Kunst in Fantasy-Welten

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    • Kunst in Fantasy-Welten

      Ich hab gestern ein bisschen vor mich hingekritzelt und da kam ich auf den Gedanken, dass bildende Kunst in Fantasy-Welten eher oberflächlich behandelt wird. Soll heißen: die Elfen und Zwerge sind meist wesentlich kunstfertiger als Menschen. Bei Orks und Goblins sind künstlerische Produkte schief, krumm und irgendwie oft primitiv. Es geht um die Qualität und um das Aussehen.
      Ich habe mal "Thrawn" von Timothy Zahn gelesen (ein Star-Wars-Roman). Thrawn studiert seine Feinde immer erst durch deren Kunst und begreift dadurch besser, wie die Völker ticken, was ihnen wichtig ist und wie er sie auch besiegen kann. Die Idee finde ich ziemlich cool, auch wenn ich in der Realität erstmal ein wenig an ihrer Effektivitä zweifeln würde. Aber das tut eigentlich nichts zur Sache.

      Meine eigentliche Frage ist: Macht ihr euch Gedanken darüber, welche Rolle die Kunst in eueren Fantasy-Welten spielt? Und macht ihr euch auch Gedanken darüber, wie die jeweilige Kultur mit der jeweiligen Kunst zusammenhängt?

      Ich sehe gerade auch für das Schreiben und fürs Worldbuilding da Potential und Inspiration, bin mir aber noch nicht so sicher, wo das hingehen könnte. Irgendwie denke ich da auch an H.P. Lovecraft und so Dinge wie das Necronomicon. :hmm:
      Dichterkeit - Eine Form des temporären, ungefährlichen Wahnsinns, der sich dadurch auszeichnet, dass Menschen ohne die Einnahme von Stimulanzien wie Alkohol, Nikotin, Koffein oder Gummibärchen in Vers- und Reimform ohne Zurückhaltung sprechen oder schreiben. Vieles, was sie bei normaler geistiger Verfassung für "nicht witzig" halten würden, empfinden sie während der Dichterkeit für extrem erheiternd und "witzig".
    • Also bei mir hat eine Betrachtung der Kunst einen sehr festen Platz im Worldbuilding (und wird ja auch in meinen Thread dazu behandelt). Eine Kultur ohne Kunst ist kaum vorstellbar. Auch in meiner Welt Ba, die ich hier in Forum vorgestellt habe, spielte sie eine wichtige Rolle. Die Selki sind von Natur aus "geschickter" darin und in ihrer Hauptkultur, dem Lhurischen Imperium, spielt sie eine entscheidende Rolle. Die Trolle hingegen verstehen Kunst von Natur aus nicht, haben kein Gefühl für Schönheit. Ihre Kulturen (Khars Reich und Trollhorden) kennen demnach gar keine, was die Frage aufwirft - sind das überhaupt Kulturen? Meine Feensprache wiederum baut neben dem gesprochenen Wort auch auf Gesang (Tonlage etc.) und Tanz (bestimmte Bewegungen) auf. So verschwimmen Musik, Poesie und Tanz...
      Also ja, ich mache mir dazu Gedanken und das bisweilen wirklich nicht zu knapp.
      Fünf Ausrufezeichen, das sichere Zeichen für einen wahnsinnigen Geist!!!!!

      -Terry Pratchett
    • Einer meiner Hauptfiguren ist Künstler, also ja, Gedanken hab ich mir da schon drum gemacht.
      Allerdings gehört Kunst doch zur Gesellschaft und zur Kultur eines Volkes. Das sollte daher eh immer beachtet werden- wenn es wichtig ist.
      Die Elfen (Als Beispiel) schätzen Kunst viel mehr als die Menschen, weil 90% von denen Bauern sind die wahrscheinlich nie ein Bild kaufen werden. Deswegen wird es auch nicht sonderlich erwähnt.

      Könige oder große Grafen könnten sich dann eher dafür interessieren, aber wenn es kein Kunstliebhaber ist konzentrieren sich die Schriftsteller doch eher auf andere Charaktereigenschaften.
      Abgesehen davon, könnte man Statuen und auch große Gebäude ebenso zur Kunst zählen.

      Kunst in Sci-Fi finde ich auch super interessant. Ich glaube, vieles, was künstlerisch ist, wird in den Büchern/Filmen einfach nicht als solche beschrieben.
    • Ich glaube Kunst (allerdings sehr weit gefasst) ist im Moment mein größtes Problem im Weltenbau, da hänge ich im Moment schon sehr lange dran.

      Kunst ist ja nicht nur das Malen eines Bildes sondern auch Architektur, Kleidung, Schmuck und sonstige Kulturelle Eigenheiten die die Menschen entwickelt habe, kaum das sie neben dem Kampf ums Überleben auch nur ein bisschen Zeit hatten.
      Eine einigermaßen glaubwürdige Welt würde also kulturell und regional unterschiedliche Formen entwickeln die sich mit der Zeit stärker von einander weg bewegen, sich aber auch immer wieder mal treffen und beeinflussen können.
      z.B. bin ich grad gestern drüber gestolpert das die (antik) griechische Darstellung plastischer Menschlicher Körper möglicherweise mit Alexander dem Großen weit nach Asien gelangt ist und von dort bis nach China wo sie Qins Terrakotta Armee inspiriert hat. Ähm ja, *abschweif*

      Zum einen würde ich gerne viele solche Verbindungen und Ideen in meiner Welt haben, zum anderen aber braucht man dazu natürlich erst mal Stile und Kunstformen die sich verbreiten und entwickeln können. Wenn man nicht 1:1 von unserer Geschichte kopieren will, ist das gar nicht mal so einfach...
      Das schwierigste dabei ist natürlich die Darstellung selbst, immerhin sollte man das ja auch selbst darstellen können. :ugly:
      Ich glaub ich bleibe bei Höhlenmalereien. XD