Journal [Arbeitstitel]

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Journal [Arbeitstitel]

      Hallo Leute,
      nach einer längeren Zeit habe ich mich dazu entschlossen,
      eine neue Geschichte an der ich am feilen bin zu veröffentlichen.
      Vom Stil her wollte ich dieses Mal eher etwas zeitgenössisches bzw. urbanes feeling erschaffen.
      Ich hoffe es ist mir in dem ersten Kapitel ganz gut gelungen, ein solches Feeling rüber zu bringen.
      Viel Spaß beim Lesen :)

      LG Lion

      Kapitel 1: Stadtlichter und blauer Dunst

      Spoiler anzeigen

      Die tiefe Nacht wurde durch die Lichter der Stadt illuminiert, ich blickte gerade aus meinem Fenster in der zehnten Etage eines Hochhauses und zog an meiner Zigarette. Nach einem langen Tag in der Redaktion, würde ich endlich Nachtruhe bekommen oder zumindest dachte ich so. Dann klingelte das Telefon, wer würde mich um diese Zeit noch anrufen. Ich entschloss mich es nicht abzuheben und nahm einen weiteren Zug an meiner Zigarette, der blaue Dunst zog einen leichten Schleier durch den Raum. Die kalte Nachtluft, strömte durch das gekippte Fenster in den Raum hinein und erfüllte ihn mit einer gewissen Frische. Wieder klingelte das Telefon.
      »Verdammt nicht schon wieder«,
      ich drückte meine Zigarette in einem steinernen Aschenbecher aus den ich auf die Fensterbank gestellt hatte.

      Ich begab mich zum Telefon, es stand auf einem kleinen Tisch, der an der Wand des Zimmers platziert war. Ich nahm den Hörer ab und sprach:
      „Banks am Apparat, mit wem spreche ich?“,
      stille.
      Nur Freizeichen kam durch den Hörer. Merkwürdig, ich könnte schwören das mein Telefon gerade geklingelt hatte.
      »Ach egal!«
      Wenn jemand etwas von mir wollte, würde er sicher wieder Anrufen, mit diesen Gedanken legte ich auf. Nun ging ich in Richtung Badezimmer, um mich für die Nachtruhe vorzubereiten.

      Ich stellte mich unter die Dusche, der Boden der Wanne, war kalt. Den Vorhang zog ich zu, er war mit einem gestreiften Schwarzweiß Muster versehen. Parallel dazu stellte ich das Wasser an. Zunächst war es kälter doch, es passte die Temperatur schnell an eine angenehme Wärme an. Für einen kurzen Moment schloss ich meine Augen, ich konnte nicht anders, als noch einmal an das Gespräch mit diesem verrückten zurück zu denken, der heute in die Redaktion kam.

      Er behauptete ein Magier zu sein
      »Was für ein Schwachsinn, er muss wohl irgendwo aus einer Anstalt ausgebrochen sein«.
      Obendrein sagte er das er aus der Vergangenheit komme.
      »Seine Kleidung und seine Haare waren, aber auch das einzige was aus einer anderen Zeit gewesen sein musste«,
      bei diesem Gedanken, konnte ich einfach nicht anders, als ein schelmisches Grinsen aufzusetzen. Ich musste es mir verkneifen, in lautem lachen auszubrechen. Der schräge Auftritt, des Alten, würde mir wohl noch eine Weile in Erinnerung bleiben. Es erinnerte mich an den Grund aus dem ich Journalist geworden war.

      Ich stellte das Wasser ab und machte einen großen Schritt aus der Dusche. Dann trocknete ich mich fix ab. Meine Schritte führten mich vor den Spiegel, dieser war völlig beschlagen. Er war Teil eines kleinen Schranks in dem ich Rasierzeug aufbewahrte. Mit einem Griff entnahm ich mein Rasiermesser und den Schaum. Nachdem ich den Schrank wieder geschlossen hatte wischte ich kurz mit einem Handtuch den trüben Spiegel ab.
      Nun war alles fertig für eine Rasur. Ich befeuchtete meine Wangen und trug eine ordentliche Menge Rasierschaum mit einem rauen Pinsel auf. Diesen tauchte ich in ein Glas mit Wasser das auf der Ablage des Beckens stand. Mit dem Messer entfernte ich vorsichtig die stoppeln meines drei Tage Barts.
      Einige Nächte hatte ich weder die Gelegenheit zu schlafen, noch mich zu rasieren. Endlich von den lästigen Haaren befreit, wusch ich den Rest des Schaums mit warmem Wasser, von meinem Gesicht ab und trocknete es mit, meinem Duschhandtuch ab.
      »Moment mal hoffentlich hatte ich nicht die Seite für mein Gesicht verwendet mit der ich meinen Hintern nach dem Duschen abgetrocknet hatte. Ach egal!«
      Ich öffnete den Spiegelschrank ein weiteres Mal, stellte das Rasierzeug nach dem säubern weg und nahm eine Flasche mit Rasierwasser heraus. Ich machte einen ordentlichen Schuss auf meine Handfläche und verrieb es zwischen den Händen. Anschließend brachte ich es auf meinem Gesicht auf.
      „Autsch, das brennt!“
      »Reiß dich zusammen, Jonathan!«

      Vor dem schlafen gehen, setzte ich mich kurz an meinen Computer, um meinem Hobby nachzugehen und an meinem Buch weiter zu schreiben. In meiner Freizeit schrieb ich manchmal eigene Bücher, doch bisher hatte ich leider noch nicht den Mut eines der Bücher zu veröffentlichen.
      Ich stellte eines der Kapitel fertig und schaltete im Anschluss den PC ab. Dann streckte ich mich noch einmal kurz und bewegte mich Richtung Schlafzimmer. »Ah endlich Ruhe«, ich legte mich aufs Bett und zog die weiche Decke über meinen Körper. Langsam driftete ich ab, in die Welt der Träume.

    • Gut, viel passiert ist jetzt ja noch nicht. Was mir auffällt, sind hier besonders kurze, abgehackte Sätze. Eine eher steife Beschreibung von Ereignisse, die irgendwie so eines nach dem anderen kommen. Irgendwie kommt kein Fluss zusammen und darum konnte ich auch nicht richtig in die Geschichte eintauchen. Ich kenne da Besseres von dir. :) Unten folgen noch einige Anmerkungen gerade zu Kommas - deiner persönlichen Nemesis. (Hoffentlich lässt du dich jetzt nicht entmutigen, weil es zu harsch klingt, ist nicht so gemeint.)

      Spoiler anzeigen

      BraveLion schrieb:

      Die tiefe Nacht wurde durch die Lichter der Stadt illuminiert. Ich blickte gerade aus meinem Fenster
      Hier endet ein Satz.

      BraveLion schrieb:

      Nach einem langen Tag in der Redaktion kein Komma würde ich endlich Nachtruhe bekommen oder zumindest dachte ich so.
      Der erste Teil ist kein Nebensatz, da ja kein Verb vorliegt.

      BraveLion schrieb:

      Dann klingelte das Telefon. Wer würde mich um diese Zeit noch anrufen?
      Satzende. Und du stellst her ja eine rhetorische Frage, also Fragezeichen.

      BraveLion schrieb:

      Ich entschloss mich, es nicht
      Hier hast du einen Nebensatz, also brauchst du ein Komma.

      BraveLion schrieb:

      Die kalte Nachtluft Kein Komma strömte durch das gekippte Fenster
      Hier hast du keinen Nebensatz.

      BraveLion schrieb:

      Verdammt, nicht schon wieder
      Nach solchen Ausrufen (oder davor) brauchst du ein Komma.

      BraveLion schrieb:

      Ich nahm den Hörer ab und sprach:
      „Banks am Apparat, mit wem spreche ich?“ Kein Komma

      S
      tille.
      Die wörtliche Rede darf auch noch in einer Zeile mit ihrer EInleitung stehen, die Antwort (Stille) kommt dann in die nächste.

      BraveLion schrieb:

      Ich stellte mich unter die Dusche. Kein Komma Der Boden der Wanne Kein Komma war kalt.

      BraveLion schrieb:

      Zunächst war es kälter, Komma muss hierhin doch es passte die

      BraveLion schrieb:

      Seine Kleidung und seine Haare waren Kein Komma aber auch das einzige, was aus einer anderen Zeit gewesen sein musste«,

      BraveLion schrieb:

      Moment mal! Hoffentlich hatte ich nicht die Seite für mein Gesicht verwendet
      Ausrufe kannst du ruhig mit Ausrufezeichen ausstatten.

      BraveLion schrieb:

      „Autsch, das brennt!“
      »Reiß dich zusammen, Jonathan!«
      Redet er hier mit sich selbst? Es wirkt auf mich auch nicht wirklich natürlich. Vielleicht eher "Er zog scharf die Luft ein, weil es brannte und meinte dann zu sich selbst: "Reiß dich zusammen!"


      Es kommt auch die Frage an, was der "Magier" denn gewollt hat. Warum hat er in der Redaktion angerufen? Warum denkt Jonathan nicht daran?
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa
    • @Windweber

      Danke für dein Feedback, ich werde die Korrektur mal so übernehmen.
      Ich habe es ganz bewusst so geschreiben um von meinem üblichen Stil abzuweichen, vielleicht ist mir das nicht wirklich gelungen da ich zum ersten mal das ganze so drastisch verändert habe, aber das wird sich noch herausstellen. Vielleicht ist diese Art von Stil auch einfach nicht für jedermann. Was weiß ich denn schon :D

      Der "Magier" soll erst einmal noch ein wenig verhüllt bleiben. Ich wollte in diesem Kapitel keinen großen Rückblick haben, weil mich rückblicke generel nerven, das zerstört für mich immer die Konsitenz der Handelung, also wenn es zu viel wird.

      Deshalb möchte ich es in kleineren Stücken einweben in die Handelung und soweit es sich vermeiden lässt Rückblicke vermeiden.

      LG Lion
    • Hey @BraveLion,

      also, ich habe mir den Teil nun auch angeschaut. Wie es scheint, hast du die Anmerkungen von @Windweber noch nicht einfließen lassen, was ich sehr schade finde, da ich ebenfalls über die gleichen Dinge gestoplert bin.

      Ich meine in erster Linie die Sache mit den falsch platzierten Satzzeichen, was den Lesefluss schon erheblich stört. (zumindest bei mir ist das so :) )

      Zu diesem gesamten Abschnitt kann ich eigentlich noch nicht so viel sagen, außer, dass wenig passiert ist. Ich stimme windweber zu, dass deine Beschreibungen sehr kühl und distanziert rüberkommen. Es baut sich keine richtige Atmosphäre auf und es fällt mir schwer, mich in den Prota hineinzufühlen. Dafür beschreibst du andere Dinge detailreich (zum Beispiel den Duschvorhang oder die Art und Weise wie er sich rasiert)
      Der Hinweis mit der Handtuchseite hat mich irritiert ...obwohl jeder dieses Problem kennt :rofl: ....aber es war für mich hier an der Stelle irgendwie fehl am Platze. Vielleicht, weil du es nicht gut in den Kontext eingebunden hast :hmm:

      Du sagst, du wolltest hier gerne mal was anderes ausprobieren, was ich grundsätzlich super finde. Ich finde die "Ich-Perspektive" auch immer ganz schön... aber vielleicht sagst du uns noch in welche Richtung dein "Experiment" gehen soll...(?)

      LG,
      Rainbow
    • @Rainbow

      Das ich die Anmerkungen noch nicht umgesetzt habe liegt eher daran das ich bisher noch keine Zeit dazu hatte.
      Des weiteren habe ich hier schon erwähnt das ich einen neuen Stil ausprobieren wollte, wie es aussieht bin ich aber daran gescheitert und habe im moment aber auch keine Lust oder Zeit habe mich damit zu befassen also werde ich diese Story sowieso sehr wahrscheinlich droppen. Bei solch einer negativen resonaz verfolge ich lieber meinen alten Stil in anderen Geschichten. Weil wie es scheint kann ja niemand auch nur ein gutes Haar an dieser Story lassen, sehr demotivierend.

      LG Lion
    • @BraveLion Es lag sicher nicht in unserer Absicht (ich denke, ich spreche da auch für @Rainbow ) dich zu emtmutigen! :) Wenn man experimentiert, geht man leider das Risiko ein, dass das Ergebnis nicht gut ankommt. Vielleicht, weil es nicht wirklich funktioniert, vielleicht auch, weil die Welt einfach noch nicht reif für die Idee ist. Und dass es zweien nicht gefallen hat, ist ja auch nicht repräsentativ. Du kannst toll schreiben, das beweist du immer wieder. Nimm dir die Kritik bitte nicht zu sehr zu Herzen, wie sind beide Menschen, die es damit gut meinen. Vielleicht sollte ich mir auch etwas an die eigene Nase fassen - ich hätte auch etwas loben sollen, wie ich es ja selbst im Kritik-Thread empfohlen hatte... :hmm: So habe ich wohl mehr Schaden als Nutzen gebracht - sorry! Also - Kopf hoch! Versuchen heißt Trail and Error und dabei kann halt auch mal Error vorkommen (oder ich war einfach zu blöd, den Trail zu erkennen... :D ). :)
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa
    • @BraveLion

      Ohje. Es tut mir leid, dass das so negativ bei dir angekommen ist. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man negatives Feedback bekommt und ich weiß auch, dass das ätzend ist, glaube mir. Inzwischen weiß ich die Ehrlichkeit aber auch zu schätzen, selbst, wenn sie manchmal schmerzhaft ist. Schließlich wünscht man sich das ja auch, sonst wäre es überflüssig die Leute danach zu fragen, oder?

      Ich hätte gerne mehr darüber erfahren, in welche Richtung dein Experiment gehen soll. Was wolltest du ausprobieren? Ich würde dich gerne weiter dabei unterstützen, deinen Text zu optimieren...allerdings bin ich jetzt ebenfalls verunsichert, weil ich nicht weiß, was du dir von uns erwartet hast. Für gewöhnlich schildere ich meine Gefühle und Eindrücke beim Lesen, also einfach alles, was mir so auffällt. Das habe ich hier ebenfalls versucht, doch ist das anscheinend bei dir als vernichtende Kritik angekommen. Dabei war es gar nicht so vernichtend gemeint :)

      Ich finde es auf jeden Fall gut, dass du das jetzt schreibst und wir so zu einer Klärung kommen können. Besser, als einfach den Kopf in den Sand zu stecken. Ich kenne bisher noch keine anderen Texte von dir, weshalb ich keine Vergleichsmöglichkeit habe. Das hole ich aber sicher nach. Du selber wirst entscheiden müssen, ob du weiter experimentieren möchtest oder ob du deinem alten Stil treubleiben möchtest. Das eine muss das andere ja nicht ausschließen.

      Mehr fällt mir im Moment dazu auch nicht ein....

      Viele Grüße,
      Rainbow