Hinter den Bergen

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    • @Rainbow Jap, bei der Länge könntest du Recht haben (in Word waren es 7 Seiten). Ich hatte auch überlegt, ob ich es nicht lieber getrennt hochlade, hab mich dann aber dagegen entschieden ... ohne wirklichen Grund

      Rainbow schrieb:

      Ich habe nichts gefunden, was irgendwie zu beanstanden wäre.
      What? Bist du dir da auch ganz sicher? Grade bei so einem langen Teil hätte ich eigentlich einige Anmerkungen erwartet xD
      Naja Kommafehler gib es in dem Kapitel zwar bestimmt tortzdem zu Hauf, aber es freut mich natürlich jedes Mal, wenn es dir gefällt. ^^
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Xarrot schrieb:

      What? Bist du dir da auch ganz sicher?
      Ähm...nein! Ehrlich gesagt nicht. Wahrscheinlich wird der eine oder andere noch etwas finden.
      Problem ist: Bei der Länge des Textes fällt es mir schwer, mich sowohl auf den Inhalt, als auch auf Rechtschreibung/Formulierung etc. zu achten. Wie gesagt, es wäre mir jetzt nichts direkt ins Auge gesprungen...Was ja schon mal gut ist :) Das mit den Kommata lasse ich ohnehin außen vor. Da bin ich selber zu wenig Profi...

      Also, wir warten mal ab, was die anderen so sagen.

      Viele Grüße,
      Rainbow
    • Puh, joah, war eine ganze Menge auf einmal, aber noch im Rahmen. An manchen Stellen habe ich überlegt, ob du nicht ein paar Details hättest weglassen können (gerade die, die den Text nur unnötig strecken und im Grunde nicht wichtig sind), also bevor Jurgl die Geschichte erzählte, aber dann bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es so für mich schon in Ordnung ging.

      Hm, ja, viel kann ich zum Verlauf nicht sagen. Jurgls Geschichte war interessant, den Zusammenhang mit der Frage, wie das mit *nachschauen muss* Fraug zustande kam, muss sich noch etwas erschließen, aber ich vertraue darauf, dass die Kurve noch kommt. Kurzzeitig dachte ich ja, der Gute sei bereits vorher tot gewesen, aber irgendwie erscheint mir das jetzt mehr und mehr wie ein Hirngespinst. Meh, mein Kopf mag mich dieses Wochenende ohnehin nicht, von daher lehne ich mich jetzt einfach wieder zurück.

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      Xarrot schrieb:

      Eigentlich unterschied sich der Ausblick der östlichen Hänge gar nicht so gravierend, von dem der westlichen.

      -

      Noch immer stand sie mit dem Sahek auf Kriegsfuß und der einzige Grund, warum [...]

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      [...] als ein paar Sträuchern oder höchstens einem einsamen, verlorenen Hain aus Tannen hier und da um sie herum.

      -

      [...] wie ihre Laune schlagartig stieg, und mit freudig glitzerndem Blick sah sie zu den Wipfeln der Bäume auf.

      -

      ,,Das is ja schon fast wie daheim!´´, meinte Kjurrash, die sich ebenfalls nicht an ihrer Umgebung satt_sehen konnte.

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      [...] sodass die Luft angenehm kühl blieb, und noch nie in ihrem ganzen Leben hatte Koratzash jemals so tief durchgeatmet.

      -

      ,,Also mir gefällt des Plätzchen hier!´´, frohlockte Kallän von hinten, dem (den) das Herumlaufen [...]

      -

      Ey, ey Stopp!
      => Ey, ey, stopp!


      -

      Noch immer starrte alles Jurgl lediglich mit einer Mischung aus Unglaube und stummen (stummem?) Flehen an.
      Dann lag aufeinmal (auf einmal) ein junger Ast in der Hand des Saheks und ehe sich einer versah, hatte Koratzash selbigen auch schon mitten ins Gesicht bekommen.
      ,,Bewegt euch!´´, War (war) die letzte, geknurrte Anweisung, doch mehr brauchte es auch gar nicht mehr.

      -

      [...] wie die Frau in diesem Moment, als sie langsam herbei_kam und Jurgl gegenüber_trat.

      -

      [...] wenn man ihn Tage lang (tagelang; hier wie stundenlang etc.) marschieren lässt!´´

      -

      Jurgl aber reichte das voll und ganz aus und er nickte Oksnitz sogar anerkennend zu.

      -

      ,,Sag bescheid (Bescheid), ich mach mit!´´

      -

      Denn natürlich hatten weder die Gremlins, noch Kallän oder einer der Menschen einen richtigen Kessel aus Metall mit sich geführt, sodass Juurz darauf angewiesen war, in einer breiten Schale aus Holz das Essen zu kochen. Das brachte den Nachteil mit sich, dass man neben dem Inhalt auch noch darauf achten musste, den Behälter nicht in Brand zu setzen.

      -

      Juurz, pass auf!

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      Dann griff er sich einen Zweig und spießte den zermatschten Körper darauf auf.

      -

      [...] wenigstens ein paar der Pilze und Wurzeln zu essen, und der Mann tat es ihr nach kurzem Zögern gleich. Der Junge dagegen hatte sich ein eigenes Abendmahl aus Nüssen und einigen Beeren zusammen_gestellt, die er nun am Feuer sitzend aß (und nicht bemerkte, wie Kallän, der neben ihm hockte, ab und zu etwas stibitzte).

      -

      ,,Nein echt, Boss, [...]

      -

      ,,Was is denn passiert?´´, Ließ (ließ) Juurz sich schließlich [...]

      -

      [...]eine für jeden Stamm, und nach Fraugs Wissen mussten sich ihre Feinde sogar noch zwei weitere in Reserve halten. Das Problem dabei war, dass sie nicht wussten wo, und selbst wenn, befanden sich bereits alle ihrer fünf eigenen Stämme in der Schlacht.

      -

      Ganz egal wo man hinsah (wohin man sah), es war überall das gleiche (Gleiche).

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      Auch an anderer Stelle floss genug vom roten Lebenssaft, dass die Kämpfenden bereits Knöcheltief (knöcheltief) im aufgeweichten Boden versanken.

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      Warte mal, Boss! Ich glaub du verdrehst was, warum RagLeerzeichenFraug?!

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      Wirnak nickte vorischtig (vorsichtig). ,,Dann haltet abLeerzeichensofort gefälligst die Schnauzen, wenn ich rede!´´

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      [...] die man auf die Schnelle hatte versammeln können[color],[/color] im hohen Bogen über die Kämpfenden hinweg. Am Hang im Norden, auf dem sich noch immer die Goblins drängten, gingen die Geschosse schließlich hernieder und sorgten nur für ein wenig Chaos in den Reihen des Feindes.

      -

      Das war ja jetzt immerhin etwas, aber Fraug befürchtete, dass der erste Schreck nicht lange anhalten würde.

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      [...] wo Tannen und Felsen besonders dicht beieinander_standen.

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      [...] und nun eilig davon_rannte.

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      Die beiden führten schon seit die Schlacht begonnen hatte (klingt etwas holprig; Vorschlag: seit Beginn der Schlacht diese Diskussion und kamen doch zu keinem Ergebnis.

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      [...] aber dank seinen (seiner) beiden Artgenossen hier waren die zwei nun dermaßen sauer, dass sie ihnen sogar bis in deren heimische Wälder gefolgt waren. Es war zugegebenermaßen aber auch ziemlich unhöflich [...]

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      Nun hatten es Glück und Zufall aber nunmal (nun einmal) irgendwann vor mehr oder weniger langer Zeit so entschieden, dass auch Fraug zu einem Gremlin wurde.

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      [...] gegenüber ihren Feinden dar. Ein weiterer Vorteil war dabei, dass sich Rog und Goblins so überhaupt gar nicht leiden konnten und die grünhäutigen Norder sowieso viel lieber auf Trolle zurückgriffen.

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      Zeit, dem dämlichen Geschmeiß die Rüben einzuhauen!´´

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      Die Kerle waren bereits vollkommen voll und lechzten nur so nach etwas zum töten.
      => Vollkommen voll? Ich bin über den Satz ziemlich gestolpert. Schau bei der ersten Hälfte nochmal drüber, bei der zweiten wäre mein Vorschlag: [...] und lechzten nur danach zu töten.

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      [...] und einer von Fraugs Leuten wurde vom (von) einem der Schaftsplitter am Bein erwischt. Doch statt einzunkicken, schrie der Gremlin nur einmal laut auf, [...]

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      Vor ihnen, nur wenige Dutzend Schritte weiter den Hang hinab begannen die ersten Reihen der Gremlins, die sich wild gegen die anstürmenden Goblins warfen, welche nicht weniger kirre im Oberstübchen das gleiche taten.
      => Lies den Satz noch einmal, ich hab das Gefühl, hier fehlt etwas.

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      Seine Haut war von Pfeilen gespickt und in seinen Waden staken (erscheint mir hier nicht das rechte Wort zu sein) ungefähr ein Dutzend Speere.

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      [...]ein ziemliches Problem dar. Mühsam bahnten sie sich einen Weg zwischen ihren Artgenossen hindurch, die allesamt darauf warteten, in die vorderen Reihen vorzustoßen.

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      [...] und in einem wahren Mahlstrom (Malstrom) aus Mord, Blut und Zorn, wie er vollkommener nicht hätte sein können, fuhr der Tod reiche Ernte ein.

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      [...] herumwirbeln, um einer Attacke von der Seite zu entgehen, und gleich darauf war er auch schon im Getümmel verschwunden.

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      Trotz der eigentlich recht passablen Wurfkünste Fraugs, traf er jedoch erst beim vierten Mal und dann war die Reaktion erstaunlich ernüchternt (ernüchternd).

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      So waren sie eben, die Rog.

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      Dennoch hatte der Gremlin etwas Bammel vor dem, was jetzt kam.

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      [...] der jedoch in Homoorges eigenem tosenden Brüllen völlig unterging, und mit brachialster Gewalt preschten sie direkt in die Reihen der überraschten Goblins ...

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      [...] Ja wen wohl, du Trottel?

