Renn

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    • Der Tag endet
      Die Sonne blutrot
      Feuerschein blendet
      Zu groß ist die Not

      Kein Entkommen mehr
      Nur noch Flammen um dich
      Du setzt dich zur Wehr
      Doch die Welt widersetzt sich

      Du fragst nach dem Sinn
      Du findest ihn nicht
      Er bleibt verloren von Beginn
      Bis deine Welt zusammenbricht

      Ich habe einen Tipp für dich
      Wenn die Welt dir sagt: "Brenn."
      Dann hör auf mich
      Vergiss den Sinn und renn
      Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.

      Aldous Huxley
    • Wenn ich hier anfange Gedichte zu kommentieren, dann ist es in etwa so also versuche sich ein Schlachter an Gehirnchirurgie.

      Mir hat es inhaltlich und vom Rhythmus her gut gefallen. Interessant finde ich, dass es auch funktioniert, wenn man es umstellt.

      Der Tag endet
      Feuerschein blendet
      Die Sonne blutrot
      Zu groß ist die Not
      “Every artist is a cannibal, every poet is a thief. All kill for inspiration and then sing about the grief.”
      -Bono-
    • Interessante kleine Situationsbeschreibung. "Schöne" Bilder (inwieweit man bei Chaos und Verderben von "schön" reden kann - nun ja).

      Was mich allerding irritiert: In einer unübersichtlichen Situation den Ratschlag zu erteilen, einfach draufloszurennen, finde ich etwas... nun, vorsichtig formuliert: etwas ungut. Es hat, glaub ich, nur wenig Sinn, blind vorwärtszustürmen... mit hoher Wahrscheinlichkeit gerät man damit noch tiefer in den Schlamassel (Murphys Gesetz).

      Der einzige Vorteil für den Tippgeber: Wer immer seinen Rat befolgt, DER kommt bestimmt nicht wieder um Rat bei Dir an... :huh:
      Es ist ein Gerücht, dass Zeit ein Geschenk sei. Man muss sie sich nehmen! (Ania Vitale)

      Wer immer nur tut, was er schon kann, wird auch immer nur bleiben, was er schon ist. (Henry Ford)

      Master of Desaster - born to be bunt ^^
    • Nun, wenn Du nicht weißt, wo Du grade stehst (lokal und metaphorisch), gestaltet sich das WEG beim Rennen äußerst schwer. Wie gesagt: Ohne Gedanken zu "verschwenden" kannst Du mit mindestens 50% Wahrscheinlichkeit am Ende sehr viel tiefer in der Chaife sitzen als vorher...

      Ich plädiere für durchdachte Panik. :D
      Es ist ein Gerücht, dass Zeit ein Geschenk sei. Man muss sie sich nehmen! (Ania Vitale)

      Wer immer nur tut, was er schon kann, wird auch immer nur bleiben, was er schon ist. (Henry Ford)

      Master of Desaster - born to be bunt ^^
    • Vielen Dank erstmal für die vielen Antworten. Ihr habt natürlich recht, dass bei den meisten Problemen wegrennen nicht immer die beste Möglichkeit ist. Aber es gibt auch Situationen in denen einem alles über den Kopf wächst, alles schiefzugehen scheint und der Stress stetig steigt. Dann ist es manchmal besser "wegzurennen", heißt eine Auszeit zu nehmen von dem, was einen belastet, bevor es einen fertig macht. Aber das ist natürlich nur eine von etlichen Interpretationen.

      LG TiKa444
      Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.

      Aldous Huxley
    • Ich sehe das ähnlich wie TiKa
      Manchmal muss man einfach die Augen zu machen und wegrennen. Sich ein ruhiges Plätzchen suchen, ordnen und sich dann nochmal um das Problem kümmern.

      Bzw @Cory Thain Wen du die Situation wörtlich nimmst: Stell dir vor du stehst in einem brennenden Hochhaus. Überall um dich herum Flammen und Hitze und Rauch. Bleibst du stehen und versuchst den kürzesten Weg zu finden oder nimmst du die Beine in die Hand und versuchst Land zu gewinnen?

      Wie auch immer:
      Für mich steht hier weniger der Ratschlag an erster Stelle, sondern die Dramatik.
      Und die wird gerade mit der letzten Strophe unterstrichen.
      Die ganze zeit über wird ein Bild gezeichnet. Das lyrische Ich steht in den Flammen und weiß nicht, was als nächstes Geschieht oder wohin.
      Und in der letzten Strophe kommt endlich Schwung in die Sache.
      ich meinem Kopf fuhr der Char herum und rannte. Ließ alles hinter sich.
      Drama, Baby, ich steh auf sowas ^^

      Hab nichts zu meckern TiKa :D
      Dreck auf Toast!
    • Hier ist eine für dich sehr ungewöhnliche Hast im Gedicht, die aber gut ankommt. Ja, manchmal bleibt nur ein mehr oder weniger geordneter Rückzug. Alle Welt schreit "kämpfe" oder "stelle dich" und merkt nicht, wie überfordernd, grausam und einfach falsch das bisweilen sein kann. Sehr schön, dass du es aussprichst und zur Diskussion anregst!
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa