Hinter den Bergen

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    • @Maxwell Hi und erstmal danke für deinen Kommentar, so etwas sieht man gern :thumbsup:
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      Maxwell schrieb:

      Leider liest es sich zu Beginn überhaupt nicht wie Tagebuch. Der gute Herr General hätte Geschichtenerzähler werden sollen. Ist es üblich das eigene Tagebuch mit einem Abriss der jüngsten Geschichte zu beginnen?

      Wegen dem Tagebucheintrag versteh ich um ehrlich zu sein nicht was der Punkt ist. Wenn man sich mal Caesar anschaut, ist der auch ganz schön abgedriftet und teilweise ist es auch ziemlich malerisch geschrieben. Galdor ist ja schließlich ein Adeliger, der schon etwas von Literatur versteht und wenn ich einfach ganz stumpf anfange, finde ich persönlich, klingt es auch recht uninteressant.

      Maxwell schrieb:

      Das bessert sich zum Glück in den weiteren Absätzen. Bloß warum springt der General hier in der Zeit?

      Das mit dem Zeitsprung war sogar geplant, da ich das eigentlich so gedacht hatte, dass er es aufschreibt, während sie das Banner betrachten. Aber es scheint wohl eher zu verwirren, deswegen besser ich es mal aus. :whistling:

      Maxwell schrieb:

      Die Zeichensetzung wurde bereits angesprochen und ist mir leider auch negativ aufgefallen

      Ich schätze mal, mit Zeichensetzung meinst du die ´´ anstelle der "? Ja das ist ein Punkt, stören die echt so sehr beim Lesen? Dann muss ich die wohl doch überall noch ausbessern...

      Maxwell schrieb:

      Ich bin noch sicher, ob das der Stil der Geschichte ist oder ob du es dir hier etwas einfach mit der Namensfindung gemacht hast. Holzhammermethode.
      Naja, so seltsam sind sie jetzt auch wieder nicht. Immer noch besser als irgendein Wirrwar aus verschiedenen Silben, die allerdings zusammen keinen Sinn machen.

      Die restlichen Fehler besser ich dann mal aus. Irgendwie scheint es, wenn ich einen Satz umstelle, dass ich immer irgendein Wort vergesse :S
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Jawollja! Hi @Xarrot!

      Habe mir nun das erste Kapitel durchgelesen und bin begeistert. Ein völlig neuer Ton, eine ganz andere Qualität als noch die Einführung. Erst der leise Aufbau mit dem neugierigen Jungen und den etwas verzweifelten aber hoffnungsvollen Händler und dann - CUT! Die Norder und es geht butterweich ins Gemetzel über. Hier hätte der Bruch in der Erzählweise störend wirken können, dem ist aber nicht so. Tatsächlich fügt sich diese Episode wunderbar ein und das Gremlingesocks wird auf verrückte Art sympathisch und vor allem: interessant! Es macht neugierig und Lust auf mehr.

      Da war viel Gutes dabei und du hast ein weiteren Leser für deine Geschichte gewonnen ;)


      Gruß!

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      Xarrot schrieb:

      Seitdem waren sie keiner Menschenseele mehr begegnet von den Helvetrin, die angeblich weit im Osten auf der anderen Seite der herrenlosen Wälder, Berge und Ebenen lebten, ganz zu schweigen.
      Frage mich, ob da nicht ein Komma fehlt. Irgendwie klingt der Satz so komisch ...

      Xarrot schrieb:

      Nur das Nur, dass sie angeblich Meister der Handwerkskunst und der Architektur waren.
      Hier fehlt definitiv das Komma. Allgemein, du fragtest dich, was ich mit mangelnder Zeichensetzung meinte: die Kommatas. Es fehlen wirklich viele, da solltest du nochmal drüber.

      Xarrot schrieb:

      Eifrig nickte der Junge auf die Frage seines Vaters hin und nahm die kleine Kiste, die zuvor ganz oben auf dem vollen Karren hin und her geschwankt war, entgegen.
      Zu umständlich. Hin und her schwankte reicht völlig. Solche Verkomplizierungen kommen häufig vor, sind aber unnötig. Manchmal reicht die stinknormale Vergangenheitsform absolut aus.

      Xarrot schrieb:

      Schließlich waren sie nur etwa drei Dutzend Schritte vom ihrem Ziel entfernt, da war man lieber vorsichtig und vor allem leise.
      von

      Xarrot schrieb:

      Aber was ihenn ihr Boss befahl, war eben Gesetz.
      ihnen

      Xarrot schrieb:

      Besonders die Menschen, die zuvor am vorderen Ende der Karawane gelaufen waren, erwischte es heftig.
      liefen, reicht.

      Xarrot schrieb:

      Doch der eigentliche Kampf begann erst, bei dem die meisten der Norder sich gleich gegen zwei Menschen behaupten mussten, was nicht von Erfolg gekrönt wurde.
      Das klingt äußerst seltsam und ich musste die Stelle mehrmals lesen, um sie zu verstehen. Willst du sagen, dass die Norder hier zwei zu eins unterlegen waren? Dann die markierten Worte einfach durch ein ALS ersetzen?

      Xarrot schrieb:

      Brüllend versuchte sich der Mensch zu wehren und machte dabei irgendwelche affigen Bewegungen, bis ihm der Gremlin schwungvoll eins auf die Zwölfe mit der stumpfen Seite des Beils gab, um dann die Nackenwirbel mit einem kräftigen Hieb zu durchtrennen. Saubere Handarbeit. Zufrieden sah er auf sein Werk hinab und schnitt beiläufig den Geldbeutel vom Gürtel des toten Norders, der sich so übermütig für Fraug geopfert hatte. Trotzdem: Nun galt es schleunigst den Rückzug anzutreten!
      Großartige Stelle! Nix zu meckern, im Gegenteil - einfach nur herrlich!




      Xarrot schrieb:

      Wegen dem Tagebucheintrag versteh ich um ehrlich zu sein nicht was der Punkt ist. Wenn man sich mal Caesar anschaut, ist der auch ganz schön abgedriftet und teilweise ist es auch ziemlich malerisch geschrieben.
      Ah, okay, ich verstehe deinen Punkt. Wobei ich mich frage, ob der Begriff "Tagebuch" dann so richtig gewählt ist. Vielleicht würde "Bericht" besser passen?
      Starraider - Die Sternenjäger: Eine verwegene Crew, ein waghalsiger Coup und das Schicksal der Galaxie auf Messers Schneide.

      Die Nebel von Arenor: Ein uraltes Übel kehrt zurück und nur eine Gruppe ungewöhnlicher "Helden" kann noch helfen.
    • @Maxwell Ich muss dem allmächtigen sammoK , Gott der Kommas und der Zeichensetzung, wohl doch nochmal irgendetwas opfern, er scheint erzürnt zu sein :S
      Aber erst einmal freue ich mich, dass es dir jetzt doch gefällt und bloß nicht mit der Kritik hinterm Berg halten... auch wenn die Geschichte "Hinter den Bergen" heißt :tada:

      Maxwell schrieb:

      Das klingt äußerst seltsam und ich musste die Stelle mehrmals lesen, um sie zu verstehen. Willst du sagen, dass die Norder hier zwei zu eins unterlegen waren? Dann die markierten Worte einfach durch ein ALS ersetzen?
      Das ist jetzt tatsächlich seltsam. Ich war mir eigentlich sicher, dass ich den Satz schon ausgebessert hatte, weil er mit selbst negativ aufgefallen ist. Da fehlt nämlich noch ein "immer" am Ende, dann dürfte er auch mehr Sinn machen...

      Unter Bericht versteh ich eigentlich erst recht, dass der Verfasser trocken und nur die Fakten aufzählt, aber ich denk mal das ist eh etwas Geschmackssache. Ich werde es aber mal zu "Aufzeichnungen" umwandeln. Das ist dann wohl wage genug, damit man sich im Prinzip alles darunter vorstellen kann.
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Hi @Xarrot!

      Habe mich nun auch an Kapitel Zwei erfreut. Sehr gut gefällt mir die Stimmung, die im Gremlinhaufen herrscht, die klaren Hierachien, das Gepöbel und Gefluche - kommt super rüber. Selbst die Sprache des Gesocks ist als durchaus gelungen zu bezeichnen. Wie leicht kann solche "Umgangssprache" in geschriebener Form nerven und den Lesefluss stören. Bei dir überhaupt nicht. Du findest das richtige Maß zwischen Gremlinsprech und einwandfreier Lesbarkeit. :thumbsup:

      Zur Story: WHAT?! Alle tot? Jetzt, wo ich die wilde Bande gerade ins Herz zu schließen begann? Nein, was, wo? Weiterlesen! :D


      Gruß!

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      Xarrot schrieb:

      Eigentlich war es fast unmöglich in dem lockeren Waldboden einen größeren, unterirdischen Hohlraum zu schaffen, dennoch konnte sich der Stamm KOMMA zu dem Fraug gehörte KOMMA stolzer Besitzer eines solchen nennen
      Naja, das Problem ist bekannt. Ich belasse es mal bei diesem einem Fall ...^^

      Xarrot schrieb:

      Wie zum Beispiel Häute gerben, davor besagte Häute noch von den Leibern der toten Tiere abziehen, Seile sowie Netze knüpfen und derlei Kleinkram.
      Hm, Dopplungen und es liest sich holprig. Vielleicht eher: "Wie zum Beispiel toten Tieren die Haut abziehen, gerben, Seile sowie Netzte knüpfen und derlei Kleinkram."?

      Xarrot schrieb:

      Bis auf den Eingang, der als eineinhalb Gremlinlängen hoher und zwei (?) breiter Spalt im Erdboden klaffte,
      (?) = da fehlt doch was. ... und zwei Gremlinlängen breiter ...?

      Xarrot schrieb:

      Ein schlauer Gremlin hätte Pauhurg wohl nicht mehr als ein dreckiges Grinsen geschenkt und sich dann schleunigst verzogen. Vor allem wenn man wusste, dass einem der Gegner an Kraft eigentlich weit unterlegen war. Zwar war Fraug auch tatsächlich durchaus schlau für einen seines Volkes zu nennen, allerdings nicht schlau genug. Außerdem hatte der andere ihn etwas zu sehr gereizt.
      Hier bin ich nicht ganz sicher, ob ich das richtige verstehe. Wer ist wem unterlegen? Ist Pauhurg aufgrund der Masse an Kraft überlegen oder Fraug aufgrund seiner Kämpferskills? Sollte es :"Vor allem wenn man wusste, dass man dem Gegner an Kraft eigentlich weit unterlegen war." heißen?

      Xarrot schrieb:

      Draußen waberten derweil immer noch klammer Nebel durch den dusteren Wald, was jedoch recht angenehm war, da so ein kühles Lüftchen in die sonst so stickige Höhle wehte.
      Entweder: "Draußen waberte(ohne n) der weil immer noch klammer Nebel ..." oder: "Draußen waberten derweil immer noch klamme(ohne r) NebelSCHWADEN ..."

      Xarrot schrieb:

      Dann stolperten auf einmal ein übel zugerichteter Jurgl mit einer anscheinend ähnlich behandelter Haufen Gremlins hintendrein in die Höhle und machten dabei einen Radau, der sogar den schnarchenden Pauhurg hochschreckenließ.
      eineM; behandelteM

      Xarrot schrieb:

      Unter lauten Brüllen stürmten Pauhurg und sein Dutzend Gehilfen aus der Küche auf die Menschen am Eingang zu.
      lauteM
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      Die Nebel von Arenor: Ein uraltes Übel kehrt zurück und nur eine Gruppe ungewöhnlicher "Helden" kann noch helfen.
    • @Maxwell uiuiui was für dämliche Fehler man da teilweise macht :S

      Maxwell schrieb:

      Hier bin ich nicht ganz sicher, ob ich das richtige verstehe. Wer ist wem unterlegen? Ist Pauhurg aufgrund der Masse an Kraft überlegen oder Fraug aufgrund seiner Kämpferskills? Sollte es :"Vor allem wenn man wusste, dass man dem Gegner an Kraft eigentlich weit unterlegen war." heißen?
      Ja soll es... tut es aber nicht. Was ein Käse, da bessert man einen Satz aus, nur um zu merken, dass man den neuen auch versabbelt hat xD

      Alle tot?! Oder auch nicht?! Tja... Weiterlesen! :D
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Aloa @Xarrot!

      Kapitel 3 - Sprachkurs in Westgesocksisch ist wahrlich ein Vergnügen gewesen! Ja, ich habe im Spoiler einige Anmerkungen bzgl Verbesserungen und Fehler, aber die fallen so gering ins Gewicht und würden von dreimal soviel Zitaten übertrumpft, welche sich einfach nur damit befassen, wie ausnehmend herrlich dieses Kapitel ist. Wirklich, deine Gremlins haben einfach eine echt erfrischende Art an sich, sind sau sympathisch und es macht richtig Spaß ihre Geschichte zu verfolgen. Bislang steigerst du das Niveau mit jedem Abschnitt und ich wäre schon mehr als zufrieden, wenn du das jetzt erreichte behalten könntest.

      Viele Gremlindaumen hoch! :thumbsup:


      Gruß!
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      Xarrot schrieb:

      ,,Oh, tschuldige Sahek´´, meinte Koratzash hastig als sie Jurgl erkannte, welcher direkt neben ihr saß und aussah, als hätte er versucht einen Baum zu fällen mit nichts als seinem Kopf als Werkzeug.
      Mir gefällt, was du sagen willst - dieses Bild im Kopf. Aber die Wiederholungen stören mich, wenn du verstehst?

      Xarrot schrieb:

      ,,Lecken? Nä! Ich beiß dir in deine verkackten Ellbogen, wenn du die nich glei aus meim Gesicht nimmst!´´, fauchte wieder der zweite nahmens Warkz und neugierig warf Koratzash einen Blick nach hinten.
      Ohne H.