      Sieht schon wieder so viel aus, ist es aber eigentlich gar nicht, gemessen an der Menge Text. Kann sein, dass ich Kleinigkeiten übersehen habe, wäre jetzt aber auch nicht tragisch. Ach ja: Falls dir diese allumfassenden Korrekturen zu viel sein sollten, sag bitte Bescheid. Ich mach das immer gleich beim Lesen in einem Rutsch und das ist in dem Sinne kaum eine Mehrarbeit für mich, aber vielleicht willst du das so detailliert ja gar nicht. ^^'
    • Hallöchen @Kitsune und danke für deine Kritik, wie immer :)

      Kitsune schrieb:

      Jurgls Geschichte war interessant, den Zusammenhang mit der Frage, wie das mit *nachschauen muss* Fraug zustande kam, muss sich noch etwas erschließen, aber ich vertraue darauf, dass die Kurve noch kommt.
      Naja es ging ja darum, dass Koratzash und der Rest sich nicht daran erinnern konnten, dass Fraug jemals etwas so großartiges getan hätte, dass man ihm dafür ein Grab errichtet hätte (was ja quasi auch ein wenig eine Ehrerbietung darstellt). Mit der Geschichte wollte ich das eigtl klären, aber du hast schon recht, eventuell kam das nicht ganz so raus ... :hmm: Oder lenkt Jurgl etwa gar vom Thema ab?!

      Kitsune schrieb:

      Ach ja: Falls dir diese allumfassenden Korrekturen zu viel sein sollten, sag bitte Bescheid. Ich mach das immer gleich beim Lesen in einem Rutsch und das ist in dem Sinne kaum eine Mehrarbeit für mich, aber vielleicht willst du das so detailliert ja gar nicht. ^^'
      Ach was! Wohl eher ein großes Lob für deine Mühen! Von daher: ein großes LOB :tada:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Hallöchen zusammen. Nein, das ist jetzt noch nicht das nächste Kapitel, allerdings habe ich eine Stelle in Kapitel 10 nochmal überarbeitet, die ich hier jetzt nochmal einzeln reinstellen wollte. Es geht um die Stelle, als das ganze mit den Gräbern erklärt wird. Die Erklärung war meiner Meinung nach nicht so ganz stimmig und auch nicht wirklich gut, von daher:
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      Zugegebenermaßen war es auch nicht nur ein stinknormales Grab, sondern ein Berggrab der Fraks. Atangash Horuk nannte man so etwas bei den grauhäutigen Norder, das Heim der Leichen, für einen ihrer verstorbenen und mächtigsten Artgenossen errichtet. Koratzash wusste nicht, was dieser Frak zu Lebzeiten vollbracht hatte, aber es musste doch schon etwas ziemlich Besonderes gewesen sein. Sonst hätte man ihn nicht bestattet, sondern wie all die anderen einfach verotten lassen. Wobei Grab eigentlich nicht wirklich der richtige Begriff dafür war. Gefängnis traf es da schon eher.
      Einen Toten bannte man nämlich nicht einfach so. Es war ein völlig widernatürlich Vorgang eine Seele an ihrer Weiterreise zu hindern. Was für Kräfte nach dem Tod wirkten, wusste Koratzash nicht genau, doch entzogen sie sich jeglichen Einflusses der sieben Skulpak, Garden und Riesen. Eringax den Seekönig nannte man denjenigen, dem man sich zu unterwerfen hatte, wenn einem das Leben ausgehaucht wurde und es nicht zu tun hieß, gegen sämtliche Gesetze der Weltordnung zu verstoßen. Etwas, das man ebenfalls nicht einfach so tat. Einen driftigen, machtvollen Grund brauchte es dazu sowie verkehr mit Wesen, mit denen Koratzash lieber nichts zu tun haben wollte. Nur für die größten Helden der Norder nahm man diese Mühen auf sich und sperrte ihre Seelen in ein solches Grab. Damit man auch weiterhin in der Not auf ihre Stärke und ihr Wissen zurückgreifen konnte.
      Der einzige, wenn auch schwindend geringe Nachteil an der Sache war die beunruhigende Aura, die einen solchen Ort umgab. Nicht gerade selten wurden davon noch mehr zwielichtige Kreaturen angelockt, die eigentlich gar nichts in dieser Welt zu suchen hatten. Zudem kam es in der Nähe solcher Stätten oftmals zu seltsamen Träumen oder Vorkommnissen, wenn einem nicht sogar der dort gebannte Geist selbst erschien.
      Von daher war es nicht weiter verwunderlich, dass sich bei Koratzash nur kurz nach dem Betreten des Tals die Nackenhärchen aufstellten. Hier war der Fluch, mit dem man den Frak an sein Grab fesselte besonders stark. Selbst sie als jemand, der von solchen Dingen kaum etwas wusste, konnte es spüren ...
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Was ein Pech aber auch ... und auch noch Kapitel !13! was ein Zufall!

      Kapitel 13 – Pech gehabt
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      Kapitel 13 – Pech gehabt
      Es war nicht gerade der schönste Ort der Welt, den sich einer der Norder oder Menschen vorstellen konnte. Dennoch gingen einige Tage ins Land, bis überhaupt wieder jemand von Aufbrechen sprach. Schließlich hatte ihnen der Marsch über die hohen Gipfel der Sor Pirsak einiges abverlangt und auch die Tage davor waren nicht gerade von Entspannung geprägt gewesen. Allesamt wurden sie von mehr oder weniger schlimmen Verletzungen geziert, wobei Koratzash gegen Juurz eigentlich darauf gewettet hatten, dass Kallän maximal noch zwei bis drei Tage durchhalten würde. Eine solche Wunde hätte sogar die meisten Gremlins umgebracht. Doch dem Borkling ging es erstaunlich gut, was wohl auch daran lag, dass Kallän selbst offenkundig einiges von der Behandlung solcher Verletzungen verstand.
      Wenn sich ein Gremlin eine Wunde zuzog, tat er zumeist nicht viel mehr als das Ganze einmal mit mit Urin zu desinfizieren und dann alles in einen halbwegs sauberen Verband zu packen. Manchmal, wenn die Wundränder zu sehr klafften, machte sich auch mal einer die Mühe und nähte sie wieder zusammen. Nur die wenigsten gingen damit zur Schamanin und noch weniger waren gewillt, den Preis für die Arzneien auch zu bezahlen. Es war somit schon öfters vorgekommen, dass Gremlins verwundetet zu Barkowax gekommen waren, von dieser behandelt wurden, um dann erneut solange mit einem Stock verdroschen zu werden, bis sie endlich mit der Bezahlung heraus rückten. Koatzash war das bisher nur zwei Mal passiert und konnte daher mit gutem Gewissen sagen, dass Barkowax immer gewusst hatte, was sie da tat. Sowohl wenn es darum ging, Leute zu verprügeln ohne sie wirklich zu verletzen, als auch was Wunden anging. Eine Sache die man von Oksnitz nicht behaupten konnte.
      Denn obwohl der Mensch zum Rest eigentlich nicht viel hatte einstecken müssen, war er es, dem nun das Fleisch zu eitern begann.
      ,,Taix sahmax oljok Loukkaloukat. Gak uxkorak, Oksnitz piakin takuoljashak. Njut gak saatanak sult, Sahek?´´, meinte Juurz leichthin zu Jurgl, während er sich eine Schürfwunde an der Brust des Menschen besah, die von einem Sturz, einige Tage zuvor stammte. Glücklicherweise hatte dieser die Worte des Gremlins nicht verstanden, sonst wären die Folgen vermutlich ein wenig unschön gewesen. ,,Des is definitiv Wundbrand. Ich denk mal, Oksnitz verreckt sowieso bald... darf ich ihn dann jetzt umlegen, Boss?´´
      ,,Bist du eigentlich bekloppt Juurz?! Nur weil eine Wunde ma ein bissl eitert, beißt man net sofort ins Gras, du Trottel!´´, schnauzte der Sahek zurück und verpasste seinem Untergebenen eine ordentliche Schelle auf den Hinterkopf. ,,Sonst wären Wirnak un ich schon zig mal verreckt! Das kann man immer noch problemlos wieder aufschneiden un desinfizieren. Los mach schon, ich muss eh grad!´´
      ,,Hey!´´ Plötzlich sprang der Mensch auf, zog sein Schwert und richtete es auf Juurz, der gerade sein Messer hervorgeholt hatte. ,,Steck das bloß wieder ganz schnell weg oder ich erschlage dich hier und jetzt, du dreckiger Wurm!´´
      ,,Ganz ruhig, mein guter Oksnitz!´´, rief Jurgl rasch und konnte sich dabei das Kichern kaum verkneifen. ,,Dein Wündchen da hat sich entzündet, wir müssen es nur mal aufschneiden un säubern, mehr net.´´
      ,,Von euch kommt mir keiner mit der Waffe zu nahe!´´ Trotz der Erklärung des Saheks schien es nicht gerade so, als wolle sich der Mensch wieder beruhigen. ,,Tarya wird das machen ... und du steck dein Messer endlich weg, oder ich schlag dir deinen hohlen Schädel von den Schultern!´´
      Langsam erhob sich Juurz und ging ein paar Schritte nach hinten, wobei er seinen Dolch vorsichtig in den Gürtel zurück steckte. Dann schielte er unsicher zu Jurgl hin, der allerdings nur die Achseln zuckte und ihnen bedeutete, mit dem was sie gerade taten fortzufahren. Oksnitz indessen lehnte sich wieder gegen den Fels, winkte Tarya heran und wechselte ein paar Worte mit ihr. Dann zog sie ihr eigenes Messer und kniete vor dem anderen Menschen nieder, nachdem sie es kurz in der Glut ihres Lagerfeuers erhitzt hatte. Ein kurzes Zucken ging durch den gesamten Trupp, als die Frau den ersten Schnitt tat. Bei Oksnitz lag das wohl am Schmerz und keuchend stieß er einen halblauten Fluch aus. Was die Norder hingegen etwas aus dem Konzept brachte, war der plötzliche Geruch von Blut, der in der Luft lag. Ein kurzer, gespannter Augenblick verging, in dem die Gremlins mit sich selbst und ihrem Hunger rangen, während ihnen das Wasser im Maul zusammen lief. Doch schließlich fassten sich alle wieder und auch die Menschenfrau hatte ihre Arbeit verrichtet.
      ,,Na endlich ...´´ Selbst Jurgls Stimme war immer noch etwas belegt. ,,Dann wollen wir das Wündchen mal säubern!´´
      ,,Gib mir etwas Wasser ...´´, meinte Oksnitz zur Frau gewandt, doch Wirnak unterbrach ihn.
      ,,Für Wasser is es zu spät Kumpel, des kannst du von mir aus trinken. Aber für die Wunde brauchst du was stärkeres, dass das Feuer im Fleisch löscht!´´
      ,,Na gut, aber haben wir überhaupt noch Alkohol ...´´ Diesmal war es Jurgl, der dem Mensch breit grinsend ins Wort fiel.
      ,,Oh nein, Nordergesöffs hälst du lieber von offenen Wunden fern! Hier brauchst du was anderes...´´
      ,,Auf was willst du hinaus, Gremlin?´´ Nun wirkte Oksnitz zurecht ein wenig misstrauisch.
      ,,Pisse.´´
      Das Wort hing einen Moment in der Luft, bis der Mensch endlich verstanden hatten, dass dies Jurgls vollster Ernst war. Augenblicklich verzog sich das Gesicht des Mannes zu einer angewiderten Grimasse. Der Junge namens Kalln indessen gab ein leises, glucksendes Geräusch von sich und der Borkling konnte kaum noch an sich halten und kippte laut gackernd zur Seite um.
      ,,Du meinst damit, dass mir einer von euch auf die...´´
      ,,Ja.´´
      ,,Das kann wohl kaum dein Ernst sein!´´
      ,,Doch, doch. Norderpisse wirkt Wunder, wir haben das doch auch schon längst bei unseren eignen Wunden gemacht! Wie macht ihr Menschen sowas denn sonst? Oder verreckt ihr lieber an so einem Kratzer?´´ Noch immer verzog Jurgl keine Miene. ,,Jetzt hör auf mich so dämlich anzuglotzen! Ich muss mal dringend un wenn du net bei Fieber un Hitzewallungen an einem Kratzer verrecken willst, dann leg dich jetzt auf den Rücken, sonst läuft dir des Zeug noch auf die Hose! Jetzt mach, ich versuch auch, net daneben zu pinkeln...´´
      An einem Witz von Wunde sterben, oder sich von einem Gremlin voll urinieren zu lassen. Das war zwar wahrhaftig keine besonders schwere Wahl, aber dennoch eine, die für Oksnitz äußerst unangenehm sein musste. Koratzash verstand freilich kein bisschen, warum sich der Mensch derart anstellte. Was verletzte er sich auch an einer Stelle, wo man selbst kaum hinkam? Sie hatte ihre ja gleich bei der ersten Gelegenheit nach dem Steinschlag behandelt, was am Bein nicht weiter schwer gewesen war. Zumindest konnte die Frau froh sein, dass ihre Schnittwunde an der Nase gut verheilt war, sonst wäre das wohl weitaus unangenehmer geworden. Norderurin hatte nämlich einen ziemlich hartnäckigen Geruch ...
      ,,So warte, hab`s gleich ...´´, meinte Jurgl während er seinen Gürtel öffnete.
      Oksnitz lag derweil mit einer äußerst säuerlichen Miene zu Füßen des Saheks und war sprichwörtlich angepisst. Nicht auszumalen, wie er erst aussehen würde, sobald Jurgl endlich mal fertig war.
      ,,Un nochmal kein Problem, mach ich doch gerne Oksnitz!´´ Mit diesen Worten holte Jurgl sein bestes Stück hervor und seufzte einmal. ,,Ich weiß doch, dass du des selbe auch für mich tun würdest. Un jetzt halt lieber still un heb ein bissl dein Kopf, sonst läuft dir gleich alles in den Mund un des wolln wir ja net, hjux?´´

