Mephis Fragen

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  • Moin, Meph.

    Wenn man eine enge Beziehung zu jemandem hat und auch den Kontakt pflegt, beispielsweise durch Telefonate, dann kann man indirekt sicher spüren, ob etwas seltsam an den letzten Interaktionen war. Dadurch entsteht oft dieser Eindruck, dass man als Vater/Mutter spürt, wenn etwas nicht stimmt. Das hat nichts mit Blutverwandtschaft zu tun und ein telepathischer Draht über den Atlantik ist es auch nicht - das gibt es alles nicht und wäre, so weit ich das wissen kann, Magie.

    Wenn der Vater seiner Rolle als Vater gerecht wird und mit seinen Kindern auch in Kontakt steht, dann halte ich eine Ahnung auch nicht für abwegig, entweder nach dem letzten Gespräch oder weil es vielleicht unerwartet lange eben kein Gespräch gab.


    Hoffe, das hilft

    [Schlaue, tiefgreifende Lebensweisheit]

  • Das liegt daran, dass Du seit Jahren immer wieder daran herumschraubst. Hier etwas hinzufügst, dort etwas weglässt. Dazu kommt: Du bekommst Kritik und anstatt den Text zu überarbeiten, kam dann oft: Also, ich habe es jetzt mal völlig anders geschrieben. Es gab am Anfang eine Idee, die sich mittlerweile zum Monster aus Strängen, Charakteren, Zeiten und Orten entwickelt hat. Gleichzeitig mussten auch noch homosexuelle Beziehungen, Sadomaso und Kindesmissbrauch mit hinein. Welche Zielgruppe soll das am Ende lesen?

    Keep it simple.

  • Du hast schon Tonnen von Feedback bekommen und jetzt geht es wieder von vorn los?

    Wie auch immer, früher oder später hast Du den Gaul tot geritten. Für Dich, aber auch für andere.

    Werd Dir klar, was der Kern Deiner Geschichte ist und welche Art von Geschichte Du erzählen willst.

    Dann noch eine Rangliste der Figuren und dazugehörige Charakterbögen.

    Damit hast Du vorerst genug zu tun.

  • hier ist der Alte Plott



    ALESSANDROs Plott mit Eden
    Alessandros Plott Alessandro Drago, derzeitiger Führer der Italienischen Vampire und Urvampir will eine gemeinsame Währung einführen und erfährt kurz…
    docs.google.com



    Hier der Neue Plott



    Mondblut Szenenplan
    Der Plotplan von Mondblut Plotline insgesamt: Die Ritter der Dunkelheit entführen Aleena Drago und verschleppen sie nach Frankreich zu den Napoléoner.…
    docs.google.com



    Charaktereliste und Steckis folgen

    • Offizieller Beitrag

    Charaktereliste und Steckis folgen

    Meph, das braucht ein Autor nicht zwangläufig. Zumindest nicht am Anfang. In manchen Büchern gibt es ein Glossar, aber das werden die meisten Autoren final am Ende erstellen. Wenn du gescheiht deine Geschichte von Anfang an erzählst ... also mit Vorwort oder Prolog, einem ersten Kapitel, einem Mittelteil und einem Ende ... lernt der Leser alles kennen. Und das macht auch viel der Spannung in einem Buch aus. Wenn ich ein Buch kaufe, will ich auch nicht erst die Charakterliste sehen. Das verwirrt dich nur wieder und raubt dir Zeit. Und die wenigstens werden das lesen. Erpar es dir und dem Rest. Mach ein Glossar, wenn du fertig bist.

  • okay, du hast recht. Aber anscheinend ist das ganze erste Kapitel nach hinten los gegangen.


    Ich versuche doch nicht alzu viel zu erklären wie im alten.


    Was mache ich den immer Falsch? Jetzt habe ich mich schon auf das nötigste Beschränkt und wieder kommt nichts an.


    Mann es ist zum verzweifeln.


    hier ist die Alte Version. Irgendwie war der Start da Besser. Aber warum wollte es dann nie jemand lesen.


    Mitternachtleben Mondblut Rohfassung – Google Drive

    Einmal editiert, zuletzt von Chaos Rising () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Mephistoria mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Charaktereliste und Steckis folgen

    Das ist Autorenarbeit für den AUTOR - nicht für die Leser. Die Charakterbögen sind für Dich, damit Du weißt, was Deine Figuren ausmacht und antreibt.


    Das sind die Dinge, mit denen Du Dich auseinandersetzen solltest ->


    BASICS-

    Hauptcharakter Name:

    Rolle in der Geschichte:

    Aussehen:

    Alter:

    Persönlichkeitstyp: (einer der 9 ENNEAGRAM Typen)


    INTERNAL: Wichtigste Punkte Deiner Figur

    Was ist ihre größte Angst?

    Innere Motivation:

    Kryptonite:

    Was ist ihr Irrglauben?

    Dinge, die sie lernen muss:

    Was ist das Beste in ihrem Leben?

    Was ist das Schlechteste in ihrem Leben?

    Wofür verachtet sie andere Menschen?

    Was bringt sie dazu, sich gut zu fühlen?

    Was bringt sie dazu, sich geliebt zu fühlen und welche Person schaffte das zuletzt?

    Drei Dinge, die sie am Leben am meisten schätzt?


    EXTERNAL: Nicht unbedingt notwendig, aber nützlich

    Was ist ihr Lieblingsbuch, – film, -musik?

    Von welchem Gegenstand kann sie sich auf keinen Fall trennen?

    Beschreibung eines kompletten Outfits

    Welche Spitznamen hatte sie bisher?

    Wie manipuliert sie andere?

    Wie ist ihr Tagesablauf?

