Splitter

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    • Splitter 1
      Der Pater

      "Als ich zwanzig Jahre alt war hatte ich einen Unfall und war ins Koma gefallen. Fünf Jahre lang war ich in diesem Zustand gefangen und nur die große Mutter weiß, was in diesen fünf Jahren mit der Welt geschah.
      Vielleicht war es Zufall, Glück oder eine göttliche Fügung unser aller Mutter, dass ich gerade in diesem Augenblick erwachte. Ich sah einen Engel in der Gestalt eines Mannes, der meine geliebte Mutter mit diesem Dolch ermordete!"
      Der dicke, kahlköpfige Mann nahm eine Schatulle und öffnete diese. In dieser war ein kleiner Dolch auf dessen Griff ein paar Verzierungen zu erkennen waren. Die handvoll Menschen die um ihn herum standen sahen ihn gespannt an.
      "Danach wollte er mich, einen wehrlosen jungen Mann der gerade aus einem endlosen Traum erwacht war, in einen immer währenden Schlaf versetzen, den Tod." Der große Mann legte bei seinen Worten die Hand auf seine Brust und ließ seinen nicht deutbaren Blick über die Menge schweifen. So als ob er jemanden suchen würde.
      Die wenigen Leute um den fremden Mann sahen ihn fragend an, wagten es aber nicht, etwas zu sagen und so lauschten sie weiter.
      "Kurz bevor das Messer sich durch meine Brust bohren, meine Knochen zerbersten und mein Herz erreichen würde, erstrahlte plötzlich ein Licht, das den Engel blendete und ihn zurückweichen ließ. In der selben Sekunde durchfuhr mich eine Macht, die mich stärker werden ließ. Erst Jahre später begriff ich, dass diese göttliche Kraft die Energie einer liebenden Mutter war.
      Dieser Narr, der Mörder meiner Mutter, starb noch bevor er sehen konnte, was geschah. Erst nachdem die heilige Tat vollbracht war, sah ich das Messer in meiner Brust, das mein Herz durchbohrt hatte und dennoch bin ich hier." Er streckte die Hände in den Himmel und rief die Worte: "Nur durch die heilige Mutter konnte ich überleben!"
      Langsam wurde es offensichtlich, dass die Menschenmasse sich in zwei Fraktionen teilte und was sie sagten, verdeutlichte diese Spaltung mehr und mehr. Von der einen Seite kamen rufe wie: "Ich habe die Kraft der Mutter schon gesehen und sie ist wahr! Hoch lebe die heilige Mutter! Er hat die schändliche Tat überlebt, das ist sicher ein Zeichen der Mutter! Die große Mutter ist die Einzige die uns schützen kann!", und auf der anderen Seite: "Beschissener Fanatiker! Raus aus der Stadt mit diesem Gesindel! Tötet diesen Spinner! Jeder, der sich uns mit einer Waffe nähert, wird einfach erschossen! Wir brauchen keinen Schutz von irgendwelchen Irren!"
      Der dicke Mann ließ sich nicht davon beirren, schließlich hörte er diese geteilten Meinungen nicht nur hier, er hörte sie auf der ganzen Welt. Schon bald würden sich diese Ungläubigen seinem und dem Willen der großen Mutter beugen.
      Er sprach mit leicht erhobener Stimme weiter, um die Rufe zu übertönen. "Ich nahm das Messer und zog es aus meiner Brust. Ich fühlte dabei keinerlei Schmerz.
      Nachdem meine Wunden heilten, schneller als jemals zuvor, ging ich voller Wut, voller Zorn hinaus in die Welt die sich in den fünf Jahren des Schlafen so sehr verändert hatte.
      fünfzehn Jahre wanderte ich in dieser Welt herum, die in meinen Augen wie ein Schlachtfeld wirkte. Anstatt der saftigen grünen Wiesen war dort nur noch verbranntes Land. Statt idyllischer Dörfer waren es verlassene Orte.
      Die großen Städte waren mit Mauern aus Stein und Gerümpel umgeben und waren zu den letzten Bastionen der Zivilisation geworden, jedoch waren sie leer. Nein sie waren nicht leer, sie waren voll des Todes. Eingepfercht wie die Ratten hatten sie sich selbst geschlachtet.
      Ich sah, dass die Menschen fehlgeleitet waren. Ich sehe, dass sie es noch sind!"
      Der kahlköpfige Priester breitete seine Arme aus, als würde er jemanden umarmen wollen. "Als ich schließlich zu euch kam, erkannte ich meine Bestimmung, die mir von der Einen auferlegt wurde. Ich sollte jene aus euren Kreisen erretten die der Mutter ihr Leben verschreiben wollen! Die die Mutter schützen wollen! Die diesen magischen Quell der Energie von der Mutter erhalten wollen!
      Kommt zu mir und bringt mir eure Mütter, denn sie werden das Opfer bringen, das auch einst meine Mutter bringen musste! Sie werden sich voller Freude für ihre Söhne in die Klinge dieses Dolches stürzen! Sie werden voller Stolz bluten und voller Liebe sterben und diese Liebe wird die Söhne dieser Mütter unsterblich machen! Auf das sie ewig Leben mögen!", Schon so oft sprach er jene Worte zu den Menschen, ob es nun viele oder wenige waren, es löste immer dasselbe aus und auch diesmal wurde Chaos in den Massen an Menschen breit. Viele, die sahen, was er war und genau so viele, die sahen, was er nicht war. Jene die ihn hassten, da sie das Gefühl nicht kannten, und jene die es zuließen und ihn liebten.
      Nach kurzer Zeit war das erste Rot zu sehen und es wurde mehr. Es war eine Farbe, die die Opfer dieser Welt verloren. Schließlich kam der Schuss, der das Chaos zur Ruhe und den Priester zu Fall brachte.
      Ein Mann mit einer Pistole stellte sich dorthin, wo kurz davor der stämmige Riese noch gestanden hatte, und sagte zu der kleinen Gruppe mit der er unterwegs war: "Dieser Mann ist kein Gott oder was auch immer er sein will. Er ist nur ein Mann und wie jeder Mann stirbt er, wenn man eine Kugel durch seine Brust jagt. Ich sage wir vergessen diesen Fanatiker ganz schnell und machen so weiter wie bisher auch. Wir verteidigen unsere Stadt vor den Monstern und Banditen, die dort draußen sind! Wir knallen sie alle ab und lassen nie wieder irgendjemanden zu uns herein! Sonst endet es nächstes mal mit noch mehr Toten!" Plötzlich packte eine Hand seinen Kopf, die fast so groß war wie dieser, und brach mit einem Ruck nach rechts sein Genick.
      "Du fehlgeleiteter, mutterloser Sohn", fing die tiefe, brummige Stimme an zu reden, während er die frische Leiche nach unten sinken ließ. "Ja, ich lebe dank der Gnade der Mutter! Seht ihr Ungläubigen, ich lebe. Seht her! Seht mich!". Mit einer langsamen Bewegung öffnete er seine Lederjacke und entblößte seinen Oberkörper, der von Narben überseht war. "Ich trage nichts, das mich schützen könnte, nur den Schutz unser aller Mutter, und nun kommt, ihr Schäfchen, gebt mir eure Mütter und erhaltet dafür Macht, damit die Menschheit weiter bestehen kann. Auf dass wir eine Zukunft haben mögen in der wir alle gleich sein können. In der wir alle von der großen Mutter erfüllt sein können."
      Mit Tränen in den Augen begann er mit dem nun glühenden Dolch, dem blendenden Schein, der seine Mutter getötet hatte die restlichen Mütter der Welt zu schlachten um die Söhne stark zu machen und so eine friedliche Welt im Namen der Mutter zu erschaffen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Nothing () aus folgendem Grund: Hab ein paar Details hinzugefügt und versucht ein paar Sätze etwas aufzuspalten Ich hoffe das mir das gelungen ist :)

    • Hallo Nothing :) !
      Ich bin wirklich hin- und hergerissen, weiß nicht so recht was ich hier sagen soll ?( .
      Einerseits beschreibst Du sehr anschaulich Dinge und Situationen, und man kann der Handlung gut folgen und weiß (meistens), was gerade abläuft.
      Andererseits ist Deine Punktierung und Groß- Kleinschreibung recht abenteuerlich und macht das Lesen nicht gerade einfach.
      Ich weiß nicht, ob dies ein bewusst gewähltes Stilmittel von Dir ist (Anhänger der Chaosmagie etwa schreiben gern so) oder ob Du Dir einfach nicht die Zeit gegönnt hast, Deinen Text vor dem Einstellen noch einmal zu überarbeiten. Der Lesbarkeit zuliebe solltest Du dies jedoch tun. Als ein Beispiel:

      Nothing schrieb:

      Viele die sahen was er war und genau so viele die sahen was er nicht war und viel rot das die Opfer dieser Welt verloren und wie so oft ein Schuss der das Chaos zur Ruhe und den Priester zu Fall brachte.
      Hier bin ich gründlich rausgeworfen worden. Zwar vermittelt der Satz sehr gut das Chaos, das (vermute ich) gerade in diesem Moment wohl tobt, doch ich bin auch nicht nach dem dritten Lesen hintergestiegen was er eigentlich bedeutet.
      Ich will nun nicht erbsenzählerisch Deinen ganzen Text hier noch einmal zitieren, um all die Stolpersteine aufzuzeigen, die findest Du bei gründlicher Nacharbeit wohl selbst. Doch ohne eben diese werden viele Deinen Text (in dem ich jede Menge Potenzial erkenne :thumbup: ) sicher nach wenigen Sätzen wegklicken.

