Tod eines Magiers

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    • Hey,

      hab mal wieder ein bisschen weitergelesen :) Bin jetzt also bei 3.2: Der Geist der Vergangenheit.

      Hier kommen meine Anmerkungen:

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      Alexander2213 schrieb:

      Ulrich schaute Lorentz nachdenklich an, der jetzt doch etwas blass aussah.
      Der Hauptmann schaute sich den Jeronimus` Gesicht an.
      Wiederholung....das "den" ist hier außerdem zu viel...und bei Namen, die auf "S" enden, müsstest du dir in diesem Fall das Apostroph am Ende angewöhnen :)


      Alexander2213 schrieb:

      Ulrich schaute Lorentz nachdenklich an, der jetzt doch etwas blass aussah.
      Der Hauptmann schaute sich den Jeronimus Gesicht an. Es war leicht aufgedunsen, doch das war es bereits vor dem Tod gewesen, von Bier und gutem Essen. Am Ansatz des Halses sah er den Rand einer alten Brandwunde. Ulrich wusste, dass sie sich über fast die gesamte rechte Seite des Magiers zog. Ulrich schüttelte sich leicht,

      Ähnliche Satzanfänge...könnte man vielleicht ein bisschen variieren, z.B. durch Umstellung des Satzes, sonst klingt es sehr monoton.


      Alexander2213 schrieb:

      Ulrich wusste, dass sie sich über fast die gesamte rechte Seite des Magiers zog. Ulrich schüttelte sich leicht, als er daran dachte, wie der Magier die schwere Verwundung erlitten hatte.
      Die Erinnerung beschwor den Geruch verbrannten Fleisches herauf. In Gedanken hörte er die Schreie der verwundeten Soldaten und den Gleichklang der stampfenden xelarianischen Stiefel. Und die Erinnerung packte ihn, wie ein wildes Tier.

      Ulrich wusste noch was er damals gedacht hatte: der Rote Berg, wie passend, das wir hier unser Blut lassen werden.

      Alexander2213 schrieb:

      Zwischen den roten Sandsteinfelsen marschierte der Feind den Abhang herauf. Der Pfeilregen fand unter den Soldaten von Xelaria nur wenige Opfer, zu groß waren ihre Schilde und zu gut ihre Ausbildung. Ulrich wusste sehr genau,
      3 x hintereinander Ulrich wusste....

      Alexander2213 schrieb:

      Ulrich wusste noch wie ihm das Bild Hoffnung gegeben hatte.
      hier kommt es gleich nochmal...


      Alexander2213 schrieb:

      Ulrich führte den Angriff an, vorbei an den Feuer, den schmelzenden Resten von Eis und an Jeronimus, der vor Erschöpfung wankte als direkt neben ihm ein Feuerpfeil explodierte und ihn mit Flammen überschüttet
      Dieser Satz irrietiert mich.... :hmm: Vielleicht guckst du ihn dir selber noch mal an...

      Alexander2213 schrieb:

      Er war sich nicht sicher, ob wegen dem Fall, oder wegen der Erinnerungen.
      "des Falls" wäre hier, glaube ich die korrekte Form... klingt aber irgendwie nicht so schön....vielleicht eher: "Er war sich nicht sicher, ob es an dem Fall oder seinen Erinnerungen lag..." (?)


      Alexander2213 schrieb:

      beide hatte sie versucht die Erinnerung an den Roten Berg zu verdrängen.

      hatten


      Alexander2213 schrieb:

      Tatsächlich sah ... eine leichte Bewegung in einem Gebüsch in einiger Entfernung.
      er


      Alexander2213 schrieb:

      Laut sagte er, „Geh zum Haus und hole ein paar Dienstboten, damit sie hier Ordnung machen können und...
      Ich würde das umstellen und mit der Wörtlichen Rede beginnen. „Geh zum Haus und hole ein paar Dienstboten, damit sie hier Ordnung machen können und...", sagte er laut.



      LG,
      Rainbow
    • Hey @Alexander2213!

      Eigentlich bin ich selbst sowohl mit meinem eigenen Geschreibsel als auch mit den Büchern die ich lese überwiegend im Urban Fantasy Bereich unterwegs, allerdings hat mich ein Satz deiner Beschreibung dazu gebracht, nun doch in deine Geschichte rein zu lesen:

      Alexander2213 schrieb:

      Der Arbeitstitel lautet "Tod eines Magiers" und es soll eine Krimigeschichte in einer klassischen Fantasywelt werden.
      Die Kombination aus dem Titel, einer Krimigeschichte und einer typischen Fantasywelt hat es mir irgendwie angetan. Mal sehen, ob ich meinen üblichen Geschmack beiseite legen und in deine Welt eintauchen kann. :)

      Ich fange einfach mal mit dem ersten Teil an und lasse dir meine Anmerkungen hier:
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      Günstiger würde es nicht mehr werden.
      Er beschloss, es zu tun!
      Doch dann geschah etwas, dass die Sachlage vollkommen veränderte.

      Hmm, das ist irgendwie sehr abgehakt. Du sprichst im ersten Satz die Gedanken des Protas aus und er weiß, dass er zuschlagen muss. Dann wirst du eigentlich im zweiten Satz eine Feststellung des Erzählers ein, die quasi das selbe aussagt. Und im Dritten Satz ziehst du sofort wieder die Handbremse.
      Entweder würde ich den zweiten Satz einfach rauslassen, was mir jedoch noch besser gefallen würde, wäre etwas wie z.B.:
      Günstiger würde es nicht mehr werden.
      Gerade wollte Branko seine Schritte beschleunigen und zuzuschlagen, da geschah etwas, dass die Sachlage vollkommen veränderte.
      Entscheide aber bitte selbst, ob dir das so in deinen Stil passt. Es ist nur meine Sichtweise.

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      Ein junger Mann in der blauen Kadettenuniform der Stadtwache erschien auf dem Marktplatz. Er musste gerannt sein, zumindest atmete er schwer und war rot im Gesicht.

      Wie erscheint er denn auf dem Platz? Gehend? Ich habe den Eindruck, dass der Kadett genau weiß, wo er seinen Hauptmann zu finden hat, warum sollte er also vorab noch mal abbremsen? Vor allem, weil er im nächsten Satz ja plötzlich auch wieder "eilt". Vielleicht denke ich hier auch gerade zu viel nach, aber verwundert bin ich deswegen trotzdem. :D

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      Halb rechnete er damit, dass sich der Mann jetzt auf ihn stürzen würde. Er rechnete sich gute Chancen aus, ihn abhängen zu können.

      Eine Wortwiederholung, die man z.B. durch eine Verbindung der Sätze sehr schön lösen könnte. Ich bringe jetzt bewusst keinen eigenen Vorschlag, weil es schließlich deine Geschichte und dein Schreibstil ist, in den ich nicht zu sehr herumpfuschen will. :) Wenn du Vorschläge haben willst, lass es mich wissen!

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      Der Vorsprung war mittlerweile groß genug, hoffte er zumindest, außerdem war er schnell und hatte sich einige gute Fluchtroute zurechtgelegt.

      Entweder "einige gute Fluchtrouten" oder "eine gute Fluchtroute"

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      Doch wäre der Kadett nur ein paar Sekunden später gekommen.....

      Ich glaube drei Punkte (...) mit einem Leerzeichen zwischen dem vorherigen Wort sind der übliche Gebrauch.

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      Er wusste, auf diesen Moment hatte der andere nur gewartet, doch jetzt sah die Lage zum Glück anders aus.

      "Der andere" klingt finde ich unschön. Vielleicht etwas wie "sein heimlicher Beobachter" verwenden?

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      Er sprang nicht auf und begann eine vermutlich sinnlose Verfolgungsjagd, sondern er hob nur leicht den Bierkrug als würde er ihm zuprosten, dabei hatte er ein grimmiges Lächeln im Gesicht.

      Rotes löschen und Grünes hinzufügen. :)

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      Hauptmann Ulrich von Schwarzbach war wohl zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Er sprang nicht auf und begann eine vermutlich sinnlose Verfolgungsjagd, sondern er hob leicht den Bierkrug als würde er ihm zuprosten, dabei hatte er ein grimmiges Lächeln im Gesicht.


      Er hatte den jugendlichen Dieb, fast noch ein Kind, bereits eine Viertelstunde lang beobachtet. Er musste neu in der Stadt sein und verstand offenkundig eine ganze Menge vom Taschendiebstahl. Wie er sich unauffällig in der Menge bewegt hatte und sein Ziel ausgespäht hatte, zeigte eine Menge kriminelles Talent. Doch der Junge wurde hier noch nicht gesucht und er wollte ihn daher auf frischer Tat ertappen. Auch wenn der Hauptmann wusste, dass er ein Dieb war, ohne Beweis würde er ihn nicht verhaften.
      Nach der Art der abgetragenen Kleidung zu urteilen, vermutlich ein Flüchtling aus dem Osten, überlegte Ulrich. Der Krieg kam offenkundig näher. Vielleicht war der Junge ja schlau genug und verschwand nun aus der Stadt, früher oder später würde er ihn sonst erwischen, da war er sich sicher.
      Dieser Junge hat die neue Lage schnell begriffen und ist bisher trotzdem nicht in Panik verfallen. Er scheint etwas geschickter zu sein als die üblichen kleinen Taschendiebe, dachte der Hauptmann mit einem Anflug von Respekt.
      Wir sehen uns sicher bald wieder und dann erwische ich dich schon noch, dachte er entschlossen, während er beobachtete, wie der junge Dieb rasch und etwas blass um die Nase, den Marktplatz verließ.

      Ab diesem Absatz hast du einen Sprung in die Perspektive des Hauptmanns gemacht, allerdings strauchle ich damit etwas. Darum habe ich auch bewusst den ersten Absatz noch mit markiert, obwohl ich ihn davon schon angesprochen hatte. Der Übergang passt nicht so richtig. Ich würde mir das alles noch mal genau anschauen, weil irgendwie verlaufen hier die Grenzen zwischen dem, was der Hauptman und was der Erzähler sagt etwas zu stark. Evtl. auch kursiven Gedanken anders anordnen / gestalten.
      Ich tue mir etwas schwer damit, das niederzuschreiben, was hier mein Problem ist, sorry! X/

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      Ulrich las die Zeilen zweimal und konnte es dennoch nicht glauben. Der Dieb und alles andere war spätestens jetzt völlig vergessen. Jeronimus ermordet, das war allerdings eine Krise!

      Vielleicht hilft dir diese Anmerkung, meinen vorherigen Kommentar zu verstehen :/
      Hier schreibst du im ersten Satz klar aus der Sicht des Hauptmanns. Der zweite ist jedoch aus der Sicht eines nicht "allwissenden" Erzählers. Dann geht es weiter mit normalen Gedanken des Hauptmanns. Das ist es, was mich beim Lesen aus der Bahn wirft und mich Sätze mehrmals lesen lässt. Ist das verständlich? ?(


      Ich hoffe ich habe dich jetzt nicht mit erschlagen, aber ich denke mir, lieber eine Anmerkung zu viel, als eine zu wenig. Dafür ist ja schließlich so ein Forum da.
      Weiterlesen werde ich auf jeden Fall, da ich ja wissen will, wie ein Krimi mit Magie im "Mittelalter" aussieht. :) Für mehr hat mir jetzt nur die Zeit nicht gereicht.

      Gruß
      Rebirz
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    • Und weiter geht's mit Kapitel 2

      Generell zeigt das Kapitel weitere Merkmale deiner Welt. Es werden Standpunkte und Meinungen deutlich, die sich sicherlich nicht nur auf die hier anwesenden Leute beziehen. Es gibt also auch Elfen (offenbar unbeliebt) und scheinbar etwas wie einen kalten Krieg.
      Man kann gewiss noch an manchen Dingen feilen, aber vieles kommt meistens ganz von selbst, wenn man etwa nach dem Abschluss der Geschichte das ganze noch mal selbst von vorne liest. Was du meiner Meinung nach etwas im Auge behalten solltest, ist dein stellenweise häufiges wechseln zwischen Dingen die dein Prota sieht / macht und was vom Erzähler kommt. Du hast manchmal Stellen, die mich als Leser kurz stutzen ließen. Ich weiß nicht, ob du das bewusst machst, aber ich fände es schöner, wenn nicht so oft hin und her gesprungen wird.
      Ich spreche z.B. von solchen Formulierungen: "Langsam vermehrten sich die dunklen Wolken am Himmel und der milde Frühlingstag wurde ungemütlicher, bemerkte er etwas griesgrämig." So etwas könnte man nicht den Prota "bemerken" lassen, sondern den Erzähler als Tatsache feststellen lassen. Auch weil es in gewisser Weise ja ein Gedankengang des Protas ist und die diese eigentlich kursiv formatiert hast.

      Ein paar Fehlerchen hinsichtlich Zeichensetzung sind mir auch aufgefallen, aber da halte ich mich mit Korrekturen zurück weil ich da selbst nicht die große Leuchte bin. :D

      Hier noch ein paar sonstige Anmerkungen:
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      Normalerweise standen dort zwei gelangweilte Soladten in leichter Rüstung herum, jetzt waren es fünf Krieger in schweren Rüstungen, darunter ein Offizier ohne Helm.

      Das könnte man umgehen. z.B. leichte Montur

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      Er würde keinen seiner Leute im Regen stehen lassen.

      Loyalität ist gut, aber ein bisschen Wasser vom Himmel erscheint mir als kein triftiger Grund, einen Befehl ignorieren. Der Hauptmann war ja laut dem erhaltenen Brief angehalten, zu niemandem ein Wort zu sagen und jetzt zerrt er eine scheinbar unbedeutende Wache mit sich? Ich fände es eher realistischer, dass er z.B. die Überheblichkeit der königlichen Wache unangebracht hasst und daher so handelt.

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      „Ich werde mit ihm in die Garnison gehen oder wieder gehen.

      Auch das lässt sich vermeiden. z.B. Er wird mit mir kommen oder ich werde wieder gehen.

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      Hauptmann KOMMA ich erwarte rasche Ergebnisse auf meinem Tisch.
      Natürlich KOMMA ich werde mich gleich auf den Weg machen



      Gruß
      Rebirz

      Und Kapitel 3.1

      Es gibt also schon die ersten Verdächtigen. :D
      In diesem Kapitel bin ich eigentlich nur über ein paar Schönheitsfehler gestolpert. Deine Beschreibung der Umgebung gefällt mir hier wieder gut wie auch im ersten Kapitel.


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      Kapitel 3.1 – Ein schöner Ort zum Sterben


      Das Anwesen der Grünhains lag im Schatten uralter Bäume, nur wenige Meilen von den Stadtmauern entfernt. Vor dem repräsentativen Tor standen bereits zwei Wachen, die zu dem kleinen Trupp gehörten, der sofort nach der Meldung des Todesfalls ausgerückt war. Ulrich von Schwarzbach nickte ihnen kurz zu, als er gefolgt von fünf Mann seiner Stadtwache, durch das offene Tor ritt.
      Der breite Weg zum Landhaus war gesäumt mit alten Statuen. Die meisten von ihnen stellten junge Frauen in luftiger Kleidung dar. Einige waren Fruchtbarkeits- und Erntegöttinnen, während andere Nymphen oder ähnlich mystische Wesen zeigten. Das Haus zeigte wunderbar den Anspruch der Familie Grünhain. Der vordere Teil der Hauses und die obere Etage war im neumodischen Fachwerkstil errichtet, mit vielen liebevollen Schnitzereien und anderen Verzierungen. Doch an der Seite waren die viel älteren Teile des Hauses zu sehen, nicht nur der düster wirkende Turm, auch große Teile des Hauses waren immer noch aus den grob gehauenen grauen Steinblöcken errichtet.


      Doch für das Haus hatte Ulrich nur einen beiläufigen Blick, denn sie wurden sie bereits erwartet. Ulrich ließ einen schnellen Blick über die versammelten Personen gleiten, während er vom Pferd abstieg.
      Auf der obersten Stufe der Treppe stand die Hausherrin in einem schwarzen hochgeschlossenen Kleid. Sie musste mal eine betörende Schönheit gewesen sein und noch immer strahlte sie eine beeindruckende elegante Vornehmheit aus. Neben ihr stand Lorentz, er gehörte zu Ulrichs wichtigsten Leuten und trug die übliche leichte Rüstung der Stadtwache, eine gehärtete und mit Metall verstärkte Lederrüstung über blauem Tuch. Die grün gekleideten Diener standen an der Seite und wirkten immer noch erschüttert.
      Lorentz schien sehr erleichtert über Ulrichs Ankunft, doch Katharina von Grünhain sah ihn mit unbewegter Miene an. „Könntet ihr diesem unverschämten Kerl sagen, dass meine Diener endlich die Leiche meines Mannes holen können und für eine würdevolle Bestattung vorbereiten.“ Ihre Stimme war kalt wie Eis. Ulrich nickte Lorentz kurz zu. Manch einer hätte sich auf eine Auseinandersetzung mit einer einflussreichen Adligen nicht eingelassen, doch Lorentz hatte sich genau an Ulrichs Richtlinien gehalten.
      „Verzeiht, Madame, darf ich euch erst mal (zunächst) mein Beileid zu eurem Verlust aussprechen. Natürlich wollen wir baldigst eine würdevolle Bestattung für euren geliebten Gemahl ermöglichen. Doch wir müssen erst noch ein paar Untersuchungen machen zu den Umständen Seines Todes. Ich hoffe doch, dies ist auch in Eurem Interesse....“ Bei den Worten „Geliebter Gemahl“ glaubte Ulrich ein leichtes Zucken in ihrem Mundwinkel wahrzunehmen. Zumindest schien sie über den Tod ihres Mannes nicht übermäßig betrübt zu sein.
      Ihr Gesicht blieb unbewegt wie eine Maske, doch sie machte die Andeutung eines Nickens.
      „Aber macht rasch, sein Körper sollte möglichst bald in die Gruft zu seinen Ahnen. So bloßgestellt sollte ein Mann seines Standes nicht herum liegen. Das solltet ihr eigentlich verstehen, von Schwarzbach.“ Katharina schaute sie (ihn) kurz etwas verächtlich an, dann drehte sie sich hoheitsvoll um und verschwand im Hauseingang. Ulrich und Lorentz sahen sich kurz verwundert an, während den Dienern plötzlich einfiel, was sie alles noch zu tun hatten.


      „Ich hoffe, ihr ist klar, dass wir sie noch befragen müssen“, meinte Ulrich grimmig. Auf Lorentz bereits etwas faltigem Gesicht erschien ein leichtes Schmunzeln, „Diesen Hausdrachen dürft ihr aber gerne selber befragen, Herr von Schwarzbach. So etwas steht uns niederen Lakaien nicht zu.“ Dann deutete er eine höfische Verbeugung an. Ulrich warf ihm einen strengen Blick zu, doch Lorentz kannte ihn gut genug, um sich darüber keine Sorgen zu machen.
      Ulrich winkte einen seiner Männer heran. „Keiner verlässt das Anwesen, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis. Egal ob Pferdeknecht, Kammerzofe oder Adelsdame! Wenn Kadett Martin kommt, schickt ihn samt seiner Begleitung sofort zu mir.“


      Während sie zum Ort des Verbrechens gingen, erkundigte sich Ulrich nach dem aktuellen Erkenntnisstand. Wie immer hatte Lorentz gute Vorarbeit geleistet.
      „Einer der Gärtner hat Jeronimus heute morgen im Pavillon gefunden. Er muss aber schon eine Weile Tod gewesen sein, das Blut war nach Aussage des Gärtners bereits getrocknet. Wir haben ihn schon befragt, doch er schien nicht viel zu wissen. Er steht unter Beaufsichtigung eines (einer) unserer Leute, falls du noch weitere Fragen hast.“
      „Wir werden sehen, ob sich bei den Ermittlungen was Neues ergibt, sonst wird es wohl nicht nötig sein. Hat der Gärtner oder einer der anderen Diener beim Tatort viel verändert?“
      „Bisher gibt es keine Anzeichen dafür und der Gärtner hat in der Befragung auch behauptet, nichts angerührt zu haben. Ich bin geneigt, ihm zu glauben. Es ist wirklich kein schöner Anblick und ich glaube (denke), die meisten Zivilisten dürften bei so viel Blut schnell den Rückzug antreten. Ihr werdet gleich sehen, was ich meine.“
      „Wer hat ihn zum letzten Mal lebend gesehen?“, fragte Ulrich. (evtl. Ihr werdet euch gleich selbst davon überzeugen können.)
      „Irgendeine Dienerin, doch Madame war da leider nicht sehr auskunftsfreudig. Im Gegenteil, sie schien bei der Frage abzublocken, könnte also interessant sein, dem nachzugehen“, erklärte Lorentz, der Adlige ganz allgemein nicht besonders gut leiden konnte.


      Der idyllische Pavillon zu dem Lorentz den Hauptmann führte war schon fast ein kleines Haus. Seine weiße Farbe gab ihm eine schlichte aber vornehme Ausstrahlung, die Ulrich sofort gefiel. Was für ein schöner Ort, ob Jeronimus oft hier gewesen ist, überlegte Ulrich (er). LEERZEICHEN Er ließ seinen Blick über die malerische Landschaft gleiten, in die sich der Pavillon ganz natürlich einpasste. Efeu rankte sich hoch und er war von liebevoll arrangierten Blumen gerahmt. Die mächtigen Bäume standen hier nicht sehr dicht und ließen das Sonnenlicht gut durch.


      Man möchte kaum glauben, dass es hier ein Verbrechen gegeben hat, dachte Ulrich.


      Er schaute zurück, doch von hier aus war das Haupthaus kaum zu sehen. Dafür gab es zu viele Bäume und Sträucher, obwohl alles sichtlich gepflegt war, strahlte das Anwesen etwas Wildes, Urwüchsiges aus. Vor dem Pavillon standen zwei Wachen, die sofort stramm standen und vorschriftsmäßig grüßten, als Ulrich auftauchte.
      Dann berichteten sie kurz: „Wir mussten schon mehrmals die aufdringliche Dienerschaft verscheuchen. Manche wollten nur schauen, andere sollten für Katharina von Grünhain die Leiche holen.“
      Wollte Katharina von Grünhain wirklich nur eine standesgemäße Beerdigung organisieren oder hatte sie etwas zu verbergen FRAGEZEICHEN, fragte sich Ulrich allmählich. Doch er liebte es nicht wild zu spekulieren. Zuerst einmal galt es sich den Schauplatz (nicht eher Tatort? Klingt passender) anzusehen.


      Ulrich öffnete die Tür zum Pavillon und blieb wie angewurzelt stehen. Jeronimus Leiche lag auf dem Boden. Eigentlich waren es zwei Leichenteile, Ober- und Unterleib wurden nur noch durch ein paar lose Gedärme und das Rückgrat zusammengehalten. Der Bauchbereich schien von etwas völlig zerfetzt worden zu sein. Überall im Pavillon klebten Blutspritzer und andere Überreste des Magiers. Der Ausdruck auf Jeronimus Gesicht zeugte von dem Schrecken seines letzten Augenblicks.
      Ulrich fasste sich schnell wieder. Zum Glück war sein Magen in dieser Hinsicht abgehärtet. Er musste aber zugeben, dass er seit zehn Jahren nicht mehr so etwas Schlimmes gesehen hatte. Was zur Hölle konnte so einen Schaden gemacht (angerichtet / verursacht) haben?, fragte sich Ulrich besorgt. Hier war fast sicher Magie im Spiel, doch nichts, was er bisher kannte. Hoffentlich kann Martin Jasira schnell finden und herbringen, dachte er kurz, bevor er langsam anfing den Tatort zu erkunden.


      Hier ein Punkt, den ich nicht mitten in den Text quetschen wollte:
      Spoiler anzeigen
      Doch wir müssen erst noch ein paar Untersuchungen machen zu den Umständen Seines Todes.

      Der Satzbau ist etwas verdreht. Vorschlag: "Zunächst müssen wir jedoch noch einige Untersuchungen durchführen, um die Umstände seines Todes ergründen zu können."

      Gruß
      Rebirz
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    • @Rebirz

      Danke für die viele Anmerkungen. Werde ich natürlich bei meinen Überarbeitungen berücksichtigen.

      Den Sprung von der Pespektive des Diebes zum Hauptmann im ertsen Kapitel muss ich irgendwie noch besser hinbekommen. Sinbd ja schon ein paar Leute drüber gestolpert. Noch bin ich mir nicht ganz sicher wie ich es am besten auflöse. Vielleicht in dem ich die Passage mit dem Dieb beende und beim Hauptmann ein neues Kapitel eröffne. Bin noch etwas unschlüssig.

      Ich neige dazu, bei der Erzählerperpektive sehr nah an der jeweiligen Hauptperson dran zu sein. Weil die Beschreibung der Welt ja aus ihrer Sicht erfolgen soll, die natürlich individuell ist. Aber nicht immer sind es halt wirklich konkrete Gedanken. Gerade über Alltagssachen denkt man ja nicht bewusst nach z.B. bei einem Marktplatz, den jeder anders wahrnimmt, über den aber kaum einer länger nachdenkt. Dadurch verschwimmen bei mir oft die Grenzen, zwischen Gedanken der Person und dem Erzähler. Teilweise ist es also gewollt, aber es darf natürlich auch nicht zu Verwirrungen führen. Muss ich mir noch gründlich ansehen.

      Spannende Frage mit dem Begriff Tatort. Hatte ihn erst verwendet und fand ihn dann zu neumodisch. Andererseits ist es wahrscheinlich die beste Bezeichnung und ich werde sie wohl doch verwenden.

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!
    • @Alexander2213

      Innerhalb eines Kapitels die Sichtweise zu ändern ist immer komisch für den Leser. Zumindest geht es mir damit so. Ist wohl auch der Grund, warum bei meinem Hauptprojekt über jedem Kapitel der Name steht. Mit einem neuen Kapitel bist du jedenfalls auf der sicheren Seite, Absätze könnten evtl. auch funktionieren. Das ist aber von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt von deiner Schreibweise ab.

      Beschreibungen der Welt oder gedachte Meinungen der Charaktere kann man ja auch so formulieren, dass sie quasi vom allwissenden Erzähler als Tatsachen widergegeben werden. Also etwa so:
      Persönliche Version: Der Kerl ist ein absolutes Ekelpaket, dachte Marc und schüttelte sich angewidert.
      Erzähler Version: Angewidert schüttelte sich Marc. In seinen Augen war der Kerl ein absolutes Ekelpaket.

      Man kann eigentlich vieles auf eine ähnliche Art umstellen. Du musst halt abschätzen, wo gerade was am besten passt. Ich persönlich verwende die Persönliche Version gerne am Anfang von einem Textbaustein und fahre dann mit dem Erzähler fort. Also lasse erst den Prota persönlich "sprechen" und beschreibe dann als Erzähler, was es ist, dass ihn anwidert. Wie du gesagt hast, denkt man über Alltagsdinge nicht wirklich nach. Bei diesem Beispiel: Man mag einfach manche Personen nicht, warum jedoch, verarbeitet man oft nur unbewusst.
      Ich quatsche schon wieder so viel... Hoffe ich habe den Faden nicht verloren. xD

      Eigentlich wollte ich ja weiterlesen, aber jetzt ist mir erst mal die Zeit davongelaufen. Verdammt! X(

      Gruß
      Rebirz
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    • Habe jetzt doch noch über das nächste Kapitel drüber geschaut:

      Es ist mir zuvor schon aufgefallen, aber hier was es wirklich deutlich. Du solltest deine Satzzeichen noch mal etwas überprüfen. Oft würde ein Punkt nicht schaden, an manchen Stellen hingegen hätte ein Komma hingehört. Eine "Korrektur" mache ich selbst aber nicht, weil ich selbst mit Kommas schlecht bin und ein Punkt den Klang eines Satzes völlig verändern kann. Das Risiko übernehme ich nicht. :P

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      Kapitel 3 - Zwischenspiel


      Tatsächlich hatte Martin mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Jasiras Werkstatt am Rande der Stadt zu finden, war einfach gewesen. Langsam betrat er den Hof, auf dem sie sich eingerichtet hatte.
      Jede Ecke war vollgestopft mit irgendwelchen Sachen. Tische, Kommoden, Teppiche, Statuen, Waffen und Werkzeuge, hier schien es fast alles zu geben. Noch ungewöhnlicher war allerdings die junge lebhafte Frau in der Mitte des Hofes. Sie stand, mit dem Rücken zu Martin, auf einem vornehmen Bett, dessen massiver Holzrahmen reich mit Schnitzereien verziert war. Ihre schwarzen Haare waren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden und nur ihre (die) spitzen Ohren verrieten ihre elfische Herkunft.


      Jasira trug eine Hose und eine (löschen) Weste aus bequem aussehendem Wildleder, die jedoch alles andere als sauber waren, Überreste von Öl, Farbstoffen und Schmutz klebten daran. Als wäre es noch nicht genug, warf sie kleine Steine gegen einen Gong, der neben dem Bett stand. Der Gong dröhnte bei jedem Steinchen, während sie jedes Mal sichtbar jubelte. Martin betrachtete mit offenem Mund die eigenartige Szene.
      Dann fiel ihm wieder ein, dass er ja einen Auftrag hatte. Zögerlich und leise sagte er: „Entschuldigt bitte, könnte ich euch kurz sprechen. Es geht um eine wichtige Angelegenheit.“
      Die Elfe schien ihn völlig zu ignorieren. Er probierte es nochmal, jetzt mit lauter kräftiger Stimme. Doch immer noch gab es keine sichtbare Reaktion. Zwar hatte die Elfe aufgehört auf dem Bett zu hüpfen, doch jetzt schaute sie sich gerade den Rahmen genauer an. Dabei drehte sie sich langsam um und wäre fast vor Schreck vom Bett gefallen, als sie plötzlich Martin sah.


      Noch immer verwundert, setzte er mit seiner Ansprache zum dritten Mal an, „Ich komme.....“ Jasira gestikulierte wild und schien sich über irgendetwas sehr zu freuen. Ihre Lippen bewegten sich, als würde sie etwas sagen, doch Martin hörte keinen einzigen Laut von Jasira (löschen!). Überhaupt, fiel ihm jetzt auf, hatte er (Satzbau!) kein Geräusch vom Bett gehört, auch das Hüpfen vorher nicht, nur den Gong vor dem Bett. Sehr seltsam, dachte er.
      Jasira strahlte noch breiter und sprang vom Bett, plötzlich prasselte ein Schwall von Worten auf Martin ein. „Das hat ja toll funktioniert, der Stadtkämmerer wird begeistert sein. Er hat nur einen sehr leichten Schlaf, müsst ihr wissen, und kann oft wegen lauter Geräusche nicht schlafen. Seine Frau soll ja so etwas von schnarchen. Doch mit diesem Bett hört er garantiert nichts mehr. Ich finde, der magische Schallschutz ist eine meiner besten Arbeiten..... Was macht ihr eigentlich hier? Soll ich euch auch irgendwas bauen? Sicher, warum solltet ihr sonst da sein. Einen kleinen Moment ich muss nur noch schnell das hier fertigmachen.“
      Martin starrte die Elfe geschockt an, um zu Wort zu kommen, schrie er jetzt fast. „Ich bin im Auftrag der Stadwache hier! Es ist wichtig, verdammt noch mal.“ Jasira starrte ihn überrascht an, während Martin über sich selber verwundert war. „Worum geht es?“, fragte die Elfe jetzt ganz auf ihn konzentriert.
      Martin fühlte sich jetzt verunsichert. „Es ist... Es wurde.....Jeronimus Grünhain wurde ermordet. Hauptmann Ulrich von Schwarzbach hätte gerne euren Rat bei den Ermittlungen.“
      „Soso, der große Magier ist also tot.“ Jasira schien zu grübeln. „Der Hauptmann weiß, dass ich kein wirklicher Magier bin? Ich bastele ganz geschickt und kann recht gut Gegenstände verzaubern, aber viel mehr kann ich nicht“, fragte Jasira.
      Martin hatte sich jetzt wieder gefangen. „Ich denke, das ist ihm klar, aber trotzdem versteht ihr mehr von Magie als die Meisten hier.“
      Er versuchte, ihr die Lage zu erklären, sie hörte zu und fragte an einigen Stellen nach, doch kaum war er fertig drehte sie sich plötzlich um.
      „Hmmm, was brauche ich....“ Sie lief in ihre Werkstatt und sammelte irgendwelche Sachen ein, die sie in eine große Tasche stopfte. Martin, den sie völlig vergessen zu haben schien, folgte ihr. Diese Frau war wirklich verwirrend. Während sie durch die Werkstatt tobte, schaute er sich um, hier sah es genauso chaotisch aus, wie auf dem Hof. Er sah (erkannte) eine halb auseinander gebaute mechanische Uhr. Doch vieles andere konnte er gar nicht zuordnen.


      Auf einer Ablage mit regelmäßigen Vertiefungen lagen zahlreiche Kugeln in den verschiedensten Farben und Größen. Einige leuchteten, andere wechselten ständig die Farben. Fasziniert nahm Martin eines der kleineren Kügelchen in die Hand, um es sich näher anzusehen.