    Das beste Mittel gegen einen schlechten Tag?


    ZIELE:

    Inwiefern ist Ihre Figur mit ihrem Leben unzufrieden?

    Was glaubt Ihre Figur, dass ihr wahres Glück oder Zufriedenheit bringen wird? Welchen definitiven Schritt könnte sie tun, um ihren Traum zu verwirklichen?

    Wie hat ihre Angst sie bisher davon abgehalten, diesen Schritt zu tun?

    Wie glaubt Ihr Protagonist, dass er sein Ziel erreichen kann, während er sich immer noch von der Sache fernhält, vor der er Angst hat?


    THE BACKSTORY -DER MOMENT, DER ALLES VERÄNDERTE

    ...

    Mit welchen Vorstellungen geht Ihre Figur in die Szene und wie wird sie von dem Ergebnis überrascht?


    Wie kämpft Ihre Figur damit, an ihren alten Überzeugungen festzuhalten?

    Was ist ihre Schlussfolgerung/neue Überzeugung?


    Dazu kommt -

    Die Grundpfeiler eines guten Storytellings (falls es eine Heldenreise sein soll ->https://de.wikipedia.org/wiki/Heldenreise )

    -Der Held/die Heldin

    -Ein Konflikt

    -Die Lösung des Konflikts

    -Der Spannungsbogen

    -Worum geht es?

    -Und wieso ist es für mich wichtig?

    Quasi alle klassischen Geschichten, Sagen, Mythen und Märchen sind auf einer Heldengeschichte aufgebaut. Jeder der oben angeführten Punkte wird berührt. Und ganz wichtig, sowohl bei Märchen als auch im Storytelling:

    Dem Helden/der Heldin geht es schlechter, bevor es aufwärts geht.

    Der Tiefpunkt der Geschichte ist essenziell. Den Protagonisten muss es wirklich schlecht gehen, es muss einen dramatischen Wendepunkt geben, bevor alles gut wird.

    Dafür braucht es einen roten Faden, die Prämisse, den/die der Autor kennen muss.


    Sorry, aber Dein Plot ...

    Es ist keine Hauptfigur und auch kein Geschichte und kein Spannungsbogen zu entdecken:

    Ritter entführen eine weibliche Figur nach Frankreich, da sie befürchten, dass irgendjemand ihre Verstecke ausfindig macht.

    Wenn ich jemanden entführe, dann lenke ich doch gerade die Aufmerksamkeit auf mich. Was soll mit dieser Entführung bezweckt werden?

    Dann wird es wirr und irgendjemand wendet sich am Ende an die Mafia.

    Schon im ersten Kapitel tauchen 14 (!) Figuren, teils mit exotischen Namen auf.

    Danach verhedderst Du Dich, denn die Perspektiven der Kapitel wechselt ständig.

    -> A.Drago, J.Fagio, A.Nossini, A.Drago, J.Fagio, A.Nossini, A.Drago, J.Fagio, A.Nossini und pausenlos der Verweis, was dazwischen passiert und auf Aleena.

    Sind das alles wichtige Handlungsstränge und Perspektiven? Für eine Entführung und Versteckspielen?

    Wieder die allerwichtigste Frage: Was willst Du mit Deiner Geschichte aussagen? Wo/Womit beginnt sie für wen und wie soll sie enden? Mit welcher Figur soll der Leser besonders mitfiebern? (Auf keinen Fall mit 14+ Charakteren!)

    Keep it simple!

  • Wunderbar zusammengefasst Eegon2


    Zwar hast du schon darauf hingewiesen, aber ich möchte auch noch einmal eindringlich auf die Bedeutung von internem Konflikt hinweisen.


    Mephistoria Egal wie trickreich dein Plot, wie gewaltig dein Setting, wie ausgeklügelt das Magiesystem oder wie abgefahren deine Figur(en) ist. Das könnte dem Leser/Zuschauer (so grausam es sich anhört, sorry) nicht egaler sein. All diese Punkte „klicken“ nur mit ganz bestimmten Personen(Gruppen). Wenn du willst, dass deine Story mit jedem klickt, solltest du so früh wie möglich den Schwerpunkt auf den Aspekt legen, mit dem sich jeder Mensch identifiziert. Und was ist das? Ganz genau: Unsere Wünsche, die mit unseren Ängsten/Fürchten kollidieren, oder auch Interner Konflikt genannt. Interner Konflikt stellt das Bindeglied zwischen dem Leser und deiner Story dar.


    Dieses Kunststück der Vorstellung des internen Konflikts vollführen übrigens regelmäßig Disney Filme. Gewöhnlich wird in den ersten 5 Minuten das Innenleben der Figur nach allen Regeln der Kunst in einem Musical aufgezeigt. Und Tada: Schon hat der Film den Fisch ähm sorry ich meine den Zuschauer am Haken. Wir verstehen wer die Figur ist, ihren sehnlichsten Wunsch, ihre Angst, ihren Missglauben über die Welt etc.


    Beispiel Rapunzel: Sie möchte ihren Turm verlassen und die schwebenden Lichter sehen (Wunsch), doch um das zu erreichen müsste sie gefährlichen Weg dorthin begehen (Furcht)



    Ich möchte dir zwei Empfehlungen mit auf den Weg geben:


    Als Erstes: „Plot & Struktur: Dramaturgie, Szenen, dichteres Erzählen: Meisterkurs Romane schreiben.“ Von Stephan Waldscheidt. Eine hervorragende Einstiegslektüre im Bezug auf die Grundlagen des Plottens, wie ich finde.


    Als Fortgeschrittenenlektüre würde ich dir „Story“ von Robert McKee empfehlen. Es handelt sich hierbei zwar um eine Standartlektüre für Drehbuchautoren, aber ist zum überwiegenden Teil auf Romane entsprechend anwendbar.

    Hier werden unter anderem sehr ausführlich die Bedeutung des auslösenden Ereignisses, die verschiedenen Konfliktarten, vor allem der interne Konflikt diskutiert.



    Frohes Schreiben :)

  • das habe ich doch alles bereits.


    Jaspers Interner Konflikt : seine Würzeln finden


    Adam: erst sich mit seiner Herkunft auseinandersetzen setzten und dann Gewissheit über Jaspers liebe finden und der schmerzliche Trennung von ihm.


    Alessandros Konflikte: der schmerz und die Angst um seine Tochter. Die Entscheidung seine Tochter zu verlieren oder sein Politisches Ansegen zu verlueren und dafür seine Tochter vielleicht zu retten

  • Aber wie hängen die alle zusammen? Nur, dass es Vampire o.ä. sind reicht nicht.

    Wer ist der Held? Wer ist der Bösewicht?

    Ich meine mich erinnern zu können, dass Adam mal der Held war, Jasper sein Geliebter und Alessandro der Bösewicht? Und am Ende gebiert Aleena den Heiland.

    Somit wäre Jasper schon mal nur eine Nebenfigur und bräuchte viel weniger Screentime.

    Es gab schon x Vorschläge, dass z.B. Adam als Normalo in die Vampirwelt und deren Konflikte hineingezogen wird und sich dort entweder integrieren oder sogar um die Spitze kämpfen muss/soll/darf.

    In dem Fall sollte sich ein Großteil der Handlung um Adam drehen, während Alessandro z.B. entweder versucht, Adam aus dem Weg zu räumen oder auf seine Seite zu ziehen. Ähnliches gilt für Aleena, der wohl am Ende eine größere Rolle zufällt.

    Oder Adam wird aus irgendwelchen Gründen gebraucht, um Aleenas Entführung aufzuklären.

    Ich habe den "neuen" Szenenplan mal stellenweise quergelesen und hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass da irgendwo eine Geschichte erzählt wird. Pausenlos werden Namen ins Spiel gebracht, seien es Ort oder Familienmitglieder.

    Bsp.:

    Kapitel 4

    Szene 1 - 5:

    Szene 1: Nach dem Adam Jasper aus dem Saal getragen, hat lässt Lorenzo Antonion Jaspanda verhaften. Antonion weißt ihn daraufhin, dass er als Vampirkönig Immunität genießt und dass sie das nur können, wenn er Volksverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschenerhaltung oder die Vampirerechte begeht. Alessandro ist abgelenkt und überlässt völlig Lorenzo das Politische. Er bekommt eine MMS mit Bildern von Aleena und der Forderung den Rittern der Dunkelheit Informationen über das Verhältnis der anderen Staatsoberhäupter zu ihren Lustsklaven zu geben. Alessandro sieht auf Antonion.

    Lorenzo will Antonion Jaspanda abführen lassen und Alessandro greift ein. Er lässt Antonion Jaspanda frei und spielt gegenüber Lorenzo die Vamsarkarte aus. Lorenzo knurrt aber er lässt seinen Bruder gewehren.

    Adrianos Bluterion ist sichtlich entsetzt und schlägt,vor das er und Antonion sich erstmal in ihre Gastgemächer zurückziehen.

    Die Anwesenden stimmen zu.

    Szene 2:

    Lorenzo geht nach Jasper sehen und Antonion bittet darum dass sein Kleines Eklar aus von den Überwachungsvideos verschwindet. Fernando spielt mit seinem Smartphone und hat sich mit Adrianos im Hintergrund gehalten.

    Alessandro bekommt eine SMS, das die Ritter ihn mit Aleena sprechen lassen, wenn er ihnen erste Informationen gibt. Alessandro hat den Gedanken die SMSen könnten von Fernando kommen. Weil sie immer dann kommen wenn er gerade etwas Luft hat und das kann man nur so takten wenn man ihn beobachtet.

    Alessandro bietet Antonion an persönlich die Bänder zu löschen und geht raus.

    Szene 3: Alessandro geht in die Sicherheitszentrale von Schloss Immortalitá und nimmt den Ausraster von Antonion gegen seine Lustsklavin mit seinem Handy auf während er es abspielt. Dann löscht er es aus den Überwachungsbändern raus. Er schickt das Video an den Absender der SMSen und wartet.

    Doch sie lassen ihn zappeln.

    Szene 4: Alessandro trifft Felix und Felicia, seine Nichte und seinen Neffen. Sie fordern ihn zum Dragofangen heraus. Pietro macht auch mit. Die 4 spielen sehr lange. Dabei macht Pietro den Vorschlag eine Parlamentssitzung wegen des Drabunds anzusetzen. Alessandro stimmt zu. Er sagt er würde die anderen einladen und morgen mit Fernando zur Banco de Sangichi fahren und um sich die Druckkapazität der Währung anzusehen und nochmal das Design umzukrempeln. Da ihn die Vordrucke nicht gefielen.  

    Er verschweigt Aleenas Entführung da er erst rausfinden will wer ihn beobachtet und ob Fernando es wirklich ist.

    Szene 5: es geht zum Abendessen. Danach läd er die Staatsoberhäupter für in 2 Wochen zur Parlamentssitzung ein. Es gibt einen Stromausfall im ganzen Schloss.

    Er bekommt einen Anruf. Aleena ist dran und er kann kurz mit ihr sprechen. Dann geht einer der Entführer dran. Alessandro wird gesagt, das er niemandem etwas sagen soll und ihnen schon brav alle Lustsklaven der Staatsoberhäupter nennen soll und Sicherheitsprotokolle herausgeben soll, ansonsten würden sie Aleena foltern. Alessandro hat keine Andere Wahl und sagt ihnen das er ihnen geben wird wonach sie verlangen, wenn sie Aleena nichts antun.