      Xarrot schrieb:

      ihm war Koratzash schon zwei Mal in eine Schlägerei verwickelt gewesen und eigentlich fand sie ihn recht sympatisch.
      Einfach nur gut! :D

      Xarrot schrieb:

      Diese verstanden natürlich kein Wort von dem, was ihre Peiniger da in ihrer eigenen Sprache redeten.

      Xarrot schrieb:

      Diese verhielten sich nun vollkommen ruhig und keiner sagte mehr ein Wort.
      Beide Sätze folgen relativ dicht aufeinander, wodurch die Wiederholung negativ auffällt.

      Xarrot schrieb:

      Zudem gaben die Insassen bei jeder Unebenheit im Boden, über die das Gefährts rollte, leise Flüche von sich und verzogen ihre Gesichter vor Schmerz.
      Ohne S.

      Xarrot schrieb:

      ,,Au... Autsch... Mist... Aua...´´, drang es so von der anderen Gremlin hinter Koratzash saß an deren Ohr.
      "... drang es von der anderen Gremlin, die hinter Koratzash saß, an ihr Ohr." So, oder so ähnlich.

      Xarrot schrieb:

      Dann kam endlich das Ende der baumlosen Weite in Sicht und zur Freude der Gremlins tauchten sie wieder in das sanfte Grün des Waldes ein, durch dessen Schatten die Luft gleich einmal um einige Grad kühler war.
      "... die Luft gleich um einiges kühler wurde." Oder so. Das "einmal" stört mich und eigentlich auch die "Grad". Gremlins messen sicher nicht in Celsius.^^

      Xarrot schrieb:

      Selbst die Blicke, die sie den Gefangenen zuwarfen, waren um einiges härter und feindseliger, sodass sogar Jurgl, welcher noch am entspanntesten von ihnen allen gewirkt hatte, sich anfing besorgt umzusehen.
      "... anfing, sich besorgt umzusehen."
      Starraider - Die Sternenjäger: Eine verwegene Crew, ein waghalsiger Coup und das Schicksal der Galaxie auf Messers Schneide.

      Die Nebel von Arenor: Ein uraltes Übel kehrt zurück und nur eine Gruppe ungewöhnlicher "Helden" kann noch helfen.
    • @Maxwell Man jetzt werd ich aber rot :blush: Schön das es dir so gut gefallen hat.

      Maxwell schrieb:

      Bislang steigerst du das Niveau mit jedem Abschnitt und ich wäre schon mehr als zufrieden, wenn du das jetzt erreichte behalten könntest.
      Ich hoffe mal, dass ich das kann xD Und ich hoffe auch mal du magst ein paar Schlachten, denn davon werden noch ein paar kommen. Auf jeden Fall besser ich erstmal deine Anmerkungen aus.

      Aber wie ich auch schon den anderen sagte, eventuell könnte es nochmal passieren, dass ihr diese kleinen Kerle wieder mit anderen Augen seht. :evil:

      Gruß Xarrot
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Die Ferien sind bald wieder um und zur Trauer des Tages, ein neues Kapitel. Jedoch muss ich vorab sagen, dass ich bei diesem Kapitel etwas unsicher bin... :whistling:

      Kapitel 8 – Kalln und Kallän
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      Schlecht gelaunt spuckte Koratzash aus, mitten ins Feuer und sah mit müden Blick dabei zu, wie die Funken aufstieben.
      "Tjuhmarr Sarkkz!", meinte sie dann zu dem großen Menschen in der glänzenden Rüstung gewandt und kicherte belustigt, als dieser nur verwirrt dreinglotzte. "Dummer Sack!"
      Doch schon der nächste, eiskalte Windstoß sorgte wieder dafür, dass die Gremlin eine genervte Grimasse zog. Warum mussten sie auch über diese verdammten Berge? Was hatten sie davon? Hier war es lediglich so arschkalt, dass selbst die Bäume nur spärlich gediehen. Sehnsüchtig dachte Koratzash an ihr ehemaliges Zuhause, an die warme, stinkige Höhle und ihren verdreckten Schlafplatz, gleich neben dem Podest der Häuptling zurück. Was hatten sie damals nur immer für ein Spaß gehabt mit all den Überfällen und Gemetzeln ...
      Dabei kam ihr plötzlich wieder Fraug in den Sinn. Wie er dort so unversehrt gestanden hatte, als hätte es nie einen Speer gegeben, der dem Sahek den Unterleib durchlöcherte. Dabei hatte sie es doch selbst gesehen!
      Zudem führte dies unweigerlich auch noch zu der Frage, wo Fraug denn jetzt auf einmal wieder hin war? Kurz nachdem sie nämlich aus dem Tal geflohen waren, hatte sie ihn aus den Augen verloren und seitdem auch nicht mehr gesehen. Ein Umstand, den sie lieber aus ihren Gedanken verdrängte. Das Ganze war ihr höchst unheimlich. Tote Dinge sollten auch tot bleiben ... Von daher war es besser, wenn sie einfach nicht mehr daran dachte!
      Erneut wünschte sich Koratzash zurück in ihre heimatliche Höhle. Dort blieb einer wenigstens liegen, wenn man ihn abstach.
      Stattdessen hockte sie jedoch bei eiskalten Winden und dank einem schmalen Bach leicht feuchter Luft in einer Klamm, an der Westseite der Sor Pirsak und musste Wache halten. Als ob es einen Unterschied machen würde, ob sie die Fraks nun bevor oder nachdem diese ihnen die Kehlen durchgeschnitten hatten, bemerken würden. Es gab sowieso nur einen Weg aus der kleinen, steinigen Schlucht heraus und der führte geradewegs wieder zwischen die Tannen und Felsen vor dem Eingang zur Klamm. Genau dort wo auch der Bach in nur drei Dutzend Schritt Entfernung im Schatten von Fels und Baum verschwand, nachdem er an ihrem Lagerfeuer vorbei geplätschert war. Sollte sich also jemand entschließen, sich ihnen zu nähern, würden sie ihn sowieso erst bemerken, wenn er den Wald verließ und dann war es ohnehin längst zu spät.
      Und wessen Schuld war das Ganze? Langsam und mit blankem Hass in ihren großen, gelben Augen wandte sich die Gremlin wieder dem Menschen zu ihrer Rechten zu. Oh ja, sie verabscheute ihn aus den tiefsten Tiefen ihres kleinen, rachsüchtigen Herzens und ein bösartiges Grinsen schlich sich auf ihr Gesicht, als sie sich in Gedanken ausmalte, wie sie ihm mit viel Schwung und Anlauf ...
      "Da!", sagte der Mensch auf einmal und stand derart plötzlich auf, dass Koratzash schon allein aus Reflex zu ihrem Speer griff. Doch der Kerl schien seine ganze Aufmerksamkeit auf das andere Ende der breiten Klamm gerichtet zu haben. "Dort drüben! Tarya! Wach auf!"
      Inzwischen hatte auch Koratzash die kleine Gestalt bemerkt, die da zwischen den Stämmen der Bäume auf sie zu gestolpert kam.
      "Leute, da kommt jemand!", zischte sie und stieß Wirnak, der friedlich neben ihr am Lagerfeuer geschlummert hatte, mit dem Speerschaft an.
      Nur Sekunden später war auch der Rest der Norder wach und beobachtete mit zum Kampf gezogenen Waffen die sich nähernde Gestalt. Ein Frak war es nicht, so viel stand fest. Die Gebirge liebenden Norder waren zwar eigentlich relativ groß, liefen allerdings immer dermaßen gebückt, dass sie meist genauso klein wie Gremlins waren. Dieses Wesen hier jedoch lief aufrecht und auch ohne den leichten Seitwärtsgang, der charakteristisch für Fraks war. Auch ein Goblin konnte es nicht sein. Die Art von Goblins nämlich, die auf der Ostseite der Berge lebte, mied das Gebirge tunlichst aus Furcht vor den Fraks und deren Fallen. Auch ein Borkling konnte es nicht sein, dafür war die Gestalt wiederum zu groß. Eigentlich ähnelte sie sogar eher einem jungen Menschen ...
      "Bleib da stehen!", knurrte Jurgl feindselig dem sich nähernden Etwas entgegen.
      Tatsächlich! Koratzash musste an sich halten, um nicht sofort auf den Neuankömmling loszugehen. Es war wahrhaftig einer von diesem Westpack! Noch dazu ein recht junges Exemplar, das allerdings dafür, dass es hier so allein durch die Wildnis streifte, ziemlich gesund aussah.
      "Ho! Was für ein komischer Haufen!", erklang es plötzlich im Rücken der Gremlins und kurz war sich Koratzash unschlüssig, wem sie nun lieber den Rücken zukehren wollte.
      Schließlich entschied sie, dass ein Menschenjunges nicht wirklich eine Gefahr darstellte und wirbelte mit einiger Verspätung herum.
      "Heda, du dreckige Ratte! Das is unser Kram!", schnauzte Wirnak den kleinen Kerl an, der sich da gerade an ihren Reisesäcken zu schaffen machen wollte.
      Es war ein Borkling. Einer der diebischen, kleinen Wichte, wie es sie zu Hauf überall gab, sogar in den Reichen der Menschen und Gardrim. Sie steckten ihre kleinen, krummen, spitzen Nasen an jeden erdenklichen Ort und garantiert keine Ware der Welt war gut genug gesichert, als dass ein Borkling nicht doch irgendwie an sie heran gekommen wäre. Zudem konnten sie sich auch noch erstaunlich gut zur Wehr setzen, wobei sie Speere oder kurze Säbel und einen Schild bevorzugten. Was schleichen anging, schienen sie zudem ebenfalls äußerst geübt zu sein. Anders konnte sich die Gremlin nicht erklären, wie dieser kleine Kerl unbemerkt durch die Klamm und in ihren Rücken hatte geraten können. Jurgl warf ihr dennoch einen bösen Blick zu.
      "Ja komm doch her, du großer Sack!", jauchzte der Borkling derweil fröhlich, als Wirnak mit gezogener Waffe auf ihn los ging.
      Doch anstatt den kleineren Norder einfach plattzumachen, bekam der Gremlin mit voller Wucht einen Speerschaft auf die Nase. Zornig fauchend machte Wirnak einen Satz nach hinten, während der Borkling so fröhlich, als handle es sich lediglich um einen Spaß, auf und ab hopste. Doch nun war Wirnak richtig sauer und ging von neuem auf seinen um drei Köpfe kleineren Verwandten los. Auch diesmal knallte ihm dieser das Holz seiner Waffe mitten ins Gesicht und noch ein weiteres Mal gegen die Schulter. Dann jedoch bemerkte auch der Borkling den Blutdurst in den Augen seines Gegners.
      "Gehubst wiä gedubst! Saissä!", damit flizte der kleine Borkling auch schon los, zwischen Wirnaks Beinen hindurch und auf den Waldrand zu, wo immer noch der kleine Junge stand.
      Doch Koratzash war schneller. Gerade als das kleine Kerlchen auch an Jurgl vorbei geschlüpft war, knallte sie ihm ihren eigenen Speer vor die Schienbeine und mit einem erschrockenen Aufschrei landete der Borkling schwungvoll mit Gesicht voran auf dem harten Boden.
      "Kallän!" Erneut fuhren sowohl Gremlins als auch Menschen gemeinsam herum.
      Diesmal war es das Junge gewesen, welches gequäkt hatte und das Koratzash für einen Moment vollkommen vergessen hatte.
      "Stopf dem Mensch das Maul, Kjurrash!", rief Jurgl, der so langsam etwas zornig über so viel unerwarteten Besuch wurde.
      Doch bevor die Gremlin auch nur einen Schritt hätte tun können, waren die beiden anderen Menschen auch schon bei ihrem Artgenossen. Allerdings nicht um ihn abzustechen, sondern um ... Ja was taten sie da eigentlich? Statt ihm einfach die Klingen in den Bauch oder dergleichen zu rammen, knieten sie vor ihm nieder, als sei es einer der göttlichen Skulpak oder Garden höchstpersönlich. Dann legte der männliche Mensch dem Kind eine Hand auf die Schulter und begann auf es einzureden, während die Frau ihren Mantel abnahm und ihm dem Kleinen um die Schultern legte.
      "Scheiwä!Des hat weh getan!" Neben Koratzash wollte sich der Borkling gerade wieder aufrappelten, doch die Gremlin stellte ihm einfach einen Fuß auf den Rücken und drückte ihn wieder nach unten. "Heje!"
      "Schnauze!", knurrte Wirnak drohend hinter ihr. "Oder ich ramm dir dein Speer gleich quer in den Arsch!"
      "Ey, was wird das?!", rief plötzlich Jurgl, als die beiden Menschen mit dem Jungen wieder zum Feuer zurückkehrten und sich dort niederließen. "Zwei von euch reichen völlig aus! Wir brauchen keine Söldner!"
      Mit einem Mal kam wieder Leben in den Borkling unter Koratzashs Fuß.
      "Schlaggumbel?! Mi gewwe schonn drä Himding wi Schlaggumbel! Mi hidde mosche ut däd doll!Brubbed i nod wäimmer hin heue Hauen?"
      "Hä?!" Sowohl Koratzash als auch Juurz hatten kein Wort von dem verstanden, was der kleine Kerl da geplappert hatte.
      Selbst Jurgl sah ziemlich ratlos aus, was ihn anscheinend mächtig ärgerte und mit einem wütenden Knurren fuhr er zu den drei Menschen herum.
      " Beim drei Mal verdammten Kiroux! Was is hier eigentlich los?!"
      Im nächsten Moment hatte der Gremlin bereits seine Waffe gezogen und mit energischen Schritten und zornigem Blick ging er auf das vollkommen verängstigte Menschenkind zu. Koratzash zweifelte keine Sekunde lang, dass ihr Sahek es der Länge nach aufschlitzen würde, sollte er ein Wort des Widerstands zu hören bekommen ...