      Der fünfte Abend begann mit einem kühlen Lüftchen von Nordosten und lies die Wipfel der Bäume ringsherum ein wenig schaukeln. Das dadurch entstehende, beständige Rauschen allerdings trug nicht gerade zur Entspannung der Nerven der lagernden Truppe bei und der einzige der seelenruhig vor sich hin schnarchte, war Kallän. Doch an Ruhe und Rast dachte Koratzash selbst gerade als aller Letztes. Sie hatte bereits in vergangenen Zeiten eine zu enge Bekanntschaft mit Jurgls Peitsche gemacht, um nun einfach bei der Wache einzunicken. Stattdessen glotzte sie stumpf in den dunkler werdenden Wald hinein, ohne jedoch wirklich aufzupassen. Anfangs gab sie sich dabei zumindest noch die Mühe, einigermaßen aufrecht zu sitzen, doch selbst das ließ mit dem schwinden Licht ab. Zuletzt hing sie nur noch irgendwie in einer eigentlich nicht wirklich bequemen Position da und lauschte der Nacht.
      ,,Gak arweljashak, njut hjuwirs suoljak´´, murmelte jemand leise auf Jutnordsh und der vertraute Klang ihrer eigenen Sprache ließ Koratzash gähnen. ,,Niit ogak lattlok arkat!´´
      Lattlok?Wer sprach denn hier so rüde vom Angreifen?!
      Mit einem Mal schreckte Koratzash wieder hoch. Diese Stimme hatte einen viel zu hohen, fast schon hysterischen Klang für einen Gremlin und vor allem kam sie aus der falschen Richtung! Als erfahrene Wache musste Koratzash natürlich nicht lange überlegen, sondern wusste genau, was in solch einer Situation zu tun war: In haltlose Panik verfallen und den Rest mit abartigem Kreischen wecken.
      ,,AUFWACHEN! WIR WERDEN ANGEGRIFFEN! FEINDE! MORD! TOD! WIR WERDEN ALLE STERBEN!´´
      So dauerte es nicht mal drei Herzschläge bis die anderen ebenfalls auf den Beinen waren und prompt rannte die immer noch panisch umherstolpernde Koratzash in einen verschlafenen Juurz hinein. Dann erscholl ein Ruf aus dem finsteren Wald ringsherum, der mehrfach erwidert wurde, bis eine folge schriller, dudelnder Töne die Nacht durchschnitt und das komplette Chaos ausbrach.
      Zwei Dutzend Gestalten auf Morg preschten aus dem Schatten der Bäumen hervor, sprangen auf die Felsen oder stürmten zwischen ihnen hindurch, mitten unter die überraschte Truppe. Gremlins wurden umgeworfen, gepackt und zusammengetrieben, ebenso die Menschen und selbst Kallän schaffte es nicht mehr rechtzeitig zu fliehen. Gerade als der Borkling hinter einem Stein hervorflitzte und dann irrsinnig kichernd, als sei dies alles bloß ein genialer Scherz, auf den Waldrand zuhielt, sprang einer der Reiter vor und der Morg packte den kleinen Norder im Genick.
      ,,Sai...´´, war das letzte, nicht einmal vollständige Wort, welches Kallän über die Lippen kam, dann schnappten die Fänge des Tiers zu und zerfetzten die Kehle des Diweralls.
      Kalln veranlasste dies zu einem von Furcht erfüllten Schrei und wie gebannt starrte er auf die Leiche seines Borklingfreundes.
      ,,Was haben wir denn hier?´´, knurrte plötzlich eine der Gestalten auf den Rücken der Morg und kicherte dann.
      Mit einem mal erkannte Koratzash die Reiter und das nicht zuletzt an ihrer Art zu reden. Goblins machten immer so ein seltsames, schnatterndes Geräusch beim Sprechen und auch dieses ständige, dümmliche Kichern war wahrhaftig einzigartig unter allen Rassen dieser Welt.
      ,,Rosworr?! Gesindel?!´´, rief einer aufgeregt und augenblicklich fiel der Rest mit ein.
      ,,Spione!´´
      ,,Fraksöldner!´´
      ,,Hackfressen!´´
      ,,Arsch...´´
      ,,Schnauzen, verdammt!´´, fauchte eine weitaus gemeinere und lautere Stimme dazwischen, sodass nicht nur die Goblins erschrocken zusammenzuckten.
      Ein hagerer Norder mit zerfetztem rechten Ohr und langen, nach hinten gebundenen Haaren schob sich auf seinem Morg zwischen den Goblins hindurch, die furchtsam Platz machten.
      ,,Wenn das net der Boss von denen is, dann...´´ Jurgl ließ den Satz unvollendet und warf stattdessen gehetzte Blicke in alle Richtungen, als suche er nach einem Fluchtweg.
      Aber natürlich war dort keiner. Also wandte alles wieder seine Aufmerksamkeit dem Goblinboss zu, der in seinem matt schimmernden, aber zerkratzten Lamellenharnisch, sowie mit wippendem, spitzen Klottarhut, höhnisch dreinblickend vor der zusammengetriebenen Truppe stehen blieb und sie abschätzend musterte.
      ,,Was wollt ihr Drecksäcke hier?´´, meinte er schließlich und spuckte Jurgl, der von ihnen allen am weitesten vorne stand, vor die Füße. ,,Seid ihr etwa Frakspitzel? Oder Räuber? Dann seid ihr hier falsch! Des Land gehört ab sofort dem mächtigen Mashpukkor un seinen Morgreitern vom Sjuwaaksor!´´
      Beim Klang des Namens zuckte Jurgl ganz kurz ein klein wenig zusammen und stieß einen kaum mehr hörbaren Fluch aus, der irgendetwas von wegen "der Sack lebt?" beinhaltete. Auch Koratzash schien es, als sollte sie ihn eigentlich kennen. Allerdings hatte sie es noch nie sonderlich mit Namen gehabt und für gewöhnlich verdrängte sie ihr Gremlinhirn gleich wieder.
      ,,Dreckige Gremlins haben hier nix mehr verloren! Es sei denn, ihr wollt für Mashpukkor kämpfen, oder für die Fraks ...´´ In diesem Moment fiel der Blick des Goblins jedoch auf die drei Menschen, welche sich hinter den Gremlins direkt am Baumstamm eingefunden hatten und die ganze Situation angespannt, mit gezogenen Schwertern beäugten. ,,Was hat verdammtes Westpack hier verloren?!´´
      Schlagartig brach wieder Chaos unter den Goblins aus, als auch der Rest Oksnitz, die Frau sowie Kalln entdeckten und sofort durcheinander zu fluchen begannen. Doch erneut sorgte der Boss des Haufens für Ruhe, indem er von seinem äußerst lauten Organ und seiner Peitsche Gebrauch machte. Nach wenigen Sekunden herrschte wieder Ruhe. Allerdings keine, die auch in irgendeiner Weise ruhig gewirkt hätte. Vielmehr lag die Spannung wie zum Greifen in der Luft und für Koratzash, die Erfahrung mit solchen Situationen hatte, stank es geradezu nach Konfrontation.
      ,,Was ... haben wohl Gremlins zusammen mit Westpack auf der Ostseite der Berge verloren ...?´´ Die Frage klang nicht danach, als erwartete der Goblinboss eine Antwort darauf. Vielmehr schien er gerade ernsthaft über etwas nachzudenken. ,,Am besten kommt ihr mal mit uns mit ... der Boss wird sowas Komisches bestimmt selbst sehen wollen ... Auf geht’s Leute! Nehmt dem Haufen da endlich ihre verdammten Messerchen un Spießchen ab! Sonst verletzen sie sich noch damit! Ip! Ip!´´

