Die Prophezeiung von Eolond - Die Welt der Drachen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Kapitel 30
      (Fortsetzung)

      „Oberst Rekath... Hier sind einige tapfere Gefährten, die mit euch sprechen wollen“, verbeugte sich der Drachenreiter vor dem älteren Mann.
      „Fremde? Seit wann lassen wir Fremde in unser Reich Thren?“, brummte Oberst Rekath und sein Blick wandte sich von einem Pergament das auf dem Tisch lag zu Atrion und seinen Freunden.
      „Was begehrt ihr?“, fragte er herablassend und nach einem leisen Klatschen eilte ein Bediensteter herbei und schenkte Wein in den Kelch auf dem Tisch.
      Thren nickte Elion zu und der Prinz von Eolond trat aufgeregt vor den Anführer der Drachenreiter.
      „Ich bin Elion, Prinz von Eolond und ich erbitte eure Hilfe. Vor ungefähr einem Monat kamen Fremde an unsere Küste und mit Hilfe der Gesellschaft des Chaos versinken sie das Land nun unter einem Teppich aus Blut. Mein Vater ist tot und die Fürstentümer sind den Feinden schutzlos ausgeliefert... Zu viele Männer zählt das Heer des Feindes“, erklärte der Prinz und verbeugte sich.
      Zögernd beobachtete der Oberst Elion und lächelte grimmig.
      „Ihr braucht unsere Hilfe, mein Prinz? Wieso denkt ihr, dass die Drachenreiter euch helfen sollten? Vor sehr langer Zeit war das vielleicht einmal... Doch jetzt sehe ich keinen Grund mehr den Menschen in Eolond zu helfen. Wir wurden gejagt, unsere Drachen wurden getötet und als Marionetten des Königs wurden unsere Fähigkeiten missbraucht. Was interessiert es mich denn, was in Eolond geschieht?“, fauchte Rekath und erhob sich ruckartig aus dem Stuhl.
      „Das ist Eolond! Es ist eure Heimat und euer Land“, antwortet Elion bestimmt und erhob sich ebenfalls.
      „Meine Heimat? Seht euch um, Prinz von Eolond. Das hier ist meine Heimat... Ein verstecktes Reich, das von keiner Menschenseele in Eolond gefunden werden kann“, lachte der Oberst und nahm seinen Becher.
      Vergnügt trank er einen Schluck Wein und ging langsam auf den Prinzen zu.
      Seine Haare waren zwar grau aber der Mann darunter war weitaus jünger, als der erste Anschein vermittelt hatte. Die grünen Augen schauten wachsam zum Prinzen und nun, da der Oberst stand, war selbiger weitaus beeindruckender als Elion. Ein langer Mantel aus schwarzem Fell fiel von seinen Schultern herab und ein verziertes Langschwert hing an seinem Gürtel, während das Wappen der Drachenreiter silbern auf seiner Brust prangte. Auf seinen grauen Haaren lag ein Diadem aus Elfenbein, in dessen verzierte Spitzen diverse Edelsteine eingelassen waren, und sein Gesicht war von einem gepflegten Bart umrahmt.
      „Wir haben es gefunden... Warum nicht auch andere?“, sagte Elion schließlich aber seine Stimme war aus dem Gleichgewicht geraten.
      „Ein einfacher Zufall. Pures Glück. Oft stehen Wanderer vor unseren Toren. Meistens überleben sie das nicht...“, begann Rekath und ein mahnender Blick ging zu Thren, der unruhig durch den Raum blickte.
      „Ihr hattet Glück. Glück, dass dieser Narr von Thren euch getroffen hat. Sein Herz ist verwirrt und sein Verstand naiv. Eure Reise war umsonst“, fuhr der Oberst fort und drehte sich wieder zum Tisch um.
      „Umsonst?“, hauchte Elion und seine Stimme zitterte vor Wut.
      „Ich habe einen Freund verloren, bin durch die Wildnis gekrochen, habe mich durch dunkle Gänge gefürchtet, bin auf Schiffen in Unwetter gefahren und habe meine Stadt brennen sehen. Nun sagt ihr, meine Reise sei umsonst gewesen? Ihr seid Bewohner Eolonds, eure Familien leben dort, eure Heimat ist der Boden dieses Landes... Als König von Eolond befehle ich euch...“
      „Ihr befiehlt? Wo ist eure Krone? Wo ist euer Hof und warum zur Hölle sollte mich euer Geschwafel interessieren?“, unterbrach der Oberst Elion und der Prinz funkelte böse.
      „Ihr müsst den Menschen dieses Landes helfen! Was auch immer euch hier her getrieben hat, die Menschen dort draußen brauchen eure Hilfe“, antwortete Elion und für einen kurzen Moment lang überragte der Prinz jeden im Raum.
      Seine Worte hatten selbst die Wachen in ihren Bann gezogen und jeder Anwesende starrte gespannt auf die Beiden Kontrahenten.
      Der Oberst setzte sich erschöpft und nach einem kräftigen Zug Wein antwortete er:
      „Nein! Ich muss gar nichts tun... Man hat unser Volk einst verraten und wir suchten uns eine neue Heimat. Eolond ist nicht länger die Meine. Nun verschwindet aus meinen Augen. Ich biete euch euer Leben an und erlaube auch zu gehen. Wenn ihr binnen der nächsten zwei Tage dieses Reich nicht verlassen habt, dann werde ich euch bei lebendigem Leib verbrennen.“
      „Was? Das ist nicht richtig... Ihr habt den Prinzen gehört, Eolond braucht die Hilfe der Drachenreiter“, stürmte Atrion nach vorne und wutentbrannt zog er sein Schwert.
      Die Wachen hatten blitzschnell ihre Waffen gezückt und vier Drachen waren wie aus dem Nichts von den Nischen in der Decke an die Seite des Oberst gerückt.
      „Ihr droht mir?“, fauchte der Oberst und wieder zuckte ein boshaftes Lächeln über seine Lippen.
      „Ich versuche euch nur zu dem Richtigen zu überreden“, antwortete der Schwertkämpfer und Thren legte ihm mahnend die Hand auf die Schulter.
      „Das Richtige... Ja, das habe ich bereits getan. Zwei Tage, oder ihr seid tot“, sprach der Oberst und wandte sich wieder dem Pergament zu.
      „Nein! Hört ihr mich? Das ist feige... ihr seid ein Feigling und ihr widert mich an“, brüllte Atrion und ohne Vorwarnung rannte er auf den Oberst zu.
      „Atrion“, schrie Juna doch die Drachen waren bereits losgestürzt.
      Brüllend warfen sich die Ungetüme auf den Schwertkämpfer und entsetzt starrten die Gefährten auf die Szene des Grauens vor ihnen.
      „Nein“, brüllte Ilfgar und der Bote rannte gemeinsam mit Juna los. Wachen hielten sie fest und Elion sah regungslos mit an, wie Atrion unter den gewaltigen Körper der magischen Wesen verschwand.
      Plötzlich wurden die Bewegungen der Drachen langsamer und mit gesenkten Köpfen zogen sich die Geschöpfe zurück. Atrion stand mit erhobenem Schwert in ihrer Mitte und starrte erstaunt und mit rasendem Herzen um sich.
      „Das ist unmöglich...“, hauchte Thren.
      Die vier Drachen verbeugten sich ehrfürchtig vor Atrion und verwirrt schaute dieser zu Thren.
      Dann erhoben sich die Drachen und flogen durch die Löcher in der Decke hinaus in den Himmel.
      „Ihr seid... Ihr seid der Auserwählte“, schluckte Thren und selbst der Oberst schien beeindruckt.
      „Ich bin was?“, schluckte Atrion und schüttelte ahnungslos den Kopf.
      „Das ändert gar nichts“, knurrte Rekath und sein Staunen war schlagartig verflogen.
      „Oberst... Die Prophezeiung ist eindeutig. Die Drachen sind die Hüter des Wissens und des Schicksals. Sie haben ihre Wahl getroffen. Er ist der Auserwählte!“, sagte Thren bestimmt.
      Rekath erhob sich und ging einige Schritte auf Atrion zu. Dann verfinsterte sich seine Miene und er stapfte wütend auf Thren zu.
      „Bringt ihn zur Mauer und erklärt diesem Idioten, was er ist. Dann kommt mit ihm zurück und wir schicken ihn los... Die Anderen, nun ja, ihr könnt bleiben, bis euer Freund der Prophezeiung gerecht geworden ist“, brummte der Oberst und stürmte durch eine Tür davon.
      Schweigend starrten alle Anwesenden auf Atrion, der noch immer verwirrt inmitten des Raumes stand und durch die Einflugslöcher in den Himmel blickte.
      „Ich bin nicht der Auserwählte... Ich, ich bin ein einfacher Schwertkämpfer“, stammelte er.
      „Nein, die Drachen waren eindeutig. Folgt mir zur Mauer der Prophezeiung... Dort werde ich euch alles erklären“, antwortete Thren und Begeisterung funkelte in seinen Augen.
      Zögernd steckte Atrion sein Schwert weg und ging gemeinsam mit Thren zurück zum Lastenzug, der sie nach unten fahren sollte.
      Die Gefährten starrten ihrem Freund hinterher und mit einem leisen Klicken setzte sich der Aufzug in Bewegung, während Elion und die Anderen verwirrt im Saal zurückblieben und den Auserwählten zur Mauer der Prophezeiung fahren sahen.
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Huhu @Lehaidin,