      Es war auch immer das gleiche mit diesen Kerlen. Erst bemerkten sie noch nicht einmal, dass er überhaupt da war, dann wurden sie gleich sauer, weil man mal ein paar Späße mit ihnen machte und am Ende schlugen sie einen zusammen. Kallän hatte schon vor drei Wechseln aufgehört mitzuzählen, wie oft er bereits mit Gesicht nach unten dagelegen hatte.
      Diesmal jedoch waren sie sogar noch relativ sanft mit ihm umgegangen. Niemand hatte nachgetreten, während er am Boden lag. Immerhin etwas, auch wenn der Fuß ihm mittlerweile ziemlich schmerzhaft im Kreuz drückte und der Speerschaft ebenfalls etwas unangenehm an seinem Bauch lag. Doch bisher war er noch jedes Mal aus einer solchen Situation glimpflich entronnen und der Borkling war sich sicher, dass dies hier auch nicht anders enden würde.
      Plötzlich packte man ihn allerdings unsanft am Kragen und erschrocken stieß Kallän ein leises Quieken aus, das einem der Gremlins ein belustigtes Schnauben entlockte. Zumindest einer hatte also seinen Spaß, doch der Borkling, den das kräftige Paar Klauenhände immer noch gepackt hielt, war das ganz bestimmt nicht und als wäre das noch nicht genug, spürte er auf einmal die kalte Spitze eines Dolches in der Nierengegend.
      "Bloß nicht zu viel zappeln, du diebische Ratte!", kicherte der Kerl in seinem Rücken, dem Kallän zuvor zweimal eins auf die krumme Nase verpasst hatte. "Sonst hast du gleich ein paar Innereien weniger ..."
      "Oi ..." Zu mehr war der Borkling in seiner derzeitigen Stuation nicht in der Lage, während seine Augen panisch nach einem Fluchtweg suchten.
      Das er natürlich keinen fand, verwunderte Kallän dabei keineswegs, doch dafür viel sein Blick auf etwas anderes. Nur wenige Schritte entfernt standen sich der Gremlinboss und die Frau gegenüber, die gezogenen Waffen fest in Händen, wobei das Kurzschwert in der Klaue des Norders immer mal wieder nervös zu zucken schien. Schließlich stieß der Gremlin ein warnendes Knurren aus und versuchte gleichzeitig einen Schritt an der Frau vorbei zu machen, doch diese tat es ihrem Gegenüber gleich, sodass sich die beiden schon fast Stirn an Stirn wiederfanden. Ein höchst interessantes Verhalten zwischen wie Kallän fand. Normalerweise schlachteten sich die beiden Völker eigentlich immer ab, wo sie nur konnten. Aber diese hier wirkten fast schon, als seien sie Verbündete oder dergleichen. Ein Gedanke, der den Borkling unwillkürlich zum Kichern brachte und so den Gremlin hinter ihm wiederum zum Knurren.
      Auch den Mann schien die Reaktion seiner Artgenossin zu verwundern, doch schließlich klopfte er Kalläns Kameraden, dem kleinen Jungen einmal beruhigend auf die Schulter, bevor er neben die Frau trat.
      "Nun?", meinte er herausfordend an den nach wie vor aufgebrachten Gremlinboss gewandt.
      "Vergiss bloß nicht, wem du dein ranziges Leben verdankst, Mensch!", knurrte dieser und wies dann mit seiner Waffe auf den Jungen. "Wer is das? Etwa einer von euch, ein dreckiger Spion, der den Rest von eurem Pack auf unsere Färte bringen soll?"
      "Lächerlich, Gremlin!", empörte sich sogleich die Frau und baute sich drohend vor dem Norder auf. "Ein Spion?! Das ist ja noch ein Kind und darum lasst ihr auch gefälligst die Finger von ihm!"
      "Ach, willst du mich verarschen?" Der Anführer der Gremlins wirkte jedoch keineswegs eingeschüchtert. "Das hier is verdammte Wildnis! Keiner vom Westpack weit un breit! Ihr habt doch selbst gesehen, was mit euch Säcken passiert, wenn eure Armeen den Fraks zu dicht auf die Pelle rücken! Un jetzt soll diese Ratte da ganz zufällig hier vorbeigekommen sein?! Am ..."
      "Ich gehöre zu keiner Armee! Wirklich nicht! Mein Vater war Händler und ..." Die Stimme des Jungen versagte, während seine Augen furchtsam auf den Gremlinboss gerichtet blieben.
      Irgendwie hatte Kallän das Gefühl, auch mal etwas sagen zu müssen ...
      "Ho, Gräms! Der Mänschenz da sagt die Wahrheit! Hab ihn ganz allein im Wald gefunden!"
      Ruckartig fuhr der Gremlin zu ihm herum und musterte den Borkling misstrauisch.
      "Erst Westpack un jetzt auch noch einer von diesen diebischen Säcken ... Normalerweise schneid ich solchem Gesindel die Gurgeln durch, aber war ja klar, dass die da!" Dabei wies er mit einer Klaue anklagend auf den Mann und die Frau. "Sich sofort mit ihresgleichen einlassen! Führ was hat Fraug ... ich meine, hab ich euch überhaupt am Leben gelassen?! Hä?!"
      Erneut nahm der Junge seinen ganzen Mut zusammen und setzte mit zittriger Stimme dort an, wo sie ihm zuvor versagt hatte: "Mein ... mein Vater war Händler. Wir gehörten zu einer großen Gruppe Reisender und wollten doch bloß diesen ... diesen Wald durchqueren! Wir waren doch nur harmlose Leute, die keinem etwas böses wollten ... und ganz bestimmt waren wir keine Armee!"
      Trotz den Tränen, die dem Jungen in den Augen standen stieß der Gremlinboss lediglich ein ungerührtes Schnauben aus und auch der Rest der Bande wirkte nicht sonderlich beeindruckt.
      "Is doch egal, zu wem der gehört! Schneiden wir ihm einfach die Kehle durch, ich hab kein Bock, mich mit einem Balg abplagen zu müssen!", kam es von dem Kerl mit dem Messer hinter Kallän, woraufhin seine Kumpanen zustimmend knurrten.
      "Nichts dergleichen werdet ihr tun!" Etwas äußerst Bedrohliches lag in der Stimme der Frau und ein wenig erinnerte sie den Borkling gar an eine Wölfin, die ihr Junges verteidigt. "Das könnte euch feigen Nordern wohl passen, einfach so ein wehrloses Kind zu ermorden!"
      "Keiner von euch rührt ihn auch nur an, oder ihr könnt euch gleich von euren Armen verabschieden!", meinte nun auch der Mann, wobei eine Hand am Griff seines Schwertes ruhte. "Das ist mein letztes Wort!"
      Kurz lag eine gespannte Stille in der Luft, die jäh durch wildes Fluchen durchbrochen wurde.
      "Mattorr juollok Lihaszt!", gurgelte der Gremlinboss in sich hinein und spie einmal kräftig aus. Schließlich machte sich jedoch ein eher resignierter Ausdruck auf seiner Fratze breit. "Maden in euer Fleisch! Verdammtes Westpack! Dann seis halt drum, aber von uns kümmert sich keiner um die Ratte!"
      Wenn der Borkling damit aber glaubte, ebenfalls aus dem Schneider zu sein, hatte er sich getäuscht. Denn nun wandte sich der Gremlin endlich ihm zu und im Schein des Feuers offenbarte sich Kallän erst die ganze Hässlichkeit des Norderbosses. Das eine Ohr war zerfleddert und hing als nutzloser Hautlappen herab, während das Gesicht von verschiedenen Verletzungen überzogen wurde. Manche davon waren etwas neuer, andere älter. Insgesamt strahlte die Miene des Gremlins aber eine Gemeinheit aus, auf die selbst ein Goblin stolz gewesen wäre und dem Borkling war der Kerl sogleich äußerst suspekt.
      "Un du, Dieb? Hast du dich etwa auch mit diesem Westpack da verbündet? Is ein großer Fehler, kann ich dir sagen ..."
      "Hey Boss! Ich hab gehört, Borklingfleisch soll recht gut schmecken ...", kicherte der Kerl mit dem Messer und stach mit selbigen etwas in Kalläns Haut. "Juurz könnte uns bestimmt aus dem hier ..."
      "Langsam, langsam, Wirnak! Ich wüsste immernoch ganz gerne, was die beiden hier verloren haben ..." Fast schon mit etwas hungrigem Blick leckte sich der Boss der Bande über die Lippen, während in dem Borkling allmählich ein gewisses Unbehagen aufstieg. "Also, Dieb, rede!"
      "Näd ho huddig, huddig, Gräms!"Da er nicht die geringste Lust verspürte, als Abendmahl für die Gremlins zu enden, entschloss sich Kallän ohne weitere Umschweife fürs Reden. "Also ... ich lief da so mir nichts dir nichts durch den Wald, hatte ein paar gute Pilze gefunden. Sehr gute Pilze von denen ..." Ein drohendes Knurren entrang sich der Kehle des Gremlinbosses. "Dann lief ich da so un lief noch ein bisschen mehr un plötzlich steht da der da vor mir!" Kallän nickte zu dem Jungen hin, der sich allmählich wieder zu beruhigen schien. Auch wenn er immer noch hin und wieder einen bangen Blicken auf die Gremlins warf. "Da hab ich ihn und mich natürlich gefragt: Was macht so ein kleiner Mänschenz allein mitten im Wald? Un da meinte er ..."
      "Wir wurden überfallen ...", ertönte die Stimme des Jungen selbst, begleitet von einem leisen Schniefen. "Mitten auf dem großen Pfad in den Osten ... von Gremlins."
      Aus dem Augenwinkel bekam Kallän mit wie zwei der besagten Gremlins einen raschen Blick wechselten und sogar der Chef des Haufens schien kurz inne zu halten. Jedoch fiel es wohl keinem anderen auf und im nächsten Moment durchbrach ohnehin die Frau die eingetretene Stille.
      "Ihr seid dem großen Pfad gefolgt?! Welcher Fluch hat euch denn getroffen, dass ihr ein solches Wagnis eingegangen seid? Noch dazu jetzt, wo die Fraks aus ihren Bergen kommen ..." Sie brach ab und schüttelte lediglich fassungslos den Kopf.
      Erneut stiegen dem Jungen Tränen in die Augen. Vorsichtig legte ihm der Mann eine Hand auf die Schulter und beugte sich zu ihm hinab.
      "Wie heißt du denn?", fragte er mit überraschend sanfter Stimme.

      "Kalln ..."
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

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      Xarrot schrieb:

      Anders konnte sich die Gremlin nicht erklären, wie dieser kleine Kerl unbemerkt duch die Klamm und in ihren Rücken hatte geraten können. Jurgl warf ihr dennoch einen bösen Blick zu.
      durch

      Xarrot schrieb:

      ,,Ja komm her (Komma) du großer Sack!´´



      noch mehr Charaktere ... ich würde beinahe behaupten, du hast ein Problem :rofl: Mal im Ernst, es fällt mir immer noch etwas schwer, die Gremlin auseinander zu halten, weil bei der Anzahl der Namen ich nicht mal einen bestimmten Charakter bestimmen kann. Ich kann lediglich Koratzash und Jugel ein wenig auseinanderhalten. Aber bisher haben die anderen aus meiner Sicht noch nicht genug Charakter erhalten, um zu sagen, wer hinter dem Namen steht. Ich weiß nicht, ob ich da die einzige bin, aber ich fürchte, dass ich bei noch mehr Namen komplett den Überblick verliere. Aber abwarten. :hmm:

      Ein interessanter Teil ansonsten. Beim zweiten Teil habe ich kurz gestutzt, was du da beschreibst, das ist manchmal etwas wirr, oder kommt nur mir das so vor? :hmm:
      Sonst wie immer bildlich beschrieben. ^^

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • @Kyelia ich schätze mal du meinst Kallän und Kalln. Der eine ist der bereits in Kapitel 1 erwähnte Junge und der andere gar kein Gremlin und auch ansonsten wird er sich doch um einiges von Koratzash etc. unterscheiden, wie ich meine. Aber ja du hast schon recht, die teilweise recht platten Charaktere sind wohl so mein Problem... Ich hätte sie vielleicht einzeln noch etwas beschreiben sollen. Wirnak sollte nämlich eigentlich so zu sagen der Schläger der Gruppe werden :orc: , der Jurgl noch am nähsten steht. Juurz dagegen eher der feigere Schwächling und Kjurrash war als jemand gedacht, der sich lieber im Hintergrund hält...
      Allerdings hoffe ich, dass das mit der Zeit deutlicher wird, wenn man ihre Handlungen so betrachtet. Eventuell muss ich da aber auch nochmal nacharbeiten :hmm:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Xarrot schrieb:

      @Kyelia ich schätze mal du meinst Kallän und Kalln. Der eine ist der bereits in Kapitel 1 erwähnte Junge und der andere gar kein Gremlin und auch ansonsten wird er sich doch um einiges von Koratzash etc. unterscheiden, wie ich meine. Aber ja du hast schon recht, die teilweise recht platten Charaktere sind wohl so mein Problem... Ich hätte sie vielleicht einzeln noch etwas beschreiben sollen. Wirnak sollte nämlich eigentlich so zu sagen der Schläger der Gruppe werden :orc: , der Jurgl noch am nähsten steht. Juurz dagegen eher der feigere Schwächling und Kjurrash war als jemand gedacht, der sich lieber im Hintergrund hält...
      Allerdings hoffe ich, dass das mit der Zeit deutlicher wird, wenn man ihre Handlungen so betrachtet. Eventuell muss ich da aber auch nochmal nacharbeiten :hmm:
      Dass Kallän kein Gremlin ist, habe ich schon mitbekommen. :D Im Zusammenhang mit den beiden, ging es wie gesagt, mehr um die generelle Anzahl der Charaktere. Wenn man mal nachzählt, sind das jetzt 9 (? - ich hoffe, ich vergesse keinen) Charaktere innerhalb weniger Seiten zusammengeworfen. Da sofort jedem eine Persönlichkeit zukommen zu lassen, die in Erinnerung bleibt, ist schwer. Da bleiben immer welche hinterher - gerade die, die wenig sagen, weil Zurückhaltung. Das Problem habe ich selbst, denn ich habe auch mit zu vielen Charakteren kämpfe.
      Als Ratschlag: Erstmal weniger neue Namen, bis der Leser die jetzigen kennengelernt hat. :hmm:
      Ich drücke dir die Daumen, dass du die Kurve noch schaffst ^^

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    • So, nachdem ich gefühlte zehn Anläufe brauchte, um mit dem Lesen anzufangen, habe ich es dann die letzten Tage mehr oder weniger an einem Stück geschafft. Deswegen fällt mein Kommentar wahrscheinlich auch etwas länger aus als dann die nächsten Male. xD'

      Das Schöne zuerst: Ich mag deinen Humor, den du auch hier in die Geschichte verpackst. Du schaffst es wirklich, einem diese nervigen Stinksäcke von Gremlin sympathisch zu machen. Von daher - Hut ab.
      Wie die anderen muss ich auch zugeben, dass mich der Stil unter normalen Umständen etwas abgeschreckt hätte, aber im Umfeld deiner Kreaturen passt es vollkommen. Du hast, so empfinde ich das zumindest, ein gutes Gefühl dafür, wann wo welcher Stil angebracht wäre. Das zeigt sich immer dann, wenn du aus der Sicht der Menschen schreibst. Dann schreibst du "sauberer", weniger schnoddrig als bei den Nordern. Das gefällt mir. Diese Tatsache - und eben auch, weil deine Gremlin mir gefallen, bin ich drangeblieben. Ein großer Pluspunkt für deine Geschichte.
      Das stellenweise arg Umgangssprachliche (oder auch zu moderne Begriffe) haben dir die anderen ja schon aufgezeigt. Wie gesagt, bei den Gremlin und Co. funktioniert das jedoch.

      Inhaltlich kann ich jetzt noch nicht viel sagen. Anfangs hast du einen ziemlichen Infoinput, der mich an mancher Stelle etwas herausgeworfen hat. Ich habe das Gefühl, nicht alles zu den vielen verschiedenen Rassen im Kopf behalten zu haben. Das war auf vielen kurzen Abschnitten manchmal ganz schön viel.
      Es ist auch offensichtlich, dass du Schlachten magst. Was jetzt nicht schlimm oder schlecht ist, dass sie sich zu Anfang so gehäuft haben war mir persönlich aber etwas - viel. 8D Aber das ist eher meinem eigenen Geschmack geschuldet.
      Was mir auch auffiel: Du beschreibst an vielen Stellen richtig gut, auch bildlich, dann wiederum fehlt mir an bestimmten Stellen die ein oder andere Beschreibung. Manchmal wirkt es gerade während einer Schlacht ziemlich nüchtern. Was mich auch zu deinen Charakteren bringt. Die sind mir, wie anderen auch, noch etwas zu blass. Bei den Gremlin geht es langsam, aber sonst wirken die anderen eher wie Abziehbilder, die man noch beliebig austauschen kann. Da fehlt noch etwas das Gefühl und Gespür dafür, aber das kommt. :)

      Weitere Anmerkungen (das meiste haben dir die anderen auch schon gesagt, ich wiederhole deswegen nur hier und da kurz etwas):

      1. Schau dir bitte noch einmal das mit der wörtlichen Rede an. Dazu zählen auch die Gänsefüßchen. ;P Ich meine jetzt aber eher konkret, was ein Begleitsatz ist und was nicht.
      2. Deine Anmerkungen in Klammern am Anfang sind stellenweise überflüssig. Versuch die Information lieber direkt in den Text einfließen zu lassen.
      3. Satzlänge, Kommas, Zusammenschreibung. Manchmal hast du einen Satz, der aus zwei Hauptteilen besteht und nur einem Nebenteil. Die kannst du gut und gerne zu zwei eigenständigen Sätzen aufteilen. Im Spoiler für das aktuelle Kapitel habe ich dir etwas aufgezeigt, wo du direkt was ändern kannst. Zu den Kommas wurde ja schon genug gesagt. ;P
      Mit Zusammenschreibung meine ich Verben/Wortteilen, die zusammengehören. Das Problem hast nicht nur du, ich hab dir im Spoiler aufgezeigt, was ich meine.
      4. Die fremde Sprache. Da haben dir die anderen auch schon was zu gesagt. Was ich noch anmerken möchte: Ich finde es schön, dass du dir wirklich Gedanken dazu gemacht hast. Und das nicht nur bei den Gremlin, sondern auch bei allen anderen. Du haust einem immer wieder ganze Sätze und "Reden" in diesen Sprachen um die Ohren - um sie dann am Ende zu übersetzen. Mir geht es da wie Kyelia, mein Gehirn versucht sie immer vollständig zu lesen und irgendwie aussprechbar zu machen. Das hält beim Lesen auf und ich beginne langsam, dass alles zu überfliegen. Und da kann man das als Autor dann auch getrost weglassen, wenn die Leser es am Ende nur überspringen und gleich nach der Übersetzung suchen. Ich hoffe, du findest da eine Lösung, die zum einen dich selbst als auch deine Leser zufriedenstellt. Das heißt nicht, dass du komplett auf die Sprachen verzichten musst, aber vielleicht schraubst du es auf ein Minimum herunter.
      5. Namen. Oh, die Namen. Ich muss gestehen, ich kann keinen im Kopf behalten. Ja, das haben dir auch die anderen schon gesagt. Auch, dass es auf kurzer Strecke extrem viele waren und einige davon für den weiteren Verlauf auch gar nicht mehr notwendig erschienen.

      Joah. Das war jetzt alles, was ich mir so während des Lesens notiert habe. Korrigiert im Spoiler habe ich jetzt einmal Kapitel 8, einfach weil ich da auch alles reingehauen habe, was mir so aufgefallen ist - und das meiste sich zu den anderen Kapiteln auch wiederholt hat.

      So. Das war jetzt wieder viel Text von meiner Seite aus. Vieles haben dir auch die anderen schon gesagt, aber ich wollte für mich vollständig sein. xD'
      Fazit: Trotz des Meckerns hat deine Geschichte einen gewissen Charme, der mich irgendwie verzaubert hat. Dein Schreibstil an sich ist schon recht gut, benötigt aber noch etwas Feinschliff. Absolut positiv zu sehen ist dein Humor. Ich bin jetzt einfach mal gespannt, wann der rote Faden sich so erkennen lässt. Mich hast du so oder so an der Backe. *richtet sich heimisch ein*


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      Xarrot schrieb:

      Kapitel 8 – Kalln und Kallän



      Schlecht gelaunt spuckte Koratzash aus, mitten ins Feuer, und sah mit müden [müdem] Blick dabei zu, wie die Funken aufstieben.

