Percy Jackson - Poseidons Dreizack

Es gibt 92 Antworten in diesem Thema, welches 31.319 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von BlueRosesInMyHeart.

  • Kapitel 24
    Mein Kampf mit Fafnir


    Der Drache war gewaltig. Sein Brüllen ließ den Boden unter meinen Füßen erbeben und ich schluckte ängstlich, als er seine Flügel zur vollen Breite entfaltete und dabei einen Baum entwurzelte.
    Beinahe mitfühlend wanderte mein Blick zu dem Ring, den der Drache um eine Klaue stecken hatte und welcher das Fleisch zusammenpresste. Die Klaue war verformt und missgestaltet, während bei jedem Schritt des Drachen Eiter aus den zusammengepressten Hautlappen tropfte.
    Ich verzog mein Gesicht und versuchte mich auf das riesige Ungeheuer zu konzentrieren, welches gerade Sadie anbrüllte, nachdem sie versucht hatte ihn mit einem Zauber zu beruhigen.
    Scheinbar hatte ihr Zauber nicht sonderlich geholfen, denn der Drache fing an mit seinem Schwanz nach uns zu schlagen und erwischte Clarrisse an den Füßen, sodass sie sich zwei Mal in der Luft überschlug und krachend auf dem Rücken landete.
    "Was ist das denn für ein Ding?", brüllte Leo und ließ einen winzigen Bronzebogen aus seiner Tasche auftauchen, welcher sich von der Größe einer Haarklammer zu einem großen Langbogen ausbreitete.
    Wie aus dem Nichts zog der Sohn des Hephaistos nun Pfeile aus seinen Taschen und beschoss den Drachen mit diversen Geschossen. An den Spitzen seiner Pfeile glitzerten explosive Sprengköpfe, Seilfallen, die beim Aufprall versuchten den Drachen zu fesseln, Klangkörper, die ein schrilles Pfeifgeräusch absonderten und den Drachen lähmen sollten und normale Pfeile, die klirrend an den Schuppen des Drachen abprallten.
    Kein einziger Pfeil schien den Drachen sonderlich zu stören und er schlug weiter ungehindert mit dem kräftigen Schwanz nach uns, während sein Brüllen durch das enge Tal hallte.
    "Das ist Fafnir", schrie Annabeth von der anderen Seite der Lichtung und rollte sich unter einem Flügel weg, der sausend über ihrem Kopf entlangstrich und einen weiteren Baum entzwei schlug.
    "Fafnir? Wer zum Hades ist Fafnir?", quiekte Sadie, während sie erneut anfing zu zaubern und Wurzeln aus dem Boden schossen. Die kräftigen Baumwurzeln umfassten die Beine des Ungetüms und immer fester wanden sich die erdigen Wurzeln um die Krallen von Fafnir. Für einen kurzen Moment wirkte der Drache verdutzt und Sadies Falle hielt den Kräften des Monsters stand, doch dann schwang sich der Drache erneut in die Lüfte und die Wurzeln brachen wie morsche Äste.
    "Ein verfluchter Prinz der nordischen Mythologie", rief Annabeth und rannte zu mir und Leo hinüber, während der Drache eine Runde drehte und sich wieder auf die Lichtung fallen ließ.
    "Prinz? Das ist doch kein Prinz!", schrie ich und warf einen Stein gefühlte vier Meter an dem Geschöpf vorbei, obwohl ich mich noch immer frage, wie das möglich war.
    "Super, Jackson! Willst du mit ihm Apportieren üben oder was zum Hades soll das?", fauchte Clarrisse und rannte an mir vorbei zu Annabeth.
    "Wie machen wir ihn fertig?", rief sie Annabeth zu, während sie an ihr vorbei rannte und einen Ast in Fafnirs Gesicht schleuderte.
    Meine Freundin schwieg und ich sah in ihrem Gesicht, dass sie verzweifelt nach einer Antwort suchte.
    "Annabeth?", brüllte Clarrisse und ein Schwanzschlag wirbelte neben ihr die Erde auf.
    "Ohh, ich weiß es nicht!! Verflucht!", schrie sie los und hielt sich die Hände vor das Gesicht.
    Ich weiß, das war ziemlich blöd, wenn ein Drache in der Nähe war und keine Sekunde später rannte ich zu meiner Freundin, die noch immer blind, mit den Händen vor den Augen, über ihre Ahnungslosigkeit fluchte, während der Schwanz des Drachen auf sie zuraste.
    Ich presste Annabeth zu Boden und hielt meine kreischende Freundin unten, während der Schwanz pfeifend über uns hinweg sauste.
    "Verflucht!! Was ist nur los mit mir?", keuchte sie und hielt sich an mir fest.
    "Warte... Verflucht... Das, das ist es!!", brüllte ich und stand auf.
    Plötzlich durchfuhr mich ein gewaltiger Schmerz und ich spürte, wie mein Körper durch die Luft geschleudert wurde und stöhnend gegen einen Baum klatschte. Benommen und schwarz vor Augen taumelte ich hin und her und fühlte mich, wie auf einem viel zu schnellen Karussell, während die Geräusche um mich herum nur noch leise rauschend an mein Ohr drangen.
    Das laute Brüllen des Drachen klang wie ein Glockenturm in weiter Ferne und Leos Versuche mich zu Bewusstsein zu bringen, hörten sich an wie ein leises Flüstern des Windes.
    Prustend schreckte ich auf, als Kalypso mir eiskaltes Wasser ins Gesicht schüttete und mit einem Mal kehrte ich zurück auf das Schlachtfeld, auf dem Clarrisse, Annabeth und Sadie den Drachen ablenkten.
    "Der Ring!!", schrie ich und versuchte mich zu erheben. Erschöpft musste ich eingestehen, dass mein Versuch kläglich scheiterte und ich sackte zurück gegen den Baumstamm.
    "Der Ring? Ahh, der Ring. Jetzt hab ichs", strahlte Leo und rannte auf Fafnir zu, während Kalypso sich besorgt um mich kümmerte.
    Gespannt versuchte ich an ihrem hübschen Gesicht vorbei zu starren und sah, wie der Sohn des Hephaistos eifrig versuchte, meinen Freunden die Lösung klar zu machen.
    Winkend deutete er auf den kleinen goldenen Ring an Fafnirs Klauen, der die Haut so weich und verwundbar gepresst hatte, dass auch das stumpfeste Messer die Klaue abtrennen konnte.
    Nach und nach verstanden die Anderen Leos Rumgefuchtel und Clarrisse wagte den ersten Vorstoß.
    "Halt still!", mahnte Kalypso und ihr Gesicht wanderte mit strenger Fürsorge vor mein Sichtfeld auf die Schlacht.
    Sie tupfte mir einen kalten Lappen über die Stirn und unter normalen Umständen würde ich vor Scham im Boden versinken, während Annabeth wahrscheinlich wutentbrannt versuchen würde mich und Kalypso zu ermorden, aber das waren keine normale Umstände.
    Ein 10 Meter hoher Drache versuchte gerade jeden auf dieser Lichtung zu töten.
    Ich streckte mich erneut und sah, wie Clarrisse kräftiger Körper durch die Luft flog, wie Annabeth schreiend zu Sadie rannte, die ebenfalls von einem Flügel gegen einen Baum gestoßen worden war und ich sah Leo.
    Der Sohn des Hephaistos stand dem Drachen allein gegenüber und ich wollte aufstehe, ihm helfen, aber mein Körper blieb benommen und regungslos.
    Leo rannte auf das Ungetüm zu und stach zu, er traf den Bauch Fafnirs und rollte sich gekonnt zwischen den Beinen des Drachen durch. Schnell stand er wieder auf den Beinen und startete einen erneuten Angriff. Dieses Mal ward er Drache auf den Trick gefasst und mit einer schnellen Bewegung hatte er Leo mit der Kralle gepackt und presste ihn auf den Boden.
    Der Sohn des Hephaistos wandte sich hin und her und versuchte verzweifelt den Fängen Fafnirs zu entkommen, aber der Drache hielt ihn am Boden.
    Fafnir bäumte sich zu seiner vollen Größe auf und an seiner Kehle glimmte es golden auf.
    "Nein!", schrie ich noch bevor der Drache sich auf Leo hinabstürzte und sein Drachenfeuer über den Sohn des Hephaistos spie. Kalypso fuhr herum und geschockt blickte sie auf die glühend heißen Flammen hinter denen ihr Freund gerade verbrannte. Tränen liefen ihr über die Wangen und sie schrie "Neeein", während ihr Beine nachgaben und die wunderschöne Frau auf die Knie fiel.
    Plötzlich schrie der Drache vor Schmerz auf und wie von Zauberhand schrumpfte Fafnir, bis er immer kleiner wurde und seine Gestalt wechselte.
    Aus dem gewaltigen Ungetüm entwickelte sich ein gewöhnlicher Mann, der kaum größer war als Leo und sein bärtiges, zerkratztes Gesicht wirkte verwundert, während er schmerzverzehrt auf seine Hände blickte.
    Dann wandte er sich Leo zu, dessen ganzer Körper dampfte und in seiner Hand glitzerte ein goldener Ring.
    Der Sohn des Hephaistos hatte den Fluch gebrochen.

    "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
    - Gandalf -



    Einmal editiert, zuletzt von Lehaidin ()

  • Wah, heftig! Du darfst nicht mehr solche spannenden Kampfszenen und Kapitel schreiben, sonst höre ich irgendwann wirklich auf, zu atmen, wenn ich das lese :D:panik:
    Der arme Leo- man soll doch Steaks grillen, aber keine Menschen. ;(


    Insgesamt echt ein gutes Kapitel, ein paar kleine Dinge sind mir wieder aufgefallen:



    1. zaubern muss klein
    2. wie morsche Äste, sind ja mehrere Wurzeln
    3. das passiert doch gerade? du erzählst doch nicht aus Percys Erinnerungen, oder? Wie kann er sich dann immer noch fragen, wie das möglich war?
    4. "ein Drache in der Nähe (war)"
    5. Es gibt kreischende Köpfe? :D
    6. "hinweg sauste." außerdem glaube ich mich zu erinnern, dass das jetzt schon das zweite Mal "sauste" in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen war
    7. ein Körper kann nicht stöhnen xD wenn dann klatscht Percy stöhnend gegen den Baum, also so: "wie mein Körper durch die Luft geschleudert wurde und ich stöhnend gegen einen Baum klatschte."
    8. Einem Kopf kann es auch nicht schwarz vor Augen werden, und taumeln kann ein Kopf auch nicht xD das müsstest du umformulieren, weil das alles Dinge sind, die nur eine Person tun kann, bzw. die nur einer Person widerfahren können in diesem Kontext
    9. in weiter (F)erne
    10. ein leises (F)lüstern
    11. Wo hat sie das Wasser auf einmal her?
    12. ich denke, Drachen speien Feuer aus ihrer Kehle und nicht außerhalb ihrer Kehle. daher: "In seiner Kehle glomm es golden auf" (glimmte existiert glaub ich nicht)
    13. Wieso hat das Viech auf einmal Schmerzen, der Ring ist doch weg? Und warum hat der gestaltgewordene Mann auch noch Schmerzen? Auch hier gilt wieder: Ein Gesicht kann nicht starren. Vielleicht solltest du das Gesicht durch seine Augen ersetzen, dann passt es wieder.



    Heute hatte ich viel zu meckern, entschuldige :/
    Aber nichtsdestotrotz ein super Kapitel und ich freue mich schon, wenn es weitergeht!



    GlG,
    Blue

    Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...


    As I´m an Amazone, I need a :jennagorn:













  • @BlueRosesInMyHeart,
    Wenn jemand meckern darf, dann wohl du :love:
    Nein, danke für das Feedback, werde das sogar direkt heute alles übernehmen, mache heute mal eine Lernpause (Hab keinen Bock) :D
    Nur ganz kurz zu deinen kleinen Fragen:
    Ähm das mit Percys Erinnerungen müsste durchaus gehen, ich schreibe ja aus seiner Sicht. In dieser Situation hat der "Ich-Erzähler" auch zugriff auf alles, was nun mal in Percy vorgeht (Gefühle) oder Percy sich gerade denkt (Gedanken, Erinnerungen). Insofern ist dieser "Einschnitt" durchaus korrekt. ^^
    Generell deine Bemerkungen über "stöhnende Körper", "kreischende Köpfe" u.s.w. kann ich echt schwer beantworten. Ich weiß, was du damit alles meinst, aber letztenendes sind viele dieser Ausdrücke eher auf die bildliche Wirkung gezielt. Das heißt, ich möchte nicht, dass Percy stöhnend gegen den Baum kracht, sondern ich will erreichen, dass der Leser sich vorstellt, wie der Körper kraftlos beinahe schon am Ende gegen den Baum knallt. Ich weiß, "stöhnen" ist hier fasch und ich denke sogar, dass ich da viele deiner Ansätze verbessern werde, aber es fällt mir bei manchen schon echt schwer. Besonders bei "sein Gesicht starrte" X/ Besonders hier wird nochmal die Wirkung klar... Man kann sich doch direkt vorstellen, wie sein er völlig regungslos auf seine Hände schaut und kein Grinsen, kein Zucken, Nichts über sein Gesicht fährt. Er ist wie "verstarrt". Deshalb hier diese Verbindung. Trotzdem, ich gucke mir das alles nochmal an und schaue, wie ich es mache. Danke dafür schon Mal :P
    Das mit dem Wasser verbuche ich jetzt mal unter "Künstlerische Freiheit" :D
    Schmerzen... Ja, das wird im nächsten Kapitel gesagt. Eines kann ich vorweg nehmen, er war schon sehr, sehr, sehr, sehr lange in Drachengestalt.


    Ansonsten, ein liebstes Dankeschön Blue.
    Hoffentlich kann ich bald mit einem neuen Kapitel dein kritisches Auge wecken ;)


    LG Lehaidin


    PS: Verbesserungen sind Übernommen. Nebenbei, "glimmte" existiert und ist laut dem Duden ebenso zulässig wie "glomm" ^^

    "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
    - Gandalf -



    Einmal editiert, zuletzt von Lehaidin ()

  • @Lehaidin


    awww :love:
    Ich mache schon seit drei Tagen Lernpause *hust* hab nie Bock darauf xD


    Ja, versteh ich schon, aber du hast ja in vorherigen Kapiteln nirgends angedeutet irgendwie (soweit ich mich erinnere), dass du irgendwie Erinnerungen von Percy erzählst, deswegen hat mich das verwirrt.


    Und ich verstehe auch, dass du damit die Wirkung rüberbringen willst, das wird einem beim lesen auch klar- aber die Wahl der Ausdrücke bringt mich beim lesen dann doch auch zum Stocken irgendwie.


    Und wieder was gelernt- glimmte hab ich tatsächlich noch nie gehört xD

    Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...


    As I´m an Amazone, I need a :jennagorn:













  • Ja, das mit den Ausdrücken habe ich jetzt auch etwas verändert ;)

    "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
    - Gandalf -



  • Kapitel 25
    Mein Freund der Fluchbrecher


    "Ich kontrolliere das Feuer, schon vergessen?", grinste Leo, während Kalypso auf ihn zustürmte und ihm um den Hals fiel.
    "Du idiotischer... Aaarg", fluchte Leos Freundin und boxte ihm zärtlich in den Bauch.
    Neben Leo stand noch immer der alte Mann, aber inzwischen hatte der bärtige Unbekannte angefangen zu schreien und obwohl ich noch immer taumelte als ich auf Leo zuging, bemerkte ich schnell, weshalb sein Geschrei die Lichtung überflog. Blut tropfte auf den grasigen Boden und an einer Hand fehlte der Ringfinger. Dort, wo normalerweise der Finger sein sollte, klaffte eine große blutige Lücke und nur ein kleiner weißer Knochen zeugte noch davon, dass dort etwas fehlte.
    Aber obwohl inzwischen Alle angewidert auf die Hand des Unbekannten blickten, schien dieser vor Freude zu schreien, nicht vor Schmerz. Seine Klamotten waren vollständig zerrissen und seine Haare waren lang, zerzaust und teilweise verbrannt, während seine nackten Füße zerkratzt und blutig mit dem Gras spielten.
    "Geht es ihnen gut?", fragte Clarrisse vorsichtig und der alte Mann fuhr zusammen.
    "Hvad vil du have fra mig?", wich der Mann zurück und ich verstand kein einziges Wort.
    "Was hat er gesagt?", schmunzelte Sadie und ich zuckte ahnungslos mit den Schultern.
    "Es ist eine nordisches Monster. Und dieser Ring dort stammt aus dem Nordischen. Vielleicht spricht er Finnisch oder Schwedisch?", erläuterte Annabeth und wie immer war ich überglücklich darüber, mit der Tochter von Athene zusammen zu sein.
    "Kann jemand Schwedisch?", warf ich ein.
    "Nope", schüttelte Leo den Kopf und die Anderen taten es dem Sohn des Hephaistos gleich.
    "Hvem er du?", versuchte der alte Mann es erneut und zeigte wild auf uns.
    "Jaaa, ich haben dich gerettet", sprach Leo langsam und nickte freundlich.
    Verwundert starrte der Mann in Leos Gesicht und schüttelte ahnungslos den Kopf, während Leo noch ahnungsloser zu Annabeth schaute.
    "Leo Valdez, schau mich nicht so an!! Ich bin nicht immer die Lösung für Alles, auf was ihr keine Antwort habt", mahnte meine Freundin und ehrlich gesagt schockierte mich ihre Antwort zutiefst.
    "Du er sikker her", schallte plötzlich eine Stimme über den Platz und ich fuhr erschrocken herum. Aus dem Wald stapfte ein alter Mann mit dunkler Haut und langen schwarzen Haaren. Ein langer zerzauster Bart fiel bis über seine Brust hinaus und ein Federkranz mit braunen Falkenfedern lag auf seinem Haupt. Ein langer brauner Mantel fiel ihm über die Schultern bis auf den Boden und ein weißes Seidenhemd schimmerte unscheinbar darunter. Seine Augen waren beinahe hypnotisierend und die braune Iris zog mich vollständig in ihren Bann, während der Fremde erneut seine Stimme erhob:
    "Mine venner reddede dig. Hvad hedder du?"
    "Jeg hedder prins fafnir", antwortete der Mann, der kurz zuvor noch ein 8 Meter hoher Drache gewesen war.
    "Han brød forbandelsen", fügte er hinzu und zeigte auf Leo.
    Schweigend beobachteten wir das Gespräch der beiden Männer und Leo hob beschwichtigend die Hände.
    "Han har. Du er fri", sagte der Schwarzhaarige Fremde, der inzwischen neben mir stehen geblieben war. Obwohl ich nicht das Gefühl hatte, dass der Fremde aus dem Wald feindselige Absichten verfolgte, hielt ich Springflut vor mich und versuchte, noch immer benommen, kampfbereit zu wirken.
    "Tak", lachte der alte Mann, dessen Hand noch immer unaufhörlich blutete, und fiel Leo um den Hals.
    Der Sohn des Hephaistos zuckte zusammen und erstarrte, während der alte Mann ihn fest an sich drückte und ihm unverständliche Worte ins Ohr flüsterte. Dann löste er sich von Leo, humpelte auf den Rand des Waldes zu und drehte sich kurz vor den ersten Bäumen ein letztes Mal zu uns um.
    "Forfør ikke af ringen. Han er forbandet", sagte er daraufhin und verschwand hinter den Bäumen und Büschen des kleinen Waldes.
    "Nun, da habt ihr wohl gerade den Fluch von Fafnir gebrochen, Sohn des Hephaistos", sagte der Fremde Mann in unserer Sprache. Ich wusste nicht wieso, aber die Stimme kam mir unerwartet bekannt vor und erst jetzt bemerkte ich, dass der alte Mann ein sehr ägyptisches Aussehen mit sich trug.
    "Wer seid ihr?", fragte Leo und noch immer stand jeder von uns kampfbereit auf der Lichtung.
    "Chen?", stammelte ich und der alte Mann lächelte zufrieden.
    "Gut erkannt, Jackson. Das ist meine menschliche Gestalt. Und wenn ich es gerade erwähne, diese Gestalt juckt teuflisch", antwortete Chen und vor meinen Augen verwandelte sich der ägyptische Gott in seine ursprüngliche Gestalt zurück.
    "Und jetzt kommt mit, wir sollten diesen Ring schleunigst loswerden. Und ich habe da schon eine Idee", ergänzte Chen kurz darauf in seiner Falkengestalt und stapfte zurück in den Wald auf unser Lager zu.
    "Okay, das waren mir deutlich zu viele Gestaltveränderungen für heute. Ich brauche dringend etwas zu Essen bei diesen verrückten Dingen hier", grinste Sadie und gemeinsam folgten wir Chen zurück in das Lager.

    "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
    - Gandalf -



    Einmal editiert, zuletzt von Lehaidin ()

  • Kapitel 26
    Meine listige Freundin


    Nachdem wir unser Lager zusammengepackt hatten, erklärte uns Chen in seiner Falkengestalt, was wir mit dem Ring von Fafnir anstellen sollten. Schweigend horchten wir dem Plan der griechischen Gottheit und kaum eine halbe Stunde später waren wir schon wieder in der Luft.
    Die Nachmittagssonne hing schon tief am Himmel und kleine Schäfchenwolken zogen an uns vorüber, während ich im Kopf den Plan des falken durchging.
    Zwar wussten wir, dass Nedjitef uns auf den Fersen war, aber das, was Chen nun vor hatte, war ein gewagtes Spiel. Der ägyptische Falkengott wollte Nedjitef den Ring überlassen und den Wasserbringer der Toten damit ein für alle Mal loswerden.
    Wie fast alle Götter auf der Welt, waren auch die ägyptischen Gottheiten stolz und egoistisch. Nur selten ließ sich ein Gott von einem Menschen Befehle erteilen oder war wie Chen sogar ein Freund von ihnen. Götter waren Arschlöcher, Arschlöcher mit sehr viel Macht. Beinahe schlimmer als Bankangestellte, Anwälte oder Politiker. Der einzige Pluspunkt war, dass diese übernatürlichen Politiker weitaus weniger Blödsinn von sich gaben, als unsere.
    Im Gegenteil, fast immer, wenn ein Gott etwas sagte, läutete es eine neue apokalyptische Gefahr ein, die zumeist von uns Halbgöttern bewältigt werden musste.
    Chens Plan jedoch baute auf dem Charakter Nedjitefs auf. Laut den Erzählungen des Falkengottes war Nedjitef nicht nur stolz, sondern auch unfassbar selbstverliebt, was ihn für Schmeicheleien und Lob besonders anfällig machte. Schnell hatten wir den Plan verstanden, in dem wir versuchen würden dem Wasserbringer der Toten den Ring anzudrehen.
    Wir flogen also langsam und gemächlich über die hohen Bergketten Kanadas und taten gerade so, als ob wir uns keinem Verfolger bewusst waren. Beinahe leichtsinnig und unbedacht schienen wir durch die Luft zu gleiten und versuchten möglichst authentisch ein leichtes Ziel abzugeben.
    Angespannt schielte ich nach hinten und bereits nach wenigen Minuten in der Luft erspähte ich eine große dunkle Wolke, die unnatürlich schnell auf uns zuraste.
    "Er kommt", flüsterte ich Annabeth ins Ohr und gab meiner Freundin den Ring.
    "Wünsch mir Glück", antwortete sie und küsste mich flüchtig, während sie sich an mir festhielt und sich auf Chens Rücken stellte.
    Die gewaltige Gewitterwolke kam immer näher und die ersten Ausläufer des übernatürlichen Wetters trugen die ersten Regentropfen mit sich, während die Sonne hinter den Dunklen Wasserdampffäden verschwand.
    Wind brauste um uns und schon bald musste ich Annabeth festhalten, weil Chen unter den starken Böen eher schwankend nach links und rechts ausscherte.
    "Hah, hab ich euch", lachte plötzlich eine vertraut böse Stimme aus den Wolken heraus und inmitten des Wolkenturms erschien die Gestalt von Nedjitef.
    "Nein, er hat uns eingeholt", brüllte Leo von Festus herunter und ich musste mir verkneifen, nicht sofort loszulachen, denn Leos gespielte Anmerkung war beinahe so überzeugend wie meine Darbietung eines Baumes in einem Grundschultheaterstück, in dem ich damals mitgespielt hatte.
    Also wirklich, wirklich grottig.
    Doch der ägyptische Gott aus der Unterwelt schien Leo überhört zu haben. Mit schallendem Gelächter stürzte er herab und blieb zwischen Festus und Chen mitten in der Luft stehen.
    "Oh großer Gott der Unterwelt, hört mich an...", begann Annabeth und Nedjitef wandte sich meiner Freundin zu.
    "Ich soll euch anhören? Wieso sollte ich euch mein Gehör schenken, ich bin hier um eure erbärmlichen Leben zu beenden. Wie könnten mich eure Worte davon abhalten?", feixte der eitle Gott und ein hämisches Grinsen überflog sein Gesicht, während er auf Annabeth, Sadie und mich zuschwebte.
    "Nicht meine Worte sollen eurer Grausamkeit Einhalt gebieten, sondern dieses wunderschöne Geschenk. Nehmt diesen mächtigen Zauberring und verschont unsere Leben. Ich flehe euch an", verbeugte sich Annabeth und es war mir ein Rätsel, wie sie sich auf einem fliegenden Falken in zwei Meilen Höhe überhaupt aufstehen konnte ohne in die Tiefe zu stürzen.
    "Ein Geschenk? Du glaubst, dass ein Geschenk mich davon abhalten könnte euch umzubringen?", lachte Nedjitef los und noch mehr Regen strömte aus den beinahe schwarzen Wolken.
    "Nun, dieser Ring würde euch nicht nur mehr Macht verleihen, er würde euch nur noch strahlender und schöner werden lassen, als ihr es eh schon seid", schleimte Annabeth.
    "Nun, Manieren habt ihr wohl, Tochter der Athene. Also zeigt mir diesen machtvollen Ring", antwortete der Gott aus der Unterwelt und Annabeth hielt den kleinen goldenen Ring von Fafnir in die Luft.
    "Das soll der wunderschöne Gegenstand sein, der mich noch mächtiger machen soll? Pah, dieser kleine Ring vermag es vielleicht eure kleingeistigen Menschenhirne zu vernebeln, aber mir bringt dieser kleine Schabernack keine Macht", lachte Nedjitef hämisch und verschränkte die Arme vor der Brust.
    "Wusstet ihr nicht, dass man die Macht eines Ringes nur dann erkennt, wenn man ihn aufsetzt?", fragte Annabeth und im Vergleich zu Leos Schauspielkünsten war meine Freundin ein absolutes Naturtalent.
    "Ich.. was? Natürlich weiß ich das. Das ihr es wagt... Gebt mir den Ring, sofort!", brüllte Nedjitef auf und streckte die Hand aus.
    "Natürlich, selbstverständlich, Nedjitef, Herr über die Unterwelt", antwortete Annabeth und verbeugte sich, während sie ihm den Ring in die Hand legte.
    Ohne zu zögern steckte sich der Wasserbringer der Unterwelt den Ring an den Finger un dschloss vergnügt die Augen, als ob er die Macht des Zauberringes spüren könnte. Kurz darauf öffnete er siegessicher die Augen und lächelte böse.
    "Danke, dummes Mädchen. Und jetzt...werde ich euch alle umbringen", lachte er schallend los und hob seine Hand.
    "Sterbt, ihr armseligen Menschen. Stee....", Nedjitef hielt inne und seine Hand fuhr an seine Kehle.
    Schmerzerfüllt heulte der Gott der Unterwelt auf und seine Gestalt änderte sich in die schuppige Form eines Drachen. Die Wolken und der Regen verschwanden und Nedjitef stürzte kurz darauf in der brüllenden Gestalt eines Drachen in die Tiefe.
    "Gut gemacht, Annabeth. Er wird Wochen brauchen um sich an seine neue Form zu gewöhnen und seinen Schmerz zu bewältigen", sagte Chen und meine Freundin setzte sich wieder zufrieden auf den Rücken des Falken.
    Wir hatten unseren Verfolger überlistet.
    Nedjitef war besiegt.

    "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
    - Gandalf -



  • Kapitel 27
    Meine Reise nach Nuuk


    Kalt.
    Das war so ungefähr das Einzige, was ich bei unserem Weg in den Norden empfand. Nachdem wir Nedjitef am oberen nördlichen Rand von Kanada losgeworden waren, hatten wir fast einen Tag lang an der Küste campiert um unsere Kräfte für den langen Flug über das Meer zum Nordpol zu mobilisieren. Vor Allem Chen brauchte den Schlaf, denn obwohl der Gott übernatürliche Kräfte besaß, war es unglaublich anstrengend drei Personen von Kanada über Grönland bis zum Nordpol zu tragen. Festus hingegen ging es blendend. Der gigantische Drache aus Metall war putzmunter und laut Leo sollte sein Akku noch etwa achtzehn Jahre lang aushalten, bevor man ihn wieder aufladen müsste.
    Zwei Rehe hatte Chen etwa kurz vor Abflug verputzt und insgesamt hatte der riesige Schmusevogel mehr als zwanzig Stunden geschlafen, bevor er mit Sadie, Annabeth und mir auf seinem Rücken abhob.
    Stunden vergingen und die dunkelblauen Wasser des Meeres zogen unter uns vorbei, während Kanada in der Ferne verschwand. Bis auf eine unerträgliche Kälte und Chens Mittagessen auf dem Weg in die Tiefe, blieb die Reise unfassbar langweilig.
    Gelegentlich konnte ich ein Frachtschiff auf der schier unendlich blauen Fläche des Ozeans entdecken oder ich schloss meine Augen und lehnte mich an Annabeths Rücken um ein wenig zu schlafen und mich an ihr zu wärmen.
    Einfach gesagt, das waren die langweiligsten Stunden in meinem Leben.
    Niemand sagte etwas und die Stimmung war fast so eisig wie der Wind, der meine Haare inzwischen zu gefrorenen Strähnen verwandelt hatte. Jeder von uns war gelangweilt und das bescheidene Wetter half nicht gerade die Stimmung zu heben. Immer mehr Wolken zogen sich um uns wie ein Rudel Wölfe, wenn es seine Beute einkreist und schon bald befanden wir uns in einer eisigen Suppe aus feuchten Wolken und winzigen Eisflocken. Wie brennende Nadeln bohrten sich die winzigen Eispartikel in meine Haut und ich hatte Glück, dass Annabeth und Sadie mir als astreines Schutzschild dienten.
    Ich weiß, ich bin ein Gentlemen, aber hey, ein Platzwechsel in 1500 Meilen Höhe kommt ja wohl nicht in Frage.
    Stunden vergingen und in den dunklen Wolken war es schwer auszumachen, wie viel Uhr es war als wir einen langsamen Flug unter die Wolkendecke wagten. Zwar hätten uns hier Leos Armbanduhr oder Annabeths Handy weiterhelfen können, aber selbst die Wunder der Technik mussten unter den Minusgraden ihren Geist aufgeben. Die Zeiger der Armbanduhr bewegten sich keinen Zentimeter mehr und Annabeths Handy ließ sich nicht einmal anschalten.
    Chen segelte erschöpft nach unten und nach wenigen Minuten hatten wir die dichte Wolkensuppe aus Eis und Schnee verlassen und glitten über ein dunkles Meer. Es war bereits Abend und in der Ferne vor uns glitzerten Lichter.
    "Was ist das?", rief Leo von Festus zu uns herüber.
    "Wenn ich mich nicht täusche müsste das Nuuk sein. Die Hauptstadt von Grönland", rief ich zurück und grinste Annabeth an, die sich völlig sprachlos zu mir umgedreht hatte.
    "Woher weißt du das?", fragte sie nach wenigen Augenblicken überrascht.
    "Mhh, ich musste ein Referat darüber halten. Das ist schon ewig her. Aber hey, ich weiß auch Mal was", lächelte ich.
    Annabeth lächelte vergnügt und ich wurde das Gefühl nicht los, dass sie es ziemlich schön fand, wenn ich etwas wusste. Aber ihr kennt mich, oft kommt das leider nicht vor.
    Nuuk kam immer näher und mit den Lichtern der Stadt wurde der Wind stärker und stärker. Schon bald war Chen völlig erschöpft und verzweifelt versuchten Festus und er gegen den Wind anzukämpfen, der inzwischen wieder Schnee und Eis auf uns zutrieb. Meine Haut brannte unter den pfeilschnellen Eisflocken, die wie winzige Pistolenkugeln an meinen Wangen zerschellten und innerhalb kürzester Zeit verbrachten wir den Großteil der Zeit damit und mit allen verfügbaren Körperteilen vor den Schmerzen zu schützen.
    "Chen", rief Annabeth. "Fliegt wieder in die Wolken!"
    Zwar hörte ich keine Antwort von dem riesigen Schmusevogel, aber scheinbar hatte er Annabeth gehört, denn kurz darauf sauste Chen in die Höhe.
    Langsam glitten wir wieder in die Wolken und der Wind kam nun schlagartig von Hinten.
    "Und woher wusstest du das jetzt?", fragte ich verwundert über den plötzlichen Richtungswechsel des Windes.
    "Das Land-Seewind-System. Noch nie davon gehört? Ich musste ein Referat darüber halten", grinste Annabeth und kicherte amüsiert.
    Gemächlich ließ Chen sich mit dem Rückenwind über die Küste treiben und die Lichter von Nuuk glitten unter uns hinweg.
    "Wir sollten eine Rast einlegen. Chen ist völlig am Ende", rief Sadie und zeigte auf einen kleinen Berg etwas abseits der Stadt.
    Mit zustimmendem Kopfnicken stimmten die Anderen zu und Festus und Chen ließen sich langsam durch die Lüfte hinabgleiten.
    Gerade flogen sie über den äußeren Rand der 18000-Seelenstadt, als der Gegenwind wieder zunahm. Die eisigen Böen schossen uns erneut um die Ohren und dieses Mal schien der Wind noch kälter zu sein als zuvor.
    "Schon wieder dieser Landwind?", schrie ich nach vorne zu Annabeth.
    "Nein, der Landwind entwickelt sich nur vor dem Meer und an der Küste. Ich weiß nicht, wo dieser Sturm herkommt", antwortete sie und versuchte dabei mit der Hand ihr Gesicht vor den eisigen Schneeflocken zu schützen, die in rasender Geschwindigkeit auf uns zuschossen.
    "Woher kommt der Wind dann?", brüllte Leo zu uns herüber und Clarrisse Gesicht schien bei dem unruhigen Flug wieder in einem gefährlichen Weiß.
    "Das ist ein Gott", rief Chen mit letzten Kräften und in diesem Moment zog ein wirklich Kalter Hauch über uns hinweg.
    Und wenn ich "Wirklich Kalt" sage, dann meine ich damit:
    "Ich habe noch nie in meinem Leben so gefroren"