      Plötzlich stand Jasira vor ihm und entriss ihm die rötlich schimmernde Kugel. „Nichts anfassen, verdammt noch mal, das ist gefährlich.“ Als Martin sie fragend anschaute, seufzte sie leise. Dann gab sie ihm ein Handzeichen ihm zu folgen. In einer Ecke der Werkstatt stand eine leere Schale aus Eisen. Jasira nahm das Kügelchen und warf es hinein, sofort gab es eine heftige Stichflamme, als das Kügelchen in einer kleinen Explosion verschwand.


      „Jedes dieser Kügelchen hat eine andere Auswirkung, Nicht, dass dir noch etwas passiert, wie sollte ich das dem Hauptmann erklären?“ Bei den Worten lächelte sie ihm aber freundlich zu.
      „Ich habe alles, glaube ich, wir können....“. Weg war sie um noch etwas zu holen. Er hörte es in der Werkstatt poltern, doch bevor er nachschauen konnte, war sie schon wieder draußen. Als Jasira vom Hof stürmte, musste Martin sich plötzlich beeilen. Warum nur mussten alle immer so rennen, fluchte er leise vor sich hin, während er ihr hinterherhetzte.


      Sonstiges:

      Spoiler anzeigen
      Tatsächlich hatte Martin mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Jasiras Werkstatt am Rande der Stadt zu finden, war einfach gewesen. Langsam betrat er den Hof, auf dem sie sich eingerichtet hatte.

      Also in erster Linie sehe ich kein dargestelltes Problem, dass Martin hätte. Ich schätze aber mal, du beziehst dich auf den gesamten folgenden Abschnitt. Wenn dem so ist, würde ich zwischen den Sätzen einen Absatz machen, dass der erste Satz alleine steht und klarer wird, dass alles darauffolgende eben sein Problem ist. Schöner wäre es natürlich, wenn du es mit Worten darstellen könntest.

      Spoiler anzeigen
      Zögerlich und leise sagte er: „Entschuldigt bitte, könnte ich euch kurz sprechen. Es geht um eine wichtige Angelegenheit.“

      Ich mag persönlich diese Art überhaupt nicht, eine Wörtliche Rede einzuleiten. Das mag an mir liegen, aber es unterbricht meinen Lesefluss. Anders würde es aussehen, wenn es z.B. so formuliert wäre: Zögerlich trat er näher an sie heran. "WÖRTLICHE REDE", sagte er mit leiser Stimme.

      Spoiler anzeigen
      Jasira schien zu grübeln.

      Hier stört mich das "schien". Du schreibst zwar ÜBER einen Prota, bist aber eigentlich der Erzähler, der die Ereignisse bereits im Detail kennt.
      Er sollte Fakten darlegen: Jasira grübelte kurz.
      Anders wäre es wieder z.B. so in Ordnung: Martin sah ihre spitzen Ohren zucken. Sie schien zu grübeln.
      Verstehst du was ich meine? xD Wenn man zuvor mit irgendetwas einleitet, dass ersichtlich macht, dass nun der Prota selbst eine Aussage tätigt, ist es einfach übersichtlicher.

      Gruß
      Rebirz
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ

      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo


    • Ich habe noch die ein oder andere Stelle überarbeitet. Danke, für die Anmerkungen und Korrekturen! Leider brauche ich für den nächsten Abschnitt noch etwas, da sich da einiges entwickeln wird.

      @Rainbow
      Die Passage mit Jeronimus Verletzung habe ich etwas ausgebaut. Ist noch nicht ganz der Weisheit letzter Schluss, aber macht die Sache vielleicht etwas klarer. Auch sonst waren die Tipps wieder sehr hilfreich und ich habe einiges davon aufgegriffen.

      @Rebirz
      Ich habe einige Anregungen übernommen, u.a. auch das mit den spitzen Ohren. Hat mich gleich noch auf eine andere Idee gebracht. Die ich vielleicht später noch aufgreifen werde. Beim ersten Kapitel bin ich noch am überarbeiten, werde es aber auf jeden Fall in zwei Abschnitte trennen. Der Dieb sollte ja eigentlich nur ein Aufhänger sein, für die Vorstellung von Ulrich. Mittlerweile ist er jedoch recht wichtig für die Geschichte geworden. Wie es sich für einen ordentlichen Dieb gehört, hat er sich da einfach hineingemogelt.

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Alexander2213 ()

    • Hey,

      habe gerade Kap 3.3 Die Verfolgungsjagd gelesen...Ich wette Miori hat es faustdick hinter den Ohren...aber offensichtlich scheint sie sich über ihre eigenen Fähigkeiten gar nicht bewusst zu sein :hmm: Alles seeehhhr merkwürdig. Da hat der gute Ulrich ja einiges, worüber er sich Gedanken zu machen hat. Bin gespannt, wie es weitergeht.

      Hier kommen noch ein paar Anmerkungen meinerseits...bestimmt ist schon das eine oder andere angemerkt worden.

      Spoiler anzeigen

      Alexander2213 schrieb:

      Plötzlich hörten sie einen Aufschrei aus der Richtung des Gebüsches. Ulrich sprintete sofort los und sah eine blaue Gestalt aus den Büschen stürzen
      vielleicht alternativ Sträucher?

      Alexander2213 schrieb:

      Direkt hinter ihr kam Lorentz gelaufen und etwas seitlich von ihr, die Stadtwache, die er mitgenommen hatte. Doch sie war flinker als ihre beiden Verfolger und bewegte sich geschickt auf dem unebenen Gelände.
      Hier würde ich ein bisschen mit dem "Bezug" aufpassen. Du erwähnst zuletzt die Stadtwache und fährst dann fort mit "Doch sie war flinker..." das klingt ein bisschen so, als beziehe sich das auf die Stadtwache...Im Zweifelsfall müsste man noch mal schreiben: Doch die Gestalt war flinker...(oder was auch immer)


      Alexander2213 schrieb:

      Der Wachmann bei Ulrich versperrte den Weg Richtung Pavillon, so das
      sodass

      Alexander2213 schrieb:

      Überrascht stellte er fest, dass es ein junges Mädchen mit feuerrotem Haar war, das sie verfolgten. So schnell und geschickt wie sie war, richtete er sich innerlich auf eine längere Verfolgungsjagd ein.
      Vorschlag: Insgesheim richtete er sich darauf ein, dass es länger dauern würde, sie zu fassen zu bekommen...


      Alexander2213 schrieb:

      Plötzlich leuchtete etwas an ihrem Hals auf und sie stürzte unvermittelt zu Boden, ohne das Ulrich

      dass


      Alexander2213 schrieb:

      Die hellblauen, hauchzart wirkenden Stoffe waren aus einem seltsamen Material, dass Ulrich nicht kannte.
      das


      Alexander2213 schrieb:

      waren aus einem seltsamen Material, dass Ulrich nicht kannte. Das verführerische Oberteil bedeckte nur teilweise Oberkörper und Schultern, doch den Bauch ließ es ganz frei. Auch die leichte Hose war aus dem seltsamen Material gemacht.
      aus dem gleichen Stoff...(?)...obwohl, nee, das hast du ja auch schon weiter oben benutzt...vielleicht fällt dir noch eine Alternative zu Material oder Stoff ein....

      Alexander2213 schrieb:

      Sie atmete schwer, so elegant wie sie sich bewegt hatte, Kondition hatte sie wohl nicht viel, wenn sie nach der kurzen Jagd schon so außer Atem war.
      hier passt mir irgendwas nicht...Ich würde den Satz umstellen: Sie atmete schwer. Wenn sie nach der kurzen Jagd schon außer Atem war, konnte ihre Kondition nicht sonderlich gut sein. Die Eleganz in ihren Bewegungen unterstützte seine These, dass sie es nicht gewöhnt war, längere Strecken zu laufen... (?) Ansonsten klingt der Satz so zusammenhangslos und umgangssprachlich. Außerdem versteht man vielleicht nicht direkt den Zusamenhang zwischen ihrer eleganten Bewegung und dem Mangel an Kondition. :hmm:

      Alexander2213 schrieb:

      Ihr hübsches Gesicht hatte einen leicht exotischen Einschlag,
      bist du sicher, dass das hier das richtige Wort an der Stelle ist? Bei Einschlag denke ich eher an einen Blitz oder eine Bombe :) Vielleicht hatte sie einen exotischen Touch ?


      Alexander2213 schrieb:

      Das Messer viel ihr aus der geöffneten Hand und bohrte sich mit der Klinge in den Boden. Doch damit nicht genug sank sie mit einer fließenden Bewegung zu Boden und lag plötzlich auf den Knien.
      vielleicht: sank sie mit einer fließenden Bewegung zusammen und lag plötzlich auf den Knien? Dann dürfte eigentlich klar sein, dass sie sich auf dem Boden befindet und kannst das Wort 1 x sparen.


      Alexander2213 schrieb:

      Schnell griff sich Ulrich das zu Boden gefallene Messer, während er grübelte.
      hier kommt schon wieder der "Boden" ins Spiel...ich würde den Boden in diesem Fall einfach weglassen, weil doch jeder weiß, wo das Messer gelandet ist.


      Alexander2213 schrieb:

      Wie sie da unterwürfig und reglos auf dem Boden lag, regte ihn allmählich auf.
      Allmählich regte es ihn auf, dass sie da so unterwürfig und reglos auf dem Boden lag...(?) Ich frage mich, ob das "aufregen" hier das richtige Verb ist. Warum regt es ihn denn auf? Hat er Mitleid mit ihr? Warum? Schließlich haben sie sie ja gejagt, weil sie davon ausgehen mussten, dass sie eine verdächtige Person ist...und ausschließen kann er das noch immer nicht.


      Alexander2213 schrieb:

      „Steh endlich auf, ich möchte sehen mit wem ich spreche“, sagte er in recht rüdem Ton auch wenn er nicht wirklich auf sie sauer war.
      klingt sehr umgangssprachlich...vielleicht: ....auch wenn es nicht sie war, gegen die sich sein Zorn richtete...

      Die Bemerkung mit seiner Abneigung gegen Sklaverei könnte man bereits weiter oben einfließen lassen, als Erklärung dafür, warum er sie nicht so auf dem Boden liegen sehen will...(nur eine Idee)


      Alexander2213 schrieb:

      Sie schien kurz zu überlegen, bevor sie sagte, „Ich war nur neugierig, Herr“.
      „Da drüben kommt jemand“, sagte eine der Wachen.
      meldete sich einer der Wachen zu Wort....


      Alexander2213 schrieb:

      Sie waren noch keine zwei Meter weit gekommen, da fing das Halsband an zu leuchten und die Miori fing an sich immer heftiger gegen den Griff des Wachmanns zu sträuben.

      Alexander2213 schrieb:

      „Warum willst du nicht mitkommen...(?)“, fragte er mit schneidender Stimme
      Fragezeichen fehlt




      LG,
      Rainbow
    • @Rainbow
      Freut mich das es dir gefällt. Ulrich hat vieles über das er nachdenken muss. Er soll es ja auch nicht zu leicht haben. :D Ich bin ja gerade am nächsten Kapitel in dem Miori wieder eine wichtige Rolle spielt, aber nicht nur sie. Ich habe noch einige Ideen, hoffe ich kann sie gut umsetzen.

