Der Geheimbund II - Die Macht der Götter

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Der Geheimbund II - Die Macht der Götter

      Hallo alle mit einander. Wahrscheinlich haben sich schon einige von euch gewundert, dass ich vor kurzen meinen einen Lexikon Eintrag habe von @Kyelia löschen lassen. Das hängt damit zusammen, dass ich mir mit dem eigentlichen zweiten Teil meiner Geschichte zu viel vorgenommen habe. Irgendwie wollte ich drei Geschichten in eine packen. Naja, ich habe deswegen noch einmal von vorne angefangen. Allerdings warne ich euch gleich vor, einige Szenen können sich sehr ähneln aus der anderen Geschichte, allerdings werden auch viele neue Sequenzen zu sehen bzw. zu lesen sein.
      Zudem werde ich auch in dieser Geschichte in der Ich-Perspektive schreiben, damit dieser Teil auch zum ersten passt :) Naja, lange Rede kurzer Sinn... ich habe neu angefangen und hoffe, dass ich einige neue Leser und natürlich auch die alten Hase bei der Stange halten kann. Ich wünsche euch jetzt noch viel vergnügen beim lesen.

      PS: Ihr wisst ja das Vorwörter nicht meins sind. Deswegen bin ich für jeden Vorschlag offen, aber habt ein bisschen Mitleid mit mir. Ich habe dieses blöde Ding schon drei Mal neu geschrieben, weil es einfach scheiße geklungen hat. Naja, ich bin auf eure Meinungen, Korrekturen etc. gespannt. :)



      Der Geheimbund II – Die Macht der Götter






      Vorwort


      In jedem von uns befindet sich eine innere Kraft von der er nichts weiß und dennoch tritt sie irgendwann hervor. Meistens dann, wenn man sie am dringendsten braucht. Dann nimmt man von irgendeinem Ort in seinem Inneren die Kraft weiter zu machen.
      Ich musste meine innere Stärke auch schon das eine oder andere Mal anwenden. Allerdings niemals um irgendwelche Kleinigkeiten zu bewältigen, sondern immer um großes zu vollbringen vor dem ich mich am liebsten gedrückt hätte. Doch was will man machen, wenn man versucht vor seinem Schicksal zu fliehen und ihm letztendlich doch wieder in die Arme läuft? Da kann man es gleich aufgeben oder sich mit seiner Zukunft abfinden.
      Letzteres habe ich getan und mich dann irgendwann auch dazu entschlossen mein Schicksal in gewisser Art und Weise anzunehmen, was mir dabei geholfen hat, mein Leben und das meiner Freunde und meiner Familie zu retten. Dabei habe ich auch meine innere Stärke gefunden, von der ich niemals gedacht hätte, dass diese in mir steckt. Doch manchmal wird man eines besseren belehrt oder lernt sich und seine eigenen Fähigkeiten neu einzuschätzen, wenn man auf diese angewiesen ist. Man muss nur hoffen und seiner inneren Kraft vertrauen. Dann kann man alles bewältigen. Selbst das, was man für unmöglich halten könnte, kann man überleben, wenn man nur an sich selbst glaubt und auf seine Freunde vertraut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kisa ()

    • Ich bin auch hier wieder dabei, ist ja klar. ^^
      Tja, viel bleibt zu dem Vorwort nicht zu sagen, ist eben ein Vorwort. Nicht mega spektakulär, aber man bemerkt jetzt deinen typischen Hang zur Dramatik - was ich so liebe :rofl:
      Ich bin gespannt, was du in der neuen Fassung geändert hast und vor allem, was du alles gestrichen hast, wenn du davon sprichst, dass du die erste Version drei Geschichten pressen wolltest :D
      Also immer her damit!

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • Kyelia schrieb:

      Ich bin gespannt, was du in der neuen Fassung geändert hast und vor allem, was du alles gestrichen hast, wenn du davon sprichst, dass du die erste Version drei Geschichten pressen wolltest
      Danke. Ja, also gespannt kannst du bleiben. Ich versuche es teilweise genauer zu beschreiben und die DRAMATIK nicht zu vergessen ;) Spaß bei Seite, ich habe so einiges Szenen im Kopf die lustig werden dürften und alleine die ersten beiden Kapitel sind vollkommen neu. Davon mal abgesehen habe ich die Zeitachse auch ein wenig verändert.
      Während in der ersten Version die Handlung zwei Tage nach dem ende des ersten Teils beginnt, ist hier gleich ein Sprung drin, der somit nicht mehr überbrückt werden muss wie in der ursprünglichen Version. Aber keine Sorge, den Sprung versuche ich im nachhinein mit Stoff zu füllen, was Nyra, Stella und co alles gemacht haben :D

      Wie gesagt, wenn Fragen bestehen immer raus damit. Ich geben mir dann mühe alles zu erklären, damit man meine Geschichte auch nachvollziehen kann :)

      Danke fürs Kommi @Kyelia *knutscha*

      xoxo
      Kisa
    • Hallo,
      ich bin auch wieder dabei, da ich deinen Schreibstil gerne mag (abgesehen von manchen Endlossätzen) und deine Geschichte irgendwie faszinierend finde.
      Außerdem ist es spannend zu erleben, wie sich Geschichten verändern, wenn sie erneut begonnen werden.

      Kyelia schrieb:

      Nicht mega spektakulär, aber man bemerkt jetzt deinen typischen Hang zur Dramatik - was ich so liebe
      Genau das dachte ich auch. Das Vorwort kam schon ziemlich dramatisch rüber.
      Mehr kann ich noch nicht dazu sagen.
      Ich bin gespannt, in wie weit du dich verbessert hast.
      Und hoffentlich erfahren wir mehr über den Geheimbund, denn der kam mir beim letzten Mal etwas zu kurz. Viel mehr als eine Trainigsszene und einen Angriff im Restaurant haben wir ja davon nicht erlebt.

      Ich mach dann schon mal das Popcorn warm :popcorn:
      LG Dinteyra
      Blubb, blubb, blubb ... ich bin ein Fisch.
    • Wenn du hier schon mal neu anfängst, steig ich auch gleich mal mit ein :D
      Ich werde versuchen dran zu bleiben und dir alles um die Ohren zu hauen, was ich so finde. Kann nur vielleicht sein, dass ich mal zu ein paar Kapiteln aussetze, wegen Schul etc. Ansonsten ... dein Vorwort kann ich ja jetzt wohl schlecht kritisieren xD, wobei ...

      Kisa schrieb:

      Doch was will man machen, wenn man versucht vor seinem Schicksal zu fliehen und ihm letztendlich doch wieder in die Arme läuft?
      *Räusper* Welch Fehler von gigantischer Tragweite! Statt einem Fragezeichen einen Punkt zu verwenden, um einen solchen Satz enden zu lassen!
      Wobei wenn ich ihn mir jetzt nochmal durchlese, könnte der Punkt eigentlich auch stimmen ...
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Xarrot schrieb:

      *Räusper* Welch Fehler von gigantischer Tragweite! Statt einem Fragezeichen einen Punkt zu verwenden, um einen solchen Satz enden zu lassen!
      Wobei wenn ich ihn mir jetzt nochmal durchlese, könnte der Punkt eigentlich auch stimmen ...
      Hab die Kleinigkeit gleich geändert. Danke das du mich darauf hingewiesen hast. :)
      Im übrigen freue ich mich dich gleich als neuen Leser dabei zu haben. Ich hoffe, du steigst durch die Geschichte durch, wenn nicht frag einfach drauf los oder lies dir den ersten Teil durch, dann müssten sich auch alle aufkommenden Fragen klären, wenn du dazu keine Lust hast, frag mir einfach ein Loch in den Bauch :D

      @Dinteyra
      Schön auch dich wieder begrüßen zu dürfen. Ich freue mich wenn ich dich mit dieser Geschichte und Nyras unkomplizierten Leben (wer´s glaubt) faszinieren kann. :D Ich freue mich auf deine Beiträge und Kommentare. Und nur um es noch einmal zu sagen, die DRAMATIK wird bei mir NIEMALS zu kurz kommen. Nur damit ihr beide bescheid wisst @Kyelia

      xoxo
      Kisa
    • Und weil es so schön war, kommt gleich noch ein Kapitel :D
      @Rael hier hast du eine der Schlussszenen aus dem ersten teil mit drin. Hoffe die gefällt dir :)



      Kapitel 1: Erinnerungen

      Ich starrte auf den bewegungslosen Körper meiner Mutter. Sie war, wie in Zeitlupe, auf den Boden gesackt nachdem das flammende Schwert von Kronos durch ihren Leib gedrungen war.
      „Nein!“ Der schmerzerfüllte Schrei meines Vaters hallte durch die ozeangeschwängerte Luft und ließ meinen Körper vollkommen erstarren.
      Ich konnte nur wie betäubt dastehen und den leblosen Leib meiner Mutter anstarren. Ich hörte das verrückte, zufriedene Lachen des Titanenherrschers in meinem Kopf widerhallen. Es schien gar nicht mehr aufhören zu wollen. Das Echo in meinem Verstand zerriss mich innerlich, was durch den Anblick meiner Mutter nicht besser wurde. Das viele Blut, welches langsam in den feinen, hellen Sand unter ihrem leblosen Körper sickerte, bereitete mir Übelkeit.
      Aus dem Augenwinkel nahm ich nur am Rand wahr, wie Theo zusammensackte und ebenso wie ich, wie erstarrt auf den Leichnam meiner Mutter schaute.
      Die Kampfgeräusche um mich herum, nahm ich kaum noch wahr. Es hörte sich so an, als wenn ich alles durch Watte mitbekommen würde. Die Kämpfe drangen einfach nicht mehr wirklich zu mir durch, während ich meinem Vater dabei zuschaute, wie er mit schmerzerfüllten und bleichem Gesicht neben dem bewegungslosen Körper meiner Mutter auf die Knie, in den feinen Sand, sackte. Man konnte ihm ansehen, dass er sowohl innerlich als auch äußerlich geschlagen war.
      „Nein, nein, nein. Du darfst nicht sterben! Ich brauche dich, mein kleiner Kriegsstern!“ Das Flehen meines Vaters hallte für mich ohrenbetäubend über alles andere hinweg.
      Ich war davon so sehr eingenommen, das ich nicht einmal wirklich mitbekam, wie sich Kronos von meinen Eltern abwandte und auf mich zu marschierte, während er sein flammendes Schwert herumwirbelte. Er kam mir so nahe, dass ich mich unmittelbar in seiner Reichweite befand und es für Kronos ein Leichtes war, mich unschädlich zu machen.
      „Nyra!“
      Ich hörte Aidens Schrei, konnte aber nicht schnell genug darauf reagieren, vor allem nicht, da ich noch nicht einmal wirklich realisiert hatte, dass ich mich dem Mörder meiner Mutter gegenüber sah.
      Das Schwert von Kronos sauste auf mich nieder…


