Windweber werkelt

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    • Windweber werkelt

      Gruß euch!

      Auch ich habe hin und wieder Fasen, da werde ich in gewisser Weise kreativ und muss einfach meine Hände benutzen. Das Ergebnis ist aufgrung mangelnder Fachkenntnis und meiner Grobmotorik eher krude. Ich betrachte es aber als Kunst, die statt Wohlbefinden eher das Gegenteil auslöst. Beunruhigende kleine Stücke, wenn man so will, die aussehen, als hätten ein Troll und ein Goblin versucht, zusammenzuarbeiten. :D

      Meine jüngsten Werke, im Garten und der Garage meiner Eltern entstanden:
      Ein simpler Schild, wobei ich auf meinen Buckel ehrlich gesagt etwas stolz bin, der ist ganz gut geraten. Gut, unsauber "ausgeschnitten" und die Nägel wollten nicht immer wie ich. Und das Teil ist einfach zu schwer...



      Ein Stechschild, wie er schon im Waffen-Thread erwähnt wurde. Der ist wirklich schwer (wobei die Orgiginale ja auch mal 10 kg gewogen haben sollen, halb so schlimm, da man ihn ja auf den Boden abstellt oder mit beiden Händen benutzt.

      So, das passiert, wenn man Windweber ein Wochenende Werkzeug gibt.
      Weiteres gibt es ein anderes Mal.
    • Sehr cool! :D

      Woraus hast du den Buckel denn gemacht?
      Das schöne an so einem Buckel ist eigentlich, das die Hand da rein kommt und der Griff nicht raus stehen muss. Zumindest beim Buckler ist so ein raus stehender Griff echt gefährlich, da die Hand dadurch gleich viel exponierter ist...

      Gewicht ist immer so ein Ding, es sollte im besten Fall leicht und Stabil sein, da wurde wohl oft Leinen, Rohhaut oder so in mehreren Schichten auf recht dünnes Holz aufgeleimt damit es leicht und Stabil blieb.

      Wobei Schilde wohl auch teils bewusst sehr dünn waren, da fraß sich die Klinge eher in den Rand, mit einer Drehung des Schildes konnte man dem Gegner im besten Fall das Teil aus der Hand drehen. Waren dann allerdings Einweg-Schilde (oder nennt man das eher Einschlacht-Schilde?). :D
    • Alcarinque schrieb:

      Woraus hast du den Buckel denn gemacht?
      Aus dickem Blech, bin mir nicht sicher, was genau. Vermutlich Eisen oder Aluminim? Jedenfalls habe ich mit einem Hammer in langer, mühelvoller Arbeit einen Buckel daraus geschlagen. Der wirkt sogar stabil genug, um einiges an Schlägen auszuhalten.

      Alcarinque schrieb:

      Zumindest beim Buckler ist so ein raus stehender Griff echt gefährlich, da die Hand dadurch gleich viel exponierter ist...
      Hm, ja... Wobei bei einem solchen Schild ist die Hand ja deutlich ferner vom Rand als bei einem Buckler und meines Wissend verwendet man einen solchen Schild auch deutlich Körpernäher als einen leichten Buckler, den man ja einerseits ob seines geringen Gewichtes lange am ausgestreckten Arm halten kann, andererseits ob seiner geringen Größe ja muss, um sich ausreichend zu schützen. Dieser Schild kann ja meinen kompletten Torso decken, auch wenn ich ihn direkt davor halte... Aber ich gebe zu, ich habe keine Ahnung. :D
      Ich zimmere einfach drauf los, meist ohne große Beschäftigung mit historischen Vorbildern.
    • Wow der Stechschild muss ja die reinste Qual beim Aussägen gewesen sein, sieht aber schon irgendwie geil aus :D
      Vielleicht als Idee fürs nächste Mal: Beim ersten Schild könntest du die Nägel umgekehrt hinein schlagen und dann umhämmern oder sogar abknipsen, je nachdem.
      Ansonsten, jap der Buckel muss ich auch sagen, sieht echt gut aus und falls du noch irgendwo eine Feile findest, könntest du auch noch die Kanten etwas abschleifen.
      Hab mir als Kind auch mal einen gebastelt aus einer Holzplatte und einem Stoffband. Allerdings war das etwas ranzig und wenn ich mich an den Zustand meiner Knöchel nach dem Tragen zurück entsinne auch recht schmerzhaft xD
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Xarrot schrieb:

      Wow der Stechschild muss ja die reinste Qual beim Aussägen gewesen sein, sieht aber schon irgendwie geil aus
      Gar nicht so sehr. Ich habe das Brett eingesägt und dann den Bereich wischen den Schnitten mit einem Keil einfach abgespalten. Wenn man keine elektronischen Geräte verwenden will, muss man erfinderisch werden. :D

      Das absägen oder -knippsen der Nägel hatte ich mir auch überlegt und eine Metallfeile stand auch zur Verfügung, aber bei Blech, das immer mit der Bewegung mitgeht, ist das auch lästig. Insgesamt war meine Zeit etwas begrenzt. Weil ich ja nur über das Wochenende bei meinen Eltern war.
    • Kommen wir nun zu meinen steinzeitlichen Experimenten. Ich stieß relativ schnell darauf, dass heutzutage Leute statt Feuerstein oder Obsidian das wesentlich häufigere Glas verwenden. So mussten viele Flaschen daran glauben :D

      Dies ist ein simples, selbstgebautes Werkzeug dafür


      Anfags war es sehr krude



      Dann habe ich irgendwann, nach viel Übung, kleine Kunstwerke hinbekommen (hier eine kleine Auswahl)

    • Wusstet ihr, dass man aus ganz normalem, toten Gras echt gute Schnüre herstellen kann? Ich habe mir das beigebracht. Und es hat mich überrascht, wie gut es funktioniert.


      Im Folgenden seht ihr meine erste brauchbare Schnur, eine Steinschlauder aus Gras und ein Nest, dass ich aus solcher Schnur und Stöckchen gebaut habe. Die Steinschleuder hat funktioniert, was beweist, wie reißfest eine solche Schnur sein kann. Man kann mit dieser Technik übrigens Schnüre von beliebiger Länge herstellen und sie sicher auch zu Seilen drehen.
    • Das ist allerdings sehr cool! drehst du da einfach lange Gräser zusammen oder ist da noch mehr dahinter?

      Kannst du mit der Schleuder auch umgehen und was treffen? (Außer irgendwelchen Scheiben? Davor habe ich ja immer Angst XD)
      Speziell bei der Schleuder musste ich ja daran denken. Keine Ahnung ob du den Kanal kennst, der Typ hat aber ein paar sehr spannende Videos (und sehr viele) und eigentlich hätte ich nun auch Lust mal eine Schleuder zu bauen und rum zu probieren. Aus Gräsern wäre natürlich gleich nochmals genialer!
    • Alcarinque schrieb:

      Das ist allerdings sehr cool! drehst du da einfach lange Gräser zusammen oder ist da noch mehr dahinter?
      Die Länge der Gräser ist tatsächlich weitestgehend egal.
      Aus diesen Video habe ich es gelernt (es ist sogar recht einfach, den Dreh raus zu kriegen). Schau ab 1:37 - 3:00 oder einfach komplett ;)

      Alcarinque schrieb:

      Kannst du mit der Schleuder auch umgehen und was treffen?
      Ich kann einen Stein grob in die richtige Richtung schleudern. Treffen... Leider nein. Das erfordert wohl sehr, sehr viel Übung. Leider! :D

      Ja, Lindybeige kenne ich. Der weiß, wie man Leute unterhält und er hat durchaus was im Kopf! :D Mein Lieblingskanal ist dieser: youtube.com/channel/UCAL3JXZSzSm8AlZyD3nQdBA
    • Wie hat man eigentlich vor der Erfindung der Metallverarbeitung Bäume gefällt? Mit Steinbeilen natürlich. Und die macht man, indem man Steine mit Sand und rauen Steinen in Form schleift, nachdem man sie grob in Form geschlagen hat. Und dann befestigt man sie an einem Stiel, indem man einen Dicken Ast durchbohrt und den Beilkopf hineintreibt. Wichtig ist, dass er das Loch nur unten und oben berührt, sonst spaltet er den Stiel.

      Daran habe ich ordentlich herumexperimentiert. Leider habe ich bisher, um ehrlich zu sein, kein funktionstüchtiges Werkezug hinbekommen. Es gab wohl auch nicht die richtigen Steine dafür, Kalk ist vermutlich zu weich... Dafür aber eine fiese Keule mit Dreikantspitze. Hier seht ihr die Keule und zwei Beile.