      ,,Tjuhmarr Sargz!´´, meinte sie dann zu dem großen Menschen in der glänzenden Rüstung gewandt und kicherte belustigt, als dieser nur verwirrt drein_glotzte [zusammen]. ,,Dummer Sack!´´
      Doch schon der nächste, eiskalte Windstoß sorgte wieder dafür, dass die Gremlin eine genervte Grimasse zog. Warum mussten sie auch über diese verdammten Berge? Was hatten sie davon? Hier war es lediglich so arschkalt, dass selbst die Bäume nur spärlich gediehen. Sehnsüchtig dachte Koratzash an ihr ehemaliges Zuhause, an die warme, stinkige Höhle und ihren verdreckten Schlafplatz, gleich neben dem Potest [Podest] der Häuptling zurück. Was hatten sie damals nur immer für ein Spaß gehabt mit all den Überfällen und Gemetzeln[Leerzeichen]...
      Dabei kam ihr plötzlich wieder Fraug in den Sinn. Wie er dort so unversehrt gestanden hatte, als hätte es nie einen Speer gegeben, der dem Sahek den Unterleib durchlöchern könnte [Hm, ich bin mir nicht ganz sicher, aber da es ja geschehen ist, kannst du hier trotzdem gut "dürchlöcherte" schreiben.]. Dabei hatte sie es doch selbst gesehen!
      Zudem führte dies unweigerlich auch noch zu der Frage, wo Fraug denn jetzt auf einmal wieder hin war? [Normalerweise würde ich dir das als umgangssprachlichen Fehler ankreuzen; wohin gehört zusammen; allerdings passt es ganz gut zum sonstigen Stil des Ganzen, von daher drücke ich eine Auge zu. *hüstelt*] Kurz nachdem sie nämlich aus dem Tal geflohen waren, hatte sie ihn aus den Augen verloren und seitdem nicht mehr wiedergefunden. Ein Umstand, den sie lieber aus ihren Gedanken verdrängte. Das ganze war ihr höchst unheimlich. Tote Dinge sollten auch tot bleiben[Leerzeichen]... Von daher war es besser, wenn sie einfach nicht mehr daran dachte!
      Erneut wünschte sich Koratzash zurück in ihre heimatliche Höhle. Dort blieb einer wenigstens liegen, wenn man ihn abstach, wie es sich gehörte. [Würde ich persönlich einfach weglassen, ist auch so deutlich genug.]
      Stattdessen hockte sie jedoch bei eiskalten Winden und dank einem schmalen Bach leicht feuchter Luft in einer Klamm, an der Westseite der Sor Pirsak, und musste Wache halten. Als ob es einen Unterschied machen würde, ob sie die Fraks nun bevor oder nachdem diese ihnen die Kehlen durchgeschnitten hatten, bemerken würden. Es gab sowieso nur einen Weg aus der kleinen, steinigen Schlucht heraus und der führte geradewegs wieder zwischen die Tannen und Felsen vor dem Eingang zur Klamm. Genau dort wo auch der Bach nur drei Dutzend Schritten nachdem er an ihrem Lagerfeuer vorbei geplätschert war, im Schatten von Fels und Baum verschwand. [Mir schwirrt gerade der Kopf. Das ist das Thema, dass du manchmal Sätze unnötig kompliziert machst. Ich musste diesen letzten Satz mehrfach lesen, bis er angekommen ist. Natürlich habe ich auch schon vorher verstanden, was du aussagen willst, aber vielleicht machst du zwei Sätze daraus. Dann fließt es auch natürlicher.] Sollte sich also jemand entschließen, sich ihnen zu nähern, würden sie ihn sowieso erst bemerken, wenn er den Wald verließ, und dann war es ohnehin längst zu spät.
      Und wessen Schuld war das ganze [Ganze]? Langsam und mit blankem Hass in ihren großen, gelben Augen, wandte sich die Gremlin wieder dem Menschen zu ihrer Rechten zu. Oh ja, sie verabscheute ihn aus den tiefsten Tiefen ihres kleinen, rachsüchtigen Herzens und ein gehässiges Grinsen schlich sich auf ihr Gesicht, als sie sich in Gedanken ausmalte, wie sie ihm mit viel Schwung und Anlauf[Leerzeichen]...
      ,,Da!´´, sagte der Mensch auf einmal und stand derart plötzlich auf, dass Koratzash schon allein aus Reflex zu ihrem Speer griff. Doch der Kerl schien seine ganze Aufmerksamkeit auf das andere Ende der breiten Klamm zu haben. [Ich würde eher sagen: Aufmerksamkeit auf ... zu legen. Aufmerksamkeit auf etwas zu haben klingt unschön, wenn auch eigentlich nicht ganz falsch.] ,,Da! Tarya! Wach auf!´´
      Inzwischen hatte auch Koratzash die kleine Gestalt bemerkt, die da zwischen den Stämmen der Bäume auf sie zu gestolperte kam.
      ,,Tuttawarzr, joken sar oljak!´´, zischte sie und stieß Wirnak, der friedlich neben ihr am Lagerfeuer geschlummert hatte, mit dem Speerschaft an. ,,Leute, da kommt jemand!´´
      Nur Sekunden später war auch der Rest der Norder wach und beobachtete mit zum Kampf gezogenen Waffen, die sich nähernde Gestalt. Ein Frak war es nicht, so viel stand fest. Die Gebirge liebenden Norder waren zwar eigentlich relativ groß, liefen allerdings immer dermaßen gebückt, dass sie meist genauso klein wie Gremlins waren. Dieses Wesen hier jedoch lief aufrecht und auch ohne den leichten Seitwärtsgang, der charakteristisch für Fraks war. Auch ein Goblin konnte es nicht sein. Die Art von Goblins nämlich, die auf der Ostseite der Berge lebte, mied das Gebirge tunlichst aus Furcht vor Fraks und deren Fallen. Auch ein Borkling konnte es nicht sein, dafür war die Gestalt wiederrum [wiederum] zu groß. Eigentlich ähnelte sie sogar eher einem jungen Menschen[Leerzeichen]...
      ,,Ra! Kral sar jardarak!´´, knurrte Jurgl feindselig dem sich nähernden Etwas entgegen. ,,Bleib da stehen!´´
      Tatsächlich! Koratzash musste an sich halten, um nicht sofort auf den Neuankömmling los_zu_gehen. Es war wahrhaftig einer von diesem Westpack! Noch dazu ein recht junges Exemplar, dass allerdings dafür, dass es hier so allein durch die Wildnis striff [streifte], ziemlich gesund aussah.
      ,,Ho! Wed fu än debbert Hauen!´´[kein Leerzeichen], erklang es plötzlich im Rücken der Gremlins und kurz war sich Koratzash unschlüssig, wem sie nun lieber den Rücken zu_kehren wollte. ,,Ho! Was für ein komischer Haufen!´´
      Schließlich entschied sich [sie] sich, dass ein Menschenjunges nicht wirklich eine Gefahr darstellte, und wirbelte mit einiger Verspätung herum.
      ,,Heda, du dreckige Ratte! Das is unser Kram!´´, schnauzte Wirnak den kleinen Kerl an, der sich da gerade an ihren Reisesäcken zu schaffen machen wollte.
      Es war ein Borkling. Einer der diebischen, kleinen Wichten, wie es sie zu Hauf überall gab, sogar in den Reichen der Menschen und Gardrim gab. Sie steckten ihre kleinen, krummen, spitzen Nasen an jeden erdenklichen Ort und garantiert keine Ware der Welt war gut genug gesichert, als dass ein Borkling nicht doch irgendwie an sie heran gekommen wäre. Zudem konnten sie sich auch noch erstaunlich gut zur Wehr setzen, wobei sie Speere oder kurze Säbel und einen Schild bevorzugten. Was schleichen anging, schienen sie zudem ebenfalls geübt zu sein. Anders konnte sich die Gremlin nicht erklären, wie dieser kleine Kerl unbemerkt durch die Klamm und in ihren Rücken hatte geraten können. Jurgl warf ihr dennoch einen bösen Blick zu.
      ,,Jahihihi! Ho härgänet de ossig Bumbel!´´, jauchzte der Borkling fröhlich, als Wirnak mit gezogener Waffe auf ihn los ging. ,,Ja komm her, du großer Sack!´´
      Doch anstatt den kleineren Norder einfach platt_zu_machen, bekam der Gremlin mit voller Wucht einen Speerschaft auf die Nase. Zornig fauchend machte Wirnak einen Satz nach hinten, während der Borkling so fröhlich, als handle es sich lediglich um einen Spaß, auf und ab hopste. Doch nun war Wirnak richtig sauer und ging von neuem auf seinen um drei Köpfe kleineren Verwandten los. Auch diesmal knallte ihm dieser das Holz seiner Waffe mitten ins Gesicht und noch ein weiteres Mal gegen die Schulter. Dann jedoch bemerkte auch der Borkling den Blutdurst in den Augen seines Gegners.
      ,,Gehubst wie gedubst! Saissä!´´, damit flizte der kleine Borkling auch schon los, zwischen Wirnaks Beinen hindurch und auf den Waldrand zu, wo immer noch der kleine Junge stand. ,,Scheiße!´´
      Doch Koratzash war schneller. Gerade als das kleine Kerlchen auch an Jurgl vorbei_geschlüpft war, knallte sie ihm ihren eigenen Speer vor die Schienbeine und mit einem erschrockenen Aufschrei landete der Borkling schwungvoll mit Gesicht voran auf dem harten Boden.
      ,,Kallän!´´, erneut fuhren sowohl Gremlins als auch Menschen gemeinsam herum.
      Diesmal war es das Junge gewesen, welches da so gequäkt hatte und das Koratzash für einen Moment vollkommen vergessen hatte.
      ,,Stopf dem Mensch das Maul, Kjurrash!´´, rief Jurgl, der so langsam etwas zornig über so viel unerwarteten Besuch wurde.
      Doch bevor die Gremlin auch nur einen Schritt hätte tun können, waren die beiden anderen Menschen auch schon bei ihrem Artgenossen. Allerdings nicht um ihn abzustechen, sondern um[Leerzeichen; groß weiter]... ja was taten sie da eigentlich? Statt ihm einfach die Klingen in den Bauch oder dergleichen zu rammen, knieten sie vor ihm nieder, als sei es einer der göttlichen Skulpak oder Garden höchstpersönlich. Dann legte der männliche Mensch dem Kind eine Hand auf die Schulter und begann auf es einzureden, während die Frau ihren Mantel abnahm und ihm dem Kleinen um die Schultern legte.
      ,,Scheiwä... dä häd wätuet!´´, neben [Komma weg, groß weiter] Koratzash wollte sich der Borkling wieder aufrappelten, doch die Gremlin stellte ihm einfach einen Fuß auf den Rücken und drückte ihn wieder nach unten. ,,Heje!´´
      ,,Schnauze!´´, knurrte Wirnak drohend hinter ihr. ,,Oder ich ramm dir dein Speer gleich quer in den Arsch!´´
      ,,Ey, was wird das?!´´, rief plötzlich Jurgl, als die beiden [Eigentlich ist klar, wer da wiederkommt, aber da du davor von Koratzash und Wirnak geschrieben hast, würde sich das "die beiden" auch auf die Gremlin und nicht die Menschen beziehen. Oder ich habe was nicht mitbekommen.] mit dem Menschenjungen wieder zum Feuer zurückkehrten und sich dort nieder_ließen. ,,Zwei von euch reichen völlig aus! Wir brauchen keine Söldner!´´
      ,,Schlaggumbel?! Mi gewwe schonn drä Himding wi Schlaggumbel! Mi hidde mosche ut däd doll!Brubbed i nod wäimmer hin heue Hauen?´´, mit [Komma weg; groß] einem Mal kam wieder Leben in den Borkling unter Koratzashs Fuß.
      ,,Hä?!´´, sowohl [Komma weg; groß] Koratzash als auch Juurz hatten kein Wort von dem verstanden, was der kleine Kerl da geplappert hatte.
      Selbst Jurgl sah ziemlich ratlos aus, was ihn anscheinend mächtig ärgerte, und mit einem wütenden Knurren fuhr er zu den drei Menschen herum. [Das fällt mir gerade beim Korrigieren besonders auf. Wenn du lange Sätze hast, die aus mehreren Gliedern besteht - und vor allem aus zwei Hauptteilen, die eigenständig sein können - verbindest du diese hier gerne mit und. Ich würde an dieser Stelle den Rat geben, das "und" zu streichen und einfach einen zweiten Satz daraus zu machen. In dem Beispiel hier jetzt also: [...]was ihn anscheinend mächtig ärgerte. Mit einem wütenden Knurren [...] ]
      ,, Beim drei Mal [dreimal] verdammten Kiroux! Was is hier eigentlich los?!´´
      Im nächsten Moment hatte der Gremlin bereits seine Waffe gezogen, und mit energischen Schritten und zornigem Blick ging er auf das vollkommen verängstigte Menschenkind zu. [Hier auch. Weiter oben war das bereits auch schon und auch in den vorherigen Kapiteln natürlich. :)] Koratzash zweifelte keine Sekunde lang, dass ihr Sahek es der Länge nach aufschlitzen würde, sollte er ein Wort des Widerstands zu hören bekommen[Leerzeichen]...

      Es war auch immer das gleiche mit diesen Kerlen. Erst bemerkten sie noch nicht einmal, dass er überhaupt da war, dann wurden sie gleich sauer, weil man mal ein paar Späße mit ihnen machte, und am Ende schlugen sie einen zusammen. Kallän hatte schon vor drei Wechseln aufgehört mitzuzählen, wie oft er schon mit Gesicht nach unten dagelegen hatte.
      Diesmal jedoch waren sie sogar noch relativ sanft mit ihm umgegangen. Niemand hatte nachgetreten, als er am Boden gelegen hatte. Immerhin etwas, auch wenn der Fuß ihm mittlerweile ziemlich unsanft im Kreuz drückte und der Speerschaft ebenfalls etwas unangenehm an seinem Bauch lag. Doch bisher war er noch jedes Mal aus einer solchen Situation glimpflich entronnen und der Borkling war sich sicher, dass dies hier auch nicht anders enden würde.
      Schon als er vor wenigen Tagen diesem kleinen Mensch mitsamt dem restlichen Pack wortwörtlich über den Weg gelaufen war, hatte er es geschafft, das Beste aus seiner Lage heraus_zu_holen. Wobei seine Lage da nochmal um einiges übler gewesen war. Denn nachdem er gemeinsam mit seinen Kumpanen Laischär und Bolze, allesamt etwas berauscht von ein paar gefundenen Pilzen, auf den breiten Waldweg gestolpert war, hatten sie damit erst einmal ein heiden Chaos [Heidenchaos] ausgelöst. Als den drei, den Menschen gerade Mal bis zur Hüfte reichenden Borklingen allerdings nichts Schlimmeres mehr nachfolgte, hatten sie sich wieder einigermaßen beruhigt. Leider war damit auch die Gelegenheit zur Flucht für die Borklinge ungenutzt verstrichen. Doch da sie sowieso zu vollgedröhnt zum Rennen waren, hatte Bolze vorgeschlagen, dass sie auch einfach gleich sitzen bleiben konnten.
      Gesagt getan. Als jedoch drei der Soldaten mit gezogenen Waffen bereits auf sie zu_gekommen waren und keiner der drei noch daran glaubte, den nächsten Abend noch zu erleben, erfolgte der Angriff.
      Von einem Augenblick zum nächsten hatte sich alles um sie herum verändert. Statt einen schattigen Waldweg zu erblicken, zwischen Farnen und Sträuchern, unter den Wipfeln der unzähligen Kastanien, Eschen und vieler anderer Baumarten, durch deren Blätter hindurch das Sonnenlicht einen leicht grünlichen Schimmer erhielt[Leerzeichen]... war plötzlich alles voller Fraks gewesen.
      Fraks mit Speeren, mit Säbeln, Bucklern und Bögen, die vor nichts halt_machten. Noch während sie aufsprangen, um nun doch zu rennen, was ihre Beine hergaben, pfählte einer eben jener Speere Laischär. Kallän und Bolze indessen waren, die Schreie ihres Kumpanen sorgsam ignorierend, ins Unterholz davon geflitzt, direkt vor die Füße eines derart riesigen Monstrums, dass der Borkling geglaubt hatte, einer der Bäume wäre zum Leben erwacht. Zwar stellte es sich doch lediglich als Rog heraus, eines der riesigen Wesen aus dem Land östlich der Sor Pirsak, doch diese Erkenntnis hatte Bolze leider auch nichts mehr genützt. In dem Moment, in dem Kallän seinem Kumpanen noch eine Warnung zurufen wollte, war die überdemensionierte [überdimensionierte] Latsche des Rogs auch schon auf den Schädel des Borklings gekracht und hatte ihn zu Muß verarbeitet.
      Da Kallän nun doch etwas überfordert mit der Situation gewesen war, blieb er einfach stehen, damit erst einmal den [der] Rog vorbei_trampeln konnte. So wie es sich für kleinere Wesen gegenüber größeren eben gehörte, um dann mit einem Mordstempo durch den Wald zu sprinten. Jedenfalls bis der nette Herr Baum ihn schließlich zum Anhalten zwang, indem er sich dem Borkling einfach vor die Nase stellte, sodass dieser mit voller Wucht dagegen lief.
      Als er dann, nach nur wenigen Sekunden wie es dem Borkling erschien, wieder aus seiner Ohnmacht erwachte, hatte gerade erst der Abend Einzug gehalten. Allerdings war es nicht der Abend des selben Tages gewesen, an dem Kallän so elegant das Bewusstsein verlor, sondern schon der des nächsten. Das hatte der Borkling schlichtweg daran erkannt, dass es plötzlich in Strömen regnete. Außerdem war es mit einem Mal überraschend kühl für die Jahreszeit geworden und der kleine Norder hatte sogar etwas gefröstelt.
      Zu Anfang dachte er noch daran, zum Schauplatz des Kampfes zurück_zu_gehen. Als er dann allerdings den Waldweg erreichte, war dort außer Knochen schon nichts mehr von übrig. Kallän hatte nicht wirklich viel von der Frakmeute gesehen, jedoch musste sie ziemlich groß gewesen sein, wenn sie einen Menschentrupp dieser Größe derart schnell und gründlich ausplünderte. Selbst von Bolze und Laischär waren nichts als Gerippe geblieben.
      Dann hatte ihn allerdings ein merkwürdiges Geräusch aufschrecken lassen. Ein Geräusch, als würde jemand gerade aufgeschlitzt werden, und panisch war Kallän wieder ins Gebüsch gehopst. Wenige Sekunden später hatte er die Quelle des Geräuschs jedoch lokalisiert. Ein kleiner Mensch, der Rotz und Wasser heulend am Waldrand stand. Etwas verwundert war der Borkling wieder aus dem Buschwerk hervor_getreten. Langsamen Schrittes näherte er sich dann dem jungen Mensch, bis dieser ihn bemerkte. Sofort machte er Anstalten, die Flucht zu ergreifen, da er wohl dachte, der Borkling wolle ihm an den Kragen.
      Normalerweise war dies bei Nordern auch eine sehr berechtigte Reaktion, außer bei Borklingen, jedenfalls bei den meisten. Denn im Vergleich zu ihren Verwandten waren Borklinge so ziemlich die friedlichsten und harmlosesten, sodass sie vom Westpack meist eher als Plage denn als echte Gefahr angesehen wurden. Nur sehr selten richteten sie wirklichen Schaden an, da sie meist nur in Gruppen von bis maximal einem Dutzend auftraten und sich so auf das Ausrauben oder manchmal auch Essen einzelner Reisender beschränkten. Nur wenn sich mehrere solcher Banden zusammen_fanden, brannten sie auch mal ein ganzes Dorf ab oder dergleichen. Von Burgen hielten sie allerdings den größtmöglichsten Abstand und auch Menschenansammlungen von über zwanzig Personen waren den Borklingen normalerweise äußerst suspekt. Doch trotz allem waren sie, wenn es ums Kämpfen ging, äußerst wilde Gesellen, weswegen sogar manchmal Verbrecherbanden der Menschen oder Gardrim die kleinen Norder anwarben.
      Von daher war Kalläns erste Reaktion auch nicht die gewesen, sich auf den kleinen Mensch zu stürzen und zu zerfleischen, sondern es erst einmal mit Worten zu versuchen.
      ,,Ho! Wed loddet sin? Heswegge flännst de dän sou? Uts sinn jänhinne nod adämm Gägewwe! Mi bi Kallän, hus kallern ut Glauän! Ut hä de bidden, glännä Mänschenz?´´, trotz [Komma weg; groß] des merkwürdigen Akzents des Borklings hatte der Mänschenz ihn offensichtlich zumindest einigermaßen verstanden und blieb überrascht stehen. ,,Hey! Was is los? Warum heulst du denn so? Wir sind immerhin noch am Leben! Mein Name ist Kallän, aus kalt un Krallen, und du bist wer, kleiner Mensch?´´
      Langsam versiegte der Tränenstrom des Kleinen wieder, doch seine Verwirrung stand ihm immer noch überdeutlich ins Gesicht geschrieben. Das Ganze hier war aber auch wirklich etwas viel für einen so jungen Menschen.
      ,,Kalln, heiß ich[Leerzeichen]... wer[Leerzeichen]... was bist du?´´, fragte der Kleine schließlich zögerlich, aber immer noch mit einer Spur von Misstrauen in der Stimme, und daran tat er auch gut nach Kalläns Meinung.
      Jemand ohne Misstrauen war jemand, der nicht mehr lange zu leben hatte.
      ,,Hähä[Leerzeichen]... Kalln? Wed än schäuädes Huffer ... mi bi ä Borkling, däi Leuer ho ruffert min, awwer eihedlig uts wüffern Diwerall,dä di üwwerrall gewwet. Wed äna wiä de tuet hin ter Gobbels, Gräms ut Fallhuttigä däm Bämme, wänne mi naschnaggän diffe?´´, vorsichtig [Komma weg; groß] tat Kallän einen kleinen Schritt auf den Mänschenz zu, dieser wiederrum [wiederum] stolperte erschrocken einen Schritt nach hinten. Der Junge war ja immer noch ganz wuschig im Kopf! ,,Hehe[Leerzeichen]... Kalln? Was ein bescheuerter Name[Leerzeichen]... ich [groß] bin ein Borkling. So nennt uns dein Volk zumindest, aber eigentlich heißen wir ja Diwerall, die wo überall leben. Was macht denn einer wie du hier im Wald der Goblins, Gremlins und Fraks, wenn man fragen darf?
      Rasch hüpfte Kallän wieder zurück und hob beschwichtigend die Hände.
      ,,Nädho huddig, huddig juttä Gumbel! Mi tue hirr schonn nix! Diwerall sinn näd wiä de Rädde hon däm Noddähauenz!Uts mampfe haunu gans, gans sedde än hon äue[LZ]...´´, versuchte der Borkling weiterhin, den Menschen zu beruhigen. ,,Nich so hastig, hastig, junger Kumpel! Ich tu dir schon nix! Wir Diwerall sin nich wie die andren Norder! Wir fressen auch nur ganz, ganz selten ein von euch[LZ]...´´
      Ein plötzlicher Ruf unterbrach Kalläns Erklärung und verwirrt blickten Mensch und Diwerall sich um. Von irgendwo aus dem Wald zu Kalläns Linken rief eine zischelnde Stimme und augenblicklich stieg in Kallän eine dunkle Vorahnung empor.
      ,,Ou Saissä!´´, seufzte der Diwerall, während nur wenige hundert Meter weiter den Waldweg entlang eine ganze Horde Fraks aus dem Gebüsch gesprungen kam [sprang; Erstens klingt es so runder und zweitens vermeidest du die Dopplung mit kam.] und mit gezogenen Waffen auf sie zu_kam.,,Hä! Mänschenz! Hinnarenn ma! IIIIIIIAAAA SAISSÄÄÄÄÄ!´´
      Einer der bleichen Norder hatte es doch tatsächlich gewagt, einen Pfeil auf ihn abzufeuern. Ein Glück, dass der Kerl allem Anschein nach kein Zielwasser getrunken hatte, sonst wäre dieser Schuss noch übel ausgegangen. Wobei Kallän es ihm durchaus vergönnt hätte. Das Zeug schmeckte nämlich wirklich abartig beschissen.
      Weiterhin auf die Zielfertigkeit seines entfernten Verwandten vertrauend, machte der kleine Norder augenblicklicht, wie schon unzählige Male zuvor in seinem Leben, die Biege und raste in wahnwitzigem Tempo ins Gebüsch und durch den Wald davon. Für eine Weile vergaß er in seiner Panik sogar glatt den jungen Menschen. Schließlich warf er jedoch einen kurzen Blick nach hinten, wo besagter Mensch in einiger Entfernung hinterher schnaufte. Von der Frakhorde indessen war nichts mehr zu sehen, was Kallän aber nicht weiter verwunderte. Die Kerle hassten Verfolgungen und in ihren schweren Rüstungen waren sie kaum schneller als ein lahmer Morg, noch dazu wenn es durch dichtes Unterholz ging. Vermutlich waren es sowieso Nachzügler der eigentlichen Meute gewesen, die nur zum Leichen fleddern angehalten hatten und es nicht für einen Borkling mit Menschen riskierten, den Anschluss zu verlieren.
      Kallän konnten sie somit gleich drei Mal [dreimal] kreuzweise. Für ihn zählte nur, dass er nicht aufgespießt wurde, und vor Freude rutschte ihm gar ein hinterhältiges Kichern heraus. Kalln wirkte dagegen um einiges weniger amüsiert und hatte bereits wieder Tränen in den Augen. Irgendwie fand der Diwerall den Kleinen drollig[LZ]...
      ,,Däd it dod mo ä Gägewwe! Nu ho da Saissä tuet Gaudi! Piz mampfe, hubblern, rennä, hubblern, än nei Gumbel finnle, noschmo rennä ut jätt[LZ]...´´, meinte Kallän immer noch glucksend. ,,Des ist doch mal ein Leben! Nur so macht der Mist auch Spaß! Pilze fressen, rennen, rennen, rennen, neue Kumpel finden, nochmal rennen und jetzt[LZ]...´´
      Grinsend beugte sich der Diwerall hinab, pflückte sich einen ziemlich giftig aussehenden Pilz vom Boden, an dem er erst/einmal ausgiebig schnüffelte, um ihn sich dann in einem Stück ins Maul zu stopfen.
      ,,Widda Piz mampfe!´´
    • @Kitsune erstmal einen ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar :hail: je länger desto besser!
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      Kitsune schrieb:

      Es ist auch offensichtlich, dass du Schlachten magst. Was jetzt nicht schlimm oder schlecht ist, dass sie sich zu Anfang so gehäuft haben war mir persönlich aber etwas - viel. 8D Aber das ist eher meinem eigenen Geschmack geschuldet.
      Ouh ja, Schlachten beschreiben macht einfach jede Menge Spaß, wobei es zu den Gremlins auch einfach dazugehört, finde ich. Wenn ich erst beschreibe, was für brutale Wesen sie sind und dann nichts dergleichen passiert, wäre das wohl etwas seltsam.

      Kitsune schrieb:

      Was mich auch zu deinen Charakteren bringt. Die sind mir, wie anderen auch, noch etwas zu blass
      Das fällt mir tatsächlich selbst leider auch auf. Ich hätte, gleich wenn sie vorkommen, ein paar Sätze über sie schreiben sollen. Mal sehen wie ich das regel.

      Kitsune schrieb:

      4. Die fremde Sprache. Da haben dir die anderen auch schon was zu gesagt. Was ich noch anmerken möchte: Ich finde es schön, dass du dir wirklich Gedanken dazu gemacht hast. Und das nicht nur bei den Gremlin, sondern auch bei allen anderen.
      Ich glaub ich streich, bis auf ein paar ganz wenige Stellen einfach raus :hmm: Versteh ich, dass sowas verwirrt und raus bringt.

      Tja, die gute alte Rechtschreibung... ich hasse sie :doofy: ich hab bei Word leider den Bug, dass mir der komplette Text rot markiert wird, deshalb haben sich hier vermutlich ein paar mehr eingeschlichen. Bzw. an anderen Stellen vergesse ich einfach selbst Wörter komplett (bei "Aufmerksamkeit haben" hab ich mir selbst an die Rübe gelangt, da fehlt das "richten" nämlich).

      Kitsune schrieb:

      Selbst Jurgl sah ziemlich ratlos aus, was ihn anscheinend mächtig ärgerte, und mit einem wütenden Knurren fuhr er zu den drei Menschen herum. [Das fällt mir gerade beim Korrigieren besonders auf. Wenn du lange Sätze hast, die aus mehreren Gliedern besteht - und vor allem aus zwei Hauptteilen, die eigenständig sein können - verbindest du diese hier gerne mit und. Ich würde an dieser Stelle den Rat geben, das "und" zu streichen und einfach einen zweiten Satz daraus zu machen. In dem Beispiel hier jetzt also: [...]was ihn anscheinend mächtig ärgerte. Mit einem wütenden Knurren [...] ]
      Bei manchen Sätzen versteh ich ja, dass ich sie zu sehr geschachtelt habe und besser sie dann mit Freuden aus. Aber an anderen Stellen klingt es zumindest für mich sonst ein wenig zu stumpf, so auch hier. Wenn ich das jetzt so verbessern würde, wie du es vorschlägst, würde mir der Satz beim lesen eher negativ auffallen. Ich denke mal, dass ist wohl auch ein wenig Geschmacksache :hmm:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Dieses Kapitel ging ursprünglich vollkommen anders, allerdings war ich selbst nicht so recht damit zufrieden, deshalb hier jetzt die überarbeitete Version. Ich hoffe mal, es haben sich nicht zu viele Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen.
      Wegen den platten Charakteren wird übrigens in Kapitel 10 etwas getan werden, besonders im Bezug auf Galdor!

      Kapitel 9 – Steine und größere Stein
      Spoiler anzeigen

      Ein jeder kannte es und absolut jeder hasste es. Regen mit starken, pfeifenden Windböen! Koratzash wusste nicht wessen Verfehlen es war, doch welcher der Skulpak, Garden und Riesen nun auch immer damals, vor all den vergangenen Zeitaltern das Wetter geschaffen hatte, war ein Riesenarsch. Oder ein unglaublich schadenfroher Spaßvogel.
      Dem leisen Murren des Menschen nach zu schließen, ging ihm gerade Ähnliches durch den Kopf. Etwas nachdenklich und mehr als nur ein wenig hungrig betrachtete die Gremlin eine Weile den kräftigen Rücken des Kerls vor ihr, während ihr Magen ein leises, jammervolles Geräusch von sich gab. Schon ungezählte Male hatte Koratzash sich vorgestellt, wie es denn wäre den Menschen einfach von hinten anzufallen und anschließend zu verspeisen. Ihm den hässlichen Schädel zu knacken und sein Hirn auf dem Fels ringsherum zu verteilen. Aber das würde wohl weiterhin ein Traum bleiben. Egal wie sehr sie es sich auch wünschte, wusste sie trotzdem, dass sie keine Chance in einem Kampf gehabt hätte. Nein, sie brauchte irgendetwas Schwächeres, Wehrloseres, Kleineres ...
      Warum genau hatten sie eigentlich nochmal das Menschenjunge mit in ihren bunten Haufen aufgenommen? Ach ja, weil Jurgl ein Spinner war, deswegen! Schon seit einer ganzen Weile ging ihr das Handeln des Saheks mächtig auf die Nerven. Um genau zu sein, seit der kleinen Reiberei nach dem Gemetzel im Tal. Ein Gremlin machte keine gemeinsamen Sachen mit Menschen, er nahm auch nicht einfach irgendwelche Jungspunde in seinen Trupp auf, vor allem nicht, wenn sie zum Feind gehörten. Das ging ihr alles gehörig gegen den Strich und wenn sie einmal einen Blick nach hinten warf, konnte sie an Juurz säuerlicher Grimasse erkennen, dass er ihre Ansicht teilte. Das war absolut der falsche Ort für sie, aber um abzuhauen fehlte ihnen leider momentan schlichtweg der Platz.
      Die Gruppe aus den drei Menschen, dem Borkling Kallän, sowie natürlich den Gremlins befand sich nämlich just in diesem Moment auf einem schmalen Pfad, direkt an der Flanke eines der hohen Berge mit steilen Hängen zu beiden Seiten. Wer hier mal kurz die Richtung wechseln wollte, musste sich entweder eine breitere Stelle suchen oder seine Knochen und Leben bei einem Sturz ins Tal riskieren. Also beugte Koratzash einstweilen weiter ihr Haupt vor Jurgl und setzte einfach einen Fuß vor den anderen, während es in ihrem Kopf jedoch gehörig ratterte.
      Über ihnen zogen derweil die Wolken dahin und sorgten dafür, dass der Stein unter ihren Füßen nass und rutschig wurde. Als wäre die Gefahr eines Sturzes nicht auch so schon groß genug. Vor allem, wenn zu allem Überfluss noch direkt vor einem ein verdammtes Menschenjunges voranstolperte.
      Schon so manches Mal hatte die Gremlin mit dem Gedanken gespielt, dem kleinen Jungen einfach ein Bein zu stellen und ihn so durch einen unsanften Sturz den Hang hinab zu beseitigen. Das einzige Problem dabei war jedoch die Frau, die nur wenige Meter hinter ihr lief und aus irgendeinem Grund genauestens auf jede von Koratzashs Bewegungen achtete. Insgesamt war sie gut doppelt so misstrauisch gegenüber den Nordern geworden, seit Kallän und der junge Mensch zu ihnen gestoßen waren. Als ob es die Schuld der Gremlins gewesen wäre, dass sie jetzt dieses Balg mitschleppen mussten!
      Nur wegen dieser verdammten Menschenfrau hatten sie es doch überhaupt aufgenommen und nicht einfach an Ort und Stellen umgelegt. Selbst Jurgl, der ja neuerdings fast eine Art Kameradschaft für das Westpack zu verspüren schien, hatte das Drecksding eigentlich nur als Wegzehrung mitnehmen wollen. Doch was die Menschenfrau für einen Aufstand gemacht hatte, als Wirnak das Balg bereits am Kragen gepackt und sein Messer gezogen hatte! Kaum, dass der Gremlin auch nur einen Finger krümmen konnte, war sie bereits mit dem Schwert in der Hand auf ihn losgegangen. Nur mit Mühe und ordentlich Gewalteinsatz hatte Jurgl eine Keilerei verhindern können, doch die Spannung zwischen den Parteien war damit nicht beseitigt gewesen. Vielmehr wartete Wirnak seitdem nur auf eine Gelegenheit, der Menschenfrau besagtes Messer in den Bauch zu rammen. Während diese die ständige Gefahr allerdings eher kalt ließ, wirkte das Menschenjunge beim Anblick Wirnaks jedes Mal, als stünde stattdessen der Gehörnte selbst vor ihm.
      Zumindest hatte ihr neuer Zuwachs aber einen Vorteil: Koratzash musste nicht länger den Packesel für die Truppe spielen. Das erledigte nun der Borkling Kallän, was diesen jedoch seltsamerweise kaum kümmerte. Trotz der eher geringen Körpergröße, schien der Kerl die Kraft eines ganzen Pferdes in den Waden zu haben und bestieg selbst mit dem Gewicht von ihrem, zugegebenermaßen eher spärlichen Proviant, sowie ein paar weiteren Utensilien ohne allzu große Mühen den Berg. Zwar schnaufte auch er wie eine schwangere Kuh, doch das tat der Rest ja schließlich auch (das Menschenkind wirkte zeitweise sogar, als würde es gleich zusammenklappen). Selbst der leicht hüpfende, beschwingte Gang war dem Borkling deshalb nicht abhanden gekommen.
      "Was is die Luft in den Bergen schön ...", meinte Kallän plötzlich verträumt von vorne und Koratzash brauchte ein Weilchen, bis sie endlich verstanden hatte, was der Kerl da mit seinem Akzent gefaselt hatte.
      "Halt die Fresse Borkling un acht lieber auf den Weg!", knurrte Jurgl nur.
      "Wieso sind Gräms immer so motzig? Un weißt du, was ich auch net kapier?", fuhr der Borkling ungerührt fort und erneut erklang ein leises Schnaufen, als der kleine Norder genüsslich einen Atemzug tätigte.
      "Alles, jetzt halt die Schnauze, du Sackratte! Lauf lieber vor un schau wie es da um die Kurve rum aussieht!", schnauzte der Sahek lediglich zurück.
      Daraufhin legte Kallän leise murrend tatsächlich noch einen Zahn zu und verschwand Sekunden später um die besagte Biegung. Koratzash war indessen ganz froh, dass sie nun mit dem kleinen Norder einen Führer hatten, der sich anscheinend nicht nur gut in den Bergen zurechtfand, sondern auch den manchmal recht gefährlichen Spähdienst übernehmen konnte ...
      "Ogn! Scheffschä!", erklang auch schon die quiekende Borklingstimme, wobei eine Mischung aus Aufregung und Verwirrung in ihr mitschwang.
      Jurgl seufzte jedoch nur schwer entnervt und eilte dann dem kleinen Norder hinterher. Der Rest folgte hastig hintendrein, wobei sie penibel darauf achteten, nicht zu stolpern. Lediglich der kleine Junge ächzte etwas entkräftet, doch Koratzash setzte einfach mit einem Sprung über ihn hinweg. Fast wäre sie dabei mit dem großen Kerl vom Westpack zusammen geprallt, der direkt hinter der Biegung stehen geblieben war und nun auf etwas weiter vorne starrte.
      "Hey! Was is denn? Ey, ich seh nix!", rief die Gremlin deshalb, während sie sich halb den Hals verrenkte, um an dem Mensch vorbeiblicken zu können.
      "Da gehen wir aber nicht lang, oder?", kam es fast schon ein wenig furchtsam von Wirnak.
      Ein beklemmendes Gefühl stieg in Koratzash auf. Wenn der kämpferische Wirnak vor etwas Bammel bekam, hatte sie es erst recht! Nun von einer Mischung aus Neugierde und dunkler Vorahnung ergriffen, schob sie sich zwischen Hang und Mensch hindurch, um einen Blick auf das Problem zu werfen. Ein Wimmern entrang sich ihrer Kehle.
      "Hoioi,das wird eine Kletterpartie!", frohlockte der Borkling neben der Gremlin und klatschte in die Hände. "Seid ihr bereit, Gräms? Mänschenz?"
      Mit offenen Mund starrte Koratzash zuerst Jurgl und dann wieder ihren Weg an. Oder jedenfalls das, was sich fälschlich als Weg ausgab. Wenn ihr der bisherige Pfad bereits schmal vorgekommen war, dann hätte dieser hier auch gleich überhaupt nicht vorhanden sein können. Kaum einen Fuß breit schlängelte er sich an einer besonders steilen Stelle an der Bergwand entlang, um zuletzt nach etwa vier Dutzend Schritten über einen Grat ins Ungewisse zu führen. Darunter erwartete sie eine nahezu senkrechte Steile, aus der hier und da ein paar spärlich bewachsene Vorsprünge herausragten. Doch zu allem Überfluss hatte sich ein schmales Rinnsal genau diesen sowieso schon lebensbedrohlichen Abschnitt ausgesucht, um ihren Weg zu kreuzen und dabei den Boden in eine bemooste Rutschpartie zu verwandeln.
      "Nein!", sagte Wirnak entschieden. "Das is nicht mal mehr ein Weg! Ey, Borkling! Was soll das? Willst du uns umbringen?!"
      Drohend machte der Gremlin einen Schritt auf Kallän zu, was angesichts des geringen Raums sämtlicher Abstand zwischen den beiden darstellte.
      "Näd ho hattig, hattig Gräms! Das is doch nur ein Fraksteig, mehr nicht ...", entgegnete dieser beschwichtigend mit erhobenen Händen. "Oder hast du etwa Bammel vor der Hö ..."
      "Ach, Schnauze!", fuhr Jurgl dazwischen, starrte jedoch selbst wie gebannt auf das vor ihnen liegende Stück.
      Irrte sie sich, oder klang ihr Sahek tatsächlich ein ganz klein wenig nervös? Kurz warf Koratzash einen Blick hinter sich, wo die drei Menschen beisammenstanden und das Treiben der Norder misstrauisch beäugten. Lediglich der kleine Junge schien von ihnen allen am wenigsten beunruhigt zu sein und wenn die Gremlin nicht alles täuschte, lag in den frechen, kleinen Augen gar ein bisschen Schadenfreude!
      "Es gibt doch bestimmt noch ein anderen Weg ... Boss!" Erschrocken riss Wirnak die Augen auf, als Jurgl plötzlich einen Schritt nach vorn tat und anfing, sich an der Felswand entlangzuhangeln. "Och nö ..."
      Vorsichtig und nur in kleinen Schrittchen beging Jurgl die gefahrvolle Überquerung. Sein Gesicht war dabei eine angestrengte Fratze, während er seinen gesamten, sehnigen Körper anspannte. Ihm folgte sogleich Wirnak, der sich angesichts solcher Überwindungskraft ebenfalls einen Ruck gab, dann der Borkling, Kjurrash, Sjunkarr, Koratzash, der kleine Junge, die Frau, der Mann und zu guter letzt auch Juurz, der etwas ängstlich erst einmal alle anderen an sich vorbeiließ. Schließlich blieb ihm jedoch auch nichts anderes übrig und trotz seiner offensichtlichen Höhenangst, machte auch er sich an die gefahrvolle Kletterpartie.
      Wie weit genau es in ihrem Rücken hinabging, konnte Koratzash nicht sagen. Diesen Blick hatte sie sich bisher absichtlich verkniffen. Allerdings spürte sie dennoch, dass es wohl tief genug war, um auch ihren Magen gehörig flau werden zu lassen. Der kleine Junge hingegen wirkte, als hätte er in seinem Leben nie etwas anders gemacht. Behände hangelte er sich von Halt zu Halt und warf sogar den ein oder anderen Blick hinab in die Tiefe. Dabei war er auch noch gefühlt dreimal so schnell wie die Gremlin, die sich schon überwinden musste, den einen Griff zu lösen, um nach dem nächsten Vorsprung zu greifen. Dabei merkte sie kaum, wie ihr auf einmal etwas Seilartiges zwischen die Finger geriet. Plötzlich gab es einen Ruck, als ihr Halt ein Stück weit nachgab, begleitet von einem unheilvollen Knirschen.
      "Was war das?!", kam es sogleich alamiert von Juurz.
      "Ähm ..." Etwas ratlos starrte Koratzash auf das ungefähr Finger dicke Seil in ihren Händen.
      Ein lautes Rumpeln über ihren Köpfen ließ die versammelten Reisenden erschrocken aufblicken. Hatte der Borkling nicht irgendetwas von wegen "Fraksteige" gesagt? Langsam wanderten Koratzashs Augen das Seil entlang nach oben. Es zog sich noch einige Meter weiter die Spalte hinauf, in welche die Gremlin so unvorsichtig gegriffen hatte, bis es schließlich über der Kuppe der Steilwand verschwand. Fraksteige ... Dann war das wohl allem Anschein nach und entgegen jeglichen Hoffens eine ...
      "Verdammt, verdammt, verdammt ...", jammerte Juurz panisch. "Los, los bewegt euch doch endlich!"
      Auch von dem Mann schien die Furcht langsam Besitz zu ergeifen und das nicht nur wegen der bedrohlichen Geräusche. In seiner schweren Rüstung hatte er nämlich um einiges mehr Gewicht zu tragen als die Norder und allmählich schienen ihm wohl die Muskeln zu verkrampfen. Doch noch musste er ein Weilchen aushalten.
      "Hoioi! Gräms und Mänschenz, zieht die Wampen ein! Gleich kommt`s runter!", rief Kallän laut und presste sich selbst so eng an den Fels, wie es ihre Situation erlaubte.
      "Wie?! Was?! Nix da! Weit ..."
      Ein furchterregends Knacken übertönte Juurzs Worte, als plötzlich ein mächtiger Felsbrocken über die Kuppe rumpelte und sie alle dazu bewog, dem Rat des Borklings Folge zu leisten. Koratzash blieb bei diesem Anblick jegliches Gefluche im Hals stecken und stattdessen wurde sie sich mit einem Mal ihrer eigenen auswegslosen Lage überdeutlich bewusst. Sie konnte weder nach links oder rechts, geschweige denn vor oder zurück. Ihr Leben lag vollkommen in den launischen Händen von Glück und Zufall. Leise wimmernd versuchte sie sich so dünn wie möglich zu machen, in der Hoffnung, dem tödlichen Steinschlag mit dieser Methode zu entgehen.
      Krachend schlug der Fels da auch schon auf dem Weg, einige Schritte links von Koratzash ein. Genau zwischen Sjunkarr und Kjurrash, die beide völlig erstarrt waren. Stein splitterte, es rummste ohrenbetäubend und dann rollte der Brocken auch schon weiter den Hang hinab. Zurück ließ er eine hübsche Einschlagsdelle, sowie sechs völlig perplexe Gremlins, drei Menschen und einen Borkling.
      "Da leck mir doch einer die Eiterbeule ... Das war ja gemein gefä ...", begann Juurz erleichtert und etwas zittrig.
      "Wampen drin lassen! Hier kommt die nächste Ladung!", brüllte Kallän plötzlich, wobei er sämtliche Erleichterung gleich wieder zunichtemachte.
      Erneut donnerte es über ihren Köpfen, diesmal sogar noch ein ganzes Stück lauter. Was folgte war eine plötzlich Finsternis und das geradezu unheimliche Geräusch von Stein, der über Stein schabt. Doch statt heiser zu schreien, hielt alles nur die Luft an und presste sich enger an die Felswand, während über ihnen der zweite Brocken ins Rollen kam. Einen fast unwirklich erscheinenden Augenblick lang wirkte es, als hinge der mächtige Fels in der Schwebe. Dann polterte er auch schon mit Höchstgeschwindigkeit über die Kuppe, flog durch seinen Schwung in einem sanften Bogen mehrere Schritte durch die Luft und krachte, ohne den Weg mit den Reisenden auch nur zu streifen, in den Hang weiter unten. Stein flog durch die Lüfte und einer der Splitter traf Koratzash am Unterarm, wo er eine kleine Schramme hinterließ. Doch mehr geschah nicht. Keiner war zu Brei zerstampft worden und es befand sich auch keiner im freien Fall in die Tiefe. Sie lebten noch! Langsam und vorsichtig richtete sich alles wieder etwas auf. Sjunkarr wandte sogar breit grinsend den Kopf in Koratzashs Richtung, vermutlich um irgendeinen dämlichen Spruch loszuwerden. Im nächsten Moment zertrümmerte ihr ein etwa Faust großer Brocken die Schläfe.
      Es dauerte einige Sekunden, dann rutschten die Finger der Gremlin langsam aus der Fuge, an die sie sich immer noch geklammert hatte. Fast schon andächtig, als würde sie in die Knie sinken, gaben Sjunkarrs Beine nach und ein wenig irritiert sah Koratzash der anderen dabei zu, wie sie nach links vom Weg kippte. Einen kurzen Flug später schlug der Körper der Gremlin gegen die Kante eines der Vorsprünge und ein leises Knacken ertönte. Dann folgte die Leiche dem selben Weg, wie schon zuvor die beiden Felsbrocken. Leise räusperte sich Juurz.
      "Ich habs euch ja gesagt! Das geht nicht gut ...", begann der ehemalige Küchengehilfe, doch sein Sahek schnitt ihm das Wort ab.
      "Ach halt doch die Schnauze, du Kellenschwinger! Wenn du so ein Riesenproblem damit hast, nehm doch einfach den anderen Weg!", knurrte Jurgl genervt und warf nochmal einen kurzen Blick in Sjunkarrs Richtung.
      "Aber Boss, da war doch gar kein ..."
      "Ja eben!"
      Kopfschüttelnd und etwas mürrisch setzte sich Jurgl wieder in Bewegung, diesmal noch penibler auf seine Schritte und Griffe achtend. Vom Borkling dagegen kam nur ein leises, qualvolles Ächzen und auch Koratzash selbst durchfuhr mit einem Mal ein beißender Schmerz. Doch während sie selbst nur mit einer recht harmlosen Schnittwunde am Bein davongekommen war, die sie lediglich im ersten Schreck nicht wahrgenommen hatte, zierte den Borkling eine etwas heftigere Verletzung.
      "Halt dich noch ein bisschen länger fest, Kallän! Kipp jetzt nicht auch noch um!"
      Verwundert drehte Koratzash den Kopf, um zu sehen, von wem denn nun wieder kam. Zu ihrer Überraschung war es jedoch gar nicht Juurz, sondern dieser Wicht von Mensch gewesen, der zwar etwas furchtsamer als zuvor doch nahezu unverletzt an der Felswand hing. Prompt brach sie in kreischendes Gelächter aus. Da waren sie gerade erst dem Tod von der Schippe gesprungen und der Kerl sorgte sich tatsächlich um einen Borkling! Wobei sie zugeben musste, dass die Wunde am Rücken des kleinen Norders doch recht groß zu sein schien. Ein schrecklicher Gedanke durchfuhr sie. Wenn der Kleine starb, würde man garantiert wieder ihr das Gepäck aufhalsen!
      Die restliche Kletterpartie über herrschte Schweigen. Jeder hatte genug damit zu tun, nicht doch noch auf den letzten paar Metern abzurutschen, ganz besonders Kallän, der die ganze über eine vor Schmerz verzerrte Fratze zur Schau trug und bei jedem Griff ein leise aufstöhnte. Letzendlich schaffte es aber sowohl er, als auch der ängstliche Juurz, heil aus der Sache herauszukommen. Kaum, dass sie jedoch wieder festen Boden unter den Füßen hatte, lief die Frau plötzlich zu dem jungen Kalln hin. Den Gremlins jagte sie damit einen solchen Schrecken ein, dass diese beinahe ihre Waffen gezogen hätten. Ihre Nerven lagen noch immer blank.
      Sogleich ergriff sie den Jungen sanft an der Schulter, um sich sein leicht zerschrammtes Gesicht anzusehen und leise in ihrer Sprache auf ihn einzureden. Der Mann hingegen stand etwas unentschlossen daneben und die Gremlins konnten über ein solches Verhalten nur die Stirn runzeln.
      Schließlich hatte das Westpack seine Unterredung beendet und auch Kallän, der mit vom Blut verkrustetem Rücken am Boden lag, schien wieder einigermaßen bei Kräften zu sein. Dennoch würde er wohl Hilfe beim Laufen brauchen, oder der nächste schmale Pfad mit Steilhang war sein Tod.

      Dennoch, nun wurde es wirklich dringend Zeit abzuhauen, denn auch in den Bergen der Fraks sprossen Seile nicht einfach so aus dem Fels. Irgendwer hatte es dort mitsamt einer Falle angebracht und beim Überdenken des Begriffs "Fraksteig" blieben nicht gerade viele Kandiaten dafür übrig. So schleppten sich die verbleibenden neun Reisenden trotz kleiner und größerer Wunden weiter, noch ein kurzes Stück den Hang hinauf, über den Grat ins Ungewisse ...
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

    • Einer weniger...ich denke, dass überlebe ich. XD
      Der Teil war wieder gut beschrieben und die Gruppe ist dermaßen ungleich, dass es fast Irrsinn gleicht, dass sie zusammen unterwegs sind. Wen die einen schon überlegen, die anderen zu essen, dann hat man das Gefühl, das bleibt nicht mehr lang so friedlich.^^
      Einzige Stelle, die mich etwas rausgerissen hat: Die Stelle mit den Felsen. Da fehlen mir etwas die Beschreibungen. Wann haben sie sich n die Wände gedrückt, wann hingehockt? Und wie hocken, wenn der Pfad gerade mal einen Fuß breit ist? Und Wo fliegen die Felsen runter, dass sie keinen treffen? Prallen sie irgendwo ab, oder werden ihre Wege abgelenkt, oder haben sie so viel Schwung, dass sie am Rand des Abhangs nicht einfach plump herunterfallen, sondern einen Bogen schlagen? Die Stelle ist in meinem Kopfkino recht lückenhaft, während der Teil davor wunderbar flüssig läuft. :hmm:
      Und interessiert es den Borkling nicht, dass er doch recht schwer (laut der Beschreibung der Gremlin) verletzt ist? Er läuft ja einfach unbeirrt weiter. Wenigstens humpelnd oder langsamer :hmm:

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • Hi Xarrot,

      erst mal zu Kap. 7:

      Spoiler anzeigen


      Xarrot schrieb:

      Doch dieser schlug die Speerspitze einfach mit dem Rand seines eigenen Schildes beiseite und trat dann kräftig gegen den seiner Gegnerin.
      Du schreibst doch aus der Perspektive von Koratzash, oder? Dann finde ich allerdings komisch, wenn sie von sich selber als "Gegnerin" spricht. (Nur so vom Gefühl her)


      Xarrot schrieb:

      ,,Halt mal das Maul da unten!´´, schnauzte jemand.
      ,,Klar Sahek, kann... warte!´´, das war gar nicht Jurgls Stimme gewesen.
      ,,Was?! Darf ich die Dumpfbacke jetzt auch nicht töten oder was? Soll ich als nächstes auch noch zu den Fraks gehen und mit den gemütlich einen saufen gehen?!´´, das war Jurgl und er klang fast noch angepisster als zuvor. ,,Ehrlich Fraug! Du bist dumm! Bescheuert! Tot sein tut deinem Hirn nicht gut!´´
      ,,Wäh?!´´
      ,,Sahek... wurdest du net abgemurkst Fraug?
      Hier an der Stelle habe ich leicht den Überblick verloren. Znächst ,muss ich jetzt noch mal fragen, was bdeutet "Sahek"? Es wird in Zusammenhang mit Jurgel erwähnt, weshalb ich jetzt mal geschlossfolgert habe, dass es eine Bezeichnung für den Anführer ist. Sollte ich komplett falsch liegen, lach bitte nicht über mich. Ich gebe wirklich mein Bestes, hier irgendwie durchzusteigen :)

      Ich versuche also, mir die Szene vorzustellen und habe arge Probleme zuzuordnen, wer nun was sagt. Und dann das plötzliche Erscheinen von Fraug, der ja eigentlich tötlich verletzt wurde...Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, aber ich hatte hier echt Schwierigkeiten durchzusteigen. Vielleicht liegt es auch an solchen Dingen:

      Xarrot schrieb:

      ,Klar Sahek, kann... warte!´´, das war gar nicht Jurgls Stimme gewesen.
      Da die Sprache oft sehr einfach gewählt ist, dachte ich hier zuerst, es soll vielleicht heißen: "Klar, ich kann warten...." Wie gesagt, mein Gehirn versucht sich scheinbar beim Lesen deines Textes bereits anzupassen und interpretiert in alle möglichen Richtungen-nur nicht immer in die richtige :) Dann müsstest du hier eigentlich nach der wörtlichen Rede einen Punkt machen und im Anschluss einen neuen Satz beginnen. Das hat mich zusätzlich verwirrt...

      Das sind sicher nur Kleinigkeiten, die aber den Lesefluss stören und mich bei der ganzen Namensvielfalt zusätzlich aus dem Konzept bringen...

      Die "Verhandlung" mit dem Menschen und die "Darstellung seiner Optionen" fand ich dann wieder ganz witzig... Es bleibt amüsant...aber auch verwirrend....



      Viele Grüße,
      Rainbow
    • @Kyelia Danke für die Anmerkungen :thumbsup: Diese kleinen Lücken werde ich demnächst ausbessern und ich kann dir schon mal flüstern... Sjunkarr war nicht die letzte :dead: :diablo:

      @Rainbow Auch dir herzliches Dankeschön für deinen Kommentar. Ausgelacht wird hier keiner! Außer ich, wegen dem Mus den ich manchmal schreibe :doofy:
      Sahek ist einfach eine Rangbezeichnung für einen Unterboss, aber ja an der Stelle war das vermutlich etwas verwirrend, werde es durch die jeweiligen Namen ersetzen.

      Rainbow schrieb:

      Dann müsstest du hier eigentlich nach der wörtlichen Rede einen Punkt machen und im Anschluss einen neuen Satz beginnen. Das hat mich zusätzlich verwirrt...
      Die nächste, die mich wegen den Redebegleitsätzen dran kriegt :S In alten Sagen ist manchmal die Rede davon, Xarrot hätte sie damals im Deutschunterricht eigentlich beigebracht bekommen... Doch scheint er sich selbst nur noch recht dunkel an jene Zeiten entsinnen zu können...
      Jetzt vergeigt er sie jedes Mal, wenn sie seinen Weg kreuzen :dash:

      Aber das Fraugs Erscheinen den Leser etwas verwirrt, das war schon so geplant gewesen. ;)
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Okay...Nummero 9...los geht`s...

      Spoiler anzeigen


      Das Kapitel hat mir gut gefallen...vielleicht, weil es mal etwas ruhiger zuging und ich mich mehr mit den einzelnen Caharkteren auseinadersetzen konnte, anstatt mir vorzustellen, wer gerade von irgendwas durchbohrt oder aufgefressen wird :)

      Hier kommen ein paar Dinge, die mir beim Lesen aufgefallen sind:


      Xarrot schrieb:

      Wer hier mal kurz die Richtung wechseln wollte, musste entweder warten oder seine Knochen und Leben bei einem Sturz ins Tal riskieren.

      Seine Knochen und Leben bei einem Sturz ins Tal riskieren...das klingt für mich irgendwie komisch. Fehlt da nicht irgendwas? Ich meine, kann man seine Knochen riskieren? Man kann einen Bruch riskieren, aber die Knochen selber? Ich würde den Satz, glaube ich, umformulieren:
      "...musste entweder warten, oder Knochenbrüche beziehungsweise sein Leben bei einem Sturz ins Tal riskieren. (nur so vom Gefühl her)


      Dann: Mich irritiert hier etwas die Wetterlage. Laut deiner Beschreibung ergibt sich hier kein einheitliches Bild, oder? Zuerst schreibst du:

      Xarrot schrieb:

      Ein jeder kannte es und absolut jeder hasste es. Regen mit starken, pfeifenden Windböen dazu!
      dann weiter unten:

      Xarrot schrieb:

      Über ihnen zogen derweil ein paar Wolken dahin, jedoch war wohl kein Regen zu erwarten...
      Hä? Rainbow ist verwirrt :hmm:



      Xarrot schrieb:

      Zwar schnaufte auch er wie eine schwangere Kuh, doch das tat der Rest ja schließlich auch (das Menschenkind wirkte zeitweise sogar, als würde es gleich zusammenklappen) und auch der leicht hüpfende, beschwingte Gang war dem Borkling deshalb nicht abhanden gekommen.
      Den Einschub mit dem Menschenjungen in Klammern finde ich hier an der Stelle nicht so schön.


      Xarrot schrieb:

      Jurgl seufzte jedoch nur schwer entnervt und eilte dann dem kleinen Norder hinterher.Der Rest folgte hastig hinten drein, wobei sie penibel darauf achteten, nicht zu stolpern. Lediglich der kleine Junge ächzte nur entkräftet, doch Koratzash setzte einfach mit einem Sprung über ihn hinweg.



      2 x nur


      Xarrot schrieb:

      ....der direkt hinter der Biegung stehen geblieben war und nun auf etwas weiter vorne starrte.


      klingt irgendwie seltsam. "...und nun auf etwas starrte, das weiter vorne lag..." (?)

      Dann häuft sich im folgenden Abschnitt "Rutschpartie" und gleich 2 x "Kletterpartie". Vielleicht kann man das etwas variieren. Es sind schöne Wörter, die aber auch auffallen im Text.


      Xarrot schrieb:

      "Ähm ..." Etwas ratlos starrte Koratzash auf das ungefähr Finger dicke Seil in ihren Hände
      fingerdick (klein und zusammen)





      Das war`s von mir....
      Viele Grüße,
      Rainbow

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rainbow ()

    • @Rainbow Das mit der etwas ruhigeren Umgebung wird nun auch erstmal so bleiben. Die wirren Kämpfe legen jetzt erstmal eine Pause ein :D

      Rainbow schreib (kann irgendwie grade nichts zitieren :hmm: :( "Hä? Rainbow ist verwirrt"
      *räusper* Das äh ... war natürlich der Wetter Gott, der den Regen weggehext hat :wizard: ... Spaß bei Seite. Das mit dem Wetter wird noch einer der Hauptplots der gesamten Geschichte werden. Ich pack das deswegen hier mal in einen Spoiler.

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      Welcome to the Logiklücke :party: , auch bekannt als: Xarrot hats vermasselt :lol:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"