      „Nein!“, schrie ich auf und schreckte aus dem Schlaf hoch. Ich saß kerzengerade im meinem Bett. Mein Zimmer war stockdunkel und auch zwischen den Schlitzen der Jalousie drang noch kein Licht hervor. Mein Herz raste und mein Atem kam stockend aus meinen Lungen. „Scheiße“, fluchte ich vor mich hin und versuchte mich wieder zu beruhigen.
      Während ich noch fluchte, wurde meine Zimmertür aufgerissen. „Alles okay?“, fragte Alex, der im Türrahmen stand und mich mit zusammengekniffenen Augen betrachtete, wie ich in meinem Bett saß und finster vor mich hinstarrte.
      „Ja, ich hatte nur einen Albtraum“, räumte ich unglücklich ein und wich dabei seinem durchdringenden Blick aus.
      Alex drehte sich um und redete mit eindringlichen flüsternden Worten auf jemanden ein, der wahrscheinlich meine Mutter war. „Ich mach das schon.“ Dann wandte er sich wieder mir zu und kam ins Zimmer. Er setzte sich neben mich aufs Bett und betrachtete mich einen Moment schweigend. Als er durch den Lichtschimmer der durch die noch offenstehende Tür in mein Zimmer fiel die Tränen sah, die sich aus meinen Augenwinkeln geschlichen hatten, nahm er mich in den Arm und bettete sein Kinn auf meinem Scheitel und rieb mir beruhigend über den Rücken. „Ist es immer noch derselbe Traum, wie vor dem Sommer?“, flüsterte Alex mir fragend zu und drückte seine Lippen sanft auf meinen Kopf.
      „Ja“, nuschelte ich an seiner Brust und verstärkte meinen Griff, der sich bei der Umarmung um seine Taille geschlungen hatte. „Ich kann das Bild einfach nicht vergessen wie wir alle besiegt dalagen und Mama…“, versuchte ich mich zu erklären, doch die Bilder die dabei wieder in meinem Kopf entstanden wollte ich einfach nicht sehen und brach deswegen meine Erklärung ab.
      „Schon gut“, murmelte Alex. „Du brauchst keine Angst mehr zu haben. Du hast uns alle gerettet und wir haben es alle lebend überstanden. Die paar Kratzer zählen nicht“, bemerkte Alex und versuchte dabei mir ein kleines Lächeln abzuringen, doch dies wollte sich einfach nicht auf meine Lippen schleichen. Dafür waren die Erinnerungen, die mich im Traum heimgesucht hatten noch viel zu frisch.
      „Kratzer nennst du das? Mama hat eine Narbe, die sich über ihren halben Brustkorb zieht. Meine Narbe im Nacken sieht auch alles andere als gut aus und davon mal ganz abgesehen war ich zwei geschlagene Tage vollkommen bewusstlos. Das kannst du doch nicht ein paar Kratzer nennen, Alex.“
      „Doch kann ich. Denn wenn du dir überlegst, was diese Narben hätten sein können, sind es wirklich nur Kratzer, die davon zeugen das du überlebt hast. Das du das schlimmste in deinem Leben überstanden hast und daran gewachsen bist“, erwiderte er auf meine empörte Zurechtweisung. „Außerdem ist es ein Zeugnis deiner Stärke.“
      „Stärke? Was für eine Stärke? Die das ich ängstlich zusammengekauert in meinem Bett sitze und nachts nicht mehr schlafen kann, weil mich die Erinnerungen heimsuchen? Eine klasse Stärke, die ich da an den Tag lege“, erwiderte ich sarkastisch.
      Alex blickte auf mich hinunter. Ich konnte ihm ansehen, dass er mit meinen Worten und meiner Einstellung meinen Erlebnissen und Erinnerungen gegenüber nicht übereinstimmte.
      „Du solltest das nicht immer so negativ sehen…“
      „Negativ? Was soll ich an dem Ganzen denn bitte schön positiv sehen?“, redete ich ihm dazwischen, bevor er überhaupt ausgesprochen hatte und wusste selbst, dass meine Worte alles andere als sanft waren.
      „Was positiv an dem Ganzen ist? Du hast uns alle gerettet. Du hast Stella und Ares das Leben gerettet. Du hast Persephone davor bewahrt von einem irren Titanenherrscher umgebracht zu werden. Hast nebenbei herausgefunden, dass es da jemanden gibt, dem du so wichtig bist, dass er für dich sterben würde und ganz nebenbei hast du auch noch die Welt davor bewahrt von Titanen beherrscht zu werden. Wenn das alles nicht positiv ist, dann weiß ich auch nicht“, erwiderte Alex mit fester Stimme, die mich nicht daran zweifeln ließ, dass für ihn diese Diskussion beendet war.
      Lass Aiden aus der Sache raus! Das war doch nur eine Kurzschlussreaktion von ihm. Da war absolut nichts dabei was darauf hindeuten könnte, dass er mehr für mich empfindet.
      „Ich kann verstehen, dass du die Bilder nicht so einfach aus deinem Kopf bekommen kannst. Dennoch solltest du versuchen damit abzuschließen. Das Leben geht weiter. Es ist niemand von uns gestorben und so wie ich die Götter kenne, wartet hinter der nächsten Ecke schon die nächste Katastrophe aus der du sie herausholen musst, weil das wieder einmal nur ein Halbgott bewältigen kann. Und zu deinem großen Pech bist du die einzige noch lebende Halbgöttin, die das bewerkstelligen kann.“
      Na super! Und das soll mich jetzt aufbauen oder was? Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass Alex das Taktgefühl eines fliegenden Backsteins hat.
      „Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben“, murmelte ich vor mich hin, war dabei allerdings nicht so leise wie ich gedacht hatte, denn Alex hatte jedes Wort von mir verstanden.
      „Du kannst es dir nicht aussuchen, ob du etwas mit ihnen zu tun hast oder nicht. Du hast ja gesehen dass es dich nicht einmal davor bewahrt hat, dass du in Deutschland aufgewachsen bist. Dein Schicksal war von den Moiren vorherbestimmt und hat sich so erfüllt, wie sie es prophezeit haben und das wird sich in deinem weiteren Leben auch nicht ändern“, bemerkte Alex und schien dabei selber nicht sonderlich Glücklich über die Gegebenheiten zu sein, die mein Leben als Halbgöttin mit sich bringen. „Da Ares den Pakt gebrochen hat, den die Götter geschlossen haben, bist du nun auch diejenige die den ganzen Mist ausbaden darf, den sie verzapfen. Also gewöhn dich schnell daran, dass du dir deine Familie und deren Probleme nicht aussuchen kannst und schon gar nicht vor ihnen davonlaufen kannst. Sie holen dich früher oder später ein. Nehm sie an, was anderes bleibt dir letztendlich sowieso nicht übrig.“
      Ich blickte mit finster zusammengekniffenen Augen zu Alex hinauf, der während seiner kleinen Rede vom Bett aufgestanden war und nun wieder im Lichtschein der Tür stand. „Weißt du was? Du solltest Motivationstrainer werden.“
      Mit gerunzelter Stirn schaute er mich irritiert an. „Warum das denn?“
      „Weil du alles andere als motivierend bist.“
      „Aha. Das ergibt total Sinn“, erwiderte er und verdrehte die Augen, als ich ihm die Zunge rausstreckte. „Hör lieber auf so viel Mist zu erzählen und versuch noch ein bisschen zu schlafen. Morgen geht die Schule wieder los und die solltest ausgeruht sein und nicht schon in der ersten Stunde einschlafen und dafür Nachsitzen müssen.“
      Ich verdrehte die Augen bei seinen Worten. „Ja, ja, mach ich“, entgegnete ich und ließ mich auf meine Matratze zurückfallen und zog mir die dünne weiße Bettdecke über die Schultern, sodass nur noch mein Kopf hervorlugte.
      Alex verließ unterdessen mein Zimmer und schloss mit einem leisen Klicken meine Zimmertür hinter sich, als er in sein eigenes Zimmer zurückkehrte.
      Ich versuchte meinen Kopf auszuschalten und nicht weiter über die Vergangenheit nachzudenken, was nicht allzu leicht war, weil die Bilder in meinem Kopf noch sehr präsent waren. Doch irgendwann gelang es mir nach vielen an die Decke starren, mein Gehirn auszuschalten, sodass ich darauf hoffen konnte ein wenig Schlaf zu finden, ohne wieder in einen Albtraum abzugleiten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kisa ()

    • Ein guter Start in die Geschichte. Besonders das kursiv gedruckte hatte einen sehr bedeutungsvollen Beigeschmack.
      Nyras Albträume, die sie scheinbar öfter hat, zeigen, dass die Ereignisse aus der ersten Geschichte ihre Spuren hinterlassen haben. Sie ist daran gewachsen, aber sie ist auch traumatisiert. Das hast du sehr gut hinbekommen. Allgemein schaffst du es in diesem Teil, gut an die letzte Geschichte anzuknüpfen und die wichtigsten Punkte noch einmal in Erinnerung zu rufen. Dass Alex dann allerdings gefühlt Nyras Lebensgeschichte herunterrattert, z.B. dass sie in Deutschland geboren ist, fand ich jedoch einen Hauch zu viel. Vielleicht wäre es besser, hier ein paar Informationen herauszunehmen und sie später erst einzubauen.
      Alles in allem aber ein sehr gelungener Teil. Man merkt, dass du dir viel Mühe gegeben hast. Deinen Schreibstil fand ich ebenfalls gut. Ich denke, da hast du dich verbessert. :thumbsup:
      Ich nehme an, als nächstes wird etwas Interessantes oder Spannendes geschehen. Bin gespannt, was du dir einfallen lässt.
      :popcorn:

      Spoiler anzeigen

      Kisa schrieb:

      „Scheiße“, fluchte ich vor mich hin und versuchte mich wieder zu beruhigen.
      Während ich noch vor mich hin fluchte, wurde meine Zimmertür aufgerissen. „Alles okay?“, fragte Alex, der im Türrahmen stand und mich mit zusammengekniffenen Augen betrachtete, wie ich in meinem Bett saß und finster vor mich hinstarrte.