      Unbewaffnet, umringt von Feinden ... das hatten sie doch alles schon einmal gehabt. Zugegebenermaßen waren es dieses Mal etwas weniger, die sie eskortierten und auch Handfesseln hatte man ihnen keine angelegt, doch vom Weglaufen war gerade nur zu träumen. Sobald einer von ihnen auch nur über eine Wurzel stolperte, fingen die Morg auch schon an zu knurren. Kaum auszumalen also, was geschehen würde, sollte einer der Gremlins oder Menschen die Flucht ergreifen. Vermutlich würden sie denjenigen in Fetzen reißen wie den guten, alten Kallän. Zu Ehren des kleinen und äußerst robusten Norders spuckte Koratzash drei Mal aus, was ihr einen misstrauischen Seitenblick von einem der Goblins einbrachte.
      ,,Du machst einfach einen Heidenkrach oder so un wenn se alle abgelenkt sind, mach ich sie lang, tarjugak?´´, meinte etwas weiter vorne Wirnak zu einem schlecht gelaunten Oksnitz mit trotziger Miene.
      ,,Halt die Klappe, Gremlin!´´, knurrte er nur und warf dann einen besorgten Blick zur Frau und dem Jungen hin, welche ganz vorne laufen mussten, umringt von bewaffneten Goblins auf bösartigen Morg. ,,Oder ich mach dich lang!´´
      Jurgl indessen fuhr weiterhin fort, gehetzte Blicke in alle Richtungen zu werfen und so langsam glaubte Koratzash wieder daran, dass ihr Sahek doch durchdrehte. Sie selbst schlurfte neben Juurz am Ende der kleinen Kolonne her und kickte ab und zu Steinchen vom Weg. Für einen Außenstehenden mochte das wirken, als sei die Gremlin beleidigt und damit hatte er vielleicht gar nicht mal so unrecht. Koratzash war wirklich eingeschnappt, denn allmählich ging es ihr gehörig auf die Nerven, dass ihnen immer solche unschönen Dinge widerfuhren. Erst machte man ihren Stamm nieder, dann nahm man sie gefangen und prügelte ständig auf sie ein und dann, als es endlich mal wieder nach Spaß aussah, lief ihnen eine Rotte Goblins über den Weg.
      Dabei hasste sie Goblins! Drüben auf der Westseite der Berge hatten sie zwar eigentlich nie viel mit diesen grünhäutigen, langhaarigen Kerlen zu tun gehabt, aber das bisschen hatte ihr schon gereicht. Ständig starteten sie irgendwelche Eroberungen und griffen mit ihren Verbündeten zusammen ihre Nachbarn an, um ihr eigenes Territorium zu erweitern. Meistens endete das Ganze in furchtbarem Chaos und mit massenweise Goblinleichen. Wobei diese Goblins hier zugegebenermaßen doch noch einmal etwas anders waren.
      Allesamt ritten sie auf Morg, obwohl ihre Verwandten aus dem Westen die Katzen eigentlich nicht ausstehen konnten und diese Rüstungen erst! Noch nie hatte sie Panzerungen wie diese gesehen und dazu diese ulkigen, runden, spitzen Fellhüte! Hinzu kam, dass Jurgl einmal erzählt hatte, die Goblins aus der großen Ebene im Osten wären allesamt wahre Meister des Reitens und würden praktisch ihr gesamtes Leben auf den Rücken ihrer sogenannten Warmorg, einer größeren und kräftigeren Unterart der Morg, verbringen, was für Koratzash recht schwer vorstellbar war. Wie pisste man bitteschön vom Rücken eines Morgs aus? Auch eine ganze Armee aus solchen Reitern kam der Gremlin doch etwas abstrus vor. Zumal in ihren eigenen Gremlinhorden meist nie mehr als ein paar Dutzend beritten waren und selbst die hatten nicht viel Ahnung, wa sie da überhaupt taten.
      Das alles wirkte auf Koratzash doch sehr suspekt. Vor allem, als ihr plötzlich ein seltsamer Geruch in die Nase stieg. Es war der unverkennbare Duft von Lagerfeuern, Schmieden, gegerbtem Leder oder anders gesagt, einer großen Ansammlung von Nordern. So langsam wurde ihr etwas mulmig zu Mute angesichts so vieler Goblins und was hatten die überhaupt alle hier verloren? Hatte Jurgl nicht gemeint, der Wald an den Osthängen wäre Land der Gremlins?
      Eine kurze Strecke mussten sie noch den felsigen Hang entlang marschieren, wobei die Bäume immer mehr zunahmen, dann erreichten sie die Kuppe eines kleinen Hügels. Vor ihnen lag nun eine Senke mit einem Bach, der zwischen einigen Tannen aus dem Wald heraus plätscherte und sich in einem kleinen Teich sammelte, bevor er auf der anderen Seite wieder zwischen den Bäumen verschwand. Das alles war eigentlich ein recht idyllischer Ort. Jedenfalls wenn man den halb fertigen Palisadenwall, die ganzen schiefen Hütten, Zelte und den Stamm Goblins ignorieren konnte, der sich dort allem Anschein nach ein Dorf zusammen schusterte. Auch die Geräusche des Waldes rückten hier in den Hintergrund und wurden durch geschnauzte Befehle, Rufe, Hämmern, Klopfen und vor allem dem Fauchen eines ziemlich großen Rudels Warmorg ersetzt.

      Koratzash wünschte sich indessen nichts sehnlicher, als wieder ins Dickicht verschwinden zu können. Doch schon betraten sie, angetrieben von den Goblins einen kleinen Pfad, der zwischen Gräsern und Kräutern direkt in die Senke hinab führte. Das war absolut nicht die Richtung die sie genommen hätte, aber was blieb ihr denn auch anderes übrig? Ihr Leben lag wieder einmal ganz in den Händen anderer und dieses Mal hatte Koratzash ein noch viel übleres Gefühl dabei. Wenn sie Glück hatten, würden die Goblins ihnen einen schnellen Tod bescheren. Sollten allerdings Glück und Zufall anderes beschließen, wie schon so oft in den letzten Tagen, dann würden sie sich wohl bald wünschen, dass man sie damals allesamt mit dem Rest der Expedition erschlagen hätte.
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

    • Hey,

      es wird ja wirklich nicht langweilig, das muss ich schon sagen. Besonders amüsant fand ich die Vorstellung, dass die sich über ihre Wunden pinkeln...woher nimmst du diese Ideen???

      Hier kommen meine Anmerkungen:

      Spoiler anzeigen


      Xarrot schrieb:

      Dann zog sie ihr eigenes Messer und kniete vor dem anderen Menschen nieder. Ein kurzes Zucken ging durch den gesamten Trupp, als die Frau den ersten Schnitt tat. Bei Oksnitz lag das wohl am Schmerz und keuchend stieß er einen halblauten Fl
      Ich habe ja nicht viel Ahnung davon, aber muss man das Messer nicht vorher in die Glut legen oder es in die Flamme halten?

      Xarrot schrieb:

      Was lverletzte er sich auch an einer Stelle
      verletzte

      Xarrot schrieb:

      ,Sai...´´ War das letzte, nicht einmal vollständ
      Sai", war das letzte, nicht einmal.....(also Komma nach den Anführungsstrichen und dann klein weiter)


      Xarrot schrieb:

      Vielmehr lag die Spannung wie zum greifen in der Luft
      zum Greifen (groß)


      Xarrot schrieb:

      der Boss wird sowas komisches bestimmt selbst sehen wollen.
      sowas Komisches (groß)


      Xarrot schrieb:

      ,Oder ich mach dich lang!´´
      Das "dich" würde ich in dem Fall kursiv schreiben wegen der Betonung. Denn Oksnitz bezieht sich ja auf die Äußerung von Jurgel.


      Xarrot schrieb:

      Jurgl indessen fuhr weiterhin fort, gehetzt Blicke in alle Richtungen zu werden...
      über diesen Satz bin ich gestolpert. Er hört sich komisch an. Meine Alternative: "gehetzte Blicke in alle Richtungen zu werfen"....oder aber "...er fuhr fort, gehetzt in alle Richtungen zu blicken...."

      Anosten fand ich die Panik von Koratzash als sie angegriffen werden, ein bisschen unglaubwürdig. Es war zwar lustig beschrieben, aber so, wie wir sie bisher kennengelernt haben, hätte ich sie eher abgestumpft und cool eingeschätzt mit einem blöden Spruch auf den Lippen :)

      Und Kallän hat`s nun dahin gerafft? Wie schade...



      Das war`s von mir...

      Viele Grüße,
      Rainbow
    • Heute hab ich mal keine Korrektur für dich (ich komm mir vor wie die Heidi Klum der Korrekturen ... D: ), sondern nur ein paar Gedanken, die mir während des Lesens durch den Kopf gingen.

      Ich fand den Übergang von Kapitel 12 zu 13 etwas arg abrupt, das kann aber einfach daran liegen, dass ich mir von der Erzählung Jurgls noch etwas mehr erhofft hatte, bzw. ich immer noch der Meinung war, dass die eigentlich in die Richtung gehen sollte, wieso weshalb warum Fraug da ist oder nicht. Das kann alles an mir liegen, du hattest ja oben schon angemerkt, was dein eigentlicher Zweck der Geschichte war (was ich nachvollziehen kann und was ja auch nicht schlecht so ist).
      Was mich auch etwas irritiert hat: Die hocken da fünf Tage? Fünf? Für Wunden lecken? Verstehe mich nicht falsch, Wunden versorgen ist wichtig, aber ich finde es etwas merkwürdig, wenn das so lange andauert und die sich keinen Zentimeter in der Landschaft mehr bewegen. Oder bin das nur ich? :hmm: Vor allem, weil sie ohne Zwischenfall einfach in Ruhe gelassen werden und dann plötzlich wird der Pfad entdeckt und prompt werden sie später umringt von Goblin? Da fehlt mir irgendwie was.

      Kalläns Tod war ja unspektakulär - aber passt. xD' Irgendwie.
      Beim Auftauchen der Goblin dachte ich kurz wieder: Die Namen. Die Namen! Ich lese wirklich nur noch drüber und das ist ehrlich gesagt suboptimal, wenn es Namen sind, die man sich vielleicht merken sollte. Weil sie irgendwo schon einmal eine Rolle gespielt haben. Verstehst du, worauf ich hinaus will? ^^'

      Ansonsten - ein Goblinlager Schrägstrich -dorf also, ja? Kann ja nur besser werden für den bunten Haufen.
    • @Kitsune Naja solang du nicht anfängst, den Laufstil von Koratzash zu bemängeln, ist ja alles in Ordnung :whistling: (oder willst du damit etwa sagen, du hast kein Photo mehr für sie?! :pupillen: )

      Kitsune schrieb:

      Ich fand den Übergang von Kapitel 12 zu 13 etwas arg abrupt, das kann aber einfach daran liegen, dass ich mir von der Erzählung Jurgls noch etwas mehr erhofft hatte, bzw. ich immer noch der Meinung war, dass die eigentlich in die Richtung gehen sollte, wieso weshalb warum Fraug da ist oder nicht.
      Jaja, ich weiß was du meinst. Ich habe außerdem den letzten Teil von Kapitel 12 nochmal ein wenig überarbeitet, sodass jetzt eventuell klarer wird, was Jurgl eigentlich damit bezwecken möchte.

