten Arm gepackt hielt. "Verreck du Sau!"
      "Boss! Ich helf dir!", rief ihm Koratzash zu und schaffte es ebenfalls, sich loszureißen.
      Rasch schlüpfte sie unter den Armen eines Soldaten hindurch, der sie packen wollte und fiel den anderen Wärter an, der Jurgls linken Arm in festem Griff hielt. Als beißendendes, um sich schlagendes und tretendes Knäul fielen sie zu Boden. Doch allzu schnell waren weitere Soldaten mit Schlagstöcken herbei und prügelten die Gremlins wieder von ihrem Kameraden herunter.
      "Ey, ich hatte den fast!", empörte sich Koratzash, während sie von drei Menschen am Boden festgenagelt wurde. "Dämliches Pack!"
      Doch niemand hörte ihnen zu und so wurden die Norder, egal wie sehr sie sich auch sträubten, hinfort gezerrt. Zur allgemeinen Verwunderung endete ihr Weg allerdings nicht an einem offenen Platz, wo ein Hackblock oder Galgen stand, sondern an einem wohlbekannten Karren, an dem sogar noch jede Menge Dreckbrocken klebten.
      "Rein da!", blaffte ein Hauptmann und erhielt dafür nur verwirrte Blicke von sechs Augenpaaren. "Sollten die nicht mittlerweile unsere Sprache verstehen?"
      "Sul mitarat kertoashak?", fragte Jurgl ratlos. "Was sagt er?"
      Statt einer Antwort rief der Hauptmann nur etwas zu seinen Leuten, welche die Gremlins sogleich mit Gewalt auf die Ladefläche des Karrens verfrachteten. Allerdings nicht ohne ihnen erneut Fessln an Händen und Füßen anzulegen. Bald darauf schaukelte das Gefährt mit seinen sechs Nordern als Passagieren auch schon los und erreichte nach einer kurzen Strecke den inneren Palisadenwall.
      Als sich jedoch das Tor öffnete, erblickten sie nicht wie einige Tage zuvor ein überfülltes, geschäftigtes Heerlager, sondern lediglich eine große, abgeholzte und zertrampelte Fläche von ungefähr vierhundert Schritt Radius.
      "Hey! Wo sin denn die Zelte un so hin?", kam es von Wirnak, der sich völlig verwundert umglotzte. "Wann haben die den ganzen Mist weggeräumt?"
      "Auweia ...", ließ sich plötzlich Juurz vernehmen und alles folgte dem entsetzten Blick des Gremlins. "Ich glaub, die ziehen weiter ..."
      Tatsächlich hatte sich in einiger Entfernung das Heer aus Westpack zum Marsch aufgestellt und ihr Karren hielt ziemlich genau auf das Zentrum der formierten Armee zu. Schließlich waren sie nach allen Seiten von bewaffneten Feinden umzingelt und kaum, dass sie überhaupt angehalten hatten, ertönte auch schon ein Horn, das den wartenden Soldaten das Signal zum Abmarsch gab. Als eine fast eintausend Schritt lange Kolonne zog das Heer durch den Wald, mittendrin die sechs Gremlins.
      Zu Anfang folgten sie dabei noch dem breiten Waldweg, über den sie auch bei ihrer Ankunft gekommen waren. Doch als der Zug den Wald verließ und die freie Fläche erreichte, bogen sie plötzlich nach Rechts und damit nach Osten ab. Einige Zeit später gelangten sie dann erneut an den Rand des Waldes. Aber anstatt diesen zu betreten, marschierten sie immer parallel zu den Reihen der Bäume daran entlang.
      Indessen erklang bei jedem Richtungswechsel ein lautes Hornsignal, sodass nach Koratzashs Meinung nun eigentlich jeder einzelne Norder im gesamten Waldland wissen müsste, dass sie hier entlang kamen. Keine besonders vielversprechende Vorraussetzung für einen Expeditionstrupp, der sich immer weiter dem Herrschaftsgebiet der kaltblütigen Fraks näherte. Das würde ein ganz schön übles Gemetzel werden, wenn eine gesammelte Streitmacht dieser hier auflauern würde. Noch dazu hätte man alle Zeit der Welt, um dem Heereszug eine Falle zu stellen, da dieser sich mit der rasanten Geschwindigkeit eines voll bepackten, hinkenden Morgs bewegte. Viel mehr als zehn Meilen konnten sie so nicht an einem Tag schaffen. Zumal der Zug auch noch andauernd aus den Gremlins unerfindlichen Gründen in regelmäßigen Abständen anhielt, einige Zeit wartete und dann erst weiter marschierte. Vermutlich waren die Späher, die dem Heer vorraus ritten einfach zu lahm oder aber der Bannerträger, der an der Spitze der Armee ging, legte sich alle Paar Schritte auf die Schnauze. Eher Ersteres, entschied Koratzash. So unfähig konnte dann selbst das Westpack nicht sein.
      Schließlich betraten sie doch wieder das grüne Blätterdach der Bäume und den ganzen restlichen Tag über zog sich ihr Weg wieder durch jenen dichten, wilden Wald. Dabei trafen sie auf nahezu keinerlei Widerstand, was eigentlich unmöglich war. Auf fast jeden zurückgelegten Tagesmarsch Wildnis kamen zwei bis drei Stämme Gremlins, Goblins, Borklinge oder Fraks, die einen daran hindern wollten, unbeschadet ihr Gebiet zu durchqueren. Nur einmal stürmten plötzlich vier Dutzend Goblins zwischen einigen Bäumen aus einer versteckten Senke hervor und fielen den marschierenden Soldaten in die Flanke. Allerdings zogen sie sich noch viel schneller wieder zurück, als ihnen das wahre Ausmaß der Armee bewusst wurde, die sie gerade so überstürtzt attackiert hatten. Einige der Norder fielen dabei in einem Pfeilhagel, den die Bogenschützen des Westpacks auf sie abfeuerten. Der Rest entkam panisch kreischend und rannte in einem planlosen Rückzug wieder tiefer in den Wald hinein. Etwas neidisch sahen die sechs gefangenen Gremlins ihren Verwandten hinterher.
      "Die Glücklichen ...", murrte Sjunkarr neben Koratzash und spuckte vom Karren nach einem Soldaten.
      "Jo, aber vielleicht kommen nächstes Mal ja auch ein paar mehr ... so um die acht Stämme vielleicht?", stimmte ihr Juurz zu. "Un dann können wir gemütlich zuschauen, wie alle hier weg gemacht werden!"
      "Nä, weniger schauen, mehr rennen. Ich glaub net, dass Fraks oder Goblins Lust auf Gremlins in ihren Reihen hätten ... eher braten sie uns am Spieß", warf Koratzash ein und dämmte so die allgemeine freudige Erregung wieder, die der Gedanke an einen Überfall von Nordern mit sich brachte.
      "Vielleicht sind es ja auch Gremlins, die den Sauhaufen hier fertig machen", meinte Wirnak und verrenkte sich halb den Rücken, um sich mit dem großen Zeh an der Stirn kratzen zu können. "Dann könnten wir bei denen mitmachen Sahek! Ey, Jurgl? Boss? Was sagst du dazu?"
      "Fresse! Ich bin grad am planen!", entgegnete dieser nur.
      "Was denn?"
      "Wie wir am besten hier rauskommen, ohne zu Hackfleisch verarbeitet zu werden, von Pfeilen gespickt, von Pferden niedergetrampelt oder ... was war das letzte nochmal?" Nachdenklich runzelte Jurgl die Stirn. "Ah ja genau, gut das du`s sagst, oder von fies scharfen Klingen aufgeschlitzt zu werden!"
      "Äh ...", machte Warkz nur und sah seinen Vorgesetzten schief an. "Keiner von uns hat irgendwas gesagt Sahek ..."
      "Hm?"
      "Du hast gesagt: Gut das du`s sagst, aber keiner von uns hat auch nur ein Mucks gemacht" Kurz runzelte Jurgl erneut die Stirn angesichts dieser simplen Festsellung, dann zuckte er die Achseln und begann wieder irgendeinen leeren Fleck neben dem Karren anzustarren.
      "Wird der Boss jetzt bekloppt?", flüsterte Juurz leise zu Koratzash hinüber.
      "Kann sein. Aber ich hab mal gehört, die bekloppten Bosse waren schon immer die besten ...", zischte diese leise zurück und nickte verschwörerisch. "Die denken anders als der Rest un so ein Kram ... hab ich von Barkowax, die war übrigens auch net mehr so ganz klar im Kopf, zu viel Zauber, zu viel Tränke ..."
      Verstehend nickte der ehemalige Küchengehilfe und begann dann wieder einer der Wachen, die neben dem Karren herliefen, irgendwelchen Unsinn auf Jutpohorax zu zu raunen. Den Gardrim jedoch interressierte dies herzlich wenig, beziehungsweise, er bekam es gar nicht wirklich mit. Koratzash hingegen lies die Beine hinten von der Ladefläche des Wagens baumeln und betrachtete sehnsüchtig den dunklen Wald ringsherum. Wie schön wäre es jetzt, dort entlang zu schleichen und den Heereszug belauern zu können? Oder irgendwelche anderen Reisenden, um sich dann aus deren Überresten einen köstlichen Eintopf zu kochen ...

      Es kam den Gremlins wie ein ganzes Zeitalter vor, bis es endlich Nacht wurde. Den gesamten Tag waren sie missmutig auf dem Karren durch die Landschaft geschaukelt und hatten ihr Schicksal hingebungsvoll verflucht (oder aber vom Karren auf die Wachen gepinkelt, die sich immer herrlich darüber aufregten). Doch als sich die Dämmerung ankündigte, war endlich Schluss damit und die Armee hielt am Rand einer der wenigen baumlosen Wiesen, welche es immer mal wieder verstreut über das gesamte Waldland gab.
      Während die Gardrim und Menschen es sich des Nachts an ihren Feuern bequem machten, hockten die Gremlins allesamt in der Mitte des Lagers an einen Baum gefesselt, um sie herum nichts als die nächtliche Dunkelheit. Allerdings war es den Nordern so sogar lieber. Das hätte gerade noch gefehlt: Mit einem Haufen von diesem Westpack am Feuer zu sitzen und sich deren dämliche Witze über Gremlins, oder eher die "Waldschrate", anhören zu müssen, wie sie inzwischen von den meisten genannt wurden. Was immer das auch heißen mochte.
      Da sie nun aber endlich unter sich waren, war zudem die Zeit für eine kleine Lagebesprechung gekommen ...
      "Hat irgendwer ne Idee?", flüsterte Juurz leise von der anderen Seite des Baumes, sodass kaum etwas zu verstehen war.
      "Mach mal gescheit dein Maul auf, Juurz!", zischte Koratzash deswegen zurück. "Hier sind keine Wachen un selbst wenn, würden die eh kein Wort verstehen."
      "Wir könnten uns wieder gegenseitig die Fesseln durchkauen! Gleich jetzt!", meinte Wirnak und wollte sich bereits zum daneben angebundenen Warkz lehnen, als ihm Jurgl einen kräftigen Stoß in die Rippen verpasste. "Autsch Boss!"
      "Lass das! Beim letzten Mal haben wir einen ganzen Tag dafür gebraucht, du Depp! Hier haben wir höchstens eine Nacht un dann latscht hier auch immer noch andauernd dieser ranzige Gardrim vorbei!"
      "Ähm ... stimmt Boss" Etwas verlegen wollte Wirnak die Achseln zucken, was jedoch von den Fesseln erfolgreich verhindert wurde. Doch schon kam dem Gremlin die nächste, grandiose Idee. "Wir könnten auch warten, bis die Wache hier vorbei kommt un sie dann überwältigen, umlegen un uns mit deren Messer befreien! Ich mein wir sind sieben un ..."
      "Keiner von uns kann sich bewegen, du Krauthirn!", fuhr Kjurrash ihm dazwischen und schüttelte nur den Kopf vor so viel Blödheit, doch der Ideenquell namens Wirnak war immer noch nicht erschöpft.
      "Dann warten wir, bis es weiter geht, sagen dann zwei von uns wollen manaidaszlok un dann ..."
      "Wirnak?!"
      "Jau Sahek?"
      "Halts Maul, deine Ideen sind scheiße!"
      "Klaro Boss ..." Dabei wirkte der Gescholtene nicht halb so niedergeschlagen, wie er ihnen mit seinem Tonfall weis machen wollte, vielmehr ginsten er und Warkz sich breit an.
      Vermutlich hatte Wirnak seinen letzten Vorschlag noch nicht einmal mehr ernst gemeint. Oder eventuell doch, sicher konnte man sich da schließlich nie sein.
      "Vollidioten ... hat noch wer eine richtige Idee?", knurrte Jurgl, während er erneut seinem Untergebenen ein paar kräftige Stöße mit dem Ellbogen verpasste.
      Keiner sagte ein Wort, nur Sjunkarr pfiff irgendetwas vor sich hin, bis Koratzash ihr mitten ins Gesicht spuckte.
      "Halt mal die Fresse, die Wache kommt!", zischte sie der böse dreinblickenden Gremlin zu.
      Das leise Geräusch von Schritten näherte sich und Stimmen riefen etwas in ihre Richtung, woraufhin irgendjemand anfing zu lachen. Dann kam ein bewaffneter Gardrim zwischen zwei Zelten hervor, ging auf den Baum zu, an den die Gremlins gefesselt waren und hielt davor an.
      "Geschieht euch recht, hier hocken zu müssen! Garstige Kerle wie euch hass ich immer noch am meisten!", sagte er schnaubend, während ihn drei verwirrte Gesichter zugewandt waren und vier weitere noch nicht einmal zu hörten.
      "Sul mitart puhuashak?", meinte Koratzash und musterte interessiert das behaarte Gesicht des Gardrims. "Was redet der?"
      "Gak arweljashak, sul rjupars oljak!", entgegnete neben ihr Sjunkarr und legte den Kopf schief. "Ich glaub, der is besoffen!"
      Kurz glotzte der Gardrim ebenso verwirrt drein, wie die Gremlins, dann hatte er sich wieder gefasst.
      "Was auch immer ihr da grad gesagt habt ..." Dabei beugte er sich etwas tiefer hinab, sodass Koratzash der Geruch von Alkohol im Atem des Gardrims überdeutlich ins Gesicht schlug. "Seid bloß still! Ich hab nicht vergessen wie Euresgleichen damals meinen Sohn niedergestochen haben! Das selbe sollte man auch mit euch dreckigen Schraten machen, aber die Zeit kommt auch noch, wenn der General euch nicht mehr brauchen wird ..."
      Damit wandte er sich wieder um und ging den selben Weg zurück, den er soeben gekommen war. Tolle Wachen. Der Kerl hatte nicht einmal die Fesseln überprüft, aber für was auch? Die sieben Norder konnten gerade so noch ihre Arme und Beine etwas bewegen, der Rest wurde von den etwas mehr als nur eng anliegenden Stricken festgehalten.
      "Wir werden abwarten", meinte Jurgl plötzlich und Wirnak, der eingenickt war, schreckte wieder hoch. "Un wenn der Moment da is, werd ich einfach laut `jetzt´ schreien un dann machen wir uns vom Acker! Wer hinfliegt un zurück bleibt, kann übrigens selbst sehen wie er wegkommt!"
      "Jau Boss!"
      "Guter Plan Boss!"
      "Ich will doch nur pennen Leutz ..."
      Grandiose Aussichten waren das!