      Kisa schrieb:

      Hast nebenbei herausgefunden, dass es da jemanden gibt, dem du so wichtig bist, dass er für dich sterben würde und ganz nebenbei hast du auch noch die Welt davor bewahrt von Titanen beherrscht zu werden.
      Beide Male etwas irritierende Wiederholungen, wobei die zweite nicht ganz so tragisch ist. :)
      Blubb, blubb, blubb ... ich bin ein Fisch.
    • @Kisa ich hab dich ja vorgewarnt, jetzt bin ich hier und schmeiß mit Verbesserungsvorschlägen um mich ^^
      Spoiler anzeigen

      Kisa schrieb:

      Dann wandte er sich wieder mir zu und kam zu mir ins Zimmer. Er setzte sich neben mich aufs Bett und betrachtete mich einen Moment schweigend.
      Mein Vorschlag um die Wiederholungen wäre zum einen, das zweite "mir" einfach komplett wegzulassen, sowie das erste "mich".

      Kisa schrieb:

      Lass Aiden aus der Sache raus! Das war doch nur eine Kurzschlussreaktion von ihm. Da war absolut nichts dabei was darauf hindeuten könnte, dass er mehr für mich empfindet.
      Oha ... ich kenne zwar deinen ersten Teil nicht, aber mir schwant die legendäre Sandwich-Dreier-Formation vor :grinstare: Hat nicht vorhin schon jemand etwas von Dramatik erzählt?

      Kisa schrieb:

      Ich versuchte meinen Kopf auszuschalten und nicht weiter über die Vergangenheit nachzudenken, was nicht allzu leicht war, weil die Bilder in meinem Kopf noch sehr präsent waren, doch irgendwann gelang es mir nach vielen an die Decke starren, mein Gehirn auszuschalten, sodass ich darauf hoffen konnte ein wenig Schlaf zu finden, ohne wieder in einen Albtraum abzugleiten.
      Wow. Auf diesen Satz wäre sogar Kafka stolz xD eventuell wäre es ratsam, mit dem "doch" einen neuen Satz zu beginnen.

      Insgesamt lässt sich dein Schreibstil sehr schön lesen und auch die vielen Informationen fand ich jetzt, besonders als Neueinsteiger, gar nicht mal schlimm.
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Spoiler anzeigen


      Kisa schrieb:

      Ich war davon so sehr eingenommen, das(s) ich nicht einmal wirklich mitbekam, wie sich Kronos von meinen Eltern abwandte und auf mich zu marschierte, während er sein flammendes Schwert herumwirbelte.

      Kisa schrieb:

      Ich hörte Aidens Schrei, konnte aber nicht schnell genug darauf reagieren, vor allem nicht, da ich noch nicht einmal wirklich realisiert hatte, dass ich mich dem Mörder meiner Mutter gegenüber sah.
      unnötige Füllworte

      Kisa schrieb:

      versuchte ich mich zu erklären, doch die Bilder (Komma) die dabei wieder in meinem Kopf entstanden (Komma) wollte ich einfach nicht sehen und brach deswegen meine Erklärung ab.

      Kisa schrieb:

      Denn wenn du dir überlegst, was diese Narben hätten sein können, sind es wirklich nur Kratzer, die davon zeugen (Komma) das(s) du überlebt hast.

      Kisa schrieb:

      Das(s) du das Schlimmste in deinem Leben überstanden hast und daran gewachsen bist“

      Kisa schrieb:

      Die (Komma) das(s) ich ängstlich zusammengekauert in meinem Bett sitze und nachts nicht mehr schlafen kann, weil mich die Erinnerungen heimsuchen?

      Kisa schrieb:

      Da war absolut nichts dabei (Komma) was darauf hindeuten könnte, dass er mehr für mich empfindet.

      Kisa schrieb:

      Alex verließ unterdessen mein Zimmer und schloss mit einem leisen Klicken meine Zimmertür hinter sich, als er in sein eigenes Zimmer zurückkehrte.
      Vllt einmal Zimmer weglassen? Zum Beispiel nur Tür schreiben? Oder durch Raum ersetzen? :hmm:


      Diese Art es zusammen zu fassen, finde ich eine gute Lösung. Auch, dass du direkt zu einem späteren Zeitpunkt einsetzt. Damit haben wir nicht wieder so viele Teile, die hauptsächlich zum Lückenfüllen vor dem eigentlichen Geschehen dienen. So hast du das weitaus eleganter zusammengefasst und man ist als Leser der ersten Geschichte wieder auf dem Laufenden, und kann auch als Neueinsteiger folgen, da man das Wichtigste gesagt bekommt. :thumbsup:
      Was die etwas zu vielen Informationen angeht, stimme ich Dinteyra zu. Gerade ihre Herkunft, und wo sie aufgewachsen ist, muss da nicht unbedingt rein. Das lässt sich an einer anderen Stelle sicher günstiger einflechten. ^^
      Ansonsten ist der Teil wirklich gut. Schreibtechnisch gut durchdacht und ich möchte meinen um Längen besser, als die ältere Version.Es macht auf jeden Fall Spaß auf mehr!

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • Kisa schrieb:

      In jedem von uns befindet sich eine innere Kraft von der er nichts weiß und dennoch tritt sie irgendwann hervor.
      Wer ist ER? Mein erste Gedanke war Ares^^ Klingt so, als wenn jemand etwas wüsste, von dem man selbst nichts weiß. Ist das so? Oder meinst du die Person selbst. Dann würde ich es so schreiben..

      Vorschläge:
      In jedem von uns befindet sich eine innere Kraft, von der man selbst nichts ahnt, und dennoch tritt sie irgendwann hervor.

      Kisa schrieb:

      Dann nimmt man von irgendeinem Ort in seinem Inneren die Kraft weiter zu machen.
      Du benutzt "innere Kraft" so häufig, dass es in dem kurzen Text etwas viel wird.

      Vorschläge:
      Dann stellt man fest, dass man die Kraft, weiter zu machen, selbst in sich trägt.
      Dann stellt man fest, dass man die Stärke, weiter zu machen, schon immer hatte ...
      ... die Kraft xx zu bewältigen xxx selbst in sich trägt...

      irgendwie so...

      Kisa schrieb:

      Ich musste meine innere Stärke auch schon das eine oder andere Mal anwenden.
      Vorschläge:
      Ich musste mir das selbst auch schon das ein oder andere Mal beweisen.
      Ich musste auch bereits beweisen, dass ich fähig bin ...

      Oder meinst du damit irgendeine Art der Magie? Dann würde ich das hier vermutlich ganz anders schreiben. Eher mir Kraft, glaube ich.
      ..Die Kraft, die ich in mir trug...

      Kisa schrieb:

      Allerdings niemals um irgendwelche Kleinigkeiten zu bewältigen, sondern immer um großes zu vollbringen vor dem ich mich am liebsten gedrückt hätte.
      Schreibt man groß oder? Bin mir nicht sicher.

      Kisa schrieb:

      Man muss nur hoffen und seiner inneren Kraft vertrauen.
      Vorschlag:
      Man muss nur hoffen, und auf sich selbst vertrauen


      Ich weiß, dass Vorwörter nicht deine Stärke sind. Ich fands gar nicht schlecht, nur ziemlich oft die innere stärke halt. Denke das lässt sich leicht ausmerzen.
      Und ja, ich bin natürlich auch wieder mit dabei. Das erste Kapitel habe ich noch nicht gelesen, aber das hole ich nach :)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Kisa schrieb:

      „Nein!“ Der schmerzerfüllte Schrei meines Vaters hallte durch die ozeangeschwängerte Luft und ließ meinen Körper vollkommen erstarren.
      Wie muss ich mir das vorstellen? ?(

      Guter Einstieg! Besonders den Traum fand ich klasse geschrieben, aber auch das was danach kam war überzeugend. Finde besonders gut, dass sie jetzt nicht erst noch in den Urlaub fahren XD Sondern gleich morgen die Schule losgeht :thumbsup:
      Alex kommt hier für mich irgendwie erwachsener rüber, was ich gut finde. Allerdings sehe ich es auch so, dass er etwas zum Erklärbären degradiert wird. Einige Infos würde ich da auch wieder rausnehmen, und später bringen.
      Ansonsten supi! :D

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Rael schrieb:

      Wer ist ER? Mein erste Gedanke war Ares^^ Klingt so, als wenn jemand etwas wüsste, von dem man selbst nichts weiß. Ist das so? Oder meinst du die Person selbst. Dann würde ich es so schreiben..

      Vorschläge:
      In jedem von uns befindet sich eine innere Kraft, von der man selbst nichts ahnt, und dennoch tritt sie irgendwann hervor.
      Das "er" hat sich in dem Satz auf das "jedem" bezogen. Aber ich bin ehrlich dein Vorschlag gefällt mich persönlich auch viel besser. Das mit der inneren Stärke/Kraft hast du recht, kommt ziemlich oft vor, aber ich wusste nicht recht wie ich es anders umschreiben sollte.

      Rael schrieb:

      Wie muss ich mir das vorstellen?
      Kennst du das wenn du am Strand stehst und einmal tief Luft holst und die salzige Lust des Meeres riechst? Dieses Luft bzw dieser Geruch war mit "ozeangeschwängerte Lust" gemeint.
      PS: Den Traum habe ich genau so aus dem ersten teil übernommen, wie er da steht :) Also wenn dich das neugierig auf das Ende des ersten Teils gemacht hat, dann kannst du ja mal reinlesen wenn du zeit hast :D

      Außerdem freue ich mich natürlich auch dich hier in dieser kleinen süßen gemütlichen Runde von Verrückten begrüßen zu dürfen. ich hoffe ich stecke dich genauso wie Din und Kyel mit meiner faszinierenden und teilweise total bekloppten Geschichte auch an :) Ich freue mich auf deine Kommentare und Kritiken. Die Vorschläge für das Vorwort werde ich mir am Wochenende genauer ansehen, wenn ich die Zeit finde, das entsprechend mit aller Ruhe durchzuarbeiten und umzuändern. Natürlich kommt dann auch die überarbeitete Version online. Aber danke schon einmal für die Ratschläge und Vorschläge :D <3

      xoxo
      Kisa
    • Kisa schrieb:

      Kennst du das wenn du am Strand stehst und einmal tief Luft holst und die salzige Lust des Meeres riechst? Dieses Luft bzw dieser Geruch war mit "ozeangeschwängerte Lust" gemeint.
      Ja das kenne ich, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, die Luft mit dem Ozean zu schwängern :D :D .. Ist denke ich total geschmackssache. Finde den Begriff eigentlich, jetzt so mit Erklärung, gar nicht so schlecht. aber ich stolper über dieses "schwängern" und bin deswegen am Grinsen. Hihi^^ (Ja ich bin eigentlich eine 14jährige, gefangen im Körper einer 34jährigen^^ :D )
      Ich würds vl. tatsächlich mit dem Salz in der Luft beschreiben, aber das ist absolut deine Sache.

      Lg
      Rael ;)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Rael schrieb:

      Ja das kenne ich, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, die Luft mit dem Ozean zu schwängern .. Ist denke ich total geschmackssache. Finde den Begriff eigentlich, jetzt so mit Erklärung, gar nicht so schlecht. aber ich stolper über dieses "schwängern" und bin deswegen am Grinsen. Hihi^^ (Ja ich bin eigentlich eine 14jährige, gefangen im Körper einer 34jährigen^^ )
      Ich würds vl. tatsächlich mit dem Salz in der Luft beschreiben, aber das ist absolut deine Sache.
      Dat bleibt so drin, weil ich stolz darauf bin so ein Wort verwendet zu haben. Versuch das mal irgendwo anders in einem Satz unterzubringen... das ist gar nicht so einfach!
      Ist doch schön wenn du das Leben mit so viel Spaß entgegen siehst. Besser als alles immer nur Tod ernst zu nehmen ;)

      xoxo
      Kisa
    • Hey zusammen, :)
      da ich euch alle ja irgendwie mit meinen ersten beiden Postes begeistern konnte, schauen wir mal wie es mit diesem neuen Kapitel aussieht. Ich gebe gleich zu, dass es nicht ganz das ist, was sich der eine oder andere erhofft, aber freut euch auf das nächste Kapitel da kommt Persephone auch schon ins Spiel :)
      Ich wünsche nun viel Spaß beim lesen :)



      Kapitel 2: Seit wann kochst du?


      Als die Sonnenstrahlen des neuen Tages mich noch vor dem Wecker aus dem Schlaf riss, gähnte ich und unterdrückte ein unwilliges stöhnen. Die Sommerferien waren rum. Was bedeutete, dass sich der Alltag wieder breit machen würde. Sprich Schule und Arbeiten.
      Ich hatte insofern Glück gehabt, als das mein Boss Dio, oder auch bekannt unter dem Namen Dionysos – ja der griechische Gott – mir nach dem Kampf am Strand vor den Sommerferien die Ferien über freigegeben hatte. Schließlich hatte ich ihm irgendwie das Leben gerettet, wodurch er wohl der Meinung gewesen war, dass ich ein bisschen Freizeit und Ruhe für mich gebrauchen konnte.
      Auch wenn ich es niemals laut aussprechen würde; er hatte Recht. Ich hatte die freie Zeit für mich wirklich dringend gebracht und hatte demnach auch mit niemanden telefoniert, geschrieben, gechattet oder sonst etwas getan. Ich hatte mich auch von Persephone nach diesem einem Mädelsabend fern gehalten. Ich hatte für mich erst einmal mit der Situation und vor allem mit den Erinnerungen klar kommen müssen, wo ich ja irgendwie immer noch mit zu tun habe, aber mittlerweile beschränken sich die Flashbacks auf die Nacht und meine Träume, womit ich irgendwie leben konnte.
      Ich starrte noch einen Moment an die Zimmerdecke und hievte mich dann aus meinem warmen gemütlichen Bett um mich dem Tag zu stellen und meinen Freunden. Mit tapsenden Schritten machte ich mich auf den Weg ins Badezimmer wo ich einmal mehr in den Genuss von Alex´ halbnackten Körper kam. Es gab so Dinge, die man über seinen Bruder nicht wissen wollte und dazu zählten auch so Einzelheiten wie Tätowierungen, die sich unter halb der Gürtellinie verbargen. Das musste und wollte ich nun wirklich nicht wissen. Allerdings musste das neu sein, denn vor den Sommerferien war seine Haut noch vollkommen frei von irgendwelchen Kunstwerken, wenn ich mich recht entsinnen konnte.
      „Seit wann hast du denn ein Tatoo?“, fragte ich ihn deswegen neugierig und blickte ihn mit fragenderhobener Augenbraue an.
      „Ach das, seit Anfang des Sommers“, wiegelte er mit wenigen Worten ab, während er sich schnell die Haare bürstete und dann das Badezimmer räumte, damit ich mich in Ruhe fertig machen konnte. „Soll ich dich zur Schule mitnehmen?“, wandte er sich noch fragend an mich, bevor er die Badezimmertür hinter sich schloss.
      „Klar“, erwiderte ich etwas überrascht, weil ich ihn sonst eigentlich immer dazu überreden musste, dass er mich bei der Schule absetzte. Aber manchmal überraschen einen die Menschen eben doch mal, auch Brüder.
      Ich lächelte vor mich hin, während ich mir die Haare bürstete und die Zähne putzte. Mein Gesicht kremte ich noch schnell ein und legte ein wenig schminke auf. So dezent, dass es kaum auffiel, aber ich immer noch mit dem Gedanken durch die Stadt laufen konnte, dass ich geschminkt war.
      Nachdem ich mich im Badezimmer fertig gemacht hatte, machte ich mich auf den Weg nach unten in die Küche, wo ich hoffentlich eins von Theos super leckeren Frühstücks bekommen würde.
      Als ich die Küche betrat, die von den morgendlichen Sonnenstrahlend in gleißend helles Licht getaucht wurde, stutzte ich, als ich meine Mutter hinter dem Herd stehen sah und Theo an der Küchentheke sitzen sah, wie er verschlafen gähnte und an einer heißen Tasse Kaffee nippte.
      Ich warf Alex einen schnellen und zugleich verwirrten Blick zu, der seinen Vater und meine Mutter ebenso skeptisch anschaute, wie ich, sich aber nicht weiter daran störte und zu einer leeren Tasse griff und diese mit Kaffee füllte.
      Was ist denn jetzt los? Seit wann kocht Stella? Und wann hat Theo angefangen ihr die Küche zu überlassen und in aller Ruhe kaffeetrinkend daneben zu sitzen, wenn sie ihm die Kochtöpfe ruiniert? Wobei… so schlecht riecht es auch wieder nicht!
      Ich schüttelte meinen Kopf über meine eigenen Gedanken und setzte mich stillschweigend zwischen die beiden Männer an den Küchentresen und schenkte mir ebenfalls eine Tasse des flüssigen Goldes ein, ohne die keiner von uns vieren überleben würde.
      Während ich die heiße Flüssigkeit schlürfte, genoss ich die Sonnenstrahlen, die meine Nasenspitze kitzelten und beobachtete aus dem Augenwinkel meine Mutter, wie sie vor dem Herd stand und mit Tellern und Töpfen hantierte. Augenscheinlich hatte sie versucht Rührei und Speck zu machen und war nun im Begriff diese auf die Teller zufüllen und uns diesen wahrscheinlich fürchterlichen Fraß vorzusetzen. Allerdings musste ich vor mir selber zugeben, dass es so schlecht nun auch wieder nicht roch. Jedenfalls schon nicht an gekokelt, denn dann würde ich definitiv auf das Frühstück verzichten, sollte ich Holzkohle vorgesetzt bekommen.
      Stella wirbelte herum, mit den befüllten Tellern in der Hand, und setzte uns das vor, was sie fabriziert hatte und hatte dabei ein breites Lächeln auf den Lippen, dass davon zeugte, dass sie mit ihrer Arbeit voll auf zufrieden war.
      Bitte, ihr Götter, lasst es nicht eklig sein!, betete ich im stillen und machte große Augen als ich das zu Gesicht bekam, was sich auf den Tellern befand. Man konnte es erkennen, was bedeutete, dass es sich definitiv nicht um Holzkohle handelte.
      „Lasst es euch schmecken!“
      Alex und ich lächelten meine Mutter gezwungen an. Wir waren schon zu oft die Versuchskaninchen für ihre Kochexperimente gewesen, als das wir an dieses Essen mit so viel Begeisterung herangehen konnten wie sie es tat. Wir beäugten unser Frühstück skeptisch, während Theo neben uns richtig reinhaute und das Essen auch wirklich herunterschluckte und es nicht wieder auf den Teller spukte, wie wir es schon das eine oder andere Mal getan hatten, weil es einfach ungenießbar gewesen war. Es war einfach schlicht und ergreifend so, dass meine Mutter nicht kochen konnte. Dabei hatte Theo schon so oft versucht es ihr beizubringen, doch gefruchtete hatte es nie. Deswegen waren wir immer froh, wenn Theo, als Chefkoch, in der Küche stand und uns Essen zauberte.
      Alex und ich wechselten einen schnellen Blick und begannen dann beide zaghaft unser Essen zu probieren.
      Ich kaute langsam und war selbst überrascht, dass ich den kleinen Happen, den ich nur genommen hatte, nicht sofort wieder ausspukte, sondern wirklich runterschluckte. Denn entgegen meiner Annahme schmeckte es wirklich gut. Fast schon so gut, als wenn Theo selbst hinter dem Herd gestanden und für uns gezaubert hätte.
      Ich räusperte mich und bekam somit die Aufmerksamkeit meiner Mutter, die selbst dabei war ihren Teller herunter zu schlingen. „Hast du das alleine gekocht, oder hat dir Theo geholfen?“, fragte ich vorsichtig und blickte dabei zwischen den beiden Erwachsenen hin und her.
      „Ich hab das alleine gekocht“, erwiderte sie und lächelte mich an. „Schmeckt es dir denn?“, wollte sie von mir wissen.
      Ich hatte mir unterdessen eine weitere Gabel voll in den Mund geschoben und konnte gar nicht so schnell schlucken, wie ich sprechen wollte. Deswegen antwortete Alex an meiner statt. „Erstaunlicherweise schmeckt es sehr gut“, bemerkte er und schaute meine Mutter mit einem durchdringenden Blick an. „Du willst mir doch jetzt nicht wirklich sagen, dass du das alleine gekocht hast, wenn du es sonst so gar fertig bringst, Wasser anbrennen zu lassen.“
      „Doch“, erwiderte meine Mutter pikiert.
      „Ich will nicht gemein, aber irgendwie kann ich es mir auch nicht so ganz vorstellen, dass du das alles alleine hinbekommen hast“, bemerkte ich vorsichtig und blickte Stella, die mir gegenüber am Küchentresen saß, entschuldigend an.
      Mit zusammengekniffenen Lippen und verengten Augen betrachtete meine Mutter uns beide finster. „Wisst ihr was, wenn es euch nicht gefällt dass ich koche, dann kocht doch alleine. Mal sehen, ob das besser schmeckt“, erwiderte sie aufgebracht und stand einfach so vom Tisch auf und verschwand in den Flur, wo sie die Treppen nach oben lief und sich wahrscheinlich in der Bibliothek verkroch und vor sich hin schmollte, wie sie es immer tat, wenn sie sich mit Theo in den Haaren hatte.
      „Na, das habt ihr beiden wirklich super hinbekommen“, bemerkte Theo sarkastisch.
      „Es waren doch nur fragen“, erwidere ich.
      „Mag sein, aber sie hat sich viel Mühe gemacht und ihr beide habt das gerade mit Füßen getreten. Da kann man nachvollziehen, dass sie wütend ist. Ich im Übrigen auch und morgen früh könnt ihr euch selber was zu essen machen“, entgegnete Theo gereizt und räumte seinen Teller und den meiner Mutter in die Spüle. Anschließend verließ auch er die Küche und folgte Stella nach oben, um sie zu beruhigen, wie ich vermutete.
      Mit verwirrten Blick wandte ich mich dem davoneilenden Theo ab und Alex zu. „Was war das denn gerade?“, wollte ich von ihm wissen, doch dieser schüttelte auch nur überfragt den Kopf und stand auf um seinen Teller in die Spülmaschine zu räumen, ebenso wie die von unseren Eltern.
      „Mach dir darum keinen Kopf, sondern sieh zu, dass du fertig wirst, wir müssen los, wenn ich dich vor der Schule absetzen soll. Ich habe keine Lust in den Berufsverkehr zu kommen. Also beweg deinen Arsch.“
      Bitte? Seit wann drehen die denn alle am Rad und benehmen sich so komisch?, fragte ich mich innerlich und warf Alex einen irritierten Blick zu, bevor ich die Letzen Bissen hinunterschlang und meinen Teller anschließend ebenfalls in die Spülmaschine räumte und diese anschaltete, damit sie heute Mittag fertig war.
      „Ich wart am Auto“, rief Alex mir zu, als er aus der Küche verschwand und seine Autoschüssel, sowie seine Tasche mitnahm und das Haus verlief.
      Ich streckte ihm hinter dem Rücken die Zunge raus und verdrehte die Augen weil er es auf einmal so eilig hatte und sonst selber nicht der schnellste war, wenn es darum ging endlich los zu kommen.
      Mit flinken Schritten eilte ich die Treppe hoch, um mir meine Umhängetasche aus meinem Zimmer mit den ganzen Schulsachen zu holen und mich anschließend auf den Weg in die Garage zu machen, wobei ich feststellen durfte, dass Alex mit dem Wagen schon draußen vor eben jener wartete. Er lehnte mit verschränkten Armen und überkreuzten Beinen an der Motorhaube seines silbernen alten BMW, der in der Morgensonne funkelte als wenn er gerade frisch aus der Waschstraße gekommen wäre, wobei ich mir ziemlich sicher war, dass dieser Schrotthaufen schon lange keinen Putzlappen mehr zu Gesicht bekommen hatte. Was so ein paar Sonnenstrahlen doch für einen Unterschied machen, dass man alles in schönen bunten Farben und heller sieht, als es in Wirklichkeit zu sein scheint.
      „Ein bisschen schneller wenn ich bitten darf, junge Dame!“
      „Nenn mich nicht so!“, stieß ich aus und warf meine Umhängetasche auf den Rücksitz und ließ mich anschließend auf den Beifahrersitz fallen, während Alex längst eingestiegen war und den Motor gestartet hatte.
      „Ich nenn dich wie ich will“, gab Alex trocken zurück und ließ den Motor des BMWs aufheulen.
      „Gut dann mach ich das auch, Arschloch“, erwiderte ich mit einem breiten Lächeln auf den Lippen und schloss meinen Sicherheitsgurt, der mit einem leisen Klicken einrastete. Währenddessen verdrehte Alex die Augen und setzte den Wagen ruckartig zurück um anschließend aus unserer Einfahrt heraus zu schießen, als wenn er auf der Flucht wäre. Er jagte den Motor hoch und rauschte mit qualmenden Reifen davon.
    • Hi, ich kommentiere parallel zum Lesen, das nur vorne weg. Evtl. werden manche Kommentare dadurch bedeutungslos.

      Zum Vorwort:

      Spoiler anzeigen


      Kisa schrieb:

      In jedem von uns befindet sich eine innere Kraft, von der er nichts weiß und dennoch tritt sie irgendwann hervor.

      Kisa schrieb:

      Meistens dann, wenn man sie am dringendsten braucht. Dann nimmt man von irgendeinem Ort in seinem Inneren die Kraft, weiter zu machen.
      Evtl. könntest du ein "dann" vermeiden. Der zweite Satz vermittelt mir für die weitere Geschichte folgendes: Der / die Erzähler/in "Ich" kommt in eine schwierige Situation, in der ihm/ihr die Kraft fehlt, weiter zu machen. Und da passiert das nicht mehr so ganz Unerwartete: er/sie nimmt sich die Kraft aus seiner/ihrer eigenen inneren Quelle, um die Situation zu überstehen.
      Für mich ist da jetzt erstmal die Spannung weg, auch wenn ich natürlich nicht weiß, was genau in der Geschichte passieren wird. Außerdem klingt der Satz irgendwie ein bisschen zu sehr nach "Rettung in letzter Minute". Vielleicht wäre es eine Idee, das etwas zu verschleiern und so etwas zu sagen wie: "Die meisten Menschen berühren diese Quelle nie. Sie sind die Glücklichen. Denn meistens greift man nur dann nach dieser inneren Kraft, wenn man sie am dringensten braucht, wenn man ganz unten ist und die Welt über einem zusammenstürzt." Zugegeben, das klingt jetzt irgendwie auch etws schmalzig oder überdramatisch, aber ich denke, was ich meine wird etwas klarer.


      Kisa schrieb:

      Ich musste meine innere Stärke auch schon das eine oder andere Mal anwenden. Allerdings niemals um irgendwelche Kleinigkeiten zu bewältigen, sondern immer um großes zu vollbringen, vor dem ich mich am liebsten gedrückt hätte.
      "das ein oder andere Mal": das klingt ein bisschen nach Understatement, so als ob "ich" ständig die innere Stärke verwenden könnte.
      Falls du so ähnlich wie ich oben die Sätze vorher etwas dramatischer schreibst, dann wäre der zweite Satz hier überflüssig. "sondern immer, um Großes zu vollbringen" klingt ein wenig pathetisch, oder?

      Kisa schrieb:

      Doch was will man machen, wenn man versucht vor seinem Schicksal zu fliehen und ihm letztendlich doch wieder in die Arme läuft? Da kann man es gleich aufgeben oder sich mit seiner Zukunft abfinden.
      Kann man sein Schicksal aufgeben? So rein sprachlich finde ich das seltsam (zweiter Satz "es gleich aufgeben" bezieht sich auf Schicksal"). Den Anfang des ersten Satzes würde ich nochmal überdenken. Auf mich wirkt er so, als hätte "ich" sich mit seinem Schicksal schon abgefunden. Das vermittelt eine bewusst ruhige, fast stoische Haltung.


      Zu Kapitel I

      Spoiler anzeigen

      Ja, gefällt mir ganz gut. Klingt insgesamt doch spannend! Aber wenn die Eigenwerbung zutrifft, dann werde ich da auf jeden Fall mitlesen!

      Kisa schrieb:

      ich hoffe ich stecke dich genauso wie Din und Kyel mit meiner faszinierenden und teilweise total bekloppten Geschichte auch an
      Total bekloppte Geschichten finde ich gut! :thumbsup:

      Was ich noch nicht verstanden habe: Wer ist Alex? Kleiner Bruder von "ich"? Weil, er geht ja noch zur Schule und kann kein Lehrer sein, weil er wegen Einschlafen Nachsitzen müsste. Das habe ich bei Lehrern noch nie erlebt! (Also das Nachsitzen, das Einschlafen schon :D ).

      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Asni ()

    • Asni schrieb:

      Auf mich wirkt er so, als hätte "ich" sich mit seinem Schicksal schon abgefunden. Das vermittelt eine bewusst ruhige, fast stoische Haltung.
      Entspricht auch den Tatsachen. Nyra (also "ich") hat sich innerhalb des ersten Teils der Geschichte (den findest du hier: Der Geheimbund I - Die Tochter der Götter) mit ihrem Schicksal abgefunden, dass sie in eine Welt geraten ist, in der sie niemals sein wollte.

      Asni schrieb:

      Was ich noch nicht verstanden habe: Wer ist Alex? Kleiner Bruder von "ich"? Weil, er geht ja noch zur Schule und kann kein Lehrer sein, weil er wegen Einschlafen Nachsitzen müsste. Das habe ich bei Lehrern noch nie erlebt! (Also das Nachsitzen, das Einschlafen schon ).
      Einmal zur Erklärung:
      Alex ist der ältere Stiefbruder von Nyra. Alex ist 22 Jahre alt und geht zur Uni, während Nyra 17 Jahre alt ist und noch nur Oberschule /High School .... wie man es auch immer nennen möchte.... geht.

      Ich hoffe mal, diese kleine Klärung hat ausgereicht, um dir das Vorwort und das erste Kapitel etwas verständlicher zu machen, wenn nicht, dann frag einfach weiter und ich versuche es dir besser zu erklären :)

      xoxo
      Kisa
    • Danke für die Erklärung. Anbei ein paar weitere technische Anmerkungen zum nächsten Teil.

      Spoiler anzeigen


      Kisa schrieb:

      Als die Sonnenstrahlen des neuen Tages mich noch vor dem Wecker aus dem Schlaf rissen, gähnte ich und unterdrückte ein unwilliges Stöhnen. Die Sommerferien waren rum. Was bedeutete, dass sich der Alltag wieder breit machen würde. Sprich: Schule und Arbeiten.


      Kisa schrieb:

      Ich hatte insofern Glück gehabt, als das mein Boss Dio, oder auch bekannt unter dem Namen Dionysos – ja der griechische Gott – mir nach dem Kampf am Strand vor den Sommerferien die Ferien über freigegeben hatte.
      Das "das" würde ich entweder weglassen oder mit doppel s schreiben. Und irgendwo fehlt ein Komma, zumindest nach meinem Empfinden. Ab ", oder..." ist es doch ein Einschub, gefolgt von einem zweiten Einschub "- ja... -". Vielleicht danach, auch wenn das völlig seltsam aussieht. :hmm:


      Kisa schrieb:

      Ich hatte die freie Zeit für mich wirklich dringend gebraucht und


      Kisa schrieb:

      wo ich ja irgendwie immer noch mit zu tun habe
      "womit"? oder: "was mir immer noch zu schaffen macht"?





      Kisa schrieb:

      auf den Weg ins Badezimmer, wo ich einmal


      Kisa schrieb:

      Tätowierungen, die sich unter halb der Gürtellinie verbargen.
      "unterhalb"



      Kisa schrieb:

      als ich meine Mutter hinter dem Herd stehen sah und Theo an der Küchentheke sitzen sah
      Wortwiederholung.


      Kisa schrieb:

      wie er verschlafen gähnte und an einer heißen Tasse Kaffee nippte.
      Vielleicht "wie er immer wieder an einer heißen Tasse Kaffee nippte und zwischendurch verschlafen gähnte"? Gleichzeitig gähnen und Kaffee trinken ist immer schwierig ;)



      Kisa schrieb:

      „Ich will nicht gemein sein, aber
      Hier fehlt noch ein "sein".


      Kisa schrieb:

      „Es waren doch nur fFragen“, erwiderte ich.
      Zeitsprung! "erwiderte ich"... Mir würde hier noch die Phrase "Man wird ja wohl noch fragen dürfen" einfallen oder "Ich hab ja nur gefragt!".


      Kisa schrieb:

      ruckartig zurück, um anschließend aus unserer Einfahrt
      Komma.

      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]