      Kitsune schrieb:

      Was mich auch etwas irritiert hat: Die hocken da fünf Tage? Fünf? Für Wunden lecken?
      Naja, sie haben allesamt Verletzungen und sind seit mehreren Tagen bisher unterwegs, nicht zu vergessen die Vorräte! Sollte ich vielleicht nochmal anmerken :hmm:

      Kitsune schrieb:

      Ich lese wirklich nur noch drüber und das ist ehrlich gesagt suboptimal, wenn es Namen sind, die man sich vielleicht merken sollte. Weil sie irgendwo schon einmal eine Rolle gespielt haben. Verstehst du, worauf ich hinaus will? ^^'
      Ich glaub ich hab das Tolkien-Edda-Syndrom ;( Das mach ich nicht mit Absicht, sie kommen einfach und wollen dann nicht mehr gehen ... Ich denke, ich schau mal wo ich noch was streichen kann.
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Diesmal kommt das Kapitel in zwei Teilen. Erst der erste und dann der dritte ... :^)

      1.0 Kapitel 14 - Fork! Fork! Fork!
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      Der Wind wehte hier nur noch recht sanft aus der weiten Ebene zwischen Sor Pirsak und Gan Pirsak heran und reichte gerade noch so dazu aus, die Wipfel der Tannen etwas schwanken zu lassen. Ein wenig vermisste er die Hügel und Grasflächen von Gopsuurzax, wo er mit seinem Warmorg einfach geradeaus reiten konnte, so schnell er es wollte, ohne wegen der Bäume um sein Genick und Leben fürchten zu müssen. Auch war es für den Goblin geradezu ein Rätsel, wie die Gremlins aus dem Westen es aushielten zwischen all den hohen, dicken Stämmen, dank denen man kaum mehr als ein paar Schritte weit sehen konnte. Kurzum: Uusax hasste den Wald und die Berge noch viel mehr. Er hasste die steilen Hänge, durch die das Laufen ungemein anstrengend wurde. Er verabscheute die tief hängenden Äste, welche einem ständig ins Gesicht klatschten und vor allem hasste er die verfluchten Fraks von Sogtuulz, wegen denen all das hier erst nötig geworden war!
      Angefangen hatte es ja vollkommen harmlos mit einer etwas größeren, marodierenden Horde Goblins, die aus dem Westen der Ebene nach Osten vorgedrungen war. Bis dahin war das auch vollkommen normal. Manchmal kam es eben vor, dass ein Stamm sich mit anderen zusammenschloss, um ein wenig zu plündern. Doch was durch die ewige Rivalität zwischen den Fraks der beiden Gebirge mal wieder daraus geworden war, hatte inzwischen schon ganz andere Dimensionen angenommen.
      Schon seit sich der erste Herrscher von Sogtuulz als unabhängig erklärt hatte, brodelte es in den Bergen des weiter östlich gelegenen Gan Pirsaks und schon seit jeher sahen die Herrscher der Festung Sulkagor es praktisch als ihr Recht an, das Gebirge Sor Pirsak im Westen wieder einzufordern. Es war eine wirklich alte Geschichte, die so ziemlich jedem Norder zwischen eben jenen beiden Gebirgen eigentlich schon zu den Ohren heraushing:
      Vor nunmehr fast sieben Dutzend Generationen der Goblins (also etwa siebenhundert Jahren) war das Gebirge noch ein fester Bestandteil des Reiches der Gardrim gewesen, welche Uusax zwar noch nie gesehen hatte, die aber angeblich weit im Westen leben sollten. Auch das bewaldete, hügelige Land vor den Westhängen der Berge war damals Menschenland gewesen, auf dem sie ihre Felder bestellt und Dörfer gebaut hatten. Die einzige größere Festung war dabei Hörttpåkkar gewesen, welche erst später unter dem Namen Sogtuulz, der Blutwind und die Geisel des Waldlandes bekannt wurde. Unter den Gardrim hingegen diente sie lediglich als Bollwerk gegen anstürmende Norder, welche die Berge überqueren wollten. Zwei Schlachten führten sie allein gegen die Orks, welche öfters versucht hatten an der Küste entlang die Berge zu umgehen. Eine weitere, die wasten Sejnarsuljak ("gegen die Stachelwand") wie Goblins sie nannten, bestritt und gewann das Westpack im Süden gegen eine Horde Goblinreiter. Dort lag zwischen Bergen und Meer ein breiter Streifen Sumpf- und Hügelland und indem man den Nordern einfach einen mit spitzen Pflöcken ausgestatteten Wall in den Weg baute, konnten diese geradewegs in ihren stacheligen Tod getrieben werden. Erst durch die Fraks kam es schließlich zu einem Wandel in den westlichen Bergen.
      Nachdem die Grauhäutigen nämlich endlich ihren Krieg gegen die Helvetrin in einem fatalen Fehlschlag enden ließen, richtete sich das Augenmerk ihres Herrschers, erbost von der Niedelrage und hungrig nach mehr Schlachten, über die Ebene hinweg auf das andere Gebirge. Heimlich still und leise versammelte man die Truppen und schloss Bündnisse mit den Anführern der Goblins. Selbst die Orks aus dem Norden wollten diesem Spaß nicht fern bleiben und stießen ebenfalls mit einer ansehnlichen Meute hinzu, bis sich ein gewaltiges Heer versammelt hatte. An die fünfzehntausend Kämpfer maß es und allein die Goblins stellten bereits mit ihren sieben Stammesverbänden an die viertausend, größtenteils berittene Kämpfer. Hinzu kam eine Armee der Orks mit einer Stärke von zweitausend, großer, schlaksiger Norder, sowie ein paar Dutzend Gmorgherden. Doch den Hauptteil bildeten natürlich die Fraks selbst, die von überall aus ihren Höhlen, Bergen und Tälern herbeiströmten, immer noch angeheizt vom Krieg gegen die Helvetrin und nach noch mehr Blut lechzend.
      In Eilmärschen hasteten sie Nacht um Nacht gen Westen und kamen auf diese Weise dicht an Sor Pirsak heran und nicht einmal die Gardrim wussten etwas von ihrem Kommen. Erst als die nach Gemetzel lechzende Horde im Gebirge einfiel und Burgen sowie Dörfer brandschatzte, ergriff man auf Seiten der Verteidiger Gegenmaßnahmen. Jedoch kam es nie zu einer Schlacht auf den engen Pässen der Berge, denn noch bevor Menschen, Gardrim oder Zwerge ihre Heere heranführen konnten, stürmten die Norder gegen die Wälle von Hörttpåkkar an.
      Drei Tage dauerte die Belagerung, bis man die letzten Verteidiger schließlich mitsamt dem mächtigen Turm, der mit allerlei Aufzeichnungen der Gardrim gefüllt gewesen war, im Zentrum der Festung abfackelte. In dem Moment, in dem die Turmspitze in die Feuersbrunst hinab stürzte, zerfiel auch die Herrschaft der Gardrim über die Berge. So hieß es bei den Nordern und als gleich darauf ein kräftiger Wind von Osten heran brauste, als wollten die Skulpak selbst damit ihre Genugtuung über den Sieg ihrer Diener verkünden, trug er gleichzeitig das überall in Lachen gesammelte Blut mit sich, sodass ein roter Sprühnebel über die Berge hinweg getragen wurde. Daher auch der Name Sogtuulz, Blutwind.
      Bald darauf zeigte die Herrschaft der Fraks über die Berge auch schon die erste Wirkung und nur eine Generation der Norder später waren sämtliche Bauern aus dem hügeligen Umland geflohen, aus Furcht vor nächtlichen Überfällen. Aus welchem Loch dann allerdings die Gremlins gekommen waren, die innerhalb weniger Jahre das verwildernde Land bevölkerten, wusste dabei niemand so recht. Es tat auch nichts zur Sache, denn zur selben Zeit brach der sowieso brüchige Frieden zwischen den Fraks von Sor Pirsak und ihrer Verwandten aus Gan Pirsak in sich zusammen, da der neue Herrscher von Sogtuulz sich und sein Gebiet kurzerhand für unabhängig erklärte. Das ging Gan Pirsak natürlich gehörig gegen den Strich und plötzlich herrschte schon wieder Krieg. Jedoch war der erste Eroberungsversuch ein katastrophaler Fehlschlag, weswegen die Fraks aus dem Osten es immer und immer wieder versuchten. So war es für die Goblins inzwischen schon fast zu einer Art Tradition geworden, sich alle paar Dutzend Jahre einer der beiden Parteien anzuschließen und für diese in die Schlacht zu reiten. Eben genauso wie es Uusax und seine Kumpanen es just in diesem Moment taten.
      Na gut, eigentlich ritten sie gerade nur gemütlich in ihr einstweiliges Lager zurück, aber wie sagte man bei den Völkern im Westen: Der Wille zählt. Auch wenn der bei Uusax und seiner Truppe gerade eher nach schlafen und saufen stand.
      ,,Los! Bewegt euch! Ich will nach Hause!´´, knurrte er halb seine Leute und halb die Gefangenen an.
      Wobei er Letztere bei dieser Gelegenheit nochmals ein wenig genauer musterte. Es war schon ein sonderbarer Haufen, den er dort im Wald aufgegriffen hatte. Noch nie war ihm zu Ohren gekommen, dass Gremlins und Westgesocks gemeinsame Sache machten oder auch nur einmal davon absahen, sich sofort gegenseitig abzumurksen. Doch dieser Trupp war da anscheinend eine Ausnahme. Oder wahnsinnig, das war natürlich auch möglich.
      Die lauter werdenden Geräusche des Lagers rissen Uusax schließlich aus seiner Grübelei und schlagartig waren alle Gedanken an sonderbare Norder wie weggeblasen. Stattdessen richtete er sich im Sattel auf und grinste breit, während sie den Trampelpfad über die Wiese, auf der die Goblins ihre Zelte aufgestellte hatten, ritten.
      ,,Was bringst du denn da mit, Uusax?´´, begrüßte sie eine der Wachen am kleinen, in den Palisadenring eingelassenen Tor.
      ,,Haben wir im Wald beim Rumschüffeln geschnappt! Ich bring sie zum Boss!´´, entgegnete der Sahek lediglich und wollte bereits vorbei, als ihm der andere Goblin plötzlich in den Weg trat.
      ,,Ich warn dich, Uusax! Setz dem Boss nich wieder so eine Scheiße wie letztes Mal vor! Wenn du ihn wieder mit irgendwas Unwichtigem nervst, schlägt er dir dein Hirn zu Brei!´´ Dabei ertönte ein leises, böswilliges Kichern von einem der Gremlins, das mit einen misstrauischen Blick seitens der Wache bedacht wurde.
      ,,Ju Juk! Mach dir net die Rüstung nass! Bist du blind? Siehst du net, was ich hier hab?´´ Dabei wedelte Uusax in Richtung der Menschen. ,,Westpack, das mit stinkenden Gremlins gemeinsame Sachen macht! Wenn das den Boss nich interessiert ...´´
      Noch einmal knurrte die Goblinwache warnend, dann trat sie endlich zur Seite und der Sahek ritt mitsamt seiner Truppe hintendrein vorbei.
      Während draußen auf der Wiese nur ein paar Zelte und Hütten gestanden hatten, herrschte im Inneren des Palisadenrings geradezu ein Gedränge an Selbigen, zumal der Zwinger für die Warmorg fast ein Viertel des verfügbaren Platzes einnahm. Ein weiteres Viertel beanspruchte außerdem ein freier Platz genau in der Mitte des Lagers für sich, auf dem es besonders rege zu ging. Mehrere Dutzend Baumstämme hatte man am Rande der freien Fläche aufgestapelt und zwei weitere Dutzend Goblins waren damit beschäftigt, die Stämme anzuspitzen, um damit später den Palisadenring fertigzustellen. Und überall dies wachte Okaraz, der Anführer der Goblinmeute, die sich im Tal eingenistet hatte.
      Dieser saß nur in Stiefel und Hosen gekleidet auf einem Stuhl vor einer etwas größeren Hütte und sah seinen Leuten bei der Arbeit zu. Sein schwerer Lamellenharnisch sowie der Helm lagen achtlos neben ihm am Boden, als seien sie lediglich wertloser Ballast. Was vermutlich auch zumindest ein bisschen stimmt, angesichts der drei voll gepanzerten Goblins hinter ihm, die sich auf ihre Speere stützten oder gegen die Hüttenwand gelehnt dastanden und es ansonsten ihrem Boss gleichtaten.
      ,,Äh, wie wärs, wenn wir doch nochmal reden?´´, erklang von hinten eine zischelnde Stimme.
      ,,Halt die Fresse, Gremlin! Reden kannst du gleich vor dem Boss!´´, knurrte Uusax genervt zurück und verpasste seinem entfernten Verwandten eins mit der Peitsche. ,,Jetzt haltet die Schnauzen, der Einzige, der hier noch redet, bin ich, oder ich stech euch alle ab!´´
      Okaraz war wie die meisten Goblins ein ziemlich launischer Anführer und da er sie inzwischen bemerkt hatte, war es für Uusax doppelt wichtig, ihn nicht irgendwie zu verärgern. Vor allem nicht indem er ihn übermäßig warten ließ. Daher herrschte er seine Leute an, woraufhin diese ihre Gefangenen noch einmal besonders unsanft anpackten. Kurz darauf standen sie auch schon vor dem Anführer der Goblins und mit weiteren unsanften Stößen schubsten sie ihre sieben Mitbringsel nach vorn. Okaraz hingegen wirkte nur mäßig beeindruckt und runzelte verwirrt die Stirn.
      ,,Uusax, was bei Athans Morg soll denn das?! Ich hab dir gesagt, stör mich nich, oder ich prügel dich persönlich zum Tor raus!´´, knurrte der Goblin und augenblicklich schien der angesprochene Untergebene ein wenig zu schrumpfen.
      Hastig sprang er von seinem Morg ab und zerrte den erstbesten Gefangenen nach vorn. Zufälligerweise fiel so die Wahl auf die Frau.
      ,,Aber, äh, Ajwot Okaraz! Sieh doch mal, was ich da hab!´´ Dabei schüttelte er seine Hand, mit der er die Frau an den Haaren gepackt hielt. ,,Das sind Spitzel, die wir aufgegriffen haben un net nur das ...´´
      ,,Spitzel?! Willst du mich verarschen?!´´ Mit einem Mal fuhr Okaraz von seinem Stuhl auf und blickte derart zornig in die Runde, dass das kleinere Menschlein erschrocken aufatmete. Das brachte den Goblinboss kurz aus dem Konzept, dann hatte er sich aber wieder gefangen und fuhr unwirsch wie eh und je fort. ,,Natürlich sind das Spitzel! Der ganze verdammte Wald wimmelt von Fraks un den Kanacken aus der nordwestlichen Ebene! Was schert mich das?!´´
      ,,Aber ... aber Boss!´´ Erneut versuchte Uusax verzweifelt seinen Vorgesetzten, der wie ihm jetzt erst auffiel, wohl ein wenig betrunken war, auf die offensichtliche Merkwürdigkeit aufmerksam zu machen.
      Sogar die drei Wachen hinter dem Stuhl gaben ein leises Räuspern von sich, denn auch ihnen war inzwischen in den Sinn gekommen, dass Menschen hier eigentlich wenig verloren hatten.
      ,,Was?!´´ Knurrend fuhr Okaraz herum und herrschte nun seine eigenen Wachen an.
      ,,Das is ein Mensch Boss ...´´
      ,,Weiß ich doch aber ... oh´´ Langsam ließ sich der Goblinboss wieder auf seinen Stuhl sinken und kratzte sich am Kopf. ,,Welcher Volltrottel schleppt mir hier ein Mensch an? Weiß der net, dass des die im Osten gar net gibt?´´
      ,,BOOOOOOOSS!´´

      Ein lauter Schrei vom Hang, über den sie soeben selbst erst gekommen waren, ließ sie allesamt, Goblins, Gremlins und Menschen aufhorchen. Dann brach die Hölle los.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

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      Xarrot schrieb:

      Der Wind wehte hier nur noch recht sanft aus der weiten Ebene zwischen Sor Pirsak und Gan Pirsak heran und reichte gerade noch so dazu aus, die Wipfel der Tannen etwas schwanken zu lassen.
      Komma

      Xarrot schrieb:

      Er hasste die steilen Hänge, durch die das Laufen ungemein anstrengend wurde, er verabscheute die tief hängenden Äste, welche einem ständig ins Gesicht klatschten, und vor allem hasste er die verfluchten Fraks von Sogtuulz, wegen denen all das hier erst nötig geworden war!
      Komma
      Und der Satz ist ein kleines Monsturm. .__.

      Xarrot schrieb:

      Hinzu kam eine Armee der Orks, angeführt vom Herrscher von Laqugs Pursags, mit einer Stärke von zweitausend, großer, schlaksiger Norder, sowie ein paar Dutzend Gmorgherden.
      Komma~

      Xarrot schrieb:

      In Eilmärschen hasteten sie Nacht um Nacht gen Westen und kamen auf diese Weise dicht an Sor Pirsak heran, und nicht einmal die Gardrim wussten etwas von ihrem Kommen (wer weiß, von wo dieser leicht abgewandelte Satz eigentlich kommt, bekommt einen Keks ;D).
      Komma
      Den Kommentar in den Klammern würde ich weglassen. Mal abgesehen von diesem Smiley da, hat der überhaupt nichts mit dem Text als solches zu tun. Ich war kurz irritiert und vollkommen aus dem Lesefluss.

      Xarrot schrieb:

      Daher auch der Name Sogtuulz, Blutwind eben.
      Füllwort.

      Xarrot schrieb:

      Haben wir im Wald beim rumschüffeln geschnappt!
      groß

      Xarrot schrieb:

      Ich warn dich, Uusax!
      Komma (überhaupt, vor einer Anrede, ob jetzt Name oder Titel oder sonst was, kommt stets ein Komma)

      Xarrot schrieb:

      Wenn du ihn wieder mit irgendwas unwichtigem nervst, schlägt er dir dein Hirn zu Brei!
      groß

      Xarrot schrieb:

      Dabei ertönte ein leises, böswilliges Kichern von einem der Gremlins, dass mit einen misstrauischen Blick seitens der Wache bedacht wurde.
      ein s weg, bezeht sich aufs Kichern

      Xarrot schrieb:

      Siehst du net, was ich hier hab?
      Komma

      Xarrot schrieb:

      Ein weiteres Viertel beanspruchte außerdem ein freier Platz, genau in der Mitte des Lagers, für sich, auf dem es besonders rege zu ging.
      Komma

      Xarrot schrieb:

      Mehrere Dutzend Baumstämme hatte man am Rande der freien Fläche aufgestapelt und zwei weitere Dutzend Goblins waren damit beschäftigt, die Stämme anzuspitzen, um damit später den Palisadenring fertigzustellen.
      K.

      Xarrot schrieb:

      Was vermutlich auch zumindest ein bisschen stimmte, angesichts der drei voll gepanzerten Goblins hinter ihm, die sich auf ihre Speere stützten oder gegen die Hüttenwand gelehnt dastanden und es ansonsten ihrem Boss gleich_taten.

      Xarrot schrieb:

      Äh, wie wärs, wenn wir doch nochmal reden?

      Xarrot schrieb:

      Halt die Fresse, Gremlin!

      Xarrot schrieb:

      Jetzt haltet die Schnauzen, der einzige, der hier noch redet, bin ich, oder ich stech euch alle ab!
      groß und Komma

      Xarrot schrieb:

      Okaraz war wie die meisten Goblins ein ziemlich launischer Anführer und da er sie inzwischen bemerkt hatte, war es für Uusax doppelt wichtig, ihn nicht irgendwie zu verärgern.

      Xarrot schrieb:

      Daher herrschte er seine Leute an, woraufhin diese ihre Gefangenen noch einmal besonders unsanft anpackten.

      Xarrot schrieb:

      Dabei schüttelte er seine eine Hand, mit der er die Frau an den Haaren gepackt hielt.