      Ich habe versucht ein paar Sachen in dem Abschnitt 3.3 Verfolgungsjagd etwas deutlicher Herauszuarbeiten und einige der Anmerkungen eingebaut.

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!
    • So, ich bin jetzt auch wieder up to date.
      Die Handlung finde ich nach wie vor sehr fesselnd, die Beschreibung der Magie deiner Welt ist flüssig ins Geschehen eingebunden und wirkt nicht erzwungen. Was mir ein wenig den Lesegenuss verdirbt, ist, dass du teils noch arge Probleme mit Rechtschreibung, Kommas und vergessenen Worten hast. Vielleicht solltest du deine Abschnitte immer noch ein paar Tage ruhen lassen, sie dann nochmals selbst lesen und erst danach hochladen? Nur ein Vorschlag.

      Ansonsten top.
      Wortgefechte

      Ein Schwert und sein Held
    • Hey,

      zu 3.4: Ein wenig Magie

      Interessante Entwicklungen, die du da beschreibst :) Jasira ist nach wie vor cool und du schilderst schön die Gegensätzlichkeit ihrer verrückten chaotischen Art und der professionellen Abgeklärtheit des Hauptmanns.
      Trotzdem scheint sie ja was auf dem Kasten zu haben...ohne sie würden die anderen immer noch wie blöde nach einem Anhaltspunkt suchen, den sie ja jetzt durch ihre Hilfe und Martins Aufmerksamkeit gefunden haben.
      Bin also schon sehr gespannt...Meine Anmerkungen wie immer im Spoiler:

      Spoiler anzeigen

      Alexander2213 schrieb:

      Ulrich musterte Jasira, die immer noch ihre dreckigen Arbeitsklamotten anhatte.
      Arbeitsklamotten klingt für mich in dem Kontext irgendwie zu neumodisch. Vielleicht: Ihre Arbeitskleidung?


      Alexander2213 schrieb:

      Sie war gerade dabei Martin etwas begeistert zu erzählen.
      Hier stimmt meiner Meinung nach der Satzbau nicht so ganz...Vielleicht: Gerade war sie dabei, Martin begeistert etwas zu erzählen...oder Gerade war sie dabei, Martin etwas voller Begeisterung zu erzählen....


      Alexander2213 schrieb:

      Ich glaube ich habe da etwas für euch, ein Alatoskop. Ist das nicht toll, wusste ihr etwa, dass ich euch mit so etwas ungewöhnlichem helfen kann. Ich......“
      ...für Euch ... (du weißt schon: Höflichkeitsanrede!!!) wusstet Ihr...(ebenfalls Anrede) ...Ungewöhnlichem (groß)


      Alexander2213 schrieb:

      Ohne ein Wort zu sagen, trat sie näher und schaute sich gründlich um.
      Ulrich schaute zu, wie sie systematisch ihren Blick über die grausige Szene gleiten ließ.
      Wiederholung


      Alexander2213 schrieb:

      An jedem der kunstvoll verzierten Beine des Gerätes gab es eine kleine Einbuchtung, die Ulrich an Halterungen für Schmuckedelsteine erinnerten. Tatsächlich nahm Jasira ein paar verschieden farbige Steine und befestigte sie in den Halterungen.
      Vielleicht Einfassungen? Oder nur Fassungen?


      Alexander2213 schrieb:

      Mit jedem Stein leuchtete die Kugel an der Spitze stärker und nahm allmählich die Farbe der Steine an. Die Farben verliefen ineinander, doch sie mischten sich dabei nicht, jede Farbe blieb in vielen kleinen Fragmenten erhalten und klar in der Kugel erkennbar.

      Was für ein Schauspiel, dachte Ulrich.

      Helles aber seltsames Licht erfüllte den Pavillon und schien in allen Farben gleichzeitig zu funkeln.
      Wortwiederholung


      Alexander2213 schrieb:

      „Was macht ihr da...“, fragte Ulrich mit ungewohnt leiser Stimme.
      Fragezeichen ?


      Alexander2213 schrieb:

      „Wow, ist das stark“, sagte Martin spontan, dessen Gesichtsfarbe wieder deutlich gesünder aussah. Der beeindruckende Anblick, ließ das Grauen in den Hintergrund treten.

      Klingt für mich ebenfalls sehr neumodisch...ich weiß nicht warum, aber irgendwie hatte ich an einen weniger modernen Kontext gedacht :hmm:


      Alexander2213 schrieb:

      „Schwarzer Nebel! Bedeutet es was ich Glaube? Ist es ….. wirklich schwarze Magie“?

      glaube


      Alexander2213 schrieb:

      Ich kann nicht genau sagen, was es war, dass Jeronimus getötet hat.
      das


      Alexander2213 schrieb:

      Ulrich schaute Jasira fragend an. Sie schaute ihn nachdenklich an
      Wiederholung


      Alexander2213 schrieb:

      „Hmm grundsätzlich richtig“, räumte sie vorsichtig ein, „dieser Punkt ist schon etwas seltsam. Es kann aber sein, dass einfach nichts mehr zu erkennen ist. Die Magie hält sich ja auf dem Weg nur sehr kurz auf und es ist ja schon etwas Zeit vergangen. Vielleicht liegt es daran, doch ich bin mir nicht ganz sicher.“
      Während die anderen drei sich diesem Problem widmeten, zeigte sich Martin noch immer von dem magischen Nebel an sich begeistert. So viel ihm auf, dass Jasiras Tasche in den unterschiedlichsten Farben zu leuchten schien. Vermutlich aufgrund der vielen magischen Artefakte, die sie hinein gestopft hatte.
      Du wechselst hier ganz plötzlich die Perspektive vom Hauptmann zu Martin. Das ist natürlich eine Stilfrage, ob man das innerhalb eines Kapitel tun möchte. Wenn du das machst, solltest du aber in jedem Fall einen Absatz machen, damit der Leser irgendwie darauf vorbereitet wird.


      Alexander2213 schrieb:

      Ulrich schaute kurz zu Martin rüber, der sich irgendwie ertappt vorkam und daraufhin lieber angestrengt woanders hinschaute. Vielleicht hätte er es sonst nie entdeckt, so aber entdeckte er noch eine unscheinbare Veränderung im Nebel. Er schaute mehrmals hin,bis er sicher war. Er ging langsam zur Hausbar, um es sich genauer anzuschauen.
      hinsah (?) für hinschaute...und registrierte für entdeckte....um es genauer unter die Lupe zu nehmen....zu inspizieren (?)


      Alexander2213 schrieb:

      Ein viereckiger Bereich neben den beiden Gläsern leuchtete leicht, so hauchzart, dass er kaum zu sehen war.

      es


      Alexander2213 schrieb:

      „Was ist das hier...“, sagte er und das Gespräch zwischen den anderen Drei verstummte abrupt.
      Fragezeichen


      Alexander2213 schrieb:

      „Wo..., ich kann nichts erkennen“, sagte Lorentz
      "Wo? Ich kann nichts erkennen",...


      Alexander2213 schrieb:

      Jasira schaute zu Ulrich, dessen Gehirn gerade wild am arbeiten war.
      das klingt grammatikalisch nicht so schön. Vielleicht...dessen Gehirn gerade wild zu arbeiten schien....(?)


      Alexander2213 schrieb:

      Oder war der dunkler Magier auf ihn angesetzt
      dunkle


      Alexander2213 schrieb:

      „Hmm wenn er so einen Zauber einsetzte, muss er eine Gefahr geahnt haben. Wollte sich Jeronimus wirklich mit einem dunklen Magier treffen? Ich kann es kaum glauben, auch wenn einiges dafür spricht. Oder war der dunkler Magier auf ihn angesetzt, um ihn auszuschalten? Irgendwie sind alle Möglichkeiten sehr beunruhigend.“ Ulrich schaute grimmig zur Leiche.
      Was für Geheimnisse bewahrst du noch, grübelte er und fürchtete gleichzeitig die Antworten, die sie entdecken
      Hier wechselst du wieder die Perspektive zurück zu Ulrich. Ich weiß nicht, ob du dir darüber so im Klaren bist. Ich zumindest war es damals nicht, als ich mit dem Schreiben anfing :) Deshalb möchte ich dich zumindest mal darauf hinweisen. Ich für meinen Teil handhabe es inzwischen so, dass ich zumindest kapitelweise die Perspektive einzuhalten versuche, da es sonst schnell verwirrend werden kann. Das sehen andere aber vielleicht wieder komplett anders.Ist eben eine Stilfrage ;)


      Alexander2213 schrieb:

      War es nur Zufall, das sein strenger Blick
      dass





      LG,
      Rainbow
    • Hey,

      so ich bin jetzt auf dem aktuellen Stand und in Kapitel 4 angekommen. Ich habe es vorhin auf dem Handy gelesen und konnte mir keine Notizen oder sowas machen. Es waren ein paar Fehlerchen drin, die aber, soweit ich das gesehen habe, von Kyelia bereits angemerkt wurden, weshalb ich mich jetzt nicht noch mal auf die Suche danach begebe.

      Außerdem hat das diesmal meinen Lesefluss nicht so sehr gestört, weil ich so angetan war. Ich glaube, dieses Kapitel werde ich zu meinem Lieblingsteil benennen. :) Nein, echt! Ich finde, du hast tolle Beschreibungen drin und es hat wirklich Spaß gemacht, Branko zu folgen.
      Die Not, die ihn mit den beiden Kindern verbindet und die Stimmung, als sie sich das mikrige Mahl teilen...die Verfolgung des reichen Mannes, der sich dann als Nekromant herausstellt und obendrein auch noch in einen Komplott verwickelt ist,...die Sache mit der Katze war ebenfalls cool und zeigte auf eindrückliche Weise, mit wem wir es hier zu tun haben...und dann natürlich das Ende...oh je. Bin gespannt, wie es weitergeht!

      LG,
      Rainbow
    • @bigbadwolf

      Freut mich, dass es dir gefällt. Dein letztes Kapitel beim Oger Magus war auch wieder gut gelungen. Ich mag diese bunte Truppe einfach. An den Fehlern versuche ich noch zu arbeiten.

      @Rainbow

      Ich hatte auch viel Spaß beim Schreiben der Passage. Langsam verdichtet sich ja auch die Handlung, nach dem die wichtige Akteure fast alle vorgestellt sind. Ich bin gerade an der nächsten Passage, aber es dauert noch etwas. Leider bin ich die Woche über zu nichts gekommen und es wird ein wichtiger Abschnitt. Soll ja auch keine Logikfehler geben, beim verflechten der sichtbaren und unsichtbaren Handlungsstränge.

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    • 5.1 Versteckt in der Erinnerung

      Der Wind rauschte durch die Blätter der alten Bäume und zwei übermütige Eichhörnchen huschten über den Weg. Ulrich gefiel das Anwesen der Grünhains gut, es wirkte natürlich und nicht so künstlich, wie viele andere adlige Anwesen, wo jede einzelne Blume ihren festen Platz hatte. Nach dem Blut und der Magie im Pavillon genoss er den Anblick der Natur besonders. Während sie auf dem Rückweg waren, versuchte sich Lorentz an einer Einschätzung der Lage.
      „Jasira hat uns ordentlich weitergebracht. Für so eine Plaudertasche hat sie wirklich eine Menge drauf.“ Lorentz sprach langsam und wirkte auf Ulrich nachdenklich. „Ja, Sie wirkt manchmal so jugendlich unbedarft und dann wieder professionell und erfahren, wie ein alter Hase. Mich würde interessieren wie alt sie ist, bei Elfen lässt sich so etwas ja nur schwer sagen.“ Sie schauten zu Jasira, die mit Martin ein paar Meter vor ihnen lief.
      „Lässt sich schwer sagen. Sie ist schließlich die einzige Elfe die ich kenne“, meinte Lorentz. Nach einem kurzen Moment des Schweigens, fuhr er fort. „ Was meinst du, warum lebt sie so weit weg von ihrem Volk?“
      Eine wirklich gute Frage, fand Ulrich. „Ich weiß es nicht. Aber in den paar Jahren, die sie bereits hier ist, hat sie sich wirklich gut eingelebt.“ Sein Blick glitt nachdenklich über die beiden leidenschaftlich Diskutierenden vor ihnen. Der junge Kadett war nach der ganzen Magie noch völlig aufgedreht und löcherte Jasira mit Fragen, die diese noch schneller beantwortete. So ging das schon, seit sie die Untersuchungen am Pavillon beendet hatten. Auf dem Rückweg zum Haupthaus hatten sich der Hauptmann und Lorentz daher, in stiller Übereinkunft, etwas zurückfallen lassen. Hier war das Rauschen des permanenten Stimmengewirrs kaum noch zu hören und nicht ganz so belastend. Ullrich hatten schon die Ohren geklingelt.
      Sie hatten den Tatort und die Umgebung noch fast 2 Stunden nach Spuren abgesucht. Viel hatten sie nicht mehr entdeckt. An einem Ast in der Nähe hatte eine Stadtwache ein paar Fasern eines schwarzen Wamses gefunden, doch Fußspuren waren auf dem harten Boden kaum auszumachen. Es gab ein paar kaum erkennbare Stiefelabdrücke, doch die Spur verlor sich schnell. Einige Gardisten suchten noch das Gelände weiträumig ab, doch Ulrichs Hoffnungen waren nicht sehr groß, dass sie noch etwas Wichtiges finden würden.
      Ulrich ging in Gedanken kurz die bisherigen Erkenntnisse durch bevor er sprach.
      „Ich denke der Magier ist zur Zeit die beste Spur. Doch die Frage ist, wo kommt er her? Offiziell gibt es hier keine weiteren Magier, vor allem nicht dieser Qualität. Entweder jemand hat sein magisches Talent bisher sehr erfolgreich verheimlicht oder jemand von außerhalb ist hier aktiv. Beides ist sehr beunruhigend, vor allem weil es auch noch ein Nekromant zu sein scheint.“ Sie schwiegen einen Moment und im Hintergrund hörte man einen eifrigen Specht an einen Baum klopfen.

      „Vielleicht hat ja diese 'von Grünhain' verborgene magische Fertigkeiten. Als Frau eines hochrangigen Magiers lernt man sicher etwas darüber und wenn sie noch etwas Talent hatte“, sagte Lorentz.
      „Ich kann mir noch nicht vorstellen, dass sie ein starker Nekromant ist. Diese entziehen Lebenskraft für ihre dunklen Zauber und wir hatten in den letzten Jahren kaum verdächtige Todesfälle, die nicht aufgeklärt sind. Wenn es allerdings ein Zauberer von außerhalb war, läuft wahrscheinlich irgendetwas Größeres.“

      „Meinst du Xelaria streckt seine dreckigen Klauen wieder nach den Hochlanden aus? Mit Jeronimus haben wir eine der Säulen unserer Stadtverteidigung verloren. In der Vorbereitung eines Angriffs würde es Sinn machen. Wir sind immer noch eine Grenzstadt, auch wenn es in den letzten Jahren ruhig war. Du weißt ja selber, die meisten Morde haben einen persönlichen Hintergrund. Doch wenn es andere Gründe gibt, könnte die Sache bald sehr heiß werden.“

      Ulrich überlegte einen Moment bevor er antwortete.
      „Wir sollten Albrecht von Sturmhafen rasch über die aktuellen Entwicklungen informieren. Ein Nekromant dürfte die Sicherheit des Königreiches stark genug bedrohen, dass es damit auch in seinen Arbeitsbereich fällt. Besonders jetzt wo wir besonders verwundbar sind, bis ein neuer Magier eintrifft.“
      „Ich werde gleich alles veranlassen und einen Boten zur Garnison schicken. Wie wollen wir sonst fortfahren?“, fragte Lorentz, während sie sich langsam dem Haus nährten.

      Ulrich hatte seinen Plan mittlerweile gefasst. „Wir werden zuerst diese Sklavin verhören. Sie ist merkwürdig und hat auf jeden Fall etwas zu verbergen. Außerdem weiß sie sicher einiges über den Haushalt. Für das Gespräch mit Katharina von Grünhain möchte ich möglichst gut vorbereitet sein.“
      „Um dieses Vergnügen, beneide ich euch nicht. Manchmal frage ich mich, ob diese adlige Arroganz vererbt oder anerzogen ist?“
      Lorentz war als Sohn eines Bauerns aufgewachsen, wie Ulrich bekannt war. Der Vater seines Stellvertreters hatte sich sein Leben lang treu für seinen adligen Herren abgerackert und doch hatte er kaum genug zum Leben gehabt. Er starb kurz vor seinem 40. Geburtstag, nach einem mühsamen und harten Leben. Obwohl Lorentz erst in der Armee und jetzt in der Stadtwache Karriere gemacht hatte, war diese Wunde nie ganz verheilt.
      „Auch ich trage ein von im Namen“, erinnerte ihn Ullrich, ohne Vorwurf in seiner Stimme, dass nicht alle Adligen so waren. Lorentz setzte an sich zu erklären, doch Ullrich winkte nur ab. Er wusste zu gut, wie unsympathisch viele Edelleute waren. War er nicht selber zur Armee gegangen, weil er die ständigen Intrigen und das erhabene Getue nicht mehr ertragen konnte.
      „Mach dir keinen Kopf, ich weiß wie du es gemeint hast. Aber du darfst deinen Blick nicht durch Sympathie oder Antipathie trüben lassen.“ Lorentz nickte und wirkte auf seinen Vorgesetzten etwas zerknirscht.
      Sie standen vor dem Eingang des Hauses, wo zwei Stadtwachen Stellung bezogen hatten. Ulrich fand immer noch erstaunlich, wie harmonisch sich die alten Steinfundamente und das moderne Fachwerk ergänzten. Statt zu versuchen das Alte verschwinden zu lassen, hatte man es bewusst integriert. Der alte steinerne Turm überragte das übrige Gebäude deutlich, im unteren Bereich war er fasst völlig mit wildem Wein berankt.

      „Ich werde Martin zu dem Verhör von dieser Miori mitnehmen. Er hat einen guten Blick für Details und könnte mit etwas Erfahrung sicher einen guten Ermittler abgeben. Ich bin schon gespannt, was diese seltsame Sklavin so alles zu erzählen hat.
      Du solltest mit Jasira in der Zeit schon Mal das Arbeitszimmer von Jeronimus unter die Lupe nehmen. Seid vorsichtig, keine Ahnung was es dort an gefährlichen Artefakten oder anderen Gefahren gibt. Versucht dieses Kästchen zu finden und was sonst noch Licht ins Dunkel bringt.“

      Lorentz ließ seinen Blick über das Haus schweifen, „Ich wette, das Arbeitszimmer ist in dem alten Turm zu finden. Sind es bei Magiern nicht immer Türme?“
      Ulrich musste leicht lächeln, irgendwie ahnte auch er, dass das Klischee in diesem Fall zutreffen würde.
      Jasira und Martin standen neben dem Eingang, immer noch in eine wilde Diskussion verstrickt, doch als Ulrich ihnen zu winkte, kamen sie sofort herbei. Kurz und knapp erklärte er ihnen die neue Aufteilung.

      Ulrich legte seine Hand auf den großen metallenen Griff, der massiven hölzernen Eingangstür. Sein Blick glitt über die prächtigen Schnitzereien und er hielt einen kurzen Moment inne. Bisher hatte er sie nie wirklich wahrgenommen, bei den wenigen offiziellen Anlässen und Bällen, wo er hier war, hatten immer Diener die Tür rasch geöffnet. Neben Bildern aus bekannten Sagen, war das Wappen der Grünhains in vielfältiger Form aufgenommen. Der Baum und die Schmiedehämmer tauchten überall wieder auf. Ulrich betrat zum ersten Mal seit sehr langer Zeit das Haus der Grünhains. Alles wirkte auf ihn zugleich vertraut und verändert. Zuletzt war er vor 4 Jahren hier gewesen, doch die Erinnerungen die ihn beim Eintreten beschäftigten waren viel älter.

      Die Eingangshalle war darauf ausgelegt Eindruck zu schinden. Statuen flankierten die abgehenden Türen. Anders als bei den Figuren außerhalb des Hauses, waren sie hier teilweise vergoldet und die Augen aus kostbarem farbigen Glas. Der große Kachelboden war großzügige mit teuren Teppichen ausgelegt. Eine große Treppe führte zu den Gemächern auf der zweiten Etage. Zwei Dienerinnen, die sich gerade unterhalten hatten suchten gleich das Weite. Dafür steuerte ein älterer Mann, durch seine schwarzweiße Kleidung leicht als Haushofmeister zu erkennen, auf sie zu.
      „Kann ich den Herrschaften behilflich sein. Ich habe die Anweisung von Madame ihnen nach Möglichkeiten zu helfen, damit die Ermittlungen schnell zu einem Abschluss gelangen.“
      Ulrich verzog keine Miene, doch diese Ansage zeigte, dass sie in den Augen von Katharina von Grünhain gerade mal geduldet waren.
      „Danke, für euer freundliches Angebot. Wo ist Frau von Grünhain zur Zeit.“
      „Sie hat sich mit Migräne in ihre Gemächer zurückgezogen und will nach Möglichkeit nicht gestört werden.“
      „Wir werden nachher mit ihr sprechen müssen. Ihre Aussage ist für uns wichtig, doch erstmal zu etwas Anderem. Bitte, zeigt diesen Beiden den Weg zu Jeroniums Arbeitszimmer.“
      Dann wandte sich Ulrich direkt an Lorentz, auch wenn die Ansage mehr für den Haushofmeister gedacht war, „Ihr habt völlig Handlungsfreiheit bei euren Untersuchungen. Tut was immer nötig ist.“
      Lorentz nickte nur kurz. Doch der oberste Diener sah etwas besorgt aus, „Ich fürchte es gibt ein kleines Problem. Der Turm in dem das Arbeitszimmer liegt ist magisch verschlossen und nur Jeronimus selber hatte den Schlüssel dafür. Selbst die gnädige Dame hat Keinen. Es ist wirklich gefährlich die Tür zu öffnen.“
      Ulrich schaute zu der Elfe, die interessiert zugehört hatte, „Eine kleine Herausforderung für euch, aber ich bin fast sicher ihr werdet ihr gewachsen sein. Seit bitte vorsichtig. Ich kannte Jeronimus und er hatte immer mehrere Tricks im Ärmel.“
      Erstaunlicherweise sagte Jasira nur kurz und knapp, „Ich werde mich darum kümmern.“ Sie ging ohne zu Zögern zu der Tür, die auch nach Ulrichs Vermutung zum Turm führen musste.
      Ulrich wandte sich zum verwirrt wirkenden Diener, „Ich brauche noch einen geeigneten Raum für die Verhöre.“
      „Braucht ihr einen Raum für ein normaleres Gespräch oder für die Sklavin lieber gleich etwas Robusteres?“ Ulrich schaute ihn streng an, er wusste worauf der Andere anspielte, die Folter war schließlich sehr verbreitet. Er war allerdings kein Freund davon. Nach seiner Erfahrung erzählten die Leute unter der Folter alles, damit es rasch vorbei war, egal ob es die Wahrheit war, oder frei erfunden, um den Schmerzen zu entfliehen. Er wusste, auch einige seiner Untergebenen sahen es als Schwäche an, doch er hielt sich dran und achtete streng darauf, dass es auch seine Männer taten. Mit dem Bürgermeister hatte er oft genug darüber diskutiert, doch da Ulrich erfolgreich war, ließ man ihn gewähren.

      „Ein normaler Raum wird reichen. Er sollte vor allem hell sein.“ Jede Regung im Gesicht konnte aufschlussreich sein, jedes kleinste unwillkürliche Zucken. Es war schließlich nicht sein erstes Verhör. So sah er auch jetzt die leichte Enttäuschung im Gesicht des Haushofmeisters. „Ihr mögt Miori nicht besonders, scheint mir. Warum?“ Er sah, wie es im Gehirn des Mannes ratterte, „Ähm ich habe nichts gegen sie. Aber was glaubt ihr wofür sie hier ist. Sicher nicht zum Putzen. Es gehört sich nicht so jemanden in sein Haus zu bringen, Miori muss den gnädigen Herrn verhext haben. Für unsere gnädige Herrin war es sicher nicht leicht, diese sündige Person hier zu haben. Und jetzt ist Jeronimus Tod. Ich bin mir sicher Miori hatte was damit zu tun.“
      „Wie lange ist sie schon hier?“
      „Nicht lange, vielleicht zwei Monate.“ Ulrich hörte der Anklage gegen Miori aufmerksam zu, doch ihm viel auf, dass auch Katharina ein ausgezeichnetes Motiv hatte. Eins stand wohl fest, Mioris Ankunft hatte hier viel Unruhe reingebracht.

      „Ich werde über eure Worte nachdenken. Welchen Raum können wir jetzt nutzen?“
      „Der Salon sollte euren Ansprüchen gerecht sein“, der Diener wirkte jetzt zufrieden. Er zeigte Ulrich und Martin den besagten Raum, der direkt an die Eingangshalle angrenzte und tatsächlich ganz gemütlich wirkte. Vielleicht weil er erwarten konnte, dass nach dem Verhör von Miori, hier auch das Gespräch mit der Hausherrin stattfinden würde.

      Ein großer Tisch mit bequem aussehenden Stühlen stand an einem großen Fenster, mit vier klaren Glasscheiben, während die anderen Fenster mit Stücken aus undurchsichtigem farbigen Glases, versehen waren. Diese Scheiben klares Glas müssen ein Vermögen gekostet haben, staunte Ulrich.Man kann völlig hindurchsehen, was für eine Zauberei. Obwohl waren es nicht eher die Alchimisten, die solche Wunder schufen.Ulrich beschloss, der Sache nachzugehen, sobald etwas mehr Zeit mehr. „Dieser Raum ist Ideal, habt Dank“. Der Haushofmeister nickte nur leicht und zog sich rasch zurück. Ulrich wandte sich nun Martin zu, während er sich weiter umschaute. „Hol die Gefangene her. Nimm dir aber zur Sicherheit noch eine Wache mit. Sie ist gefährlicher als sie aussieht. Außerdem soll ihre Kammer gründlich durchsucht werden.“
      Als Martin gegangen war, ging er zu dem beeindruckenden Bücherregal, auf der anderen Seite des Raumes. Fast 30 Bücher standen darin, selbst Bürgermeister Burkhardt von Erztal besaß gerade Mal ein gutes Dutzend, wusste Ulrich aus eigener Erfahrung, schließlich durfte er sich gelegentlich einen Band ausleihen. Da zog etwas anderes seinen Blick auf sich.

      An einer Wand, über dem Kamin, hing ein großes Gemälde, von Jeronimus und Katharinas Hochzeit. Ulrich betrachtete das Bild. Katharina von Schwarzbach in ihrem rauschendem grünen, mit Gold abgesetztem, Kleid, sah überirdisch schön aus. Auch Jeronimus schien zu strahlen in seiner weiß und blau gehaltenen vornehmen Kleidung. Selbst das Funkeln der Eiskristalle, die um seinen Kopf schwebten, hatte der Maler gut eingefangen.
      Ulrich war damals noch recht jung gewesen, aber die Hochzeit war ein großes Ereignis, das in der ganzen Stadt gefeiert wurde. Gäste aus dem ganzen Land waren angereist. Der mächtige und staatliche Magier heiratet die schöne und begehrte Erbin aus dem Hause Grünhain. Der Klatsch hatte sich kaum noch beruhigen können.
      Die Schwarzbachs waren bei den ständigen Empfängen rund um die Hochzeit Dauergäste gewesen. Für Ullrich waren es die ersten Auftritte auf dem höfischen Parkett und er hatte es gehasst. Mit Jeronimus, der ein paar Jahre älter war, hatte er sich allerdings gut verstanden. Gemeinsam belächelten sie die steife Etikette und bewunderten die schönen Frauen in den prächtigen Kleidern. Der zukünftige Ehemann war charmant und bezauberte mühelos die gesamte Damenwelt. Für den jugendlichen Ulrich war er damit ein Held.
      Katharina hatte er nur am Rande wahrgenommen. Sie war zwar schön aber schon damals etwas kühl. Und dann gab es da noch dieses Gerücht, fiel Ulrich jetzt wieder ein.
      Es wurde spekuliert auch sie hätte magische Fertigkeiten und bei der Eheschließung hätte auch das eine Rolle gespielt. Doch zumindest in der Öffentlichkeit setzte sie nie Magie ein und die Spekulationen wurden bald durch interessantere Themen verdrängt.
      Ich Idiot, da hatte ich einen solch wichtigen Hinweis schon in meiner Erinnerung! Da habe ich tatsächlich nicht mehr dran gedacht. Wie lange ist es jetzt her. Fast 20 Jahre? Trotzdem hätte ich daran denken müssen! Ich muss bei der Befragung von Katharina sehr vorsichtig sein. Vielleicht bekomme ich bei Mioris Befragung, mehr darüber raus, ob sie tatsächlich Kräfte hat. Vor Dienstboten gibt es schließlich kaum Geheimnisse!

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Alexander2213 ()

    • Lieber @Alexander2213

      Inhaltlich wieder ein schöner Abschnitt. Insgesamt schien er mir allerdings nicht ganz so gut ausgearbeitet wie der vorherige.
      Du machst hier auch seltsame Absätze, beziehungsweise Leerzeilen, das stört etwas beim Lesen. Die Kommas scheinen mir auch noch nicht perfekt gesetzt zu sein.

      Bin gespannt was die Befragung der Katharina ergibt!

      Spoiler anzeigen

      Sind noch ein paar Fehler drin, hab nicht aller erwischt.

      Alexander2213 schrieb:

      Jasira uns ordentlich
      Jasira hat uns

      Alexander2213 schrieb:

      „ Was meinst du warum lebt sie so
      "Was meinst du, warum

      Alexander2213 schrieb:

      in Stiller Übereinkunft,
      in stiller Übereinkunft

      Alexander2213 schrieb:

      Sie hatten noch fast drei Stundengläser lang, den Tatort und die Umgebung nach Spuren abgesucht.
      Sie hatten den Tatort noch zwei....

      Alexander2213 schrieb:

      ich habe die Anweisung von Madame ihnen zu nach Möglichkeiten zu helfen
      ein "zu" zuviel

      Alexander2213 schrieb:

      Ihr habt völlig Handlungsfreiheit
      völlige

      Alexander2213 schrieb:

      Er war allerdings kein Freund davon und lehnte sie ab.
      doppelt: Er lehnte die Folter allerdings ab

      Alexander2213 schrieb:

      dieses Gerücht, viel
      fiel
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • @Sensenbach Danke fürs rasche Feedback. Ist etwas ein Zwischenabschnitt, der vor allem der Vorbereitung dient. Alles in allem dürfte es bald dramatischer werden.

      Die Formatierung ist tatsächlich sehr seltsam. Habe den Abschnitt leider auf Word-Starter schreiben müssen und irgendwie wird es falsch übertragen (z.B. sehr viele sinnlose Leerzeilen). Ich habe es jetzt notdürftig repariert, werde mich morgen aber gründlich dran machen. Leider kann ich es nicht im Dokument ändern sondern nur im Forum direkt, da sonst der Fehler wieder auftritt.

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!
    • Hey,

      ich fiebere auch noch mit :) ... hier kommen meine Anmerkungen...waren schon noch ein paar Fehlerchen drin. Aber inhaltlich fand ich den Teil gut.

      Spoiler anzeigen

      Alexander2213 schrieb:

      Aber in den paar Jahren die sie hier lebt, hat sie sich wirklich gut eingelebt.
      Aber in den paar Jahren, die sie bereits hier ist, hat sie sich wirklich gut eingelebt. (nur so ne Idee, um die Wortdopplung zu vermeiden)


      Alexander2213 schrieb:

      Sein Blick glitt nachdenklich über die Beiden leidenschaftlich Diskutierenden vor ihnen. Der
      beiden

      Alexander2213 schrieb:

      So ging das schon seit sie den Untersuchungen am Pavillon.
      Das Wort scheint zu viel ....trotzdem klingt der satz irgendwie merkwürdig...Vielleicht: So ging das schon, seit sie die Untersuchung des Pavillons beendet hatten. ...(?)


      Alexander2213 schrieb:

      Es gab ein paar kaum erkennbare Stiefelabdrücke,doch die Spur verlor sich schnell. Ein paar Gardisten
      Wiederholung


      Alexander2213 schrieb:

      Der alte steinernen Turm überragte das übrige
      steinerne


      Alexander2213 schrieb:

      Seit vorsichtig, keine Ahnung was es dort an gefährlichen Artefakten oder anderen Gefahren gibt.
      Seid

      Alexander2213 schrieb:

      „Ich wette, das Arbeitszimmer ist in dem alten Turm zu finden. Sind es bei Magiern nicht immer Türme?“ Ulrich musste leicht lächeln, irgendwie ahnte auch er, dass das Klischee in diesem Fall zutreffen würde.
      sehr cool :)


      Alexander2213 schrieb:

      Anders als bei den Figuren außerhalb des Hauses, waren sie hier teilweise vergoldet und die Augen aus kostbaren farbigen Glas....
      ...aus kostbarem farbigen Glas gefertigt...


      Alexander2213 schrieb:

      Doch ,... oberste Diener sah etwas besorgt aus
      der


      Alexander2213 schrieb:

      nur Jeronimus selber hatte den Schlüssel dafür. Selbst die gnädige Dame hat keinen Schlüssel. Es ist gefährlich die Tür ohne Schlüssel zu öffnen

      Wiederholung


      Alexander2213 schrieb:

      Seit bitte vorsichtig.
      Seid


      Alexander2213 schrieb:

      Er sollte vor allem Hell sein.
      hell


      Alexander2213 schrieb:

      jedes kleinste unwillkürliche zucken. Es
      Zucken


      Alexander2213 schrieb:

      "Ich bin mir sicher Miori hatte was damit zu tun.“ „Wie lange ist sie schon hier?“ „Nicht lange, vielleicht zwei Monate.“
      Hier sind ein paar Absätze verrutscht.


      Alexander2213 schrieb:

      Ein großer Tisch mit bequemen aussehenden Stühlen
      bequem aussehenden


      Alexander2213 schrieb:

      Diese Scheiben klares Glas müssen ein Vermögen gekostet haben

      würde ich streichen, weil es schon im vorherigen satz erwähnt wird und es klingt auch ein bisschen seltsam


      Alexander2213 schrieb:

      Obwohl waren es nicht ehr die Alchimisten
      eher


      Alexander2213 schrieb:

      Als Martin gegangen war, ging er zu dem beeindruckendes Bücherregal,
      beeindruckenden


      Alexander2213 schrieb:

      aber die Hochzeit war ein großes Ereignis, dass in der ganzen Stadt gefeiert wurde.
      das



      LG,
      Rainbow
    • @Rainbow @bigbadwolf @Sensenbach

      Danke für das anhaltenden Interesse. Der Vergleich mit Cluedo ist nicht ganz verkehrt. Ich versuche natürlich Hinweise einzubauen und alles wichtige auftauchen zu lassen, trotzdem natürlich Platz für Überraschungen zu lassen. Mordwaffe, Täter, Tatort und Motiv sind ja immer die wichtigen Fragen. Tipps und Spekulationen (natürlich in Spoilern) sind zugelassen, ich werde mich aber natürlich nicht an der Auflösung beteiligen, bis die Geschichte so weit ist, dass es eh klar ist. Einige Aspekte tauchen erst noch auf, aber es gibt auch schon einige wichtige Hinweise.

      Ich hatte die letzten anderthalb Wochen zwar nur sehr eingeschränkten Internetzugang, bin mit dem schreiben aber schon gut vorangekommen. Sonnabend gibt es auf jeden Fall einen neuen Abschnitt, vielleicht sogar zwei.

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!
    • 5.2 Die im Hellen sieht man nicht

      Martin ging auf dem Weg, die Gefangene zu holen, an Jasira und Lorentz vorbei. Doch er hätte auch unsichtbar sein können. Die beiden waren so auf ihre Arbeit fixiert, dass sie kaum etwas mitbekamen. Jasira hatte ihre Hand auf das Holz des Türrahmens gelegt. Er vermutete, dass sie die Magie im Material aufspüren wollte. Lorentz schaute durch irgendeinen runden Stein mit einem Loch in der Mitte, vermutlich eines von Jasiras Spielzeugen. Irgendwie sah es albern aus, wie der zweite Mann der Stadtwache sich umschaute und dabei ein völlig verzücktes Gesicht machte. Doch Martin war auch etwas neidisch auf die Wunder, die dieser wohl gerade sah.
      Er fühlte sich geehrt, dass er bei dem Verhör dabei sein sollte. Bis gestern hatte seine tägliche Routine noch aus Wache schieben, Waffentraining auf dem Hof oder, dem Schlimmsten von allem, Ausdauerläufen bestanden. Da waren die Ermittlungen schon viel aufregender und natürlich Jasira mit ihrer Magie. Was für ein Tag!
      Bei der Küche traf er drei Mann der Stadtwache, die mit der fröhlichen, aber betagten Köchin flirteten und scherzten. Sicher hofften sie, ein paar Leckereien aus der Küche zu ergattern. Martin atmete tief durch, er musste diesen Männern Anweisungen geben. Was sollte er sagen, hoffentlich nahmen sie ihn, den Frischling, überhaupt ernst. Er räusperte sich leicht. Einer der Männer drehte sich etwas gelangweilt um: „Was ist?“.
      Drei skeptische Augenpaare starrten ihn an. Wie die meisten Angehörigen der Stadtwache waren sie altgediente Veteranen. Ihre Namen kannte Martin nicht, er war ja noch nicht lange dabei und hatte mehr mit den Ausbildern oder anderen Kadetten zu tun. Martin schluckte kurz, dann versuchte er möglichst selbstsicher zu sagen: „Der Hauptmann schickt mich. Ich brauche eure Hilfe bei zwei Aufgaben.“ Der Mann, der sich als erster umgedreht hatte, schmunzelte leicht, doch er sagte nur: „Worum geht es?“ Martin fiel auf, dass er nur ein Ohr hatte. Er versuchte nicht darauf zu schauen und erklärte ihnen kurz, wobei er ihre Hilfe brauchte. Die zwei anderen Männer erklärten, wieder auf ihre Wachposten zu müssen, doch der Mann ohne Ohr erklärte sich bereit zu helfen. Auf dem Weg ins Dachgeschoß stellte er sich vor: „Ich heiße Vladimir.“
      „Mein Name ist Martin. Bist du schon lange bei der Stadtwache?“
      „Hmm, drei oder vier Jahre dürften es jetzt sein“, brummte Vladimir. „Ist ein guter Job, viel besser als in der Armee. Was verschlägt einen Jungspund wie dich zu uns?“
      „Ich wollte nicht als Schreiber in einer kleinen Kammer versauern, sondern was erleben. Scheint mir die richtige Wahl gewesen zu sein, allein schon was heute alles passiert ist.“
      „So viel ist sonst aber nicht los, Wache stehen, ein paar Diebe fangen, Streitigkeiten schlichten... Der letzte Mord ist fast ein Jahr her. Allerdings trifft man immer wieder die interessantesten Leute, wobei die Gefangene schon besonders seltsam ist.“
      „Hast du sie schon gesehen?“, fragte Martin überrascht.
      „Ja, ich war bei ihrer Gefangennahme dabei. Sie ist schön wie die Sünde. Soweit ich es verstanden habe, kann sie die Gegend um das Haus allerdings nicht verlassen.“
      Vor der Tür stand eine gelangweilte Wache und schien fast schon halb eingenickt zu sein. Martin wollte klopfen, doch er hörte ein leises Geräusch, ob ein Flüstern oder Knacken im Gebälk konnte er nicht sagen. Rasch öffnete er die Tür, ohne eine Ankündigung. Es war eine kleine karge Kammer. Durch das winzige Fenster kam nicht viel Licht. Eine Pritsche mit einer Decke und eine Kiste waren die ganze Ausstattung. Auf einem Brett über der Pritsche lag ein alter Holzteller, auf dem eine halb runtergebrannte Kerze stand. Miori stand am Fenster und drehte sich gerade zu ihnen um. Mit dem Licht im Rücken, das sich in den feuerroten Haaren brach, und den exotischen leichten Stoffen ihrer Kleidung sah sie aus wie ein Engel. Beim ersten Mal hatte er sie nur aus der Entfernung gesehen, doch jetzt sah er ihre volle Schönheit und es verschlug ihm fast die Sprache. Er hatte den Mund leicht geöffnet und wollte gar nicht wissen, wie dämlich er aussah, als es ihm klar wurde. Der Moment der Überraschung hielt nur kurz, dann hatte er sich wieder gesammelt. Was wollte sie beim Fenster? Will sie etwa fliehen, fragte er sich und warf einen genaueren Blick auf das Fenster. Nein, selbst sie ist zu groß für dieses schmale Loch. Aber irgendetwas stimmte nicht, sagte ihm sein Gefühl. Miori brach die Stille als erstes: „Was kann ich für euch tun, meine Herren?“ Jedes Wort klang wie eine Melodie und sie machte einen leichten Knicks.
      „Ich soll euch zum Verhör begleiten“, krächzte Martin.
      „Wollt ihr mir dazu Ketten anlegen?“, fragte sie mit einem frechen sündigen Augenaufschlag und hielt ihm ihre zarten Handgelenke entgegen. Auf einem sah er eine kleine Tätowierung in Form eines Pferdes. „Ähhh, dass wird ähhm nicht notwendig sein“, stotterte Martin, der etwas rot wurde. „Aber wir müssen dich, äh euch, leider durchsuchen“, sagte er, ratlos, wie er es eigentlich anstellen sollte. Sie hob elegant die Arme, um zu zeigen, dass sie nichts verborgen hatte. Während Martin noch überlegte, hörte er ein ungeduldiges Schnauben neben sich.
      Vladimir hatte weniger Berührungsängste und kopfschüttelnd tastete er sie ab. Martin hatte aber den Eindruck, dass auch der alte Haudegen etwas irritiert war. Da hörte er ein leises Knacken am Fenster. War da was? Er schaute aus dem Loch, das sich Fenster schimpfte, konnte aber nichts Ungewöhnliches entdecken.
      Während der Wachposten mit Miori draußen wartete, durchsuchten Martin und Vladimir rasch das Zimmer. In der Truhe waren fast nur Kleidungsstücke. Es war Martin peinlich, in ihrer Wäsche zu wühlen, doch sie durften nichts übersehen. Dabei fiel ihm auf, dass eigentlich alle Kleidungsstücke sehr offenherzig waren. Er versuchte nicht darüber nachzudenken, sondern schnell und gründlich alles zu untersuchen. Zu Tage kam eine schlichte Schatulle mit lauter seltsamen Pasten und kleinen Pinselchen. Wofür sollte das gut sein? Vladimir schaute ihm über die Schulter: „Ein Schminkkästchen, meine Frau hat auch so etwas, wenn auch viel kleiner.“ Martin schüttelte den Kopf, Frauen waren schon seltsame Wesen, dachte er und legte verschiedene Kämme beiseite. Sie waren aus einfachem Material, aber jeder hatte eine andere Form. Wofür brauchte man so viele Kämme? Dazu passte auch der Handspiegel, der mit seinen kunstvollen Verzierungen allerdings sehr wertvoll aussah. Martin schaute ihn sich gründlich an. War das echtes Silber? Schon ein einfacher Spiegel war wertvoll, aber dieser hier war nicht nur für eine Sklavin viel zu wertvoll. Er nahm ihn mit. „Mehr kann ich nicht finden, wie sieht es bei dir aus?“ Vladimir knurrte nur unzufrieden. Martin hatte das Gefühl, etwas übersehen zu haben, als sie aufbrachen. Er warf einen letzten Blick zurück in die kleine Kammer, doch er konnte nichts Verdächtiges entdecken. Tatsächlich hatten sie zwei Sachen nicht bemerkt. Die kleine verborgene Klinge von Miori und die geheimnisvolle Gestalt, die auf einem Dachbalken draußen vor dem Fenster saß, dicht an die Häuserwand gepresst, um nicht entdeckt zu werden.

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!

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