    Dann geht er in einen unruhigen Schlaf.


    Bei genauerer Betrachtung ist das Kapitel um ca. 2/3 geschrumpft, denn die eigentliche Story verschwimmt hinter all dem Zeug.

    Mir ist auch aufgefallen, wie hanebüchen die Forderungen der Ritter klingen. Ging es nicht ursprünglich mal darum, dass Aleena irgendwas Besonderes war/hatte?

    Nun liest es sich so, dass die Ritter der Nacht die Bösewichter sind. Okay, aber das klingt, zumindest im Plot, als viel zu diffus.

    Und nochmal: Keep it simple.

  • Okay ich erkläre euch die Handlung.


    Der Kern von Star wars ist ja Die Jedi als Gute müssen über die Sith alsBöse siegen. Der Auserwählte wird alle Sith vernichten.

    Zu erst wird ja Anakin für den Auserwählten gehalten. Die Bösen Sithv können Anakin auf ihre Seite zerren und am ende wird er gut und tötet seinen Meister.


    Auch geht es in Epi 1 biss 3 Anakin auf die Dunkle Seite zu ziehen und das die Sith das Imperium erschaffen.


    Epi 4 biss 6 geht es darum Anakin vom bösen abzukehren, damit er das Imperium vernichtet. Als Held haben wir jetzt Luke, der als Sohn in der Lage ist Anakin zum guten zu machen. Dafür muss Luke Jedi sein. Also dreht sich 4, 5.6 auch darum wie er Jedi wird.


    Ihr seht, die Person um die sich die Handlung dreht muss nicht der Prota sein.


    Solche Zusammenhänge gibt es bei mir auch.


    So ich habe folgende Fraktionen.



    Erklärung der Organisationen:


    1. Blutbund: Der Bund der 12 Vampirländer zur Erhaltung und zum Schutz der Vampire und zur Verhinderung der Ausrottung der Menschen
    2. Die Ritter der Dunkelheit: Die Terroristengruppe um Henry van Canteriad, die versucht die Halbvampire aus der Sklaverei zu befreien
    3. Die Hölle und König Luzifer: Ein Königreich das versucht dem Himmel zu beweisen, das Gott falsch liegt, wenn er denkt Frieden erreiche man mit Vorbestimmen und Versklavung und dem Lenken der Menschen. Ziel Wahre Freiheit für die Schöpfung
    4. Stadthalter Michael und das Himmelreich: Das Himmelreich versucht den Willen des Herrn gerecht zu werden und den Rebellen Luzifer zu vernichten. Es strebt die absolute Kontrolle über die Schöpfung und die Menschen an.




    Neutrale Organisationen:


    1. Die Vampiremafiafamilien: sie wollen frei von Gesetzt und Staat sein. Sie sind neutral und dienen Niemandem. Sie sind in der Lage, sich sowohl dem Blutbund als auch mit den Rittern der Dunkelheit anzuschließen. Aufgrund ihrer organisierten Kriminalität sind sie Gegner des Blutbunds
    2. Die Dondesade: Sie sind eine BDSM Sekte aus Frankreich. Sie verehren Marquis de Sade und praktizieren eine sehr ungesunde Art von BDSM. Dieses BDSM wird zwar von ihnen so genannt, ist aber in Wirklichkeit eine Ansammlung von Gewalt, echter Unterdrückung, Stockholmsyndrome, Sklaverei und Folter. Sie gelten als Kriminell und werden vom Blutbund verfolgt.
    3. Ordre de Frere de Soleil: Orden des Bruder der Sonne: dieser Orden entstand Ende des 17. Jahrhunderts und wurde von Prinz Philipp I. de Bourbon, Ducé d'Orléans. Er soll Frankreich beschützen und für das Recht der Boubonen eintreten und die Monarchie des Landes erhalten
    4. Dämon Cantar und Verbündete: Cantar wurde aus der Hölle verstoßen und arbeitet nun daran die Herrschaft des Himmelreichs über die Schöpfung zu brechen um die Schöpfung seinem Herrn Luzifer übergeben zu können.



    Verbündete des Blutbunds


    1. Magia Nera da Firenze
    2. Magia Nera de france
    3. Magia nera de Aragon
    4. Magia Nera from England


    So wer ist Böse?


    Cantar und Verbündete

    Ritter der Dunkelheit

    Micheal und der Himmel


    Die neutralen Organisationen können sich beiden Parteien anschließen. Sie sind wie die Kopfgeldjäger in SW. Neutral und können sowohl auf die gute Seite als auch auf die Schlechte Seite gehen.


    Aber die Mafia hat sehr viel Böses. Aus dem Grund das sie Kriminell sind. Und sie ist ein Persönliche Antagrupierung für Prota Jasper.


    Ich habe die Plott Antagonisten und die art Persönlichen Bösewichte der Protas. Jemand wie zb. Jabba für Han Solo oder Draco Malfoy für Harry. Oder Snape für Harry. Snape steht ja auch eigentlich bei den guten aber ist trotzdem ein Gegenspieler von Harry.


    So wer ist gut.


    Der Blutbund ( da gehört Alessandro als Herrscher der Vampire Italiens natürlich mit dazu. Auch Adam gehört dazu weil er ja Prinz Frankreichs ist. Jasper gehört als Partner von Adam auch dazu.)


    Der Blutbund ist quasi so ähnlich wie die Rebellen und die Republik in SW. Oder Der Orden des Phönix.


    Die Hölle und Luzifer.


    Die Magia Nera als Verbündete beider Parteien.(Blutbund und Hölle) Sie jagen Dämonen und schicken so Ausreißer zurück in die Hölle für Luzifer. Das schützt ja auch den Blutbund.


    Das waren die Guten und Bösen auf der Fraktionsebene. Nun zu den Antas, Persönlichen Antas und den Protas.


    Die Antas:


    Henry van Canteriad für die Ritter der Dunkelheit.


    Henry ist gegen den Blutbund weil er die Halbvampire, dessen Stammvater( Erste dieser Art) er ist aus der Unterdrückung der Vampire befreien will, die von der Regierung Blutbund und der Vampirgeselschaft als Sklaven gehalten werden. Was ihn böse macht ist dieses Gegesätzliche Ziel zum Blutbund, der eine Versorgung mit Blut und Sex durch diese Sklaverei gewährleistet.


    Als Persönlicher Antagonist von Prota Alessandro will er Alessandro durch Aleenas Entführung dazu bringen seine Interessen im Blutbund heimlich durch zu setzten. In der Handlung ist dies die Absetzung der Gemeinsamen Währung. (Da der Leser ja dinge wie Zusammenhalt oder zb die Einigkeit der Europäischen Union ja nicht greifen kann. Mache ich es durch die geneinsame Währung sichtbar. So weiß der Leser die Zwölf Reiche sind noch nicht hundert Prozent vereint. Aber wenn sie sich eine Währung Teilen sind sie es.) Henry will ja in diese Einigkeit eingreifen und den Blutbund zerstören.

    Wie zerstört man als so etwas wie die Europäische Union? Entweder alle Mitgliedersstaaten einzelnn angreifen, was nichts bringt, da die anderen dem Land dann helfen. Oder stück für Stück die Mitglieder zum austritt zu bewegen so das das ganze so schwach ist, dass du es angreifen kannst.


    Henry hat nicht wie Palpatine eine Order 66. Palpatine wsr ja bereits in der Republik drinnen und konnte sie so von ihnen einfach übernehmen und dann um bemennen. Die Order 66 hat ja nur die Jenigen ausgelöscht die ihn daran gehindert hätten. Und sie war teil seines Persönlichen zweiten Antawunsches als Sithlord die Jedi zu vernichten. Diese Beiden Wünsche hat Henry auch.


    Henry möchte sein Volk befreien und die Mörder seines Vaters leiden sehen und töten. In Alessandro fließen diese Beiden Motive zusammen. Alessandro hat Henrys vater mit getötet und ist gleichzeitig eine meiner Verkörperungen des Blutbunds. Er ist sozusagen EUAnführer und der führer der Italienischen Vampire. Also praktisch Fondalein und Scholz, Marcrow Biden etc in einem.


    Desweiteren steht er aber Auch in Verbindung mit Adam und Jasper.


    Jasper ist das Sinnbild für das er Falsch handelt, wenn er einfach alle Halbvampire befreien will. Jasper war ein Lustsklave, eine versklavter Halbvampire, die Henry ja befreien möchte. Er zeigt dem Leser wie die Lustsklaven funktionieren und dass es Vampire gibt die die Lustsklaven misshandeln ( was ihn Henrys Motiv besser verstehen lässt) und an Hand der Beziehung zu Adam aber auch warum die Regierung so viel verliert wenn sie die Lustsklaverei aufgibt und das es auch ohne Versklavung funktioniert aber die Vampire die Halbvampire trotzdem brauchen( Sprich das Motiv des Blutbunds warum sie gegen Henry stehen und diese Moralisch Bösetat verteidigen)


    Adam ist bei ihm das Sinnbild für die Vampire die sich von seinem Volk ernähren. Er spiegelt für den leser die Vampirgesellschaft wieder die ihre Halbvampire gut behandeln und wo eine Liebesbeziehung zwischen Jäger und Nahrung herrscht. Er stellt die Blutversorgung durch die Halbvampire Positiv dar für den Leser.


    Als Adam Im zweiten Teil König von Frankreich vorrübergehend wird, rutscht er für Henry quasi zum Direkten Gegner hoch. Weil er ja dann eine Verkörperung eines der Mitgliedsstaaten der EU ist. Ein Land kannst du ja als Landmasse nicht kämpfen lassen. Also brauchst du Personen zum Anfassen die dieses Land vertreten.


    So Nun zu Micheal und dem Himmel


    Erzengel Micheal ist Anta im Sogenannten Eden Plott.

    Er iist eine Dritte Partei, die den Blutbund bekämpft weil diese Vampire sind. Vampire sind Luzifers Antwort auf die Menschen. Sie sind quasi luzifers Adam und Eva. Luzifer ist kein Gott und kann somit nicht erschaffen.er kann nur verändern. Die Vampire sind veränderte Menschen. Also besteht eine natürliche Feindschaft zwischen Himmel und Vampire abgesehen vom Plott weil die Vampire Luzifer verehren.


    Henry hat Aleena entführt 1. Weil er Alessandro damit leid zu fügen kann, wegen Rache für Vater motiv und 2. weil er Alessandro so mit der Drohung: ich bringe aleena um wenn du dies und diese politischen Dinge nicht mir sagst oder das und das Gesetzt verabschiedest kontrollieren kann. (Zb. Könnte er Alessandro erpressen die Armee abzuschaffen und dann einfach mit seiner Armee angreifen. Er wäre dann ja im Vorteil)

    Der Dritte Grund ist nun. Das Cantar ihm gesagt hat dass wenn er Aleena schwängert eine Macht bekommt, mit der er den Blutbund vernichten Kann.

    Diese Macht ist der Messias.


    Der Messias kann nur durch die Linie Micheals und luzifers entstehen. Henry ist Micheals Verwandter. Aleena ist die Urenkelin Luzifers. Ergo brauche ich die beiden um den Messias zu Zeugen.


    Der Himmel und Erzengel Micheal haben nun folgendes Motiv: Verhindern das der Messias geboren wird und wenn Aleenas Kind dann da ist ihn für den Himmel zu gewinnen. Da Alessandro ja logischerweise seine Tochter und sein Enkelkind nicht einfach den Engeln geben wird mit der Konsequenz sie nie wieder zu sehen. Steht Micheal im Konflikt mit Alessandro.

    Micheal will aber auch verhindern das Cantar Eden öffnet. Cantar braucht dafür die Erben Kain und abels. Das sind Adam und Jasper. Was denkt sich Micheal jetzt ja töte ich einfsch Adam und Jasper und ihre Kinder. Weil die nächste Generation könnte ja auch Eden öffnen und von Cantar benutzt werden. Also steht das auch in Konflickt zu Adam und Jasper. Die Da ja logischerweise ihre Lieben schützen und ihr Leben behalten wollen.


    Micheal macht das alles auf Gottes befehl und aus dem persönlichen motiv seinen bruder Luzifer zu schützen. Der Messias ist der einzige der Erzengel töten kann. In Eden liegt die Waffe mit der der Messias diese töten kann. Also muss er Aleenas Schwangerschaft bzw. Den Messias bekommen und Verhindern das eden geöffnet wird um sein Ziel Bruder zu beschützen Zu erreichen.



    So Cantar ist ein Dämon der nicht mehr Luzifer dient, weil er es wagte ein Lebewesen zu erschaffen. Das darf aber nur Gott. Wegen dieses Vergehens wurde er aus der Hölle verbannt. Sein Wunsch ist es seinen Sohn( das Lebewesen was er erschuff) aus dem Gefängnis von Luzifer zu befreien und Eden zu öffnen, um eine Supermenschen armee mit dem Baum des Lebens zu erschaffen und die Erde zu erobern. Die Erde will er Luzifer dann als Geschenk dar bringen und ihn bitten ihn wieder sein Diener werden zu lassen. Er will im Grunde nur wieder nachhause.


    Da die Erde erobern ja auch die Vampire vernichten mit einschließt haben wir den Konflikt mit allen drei Protas. Außerdem ist das Wesen was Cantar befreien möchte die seele von Jaspers früheren Besitzer als er noch Lustsklave war. Also rayn. Rayn ist immer noch bessesen von Jasper und will dessen Körper für sich. Auch hat Adam dadurch dass er Rayn tötete luzifer erst die Möglichkeit gegeben ihn einzusperren.

    Also will Rayn Jasper als Wirt und adam töten. Er arbeitet dann für seinen Vater weil dieser sein vater ist und ihm verspricht das er Jasper bekommt.

    Ich denke der Konflikt mit Adam und Jasper ist klar.



    Versteht ihr jetzt wie das alles zusammenhängt? Könnt ihr folgen bevor ich fortsetze?

  • Mädel.... NEIN! Du hast es nicht verstanden, oder? ;(


    Du sollst uns Deine Geschichte nicht erklären! Du sollst sie als Geschichte erzählen, und zwar so, dass keine extra Erklärungen notwendig sind.

    Das, was Du hier niederschreibst, ist wichtig, ohne Frage. Aber halt FÜR DICH! Für den Autor, um den Faden nicht zu verlieren. Der Leser, also WIR, wollen/möchten eine Geschichte erzählt bekommen.

    Wenn Dir vielleicht eine Metapher hilft: Wenn Du dem Leser einen Regenbogen nahe bringen möchtest, erzählst Du ihm ja auch nicht die physikalischen Hintergründe, die zu dieser optischen Erscheinung führen...

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • das tue ich doch im Roman.


    Die anderen fanden das zu kompliziert und wollen deshalb das ich neu anfange und sie wollen die Gewalt weg haben. Das Gehört aber dazu.


    Ich schreibe seid Jahren an dieser Geschichte und ich schreibe sie wie einen Roman. Aber anscheinend ist es nicht so das überhaupt irgend eine Information ankommt?



    Hier so sieht das Ganze aus :


    Kapitel 1




    Adam Nossini und die Rückkehr nach Paris



    Liebes Tagebuch,



    Der Traum eines Vampirs ist immer etwas aus seiner Vergangenheit. Aber manchmal gelingt es dem Vampir, seine Erinnerungen mit seinen Ängsten und Träumen zu mischen. So träumte mein Onkel zum Beispiel Jahre lang, dass er das Schicksal seines Bruders teilen würde. Obwohl er nie etwas in der Hinsicht erlebte. Doch meine Träume sind immer Erinnerungen. Es sind meine schlimmsten Erlebnisse, die einschneidendsten Augenblicke in meinem Leben, oder besser meiner gesamten Existenz. Denn ich habe drei Leben gelebt. Eines in behüteter Obhut eines französischen Grafen, eines in ewiger Gefangenschaft, verleugnet und verraten von meinem leiblichen Vater und eines in Freiheit, Unterwerfung, Dominanz und Liebe.


    Nur zwei Personen gaben mir in der Zeit der Gefangenschaft die Kraft, mich von den Qualen, welche ich in dem Revolutionsgefängnis Conciergerie und der Festung La Lúne, dem Gefängnis des französischen Königreichs der Sonne, erlitt und von den Schrecken welche ich in Charenton, einer Anstalt in Frankreich, erlebte, zu befreien.



    Nun bin ich trotz allem, was ich in diesem Land erlebte, auf dem Weg zurück. Ich wurde gequält, geschlagen, verleugnet, eingesperrt und sollte sogar unter die Guillotine. Doch all dies hält mich nicht davon ab, für die Überführung und die Beisetzung eines Mannes zurückzukehren, der mich immer liebte. Ich kehre für dich zurück, Vater. Ich kehre trotz Verbannung nach Paris zurück um dich aus der „Basilique Les rois immortels“ zu holen und in Ehren zu bestatten, so wie du es verdienst.


    Denn Húgo Lequa ist mein einzig richtiger Vater. Mein leiblicher Vater, Prinz Stanislas de Nuit, ist dies niemals gewesen. Mein Name war einmal Adrian, doch Adrian Lequa ist mit der Französischen Revolution gestorben und Adam Nossini ist nun mein einzig wahrer Name. Ein Name, den ich gerne trage.


    Ein Name, der mich von der königlichen Vampirfamilie abgrenzt. Als Vampir muss man natürlich viele Namen haben, weil sonst die Menschen hinter dein Geheimnis kommen. Adrian ist mein Name im 18. Jahrhundert gewesen. Seit 1912 trage ich den Namen Adam Nossini unter dem ihr auch kennenlernen werdet.


    Den Namen den mein Erzeuger Prinz Stanislas de Nuit mir gab, nämlich Xaviere Juliano de Nuit, trage ich nun als Dauphin, dem Kronprinzen, des französischen Vampirischen Königreiches der Sonne. Doch tue ich dies nur aus Pflicht. Ich bin und bleibe Adam.



    Adam Nossini




    Rückblick



    21. Januar 1793


    Frankreich, Grafschaft Artois, Hof der Familie Lequa



    Die Sonne ging schon langsam hinter der Stadt Arras unter, als ich aus dem Haupthaus heraus trat und nach meinen Vater suchte. Ich sah ihn über den Hof zum Speicher gehen und lief auf ihn zu. Mein Vater trug ein einfaches Leinenhemd und eine braune Hose, die ihn bei der Feldarbeit wenig behinderten. Ich hatte meinen Justaucorp ein mit Rüschen besetztes Oberteil, an und trug den Aufzug des Adels mit samt der Cúllote, einer Hose die nur über das Knie ging, am Bein. Die Strumpfhose hatte ich weggelassen und trug meinen saubersten Schuhe. Auch hing meine Waffe, wie es sich für einen Mann des Adels gehörte an meiner Hüfte.


    „Adrian bring die Pferde in den Stall und komm dann zum Essen!“, befahl mein Vater Cómte Húgo Lequa, als er mich bemerkte. Ich blieb stehen und seufzte. Eigentlich hatte ich was anders vor. Es war heute immerhin ein großer Tag für Frankreich.


    „Ich wollte nach Paris und zur Hinrichtung des Königs“, widersprach ich enttäuscht.



    „König Ludwig wird von uns gehen. Er wird, durch die neue Tötungsmaschine, geköpft werden. Du hast das Fallbeil noch nie gesehen und ich hoffe, dass du es nie musst. Du bist mein Sohn, Adrian. Der Sohn eines Vasallen und Dieners von Prinz Karl Philippe de Bourbone. Nach dem Tuileriensturm missbilligt das französische Volk allen, die treu zum Königshaus stehen. Ich will nicht, dass man dich verhaftet. Sie haben schon mehrere Adlige, die in direktem Dienst des Grafen der Provence, dem zweiten Bruder des Königs, standen verhaftet. Ich habe bei der Kommunikation seiner Majestät mit Preußen und Österreich zur Vorbereitung des ersten Koalitionskrieges gegen die Revolution geholfen. Sie verhaften alle treuen Anhänger des Ancien Regimes, der alten Ordnung, und auch ihre Familien werden als Verräter getötet. Ich habe mich aus Treue zum Prinzen bereit erklärt nach Hannover zu reiten, damit Preußen die Briefe erhält. Ich will nicht, dass du und deine Mutter dafür mit dem Leben bezahlt. Ich stehe schon jetzt auf Legrands Liste, Sohn. Ein einziger Fehler und sie werden mich verhaften. Sie beobachten gewiss mich und meine Familie, da die Jakobiner ja wissen, wer ich bin. Über all sagt man, dass dem König weitere Opfer folgen werden. Sie nennen es la Terreur, der Terror.“, sagte Vater bestimmt.


    „Aber es wird doch alles wieder wie früher, oder? Die Alliierten werden doch in Paris einmarschieren? Österreich muss uns helfen. Die Prinzen werden doch den Thron besteigen?“, fragte ich und musterte meinen Vater ängstlich. Tief im inneren wusste ich, dass die Revolution nicht mehr zu stoppen war.


    „Ich glaube nicht, mein Sohn“, sagte Húgo niedergeschlagen und schlurfte mit dem Sack Mehl zum Haupthaus unseres Hofes.


    Ich machte mich auf den Weg zur Weide und sah über den Besitz meiner Familie.


    Ich hatte Angst, dass man uns diesen wegnehmen würde, da es schon mehreren Jakobinern, den Anhängern Robespierres, eingefallen war, die Landgute von Adligen zu besetzten und dessen Besitzer zu vertreiben. Mein Schwert baumelte schwer an meiner Hüfte. Ich hatte es eigentlich in dem Gedanken erworben, Musketier zu werden. Aber diese Zeit schien lange zurück zu liegen. Sehr lange vor dem Ausbruch der Revolution hatte ich einst diesen Degen mit einem guten Freund zusammen geschmiedet.



    Kurz dachte ich an jenen Abend, an dem ich diesen guten Freund kennenlernte. Das Bordell in Paris war mein beliebter Ort zum Entspannen gewesen. Ich war von der schweren Lehre als Schneider immer sehr geschafft. Mein Vater hatte mir diesen Wunsch erfüllt, weil ich versprach auf dem Hof mitzuhelfen.


    An diesem Abend trieb sich der Sohn eines Marquis in diesem Schankraum herum.


    Als ich Antoine de Sang sah, war ich sofort hin und weg. Ich hatte bereits schreckliche Geschichten über den de Sang Erben gehört. Geschichten die von Auspeitschungen und der Wollust handelten. Ich wollte wissen ob er wirklich so war, wie in die Pariser Gesellschaft beschrieb. Deswegen hielt ich mich im Hintergrund und wartete auf eine Gelegenheit zum Gespräch. Er feierte ausgiebig und ich sprach ihn schließlich an. Da erfuhr ich, dass es seine letzte Nacht, vor einem erneuten Gefängnisaufenthalt war. Er war offensichtlich frisch aus Italien gekommen und hatte sich einer Verhaftung durch Gewalt entzogen. Er war Übersetzter und auch Schriftsteller und hatte unzulässige Schriften verfasst. Schriften, die selbst den Mitgliedern der Nationalversammlung aufstießen, da sie vulgär waren. Deswegen saß er bereits einmal im Gefängnis, wie ich gehört hatte. Und das erste Mal sollte aufgrund einer Anschuldigung einer Dame gewesen, sein, dass sie von ihm zu unsittlichen Handlungen gezwungen worden war.

    Ich hielt dies alles für völliger Unsinn.

    Ich war damals gerade erst 17. Doch mein Alter störte ihn nicht, als ich ihn ansprach. Wir unterhielten uns über die aktuelle Politische Lage und dem kürzlich eingekehrten Schriftsteller, der in der Art von Antione schrieb und denn dieser als Vorbild hatte. Er fragte, wo ich wohnte und versprach mich wiederzusehen, als er ging. Danach sah ich ihm wieder als ich ein Buch von ihm entdeckte und drei Monate später bei ihm vor der Tür stand. Er wurde meine erste große Liebe und ich riskierte sogar mein Leben, um ihn während des Sturms auf die Bastille aus dem Staatsgefängnis zu hohlen. Danach hatte ich ihn nicht mehr gesehen. Mein Vater wollte nicht, dass ich mit dem Marquis verkehrte. Deshalb hatten wir oft Streit.



    Das Schnauben der Pferde auf der Weide riss mich aus meinen Gedanken.

    Mit einem Pfiff machte ich die Pferde auf mich aufmerksam. Dann trieb ich sie rasch in ihre Boxen, bevor ich zum Haupthaus rannte und reintrat.


    „Adrian! Da bist du ja, wir warten schon“, meinte meine Mutter, Marinette Lequa.


    Sie trug lange schwarze Haare und ihre Schönheit übertraf manche Marquise des alten Königs.


    „Hast du wieder geträumt, mein Sohn?“, fragte Vater und stand plötzlich in der Tür zum Esszimmer.


    „Nein, mein Großer hat nur gebockt“, log ich und schob meine Verspätung auf mein Pferd.


    „Er sitzt wieder ein und ich will nicht, dass du dich mit ihm triffst“, sagte er mit wütendem Blick.


    Wie konnte er wissen, dass ich an de Sang gedacht hatte?


    „Er ist momentan verschwunden! Ich habe kein Lebenszeichen von ihm! Höre auf ihn zu verurteilen!“, schrie ich meinen Vater an und ging an ihm vorbei zum Tisch.


    Ich hatte diese ewigen Diskussionen über meinen Liebhaber satt.


    Rasch setzte ich mich hin und nahm mir eine Brotscheibe.


    „Sohn, ich halte deine Unzucht zwar geheim, aber ich kann dies jeder Zeit offenlegen“, drohte Hugo mir.


    „Es ist legal, Vater! Auch wenn es nicht gern gesehen wird“, schnauzte ich ihn an und nahm mir Käse. Wir setzten uns und ich begann schweigend zu essen.


    Das Essen fand in bedrückter Stimmung statt. Wir redeten kein Wort miteinander und dann klopfte es plötzlich. Ich fragte mich, wer dies so spät noch sein könnte.



    Mein Vater stand auf und ging zur Tür.


    „Marquis! Wenn sie zu meinem Sohn wollen, er ist nicht da und wer ist ihre Begleitung?“, knurrte Vater unfreundlich.


    „Cómte Lequa! Ich bitte darum, dass meine Beziehung zu ihrem Sohn dem hier nicht im Wege steht. Wir kommen auf Anraten des Freundes ihres Lehnsherren Karl Philippe, Graf von Artois“, meinte eine mir völlig unbekannte Stimme.


    „Sie sind nicht De Sang!“, stammelte Vater, „Aber gerade eben noch, sahen sie so aus.“


    „Dies sind die Kräfte meines Bruders. Keine Angst, Monsieur. Wir brauchen ihre Hilfe“, erklärte die unbekannte Stimme.


    Mein Vater stammelte etwas und ich hörte, wie er sein Schwert zog.


    Ich stand auf und ging zum Gang.


    Ich machte mir sorgen und wollte nicht, dass mein Vater eine Dummheit beging. Er flippte in Anwesenheit meines Freundes sehr schnell aus. Er hatte den Marquis bereits einmal raus schmeißen wollen, dies sogar in Anwesenheit seiner Majestät, dem Cómte. Der Prinz hatte ihm ganz schnell klar gemacht, dass er dies nicht billigte. Trotz der Hinrichtung Ludwigs und dem damit resultierenden endgültigen Machtverlust der Königsfamilie, war mein Vater seiner Majestät, Prinz Karl immer noch treu.