Lion's One-shot's [Kurzgeschichen]

  • Hai Leute,
    da ich öffters mal eine Kurzgeschichte [One-shot] schreibe, für die sich kein extra Thread lohnt,
    lege ich mal diesen Thread an, um solche Geschichten zu sammeln.

    Feedback und Anmerkungen sind wie immer gerne gesehen ;)

    Bisherige One-shot's (Chronologisch):

    Der Schreiberling [Non-fiction]


    Die Last der Einsamkeit [Non-fiction]


    Eisige Tränen [Dark Fantasy]


    Loop [Non-fiction]

    Überzeugung zum überleben [Non-Fiction]


    Weitere geschichten werde ich dann in neuen Beiträgen in diesem Thread Posten.
    Viel Spaß beim Lesen :)

    LG Lion


  • Gute Sammlung. Mir ist so garnicht aufgefallen, dass du schon so viele 'Minigeschichten' hast. Loop ist schonmal sehr interessant. Den rest zieh ich mir später mal rein.


    PS: Kann es sein, dass du ständig dein Profilbild änderst @BraveLion?

    Man sollte nie zweimal den gleichen Fehler machen, denn die Auswahl ist groß genug.
    - Robert Lembke -



    Projekte:


  • Ich habe hier ein kleines Schrifftstück, ob ich es als Geschichte bezeichnen kann weiß ich nicht.
    Dennoch viel spaß beim lesen und beim nachdenken :)


    Überzeugung zum überleben


  • Hallöchen liebe Leute,


    diese Kurzgeschichte liegt schon etwas länger auf meiner Festplatte und ich war mir nicht sicher ob ich sie veröffentlichen sollte.
    Aber nun ist sie hier! Vorab ein Wort der Warnung: Diese Geschichte ist brutal und düster.
    Wenn ihr solche Geschichten nicht mögt ist das eher nicht das Richtige für euch.
    Solltet ihr euch trotzdem Trauen: Wilkommen in einer kalten und grausamen Welt!


    LG Lion


    Kalte Rache


  • Eieiei - ganz schöner Splatter. Erstaunlich finde ich die Präzision der Rachetat, die eher aus kaltem Hass und durchdacht wirkt - sie zieht sich ja recht lange hin. Dennoch sofort danach das schlechte Gewissen. Wo du den Mord noch in aller Grausamkeit und Details geschildert hast, kommt es für mich sehr überraschend, dass du dem Suizid nur einen Nebensatz witmet. Man erfährt nicht einmal genau, wie er es tut. Müsste ich raten, würde ich sagen, Pulsadern durch. Auch, dass er so schnell dazu kommt, wirkt erstaunlich. Fast habe ich da das Gefühl, dass höhere, bösartige Mächte hier ihre Finger im Spiel hatten...
    Dem Jäger würde ich vielleicht noch das Wort "Unfall" in den Mund legen. "Ich habe gedacht, ihr wäret Wild" klingt für mich eher so, als wäre er überrascht über die Wehrhaftigkeit des Protas, den er als Beute sah und nicht mit einem Tier verwechselt hat. Obwohl, vielleicht war dem ja so? Langsam wird mir klar, welche geniale Doppeldeutigkeit du hier hinein gesetzt hast... Es wirkt, als wäre da deutlich mehr dahinter, als es scheint...

    Dianas Stirn penetrierte,

    Auch hier - penetrierte ist zwar richtig gebraucht, aber warum nicht durchbohrte oder durchschlug... So hat es auch eine sexuelle Konotation, was wieder auf ein perverses, übernatürliches Wesen im Hintergrund hindeutet, das das Verhalten des Jägers und des Protas lenkt.
    Gut, einige deiner Kommas könntest du durch andere Satzzeichen ersetzen ("Ich hielt euch für Wild! Ich bin Jäger! Habt Gnade mit mir!") weglassen ("durch den Schnee konnte er erkennen...") oder hinzufügen ("Stücke Fleisch, die nutzlos") (um nur drei Beispiele zu nennen). ^^ Da tust du dir etwas schwer?
    Sonst aber sehr interessant, regt zum Spekulieren an...

  • der soeben Dianas Stirn penetrierte,


    Ich kannte das Wort nicht, konnte mir aber denken, was damit gemeint war. Penetrierte-Ist es ein deutsches Wort?
    Und dieses "Soeben", was macht das da? Na klar, der Pfeil hatte auch nichts Besseres vor. :D


    aber warum nicht durchbohrte oder durchschlug.

    Hätte ich auch besser gefunden, verständlicher.



    Diana bekam einen Pfeil in den Kopf und hatte noch Zeit, aufzuschreien, die Augen zu verdrehen?
    Ein Pfeil direkt ins Hirn, da fällt man um, wie vom Blitz getroffen. So, wie du es beschreibst, muss der Leser denken, das Blut floß in Strömen.

    Da lag sie nun, ihr Blut färbte den Schnee unter ihrem Körper rot.

    ...unter ihrem Körper..., finde ich überflüssig. Sicher, Kopfwunden bluten, aber nicht so, dass der Schnee rot unter ihrem Körper wird. Steckt der Pfeil nicht noch in ihrem Kopf? Die Wunde würde stärker bluten, wenn man ihn entfernt.
    (Viel Blut! In Filmen wird es immer gerne so dargestellt, damit es dramatischer wirkt.)

    In ihrem Gesicht der Ausdruck voll unerträglichen Schmerzen.

    Der Tod hat sie unerwartet und schnell ereilt, sie konnte nichts spüren.


    Wenn ich an der Stelle des Bruders wäre, dann wäre ich entsetzt, geschockt. In dem Moment würde ich nicht denken

    »Wer hat dir das bloß angetan?«,

    ("Wer hat dir das angetan", klingt besser.)


    Gerade haben sie noch gelacht und gescherzt, jetzt liegt sie tot vor ihm. Das muss er erst mal begreifen.



    Sie lag leblos vor ihm,

    Ist überflüssig, der Leser weiß, dass sie tot ist. Noch toter geht nicht. :D



    ein Getümmel aus Schneeflocken minderte die Sicht.

    Du hast du am Anfang geschrieben, dass sie einen Ort suchten, wo sie über Nacht bleiben konnten. Für mich heißt das, dass der Tag fast vorbei war. Im Winter wird es früh dunkel.
    Wie konnte er unter den Voraussetzungen überhaupt etwas erkennen?
    Der Mörder war dabei zu fliehen? Warum sollte er das tun? War er sich bewusst, was er angerichtet hatte?
    Welcher Jäger geht bei solchen Wetterverhältnissen auf die Jagd?



    Ein weiteres Geschoss flog auf ihn zu, aber er konnte es rechtzeitig erkennen um auszuweichen.

    Das bei der Sicht? Klingt für mich schon deshalb unlogisch, da man dafür die Erfahrungen eines Kriegers braucht. Selbst dann klappt es nicht immer.

    Das glück schien ihm in dieser unglücklichen Situation hold, der Mörder fiel bei seinem Versuch zu fliehen, auf seine Knie.

    Das Glück schien ihm hold, der Mörder stürzte, als er floh.


    Manchmal ist weniger besser. (Ist meine Ansicht, ok?)



    Angekommen, packte er ihn am Schopf und zog sein Messer,

    Wenn ich der Jäger wäre, würde ich nicht warten, sondern aufspringen und rennen.
    Warum fiel er hin? Stolperte er über eine Wurzel?


    währt Wild

    So habe ich das noch nicht gesehen. (...wärt Wild..)
    Außerdem unlogisch. (Ich dachte, es wäre Wild.)




    Nun gab es keine Möglichkeit mehr zu entkommen,

    Hallo, sein Leben ist in Gefahr. Er kann mit den Ellbogen zuschlagen, und er hat noch Beine.
    Er wehrt sich nicht?



    Deine Lügen

    Für mich ist es eine Lüge.



    den nun kalten Körper

    So schnell wird ein Toter nicht kalt.



    also nahm er sich aus einem Impuls, selbst das Leben.

    Logisch, was auch sonst?
    Es passt nicht zu dem, was er gerade getan hat.


    Die Geschichte wirkt auf mich, als ob sie mal schnell zu Papier gebracht wurde. Da hättest du viel mehr rausholen können.
    Brutal und düster, nein, fand ich nicht.
    Rechtschreibung und Komma scheinen nicht dein Ding zu sein. :D

    Auch wenn heute dein warmes Blut die Erde gierig trinkt,
    so bist du es, der tanzend auf den Knochen der Feinde singt.

  • @Sandlov


    Viele der dinge die du bemägelst scheinen von der Form abhängig zu sein wie ich die Dinge darzustellen vermochte.
    Wenn du dich in diese beschreibung nicht hinein versetzten konntest tut es mir leid, aber die Form wird genau so bleiben wie sie ist.
    Es ist eben in meiner Art die Dinge relativ detaliert zu beschreiben.


    Ein Pfeil direkt ins Hirn, da fällt man um, wie vom Blitz getroffen. So, wie du es beschreibst, muss der Leser denken, das Blut floß in Strömen.

    Wenn du dir einmal anschausst wie es sich verhält wenn eine Kugel in den Kopf eines Menschen eindringt wirst du erkennen das meine Beschreibung hier etwas näher an der Realität ist. Recherche ist sehr wichtig und nur für diese Szene habe ich extra solche momente gesucht und angesehen. Auch für meine andere Geschichte die etwas näher an der Realität ist habe ich solche Recherche betrieben.
    Ich denke das hier Hollywood einen zu großen einfluss auf dein Bild von der Situation nimmt, dies kann ich teilweise auch an anderen Punkten erkennen die du bemängelt hast. Wenn du beispielsweise einem Huhn den Kopf abtrennst wird dieses trotzdem noch eine weile zucken.


    Ist überflüssig, der Leser weiß, dass sie tot ist. Noch toter geht nicht

    Diesen punkt mochte ich aber verdeutlichen um ein möglichst genaues Bild von der Szene zu erschaffen.
    Der Teufel liegt im Detail und daran spare ich nicht.


    ...unter ihrem Körper..., finde ich überflüssig. Sicher, Kopfwunden bluten, aber nicht so, dass der Schnee rot unter ihrem Körper wird. Steckt der Pfeil nicht noch in ihrem Kopf? Die Wunde würde stärker bluten, wenn man ihn entfernt.
    (Viel Blut! In Filmen wird es immer gerne so dargestellt, damit es dramatischer wirkt.)

    Wenn eine Zentrale Ader durch den Pfeil getroffen wird dann fließt es gerade zu in strömen. Versuch dir die Adern so vorzustellen wie Rohre die unter hohem Druck stehen, selbst wenn eine Obstruktion in der Öffnung ist wird sich das Wasser daran vorbei drücken. Außerdem ist die Spitze eines Pfeils zu dieser Zeit eher breiter als der Schafft, deswegen klaft die Wunde geradezu offen.


    Gerade haben sie noch gelacht und gescherzt, jetzt liegt sie tot vor ihm. Das muss er erst mal begreifen.

    In lebensgefährlichen Situationen wird viel Adrenalin ausgeschüttet, dadurch wird der Verstand und die Sinne eher geschärft als abgestumpft. Das ist eine Reaktion des parasympathuischen Nervensystems.


    Das bei der Sicht? Klingt für mich schon deshalb unlogisch, da man dafür die Erfahrungen eines Kriegers braucht. Selbst dann klappt es nicht immer.

    Der Pfeil fliegt nicht lautlos, der Schall überhohlt das Geschoss und darum kann er es hören und ausweichen.


    Hallo, sein Leben ist in Gefahr. Er kann mit den Ellbogen zuschlagen, und er hat noch Beine.
    Er wehrt sich nicht?

    Hier kommt scheins wieder Hollywood zum tragen, so fern der Mann nicht speziell für solche Situationen ausgebildet ist gibt es vielfältige Möglichkeiten wie er reagieren könnte. Hier ist er nun mal vor Angst gelähmt, im wahrsten sinne des Wortes.


    So schnell wird ein Toter nicht kalt.

    Diese umschreibung ist rein dramaturgisch, um die Szene einmal mehr zu verdeutlichen/intensivieren.


    Vielen Dank für dein Feedback, das sind nur ein paar Dinge die mir aufgefallen sind.


    LG Lion