    • Es gibt auf Youtube Jemand, der Ohne irgendwas Werkzeuge, Hütten und Sonstiges macht. Ich liebe es, ihm zuzuschauen, bei ihm sieht es aber immer so einfach aus. Auch er hat sich schon mehrere Äxte mit Stein selbst gebaut.

      Respekt dafür, dass du es ausprobierst! Übung macht den Meister. Deine bisherigen Sachen sehen alle schon recht gut aus auf den Fotos. Bin gespannt, was du sonst noch alles erstellen wirst!


      Genesis: Sie ist Azathoth, das amorphe Chaos in der zentralen Leere
      Josh: Meine Prophetin!
    • In einer Dokumentation habe ich mal die Theorie gesehen, dass man in der Steinzeit Höhlenmalereien gespuckt hat. Also Farbe in den Mund und auf das Medium sprühen. Ich habe mir da mal eine Technik erarbeitet und etwas rumexperimentiert. Ist jetzt alles auf Holz, die Farbe habe ich auch zerstoßener Holzkohle und Sonnenblumenöl angemischt.
      Ich habe mir natürlich Schablonen gebastelt, diese Technik ist ja alles andere als präzise. Ich vermute, in der Steinzeit hat man mit Kohlestrichen vorgezeichnet, dann alles abgeklebt, was frei sein soll (mit Blättern oder so) und dann losgelegt. Oder die Theorie ist Quatsch. Aber es hätte funktioniert. :D

      Hier mein Schattenkampf der Hasen


      Mein Hirsch


      Und mein Wildschwein.
    • Unabhängig davon, ob das jetzt "so war" oder nicht: Es sieht genial aus. Dein Hirsch ist einfach nur perfekt!


      Nach kurzem Nachdenken: Warum sollten die damals gespuckt haben? Auftupfen wäre m.E. weitaus weniger... Bäh gewesen. Ich stell mir das nicht angenehm vor, ein Ruß-Öl-Gemisch oder so ins Schnäuzel zu nehmen... Nur ma so gegrübelt
      Aus aktuellem Anlass:

      Ich möchte bitte keine LIKEs mehr haben! ^^
      Wenn Dir mein Beitrag hier und anderswo gefällt, schreibs mir einfach. :danke:
    • @Cory Thain Die Farbe schmeckt einfach nach Sonnenblumenöl, die Kohle scheint keinen Geschmack zu haben... :D Also meine jetzt, ich weiß nicht genau, was die damals verwendet haben, ich dachte ich nehme mal was wasserfestes, ungiftiges und umweltverträgliches, was zu Hand ist. ^^
      Aber warum die jetzt keine Tierhaarpinsel oder die Finger genommen haben sollen - keine Ahnung. Vielleicht bietet das Sprühen auf unebenen Flächen Vorteile? Wir sprühen heute ja auch manchmal, statt zu pinseln... Aber wirklich - keine Ahnung! Ich wollte es halt mal ausprobiert haben, weil es mich fasziniert hat.
    • Ich finde das Ergebnis muss sich vor anderen Höhlen... spuckereien nicht verstecken :rofl:
      Auch wenn es aufwändiger ist, die Schablone zu machen als das eigentliche Kunstwerk xD Aber ist eine interessante Spielerei :D
      "Fürchte nicht die Finsternis. Akzeptiere sie und sei, was in ihr auf deine Feinde lauert. Angst ist eine Waffe, Halvar. Nutze sie zu deinem Vorteil."


    • Vermutlich läuft das eher unter Zwangsneurose als unter Kunst, aber ich schäle meine Mandarinen immer in einem Stück und habe dafür vier Grundtechniken entwickelt, die sich noch kombinieren lassen.



      Das oben nenne ich das S, das in der Mitte ist der Stern, das unten der Elefant (genauer der afrikanische Elefant, weil große Ohren; wobei kaum jemand zuerst einen Elefanten sieht, weiß auch nicht warum :D ) und das rechts ist die Schlange.
      Die lassen sich auch kombinieren, Elefant und S ergeben zusammen einen Elefanten mit eingerolltem Rüssel und kleinen Ohren (der asiatische Elefant).
      Insgesamt nenne ich es Mandarienen-Origamie :D