Die Prophezeiung von Eolond - Die Welt der Drachen

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    • Hey @BlueRosesInMyHeart,
      Ich freue mich natürlich Mal wieder über deinen Kommentar und danke für das Lob ^^ Dir wünsche ich erstmal viel Erfolg beim Kuchen backen und das, was du sagst, ist denke ich schon verständlich... Mein Problem: Das zieht das Kapitel ein wenig in die Länge. Nicht, dass es schaden würde, Falions Gefühle hier näher zu betrachten, aber... mhhh... schwierige Entscheidung. Ich schaue einfach Mal, was ich schreiben könnte und wie lange es dann wird ;)

      LG Lehaidin

      PS: Was backst du denn Leckeres? :P
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Lehaidin schrieb:

      Ich freue mich natürlich Mal wieder über deinen Kommentar und danke für das Lob
      Gern :)

      Lehaidin schrieb:

      Mein Problem: Das zieht das Kapitel ein wenig in die Länge. Nicht, dass es schaden würde, Falions Gefühle hier näher zu betrachten, aber... mhhh... schwierige Entscheidung.
      Hm. Naja, wenn du meinst, es passt nicht, dann lass es so :) Es wirkte halt einfach ziemlich abrupt auf mich beim Lesen, weil erst alles so anschaulich war und dann der Schluss so fix ging. Du musst ja jetzt nicht noch fünf Absätze über ihre Gefühle zueinander schreiben, das ist dem Leser klar, wie die zueinander stehen mittlerweile :D Aber man kriegt halt gar nicht mit, wie Falion sich fühlt, nachdem Saeli ihm sagt, dass sie das nicht kann ^^

      Lehaidin schrieb:

      PS: Was backst du denn Leckeres?
      Zwetschgenkuchen :D

      LG
      Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...
















    • Lehaidin schrieb:

      Sie waren etwa hundert Fuß vor der Lichtung als Atrion seinen Augen nicht mehr traute. Dort in der Dunkelheit des Waldes waren drei Gestalten, deren Körper rot leuchteten. Sie hatten Menschliche Silhouetten und ihre langen Beine glimmten wie die Glut eines Feuers, während ihr Oberkörper fast wie heiße Lava aussah. Ihre Köpfe waren schwarz und nur ihre Augen leuchteten in einem dunklen Rot. Die Nasenlöcher der Geschöpfe ließen beim Ausatmen kleine Funken austreten und auf den Häuptern dieser Kreaturen konnte Atrion Hörner sehen, die denen von Ziegen glichen.

      Lehaidin schrieb:

      Je näher sie an die Kreaturen heran kamen, desto beeindruckender wurden die Geschöpfe. Sie bestanden aus heißem Feuer und die Luft, die von der Lichtung strömte roch nach Schwefel und Rauch. Gelegentlich zuckte eine Flamme über die Rücken oder den Oberkörper der drei Gestalten und nun wurde die Situation der Kreaturen langsam erkennbar.
      Ui, wie cool :love: Kann mir diese Gestalten mega gut vorstellen. Hast du gut beschrieben :thumbup:

      Lehaidin schrieb:

      Nun wurde eine Grenze überschritten und auf euch wartet der Tod. Ihr habt unser Territorium betreten und laut den Gesetzen des Vertrags blüht euch nun der Tod“, erklärte der General und zog gemeinsam mit seinen beiden Kriegern die Waffen.
      Ach man. Wieso, alter xD "Grade habt ihr uns noch geholfen, aber jetzt müsst ihr sterben. Raaaah" :D


      Ich bin noch ein bisschen verwirrt, wegen diesen Gestalten, und dem Pakt. Und was die für ne Rolle spielen ?( Aber ich denke, das wirst du uns schon noch erzählen xD (hoffe ich) ^^ Mal kucken, wie die sich einordnen lassen.
      Und ich warte auf eine Versöhnungsszene zwischen Falion und Saeli. Also so eine Richtige xD


      Kann nicht meckern mit den Kapiteln, ging gut und spannend weiter.
      Von daher: schnell weiter ! :love:

      LG
      Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...
















    • So, nun mal die 23 und 24. Diesmal hab ich nicht so viel gefunden. Und die Storry wird immer Spannender :)

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      Lehaidin schrieb:

      Kapitel 23

      Die Heilerin aus Haalingar

      Falions Augen waren angestrengt zusammengepresst und das Unwetter von vorhin war verschwunden. Niemand von ihnen wusste, ob er den Vorkahii getötet hatte, oder ob er ihnen lediglich Zeit erkämpft hatte.
      Der Zauberer selbst äußerte sich nicht dazu, sondern murmelte unverständlich etwas von übermächtiges Wesen und Unsterblichkeit, womit das Thema für ihn beendet zu sein schien.
      ...
      Ilfgar blieb durchweg regungslos und nur das leichte Auf und Ab seiner verbrannten Brustpartie bedeutete Juna, dass er am Leben war.
      ...
      Danach wurde Ilfgars Transport ein heilloses Desaster, da sowohl Tria, als auch der Bote aus Haalingar nicht ohne Hilfe vorankommen konnten. Hinzu kam Ilfgars Bewusstlosigkeit, die mit sich brachte, dass man ihn lediglich hochheben konnte und zu dritt oder viert auf den Schultern tragen musste. (Mach deine Jungs doch mal auf diese Möglichkeit aufmerksam: de.wikipedia.org/wiki/Gamstragegriff)
      ...
      „Halt!“, rief er etwas lauter nach vorne und die Gruppe blieb stehen.
      „Dort vorne auf dem Hügel, hinter dem kleinen Waldstück, liegt die Hütte der Heilerin. Ich kann nicht mit euch kommen und wenn ihr dort seid, erwähnt auf keinen Fall meinen Namen. Niemand von euch... Verstanden?“, erklärte er und blickte in sechs verwirrte Gesichter.
      ...
      Mit dieser sinnlosen Warnung verschwand der Zauberer im Wald und die Gruppe stand völlig ahnungslos am Waldrand.
      „Wir sollten auf ihn hören und weiter gehen“, grummelte Grog und es war unverkennbar, dass er ebenso unglücklich darüber war, dass der Zauberer gegangen war, wie die Anderen.
      Juna war zwar unglücklich, dass sie Ilfgar alleine lassen musste, aber Tria brauchte eine Stütze, die sie bis zur Heilerin brachte.
      Unruhig machte die Gruppe sich auf den Weg und tatsächlich entdeckten sie in der Abendsonne, die nun die langsam verziehenden Regenwolken lila anstrahlte, eine kleine Hütte auf dem Hügel, den Falion ihnen gezeigt hatte. Hoffnungsvoll verließen sie das kleine Waldstück und kraxelten den Hang hinauf zu der Hütte, welche umgeben war von einem großen Garten. Die außergewöhnlichsten Blumen wuchsen säuberlich in Reih und Glied und unzählige Heilpflanzen und Pilze sprossen aus dem fruchtbaren Boden empor.
      Es roch süßlich und die Luft schien fast schwerer zu sein von den vielen Pflanzengerüchen, die sich zu einem wohlig süßen Gesamtduft vereinten. Niemand von ihnen wusste, wie eine Hornblumen aussah, also schritten sie vorsichtig den kleinen Steinweg entlang, der quer durch den Garten auf die Haustür hin führte.
      Leise kamen sie vor der Tür zum stehen und legten Ilfgar vorsichtig etwas abseits auf den Boden.
      Unruhig starrte sie auf die einfache Tür und beobachteten das Licht in den Fenstern, vor denen kleine weiße Vorhänge befestigt waren.
      Dann schritt Juna vor und klopfte zaghaft an das raue Holz.
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      Lehaidin schrieb:

      Kapitel 23
      (Fortsetzung)

      ...
      Die Heilerin musterte erst den Boten aus Haalingar, dann die Gruppe und wandte sich schließlich wieder Juna zu.
      „Nun gut, bringt ihn ins Haus. Ich will sehen, was ich für euren Freund tun kann“, sagte sie und ließ das Schwert sinken.
      Vorsichtig hoben Elion und Atrionn Ilfgar in die Hütte und legten ihn auf ein kleines Bett an der Wand. Atrion schaute sich begeistert um.
      Das Haus der Heilerin war deutlich größer, als es von Außen den Anschein machte und deutlich mehr Licht erfüllte den Raum als im Haus des Thains. Ordentlich waren die Bücherregale sortiert und ein kleiner eckiger Tisch, in der Mitte des Raumes, war mit einer sauberen weißen Tischdecke betucht. Die Feuerstelle war sauber und ein kleines Feuer brannte unter einem leeren Topf, während ein langer Tisch unter einem Fenster nach Norden befüllt war mit Pflanzkübeln und Kräutern.
      ...
      Ihre langen Locken fielen auch am Rücken herunter, bis zu ihren Schulterblättern und eine schlichte weiße Bluse verdeckte ihre etwas größeren Brüste und die sonst eher dunklere Haut der Heilerin. Ihr Gesicht war freundlich und die braunen Augen strahlten eine Wärme aus, die Atrion an ein Lagerfeuer in der Nacht erinnerte.
      ...
      „Wie... Ach vergesst es, ich liebe Magie“, stutzte Elion und ließ sich mit einem leisen Danke“ auf einen Stuhl fallen und fing an zu essen.
      Die Heilerin nickte zufrieden und verließ das Haus zur Vordertür.
      Schnell hatten sich die Gefährten, mit Ausnahme von Juna und Tria, am Tisch niedergelassen und hatten begonnen das köstliche Abendbrot zu vertilgen. Atrion war überglücklich und stopfte sich ein saftiges Stück Lamm in den Mund, während er bereits gierig nach der nächsten Kartoffel griff.
      ...
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      Lehaidin schrieb:

      Kapitel 24
      Die Wunden der Vergangenheit

      ...
      „Nein! Bitte! Verschwinde Falion! Ich habe jeden Tag gewartet. Ich habe geweint und mehr Tränen vergossen als jeder Ozean dieser Welt tragen könnte. Ich habe mit dem letzten Geld, das ich hatte Späher durch das Land geschickt. Ich war alleine, verzweifelt und mein Herz war gebrochen... Deinetwegen. Ich bot meine Dienste an wo ich nur konnte, aber mein Leben war ein Scherbenhaufen... Dann fand mich der Thain und er half mir meiner Bestimmung als Heiler nachzukommen und doch, es verging kein Tag an dem ich hoffte, dass du zu mir zurück kommst. Anfangs dachte ich wirklich, dass du es tust und dann, nach und nach verging meine Hoffnung und eines Tages redete ich mir ein, dass du gestorben wärst, obwohl ich tief in meinem Inneren wusste, dass es nicht stimmte“, weinte Saeli und Falions Augen waren glasig.
      „Es tut mir leid“, antwortete er und Tränen flossen nun auch auf seinen Wangen.
      ...
      „Er wurde von den Magiern der Akademie mitgenommen.... Sie sind an jenem Tag auf dem Markt aufgetaucht und haben Falion überredet mit ihnen zu gehen. Er hat erzählt, dass es die größte Fehlentscheidung in seinem Leben gewesen war und dass sein Leben ohne euch den Bach hinunterging“, erzählte Tria und sie versuchte so mitfühlend und zart wie, möglich zu reden.
      „Woher wollt ihr das wissen?“, fragte Saeli und eine erste Träne tropfte auf ihre Bluse.
      ...
      „Falion weiß wo die legendären Drachenreiter zu finden sind?“, stammelte Saeli und langsam, aber sicher schien sie den Falion, den sie gekannt hatte, nicht mehr zu sehen.
      ...
      Falion hat ein uraltes Wesen aus der Vergangenheit besiegt, ist Mitglied in der Akademie der Magier von Winterstern und weiß wo die verschollenen Drachenreiter sind?“, hauchte die Heilerin und starrte auf das von Tränen durchnässte Tuch, in ihren Händen.
      ...
      Einen Moment lang schwieg die Heilerin, dann schien sie sich nach und nach zu fassen und erhob sich wieder aus dem Stuhl.
      „Ihr solltet euch ausruhen und morgen früh erzählt ihr mir von eurer Mission. Euer Freund hier ist bis dahin höchstwahrscheinlich wieder in der Lage zu gehen, wobei die Wunde ihm sein Leben lang Probleme bereiten wird.... Aber, das erkläre ich euch Morgen“, lächelte Saeli und versuchte ihre Tränen zu unterdrücken.
      „Dankesehr“, hauchte Juna, die seit Ilfgars Verletzung nicht mehr von seiner Seite gewichen war.
      Tränen kullerten der jungen Bogenschützin über die Wange und Atrion war sich nicht sicher, ob die Tränen Saelis Schmerz, oder der Genesung Ilfgars galten.
      ...
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      Lehaidin schrieb:

      Kapitel 24

      (Fortsetzung)

      Saeli ging den Hang hinab und ihr Herz klopfte wie wild.
      Ihre Hand hatte den kleinen Drachen fest umschlossen und in der Dunkelheit hielt sie Ausschau nach Falion. Eine Sanfte Brise wehte vom Hang herab in ihren Rücken und der süßliche Geruch ihres Gartens zog in ihre Nase. Die langen rötlichen Locken wehten ungeordnet im Wind und in ihr Gesicht, während ihr kleiner Dolch am Gürtel bei jedem Schritt ihren Oberschenkel berührte.
      Falion.
      ...
      Ein winziges Lagerfeuer erleuchtete einen großen Felsblock, der mitten auf dem Hang gen Himmel ragte. Sie konnte Falion zwar nicht sehen, aber sie wusste, dass er da war. So, wie sie immer gewusst hatte, dass der Zauberer noch lebte.

      Entschlossen ging sie los.
      ...
      „Du... Du liebst mich?“, schluckte die Heilerin und wandte ihren Blick ab, um einen weiteren Schwall an Tränen zu verstecken.

      „Ja, Saeli... Das habe ich immer. Es war Angst. Angst davor, dir gegenüber zu treten und ein Monster zu sein... Ein Monster, welches dich ohne ein Wort verlassen hatte und damit seine wahrscheinlich grauenvollste Tat vollbracht hat... Dein Herz zu brechen“, hauchte Falion und eine Träne kullerte über seine Wange.
      ...


      Freundlichst
      Der Zwerg
      Man sollte nie zweimal den gleichen Fehler machen, denn die Auswahl ist groß genug.
      - Robert Lembke -


      Projekte:

    • Hi nochmal. Jetzt hab ich die 25 durch... Entweder hast du diesmal kaum Fehler gemacht oder ich hab es überlesen, weil es so spannend war :D

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      Lehaidin schrieb:

      Kapitel 25
      Feuer und Wasser

      ...no mistake...
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      Lehaidin schrieb:

      Kapitel 25
      (Fortsetzung)

      Stunden waren vergangen und entgegen Atrions Erwartungen, führte Falion sie nicht zurück in die Tundra, sondern hatte den Weg in die Berge eingeschlagen.
      Gut gelaunt ging er vorweg und immer wieder wandte er sich sein zur Gruppe hinter ihm.
      „Falion.... Warum zum Skarr müssen wir den Weg durch die Berge gehen?“, rief Elion und sprach dem Großteil der Gefährten aus der Seele.
      Der Zauberer drehte sich ein weiteres Mal um und blieb stehen.
      Sein Mantel wehte im starken Aufwind der Berge und seine Haare taten es ihm gleich, während der blaue Stein auf der Spitze seines Stabes aufgeregt leuchtete.
      ...
      Die Gruppe folgte dem Zauberer ohne ein Wort und bald schon bildeten sich kleine Rudel beim Aufstieg. Falion lief alleine vorweg und schwieg, während Atrion, Sel, Juna und Ilfgar gemeinsam den Hang hinauf gingen und sich unterhielten.

      Tria und Saeli redeten aufgeregt miteinander und Atrion hatte die Vermutung, dass der Zauberer das Hauptthema ihrer Konversation war. Nur Elion lief alleine zwischen den beiden Gruppen und fing an auf einem kleinen Büchlein zu kritzeln.
      „Was machst du da?“, ließ sich Atrion zurück fallen und schlenderte neben Elion her. (Wo ist Grog?)
      ...
      Der Wind blies ihnen kalt entgegen und Atrion hatte seinen Umhang fest um sich gezogen, so wie jeder der Gefährten.

      Fast eine Stunde lang kämpften sie sich durch den Schnee und den kräftigen Wind, der das Vorankommen erschwerte. Dann erreichten sie das erste Tal und Wolken hingen in dichten Nebelfahnen unter der Gruppe. Das Tal war fast vollständig mit Wolken gefüllt und über den Bergen hing eine graue und triste Wolkendecke.
      Mühsam begannen sie den Abstieg und erst spät am Abend erreichten sie das schmale, waldbedeckte Tal.
      „Wir brauchen eine Pause“, stöhnte Ilfgar, der mit seiner frisch kurierten Wunde den ganzen Tag über tapfer durchgehalten hatte.
      ...
      „Was? Bitte... nein. Ich bin Prinzessin. Die letzten drei Jahre versuchten circa zwei Dutzend Männer um meine Hand an zu halten. Es gibt so viele tolle Menschen dort draußen und ich werde sicher nicht dem erst Besten um den Hals springen“, antwortete die Prinzessin und schüttelte angewidert den Kopf.

      „Nein, es gibt viele Männer die mir gefallen, aber ich stehe mehr so auf die unscheinbaren.... Intelligente Kerle, die mit ihrem Köpfchen arbeiten und nicht mit den Muskeln, die sie am Körper tragen“, ergänzte sie und schaute sich suchend unter den Gefährten um.
      Saeli schaute unscheinbar zur Prinzessin hinüber und ein weiteres Mal wunderte sie sich über Tria. Entgegen ihren Erwartungen hatte die wunderschöne Blondine einen gänzlich anderen Typ von Männern im Auge, als Saeli geschätzt hätte. Tria war eine so bildhübsche und athletische Frau, dass die Heilerin an ihrer Seite bis jetzt nur einen muskulösen Krieger gesehen hatte, aber damit hatte sie am wenigsten gerechnet.
      ...
      „Er wird es nicht gut aufnehmen... Ich weiß wie viel ich ihm bedeute“, flüsterte Juna und ihr Blick traf sich mit Ilfgars.

      „Deshalb sollten wir seine gute Stimmung nicht an diesem Tag dämpfen... Sieh nur“, sagte Ilfgar und nickte zu Atrion hinüber.
      Der junge Schwertkämpfer war gerade mit seinem Kunstwerk fertig geworden und zeigte es glücklich Sel und Elion. Lächelnd gab er dem Prinz von Eolond das Pergament, der kurz darauf anerkennend nickte und es an Sel weitergab, der begeistert staunte und ein Lob aussprach.
      ...
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      Lehaidin schrieb:

      Kapitel 25
      (Fortsetzung)

      Erst konnte Atrion nichts erkennen, außer der Dunkelheit und die schemenhaften Umrisse der Bäume und Sträucher um sie herum, aber dann bewegte sich etwas Rötliches auf der Lichtung.
      ...
      „Ich habe zu danken... ihr habt mein Leben gerettet. Ich entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten, General, aber ihr tragt das Zeichen unserer Feinde und seid mit euresgleichen auf unserem Territorium“, antwortete der General der Feuerwesen.

      „Was? Ich bin kein General, was heißt Euresgleichen ? Ich verstehe das nicht?“, stammelte Falion und ließ seinen Stab sinken.
      „Nun, ihr tragt den Stein des Wassers. Das magische Juwel des Kriegsherren der Wasservölker. Ihr seid ihr General... Und was Euresgleichen angeht... Sie stehen hinter euch“, erklärte der General des Feuervolkes und Falion drehte sich verwirrt um.
      ...
      „General... Wir sind kampfbereit. Sagt uns einfach, wann wir den Incendi den Hintern versohlen sollen“, sagte eines der Wassergeschöpfe und urplötzlich tauchten Langschwerter in den Händen der Wasserwesen auf. Blau schimmerten die Waffen der Geschöpfe und sie bestanden aus einer Art nassem Kalkstein,

      „Halt! Ich verstehe das nicht... Bitte, kann mir hier irgendjemand, der nicht darauf aus ist sich gegenseitig zu töten erklären, was gerade passiert“, brüllte Falion und der Zauberer verlor ein wenig die Fassung.
      „Ihr tragt den Stein des Wassers. Damit seid ihr der Kriegsherr der Völker des Wassers, der Akvasi. Seit Jahrhunderten befinden sich die Völker der Elemente im Krieg und erst seit dem Vertrag bestehen feste Grenzen zwischen unseren Stämmen. Nun wurde eine Grenze überschritten und auf euch wartet der Tod. Ihr habt unser Territorium betreten und laut den Gesetzen des Vertrags blüht euch nun der Tod“, erklärte der General und zog gemeinsam mit seinen beiden Kriegern die Waffen.



      Freundlichst
      Der Zwerg
      Man sollte nie zweimal den gleichen Fehler machen, denn die Auswahl ist groß genug.
      - Robert Lembke -


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    • Hey @BlueRosesInMyHeart,
      Jetzt kann ich aber hier auch Mal wieder antworten... Viel um die Ohren in letzter Zeit ;( Naja, gehen wir Mal zu deinen Anmerkungen ;)

      BlueRosesInMyHeart schrieb:

      Ach man. Wieso, alter xD "Grade habt ihr uns noch geholfen, aber jetzt müsst ihr sterben. Raaaah"


      Ich bin noch ein bisschen verwirrt, wegen diesen Gestalten, und dem Pakt. Und was die für ne Rolle spielen Aber ich denke, das wirst du uns schon noch erzählen xD (hoffe ich) Mal kucken, wie die sich einordnen lassen.
      Und ich warte auf eine Versöhnungsszene zwischen Falion und Saeli. Also so eine Richtige xD


      Kann nicht meckern mit den Kapiteln, ging gut und spannend weiter.
      Haha, naja, was ein Glück bringe ich heute das nächste Kapitel raus, bzw. die Fortsetzung vom jetzigen ;) Möglicherweise ändert sich dann ja was an deinem Frust und deiner Verwirrtheit :D Jaaa, daran habe ich gearbeitet... Mal schauen, ob sowas zustande gekommen ist. :evil:
      Freut ich, dass es dir so gut gefallen hat ^^

      BlueRosesInMyHeart schrieb:

      Ui, wie cool Kann mir diese Gestalten mega gut vorstellen. Hast du gut beschrieben
      Na das freut mich ja aber wirklich gewaltig... Habe sehr lange überlegt, wie ich diese Gestalten aufbauen will und mich von unendlich vielen Dingen inspirieren lassen. Umso cooler, dass es mir dann auch noch gut gelungen ist ^^ :thumbup:

      Danke für deinen lobigenden Kommentar... Jedes Mal schön von dir zu hören Blue ^^ :love:



      Dann noch schnell zu @McGolaresd =O
      Mensch, du warst aber fleißig in letzter Zeit... Dankeschön für die Zeit und den Aufwand, den du in die Korrekturen steckst. :saint: Bin in meiner Quelldatei inzwischen mit der Hälfte aller Seiten schon durch mit dem Korrigieren ^^ Auch dank deiner netten Überprüfung. Also ein dickes Dankeschön an dich ^^ :love:
      Was mich auch mal interessieren würde, ist, wie du die Geschichte so von Handlung und Charakteren her findest... Bisher bleibst du ja oft eher auf der Grammatik und Rechtschreibungsebene ;)

      LG Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Kapitel 26
      Eine dampfende Nacht

      Falion stand inmitten zweier magischer Völker, die sich jeden Moment bekämpfen würde und er hatte keine Ahnung, was er machen sollte.
      Saeli stand neben ihm und redete beruhigend auf die Feuerwesen ein, während Falion versuchte den Wasserwesen Einhalt zu gebieten.
      Die anderen Gefährten waren inzwischen auf die Lichtung geschlichen und standen regungslos einige Meter abseits.
      Dann brach der Kampf los und nur ein Schutzschild bewahrte Saeli und Falion davor, getötet zu werden. Zischend trafen Feuer und Wasser auf einander und eine gewaltige Dampfwolke stieg in den Himmel auf.
      „Geh“, schrie Falion und stieß Saeli aus der Gefahrenzone.
      Dann drehte er sich um, nutzte die Macht des Steines und rannte in den Kampf hinein.
      „Folgt dem General!“, schrie einer der Wassersoldaten und innerhalb weniger Sekunden hatten sich die vier Krieger hinter Falion aufgestellt, der nun eine gewaltige Wasserwand vor sich herschob.
      Die Feuerbälle trafen zischend auf die Wand und verschwanden spurlos, während sich die Wasserwesen unter Falions Führung immer weiter näherten.
      Dann sprang das erste Feuerwesen los und durchbrach zischen die Wasserwand. Ihr Speer sauste auf einen der Soldaten des Wassers zu aber blitzschnell hatte Falion den Speer in den Boden abgelenkt. Saeli musste schlichtweg staunen über Falions Können und doch hielt der Feuersoldat bereits einen nächsten Speer in der Hand, der innerhalb eines Wimpernschlags aufgetaucht war.
      Atrion beobachtete den Kampf und doch fiel sein Blick nach wenigen Momenten auf die Klinge am Boden, welche das Feuerwesen verwundet hatte.
      Mit den Augen auf dem Kampf vor ihm hob er das Messer auf und blickte abwesend auf die Klinge, die noch immer warm war von der Körpertemperatur des Feuergenerals.
      Plötzlich weiteten sich seine Augen und gerade, als er Falion warnen wollte, geschah es.
      Ein lauter Aufschrei des zweiten Feuersoldaten ließ Feuer und Wasser inne halten. Falion ließ die Wasserwand versiegen und verwirrt starrten sowohl die Soldaten des Wassers, als auch der Feuergeneral auf den schreienden Feuersoldaten, der sich etwas hinter seinem General positioniert hatte.
      „Was habt ihr?“, fauchte der Feuergeneral und seine Stimme klang wie das zischen von nassem Holz auf einem Lagerfeuer.
      Plötzlich durchdrang eine Axt den Schädel des Soldaten und spaltete selbigen mit einem dumpfen Geräusch entzwei. Die beiden Körperhälften klappten auseinander und landeten mit einem Schwall von Lava auf dem Grasboden.
      Hinter dem Soldaten stand der Vorkahii und der Feuergeneral weitete seine Augen zornig.
      „Ihr habt den Dolch geworfen“, schrie er und rannte auf das gehörnte Monster zu.
      „Nicht“, brüllte Falion, aber es war zu spät.
      Mit einem blitzschnellen Handgriff hatte der Vorkahii den General entwaffnet und mit einem festen Griff am Hals gepackt. Er sprach eine Zauberformel und in seiner Hand erschien ein Speer aus strahlendem Eis, den er dem General an die Kehle hielt.
      „Schön euch wieder zu treffen, Zauberer“, fauchte das Ungeheuer und lächelte boshaft zu Falion herüber.
      „General“, schrie der letzte verbleibende Feuersoldat und rannte los, während er seinen Speer auf den Vorkahii schleuderte.
      Ohne Problem wich das Ungeheuer dem Geschoss aus und der Eisspeer bohrte sich keine zwei Sekunden später in den Wanst des Soldaten. Das Feuer des Soldaten schien von innen heraus zu erlöschen und nach wenigen Augenblicken zerbröckelte der Feuersoldat zu einem Häufchen Lavagestein.
      „Nun sind wir ungestört... Also, hier ist mein Vorschlag: Du ergibst dich mir, dann lasse ich dich und deine Freunde am Leben. Du gibst mir den Stein und begleitest mich zu meinem Meister. Wenn du dich weigerst, dann wird der Feuergeneral hier sterben und jeder auf dieser Lichtung wird es ihm gleich tun. Und bedenke eines... Ich unterschätze dich nicht noch ein Mal“, sagte der Vorkahii und seine Stimme grollte wieder wie das Geräusch eines Donners.
      Falion stand nachdenklich vor seinen vier Feuersoldaten und dann geschah etwas Außergewöhnliches.
      Der Zauberer dachte an den Stein und daran, was er ihm für Möglichkeiten im Kampf eröffnen könnte, als eine Stimme in seinem Kopf zu ihm sprach:
      Wir sollten diesen miesen Feuergeneral einfach sterben lassen, mein Kriegsherr.“
      Falion war vor lauter Schreck zusammengezuckt und nun starrte er verwirrt um sich. Die vier Wassersoldaten standen kampfbereit einige Schritte hinter ihm und niemand von ihnen schien eine Antwort zu erwarten. Stattdessen starrten sie grimmig auf den Vorkahii und hielten ihre Schwerter vor sich.
      Wer ist da?“, fragte Falion stumm in seine Gedanken und beinahe belustigt schüttelte er den Kopf.
      Wir stehen hinter dir... Es ist der Stein. Du trägst ihn mit dir. Deshalb können wir in Gedanken mit dir reden. Lass diesen General einfach sterben und nimm dir den Stein des Feuervolkes, wenn dieses Ungeheuer weg ist“antworteten die Wassersoldaten in Falions Gedanken und die Augen des Zauberers funkelten vor Staunen auf.
      „Was ist nun, Wicht? Wollt ihr sterben, oder nehmt ihr mein Angebot an?“, fragte der Vorkahii und Falion schüttelte verwirrt den Kopf.
      Dann fasste der Zauberer einen Entschluss und sprach ein weiteres Mal in seine Gedanken:
      Nein. Wir retten den General und besiegen dieses Ungeheuer, so, wie ich es schon ein Mal getan habe“, befahl Falion und er hoffte inständig, dass ihm seine Soldaten tatsächlich folgen würden.
      „Ich habe eine bessere Idee...“, fing Falion an und versuchte, parallel mit den Wasserwesen über seine Gedanken zu kommunizieren und den Plan zu erklären.
      „Ergib dich... Und verschwinde!“, beendete Falion seinen vorlauten Satz zum Vorkahii und er hielt den Stab vor sich.
      „Das war ein Fehler“, antwortete das Ungeheuer und holte mit dem Speer aus.
      Jetzt“, sagte der Zauberer in seinen Gedanken und alle vier Wassersoldaten schossen gewaltige Wasserfontänen aus ihren Händen.
      Zischend trafen sie auf den General und schleuderten das Feuerwesen im richtigen Moment aus der Hand des Vorkahii. Falion hatte die Situation genutzt und rief das Wasser aus der Erde, während er auf das Ungeheuer zustürmte und mit Wasserfontänen aus der Erde auf ihn schoss.
      Die Axt und Falions Schwert kreuzten sich und die Wassersoldaten schossen immer weitere Wassergeschosse auf den Vorkahii.
      Falions Schwert sauste hin und her und die der Vorkahii hatte unter den Wassermassen der Akvasi zunehmend Probleme zu parieren. Sein Oberschenkel blutete und Falions Schwert landete erneut einen Treffer am Unterarm seines Widersachers.
      Das Ungetüm schrie wütend auf und mit einer gewaltigen Druckwelle schleuderte er Falion einige Meter nach hinten.
      „Mutig... Aber...“, noch bevor der Vorkahii zu Ende reden konnte, hatte ihn eine Feuerfontäne von Hinten getroffen und brüllend fuhr das Ungetüm herum.
      Der Feuergeneral stand mit erhoben Armen hinter ihm und schoss weitere Feuerfontänen auf das uralte magische Geschöpf.
      „Los, helft ihm!“, schrie Falion und gemeinsam mit den Wassersoldaten griff er den Vorkahii ein weiteres Mal an.
      Wasser und Feuer vereinte sich dampfend auf über dem Vokahii, der mit lauten Schmerzensschreien versuchte, zu entkommen.
      Pfeile flogen inzwischen in den heißen Wasserdampf und Falion erkannte aus den Augenwinkeln Juna und Ilfgar, die gemeinsam Pfeile auf das Ungeheuer abfeuerten.
      Elion und Atrion hatten einige Steine gefunden und fingen an sie in die Richtung des Vorkahii zu schleudern, der nun ziellos Blitze um sich schoss.
      Der Zauberer sammelte sich ein letztes Mal und ein Tornado bildete sich über dem Ungeheuer. Der Wasserdampf zog in einer Spirale nach oben und Feuer und Wasser vereinten sich im Tornado zu einer tödlichen Mischung. Blitze zuckten über den Himmel und schlugen auf der Lichtung ein, bis ein gewaltiger Knall den Boden erzittern ließ und der Vorkahii aus Mitten des Wirbelsturms verschwunden war.
      Falion ließ den Tornado verschwinden und schließlich standen alle Anwesenden auf einer versengten und schlammigen Lichtung. Es roch nach einem Gemisch aus Schwefel, verbranntem Gras und einem frischen Morgenregen, während der Feuergeneral humpelnd auf Falion zukam.
      Die vier Wassersoldaten hatten ihre Waffen noch immer kampfbereit gezogen und warteten lediglich auf Falions Befehl.
      „Danke“, sagte der Feuergeneral und fiel auf die Knie.
      Mit einer Handbewegung bedeutete Falion seinen Soldaten, die Waffen sinken zu lassen und die gehorsamen Wassermenschen ließen ihre Schwerter verschwinden.
      „Erhebt euch, General des Feuers. Ich weiß, ich werde nun viel von euch verlangen, aber ich bitte euch um Frieden“, sagte der Zauberer und in jenem Moment wirkte Falion so beeindruckend wie noch nie zuvor.
      Seine Haare waren zerzaust und einige Strähnen klebten durchnässt an seiner Stirn, während er in voller Größe über dem Feuergeneral stand und ihm die Hand anbot.
      „Was tut ihr?“, fragte einer der Wassersoldaten erstaunt.
      „Das Richtige“, antwortete Falion knapp und der Feuergeneral nahm die Hand des Zauberers.
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Hey @Lehaidin,
      wieder einmal eine schöne Fortsetzung. Habe aber ein paar Fehlerchen gefunden, die du unten im Spoiler findest.
      Ich bin gespannt, ob der Vorkahii wieder auftaucht und was er dann neues zu bieten hat oder ob unsere Truppe ihn dann endgültig plättet.