      Joah, es ist sicher gut, dass du das Kapitel aufteilst, dafür schon einmal Danke. Am Anfang war ich etwas rausgerissen aus der eigentlichen Handlung, aber mittlerweile ist man ja gewohnt, dass du zwischendurch gerne kleine geschichtliche Gegebenheiten einfließen lässt, um dann einen Bogen zu schlagen. Ich muss persönlich für mich jetzt gestehen, dass ich davon aber nicht viel behalte. Das liegt aber einzig an mir. Interessant ist es allemal, vor allem wenn du dann wie gesagt die Kurve bekommst und wieder ins Geschehen einsteigst.
      Ansonsten ist ja nicht viel passiert, bis auf das herrliche Gespräch mit dem Goblinboss ... Der ja auch nicht der hellste zu sein scheint. xD' Oder schnellste.
      Aber wir hatten die bekannte Ruhe vor dem Sturm, jetzt wird es also wieder rund gehen. o_o' *holt sich Popcorn*
    • Kitsune schrieb:

      Den Kommentar in den Klammern würde ich weglassen. Mal abgesehen von diesem Smiley da, hat der überhaupt nichts mit dem Text als solches zu tun. Ich war kurz irritiert und vollkommen aus dem Lesefluss.
      Okay werde ich wieder löschen, sollte eigentlich eine Anlehnung an Tolkien sein (Der kleine Hobbit, die Wolken bersten, Seite 311) :whistling:

      Kitsune schrieb:

      groß und Komma
      Ist das eigentlich normal, dass man so viele Kommas vergisst? Ich lese mir meine Kapitel immer mehrmals durch aber irgendwie kommt es mir immer ein wenig sehr viel vor, was ich am Ende doch noch übersehen habe ... auf jeden Fall großes Dankeschön an dich @Kitsune :D

      Kitsune schrieb:

      Aber wir hatten die bekannte Ruhe vor dem Sturm, jetzt wird es also wieder rund gehen. o_o' *holt sich Popcorn*
      :evil:

      Btw, diesmal hatte der kleine Geschichtstrip sogar tatsächlich mal etwas mit der Geschichte zu tun und ich denke ich kürze Jurgls Erzählung eh nochmal um einiges. Damals war ich irgendwie in der Stimmung, dass ich mal wieder eine richtig ordentliche Schlägerei schreiben wollte, aber inzwischen finde ich, passt das nicht mehr so wirklich :hmm:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • 2.0 Kapitel 14 - Fork! Fork! Fork!
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      Gerade noch sah es aus, als würden sie bald als Futter für eine Horde Goblins und deren Morg enden, doch das hatte sich plötzlich geändert. Wo nun schon wieder Fraks herkamen, wusste Koratzash zwar nicht, das war den Grauhäuten offenbar sowieso egal. Aber von irgendwo musste die Horde ja gekommen sein, die da gerade über die Hügelkuppen ringsherum stürmten, begleitet von Trommeln sowie Horngebläse und dabei alles mit Pfeilen eindeckten, das bei drei nicht in Deckung war. Ihren Goblinwachen war das anscheinend auch bewusst und obgleich sie gerade noch der Mittelpunkt des Interesses gewesen waren, scherte sich nun keiner mehr um die Gremlins mit ihren drei menschlichen Begleitern.
      "Nuetpuukostlok Harmaaxrat!", brüllte der Goblinanführer laut und sprang erneut von seinem Stuhl auf.
      Koratzash tat es indessen Jurgl und dem Rest gleich und stahl sich langsam zur Seite davon. Es war aller höchste Zeit abzuhauen. Um sie herum verfielen die Morg in lautes Fauchen, in das ihre Goblinherren laut brüllend einfielen und den gemeinsamen Schlachtruf "etpuukostashak Harmaaxrat!" ( "stech die Grauen ab!") ausstoßend drängte die Meute zum Tor in den Palisaden. Koratzash und der Rest versuchten indessen von dem Versammlungsplatz wegzukommen, auf den nun ihre grünhäutigen Artgenossen zuströmten, was angesichts der geballten Masse von Goblin und Morgleibern erhebliche Schwierigkeiten mit sich brachte. Ständig schrammten Speere, Rüstungen oder andere spitze Gegenstände an ihnen entlang und besonders Kalln musste aufpassen, nicht hinzufallen und zertrampelt zu werden. Schließlich hatten sie jedoch den Rand erreicht und ploppten aus dem Gedränge heraus wie Korken.
      "Mashukr tarhn oljok?!", knurrte plötzlich jemand und von der Seite kam ein Goblin heran, der Oksnitz an der Schulter packen wollte.
      Doch Jurgl war schneller. Irgendwo in dem Gedränge hatte sich der alte Langfinger wohl ein Messer besorgt. Nun sprang er vor und stach es dem anderen Norder in die Schläfe. Hastig blickte sich Koratzash indessen um, ob sie noch jemandem anderem aufgefallen waren, doch in diesem Moment stürzte plötzlich ein großer, brennender Brocken mitten ins Lager der Goblins. Schlagartig wurde aus einem Großteil der kampfeswütigen Horde eine panische Meute und mehrere Morg gingen durch. Dann schlug ein weiteres Geschoss ein und setzte mehrere Hütten in Brand.
      "Ich hasse Fraks un ihre drecks Maschinen!", knurrte Wirnak und spähte zu einem der Hänge hinauf, wo eine Gruppe grauhäutiger Norder eine Reihe Katapulte aufgestellt hatten.
      Die meisten der Goblins hätten Wirnak da wohl zugestimmt, doch in diesem Moment begann weiter vorne am Tor der Nahkampf und mit irrem Gekreische gingen Norder auf Norder los. Nur ein paar Goblins traten lieber den Rückzug an, doch wurden sie sogleich von ihren Sahek wieder zurück in Richtung des Kampfes gepeitscht. Nur an einer Flanke löste sich eine Gruppe und rannte davon.
      "Denen nach, die wissen bestimmt, wo es hier noch raus geht!", knurrte Jurgl und sprang auf. "Los jetzt! Bevor die das ganze Lager umstellt haben!"
      Hastig liefen die Gremlins ihrem eigenen Sahek nach, der bereits am Rand des Platzes entlang auf eine Lücke zwischen zwei Hütten zu hielt, wo die Goblins verschwunden waren. Auch Oksnitz packte den jungen Kalln, warf ihn sich trotz leisen Protestes wie einen Sack über die Schulter und stürmte los. Doch das war Koratzash ohnehin egal, die Gremlin achtete schon längst nur noch auf sich selbst. Weder wollte sie von einem der vielen Pfeile getroffen, noch von Goblins erstochen werden und hastig schnappte sie sich im Laufen von einem Toten Schild und Speer. Plötzlich hielten sie allerdings derart abrupt wieder an, dass Koratzash fast gestolpert wäre.
      "Was los?", rief sie gehetzt und warf einen Blick nach hinten.
      "Wo is der Sahek hin?!"
      "Scheiß drauf! Lass uns da lang gehen!"
      "Nein! Da lang!"
      Eine hitzige Diskussion drohte zu entbrennen, da meldete sich unvermittelt Oksnitz zu Wort: "Tarya?! Wo ist Tarya?!"
      "Hä? Von wem ..."
      "Die Frau fehlt auch!"
      "Leck mich! Mir doch schnurz jetzt da ..."
      Erneut schlug krachend einer der brennenden Brocken nur wenige Meter entfernt in eine Gruppe Zelte ein, sodass Oksnitz und den Nordern die Funken nur so um die Ohren flogen. Im selben Moment kamen zudem panisch schreiend drei Goblins von irgendwo angerannt, die jedoch verdattert stehen blieben, als sie die Gremlins erblickten.
      "Nur oljok Palkkasottilaxrat?", meinte der eine noch verwirrt, dann hieb ihm Oksnitz mit einem zornigen Brüllen und einem Goblinstreitkolben über den Schädel.
      Ächzend klappte der Norder zusammen. Seine beiden verbleibenden Kameraden hingegen kreischten nur einmal laut auf und stoben dann in zwei verschiedenen Richtungen davon. Gerade als sich Koratzash jedoch wieder dem Problem ihres fehlenden Saheks zuwenden wollte, tat der Mensch etwas furchtbar dummes. Bevor irgendwer reagieren konnte, war er auch schon laut den Namen der Frau brüllend losgestürmt. Den Jungen hatte er zuvor wieder abgesetzt und vermutlich wäre er noch bis zum Tor der Palisaden so weiter getrampelt, wenn nicht in diesem Moment Jurgl hinter einer Hütte hervor und direkt Oksnitz in den Weg gelaufen wäre. Scheppernd prallten beide ineinander, wobei der Gremlin einen prall gefüllten Sack fallen ließ.
      "Ey langsam Kumpel! Falsche Richtung!", schnaufte der Sahek und rappelte sich hastig wieder auf.
      Aber Oksnitz wollte gar nicht hören und kam taumelnd auf die Beine. Doch bevor er wieder los laufen konnte, packte ihn Jurgl bei der Schulter.
      "Ey! Stopp! Galdor!", brüllte der Gremlin schon fast unnatürlich laut direkt in das Ohr des Menschen, der, als er seinen Namen hörte, wie vom Blitz getroffen inne hielt. "Die is tot! Genau wie der Borkling, Sjunkarr, Warkz un der Kerl da!" Dabei zeigte er auf den leblosen Goblin, doch noch immer wirkte der Mann nicht recht überzeugt und machte weiterhin anstalten, sich von dem Gremlin loszureißen. Jurgl indessen stieß nur ein genervtes Knurren aus. "Von mir aus stürm wieder zurück ins Getümmel wie blöd, dann find dich aber lieber davor damit ab, dass er hier auch net mehr lang leben wird!"
      Nun deutete er auf Kalln, der völlig traumatisiert am Boden hockte.
      "Was ...?!", meinte Oksnitz nur tonlos und verwirrt.
      "Wer glaubst du, wird auf den Kleinen da Acht geben? Ich? Wirnak? Oder wer sonst? Uns geht das Bündel da am Arsch vorbei! Ohne dich is die Ratte bald genauso tot wie deine Tarya!" Bei diesen Worten grinste Jurgl auf eine derart dreckige Art und Weise, dass es fast schon ansteckend wirkte.
      Dann packte ihn der Mensch plötzlich am Kragen und mühelos hob er den um über einen Kopf kleineren Sahek hoch, bis sie beide auf Augenhöhe waren.
      "Pass bloß auf, dass du nicht gleich tot bist! Vergiss nicht was abgemacht war: Ich kämpfe für euch und du zeigst mit den Weg ins Land der Helvetrin! Glaub du bloß nicht, ich lass mich von einem wie dir verarschen! Oder ihr braucht bald keine Fraks, Goblins oder anderes Gesindel mehr, damit sie euch den Gar ausmachen!", knurrte der Mensch zornig, während Jurgl zurecht völlig überrascht von dieser Reaktion zurück glotzte. "Und jetzt schaff uns endlich hier raus, Gremlin!"
      Mit diesen Worten ließ er den Norder wieder los, der daraufhin zu Boden plumpste. Ohne weitere Worte stapfte Oksnitz los, diesmal in die richtige Richtung, wobei er im vorübergehen wie beiläufig Kalln hochhob. Jurgl kam gleich darauf ebenfalls wieder auf die Füße und schnappte sich den Sack.
      "Glotzt net so! Auf geht’s, dem Großen hinterher!", herrschte er seine perplexe Truppe an, die sich plötzlich wieder ihrer Lage zu entsinnen schien. "Bevor die Fraks uns umzingeln!"
      Als wären drei Dutzend Treiber mit Peitschen hinter ihnen her sausten die Norder los, wobei Wirnak und Kjurrash einmal kurz anhielten, um sich ebenfalls mit Waffen auszustatten. Nach nur wenigen Kurven um teilweise brennende Zelte und Hütten herum, hatten sie dann endlich den hinteren Palisadenwall erreicht. Dort hatten die Goblins ihre Arbeiten scheinbar nicht ganz beendet, denn ein fünf Schritt breites Loch klaffte darin. Oksnitz und die Gremlins allerdings scherten sich nicht weiter darum sondern flitzten rasch hindurch, genau in ein kleines Scharmützel zwischen einem Haufen Goblins und einem Dutzend Fraks hinein.
      Sogleich stolperte Koratzash einer der grauhäutigen Norder vor die Füße und instinktiv stach die Gremlin zu. Mit einer Art leisem Blubbern sackte das durchstochene Weibchen zu Boden und landete direkt neben einem anderem, dem Kjurrash in den Rücken gefallen war. Oksnitz indessen packte einen anderen an dessen Waffenarm und brach ihm schlichtweg durch rohe Gewalt die Knochen, um ihn dann dem lauernden Wirnak vor die Füße zu werfen. Die Goblins indessen hielten die ebenfalls grünhäutigen Gremlins in der Hitze des Gefechts für Artgenossen und gemeinsam kümmerte man sich um die letzten fünf Fraks, die sich auf einmal eingekreist, mit dem Rücken zu den Palisaden wiederfanden. Triumphierend kreischend fielen sie über den kläglichen Haufen her und massakrierten sie regelrecht. Dann erst wandte sich der Anführer der Goblins an Jurgl und seinen Trupp.
      "Wollt ihr mich denn verarschen?!", fauchte Uusax verwirrt und machte einen taumelnden Schritt zurück. "Die Spitzel!"
      Feindselig standen sich die Gremlins sowie Oksnitz und der Haufen Goblins gegenüber und taxierten einander lauernd mit Blicken. Doch bevor es zu einem erneuten Kampf kommen konnte, ertönte hinter ihnen von den Hängen des Sor Pirsaks herab lauter Trommelschlag und der Jubel der Fraks.
      "Fork! Fork! Fork! Fork rotznaul tashag huug!",brüllte die dort versammelte Meute irgendeinen Namen wie es schien, begleitet vom lauten Einschlag zwei weiterer, brennender Geschosse. "Vorwärts! Vorwärts! Vorwärts! Vorwärts, der Räuber bringt Sieg!"
      Das Siegesgeschrei war furchtbar laut aber vor allem nah und erinnerte die versammelten Goblins, Gremlins und Menschen daran, dass es wohl bessere Zeitpunkte an besseren Orten gab, um sich die Schädel zu zermatschen.
      "Leckt mich!", knurrte Uusax. "Rennt oder verreckt Gremlins! Die Horde da wird vom Herrscher von Sogtuulz persönlich angeführt! Mit dem wollt ihr kein Streit! Ogak pojotlok!"

      Damit wandte sich der Goblin ab und flitzte mit seinen Leuten im Schlepptau in den nahe gelegenen Wald hinein. Gerade als Jurgl jedoch den Mund zum Befehl öffnen wollte, stieß Juurz einen spitzen Schrei aus und raste hintendrein. Ein kurzer Blick über die Schulter bestätigte Koratzash dann auch schon ihre Vermutung. Der gesamte Hang war voller Fraks, die sich nun in Bewegung setzten und zwar genau in ihre Richtung! Zwar hätte die Gremlin doch noch ganz gern gewusst wer genau nun schon wieder dieser "Räuber" war, aber angesichts der Begrüßung, die sie in einem solchen Fall erwarten würde, tat sie es doch lieber Juurz gleich. Nur wenige Sekunden später waren auch die Gremlins in den dunklen Forst geflüchtet. Leiglich Oksnitz mit dem immer noch reglosen Kalln auf dem Arm, warf einen etwas längeren Blick auf das zerstörte Goblindorf. Schließlich wandte auch er sich davon ab und lief los, dem Wald und einem dunkler werdenden Himmel entgegen.
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

    • Also ich muss sagen, ich bin immer wieder von deinem äußerst hohen und fachlichen Schreibstil erstaunt. :D
      Dennoch schaffst du es federleicht mit Hilfe von kleinen Umgangssprachlichen Passagen dem Leser eine Nähe zu den Akteuren zu liefern, wahnsinnig toll <3

      Dennoch muss ich gestehen, dass ich auch wenn mein Kopfkino auf Hochtouren mit läuft und ich mir diese spannenden Szenen vorstelle, mir manchmal -wirklich nicht oft :D- dieser soooo hohe Stil ein wenig im Weg ist. Das jedoch liegt weniger an der Geschichte oder an dir @Xarrot, sondern an meinem Deutsch LK, wo ich halt vor allen Dingen in diesen äußerst sachlichen Analysen mit dieser äußerst hohen Sprache zu tun hab, sodass mein Kopf schneller als mir lieb ist den Schulschalter umlegt... :(

      Dennoch finde ich deine Texte immer wahnsinnig gut gelungen. Vor allen Dingen auch die Aussagen einer anderen Sprache. Machen das alles so schön fantasymäßig :love:

      Ich freu mich also weiterhin auf mehr :thumbsup:
      Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt
      <3

      Träum nicht, wenn du kannst
      Schicksal
      Hogwarts and you
    • Ippon schrieb:

      Dennoch muss ich gestehen, dass ich auch wenn mein Kopfkino auf Hochtouren mit läuft und ich mir diese spannenden Szenen vorstelle, mir manchmal -wirklich nicht oft :D- dieser soooo hohe Stil ein wenig im Weg ist. Das jedoch liegt weniger an der Geschichte oder an dir @Xarrot, sondern an meinem Deutsch LK, wo ich halt vor allen Dingen in diesen äußerst sachlichen Analysen mit dieser äußerst hohen Sprache zu tun hab, sodass mein Kopf schneller als mir lieb ist den Schulschalter umlegt...
      Wuhu Deutsch LK!!! Der beste von allen, weil man dafür nahezu nichts lernen muss :party:
      Auch Dankeschön für dein Lob, mir war gar nicht so bewusst, dass mein Geschreibsel derart anspruchsvoll ist :hmm: Eventuell meinst du ja meine Schachtelsätze, die, laut anderen Lesern, am Anfang doch recht häufig waren, später dann jedoch nachließen. Irgendwie hab ich bei den Dingern aber auch echt einen Hänger :ugly:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Ach, verschachtelte Sätze verwende ich auch ganz gerne, also von daher alles ok. :D

      Xarrot schrieb:

      und obgleich sie gerade noch der
      Sowas meine ich :D "Obgleich" -> zwar ein wirklich schönes Wort, dennoch ein Signal für meinen Schulschalter :D

      Aber wie gesagt, hindert nicht mal Ansatzweise den Lesefluss oder die Vorstellungen :D
      Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt
      <3

      Träum nicht, wenn du kannst
      Schicksal
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    • Ich hab heute wieder keine Korrektur, da ich momentan nur per Handy online sein kann. Sonderlich viele Fehler sind mir auch nicht aufgefallen, das meiste sind Kommas. :)
      Zu dem Thema rate ich dir, mal ein paar Regeln anzuschauen. Gerade wenn es um Nebensätze, Einschübe und für sich eigenständige Sätze geht. Auch hilfreich ist zu schauen, welche Wörter und Wortgruppen ein Komma verlangen bzw. dies nicht tun. Das als Tipp am Rande. ^^

      Was mir bei dem neuen Abschnitt anfangs wieder etwas bitter aufstieß, war die Länge vieler Sätze. Gerade für Hektik und Panik, die ja im Goblinlager ausbricht, wirken solche Paradeschlangen von Sätzen eher verlangsamend. Knackig ist da irgendwie besser. Geht dir vielleicht anders, aber das wär mein purer Hinweis.
      Und dafür, dass die Hölle los ist, war die Auseinandersetzung zwischen Galdor und Jurgl zu entspannt. Da fehlte mir persönlich der Pepp. Erst wollen sie so schnell wie möglich weg und dann ... Hoffe du versteht, worauf ich hinaus möchte.

      Tja, dann fröhliche Flucht. Die Gruppe schrumpft weiter zusammen ... Irgendwann ist sie klein genug, um auf einzelne Persönlichkeiten mehr Licht scheinen zu lassen. :P :D
    • Hi @Xarrot!

      Habe mir gerade Kapitel 7 -Sor Pirsak gegönnt.

      Ich wurde wirklich gut unterhalten und habe diesmal nahezu nichts anzumerken. Was wirklich gut ist. Das Gequatsche und Gerangel unter den Gremlins ist eine wahre Wonne und macht sehr viel Spaß. Klar, ich kann noch immer nicht auseinanderhalten, wer wer ist, aber immerhin kommen mir die Namen mittlerweile bekannt vor. Das ist doch was. :D

      Ganz nebenbei lässt du noch solche Geheimnisse einfließen, wie den untoten Fraug, die einfach so nebenher laufen und auf deren "Auflösung" ich mich jetzt schon freue.

      Ein schräger Trupp zieht da durch die Lande. Was mir fehlt, ist ein rechtes Ziel. Eine "wir-müssen-den-Ring-ins-Feuer-werfen" Art von Ziel, wenn du verstehst? Wo will die Geschichte eigentlich hin, so grob?


      Gruß!

      Spoiler anzeigen

      Xarrot schrieb:

      Dass Jurgl ein Spinner war, hatte Koratzash schon vor einer Weile begriffen, doch sein letzter Befehl hatte letztendlich sämtliche nicht vorhanden Skalen gesprengt.
      Ja, hm, kann man machen, holpert an dieser Stelle aber. Letztlich oder schließlich vielleicht? Würden sich in den Lesefluss besser einfügen.
      Starraider - Die Sternenjäger: Eine verwegene Crew, ein waghalsiger Coup und das Schicksal der Galaxie auf Messers Schneide.

      Die Nebel von Arenor: Ein uraltes Übel kehrt zurück und nur eine Gruppe ungewöhnlicher "Helden" kann noch helfen.
    • Maxwell schrieb:

      Was mir fehlt, ist ein rechtes Ziel. Eine "wir-müssen-den-Ring-ins-Feuer-werfen" Art von Ziel, wenn du verstehst? Wo will die Geschichte eigentlich hin, so grob?
      Bisher ist es eigentlich das Hauptziel, einfach nur die Berge zu überqueren und das Land der Helvetrin zu erreichen. Sollte ich eventuell öfters erwähnen :hmm:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"