      LG
      Formorian
      Adler erheben sich in die Lüfte
      aber Wiesel werden nicht in Flugzeugturbinen gesogen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Formorian ()

    • Vielen Dank für so eine schnelle Antwort.
      Ich hab schon bewusst die Groß - Kleinschreibung so gewählt, aber du hast schon recht... hab es mir gerade zum hundertsten mal durchgelesen und sehe erst jetzt das manche Sätze echt verwirrend klingen wenn man nicht weiß was gemeint ist :D
      Ich werde den Text heute nochmal editieren

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nothing ()

    • Splitter 2
      Looking Glass

      "Seid gegrüsst, ihr Verblendeten! Willkommen bei "Looking Glass".
      Ich besitze selbst keinen Namen, aber ihr könnt mich Nothing nennen. Ich arbeite, nein, ich habe für eine Organisation gearbeitet, die weltweit jenseits von Regierungen operierte und es noch immer tut. Die Organisation nennt sich übrigens "Der Wall". Ein sehr einfallsloser Name, wie ich finde.
      Wie dem auch sei. Amelia, du Schönheit, dich fand ich, als du fünfzehn Jahre alt warst. In Australien flohst du vor Wilderen und wurdest sogar tödlich verwundet. Wäre ich nicht dort gewesen, hätten dich diese Bastarde getötet und nie hätte jemand deine Vollkommenheit sehen können. Die Medien hätten dich als eine Laune der Natur, als mutierten Bären abgetan. Dabei bist du so viel mehr.
      Samu, dich traf ich öfter in meinem Leben. Schon in meiner Anfangszeit, als ich noch ein treues Mitglied von "Der Wall" war, sah ich dich. Damals warst du ein kleiner Junge aus Afrika und du konntest uns entkommen. Später, als ich meine Pläne zu entwickeln begann, traf ich dich in London, aber du erkanntest mich und warst wieder weg. Dann, als du fünfunddreißig warst, kamst du ausgerechnet zu mir und sagtest, dass du es Leid bist wegzulaufen und ich legte dir meine Hand auf die Schulter und sagte, dass es schon bald so weit sei, sich der Welt zu offenbaren.
      Lyria, oder sollte ich besser sagen: die, der der Sonne am nächsten ist, ich verneige mich vor Eurer Stärke. "Der Wall" hatte Euch bereits gefangen, eingesperrt in einen Käfig, der euresgleichen nicht würdig war. Ich bin zu tiefst erfreut, dass mein letzter Akt bei "Der Wall" geglückt ist. Als einzige von vielen die sie gefangen haben, konntet Ihr entkommen, aber natürlich nur, weil ich Euch geholfen habe. Ihr wart die Letzte der vier, die ich wollte.
      Wir dürfen aber nicht Henry vergessen. Dich fand ich in einer Gasse in Deutschland. Du hattest nichts außer deinem Namen. Warst ein Obdachloser und hast dich von Abfall ernährt. "Der Wall" war noch nicht hinter dir her. Sie wussten nicht einmal, dass du existierst. Denn deine Macht ist so unscheinbar und doch ist sie so mächtig. Du warst es, der mir die Augen öffnete und mir zeigte, dass die Welt erneuert werden muss und dafür bin ich dir zu ewigen Dank verpflichtet.
      Ihr Vier werdet zu den Vorreitern einer neuen Zivilisation werden. Ihr Vier werdet die neuen Reiter der Apokalypse sein. Ihr Vier werdet den Menschen die Augen öffnen und ihnen zeigen, dass sie nicht auf der obersten Stufe der Evolution stehen. Das ist das Ziel von "Looking Glass".
      "Der Wall" wird jedoch versuchen uns aufzuhalten und vermutlich, falls er es nicht schon tut, wird die Organisation uns abhören, uns verfolgen und versuchen unseren Plan zu vereiteln. Doch wir sind bald schon sicher, denn sie können uns schon bald nicht mehr erreichen, da wir in deine Welt gehen, oh große Sonne Lyria." Danach war nur noch rauschen zu hören.
      "Wir waren zu spät, Sir!
      Es war allein mein Verschulden, da ich zu spät den Befehl zum Zugriff gegeben habe!", sprach der große muskelbepackte Mann in der roten Uniform, die an Militärbekleidung erinnerte.
      Sein Vorgesetzter, der mit dem Rücken zu ihm stand und aus dem großen Fenster starrte, wirkte fast schon so zierlich und klein wie ein zehnjähriger Junge. Er deutete dem Offizier an seine Seite zu kommen und nach draußen zu sehen. Was man dort sah, war eine Armee, eine Privatarmee, und jeder der Soldaten trug eine rote Uniform mit einer Art Mauer auf der Brust, dies war "Der Wall". Alle dort draußen taten etwas, ob es nun scheinbar zielloses marschieren war, Schießübungen auf unmenschlich kleine und schnelle Ziele, Mechaniker, die die gepanzerten Fahrzeuge reparierten, oder ein junger Mann, der quer über das riesige Areal rannte, um irgendetwas abzuholen; alle taten etwas.
      Der kleine Vorgesetzte drehte sich zum großen Offizier, funkelte ihn böse an und brüllte: "Offizier Ferris, wissen Sie, wie lange wir diesen Mann und seine Organisation schon verfolgen?" Noch bevor Offizier Ferris etwas sagen konnte sprach sein Vorgesetzter weiter. "Wir verfolgen ihn schon seit Jahrzehnten und anstatt das Sie zugreifen, lassen sie ihn einfach entkommen, nur um an mehr Informationen zu kommen? Mein Vater hätte es vielleicht so gehandhabt, aber ich bin nicht mein Vater!"
      "Dies wird nicht noch einmal geschehen, Misses Wall!", rief Offizier Ferris schnell, um nicht weiter von seinem Vorgesetzten angebrüllt zu werden. Seit Mister Wall im Kampf gefallen war, hatte der nächste und letzte Wall in der Erbfolge das Sagen. Dass es ausgerechnet seine Tochter sein musste, die nun den obersten Posten in der Organisation zur Bekämpfung magischer Aktivitäten, "Der Wall", sein musste, passte ihm gar nicht. Noch dazu mochte er keine schreienden, hohen Stimmen, da sie ihm in seinen Ohren schmerzten; und er hatte verdammt gute Ohren.
      "Sie haben Recht!", sprach sie, "Nie wieder werden Sie versagen! Doch wie jeder Versager haben Sie das Recht dazu, zu kämpfen und Ihre Schmach wieder gutzumachen. Nehmen Sie Ihre Waffe und töten Sie mich!"
      Offizier Ferris sah tief in Misses Walls blutrote Augen, die ihn böse anstarrten. Nach einer unendlich dauernden Anzahl an Sekunden kniete er sich schließlich nieder und zeigte ihr seinen Nacken. "Sie wissen, ich hasse es, eine Frau als Vorgesetzte zu haben. Jedoch respektiere ich, genau so wie mein Vater und Großvater vor mir, die roten Augen der Familie, die sich seit der Gründung der Organisation Wall nennt. Ich gebe meinen Namen Ferris, meinen Titel des Offiziers und mein Leben in Eure Hände und werde als Nichts durch Eure Waffe zu Grunde gehen."
      Nach einer weiteren endlos langen Zeit des Zögerns und Nachdenkens seufzte sie schließlich und sprach die Worte, die ihr Vater ihr fast schon eingeprügelt hatte: "Ihr seid ein ehrenvoller Mann und dem Namen Wall treu ergeben und deshalb gebe ich Euch den Namen, den Euer Großvater von meinen Vorfahren erhielt und an seinen Sohn, Euren Vater, weitergab, wieder und ebenso erhaltet ihr Euren Titel, den ihr selbst errungen habt, aufs Neue!"
      Ein Hieb mit einem Schwert schlug dem Offizier Ferris den Kopf vom Leibe, der wenige Sekunden später mit einem leisen Poltern auf dem Boden aufschlug und zu den Füßen von Wall liegenblieb. "Damit Ihr jemand sein könnt, der einen Namen trägt, den er verdient, wenn Ihr vor Gottes Haus tretet und um Einlass bittet! Euren Rang tragt mit Ehre in den Tod, sodass Eure Ahnen Euch erkennen mögen, wenn Ihr eintretet in das Totenreich!" Das Schwert, mit den geköpft hatte, war das zerbrochene Schwert ihres Vaters gewesen. Jenes Schwert hatte sie neu geschmiedet, auf dass es ihr gehorchen würde, und sie sah nun, dass es dies tat.
      Der Leichnahm von Ferris wurde später mit allen Ehren neben den Gräbern seines Vaters und Großvaters begraben und so wie bei den Gräbern seiner Vorfahren stand auch auf seinem Grab "Starb als treuer Mann des Walls!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Nothing ()

    • Ich wusste gar nicht, dass du so toll schreiben kannst.

      Dein Schreibstil ist wunderbar und deine beiden Geschichten lassen sich sehr flüssig lesen. Es gab leider ein paar Zeichensetzungs-, Grammatik- und Rechtschreibfehler. Du verwechselst ziemlich oft denn mit den und die das - dass Schreibung liegt dir offenbar auch nicht besonders gut. Vielleicht solltest du dir einfach einen Betaleser zulegen oder einfach die Rechtschreibprüfung durchlaufen lassen. =)

      Als Fazit kann ich nur sagen, dass du noch ein wenig an Orthographie, Grammatik und an Syntaktik arbeiten solltest. Diese Punkte waren zwar nicht allzu schlecht und ich denke, wenn du dir mehr Mühe gibst, wirst du auch das sehr gut meistern können und deine weiteren Geschichten würden noch um einiges besser werden als sie es jetzt schon sind, denn dein Stil und deine Ideen sind einfach fantastisch.

      Außerdem hätte ich mich ziemlich gefreut eine Fortsetzung deines ersten Textes zu lesen, denn diesen fand ich äußerst interessant. :3
    • Splitter 3
      Johnson

      Nun war John schon einige Jahre in dieser neuen Welt und mehr oder weniger hatte er so ziemlich alles überlebt. Eine dieser riesigen Kreaturen hätte ihm vor kurzem beinahe seinen linken Arm abgebissen, noch dazu war dieses Monster nicht einmal ein Auftrag gewesen, weshalb er dafür nichts erhalten würde.

      Früher schon, noch vor der Katastrophe, war er ein Kopfgeldjäger gewesen, hatte Menschen umgebracht, weil irgendjemand auf der Welt dachte, dass der Tod dieser Person ein paar Tausend lumpige alte Geldscheine wert waren. Jetzt waren diese Scheine einfach nur noch Papier und dazu auch noch wertlos, da es sich nicht einmal dazu eignete, sich den Arsch beim Scheißen auszuwischen.

      Er dachte daran, wie das alles begonnen hatte, während er am Boden lag.

      Nachdem dieses eine Monster auftauchte, das aussah wie ein Echsen-Bären-Mensch-irgendwas, war das Chaos ausgebrochen und es dauerte nicht lange, bis überall auf der ganzen Welt genau dasselbe geschah. Es tauchten mehr dieser Kreaturen auf und die Menschen wurden von ihnen getötet. Die meisten, die damals starben, waren Familien, die immer schon nach dem Gesetz lebten, Unschuldige. Im Großen und Ganzen wird die Welt heute nur noch von irgendwelchen Kriminellen bewohnt, die nicht gezögert hatten, alles und jeden zu erschießen und wenn es nur für ein Stück Brot war.

      Er dachte darüber nach, was mit jenen geschah, die gebissen wurden. Sie verwandelten sich in jene Kreaturen. Die Verwandlung war sehr schmerzvoll und man konnte unter keinen Umständen das Bewusstsein verlieren. Wenn man nicht schnell handelte, verlor das Opfer die Kontrolle über sich und konnte sich nicht mehr töten.

      Nach ein paar Jahren waren plötzlich, alleine in Nordamerika, hunderte von Kultisten, Fanatiker und Prediger aufgetaucht. Viele wurden getötet. Einmal hatte er einen dieser Typen gesehen, wie er auf einen Pfahl gebunden wurde und dort hatte man ihn dann hängen lassen. Er redete pausenlos davon, dass er den Frieden bringen, die Welt von den Monstern erlösen würde, wenn man seinem Glauben an den Gott der Magie folgen würde. Er starb Gott sei Dank nach zwei Tagen, noch einen Tag und John hätte jeden dort umgebracht und sei es nur darum gewesen, da sie dem Irren nicht das Maul zugeklebt hatten.
      Ein paar von den Spinnern hatten Glück und blieben in einer Stadt, wo man sie tolerierte. Die wenigsten waren umhergezogen und versuchten in anderen Dörfern, Städten oder auf dem Land Leute für sich zu gewinnen. Zurzeit gab es anscheinend nur einen davon. Gerüchten zufolge war er im Süden unterwegs und hatte ganze Städte unter seine Kontrolle gebracht, aber vermutlich waren das nur Fehlinformationen oder der Typ hatte Waffen in Hülle und Fülle. Zu gerne wäre er einmal dorthin gegangen.

      Die Schmerzen wurden größer und seine Knochen begannen zu brechen.

      Seine siebzig langen Jahre des Lebens waren echt beschissen hoch zehn. Es hatte nicht viel gegeben außer den Tod. Obwohl, da war etwas, es war Liebe. Er hatte einst geliebt. Als er noch zur Schule ging, mit siebzehn Jahren war da dieses eine Mädchen. Er kannte noch nicht einmal ihren Namen, aber das war egal, denn für ihn war sie ein Engel. Für ihn war das auch ihr Name, ja, er würde sie ab jetzt Angel nennen. Das war ein schöner Name.

      Er nahm seine Pistole und hielt sie an seine Schläfe.

      Der Kopfgeldjäger stellte sich vor, dass er den Mut gehabt hätte, sie anzusprechen. Sie hätten zusammen ins Kino gehen können. Irgendwann hätte er ihr dann ein Haus gebaut. Er hätte zwei Kinder mit ihr gehabt. Einen Sohn, der seinen Namen trug, und eine Tochter, die er Hope nennen würde. So wie die Hoffnung, dass irgendwann diese verdammte Welt wieder so werden würde wie früher.

      Man hörte einen Knall, der noch weit zu hören war. So weit, dass eine kleine Gruppe von Menschen diesen Knall vernahm. Die kleine Gruppe lauschte in die Dunkelheit und wagte nicht etwas zu sagen. Eine kurze Zeit später ertönte ein unmenschlicher Schrei.

      Dort wo der Kopfgeldjäger gelegen hatte, war nur noch viel Blut und graues Haar, nein es war Fell zu sehen. Sein Körper war tot und doch war er es nicht. Er war nun eine Bestie, ein graues Monster, das mehr tot als lebendig schien. Er wollte nichts lieber als zu jagen und der nächste Ort, an dem es etwas zu jagen gab, war ein kleines Lagerfeuer. An diesem Feuer war eine kleine Gruppe aus fünf Personen und nur eine von ihnen würde überleben. So könnte das einäugige Biest, dessen halber Schädel aus Stahl bestand, länger die Angst schmecken, die der Gejagte zweifellos ausströmen würde.

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    • Splitter 4
      Alexandra

      "Ich bin es! Ich bin es nicht! Ich bin es! Ich bin es nicht! Ich bin es! Ich bin es nicht!", murmelte die vierzehnjährige Alexandra vor sich hin, während sie unablässig ihren Schatten anstarrte.
      "Was bist du oder was bist du nicht, Alex? Ich darf dich doch so nennen oder?", fragte der Mann, der mit blauen Jeans und einem weißen Hemd bekleidet war.
      "Alex nennen mich nur meine Freunde und davon hab ich keine. Ich bin verrückt oder bin ich es nicht?", fragte das Mädchen mit dem lockigen braunen Haar.
      Der Mann sah es kurz schief an und wich der Frage aus. "Weißt du, wo wir hier sind?" Das Mädchen schüttelte mit dem Kopf. "Gut! Mein Name ist Manfred, ich bin 59 Jahre alt und komme aus Berlin." Er streckte der Kleinen die Hand entgegen.
      Alexandra sah die Hand und sagte in derselben kraftlosen Tonlage wie bisher: "Nur weil Sie mir Ihren Namen, Ihr Alter und Ihren Wohnort sagen, schüttle ich Ihnen nicht die Hand."
      "Aber das tut man doch so in unserem Kulturkreis." Der ältere Herr beugte sich etwas nach vorne, "Man stellt sich einander vor und schüttelt sich dabei die Hand oder haben dir deine Eltern das nie beigebracht?"
      "Meine Eltern haben mich zu Ihnen gebracht, da sie mich nicht wollten. Sie wollten keine irre Tochter und sie kommen mich auch nicht besuchen. Wissen Sie, was ich habe? Wissen Sie, was ich sehe? Wissen Sie, was ich getan habe?", sprach sie und wurde dabei immer lauter.
      Der Mann im weißen Hemd hatte kurz ein lächeln auf seinem Gesicht. "Weißt du, ich habe mir eine Akte über dich angesehen und darin steht, wo du herkommst, in welchem Jahr du wahrscheinlich geboren wurdest, wie alt du bist, welcher Religion du angehörst und noch vieles mehr. Weißt du, diese Akte wurde von jemandem angelegt, der dich wahrscheinlich nie richtig gesehen hat. Er hat vermutlich nicht einmal ein Wort mit dir gesprochen. Deshalb interessiert mich diese Akte nicht, sondern das Mädchen vor mir, das interessiert mich."
      "Wieso sollte ich interessant sein? Ich bin ein Mädchen aus einem kleinen Dorf im Norden Deutschlands, bin vierzehn Jahre alt, römisch-katholisch und sehe Dinge, Schatten, die nicht real sein können, also muss ich wohl verrückt sein." Wieder war es dieser emotionslose Ton, in dem sie sprach.
      Manfred lehnte sich zurück und verschränkte die Arme. "Wenn das hier eine Anstalt wäre, dann würdest du nur halb so interessant sein. Wenn du einen Anfall hast, würden sie dich ruhig stellen. Sie würden versuchen deine psychische Störung zu vermindern, aber sie würden scheitern und du würdest auf Ewigkeit mit deiner mutmaßlichen Krankheit in einen Raum eingesperrt werden wie ein wildes Tier. Wir wollen dich nicht heilen. Wir provozieren deine Anfälle, um zu erfahren, wie gefährlich du bist. Hab aber keine Angst, sobald du es kontrollieren kannst, kommst du hier wieder raus."
      Alexandra hatte plötzlich Angst und mit zittriger Stimme stellte sie die Frage, die ihr auf der Zunge lag: "Wo bin ich hier?"
      "Sieh dich um, denn allzu lange wirst du nicht mehr mit diesen Augen sehen können!" Mit diesen Worten erhob sich Manfred und ging zur einzigen Tür hinaus die es gab.
      Alexandra sah sich um, auf jeder Seite des weißen Raumes war ein grelles Licht und etwas, das eigentlich nicht möglich war. Auf allen vier Wänden war ein blasser Schatten, ihr Schatten. Dann gingen die Lichter aus und die Schatten umhüllten sie.
      Alexandra hatte Angst und sie hätte geweint, wenn sie noch Tränen gehabt hätte und sie hätte geschrien, wenn sie noch eine Stimme gehabt hätte, aber jetzt wimmerte sie nur die Worte, die ihr zeigten, dass sie noch sie selbst war: "Ich bin es! Ich bin es nicht! Ich bin es! Ich bin es nicht!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Nothing ()

    • Nun bin ich mir absolut sicher: Du bist ein Künstler!
      Deine Erzählungen sind wie 3D-Splitter aus einer anderen Welt. Momentaufnahmen aus einem viel größeren, vielschichtigerem Drama heraus, als Du es hier verrätst. Welten, ganze Universen entstehen in meinem Kopf, wenn ich dies lese. Bilder tauchen auf. Bilder aus der Geschichte heraus, doch auch noch ganz andere. Von Hieronymus Bosch, und Salvatore Dali. Schreckliche Bilder. Schrecklich schön.
      In einem anderen Forum nannten sie mich den Dunklen Meister.
      Ich nehme meine Krone ab und überreiche sie Dir.

      Nothing schrieb:

      Spoiler anzeigen
      noch vieles mehr. Weisst du,
      Spoiler anzeigen


      Nothing schrieb:

      und weichte der Frage aus
      und wich der Frage aus

      Nothing schrieb:

      Gesicht, "Weisst du ich habe
      Nach deutscher Grammatik müssten die meisten Deiner Kommas eigentlich Punkte sein, mit anschließender Großschreibung. Weiß nicht, ob Du hier Deinen eigenen Stil zelebrierst, deshalb will ich es auch nicht kleinlich aufzeigen.

      [/qu

      Edit: irgendwann krieg ich das mit dem Spoilern auch noch mal gebacken ... :patsch:
      Adler erheben sich in die Lüfte
      aber Wiesel werden nicht in Flugzeugturbinen gesogen
    • Splitter 5
      Lyria und Arach

      Die Pharaonen hatten die drei Geschwister einst Götter genannt.
      Es war Arach die den Namen Hathor erhielt. Sie war die Göttin der Liebe und der Schönheit.
      Therio war Anubis, der Gott der Toten. Er nahm diese Position sehr ernst und war bei jeder Einbalsamierung eines Pharaos dabei, als Beobachter.
      Lyria war Sachmet, man gab ihr die Schuld an zahlreichen Seuchen und anderen Krankheiten, aber auch als eine Göttin der Heilung wurde sie verehrt.
      "Therio, sag unserer kleinen Schwester bitte, dass sie uns nicht mit ihrem Gerede über die Weltenerschaffung stören soll!", sagte Arach sichtlich genervt.
      Lyria antwortete mit einem leicht schnippischen Ton: "Du weißt genau, dass ich laut denke, und wenn du mich dauernd unterbrechen musst, dauert es nochmal einhundert ... Wie lange sind wir jetzt schon in dieser Pyramide?"
      Arach fuhr Lyria weiter an: "Hat unsere Kleine etwa das Zählen verlernt?"
      Bevor Lyria etwas darauf antworten konnte und das ganze wieder zum Eskalieren brachte, schritt Therio ein: "Haltet den Mund! Beide!" Er zeigte auf Arach die gerade etwas sagen wollte. "Mich interessiert euer dämlicher Streit schon seit keine Ahnung wie lange schon nicht mehr. Wir brauchen diese andere Welt und die Einzige die sie erschaffen kann, ist Lyria. Wenn du es nicht schaffst, sind wir tot."
      Lyria ballte ihre Hände zu Fäusten und zerstörte somit die kleine wabernde Kugel, die vor ihr herumflog. "Bruder, was ist dort draußen? Das verschweigst du uns schon seit wir hier sind."
      "Wovor hast du Angst, kleiner Bruder?", flüsterte Arach die Frage.
      Therio lief eine Träne über sein Gesicht.
      Seine Macht erlaubte ihm, an zwei verschiedenen Orten zur selben Zeit zu sein. Einmal körperlich und einmal geistig und das, was sein Geist sah, machte ihm Angst und das sagte er auch: "Ich habe Angst vor diesen beiden Armeen, die mit blutverschmierten Schwertern aus den anderen Pyramiden kommen." Mehr Tränen liefen ihm über die Wangen und tropften auf den steinigen Boden. "Ich habe Angst davor, dass wir die nächsten sein werden. Ich habe Angst davor, dass sie euch vor mir töten könnten und ich habe Angst davor, dass ihr sehen werdet, wie ich für euch sterbend zu Boden sinke!", Er brach zusammen und fiel auf die Knie und er weinte einen See aus Tränen.
      Die beiden Schwestern warfen sich kurz einen schockierten Blick zu und eilten zu ihrem Bruder, um ihm beizustehen. Da Lyria bereits stand, war sie um ein paar Sekunden schneller bei Therio und umarmte ihn.
      Sie drückte ihn so fest sie nur konnte und sagte: "Niemand wird sterben. Du wirst schon sehen. Ich werde die Welt erschaffen und dann werden wir dort hinkommen und bis in alle Ewigkeit friedlich zusammen sein; ich, du und meine geliebte Schwester."
      Arach war ebenfalls bereits bei Therio und lächelte Lyria liebevoll an.
      Therio sah den Anführer, jedenfalls sah er so aus als wäre er der Anführer der kleineren Armee in den roten Gewändern. Er rief etwas und zeigte auf die Pyramide, in der die Geschwister waren und in die gerade eine kleine Gruppe der Armee in weißen Mänteln eindrangen. Kurz danach lief der Mann alleine los.
      "Nein, kleine Schwester. Du wirst es nicht mehr schaffen. Einige Leute der Armee in den weißen Mänteln sind gerade in die Pyramide eingedrungen. Geht zurück, ich werde für euch sterben. Vielleicht kannst du so dich und Arach retten. Obwohl ich bereits mehr als zweitausend Jahre lebe und den Tod immer wieder vor Augen hatte, will ich noch nicht sterben, aber ich werde." Er löste sich aus den Umklammerungen seiner Schwestern, ging aus der Kammer und verschwand.
      Die Schwestern wussten, dass sie ihren Bruder nie wieder sehen würden.
      Lyria stand mit Tränen in den Augen auf und erzeugt wieder die wabernde Kugel, zerstörte sie aber im nächsten Augenblick wieder. "Ich kann es nicht. Ich konnte es die letzten einhundert Jahre nicht und ich werde es auch in den nächsten Minuten nicht können!"
      Arach schrie sie verzweifelt an: "Du musst! Ich will hier nicht sterben! Hörst du? Hörst du?"
      Plötzlich erschien direkt vor den beiden ein Portal und ein Mann in eigenartigen schwarzen Kleidern schritt heraus. Sein Gesicht war von einer Maske bedeckt, die die Umgebung aus allen Möglichen Richtungen zu zeigen schien, eine Spiegelung. In seiner rechten Hand hielt er einen schwarzen eckigen Haken, nur der Mann mit der Maske wusste, das es eine Pistole war, und an seiner rechten Hüfte war ein blutrotes Schwert zu sehen. Kurz nachdem der Mann herausgetreten war, schloss sich das Portal wieder. Die beiden Schwestern sahen sich erstaunt und verängstigt zugleich an. Woher kam dieser eigenartig gekleidete Mann und wer außer Lyria hatte die Macht, ein Portal zu öffnen? Es blieb jedoch keine Zeit, um Fragen zu stellen, denn aus dem Gang, der in die Kammer führte, waren Schritte zu hören, die immer lauter wurden.
      Aus dem Gang stürmten fünf Männer in Weiß auf den Mann in Schwarz zu. Dieser streckte nur seine Hand aus, in der er den eckigen Haken hielt. Es waren fünf laute, ohrenbetäubende Geräusche, die die Schwestern dazu zwangen, sich die Ohren zuzuhalten. Was sie sahen, war erstaunlich, alle fünf Männer lagen tot am Boden. Dieser Haken musste der mächtigste magische Gegenstand sein, der existierte. Der Mann zog mit einer schnellen Bewegung eine kleine Schatulle, das Magazin, aus dem Haken und steckte eine andere hinein. Danach kamen wieder diese unerträglich lauten Geräusche und die nächsten fünf Männer in weiß lagen am Boden, sie alle bluteten aus der Mitte ihrer Stirn. Er warf den magischen Gegenstand achtlos zu Boden und zog das Schwert.
      Lyria sah Arach ratlos an, doch diese konnte auch nicht viel mehr ,als verwirrt über das Schauspiel zu sein was sich vor ihren Augen abspielte.
      Dann hörte man Kampfgeräusche, aus dem Gang in den Therio gegangen war und der Mann mit der Maske ging langsam darauf zu, bis er verschwand. Kurz darauf verstummten die Geräusche und ein bärtiger Mann in Weiß trat in die Kammer. An seinem Gürtel hatte er Therios Kopf und seinen Streitkolben, außerdem hingen noch fünf weitere Köpfe daran. Es war furchtbar.
      Die beiden Schwestern hatten Todesangst und kauerten sich verängstigt und weinend in eine Ecke.
      Der Mann sah die beiden Schwestern und kam auf sie zu und mit einem Schwerthieb verletzte er Arach im Gesicht. Der schmerzerfüllte Schrei war so schrecklich, dass Lyria nicht hinsehen konnte. Auf einen weiteren Schwerthieb folgte ein weiterer Schrei und noch einer und noch einer und noch einer und noch einer. Bis sie verstummte. Für Lyra war die Stille ein Geschenk, denn die Schreie ihrer Schwester waren eine Qual für sie. Sie sah, dass dieser Mann immer noch auf Arach einschlug. Doch sie konnte ihr, egal wie sehr sie es auch versuchte, keinen Blick zuwerfen. Die Angst vor dem, was sie sehen würde, war zu groß.
      Dann hörte der Mann auf und sprach: "Bevor du stirbst wird das verdammte magische Weib ...", weiter kam er nicht mehr denn, ein rotes Schwert hatte seinen Schädel gespalten.
      Der leblose Körper sank zu Boden und Lyria sah einen großen Mann in blutroten Kleidern und ebenso blutroten Augen, der ihr die Hand reichte: "Du bist in Sicherheit, die Verräter meiner Armee sind tot! Diese Namenlosen werden euch nichts mehr tun können. Zu deiner Sicherheit werden wir dich aber in Ketten legen!"
      "Noch nicht! Lyria, wenn du deine Schwester retten willst, dann musst du die Magie in Arachs Körper nutzen, um ein Portal in eine andere Welt zu öffnen. Nur so kannst du sie retten.", Der Mann mit dem Gesicht, das die Umwelt zeigte schritt aus der Dunkelheit in die Kammer. "Sir Eberhart! Ich werde wiederkommen um das Schwert zu erschaffen. Ihre Nachfahren müssen auf Lyria aufpassen, denn ich werde sie brauchen, wenn die Zeit reif ist." Ein Portal öffnete sich vor dem Mann in dem schwarzen Anzug und er schritt hindurch, worauf es sich wieder schloss.

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    • Hey @Nothing ,

      ich hab mir gerade "Die Geschwister" durchgelesen. Die Idee finde ich gut, aber manches verstehe ich nicht so ganz: Warum haben die Götter zwei Namen? Rein story-technisch würde es doch völlig reichen, Anubis, Sachmet und Hathor zu verwenden. Jeder, der diese Namen schon mal im Zusammenhang mit ägyptischen Göttern gehört hat, wird sie als solche erkennen. Vielleicht fehlt mir auch einfach zu viel Wissen über das alte Ägypten, um das ohne Erklärung zu verstehen. Insofern finde ich das gerade eher verwirrend.

      Die Sprache der Götter gefällt mir leider auch nicht so richtig. Für mein Emfpinden ist das zu umgangssprachlich: "Welterschaffungsblabla", "Zimtzicke"... bzw. steht im Kontrast zu "und meine geliebte Schwester". Das letzte habe ich beim ersten Lesen auch ironisch aufgefasst.

      Nothing schrieb:

      Es war Arach, die den Namen Hathor erhielt, und genau so war sie auch. Sie war mit Liebe erfüllt, wunderschön und sie tanzte für ihr Leben gerne.
      Abgesehen von den Kommata, klingt der erste Satz als ob im Namen Hathor schon ihr Wesen beschrieben ist. Wikipedia verrät mir, dass das nicht so ist (dort steht: hat horus - Mutterschoß des Horus).

      Ich würde gerne etwas mehr über die beiden Armeen erfahren. Vielleicht kann einer der drei Götter einen Blick durch die Mauern werfen und sehen, was vor sich geht? Dazu noc eine Frage: Gibt es einen Grund, warum es gerade zwei Armeen sind? Ich habe nach "verborgenen Andeutungen" gesucht, wie etwa dass die eine Armee Christen sind, die andere Muslime und diese beiden "Armeen" (=Religionen) eben den Tod der alten Götter bedeuten.
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Hab jetzt mal den Titel überarbeitet... ich wollte eigentlich keine eigene Welt erschaffen sondern nur ein paar kleine Kurzgeschichten schreiben 8o
      @Asni danke für deinen Kommentar

      Asni schrieb:

      ich hab mir gerade "Die Geschwister" durchgelesen. Die Idee finde ich gut, aber manches verstehe ich nicht so ganz: Warum haben die Götter zwei Namen? Rein story-technisch würde es doch völlig reichen, Anubis, Sachmet und Hathor zu verwenden. Jeder, der diese Namen schon mal im Zusammenhang mit ägyptischen Göttern gehört hat, wird sie als solche erkennen. Vielleicht fehlt mir auch einfach zu viel Wissen über das alte Ägypten, um das ohne Erklärung zu verstehen. Insofern finde ich das gerade eher verwirrend.
      Spoiler anzeigen
      Nun die "Götter" heißen ja nicht Anubis, Sachmet, und Hathor. Die Ägypter gaben ihnen nur diese Namen (Was ja auch dasteht). Ihre wahren Namen sind Therion, Lyria und Arach. Ich wollte damit nur zeigen des es die Magie in meiner Welt auch erlaubt eine Ewigkeit zu Leben... jedenfalls bei manchen. Das mit den Namen gehört also eigentlich nur zu meiner Geschichte und ist nicht Teil der echten Geschichte.



      Asni schrieb:

      Die Sprache der Götter gefällt mir leider auch nicht so richtig. Für mein Emfpinden ist das zu umgangssprachlich: "Welterschaffungsblabla", "Zimtzicke"... bzw. steht im Kontrast zu "und meine geliebte Schwester". Das letzte habe ich beim ersten Lesen auch ironisch aufgefasst.
      Ja hast recht es passt nicht ganz das werde ich nochmal überarbeiten.

      Asni schrieb:



      Nothing schrieb:

      Es war Arach, die den Namen Hathor erhielt, und genau so war sie auch. Sie war mit Liebe erfüllt, wunderschön und sie tanzte für ihr Leben gerne.
      Abgesehen von den Kommata, klingt der erste Satz als ob im Namen Hathor schon ihr Wesen beschrieben ist. Wikipedia verrät mir, dass das nicht so ist (dort steht: hat horus - Mutterschoß des Horus).
      Ich hab das Wesen der Götter von einer anderen Seite.

      Asni schrieb:

      Ich würde gerne etwas mehr über die beiden Armeen erfahren. Vielleicht kann einer der drei Götter einen Blick durch die Mauern werfen und sehen, was vor sich geht? Dazu noc eine Frage: Gibt es einen Grund, warum es gerade zwei Armeen sind? Ich habe nach "verborgenen Andeutungen" gesucht, wie etwa dass die eine Armee Christen sind, die andere Muslime und diese beiden "Armeen" (=Religionen) eben den Tod der alten Götter bedeuten.
      Spoiler anzeigen
      Ja ich glaube ich hätte wahrscheinlich noch die andere Armee erwähnen sollen. Der einzige der "durch Wände sehen" kann ist Therion. Die in den weisen Gewändern sind tatsächlich Christen und wollen diese "alten Götter" töten. Die andere Armee ist... wahrscheinlich weiß man es sobald ich das ganze überarbeitet habe
    • Splitter 6
      Runa Wall

      Ihr Vater hatte sie nie gewollt. Er wollte einen Sohn, einen Mann. Doch sie musste ihre Mutter töten, als sie auf die Welt kam. Sie hatte seine Liebe zerstört und das ließ er sie auch spüren. Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute musste sie es ertragen.
      Sie musste den Kampf mit allen erdenklichen Waffen erlernen, ganz besonders den Schwertkampf und falls sie entwaffnet wurde, musste sie mit den Fäusten weiterkämpfen. Es verging kein Tag, an dem sie nicht mit blutigen Händen in ihr Bett fiel und weinte. Nicht selten wurde sie für ihr versagen, für die blutigen Hände und das Weinen geschlagen.
      Nachdem sie alleine Frühstücken gewesen war, hatte sie bei ihrem Vater Privatunterricht. Er brachte ihr viel über die Geschichte ihrer Ahnen bei, aber auch Mathematik, Lesen, Schreiben und eine Vielzahl unterschiedlicher Sprachen von Englisch über Russisch bis hin zu Japanisch. Ihr Vater war als Lehrer ein völlig anderer Mensch, vermutlich, weil sie schnell lernte. Irgendwann zitterten ihre Hände jedoch so stark, dass sie kaum noch in der Lage war, einen Stift zu halten, da es zu sehr schmerzte. Ihr Vater war zu ihr gekommen und sie machte sich darauf gefasst, geschlagen zu werden. Jedoch geschah das nicht, er legte ihr nur seine Hand auf die Schulter und sagte ihr, dass sie den Schmerz ignorieren soll, denn falls sie jemals einem echten Gegner gegenüberstehen würde, wären Schmerzen ihr sicherer Tod.
      Sie dachte, dass nach diesen Worten das Training leichter werden würde und ihr Vater freundlicher sein würde. Sie hatte sich gründlich getäuscht. Das Kampftraining war härter und strenger als jemals zuvor. Fehltritte ihrerseits führten zu gebrochenen Nasen, ausgekugelten Gelenken und es gab sogar die ein oder andere gebrochene Rippe.
      Sie hasste ihren Vater. Sie hasste ihn für alles. Sie hasste ihn, weil er ihr Leben ruinierte. Sie hasste ihn, weil er ihr Schmerzen zufügte. In jeden Schwerthieb, in jeden Faustschlag, mit dem sie immer und immer wieder daneben schlug, steckte sie diesen Hass. Und doch hasste sie ihn nicht.
      Jedes mal am Vormittag war da dieser andere Vater. Einen, der sie beim Lernen unterstütze und ihr tausendmal dasselbe erklärte, wenn es sein musste. Er war gutmütig, zuvorkommend, ruhig, er war für sie da, er war der Vater, den sie immer wollte. Sie genoss diese Zeit, die sie mit ihrem Vater beim Lernen verbringen konnte.
      Als sie vierzehn war, kam ihr Vater zum Frühstück, was er sonst nie tat. Er fragte sie, so als ob es bei ihnen das normalste der Welt wäre, ob sie ein Omelett haben wolle.
      Leicht verdutzt hatte sie mit einem Ja geantwortet.
      Er hatte ihr gedeutet ihm in die Küche zu folgen, dort wollte er, dass sie ihm hilft. Sie hatte zum ersten Mal in ihrem Leben Spaß und sie sah ihren Vater das erste Mal herzhaft lachen. Das Ergebnis ihrer beiden Kochkünste war jedoch nicht so lustig und trotzdem mussten sie über ihre bestimmt ungenießbaren und verkohlt aussehende Omeletts schmunzeln.
      Ihr Vater packte sie am Arm und zerrte sie nach draußen, wo er sie in das Auto setzte und losfuhr.
      Auf die Frage, wohin er wollte, antwortete er nicht.
      Als sie ankamen, zeigte er auf ein kleines Restaurant und stieg aus. Er nahm ihre Hand und gemeinsam traten sie in das Restaurant ein. Von innen sah es nicht gerade so aus, als ob jemand mit viel Geld hier freiwillig essen würde, aber ihr Vater hatte schon oft gesagt, dass die Äußerlichkeiten nie von Belang waren. Genau wie bei manchen magischen Wesen, die von außen betrachtet, wie Monster aus einem Horrorfilm aussahen, aber es ganz und gar nicht waren.
      Sie setzten sich an den letzten Tisch, der in einer kleinen Ecke versteckt zu sein schien und warteten darauf, dass ein Kellner kommen würde. Nach einer halben Ewigkeit kam ein alter dicker Mann um die Ecke und er sah ihren Vater leicht erstaunt an.
      Ihr Vater und der Mann, der Josef hieß, unterhielten sich über die Zeit vor rund fünfzehn Jahren.
      Ihr Vater hatte hier vor zwanzig Jahren, genau an diesem Tisch ihre Mutter kennengelernt. Vor fünfzehn Jahren waren sie das letzte Mal hier gewesen. Damals war ihre Mutter mit ihr schwanger gewesen. Josef erwähnte kurz, dass ihr Vater nur seine blutroten Augen an sie vererbt hatte. Das Aussehen hatte sie durch und durch von ihrer Mutter.
      Irgendwann ging Josef dann in die Küche und kam mit zwei sehr großen Tellern Omeletts wieder. Es schmeckte köstlich und sie aßen alles auf. Nun, ihr Vater hatte ein Drittel ihres Essens verspeist, da es für sie zu viel war.
      Dies war der letzte Tag, an dem sie ihren Vater gesehen hatte. Man erzählte ihr, dass er im Kampf gefallen war. Jedoch hatte diesen Kampf niemand gesehen. Es war nur das Blut, zu viel Blut, dass darauf hinwies, dass Sir Reimund Wall in einem erbitterten Kampf gegen einen mächtigen Gegner gefallen sein muss.
      An diesem Tag brach für sie eine Welt zusammen. Sie schloss sich in ihr Zimmer ein, aß und trank nur noch wenig und wurde über die Monate immer dünner. Schließlich wurde sie krank. Sie hatte hohes Fieber und die Ärzte, die kamen, sagten, dass sie nicht mehr lange Leben würde.
      Doch sie war aus der Familie Wall und ihr Vater hatte ihr gelehrt zu kämpfen und Gott weiß das tat sie und sie siegte. Innerhalb von drei Monaten war sie wieder bei vollen Kräften und sie war bereit, den Mörder ihres Vaters zu finden und ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Sie würde denjenigen Qualen erleiden lassen, wie sie noch niemand auf dieser Welt erleiden musste. Doch davor musste sie noch mehr trainieren.

      Er hatte viele schlechte Seiten, aber auch gute und beide würde sie nie vergessen. Das schwor sich die fünfzehnjährige Runa Wall am Tag, an dem der körperlose Sarg ihres Vaters beerdigt wurde.

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    • Splitter 7
      Des Pater

      "Pater, darf ich eintreten?" Ein schlanker Mann betrat die kleine ehemalige Bar.
      Der dicke, kahlköpfige Mann antwortete ohne zu ihm zu sehen: "Ich bin nur ein Kind der Mutter, so wie auch ihr. Es gibt also keinen Grund, mich um Einlass zu bitten und ich habe keinen Grund euch den Einlass zu verwehren."
      "Habt dank, Pater!", Schnell ging er über die ächzenden Bodendielen und hatte bei jedem Schritt Angst davor das er einbrechen könnte. "Ich habe bedenken, Pater! Es ist nur ein Gefühl, aber ich denke, wir sollten nicht nach Norden ziehen. Es ist, als ob uns etwas sehr Böses dort erwarte."
      Der Pater sah zu dem jungen Mann hinüber. "Deine Bindung zur großen Mutter ist wahrlich stark. Sag mir, was ist das höchste Ziel, das wir für die Menschheit anstreben?"
      Der fünfundzwanzigjährige sah den Pater kurz fragend an. "Der Frieden?"
      Der Pater schüttelte den Kopf. "Gib eine Antwort und stell keine Fragen. Hör der Mutter zu! Hör was sie dir zu sagen hat!" Er blickte kurz zu dem Dolch, der neben ihm auf einen kleinen Tisch lag.
      Der junge Mann, mit dem langen braunen Haar, das zu einem Pferdeschwanz gebunden war, sah auf den Dolch, der zu glühen begann, und spürte plötzlich etwas. Es war als ob jemand in seinen Kopf eindringen würde, schmerzhaft, aber erfüllend. "Die Mutter will alle Menschen der Welt zur Erlösung führen! Sie sagt aber auch ..."
      "Dass die Gefahr von Norden nach Süden kommt", vollendete der kahlköpfige Pater den Satz. "Sie ist keine Gefahr für uns einfache Menschen. Nein, das was kommt stellt eine Gefahr für die große Mutter dar. Geh hinaus und sage den Schäfchen dort draußen, was dir die große Mutter mitteilte."
      Der Mann mit dem Pferdeschwanz sagte mit Ehrfurcht in der Stimme: "Das ist eure heilige Aufgabe, Pater! Ich kann dies nicht tun, denn es wäre sicher nicht im Sinne der Mutter."
      "Die Mutter hat zu dir gesprochen und nur du kannst somit ihre Worte wiedergeben. Nimm den Dolch und tritt hinaus und sprich aus, was gesagt werden muss. Das ist nun deine Bestimmung!"
      Der junge Mann ging zum Dolch, nahm ihn und trat aus der Bar heraus. Die Menschenmenge war gerade damit beschäftigt, Zelte abzubauen und Lebensmittel, hauptsächlich waren es Dosen mit Bohnen, in Kisten zu packen. Nur bei einem Gebäude, das einst eine Arztpraxis gewesen sein musste, wurde nichts weggeräumt. Dort waren die schwangeren Frauen untergebracht, eingesperrt traf es wohl eher. Das Gebäude war mit Wachen umstellt, die den Befehl hatten, jeden zu erschießen, der dem Gebäude zu nahe kam.
      "Hört mir zu!", rief er und hielt dabei den Dolch in die Höhe, der zu leuchten begann, worauf sich alle, außer die Wachen der Frauen, zu ihm drehten. "Die große Mutter hat zu mir gesprochen! Sie sagte, dass sich von Norden etwas Gefährliches nähert und wir deshalb nicht nach Norden reisen sollen. Ich sage im Namen der großen Mutter, dass wir weiter nach Süden reisen werden!"
      "Verräter!", sprach plötzlich eine tiefe, brummige Stimme hinter ihm. "Er kam als Freund, als Kind der großen Mutter zu mir und als Verräter schlug er mich nieder. Er hat Verrat an der großen Mutter begangen und er hat Verrat an mir begangen. Er hat den Dolch, der meine Mutter getötet hat, gestohlen. Was für eine Strafe erwartet ihn?"
      Der Mann mit dem Pferdeschwanz drehte sich erschrocken um und ließ den Dolch fallen. "Pater, ich bin der großen Mutter treu ergeben. Ich habe nur das getan, was ihr von mir verlangt habt!"
      Die Menschenmenge rief wie aus einem Mund immer wieder, "Tod! Tod! Tod!"
      Der Pater ging auf den jungen Mann zu, packte seinen Kopf und drückte mit den Daumen in seine Augen, und während der junge Mann schrie, sagte er leise: "Niemand wird den Plan der Mutter zur Erlösung der Menschen aufhalten können. Niemand wird mich aufhalten können."
      Mit einem Schmatzen zerdrückte er seine Augen. Er nahm mit einer Hand seinen Pferdeschwanz und mit der anderen hielt er ihn am Nacken fest und zog so lange daran, bis er samt Kopfhaut einen Haarbüschel in der Hand hielt, den er gleich wieder fallen ließ, um ihn danach am Hinterkopf zu packen und ihn immer wieder gegen die Außenwand der Bar schlug, bis er aufhörte zu schreien. Er ließ ihn zu Boden fallen und trat dann auf seinen Kopf, der seinem Gewicht mit einem ekelhaft klingenden Geräusch nachgab. Blut und Hirn verteilte sich bei dieser Hinrichtung überall auf dem Pater und auf den Zuschauern in den ersten Reihen.
      Er hob den Dolch vom Boden auf und drehte sich zur Menschenmenge. "Seht ihr, meine Schäfchen? So wird die große Mutter mit Feinden und Verrätern umgehen. Ihr müsst keine Angst haben vor dieser Gefahr, die zweifelsohne kommen mag. Denn ich bin euer Beschützer und mein Wort ist das der heiligen Mutter! Schon bald wird der Norden der heiligen Mutter gehören und dann werden wir einen Weg in den Westen suchen und finden. Die Welt muss von der großen Mutter erfüllt werden und wir alle müssen ihren Willen verkünden!" In Gedanken sagte er: "Ihr alle werdet meinem Willen folgen!"

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    • Splitter 8
      Angel

      Sie konnte sich heute noch daran erinnern, dass sie mit siebzehn Jahren die heißeste Braut auf der ganzen Schule war, und es waren einige dabei, die extrem schön waren. Sie hätte damals jeden haben können; sie hatte eigentlich fast jeden. Heute war sie über siebzig und war bestimmt nicht mehr die Allerschönste. Sie konnte sich jedoch nicht beklagen, erstens war sie in ihren Augen immer noch schön und zweitens interessierte das jetzt keinen mehr.
      Ein gutes Leben hatte sie ebenfalls. Nach der Schule hatte sie noch lange engen Kontakt mit einigen ihrer Schulfreunde.
      Sie fand auch schnell einen Job als Kellnerin in einem Kaffee. Dort hatte sie ihren zukünftigen Mann Joel kennengelernt. Einen Spanier, der ein unglaubliches Charisma besaß, unglaublich schön, unglaublich lustig und unglaublich liebenswert war.
      Jetzt war beides zerstört, zerstört von Aliens, hässlichen Aliens, die Menschen in ihresgleichen verwandelt haben.
      Wäre nicht dieser Schuss gewesen, der ihren Ehemann getötet hatte, wäre sie heute nicht hier.
      Hier an einem Lagerfeuer mitten in Nordamerika mit vier weiteren Überlebenden, die sie kurz nach der Katastrophe gefunden hatten. Es waren vermutlich die letzten guten Menschen, die es nicht verdient hatten, was mit ihnen geschehen war.
      Maxwell wurde der Kopf mit einem einzigen Schnappen abgebissen. Eine Klaue durchbohrte Lucys Brust und dann wurde sie ein paar Meter hoch in die Luft geschleudert. Diese graue Bestie war kurz danach wieder verschwunden. Sie, Joshua und Nicole waren vor Angst wie gelähmt, um sie herum wurde es so still, dass man den Atem der Bestie hören konnte. Dieses Monster ging um sie herum. Umkreiste und beobachtete die Gruppe.
      Alle zielten mit ihren Gewehren in die Dunkelheit, die Waffen hatten sie in Waffengeschäften, nun, geliehen.
      Dann wurde Nicole am Kopf gepackt und schreiend in die Dunkelheit gezogen, wo sie kurz darauf verstummte. Nur noch Joshua und sie waren übrig. Sie standen so, dass sie das Feuer im Rücken hatten, da sie hofften, dass es dadurch nicht von dort kommen würde.
      Sie zielte in die Dunkelheit und spürte plötzlich einen warmen, feuchten Atem in ihrem Nacken, der aber noch ehe sie sich hätte umdrehen können wieder weg war.
      Die Frau drehte sich um und sah Joshuas Körper, wirklich nur noch seinen Oberkörper, denn Arme, Beine und Kopf waren nirgends zu sehen.
      Dann funkelte sie ein weißes Auge an und sie schoss! Es funkte und die Bestie trat langsam aus der Dunkelheit.
      Der Kopf der Bestie war zur Hälfte aus Metall, das lange Maul triefte vor Blut, der eher menschliche Körper sowie die Arme und Beine waren mit grauem Fell überzogen, teilweise gab es Stellen die schuppig aussahen. Die linke Hand war wie eine Klaue einer Urzeitechse geformt und die Rechte war wieder aus Metall. Die Füße waren langgezogene Tatzen mit messerscharfen Klauen.
      Sie schoss noch einmal. Einen Augenblick später war der Lauf ihres Gewehrs verbogen und die graue Bestie brüllte sie an und sie rannte so schnell sie nur konnte weg. Die Bestie schien sie nicht zu verfolgen, aber sie rannte dennoch weiter, voller Angst davor, was dieses Tier mit ihr machen würde, wenn sie stehen bliebe.
      Was die ergraute Frau nicht wusste, war, dass sie nach Süden lief. Direkt in die Arme eines noch viel größeren Monsters.

      Die Jagd hatte begonnen.

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    • Splitter 9
      Samu

      Samu war ein Kind Afrikas und eines geheimen Volkes, das in Südafrika an einem Ort des Voodoo lebte. Trotz der Nähe zur ausströmenden Energie war es selten, dass einer seines Volkes das Voodoo benutzten konnte. In hundert Jahren, so hatte man es ihm gesagt, gab es vielleicht drei die Kräfte besaßen und der älteste von ihnen war der Schamane des Dorfes.
      Der Achtjährige wurde schon seit er fünf Jahre alt war vom alten Schamanen Iba ausgebildet. Es war nicht normal, dass einem fünf Jahre alten Kind etwas so Wichtiges beigebracht wurde. Zustande gekommen durch eine Reihe betrüblicher Ereignisse.
      Vor gut fünfzehn Jahren war der Nachfolger des jetzigen Schamanen gestorben. Er wurde von einem Elefanten zu Tode getrampelt, da er seine Voodoo Kräfte der Stärke überschätzt hatte. Davor noch starb der jüngere Bruder des Schamanen eines natürlichen Todes. Schamane Iba war bereits sehr alt, es war ein Wunder, dass er noch lebte und es war gut so, denn ansonsten hätte das Volk einen Außenstehenden bitten müssen und dies barg gewisse Risiken. So kam es dazu, dass der kleine schwarze Junge bereits ein fast vollständig ausgebildeter Schamane war, es fehlte nur noch die Zeremonie.
      Er hatte einen, vom Schamanen Iba geschnitzten, Schamanenstab überreicht bekommen. Dieser würde Macht erhalten, sobald die Zeremonie beendet wäre.
      Der kleine Samu musste den heiligen Berg, einen kleinen Hügel inmitten des Dorfes, hinaufsteigen. Was nicht allzu schwierig aussah, war eine Herausforderung für Menschen, die das Voodoo beherrschten, da diese Voodoo nicht spüren konnten. Es war ein wahrer Sturm, der den Jungen fast umwarf, er konnte keinen Schritt gehen, er würde versagen. Zu schwach waren seine kleinen Beine. Er bekam Angst. Sein Versagen würde bedeuten, dass womöglich sein Dorf unterging. Ein anderer Schamane würde kommen, aber es war nicht sicher, ob dieser der Macht würdig war und ob er nicht gehen würde, um anderen von diesem Ort zu erzählen. Er brach auf die Knie, weinte und ließ den Stab fallen. In diesem Moment hörte auch der Sturm auf. Der Schamanenstab war wie auch zuvor ein wertloses Stück Holz, nicht ein Funken des Voodoo war in ihm.
      Iba saß auf dem Boden und sah traurig aus. Das ganze Volk trauerte und es war alleine die Schuld dieses Kindes. Es war seine Schuld und deshalb verschwand er.
      Ein Jahr war vergangen seit Samu aus Angst zu versagen geflohen war. Er war in einem ihm Fremden Land gewesen, es nannte sich London, dort gab es Lichter, die die Nacht zum Tag werden ließen und laute Tiere, in denen Menschen waren. Dieses Land war eigenartig. Das Leben dort schien verrückt zu sein. Die großen weißen Menschen gaben den Leuten mit den Obstkörben grüne eckige Blätter. Generell wurde viel mit Blättern ertauscht, auch die eigenartigen Gewänder, die sie trugen.
      Er beobachtete die Männer und Frauen bei ihren täglichen Geschäften. Wie sie sich gegenseitig betrogen und schummelten. Anscheinend war es nicht schlimm so etwas zu tun.
      Nun war Samu bereit, die Prüfung noch einmal zu versuchen und tatsächlich hatte Schamane Iba geahnt, dass der Junge wiederkommen würde, aber es wäre die letzte Chance, ein Schamane zu werden.
      Er bekam erneut den Schamanenstab und musste den Sturm des Voodoo erneut bezwingen. Die vorherigen Schamanen waren alle Erwachsen gewesen und besaßen oft eine erhöhte Muskelkraft, die sie zweifelsohne für die Bewältigung des Sturms benutzt hatten. So tat auch er es, er nutzte seine Kraft, so wie er es schon vor einem Jahr getan hatte. Voodoo gab es auf der ganzen Welt und Samu konnte sich an jeden Ort, an dem Voodoo existiert erscheinen und auf der Mitte des Berges gab es mehr als genug davon. Nun stand er dort und hielt den Stab nach oben und der Voodoosturm wurde in den hölzernen Stab gesogen. Nun war er ein Schamane.
      Jedoch hatte es nun keinen Sinn mehr, denn sein Volk würde nicht länger als Hüter dieses Ortes existieren, denn eine Armee hatte ihn verfolgt, seit er vor einem Jahr nach England gegangen war.
      Diese Armee in ihren blutroten Kleidern fiel in das Dorf ein und nahm jeden gefangen. Samu sah einen Mann, der wahrscheinlich der Anführer war, er zeigte auf ihn und sprach mit einem anderen großen bulligen Mann.
      Samu erstarrte fast, als die blutroten Augen des Anführers der Gruppe ihn erblickten und er etwas rief, das er nicht verstand.
      Der große Bulle ging zu ihm, aber noch bevor er ihn erreichte, verschwand Samu.

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    • Splitter 8
      König Gilgamesh

      "Was bin ich?" Unwissenheit lag in der Stimme.
      "Du bist ein Mensch", erklang es aus dem Nichts.
      "Was ist ein denn das?", fragte er.
      "Das musst du uns zeigen.", sprach die Stimme in seinem Kopf.
      "Warum muss ich es euch zeigen?", fragte der Mensch verwirrt.
      "Weil du der Erste bist."
      "Warum bin ich der Erste?"
      "Weil wir dich als erstes erschaffen haben."
      "Warum habt ihr mich erschaffen?"
      "Weil die Erde ansonsten nicht lange hier sein wird. Jetzt tritt hinaus, denn dieser Ort ist nicht der deine!"
      Einen Augenblick später fand sich der Mensch in einer Welt wieder, die ihm fremd war, eigentlich war ihm alles fremd. Nur die Worte kannte er. Woher wusste er allerdings nicht.
      Einige Tage vergingen und er begann sich einsam zu fühlen.
      Monate vergingen und der einzige Mensch hatte sich eine Höhle gesucht, in der er Leben konnte. Außerdem hatte er verschiedene Büsche mit Beeren ausgegraben und in die Nähe seiner Höhle eingepflanzt.
      Jahrzehnte vergingen und der Erste erschuf sich selbst Götter, an die er glauben konnte. Welten, in denen er nicht alleine war. Menschen, mit denen er sprechen konnte. Es waren viele, mit denen er sprach und keiner von ihnen war real.
      Alles, ob es nun jagen war, Beeren pflücken, Fallen aufstellen, das Essen über dem Feuer braten, sich waschen oder neue Dinge zu erfinden, ließ er von verschiedenen Personen machen.
      Ein Jahrtausend verging und er hatte eine Stadt gebaut. Für jeden seiner tausend in ihm lebenden Freunde und mit ihnen hatte er sie erschaffen.
      Und dann waren sie hier, ganz plötzlich. Tausend Menschen, sie lebten in seiner Stadt, arbeiteten und huldigten den Göttern, die er erschaffen hatte.
      Die Jahre zogen ins Land und seine Stadt wuchs und die Menschen fingen an Opfer für die Götter und ihn darzubringen. Menschenopfer.
      Auf den Tempeln, die die anderen Menschen erbauten, brachten sie andere, ihnen untergestellte, sogenannte Sklaven, um sie dann in einer blutigen Zeremonie zu köpfen. Sie waren grausam und er war nicht besser, denn er war ihr König und er duldete diese Grausamkeiten.
      Zehntausend Jahre vergingen und es entstanden Völker und weitere Städte und jede von ihnen erbaute einen Opfertempel.
      Der Erste wollte nicht mehr in dieser Welt leben. Er war dieser grauenvolle Welt überdrüssig. Er hasste die Menschen. Er hasste jene, die ihn erschaffen hatten. Wieso musste er so lange leben? Wieso konnte er nicht sterben? Viel zu viele Fragen schwirrten in seinem Kopf herum! Zu wenige Antworten hatte er im Laufe seines ewigen Lebens erhalten. Warum starb er nicht? Warum nur? Ein Mensch sollte nicht dazu verdammt sein, ewig zu leben!
      "Den Tod sehne ich mir herbei! Wo mag er nur für mich versteckt sein? Wie kann ich ihn nur erreichen? Jedes Wesen auf der Welt hat ein Ende, doch mir bleibt es verwehrt! Wieso nur? Warum schenkt man mir das Leben und nimmt es Kindern, die noch nichts gesehen haben? Warum gibt man mir tausende Erinnerungen an die ich mich nicht erinnern kann? Zu langes Leben ist Wahnsinn! Nicht mehr und nicht weniger! Nur den Tod sehne ich mir herbei!"
      Dann fiel es ihm ein. Der Ort, an dem er erschaffen wurde. Dorthin musste er. An jenen Ort, an dem er erwacht war.
      Die anderen Menschen hatten dort einen kleinen Tempel errichtet. Als er ihn betrat, wurde ihm kalt. Er sah seinen eigenen Atem als weißen Nebel vor seinem Gesicht schweben.
      Der Erste ging in einen Raum, der viel zu groß für den Tempel war. In dieser Halle schwebten zwei Gegenstände. Das eine war eine Art Maske und das andere ein Dolch.
      Die Maske war schwarz, so wie die Umgebung. Als er näher kam, sah er ein Gesicht in der Maske. Es war seines.
      "Die Maske der Spiegel wird beenden, was begonnen hat! Der Dolch des Willens wird kontrollieren, was geschehen wird!" Er wusste nicht warum, aber die Worte kamen aus seinem Mund. Er nahm den Dolch. "Und der Wille von mir, König Gilgamesch, ist der Tod!" Er rammte ihn sich in sein strahlendes Herz, das geformt war aus Chaos und Magie.

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    • Splitter 9
      Lyria und Arach

      Arach wurde einst als Göttin der Schönheit verehrt, doch dann kam dieser Mann und zerstörte alles, was sie war. Ihr Gesicht hing in Fetzen herab. Hässlichkeit zierte sie nun und damit sollte sie leben. Schon der Gedanke an dieses Wort bereitete ihr Übelkeit.
      Ihre Schwester hatte sie in diese Welt geschickt, weil sie zu schwach war, sie sterben zu lassen.
      Dabei war Lyria Schuld an alldem. Ein wenig früher und sie hätte keine Abscheulichkeit werden müssen. Therion, ihr geliebter Bruder, hätte vielleicht noch gelebt.
      Lyria, diesen Namen würde sie nie vergessen. Arach würde sie leiden lassen. Sie würde ihrer Schwester das Gesicht herunterreißen und jeden einzelnen Schrei ihrer Schmerzen genießen.


      Lyria war verwirrt. Bittere Tränen flossen an ihrem Gesicht hinab und tropften an ihrem Kinn auf den kalten Steinboden. Es waren Tränen der Traurigkeit und des Hasses. Trauer, da ihr Bruder tot war. Hass auf den, der ihn getötet hatte und darauf, dass dieser Mann ihre Schwester so zugerichtet hatte.
      Sie sah zu ihrer Schwester hinüber und musste sich übergeben. Der säuerliche Geschmack vermischte sich in ihrem Mund mit dem Salz ihrer Tränen. Es schmeckte grauenvoll und hätte sie noch einmal auf das entstellte Gesicht ihrer Schwester gesehen, so hätte sie sich wieder übergeben müssen. Sie streckte ihre Hand nach Arach und fühlte ihre Magie, einen Augenblick später war sie verschwunden.


      Arach war an einem Ort, wo es nur Schatten gab. Sie fühlte, wie dieser sie durchdrang, teilweise eins mit ihr wurde, nur um sie dann wieder zu meiden.
      Diese Dunkelheit erfüllte sie immer öfter und länger und die Gefühle Angst, Zorn, Wut und Hass wurden immer stärker.
      Was würde mit ihr geschehen, wenn dieser Schatten sie zur Gänze umhüllen würde und sie sich ihm hngab?
      Das Gefühl, das entstand, wenn sie der Schatten erfüllte war einzigartig schön und erschreckend zugleich. Sie fühlte sich stärker und mächtiger.


      Solange sie denken konnte, war sie noch nie allein gewesen. Immer waren ihr Bruder und ihre Schwester bei ihr.
      Jetzt saß sie in einem Raum mit vier kalten, grauen Wänden und einer ebenso kalten, grauen Stahltür. Ihre Hände waren zu Fäusten geballt und gefesselt worden, damit sie ihre Magie nicht anwenden konnte.
      Dreimal am Tag wurde ihr Essen gebracht, dass sie wie ein Tier mit dem Mund zu sich nehmen musste. Zu gefährlich war sie für die Menschen in den roten Gewändern. Es war erniedrigend und sie schwor sich selbst, für ihre Schwester Arach alle Menschen auf der Welt zu vernichten.


      Arach gab den Kampf gegen ihre negativen Gefühle auf und wurde endgültig vom Schatten eingehüllt. Nach einer Ewigkeit der Stille hörte sie nun wieder.
      Ein junger Mann, der schwer atmete. Er lag im Sterben und litt höllische Schmerzen. Arach sah die Gefühle, so als wären sie greifbar. Nein, sie waren es. Sie umklammerte den Schmerz und riss ihn von dem jungen Mann weg. Etwas erstrahlte, doch kurz darauf war das Licht wieder verschwunden und sie versank wieder in die Dunkelheit.


      Der Lebenswille hatte Lyria verlassen, nur noch das Gefühl des Hasses auf die Menschheit und die Liebe zu ihrer Schwester, die in irgendeiner Welt auf sie warten musste, waren ihr noch geblieben.
      Die Hoffnung jemals wieder Tageslicht zu erblicken war ihr schon vor Jahrhunderten verloren gegangen und doch machte sich plötzlich dieser Gedanke in ihrem Kopf breit, dass sie schon bald wieder in Freiheit sein würde.
      Sie schüttelte den Kopf, da es nicht möglich war. Von hier konnte sie niemals einfach so verschwinden. Dann wurde ihr klar, woher der Gedanke an die Freiheit kam. Es war ein Knall, den dieser Mann mit der Maske vor so langer Zeit mit dem schwarzen Haken erschaffen hatte. Nur war er dieses Mal leiser, dumpfer, weiter weg, aber er kam näher.
      Dann war er hier, der Mann mit der Maske, die die Umgebung zeigte. Er ging zu ihr und zerstörte ihre Fesseln.
      Sie wollte aufstehen, um den Rest der Menschen, die dort draußen waren, zu töten, doch ihre Beine trugen sie nicht. Der Mann legte ihr eine Hand auf die Schulter und kniete sich zu ihr nieder. "Entweder Ihr kämpft hier und gebt Euer Leben für einen sinnlosen Kampf. Oder Ihr erschafft ein Portal, geht mit mir hindurch und erbaut eine neue Welt, in der alle frei sein können."
      "Warum sollte ich noch leben wollen?", fragte sie heiser.
      "Das kann ich Euch nicht sagen, aber ich kann Euch sagen das es jemanden gibt der auf Euch wartet." Der Mann stand auf und lies ein spiegelndes Schwert in seiner Hand erscheinen. "Dies ist gehärtete Magie, benutzt sie um ein Portal zu erschaffen wenn Ihr bereit seid, aber lasst euch nicht zu lange Zeit, denn schon bald wird "Der Wall" weitaus mehr Soldaten schicken."
      Sie dachte nach und entschied sich für diese Neue Welt, denn das hätten Therion und Arach gewollt.

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    • Hey! Ich habe jetzt erst einmal nur "Der Dolch der Mutter" gelesen und mir ein paar Notizen gemacht. Am Ende findest du im Spoiler eine Komplettkorrektur. Solltest du das nicht wünschen, sag bitte Bescheid und ich werde mir die Mühe das nächste Mal sparen und nur allgemein drauf eingehen. :)

      Insgesamt gesehen fand ich die Geschichte nicht schlecht. Sie lässt vieles offen, beantwortet in ihrer Kürze aber einen gewissen Kern. Als Kurzgeschichte durchaus gelungen. Inhaltlich kann ich da jetzt aber wenig zu sagen. Ein wenig grausam erscheint sie mir schon. Und durchgedreht, aber ich mag durchgedreht.
      Stilistisch schreibst du sicher. Man kann dir gut folgen und du bleibst im Grunde beim Wesentlichen. Deine Sprache ist einfach, aber nicht plump. Gefällt mir.

      Woran du auf jeden Fall arbeiten musst, und das wurde dir am Anfang bereits gesagt, ist die Zeichensetzung. Das sehe ich hier noch als dein großes Problem an. Ansonsten machst du wenig Fehler.

      Ich werde mir die Tage auf jeden Fall noch deine anderen Splitter durchlesen. Was ich dir aber noch auf den Weg geben möchte: Du hast in kurzer Zeit relativ viel eingestellt. Das ist inzwischen nicht wenig Text und so verleitest du viele, sie nicht lesen zu wollen, weil auch vermittelt wird, dass du nur rasch Sachen Posten möchtest, aber keine Meinung dazu hören. Vielleicht ist das ja auch so, aber es wäre dennoch schade, irgendwie.

      Spoiler anzeigen

      "Als ich 20 Jahre alt war, hatte ich einen Unfall und war ins Koma gefallen. 5 (Fünf; Zahlen bis zwölf sind prinzipiell auszuschreiben) Jahre lang war ich in diesen (diesem) Zustand gefangen und nur die große Mutter weiß, was in diesen 5 Jahren mit der Welt geschah.
      Vielleicht war es Zufall, Glück oder eine göttliche Fügung unser aller Mutter, dass ich gerade in diesem Augenblick erwachte. Ich sah einen Engel in der Gestalt eines Mannes, der meine geliebte Mutter mit diesem Dolch ermordete!"
      Der dicke, kahlköpfige Mann nahm eine kleine Schatulle und öffnete diese. In der Schatulle war ein kleiner Dolch auf dessen Griff ein paar Verzierungen zu erkennen waren. Die handvoll Menschen, die um ihn herum standen, sahen ihn gespannt an.
      (Anführungszeichen fehlen)Danach wollte er mich, einen wehrlosen jungen Mann, der gerade aus einem endlosen Traum erwacht war, in einen immer währenden Schlaf versetzen, den Tod." der (Der) große Mann legte bei seinen Worten die Hand auf seine Brust und lies (ließ) seinen nicht deutbaren Blick über die Menge schweifen. So als ob er jemanden suchen würde.
      Die wenigen Leute um den fremden Mann sahen ihn fragend an, wagten es aber nicht, etwas zu sagen, und so lauschten sie weiter.
      "Kurz bevor das Messer sich durch meine Brust bohren, meine Knochen zerbersten und mein Herz erreichen würde, erstrahlte plötzlich ein Licht, das den Engel blendete und ihn zurückweichen lies (ließ). In der selben Sekunde durchfuhr mich eine Macht, die mich stärker werden lies (... Es kommt von lassen, nicht von lesen.). Erst Jahre später begriff ich, dass diese göttliche Kraft die Energie einer liebenden Mutter war.
      Dieser Narr, der Mörder meiner Mutter(,) starb noch bevor er sehen konnte, was geschah. Erst nachdem die heilige Tat vollbracht war, sah ich das Messer in meiner Brust, das mein Herz durchbohrt hatte und dennoch bin ich hier.", er (Komma weg, groß weiter) streckte die Hände in den Himmel und rief die Worte, (Komma weg, dafür Doppelpunkt) "Nur durch die heilige Mutter konnte ich überleben!"
      Langsam wurde es offensichtlich, dass die Menschenmassen sich in zwei Fraktionen teilte und was sie sagten, verdeutlichte diese Spaltung mehr und mehr. Von der einen Seite kamen rufe wie, (Doppelpunkt) "Ich habe die Kraft der Mutter schon gesehen und sie ist wahr! Hoch lebe die heilige Mutter! Er hat die schändliche Tat überlebt, das ist sicher ein Zeichen der Mutter! Die große Mutter ist die einzige (Einzige), die uns schützen kann!", und auf der anderen Seite,( : ) "Beschissener Fanatiker! Raus aus der Stadt mit diesem Gesindel! Tötet diesen Spinner! Jeder, der sich uns mit einer Waffe nähert, wird einfach erschossen! Wir brauchen keinen Schutz von irgendwelchen Irren!"
      Der dicke Mann lies sich nicht davon beirren, schließlich hörte er diese geteilten Meinungen nicht nur hier, er hörte sie auf der ganzen Welt. Schon bald würden sich diese Ungläubigen seinem und dem Willen der großen Mutter beugen.
      Er sprach mit leicht erhobener Stimme weiter, um die Rufe zu übertönen, (hier kann ruhig ein einfache Punkt stehen) "Ich nahm das Messer und zog es aus meiner Brust. Ich fühlte dabei keinerlei Schmerz.
      Nachdem meine Wunden heilten, schneller als jemals zuvor, ging ich voller Wut, voller Zorn hinaus in die Welt, die sich in den 5 Jahren des Schlafen so sehr verändert hatte.
      15 (weil es einheitlicher wirkt, empfehle ich, auch Zahlen über zwölf auszuschreiben, gerade bei niedrigen) Jahre wanderte ich in dieser Welt herum, die in meinen Augen wie ein Schlachtfeld wirkte. Anstatt der saftigen grünen Wiesen war dort nur noch verbranntes Land. Statt idyllischer Dörfer waren es verlassene Orte.
      Die großen Städte waren ummauert worden und waren zu den letzten Bastionen der Zivilisation geworden, jedoch waren sie leer. Nein sie waren nicht leer, sie waren voll des Todes. Eingepfercht wie die Ratten hatten sie sich selbst geschlachtet.
      Ich sah, dass die Menschen fehlgeleitet waren. Ich sehe, dass sie es noch sind!"
      Der kahlköpfige Priester breitete seine Arme aus, so als würde er jemanden umarmen wollen, (Punkt) "Als ich schließlich zu euch kam, erkannte ich meine Bestimmung, die mir von der Einen auferlegt wurde. Ich sollte jene aus euren Kreisen erretten, die der Mutter ihr Leben verschreiben wollen! Die die Mutter schützen wollen! Die diesen magischen Quell der Energie von der Mutter erhalten wollen!
      Kommt zu mir und bringt mir eure Mütter, denn sie werden das Opfer bringen, das auch einst meine Mutter bringen musste! Sie werden sich voller Freude für ihre Söhne in die Klinge dieses Dolches stürzen! Sie werden voller Stolz bluten und voller Liebe sterben und diese Liebe wird die Söhne dieser Mütter unsterblich machen! Auf dass sie ewig Leben mögen!", schon (Komma weg, groß weiter) so oft sprach er jene Worte zu den Menschen, ob es nun viele oder wenige waren, es löste immer das_selbe aus und auch diesmal wurde Chaos in den Massen an Menschen breit (???). Viele, die sahen, was er war, und genau so viele, die sahen, was er nicht war. Jene die ihn hassten, da sie das Gefühl nicht kannten, und jene die es zuliesen (zuließen) und ihn liebten.
      Nach kurzer Zeit war das erste rot (Rot) zu sehen und es wurde mehr. Es war eine Farbe, die die Opfer dieser Welt verloren. Schließlich kam der Schuss, der das Chaos zur Ruhe und den Priester zu Fall brachte.
      Ein Mann mit einer Pistole stellte sich dorthin, wo kurz davor der stämmige Riese noch gestanden hatte, und sagte zu der kleinen Gruppe mit der er unterwegs war, ( : )"Dieser Mann ist kein Gott oder was auch immer er sein will. Er ist nur ein Mann und wie jeder Mann stirbt er, wenn man eine Kugel durch seine Brust jagt. Ich sage wir vergessen diesen Fanatiker ganz schnell und machen so weiter wie bisher auch. Wir verteidigen unsere Stadt vor den Monstern und Banditen, die dort draußen sind! Wir knallen sie alle ab und lassen nie wieder irgendjemanden zu uns herein! Sonst endet es nächstes mal mit noch mehr Toten!", plötzlich (Komma weg, groß weiter) packte eine Hand seinen Kopf, die fast so groß war wie dieser, und brach mit einem ruck (Ruck) nach rechts sein Genick.
      "Du fehlgeleiteter, mutterloser Sohn", fing die tiefe, brummige Stimme an zu reden, während er die frische Leiche nach unten sinken lies, (ließ ... Punkt statt Komma) "Ja, ich lebe dank der Gnade der Mutter! Seht, ihr ungläubigen (Ungläubigen), ich lebe. Seht her! Seht mich!", mit (Punkt, groß weiter) einer langsamen Bewegung öffnete er seine Lederjacke und entblößte seinen Oberkörper, der von Narben überseht war, (Punkt) "Ich trage nichts, das mich schützen könnte, nur den Schutz unser aller Mutter, und nun kommt, ihr Schäfchen, gebt mir eure Mütter und erhaltet dafür Macht, damit die Menschheit weiter bestehen kann. Auf dass wir eine Zukunft haben mögen, in der wir alle gleich sein können. In der wir alle von der großen Mutter erfüllt sein können."
      Mit Tränen in den Augen begann er mit dem nun glühenden Dolch, dem blendenden Schein der seine Mutter getötet hatte, die restlichen Mütter der Welt zu schlachten, um die Söhne stark zu machen und so eine friedliche Welt im Namen der Mutter zu erschaffen.
    • @Kitsune

      Danke fürs Lesen ^^

      Kitsune schrieb:

      Hey! Ich habe jetzt erst einmal nur "Der Dolch der Mutter" gelesen und mir ein paar Notizen gemacht. Am Ende findest du im Spoiler eine Komplettkorrektur. Solltest du das nicht wünschen, sag bitte Bescheid und ich werde mir die Mühe das nächste Mal sparen und nur allgemein drauf eingehen. :)

      Vielen Dank für die Korrektur, hab das ganze auch schon umgesetzt und würde mich freuen wenn du das beim Rest auch machst


      Kitsune schrieb:

      Insgesamt gesehen fand ich die Geschichte nicht schlecht. Sie lässt vieles offen, beantwortet in ihrer Kürze aber einen gewissen Kern. Als Kurzgeschichte durchaus gelungen. Inhaltlich kann ich da jetzt aber wenig zu sagen. Ein wenig grausam erscheint sie mir schon. Und durchgedreht, aber ich mag durchgedreht.

      Stilistisch schreibst du sicher. Man kann dir gut folgen und du bleibst im Grunde beim Wesentlichen. Deine Sprache ist einfach, aber nicht plump. Gefällt mir.
      Sie soll ja auch grausam erscheinen :P


      Kitsune schrieb:

      Ich werde mir die Tage auf jeden Fall noch deine anderen Splitter durchlesen. Was ich dir aber noch auf den Weg geben möchte: Du hast in kurzer Zeit relativ viel eingestellt. Das ist inzwischen nicht wenig Text und so verleitest du viele, sie nicht lesen zu wollen, weil auch vermittelt wird, dass du nur rasch Sachen Posten möchtest, aber keine Meinung dazu hören. Vielleicht ist das ja auch so, aber es wäre dennoch schade, irgendwie.

      Oh ich möchte Meinungen dazu hören und weil du mir das jetzt gesagt hast werde ich mal nur für mich weiterschreiben und die nach und nach reinstellen