    "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
    - Gandalf -



  • Du meine Güte, da sag ich, ich freu mich aufs nächste Kapitel und jetzt sind schon drei Neue online und ich komm nicht dazu, weiterzulesen. Ich hoffe, du verzeihst mir X/
    Der Kommi wird jedenfalls etwas länger, scheint mir, weil ich drei Kapitel aufholen muss^^


    Kapitel 25:

    "Du idiotischer... Aaarg", fluchte Leos Freundin und boxte ihm zärtlich in den Bauch.

    Was die arme Kalypso alles mitmachen muss, mensch... Was ist denn ein idiotischer Aaarg? :D (kleiner Spaß am Rande)


    Dort, wo normalerweise der Finger sein sollte, klaffte eine große blutige Lücke und nur ein kleiner weißer Knochen zeugte noch davon, dass dort etwas fehlte.
    Aber obwohl inzwischen Alle angewidert auf die Hand des Unbekannten blickten, schien dieser vor Freude zu schreien, nicht vor Schmerz.

    Ich würde mir jetzt wahrscheinlich die Hand ankucken und mit "Ui, cool" reagieren :D Biologieinteressierte Verrückte halt, ne... xD
    Sind da jetzt noch alle Fingerknochen dran oder nur das erste Fingerglied? Oder is der Finger komplett ab? *versucht nur, sich unter kleiner weißer Knochen detailliert was vorzustellen*

    "Hvad vil du have fra mig?", wich der Mann zurück und ich verstand kein einziges Wort.
    "Was hat er gesagt?", schmunzelte Sadie und ich zuckte ahnungslos mit den Schultern.
    "Es ist eine nordisches Monster. Und dieser Ring dort stammt aus dem Nordischen. Vielleicht spricht er Finnisch oder Schwedisch?", erläuterte Annabeth und wie immer war ich überglücklich darüber, mit der Tochter von Athene zusammen zu sein.

    Gott, da wär ich auch verwirrt gewesen. Aber wieso schmunzelt Sadie? Vielleicht sollte sie eher rätseln? Schmunzeln heißt je eher, dass jemand etwas amüsant findet. Oder findet sie es amüsant, dass der Kerl für sie unverständlich spricht und ich habe es nur falsch verstanden?
    Und es ist "ein nordisches Monster".

    "Leo Valdez, schau mich nicht so an!! Ich bin nicht immer die Lösung für Alles, auf was ihr keine Antwort habt", mahnte meine Freundin und ehrlich gesagt schockierte mich ihre Antwort zutiefst.

    Die schöne Annabeth weiß nicht weiter? Das ist ein noch nie dagewesenes Phänomen 8| Ich... Ich bin ebenfalls schockiert.


    Und wenn ich es gerade erwähne, diese Gestalt juckt teuflisch

    Klingt irgendwie komisch. Heißt das nicht eigentlich "Und wo ich es gerade erwähne?" Wobei das auch irgendwie... Ich hätte wohl geschrieben "Und wo ich gerade dabei bin- diese Gestalt juckt teuflisch." Ist aber nur meine Meinung :) Wenn du findest es passt, dann lass es so.



    Kapitel 26:


    des falken

    des Falken



    Wie fast alle Götter auf der Welt, waren auch die ägyptischen Gottheiten stolz und egoistisch.



    Götter waren Arschlöcher, Arschlöcher mit sehr viel Macht. Beinahe schlimmer als Bankangestellte, Anwälte oder Politiker.

    1. Das Komma is meiner Meinung nach zu viel


    2. Hach, da musste ich lachen. Der is gut! :D



    Schmerzerfüllt heulte der Gott der Unterwelt auf und seine Gestalt änderte sich in die schuppige Form eines Drachen. Die Wolken und der Regen verschwanden und Nedjitef stürzte kurz darauf in der brüllenden Gestalt eines Drachen in die Tiefe.
    "Gut gemacht, Annabeth. Er wird Wochen brauchen um sich an seine neue Form zu gewöhnen und seinen Schmerz zu bewältigen", sagte Chen und meine Freundin setzte sich wieder zufrieden auf den Rücken des Falken.
    Wir hatten unseren Verfolger überlistet.
    Nedjitef war besiegt.

    Also für einen Gott is der Kerl aber ganz schön naiv und leicht zu überlisten. :hmm:



    Kapitel 27:



    Bis auf eine unerträgliche Kälte und Chens Mittagessen auf dem Weg in die Tiefe, blieb die Reise unfassbar langweilig.

    Das hab ich irgendwie nicht verstanden xD Chens Mittagessen auf dem Weg in die Tiefe? Erklär mir^^



    Wie brennende Nadeln bohrten sich die winzigen Eispartikel in meine Haut und ich hatte Glück, dass Annabeth und Sadie mir als astreines Schutzschild dienten.
    Ich weiß, ich bin ein Gentlemen, aber hey, ein Platzwechsel in 1500 Meilen Höhe kommt ja wohl nicht in Frage.

    Sie sind doch vorher in luftigen Höhen rumgeturnt, da geht das schon :D
    + Gentleman (is ja nur einer, oder eben auch nicht, weil er is ja grade keiner)



    Aber ihr kennt mich, oft kommt das leider nicht vor.

    Ach, der Gute xD Dieses Selbstwertgefühl ist unglaublich.




    So, dann mal ein Fazit zu den drei Kapiteln (wenn du nicht schon von meiner Futzelei genervt bist):


    Dass ich deinen Schreibstil angenehm und auch angenehm zu lesen finde, weißt du ja schon ^^ Und es is auch wieder gut geschrieben, die kleinen Sachen, die mir aufgefallen sind, hab ich ja rausgepickt.
    Ich bin nur etwas verwirrt von den ganzen Göttern, die da vorkommen, weil ich das Gefühl habe, dass es nicht weniger werden werden :D Aber das muss ich wsl in meinem Kopf erst ordnen. Und dann kann ich weiterlesen (wenn du updatest), da ja am Ende von Kapitel 27 bereits ein neuer Gott angedeutet wird. Langsam wird das Ganze anspruchsvoll :D
    Ich muss natürlicher meiner Rolle als treue Leserin gerecht bleiben, also bleib ich natürlich auch dran^^
    Bin gespannt, wo die Reise noch so hinführt!


    Glg
    Blue

    Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...


    As I´m an Amazone, I need a :jennagorn:













  • Hey @BlueRosesInMyHeart
    Aber selbstverständlich verzeihe ich dir ^^:love: Du kamst ja jetzt dazu und wow, danke für das viele Lob und deine Kommentare sind eigentlich alle wirklich richtig. Werde bei Gelegenheit wieder alle Rechtschreibfehler und Formulierungsschwächen, die du entdeckt hast, verbessern. ;)
    Nun zu deinen Fragen:
    1.


    Ich würde mir jetzt wahrscheinlich die Hand ankucken und mit "Ui, cool" reagieren Biologieinteressierte Verrückte halt, ne... xD
    Sind da jetzt noch alle Fingerknochen dran oder nur das erste Fingerglied? Oder is der Finger komplett ab? *versucht nur, sich unter kleiner weißer Knochen detailliert was vorzustellen*

    Mhhh... Keine Ahnung :D Hatte mir das so vorgestellt, dass quasi die oberen beiden Knöchel ab sind und nur noch so ein kleiner Stumpf vom Finger übrig bleibt. Normalerweise wächst das ja zu, aber dadurch, dass die Wunde halt in dem Moment eigentlich erst entstanden ist, steht da halt ein Knochen raus ?(


    2.


    Gott, da wär ich auch verwirrt gewesen. Aber wieso schmunzelt Sadie? Vielleicht sollte sie eher rätseln? Schmunzeln heißt je eher, dass jemand etwas amüsant findet. Oder findet sie es amüsant, dass der Kerl für sie unverständlich spricht und ich habe es nur falsch verstanden?
    Und es ist "ein nordisches Monster".

    Ja, dabei hatte ich jetzt so an diesen typischen Blick gedacht (Ein Auge klein, das andere Groß und dann so ein kritischer Gesichtsausdruck). So nach dem Motto: "Was willst du denn jetzt von mir?"
    Ich hatte das Gefühl, dass könnte man noch durchaus als Schmunzeln darstellen.


    3.


    Also für einen Gott is der Kerl aber ganz schön naiv und leicht zu überlisten

    Naja, stolz und egoistisch :D Und ich meine Annabeth hat ja reichlich Erfahrung damit Götter zu überlisten 8)


    4.


    Das hab ich irgendwie nicht verstanden xD Chens Mittagessen auf dem Weg in die Tiefe? Erklär mir^^

    Naja, wenn ein Vogel zwei Rehe isst und dann losfliegt, dann verdaut er sein Mittagessen und irgendwann kommt es ja wieder raus... :D Landet meistens auf unseren Autos oder so... Wobei ich glaube, dass wenn Chen auf dein Auto kackt, nicht mehr viel Auto zu sehen sein wird :thumbsup:


    Danke für deinen hilfreichen Kommentar ^^
    Hoffentlich kann ich dir bald das nächste Kapitel nachreichen ;)


    LG Lehaidin

    "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
    - Gandalf -



  • Na, dann bin ich aber erleichtert :D


    Zu 2.:
    Ist das dann aber nicht eher Verwirrtheit? Also ich kucke zumindest so, wenn ich verwirrt bin oder wenn mir irgendwas nicht passt. xD


    Zu 4.: Das will ich mir jetzt lieber nicht vorstellen, wie dann so ein riesiger Kackehaufen nach unten saust und platschend auf einem Autodach landet :rofl:



    P.S.: Na ich hoffe doch :D Hab diese Woche ganz viel Zeit zu lesen, weil ich komplett allein zuhause bin^^

    Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...


    As I´m an Amazone, I need a :jennagorn:













  • Kapitel 28
    Der Sturz des Falken


    Ich zitterte am ganzen Körper und Annabeth drückte sich so fest an mich, dass ich dachte, ich würde rücklings von Chen gedrückt werden. Ein Gott hatte Chen geantwortet und mit einem Mal ging ich in meinem Kopf alle Gottheiten durch, die ich je getroffen hatte. Und doch fiel mir keine Gottheit ein, die mit solch einer Kälte und einem Eissturm hinter ihnen herpreschen konnte.
    Aber das war das Problem, keiner von uns wusste, ob der Sturm hinter uns herpreschte oder aus welcher Richtung er kam. Immer wieder wechselte die Windrichtung und der eiskalte Sturm traf uns Mal von Links und Mal von Rechts.
    Ich fühlte mich, als ob ein kleines Kind mit Chen spielen würde. Der arme Falke wurde hin und hergeworfen wie ein Spielzeug in der Hand eines Säuglings und eigentlich fehlte nur noch ein wenig Sabber um dem Kleinkindbeispiel den Rest zu geben.
    Anstelle des Sabbers peitschten uns kleine harte Eisplitter um die Ohren und meine Gesichtsfarbe war inzwischen von einem schmerzhaften Rot zu einem deutlich ungesünderen Blau gewechselt.
    "Chen, wir müssen aus diesem Sturm raus", brüllte ich aus Leibeskräften und ich hatte das Gefühl, dass das Eis von meinen Wangen abbrach.
    Der Falke schlug erschöpft mit seinen Schwingen auf und ab, während Annabeth sich unruhig umguckte und mich mit einem Mal anstieß:
    "Wo ist Festus?", schrie sie und zeigte zu unserer Rechten.
    Der gigantische Bronzedrache war verschwunden und ich blickte in eine graue und stürmische Leere.
    Plötzlich zog ein weibliches Lachen über uns hinweg und in meinem Kopf schossen Bilder vorbei. Die Bosheit und die Kälte in der Stimme dieser Gottheit kam mir unvergleichlich bekannt vor. Nicht, weil ich je eine Schneegottheit angetroffen hatte, sondern weil ein göttlicher Teil in mir warnend aufhorchte.
    Ich wusste nicht wieso, aber mir war klar, dass diese Gottheit über uns nur einem Ziel folgte... Mich und meine Freunde vom Himmel zu fegen und zu töten.
    Noch während ich darüber nachdachte, fühlte ich mich wie erstarrt und mit größten Mühen schielte ich an mir herab. Eine gewaltige Eisschicht hatte sich um mich gelegt und hielt mich wie in einer Zwangsjacke gefangen.
    Sadie und Annabeth schienen von dem Fluch der Göttin noch unberührt und gerade wollte ich meinen Mund aufmachen und sie vor ihrem Schicksal warnen, als sich eine bleiche Hand über meinen Mund legte.
    Unerträgliche Kälte strömte in meine Haut und vor Schmerz wollte ich laut aufschreien, aber die kräftige Frauenhand verhinderte dies gekonnt. "Sohn des Poseidon... Uhh, wie..interessant. Weißt du, dein Vater und ich hatten die wildeste aller Nächte und zu meinem Bedauern musste ich ebenfalls einen Spross deines widerlichen Schlages in die Welt setzen. Aber naja, inzwischen ist dein Halbbruder genau so tot wie du es bald sein wirst", zischte ihre Stimme ganz nah an meinem Ohr und ich schloss schmerzverzehrt die Augen.
    Ich dachte an jede Geschichte über Schneegottheiten, über die ich je gelesen hatte, aber der Schmerz ließ mein Gehirn nur bruchstückhafte Ideen kommen und gehen. Ich kam beim besten Willen nicht darauf, wer die boshafte Gottheit war, die mir mein Haut vor Kälte verbrannte.
    Auch die Tatsache, dass sie mit meinem Vater einen Sohn gezeugt hatte, war nicht sonderlich hilfreich, da Poseidon mit seinen knapp dreitausend Jahren ziemlich umtriebig gewesen war. Überall konnte durch Zufall ein Kind von ihm auftauchen und nicht einmal er selbst wusst von jedem Nachkommen seines Blutes.
    "Chione", schrie Leo plötzlich von Rechts und ein Feuerstrahl traf die Göttin hinter mir.
    Mit einem lauten Knall trafen die Flammen auf den Schutzschild aus Eis, den Chione im letzten Moment in ihre Hand befehligte, und Annabeth und Sadie fuhren erschrocken zu mir herum.
    Das Eis um meinen Körper war von den Flammen getroffen worden und ich spürte, wie es an Substanz verlor.
    "Zerschlag es", flehte ich Annabeth an, die kurz drauf mit einem gezielten Schlag ihres Schwertknaufes das Eis zu Bruch brachte.
    "Was ist passiert?", fragte sie und Chen ließ sich erschöpft auf den Boden zugleiten.
    "Sie hat mich eingefroren und mir den Mund zugehalten... ich war komplett gefesselt", zitterte ich und schaute zurück in den Himmel.
    Festus kämpfte mit Leo auf dem Rücken gegen Chione und zischend prallte ein weiterer Feuerstoß auf den Eisschild der Schneegottheit.
    Diese wiederum hatte ihr Augenmerk auf Chen gerichtet, der komplett entkräftet auf einen kleinen Hügel zusteuerte und mit einem Mal erschien ein gewaltiger Eisspeer in ihrer Hand.
    Festus kreiste weiter um die mächtige Gottheit und Feuerstrahlen erhellten den gesamten Wolkenhimmel wie das Nordlicht den Polarkreis.
    Dann warf Chione den Speer und kurz darauf traf sie ein weiterer Feuerstrahl an der Hüfte, der sie weit in die Wolken schoss und ich sie aus den Augen verlor.
    "Vorsicht", brüllte ich und ich zeigte auf den Eisspeer.
    Doch es war zu spät.
    Unter dem schmerzerfüllten kreischen des Falken stürzten wir in die Tiefe und das letzte, was ich sah war der Speer aus EIs, welcher tief in Chens Unterleib steckte.
    Goldenes Blut tropfte aus den Adern der Falkengottheit und der schneebedeckte Hügel kam immer näher.

    "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
    - Gandalf -



  • @Lehaidin
    Und es geht immer noch ab... xD Was auch sonst ^^



    "Zerschlag es", flehte ich Annabeth an, die kurz drauf mit einem gezielten Schlag ihres Schwertknaufes das Eis zu Bruch brachte.
    "Was ist passiert?", fragte sie und Chen ließ sich erschöpft auf den Boden zugleiten.
    "Sie hat mich eingefroren und mir den Mund zugehalten... ich war komplett gefesselt",

    Da war ich ein wenig verwirrt... Wieso muss er ihnen das erzählen? Annabeth saß doch direkt hinter ihm, oder irre ich mich? Sie müsste doch eigentlich gesehen haben, was mit ihm passiert ist?


    Unter dem schmerzerfüllten kreischen des Falken stürzten wir in die Tiefe und das letzte, was ich sah war der Speer aus EIs, welcher tief in Chens Unterleib steckte.
    Goldenes Blut tropfte aus den Adern der Falkengottheit und der schneebedeckte Hügel kam immer näher.

    Ew... Au?
    Das wird eine harte Landung.


    Was müssen Gottheiten auch immer so böse sein...


    Aber wieder ein tolles Kapitel und ich habs gern gelesen (du musst wegen mir nicht weiterschreiben, wenn du grade keine Muse hast. Ich lese, wenn du wieder was geschrieben hast ^^ ) Großartig Fehler hab ich jz auch nich gefunden, also weiter so :)


    LG
    Blue

    Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...


    As I´m an Amazone, I need a :jennagorn: