Loop

    • [Kurzgeschichte]

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    • Ich habe hier eine kleine Geschichte geschrieben.
      Die Besonderheit, sie hat weder einen Anfang noch ein Ende.
      Was vermutet ihr? Was ist dem Protagonist geschehen?
      Was sind eure Theorien?
      Natürlich ist wie immer auch Feedback gerne gesehen.
      Viel Spaß beim Lesen. ;)


      Loop
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      Mein Schädel brummte, was war geschehen?

      Ich lag auf einem kalten, steril anmutenden weißen Boden, aber darauf waren einige Blutspuren. Mir war kalt und meine Glieder waren steif. Ich richtete meinen Körper auf und sah mich um. Alles um mich herum war weiß, der Raum in dem ich mich Befand, war nicht größer als drei auf drei Meter.
      Beleuchtet wurde das Zimmer vom kalten Licht einer Leuchtstofflampe. In ihm befand sich sonst nichts, rein gar nichts! An einer der Wände des Zimmers war eine Art Saum, dort musste die Tür sich befinden. An ihnen waren auch einige Blutspuren. Wo bin ich hier?

      Es war völlig still um mich herum, nur das leise Brummen der Lampe war zu hören.

      Wie kam ich hier her? Was tat ich bevor ich hier aufwachte? Ich weiß es nicht mehr! Wer bin ich?
      In Gedanken versunken bemerkte ich nicht wie die Zeit verstrich, nicht das ich überhaupt ein Gefühl dafür hätte welche Tageszeit es war.
      Ich richtete meine Aufmerksamkeit wieder in den Raum, die Wände schienen immer näher zu kommen, doch sie bewegten sich nicht. Nach einer Weile begann ich, zu rufen und hoffte das mich jemand hören könne. Alle Mühe war vergebens, niemand kam. Meine Stimme, begann zu versagen. Langsam wurde ich panisch! Mit meinen Fäusten, begann ich an die Wände des Zimmers zu Schlagen. Irgendwann waren meine Hände, vom Hämmern gegen die starren Mauern, völlig blutig.

      Ich kauerte mich auf dem Boden zusammen. Tränen der Verzweiflung flossen meine Wangen hinunter. Würde mich doch nur jemand hören und hier rausholen! Ich werde hier elendig sterben. Sterben, sterben, sterben meine Gedanken begannen sich, um dieses eine Wort zu drehen. Ich versuchte mich mit zählen abzulenken doch vergebens, die Gedanken wurden immer Lauter und Lauter, bis ich sie nicht mehr überblenden konnte. Nach einer Zeit, gefühlt waren es mehrere Tage, ergriff die Angst vollständig Besitz von mir, an diesem Punkt war alle Rationalität völlig von mir gewichen. Vielleicht würde ich es mit Anlauf, durch die Tür schaffen. Also stellte ich mich ans andere Ende des Raumes und nahm Geschwindigkeit auf.

      Ich rannte gegen die Tür, doch ich Prallte ab und schlug mit dem Hinterkopf, auf den harten Boden. Mir wurde schwarz vor Augen.


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von BraveLion ()

    • BraveLion schrieb:

      elendig Sterben
      "sterben" klein

      BraveLion schrieb:

      Nach einer Weile begann ich zu rufen
      Komma zwischen "ich" und "zu rufen"

      BraveLion schrieb:

      Die Besonderheit, sie hat weder einen Anfang noch ein Ende.
      Das ist für Kurzgeschichten eigentlich sehr üblich, gehört geradezu zur Gattung - also ein offener Anfang und ein offenes Ende. Eine Geschichte kann ja nicht nicht beginnen und nicht nicht aufhören. Obwohl die deine natürlich einen ewigen Kreis bilden könnte, wenn der Prota durch den Schlag auf den Kopf die Erinnerung einbüßt, sonst aber, von Kopfschmerzen abgesehen, keine Schäden davonträgt... :hmm:

      Wie er nun eingesperrt wurde - schwer zu sagen. Vielmehr scheint er in der endlosen Zeitschleife der Ohnmacht, der Panik, des Schädelanhauens gefangen zu sein. Gibt es ein davor und danach überhaupt? Du hast es in den Non-Fantasybereich gestellt... Vielleicht ist es kein Kreislauf, sondern eine Entführung mit KO-Tropfen und er haut sich das erste mal den Kopf an? Wenn aber auch magische und SciFi-Erklärungen erlaubt sind, ist es vielleicht eine Art drakonisches Gefängnis, das die Gefangenen zwingt, dies immer wieder zu durchleben.
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa
    • Eine schöne Studie, die kannst du möglicherweise in einer längeren Geschichte wiederverwenden.
      Es hat mich etwas an Star Trek Folgen erinnert, wo die Protagonisten in einer Zeitschleife gefangen sind.

      Bei deiner Geschichte stellt sich die Frage, wie oft es sich wiederholen kann, bis der arme Kerl an seinen sich ansammelnden Verletzungen erliegt.


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      BraveLion schrieb:

      sterilen anmutenden
      steril anmutenden

      BraveLion schrieb:

      Beleuchtet wurde alles
      Vorschlag: Zimmer anstatt "alles"

      BraveLion schrieb:

      Gefühl davon hätte
      Gefühl dafür hätte

      BraveLion schrieb:

      hatte ich meine Rationalität völlig verloren
      Vorschlag: Alle Rationalität war von mir gewichen
      “Every artist is a cannibal, every poet is a thief. All kill for inspiration and then sing about the grief.”
      -Bono-
    • Ich glaube, es ist bizarr, wenn ich sage, dass ich am Ende dieser Geschichte einen kleinen Lachflash bekommen hab :rofl: :rofl: diese Vorstellung, dass dieser Dämel immer und immer wieder gegen diese Tür rennt... ich kann nicht mehr :rofl: :dash: :dash: :dash: <- ich hab sofort das hier vor Augen gehabt. Ok, die Story hat vielleicht jetzt nicht wirklich Verzweiflung vermittelt, aber sie hat mich zum Lachen gebracht. Das ist auch gut, deshalb gefällt sie mir :sekt:
      I hate everyone equally.

    • Ich würde das nicht dämlich nennen. Ich könnte mir vorstellen, dass in einigen psyhiatrischen "Anstalten" ähnliche Dramen ablaufen. Eingesperrt zu sein, ohne zu wissen, warum, treibt auch stärkere Naturen kurz über lang in Stress und Panik-Reaktionen. Lachhaft... entschuldigung, finde ich das nicht...
      Es ist ein Gerücht, dass Zeit ein Geschenk sei. Man muss sie sich nehmen! (Ania Vitale)

      Wer immer nur tut, was er schon kann, wird auch immer nur bleiben, was er schon ist. (Henry Ford)

      Master of Desaster - born to be bunt ^^
    • Ich persönlich wollte eher das Bild einer verzweifelten, armen Seele darstellen. Den gedanken so isoliert und ratlos zu sein finde ich alles andere als lustig. Das er es wieder und wieder tut hängt entweder damit zusammen das er in einer Zeitschleife steckt oder durch den Aufprall unter Retrograder Amnesie leidet. Es ist nicht als Komödie gedacht sondern eher als Tragödie.

      LG Lion
    • Ein Tipp abseits deiner Geschichte: Wenn du vorhast, in naher Zukunft immer wieder solche kleinen Geschichten hochzuladen, dann mach es doch wie Phi und sammle alles in einem Kurzgeschichtenthread. So können Leser und auch du selbst deine Entwicklung beim Schreiben mitverfolgen, Bezüge herstellen, vielleicht sogar Dinge feststellen, die du immer ähnlich schreibst... wir könnten :ninja: so :ninja: deinen :ninja: Stil :ninja: entlarven! :tada:
      Reim dich oder ich fress dich... [Kurzgeschichten]
      Der Oger Magus

      Wenn Link Peach retten müsste, reichten dann drei Schwerthiebe für Bowser?
    • @bigbadwolf
      Also meinst du einen Thread anlegen wie zum beispiel "Meine Sammlung" oder "Meine Geschichten" und dann da sämtliche Projekte zentral verlinken oder meintest du eher alle kleinen Geschichten in einen einzigen Thread packen?
      Die idee ist auf jeden fall gut :)
    • Hey @BraveLion,
      Ich habe mir die Kurzgeschichte nun auch mal durchgelesen und sie gefällt mir ziemlich gut. Vorweg muss ich sagen, dass ich eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten bin, besonders aufgrund der Tatsache, dass sie meist ein offenes Ende haben oder völlig aus einem Kontext gezogen werden. Trotzdem gefällt mir deine kleine Geschichte. Besonders die dargestellte Situation sehe ich häufig in Serien oder Filmen und du hast sie wirklich sehr schön beschrieben. Besonders im Vergleich zu deinem anderen Werk (Veit der Schattenschlächter).
      Was will ich damit sagen: Mir gefällt dein hier genutzter Schreibstil und du lässt dir viel mehr Zeit zu beschreiben, was da eigentlich gerade passiert. Das ist es, was mir hier grade so gut gefällt. Jetzt eine etwas ungestüme Frage: Wieso machst du das bei "Veit" nicht? :/

      LG Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • @Lehaidin

      Danke für das Lob :)
      Also da ich Veit weit vor dieser Kurzgeschichte abgeschlossen hatte liegt es wahrscheinlich daran das ich in hier dadurch besser meine gesammelten Erfahrungen anwenden konnte. Es ist quasie das mein eigener Stil in den neueren Werken eine konkretere Form annimmt.
      Deswegen kommt dir diese Geschichte hier wahrscheinlich auch ausgereifter vor. Zu beachten ist das ich vor Veit noch keinerlei erfahrungen mit dem Schreiben hatte. Das ändert sich aber Stück für Stück. Diese entwicklung kannst du wahrscheinlich auch bei Legende des Abrunds sehen.
      Ich könnte zwar beginnen Veit der Schattenschlächter zu überarbeiten, aber dafür habe ich nicht viel Motivation und meine Zeit ist derzeit von den neueren Projekten beansprucht. Ich bitte um verständnis das ich vorerst die älteren Kapitel von Veit noch nicht überarbeite aus den genannten Gründen.

      LG Lion