Hinter den Bergen

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    • @Windweber und das beste ist, es ist noch nicht vorbei! :orc:
      Mir war durchaus bewusst, dass Maulesel einen solchen Hybriden darstellt, allerdings ist es ja gerade darum eine passende Beleidigung. Hab sie jetzt trotzdem durch "Gaul" ersetzt, um niemanden zu verwirren und die Klammern ist einfach mal mir nichts dir nichts verschwunden... :whistling:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Hi Xarrot,

      okay, ich muss gestehen, mir schwirrt der Kopf. Mir kommt es so vor, als ob ich mittendrin gewesen wäre in diesem Chaos :)

      Meine Anmerkungen findest im Spoiler:

      Spoiler anzeigen


      Da ich kein Experte bin, was die Analyse solcher Kampfszenen betrifft, halte ich mich hier lieber zurück. Ich habe keinen blassen Schimmer, wie ausführlich oder detailliert man sowas für gewöhnlich beschreibt... wenn ich also sage, dass mir das eine Spur zu viel Durcheinander war, dann ist das meine rein subjektive Wahrnehmung. Ich fand es schwierig, den Überblick zu behalten zwischen Fraks, Gremlins, Nordern, Menschen, Gardrim, Westpack, Koikonr, Dog und Rog,....und was da sonst noch so alles rumkreuchte bzw. von dir ins Geschehen geworfen wurde. :)

      Was für mich das Lesen an manchen Stellen zusätzlich erschwert hat, waren wieder irgendwelche Kettensätze oder schwierig verständliche Sätze. Beispiele:

      Xarrot schrieb:

      Überall zwischen den mächtigen Felsen am Hang zu seiner Linken tauchten bleichhäutige, leicht gebeugt laufende Kreaturen auf mit Händen, die eigentlich viel zu groß im Vergleich zum restlichen Körper wirkten
      Ich finde, du versuchst oft ziemlich viele Informationen in so einen Satz zu packen, weshalb es dann leicht verworren wirkt. Man fragt sich hier zum Beispiel: ist das jetzt wichtig, dass der Hang zu seiner Linken ist? Und warum müssen die Kreaturen "leicht" gebeugt laufen? Verstehst du, was ich meine? Vielleicht solltest du deine Sätze mal daraufhin überprüfen, ob du dich von der einen oder anderen Information trennen kannst. (nur so ne Idee)

      Xarrot schrieb:

      Ihre ebenfalls fahlen Augen machten
      das "ebenfalls" kann man in diesem Fall vielleicht auch streichen....


      Xarrot schrieb:

      Jedoch bestand diese Armee leider nicht aus nur selten in etwas stabileres als Felle und Leder gekleideten Gremlins oder Goblins.
      Ich glaube, hier hast du deinen Satz in den Mixer geworfen, oder???


      Xarrot schrieb:

      Nun stürmte eine ganze Armee dieser Bestien den Hang hinab und brüllte und fauchte dabei, was das Zeug hielt, begleitet wurden sie vom Klang der Kriegstrommeln und Hörner, um die Truppen noch weiter anzuspornen und in all dem Durcheinander noch irgendwie Befehle vermitteln zu können.
      Ich glaube, hier kannst du locker zwei Sätze draus machen....ich versuche nach Möglichkeit das Wörtchen "und" nicht mehr al einmal in einem Satz zu verwenden.... (ist vielleicht auch nur so ne Macke von mir) In diesem Satz zähle ich es gleich 4x.


      Es gibt noch ein paar davon, die ich jetzt aber nicht wiederfinde...



      Keine Ahnung, ob du was damit anfangen kannst...schau einfach mal...


      Viele Grüße,
      Rainbow
    • Hi Xarrot!

      Um mal aufzuholen, habe ich jetzt das erste Kapitel gelesen und kommentiert. ^^

      Mir sind immer noch die langen, verschachtelten Sätze aufgefallen, aber da habe ich beim letzten Mal schon was zu gesagt. Wo du wirklich aufpassen musst, sind die Redebegleitsätze, das habe ich dir immer im Text angestrichen. Wenn der Satz nach der wörtlichen Rede unabhägig von dem Gesagten ist, stellt er einen eigenen Satz dar, wird folglich groß begonnen, nicht durch ein Komma getrennt und am Ende der wörtlichen Rede muss ein Satzzeichen stehen.

      Der zweite Teil des Kapitels, wo du aus der Sicht der Gremlins geschrieben hast, hat mir sehr gut gefallen. Du schaffst es echt gut den Lebensstil der Gremlins rüberzubringen und es hat auch etwas Amüsantes zu lesen wie sie sich verhalten. :D Während die langwierigigen Erklärungen im ersten Abschnitt zäh zu lesen waren und mich - um ehrlich zu sein - nicht großartig interessiert haben, kam im zweiten Teil wirklich Leben in die Geschichte. Oder ich mag einfach Actionszenen. XD

      Detaillierte Anmerkungen wie immer im Spoiler:
      Spoiler anzeigen

      Xarrot schrieb:

      Kapitel 1- Der Weg nach Osten


      Vier Tage war es her, dass sie die Grenze zur Wildnis passiert hatten. Seitdem waren sie keiner Menschenseele mehr begegnet, von den Helvetrin, die angeblich weit im Osten auf der anderen Seite der herrenlosen Wälder, Berge und Ebenen lebten, ganz zu schweigen. Vor zwei Tagen waren sie an einer Stelle vorüber gekommen, an der offensichtlich ein Überfall stattgefunden hatte. Der Boden war an mehreren Stellen vom Blut der Ermordeten getränkt worden, wobei hier und da noch ein paar Wertsachen sowie Fleischfetzen und Knochen herumgelegen hatten. Doch mehr nicht. Sein Vater hatte ihm erzählt, dass sie die Leichen mitnehmen und essen würden. Oftmals auch ihre eigenen und Kalln glaubte es ihm nur zu gern, allerdings nicht weil er mit seinen neun Jahren noch besonderst leichtgläubig wäre, sondern weil er es selbst gesehen hatte. (Wieder diese langen, verworrenen Sätze. °__° Es kann wirklich nicht schaden, ab zu einen Punkt zu setzen.)

      Vor einigen Jahren, als seine Familie noch auf dem Land beim Grafen Hugenot zu Moorring gelebt hatte, waren sie eines Nachts wie aus dem Nichts aufgetaucht. Sie waren etwas kleiner als Menschen gewesen, mit großen spitzen Fledermausohren, die vom Kopf abstanden, ebenfalls großen runden Augen, die bösartig geglitzert hatten und einem breiten Maul voller scharfer Zähne. Einige waren sogar auf großen Raubkatzen mit überlangen Fangzähnen neben dem Rest her geritten. (Das klingt aber cool! Ich mag Raubkatzen!)

      Damals hatte sie nur die Tatsache gerettet, dass sie so nahe am Tor zur Burg wohnten. Die meisten anderen, darunter auch die Familie seines Freundes Ralf, waren von den in Felle und Leder gekleideten Wilden eingekreist worden. Die ganze restliche (ein Attribut reicht in dem Fall, um zu verdeutlichen, dass es um den Rest der Nacht geht) Nacht hindurch waren die Schreie der Gefangenen zu den Überlebenden hinter dem Burgwall gedrungen, sowie ab und zu die Hohnrufe der Peiniger, die lauthals und in mehr schlechtem als rechtem Grenzländisch angekündigt hatten, was sie wem als nächstes antaten. Gegen Morgen waren sie dann endlich abgezogen und hatten nur ein paar grausige Gebilde aus Knochen und Unrat hinterlassen.
      Nach diesem Erlebnis hatte Kallns Vater den Entschluss gefasst, wegzuziehen, ebenso wie viele andere. Allerdings hatten sie erkennen müssen, dass das Leben in der Stadt sehr viel teurer war, als erwartet und auch die Arbeit nicht immer so leicht zu finden, wie immer angepriesen wurde. Darum und weil Kallns Vater sowieso nie jemand gewesen war, der gerne länger an einem Ort blieb (wie er immer stolz erzählte), waren sie zu fahrenden Händlern geworden.
      Aus diesem Grund hatten sie sich auch der Karawane angeschlossen. Genau so wie über hundert andere, die allesamt das Ziel hatten, die Wildnis zu durchqueren, um ins gelobte Land der sagenhaften Helvetrin zu gelangen. Viel war über dieses Volk bei den Menschen in seiner Heimat nicht bekannt gewesen. Nur das sie angeblich Meister der Handwerkskunst und der Architektur waren. Doch sie schon seit vielen Jahrhunderten lebten sie nahezu abgeschnitten von den anderen Reichen und nur noch auf einem gefahrvollen Landweg konnte man zu ihnen gelangen. Folglich hatte man schon seit längerer Zeit nichts mehr von ihnen vernommen. Dennoch war es das Ziel vieler Händler zu dieser Zeit, das ferne Land dieses Volkes zu erreichen, um dort ihr Glück zu machen und als reicher Mann nach Ryttarmark oder Söderheim zurückzukehren. Wenn sie denn zurückkehrten.
      ,,Hey Kalln, könntest du das bitte tragen? Es fällt sonst noch vom Karren´´ Eifrig nickte der Junge auf die Frage seines Vaters und nahm die kleine Kiste, die zuvor ganz oben auf dem vollen Karren hin und her geschwankt war, entgegen. (Wenn der nächste Satz kein Redebegleitsatz ist, wird er nicht durch ein Komma getrennt, sondern groß begonnen und als seperater Satz betrachtet.)

      ,,Papa, wie weit ist es eigentlich noch bis zur anderen Seite?´´
      ,,Zu weit um von einer zur anderen Seite schauen zu können, das kann ich dir flüstern´´, scherzte Kallns Mutter und fuhr ihrem Sohn durch das halblange, braune Kopfhaar.
      ,,Müssen wir auch über diese Berge, von denen der alte Mann mit dem Helm geredet hat?´´ Wenn er jetzt schon einmal dabei war, konnte er ja auch gleich den Rest seiner vielen Fragen stellen. (Selbes Problem wie oben.)

      ,,Ja, Berge haben es leider an sich, dass sie nicht einfach verschwinden können... jetzt werd doch nicht gleich beleidigt.´´ Trotzig verzog Kalln das Gesicht.
      Dass seine Eltern auch nie ernst antworten konnten...
      Plötzlich ging ein Ruck durch die vorderen Reihen der Karawane und kurz darauf kam die gesamte Kolonne zum Stillstand und von irgendwo drang ein leises Klatschen an Kallns Ohr, dass er jedoch nicht weiter beachtete.
      ,,Hey, was ist los?´´, erklang sogleich ein verwirrter Ruf hinter Kalln. ,,Warum halten wir an?´´
      ,,Ein Toter!´´, antwortete ein anderer.
      ,,Einer von uns?!´´
      ,,Nein! Einer von diesen verdammten Gremlins!´´

      ,,Ich glaub, sie ham Lajez gefunden...´´ Die Bemerkung war zwar vollkommen überflüssig, da sie es alle sehen konnten, doch von Hauptar war auch nichts anderes zu erwarten. ,,Warum ham wir den auch nach der Schlägerei da liegen lassen...?´´
      ,,Leutz! Jetzt gehts gleich los, macht euch bereit!´´, zischte Fraug, der Sahek (eine Art Unterführer der Gremlins) des fast fünfzig Krieger starken Überfallkommandos seiner wartenden Meute zu, die daraufhin die Waffen zog und zu johlen beginnen wollte. ,,Schnauze! Ich sagte bereit machen, net rumschreien!´´
      Dabei verpasste Fraug als zusätzliche Warnung dem Norder (Überbegriff für die Völker der Gremlins, Goblins, Fraks, Borklinge, Shragen, Orks und Rurg) neben sich einen kräftigen Hieb mit der Peitsche. Gleich darauf zuckte der gesamte Haufen, inklusive des Saheks selbst, zusammen. Das Klatschen des Leders war dann doch etwas lauter gewesen als erwartet. Vorsichtig warf Fraug einen Blick zur immer noch verharrenden Karawane hin. Schließlich waren sie nur etwa drei Surrakr Schritte (eine Surrak heißt etwas zwischen 10 und 15) vom ihrem Ziel entfernt, da war man lieber vorsichtig und vor allem leise. Ganz besonders, wenn dieses Ziel über fast ebenso viele Wehrfähige (sowie haufenweise Kanonenfutter in Form von Bauern und Händlern) verfügte, wie man selbst. (Erklärungen in Klammern einzufügen ist kein gutes Stilmittel, da man beim Lesen immer aus dem Lesefluss gerät. Ab und zu stört es nicht, aber hier nimmt es überhand.) Eigentlich zu viele für einen Überfall. Naja, eigentlich war Gemetzel schon eher der richtige Begriff für das, was folgen sollte. Wobei abzuwarten war, wer metzelte und wer selbst niedergemetzelt wurde. Aber was der Boss befahl, war eben Gesetz.
      Fraug ließ seine Krieger und Kriegerinnen noch ein paar Schritt näher durch den hohen Farn voran pirschen, dann richtete er sich unvermittelt aus seiner leicht geduckten Haltung auf und schwang sein Beil.
      ,,Nuauhautalok arkt!´´, kreischend, brüllend und im Falle der Morg (den großen Raubkatzen auf denen zwei Dutzend von Fraugs Gremlinkriegern ritten) fauchend, wetzte die Rotte los, dem überrumpelten Feind entgegen. ,,Haut sie um!´´
      Wären die Söldner, die die Karawane in regelmäßigen Abständen begleiteten, auch nur ein Quäntchen weniger abgebrüht gewesen, hätten die Gremlins wohl kaum Probleme gehabt die Wehrlosen zu massakrieren. So allerdings rauschte den Morgreitern, die natürlich um einiges schneller waren als der Rest der Meute, gleich mal die erste kleine Pfeilsalve entgegen und tötete zwei von ihnen. Einem weiteren schossen sie praktisch das Tier unterm Hintern weg und mit einem entsetzten und überraschten Kreischen segelte der Norder durch die Luft bis er kopfüber im Farn landete, der links und rechts vom Weg wuchs. Auch die Gremlins ließen daraufhin ihre Pfeile fliegen, töteten jedoch nur ein paar der Bauern, aus denen die Karawane größtenteils bestand.
      ,,Weiter, weiter, weiter!´´, heizte Jurgl, der andere Sahek, der die Meute begleitete, die zu Fuß voran stürmenden Norder an und verpasste einigen eins mit der Peitsche.
      Währenddessen dröhnte die ganze Zeit laute Gremlinkriegsmusik durch den Wald und nicht gerade wenige der Norder trällerten einen frei erfundenen Text dazu. Dann krachten die Fußtruppen der Horde in ihre meist nur schlecht bis teilweise gar nicht bewaffneten Feinde und das Sterben begann.
      Besonders die Menschen, die zuvor am vorderen Ende der Karawane gelaufen waren, erwischte es heftig. Denn dort schlugen die Morgreiter ein, wie ein von einem Katapult geschleuderter Fels (Fraug hatte so etwas nur einmal gesehen, dennoch war es für den Gremlin ein faszinierender Anblick gewesen, auch wenn sie selbst damals den Brocken abbekommen hatten). (Klammersatz würde ich streichen, mitten in der Action interessiert es niemanden, was Fraug man gesehen hat.) Dort wo die Morg in das Menschengesocks (geiler Begriff XD) hinein preschten, blieb kaum einer stehen. Zwar fielen zwei Gremlins durch die Speere des Feindes, der Rest allerdings richtete ein Blutbad an. Einmal sah Fraug sogar einen der Söldner durch die Luft fliegen, als zwei der großen Raubkatzen gleichzeitig gegen ihn stürmten um ihn dann am Boden zu zerfleischen.
      Der restliche Tross der Menschen war indessen mit den anderen Gremlins beschäftigt, die unter wildem Johlen und Kreischen frontal in die Feinde hinein gestürmt waren und sogleich ein Dutzend Gegner zu Fall brachten, ohne selbst eigene (einer von beiden Begriffen tut es auch), nennenswerte Verluste. Doch der eigentliche Kampf begann erst, bei dem die meisten der Norder sich gleich gegen zwei Menschen behaupten mussten, was nicht mit Erfolg gekrönt wurde.
      ,,Tötet die Söldner!´´, schrie Jurgl, während er selbst mit weiten ausholenden Schlägen einen Händler und dessen Frau abwehrte. ,,Atanlok Palkkasoturzr!´´
      Auch Fraug hatte sich in der Zwischenzeit ins Getümmel geworfen. Zwar etwas verspätet, jedoch wollte er nicht zu denen gehören, die beim ersten Aufeinanderprallen zu Boden gingen und dann vom Rest nieder getrampelt wurden. Sein erstes Ziel war dabei ein junger Kerl, der mit seinem rostigen Schwert nach einer Gremlin schlug, welche die Hiebe allerdings allesamt locker mit ihrem Schild abfing. Mit der anderen Hand, in der sie einen Speer hielt, versuchte sie gleichzeitig einen älteren Menschen auf Abstand zu halten, was ihr aber etwas weniger gut gelang, sodass der Alte immer näher heran rückte.
      ,,Warte! Ich schlitz den für dich auf!´´, rief Fraug ihr zu und rammte dem Jüngling seine Waffe in den Rücken.
      Schreiend stürzte er zu Boden und versuchte irgendwie seine Hände auf die Wunde zu pressen. Fraug verpasste ihm einen beiläufigen Tritt gegen den Kopf, damit er Ruhe gab, als der Ältere plötzlich ein zorniges Brüllen ausstieß, irgendetwas in seiner Sprache vor sich hin schnaufte und sich an der Gremlin vorbei gegen Fraug schmiss. Dieser wehrte die Attacke jedoch ab und schubste den Angreifer wieder zurück, woraufhin die Gremlin ihn erneut mit ihrem Speer zu attackieren begann. Grinsend begab sich Fraug erneut in Position, um auch den Zweiten mit einem Schlag in den Rücken zu Fall zu bringen, doch wie es so oft in Getümmeln passiert, stolperte ihm jemand anderes vor die Klinge und schon fand sich Fraug in einem heftigen Nahkampf mit einem der Söldner wieder. (Kampfszenen kannst du echt gut schildern! :thumbsup: )

      ,,Verreck du Sau!´´, schrie der Gremlin-Sahek und warf sich auf den gut gerüsteten und ausgebildeten Menschen, der ihm jedoch einfach den Schild ins Gesicht knallte und gleichzeitig mit seinem Schwert fast abstach.
      Nur der schartigen Armschiene aus Stahl war es zu verdanken, das er nicht, wie zuvor der Menschenjunge, zu Boden ging. Stattdessen schrammte die Klinge einmal kräftig über das Metall und der Norder schaffte es sogar seinem Gegner eine Kopfnuss mit seinem eigenen Schädel zu verpassen. Zu schade, dass der Lederhelm vorne mit eisernen Nieten versehen war.
      ,,Aurg...´´, eine Hand an der schmerzenden Stirn stolperte Fraug rückwärts und wedelte derweil mit seinem Beil, um den Söldner auf Abstand zu halten.
      ,,Warte Boss! Ich hab ihn!´´, rief irgendjemand zu seiner Rechten und im nächsten Moment sprang ein ihm unbekannter Gremlin dem Mensch auf den Rücken.
      Eine wahrhaft dumme Idee. Denn nun ließ sich der schwer Gepanzerte einfach nach hinten auf den Rücken fallen und begrub den quiekenden Norder unter sich. Der Mensch selbst sprang sogleich wieder hoch und rammte dem am Boden liegenden Gremlin einen Dolch in die Brust. Wobei... eigentlich war die Aktion doch gar nicht so dumm gewesen. Nun streckte ihm der Mensch nämlich seinen nur durch einen dünnen Lederpanzer geschützten Rücken entgegen.
      ,,Naha!´´, rief Fraug triumphierend und holte zu einem kräftigen Hieb aus. ,,Njut gatanak kralt!´´
      Kratzend durchdrang die Klinge das Leder, die Haut darunter und fraß sich sogar bis zur Wirbelsäule des Getroffenen vor. Brüllend versuchte sich der Mensch zu wehren und machte dabei irgendwelche affigen Bewegungen, bis ihm der Gremlin schwungvoll eins auf die Zwölfe mit der stumpfen Seite des Beils gab, um dann die Nackenwirbel mit einem kräftigen Hieb zu durchtrennen. Saubere Handarbeit. Zufrieden sah er auf sein Werk hinab und schnitt beiläufig den Geldbeutel vom Gürtel des toten Norders, der sich so übermütig für Fraug geopfert hatte. (Das sagt ziemlich viel über die Gremlins aus. XD Passt aber sehr gut.) Trotzdem: Nun galt es schleunigst den Rückzug anzutreten!
      Rasch lief der Sahek wieder zum Rand des Getümmels, wo immer noch die beiden Gremlins mit dem Dudelsack und der Trommel standen und laut die Angriffmusik ertönen ließen.
      ,,EY! STOPP! RÜCKZUG! RÜCKZUG!´´, schrie Fraug sie an und sofort veränderten sich Rhythmus und Tempo des Liedes, sodass es weniger abgehackt klang und das Tempo sich nochmals erhöhte, weswegen sich die Dudelsackspielerin mehrfach verspielte.
      Trotzdem kapierten die anderen Gremlins was zu tun war. Schlagartig trat die Rotte, die soeben noch wild auf den Feind eingedroschen hatte, einen rasanten Rückzug an. Hier und da verschaffte sich ein Norder mit einem weit ausholenden Schwinger nochmals ein wenig mehr Zeit, um sich umdrehen und weglaufen zu können, doch schließlich waren alle am rennen. Kurz befürchtete Fraug, seine Leute könnten vergessen haben, was er ihnen befohlen hatte. Doch als er sah, wie fast immer zwei Gremlins gemeinsam einen toten Menschen hinter sich her zogen, breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus. Sein Plan hatte funktioniert. Wie gut würde sich zeigen, wenn sie die Verluste gezählt hatten.
      ,,Rennt weiter bis ihr wieder im Wald seid! Hey du! Nich fressen! RENNEN!´´, schrie er die laufenden Norder an und warf dabei einen gehetzten Blick nach hinten.
      Dort stand die gesamte Karawane mehr oder weniger geschockt und starrte der fliehenden Meute hinterher. Einige knieten neben Leichen und heulten sich die Augen aus dem Kopf. Andere schienen nicht recht zu wissen, ob sie nun ebenfalls wegrennen oder die Gremlins verfolgen sollten. Einer der Söldner entschloss sich schließlich für die Verfolgung, wurde allerdings sogleich vom Kommandanten zurück gerufen. Dieser Teil hatte also auch funktioniert. Fraug hatte darauf spekuliert, dass die Menschen zu viel Angst hatten, um ihnen in die unbekannten Weiten des Urks Tirgas, des großen Waldes zwischen den Bergen und den Reichen der Menschen und Gardrim, zu folgen. Vermutlich erzählten sie sich gegenseitig irgendwelche Schauergeschichten über darüber, was dort so alles hauste.
      ,,Nujupitalok! Das reicht!´´ Da die Hälfte der Gremlinrotte sowieso schon schnaufend angehalten hatte, war der Befehl zwar etwas überflüssig, aber für die andere Hälfte sagte Fraug es trotzdem noch einmal. ,,Ey, Stopp! Ich glaub des is jetzt weit genug!´´
      ,,Äh, Fraug?´´ Der Sahek drehte sich um und erblickte einen keuchenden Jurgl. ,,Ich will ja net meckern, aber der Plan war irgendwie scheiße. Wir ham fast zwei Surrakr verloren un nur grad ma eine an Leichen erbeutet...´´
      ,,Un genau deswegen schnappst du dir jetzt alle Schützen, die wir haben un lässt sie, aus sicherer Entfernung natürlich, diesen Sauhaufen auf der Straße solange mit Pfeilen beschießen, bis er sich verpisst, kapiert?´´, entgegnete ihm Fraug und der andere Sahek nickte nur.
      Jurgl hatte schon früh kapiert, dass er nicht besonders schlau war (so geil XD) und so tat er meist immer das, was Fraug sagte, obwohl sie vom Rang her eigentlich gleich auf waren. Rasch lief er also los und sammelte alle mit Bögen bewaffneten Gremlins ein, die er finden konnte. Auch Fraug gesellte sich zu ihnen. Selbstverständlich erst nachdem er zwei Gremlins, denen er zutraute, dass sie sich nicht unerlaubt an der Beute vergriffen, als Wachen an dem Leichenhaufen zurückgelassen hatte.
      Erneut pirschten sie sich so nah wie möglich heran, damit sie nicht Gefahr liefen, gesehen zu werden. Diesmal erfolgte der Angriff jedoch ohne das Geschrei und ohne irgendwelche Kriegsmusik. Auf einen Wink von Jurgl hin schossen die zwei Surrakr Gremlins ihre Pfeile ab. Kaum einer traf, doch das war sowieso egal. Diesmal kam es allein darauf an, dass die Menschen es mit der Angst zu tun bekamen und sich verzogen. Abermals rauschten die krummen Pfeile der Norder auf die Karawane nieder, töteten zwei und verletzten einige weitere. Die dritte Salve Pfeile brauchten sie eigentlich schon gar nicht mehr abzufeuern, taten es jedoch trotzdem und ein letzter Mensch blieb mit einem Pfeil im Rücken auf der Strecke. Dann war der gesamte Haufen außerhalb der Reichweite der Kurzbögen der Norder. Zurück blieb das Schlachtfeld, mitsamt den Toten, einigen kleineren Karren mit den Habseligkeiten der Reisenden und sogar einem der großen Wägen. Gut gelaunt und höchst zufrieden blickte sich Fraug um und grinste, ebenso Jurgl.
      ,,Ok, ich nehms zurück. Der Plan war doch nich scheiße! Das sin ja ma locker über zwei Surrakr, die wir gut gemacht ham und der ganze andere Kram noch dazu... ´´ Übermütig rieb sich der Sahek mit dem Daumen das Kinn. ,,Hey! Lass das liegen, du Dumpfdödel! Das geht alles an einem Stück zum Boss, sonst krieg ich wieder den Ärger! Un wer was anderes sagt, bekommt hier un jetzt ein paar mit der Peitsche, tajurgak?´´
    • @Aurelia Wow GROSSES dankeschön für deine Korrektur :hail: , diese vermaledeiten Tippfehler lassen sich aber auch echt nur schwer ausmerzen...
      Das mit den Redebegleitsätzen war mir um ehrlich zu sein gar nicht bekannt shäim on mi :sack: und an dieser Doppelung von zwei Begriff die das selbe meinen muss ich wirklich mal arbeiten, da hast du vollkommen recht. Nur an der Stelle:

      Aurelia schrieb das Xarrot schrieb schrieb:

      ,,Ich glaub, sie ham Lajez gefunden...´´ Die Bemerkung war zwar vollkommen überflüssig, da sie es alle sehen konnten,
      Da war es eigentlich eher auf die Art wie "da sie alle Augen im Kopf hatten" gemeint, kommt aber anscheinend nicht ganz so raus wie ich das dachte... :hmm:
      Wobei ich zudem ehrlich sagen muss, mir selbst kommen meine Sätze meist gar nicht so lang und verschachtelt vor, aber eventuell les ich auch nur die falschen Bücher xD Trotzdem werd ich versuchen sie so gut es geht zu vermeiden. Ansonsten :danke: für deine Kritik
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Die Schlacht hast du super beschrieben, und aus der Sicht der Gremlins konnte man diesem sinnlosen Schlachten schon beinahe etwas Amüsantes abgewinnen. Und wo es zwischenzeitlich noch gut für die Menschen stand, scheint es jetzt, als würden da nicht viele lebend rauskommen, durch diesen komischen Rog, der da aufgetaucht ist. Nebenbei bemerkt ...pfui, Spinne! ><
      Aber durch den letzten Satz im ersten Abschnitt, wissen wir ja zumindest, dass Galdor nicht tot aus der Schlacht geht. Also scheinen doch (mindestens er) welche aus der Schlacht zu entkommen. Vielleicht haben sie auch noch etwas in der Hinterhand. :hmm:
      Und mal schauen, was die guten Gremlins machen. Ich an ihrer Stelle würde mich ja sofort dünn machen, aber mit dem "Spaß", mit dem die bei dem Gemetzel zuschauen, glaube ich da weniger dran.
      Ich bin mal neugierig, wie es weitergeht. ^^

      Gesagt wurde eigentlich alles und ich habe nichts zum Hinzufügen gefunden. ^^

      LG, Kyelia

      Für eine Welt, die mehr Einhörner braucht! #Vote4Jen!
    • Xarrot schrieb:

      Dabei deutete er auf den Waldrand ganz am Ende des Tals, der anscheinend plötzlich ein Eigenleben entwickelt hatte. Als litten sie unter einer Art Schüttelfrost, erzitterten gleich mehrere der hohen Tannen.
      Das war irgendwie ganz einfach beschrieben und doch so bildlich, dass man nicht meckern kann. Schüttelfrost bei Bäumen? Geht nicht, aber man weiß trotzdem sofort, wie es aussieht. :thumbsup:

      Xarrot schrieb:

      Denn anstatt zwei prangte nur ein einziges genau in der Mitte der Stirn und blickte böse und gelb um sich.
      Man kann böse gucken und noch vieles mehr, aber gelb gucken kann man nicht. Auch wenn das Auge gelb ist xD


      Xarrot schrieb:

      Begleitet wurden sie vom Klang der Kriegstrommeln und Hörner, um die Truppen noch weiter anzuspornen sowie in all dem Durcheinander noch irgendwie Befehle vermitteln zu können.
      Da war mal wieder der Captain Obvious bei dir zu Besuch. Ach ne, wofür benutzen Grünhäute denn sonst Kriegstrommeln und Hörner? xD Solche Extras kannst du dir getrost sparen, leider scheinst du sie sehr zu mögen :thumbdown: 8)

      Außerdem solltest du dich dringend mal auf Bandwurmsätze untersuchen zu lassen, wie die anderen ja auch schon bemerkt haben. Kommas pro Satz zählen hilft schon - wenn die Zahl zu hoch wird, ist was falsch.

      Die Schlacht selber war schön spektakulär. Hinterhalt, Angriff, Verteidigung, dann der Rog (ich fand übrigens schon den Namen des Kapitels super :D Klingt so richtig nach Troll), und die Gremlins, die sich das Ganze als Actionfilm reinziehen. Stellenweise war es etwas umständlich zu lesen, wie z. B. als die Spinnen aufgetaucht sind. Zu viele Kleinigkeiten, die nicht unbedingt erwähnt werden müssen. Aber das ist rein subjektiv.
      Ich frage mich allerdings langsam, wo das hinführen soll. Kampf um Kampf jagt sich, eine Beleidigung folgt der anderen, mir persönlich ist die Gremlingruppe zu groß (zu viele Individuen, die zwangsweise platt wirken, weil man die gar nicht alle ausarbeiten kann). Das nutzt sich jetzt schon ab.
      Falls du sagst, das war erst einmal die letzte Schlacht, bin ich gespannt, wie du den Wechsel schaffst. Egal wie, du hast schon einiges an Pulver verschossen. Soll es noch hektischer, größer, spinnenartiger, brutaler werden? Wir hatten in kürzester Zeit Prügeleien und Schlachten, ich weiß nicht, ob ich das noch zehn Threadseiten interessant finde.

      So, das war wohl der Montagmorgen-Kommentar :D
      "Sehe ich aus wie einer, der Geld für einen Blumentopf ausgibt, in den schon die Pharaonen gepisst haben?"
    • @Wysenfelder klingt das mit dem gelb echt so seltsam? Ich hab ähnliches schon öfters gelesen, von daher... lässt sich glaub ich drüber streiten :lol:
      Captain Obvious wird dann wohl demnächst auf sein Schiff zurück verbannt, ich wusste nicht, ob das so gut hervor kommt. Wobei ich die meisten meiner Sätze gar nicht als so bandwurmartig empfinde, evtl könntet ihr mir ein paar Beispiele liefern. Bis auf ein paar Ausnahmen die mir selbst beim Lesen auffallen bemerk ich da nicht so viel... :search: eventuell leide ich aber auch nur am Kafka-Syndrom...
      Nach diesem Kampf wird das Tempo wieder langsamer werden keine Sorge, dass sollte jetzt quasi die große Schlägerei werden, nach der das Geschehen wieder etwas langsamer wird und EVENTUELL erfahren wir ja auch mal mehr über Galdor... (spoiler ich jetzt? wenn ja tausend mal entschuldigung :doofy: ) und auch die glattgeleckten Charaktere bekommen demnächst ein paar Ecken. Oder ich hoffe zumindest, dass ich es gescheit hervor bringe... egal danke für deinen wundervollen Montagmorgen-Kommentar :thumbsup:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Einen guten Tag! Ich hab jetzt Ferien :party: und hier ist ein Kapitel zur Feier:

      Kapitel 6 – Der Niedergang einer Expedition
      Spoiler anzeigen

      Das Massaker im Tal ging noch eine ganze Weile weiter, bis auf einmal Dog der Rog erneut ein lautes Brüllen ausstieß.
      "Is er tot?", kam es von Jurgl, der es Leid geworden war, das Gemetzel zu verfolgen und nun bei ihrem Gepäck saß, wo er Steinchen umher schnipste.
      "Fast", antwortete Wirnak. "Noch zappelt er ... un jetzt haut er ab?!"
      Ein weiteres Brüllen ausstoßend hiefte sich Dog wieder hoch, ignorierte den vermutlich ziemlich üblen Schmerz, der von einem Speer in seiner Wade herrührte und hinkte eilig Richtung Waldrand davon. Aus seinem Rücken ragten dabei noch mehrere Pfeile sowie ein Schwert mit abgebrochenen Griff aus der rechten Hand. Auch der Rest der braunen Haut wurde von vielen kleineren und größeren Wunden geziert, welche teilweise ziemlich heftig bluteten.
      Als riesiges Monstrum hatte man aber auch immer Pech in Schlachten. Bei kleinen Kämpfen war es bestimmt äußerst nützlich so groß zu sein, da einem die paar Pfeilchen sowieso nichts anhaben konnten. Doch wenn aus den paar Pfeilchen plötzlich hundert wurden, sah das ganze schon anders aus. Dann wurde man nämlich ganz schnell zur Zielscheibe aller Schützen. Dazu trat man auch noch andauernd mit seinen riesigen Latschen in irgendwelche spitze Gegenstände und wenn das Pech gar zu groß wurde, stießen wortwörtlich noch ein paar Gegner mit Speeren dazu. Da hätte wohl selbst der hartgesottenste, besoffenste und wahnsinnigste Gremlin keine Lust mehr gehabt.
      "DOG OBSCHÖRSSOUT!", verkündete der große Kerl deshalb laut. "DOG VERZIEHT SICH!"
      Damit trat der riesige Rog den Rückzug an und mehrere Dutzend Fraks gleich dazu. Der Rest jedoch stürmte eifrig wie eh und je auf das Westpack ein, das auch ohne das Monstrum noch genug mit den Spinnen und den verbleibenden Nordern zu tun hatte. Vor allem die Spinnenmutter sorgte für Aufregung, indem sie als haariger Fels in der Brandung mit Beißzangen und Beinen den Tod über die Menschen und Gardrim brachte. Ihre drei Reiter waren dabei in der Zwischenzeit auf einen einzigen reduziert worden, der sich in diesem Moment allerdings ebenfalls mit einem unbeholfenen Sprung verabschiedete, um einem Schwerthieb zu entgehen. Drum herum wuselten die ganze Zeit über der Rest des Spinnenclans und stürzte sich auf alles, was ihre Mutter stehen ließ.
      Insgesamt sah es gerade nicht sonderlich gut für das Westpack aus: Dort wo der Rog und die Spinnen in die feindlichen Reihen gestürmt waren, hatten die Norder rasch an Boden gewonnen, bis sie die Gegner schließlich bis zur Mitte des Tals zurückgedrängt hatten. Dahinter wurden die Fraks am letzten der drei Angriffspunkte zwar ganz gut in Schach gehalten, jedoch begannen vermehrt Menschen im gesamten Heer den Rückzug anzutreten und selbst den Gardrim ging so allmählich auf, dass dieser Kampf verloren war. Einer der Hauptmänner versuchte dabei noch seine Soldaten zu einer Schlachtreihe zu formieren, damit der Rest einen geordneten Rückzug antreten konnte, doch vergebens. Entweder das Westpack floh von allein, wenn es sah wie die Horde aus Fraks und Spinnen auf sie zu stürmte, oder sie wurden von ihr niedergemacht.
      Hier und da hatten einige Fraks sogar bereits im Angesichts des nahen Sieges begonnen einander anzupöbeln und kümmerten sich nicht länger um ihre eigentlichen Feinde. Zwischen zwei Gruppen weiter hinten brach gar ein richtiger Kampf aus, als die eine der anderen hinterhältig wie eh und je in den Rücken fiel, anstatt sich dem finalen Sturm auf den fast besiegten Feind anzuschließen. In dieser Hinsicht waren Fraks nämlich sogar noch verräterischer als jeder Gremlin oder Goblin. War der Grund ihrer Vereinigung beseitigt, zerfiel das Bündnis der einzelnen Stämme untereinander nicht selten noch auf dem Schlachtfeld.
      Borklinge waren dagegen keine mehr zu sehen. Die hatten sich vermutlich bereits mitten im Kampf an den Toten bedient und sich dann klamm heimlich verzogen. Aber etwas anderes erwartete man auch nicht von den kleinen, grünen Kerlen.
      "Es is glaub ich gleich vorbei Boss", meldete Koratzash, doch Jurgl blickte nicht einmal von seiner Tätigkeit auf.
      "Fraks haben gewonnen?", meinte er nur.
      "Jau."
      "Siehste, das wusste sogar ich, da wär es eh überflüssig gewesen zu wetten ..."
      Erneut konnten die fünf Gremlins nur die Stirn über diese seltsame Bemerkung runzeln. Ausnahmsweise hatte nämlich keiner von ihnen irgendwelche Wetten abgeschlossen. Dazu waren sie viel zu sehr von dem Kampf gefesselt gewesen.
      Irgendetwas stimmte offensichtlich nicht mit ihrem Boss. Eventuell hatte man ihm ein bisschen zu oft, ein bisschen zu fest auf den Kopf gehauen? Aber dann müssten sie ja eigentlich alle so drauf sein, schließlich hatte das Westpack bei keinem von ihnen an Hieben gespart. Oder war Jurgl einfach schon immer so gewesen und es hatte nur keiner gemerkt?
      "Ich glaub, wir sollten uns auch mal so langsam verziehen ...", meinte Juurz, der etwas besorgt die Norderhorde und das fliehende Westpack im Tal betrachtete. "Ich hab keine Lust mit Fraks Bekannschaften zu schließen ..."
      Koratzash konnte da nur zustimmen, denn selbst für Nordermaßstäbe waren Fraks hinterhältig und wer ihnen in die Finger geriet, konnte sich auf lange Folterspielchen gefasst machen. Gremlins schlitzten ihren Opfern wenigstens sofort den gesamten Bauch auf, sodass sie schnell starben und hängten die Leichen dann zum Ausbluten irgendwo hin, aber ein Frak? Die Gremlin wollte gar nicht wissen, auf wie viele verschiedene Arten man jemanden langsam und qualvoll den Gar aus machen konnte. Einmal hatte sie sich den Zehnnagel eingerissen, von daher wusste sie, wie sehr schon so eine kleine Verletzung schmerzen konnte und hatte keinerlei Interesse an größeren.
      "Ey wartet mal!", zischte Kjurrash plötzlich. "Da kommen zwei!"
      "Fraks?"
      "Menschen!"
      Ein fieses Grinsen schlich sich auf Jurgls Gesicht.
      "Versteckt euch, die nehmen wir noch mit!", kicherte der Boss leise und böse. "Los, los!"
      Innerhalb weniger Sekunden hatten sich die sechs Norder hinter Steinen und Bäumen um die kleine Mulde herum versteckt. Nur die Bögen, Pfeile sowie das menschliche Bein lagen noch einsam in der Mitte.
      Bald darauf konnte Koratzash auch schon hören, wie sich unter Steine Klappern und Schnaufen ihre beiden Opfer näherten. Vorsichtig spähte sie über den Rand des Felsen, hinter dem sie sich auf die Lauer gelegt hatte und erblickte eine gerüstete Gestalt, die mit dem Schwert in der Hand den Hang empor kletterte. Gleich dahinter kam eine zweite, die außer einem Schwert auch noch einen Schild auf dem Rücken trug. Beide wirkten sie abgekämpft und ziemlich ausgelaugt, außerdem zog der hintere Mensch sein linkes Bein merkwürdig nach. Die zwei würden leichte Beute abgeben!
      Doch erst als die beiden Überlebenden schon fast am Rand der Mulde angelangt waren, bemerkten die Gremlins, wen sie da eigentlich vor sich hatten: Nämlich den General des Westpacks mitsamt seiner Leibwächterin! Kurz warf Koratzash Jurgl einen zweifelden Blick zu, doch dieser zuckte bloß die Achseln und machte eine Geste, als steche er jemanden nieder. Mensch war Mensch und keiner von beiden war mehr bei vollen Kräften, von daher konnte es den Gremlins eigentlich egal sein, wen sie da gleich abmurksten.
      "Dort ist eine Mulde! Hier können wir kurz ... verdammt!" Der General hatte sich soeben über den Rand der Kuhle geschleppt und stand nun direkt vor dem blutigen Bein. "Tarya, hier liegt ein Bein!"
      "Korash jul!", schrie Jurgl plötzlich und kam hinter seinem Baum hervor gesprungen, gefolgt von Wirnak, Sjunkarr, Koratzash, Juurz und Kjurrash. "Koratzash, Wirnak, Juurz, nur Mashukat auottlok!"
      Koratzash gribbelte es in den Fingern endlich loszuschlagen. Langsam bildeten die sechs Gremlins einen Kreis um ihre beiden Opfer, dabei warfen sie sich immer mal wieder kurze Blicke zu und trafen so wortlos Absprachen, wer als Erster angriff. Schließlich stand Koratzash genau im Rücken der Frau mit dem Schild und in diesem Moment stürzten sie sich alle sechs auf die beiden Menschen.

      Der Erste, der Galdor attackierte, war der vernarbte Anführer der Bande mit dem zefledderten Ohr. In der rechten Hand hielt er ein Kurzschwert, das er vermutlich einem Gardrim abgenommen hatte und in der anderen trug er den dazugehörigen Schild. Gerade noch so war es Galdor möglich den heransausenden Hieb zu parieren. Doch kaum, dass ihre beiden Waffen klirrend voneinander abgeprallt waren, riss er selbst auch schon mit der anderen Hand seinen Dolch hervor, um ihm dem Norder in die Brust zu rammen. Doch der Kerl war viel flinker als angenommen. Mit einer blitzschnellen Bewegung riss der Gremlin seinen Schild hoch, wodurch sich Galdor fast selbst das Handgelenk beim Zusammenstoß von Dolch und Schild verdreht hätte. Keuchend machte er einen Schritt nach hinten und erwartete bereits den nächsten Angriff, der kam auch, allerdings nicht von vorne.
      Mit einem wilden Kreischen sprang von rechts die Gremlin namens Kjurrash vor, die ihm eine Weile als Übersetzerin gedient hatte und riss ihn zu Boden. In dem Moment, als sie auf den Steinen aufschlugen, kam dann auch noch eine dritte Norder hinzu, die ihm einen heftigen Tritt gegen seine sowieso schon vom Hieb eines Fraks lädierte Schulter verpasste.
      Da fauchte eine wütende Stimme plötzlich etwas auf Jutpohorax dazwischen. Im nächsten Moment verpasste irgendwer Galdor noch einen letzten Tritt gegen den Kopf, während ihn jemand anderes an den Haaren packte und die Waffe aus der erschlafften Hand riss. Neben ihm stieß Tarya ein ersticktes Gurgeln aus, gefolgt von einem lauten Ächzen.
      "Wirnak! Sult auwutashak! Kjurrash, kakxk Sanarrat Mashuks Kjeklat ik kertoashak!", schnauzte erneut die Stimme und eine zweite murrte etwas.
      "Ip, Sahekat."
      Dann zerrte man Galdor plötzlich unsanft auf die Beine, doch anstatt sogleich eine Klinge in den Leib gerammt zu bekommen, folgte nur ein weiterer Tritt, diesmal genau zwischen die Beine. Mit einem Laut, der etwas an ein vor Schmerz grunzendes Schwein erinnerte, sackte der hohe Adelige Galdor ett Hogmir wieder auf ein Knie herab und hielt sich seine Männlichkeit. Über ihm plapperte der Anführer der Gremlins weiter und ein anderer lachte gehässig, bis Kjurrash ihn plötzlich direkt ansprach.
      "Ey, dir Depp!" Anscheinend hatte seine ehemalige Übersetzerin ihren alten Beruf wieder aufgenommen, doch jetzt war er es, den sie anschnauzte, während ihr neuer Boss hintendran irgendetwas in seiner eigenen Sprache plapperte. "Dir bleib läggen! Da Boss sackt dir jet ein Gebot ... äh Angeboot! Wirr wärdän ... rar mitar?"
      Völlig unvermittelt wechselte die Gremlin wieder in ihre Muttersprache. Über irgendetwas schien es Unstimmigkeiten unter den Gremlins zu geben und aufgeregt schnatterten sie durcheinander. Nur der Anführer der Bande stand stur da und sah sich mit herausfordernden Blicken unter seinen Leuten um. Nacheinander verstummten die Norder, beugten ihr Haupt und wichen etwas zurück, nur einer nicht.
      Dieser trat sogar einen Schritt vor und fauchte seinem Vorgesetzten etwas zu, wobei er anklagend mit dem Speer auf Galdor zeigte.
      "Hurks jikral, Jurglat!", knurrte der Gremlin wütend und klopfte sich selbst dabei mit der Faust gegen die Stirn, während er noch dazu bösartig grinste. "Gak ejmuax nurt taisteljashak!"
      Der andere wiederum zischte bösartig etwas zurück und hob drohend seinen Säbel.
      Auch wenn Galdor natürlich nicht alles verstand, konnte er doch den ungefähren Sinn der Worte erahnen: Während der Gremlin mit dem Speer seinen Boss namens Jurgl einen Spinner nannte, drohte eben dieser ihn abzustechen, wenn er nicht sofort ruhig war. Das nannte sich dann wohl Diplomatie unter Nordern.

      Doch während aller Aufmerksamkeit noch auf die beiden Streithähne gerichtet war, schob sich Galdor langsam zur Seite, wo sein Schwert lag. Immer den Rücken des Gremlinbosses anvisiert ...
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

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    • Xarrot schrieb:

      nützlich so groß zu sein,
      "Nützlich, so groß zu sein" - das leidige Thema mit den Kommas. ;)

      Du verwendest sehr viel auch unübersetze Fantasysprache in diesem Abschnitt, das macht es etwas anstrengend zu lesen. Aber du bringst die kleinen, fiesen Wesen einfach toll rüber und mir ist auch positiv aufgefallen, dass du die Probleme, die ein riesiges Wesen wie ein Troll, Riese oder Oger in einer Schlacht hätte durchdacht hast. Und du endest gerade, als es richtig interessant zu werden beginnt - wird er es schaffen, den Boss zu erstechen?
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa
    • Was haben die kleinen Plagegeister jetzt mit dem General vor? Bisher haben sie ja alles umgebracht, was ihnen im weg stand, ohne Wenn und Aber. Das ist schon komisch. :D Ich bin gespannt.
      Ein gut geschriebener Teil, auch, wenn ich Wysenfelder zustimmen muss, was die Sprache angeht. Es ist zwar gut, dass du den Leser im Unwissen lassen willst, aber wenn ich da von mir ausgehe, komme ich beim Lesen immer wieder raus, weil ich versuche die Worte irgendwie über die Lippen zu bekommen. Irgendwann gebe ich es dann auf und überlese die entsprechenden Stellen einfach, was ja dann auch nicht Sinn und Zweck der Sache ist. Da der Teil aus Galdors Sicht ist, könnte der es auch einfach als unverständliches Gewäsch abtun. Du schreibst ja, dass er nicht alles versteht und sich deshalb nur die Sachen zusammenreimt. An der Stelle reicht dem Leser das völlig. Denke ich. :hmm:
      Ansonsten war der letzte Kampf und die Niederlage gut geschrieben. Da haben sich die Menschen doch recht gut gegen die nördlichen Kreaturen behauptet und diese wiederum ordentlich ausgeteilt. ^^

      LG, Kyelia

      Für eine Welt, die mehr Einhörner braucht! #Vote4Jen!
    • @Kyelia Eigentlich war das ganze eher als stilistisches Mittel gedacht, dass der Leser nur kurz überfliegen sollte, aber ich denke da habt ihr Recht, stört wohl nur den Lesefluss. Von daher werde ich größtenteils durch "Gewäsch" ersetzen :D

      Ansonsten schenk ich euch hier jetzt mal gleich das nächste Kapitel...

      Kapitel 7 – Sor Pirsak
      Spoiler anzeigen

      Jetzt war das Fass voll. Dass Jurgl ein Spinner war, hatte Koratzash schon vor einer Weile begriffen, doch sein letzter Befehl hatte letztendlich sämtliche nicht vorhanden Skalen gesprengt. Nie im Leben würde sie sich mit einem vom Westpack verbünden! Außerdem kochte das Blut der Gremlin immer noch von ihrem kurzen Kampf mit dem weiblichen Menschen und sie brauchte etwas, an dem sie sich auslassen konnte.
      Jurgl dagegen war vollkommen ruhig und starrte sie einfach nur mit einer bösartigen Aufmerksamkeit an, als wäre sie irgendein Grünschnabel, der ihm ans Bein gepisst hatte. Und zwar wortwörtlich. Sie gab dem Penner noch vier Atemzüge, wenn er dann immer noch so dumm glotzte, würde sie ihm seine verdammten Glotzaugen mit ihrem Speer ausstechen! Doch dazu kam es gar nicht, denn Jurgl griff plötzlich selbst an.
      Weder seine Augen, noch irgendwelche nervösen Zuckungen verrieten ihn dabei, sodass Koratzash fast nicht mehr rechtzeitig mit dem Blocken hinterher kam. So schaffte sie es aber noch mit Ach und Krach ihren Schild dazwischen zu bringen, bevor die Klinge des Säbel ihr den Brustkorb durchlöchern konnte. In einer mehr panischen, als wohl durchdachten Attacke, versuchte sie ihren Sahek wieder etwas auf etwas Abstand zu bekommen. Doch dieser schlug die Speerspitze einfach mit dem Rand seines eigenen Schildes beiseite und trat dann kräftig gegen den von Koratzash. Mit einem leisen Aufschrei kippte sie hinten über und schlug hart auf den Steinen auf, wobei ihr Rücken und Hinterkopf in Mitleidenschaft gezogen wurden. Als die Gremlin wieder blinzelnd zu sich kam, stand Jurgl mit einem geradezu wahnsinnigen Grinsen über ihr und kicherte leise.
      "Da liegt der dämliche Käfer auf dem Rücken, ein rebellischer Käfer war das vielleicht, aber gleich ist er nur noch Mus!" Damit wollte er Koratzash schon den Rest geben, doch diese konnte erneut knapp mit dem Schild blocken.
      "Langsam Boss, langsam! Des war doch net ernst gemeint ...", versuchte sie ihn panisch wieder zu beruhigen, während Jurgl bereits zum zweiten Schlag ausholte. "Ich halt ab jetzt mein Maul Boss! Ich schwörs! Ehrlich! Meinetwegen hack mir ein Finger oder so ab, als Strafe, aber net abstechen! Boss, ehrlich! `tschuldige Boss! Boss?! Sahek? Jurgl ...? Äh ... Hä?"
      "Halt mal das Maul da unten!", schnauzte jemand.
      "Klar Jurgl, kann ... warte mal!" Das war gar nicht Jurgls Stimme.
      "Was?! Darf ich die Dumpfbacke jetzt auch nicht töten oder was? Soll ich als nächstes auch noch zu den Fraks gehen und mit denen gemütlich einen saufen gehen?!" Das war Jurgl und er klang fast noch angepisster als zuvor. "Ehrlich, Fraug! Du bist dumm! Bescheuert! Tot sein tut deinem Hirn nicht gut!"
      "Wäh?!"
      "Sahek Fraug?!" Kam es völlig verwundert von Juurz. "Du wurdest doch von Westpack umgelegt!"
      "Oh ja, schön sauber durchlöchert ..." Dabei kicherte der angebliche Fraug derart dreckig, dass es Koratzash in ihrer Position etwas unbehaglich wurde. "Aber hier ist so viel Tod ..." Über ihr tat jemand einen tiefen Atemzug. "... da fühl man sich doch fast schon wieder etwas lebendig. Was glotzt ihr alle denn so?"
      "Leichen sollten liegen bleiben ...", lautete die ziemlich ernüchternde Antwort von Sjunkarr und irgendwo knurrte Wirnak zustimmend.
      Vom vermeintlichen Fraug, der immer noch hinter der am Boden liegenden Koratzash stand, kam nur ein verächtliches Schnauben. Trotz dem, dass sie vor Neugierde fast platzte, rappelte sich die Gremlin nur langsam auf und wandte sich um, wobei bis auf ein weiteres Knurren keine Reaktion von Jurgl kam.
      "Scheiße!" Auch Koratzash schien beim Anblick des wider allen Regeln der Natur erneut lebendig gewordenen Fraug vor Intelligenz zu bersten. "Hab ich gesoffen?"
      Kurz warf Fraug Jurgl einen vielsagenden Blick zu, den dieser nur mit einem Achselzucken erwiderte.
      "Hätte ich davon erzählen sollen?", meinte er dann und kratzte sich am Hinterkopf.
      "Dann würden mich jetzt net jeder dumm anglotzen ..." Fraug schien ziemlich genervt und taxierte sie abwechselnd mit durchdringenden Blicken, dann riss er urplötzlich die Augen auf. "Achtung! Der Mensch macht Faxen!"
      Noch während die Gremlins herumwirbelten, hatten sie bereits wieder alle ihre Waffen gezogen und sich kampfbereit gemacht. Doch bevor Koratzash selbst überhaupt begriff, was vor sich ging, stürzte Wirnak bereits auf den Anführer des Westpacks und verbiss sich in dessen Schwerthand, in der tatsächlich auch wieder ein Schwert lag. Mit einem lauten Schmerzensschrei ließ der Mensch seine Waffe erneut fallen und begann stattdessen mit der freien Hand auf den Schädel des Gremlins einzuhämmern. Wirnak jedoch ließ nicht los. Erst als Koratzash, Sjunkarr und Kjurrash sich auch noch auf den Menschen warfen, gab der Gremlin die Hand wieder frei und stolperte ein paar Schritte von dem wirren Knäul weg.
      "Hab sein Arm!"
      "Das is mein Bein!"
      "Gib ihm eins auf die Nase! Ich ... Ey!"
      "Verfluchtes Gremlingeschmeiß!"
      Währenddessen standen die anderen Norder etwas ratlos herum und sahen ihren drei Kumpanen bei deren Gerangel zu, bis Jurgl letztendlich die Schnauze voll hatte und selbst eingriff. Mit dem Schild in der einen Hand packte er mit der anderen erst Sjunkarr, dann Kjurrash am Kragen und zog sie von dem Menschen herunter. Nur Koratzash hatte sich irgendwie unter den General manövriert und steckte fest. Als nächstes verpasste er eben jenem General zwei feste Stöße mit der Schildkante gegen die Stirn, dass dieser kurzzeitig ohnmächtig wurde und wie ein nasser Sack erschlaffte. Der weibliche Mensch wehrte sich indessen mit aller Kraft, um seinem Vorgesetzten zu Hilfe zu eilen, doch Wirnak und Juurz konnten sie trotzdem einigermaßen problemlos am Boden festnageln. Fraug betrachtete dagegen die Aktivitäten seiner lebendigen Artgenossen lediglich mit einer gewissen Belustigung und bohrte in der Nase.
      "So un jetzt bleibst du auch unten!", fauchte Jurgl, dem immer noch leicht benommen wirkenden Mann ins Gesicht und besprühte ihn dabei mit Spucke. "Verfluchter Menschendreck!"
      Als Antwort erhielt er nur ein Ächzen. Der Sahek stieß nocheinmal ein abfälliges Schnauben aus und verpasste dem am Boden liegenden einen letzten Tritt, dann fiel sein Blick auf seine Kumpanen, die ihn ratlos anglotzten.
      "Boss, warum lebt Fraug wieder?", stellte Wirnak schließlich die Frage, welche ihnen allen gleichermaßen am meisten ihre kleinen Gehirne verwirrte.
      "Wann anders Wirnak, erstmal machen wir jetzt die Menschen da fertig!", wechselte Jurgl rasch das Thema. "Kjurrash! Sag dem Lappen nochmal, dass ich ihm jetzt ein Angebot mach, also einen Handel vorschlag, so von Gremlin zu Mensch, kapiert?"
      "Ey! Sackpfeife! Unsa Sahek Jurgl machd dir jet zum läzten Mal än Angeboot!", gab Kjurrash die Worte ihres Vorgesetzten an den immer noch benommenen Galdor weiter.
      "Ich lass ihn am Leben wenn ... jetzt halt dein Maul un wart ab!", schnauzte Jurgl urplötzlich Wirnak an, der bereits den Mund zum Protest geöffnet hatte. Gehorsam schloss er ihn wieder. "Wenn er sich mir unterwirft! Er soll für mich kämpfen, alles verkloppen un abmurksen un im Gegenzug lass ich ihm net nur sein ranziges Leben, sondern ich bring ihn auch durchs Gebiet im Osten! Das wollte der Kerl doch schon die ganze Zeit, oder Fraug?!"
      Der eigentlich tote Sahek nickte nur und zeigte ansonsten so viel Interesse wie ein Fels.
      "Des Angeboot is, dat du disch unsam Sahek Jurgl runterwirfts ... äh unterwirftz!" Kjurrash sah ganz und gar nicht erfreut über das aus, was sie da gerade sagte, ebenso wenig der angesprochene Mensch. "Du sollst fur unsan Sahek kloppen un son Kram, dafur lessta disch auch am Lebben un fuhrt dich soga über da Berge vom Sor Pirsak un durch des ganse Gebiet im Ostän."
      Geradezu ungläubig wanderte der Blick des Menschen von Kjurrash zu Jurgl, wo er letztendlich hängen blieb. Der Sahek jedoch stand einfach nur mit verschränkten Armen da und stierte zurück.
      "Sag ihm das andere auch!", befahl Fraug plötzlich und Jurgl nickte sogleich, doch bevor dieser irgendetwas sagen konnte, kam ihm der Mensch in seiner eigenen Sprache bereits zuvor.
      "Was schwafelt er?", wollte Jurgl sogleich wissen und blickte gespannt zu seiner Übersetzerin.
      "Äh ... er fragt warum er dir vertrauen soll Boss, glaub ich", antwortete Kjurrash und schien selbst neugierig auf die Antwort zu sein. "Ich glaub, der denkt du wirst ihn trotzdem abstechen oder so ..."
      "Ja gut, verständlich die Frage ... sag ihm wenn er nicht annimmt, is er tot. Wenn er annimmt un ich verarsch ihn, is er auch tot. Wenn er annimmt un wir verrecken alle, is er auch tot, also macht es für ihn eh keinen Unterschied!", meinte Jurgl und zuckte die Achseln, als sei die Sache damit erledigt.
      Fraug jedoch sah eher aus, als hätte er dem anderen Sahek gerade gerne eine gescheuert. Schließlich beschränkte er sich aber doch nur auf ein aufgebrachtes: "Hast du nur Mist im Hirn?"
      "Mach`s doch besser, Arschloch." War die geistreiche Entgegnung Jurgls, der etwas genervt darüber wirkte, dass Fraug ihn ständig als den Dummen da stehen ließ. Der andere Sahek grinste nur.
      "Sag ihm, wenn Jurgl ihn würde verarschen wollen, müsste er ihn gar net verarschen, sondern einfach nur an Ort un Stelle abstechen", sagte er dann zu Kjurrash gewandt, während Jurgl im Hintergrund eine ziemlich stumpfe Grimasse zog.
      "Stimmt ... hätte ich ...", murmelte er leise und wirkte dabei, als würde er gerade bedauern, es nicht getan zu haben.
      "Außerdem ...", fuhr Fraug fort und ignorierte den missmutigen Jurgl. "Wenn er net abgestochen wird un irgendwie abhauen kann, steht er immer noch allein, ohne Karte un alles in der Wildnis un wird vermutlich vom erst besten Morgrudel in Fetzen gerissen."
      "Versuchen die grade wirklich Westpack davon zu überzeugen, sich uns anzuschließen?", zischte Juurz neben Koratzash. "Oder hab ich auch gesoffen?"
      Ob er gesoffen hatte, wusste die Gremlin zwar nicht, doch was sich da vor ihrer Nase abspielte, war definitiv kein Hirngespinst eines alkoholisierten Norders. Auch wenn der Mensch bisher nicht wirklich überzeugt schien, sondern eher als stellte er sich gerade genau die selbe Frage wie Juurz. Doch ein Argument hatte Fraug noch auf Lager.
      "Un falls der Schlappschwanz sich Jurgl anschließt, wird er vollkommen umsonst in den Osten geführt, von einem erfahrenen Führer, der weiß was hinter Sor Pirsak liegt ... oder er kehrt eben um un geht zu sein Kumpels im Westen zurück, mit leeren Händen, ohne was erreicht zu haben ..."
      Das saß. Mit einem Mal wirkte der ehemalige General tatsächlich, als denke er darüber nach zu tun, was man ihm vorschlug. Allerdings glaubte Koratzash nicht wirklich daran, dass er wirklich zustimmen würde, das wäre einfach zu absurd. Gremlins und Menschen waren Feinde, seit es überhaupt Feinde gab. Welchen Grund gäbe also für diesen hier sich mit Nordern zu verbünden? Zumal gerade eben erst seine Armee von einer Horde Norder in die Flucht geschlagen worden war. Norder hatten seine Träume vom Erobern zerstört und Norder waren es, die seit Jahren sein Land mit Überfällen terrorisierten und ...
      "Er sagt ja."
      "Hä?!" Wirnak stand da, als hätte ihm jemand ins Gesicht geschlagen. "Das hat jetzt ernsthaft funktioniert? Wollt ihr mich verarschen? Ich verbünd mich doch net mit dem Stück Dreck!"
      "Jetzt mal ernsthaft Boss, das is einer vom Westpack!", stimmte Juurz zu und Sjunkarr nickte. "Solche wie der haben unseren Stamm abgemurkst un das einzige was ich zusammen mit denen mach, is sie auch abzumurksen!"
      Koratzash schwieg sich zwar aus, eigentlich war sie jedoch mit ihren Artgenossen einer Meinung. Allerdings befürchtete sie, dass sollte sie auch nur ein Wort gegen Jurgl sagen, er ihr sogleich den Bauch aufschlitzte, egal was Fraug davon hielt.
      "Jetzt haltet erstmal alle die Klappen!", schaltete sich sofort besagter Fraug ein. "Wenn ihr hier nur zu sechst durch die Berge un Wälder tanzt, seid ihr schneller tot, als jeder der jemals einen Speer in die Brust bekommen hat un ich weiß wie schnell sowas geht! Entweder fressen euch die Morg oder Spinnen oder ein Rog oder Fraks oder Goblins oder andere Gremlins, die gerade schlecht gelaunt sind. Oder aber ihr lauft direkt dem überlebenden Westpack in die Arme, die dann das mit euch machen, was Fraks davor mit ihnen gemacht haben. Mit dem Unterschied, dass ihr euch noch schlechter wehren könnt!"
      "Ja aber ... Menschen ..." Eine Weile sprach niemand ein Wort, da alle gespannt darauf warteten, wie Wirnak seinen Protest fortführen würde, doch schließlich schloss der Gremlin einfach seinen Mund und kratzte sich am Kopf.
      "Siehste! Hast selber gemerkt, dass ihr ohne Verstärkung am Arsch seid! Das da sind zwei gute Kämpfer un momentan is mir ziemlich egal, wer oder was sie sind!", durchbrach Jurgl die Stille, erfreut darüber, dass er endlich mal jemanden belehren konnte. "Außerdem, vor dem Westpack wurden wir auch schon mal von Fraks platt gemacht un trotzdem verbünden wir uns ab un zu mit denen gegen die Orks aus dem Norden!"
      Erneut herrschte Stille, während alle über das Gesagte nachdachten. Vor allem darüber, von welchen Orks Jurgl da sprach. Zumindest Koratzash hatte noch nie davon gehört, dass sich welche von jenen großen, drahtigen Kreaturen in die Nähe des Sor Pirsaks verirrt hätten. Andererseits, sie war ja auch noch nie auf der Ostseite des Gebirges gewesen, aber Jurgl doch eigentlich auch nicht ...
      Lange konnte sich die Gremlin allerdings nicht den Kopf über diese erneute Absurdität zerbrechen, denn der Mensch machte Anstalten sich zu erheben. Sofort stürzten die Norder mit gezogenen Waffen nach vorne, doch Jurgl kam ihnen zuvor. Allerdings hielt der Sahek weder eine Waffe in der Hand, noch sah es danach aus, als wolle er dem Menschen in anderer Weise an den Kragen. Stattdessen bot er ihm die Klaue an ... und half ihm auf!!!
      "Wa ... wa ... was ..." War so ziemlich das einzige, was Koratzash bei diesem denkwürdigen Augenblick zu Stande brachte.
      Ein Gremlin, der einem Menschen aufhalf, so etwas hatte es noch nie gegeben! Doch damit war der Verwunderung der Gremlins noch immer nicht Genüge getan, denn als Nächstes machte Jurgl etwas noch viel Unglaublicheres: Er gab dem Menschen, einem Drecksack vom Westpack, den sie vor wenigen Augenblicken noch hatten töten wollen, dessen Waffe zurück.
      "Äh ... also ich ... nö!", stammelte Juurz vor sich hin und schien sich nicht recht schlüssig, ob er jetzt nach vorne treten und dem ganzen mit einem raschen Hieb seines Säbels ein Ende bereiten oder ehrfürchtig zurückweichen sollte.
      Die Wahl fiel schließlich auf zurückweichen. Der Kerl war aber auch verdammt groß und jetzt hatte er auch noch eine Waffe!
      "Boss, Vorsicht!", rief Wirnak, als Jurgl dem bewaffneten Menschen zu allem Überfluss auch noch den Rücken kehrte und sich fast alle einschließlich der Leibwächterin, die genauso verdattert wie die Norder immer noch am Boden saß, absolut sicher waren, dass der Sahek gleich mit einer Klinge im Rücken zu Boden stürzen würde.
      Doch nichts dergleichen geschah und etwas abseits genehmigte sich Fraug ein breites Grinsen, als wäre genau das und nichts anderes zu erwarten gewesen.
      Plötzlich wurde die schon fast ehrfürchtig anmutende Stille von einem lauten Ruf zerrissen. Gleich darauf erscholl im Tal hinter ihnen laute Kriegsmusik, als die Fraks mit ihrer Siegesfeier begannen. Es war eindeutig allerhöchste Zeit zu verschwinden.
      "Klappt gefälligst eure dämlichen Fressluken zu un glotzt net wie ein Haufen dummer Ziegen!", fuhr Jurgl seine fünf Untergebenen an und bedeutete auch dem Menschen mit einer Geste ihm zu folgen. "Koratzash, Juurz! Ihr nehmt das Gepäck un dann ab un weg hier, nach Osten! Es sei denn, ihr wollt dem Westpack oder den Fraks in die Arme laufen!"

      Gesagt, getan. So also begann die gemeinsame Reise von Galdor, Tarya, Koratzash, Juurz, Wirnak, Sjunkarr, Kjurrash und Jurgl. Sie mussten wirklich eine seltsame Gesellschaft abgeben: Zwei Menschen und sechs Gremlins, sowie ein weiterer, von dem die meisten immer noch nicht wussten, wie er überhaupt hier sein konnte. Neun Gestalten, auf ihrem Weg über die Berge des Sor Pirsaks.
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

    • Hi Xarrot,

      bin erst bei Kapitel 6 angelangt. Mir ist aufgefallen, dass du in diesem Abschnitt deutlich weniger Schachtelsätze verwendest. DANKE! :)
      Die Sache mit der Fantasy-Sprache hat mich ebenfalls ein wenig irritiert, weil es an manchen Stellen viel wurde und hier geht es mir, wie Kyelia. Ich versuche zwar, drüber wegzulesen, doch will mein Gehirn scheinbar trotzdem nicht klein beigeben und möchte unbedingt verstehen, was die da sagen :)

      Man merkt, dass du total gerne Schlachtengetümmel beschreibst...und das machst du auch wirklich gut. Vielleicht werde ich beizeiten mal auf dich zukommen, um deinen Rat einzuholen. Das ist nämlich überhaupt nicht meins...womit wir aber auch schon bei meinem Problem angelangt wären: Irgendwie fehlt mir ein bisschen "Handlung" in der Geschichte. Bestimmt ist das Geschmacksache und andere lieben es vielleicht, von einem Massaker in das andere geworfen zu werden...ich werde aber am Ball bleiben und mal sehen, was noch so passiert...

      Viele Grüße,
      Rainbow
    • @Rainbow echt? Weniger Schachtelsätze? Ich hab doch alles so wie immer gemacht! Was ist nur los mit mir?! ;(
      Nein echt jetzt, das hab ich wirklich nicht mit Absicht gemacht xD Schön das man es dadurch besser lesen kann, allerdings hab ich es immer noch nicht so ganz begriffen, wann man etwas als Schachtelsatz deklarieren kann. Für mich wirken die fast alle normal :hmm:
      Aber wie gesagt, das wird jetzt erst einmal die letzte heftige Schlacht gewesen sein. Aber die hat sich leider, ungewollt, etwas in die Länge gezogen. Mit Kapitel sechs ist sie jetzt aber fertig, keine Sorge und freut mich, dass sie dir gefallen hat :D
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Hallo Xarrot!
      Ich habe bisher nur Zeit gefunden, den Prolog deines Textes zu lesen. Der Rest kommt auf jeden Fall bald dazu! :)

      Erst mal ein großes Lob für deine tollen Neologismen. Schlachthain und Mordmark klingen wirklich sehr melodisch und vermitteln die Atmosphäre der beschriebenen Orte bereits gut, finde ich.

      Die Gremlin-Sprache klingt auch sehr schön rau und kantig, so wie es für eine Sprache solcher Völker meiner Meinung nach sein sollte.
      Dennoch wirken die Sätze der Gremlins ein wenig zusammengewürfelt.
      Hast du dir eine Grammatik oder zumindest eine grammatikalische Struktur überlegt, der die Sätze syntaktisch folgen können?
      Wenn nicht, würde ich dir das vielleicht noch empfehlen, ich finde nämlich, dass solche fiktiven Sprachen dadurch ein wenig authentischer wirken.

      Du hast einen wirklich tollen High Fantasy Schreibstil. Ich persönlich stehe ja besonders auf heute ungebräuchliche Worte wie:

      Xarrot schrieb:

      Gebeine

      Xarrot schrieb:

      zwei Dutzend Hundertschaften

      Xarrot schrieb:

      ihrer [...] entledigen...

      Das ist auch das, was gute High-Fantasy Texte ausmachen. Ich liebe es!


      Es gibt jedoch einige Wörter, die den Erzählfluss in der Hinsicht für mich hier und da brechen. Ich finde diese Formulierungen ein bisschen zu "modern". Aber ich weiß ja nicht, wie du das siehst ^^
      Hier ein paar Beispiele:

      Xarrot schrieb:

      momentanen

      Xarrot schrieb:

      undefinierbaren

      Xarrot schrieb:

      ein paar Hügeln
      Das war's auch schon :)

      Alles in allem wirklich ein toller Text. Ich bin ein sehr großer Fan von solchen kriegslastigen Fantasygeschichten.

      Ich hab zum Abschluss nochmal ein paar kleine Fragen:
      Wie kommst du auf die Namen der Figuren? Haben die eine bestimmte Bedeutung? Wie ist deine "Entscheidungsfindung" bei der Vergabe der Namen?

      LG

      Dein Altersgenosse,

      Viv


      "Before the battle of the fist comes the battle of the mind"
      -Master Shifu
    • @VivaxesCoelin Ich muss dich leider ein wenig enttäuschen, der Sprachstil bleibt nicht so, da das hier nur ein Mittel war, um den Tagebucheintrag glaubhafter erscheinen zu lassen. :pardon: Aber freut mich, wenn es dir gefällt. Deine genannten Beispiele werde ich übrigens abändern. Da hast du recht und gut aufgepasst. Dankeschön :thumbsup:

      Die Sprache aber, wie ich hier stolz behaupten kann, ist mitnichten einfach nur zusammen gewürfelt. :whistling: Allerdings hab ich sie vom finnischen abgeleitet, von daher wundert mich jetzt das rau und kantig etwas. Aber egal.

      Spoiler anzeigen
      Die Struktur ist dabei auch (ich schätze mal du meintest den einen Satz, den ich da mal übersetzt habe) folgendermaßen:
      Larjitkarar Kowskurg Ragt oljak jash sul kaikkzt atan mikarlz jokenr mitarnt katoalok! *räusper und Professorbrille aufsetz*
      Grün, sind die Subjekte, blau das Objekt und rot die Prädikate.
      Oljak bedeutet sein und liegt hierbei im Singular vor, sowie in der Konjugation für lebendige Subjekte (sprich Personen, Tiere etc.), was uns die Endung -ak verrät. Atanak (töten) hat dagegen keine Endung, da es die selbe Person ist, die handelt (auch wenn sul eigtl er,sie oder es heißt) und man sie daher weglassen kann. Normalerweise würde man übrigens beim ersten Prädikat die Endung weglassen, allerdings gibt es da bei oljak eine Sonderregelung, weil es so kurz ist.
      Rag ist dagegen die Bezeichnung für einen Häuptling und steht hier im von mir sogenannten Objektiv mit der Endung -t, da der letzte Buchstabe des Wortes ein weicher Konsonant ist (zudem wird dadurch in der Aussprache das g wie ein k gesprochen).
      Die Reihenfolge ist dabei in diesem Fall stur Subjekt - Objekt - Prädikat, da alle ein lebendiges Subjekt haben. Wenn ein Gegenstand, der nicht lebt das Subjekt wäre, hätte man die Reihenfolge Prädikat - Subjekt - Objekt.
      Außerdem würde der Satz wortwörtlich: "Seit langem ist Kowskurg Häuptling und sie tötet alles, wenn jemand etwas sagt". Allerdings kommt durch "alles" nicht so sehr raus, dass sie ihre Rivalen beiseite räumt, deswegen hab ich das umgeändert. *Professorbrille wieder absetz*
      Falls du noch mehr Fragen zu Sprache hast, gerne fragen. Ich liebe nichts so sehr wie jemanden erfundene Grammatik um die Ohren zu hauen :D
      PS: Mir ist grade erst beim übersetzen aufgefallen, dass ich da einen Fehler eingebaut hatte und Objekt & Prädikat aus Gewohnheit her vertauscht hatte... upsi :doofy: *Porfessorlizenz entzogen bekomm*


      EDIT: Sry, ich hatte deine letzte Frage überlesen :S jetzt aber.
      Also bei den Namen von Charakteren versuch ich schon immer eine Bedeutung dahinter zu stellen. Bei solchen zufälligen Charakteren wie Harpaikk und Kjurrash sind sie allerdings nicht ganz so tiefgreifend. Manchmal mag ich es aber auch, den Namen kleine vorausdeutende Bedeutungen zu geben. Zum Beispiel eine Person die als erste von einer Gruppe stirbt nenne ich dann irgendetwas mit "erster" und "sterben" oder ähnliches. Manchmal denke ich mir aber auch welche aus, die keine richtige Bedeutung haben. Galdor fand ich nämlich, klang einfach passend für sein Volk. Das "ett Hogmir" dagegen meint, dass er aus der Ortschaft Hogmir stammt, die nach einem Zwergengelehrten benannt wurde, dessen Name übersetzt "das hohe Selbst" bedeuten würde.
      Aber meistens hilft es, wenn man einfach ein wenig über die Person nachdenkt. Dann kommt das schon fast von allein.
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

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    • Hallo Xarrot!

      Es soll also um Gremlins, Goblins und ähnliches Gesocks gehen? Großartig, bin dabei, werd ich lesen. So, oder so ähnlich, ging ich an deine Geschichte ran, angefeuert auch von den zumeist positiven Kommentaren. Mit frischem Schwung setzte ich mich an die ersten Zeilen und ... wurde ernüchtert. Lass mich das gleich klarstellen: die Tagebuchform ist nicht das Problem. Im Gegenteil, finde ich für einen Einstieg sogar eine sehr schöne Idee. Leider liest es sich zu Beginn überhaupt nicht wie Tagebuch. Der gute Herr General hätte Geschichtenerzähler werden sollen. Ist es üblich das eigene Tagebuch mit einem Abriss der jüngsten Geschichte zu beginnen? Für wen schreibt er dieses Tagebuch? Für sich? Wohl nicht. Für die Nachwelt? Dieser Zusammenfassung, die nur dazu dient, den Leser auf Kurs zu bringen, wirkt im Kontext des Tagebuchs fehl am Platz und irgendwie aufgezwungen.

      Das bessert sich zum Glück in den weiteren Absätzen. Bloß warum springt der General hier in der Zeit? Der zweite Absatz steht plötzlich im Präsenz, als würde er die Ereignisse niederschreiben, während sie geschehen. Der letzte Absatz wechselt dann wieder ins gewohnte Präteritum.

      Die Zeichensetzung wurde bereits angesprochen und ist mir leider auch negativ aufgefallen. Alles weitere im Spoiler.

      Also ich werde weiterlesen, auch wenn der erste Textabschnitt nicht wirklich dazu ermuntert. Doch wenn ich die Kommentare richtig deute, sollte man sich das erste Kapitel zu Gemüte führen und das werde ich. Aber an dem Einstieg deiner Story solltest du wirklich nochmal etwas feilen, der soll potentielle Leser doch packen, neugierig machen und förmlich ansaugen ... du verstehst?

      Fazit: gute Idee, holprige Umsetzung.

      Bleibe dran.


      Gruß!

      Spoiler anzeigen


      Xarrot schrieb:

      Auszug aus dem Tagebuch General Galdor ett Hogmirs von der ersten Expedition in die Mordmark, über die Gremlins des Schlachthains,
      Ich bin noch sicher, ob das der Stil der Geschichte ist oder ob du es dir hier etwas einfach mit der Namensfindung gemacht hast. Holzhammermethode.^^ :lol:


      Xarrot schrieb:

      Das wohl noch bekannteste der in der Mordmark ansässigen Nordervölker, die nach man nach dem großen reich Nordern auf Awalor benannt hat, stellen die Gremlins dar.
      Reich


      Xarrot schrieb:

      Es sind unser einem nur etwa bis zur Brust reichende, wilde Kreaturen, die bevorzugt die Waldgebiete im Süden und den Abschnitt, den wir Schlachthain nennen, bewohnen. Ihr Aussehen lässt sich als recht wild und brutal beschreiben und mit ihren großen, wilden Augen sowie den ebenfalls sehr ausgeprägten Fledermausohren wirken sie wie übergroße Kobolde.
      Lass mich raten ... sie sind wild? :rofl:

      Xarrot schrieb:

      zwei Dutzend Hundertschaften fielen an den schlammigen Ufern des Sees, den wir seit diesem Tag an Heraks Ålyke nennen.
      Müsste es nicht VON diesem Tage an heißen?

      Xarrot schrieb:

      Auch bei der darauf folgenden Jagd auf unsere überlebenden Soldaten in den dunklen Wäldern starben nahezu alle, bis auf einige wenige.
      Es starben alle, außer wenige. Sag bloß, Captain Obvious! :patsch: Dann lieber den nächsten Satz mit :"Die wenigen Überlebenden ..." beginnen.

      Xarrot schrieb:

      Des weiteren erzählen die Reiter von den Überresten eines Lagers, das sie einige Stunden Ritt von hier im Südosten vorfanden und welches wohl erst kürzlich abgebrochen worden zu sein scheint, da neben einer erloschenen Feuerstelle, auch Fußabdrücke und Essensreste gefunden wurden.
      Autsch. Der Satz holpert nur so vor sich hin, da bekommt man ja einen Knoten in der Zunge. Mach es einfacher, kürze, lieber zwei Sätze als einer.

      Xarrot schrieb:

      (ein Blasinstrument, welches unglaublich laute Töne von sich geben kann und dessen Bau sowie Spielweise von den Nordern zu perfektioniert worden scheint, wie uns eine Zurschaustellung der Künste des Gremlins bewies),
      Hier fehlt doch was ... :hmm: Oder es ist was zu viel.

      Xarrot schrieb:

      (lediglich die Intimbereiche sollen sich wohl verschieden sein, wie einige Aufzeichnungen verlauten lassen, doch sehe ich keinen Grund, dies nachzuprüfen
      Starraider - Die Sternenjäger: Eine verwegene Crew, ein waghalsiger Coup und das Schicksal der Galaxie auf Messers Schneide.

      Die Nebel von Arenor: Ein uraltes Übel kehrt zurück und nur eine Gruppe ungewöhnlicher "Helden" kann noch helfen.

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