      Spoiler anzeigen


      Ein paar Gedanken zu den letzten Teilen.

      Ich finde es ist ein Widerspruch zu sagen, dass niemand dieses Drachenland finden kann, aber durch Zufall schon passiert ist :pardon:

      Warum sie beim ersten Anblick des Tales der Drachenreiter in Staunen versetzt wurden, kann ich leider nicht nachvollziehen. Es ist ein stinknormales Tal mit Fluss und einer Stadt. Daran fand ich jetzt nichts atemberaubendes :x außer dass vllt da Drachen umher fliegen wie Vögel. Da diese aber auch nicht näher beschrieben wurden an dieser speziellen Stelle - woher das Staunen xD ?

      Der Sprung von " Wir werden erwartet" zu " Oberst Rekath.." ging mir eindeutig zu schnell :(
      Hier wäre nochmal Gelegenheit gewesen die Umgebung und die Stadt zu beschreiben, finde ich.
      Wenn ich nichts überlesen habe, dann weiß man nicht mal wo sie jetzt überhaupt bei dem sind D:

      Nicht nur die Gefährten sind verwirrt über " der Auserwählte". Kam ja doch ein wenig plötzlich das ganze :x Das hätte man schon bei Mali ? und Thren ein wenig ankündigen können... oder verdeutlichen. Zb dass Thren feststellt, dass Mali nicht so aufgeschlossen gegenüber Fremden ist... aber selbst das wäre noch ne Spur zu wenig xD Weil die Drachen verneigen sich ja direkt, als sie ihn als Auserwählten ausmachen... da hätten mehrere Ansätze es langsam drauf hindeuten können.

      Dass Atrion zum Schwert greift, um ihn zu überreden fühlt sich ein wenig gestellt an :/ man kennt ihn ja sonst auch nicht so hitzköpfig, oder? D:

      Insgesamt kann ich mich nicht mit der Welt der Drachenreiter oder den Reitern selbst anfreunden. Mir fehlen hier allerhand Details, die man hätte wie gesagt einbauen können, um deren Welt zu untermauern.

      Und der neue Prolog.. ich mochte den alten Prolog mehr, es war eigentlich nicht nötig nen völlig anderen zu wählen, nur die Fehlerchen zu korrigieren und das lesen zu erleichtern. Ich persönlich mag auch solche Prologe wie dieser der jetzt steht nicht xD, die Erklärung zum Land und wie es um das Land beschert ist fand ich da wesentlich interessanter und konnte in die Welt eintauchen oder so. Beim neuen fragt man sich wer ist das und wieso will er alles putt machen. und hat selbst 30 Kapitel später keine Antwort drauf.



      lg Kramurx
    • Hey @Kramurx,
      Danke für deinen Kommentar. Ich will ehrlich sein, ich bin derzeit ein bisschen fertig. Nicht, weil ich Kritik nicht vertragen kann, sondern, weil ich nicht genau weiß, wie ich die vielen verschiedenen Ansichten der Leser und Leserinnen vereinen kann. Nehmen wir den Prolog:
      Ich habe im Verlauf dieser Geschichte sehr viele unterschiedliche Meinungen zu ihm bekommen. Einige fanden es nicht so toll, dass eben der vorige Prolog aufzählend ist, wenig Spannung erzeugt und schlichtweg die Welt beschreibt. Manch einer fand den Prolog gut und wieder andere hätten sich (wie du) eine reine Überarbeitung gewünscht.
      Mein Dilemma, ich bin unschlüssig, was von alledem ich jetzt einbauen soll, ausschneiden soll oder sogar bestehen lassen soll. Die Meinungen haben sich so unterschiedlich kristallisiert, dass ich jetzt merke, dass ich es sicher niemandem ganz Recht machen kann. Einige Dinge sind mir natürlich klar geworden: Meine Charaktere müssen mehr Tiefe erhalten, der Fokus muss sich auf die Gruppe erweitern und die Gefühle von Personen müssen authentischer werden. Darüber bin ich in Klaren und das sind Dinge, die die meisten Kritiken gemeinsam haben. Doch besonders die Szenerie war etwas, wofür ich das meiste Lob bekommen hatte. Der Schreibstil sei schön und man könne sich gut in die Welt hinein versetzen. Jetzt das jüngste Dilemma: Die Drachenreiterwelt. Alles in Allem gefällt dir die gesamte Passage nicht sonderlich gut und ich kann verstehen, warum... Dennoch hörte ich auch schon anderes. Die Überraschung des Auserwählten sei gut gelungen und der unterschied vom kargen Fels zu einem fruchtbaren, drachenübersäten Tal und einer gewaltigen Stadt aus strahlend weißen Steinen sei schön.
      Ich bin also schlichtweg hin und hergerissen zwischen jeder noch so kleinen Kritik. Jede unterscheidet sich ungemein und niemand sagt das gleiche. Deshalb stehe ich etwas auf dem Schlauch und obwohl ich weiß, dass ich meinen ersten Teil überarbeiten muss und will, habe ich keine Ahnung, wie :huh:

      LG
      Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Hi Lehaidin!

      Ich habe gerade deine gesamte Geschichte durchgelesen. ^^" Es ist mir daher gerade ehrlich gesagt zu viel Arbeit, um auf alles im Einzelnen einzugehen, daher möchte ich mich eher allgemein halten. Hoffentlich geht dabei der Bezug zu deiner Geschichte nicht verloren.

      Der Prolog verfängt sehr gut - die Länge ist genau richtig für meinen Geschmack! Der Konflikt zeichnet sich schon deutlich ab und lässt den Leser eine spannende, aber auch interessante Geschichte erwarten.

      Die ersten Kapitel sind ebenfalls unterhaltsam zu lesen, auch wenn die Handlung an einigen Stellen gehetzt wirkt.

      Etwas feilen könntest du noch etwas an der schwierigen Kunst, Details an den richtigen Stellen und im gebotenen Umfang einzusetzen. Ein Beispiel:
      Die lange Aufzählung am Anfang des 1. Kapitels hat mir nicht gefallen, auch wenn ich natürlich den Sinn dahinter verstehe, den Reichtum und die Vielfalt des Fürstentums (oder zumindest dessen, was davon beim Fürst auf der Tafel landet) und die "Gemütlichkeit" des Fürsten zu verdeutlichen. Es würde aber auch ausreichen, zwei, vielleicht drei Speisen beispielhaft aufzuzählen. Nicht, dass lange, detailreiche Aufzählungen generell fehl am Platze wären, allerdings am Anfang der eigentlichen Geschichte sollte es dafür schon besondere Gründe geben, da hier der Leser erstmal mit dem generellen Setting vertraut werden möchte, bevor er sich in Details verliert. Der Effekt auf mich war jedenfalls, dass ich automatisch beim ersten Lesen die Aufzählung übersprungen habe und beim nächsten Satz weitergelesen habe.

      Desweiteren wäre die Geschichte noch angenehmer zu lesen, wenn du die Regel "gleich viel Information mit möglichst wenig Text" etwas mehr beherzigen würdest. Beispiel:
      In Kapitel 3 schreibst du zu Anfang: "Ilfgar ritt durch die grellende Mittagssone an den Säumen des Waldes entlang und Schweiß rann ihm über die von Schmutz verdeckte Stirn und tropfte in von Schmutz gebräunten Tropfen auf die Mähne seines Pferdes, welches in Windeseile über den Sandigen Pfad preschte."
      Besser, weil kürzer und alle Informationen explizit oder implizit enthaltend, wäre:
      "Unter der grellen Mittagssonne preschte Ilfgars Pferd wie der Wind (oder: "windschnell"/Ad ganz weglassen) über den sandigen Pfad am Waldesrand (oder sogar: "Waldrandpfad"). Schmutzgebräunter Schweiß tropfte von seinem Gesicht auf die Pferdemähne." oder etwa
      "Ilfgar preschte mit seinem Pferd über den sandigen Pfad am Waldesrand. Die Mittagssonne grellte, und schmutzgebräunter Schweiß tropfte von seinem Gesicht auf die Pferdemähne."
      Persönlich fände ich es auch ausreichend, die Information "aus dem Gesicht" wegzulassen, denn von wo sonst soll der Schweiß auf die Pferdemähne tropfen? Mir hätte etwa Folgendes gefallen:
      "Ilfgars Pferd preschte unter wolkenlosem Himmel und greller Mittagssonne den staubigen Pfad am Waldesrand entlang. Selbst der trockene Gegenwind auf seinem Gesicht linderte kaum die Hitze, schmutzgebräunter Schweiß tropfte von seinem Gesicht."


      Auch, wenn du mit meiner Kritik nicht im Einzelnen einverstanden sein musst, so solltest du einsehen, dass du dein Schreiben noch an vielen Stellen verbessern kannst. Das ist nicht böse gemeint, denn niemand schreibt seinen ersten Roman (ich würde sogar behaupten: seine ersten drei Romane) wirklich so, dass ein professioneller Text dabei herauskommt. Worauf ich eigentlich nur hinaus will: Übung macht den Meister, insbesondere beim Schreiben. Die Fantasie, das Engagement und das natürliche Talent besitzt du zweifellos, also schreibe weiter an deiner Geschichte. Ich würde mich freuen, bald mehr zu lesen. :)
      Auf, zu Schönheit, Liebe und wahren Heldentaten!

      Meister des Chaos I - Schwerter und Zorn
    • So, ich habe mir jetzt auch mal den Prolog gegeben, mit der Aussicht, auch den Rest der Geschichte zu lesen, zumindest so weit sie bis jetzt veröffentlicht ist.

      Was mich gleich zu Beginn an deiner Geschichte gefangen hat, ist zumindest schon einmal der Name. Mit Drachen kann man ja immer nicht so viel falsch machen, finde ich zumindest.

      Ich will ehrlich sein und nicht gleich irgendeine Art von Kritik üben und mehr darauf eingehen, was mir gefällt und was mir positiv an deiner Geschichte aufgefallen ist. Ich bin an sich eher jemand, der wenig Kritik üben möchte und vielmehr auf das eingehen will, was mich an einer Geschichte fasziniert, bzw. was mich daran fesselt. Ich hoffe, dass das für dich in Ordnung ist und du nicht vielleicht von jedem Nutzer harte Kritik erwartest.

      Ich habe den Eindruck, dass du den Prolog schon des öfteren überarbeitet hast und das schlägt sich auf jeden Fall nieder. Meiner Ansicht nach verschafft er einen guten winzigen, ersten Eindruck, der gleich Spannung macht und auch zum Weiterlesen anregt. Die bloße Ahnung von einem Zauberer, der kleine Verweis auf seine Vergangenheit und die Aussicht von einer großen Zukunft haben mir sehr gefallen. Auch das gehörnte Wesen, von dem ich zumindest jetzt noch nichts weiß, macht gleich ein wenig neugierig.

      Mal sehen, wie das weiter verläuft. Ich bin an sich Fan von Prologen, die weniger über die Welt an sich erzählen, sondern erste kleine Happen sind, die einfach zum Weiterlesen anregen. Ich persönlich finde, dass er gerade der richtige Einstieg für eine große Gesichte ist.

      Noch weiß ich wenig über deine ganze Gesichte und schreibe nur aus der Perspektive von jemandem, der nur den Prolog gelesen hat. Doch dieser hat bei mir schon in einigen richtigen Boxen ein Häkchen gemacht, wenn du verstehst, was ich meine. :D

      Spoiler anzeigen
      Was alles drum herum angeht, habe ich den Post gelesen, den du Ende letzten Jahres verfasst hast. Ich kann sehr gut nachfühlen, wie du empfindest, und auch wenn das vielleicht ein wenig pathetisch rüberkommt, solltest du doch in erster Linie schreiben, wie es dir gefällt, oder? Ich weiß ehrlich gesagt nicht viel über dich, die Gesichte oder den gesamten Thread, doch du scheinst mir sehr hin und hergerissen zwischen der Kritik, die du bekommen hast, nicht zuletzt, weil du es ja auch ganz explizit in deinem Post erwähnt hast. Mein Ratschlag: Folge deinem Bauchgefühl! Du bist doch schließlich der Autor, du bist der Verfasser. Viele Leser, die selbst eine Stimme bekommen, neigen doch schließlich dazu, gerne auf alles Mögliche zu verweisen und wie sie es gerne hätten. Doch du solltest letztendlich entscheiden, was dir am besten an deiner eigenen Story gefällt. Klar kann man objektiv immer besser werden, aber der Grundgedanke und Geist sollte immer dein eigener bleiben.
      Kommt jetzt vielleicht blöd, ignorant oder unhöflich herüber, aber ich hatte irgendwie das Bedürfnis, das dir hier zu schreiben. Bei dem Prolog hast du auf jeden Fall schon einiges richtig gemacht. <3
    • Lange nichts mehr von mir gehört, aber doch, es gibt mich noch :D Tatsächlich ist viel los in letzter Zeit und während in meiner Freizeit eher weniger Zeit für die Geschichten blieb, habe ich immer wieder einige Verbesserungen mithilfe eurer Kommentare vorgenommen und werde diese im Laufe der nächsten Wochen auch in den hier vertretenen Kapiteln aktualisieren und einfügen. Und nun gehts dann auch endlich Mal weiter hier... Viel Spaß ^^

      Kapitel 31

      Die Mauer der Prophezeiung

      Schweigend fuhren die beiden Männer den Turm hinab und Atrions Herz klopfte wie wild.
      Thren schien begeistert und immer wieder schaute er grinsend zu ihm, während der Aufzug langsam den Boden erreichte.
      „Folgt mir“, sagte der Drachenreiter und führte den Schwertkämpfer aus dem Turm in die große Halle der Drachen.
      Anstatt durch den Haupteingang zu gehen, wandte sich Thren in die andere Richtung und marschierte auf eine deutlich ältere Tür zu, die am anderen Ende der Halle zu sehen war.
      Der Auserwählte hatte Thren gesagt und Atrions Kopf rauchte förmlich. Er hatte keine Ahnung, was dieser Titel bedeutete und er hatte Angst davor, es zu erfahren. Seit Daarg wusste er von einem Teil der Prophezeiung aber nie hätte er es für möglich gehalten, dass er ein Auserwählter derselbigen sein würde.
      Er schluckte aufgeregt als er gemeinsam mit dem Drachenreiter die Tore öffnete und ins Freie trat.
      Ein großer Garten eröffnete sich vor ihm und eine schier unzählbare Fülle an unterschiedlichsten Pflanzen wuchs und gedieh vor ihm. Es roch nach Allem, was die Nase einfangen konnte und Atrion sog die Mischung aus den Gerüchen tief in seine Lungen. Süße Noten der Blüten und
      Blumen, die feuchte Erde unter ihnen, bittere Klänge aus Pilzen und Kräutern, würzige Kräuter und eine sanfte Brise, die nach Regen roch.
      „Was ist das hier für ein Ort?“, hauchte der Schwertkämpfer und ging Thren staunend hinterher.
      „Ein sehr magischer Ort. Dies ist der Ankerpunkt für die Welt der Drachen. Naja, die Mauer ist der Ankerpunkt. Einst schufen die Drachen diese Welt gemeinsam und als die Quelle ihrer Macht nutzten sie eine uralte Stadt. Sie füllten sie mit so machtvoller Magie, dass die Welt um sie herum entstand... Die Mauer ist das letzte Überbleibsel dieser Stadt und sie bindet Eolond an die Welt der Drachen und umgekehrt. Ohne sie, würde der Eingang in diese Welt für immer verschlossen bleiben und wir wären ewig hier gefangen“, erklärte der Drachenreiter.
      Dann gingen sie um einen größeren Baum und Atrion entdeckte ein uraltes Mauerteil, welches inmitten des Gartens stand. Beinahe unpassend störte die Ruine die Idylle des Gartens und doch strahlte das Bauwerk eine stark anziehende Wirkung aus. Der Schwertkämpfer fühlte die Magie in den Steinen und in jedem Kiesel an diesem Ort, während Thren ihn langsam darauf zuführte.
      „Die Drachen haben eine Stadt zerstört und das ist alles, was davon übrig blieb“, fragte Atrion und ging langsam auf die Mauer zu.
      „Nein... Sie zerstörten sie nicht. Einst war es die Stadt Terophsis.Heute gilt sie als verschollen und zerstört, aber sieh dich um, all das hier ist dieser Ort. Zwar sind die alten Gebäude nicht mehr da, aber auf den Fundamenten dieser Stadt wurde diese Welt geschaffen“, antwortete Thren und blieb vor der Mauer stehen.
      „Hier... Auf diesen Steinen siehst du die Prophezeiung“, ergänzte er und zeigte auf die Mauer.
      Tatsächlich waren die Steine, aus der die Mauer bestand, nicht einfach nur belanglose Steine. Auf jedem Teil der Mauer waren kleine Bilder eingemeißelt. Winzige Szenen wurden auf ihnen abgebildet und ein großer Stein in der Mitte der Mauerruine war flach abgeschliffen. Auf ihm erkannte Atrion vier Bilder, die wie durch ein Kreuz voneinander getrennt waren.
      „Es sind so viele...“, stammelte der Schwertkämpfer und sein Blick wanderte die Mauer entlang.
      „Nun, die Prophezeiung trifft auf Alles zu, was in der Welt geschieht. Zwar gibt es einen Hauptstrang der Selbigen, aber dennoch bezieht sie sich auf unendlich viel mehr“, erklärte Thren und zeigte auf die Tafel in der Mitte.
      „Das hier ist der Hauptstrang der Prophezeiung und naja, das hier bist du“, sagte er und Atrion folgte seinem Finger auf das linke obere Viertel der Tafel.
      Vier Drachen verbeugten sich vor einer winzigen Menschengestalt und ein vermummter Mann beobachtet die Szene. Rechts neben dem Bild, im zweiten Viertel, war ein Drache abgebildet, auf dessen Rücken ein Reiter saß. Unter dem Drachen lag eine große Rolle aus Papyrus und im Himmel kreisten wilde Drachen. Im nächsten Viertel war nur ein kleiner runder Gegenstand abgebildet. Es sah aus wie eine Art Münze nur größer und inmitten des winzigen Talismans strahlte ein kleiner Kristall. Im letzten Bild stand ein vermummter Mann vor einer gewaltigen Schlacht und hielt den kleinen Talisman in die Höhe, der wie ein Boriumstein von Falion strahlte.
      „Das bin ich?“, hauchte Atrion und schluckte angespannt, während er zum ersten Viertel schaute und langsam mit der Hand über den Stein fuhr.
      „Ja, die Prophezeiung besagte, dass die Drachen sich einem Fremden beugen und er uns auf einem seltenen Drachen in den Krieg führt. Um genauer zu sein ist der Drache dort ein Ari. Einer der ältesten und mächtigsten Drachenarten, die es gibt. Seit Jahrtausenden ward keiner dieser Geschöpfe wieder gesehen und Gerüchte besagen, dass sie ausgestorben sind... Die Prophezeiung sieht das wohl anders“, erklärte Thren und lächelte aufgeregt.
      „Habt ihr die Prophezeiung gelesen?“, fragte Atrion und wandte sich zum Drachenreiter.
      „Nein, das hier ist nur die Verbildlichung der Worte, die einst vom ersten Thain geschaffen wurden. Ich habe nur die Bilder gedeutet und das erscheint mir nun Mal logisch“, grinste Thren.
      „Also muss das dort nicht ich sein?“, stellte Atrion fest und ein Stein fiel ihm von Herzen.
      „Nun... Leider ist dieser Punkt ziemlich genau so in Kraft getreten. Außerdem verbeugen sich Drachen vor niemandem“, antwortete der Drachenreiter und Atrion fiel wieder in eine schicksalhafte Depression.
      „Ich bin nicht der Auserwählte... Die Prophezeiung hat einen Fehler gemacht“, stammelte der Schwertkämpfer und fuhr sich mit der Hand durch die Haare.
      „Ausgesprochener Unfug. Die Prophezeiung hat jedes Ereignis bis zum heutigen Tag exakt vorhergesagt. Wir wussten schon viel früher von der Invasion einer fremden Flotte, naja, zumindest vermuteten wir es...“, begann Thren, wurde aber abrupt von Atrion unterbrochen.
      „Was? Ihr... Ihr wusstet es und habt niemanden gewarnt? Euretwegen sind tausende Menschen gestorben. Unschuldige wurden getötet und Eolond ist fast verloren“, brauste es im Schwertkämpfer herauf und er ballte die Fäuste.
      „Ganz ruhig, junger Atrion. Das entscheidende an Prophezeiungen ist, dass sie so oder so eintreffen werden... Selbst wenn wir Haalingar gewarnt hätten, wären die Truppen gekommen und hätten den Tod an die Küsten gebracht. Selbst wenn sich alle Völker versammelt hätten, wäre es zu genau jenem Ende gekommen, das die Prophezeiung für diese Welt vorgesehen hat. So sind die tapferen Männer von Haalingar gefallen aber ihr wärt auf einem anderen Weg hier her gelangt... Ohne euren Boten aus Haalingar“, erklärte Thren und hob beschwichtigend die Arme.
      „Ihr hättet sie warnen können! Ihr hättet uns alle warnen können! Wieso habt ihr es nicht getan?“, schrie Atrion wutentbrannt und der Drachenreiter wich zurück.
      „Wir konnten nicht! Selbst wenn wir es gewollt hätten, was nichts an dem Tod der Männer und Frauen von Haalingar geändert hätte, hätten wir diese Welt nie verlassen dürfen. Der Oberst verbietet es. Diese Welt bleibt verschlossen und die Zeit der Drachenreiter in Eolond ist vorüber. Wenn wir uns seinen Befehlen widersetzen... dann, dann verbannt er uns. Zwingt uns, unsere Drachen zu verlassen, das Leben in dieser Welt zu Beenden. Er macht mit uns das, was er mit Falion gemacht hat“, verteidigte sich Thren und Atrion beruhigte sich.
      „Er hat Falion verbannt? Wieso?“, fragte der Schwertkämpfer und mit einem Mal war sein Interesse wieder beim Zauberer und seiner Geschichte.
      „Er hat ihn gefürchtet... Was sonst? Falion war ein mächtiger Zauberer, ein hervorragender Schwertkämpfer und zu allem Überfluss war ein weiterer Drache des Geschlechts der Ari an seiner Seite...“
      „Ich dachte diese Drachen seien verschollen oder ausgestorben?“, unterbrach Atrion den Drachenreiter.
      „Nein und ja... Die Ari sind ein Drachengeschlecht. Die Ursprungsgeschlechter der Drachen. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Ari. Falion besaß einen von ihnen und Rekath fühlte sich bedroht. Also erteilte er den Befehl, den Zauberer zu verbannen“, fuhr Thren fort und sein Blick wandte sich zur Mauer.
      Atrion atmete tief durch und schaute ein weiteres Mal zur Mauer. Dann wandte er sich an den Drachenreiter und nickte entschlossen.
      „Was muss ich tun?“, sagte der Schwertkämpfer und Thren lächelte zufrieden.
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Kapitel 31
      (Fortsetzung)

      „Ihr werdet euch einen Drachen suchen“, antwortete dieser kurz und knapp.
      Atrion stockte der Atem und ungläubig starrte er in das Gesicht des Drachenreiters.
      Aber noch bevor er antworten konnte, schrie eine weitere Stimme durch den Garten und die Beiden fuhren erschrocken herum. Rekath kam durch den magischen Ort gestürmt und hinter ihm liefen die Gefährten.
      „Thren“, schrie der Oberst erneut.
      „Mein Herr“, antwortete der Drachenreiter und verbeugte sich, während Rekath bei ihnen ankam.
      „Steht auf! Ich sollte euch hier und jetzt töten... Ich habe euch gewarnt und ihr habt euch meinen Befehlen widersetzt. Falion ist hier! Euretwegen!“, fauchte der Oberst und fasste Thren am Kragen.
      „Er ist verwundet und er brauchte unsere Hilfe. Ich dachte...“
      „Er ist verbannt!“, brüllte Rekath und stieß den Drachenreiter weg.
      Juna schaute besorgt zu Atrion und auch die Anderen schienen ihr Interesse auf den Auserwählten gerichtet zu haben, der noch immer schweigend und schockiert neben Thren stand.
      „Ich wollte ihm helfen! Sobald er wieder erwacht ist, wird er diese Welt für alle Ewigkeit verlassen... Dafür sorge ich“, stammelte Thren und hob die Hände beruhigend vor sich.
      „Ich sollte ihn hier und gleich töten... Dieser Zauberer ist gefährlich. Und euch sollte ich ein für alle Mal aus dieser Gesellschaft ausschließen“, tobte der Oberst und in seinen Augen loderte Zorn.
      „Er liegt in einem Magierschlaf. Gefahr strahlt er im Moment wohl kaum aus“, fauchte Saeli.
      „Schweigt! Das sind unsere Angelegenheiten, nicht die einer dahergelaufenen Heilerin“, befahl Rekath und Saeli lief rot an vor Wut.
      „Mein Herr, hört mich an... Er ist der Auserwählte und wir gewährten seinen Gefährten den Verbleib in unseren Landen. Falion war ihr Führer und ob es euch passt oder nicht, er ist ein Teil dieser Gefährten. Bei allem nötigen Respekt... Er stellt keine Gefahr dar und ich bin mir sicher, dass er ohne Widerworte dieses Reich verlässt, sobald er erwacht ist“, erklärte Thren.
      Einen Moment lang starrte Rekath wutentbrannt um sich und mit geballten Fäusten ging er ein weiteres Mal auf den Drachenreiter zu.
      „Enttäuscht mich nicht noch ein Mal! Es würde euer letztes Mal sein. Ich dulde die Anwesenheit dieses schmierigen Zauberers... Aber sobald er erwacht, verschwindet er von hier und kehrt nie wieder zurück. Aber wenn ich ehrlich bin, dann wäre es mir am Liebsten, er würde gar nicht erst wieder erwachen“, antwortete der Oberst grimmig und ohne ein weiteres Wort von Thren abzuwarten stürmte er zurück zum Turm.
      Schweigend blieben die Gefährten zurück und schauten zu Atrion, der noch immer fassungslos auf die Mauer schaute.
      „Atrion? Geht es euch gut?“, fragte Juna vorsichtig und ging ein paar Schritte auf ihn zu.
      „Ja... Es ist nur... Ich habe eine Aufgabe. Eine Aufgabe, für die ich nicht gewachsen bin“, antwortete der Schwertkämpfer und schaute auf seine Hände.
      „Natürlich seid ihr das! Die Prophezeiung mach keine Fehler und wenn sie sagt, dass ihr der Auserwählte seid, dann ist es so. Ihr findet einen Ari, der zu euch passt und ihr werdet eurem Schicksal gerecht. Außerdem habt ihr ein Händchen für die Drachen... Erinnert ihr euch an eure Begegnung mit meinem Drachen? Ohne zu zögern habt ihr eine Verbindung hergestellt, wenngleich nur schwach und freundschaftlich...“, erzählte Thren und klopfte Atrion auf die Schulter.
      „Du musst einen Drachen suchen?“, staunte Elion und der Schwertkämpfer lächelte über die Begeisterung in den Zügen des Prinzen.
      „Ja... Das ist meine Bestimmung. Mein Schicksal“, antwortete Atrion.
      „Und wie willst du das machen? Hier sind tausende Drachen?“, stellte Ilfgar fest.
      „Nicht hier wird er den Ari suchen... Dort oben muss er ihn finden“, sagte Thren und zeigte hinter der Stadt auf ein gewaltiges Gebirge, das sich schier unendlich weit in den Horizont erstreckte.
      Wolken hingen an den schroffen Gipfeln der Berge und dunkel erhoben sich die Massive des Gebirges in die Höhe. Nadelwälder besäumten die unteren Teile der Berge und Schnee bedeckte die hohen Lagen der Selbigen.
      „Dort findet ihr die wilden Drachen und mit sehr viel Glück auch den Ari“, lächelte Thren und Atrion schluckte unbehaglich.
      „Ich weiß nicht, ob wir das schaffen, meine Freunde“, zweifelte Atrion und wandte sich an seine Gefährten.
      „Wir? Nein, ihr werdet alleine gehen“, warf der Drachenreiter ein und der Schwertkämpfer konnte schon das Feuer der Drachen an seinem Leib spüren, welches ihn verbrennen würde.
      „Alleine?“, fragte Juna.
      „Wie soll er das denn schaffen?“
      „Er wird es schaffen! Die Prophezeiung hat noch nie einen Fehler gemacht“, antwortete Thren und verschränkte entschlossen die Arme vor der Brust.
      „Vielleicht macht sie gerade ihren Ersten?“, witzelte Atrion und versuchte seine Angst zu verbergen.
      „Das ist eure Bestimmung. Egal ob ihr es wollt, oder nicht... Ihr werdet es schaffen!“, sagte der Drachenreiter erneut und der Schwertkämpfer wusste, dass er kaum andere Möglichkeiten besaß.
      „Was ist, wenn ich es nicht tue?“, fragte er.
      „Wie gesagt... Die Prophezeiung wird eintreffen. So werdet ihr alles in die Länge ziehen. Eines Tages tritt die Weissagung ein und bis dahin sind noch viel mehr Menschen den Feinden zum Opfer gefallen. Die Prophezeiung wird sich erfüllen und es gibt keine Möglichkeit euch davon loszulösen“, sprach der Drachenreiter.
      Schweigend schaute Atrion zu dem düsteren Gebirge hinauf und ein kalter Hauch rann ihm über den Rücken, während die kleine Mauer vor ihm sein Schicksal darlegte.
      Er hatte keine Wahl.
      „Ich tue es“, nickte der Schwertkämpfer und drehte sich unsicher zu seinen Freunden um.
      „Atrion... Das...“, Junas Stimme versagte.
      „Ich glaube an dich“, trat Elion vor und ohne Vorwarnung umarmte er Atrion.
      Der Schwertkämpfer erwiderte die Umarmung und nickte stolz, während die Anderen ihn zufrieden umarmten, bis nur noch Juna vor ihm stand.
      Sie weinte.
      „Bitte komm zurück...“, schluchzte sie und fiel ihm weinend um den Hals.
      „Das werde ich“, flüsterte er und streichelte ihre Haare.
      Langsam löste er sich aus der Umarmung und nickte Thren entschlossen zu.
      Zwei Drachenreiter kamen aus dem Turm und brachten einige Vorräte und einen Umhang aus einem leichten, braunen, weichen Stoff.
      „Das ist ein Umhang der Drachenreiter. Er hält wärmer als jeder Stoff und ist stabiler als das beste Leder. Er wird euch gute Dienste leisten. Hier habt ihr Vorräte für etwa zwei Wochen, falls ihr länger braucht, werdet ihr wohl oder übel jagen gehen müssen. Einen Bogen und Pfeile bekommt ihr ebenfalls... Ich werde euch bis zum Waldrand fliegen und dann seid ihr auf euch alleine gestellt“, lächelte Thren und Atrion wurde das Gefühl nicht los, dass sich der Drachenreiter mehr über seinen Auftrag freute, als er selbst.
      „Lebt wohl... Ich werde euch vermissen“, wandte sich Atrion an seine Gefährten und Juna vergoss weitere Tränen.
      „Wünscht mir Glück“, fügte er hinzu und schwang sich gemeinsam mit Thren auf seinen Drachen, der erst Momente davor neben der Mauer gelandet war, Dann hoben sie ab und das Letzte, was die Gruppe von Atrion sah war ein schwarzer Drache, der auf das Gebirge zuflog und nach wenigen Augenblicken in den ersten Wolken verschwunden war.
      „Viel Glück“, flüsterte Juna und eine Träne lief über ihre Wange.
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Hm, ich muss ehrlich sagen, von der Stimmung und Landschaft komme ich an die Drachenwelt nicht so ran, das wirkt nicht so intensiv wie vorher - ohne dass ich da jetzt was konkretes angeben koennte.

      Oberst Rekath ist mir ein bisschen grundlos fies - da wuerde ich mir wuenschen dass er komplexer gezeichnet wird, bisher hat er anscheinend Falion's Karriere aus EIfersucht ruiniert und ist bereit, Atrion den Drachen vorzuwerfen (obwohl der gar nichts so schlimmes gemacht hat) - warum tut er das? Hat er das noetig?

      Die Prophezeihung ist ein bisschen der Klassiker des Genres, aber gut - warum nicht - warten wir mal ab was Du draus machst.
    • Huhu @Lehaidin

      Spoiler anzeigen

      irgendwie kann ich mich nicht mit der Story wie sie sich entwickelt anfreunden. Es ist mir irgendwie zu simpel gehalten das ganze. So... ala... hab ich alles schonmal so irgendwie bei anderen so gesehen. Das nimmt mir etwas Spannung weg, weil es mir nicht "neu" vorkommt. Oder zumindest anders verpackt. Man kann eigentlich deinen bisherigen Storyinhalt bzw roten Faden mit 2-3 Sätzen zusammenfassen, find ich :x
      Ob das gut oder schlecht ist... ist wohl Geschmackssache. Ich persönlich mags doch ein wenig komplexer :P

      Jedenfalls machen auch ein paar Dinge aus meiner Sicht keinen Sinn. Die Erklärung, dass Haalingblah auch ohne das zutun der Drachenreiter untergegnagen wäre... sprich wenn alle gewarnt worden wären. Ich mein sie wissen, dass sie laut der Prophezeihung sowieso in den Krieg ziehen werden und weil irgendein einzelner Type es verbietet, der ebenfalls wissen müsste, dass es eh bald zum Krieg kommt, tun sie es nicht? sehr zweifehalt irgendwie xD

      Und der Anführer scheint ja schon seit ein paar Jahrzenten sich als Tyrann durchzusetzen bei den Reitern. Aber kaum taucht der sowieso shcon erwartete Auserwählte auf, gibts erste Widerstände mündlich und er knickt auch direkt ein. Also ein Tyrann und ein Weichei zugleich D: ?
      Man sollte wohl deutlich machen WARUM er so leicht nachgibt, wo er sich scheinbar sonst immer durchsetzt als Anführer.

      Und dann noch der besondere Drache, der seit jahrtausenden nicht gesehen wurde, aber scheinbar weiß man wo er zu finden ist. auch bissel merkwürdig :o als Legende erzählt wäre das vielleicht bei mir auch besser angekommen, statt " achja, da ist ein besonderer Ort, guck da mal nach"

      Naja... ich klinge grad so, als würde ich alles schlechtreden... so isses nich... ich find grad nur nichts Gutes, weil es seit dem betreten der Drachenreiterwelt bei mir bergab geht, sry xD
      Ich bleib trotzdem dran :P will ja wissen wie es ausgeht und obs noch Plottwists oder so vllt gibt. wer weiß.



      lg Kramurx
    • Neu

      Hey ihr Beiden,

      @Kramurx / @Thorsten

      Wirklich schade, dass euch meine Geschichte nicht zusagt. Erst Recht, da euch scheinbar gerade das Ende des ersten Teils nicht gefällt. Ich kann eure Argumente auch durchaus verstehen. Für mich war klar, dass die "Auserwählten"-Thematik überraschend kommen sollte. Ich wollte bewusst vermeiden, dass irgendwer schon vorher auf Ideen kommt und zudem sogar versuchen, den Fokus auf Falion zu legen, der dann, zur Überraschung der Leser, auf Atrion fällt.
      Rikath ist vieles, aber kein Tyrann. Auch hier habe ich dann vielleicht eine falsche Wirkung von ihm erzeugen lassen. Bisher ist noch unklar, wer genau eigentlich in den Krieg zieht, aber wenn selbst das schon aus meiner Geschichte zu lesen war, dann würde ich mich sehr freuen, zu sehen, wer das eurer Meinung nach denn ist.
      Zurück zu Rikath. Der Anführer der Drachenreiter wurde von den Bewohnern der Welt gewählt und ist eigentlich einfach nur ein Anführer, der sehr stark auf sein Volk acht gibt. Das kommt gesondert in Teil Zwei der Geschichte heraus. Rikath will keinen Krieg, und das versucht er weiterhin zu leugnen... Ala Schutz für sich und sein Volk.
      Im Bezug auf den Drachen... Ein Ort wird eigentlich nicht genannt. Also bisher steht fest, dass Atrion in das Gebirge gehen soll. Quasi eine ganze Welt und diese nach einem Drachen durchforsten soll, der genau auf IHN gewartet hat...
      Aber... Ich denke ihr liegt richtig damit, dass einige Passagen hier zu einfach gestrickt waren. Ich schaue einfach nochmal drüber und überlege mir, wie ich das Simple durch ein wenig komplexere und logischere Dinge ersetzen kann.

      LG und Danke für die Kritik

      Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Neu

      Huhu @Lehaidin,

      lass dich bitte nicht entmutigen D: ! wenn ich mich recht erinnere hast du die Geschichte ja auch Leute die du im RL kennst vorgelegt, hatten die eine gänzlich andere Meinung?


      Lehaidin schrieb:

      Wirklich schade, dass euch meine Geschichte nicht zusagt
      Das klingt mir zu verallgemeinert, es liegt bei mir wirklich nur an dem vergflixten Drachenreitern. Angefangen davon dass ich eine extrem hohe Erwartung hatte, als sie die Welt das erste Mal betraten, bishin zu den Drachenreitern selbst.
      Ihr Benehmen ist nicht wie ichs mir vorstelle und die Drachen sind auch irgendwie nicht ganz so :x


      Lehaidin schrieb:

      den Fokus auf Falion zu legen
      Auf Falion lag ein Fokus? Also... ich mein... er ist für mich der größte Sympathieträger in der Story. Aber Atrion war doch irgendwie trotzdem die ganze Zeit gefühlt der Anführer der Gruppe


      Lehaidin schrieb:

      Bisher ist noch unklar, wer genau eigentlich in den Krieg zieht
      Ich kann nur mit dem Arbeiten gedanklich, was ich bekomme. Und Momentan sieht es ohne jegliche mögliche Twists zu beachten so aus, als wäre jetzt die Prophezeihung der rote Faden der Geschichte. Zumnidest wurde sie mMn so stark in Szene gesetzt und präsentiert, dass ich davon ausgehen muss.
      Und wenn ich jetzt mal wild spekuliere, dann zieht Atrion nunmal mit nem Überdrachen, den Drachenreitern, der Gruppe und vielleicht eine 3. uns noch unbekannte Macht in den Kampf, weil die paar Drachen vllt zu wenig sind bzw der Überdrache noch eine derartige alte Macht kennt oder sogar anführt.


      Lehaidin schrieb:

      Zurück zu Rikath. Der Anführer der Drachenreiter wurde von den Bewohnern der Welt gewählt und ist eigentlich einfach nur ein Anführer, der sehr stark auf sein Volk acht gibt
      er wirkt trotzdem auf mich einfach wie ein Tyrann xD
      Da du was anderes mit ihm beabsichtigt hast, isses aber leicht daneben gegangen, befürchte ich :x
      seine ganzen Aussagen und versuche die anderen zu unterdrücken ect haben den Eindruck am Ende in mir geweckt o.o
      Wenn ich ihn lese, dann hab ich von ihm immer einen ernsten Blick, böses Gesicht und sehr raue, kaltherzige Stimme als Bild von ihm im Kopf, so wie er jetzt steht. Wollt ich nur mal anmerken xD

      Hoffe kann dir irgendwie weiterhelfen. Es ist ja nicht bös gemeint und wenn mir die Story so gar nicht zusagen würde, dann täte ich sie auch nicht lesen. Aber ich will auch nichts schön reden an ihr, wenn ichs nicht schön finde :x

      lg Kramurx
    • Neu

      Danke @Kramurx,
      Keine Sorge, ich lasse mich nicht entmutigen. Habe deine Nachricht auch gar nicht als Angriff aufgefasst. Im Gegenteil. Ich finde das wichtig, dass gerade unterschiedliche Meinungen meine Geschichte beurteilen und deine Punkte waren ja alle absolut nachvollziehbar. Ich sage nur immer gerne, wie ich es mir gedacht habe. Einerseits gibt das euch einen Einblick darauf, wie es richtig sein sollte und andererseits erhofft man sich hier und da dann natürlich auch Tipps.
      Also sei beruhigt, ich hab deine Punkte realisiert und schon angefangen drüber zu lesen.

      LG Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Neu

      Lehaidin schrieb:

      Wirklich schade, dass euch meine Geschichte nicht zusagt.
      Wie mein Vorredner schon angemerkt hat - so wuerde ich's jetzt auch nicht sagen.

      Es ist nicht auf einmal grottenschlecht, aber der Funke springt bei anderen Beschreibungen einfach besser ueber finde ich. Vielleicht ist es auch Erwartung - man hat ja schon von den Drachen gehoert und sich schon was ausgemalt - und das muss dann erst mal eingeloest werden...

      Wegen 'Ende des ersten Teils' - sind wir damit jetzt fertig? War das das Ende des ersten Teils ?(
    • Neu

      Huhu @Lehaidin

      dann will ich mit besten Wissen und Gewissen versuchen dir zu helfen, sofern ich das kann xD

      was genau stört mich persönlich jetzt an der Drachenwelt.
      Ohne nochmal extra nachzulesen krame ich mal aus meiner Erinnerung, welche Eindrücke entstanden sind und wieso.

      Erstmal die Drachen. Ich hab sie als etwas agressiv beim ersten Aufeinandertreffen in Erinnerung, weil sie, wenn man das falsche sagt, eine ziemlich kurze Zündschnur haben. Das dürfen sie auch, weil Drachen sind für mich so... anmutige, edle Tiere, die sehr Wert auf ihren eigenen Status und Respekt legen. Sag zu nem Drachen fliegende Eidechse und zack, aufgefressen. Und sie können sehr gerissen, heimtückisch und vieles mehr sein.
      Beim Übergang in die Drachenreiterwelt wurde mir ein eher harmonisches, ja gar unterwürfiges Leben der Drachen vorgestellt, was bei mir nicht so gut ankam :x
      Und als sie sich vor Atrion einfach mal so ohne Vorwarnung ect (oder was auch immer) auf den Boden quasi warfen - das gab mir den Rest, dass meine Meinung über deine Drachen an der Stelle erstmal hinüber war.

      Was deine Welt der Drachen generell angeht muss ich grad an Jurassic Park denken bzw es vergleichen. Da wurde uns anfangs eine freundliche, tolle Welt auf der Insel vorgestellt mit freundlichen Pflanzenfressern usw. Und dann Zack kamen die Fleischfresser zum Einsatz und zeigten, wie gefährlich ihre Welt eigentlich ist. Und ich denke diese Gefahr fehlt von Anfang an bei deinen Drachen. Kann sein dass das Gebirge, was ja eine eigene Welt werden soll, gefährlich wird, aber bis dahin wurden den meisten Drachen die man kennenlernt metaphorisch alle Zähne gezogen xD
      Und die Drachenreiter scheinen irgendwie zu vermitteln, dass die Drachen alle eher harmlos sind. Da fehlt dieser deutliche Übergang zur Gefahr, wie gesagt. Sie dürfen ja in Harmonie mit Menschen leben, aber die sind mir deutlich zu zarm (zam? zahm?) ^^

      Dann die Drachenreiter noch. Ich ging bei denen irgendwie von aus, dass die was besonderes wären. Aber dieses besondere kam nicht durch. Sie wirken einfach wie normale Menschen, die auf Drachen reiten. Sprich... warum dürfen die auf Drachen reiten und andere nicht? Was gibt ihnen das Recht? Wird vielleicht irgendwann einmal oder nochmal angesprochen, weils vllt erwähnt wurde... also wenn, dann war es für mich nicht eindeutig genug.
      Meine Erwartung war, dass ich starke Krieger treffe, die sich im Kampf gegen Drachen beweisen müssen, wobei ich mich grad auch an eine Arena gegen Drachen erinnere, aber unsicher wer da jetzt gegen wen kämpfte xD Drache vs Drache? Mensch vs Drache? Mensch + Drache vs Mensch + Drache?
      Ich schweife ab irgendwie. Jedenfalls sowas besondere könnte zum Beispiel sein, dass sie von ihrem Drachen alle paar Monate Drachenblut erhalten um sich zu stärken und eine ehhh... resonanz? Symbiose??? zum Drachengefährten zu erschaffen, die die Drachen nur mit besonderen Menschen eingehen. Bzw die sie halt als würdig ansehen xD
      was besonderes halt :o

      Zu dem Anführer brauch ich glaub nichts mehr sagen, den hab ich ja im vergangenen Post schonmal angesprochen.

      Hoffe ich kann dir damit irgendwie weiterhelfen

      lg Kramurx