      Zu deiner Frage, wie ich es sonst so inhaltlich finde:
      Natürlich ist es eine sehr gute Geschichte. Sie fesselt und macht wirklich Spaß, zu lesen.
      Es kommt immer etwas neues, das finde ich gut.
      Nur enen Kritikpunkt hätte ich, der mir so durch den Kopf gegangen ist, nachdem ich so viel korrigiert hatte. Und zwar muss ich sagen, dass deine Welt manchmal recht leer wirkt. Vielleicht ist das auch nur subjektives Empfinden. Aber so vom Gefühl her, würde ich sagen, könntest du an manchen Stellen noch mehr ins Detail gehen und deine Welt etwas ausbauen.

      Spoiler anzeigen

      Lehaidin schrieb:

      Kapitel 26
      Eine dampfende Nacht

      ...
      Falion stand nachdenklich vor seinen vier Feuersoldaten Wassersoldaten und dann geschah etwas Außergewöhnliches.

      Der Zauberer dachte an den Stein und daran, was er ihm für Möglichkeiten im Kampf eröffnen könnte, als eine Stimme in seinem Kopf zu ihm sprach:
      ...
      Die Axt und Falions Schwert kreuzten sich und die Wassersoldaten schossen immer weitere Wassergeschosse auf den Vorkahii.

      Falions Schwert sauste hin und her und die der Vorkahii hatte unter den Wassermassen der Akvasi zunehmend Probleme zu parieren. Sein Oberschenkel blutete und Falions Schwert landete erneut einen Treffer am Unterarm seines Widersachers.
      Das Ungetüm schrie wütend auf und mit einer gewaltigen Druckwelle schleuderte er Falion einige Meter nach hinten.
      „Mutig... Aber...“, noch bevor der Vorkahii zu Ende reden konnte, hatte ihn eine Feuerfontäne von Hinten getroffen und brüllend fuhr das Ungetüm herum.
      Der Feuergeneral stand mit erhoben Armen hinter ihm und schoss weitere Feuerfontänen auf das uralte magische Geschöpf.
      „Los, helft ihm!“, schrie Falion und gemeinsam mit den Wassersoldaten griff er den Vorkahii ein weiteres Mal an.
      Wasser und Feuer vereinte sich dampfend auf über dem Vokahii (Etwas unverständlich), der mit lauten Schmerzensschreien versuchte, zu entkommen.
      Pfeile flogen inzwischen in dem heißen Wasserdampf und Falion erkannte aus den Augenwinkeln Juna und Ilfgar, die gemeinsam Pfeile auf das Ungeheuer abfeuerten.
      Elion und Atrion hatten einige Steine gefunden und fingen an sie in die Richtung des Vorkahii's zu schleudern, der nun ziellos Blitze um sich schoss.
      Der Zauberer sammelte sich ein letztes Mal und ein Tornado bildete sich über dem Ungeheuer. Der Wasserdampf zog in einer Spirale nach oben und Feuer und Wasser vereinten sich im Tornado zu einer tödlichen Mischung. Blitze zuckten über den Himmel und schlugen auf der Lichtung ein, bis ein gewaltiger Knall den Boden erzittern ließ und der Vorkahii aus Mitten des Wirbelsturms verschwunden war.
      Falion ließ den Tornado verschwinden und schließlich standen alle Anwesenden auf einer versengten und schlammigen Lichtung. Es roch nach einem Gemisch aus Schwefel, verbranntem Gras und einem frischen Morgenregen, während der Feuergeneral humpelnd auf Falion zukam.
      ...



      Ich hoffe ich konnte dir helfen.

      Freundlichst
      Der Zwerg
      Man sollte nie zweimal den gleichen Fehler machen, denn die Auswahl ist groß genug.
      - Robert Lembke -


      Projekte:

    • Hey @McGolaresd,
      Jippieee ^^ Sie gefällt dir... Das bedeutet mir viel :love: Ja, das mit den Details könnte echt stimmen... Bei der jetzigen Überarbeitung habe ich schon die ein oder anderen Zusätze eingebaut (Wappen, Gerüche, Erklärungen vergangenen Geschehens u.s.w.).
      Naja, danke für deine Korrekturen und deine Einschätzung bis hier hin ^^

      LG Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Kapitel 26
      (Fortsetzung)

      „Ich habe mich geirrt... Ihr seid nicht mein Feind. Im Gegenteil... Ihr seid mein Freund. Ab heute werde ich einen allgegenwärtigen Frieden verkünden. Das Volk des Feuers wird die Waffen niederlegen und den Akvasi ein Friedensangebot aussprechen“, sprach der Feuergeneral und verbeugte sich vor Falion.
      „Ihr habt bewiesen, was wahre Größe ist und mich vor dem Tod gerettet. Wenn das Volk des Wassers mein Angebot annimmt, so wird nie wieder ein Incendi feindselig gegen einen Akvasi vorgehen. Wir werden in Frieden bestehen. Darauf gebe ich mein Wort“, versprach der General und in seiner Stimme lag Entschlossenheit.
      „Ich bin nicht der wahre General der Akvasi.... Das Volk des Wassers muss diese Entscheidung treffen“, sagte Falion und wandte sich zu den vier Soldaten hinter ihm.
      Verwirrt blickten sie in die Augen ihres Generals und fingen aufgeregt an in Gedanken mit einander zu kommunizieren.
      Dann trat einer der vier Soldaten vor und erhob das Wort:
      „Wir nehmen das Angebot an. Schon viel zu viele von uns sind in diesem Krieg gefallen und es ist an der Zeit in Frieden zu leben! Ihr seid unser General!“
      Dann knieten die Wassersoldaten nieder und verbeugten sich vor Falion.
      „Ich stimme zu.... Ihr seid ein General“, nickte der Feuergeneral und kniete sich ebenfalls nieder.
      Einen Moment lang verharrte er in dieser Position und erhob sich wieder.
      „Als Zeichen meines Respekts will ich euch das Einzige Geschenk machen, was mein Leben wert ist...“, sagte er und griff an seine Brust.
      Er fuhr seine flammende Haut entlang und hielt Falion plötzlich einen kleinen Stein hin, der rötlich glühend in seiner Hand schimmerte.
      „Das könnt ihr mir nicht geben“, hauchte Falion und er starrte auf den Borium Stein.
      „Es ist das Einzige, was ich euch geben kann, nachdem ihr mir mein Leben gerettet habt. Nehmt es an und nutzt die Macht, die in diesem Gefäß steckt... Es ist ein Geschenk“, erklärte der Feuergeneral und Falion nahm den Stein zögerlich entgegen.
      „Danke“, hauchte der Zauberer und ehrfürchtig ließ er den Stein über seine Handfläche gleiten.
      „Ich danke euch... Und nun werde ich zu meinem Volk zurück kehren... Ich werde vom Frieden unserer Völker berichten und eure Taten erzählen. Wenn ihr je meine Hilfe braucht, dann setzt den Stein auf den Stab und sprecht die Worte des Feuers... Sie werde sich euch offenbaren, wenn ihr sie braucht. Ruft mich in euren Gedanken und ich werde euch zur Seite stehen. Mein Volk wird euch zur Seite stehen“, sagte der Feuergeneral.
      „Lebt wohl“, fügte er lächelnd hinzu und plötzlich ging er in einer gewaltigen Stichflamme auf, versengte die letzten Reste des Grases unter ihm und war verschwunden.
      Falion drehte sich noch immer völlig perplex um und starrte auf den Borium Stein des Feuers in seiner Hand.
      „Ihr habt unserem Volk Ehre gebracht. Ihr seid wahrlich unser General... Wir und das ganze Volk des Wassers folgen euch, egal wohin“, sagte einer der noch immer knienden Wassersoldaten und der Zauberer schaute auf.
      „Ähm... Erhebt euch“, antwortete er abwesend und ließ den Stein in seinen Mantel gleiten.
      „Verbreitet die Kunde über unseren Frieden mit dem Feuer. Mehr kann ich nicht von euch verlangen“, ergänzte der Zauberer.
      „Sehr wohl, General“, antworteten die vier Wassersoldaten zeitgleich und erhoben sich.
      „Wartet“, schoss es aus Falion heraus, bevor die Wasserwesen sich ebenfalls auflösten.
      „Wie habt ihr mich gefunden und woher wusstet ihr, wo ich bin?“, fragte der Zauberer.
      „Seit Jahrhunderten wurde der Stein nicht mehr gesehen und die Magie im Inneren wurde ebenso lange nicht mehr benutzt. Vor fast zwei Tagen habt ihr den Stein auf unserem Herrschaftsgebiet verwendet und jedem Volk des Wassers ein Zeichen gesendet. Ihr wusstet womöglich nicht, dass eure Magie uns Wasserwesen wie ein Leuchtfeuer offenbart wurde... Trotzdem entschieden wir als Stammesführer nach dem Nutzer des Steins zu suchen. Ihr habt euch als General bewiesen und nun folgen wir euch. Für immer“, erklärte einer der Stammesführer und die anderen nickten zustimmend.
      „Ich danke euch... Aber ich habe noch eine Frage: Die Feuermenschen kannten Saeli, warum?“, fragte Falion.
      „Nun, sie lebt auf der Grenze unserer beiden Territorien. Auch wir kennen die Heilerin. Sie hat uns zwar nie gesehen, aber auf den Patrouillen unserer Soldaten haben wir sie oft beobachtet. Die Feuersoldaten haben das sicher auch gemacht. Und jetzt lebt wohl, General. Wir werden uns wieder sehen“, antworteten die Wasserkreaturen und nach einer letzten Verbeugung verschwanden diese in einem großen Schwall an Wasser.
      Falion drehte sich noch immer völlig verwirrt zu seinen Freunden um und das erste, was er wahrnahm, war Saeli, die um seinen Hals fiel und ihn umarmte.
      „Das war... absolut... fantastisch“, sagte sie mit riesigen Augen und löste sich aus der Umarmung.
      Falion lächelte und auch die anderen Gefährten kamen zustimmend um den Zauberer zusammen.
      „Ist dieser widerliche Vorkahii jetzt endlich tot?“, fragte Ilfgar, nachdem jeder seine Glückwünsche für Falions Beförderung ausgesprochen hatte.
      „Nein, Ilfgar... Er ist unsterblich. Hört niemand dem General des Wassers zu?“, feixte Elion und die Gruppe lachte amüsiert.
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Wieder ein gelungener Teil... Diesmal sogar ohne Fehler meine ich. Zumindest habe ich dieses mal nichts gefunden.
      Du hast doch sicher großes vor, wenn du Falion diese Steine zuspielst. Was kommt noch? Der Stein der Erde? Oder des Donners?
      Ich bin auf jeden Fall gespannt, was du daraus machst.

      Bis Bald
      Der Zwerg
      Man sollte nie zweimal den gleichen Fehler machen, denn die Auswahl ist groß genug.
      - Robert Lembke -


      Projekte:

    • Hey @McGolaresd,
      Ja, ich denke "Großes" trifft es ganz gut, aber lasst euch überraschen... Das ist ja hier auch erst der erste Band eines Dreiteilers. Also es folgt noch vieeeeel Lesestoff :D ;)

      Danke für dein Kommi und das Lob :love:

      LG Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Hey @Lehaidin
      Ich sag nur: Immer wieder gern.
      Schön wäre es natürlich wenn es schneller Voran ginge. Aber dann wird es auch wieder zu viel auf ein mal, um darauf reagieren zu können.
      Nur zwischen den letzten beiden Abschnitten lag ein ganzer Monat! Das ist doch schon recht lang.
      By the way.. Wir werden sehen, wann du uns den nächsten Brocken hinwirfst.

      Erneut
      der Zwerg
      Man sollte nie zweimal den gleichen Fehler machen, denn die Auswahl ist groß genug.
      - Robert Lembke -


      Projekte:

    • Kapitel 27
      Der Aufstieg der Zwerge

      Die restliche Nacht verbrachten die Gefährten damit, etwas abseits der Lichtung ein kleines Nachtlager zu errichten und sich schließlich wohlverdient eine Pause zu genehmigen.
      Die Stimmung war deutlich gehobener als vor dem Kampf und angeregte Gespräche füllten den Lagerplatz. Saeli konnte nicht mehr verleugnen, dass sie Falion gern hatte und redete gemeinsam mit Tria über den Borium Stein, während die restlichen Gefährten am Lagerfeuer saßen und Geschichten austauschten.
      Atrion erzählte von seiner Kindheit und Ilfgar von den ersten Tagen im Dienst des Fürsten von Haalingar, Juna berichtete von ihren ersten Tagen in der Armee und Sel versuchte ihnen seine Diebestaten schmackhaft zu machen.
      Nach und nach jedoch fielen die ersten Gefährten in die Hände des Schlafes. Falion, Juna und Atrion saßen um das knisternde Feuer und horchten den Geräuschen ihrer schlafenden Freunde.
      „Wann sind war am Tor?“, flüsterte Atrion um die Anderen nicht zu wecken.
      „Das dauert noch ein paar Tage. Zuerst müssen wir über die alte Zwergenstraße in die tiefen dieses Gebirges. Einst war dort ein reger Handelsort der Zwerge.... Sie machten ihr Geld mit dem Verkauf eines ganz außergewöhnlichen Edelsteines. Heute haben diese Steine wahrscheinlich nur noch die Elfen, aber ihre Besonderheit bestand darin, dass sie von sich aus leuchteten... Und das in allen Farben, die ihr euch vorstellen könnt. Sie waren winzig klein und ihre Leuchtkraft war so gut wie unendlich“, erklärte Falion leise.
      „Eine Zwergenstraße in diesem Gebirge? Ich habe nie eine Zwergenstraße auf den Karten gesehen?“, sagte Atrion verdutzt und zog eine Augenbraue nach oben.
      „Die Zwergenstraße ist uralt... Vielleicht schon über sieben Jahrunderte lang ist die Zwergenstadt dort oben verlassen. Einst waren es die Drachen, die den Handel der Zwerge zum erliegen brachten, bevor die gigantischen magischen Geschöpfe in ihre eigene Welt verschwanden. Die Zwerge wurde vertrieben und viele von ihnen fielen in einer aussichtslosen Schlacht zwischen den Drachen und den bärtigen Handwerkskünstlern und Gelehrten“, lächelte der Zauberer und scheinbar schien er sich an Etwas zu erinnern.
      Einige Momente herrschte Stille, dann begann der Zauberer leise zu singen:

      Die Zwerge leben hier und dort
      Immer, Immer weiter fort
      Tief in großen Hallen schmausend
      Sitzen sie, die bärtgen Tausend

      Die Zwerge sind des Handwerks Kinder
      Sie sind Gelehrte und Erfinder
      Häufen sich das Wissen an
      Und dienen sich als Handelsmann

      Die Zwerge sind so lebensfroh
      Ihr Bier ist gut wie nirgendwo
      Sie singen Lieder laut und schallend
      Mit Krügen auf den Tischen prallend

      Die Zwerge sind auf sich gestellt
      Helfen jedem nur für Geld
      Sind geizig und gerissen
      Das solltest du nur wissen

      Die Zwerge gibt’s schon viele Jahr
      Eine robuste kleine bärtge Schar
      Sie wird es immer weiter geben
      Solange ihre Berge leben.“

      Falion hatte das Lied beendet und Juna schaute verträumt zum Zauberer. Atrion hatte interessiert zugehört und nun wurde ihm bewusst, dass die Zwerge ein ziemliches abweisendes Volk sein müssten. Sie waren geizig und blieben gerne unter sich. Entgegen seiner Erwartung waren die Zwerge aber laut des Liedes auch Gebildet und kluge Erfinder, die für Bezahlung sogar helfen konnten.
      „Sind die Zwerge wirklich so?“, fragte Atrion.
      „Ehrlich gesagt, glaube ich das nicht... Ich selbst bin einigen vereinzelten Zwergen begegnet und sie waren offen und herzlich. Vieles aus dem Lied mag stimmen, aber die Zeiten, in denen die Zwerge sich abgeschottet haben, sind schon lange vorbei. Nach dem Freiden zwischen den Elfen und den Zwergen haben sich die bärtigen Erfinder schnell der Außenwelt geöffnet und betrieben Handel mit fast allen Fürstentümer Eolonds“, erklärte der Zauberer.
      „Ihr singt wunderschön“, brachte Juna hervor und Falion lächelte geschmeichelt.
      „Danke... Das Lied ist uralt und ich bin mir sicher, dass ich die Melodie vertauscht habe, aber es ist mir gerade in den Kopf gekommen, als die Zwerge aufkamen“, antwortete der Zauberer.
      Atrion dachte an die Zwerge und kurze Zeit später verabschiedete sich Juna und ging schlafen. Falion wollte die erste Wache halten und der Schwertkämpfer legte sich ebenfalls schlafen.
      Das Letzte, was Atrion hörte, war Falion, der leise das Zwergenlied summte und der sanfte Wind über den Nadelbäumen.
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Hey @Lehaidin,
      Bei der Überschrift dacht ich erstmal: Jawohll! Zwerge! Leider wird nur darüber geredet, aber das verspricht schon, dass man in deiner Geschichte mal auf welche trift. Meist sind diese ja ausgerottet oder einfach nicht zu finden.
      Ich hab dir im Spoiler wieder ein bisschen was angemarkert. Das Wort Zwerg kommt denke ich, etwas sehr oft vor. Du solltest hier sehr viel mehr Synonyme verbauen.
      Aber wirklich gut wieder geschrieben, gerade auch das Lied passt schön hinein.

      Spoiler anzeigen

      Lehaidin schrieb:

      Kapitel 27
      Der Aufstieg der Zwerge

      Die restliche Nacht verbrachten die Gefährten damit, etwas abseits der Lichtung ein kleines Nachtlager zu errichten und sich schließlich wohlverdient eine Pause zu genehmigen.
      Die Stimmung war deutlich gehobener als vor dem Kampf und angeregte Gespräche füllten den Lagerplatz. Saeli konnte nicht mehr verleugnen, dass sie Falion gern hatte und redete gemeinsam mit Tria über den Borium Stein, während die restlichen Gefährten am Lagerfeuer saßen und Geschichten austauschten.
      Atrion erzählte von seiner Kindheit und Ilfgar, von den ersten Tagen im Dienst des Fürsten von Haalingar. Juna berichtete von ihren ersten Tagen in der Armee und Sel versuchte ihnen seine Diebestaten schmackhaft zu machen.
      Nach und nach jedoch fielen die ersten Gefährten in die Hände des Schlafes. Falion, Juna und Atrion saßen um das knisternde Feuer und horchten den Geräuschen ihrer schlafenden Freunde zu.
      „Wann sind war am Tor?“, flüsterte Atrion, um die Anderen nicht zu wecken.
      „Das dauert noch ein paar Tage. Zuerst müssen wir über die alte Zwergenstraße in den Tiefen dieses Gebirges. Einst war dort ein reger Handelsort der Zwerge.... Sie machten ihr Geld mit dem Verkauf eines ganz außergewöhnlichen Edelsteines. Heute haben diese Steine wahrscheinlich nur noch die Elfen, aber ihre Besonderheit bestand darin, dass sie von sich aus leuchteten... Und das in allen Farben, die ihr euch vorstellen könnt. Sie waren winzig klein und ihre Leuchtkraft war so gut wie unendlich“, erklärte Falion leise.
      „Eine Zwergenstraße in diesem Gebirge? Ich habe nie eine Zwergenstraße auf den Karten gesehen?“, sagte Atrion verdutzt und zog eine Augenbraue nach oben.
      „Die Zwergenstraße ist uralt... Vielleicht schon über sieben Jahrunderte lang ist die Zwergenstadt dort oben verlassen. Einst waren es die Drachen, die den Handel der Zwerge zum erliegen brachten, bevor die gigantischen magischen Geschöpfe in ihre eigene Welt verschwanden. Die Zwerge wurden vertrieben und viele von ihnen fielen in einer aussichtslosen Schlacht zwischen den Drachen und den bärtigen Handwerkskünstlern und Gelehrten“, lächelte der Zauberer und scheinbar schien er sich an Etwas zu erinnern.
      Einige Momente herrschte Stille, dann begann der Zauberer leise zu singen:

      Die Zwerge leben hier und dort
      Immer, Immer weiter fort
      Tief in großen Hallen schmausend
      Sitzen sie, die bärtgen Tausend

      Die Zwerge sind des Handwerks Kinder
      Sie sind Gelehrte und Erfinder
      Häufen sich das Wissen an
      Und dienen sich als Handelsmann

      Die Zwerge sind so lebensfroh
      Ihr Bier ist gut wie nirgendwo
      Sie singen Lieder laut und schallend
      Mit Krügen auf den Tischen prallend

      Die Zwerge sind auf sich gestellt
      Helfen jedem nur für Geld
      Sind geizig und gerissen
      Das solltest du nur wissen

      Die Zwerge gibt’s schon viele Jahr
      Eine robuste kleine bärtge Schar
      Sie wird es immer weiter geben
      Solange ihre Berge leben.“

      Falion hatte das Lied beendet und Juna schaute verträumt zum Zauberer. Atrion hatte interessiert zugehört und nun wurde ihm bewusst, dass die Zwerge ein ziemliches abweisendes Volk sein müssen. Sie waren geizig und blieben gerne unter sich. Entgegen seiner Erwartung waren die Zwerge aber laut des Liedes auch Gebildet und kluge Erfinder, die für Bezahlung sogar helfen konnten.
      „Sind die Zwerge wirklich so?“, fragte Atrion.
      „Ehrlich gesagt, glaube ich das nicht... Ich selbst bin einigen vereinzelten Zwergen begegnet und sie waren offen und herzlich. Vieles aus dem Lied mag stimmen, aber die Zeiten, in denen die Zwerge sich abgeschottet haben, sind schon lange vorbei. Nach dem Freiden zwischen den Elfen und den Zwergen haben sich die bärtigen Erfinder schnell der Außenwelt geöffnet und betrieben Handel mit fast allen Fürstentümern Eolonds“, erklärte der Zauberer.
      „Ihr singt wunderschön“, brachte Juna hervor und Falion lächelte geschmeichelt.
      „Danke... Das Lied ist uralt und ich bin mir sicher, dass ich die Melodie vertauscht habe, aber es ist mir gerade in den Kopf gekommen, als die Zwerge aufkamen“, antwortete der Zauberer.
      Atrion dachte an die Zwerge und kurze Zeit später verabschiedete sich Juna und ging schlafen. Falion wollte die erste Wache halten und der Schwertkämpfer legte sich ebenfalls schlafen.
      Das Letzte, was Atrion hörte, war Falion, der leise das Zwergenlied summte und der sanfte Wind über den Nadelbäumen.


      Freundlichst
      Der Zwerg
      Man sollte nie zweimal den gleichen Fehler machen, denn die Auswahl ist groß genug.
      - Robert Lembke -


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    • Huhu Lehaidin, ich lese mit xD bzw du hast nen Fan mehr °-°
      hab mir heute alle 27 Kapitel durchgelesen... uff... der Anfang war ein ziemlicher Happen, weils recht schwierig zu lesen war mit der Wall of Text, aber das wurde ja besser und besser

      Ich mag deine Wendungen in der Geschichte, die treffen einen doch recht unvorbereitet find ich, das machts ziemlich spannend was als nächstes passiert...
      weiß nicht worans liegt, aber mich störte doch tatsächlich (Achtung spoiler)
      Spoiler anzeigen
      der Kuss zwischen Ilfgar und Juna... gibbet ja wohl nicht, dass der Atrion nich zu Zuge kam, da denkt er endlich mal drüber nach D: der Arme q.q *schnief* dunno wies weiter geht mit der Dreiecksbeziehung, aber ich würds ihm mehr gönnen als dem doofen Ilfgar *bäh*
      wobeis mich ja wundert wann deren Romanze anfing, da wurde man irgendwie ins kalte Wasser geschmissen oder hab ich was überlesen xD


      Mach weiter so :D
    • Hey @Kramurx,
      Wooow und Juhuuu :love: :saint: Das freut mich ja jetzt ziemlich... Ein neuer Leser und zudem schon alle 27 Kapitel durch :D Hammer, sehr, sehr cool.... Danke für das Lob und die Tatsache, dass dir die Geschichte so gut gefällt.
      Zu deinem kleinen Manko ;) :
      Spoiler anzeigen

      Kramurx schrieb:

      der Kuss zwischen Ilfgar und Juna... gibbet ja wohl nicht, dass der Atrion nich zu Zuge kam, da denkt er endlich mal drüber nach D: der Arme q.q *schnief* dunno wies weiter geht mit der Dreiecksbeziehung, aber ich würds ihm mehr gönnen als dem doofen Ilfgar *bäh*
      wobeis mich ja wundert wann deren Romanze anfing, da wurde man irgendwie ins kalte Wasser geschmissen oder hab ich was überlesen xD
      Na das ist ja jetzt mal wirklich interessant :D Ich freue mich... Was überwiegend daran liegt, dass ich genau diese unbefriedigende Situation im Leser auslösen wollte :evil: Sehr cool, dass du das so wahrgenommen hast und das beweist mir ja auf jeden Fall, dass es mir gelungen ist :D ;) Und ja, die Beziehung zwischen den Beiden sollte ziemlich überraschend kommen, sodass man über lange Phasen hinweg immer davon ausgeht, dass Atrion und Juna zusammen passen... Und dann, zack!! Überraschung :D


      So, danke, danke, danke für deinen Kommentar und noch viel mehr Dank für deine Leserschaft ^^ Ich freu mich :love:

      LG Lehaidin
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      - Gandalf -


    • Ohje @McGolaresd,
      Jetzt habe ich deinen Kommentar doch tatsächlich geliked, aber nicht darauf geantwortet... Ich entschuldige mich tausendfach ;( <3
      Nun hole ich das nach:
      Also vorweg Mal ein dickes Dankeschön für den Kommentar selbst und das ganze Lob, dass mich jedes Mal wieder von dir erwartet ^^ Das bedeutet mir echt viel :love: Und ja, das nehme ich vorweg... Die Zwerge werden vorkommen... und das, naja, nicht zu knapp :whistling: :saint: Ich verstehe, was du mit den Wortwiederholungen meinst... Das passiert mir echt oft, nicht nur in dem Kapitel, habe ja deine Verbesserungen in meinem Skript schon größtenteils übernommen und dabei ist mir das immer und immer wieder aufgefallen. ;( Naja, da werde ich wohl einfach dran arbeiten müssen... ^^
      Freut mich übrigens, dass dir das Lied zugesagt hat. Ich muss gestehen, ich wollte einfach auch Mal die musikalische Komponente von Eolond ablichten... Da kam mir ein Lied über die Zwerge ganz passend vor ;)

      LG Lehaidin
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    • Kapitel 27
      (Fortsetzung)

      Am nächsten Morgen war es Sel, der die Gefährten weckte, nachdem er in der Nacht Falion als Wache abgelöst hatte.
      Es regnete und nur der Nadelwald hatte einigermaßen verhindert, dass die Gruppe schon völlig durchnässt loslaufen musste, aber sobald sie auf den Hängen des nächsten Berges angekommen waren, war diese Angenehmlichkeit überflüssig geworden.
      Ihre Klamotten waren durchnässt und sie schleppten sich mühsam über die glitschigen Steine des Berges, während der Regen stündlich an Stärke gewann.
      Gegen Mittag mussten sie Schutz unter einem winzigen Felsvorsprung nehmen, da die Wassermassen Steine und Geröll mit sich spülte. Klackernd fielen die Steine an ihnen vorbei ins Tal und das Geräusch wurde nur noch von strömendem Regen unterbrochen.
      Die Luft war inzwischen wieder windig und kalt geworden, nachdem das einigermaßen windstille Tal noch einige Stunden mildere Temperaturen gespendet hatte.
      Immer weiter kämpften sich die Gefährten durch das tosende Unwetter und erst am späten Abend erreichten sie den die Gelegenheit den Berg zu überqueren. Stundenlang hatte sie Falion bergauf geführt und nun standen sie vor einer kleinen Felswand. Senkrecht ging sie nach oben und das schützende Tal aus dem sie gekommen waren, war inzwischen hinter einer kleineren Bergkette, die sie überquert hatten, verschwunden.
      „Das ist der einzige Weg“, brummte Falion und schaute besorgt am nassen Fels nach oben.
      „Wir müssen klettern?“, fragte Atrion und in seiner Stimme lag Unbehagen.
      „Leider... Der nächste Pass über diese Bergkette liegt etwa hundert Meilen im Norden und ist nicht weniger gefährlich. Lawinen und Tiefschnee würden uns dort erwarten wie ein Rudel Wölfe ihre Beute“, antwortete der Zauberer und fuhr mit der Hand über den Fels.
      „Wir haben kein Seil“, stellte Sel fest und die Gefährten schauten beunruhigt die Felswand hinauf.
      Schwarzer Schiefer zog sich etwa vierhundert Fuß in den Himmel hinauf und der Regen tropfte unaufhörlich gegen die Felswand.
      „Das ist keine gute Idee... Der Stein ist brüchig und bei zu viel Gewicht reißt er uns in die Tiefe“, warf Ilfgar ein und trat als Beweis gegen die Wand. Einige Schieferplatten brachen klirrend heraus, landeten auf dem Boden und zersprangen.
      „Ungefähr so ergeht es uns dann auch“, schluckte Juna und starrte ängstlich die Felswand hinauf.
      „Es ist der einzige Weg“, wiederholte Falion und kletterte los.
      Ein paar Augenblicke starrten die Gefährten ihm hinterher und erst, als der Zauberer knappe zehn Fuß über ihnen an der Felswand hing, fingen sie zögerlich an zu klettern.
      Die Zeit verging im Flug und schnaufend zogen sie die Gefährten die Felswand hinauf, während das Licht des Tages langsam der nächtlichen Dunkelheit wich.
      Atrions Arme brannten und er wagte es nicht, einen Blick nach unten zu werfen. Konzentriert kletterte er den brüchigen Schiefer nach oben und testete jede Haltmöglichkeit doppelt, bevor er sein Gewicht darauf verlagerte. Immer wieder sausten Steinbrocken dicht an ihm vorbei und der Regen peitschte um ihn herum gegen die kahlen Wände des Gesteins.
      Plötzlich gab einer der Steine unter seinem linken Fuß nach und ein weiterer Felsbrocken sauste an Juna vorbei in die Tiefe, während der Schwertkämpfer sich mühsam mit einer Hand am Leben festhielt.
      „Nichts passiert“, rief er laut durch den Regen, nachdem er wieder einen festen Stand gefunden hatte.
      Sein Herz raste wie wild und er atmete schnell. Er hatte den Boden gesehen und wenn seine Augen ihn nicht getäuscht hatten, dann hatten sie die Felswand zu etwa drei Vierteln bezwungen. Kreidebleich wagte Atrion einen weiteren Blick und lugte nach unten. Der Boden war etwa dreihundert Fuß unter ihnen und die Gruppe hatte sich weit über die gesamte Felswand verstreut.
      Falion war vorweg geklettert und hing gut zwei Dutzend Fuß links versetzt über Atrion. Saeli kletterte etwas weiter zu seiner Linken und unter Atrion kam Juna näher. Auf der Rechten Seite von Atrion kletterten Elion und Sel nebeneinander, während Ilfgar direkt neben Atrion die Felswand erkletterte. Tria bildete das Schlusslicht und kraxelte mühsam hinter Ilfgar.
      „Hilfe“, schrie Juna plötzlich auf und die Gefährten hielten inne.
      Die Bogenschützin hin mit einer Hand an einem kleinen Stein, der ein wenig aus der Felswand heraus stand und starrte angsterfüllt nach oben.
      „Zieh dich hoch und such wieder Halt!“, brüllte Ilfgar nach unten und machtlos starrte er auf die Bogenschützin..
      „Ich... ich kann nicht mehr!“, schrie sie.
      Verzweifelt versuchte sie ihre andere Hand zum sicheren Stein hinzubewegen, aber ihre Kraft reichte nicht mehr aus.
      „Ich kann mich nicht mehr halten“, schrie sie und tränen kullerten über ihre Wangen.
      „Juna, du schafft das!“, brüllte Atrion und versuchte Zuversicht zu vermitteln.
      „Nein,... Ich kann mich nicht mehr halten“, schrie sie schluchzend und Atrions Herz sackte in die Hose.
      „Ich komme... Halt durch!“, schrie der Schwertkämpfer und begann vorsichtig den Abstieg.
      „Atrion... Ich.. Ich kann nicht mehr. Beeil dich“, rief sie und sie weinte lauthals vor Angst.
      Plötzlich bröckelte der Stein, an dem sie sich hielt und die Bogenschützin schrie laut auf.
      „Falion, tut es!“, brüllte Atrion und er hoffen inständig, dass der Zauberer wusste, was er zu tun hatte.
      Der Schwertkämpfer atmete ein Mal tief durch und schloss die Augen, dann winkelte er seine Beine an und sprang ab. Er hatte sich nach hinten gelehnt und mit dem Abstoßen von der Felswand war aus seinem Sprung ein Rückwärtssalto geworden. Rasend schnell sauste Atrion auf Juna zu und streckte seine Hand aus.
      Dann brach der Stein aus der Felswand und Juna stürzte in die Tiefe.
      „Neeeiiin“, schrie Atrion und griff im letzten Moment ihre Hand.
      Schreiend klammerte sich Juna an Atrion und sie war sich sicher, dass sie jeden Moment am Boden aufschlagen würden. Sie hatte die Augen zusammengepresst und wartete nur auf den Boden.
      „Juna.... Es ist alles gut, ich habe dich“, schluckte Atrion erleichtert.
      Die Bogenschützin öffnete langsam die Augen und sie sah Atrion, der sie mit einer Hand gepackt hielt und mit dem sie in der Luft schwebte.
      Dann fiel ihr Blick an Atrion vorbei und sie sah, weiter oben an der Felswand, Falion, der mit ausgestreckter Hand angestrengt zauberte.
      „Macht euch bereit“, stöhnte der Zauberer von oben herunter und Juna zog sich gemeinsam mit Atrion in die Position, die Felswand zu erreichen. Angestrengt schob Falion die beiden schwebenden Freunde zurück an die Wand heran und sobald Beide einen sicheren Halt gefunden hatten, ließ er den Zauber fallen.
      Die gesamte Schwerkraft kehrte in Junas Körper zurück und mit einem Mal war ihre Erschöpfung wieder da.
      „Danke“, hauchte sie Atrion zu, der neben ihr an der Felswand hing.
      „Ich lasse dich doch nicht sterben“, grinste er und gerade, als er weiter klettern wollte, ließ ihn ein weiterer markerschütternder Schrei zusammenzucken.
      „Sel“, schrie Elion und Falion streckte ein weiteres Mal die Hand aus.
      „Sel“, wiederholte Elion und schrie hinab.
      „Falion, helft ihm“, schrie Atrion.
      „Er ist zu weit weg“, brüllte der Zauberer und verzweifelt versuchte er den Zauber auf Sel zu wirken, der schreiend in die Tiefe stürzte.
      Dann klatschte sein Körper auf den Boden und obwohl der Regen die Sicht einschränkte, konnte Atrion das Blut sehen, dass aus Sels Körper gespritzt war.
      „Nein“, hauchte Atrion und die Gefährten starrten fassungslos in die Tiefe. Nur Elion hatte sich weinend abgewandt und lehnte nun mit geschlossenen Augen an der Felswand.
      Er hatte den Aufprall gehört und Sels Schrei hatte sich in das Gedächtnis des Prinzen gebrannt wie ein Brandmal auf der Haut.
      Schweigend starrten die Gefährten nach unten auf den regungslosen Körper Sels, bis der erste Blitz am Himmel zuckte und ein gewaltiger Donner über das Gebirge dröhnte.
      „Schnell, wir müssen weiter“, brüllte Falion und der Regen wurde stärker.
      Ächzend hievten sich die Gefährten weiter nach oben und der Schock saß ihnen tief im Gedächtnis. Elion weinte noch immer und Atrion wusste, dass Sel für den jungen Prinzen so etwas wie ein sehr guter Freund geworden war. Sie hatten sich gut verstanden.
      Nun lag die Leiche des ehemaligen Diebes in einem verlassenen Gebirge, unbegraben, ehrlos und alleine. Sein Körper war zermalmt, das Blut vermischte sich mit dem Regen und ein kleines rotes Rinnsal floss den Hang herab.
      Mit brennenden Armen erreichte Atrion gemeinsam mit Juna das Ende der Felswand und nach wenigen Minuten stieß Tria als Letzte hinzu.
      „Er... er ist tot“, hauchte Ilfgar fassungslos und ließ sich neben Juna fallen.
      Atrion schleppte sich zu Elion, der etwas Abseits auf einem Stein saß und schweigsam auf den Boden schaute. Seine Tränen waren versiegt und seine Hand hatte sich um einen kleinen Gegenstand geschlossen.
      „Elion... Es tut mir leid“, sagte der Schwertkämpfer und kniete sich vor den Prinzen.
      Elion antwortete nicht und abwesend schaute er auf den Gegenstand in seiner Hand. Ein kleiner Edelstein lag inmitten seiner Handfläche und die Augen des Prinzen waren rot angelaufen.
      „Er hat ihn mir geschenkt...“, flüsterte er schließlich und schmerzlich schloss er die Augen und die Hand um den Stein.
      „Elion, es.. es war ein Unfall. Du kannst nichts dafür und....“
      „Junge! Komm! Wir gehen ein Stück“, tauchte Falion plötzlich auf und klopfte dem Prinzen auf die Schulter.
      Verwirrt schaute Elion auf und der Zauberer lächelte freundlich.
      „Na komm...“, fügte er hinzu und zögerlich erhob sich der Prinz.
      Gemeinsam gingen die Beiden los und verschwanden in einem kleinen Wald zu Atrions Rechten. Schweigsam schaute der Schwertkämpfer ihnen hinterher und erst jetzt bemerkte er, wie es um ihn herum aussah.
      Dort, wo sie über den Felskamm geklettert waren, fing nahtlos eine angelegte Straße an. Große Steinquader waren dicht an dicht gelegt und ohne auch nur den kleinsten Fehler in den Boden eingelassen. Zwei große Steinobilisken markierten das Ende der Straße vor der Klippe und fast unendlich schien die Straße gerade Richtung Osten zu führen. Zu beiden Seiten der alten Straße lagen Nadelwälder bis zu den nächsten Bergen, die links und rechts hinter den Wäldern in den Wolken verschwanden, die unaufhörlich Regen vergossen.
      Die Straße war trotz ihres guten Zustandes sichtbar alt und zwischen den Steinquadern hatten sich hier und da Pflanzen angesetzt, während die Ränder der Straße durch die Witterung mit Schlamm bedeckt waren oder die Steine zersprungen waren.
      „Die alte Zwergenstraße“, flüsterte Atrion zu sich selbst.
      „Was?“, fragte Juna plötzlich hinter ihm.
      „Nichts... Ich sagte nur, dass das die alte Zwergenstraße sein muss“, antwortete der Schwertkämpfer und schaute ein letztes Mal in die Richtung, in die Falion und Elion verschwunden waren.
      „Ich wollte mich nochmal bedanken“, sagte die Bogenschützin und lächelte bedrückt.
      Auch sie war eine gute Freundin für Sel gewesen, jeder von den Gefährten mochte den hatte den schlacksigen Burschen gemocht und nun war er nicht mehr.
      „Du musst dich nicht bedanken. Du bist meine beste Freundin, das warst du immer. Es war das Einzig richtige, dich zu retten“, antwortete Atrion und ohne Vorwarnung fiel Juna Atrion um den Hals. Niemand von Beiden bemerkte Ilfgars entsetzten Blick, der auf der Umarmung ruhte. Kurz darauf schlug Saeli vor, im Wald nach ein wenig Schutz zu suchen und zustimmend begannen die Gefährten ein kleines Lager zu errichten. Schweigend gingen sie ihren Aufgaben nach und niemand war in der Stimmung, sich zu unterhalten. Noch saß Sels Verlust zu tief und immer wieder hörte man Schluchzen oder fassungsloses Flüstern durch den prasselnden Regen hindurch. Saeli hatte es irgendwie geschafft mit ein paar magischen Tricks das nasse Holz zu trocknen und ein kleines Feuer knisterte unter einer großen Blautanne, während die Rauchfahnen durch die Baumwipfel zogen und Regentropfen zischend auf die heiße Glut tropften, sobald sie es schafften, durch das dichte Nadeldach zu kommen. Schweigend saßen die Gefährten um die wärmenden Flammen und kauten auf kleinen Stücken Schinken und hartem Brot. Saeli hatte ihnen einen kleinen Vorrat an Schinken gebracht, aber nach dem heutigen Tag waren ihre Nahrungsvorräte fast aufgebraucht.
      Falion und Elion kehrten zum Lager zurück und der junge Prinz setzte sich nachdenklich ans Feuer, während der Zauberer sich zu Saeli gesellte.
      „Und? Worüber habt ihr geredet?“, flüsterte Atrion.
      „Ähm, nicht so wichtig... Aber er hat mir geholfen. Sehr sogar“, antwortete der Prinz leise und lächelte zaghaft.
      Interessiert schaute Atrion hinüber zu Falion, der in ein leises Gespräch mit Saeli verwickelt war. Besorgt redeten die Beiden miteinander und Saeli schenkte dem Zauberer ein nüchternes Lächeln, bevor dieser sich erhob und zur Straße hin verschwand.
      Nach und nach fielen die Gefährten in den Schlaf und Atrion blieb mit Elion am Feuer sitzen. Schweigend starrten sie in die Flammen und beobachteten gelegentlich Falions reglose Gestalt, die vor der Klippe stand und in die Nacht hinaus blickte.
      „Er ist ein guter Mensch“, sagte Elion plötzlich und Atrion wandte sich an seinen Schützling.
      „Ja, das mag sein... Aber er ist ein Zauberer. Sie sind mir ein wenig subtil“, antwortet Atrion und ein weiteres Mal blickte er zu Falion, dessen Mantel im Wind wehte.
      „Er hat mir von meinem Vater erzählt. Er hat mir gesagt, dass ein König jeden Tag schwierige Entscheidungen trifft. Dass Krieg und Hinrichtungen nie teilnahmslos ein jemandem vorüber gehen, aber dass ein König stark bleiben muss, selbst wenn das, was passiert ist einen runter zieht. Das Volk braucht einen Anführer, der allen Widrigkeiten trotzt und einen Mann, zu dem das Volk aufschauen kann. Er hat mir gesagt, dass mein Vater ein solcher Mann war und das ich, falls ich je den Thron besteigen würde, genauso stark sein werde, wie er. Er hat mich an den Schultern gepackt, mir in die Augen gesehen und gesagt, dass er in mir den König sieht, dem er ohne einen Gedanken daran zu verschwenden folgen würde“, erklärte Elion flüsternd und ein halbherziges Lächeln huschte über sein Gesicht.
      „Und da stimme ich ihm zu. Du bist ein geborener Anführer. Eines Tages wirst du diese schweren Zeiten hinter dir lassen und dankbar zu Sel zurückblicken. Er hat dich mit Allem, was dieses Abenteuer zu bieten hat, auch zu dem gemacht, der du jetzt bist. Der du geworden bist. Jeder von uns würde dir folgen, wenn du uns brauchst und jeder von uns steht dir zur Seite“, fügte Atrion hinzu und klopfte dem Prinzen auf die Schulter.
      „Du hältst die erste Wache, mein König“, feixte Atrion und mit einem Lächeln ließ er den Prinzen von Eolond am Lagerfeuer zurück.
      Schweigend blickte er in die Flammen und mit einem dankbaren Lächeln horchte er den Geräuschen der Nacht.
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Huhu Lehaidin :)

      gelungenes kapitel. Jup. Und ich taste mich mal vorsichtig ran ... habe 2 Anmerkungen dazu °-°
      1. "[...]und ein weiteres Mal blickte er zu Falion, >dessen Mantel im Wind wehte<." ich finde dass kann man streichen an der Stelle. Klingt irgendwie unnötig jetzt den wehenden Mantel zu beschreiben, weil wir wissen doch inzwischen sowieso dass bei Falion immer irgendwas am schweben oder wehen is, wenn jemand zu ihm schaut xD (kleiner Scherz am Rande dazu)

      2. mit Spoiler, weil sonst Spoiler
      Spoiler anzeigen
      an der Stelle wo Elion erzählt was Falion zu ihm sagte: "...,dass Krieg und Hinrichtungen nie teilnahmslos ein jemandem vorüber gehen, aber dass ein König stark bleiben muss, selbst wenn das, was passiert ist >einen runter zieht.< " so redet doch nicht unser Falion D: außerdem wärs sehr makaber ihn mit den Worten "runter zieht" zu trösten, nachdem Sel in die Tiefe gestürzt ist... xD vllt eher "selbst wenn dann das, was passiert ist, den Geist zu brechen droht" oder sowas o.o

      lg Kramurx