      Erneut prasselte Regen auf sie herab und besonders in den Mienen der Menschen konnte man deutlich ablesen, wie sehr ihnen die andauernde Nässe auf die Nerven ging. Den Gremlins dagegen, ging es umso besser und vergnügt pfeifend marschierten sie in einer Reihe und aneinander gefesselt durch den Wald am Grund eines steinigen Tals. Der Karren hingegen, auf dem sie bisher mitgefahren waren, lag vermutlich irgendwo mitten in der Wildnis, mit zerbrochener Achse und verrottete. Was hatte der Kutscher aber auch so schnell auf dem steinigen Weg fahren müssen? Wobei, eigentlich mussten sie dem Kerl ja sogar dankbar sein. Schließlich hatte man ihnen nun endlich diese unglaublich nervigen Fußfesseln abgenommen, sodass sie wieder selbst laufen konnten. Zwar waren sie immer noch zu allen Seiten vom Westpack umgeben, aber wer konnte schon sagen, wie lang das noch anhielt?
      Seit drei Tagen waren sie nun unterwegs. Drei Tage, die deutliche Spuren auf den Gemütern der Gardrim und Menschen hinterlassen hatten. Am Vortag waren sie auf eine Gruppe Fraks gestoßen, oder vielmehr auf deren Überreste. Fast ein ganzer Stamm mitsamt Morgrudel, hatte abgeschlachtet auf dem Weg in ihrem eigenen Blut gelegen. Einige waren vollkommen zerfleischt worden, ein paar anderen hatte irgendetwas großes den kompletten Brustkorb zu blutigen Brei zerquetscht und der Rest war zu großen Teilen abgefressen gewesen. Vermutlich von ihren Artgenossen, welche höchstwahrscheinlich auch für das Gemetzel verantwortlich waren. Koratzash vermutete, dass es sich bei den Toten um Deserteure oder einfach nur irgendwelche anderen Fraks handelte, die einer größeren Rotte Ihresgleichen über den Weg gelaufen waren. Und das bedeutete wiederum, dass ganz in der Nähe eine große Horde Fraks umherschleichen musste. Wie viele genau konnten sie nicht sagen, da Norder im allgemeinen nie in einer geschlossenen Formation marschierten, sondern auf bis zu mehreren Meilen verstreut, weshalb es kaum möglich war, die wahre Größe ihrer Heere richtig einzuschätzen.
      Allerdings sah es nicht danach aus, als ob dies sonderlich beruhigend auf das Westpack wirkte. Ganz im Gegenteil. Die großen, haarigen Gardrim wurden stiller und zuckten bei jedem Tier, das aufgeschreckt wurde zusammen, während die Menschen miteinander zu tuscheln begannen und sich nervös umblickten. Etwas zu häufig blieben dabei ihre Blicke an den Gremlins hängen.
      "Ich glaub, es is bald soweit!", zischte Juurz hinter ihr. "Der Boss wird jetzt auch schon unruhig!"
      Tatsächlich warf Jurgl den steinigen Hängen, die das Tal zu beiden Seiten säumten immer Mal wieder einen kurzen, eindringlichen Blick zu und es schien fast, als wartete er auf etwas.
      "Wenn es los geht", flüsterte Koratzash zurück. "Gehen wir alle sieben auf den da vorne los! Der sieht mir net so hartgesotten wie der Mensch hinter uns aus ..."

      Plötzlich wurde es heller. Der Wald, durch den sie zuvor marschiert waren, ging in ein karges Geröllfeld über und der Weg begann anzusteigen. Sie verließen das Tal. Einige Schritte neben den Gremlins floss ein Gebirgsbach in die entgegengesetzte Richtung, während dahinter ein steiler, jedoch nach einigen Metern wieder dicht bewaldeter Hang begann. Auf der anderen Seite, zu ihrer Linken, erblickten sie nichts als große und kleine Felsbrocken, hinter denen sich leicht ein ganzes Heer verstecken könnte. Ein Gedanke, der wohl auch dem Westpack kam und welcher ihnen nicht recht zu behagen schien. So waren die Blicke aller ständig auf den steilen Hang zu ihrer Linken gerichtet. Dennoch viel der krude Pfeil erst dann auf, als er mit einem leisen Knacken bereits in das Bein eines der Gardrim weiter hinten eingedrungen war ...
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

    • Hi Xarrot,

      ich finde, der Teil liest sich sehr flüssig. Mit deinen Beschreibungen malst du ein detailliertes Bild, weshalb ich mich in das Geschehen super hineinversetzen kann. Die Gremlins habe ich inzwischen wirklich ins Herz geschlossen. Hätte ich anfangs nicht gedacht :)

      Hier nur eine kleine Wortwiederholung, die mir aufgefallen war:

      Xarrot schrieb:

      ,,Eeeeeeey!´´, empörte sich Warkz laut....
      kurz darauf

      Xarrot schrieb:

      ,,Ey ich hatte den fast!´´, empörte sich Koratzash

      Achja...danke außerdem, dass du meinen Wortschatz erweitert hast...der "krude Pfeil" ganz am Ende hat mir nichts gesagt und ich musste es googeln. (muss mir das peinlich sein? :hmm: )

      Also, ich fand`s gut...freue mich, zu erfahren, wie`s weitergeht...

      Viele Grße,
      Rainbow
    • Da scheint sich doch die beste Gelegenheit für die Gremlins anzubahnen, ihrer Gefangenschaft zu entkommen. Auch, wenn ich das irgendwie noch scheitern sehe. Das klappt doch nie :hmm: hoffentlich :rofl:
      Tja, ich mag die kleinen Saubraten immer noch und das kannst du mir wahrscheinlich auch nicht mehr verderben. Dafür sind die einfach zu einzigartig und fies. :D
      Normalerweise tue ich mich bei zu häufigen Beleidigungen ja immer schwer, aber zu denen passt es nicht anders. Ich weiß nicht, wie du es hinbekommst, mir diesen Stil schmackhaft zu machen, aber du bekommst es hin. Also weiter so. ^^

      Gefunden habe ich hier nichts Gravierendes, also warte ich gespannt auf den nächsten Teil.

      LG, Kyelia

      Für eine Welt, die mehr Einhörner braucht! #Vote4Jen!
    • Kyelia schrieb:

      Ich weiß nicht, wie du es hinbekommst, mir diesen Stil schmackhaft zu machen, aber du bekommst es hin
      Meine Gedanken xD Normalerweise sollte ich so etwas gar nicht weiterlesen. Das Gremlin-Gerede liest sich manchmal wie ein Chatverlauf, bei dem beide keine Lust haben, richtiges Deutsch zu verwenden. Wörter woe "jo, auweia, Leutz" gehen in Büchern einfach gar nicht und das gilt für mich auch hier. Gremlins hin oder her, es stört irgendwie.
      Und deine Anführungszeichen sind immer noch seltsam. Sehen aus wie zwei Komma samt Leerzeichen? Als Schlusszeichen dann zwei Apostroph(e)? Gibt's davon überhaut eine Mehrzahl? :D

      Ansonsten natürlich klasse Atmosphäre, wie sie auf eine Gelegenheit warten und die Menschen immer nervöser werden. Jetzt mal schauen, wo der Text hingeleitet hat. Wer greift wohl an, wie geht es aus?^^

      Xarrot schrieb:

      Hab da etwas wirklich fieses geplant
      Das hast du schon einmal erwähnt, jetzt erwarte ich aber auch, dass sie etwas mieses abziehen. :thumbsup: Momentan zweifle ich genau wie Kyelia daran, dass das etwas ändern könnte, schließlich sehe ich Gremlins nicht als Wohltäter. Da wäre eine Gemeinheit nur authentisch^^
      "Sehe ich aus wie einer, der Geld für einen Blumentopf ausgibt, in den schon die Pharaonen gepisst haben?"
    • @Wysenfelder oh mit der Gemeinheit dauert es noch ein wenig, dass ist wirklich erst ganz zum Ende hin geplant und dann werde ich versuchen, dass es möglichst überraschend kommt. Ansonsten werde ich natürlich nichts über den weiteren Verlauf verraten, auch wenn sich vermutlich schon etwas erahnen lässt. :D
      Wegen der Sprechweise bin ich um ehrlich zu sein von dem Warhammer Fanatsy Buch "Skarsnik" inspiriert worden, wo die Nachtgoblins genau so reden, was ich ziemlich passend und amüsant fand. Aber ich denke da bin ich eher eine Ausnahme, werde versuchen das etwas zu verringern
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Hallo Xarrot,

      Ich habe nun auch damit begonnen deine Geschichte zu lesen, da ich mich generell für alles interessiere, was im High Fantasy Bereich gepostet wird und ich die Einleitung ansprechend fand. Auch die Idee und der Inhalt gefällt mir sehr gut. Alles in allem entspricht es meinen Erwartungen einer guten Fantasygeschichte mit Fantasywesen und einer gut ausgearbeiteten Welt, die auch etwas Hintergrundgeschichte liefert. Woran ich mich allerdings aufhängen könnte ist dein Schreibstil. (Tut mir leid... :evil: ) Um auf die bisherigen Kommentare einzugehen, muss ich da @Wysenfeder am meisten zustimmen.



      Das Problem ist, dass deine Sätze teils so verworren sind, das ich beim Lesen nicht mitkomme. Ich habe bisher nur den Prolog gelesen und vor allem den ersten Absatz musste ich zweimal lesen, um überhaupt durchzublicken. Ich rate dir daher dringlich deine Sätze nicht übermäßig in die Länge zu ziehen. Mir scheint, dass du besonders viele Informationen unterbringen möchtest und da ist auch nichts Falsches daran, bei einer Fantasygeschichte gehört es immerhin dazu, dass der Leser in die Welt eingeführt wird. Allerdings muss das auch so erfolgen, das man nicht erschlagen wird. Ich finde ab dem zweiten Absatz, wo du dann die Schlacht beschreibst, kriegst du das schon ganz gut hin. Aber gerade am Anfang ist es sehr wichtig, das der Leser einen guten Einstieg in die Geschichte findet und das ist bei dir leider nicht der Fall.



      Trotzdem werde ich weiterlesen, denn ich finde die Idee mit den Gremlins und allgemein die Art und Weise wie du die Ereignisse beschreibst, gut gemacht. Im Spoiler noch detaillierte Anmerkungen, ich widme mich noch den folgenden Kapiteln wenn ich die Zeit finde. ^^



      LG, Auri


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      Xarrot schrieb:

      Prolog: Die Norder vom Schlachthain

      Auszug aus dem Tagebuch General Galdor ett Hogmirs von der ersten Expedition in die Mordmark, über die Gremlins des Schlachthains:

      Jenes Land, das die Zwerge die Mordmark nennen, jenseits der Ostgrenze des großen Gardrim Reiches, wird von einem breiten Waldstreifen vom Rest des Kontinents abgeschirmt. Bisher fanden keinerlei Expeditionen in jene Regionen statt, die Aufschluss auf die dort hausenden Völker gegeben hätten, von denen kaum etwas bekannt ist. Lediglich in einigen älteren Büchern finden sich noch Aufzeichnungen, die jedoch allesamt unvollständig sind und aus einem vergangenen Zeitalter stammen. Die zwei wohl noch bekanntesten der in der Mordmark ansässigen Nordervölker, die nach man nach dem großen Reich Nordern auf Awalor, aus dem sie abstammen, benannt hat, stellen die Gremlins und die Borklinge dar. (Es ist sehr ungünstig, einen Satz in unzählige Teilsätze zu untergliedern. Ich konnte an dieser Stelle kaum mehr mitkommen.) Erstere sind, unser einem (wieder unverständlich formuliert) nur etwa bis zur Brust reichende, wilde Kreaturen, die bevorzugt die Waldgebiete im Süden und den Abschnitt, den wir Schlachthain nennen, bewohnen. Ihr Aussehen lässt sich als recht wild und brutal beschreiben und mit ihren großen, runden, jedoch keineswegs niedlich wirkenden Augen und die meist vor Blutdurst glänzen (Grammatik ist hier falsch, Beschreibung müsste vor das Substantiv), sowie den ebenfalls sehr ausgeprägten Fledermausohren, mit denen sie wachsam nach allen Richtungen lauschen, wirken sie wie übergroße Kobolde. Ihr Maul ist dabei ebenfalls vergleichsweise breit und voller spitzer Zähne, die sie des Öfteren auch mal mitten im Kampf in ihren Feind schlagen. Ihre Ausrüstung hingegen ist eher schäbig zu nennen und besteht meist aus gefundenen oder geraubten Einzelteilen, welche dann wirr zueinander getragen werden, sodass bei einer großen Anzahl der harmlose Anschein entsteht, sie trügen allesamt nur dreckige Lumpen. Doch mit diesem Schein täuschen die Gremlins den unwissenden Betrachter genauso, wie sie in der Vergangenheit oft unsere Armeen getäuscht haben. Durch Hinterlist, Tücke und heimliche Überfälle brachten sie dem Reiche Ryttarmark bereits einmal eine schwere Niederlage ein.
      Die gefährlichsten dieser Gremlins nun, sind jene aus dem Schlachthain, welcher seinen Namen dank einer großen, jedoch verlorenen Schlacht zur Zeit König Heraks trägt. Es ist keine schöne Erinnerung für unser Volk, denn seitdem liegen die Gebeine tausender Soldaten in den Schatten jener Wälder. Ohne Grab und halb vergessen für die meisten.
      Die Truppen des Feindes lauerten zu jener Zeit, vor knapp zwei Jahrhunderten, unserem marschierenden Heereszug an einem großen See auf, den sie selbst ,,Rautash Lampzt´´ nennen, was in unserer Zunge etwas wie ,,der eiserne See´´ heißt. Dort überfielen sie unsere Soldaten aus dem Hinterhalt. Da es allerdings zuvor keinerlei Hinweise auf eine größere Armee der Norder gegeben hatte, war König Herak, der unsere Truppen persönlich anführte, auch nicht gegen den plötzlichen Angriff gewappnet und so nahm das Unglück seinen Lauf. Fast zwei Dutzend Hundertschaften fielen an den schlammigen Ufern des Sees, den wir seit diesem Tag an Heraks Ålyke nennen. Auch bei der darauf folgenden Verfolgungsjagd (Wortwiederholung) auf unsere überlebenden Soldaten in den Wäldern durch die Gremlins starben nahezu alle, bis auf drei Hundertschaften. Diese schafften es schließlich, nach mehreren Wochen Überlebenskampf, doch noch aus dem Dunkel der Wildnis zu entkommen. Jedoch ohne König Herak, der angeblich bei dem Gemetzel am See durch die Hand eines Gremlin Hauptmanns starb, doch erst nachdem er selbst fünf der Kreaturen allein erschlagen hatte.
      Dieser Ort liegt nunmehr zwei Tagesmärsche von unserem momentanen Lager auf einer baumlosen Wiese, mitten in den Grenzwäldern der Mordmark entfernt in nordöstlicher Richtung. Ich, Galdor ett Hogmir, entsandte an diesem Morgen, dem 4. Morgen des 6. Mondwandels zur Zeit König Haralds des Kaltschnäuzigen einen Trupp aus acht Reitern, die den Weg, einen gewundenen Pfad zwischen ein paar Hügeln, übersät mit Steinen, Gestrüpp und Wurzelwerk, auskundschaften sollten. Es sind gute Leute mit langjähriger Erfahrung, erworben im Dienste der Armee der Verbündeten Reiche Ryttarmark und Söderheim, und ich vertraue darauf, dass sie mit Botschaft zu mir zurückkehren werden. (Zeitform? Schreibst du im Präsenz oder in der Vergangenheit?)


      Es ist bereits Abend, als sie endlich eintreffen. Einer von ihnen hält einen auf den ersten Blick undefinierbaren Gegenstand in Händen, doch als sie ihn entrollen, wird daraus ein Banner. Drei Felsen sind darauf abgebildet, wobei auf dem mittleren ein Baum wächst. Zwar ist es eine äußerst grässliche Zeichnung, doch etwas ähnliches tauchte auch schon im Tagebuch Königs Heraks auf, welches glücklicherweise aus dem Gemetzel gerettet werden konnte und es steht dort geschrieben, dass die Norder damit ihre Grenzen markieren. Doch das Banner wirkt alt und löchrig, außerdem ist der hölzerne Schaft, mit dem es wohl einst im Boden befestigt war, abgebrochen und halb vermodert. Dem Schein nach befinden wir uns also auf dem früheren Gebiet eines Norderstammes, welcher jedoch schon seit einiger Zeit nicht mehr an diesem Ort weilt. Desweiteren erzählen die Reiter von den Überresten eines Lagers, welches sie einige Stunden Ritt von hier im Südosten vorfanden und das wohl erst kürzlich abgebrochen worden zu sein scheint (Aneinanderreihung von Verben ist schwer zu lesen), da neben einer erloschenen Feuerstelle, auch Fußabdrücke und Essensreste gefunden wurden. Es dünkt mir, dass wir vorsichtig voran schreiten müssen, wenn wir nicht wie einst König Herak von einem Norderheer aus dem Nichts heraus überrascht werden wollen.

      Heute trafen wir zum ersten Mal, nach langem Marsch durch die nahezu unpassierbaren Wälder der Mordmark auf Norder. Besser gesagt auf Gremlins. Die Rotte aus drei Dutzend muss uns schon lange bemerkt haben, bevor wir sie entdeckten, doch konnten sie trotzdem nicht rechtzeitig fliehen und unsere Reiter machten sie schließlich fast alle auf einer Lichtung nieder. Zwei jedoch ließen sie auf meinen Befehl hin am Leben, denn wir brauchen jemanden, der sich mit dem Gebiet auskennt und der unsere Karten ergänzen kann. Sonst könnte es passieren, dass wir für immer in diesen Wäldern verloren gehen. Denn unser einziges Wissen über die Mordmark, seit die Norder damals die Bibliothek von Hörtpåkkar abbrannten, stammt aus den Berichten von Händlern, die manchmal den gefahrvollen Weg durch die Wildnis wagen, um das ferne Land der Helvetrin zu erreichen. Jedoch kehrte nahezu niemand mehr von dort zurück und zur Zeit liegt es sowieso noch weit außerhalb unserer Reichweite im Südosten.
      Die Befragung der beiden Gremlins ergab, dass der eine ein Dudelsackspieler ist (ein Blasinstrument, das unglaublich laute Töne von sich geben kann und dessen Bau sowie Spielweise von den Nordern zu perfektioniert worden scheint, wie mir eine Zurschaustellung der Künste des Gremlins bewies), der andere dagegen ein normaler Kämpfer, was uns die Bezeichnung Orkarar verriet. Besser gesagt eine Kämpferin, wie wir durch Zufall und eine belauschte Unterhaltung zwischen den beiden Nordern erfuhren. Dabei ist es erstaunlich wie die Gremlins selbst einander auf den ersten Blick als männlichen oder weiblichen Geschlechts identifizieren können (umständlich formuliert), da sie sich augenscheinlich in Körperbau, Verhalten und Ausdrucksweise nicht voneinander unterscheiden (lediglich die Intimbereiche sollen sich wohl verschieden sein, wie einige Aufzeichnungen verlauten lassen, doch sehe ich keinen Grund, dies nachzuprüfen). Auch die Aufgabenbereiche scheinen nicht klar geregelt zu sein, sodass man auch weibliche Gremlins in hohen Führungspositionen einsetzt, was nach einer Aussage des männlichen Gremlins sogar gut zu funktionieren scheint (wörtlich sagte er:,,Larjitkarar Kowskurg oljak Ragt jash sul atanak kaikkzt mikarlz jokenr katoalok mitarnt!´´ was so viel heißt wie ,,Kowskurg ist seit langer Zeit Anführerin und tötet jeden, der etwas anderes sagt!´´).
      Ein weiterer Problempunkt sind die Namen, anhand derer man bei unserem Volk oftmals das Geschlecht ableiten kann. In diesem Falle heißt das Weibchen Kjurrash, was wohl so etwas wie ,,Klauen-Biss´´ bedeuten soll und das Männchen Harpaikk (übersetzt heißt dies wohl (Wortwiederholung!),,grauer Fleck´´), wobei oft zwei Wörter miteinander kombiniert werden. So müsste zum Beispiel der Name des letzteren eigentlich harmaashs Paikkash lauten. Eine weitere Sache, die wir am Verhalten der beiden Gremlins beobachten konnten, ist ihr Hang zur Streiterei untereinander, der sie bereits zwei Mal dazu veranlasste, aufeinander loszugehen und zu sich gegenseitig tot zu beißen. Doch gingen wir jedes Mal rechtzeitig dazwischen, bevor sie dieses Ziel erreichen konnten. Auch auf unsere Fragen antworten sie zumeist sehr vulgär sowie feindselig und einmal fiel das Männchen mich gar an, um mich zu erwürgen, sodass ich gezwungen war, es zu töten. Dadurch verbleibt mir nur noch der Kjurrash genannte Norder als Informationsquelle, doch scheint sie wohl bisher nicht viel kooperativer als ihr Artgenosse zu sein. Doch da wir höchstwahrscheinlich bald auf weitere Gremlins treffen werden, kann ich mich ihrer vermutlich ohnehin bald entledigen...
    • @Aurelia Verdammich! Du hast mich da gerade an etwas erinnert! Ich hatte das schon längst überarbeitet und es komplett vergessen hier rein zu stellen! Ups, danke für die Erinnerung. Nur wegen der Zeitformen an der einen Stelle muss ich anmerken, das ist ein Tagebuch Eintrag, soll heißen, dass er die ganze Zeit über vergangenes berichtet, während er in der Gegenwart auf die Rückkehr seiner Boten wartet. Ansonsten herzliches Dankeschön :thumbsup:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • *Räusper* Hallo, ich bin der Xarrot und mach dann mal hier weiter...
      Kapitel 5 - Dog, der Rog
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      Zu Anfang bemerkte Galdor nicht einmal, dass sich überhaupt etwas verändert hatte. Erst als die Schreie lauter und zahlreicher wurden, wandte sich der General um. Seine Leibwächterin Tarya ebenfalls und beide starrten sie entsetzt auf die Szene, die sich dort im Tal abspielte. Galdor wusste nicht woher sie plötzlich alle kamen, wie viele es waren oder wie lange sie bereits von diesen Bestien verfolgt wurden. Nur das sie ein gewaltiges Problem hatten, das war ihm bewusst.
      Überall zwischen den mächtigen Felsen am Hang zu seiner Linken tauchten fahlhäutige Kreaturen auf mit Händen, die eigentlich viel zu groß im Vergleich zum restlichen Körper wirkten. Ihre bleichen Augen machten den Anblick dieser Kreaturen dabei noch unheimlicher und erweckten zudem den Anschein, als seien ihre Besitzer blind oder gar tot. Doch dies war lediglich ein Trugschluss, den unerfahrene Soldaten oft zogen, wenn sie das erste Mal einem Frak begegneten. Eigentlich konnten sie am Tag genauso gut sehen wie jeder Gardrim oder Mensch und nachts waren sie ihnen sogar noch um einiges überlegen. Nun stürmte eine ganze Armee dieser Bestien den Hang hinab, zischend und fauchend was das Zeug hielt. Begleitet wurden sie vom Klang der Kriegstrommeln und Hörner.
      Als erfahrener Kommandant erfasste Galdor rasch die Situation. Die Fraks hatten es auf drei verschiedenen Stellen ihres Heerzuges gleichzeitig abgesehen und in jedem der drei Kampfmobs wehten nochmals drei bis vier Banner, somit mochte die gesamte Armee etwas um die siebenhundert bis achthundert Krieger zählen. Das waren verflucht viele. Doch auch sie selbst waren nicht ganz unvorbereitet, denn natürlich hatte Galdor mit seinen sechs Hauptmännern besprochen, was im Falle eines plötzlichen Angriffs zu tun war und nun war der Zeitpunkt gekommen, um diesen Notfallplan einmal auf die Probe zu stellen.
      Noch bevor die Fraks überhaupt die Reihen ihrer Feinde erreichen konnten, hatten sich diese formiert. An jedem der drei Angriffspunkte erwartete die Norder nun eine Wand aus Speeren und Schwertern. Dahinter standen jeweils eine Hundertschaft Bogenschützen bereit, die eine Salve auf die heranstürmenden Bestien abfeuerten.
      Jedoch bestand diese Armee leider nicht aus in Leder und Felle gerüsteten Gremlins oder Goblins. Dies hier waren Fraks. Ein Volk von Bergbewohnern, wodurch sie einen deutlich leichteren Zugang zu Eisenerz hatten als ihre Verwandten. Somit verursachte der Hagel aus Pfeilen weniger Schaden als erhofft. Zudem waren auch die Fraks nicht vollkommen bescheuert und rannten einfach so ohne Schutz einen steinigen Hang hinab. Stattdessen sprangen sie geschickt von einem Fels zum anderen und suchten immer wieder Deckung. Eine Taktik, die sie ihr ganzes Leben über perfektionieren konnten und jeder einzelne war durchtrainiert, drahtig und verstand sich auf Angriffe von steilen Hängen hinab. Nur ein paar hatten Pech und standen gerade dann ohne schützenden Stein da, als der gefiederte Tod hernieder regnete. Eine Gruppe aus sieben Fraks erwischte es besonders übel. Vier von ihnen schafften es noch rechtzeitig von dem großen Felsbrocken herab, doch von den anderen drei starben zwei mit durchbohrten Körpern. Der letzte machte gar einen Hechtsprung, fiel ins Leere und brach sich das Genick. Die restliche Horde rannte einfach weiter und feuerte selbst ein paar Pfeile ab.
      Plötzlich stach Galdor eine kleine Gestalt ins Auge, die nun doch ohne Deckung den Hang hinab stürmte und dabei wie ein Kaninchen Haken schlug. Bewaffnet war sie nur mit einem Speer und einem Schild. Die Rüstung hingegen bestand aus Stoff und einer Lederkappe. Noch nicht einmal Stiefel besaß der Borkling.
      Es war keine Seltenheit, dass diese Wesen in den Armeen anderer Norder als Söldner dienten, jedoch hielten sie sich dabei weder an Schlachtpläne, noch Formationen oder Angriffstaktiken ihrer Verbündeten. Stattdessen rannten die kleinen, recht menschenähnlichen Wesen lieber auf eigene Faust ins Getümmel, wobei sie erstaunlich häufig am Leben blieben. Eigentlich nicht zu erwarten bei solchen Methoden. Umso mehr drängte es Galdor, selbst in das Getümmel einzugreifen.
      "Treibt die Pferde an!", rief er seiner Leibgarde zu und gemeinsam gaben sie ihren Tieren die Sporen. "In die Schlacht! Sydt fon Sava, op va Ronnes tinn Avalor!"
      Nur Sekunden später hatten sie die Reihen des Feindes erreicht und fielen den Fraks in die Flanke. Ein nicht ganz so mutiger und kampfeswütiger General wie Galdor es war, wäre vermutlich auf der Stelle verharrt und hätte das Geschehen von seiner sicheren Position aus beobachtet. Aber Zurückhaltung war nicht die Stärke des jungen Adeligen, der bereits auf mehrere Jahre Kampferfahrung zurück blicken konnte. An diesem Tag rettete ihm dies sogar das Leben.

      "Rennt! Nach unten ihr lahmarschhhhigen Sackratten!", zischte Kurquosh, der Treiber von fünf Dutzend Fraks, die gerade allesamt auf den Feind am Grunde des Tals einstürmten. ,,Un holt mir den da von seinem Gaul herrunter!"
      Dabei deutete er mit seinem Streitkolben auf einen Menschen, der soeben in Begleitung von acht weiteren in Kurquoshs Kampfmob hinein geprescht war. Sogleich stürmten drei seiner Leute vor, um den Befehl ihres Vorgesetzten auszuführen. Einer von ihnen wurde allerdings auf halbem Weg von einem anderen Gegner mit einem Speer glatt durchbohrt und fiel tot zu Boden.
      "Schhhhhwachköpfe, dreckige ...", murrte der Treiber, hob sein Schild und ging selbst zum Angriff über.
      Beinahe wäre er dabei in die gesenkte Spitze des Speeres gerannt, der gerade erst einem seiner Kumpanen zum Verhängnis geworden war. Doch anstatt in sein weiches Brustfleisch einzudringen, prallte sie nur nutzlos am Holz des Schildes ab. Gackernd schwang der Frak seine eigene Waffe und brach dem Reittier seines Feindes damit ein Bein.
      "It äna huz ossig, hobb hinn runna!", hieß es bei den Borklingen. "Ist einer zu groß, hol ihn runter"
      Ein nützlicher Tipp, den Kurquosh sich schon öfters zu Nutzen gemacht hatte im Kampf gegen Gremlins und Goblins. Fraks waren nicht die Größten und liefen noch dazu leicht gebeugt, sodass es ziemlich viele Feinde gab, die sie überragten. Knochen brechen hatte da bisher jedoch immer geholfen, denn welcher Feind blieb denn auch noch stehen, wenn man ihm die Kniescheiben zertrümmert hatte?
      In diesem Fall musste der Fraktreiber jedoch keine weiteren Beine brechen, ein kräftiger Schlag auf den behelmten Schädel tat es auch. Mit einem markigen Knirschen bohrte sich einer der langen Dornen des Streitkolbens durch das Metall in die Schädeldecke darunter. Dieser Mensch würde nicht wieder aufstehen. Zufrieden richtete sich Kurquosh wieder auf und schubste einen seiner eigenen Kämpfer beiseite.
      "Kommt her auf euren Schhhhindmähren!", fauchte er den anderen Reitern entgegen, die ihn allerdings beflissen ignorierten und weiter auf die anderen Norder einstachen.
      Aber das taten sie immer, bis Kurquoshs Streitkolben dann ihre hübschen Schädel zertrümmerte. Sein nächster Gegner war allerdings ein um Längen besserer Kämpfer als sein Vorgänger und hielt den Frak mit weiten Schlägen seines Schwertes auf Abstand. Einmal erwischte er ihn sogar und brachte ihm eine schmerzhafte Wunde an der Stirn bei, nur knapp oberhalb des Auges. Es war Zeit die Taktik zu ändern. Knurrend lies Kurquosh einfach seinen Streitkolben fallen und zückte dafür ein langes Messer. Im nächsten Moment warf er sich regelrecht gegen den Leib des Pferdes, wobei er sich nach oben hin mit dem Schild vor weiteren Schwerthieben schützte und rammte die Klinge seiner Waffe dem Tier in den Bauch. Ein Schwall Blut spritzte ihm entgegen, doch der Norder genoss es regelrecht und genehmigte sich sogar einen Schluck davon, bevor das Pferd wiehernd zusammenbrach.
      Der Reiter jedoch war viel zu gewieft, um einfach wie der andere mit seinem Reittier umzufallen und darunter festgeklemmt liegen zu bleiben. Stattdessen sprang er rechtzeitig aus dem Sattel, kam dann überraschend schnell wieder auf die Füße und ging sofort von Neuem auf Kurquosh los. Nun war der Dolch auf einmal ziemlich nutzlos geworden und der Norder konnte nichts weiter tun, als seinen Schild vorzuhalten und die Schläge so gut es eben ging abzuwehren. Einmal erwischte es ihn dabei am Bein und ein weiteres Mal an der Hüfte. Beide Wunden bluteten heftig und machten es ihm ungemein schwer, stehen zu bleiben.
      Doch eine Sache hatte der Mensch leider vergessen: Er war umringt von Nordern. Fauchend stürmte auf einmal eine andere Frak vor und rammte ihren Säbel dem Soldaten in die Brust, während eine zweite den Schildarm abtrennte.
      "Gut, gut!", lobte Kurquosh die beiden und eine der Fraks beugte sich prompt hinab und riss einen Mund voll Fleisch aus dem Nacken des Toten.
      "Jaaaa! Endlichhhh wieder Fleischhhh!", meinte sie kauend. "Nach dem ganz ..."
      Ein Huf traf ihren Schädel und mit weit aufgerissenen Augen stürzte die Frak tot zu Boden.
      "Blut und Galle!", zischte die andere empört und Kurquosh spuckte dem Reiter einen dicken Klumpen Rotz entgegen.
      "Dann fressen wir eben dichhhh!"
      Gleichzeitig stürmten die beiden Norder auf den Reiter los, als plötzlich einer der feindlichen Fußsoldaten vor Kurquoshs Nase taumelte. Einen kurzen Zweikampf später lag der Mensch tot am Boden. Die Frak allerdings auch.
      "Arschhhh ...", knurrte der Norder und ging zum Angriff über.
      Dabei bemerkte er nicht einmal die ziemlich teuer wirkende Rüstung, mit dem Wappen eines Adlers über einem Turm auf blauem Grund darauf ...
      Das Einzige, an das Kurquosh sich Zeit seines nicht mehr besonders lange währenden Lebens noch erinnern sollte, war, dass sein Gegner ordentlich Feuer im Arm hatte und ihm fast den Schild in Stücke hieb. Letztendlich war es jedoch nicht der Schild, welcher nachgab, sondern der Brustkorb des Fraks, als die Spitze des Schwertes tief in ihn eindrang. Schreiend vor Schmerz brach Kurquosh zusammen und landete bei den anderen Toten am Boden. Dies sollte offenbar kein besonders schöner Tag für die Fraks werden ...

      "Ey ihr Penner! Hört auf zu schießen!", brüllte Warkz aus vollem Hals, dann traf einer eben jener Pfeile, über die er schon die ganze Zeit wetterte den Gremlin in die Seite und das Brüllen wurde zum Geschrei. "Verdammte Säcke!"
      Ein fester Schlag von Jurgl auf den Kopf seines Untergebenen lies wieder Ruhe einkehren, zumindest bei den sieben Gremlins. Um sie herum tobte weiterhin der Kampf, dank dem ihre Bewacher sie vollkommen vergessen hatten. Somit war es auch niemandem aufgefallen, dass sie kurzerhand einen zurückgebliebenen Soldaten überwältigt und sich mit dessen Waffe von ihren fesseln befreit hatten.
      "Halts Maul un folgt mir, ich hab eine Idee!", knurrte Jurgl seinen Leuten zu und lief geduckt los, der Rest hinten drein.
      "Seit wann hat Jurgl mal eine Idee? War das nicht immer Fraugs Ding?", kam es leise von Wirnak und Juurz kicherte, etwas weniger leise.
      Doch der Sahek hörte es trotzdem nicht. Er war viel zu sehr darauf konzentriert, möglichst rasch von Deckung zu Deckung zu rennen und dabei nicht über irgendetwas zu stolpern. Schließlich duckte er sich hinter einem mit Kisten und Fässern beladenen Karren und spähte rasch um sich.
      "Wird Zeit, dass wir abhauen", meinte er und sah sich dann verwirrt um. "Wo is Warkz hin?"
      "Liegt da hinten", meinte Sjunkarr und deutete hinter sich, wo der leblose Körper eines Gremlins ruhte. "Hat ein Pfeil in den Kopf bekommen."
      "Mist."
      "Kann man nix machen ..."
      "Wir brauchen Waffen!"
      Und ob sie die brauchten! Egal ob nun die Fraks durchbrachen und alles im Tal massakrierten oder die Menschen und Gardrim standhielten und ihrerseits die Fraks erschlugen, die sechs Gremlins hielt nichts mehr an diesem Ort. Der Weg in die Wildnis stand ihnen offen, jedoch wollte keiner von diesen unbewaffnet antreten, was jedoch auch gar nicht nötig war. Schließlich lagen überall Leichen, Waffen und Rüstzeug zur Genüge herum.
      "Los! Holt euch was von dem Kram un dann weg hier, den Hang da rauf in den Wald!", befahl Jurgl, sprang auf und lief zu einem toten Gardrim in der Nähe. "Un lasst euch nicht von Pfeilen umnieten!"
      Furchtsam geduckt schwärmten die Norder aus und plünderten die Gefallenen aus. Doch ihre Angst davor, von Geschossen getroffen zu werden, war unbegründet. Inzwischen waren die Fraks fast allesamt in Nahkämpfe verwickelt und hatten Besseres zu tun, als mit Pfeilen um sich zu schießen. Trotzdem beeilte sich Koratzash, sodass sie sich kurze Zeit später nicht nur einen Speer und einen Rundschild angeeignet hatte, sondern auch einen etwas zu großen Helm und Brustpanzer, sowie ein wie angegeossen sitzendes Paar Stiefel. Zudem hackte sie noch einem Menschen, der die Frechheit besaß noch zu leben, nachdem ein Pfeil ihn in seinen Bauch traf, mit dessen eigenem Schwert ein Bein als Proviant ab. Derart beladen eilte sie rasch zurück hinter den Karren und auch der Rest hatte sich für den Aufbruch gerüstet und war abmarschbereit.
      "Halt! Wartet mal!", rief Jurgl plötzlich. "Wir brauchen auch Bögen un Pfeile! Ohne die können wir nix jagen!"
      "Oh, natürlich Sahek ..." Wirnak klang in etwa so überrascht wie Koratzash sich selbst fühlte.
      Für gewöhnlich vergaß Jurgl doch ständig solcherlei Kleinkram, was war denn neurdings mit dem Gremlin los? Früher hatte Fraug seinen alten Kumpan sogar ständig daran erinnern müssen, dass dieser seinen Proviant mitnahm, wenn sie auf die Jagd gingen. Hatte die lange Bekanntschaft mit Fraug vielleicht einen schlaueren Gremlin aus Jurgl gemacht?
      Fast vergaß Koratzash nun selbst das Bein wieder aufzuheben, das sie zum Aufsammeln der Pfeile abgelegt hatte, so sehr war sie mit ihren Überlegungen beschäftigt. Stattdessen jedoch flog sie nur einmal der Länge nach hin, als sie wieder zum Karren zurückrannte, wobei alle eingesammelten Pfeile wieder am Boden landeten und die Gremlin sich obendrein auch noch fast einen in ihr eigenes Bein stach.
      "Hehe ... Trottel", begrüßte sie Wirnak und klopfte ihr kräftig auf den Rücken, wofür Koratzash sich mit einem Tritt rächte.
      "Können wir dann?"
      "Äh ... Pfeile, Bögen, andrer Kram ... jau, glaub schon Boss!"
      Hastig und teilweise etwas überladen, rannten die Gremlins los, um etwas ungeschickt den rechten Hang des Tals zu erklimmen. Nach nur etwa fünfzig Schritte hatten sie bereits die ersten Bäume erreicht und hielten in einer kleinen, natürlichen Mulde inne. Keuchend lagen sie für einen Moment einfach nur da und schnauften vor sich hin. Dann robbte Juurz zum Rand ihres Verstecks, um von oben her das Geschehen im Tal zu beobachten.
      "Leck mich ...", kam es beeindruckt von dem Gremlin und weckte damit die Neugier der anderen fünf. "Das is mal ein Kampf!"
      Eilig gesellten sie sich zu ihrem Kumpan. Gebannt starrten die Norder auf die Kämpfenden unter ihnen und das waren einige! Schon allein die Fraks zählten mehrere hundert und dennoch waren die zweitausend vom Westpack ihnen bei weitem überlegen, was sich auch langsam bemerkbar machte. Wo zuvor noch Fraks tief in die feindlichen Reihen geprescht waren, lagen nun lediglich ihre Leichen und der stete Pfeilhagel auf die nachrückenden Angreifer sorgte dafür, dass der Druck auf die vorderen Reihen von Seiten der Norder immer weiter schwand. Hier und da wandten sich bereits die ersten der blasshäutigen Kreaturen zur Flucht, jedoch wurden sie von den Unterbossen der Horde sofort wieder mit Peitschenhieben ins Kampfgeschehen zurück getrieben. Trotzdem würde es wohl nicht mehr lange dauern, bis auch die Treiber der Fraks die Biege machten und dann gab es nichts mehr, was der verbleibenden Meute wieder Mut einpeitschte.
      Aber das war den Gremlins momentan ohnehin ziemlich gleichgültig. Fasziniert verfolgten sie das Gemetzel, hier und da leise kichernd. So viel Gewalt, konzentriert auf einen so kleinen Raum voller Fraks, Gardrim und Menschen, das sah man wirklich nicht alle Tage!
      "Das is ja mal eine richtige Schlacht!", frohlockte Sjunkarr und verfolgte ganz entzückt, wie ein Frak von zwei Menschen durchlöchert wurde. "Darüber wird es Geschichten geben un wir sind auch noch dabei! Ich war noch nie bei einer richtigen Schlacht dabei!"
      Auch die anderen grinsten und nickten zustimmend, bis auf Jurgl.
      "Ob der Sahek sowas schon öfters gesehen hat?", flüsterte Koratzash leise zu Juurz, der nur mit den Achseln zuckte.
      "Jurgl is alt, der war vermutlich schon bei vielen Schlachten dabei", mischte sich jetzt auch Wirnak ein. "Ich kannte mal einen, der ..."
      "Hä?! Was is das jetzt?", kam es plötzlich von Jurgl, der sich offenbar doch wieder für den Kampf interessierte. "Da! Schaut mal auf die Bäume da hinten!"
      Dabei deutete er auf den Waldrand ganz am Ende des Tals, der anscheinend plötzlich ein Eigenleben entwickelt hatte. Als litten sie unter einer Art Schüttelfrost, erzitterten gleich mehrere der hohen Tannen. Hinzu kamen in regelmäßigen Abständen Geräusche, wie von schweren Schritten und Koratzash hätte schwören können, dass der Boden leicht vibrierte. Da kam etwas ziemlich Großes auf sie zu.
      "Verbünden sich Fraks mit Trollen?" fragte Kjurrash furchtsam.
      "Ne, aber ...", wollte Jurgl antworten, doch bis zum dritten Wort kam er gar nicht erst.
      Es war auch nicht nötig. Mit einem lauten Krachen wurde eine der vordersten Tannen einfach umgeworfen und von einem mächtigen, menschenähnlichen Fuß zu Boden gedrückt.
      "DOG DRÖSCHOUT ON!", brüllte das haarige, braune Monstrum, das sich selbst Dog nannte und für einen Augenblick hielt alles inne.
      Auch die Gremlins glotzten das riesige Wesen einfach nur stumm an, bis auf Jurgl wieder einmal, der solcherlei vermutlich schon oft genug zuvor gesehen hatte. Vom Kopf bis zu den Füßen maß das Biest gute fünf Gremlins. Dennoch waren die Gliedmaßen schlaksig wie bei einem Ork oder besonders großen Menschen. Das Gesicht war etwas grobschlächtiger und von Schwielen übersät, wirkte ansonsten jedoch dem eines Gremlins gar nicht mal unähnlich, bis auf die Augen. Oder viel mehr das Auge. Denn anstatt zwei prangte nur ein einziges genau in der Mitte der Stirn und blickte böse und gelb um sich.
      "Das is ein Rog!" In der herrschenden Stille wirkte Jurgls Stimme unnatürlich laut, doch außer den anderen fünf Gremlins interessierte sich sowieso niemand dafür. "Ich glaub, das wird gleich lustig für das Westpack."
      Tatsächlich. Schon allein der Anblick des Monstrums reichte aus, damit einige der Gardrim und Menschen anfingen zurückzuweichen. Und als wäre ein riesiges, brutales Biest noch nicht genug, wuselten um die beiden gigantischen Füße auch noch fast drei Dutzend sogenannterPuupurrashr, eine Art von in den Bergen heimischen Riesenspinnen. Ganz hinten kam die Mutter des Spinnenclans gerade erst aus dem Wald hervor, welche noch einmal so groß wie vier ihrer Kinder war, mit drei Fraks als Reitern auf ihrem Rücken. Begleitet wurde die Monsterhorde von weiteren zwei Dutzend blasshäutigen Nordern, die der Spinnenmutter wohl irgendetwas zuriefen. Denn gleich darauf bäumte diese sich unvermittelt auf und gab über scheinbar sinnloses Beingefuchtel Befehle an ihren Clan weiter. Selbst Koratzash, die keine Ahnung von diversen Spinnensprachen hatte, konnte sich denken, was diese stummen Befehle bedeuteten und für den Rest brüllte es der Rog noch einmal ohrenbetäubend laut hinaus: "DRESCHÖRG! ANGRIFF!"
      In dem Moment, als sich die Spinnen, der Rog sowie die Fraks in Bewegung setzten und auf das Westpack zu preschten, war Koratzash so froh wie noch nie, dass sie nicht länger dort unten im Tal weilte. Was der Rog mit seinen achtbeinigen Verbündeten da nämlich unter dem Westpack anrichtete, war nicht einmal mehr Kampf zu nennen und selbst die Erde bebte nun tatsächlich.
      Wie eine Lawine krachte das riesige Wesen in seine weitaus kleineren Feinde und zerstampfte ein gutes Dutzend auf der Stelle. Der Rest, der die trampelnden Füße dennoch irgendwie überlebte, wurde von einem Schwarm Spinnen begrüßt, welche ihren Feinden kurzerhand durch einen kräftigen Biss töteten. Wer in diesem Kampf zu Boden ging und sei es auch nur weil er stolperte, war tot. Spätestens die zwei Dutzend Fraks, die gar nicht wirklich in den Kampf eingreifen konnten, weil ihnen der Weg von großen haarigen Leibern versperrt wurde, erstachen jeden der sich noch rührte. Sjunkarr hatte sich offensichtlich geirrt, das hier war nicht wirklich Schlacht zu nennen. Eher Massaker ...
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

    • Aus Sicht der Norder wird eine blutige Schlacht zum makabren Spaß! :thumbsup:

      Xarrot schrieb:

      Un holt mir den da von seinem Maulesel runter
      "Gaul" oder "Mähre" würde ich als Schimpfwort für ein Pferd verwenden. Oder reitet er tatsächlich auf einem Maulesel ins Schlachtgetümmel? Meines Wissens sind diese Hybriden dafür kaum geeignet...

      Xarrot schrieb:

      Vom Kopf bis zu den Füßen maß das Biest gute fünf Gremlins (also etwa 8 Meter
      Diese Angabe in Klammern würde ich lassen. Das reißt den Leser aus der Sprache heraus und kaum jemand kann sich unter 8 Metern spontan mehr vorstellen als unter "Mannslängen". Statt Längenangaben in Zahlen und Maßen würde ich eher einen Vergleich wählen - hoch wie ein Junger Baum, ein kleiner Aussichtsturm o.ä. Das weckt eher Bilder. Das gilt auch für Volumen, Gewichte usw. usf.
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa